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Alt 20.01.2006, 10:36   #1
 
Benutzerbild von Rebecca
 
Im Forum dabei seit: 05.07.2004
Beiträge: 168
Standard Eigenbluttherapie für`s Immunsystem?

Hallo,
ich bin seit fast sechs Wochen mit Halsschmerzen, leichten Ohrenschmerzen und Dauerschnupfen geplagt. Kein Fieber, kein großes Krankheitsgefühl, aber immer extrem müde.
Nach drei Monaten Sportpause wollte ich gerne langsam wieder einsteigen, habs ja auch gemacht, aber ich krieg die Halsschmerzen nicht in den Griff. Aufgetreten sind sie in einer Zeit mit sehr heftigem Stress aller Art, nach einer größeren OP und am Anfang als ich wieder mit Sport beginnen durfte.
Mein Hausarzt schreibt dies meinem angeknacksten Immunssystem zu. Es war einfach alles etwas zu viel in den letzten Monaten und wird auch noch ne Weile gehen. Er sagt, ich soll moderat weiter Sport machen, da es ja langfristig das Immunsystem stärkt. Außerdem möglichst gesund und vitaminreich essen, viel schlafen, viel trinken. Streptokokken sind übrigens ausgeschlossen, meine größte Sorge.
Der Arzt hat mir nun eine Eigenbluttherapie vorgeschlagen: 2 x die Woche wird 1 ml Blut entnommen, mit Grippheel gemischt und in die Muskulatur gespritzt. Dadurch soll eine Umstimmung des Immunsystems durch Stimulation erreicht werden. Der Stoff wird als fremd erkannt und dadurch die Abwehr gesteigert.
Da es keine ärztliche Leistung ist, muss ich es selbst bezahlen. Es kostet ca. 16 € pro Woche (incl. Blutabnahme, mischen mit Grippheel und injizieren) und soll 4 - 6 Wochen gehen. Der Arzt hat es mir empfohlen, aber nicht aufgedrängt.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit? Schon mal was drüber gehört? Selbst schon hinter sich?
Es ist ja nicht unendlich teuer, aber wenns gar nix bringt will ich das Geld nicht rauswerfen.

Grüße von Rebecca
Rebecca ist offline  
   
Alt 20.01.2006, 11:08   #2
Bergwandern ist geil
 
Benutzerbild von mayo
 
Im Forum dabei seit: 19.02.2004
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Beiträge: 2.442
Standard

Hai Rebecca!!!

Ein Nachbar von mir hat das gemacht, weil auch die von dir beschriebenen Beschwerden hatte.
Ging so um die 2 Monate, ne Woche mehr oder weniger weiss ich jetzt net, mit dem Resultat:
Keinerlei Beschwerden mehr
Fit wie en Tunrschuh und "Scharf" aufs Training wie "Pepperoni".

Der is davon absolut überzeugt und würde es jederzeit wieder tun.


Gruss Mayo
__________________
Blog unter: www.mytll.blogspot.com
mayo ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:14   #3
Ich hab die Haare schön...
 
Benutzerbild von harriersand
 
Im Forum dabei seit: 13.11.2005
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Zitat:
Zitat von Rebecca
Hallo,
ich bin seit fast sechs Wochen mit Halsschmerzen, leichten Ohrenschmerzen und Dauerschnupfen geplagt. Kein Fieber, kein großes Krankheitsgefühl, aber immer extrem müde.
Die Symptome können auch mit was ganz anderem zusammenhängen, nämlich mit der Ernährung. Ich lese viel in einem diesbezüglichen Forum, da ich selber eine Laktoseunverträglichkeit entwickelt habe. Dort schreiben immer wieder Leute, die ewig unter Beschwerden wie die von Dir geschilderten gelitten haben, bis die Ursache gefunden war. Ich zitiere mal:
Zitat:
Hatte lange immer wieder Halsweh und ein "hüsteln" und wusste nicht was das soll. Mna hätte meinen können ich hätte eine chronische Erkältung und das ein ganzes Jahr lang. Erst seit ich esse was ich darf ist das weg. Aber sobald ich daneben haue, kommt es immer wieder vor.
Und es ist so, dass stressige Zeiten so eine Tendenz verstärken können.

Bestimmte Lebensmittel mal ein paar Tage wegzulassen und zu beobachten, ob sich was bessert, kostet nix! Kannst ja mal die Suchfunktion nutzen und gucken, ob Dir irgendetwas "bekannt vorkommt".
Liest Du in www.libase.de

LG Ulrike, die mit dem Nahrungsmittelunverträglichkeitsfimmel
harriersand ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:29   #4
Schaftreiber
 
Benutzerbild von flying-paws
 
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Hallo,

generell finde ich den homöopathischen Gedanken gerade bei chronischen Sachen ganz sinnvoll. Allerdings würde ich an Deiner Stelle lieber zu einem ordentlich klassisch arbeitenden Homöopathen gehen, als mich von jemanden behandeln lassen, der die "Schrotschussmethode" wählt. Die Komplexmittel kommen bei mir nur bei akuten Sachen zur Anwendung, oder wenn ich an Tieren "herumdoktere" und sie mir logischerweise keine genaue Symptombeschreibung geben können. Ansonsten bevorzuge ich es lieber das genau passende Mittel zu nutzen, als Gefahr einzugehen eine "Arzneimittelprobe" zu machen, weil es eben nicht genau passt...

Vielleicht würde ja auch schon die Einnahme von passenden homöopathischen Mitteln reichen und eine Eigenbluttherapie wäre gar nicht nötig?!?

Viele Grüße
Corinna
flying-paws ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:32   #5
Ich hab die Haare schön...
 
Benutzerbild von harriersand
 
Im Forum dabei seit: 13.11.2005
Ort: Berlin nahe km 25
Beiträge: 4.214
Standard

Habe gerade auf der n-tv Website noch was gefunden:
Zitat:
Die Zellen der Darmwand haben nach Angaben der Professorin eine enorme immunologische Kraft, so dass der Darm mit dem größten Immunsystem im Körper wesentlich für eine gut funktionierende Abwehr sei. Wenn jedoch das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora, die aus etwa 100 Billionen Bakterien bestehe, gestört sei, werde das Wohlbefinden massiv beeinträchtigt.
LG Ulrike
harriersand ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:33   #6
kann auf Wasser laufen:-)
 
Benutzerbild von pingufreundin
 
Im Forum dabei seit: 16.05.2004
Ort: Oldenburg
Beiträge: 6.513
Standard

Ich habe mal eine Eigenblutbehandlung gemacht. Der Grund war eine sehr stark ausgeprägte Neurodermitis. (So schlimm, dass ich damit auich 2 mal im Krankenhaus war)

Kurz nach der Behandlung war die Neurodernitis, die mich seit Jahren plagte, weg!
Einerseits...
Denn zeitgleich stellte ich mein ganzes Leben auf den Kopf, trennte mich von meinem Partner..

Ob nun die Lebensumstände oder die Eigenblutbehandlung "schuld" sind, dass ich gesund wurde, weiß eben niemand.
Ich erinner mich noch, dass die behandlung recht unangenehm war. Und: das ganze ist ca 9 Jahre her. Sollte es nur am Immunsystem liegen, hätte da ja durchaus mal wieder was kommen können. Darum neige ich eher dazu,die Lebensumstände verantwortlich zu machen.

Das was du hast ich ja auch etwas, was gut von alleine wieder verschwinden kann. Es kann also passieren , dass du die behandlung machst und es dir danach besser geht. Das muss dann aber nix mit der Behandlung zu tun haben. Vielelicht geht es dir dann auch beser, weil der Winter um ist...

@bonnyEntkleid So langsam wirkt das missionarisch. Eigentlich sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten ja klar definiert.
Und man kann nicht alles darauf schieben.
Und dass es dazu Seiten im www gibt sagt ja nun gar nichts aus. Es gibt auch Seiten von Leuten die sich mit kosmischen Strahlen heilen.

Also, ich zumindest finde nichts sinnvolles was einen Zusammenhang herstellen kann zwischen Nahrungsmitelunverträglichkeit und Husten.
__________________

Streak 3: Beginn 10.10.2009

Es ist nichts Großartiges daran, besser zu sein als jemand anderes.
Wahre Größe zeigt sich darin, besser zu sein, als man selbst vorher war
(Plakat in einer Klasse)
pingufreundin ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:41   #7
 
Benutzerbild von fridolin
 
Im Forum dabei seit: 02.10.2005
Beiträge: 258
Standard

Zitat:
Zitat von Rebecca
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit? Schon mal was drüber gehört? Selbst schon hinter sich?
Es ist ja nicht unendlich teuer, aber wenns gar nix bringt will ich das Geld nicht rauswerfen.

Grüße von Rebecca
Hallo Rebecca
Ich kann dich gut verstehen, dass du endlich mal wieder gesund sein willst und trainieren kannst.
Bevor dein Immunsystem wieder auf Trab kommen kann, musst du auch die ganze Sache von vorher verarbeiten und verabschieden können. Stress ist zum Beispiel ein Immunkiller (Antibiotika leider auch!).
Versuche, möglichst wieder ausgeglichen zu werden, dich vielseitig zu ernähren, genug zu trinken und ganz, ganz vorsicht mit Laufen wieder anzufangen. Ich denke, dass die Selbstzufriedenheit, der Spass am Leben und der Arbeit etc. viel zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Es gibt aber scheinbar auch Personen, welche ein genetisch schwächeres Immunsystem haben und auch öfters Schnupfen etc. einfangen.
Ich arbeite mit Kindern und hatte während der ersten Berufsjahre praktisch ständig Schnupfen, Heiserkeit, Husten. Ich habe angefangen, mir viel öfters die Hände (zum Beispiel, wenn ich morgens alle begrüsst habe) gut zu waschen, nicht mit den Fingern in die Augen zu greifen etc. Zusätzlich bin ich auf einen Artikel eines Naturarztes gestossen, welcher schon während der Grippeepidemie (Spanische Grippe, ungefähr Zeit des 1. Weltkrieges) Tee aus der Bibernell-Wurzel den Leuten empfahl. Nach seinen Aufzeichnungen starb aus "seinem" Dorf keine einzige Person an der Grippe, während in anderen Teilen der Schweiz sehr viele Leute starben. Bibernell ist bitter, es gibt aber ganz feine Teemischungen, welche den bitteren Geschmack des Bibernell übertönen. Ich war skeptisch (kein Fan von Kräutertees). Seit ich den Tee vor allem von September bis März regelmässig morgens trinke, fühle ich mich stärker und hatte auch die Schnupfen- oder Hustenzeit kürzer und weniger stark erlebt. Stress musste ich auch abbauen.

Ich hoffe, dir helfen diese Tipps etwas weiter. Wenn jemand die Adresse für den Bezugs des feinen Immunstärketees will, kann man sich bei mir melden.

Gute Besserung, Gesundheit und einen guten Trainingsstart wünscht dir

Fridolindorkugeln sind nicht unbedingt gesund - aber können Freude bereiten!
__________________
Das grosse Schweizer Laufportal
fridolin ist offline  
Alt 20.01.2006, 11:53   #8
Lizzy
Gast
 
Beiträge: n/a
Cool klug mitschwätzen

Hallo Rebecca,

zu Eigenbluttherapie kann ich nichts sagen.

Ich hoffe, du siehst es nicht als 'lästiges ungebetenes Gequatsche' wenn ich mich trotzdem mit ein paar 'weisen Worten' dazumelde.

Wie fridolin schon gesagt hat und du ja auch selber erkennst, ist Stress Gift für das Immunsystem. Da man ihn aber nicht immer komplett vermeiden kann, hilft es ungemein, Sichtweise und Einstellung entsprechend anzupassen.

Das soll in keiner Weise als 'Allheilmittel' oder 'Wunderwaffe' rüberkommen und natürlich müssen Krankheiten im Einzelfall jeweils adäquat behandelt werden (ob per Schulmedizin, Naturheilkunde etc. hängt natürlich vom Einzelfall ab - Kombinationen sind oft ratsam).

Generell und für mich als ungeheuer positiv (nicht nur aber AUCH in Zeiten hoher Stress- und Krankheitsbelastung) erfahren, habe ich das Prinzip der 'positiven Auseinandersetzung mit scheinbar negativen Einflüssen' (so nenne ich das jetzt einfach mal etwas überkandidelt - mir fällt nix besseres ein).

Dieses Prinzip funktioniert natürlich nicht mit einem *Fingerschnipp* und fit ist das Immunsystem und positiv das Weltbild ... aber man kann es durchaus lernen und dann immer leichter im Alltag und bei besonderen Problemlagen anwenden.

Weil es zu einem Roman oder Buch ausarten würde, habe ich gesucht, ob jemand schon ungefähr meinem Denken entsprechend mir das Schreiben abgenommen hat und bin fündig geworden (schon vor einiger Zeit - der Link ging auch hier schon an ein paar andere Kandidatinnen ;-)

Ich rate dazu, den Text in Ruhe wirklich intensiv zu lesen und nicht nur zu überfliegen. (ich kann kein Aikido - davon ist darin viel die Rede - und trotzdem paßt es auch zu meinen Vorgehensweisen ganz hervorragend)

Stressvermeidung durch Nichtkämpfen

Viel Spaß beim Lesen und gute Besserung!
 
Alt 20.01.2006, 13:52   #9
Erst einmal nicht mehr dabei.
 
Benutzerbild von Guenthi
 
Im Forum dabei seit: 22.11.2004
Beiträge: 2.510
Standard

@BonnyEntkleid:
Das hast Du gut recherchiert und wird sehr oft unterschätzt. Bei vielen Leuten ist die Darmflora geschädigt (Antibiotika, Streß, einseitige Ernährung...) und die wissen es nicht, weil der Körper kurzfristig keine Symptome zeigt. Mittel- bis langfristig wird das Immunsystem geschädigt und es kommt zu Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Schlappheitsgefühl, Kopfweh und Leistungseinbußen.

@Rebecca:
Ich habe mit der Eigenbluttherapie sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor ca. 20 Jahren machten mir im Mai / Juni die Blütenpollen Probleme und ich hatte ständig eine verstopfte Nase. Im darauffolgenden Winter machte ich eine Eigenbluttherapie mit Ozonanreicherung. Ich glaube das waren 2 Spritzen pro Woche für einen Zeitraum von 4 Wochen. Meine Pollenallergie wurde spürbar besser. Im darauffolgenden Winter wiederholte ich die Behandlung und habe seitdem überhaupt keine Beschwerden mehr. Probiere diese Therapie ruhig einmal aus. Das Grippheel kenne ich nicht, aber mit Ozon gibt es, soweit ich informiert bin, auch keinerlei Nebenwirkungen. Wünsch dir gute Besserung !
Guenthi ist offline  
Alt 20.01.2006, 17:18   #10
Ich hab die Haare schön...
 
Benutzerbild von harriersand
 
Im Forum dabei seit: 13.11.2005
Ort: Berlin nahe km 25
Beiträge: 4.214
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Zitat:
Zitat von pingufreundin
@bonnyEntkleid So langsam wirkt das missionarisch. Eigentlich sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten ja klar definiert.
Und man kann nicht alles darauf schieben.
Und dass es dazu Seiten im www gibt sagt ja nun gar nichts aus. Es gibt auch Seiten von Leuten die sich mit kosmischen Strahlen heilen.

Also, ich zumindest finde nichts sinnvolles was einen Zusammenhang herstellen kann zwischen Nahrungsmitelunverträglichkeit und Husten.
Hast Du mal auf der verlinkten Seite rumgelesen, vor allem die Berichte? Ich glaube nicht. Da wunderst Du Dich nämlich, was alles damit zusammenhängen kann!
Und mehr als "kann" sage ich auch nicht. Rebeccas Symptome können x Ursachen haben. Ich will sie nur ermutigen, das mal zu testen, denn es kostet nichts, man braucht keine belastenden Untersuchungen bzw. Behandlungen, und wenn's nichts bringt, ist nichts riskiert und man kann woanders weitergucken. Nicht mehr und nicht weniger.

LG Ulrike
harriersand ist offline  
 


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