Läuft Haile Gebrselassie bei Olympia? Beim Great Manchester Run gewann er in Jahresweltbes... ...mehr
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| Im Forum dabei seit: 11.03.2005 Ort: Münsterland
Beiträge: 1.877
| DieVorgeschichte: Es war bei einem Tempotraining im November 2005 auf unserer Bahn. Ich hatte gerade in Essen beim Marathon meine „Traumzeit“ sub. 3:30 erreicht und war glücklich und zufrieden. Da fragte mich unsere Trainer wie es den jetzt weitergehen würde. In meinem derzeitigen Hochgefühl kündigte ich für den diesjährigen Berlin Marathon eine sub. 3:15 an. Die Antwort meines Trainer war: „Noch mal 15 Minuten sind bei dir in einem Jahr nicht mehr drin, wenn du das schaffst, gebe ich für unser Herbstfest ein 30 Liter Fass aus“. Natürlich war an diesem Abend die gesamte Laufgruppe vor Ort und die Wette wurde sofort festgehalten. Meine Gegenwette sollte sein, dass ich die 30 Liter bezahlen muss, wenn ich die Essenzeit nicht noch mal erreichen würde. Mein Gegenangebot war schon ganz mutig, damals. Gestern wäre ich auch darauf eingegangen zu zahlen, wenn ich die 3:15 nicht erreiche. Naja Hochmut kommt vor den Fall.Das Jahr bis zum Wettkampf: Ich wurde zum „Greif Jünger“. Nachdem ich dreimal mehr oder weniger deutlich an den sub 3:30 gescheitert war, hatte ich dieses Ziel mit dem CD von Greif erreicht. Deshalb bestellte ich mir den Greifplan. Ich war auch sehr zufrieden damit. Meine Zeiten auf den Unterdistanzen verbesserten sich deutlich. In Frühjahr lief ich einen schweren Marathon so aus dem Training heraus in 3:23xx. Der richtige Kick kam dann aber in der Marathonvorbereitung. In der ersten Vorbereitungswoche ein HM in 1:26xx und 3 Wochen vor den Marathon ein 10er in 38:04 min (der war wohl etwas zu kurz, aber eine sub. 39 war es auf jeden Fall und damit eine Verbesserung von 1 Minute). Im Training lief es wie am Schnürchen, die 15 EB beim letzten 35er bin ich 4:14 pro km gelaufen. 3:15 waren längst Schnee von gestern und 3:10 standen auf den Plan. Nach meinen Trainingszeiten habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt mein Allzeitziel sub 3:00 zu versuchen. Christian (Bruce) hat mich dann überzeugt, dass sub 3:00 auf jeden Fall zu viel wären. So wurde von mir als Marschrichtung 3:06 festgelegt. Der Berlin Marathon: Gut Ausreden gäbe es genug. Zu warm, zu viel Wind, schwere Beine vom Pflastertreten am Tag zuvor. Aber diese Sachen wusste ich heute morgen vor den Start auch schon. Manfred Endzeit nach unten korrigieren? Nein wieso du hast ja 3:03 drauf. Also erst einmal auf 3:06 anlaufen und schauen ob bei km 35 noch was geht (sub 3:05) . Ein klarer Fall von Selbstüberschätzung (so jetzt oute ich mich total: auf der Messe war ich sogar noch los und habe den Block von F in D ändern lassen: Begründung ich möchte gerne mit den Pacer 3 Stunden laufen). So nahm das Unheil seinen Lauf.Über die super Stimmung am Start und auf der Strecke, schreibe ich jetzt mal nichts, da es bestimmt noch viele andere Berichte über den Berlin Marathon geben wird. Der Start verlief ganz reibungslos und die ersten 5 Km waren in 22:13 geschafft. Die zweiten 5 gingen auch gut in 21:42. Da es so warm war, habe ich an jeder Verpflegungsstation getrunken und bin beim trinken sogar gegangen. Natürlich wurde ein Becher in einem Zug geleert (ich bin doch auf den Weg nach 3:06 und habe keine Zeit). Die ersten Margenbeschwerden und Seitenstiche traten dann zwischen km 10 und 15 auf. Aber wegen so etwas werde ich doch nicht langsamer, nein 22:06. Km 15 bis 20 gingen genauso in 22:19. Doch dann fing es an schwer zu werden. Die Margenbeschwerden wurden immer heftiger, so war die Zeit 20 – 25 in 23:28 sogar nicht einmal so schlecht. Doch dann kam er, der Hammermann, kurz nach dem „Wilden Eber“ und der Rest ist schnell erzählt. Die nächsten 5er Splits waren 24:49, 28:42 und 29:44. In Ziel kam ich schließlich mit für mich total enttäuschenden 3:27:27 und ich habe ab km 30 die tolle Stimmung nicht mehr genießen dürfen und die letzten 12 km waren eine reine Qual. Diese Zeit habe ich auch nur erreicht, da ich mächtig Druck hatte, den schließlich musste ich ja meine Zeit aus Essen von 2005 unterbieten, was mir schließlich auch um eine Minute auch gelang. Resümee: Was mich unsagbar ärgert ist, wenn ich heute morgen alle äußeren Umstände berücksichtigt hätte, wären die 3:15 bei richtiger Renneinteilung drin gewesen. So werde ich jetzt ein paar Wochen nicht mehr zum Training unserer Laufgruppe gehen, den ich bin schon am Boden und brauche keine zusätzlichen Tritte mehr. Manfred
__________________ http://laufligadernebenwerte.wordpress.com/ |
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| | #2 |
| kann auf Wasser laufen:-) Im Forum dabei seit: 16.05.2004 Ort: Oldenburg
Beiträge: 6.513
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komische Gruppe, wenn die auch noch treten Unvernunft hin oder her, ich habe beim Lesen mitgelitten (auch wenn es um Zeiten geht, die außerhalb meiner Welt liegen) ![]() Ärgere dich nicht zu sehr. Du weiß ja, woran es lag und nächstes Mal machst du es richtig
__________________ Streak 3: Beginn 10.10.2009 Es ist nichts Großartiges daran, besser zu sein als jemand anderes. Wahre Größe zeigt sich darin, besser zu sein, als man selbst vorher war (Plakat in einer Klasse) |
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| | #3 |
| 2fach Sportler Im Forum dabei seit: 11.05.2004 Ort: Metropolregion Rhein Neckar
Beiträge: 957
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Hallo Manfred, mir ist letztes Jahr in Berlin etwas ähnliches passiert, daher kann ich das nachvollziehen. Da hilfz aber nix: Kopf hoch & weiter... ![]() Björn |
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| | #4 |
| Frauenflüsterer Im Forum dabei seit: 03.12.2004 Ort: Kaiserstadt Aachen
Beiträge: 1.128
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Hallo Manfred! Ich kann Deinen Ärger gut nachvollziehen. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Du glaubst die Bäume würden weiter in den Himmel wachsen + das Dir die Erfolge Dir zu dieser Annahme berechtigten Grund geben. Nachher ist man immer schlauer. Ist ärgerlich genug + mach Dich nicht selbst moralisch fertig. Geh trotzdem trainieren, Tritte werden wahrscheilnlich nicht kommen + vielleicht gibt es auch angenehme Überraschungen. Caramba
__________________ Der Friedhof von Wien ist halb so groß wie Bern aber dafür hat man dort doppelt soviel Spaß |
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| | #5 |
| Erst einmal nicht mehr dabei. Im Forum dabei seit: 12.07.2006
Beiträge: 1.450
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wieder mal ein klassisches beispiel dafür, dass die wahl des richtigen tempos, die ernährung usw. im wettkampf erheblich wichtiger ist als ein jahr training. p.s.:wenn die pb besser wurde, muss es natürlich umgekehrt immer ohne jeden zweifel am training gelegen haben. Zuletzt überarbeitet von DerLetzteKilometer (25.09.2006 um 05:17 Uhr) |
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| | #6 |
| Im Forum dabei seit: 28.01.2005 Ort: Berlin
Beiträge: 1.158
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Hey Manfred, Dein Rennverlauf ähnelt meinem doch sehr. Ich bin nur etwas langsamer angegangen und dafür weniger eingebrochen. Bei so einer schlechten Erfahrung, wächst wieder der Respekt vor der Marathon-Strecke. Beim nächsten Mal bist Du (sind wir) wieder ein bisschen schlauer. Hak es ab als wichtige Erfahrung. Viele Grüße, Jörn |
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| | #7 |
| und Wiky Im Forum dabei seit: 21.02.2003 Ort: Rhede
Beiträge: 4.575
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Morgen Manfred! Shit happens! Herzlichen Glückwunsch zur PB!
__________________ Gruß, Ralf und Wiky und Charly im Herzen Der Weg ist das Ziel! ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| | #8 |
| Im Forum dabei seit: 20.02.2004 Ort: Berlin
Beiträge: 860
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... hin oder her .Glückwunsch zur PB und gute Erholung. Ich glaube mal gar nicht, daß die Laufgruppe Tretlust hatt, aber die Wette war doch ein spannender Anreiz - oder? viele Grüße aus Berlin A.
__________________ "Erfahrung ist nicht das, was mit einem Menschen geschieht, sondern das, was er daraus macht." -Aldous Huxley- |
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| | #9 |
| relaxed |
Hi Manfred, Kopf hoch! Ich weiß auch wie man sich fühlt wenn so ein Jahresziel mal eben den Bach runter rauscht. Die ganze Zeit und die ganze Schinderei die man investiert hat. Aber freu dich wenigstens an den guten Unterdistanzzeiten die du mitgenommen hast. Auch wenn dich das wenig tröstet, die sub 3:15 kommt ganz sicher und so zum ganz ganz kleinen Trost war's ja (doch k)eine PB. Grüsse oli Zuletzt überarbeitet von Oli.F. (25.09.2006 um 13:56 Uhr) |
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| | #10 |
| Im Forum dabei seit: 23.02.2004 Ort: Home, sweet home
Beiträge: 2.623
| Da kann ich auch nur sagen "Kopf hoch!" Ein Marathon an der Leistungsgrenze (oder darüber) ist halt wirklich eine außergewöhnliche Herausforderung. Den Respekt vor der Strecke darf man nie verlieren. Sicher wirst du in Zukunft auch von dieser Erfahrung profitieren. |
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