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schnullsch

BÄM

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von am 23.10.2016 um 13:57 (586 Hits)
Alles Zögern und Hadern war vollkommen unbegründet.

Zunächst einmal zur Anreise, die gestaltete sich unproblematisch die Straßen waren frei und auf dem Grünstreifen zwischen Radweg und Straße konnte man sehr gut parken. (Erste Sorge weg)Pünktlich eine Stunde vor dem Start war ich in Refrath und habe zunächst mal in Ruhe meine Startnummer abgeholt und mir den Start der 5 Kilometer-Läufer angeschaut.

Da es doch sehr schattig war (ich musste morgens kratzen) bin ich nochmal zurück ins warme Auto und habe in aller Ruhe die Startnummer befestigt und mit zu Hause telefoniert.

Zwanzig Minuten vor dem Start bin ich dann wieder in den Startbereich und habe erstmal einen Ausflug in die Dixi-Abteilung gemacht. (Zweite Sorge weg.)

Kurz einlaufen/warmlaufen und dann waren es auch schon nur noch drei Minuten bis zum Start. So einsortiert, dass ich niemanden behindere, aber auch nicht von ganz hinten los muss. Knall bum, los. Schön drauf geachtet, dass ich die Uhr beim überqueren der Startlinie drücke. Alles läuft.

Am Start war es doch sehr eng, ging aber ganz gut, ein zwei Überholmanöver selbst ausgeführt, aber auch von hinten überholt worden. Keine Ahnung wie schnell ich bin, das Körpergefühl lässt mich auch im Stich. ICh fühle mich gut und merke, dass ich eine höhere Atemfrequenz brauche, also bin ich icht zu langsam unterwegs. Da es einigermaßen passt, bleibe ich erstmal hinter ein paar Läufern. Da kommt auch schon das erste Kiometerschild in die Sichtweite. 5:00 Minuten, ich kann es nicht fassen, horche in mich hinein, doch von Atmung und Puls her bin ich so unterwegs. Es ist definitiv zu schnell. Aber die gewonnene Minute, die ich mir vor meinem Ziel unter einer Stunde zu bleiben herausgearbeitet habe, nimmt mir erstmal keiner mehr. Die Leute vor mir wurden dann doch etwas langsamer als kurz angezogen und überholt. Oh, dass merken sich die Lungen. Kilometerschild 2 kommt in Sicht, ich passiere es bei 9:59. Das kann doch fast nicht sein, aber es ist so, aber im nächsten Kilometer merke ich schon, dass es schwieriger wird, das Tempo so zu halten. Kilometer drei wird in dann in 5:10 gelaufen.

Was ist das? Mist der Schuh geht auf, also rechts ran und schnell zubinden, das hat etwas Zeit gekostet. Jetzt muss ich schon etwas beißen, um das Tempo zu halten und nicht zu sehr zu trödeln. Bei Kilometer 4 merke ich das auch, 5:23 habe ich gebraucht. Immer noch weit unter dem, was ich geplant hatte, aber wenn die Kilometerleitung pro Kilometer um 20 Sekunden zurückgeht, verliere ich doch einiges. Naja dann ging es leicht bergab, den Schwung mitgenommen und die Wendemarke kam in Sicht. Der Blick auf die Uhr verrät 26:00 Minuten. Ein Schnitt von 5:12. Naja, Selbst bei einem Schnitt von 6:30 auf dem Rückweg wäre ich unter der Stunde geblieben, aber erstmal nix da versuchen das Tempo zu halten, 5:30er Schnitt ist das Ziel, also bei 31:30 müsste das 6er Schild kommen und tatsächlich knapp unter 31:30 passiere ich das Schild. Ok, die Stunde ist abgehakt, das schaffe ich. Sogar die 57:30, also ein 5:45er Schnitt ist eigentlich kaum noch zu schlagen. Schaffe ich es gar unter 55:00 anzukommen und das Ziel des Trainigsplanes zu schaffen.

Naja, 5:30 bedeutet jetzt bei 37:00 Minuten durchzulaufen. ICh schaue auf die Uhr as das Kilometerschild passiert wird. 36:40 irgendwas, ich bin auf Kurs. Selbst mit sechs Minuten per KM für die letzten drei Kilomter bleibe ich unter 55 Minuten. Freude kommt auf, die den nächsten Schub gibt. Naja ich rechne mal pessimistisch und sage, dass ich bei 42:30 Kilometer acht schaffen sollte.
So richtig frisch bin ich nicht mehr, aber ich laufe noch gerade und kann sogar den ein oder anderen einholen. Kilometer acht ist in Sicht und dann bin ich da, nur noch zwei Kilometer zu gehen, wie es so schön Neudeutsch heißt. Ich bin unter 42:00 Minuten geblieben. JEtzt bin ich mir sicher, auch die 55 Minuten packe. ICh mehr als gedacht und genauso wie erhofft. Aber wenn ich nicht total einbreche geht das vielleicht noch mehr. Also weiter das Tempo halten, es geht sogar gefühlt runter, also aktives rollen lassen. Kilometerschild 9 ist in Sicht. Um die 47 Minuten.

Hey, jetzt das Tempo halten und ich bleibe unter 52:30, also unter einem Schnitt von 5:15. Das wäre ein Traum. So schnell bin ich eigentlich noch nie einen 10er gelaufen, auch als ich mehr Sport gemacht habe. Was geht heute, jetzt ist der Kopf da. ICh kann zwar nicht mehr viel zulegen, aber das Tempo halten geht. Ich orientiere mich an der Uhr. Noch fünf Minuten, noch vier, noch drei.
Was ist das? Plötzlich zieht es in meiner rechten Wade. Das kann doch wohl nicht wahr sein denke ich, aber während ich in die Wade horche geht wieder eine Minute ins Land und ich kann das Ziel sehen. 30 Sekunden wird noch auf den Schmerz geachtet, dann fokussiere ich das Ziel an, noch eine Minute habe ich bin zur 52:30. Das schaffe ich, das ist die Uhr der Zeitnehmer. Ich brenne darauf und geschafft im Ziel. Uhr gedrückt.
Wahnsinn, 52:11 zeigt meine Uhr an. Schnitt von 5:13.
Zufriedenheit pur, ich hätte nicht erwartet, dass es so läuft.

Direkt aber die Frage, was kann in Zukunft so gehen. Erstmal muss das Gewicht runter. Ich habe zwar drei Kilo in den letzten vier Monaten verloren, aber das sind immer noch mindestens sieben zu wenig. Besser wären noch zwölf. Dann hätte ich 85 Kilo bei 1,85 Körpergröße. Für viele mit meiner Größe wäre das wahrscheinlich viel zu viel, für mich wäre das ein Traum und fast Magersucht. Das hatte ich zuletzt vor 20 Jahren.
Träumen darf man noch.
Läuferisch will ich jetzt erstmal dne Herbst genießen und auch ein paar längere Strecken laufen, also mich über 15 Kilometer an die 20 rantasten. Dann soll im Frühjahr ein halber und spätestens im Herbst ein ganzer Marathon her. Die Zeit für den 10er möchte ich auch noch verbessern, hier wäre der Traum irgendwann mal unter 50:00 zu laufen. ICh denke aber, wenn ich am Training dran bleibe und wirklich noch abnehmen sollte, so werde ich das irgendwann schaffen.

Jetzt ist erstmal Freude angesagt.
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