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		<title>RUNNERSWORLD.de – Community - Blogs</title>
		<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blog.php</link>
		<description>Das Laufforum für Fans des Laufsports oder die es noch werden wollen.</description>
		<language>de</language>
		<lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 11:22:32 GMT</lastBuildDate>
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			<title>RUNNERSWORLD.de – Community - Blogs</title>
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		<item>
			<title>KW 19/20 - Schwere Geburt/ Leistungscheck</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/cru3linside/4050-kw-19-20-schwere-geburt-leistungscheck.html</link>
			<pubDate>Sun, 20 May 2012 19:42:18 GMT</pubDate>
			<description>Hallo zusammen!
Zunächst einmal musste ich feststellen, dass die jetzt abgelaufene Woche erst KW 20 ist. Dementsprechend wäre der erste Blogeintrag eigentlich KW 18.

_*KW 19:*_
Diese Woche war geprägt von Experimenten. Insgesamt bin ich nur aus dem Labor gekommen um mal zwischendurch eine Kleinigkeit zu Essen oder zu trinken und bin eigentlich nur zum Schlafen zu hause gewesen. Das Laufen blieb leider auf der Strecke. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft mir eine Blase an der Ferse zu Erlaufen. Am Wochenende war dann Relaxen angesagt. 

*_KW 20:_*
Dienstag ging es dann endlich wieder auf die Strecke. Abends habe ich mir meinen Mitbewohner geschnappt und wir sind raus in die Natur. Der Lauf war bestimmt durch ein gemächliches entspanntes Tempo und ein paar kürzere Gehpausen. Knapp 12 Kilometer bei einer Kilometerzeit von 6:26 Minuten. Auf der Strecke auch gleich noch ein paar Rehe gesehen. :D

Mittwoch abends bin ich recht spät wieder zu hause gewesen, deswegen ging es erst Donnerstag früh zurück in die Heimat, um dort den Herrentag in feucht fröhlicher Runde mit Grillen im Stadtpark auszufüllen. Der Tag fing dann aber damit an, dass ich meinen Bus verpasst habe und hektisch zum Bahnhof gelaufen bin. Da ich Rucksack und leichte Reisetasche dabei hatte, habe ich dann meinen Zug am Ende um ganze 2 Minuten verpasst und saß noch ne knappe Stunde am Bahnhof fest. In Magdeburg angekommen ging es zur Leistungsfähigkeitsaufnahme. Es galt den Maximalpuls festzustellen. Gleichzeitig habe ich auf meiner üblichen Laufrunde noch so etwas ähnliches wie einen Cooper-Test absolviert um auch in puncto Tempo auf dem aktuellen Stand zu sein. Insgesamt gute 7 Kilometer bei 5:39 Minuten (trotz zweier kurzer Gehpausen nach Maximalpulsbestimmung ist also schon eine leichte Verbesserung zu erkennen) und neue Erkenntnisse gewonnen (MHF bei 194 liegt wesentlich niedriger als erwartet - bisher war ich von etwa 210 ausgegangen). Der Coopertest fiel mit 2300 Metern auch nicht wirklich gut aus, den werde ich aber auf jeden Fall noch einmal unter kontrollierteren Bedingungen wiederholen, mit vernünftiger Erwärmung, die nicht in die eigentliche Test-Zeit rein fällt wie dieses Mal.

Sonntag sollte dann der große Tag werden. 25 Kilometer Ausdauertest standen auf dem Plan. Nach 13 Kilometern musste ich dann aber abbrechen, weil sich an beiden Fußinnenseiten immer größere Blasen bildeten. Die letzten 500 Meter habe ich dann frustriert sogar noch barfuß absolviert, weil die Reserven voraussichtlich noch für die volle Distanz gereicht hätten. Meine Freundin hatte sich freundlicherweise angeboten, mich mit dem Rad zu begleiten und mit Wasser und Traubenzucker zu versorgen. Letztendlich ergab sich eine Kilometerzeit von 6:35. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

*_Fazit:_*
Ein 194er Maximalpuls erscheint mir viel zu niedrig, aber höher habe ich ihn nicht treiben können, obwohl ich mich ausgiebig warm gelaufen habe und das Tempo nur allmählich gesteigert habe. Um sicher zu gehen, habe ich das dann ein paar Kilometer später noch mal wiederholt und bin auf das gleiche Ergebnis gekommen. Damit wären 60% MHF, den viele Trainingspläne für das Ausdauertraining empfehlen, aber jetzt bei einem Puls von 116. Den erreiche ich, wenn ich zügig spazieren gehe. Unter einem Puls von 150 kommt es mir so vor, als liefe ich auf der Stelle. Auch die Sonntagsrunde habe ich mit 165 trainiert und habe mich dabei pudelwohl gefühlt.

Gegen die Bildung von Blasen an den Füßen muss ich mir dringend noch etwas wirkungsvolles überlegen. Meine Schuhe habe ich mir nach einer Laufanalyse und Fußvermessung ausgewählt. Spezielle Laufsocken haben nahezu keinen Effekt, es kommt mir sogar so vor, als entwickelten sich früher Blasen als in normalen Sportsocken.

Insgesamt bin ich aber positiv überrascht von meinem Traingsstand, gerade über längere Distanzen. Ich spiele inzwischen mit dem Gedanken, im Oktober doch einen Halbmarathon unter Wettkampfbedingungen mit zu laufen, mit dem Ziel ihn unter 2h zu beenden. Mal sehen, was die nächsten Wochen und Monate bringen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Hallo zusammen!<br />
Zunächst einmal musste ich feststellen, dass die jetzt abgelaufene Woche erst KW 20 ist. Dementsprechend wäre der erste Blogeintrag eigentlich KW 18.<br />
<br />
<u><b>KW 19:</b></u><br />
Diese Woche war geprägt von Experimenten. Insgesamt bin ich nur aus dem Labor gekommen um mal zwischendurch eine Kleinigkeit zu Essen oder zu trinken und bin eigentlich nur zum Schlafen zu hause gewesen. Das Laufen blieb leider auf der Strecke. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft mir eine Blase an der Ferse zu Erlaufen. Am Wochenende war dann Relaxen angesagt. <br />
<br />
<b><u>KW 20:</u></b><br />
Dienstag ging es dann endlich wieder auf die Strecke. Abends habe ich mir meinen Mitbewohner geschnappt und wir sind raus in die Natur. Der Lauf war bestimmt durch ein gemächliches entspanntes Tempo und ein paar kürzere Gehpausen. Knapp 12 Kilometer bei einer Kilometerzeit von 6:26 Minuten. Auf der Strecke auch gleich noch ein paar Rehe gesehen. :D<br />
<br />
Mittwoch abends bin ich recht spät wieder zu hause gewesen, deswegen ging es erst Donnerstag früh zurück in die Heimat, um dort den Herrentag in feucht fröhlicher Runde mit Grillen im Stadtpark auszufüllen. Der Tag fing dann aber damit an, dass ich meinen Bus verpasst habe und hektisch zum Bahnhof gelaufen bin. Da ich Rucksack und leichte Reisetasche dabei hatte, habe ich dann meinen Zug am Ende um ganze 2 Minuten verpasst und saß noch ne knappe Stunde am Bahnhof fest. In Magdeburg angekommen ging es zur Leistungsfähigkeitsaufnahme. Es galt den Maximalpuls festzustellen. Gleichzeitig habe ich auf meiner üblichen Laufrunde noch so etwas ähnliches wie einen Cooper-Test absolviert um auch in puncto Tempo auf dem aktuellen Stand zu sein. Insgesamt gute 7 Kilometer bei 5:39 Minuten (trotz zweier kurzer Gehpausen nach Maximalpulsbestimmung ist also schon eine leichte Verbesserung zu erkennen) und neue Erkenntnisse gewonnen (MHF bei 194 liegt wesentlich niedriger als erwartet - bisher war ich von etwa 210 ausgegangen). Der Coopertest fiel mit 2300 Metern auch nicht wirklich gut aus, den werde ich aber auf jeden Fall noch einmal unter kontrollierteren Bedingungen wiederholen, mit vernünftiger Erwärmung, die nicht in die eigentliche Test-Zeit rein fällt wie dieses Mal.<br />
<br />
Sonntag sollte dann der große Tag werden. 25 Kilometer Ausdauertest standen auf dem Plan. Nach 13 Kilometern musste ich dann aber abbrechen, weil sich an beiden Fußinnenseiten immer größere Blasen bildeten. Die letzten 500 Meter habe ich dann frustriert sogar noch barfuß absolviert, weil die Reserven voraussichtlich noch für die volle Distanz gereicht hätten. Meine Freundin hatte sich freundlicherweise angeboten, mich mit dem Rad zu begleiten und mit Wasser und Traubenzucker zu versorgen. Letztendlich ergab sich eine Kilometerzeit von 6:35. Schade, da wäre mehr drin gewesen.<br />
<br />
<b><u>Fazit:</u></b><br />
Ein 194er Maximalpuls erscheint mir viel zu niedrig, aber höher habe ich ihn nicht treiben können, obwohl ich mich ausgiebig warm gelaufen habe und das Tempo nur allmählich gesteigert habe. Um sicher zu gehen, habe ich das dann ein paar Kilometer später noch mal wiederholt und bin auf das gleiche Ergebnis gekommen. Damit wären 60% MHF, den viele Trainingspläne für das Ausdauertraining empfehlen, aber jetzt bei einem Puls von 116. Den erreiche ich, wenn ich zügig spazieren gehe. Unter einem Puls von 150 kommt es mir so vor, als liefe ich auf der Stelle. Auch die Sonntagsrunde habe ich mit 165 trainiert und habe mich dabei pudelwohl gefühlt.<br />
<br />
Gegen die Bildung von Blasen an den Füßen muss ich mir dringend noch etwas wirkungsvolles überlegen. Meine Schuhe habe ich mir nach einer Laufanalyse und Fußvermessung ausgewählt. Spezielle Laufsocken haben nahezu keinen Effekt, es kommt mir sogar so vor, als entwickelten sich früher Blasen als in normalen Sportsocken.<br />
<br />
Insgesamt bin ich aber positiv überrascht von meinem Traingsstand, gerade über längere Distanzen. Ich spiele inzwischen mit dem Gedanken, im Oktober doch einen Halbmarathon unter Wettkampfbedingungen mit zu laufen, mit dem Ziel ihn unter 2h zu beenden. Mal sehen, was die nächsten Wochen und Monate bringen.</div>

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			<dc:creator>cru3linside</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Lebenszeichen vom Treppenschmied</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/power-runner/4049-lebenszeichen-vom-treppenschmied.html</link>
			<pubDate>Sat, 19 May 2012 16:51:07 GMT</pubDate>
			<description><![CDATA[Hallo zusammen.....:winken:


hab mich lange nicht gemeldet,sorry.Aber mir schwirrt wieder mal viel durch den Kopf.Ich bräuchte ein Schalter der nach dem Aus und wieder einschalten,einfach alle Probleme verschwinden lässt.

Danke nochmals für die Glückwünsche,hat mich echt gefreut. DANKE

Bin natürlich in letzter Zeit auch 3 x zum laufen gekommen und morgen üben wir für's Volleyballtunier im Juli.Die meisten haben noch nie gespielt,aber wir machen es aus Spaß.Man muß halt alles mal ausprobieren.

@ Knierschknie: Gratuliere zur Suuuuuuperrrr HM Zeit.:daumen: Und ca 1 Km schwimmen,Respeckt
                           das wären in etwa 40 Bahnen.Boah....

@ Racerin07: hoffe es hat nicht geregnet und der Abendlauf ging gut über die Bühne.Der kleine 
                       Ehrgeizling hat es sicher geschafft.....:nick:

@ Krümel: schicker Laufwagen,sag mal wie es sich dabei laufen lässt.Interessiert mich.....Wenn 
                 Du verstehst was ich meine :zwinker5:


Sonst nicht's neues aufregendes,ein schönes Wochenende Euch allen und bis nächste Woche.Wenn ich Zeit habe meld ich mich,wird sicher nicht,aber ich geb mir Mühe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Hallo zusammen.....:winken:<br />
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hab mich lange nicht gemeldet,sorry.Aber mir schwirrt wieder mal viel durch den Kopf.Ich bräuchte ein Schalter der nach dem Aus und wieder einschalten,einfach alle Probleme verschwinden lässt.<br />
<br />
Danke nochmals für die Glückwünsche,hat mich echt gefreut. DANKE<br />
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Bin natürlich in letzter Zeit auch 3 x zum laufen gekommen und morgen üben wir für's Volleyballtunier im Juli.Die meisten haben noch nie gespielt,aber wir machen es aus Spaß.Man muß halt alles mal ausprobieren.<br />
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@ Knierschknie: Gratuliere zur Suuuuuuperrrr HM Zeit.:daumen: Und ca 1 Km schwimmen,Respeckt<br />
                           das wären in etwa 40 Bahnen.Boah....<br />
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@ Racerin07: hoffe es hat nicht geregnet und der Abendlauf ging gut über die Bühne.Der kleine <br />
                       Ehrgeizling hat es sicher geschafft.....:nick:<br />
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@ Krümel: schicker Laufwagen,sag mal wie es sich dabei laufen lässt.Interessiert mich.....Wenn <br />
                 Du verstehst was ich meine :zwinker5:<br />
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Sonst nicht's neues aufregendes,ein schönes Wochenende Euch allen und bis nächste Woche.Wenn ich Zeit habe meld ich mich,wird sicher nicht,aber ich geb mir Mühe.</div>

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			<dc:creator>Power Runner</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>10 Monate</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/kruemel-monster/4048-10-monate.html</link>
			<pubDate>Thu, 17 May 2012 16:41:49 GMT</pubDate>
			<description>Hier noch einmal eine kurze Meldung von mir.

@knirschi: Chris hat recht. Eine SS dauert eigentlich 10 Monate. Es sind 40 Wochen und da in den meisten Büchern immer 4 Wochen = 1 Monat sind, sind es eher 10 Monate.
So fängt bei mir heute mit der 25. Woche, der 7. :geil: Monat an......aber es sind noch fast 3 Monate und ca 2 Wochen bis zum Termin.

Na ja, genug klugscheißern.....
Viel neues gibt es nicht. Seit ein paar Tagen fällt Laufen deutlich schwerer - im Bauch zwickt und zwackt es überall - aber es geht (noch).

Seit Dienstag sind wir allerdings stolze Besitzer eines Laufkinderwagens (siehe Photo) :D 
:nick:
E*ay-Kleinanzeigen sei Dank!

Liebe Grüße</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Hier noch einmal eine kurze Meldung von mir.<br />
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@knirschi: Chris hat recht. Eine SS dauert eigentlich 10 Monate. Es sind 40 Wochen und da in den meisten Büchern immer 4 Wochen = 1 Monat sind, sind es eher 10 Monate.<br />
So fängt bei mir heute mit der 25. Woche, der 7. :geil: Monat an......aber es sind noch fast 3 Monate und ca 2 Wochen bis zum Termin.<br />
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Na ja, genug klugscheißern.....<br />
Viel neues gibt es nicht. Seit ein paar Tagen fällt Laufen deutlich schwerer - im Bauch zwickt und zwackt es überall - aber es geht (noch).<br />
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Seit Dienstag sind wir allerdings stolze Besitzer eines Laufkinderwagens (siehe Photo) :D <br />
:nick:<br />
E*ay-Kleinanzeigen sei Dank!<br />
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Liebe Grüße</div>


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			<dc:creator>Krümel-monster</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Mein erster Abendlauf</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/racerin07/4047-mein-erster-abendlauf.html</link>
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 16:23:56 GMT</pubDate>
			<description>morgen abend laufe ich nun das erste mal einen lauf am abend (19h) so gar nicht meine zeit ! wir sind ja in einer BSG und die haben nun einen sommer-cup ausgeschrieben. ich kleiner ehrgeizling hab mich natürlich angemeldet (mein schatz auch) und nun soll/will/muss ich morgen abend 10 km laufen. dabei habe ich erst 5 läufe nach der pause hinter mir. ich bin ja mal gespannt, was ich abends bringe:confused: - ich hab natürlich den vorteil, dass ich den tag über nicht gearbeitet habe, aber ich denke, die anderen sind besser im training. was solls: augen zu und durch ! und den ehrgeiz einfach mal drosseln.
liebe grüße Ute</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>morgen abend laufe ich nun das erste mal einen lauf am abend (19h) so gar nicht meine zeit ! wir sind ja in einer BSG und die haben nun einen sommer-cup ausgeschrieben. ich kleiner ehrgeizling hab mich natürlich angemeldet (mein schatz auch) und nun soll/will/muss ich morgen abend 10 km laufen. dabei habe ich erst 5 läufe nach der pause hinter mir. ich bin ja mal gespannt, was ich abends bringe:confused: - ich hab natürlich den vorteil, dass ich den tag über nicht gearbeitet habe, aber ich denke, die anderen sind besser im training. was solls: augen zu und durch ! und den ehrgeiz einfach mal drosseln.<br />
liebe grüße Ute</div>

]]></content:encoded>
			<dc:creator>Racerin07</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Oh man...</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/knirschknie/4046-oh-man.html</link>
			<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:11:47 GMT</pubDate>
			<description><![CDATA[*Okay, der Urlaub ist vorbei... Zeit für nen Blogeintrag, ganz klar:teufel:.

Nachdem ich letzten Sonntag mit Schatzi ne 10ner Runde gelaufen war, war klar, daß ich erstmal wieder allein laufen muß - Schatzi hat Laufpause. Er hat noch Probleme mit den Fersen. Er hofft, daß es die Sehne unter dem Fuß bzw. den Füßen ist, betrifft ja beide... Das würde zwar ne lange Pause bedeuten, aber es wäre besser, als Fersensporn...

*Montag* bin ich meine 8 km Runde gelaufen. 

*Dienstag* war Pause...

*Mittwoch* sah es so nach Regen aus und ich bin kurzentschlossen ins Studio - denn das kennt mich quasi gar nicht mehr:klatsch:... Tat auch mal wieder gut und gab hinterher Muskelmiau im Bauch.

*Donnerstag* bin ich meine hügelige 11er Runde gelaufen. Schön anstrengend, denn ich hab versucht, die Steigungen durchzulaufen und keine Gehpausen zu machen. Noch nicht immer ganz möglich, aber ich war schon zufrieden. Ausbaufähig ist es natürlich schon noch ;).

*Freitag* war dann doch Pause angesagt, nachdem meine Freundin abgesagt hatte und es war auch seeehr drückend. Außerdem ist ne Pause nicht schlecht für meine Füße... Hab nämlich Bammel, daß ich sonst auch bald länger pausieren muß. Das wäre furchtbar für mich...

***Samstag*** waren wir ne Runde im See schwimmen. Mit Neo bei 17 Grad etwa. Luft war ne Ecke kühler. Erst war einem saukalt im Wasser, aber dann bemerkte ich, daß es im Wasser wärmer war. War gar nicht übel! 1 km sind wir in etwa geschwommen. Es war mehr ein Planschen im Wasser, kein durchgängiges Kraulen, aber schon hart, da uns auf dem Rückweg von der anderen Seite des Sees "meterhohe Wellen":tocktock: ins Gesicht schlugen. Echt, wir waren wohl gar nicht in unserem See, sondern weit draußen im offenen Meer... ;)

Ja, und was den heutigen *Sonntag* betrifft - da könnt Ihr ruhig mal den Kopf schütteln:hihi:... Einfach dumm gelaufen... Hier war doch heute Brückenlauf angesagt. Man hatte die Wahl zwischen 5 km,12 oder 21,1. Ich meldete mich noch schnell an - HM war angesagt. Konnte nicht anders. Dann war noch ne Stunde warten angesagt und es war saukalt bei der ganzen Warterei. Punkt 10 Uhr, dann der Startschuß und los ging´s. Tempo ca. 5:30 Min./km. Es lief eigentlich ganz gut. Naja, bis km 7 - dann schmerzte wieder mein großer Zeh. Da nervte mich schon seit Tagen ne Druckstelle. Hatte mir schon so ein Druckpolsterpflaster draufgeklebt und erstmal ging´s auch gut. Aber ab km 7 war es schon blöd. Es nervte... Naja, aber ich lief und lief, hatte die 10 km nach 56 Min. im Sack und dachte, ich könnte es unter 2 h schaffen... Aber dann dachte ich mir so: komisch, müßte ich nicht nochmal irgendwie in die andere Richtung laufen? Hatte mir die Streckenführung nicht nochmal angesehen, aber irgendwie war ich schon in Zielnähe und war erst bei Kilometer 11! Das kann´s doch nicht gewesen sein? Naja, der Zeh schmerzte höllisch und wenn ich denn nun den Abzweig verpaßt hatte, okay, was soll´s... Also das war echt blöd gemacht. Schon an der ersten Gabelung, wo die 5 km Läufer abbogen, war es nur auf den Weg gezeichnet. Mit den ganzen Läufern vor einem, sah man das kaum. So war es wohl auch bei der zweiten Gabelung, wo sich 12er und HM trennten. Ich übersah es schlicht und einfach, flitzte den anderen hinterher und war nach 1:07 im Ziel. Ne gute Zeit für nen HM, oder? 

Netterweise wurde ich bei den 12 km Läufern aufgeführt. Sie hätten mich doch auch disqualifizieren können, oder? Schließlich hatte ich mich für den langen Lauf gemeldet. Sauer, daß es nicht besser ausgeschildert war, sauer über mich, daß ich nicht nochmal geschaut hatte, wo die Strecke langgeht, fuhr ich wieder heim... Naja, wenigstens hatte ich am Lauf teilgenommen. Hatte ja erst gedacht, es wird nüscht... 

Wieder daheim, schnell geduscht und dann ab zu Oma... War aber auch ganz schön. Ich hatte unser Argentinien Fotobuch am Freitag abgeholt und so hatten wir ein paar Fotos zum Zeigen... 

So, liebe Grüße von Knirschknie, die sich in ihrer Stadt auch noch verläuft...
*]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><font face="Tahoma"><font size="3"><font face="Book Antiqua"><font color="DarkRed"><b>Okay, der Urlaub ist vorbei... Zeit für nen Blogeintrag, ganz klar:teufel:.<br />
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Nachdem ich letzten Sonntag mit Schatzi ne 10ner Runde gelaufen war, war klar, daß ich erstmal wieder allein laufen muß - Schatzi hat Laufpause. Er hat noch Probleme mit den Fersen. Er hofft, daß es die Sehne unter dem Fuß bzw. den Füßen ist, betrifft ja beide... Das würde zwar ne lange Pause bedeuten, aber es wäre besser, als Fersensporn...<br />
<br />
<font color="Red"><b>Montag</b></font> bin ich meine 8 km Runde gelaufen. <br />
<br />
<font color="Red"><b>Dienstag</b></font> war Pause...<br />
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<font color="Red"><b>Mittwoch</b></font> sah es so nach Regen aus und ich bin kurzentschlossen ins Studio - denn das kennt mich quasi gar nicht mehr:klatsch:... Tat auch mal wieder gut und gab hinterher Muskelmiau im Bauch.<br />
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<font color="Red"><b>Donnerstag</b></font> bin ich meine hügelige 11er Runde gelaufen. Schön anstrengend, denn ich hab versucht, die Steigungen durchzulaufen und keine Gehpausen zu machen. Noch nicht immer ganz möglich, aber ich war schon zufrieden. Ausbaufähig ist es natürlich schon noch ;).<br />
<br />
<font color="Red"><b>Freitag</b></font> war dann doch Pause angesagt, nachdem meine Freundin abgesagt hatte und es war auch seeehr drückend. Außerdem ist ne Pause nicht schlecht für meine Füße... Hab nämlich Bammel, daß ich sonst auch bald länger pausieren muß. Das wäre furchtbar für mich...<br />
<br />
<font color="Red"><b><b><b>Samstag</b></b></b></font> waren wir ne Runde im See schwimmen. Mit Neo bei 17 Grad etwa. Luft war ne Ecke kühler. Erst war einem saukalt im Wasser, aber dann bemerkte ich, daß es im Wasser wärmer war. War gar nicht übel! 1 km sind wir in etwa geschwommen. Es war mehr ein Planschen im Wasser, kein durchgängiges Kraulen, aber schon hart, da uns auf dem Rückweg von der anderen Seite des Sees &quot;meterhohe Wellen&quot;:tocktock: ins Gesicht schlugen. Echt, wir waren wohl gar nicht in unserem See, sondern weit draußen im offenen Meer... ;)<br />
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Ja, und was den heutigen <font color="Red"><b>Sonntag</b></font> betrifft - da könnt Ihr ruhig mal den Kopf schütteln:hihi:... Einfach dumm gelaufen... Hier war doch heute Brückenlauf angesagt. Man hatte die Wahl zwischen 5 km,12 oder 21,1. Ich meldete mich noch schnell an - HM war angesagt. Konnte nicht anders. Dann war noch ne Stunde warten angesagt und es war saukalt bei der ganzen Warterei. Punkt 10 Uhr, dann der Startschuß und los ging´s. Tempo ca. 5:30 Min./km. Es lief eigentlich ganz gut. Naja, bis km 7 - dann schmerzte wieder mein großer Zeh. Da nervte mich schon seit Tagen ne Druckstelle. Hatte mir schon so ein Druckpolsterpflaster draufgeklebt und erstmal ging´s auch gut. Aber ab km 7 war es schon blöd. Es nervte... Naja, aber ich lief und lief, hatte die 10 km nach 56 Min. im Sack und dachte, ich könnte es unter 2 h schaffen... Aber dann dachte ich mir so: komisch, müßte ich nicht nochmal irgendwie in die andere Richtung laufen? Hatte mir die Streckenführung nicht nochmal angesehen, aber irgendwie war ich schon in Zielnähe und war erst bei Kilometer 11! Das kann´s doch nicht gewesen sein? Naja, der Zeh schmerzte höllisch und wenn ich denn nun den Abzweig verpaßt hatte, okay, was soll´s... Also das war echt blöd gemacht. Schon an der ersten Gabelung, wo die 5 km Läufer abbogen, war es nur auf den Weg gezeichnet. Mit den ganzen Läufern vor einem, sah man das kaum. So war es wohl auch bei der zweiten Gabelung, wo sich 12er und HM trennten. Ich übersah es schlicht und einfach, flitzte den anderen hinterher und war nach 1:07 im Ziel. Ne gute Zeit für nen HM, oder? <br />
<br />
Netterweise wurde ich bei den 12 km Läufern aufgeführt. Sie hätten mich doch auch disqualifizieren können, oder? Schließlich hatte ich mich für den langen Lauf gemeldet. Sauer, daß es nicht besser ausgeschildert war, sauer über mich, daß ich nicht nochmal geschaut hatte, wo die Strecke langgeht, fuhr ich wieder heim... Naja, wenigstens hatte ich am Lauf teilgenommen. Hatte ja erst gedacht, es wird nüscht... <br />
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Wieder daheim, schnell geduscht und dann ab zu Oma... War aber auch ganz schön. Ich hatte unser Argentinien Fotobuch am Freitag abgeholt und so hatten wir ein paar Fotos zum Zeigen... <br />
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So, liebe Grüße von Knirschknie, die sich in ihrer Stadt auch noch verläuft...<br />
</b></font></font></font></font></div>

]]></content:encoded>
			<dc:creator>Knirschknie</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Geschafft!!!</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/truman/4045-geschafft.html</link>
			<pubDate>Sat, 12 May 2012 21:07:22 GMT</pubDate>
			<description>Rennsteiglauf geschafft!! In 6:36 und damit unter den Top 100. Mein erster Ultra war echt hart, sehr hart. Mehr dazu wenn ich geschlafen habe ;)

So, geschlafen:

erkältet und mit Knieschmerzen im rechten Knie bin ich nach Eisenach gefahren, aber wie es immer so ist sollte ich 100 Probleme bekommen, aber eben nicht die, die ich erwartet habe. Zunächst aber muss ich sagen, dass es ein super Wochenende war. Unser Hotel (Kapelle in Bad Liebenstein) war super, die Organisation und das Wetter waren perfekt und meine Freundin hat mich genial unterstützt. Aber nun zum Lauf: Nach allen Warnungen habe ich versucht den Inselberg nicht zu schnell zu laufen und denke, dass ich das auch geschafft habe. Leider hatte ich direkt nach 10Km eine Blase am linken Fuß und das rechte Knie tat leicht weh. Diese beiden Probleme traten jedoch ab Km 50 in den Hintergrund. Bis dahin gings mir noch echt gut. Danach war mir übel, mein linkes Knie tat bergab höllisch weh, meine rechte Kniebeuge bergauf. Der Linke Fußrücken tat immer weh, genauso wie die rechte Wade. Dazu kamen Bauchmuskelkrämpfe. Echt kein Urlaub das Ganze. 

Die letzten 25Km waren eine reine Qual und umso emotionaler war der Zieleinlauf. Insgesamt ein tolles Erlebnis und eine Zeit mit der ich sehr zufrieden bin. 
Vielen Dank an alle die mir Viel Glück gewünscht haben!!
Ich hoffe ich erhol mich gut und werde dann weiter durchstarten können.
Gruß
Micha</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Rennsteiglauf geschafft!! In 6:36 und damit unter den Top 100. Mein erster Ultra war echt hart, sehr hart. Mehr dazu wenn ich geschlafen habe ;)<br />
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So, geschlafen:<br />
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erkältet und mit Knieschmerzen im rechten Knie bin ich nach Eisenach gefahren, aber wie es immer so ist sollte ich 100 Probleme bekommen, aber eben nicht die, die ich erwartet habe. Zunächst aber muss ich sagen, dass es ein super Wochenende war. Unser Hotel (Kapelle in Bad Liebenstein) war super, die Organisation und das Wetter waren perfekt und meine Freundin hat mich genial unterstützt. Aber nun zum Lauf: Nach allen Warnungen habe ich versucht den Inselberg nicht zu schnell zu laufen und denke, dass ich das auch geschafft habe. Leider hatte ich direkt nach 10Km eine Blase am linken Fuß und das rechte Knie tat leicht weh. Diese beiden Probleme traten jedoch ab Km 50 in den Hintergrund. Bis dahin gings mir noch echt gut. Danach war mir übel, mein linkes Knie tat bergab höllisch weh, meine rechte Kniebeuge bergauf. Der Linke Fußrücken tat immer weh, genauso wie die rechte Wade. Dazu kamen Bauchmuskelkrämpfe. Echt kein Urlaub das Ganze. <br />
<br />
Die letzten 25Km waren eine reine Qual und umso emotionaler war der Zieleinlauf. Insgesamt ein tolles Erlebnis und eine Zeit mit der ich sehr zufrieden bin. <br />
Vielen Dank an alle die mir Viel Glück gewünscht haben!!<br />
Ich hoffe ich erhol mich gut und werde dann weiter durchstarten können.<br />
Gruß<br />
Micha</div>

]]></content:encoded>
			<dc:creator>Truman</dc:creator>
			<guid isPermaLink="true">http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/truman/4045-geschafft.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Zurück zum Start – Tag 3</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/gutenberg1964/4044-zurueck-zum-start-tag-3.html</link>
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:13:46 GMT</pubDate>
			<description>Samstag, 7.4.2012: Wie schon gestern, geht um 6.45 Uhr mein Wecker. Mein erster Blick fällt auf das über dem Bett platzierte Dachfenster. Keine Regentropfen! Ich kann es kaum fassen. Okay, der erste Blick aus dem Fenster ernüchtert mich doch ein wenig. Trübe und graue Wolken hängen sehr tief und verschlucken die obersten Baumwipfel. Aber, die Straße ist trocken. Na wenn es so bleibt bin ich schon zufrieden. 

Aufstehen, rasieren, anziehen und runter zum Frühstück. Leute ich sage es euch, so was hätte ich hier nicht erwartet. Auf einem ca. 3 Meter langen Tisch ist das Frühstücksbuffet aufgebaut, dass sich keineswegs verstecken bracht. Verschieden Wurst- und Käsesorten, mehrere Marmeladen, zweierlei Honig, Nutella, frisches Obst und frischer Obstsalat, Säfte, Wasser, Milch, Joghurt, unterschiedliche Brötchen und Brote. Ja sogar frische, kleine Croissants gibt es in rauen Mengen. Dazu gibt es Kaffee oder Tee und auf Wunsch hart- oder weichgekochte Eier, bzw. Spiegel- oder Rührei. Genial. Mein Tischnachbar von gestern Abend ist auch schon da und wir lassen es uns richtig gut gehen und unterhalten uns über verschiedene Wandertouren, Historie, geographische und geologische Besonderheiten der Alb. Die Zeit vergeht wir im Fluge. Aber das ist ja kein Problem. Heute sind es ja nur noch 40 bis 50 km. Im Vergleich zu den letzten beiden Tagen quasi ein Katzensprung.

Pünktlich mit dem 9.00-Uhr-Läuten der Kirchturmuhr von Schopfloch trete ich vor das Haus. Ich drehe jedoch auf dem Absatz um! Drei Grad plus hat es heute. Also schnell noch die Beinlinge überziehen und ein zusätzliches Shirt, damit der Oberkörper nicht zu stark abkühlt. Rucksack geschultert und im lockeren Trabschritt rolle ich dem einen Kilometer entfernten Schopfloch entgegen. Heute geht es gleich von Anfang an recht locker dahin. Ich bin echt überrascht was meine Beine so alles wegstecken können. 

Doch kaum in Schopfloch angekommen, muß ich schon den ersten Halt einlegen. Es fängt mal wieder an zu regnen. Also Regenjacke an und Regenhaube über den Rucksack gestülpt. Wäre ja zu schön gewesen. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte was auf den nächsten Kilometern folgt, hätte ich in dem Bushäuschen auf den nächsten Omnibus gewartet und wäre mit Bus und Bahn weiter gereist. Ich laufe also aus Schopfloch heraus auf das Schopflocher Moor zu. Eine absolute Rarität! Eine Moorlandschaft in einem Gebiet das eigentlich aus Jurakalk besteht ist geologisch einzigartig in ganz Europa! Ja, und wie ich so auf diese Moor zulaufe, die Straße steigt leicht an, verwandelt sich der Regen in Schneeregen. Mir bleibt auch nichts erspart, denke ich so bei mir. Und wieder mal sollte ich recht behalten, denn das Ende der Fahnenstange war noch nicht erreicht. Am Rande des Moors, auf einem Parkplatz muß ich eine neue Landkartenkopie hervorkramen. Ich vergleiche den Übergang. Passt. Und weil es so heftig schneit ist die alte Karte, die ich aus der Plastikfolie gezogen habe, auch relativ schnell aufgeweicht. Naja, brauche ich ja nicht mehr, also weg in die Mülltonne die hier rum steht. 

Nördlich an dieses Moor schließt sich schon das nächste geologische Phänomen an. Nämlich das Randecker Maar. Ja ein Maar! Wie in der Vulkaneifel. Nur viel kleiner und nicht so schön ausgeprägt und mit Wasser gefüllt. Ich laufe hier quasi durch einen erloschenen Vulkan. Ja die Alb hält noch einige dieser Überraschungen parat. Lange rede kurzer Sinn, auf der Karte ist ein Weg eingezeichnet, in Wirklichkeit sind es aber zwei. Eine Gabelung und wie sollte es auch anders sein, keine Schilder. Dazu ist der Schneeregen, da ich weiter an Höhen zugelegt habe, in Schnee über gegangen und bei diesem Sauwetter ist natürlich niemand unterwegs, den ich fragen könnte. Also links oder rechts? Ich entschließe mich für rechts, da der linke Weg einen Bogen in die falsche Richtung zu machen scheint. Okay, der Schnee ist mir jetzt egal, es sind ja nur noch ein paar Kilometer (45), die mich von meinem Ziel trennen. 

Und so trabe ich durch die Landschaft. Der Weg (geschottert) führt zunächst in Schlangenlinien am Waldrand entlang und später in den Wald hinein. Er wird schmäler und der Schotter geht langsam in normalen Waldboden über. Da, ein Wegweiser! Hauptweg 1. Super, ich bin auf dem Weg Richtung Burg Teck. Denke ich. Vorsichtig jogge ich weiter, der Waldboden ist aufgeweicht und schmierig. Nach einer weile komme ich an einen Aussichtspunkt. Schön, wie die Ortschaft da inmitten des Waldes liegt. Ein Blick auf die Karte. Was soll denn das für eine Ortschaft sein? Und wieso ist denn dahinter Wald. Der sollte doch langsam lichter werden und die Albhochfläche durch den Albtrauf begrenzt werden. Hm, wo bin ich? Ein Blick auf die Karte bringt auch keine Erleuchtung. Super, mal wieder verlaufen. Mist. Zum Glück ist der Schnee wieder in Schneeregen über gegangen. Ich laufe weiter und wähne mich immer noch auf dem richtigen Weg, da abermals ein Schildchen mit „HW1“ an einem Baum prangt. An einem Wanderparkplatz bleibe ich vor einer Wandertafel stehen und mich trifft fast der Schlag! Durch das ständige links/rechts des Weges habe ich gar nicht bemerkt, wie dieser einen großen Bogen beschrieben hat und mich nicht westwärts, sondern in östliche Richtung geführt hat. Damit nicht genug, er hat mich in einem Kreis um Schopfloch herum auch südwärts geführt und ich stehe nach über 10 km wieder kurz vor dem Harpprechtshaus. Über eineinhalb Stunden durch Regen und Schnee um fest zu stellen, dass ich praktisch wieder am Ausgangspunkt bin. Meine Stimmung ist auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt. 

Mein einziger Lichtblick ist das bevorstehende Treffen mit der lieben Laufsogern, hier aus dem Forum, mit der ich mich für den Mittag verabredet habe. Also umdrehen und auf dem HW1 zurück. Denn ich bin nicht in Richtung Teck gelaufen sondern von der Teck weg. Da ich nun schon sehr viel Zeit verloren habe, lege ich etwas an Tempo zu um mich nicht zu sehr zu verspäten. Der Weg ist schmal, führt leicht bergab und hängt etwas nach links. Während ich noch so im Kopf rechne, wie lange ich wohl bis zur Burg Teck brauchen werde, verliere ich das Gleichgewicht. Auf dem abschüssigen und durch den vielen Regen total aufgeweichten Boden, bin ich ausgerutscht und habe mich hart auf die rechte Seite gelegt. Das tut richtig weh. So liege ich nun im Matsch. Naß von unten, naß von oben und ich dazwischen drin. Also viel schlimmer kann es nun wirklich nicht werden. Doch auch diesmal irre ich mich. Es kann immer noch schlimmer werden!

Ich rapple mich hoch und versuche mich von all dem Dreck zu befreien, da erreicht mich auch schon eine SMS von der Laufsogern. Wann ich denke am Treffpunkt zu sein? Schwer zu sagen, so wie es gerade läuft, kann es noch dauern. Ich antworte und möchte weiterlaufen. Aber bei jedem Schritt schmerzt mein rechter Fuß. Was ist das? Später wird sich herausstellen, dass ich das Außenband überdehnt habe und der rechte Knöchel angeschwollen ist. An Laufen ist gar nicht zu denken. Ich versuche zu gehen, aber bei jedem Schritt fährt mir der Schmerz ins Bein. Was soll das? Soll es das jetzt gewesen sein? Ja! Über 140 km nach meinem Start und rund 40 km vor dem Ziel muß ich abbrechen! Das ist echt bitter, aber laufen geht gar nicht. Gehen auch nur schlecht als recht. Und so humpele ich dem nächsten Örtchen entgegen.

Die Laufsogern hat angeboten mich mit dem Auto abzuholen und mich zu meiner Mutter zu bringen. Sehr, sehr lieb von ihr und ihrem Mann. Vielen Dank! Wie ich so den Berg hinunter humple und mir die letzten Tage durch den Kopf gehen, lässt auch der Regen nach. Je weiter ich ins Tal komme umso heller wird es. Am Waldrand komme ich an einem riesigen wilden Bärlauchfeld vorbei. Der Duft betäubt mich fast. Die ersten Obstbäume schieben schon ihre Blüten heraus und was mir an den letzten Tagen verwehrt blieb, wird doch noch wahr. Die Wolken reißen auf und geben ein Stück blauen Himmel frei. Jetzt, wo alles vorbei ist! Herr, was habe ich getan um so bestraft zu werden? Am österlich geschmückten Dorfbrunnen setze ich mich hin und warte auf mein „Taxi“. Ich wasche mir die Hände und Jacke ab und reinige meine schlammverschmierten Schuhe so gut es eben geht. Schließlich möchte ich nicht das ganze Auto versauen. Wie ich so dasitze und warte, trifft mich ein Sonnenstrahl. Das tut richtig weh. Warum jetzt und nicht schon gestern oder vorgestern? War dieser Lauf eine Prüfung? Was soll ich daraus lernen? Fragen über Fragen, die mir da durch den Kopf gehen. Und schon ist sie da, meine Retterin und sammelt mich ein. Nicht ohne vorher ein Kompliment los zu werden. „Man, Du siehst ja echt sch…e aus!“. 

Eine kurze, also wirklich kurze, Zusammenfassung reiche ich euch noch nach. Aber das war es jetzt zumindest von meinem Lauf.

„Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.“ – Jean Anouilh (franz. Autor und Dramatiker)

Gruß
Gutenberg1964 :winken:</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Samstag, 7.4.2012: Wie schon gestern, geht um 6.45 Uhr mein Wecker. Mein erster Blick fällt auf das über dem Bett platzierte Dachfenster. Keine Regentropfen! Ich kann es kaum fassen. Okay, der erste Blick aus dem Fenster ernüchtert mich doch ein wenig. Trübe und graue Wolken hängen sehr tief und verschlucken die obersten Baumwipfel. Aber, die Straße ist trocken. Na wenn es so bleibt bin ich schon zufrieden. <br />
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Aufstehen, rasieren, anziehen und runter zum Frühstück. Leute ich sage es euch, so was hätte ich hier nicht erwartet. Auf einem ca. 3 Meter langen Tisch ist das Frühstücksbuffet aufgebaut, dass sich keineswegs verstecken bracht. Verschieden Wurst- und Käsesorten, mehrere Marmeladen, zweierlei Honig, Nutella, frisches Obst und frischer Obstsalat, Säfte, Wasser, Milch, Joghurt, unterschiedliche Brötchen und Brote. Ja sogar frische, kleine Croissants gibt es in rauen Mengen. Dazu gibt es Kaffee oder Tee und auf Wunsch hart- oder weichgekochte Eier, bzw. Spiegel- oder Rührei. Genial. Mein Tischnachbar von gestern Abend ist auch schon da und wir lassen es uns richtig gut gehen und unterhalten uns über verschiedene Wandertouren, Historie, geographische und geologische Besonderheiten der Alb. Die Zeit vergeht wir im Fluge. Aber das ist ja kein Problem. Heute sind es ja nur noch 40 bis 50 km. Im Vergleich zu den letzten beiden Tagen quasi ein Katzensprung.<br />
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Pünktlich mit dem 9.00-Uhr-Läuten der Kirchturmuhr von Schopfloch trete ich vor das Haus. Ich drehe jedoch auf dem Absatz um! Drei Grad plus hat es heute. Also schnell noch die Beinlinge überziehen und ein zusätzliches Shirt, damit der Oberkörper nicht zu stark abkühlt. Rucksack geschultert und im lockeren Trabschritt rolle ich dem einen Kilometer entfernten Schopfloch entgegen. Heute geht es gleich von Anfang an recht locker dahin. Ich bin echt überrascht was meine Beine so alles wegstecken können. <br />
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Doch kaum in Schopfloch angekommen, muß ich schon den ersten Halt einlegen. Es fängt mal wieder an zu regnen. Also Regenjacke an und Regenhaube über den Rucksack gestülpt. Wäre ja zu schön gewesen. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte was auf den nächsten Kilometern folgt, hätte ich in dem Bushäuschen auf den nächsten Omnibus gewartet und wäre mit Bus und Bahn weiter gereist. Ich laufe also aus Schopfloch heraus auf das Schopflocher Moor zu. Eine absolute Rarität! Eine Moorlandschaft in einem Gebiet das eigentlich aus Jurakalk besteht ist geologisch einzigartig in ganz Europa! Ja, und wie ich so auf diese Moor zulaufe, die Straße steigt leicht an, verwandelt sich der Regen in Schneeregen. Mir bleibt auch nichts erspart, denke ich so bei mir. Und wieder mal sollte ich recht behalten, denn das Ende der Fahnenstange war noch nicht erreicht. Am Rande des Moors, auf einem Parkplatz muß ich eine neue Landkartenkopie hervorkramen. Ich vergleiche den Übergang. Passt. Und weil es so heftig schneit ist die alte Karte, die ich aus der Plastikfolie gezogen habe, auch relativ schnell aufgeweicht. Naja, brauche ich ja nicht mehr, also weg in die Mülltonne die hier rum steht. <br />
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Nördlich an dieses Moor schließt sich schon das nächste geologische Phänomen an. Nämlich das Randecker Maar. Ja ein Maar! Wie in der Vulkaneifel. Nur viel kleiner und nicht so schön ausgeprägt und mit Wasser gefüllt. Ich laufe hier quasi durch einen erloschenen Vulkan. Ja die Alb hält noch einige dieser Überraschungen parat. Lange rede kurzer Sinn, auf der Karte ist ein Weg eingezeichnet, in Wirklichkeit sind es aber zwei. Eine Gabelung und wie sollte es auch anders sein, keine Schilder. Dazu ist der Schneeregen, da ich weiter an Höhen zugelegt habe, in Schnee über gegangen und bei diesem Sauwetter ist natürlich niemand unterwegs, den ich fragen könnte. Also links oder rechts? Ich entschließe mich für rechts, da der linke Weg einen Bogen in die falsche Richtung zu machen scheint. Okay, der Schnee ist mir jetzt egal, es sind ja nur noch ein paar Kilometer (45), die mich von meinem Ziel trennen. <br />
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Und so trabe ich durch die Landschaft. Der Weg (geschottert) führt zunächst in Schlangenlinien am Waldrand entlang und später in den Wald hinein. Er wird schmäler und der Schotter geht langsam in normalen Waldboden über. Da, ein Wegweiser! Hauptweg 1. Super, ich bin auf dem Weg Richtung Burg Teck. Denke ich. Vorsichtig jogge ich weiter, der Waldboden ist aufgeweicht und schmierig. Nach einer weile komme ich an einen Aussichtspunkt. Schön, wie die Ortschaft da inmitten des Waldes liegt. Ein Blick auf die Karte. Was soll denn das für eine Ortschaft sein? Und wieso ist denn dahinter Wald. Der sollte doch langsam lichter werden und die Albhochfläche durch den Albtrauf begrenzt werden. Hm, wo bin ich? Ein Blick auf die Karte bringt auch keine Erleuchtung. Super, mal wieder verlaufen. Mist. Zum Glück ist der Schnee wieder in Schneeregen über gegangen. Ich laufe weiter und wähne mich immer noch auf dem richtigen Weg, da abermals ein Schildchen mit „HW1“ an einem Baum prangt. An einem Wanderparkplatz bleibe ich vor einer Wandertafel stehen und mich trifft fast der Schlag! Durch das ständige links/rechts des Weges habe ich gar nicht bemerkt, wie dieser einen großen Bogen beschrieben hat und mich nicht westwärts, sondern in östliche Richtung geführt hat. Damit nicht genug, er hat mich in einem Kreis um Schopfloch herum auch südwärts geführt und ich stehe nach über 10 km wieder kurz vor dem Harpprechtshaus. Über eineinhalb Stunden durch Regen und Schnee um fest zu stellen, dass ich praktisch wieder am Ausgangspunkt bin. Meine Stimmung ist auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt. <br />
<br />
Mein einziger Lichtblick ist das bevorstehende Treffen mit der lieben Laufsogern, hier aus dem Forum, mit der ich mich für den Mittag verabredet habe. Also umdrehen und auf dem HW1 zurück. Denn ich bin nicht in Richtung Teck gelaufen sondern von der Teck weg. Da ich nun schon sehr viel Zeit verloren habe, lege ich etwas an Tempo zu um mich nicht zu sehr zu verspäten. Der Weg ist schmal, führt leicht bergab und hängt etwas nach links. Während ich noch so im Kopf rechne, wie lange ich wohl bis zur Burg Teck brauchen werde, verliere ich das Gleichgewicht. Auf dem abschüssigen und durch den vielen Regen total aufgeweichten Boden, bin ich ausgerutscht und habe mich hart auf die rechte Seite gelegt. Das tut richtig weh. So liege ich nun im Matsch. Naß von unten, naß von oben und ich dazwischen drin. Also viel schlimmer kann es nun wirklich nicht werden. Doch auch diesmal irre ich mich. Es kann immer noch schlimmer werden!<br />
<br />
Ich rapple mich hoch und versuche mich von all dem Dreck zu befreien, da erreicht mich auch schon eine SMS von der Laufsogern. Wann ich denke am Treffpunkt zu sein? Schwer zu sagen, so wie es gerade läuft, kann es noch dauern. Ich antworte und möchte weiterlaufen. Aber bei jedem Schritt schmerzt mein rechter Fuß. Was ist das? Später wird sich herausstellen, dass ich das Außenband überdehnt habe und der rechte Knöchel angeschwollen ist. An Laufen ist gar nicht zu denken. Ich versuche zu gehen, aber bei jedem Schritt fährt mir der Schmerz ins Bein. Was soll das? Soll es das jetzt gewesen sein? Ja! Über 140 km nach meinem Start und rund 40 km vor dem Ziel muß ich abbrechen! Das ist echt bitter, aber laufen geht gar nicht. Gehen auch nur schlecht als recht. Und so humpele ich dem nächsten Örtchen entgegen.<br />
<br />
Die Laufsogern hat angeboten mich mit dem Auto abzuholen und mich zu meiner Mutter zu bringen. Sehr, sehr lieb von ihr und ihrem Mann. Vielen Dank! Wie ich so den Berg hinunter humple und mir die letzten Tage durch den Kopf gehen, lässt auch der Regen nach. Je weiter ich ins Tal komme umso heller wird es. Am Waldrand komme ich an einem riesigen wilden Bärlauchfeld vorbei. Der Duft betäubt mich fast. Die ersten Obstbäume schieben schon ihre Blüten heraus und was mir an den letzten Tagen verwehrt blieb, wird doch noch wahr. Die Wolken reißen auf und geben ein Stück blauen Himmel frei. Jetzt, wo alles vorbei ist! Herr, was habe ich getan um so bestraft zu werden? Am österlich geschmückten Dorfbrunnen setze ich mich hin und warte auf mein „Taxi“. Ich wasche mir die Hände und Jacke ab und reinige meine schlammverschmierten Schuhe so gut es eben geht. Schließlich möchte ich nicht das ganze Auto versauen. Wie ich so dasitze und warte, trifft mich ein Sonnenstrahl. Das tut richtig weh. Warum jetzt und nicht schon gestern oder vorgestern? War dieser Lauf eine Prüfung? Was soll ich daraus lernen? Fragen über Fragen, die mir da durch den Kopf gehen. Und schon ist sie da, meine Retterin und sammelt mich ein. Nicht ohne vorher ein Kompliment los zu werden. „Man, Du siehst ja echt sch…e aus!“. <br />
<br />
Eine kurze, also wirklich kurze, Zusammenfassung reiche ich euch noch nach. Aber das war es jetzt zumindest von meinem Lauf.<br />
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<i>„Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.“ – Jean Anouilh (franz. Autor und Dramatiker)</i><br />
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Gruß<br />
Gutenberg1964 :winken:</div>

]]></content:encoded>
			<dc:creator>Gutenberg1964</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Immer noch laufend...</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/kruemel-monster/4043-immer-noch-laufend.html</link>
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 05:47:46 GMT</pubDate>
			<description>4 Wochen später - mittlerweile ist die 24. Woche erreicht- schnüre ich immer noch meine Laufschuhe.
Mein Hamburg Finisher-Shirt habe ich jedoch erst mal ganz unten in den Schrank gepackt. Presswurst in Pelle sieht dann doch so albern aus.

Eine normale Laufwoche sieht grade so aus:

Dienstag 10km in ca 6:20er Pace

Donnerstag mit den Flatlands 12km in ca 6:30er Pace

Samstag und/oder Sonntag 10-12km 

Ja, so zwischen 30 und 40 Wochenkilometer schaffe ich noch. 
Ich habe mir vorgenommen, so lange zu laufen, bis ich merke, dass nichts mehr geht. 
Ein bisschen frustrierend ist es schon wenn man bei einem 6:00er Kilometer merkt, dass keine weiteren Temporeserven mehr drin sind - aber egal. Immerhin schleppe ich auch fast 5kg mehr mit mir herum - alles noch gut im Rahmen.
Gestern habe ich das erste Mal einen Bauch-Stützgurt beim Laufen getragen. Habe ja gar nicht an eine Wirkung geglaubt - aber ich glaube - zumindest für die Anzahl der Gebüschpausen wirkt er sich positiv aus....also werde ich ihn mal weiter tragen.
Allerdings waren es gestern bei 25°C und gefühlter Luftfeuchtigkeit von 95% auch keinen idealen Laufbedingungen - aber es ging.

Ich überlege, ob ich am 2.06 noch einen 10er hier in der Gegend mitlaufe. Zur Auswahl stehen der Santander-Lauf hier in MG oder der Altstadtlauf in Kempen. Wo haben die denn wohl Dixi-Klos auf der STrecke stehen? :hihi: Mal sehen - in MG müsste ich zweimal den Berg in der City (der EINZIGE BERG WEIT UND BREIT!!) hoch - dafür starten die Walker zeitgleich. Wenn ich also nicht mehr kann, kann ich mich als Walker ausgeben :zwinker2:

Liebe Grüße
Krümel</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>4 Wochen später - mittlerweile ist die 24. Woche erreicht- schnüre ich immer noch meine Laufschuhe.<br />
Mein Hamburg Finisher-Shirt habe ich jedoch erst mal ganz unten in den Schrank gepackt. Presswurst in Pelle sieht dann doch so albern aus.<br />
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Eine normale Laufwoche sieht grade so aus:<br />
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Dienstag 10km in ca 6:20er Pace<br />
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Donnerstag mit den Flatlands 12km in ca 6:30er Pace<br />
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Samstag und/oder Sonntag 10-12km <br />
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Ja, so zwischen 30 und 40 Wochenkilometer schaffe ich noch. <br />
Ich habe mir vorgenommen, so lange zu laufen, bis ich merke, dass nichts mehr geht. <br />
Ein bisschen frustrierend ist es schon wenn man bei einem 6:00er Kilometer merkt, dass keine weiteren Temporeserven mehr drin sind - aber egal. Immerhin schleppe ich auch fast 5kg mehr mit mir herum - alles noch gut im Rahmen.<br />
Gestern habe ich das erste Mal einen Bauch-Stützgurt beim Laufen getragen. Habe ja gar nicht an eine Wirkung geglaubt - aber ich glaube - zumindest für die Anzahl der Gebüschpausen wirkt er sich positiv aus....also werde ich ihn mal weiter tragen.<br />
Allerdings waren es gestern bei 25°C und gefühlter Luftfeuchtigkeit von 95% auch keinen idealen Laufbedingungen - aber es ging.<br />
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Ich überlege, ob ich am 2.06 noch einen 10er hier in der Gegend mitlaufe. Zur Auswahl stehen der Santander-Lauf hier in MG oder der Altstadtlauf in Kempen. Wo haben die denn wohl Dixi-Klos auf der STrecke stehen? :hihi: Mal sehen - in MG müsste ich zweimal den Berg in der City (der EINZIGE BERG WEIT UND BREIT!!) hoch - dafür starten die Walker zeitgleich. Wenn ich also nicht mehr kann, kann ich mich als Walker ausgeben :zwinker2:<br />
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Liebe Grüße<br />
Krümel</div>

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			<dc:creator>Krümel-monster</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>zurück und wieder weg...</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/truman/4042-zurueck-und-wieder-weg.html</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 20:50:52 GMT</pubDate>
			<description>Bin zurück aus 2,5 Wochen Übungsplatz in Österreich. In der ersten Hälfte konnte ich sogar recht viel laufen, am 1. Mai sogar 30Km. Danach leider nicht mehr, was mir ein wenig sorgen macht für Samstag da will ich mit dem Rennsteig SM meinen ersten Ultra laufen. Leider bin ich dazu noch erkältet und gestern tat mir beim laufen das rechte Knie ein wenig weh :(
Ich hoffe alles endet gut, ich melde mich wenn ich es hinter mir haben...
Wünscht mir Glück.
Micha</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Bin zurück aus 2,5 Wochen Übungsplatz in Österreich. In der ersten Hälfte konnte ich sogar recht viel laufen, am 1. Mai sogar 30Km. Danach leider nicht mehr, was mir ein wenig sorgen macht für Samstag da will ich mit dem Rennsteig SM meinen ersten Ultra laufen. Leider bin ich dazu noch erkältet und gestern tat mir beim laufen das rechte Knie ein wenig weh :(<br />
Ich hoffe alles endet gut, ich melde mich wenn ich es hinter mir haben...<br />
Wünscht mir Glück.<br />
Micha</div>

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			<dc:creator>Truman</dc:creator>
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		<item>
			<title>Zurück zum Start – Tag 2</title>
			<link>http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/gutenberg1964/4041-zurueck-zum-start-tag-2.html</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:38:21 GMT</pubDate>
			<description>Freitag,  6.4.2012: Heute ist Karfreitag. Ein Tag an dem erfahrungsgemäß nicht allzu viel los ist. Mal schauen wie es heute wird. Nachdem um 6:45 Uhr mein Wecker klingelt, wage ich einen vorsichtigen Blick aus dem Fenster. Nach all dem Regen gestern wäre ein trockener Lauftag auch mal nicht schlecht. Leider erfüllt sich meine Hoffnung nicht! Es regnet. Zwar nicht so stark wie gestern, aber doch deutlich. Naja, vielleicht wird es bis nach dem Frühstück besser. Das Frühstück selbst ist gut und die Auswahl auch nicht schlecht. Okay, der Obstsalat ist aus der Dose, aber dafür gibt es sogar Grünen Tee. 

Nach dem Frühstück richte ich meinen Rucksack, zahle mein Zimmer und trete vor die Türe. Und was soll ich sagen? Es regnet immer noch. Wie bereits erwähnt nicht sehr stark, aber zu allem Überfluß geht jetzt auch noch ein kalter Wind. Ja es hat gegenüber gestern deutlich abgekühlt. Ein Blick auf das Thermometer vor dem Hotel zeigt mir nicht einmal 10 Grad an. So ein Mist! In den letzten Wochen hatte es immer 20 bis 25 Grad. Bevor ich also starte, ziehe ich mir nun doch die Beinlinge über, denn es ist richtig fröstelig. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Aber ich möchte nicht jammern, es könnte noch viel schlechter sein.

Also los. Bloß in welche Richtung? Irgendwie ist es hier in der Stadt sehr unübersichtlich und Rad- bzw. Wanderwegweiser fehlen komplett. So irre ich erstmal 1 km durch die Stadt, orientiere mich nach der Himmelsrichtung. Lustig! Bei den Wolken nicht so einfach. Aber irgendwie schaffe ich es doch aus der Stadt herraus. Später auf der GPS-Auswertung werde ich sehen dass ich fast einen vollständigen Kreis gelaufen bin. Jetzt bin ich aber auf dem richtigen Weg und der führt mich an einem See vorbei, einen Bach entlang und zwischen Feldern durch. Die ersten Kilometer fallen nicht leicht. Obwohl ich keinerlei Beschwerden habe, komme ich nur langsam in Tritt. Die Beine sind schwer und ich finde nur mit Mühe einen Rhythmus. 

Nach rund 7 km haben sich die Beine wieder an das Laufen gewöhnt. Die letzten Kilometer war ich überwiegend auf asphaltierten Wegen unterwegs. Jetzt komme ich immer wieder durch Waldgebiete. Und immer wieder muß ich, wie an Vortag auch schon, meine geplante Route verlassen, da viele Waldwege nur noch Morastpfade sind. Wie schon gestern mehrfach, verfranse ich mich natürlich immer wieder im Wald. Einmal wird der Weg immer schmaler, verjüngt sich zum Trampelpfad und endet irgendwo zwischen den Bäumen. Ich könnte kotzen. Von unten alles naß. Von oben Regen ohne Ende. Und ich stehe mitten im Wald ohne Weg. Mithilfe des Kompasses schlängele ich mich immer nordwärts zwischen den Bäumen durch und stehe plötzlich vor einem Bach. Super! Weit und breit keine Brücke. Heute ist wirklich nicht mein Tag. Habe ich das nicht gestern schon gesagt? Also, links oder rechts weiter? Ich entscheide mich für links. Zwischen Bäumen, Sträuchern und Gestrüpp stapfe ich bachaufwärts, entlang. Plötzlich komme ich an eine Stelle, an der der Bach etwas schmäler ist. Im Bach liegt ein großer Stein. Hier könnte ich rüber. Aber wenn ich ausrutsche und ins Wasser falle ist Feierabend. Dann setzte ich mich in den nächsten Zug und fahre heim. Zum Glück klappt die Überquerung und auch bald schon habe ich den richtigen Weg wieder gefunden. 

Bei Gamerschang überquere ich die Donau. Ein verschlafenes kleines Dörfchen in dem mir nur ein paar Kinder über den Weg laufen. Kurz hinter dem Dorf bemerke ich, dass zwei kopierte Kartenteile nicht exakt zueinander passen. Der Übergang fehlt und ich laufe mal wieder frei Schnauze weiter. Die Landschaft ist etwas hügelig und ich beschließe den nächsten Hügel hoch zu laufen um mir einen besseren Überblick zu verschaffen. Zwischenzeitlich hat der Regen eine Pause eingelegt und auch der Wind ist schwächer geworden. Ich ziehe die Beinlinge aus und prompt fängt es wieder an zu tröpfeln und der Wind nimmt auch wieder zu. Also alles wieder an. Ich bin ein echter Glückspilz. Ich beschließe nach meinen negativen Erfahrungen mit den Waldwegen jetzt vermehrt auf Straßen zu laufen. Unter einer dunklen, grauen und tief hängenden Wolke rolle ich so auf einem Radweg wieder zu Tal. Insgesamt bin ich heute noch nicht vielen Personen begegnet. Tja, Karfreitag und Regenwetter, da geht keiner ohne triftigen Grund vor die Türe. 

Bei Schmiechen erreiche ich die Ausläufer der Schwäbischen Alb. Jetzt wird es hügeliger. Oberschwaben war eher wellig. Die Alb bietet mehr steilere Anstiege. Die Marathonmarke durchlaufe ich nach 5 Stunden und 50 Minuten. Ich genieße die Landschaft und die Ausblicke. Diese sind zum Teil sehr mystisch, ja manchmal auch etwas gespenstig. Die ganze Alb erscheint nur aus Grau-, Braun- und Grüntönen in unterschiedlicher Intensität zu bestehen. Ich komme mit vor wie einer der Gefährden aus „Der Herr der Ringe“ im Lande Mordor. Und so jogge ich durch die scheinbar menschenleeren Weiten.

Es dauert nicht lange und ich verlaufe mich erneut. War ja klar. Ich bin schon wieder viel zu lange auf dem richtigen Weg gelaufen. Die Straße spuckt mich diesmal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Münsingen aus. Hier rolle ich über eine breit asphaltierte Panzerstraße. Rings um mich herum, scheinbar unberührte Natur. Und tatsächlich ist es so, dass sich hier durch die jahrzehntelange Nutzung durch die Bundeswehr eine Flora und Fauna ansiedeln und verbreiten konnte, die sich in landwirtschaftlich genutzten Flächen und Wäldern nie hätte ausbreiten können. Seit der Stilllegung als Übungsplatz haben sich die Bedingungen für Pflanzen und Tiere nochmals verbessert. An einem Zugang zum Platz, macht der Bund für Umwelt- und Naturschutz auf einer großen Infotafel darauf aufmerksam. 

Nun wähle ich einen komplett anderen Weg als geplant. Ich bin schon viel zuviel auf Asphalt gelaufen. Ein Feldweg, der neu geschottert wurde, führt in den Wald und auch dort geht es geschottert weiter. Es ist sehr schön zu laufen. Die Beine machen keine Probleme, der Nieselregen hat auch mal wieder aufgehört und hier im Wald ist es recht windstill. Ich kämpfe mich einen Hügel hoch und auf der anderen Seite genieße ich das bergab rennen. Und so geht es mehrere Male auf und ab. Danke des Schwäbischen Albvereins gibt es hier auch sehr viel mehr Wegweiser und Schilder als in Oberschwaben und auch die Qualität der Wege ist besser.

Die 50 km sind voll und ich sollte nach meinen Erfahrungen von gestern mal nach einer Unterkunft Ausschau halten. Leider kann ich im ersten Dorf keinen Gasthof finden und es geht weiter in den nächsten Weiler. Auch hier kein Glück. Ein älteres Ehepaar das mich anschaut als ob ich aus dem Urwald kommen würde, empfiehlt mit Münsingen oder Laiching. Na prima, beide Ortschaften sind mindestens 7 bis 8 km weit weg und in genau entgegengesetzter Richtung. Obwohl ich die Sonne nicht sehe und nicht einmal erahnen kann, merke ich wie sie sich langsam dem Horizont entgegen neigt. Nach dem Studium der Landkarte beschließe ich erneut meine Route zu ändern. Die nächste Ortschaft in der ich eine Übernachtungsmöglichkeit wähne, liegt vier Kilometer entfernt. Also auf zum Endspurt. Hoffentlich.

Ich kämpfe mich mal wieder einen langen Anstieg hoch als ich plötzlich Kinderstimmen beim Toben und dazwischen die Rufe von Erwachsenen vernehme. Je näher ich komme umso deutlicher werden die Stimmen. Ein paar parkende Autos. Das wird doch kein Gasthof sein? Und tatsächlich stehe ich kurz darauf vor dem Wanderheim „Harpperchtshaus“ des Deutschen Alpenvereins (Sektion Schwaben). Gott sein Dank. Für heute könnte ich echt nicht mehr weiter. 63 km sind genug. Und wie ich so vor dem Haus stehe nehme ich den letzten Schluck Wasser aus meiner Trinkblase. Ich trete durch die Türe und schon kommt mir die Wirtin entgegen. Das Haus scheint voll zu sein. Eine geschlossen Gesellschaft oder so etwas. Ich wage kaum zu fragen. Die Dame schaut mich an und lächelt „Für eine Nacht?“. Bingo! Gott bin ich froh. Ein Einzelzimmer in der Schräge von maximal 4 m². Aber sauber und gemütlich. Inklusive Handtuch, Bettwäsche und Frühstück als DAV-Mitglied für 20 Euro! Besser hätte ich es nicht erwischen können.

Nach einer heißen Dusche ein Stockwerk tiefer und in frische Kleidung gewandet gehe ich runter in die Gaststube. Tatsächlich feiert hier jemand im großen Rahmen seinen Geburtstag. Im kleinen Nebenzimmer ist für Hausgäste reserviert. Ich wähle zwei alkoholfreie Hefeweizen und Gemüsemaultaschen mit Ei und grünem Salat. Das richtige essen für Karfreitag. So gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Naja, tagsüber hatte ich mich nur von Fruchtriegeln, Gels und Wasser ernährt. Mit meinem Tischnachbarn, einem älteren Herrn, entwickelt sich ein sehr angenehmes Gespräch und darüber hinaus gibt er mir Tipps für meinen weiteren Weg Richtung Kirchheim/Teck.
Um 21.00 Uhr falle ich totmüde und ohne Blasen an den Füßen (ja das geht auch ohne Vaseline, liebe Knirschknie) ins Bett.

Tag 3 folgt

„Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann vom niemandem überholt werden“. – Marlon Brando

Gruß
Gutenberg1964  :winken:</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Freitag,  6.4.2012: Heute ist Karfreitag. Ein Tag an dem erfahrungsgemäß nicht allzu viel los ist. Mal schauen wie es heute wird. Nachdem um 6:45 Uhr mein Wecker klingelt, wage ich einen vorsichtigen Blick aus dem Fenster. Nach all dem Regen gestern wäre ein trockener Lauftag auch mal nicht schlecht. Leider erfüllt sich meine Hoffnung nicht! Es regnet. Zwar nicht so stark wie gestern, aber doch deutlich. Naja, vielleicht wird es bis nach dem Frühstück besser. Das Frühstück selbst ist gut und die Auswahl auch nicht schlecht. Okay, der Obstsalat ist aus der Dose, aber dafür gibt es sogar Grünen Tee. <br />
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Nach dem Frühstück richte ich meinen Rucksack, zahle mein Zimmer und trete vor die Türe. Und was soll ich sagen? Es regnet immer noch. Wie bereits erwähnt nicht sehr stark, aber zu allem Überfluß geht jetzt auch noch ein kalter Wind. Ja es hat gegenüber gestern deutlich abgekühlt. Ein Blick auf das Thermometer vor dem Hotel zeigt mir nicht einmal 10 Grad an. So ein Mist! In den letzten Wochen hatte es immer 20 bis 25 Grad. Bevor ich also starte, ziehe ich mir nun doch die Beinlinge über, denn es ist richtig fröstelig. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Aber ich möchte nicht jammern, es könnte noch viel schlechter sein.<br />
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Also los. Bloß in welche Richtung? Irgendwie ist es hier in der Stadt sehr unübersichtlich und Rad- bzw. Wanderwegweiser fehlen komplett. So irre ich erstmal 1 km durch die Stadt, orientiere mich nach der Himmelsrichtung. Lustig! Bei den Wolken nicht so einfach. Aber irgendwie schaffe ich es doch aus der Stadt herraus. Später auf der GPS-Auswertung werde ich sehen dass ich fast einen vollständigen Kreis gelaufen bin. Jetzt bin ich aber auf dem richtigen Weg und der führt mich an einem See vorbei, einen Bach entlang und zwischen Feldern durch. Die ersten Kilometer fallen nicht leicht. Obwohl ich keinerlei Beschwerden habe, komme ich nur langsam in Tritt. Die Beine sind schwer und ich finde nur mit Mühe einen Rhythmus. <br />
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Nach rund 7 km haben sich die Beine wieder an das Laufen gewöhnt. Die letzten Kilometer war ich überwiegend auf asphaltierten Wegen unterwegs. Jetzt komme ich immer wieder durch Waldgebiete. Und immer wieder muß ich, wie an Vortag auch schon, meine geplante Route verlassen, da viele Waldwege nur noch Morastpfade sind. Wie schon gestern mehrfach, verfranse ich mich natürlich immer wieder im Wald. Einmal wird der Weg immer schmaler, verjüngt sich zum Trampelpfad und endet irgendwo zwischen den Bäumen. Ich könnte kotzen. Von unten alles naß. Von oben Regen ohne Ende. Und ich stehe mitten im Wald ohne Weg. Mithilfe des Kompasses schlängele ich mich immer nordwärts zwischen den Bäumen durch und stehe plötzlich vor einem Bach. Super! Weit und breit keine Brücke. Heute ist wirklich nicht mein Tag. Habe ich das nicht gestern schon gesagt? Also, links oder rechts weiter? Ich entscheide mich für links. Zwischen Bäumen, Sträuchern und Gestrüpp stapfe ich bachaufwärts, entlang. Plötzlich komme ich an eine Stelle, an der der Bach etwas schmäler ist. Im Bach liegt ein großer Stein. Hier könnte ich rüber. Aber wenn ich ausrutsche und ins Wasser falle ist Feierabend. Dann setzte ich mich in den nächsten Zug und fahre heim. Zum Glück klappt die Überquerung und auch bald schon habe ich den richtigen Weg wieder gefunden. <br />
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Bei Gamerschang überquere ich die Donau. Ein verschlafenes kleines Dörfchen in dem mir nur ein paar Kinder über den Weg laufen. Kurz hinter dem Dorf bemerke ich, dass zwei kopierte Kartenteile nicht exakt zueinander passen. Der Übergang fehlt und ich laufe mal wieder frei Schnauze weiter. Die Landschaft ist etwas hügelig und ich beschließe den nächsten Hügel hoch zu laufen um mir einen besseren Überblick zu verschaffen. Zwischenzeitlich hat der Regen eine Pause eingelegt und auch der Wind ist schwächer geworden. Ich ziehe die Beinlinge aus und prompt fängt es wieder an zu tröpfeln und der Wind nimmt auch wieder zu. Also alles wieder an. Ich bin ein echter Glückspilz. Ich beschließe nach meinen negativen Erfahrungen mit den Waldwegen jetzt vermehrt auf Straßen zu laufen. Unter einer dunklen, grauen und tief hängenden Wolke rolle ich so auf einem Radweg wieder zu Tal. Insgesamt bin ich heute noch nicht vielen Personen begegnet. Tja, Karfreitag und Regenwetter, da geht keiner ohne triftigen Grund vor die Türe. <br />
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Bei Schmiechen erreiche ich die Ausläufer der Schwäbischen Alb. Jetzt wird es hügeliger. Oberschwaben war eher wellig. Die Alb bietet mehr steilere Anstiege. Die Marathonmarke durchlaufe ich nach 5 Stunden und 50 Minuten. Ich genieße die Landschaft und die Ausblicke. Diese sind zum Teil sehr mystisch, ja manchmal auch etwas gespenstig. Die ganze Alb erscheint nur aus Grau-, Braun- und Grüntönen in unterschiedlicher Intensität zu bestehen. Ich komme mit vor wie einer der Gefährden aus „Der Herr der Ringe“ im Lande Mordor. Und so jogge ich durch die scheinbar menschenleeren Weiten.<br />
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Es dauert nicht lange und ich verlaufe mich erneut. War ja klar. Ich bin schon wieder viel zu lange auf dem richtigen Weg gelaufen. Die Straße spuckt mich diesmal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Münsingen aus. Hier rolle ich über eine breit asphaltierte Panzerstraße. Rings um mich herum, scheinbar unberührte Natur. Und tatsächlich ist es so, dass sich hier durch die jahrzehntelange Nutzung durch die Bundeswehr eine Flora und Fauna ansiedeln und verbreiten konnte, die sich in landwirtschaftlich genutzten Flächen und Wäldern nie hätte ausbreiten können. Seit der Stilllegung als Übungsplatz haben sich die Bedingungen für Pflanzen und Tiere nochmals verbessert. An einem Zugang zum Platz, macht der Bund für Umwelt- und Naturschutz auf einer großen Infotafel darauf aufmerksam. <br />
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Nun wähle ich einen komplett anderen Weg als geplant. Ich bin schon viel zuviel auf Asphalt gelaufen. Ein Feldweg, der neu geschottert wurde, führt in den Wald und auch dort geht es geschottert weiter. Es ist sehr schön zu laufen. Die Beine machen keine Probleme, der Nieselregen hat auch mal wieder aufgehört und hier im Wald ist es recht windstill. Ich kämpfe mich einen Hügel hoch und auf der anderen Seite genieße ich das bergab rennen. Und so geht es mehrere Male auf und ab. Danke des Schwäbischen Albvereins gibt es hier auch sehr viel mehr Wegweiser und Schilder als in Oberschwaben und auch die Qualität der Wege ist besser.<br />
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Die 50 km sind voll und ich sollte nach meinen Erfahrungen von gestern mal nach einer Unterkunft Ausschau halten. Leider kann ich im ersten Dorf keinen Gasthof finden und es geht weiter in den nächsten Weiler. Auch hier kein Glück. Ein älteres Ehepaar das mich anschaut als ob ich aus dem Urwald kommen würde, empfiehlt mit Münsingen oder Laiching. Na prima, beide Ortschaften sind mindestens 7 bis 8 km weit weg und in genau entgegengesetzter Richtung. Obwohl ich die Sonne nicht sehe und nicht einmal erahnen kann, merke ich wie sie sich langsam dem Horizont entgegen neigt. Nach dem Studium der Landkarte beschließe ich erneut meine Route zu ändern. Die nächste Ortschaft in der ich eine Übernachtungsmöglichkeit wähne, liegt vier Kilometer entfernt. Also auf zum Endspurt. Hoffentlich.<br />
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Ich kämpfe mich mal wieder einen langen Anstieg hoch als ich plötzlich Kinderstimmen beim Toben und dazwischen die Rufe von Erwachsenen vernehme. Je näher ich komme umso deutlicher werden die Stimmen. Ein paar parkende Autos. Das wird doch kein Gasthof sein? Und tatsächlich stehe ich kurz darauf vor dem Wanderheim „Harpperchtshaus“ des Deutschen Alpenvereins (Sektion Schwaben). Gott sein Dank. Für heute könnte ich echt nicht mehr weiter. 63 km sind genug. Und wie ich so vor dem Haus stehe nehme ich den letzten Schluck Wasser aus meiner Trinkblase. Ich trete durch die Türe und schon kommt mir die Wirtin entgegen. Das Haus scheint voll zu sein. Eine geschlossen Gesellschaft oder so etwas. Ich wage kaum zu fragen. Die Dame schaut mich an und lächelt „Für eine Nacht?“. Bingo! Gott bin ich froh. Ein Einzelzimmer in der Schräge von maximal 4 m². Aber sauber und gemütlich. Inklusive Handtuch, Bettwäsche und Frühstück als DAV-Mitglied für 20 Euro! Besser hätte ich es nicht erwischen können.<br />
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Nach einer heißen Dusche ein Stockwerk tiefer und in frische Kleidung gewandet gehe ich runter in die Gaststube. Tatsächlich feiert hier jemand im großen Rahmen seinen Geburtstag. Im kleinen Nebenzimmer ist für Hausgäste reserviert. Ich wähle zwei alkoholfreie Hefeweizen und Gemüsemaultaschen mit Ei und grünem Salat. Das richtige essen für Karfreitag. So gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Naja, tagsüber hatte ich mich nur von Fruchtriegeln, Gels und Wasser ernährt. Mit meinem Tischnachbarn, einem älteren Herrn, entwickelt sich ein sehr angenehmes Gespräch und darüber hinaus gibt er mir Tipps für meinen weiteren Weg Richtung Kirchheim/Teck.<br />
Um 21.00 Uhr falle ich totmüde und ohne Blasen an den Füßen (ja das geht auch ohne Vaseline, liebe Knirschknie) ins Bett.<br />
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Tag 3 folgt<br />
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<i>„Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann vom niemandem überholt werden“. – Marlon Brando</i><br />
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Gruß<br />
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