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Thema: Die Pose-Methode - ein Erklärungsversuch

  1. #1

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    Idee Die Pose-Methode - ein Erklärungsversuch

    Hallo zusammen,

    da in einem anderen Thread (ChiRunning) gerade der Vergleich zwischen ChiRunning und Pose-Methode aufkam und mir beim Antowrten auffiel, dass ich dafür ja erstmal Pose kurz erklären muss, habe ich diesen Teil also in einen neuen Thread ausgelagert. So passt es besser zum Titel des Threads und vielleicht interessierts ja sonst auch noch jemanden

    (Vorsicht es könnte länger werden ....)

    Die Pose-Methode sieht die Schwerkraft als die primäre Quelle unserer Fortbewegung. Dieser Gedanke erscheint erstmal ziemlich abwegig, da das mehr oder minder ferne Wissen aus dem Physikunterricht uns sagt, dass die Schwerkraft senkrecht nach unten wirkt. Und auch die gesamte Sportwissenschaft - nicht nur beim Laufen - interessiert sich im grunde nicht für sie.
    Nein, ich habe den Physikunterricht nicht verschlafen Wie funktionert das ganze also?

    Im Grunde ist es ganz einfach. Galileo Galilei hat schon vor langer Zeit das Experiment der Kugel auf der schiefen Ebene benützt, um der Schwerkraft zu verstehen. Wieso rollt also die Kugel die Schräge hinunter, obwohl die Schwerkraft nur nach unten wirkt? Weil der Support, die Unterstützungsfläche, nicht senkrecht unter dem Körperschwerpunkt der Kugel liegt. Dadurch entsteht eine Komponente der Schwerkraft, bzw. der Bodenreaktionskräfte, in Bewegungsrichtung.
    Das kann man in jedem Physikbuch aus der Schule nachlesen: Fh = mg*sin(alpha).

    Genau das gleiche Prinzip ist auch beim Laufen am Werk. Ein Beispiel:
    Wenn man auf der Stelle steht, mit beiden Füßen am Boden und im Gleichgewicht, wie bewegt man sich dann vorwärts? Abdrücken? Geht nicht - nicht nach vorne zumindest. Kraftvoll die Hüfte strecken? Klappt auch nicht. Die einzige Wahl, die wir haben, ist das Gleichgewicht aufzugeben. Sobald wir das tun, bewegen wir uns nach vorne.
    Wer bewegt uns hier also? Wenns nicht der heilige Geist ist, dann bleibt nur noch eins: die Schwerkraft. Wie bei dem Ball auf der schiefen Ebene.

    Daraus entsteht sofort die dreiteilige Bewegungsstruktur: Pose - Fallen - Ziehen (Englisch: Pose - Fall - Pull)

    Pose ist die einzige Position, aus der wir nach vorne fallen, das Gleichgewicht aufgeben können. Im Grunde ist es die Position, die in der Literatur oft als Midstance oder Mittelstütz bezeichnet wird. Der Körperschwerpunkt befindet sich direkt über dem Support. Das Gewicht ruht auf dem Fußballen und man ist im Gleichgewicht. Alles was vor dieser Position passiert, ist kontraproduktiv. Man kann nur warten, bis man dank seiner Trägheit und Newtons Gesetzen diese Position erreicht. Deshalb sollte man ihr beim Fußaufsatz so nahe wie möglich kommen.

    Das Fallen ist eine passive Bewegung. Wir müssen es nur zulassen. Das ist, was viele Spitzenläufer von uns unterscheidet: Eine nahezu unglaubliche Fähigkeit zu fallen. Niemand hat es ihnen beigebracht, es ist einfach, was man Talent nennt. Talent zur Interaktion mit der Natur, mit der Schwerkraft, um sich fortzubewegen.

    Das Ziehen verbindet die Schrittzyklen miteinander. Wir müssen den hinteren Fuß wieder zurück unter die Hüfte bringen, oder es wird der letzte Schritt sein, bevor man sich auf dem Boden wiederfindet. Die Aufgabe ist einfach: Der Fuß wird direkt unter die Hüfte gezogen. Wie hoch der Fuß dabei kommt, ist in erster Linie abhängig vom Ausmaß des Fallens und damit der Geschwindigkeit.


    Ein Abdruck existiert beim Laufen nur nach oben, um eine minimale vertikale Oszillation zu erreichen und den Support von einem Fuß auf den anderen verlagern zu können. Und darum braucht man sich nicht weiter zu kümmern, es passiert völlig unbewusst.
    Ich weiß, dass sich das radikal anhört und dass jeder Trainer, jeder Sportwissenschaftler und viele Läufer vom kräftigen Abdruck nach vorne sprechen und es viele wahrscheinlich auch so fühhlen. Ohne jemanden zu Nahe treten zu wollen: Es ist nichts weiter als eine Illusion.
    Man kann sich jedes beliebige Diagramm von Bodenreaktionskräften beim Laufen anschauen: In der Position, in der man sich abdrücken soll, erreicht die vertikale Komponente der Bodenreaktionskraft nur noch 1-faches Körpergewicht. Wenn das Abdrücken ist, dann ist auch ruhig auf der Stelle stehen Abdrücken. Doch gleichzeitig erreicht in dieser Phase die horizontale Komponente ihr Maximum. Das hat jedoch nichts mit aktivem Muskeleinsatz zu tun, sondern ist pure Geomotrie - wie bei der Kugel auf der schrägen Ebene.

    Aus der Perspektive der Pose Methode bedeutet Laufen also, sich nach vorne fallen zu lassen und den hinteren Fuß schnell wieder unter die Hüfte zu ziehen. Und das mit jedem Schritt. Lehnen wir uns weiter nach vorne, vergrößert sich der Schritt und wir laufen schneller. Bleibt das Fallen konstant und machen wir schnellere Schritte - ziehen also schneller - laufen wir auch schneller.

    So nun reichts aber für heute.
    Ich bin für alle Fragen und Diskussionen offen - also bitte steinigt mich nicht

    Ciao, Florian.
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  2. #2

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    Danke schön!

    Erste Frage: Was genau sind die Vorteile zum zufälligen Laufstil?

  3. #3
    Alien Mindbender Avatar von redcap
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    Zweite Frage:

    Wenn ich mich eh nur nach oben abdrücke, warum rutsche ich auf glitschigem Grund dann so böse nach hinten weg?

    gruß,
    redcap
    Marge: "Ich glaube, ich werde es mal versuchen."
    Homer: "Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!"

  4. #4
    Avatar von Joern
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    Ein paar Antworten: hier oder dort

  5. #5

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    Zitat Zitat von Christof Beitrag anzeigen
    Erste Frage: Was genau sind die Vorteile zum zufälligen Laufstil?
    Jeder, der läuft, durchläuft irgendwie diese drei Elemente, die Pose beschreibt - aber halt irgendwie. Man kann es besser und weniger gut machen. Wenn man es besser macht, ist die Gefahr für Verletzungen sehr viel kleiner. Und nachdem jede überflüssige Aktion bremst bzw. Energie kostet, kann man auch schneller laufen, wenn man die Bewegung optimiert.

    Zitat Zitat von redcap Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich eh nur nach oben abdrücke, warum rutsche ich auf glitschigem Grund dann so böse nach hinten weg?
    Kein Abdruck heißt nicht, dass dort keine Kräfte am Boden wirken. Ich spreche dabei nur von einer aktiven Aktion bzw. von aktivem Muskeleinsatz, um sich "vorwärts zu katapultieren". Aber Newtons drittes Gesetz ist immer am Werke: So lange dein Körpergewicht auf dem Boden steht, hast du auch Bodenreaktionskräfte. Und je weiter dein Körperschwerpunkt vor dem Support liegt, desto größer wird die horizontale Komponente. Wird diese Komponente größer als die Haftreibung am Boden, rutscht du weg...

    Aber man kann mit einer guten Technik selbst auf Eis ganz gut laufen. Siehe hier: http://www.posetech.com/video-old/running_on_ice.mov

    Natürlich gibts beim Beschleunigen erstmal das Wegrutschproblem, aber später geht das ziemlich problemlos - solange es nicht um Kurven herum geht...

    Florian.

  6. #6

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    Zitat Zitat von Joern Beitrag anzeigen
    Ein paar Antworten: hier oder dort
    Ohhh bitte Vorsicht mit diesem langem Thread aus de.rec.sport.laufen.misc.
    Ohne jemanden zu Nahe treten zu wollen: Dort wurde zwar über Pose geredet, nur leider war dort niemand dabei, der sich wirklich damit auskennt...
    Es ist schwer über etwas zu diskutieren, was man gar nicht kennt.

    Florian.

  7. #7
    Avatar von LidlRacer
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    Ich muss vorwegschicken, dass ich mich (noch) nicht allzu intensiv mit der Pose-Methode beschäftigt habe. Dennoch möchte ich hier schon mal meinen (vielleicht voreiligen) ersten Eindruck widergeben:

    Mir scheint, hier wird eine gute und effiziente Lauftechnik gelehrt, die sich aber nicht signifikant von der Technik aktueller Spitzenläufer unterscheidet. Würde sie sich signifikant unterscheiden UND signifikant besser (= effizienter) sein, würden in kurzer Zeit "Poser" sämtliche Weltrekorde übernehmen.

    Unterschiedlich ist nach meinem Eindruck lediglich der theoretische Hintergrund, der in Teilen jedoch sehr fragwürdig wirkt:
    Der Aspekt mit der Schwerkraft ist zwar nicht völlig abwegig, unterstützt aber nur die auch sonst oft geäußerte Empfehlung, dass der Schritt vorne kurz und hinten lang sein soll. Würde man sich tatsächlich im wesentlichen nur nach vorn fallen lassen und nicht abstoßen, gäbe es gar keine richtige Flugphase, in der der Körperschwerpunkt ansteigt, sondern der Schwerpunkt müsste logischerweise in dieser "Fallphase" absinken und nur in der anschließenden Stützphase wieder mit Muskelkraft angehoben werden. Ich glaube nicht, dass dies bei irgendeinem guten Läufer tatsächlich so ist. (leider ist das etwas schwierig zu überprüfen, da der Körperschwerpunkt kein fester Punkt des Körpers ist, sondern sich mit dessen Bewegung ständig verschiebt). Selbst wenn es so wäre, sehe ich nicht, wo die Energieersparnis ist, denn auch wenn das "Fallen" passiv ist, muss man doch die Energie dafür durch vorheriges Anheben des Schwerpunktes aufbringen.

    Und sollte Romanov tatsächlich meinen, es wäre möglich, den Fuß nicht vor dem Körperschwerpunkt aufzusetzen sondern genau darunter, so halte ich das für groben Unfug. Man würde zwangsläufig vornüber auf die Schnauze fallen... *autsch*

  8. #8
    feierabendjogger
    Gast

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    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Im Grunde ist es ganz einfach. Galileo Galilei hat schon vor langer Zeit das Experiment der Kugel auf der schiefen Ebene benützt, um der Schwerkraft zu verstehen. Wieso rollt also die Kugel die Schräge hinunter, obwohl die Schwerkraft nur nach unten wirkt? Weil der Support, die Unterstützungsfläche, nicht senkrecht unter dem Körperschwerpunkt der Kugel liegt. Dadurch entsteht eine Komponente der Schwerkraft, bzw. der Bodenreaktionskräfte, in Bewegungsrichtung.
    Das kann man in jedem Physikbuch aus der Schule nachlesen: Fh = mg*sin(alpha).
    Ja, wenn du auf einer schiefen Ebene läufst ist es genauso, darum ist man bergab ja in der Regel auch schneller
    Wenn die Kugel auf einer geraden Ebene liegt, wirkt die Bodenreaktionskraft vertikal nach oben und die Kugel bewegt sich nicht....

    Gruß
    Tobias

  9. #9
    Erst einmal nicht mehr dabei.
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    19.10.2004
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    Die POSE-Methode ist Quatsch - was da teilweise verzapft wird, ist physikalisch schlichtweg unmöglich. Eine Beschreibung gabs übrigens schon unter http://www.drsl.de/?wasist=POSE-Methode, das Thema wurde in drsl auch schon zur genüge ausdiskutiert - Google hat's nur nicht mehr :-(

    Ich kopier mal eine Antwort von mir einfach hier rein, auch wenn's sicher nicht übersichtlich wird.

    Grüße - Uli -
    ________________________________________

    "Jan Bouwman" schrieb

    > Ich hatte Tanja mal meine Sicht der POSE-Methode angekündigt
    Hä?

    > Und das sind bestimmt noch nicht alle in dieser NG, die sich bewußt
    > einen bestimmten Stil angeeignet haben.
    Och Leuts - geht doch einfach Laufen.

    > Dr. Romanov, Sportwissenschaftler wunderte sich, dass es für
    > Läufer zahllose Trainingsprogramme gibt, aber keine Lehre vom
    > Laufstil.
    Er meint wohl Technik, Stil ist individuelle Technikausprägung.

    > Da er nicht einsah, warum jeder so laufen soll, wie er es für
    richtig hält,
    Oh je - was'n das für einer?

    > indem es als sein individueller ?natürlicher? Laufstil bezeichnet
    und
    > damit abgesegnet wird, hat er anhand von historischen Betrachtungen,
    > Naturbeobachtungen und Analysen von Läufern einen Stil und eine
    > Methode diesen zu lernen entwickelt.
    Was ein Quatsch ohne es auch nur gelesen zu haben. Eine sportliche
    Technik orientiert sich an der optimalen Ausführung und um die zu
    Entwickeln sollte man Biomechaniker un Sportmediziner zu Rate
    ziehen, aber keine Vögel beobachten.

    > Kernpunkte seines Laufstils:
    Haarsträubend.

    > Der Körper soll durch die Gravitation nach vorne bewegt werden,
    Doof nur, dass die senkrecht nach unten wirkt und nur während der
    Bodenkontaktphasen für eine Vorärtsbewegung des KSP über eine
    Rotation mit Zentrum Kraftangriffspunkt des jeweiligen Fußes wirken
    kann. Nun sind sich alle über eine weitgehend aufrechte Körperhaltung
    einig und daher ergibt sich über den kleinen Hebel nur eine
    lächerliche
    Beschleunigung. Das geht beim langsamen gehen ganz gut, das war's
    dann aber auch schon.

    > Romanov wiederspricht einem aktiven Impuls nach vorne.
    Ich sag mal ganz provokativ: Der/Die hat keine Ahnung.

    > Natürlich findet eine leichte Streckung des Beins statt, aber dies
    soll
    > nicht bewußt erfolgen, da dies zu einer übertriebenen Bewegung mit
    > einer Aufwärtsbewegung des Körpers führt.
    Ach? Wann erfolgt denn eine Streckung? In welche Richtung auf den
    KSP wirkt die durch diese Streckung ausgeübte Kraft? Was ist mit der
    Hüftstreckung?

    > Passend finde ich in diesem Zusammenhang das Beispiel der Schlange,
    > die sich vorwärtsbewegt, in dem sie abwechselnd Teile ihres Körpers
    > versetzt, sie kann sich nicht aktiv abdrücken und bewegt sich doch.
    Stöhn - sie hat ja auch keine Beine.

    > Er vergleicht das Ganze auch mit dem Rad,
    Stöhn - wir haben aber keine Räder an der Hüfte!

    > ständiges Vorsetzen der Kontaktfläche statt. Beim Rad erfolgt
    > eine minimale vertikale Bewegung, der Kontakt erfolgt unter
    > dem Schwerpunkt und die ?Schrittfrequenz? ist hier ganz
    > besonders hoch.
    Ja - unendlich und völlig irrelevant.

    > Damit diese Bewegung noch ökonomischer abläuft, wird die Elastizität
    > der Muskulatur genutzt, d.h. die Körperhaltung soll leicht S-förmig
    sein,
    > damit in Kombination mit einem Ballenaufsatz ein Einfedern möglich
    ist.
    Oh je. Stiffness? DVZ? Von was redet der da überhaupt? S-förmige
    Körperhaltung?

    > Analog zum Rad empfiehlt er auch eine hohe Schrittfrequenz
    (180/min),
    > leitet diese aber auch aus der Beobachtung von Topläufern ab.
    Und beweist damit fehlenden Sachverstand. Die Schrittfrequenz ist
    individuell zu betrachten und selbstverständlich auch Geschwindigkeitsabhängig.
    Einem Volksläufer die Schrittfrequenz eines Weltrekordlers zu empfehlen ist
    Unsinn.

    > - Der Fuß soll nicht aktiv zum Boden bewegt werden, sondern allein
    durch die Schwerkraft dorthin gelangen,
    Blöd nur, dass es bei einer Teil-KSP-Erhöhung von angenommenen 0,3m
    250ms dauert bis das Bein wieder auf'm Boden ist, nehmen wir 250ms
    Bodenkontaktzeit und 200ms von Lösen bis Maximalhöhe des Beins,
    macht das 0,7s und das reicht ja gra nicht für die empfohlene Schritt-
    frequenz ;-)

    > - Lande ich leicht auf dem Ballen mit dem Fuß unter dem Körper?
    Da kommt man nur nach dem "Umfallen" nur dummerweise nicht hin,
    wenn man nicht aktiv vor allem aus dem Hüftgelenk arbeitet.

    > 2)Fallen: - Sind irgendwelche Muskeln angespannt?
    Hoffentlich - sonst liegst du ruckzuck am Boden ;-)

    > Die Geschwindigkeit wird über die Neigung des Körpers gesteuert.
    Klar - beim Sprint dann bodenparallel, da ist der Luftwiderstand auch
    geringer.

    Bitte, bitte, bitte - sagt mir jemand, dass das eine Verarschung ist -
    bitte!

    > Eine Komponente der POSE-Methode ist der Ballenaufsatz.
    Nicht wirklich - das ist der völlig natürliche Fußaufsatz bei höheren
    Geschwindigkeiten.

    > Diesen hält Romanov für sehr wichtig, da er die Elastizität erhöht.
    > Dadurch gerät er aber in den Dunstkreis der Verfechter des
    > Vorfußlaufens wie Strunz und Marquardt.
    Fachlich gehört er wohl auch zu ersterem.

    > Romanov sagt im Gegensatz dazu eindeutig, dass der Fuß unter dem
    > Schwerpunkt, auf keinem Fall davor aufsetzen soll.
    Das ist Blödsinn und findet sich selbst bei den weltbesten Sprintern
    nicht.
    Ein Bremskraftstoß beim Fußaufsatz ist unvermeidbar, selbst in seiner
    abstrusen Beschreibung steht ja was von den Fall "abfangen".

    > Wenn der Fuß unter oder hinter dem Schwerpunkt aufsetzt,
    > ergibt sich
    bei letzterem ein auf der Nase liegender Läufer ;-)

    > Wer dann versucht, mit der Ferse in der Luft zu bleiben, kann
    > leicht beim Zehenlauf landen,
    Sowas gibt's bestenfalls in der Phantasie von Struntz.

    > man sollte sich daher nicht davon verunsichern lassen,
    > wenn die Ferse den Boden berührt,
    Natürlich nicht - ist für die Beurteilung Vor-/Mittel-/Rückfuß-
    auf auch völlig irrelevant, entscheiden ist der Kraftverlaufspunkt
    und nicht die Optik.

    > Krampfhafte Versuche noch dazu in heute üblichen Laufschuhen
    > mit dem Ballen allein den Boden zu berühren, könnten schädlich sein.
    Krampfhafte Versuche sind zweifellos immer schlecht, ansonsten hat
    das mit den Schuhen ganz sicher nichts zu tun.

    > Auch der Hinweis auf eine hohe Schrittfrequenz führt dazu, dass im
    > deutschen Forum jemand stolz berichtet, eine Schrittfrequenz von
    > über 190 zu erreichen.
    Das ist völlig irrelevant - es gewinnt wer als erster im Ziel ist und
    nicht wer die höchste Schrittfrequenz hat.

    > Die 180 sehe ich erstmal als Optimum,
    Das ist definitiv falsch - es gibt genausowenig eine allgemeingültige
    optimale Schrittfrequenz wie es eine optimale Trainings-HF, den
    Fettverbrennungspuls oder eine allgemeingültig optimale Schuhgröße
    gibt!
    Nochmal: Bitte sag mir, dass das alles nicht ernst gemeint ist!!!!

    Entsetzte Grüße - Uli -

  10. #10

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    Standard

    Also der Reihe nach:

    Zitat Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
    Mir scheint, hier wird eine gute und effiziente Lauftechnik gelehrt, die sich aber nicht signifikant von der Technik aktueller Spitzenläufer unterscheidet.

    Würde man sich tatsächlich im wesentlichen nur nach vorn fallen lassen und nicht abstoßen, gäbe es gar keine richtige Flugphase, in der der Körperschwerpunkt ansteigt, sondern der Schwerpunkt müsste logischerweise in dieser "Fallphase" absinken und nur in der anschließenden Stützphase wieder mit Muskelkraft angehoben werden.

    Und sollte Romanov tatsächlich meinen, es wäre möglich, den Fuß nicht vor dem Körperschwerpunkt aufzusetzen sondern genau darunter, so halte ich das für groben Unfug. Man würde zwangsläufig vornüber auf die Schnauze fallen... *autsch*
    1. Klar ist, dass Spitzenläufer gewisse Dinge richtig machen müssen. Sonst wären Sie nicht so schnell. Doch in Sieg und Niederlage spielen so viele Faktoren mit rein, dass dort nicht immer der gewinnt, der die beste Technik hat. Insofern findet sich auch bei Läufern auf diesem Niveau immer noch Potenzial. Momentan wird im Laufsport halt eine ziemlich knallharte Auslese über Kilometerumfänge betrieben und damit Bewegungstalente ausgesiebt, jedoch wird mehr oder minder keine Technik unterrichtet.

    2. Natürlich gibt es eine Flugphase. Dadurch zeichnet sich ja das Laufen gegenüber dem Gehen aus. Der Körperschwerpunkt steigt in jeder Flugphase an und fällt dann wieder nach unten. Nach vorne fallen bedeutet in der Dynamik der Laufbewegung nicht, dass der Körperschwerpunkt nach unten fällt. Es sind zwei überlagerte Bewegungen: Erstens das Fallen nach vorne und zweitens die Bewegungsumkehr nach oben.

    3. Natürlich kann man den Fuß nicht direkt unter dem Körperschwerpunkt aufsetzen, die Konsequenzen hast du ja schon beschrieben
    Aber nahe rankommen kann man.

    Zitat Zitat von feierabendjogger Beitrag anzeigen
    Ja, wenn du auf einer schiefen Ebene läufst ist es genauso, darum ist man bergab ja in der Regel auch schneller
    Wenn die Kugel auf einer geraden Ebene liegt, wirkt die Bodenreaktionskraft vertikal nach oben und die Kugel bewegt sich nicht....
    Da hast du völlig Recht, nur jetzt müssten wir mal über den Unterschied zwischen einer Kugel und einem Menschen nachdenken: Bei der Kugel auf der Ebene ist der KSP immer über dem Support - keine Chance für eine Abweichung. Beim Menschen ist das anders, der kann sein Gleichgewicht aufgeben und den KSP über die Stützfläche hinaus verlagern. Und damit sind wir in genau derselben Situation wie die Kugel auf der schiefen Ebene. Was zählt ist nicht die Schiefe Ebene, sondern der Winkel zwischen Support-KSP und der Senkrechten, wie man der Formel Fh=mgsinalpha entnehmen kann.

    Zitat Zitat von Uli-Fehr Beitrag anzeigen
    Die POSE-Methode ist Quatsch - was da teilweise verzapft wird, ist physikalisch schlichtweg unmöglich.
    Entsetzte Grüße - Uli -
    Hallo Uli.
    ich weiß, dass du der Meinung bist, dass das, "was da verzapft wird", physikalisch unmöglich ist, und ich will auch nicht deinen physikalischen Sachverstand anzweifeln. Aber ich glaube, du hast schlicht und einfach falsche Informationen darüber, was Pose eigentlich sagt. Wenn ich mir den von dir zitierten Thread durchlese, kräuseln sich mir auch die Nägel, bitte beziehe dein Wissen über Pose nicht aus dem dort Gesagten.

    Wie ich diversen Beiträgen entnehme, bist du ja in der Leichtathletik recht aktiv und bewandert. Ich lade dich herzlich ein, die Konzepte von Nicholas Romanov einmal aus erster Hand (naja... zweiter Hand wäre korrekter ) von mir kennenzulernen und darüber zu diskutieren. In welcher Region lebst du denn? Wenn Interesse besteht, lässt sich da sicher mal was arrangieren. Ich bin ziemlich viel unterwegs und immer für einen offenen Wissensaustausch zu haben.

    Florian.

  11. #11
    Alle reden von Laufschuhen. Wir nicht. Avatar von Gueng
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    Obwohl ich einer Lauftechnik, in der der Vorfuß den wesentlichen Teil der Bodenreaktionskraft überträgt, sehr zugeneigt bin, finde ich es etwas unglücklich, die Schwerkraft als primäre Quelle unserer Fortbewegung zu nennen.

    Fakt ist, daß beim Laufen auf ebener Strecke die Schwerkraft senkrecht auf der zeitlich (über eine volle Schrittperiode) gemittelten Schwerpunktsbewegung steht. Die Schwerkraft kann also in der Gesamtbilanz keine Laufarbeit verrichten.

    Die einzige äußere Kraft, gegen die der Bewegungsapparat beim Laufen in der Gesamtbilanz Arbeit verrichten muß, ist der Luftwiderstand, und der ist bei üblichen Laufgeschwindigkeiten recht klein. Beim Laufen auf dem Laufband verschwindet er sogar komplett.

    Somit ist es nicht die Arbeit gegen äußere Kräfte, die das Laufen zu einer Sportart mit hohem Energieaufwand macht. Vielmehr sind es die ausgeprägten Relativbewegungen der Einzelteile des Bewegungsapparats (insbesondere Oberschenkel-Unterschenkel-Fuß), die mit erheblichen Reibungskräften verbunden sind. So reiben die zahlreichen Gelenkflächen aneinender, Sehnen reiben an ihren Sehnenscheiden, insbesondere in der kalten Jahreszeit reiben die übereinander liegenden Kleidungsschichten aneinander. All diese Reibungskräfte sind dissipativ, d.h. die Arbeit, die gegen diese Kräfte verrichtet wird, kann nicht für den Bewegungsablauf zurückgewonnen werden, sondern geht in Wärme über.
    Auch die Arbeit, die zum Beschleunigen der einzelnen Körperteile (Beine, Arme) in jeder einzelnen Schrittperiode verrichtet wird, läßt sich im wesentlichen nicht in die jeweils folgende Schrittperiode übernehmen, da der Bewegungsapparat nicht über effiziente mechanische Energiespeicher wie Federn verfügt.

    Diesen inneren Energieumsatz können wir also nicht vermeiden. Man kann ihn eventuell minimieren, aber dies ist aufgrund der Komplexität der Bewegungen der Einzelteile eine schwierige Aufgabe. Was wir dagegen relativ leicht erreichen können, ist die Vermeidung unnötiger (energieaufwendiger) Verzögerungen und Beschleunigungen des Körperschwerpunkts in horizontaler Richtung. Am besten eignet sich dafür eine ebene, vereiste Strecke, wo ein Bewegungsablauf mit geringen horizontalen Bodenreaktionskräften gewissermaßen überlebensnotwendig ist. Dort führt nämlich ein intensives Abbremsen beim Fußaufsatz bzw. das sich daraus ergebende ausgeprägte horizontale Abstoßen am Ende der Stützphase unweigerlich zum Sturz. Von daher ist es natürlich vollkommen richtig, daß ein ausgeprägter horizontaler Abstoß in einer guten Lauftechnik nicht vorkommt.

    Ballenlaufende Grüße von
    Martin
    Die Laufschule Marburg

    Video-Anleitung zur Selbsthilfe bei Überpronationsproblemen

    "Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann." (Antoine de Saint-Exupéry)

    Persönliche Bestzeiten

    5.000 m (Bahn) in 21:39 (barfuß) - Bahnlauf des ASC Breidenbach, 6.9.2013
    10.000 m (Bahn) in 45:20 (barfuß) - Winterbahnlauf Wetter, 15.2.2014
    10 km (Straße) in 46:16 (barfuß) - 31. Marburger Ahrens-Stadtlauf, 29.9.2013
    HM in 1:41:53 (barfuß) - 16. Schottener Stauseelauf, 5.10.2013

  12. #12
    Erst einmal nicht mehr dabei.
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    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    1. Klar ist, dass Spitzenläufer gewisse Dinge richtig machen müssen. Sonst wären Sie nicht so schnell. Doch in Sieg und Niederlage spielen so viele Faktoren mit rein, dass dort nicht immer der gewinnt, der die beste Technik hat.
    Die Kompensationsmöglichkeiten im Spitzenbereich (TOP10 in der Welt oder so) sind recht gering - durch mehr Umfang oder höhere Intensität kannst du da doch kaum noch was wettmachen, die anderen fahren das doch alle auch schon am Limit. Die Technik der Weltbesten war schon immer ein Vorbild und das auch zu Recht. Ebenso zu Recht lässt sie sich nur bedingt auf Sportler niedrigeren Niveaus übertragen.

    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    ...jedoch wird mehr oder minder keine Technik unterrichtet.
    Was bei den zahlreichen afrikanischen Topläufern doch auch wunderbar funktioniert und das liegt nicht an einer physiologischen oder psychologischen Überlegenheit - die haben eine "natürliche" und ökonomische Lauftechnik - ganz ohne Theorie was bei einer über Millionen von Jahren entwickelten Fortbewegungsart nicht weiter verwunderlich ist.

    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Was zählt ist nicht die Schiefe Ebene, sondern der Winkel zwischen Support-KSP und der Senkrechten, wie man der Formel Fh=mgsinalpha entnehmen kann.
    KSP 20cm vor Unterstützungsfläche sind das ca. 10°, ergibt bei 70kg rund 120N als horizontal wirkende Kraft. Das ganze ist nun aber eine Rotation um den Standfuß, der KSP sinkt beim Umfallen ab, die resultierende Geschwindigkeit ist mit wachsendem Abstand KSP-Fuß immer weiter nach unten gerichtet und da will kein Läufer hin - da muss man mühevoll (Hubarbeit) schließlich wieder hoch.

    Und ich kann dir versichern, dass sich "die Sportwissenschaft" sehr für die Schwerkraft interessiert und sie keinesfalls nicht beachtet.
    Das passive Fallenlassen funktioniert nicht und ist auch nicht zu beobachten - kannst du mit etwas Mühe ja mal ausrechnen wie lange die Kontaktzeiten wären, wenn man nur die Schwerkraft wirken lassen würde ...


    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Aber ich glaube, du hast schlicht und einfach falsche Informationen darüber, was Pose eigentlich sagt. Wenn ich mir den von dir zitierten Thread durchlese, kräuseln sich mir auch die Nägel, bitte beziehe dein Wissen über Pose nicht aus dem dort Gesagten.
    Na, dann nehmen wir mal www.posetech.com ;-)
    "In the Pose Method® it is assumed that running technique is the same for all athletes regardless of speed or distance." Annehmen oder Unterstellen kann man das sicher, es ist aber zweifellos falsch - jemand, der einen Marathon in 6h absolviert, kann wohl kaum mit der gleichen Technik am besten unterwegs sein, als ein 2:xx Stunden Läufer.

    Romanov verpackt altbekanntes unter neuem Namen, fährt auf einen Teil, ist nicht in allen Punkten korrektab und verpackt das marketingtechnisch geschickt - mehr nicht.

    Grüße - Uli -

  13. #13

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    Zitat Zitat von Gueng Beitrag anzeigen
    Fakt ist, daß beim Laufen auf ebener Strecke die Schwerkraft senkrecht auf der zeitlich (über eine volle Schrittperiode) gemittelten Schwerpunktsbewegung steht. Die Schwerkraft kann also in der Gesamtbilanz keine Laufarbeit verrichten.

    Somit ist es nicht die Arbeit gegen äußere Kräfte, die das Laufen zu einer Sportart mit hohem Energieaufwand macht. Vielmehr sind es die ausgeprägten Relativbewegungen der Einzelteile des Bewegungsapparats (insbesondere Oberschenkel-Unterschenkel-Fuß),...
    Die Betrachtung einer ganzen Schrittperiode (bei konstanter Geschwindigkeit) is aber nicht sehr aufschlussreich, denn die Geschwindigkeit ändert sich ja nicht und natürlich wird dabei keine "Laufarbeit" verrichtet.
    Wenn du dir jedoch den vortriebswirksamen Teil der eines Schrittzykluses anschaust, also vom Mittelstütz bis ca. Ende Bodenkontakt, dann ist eben das, was du am Boden als horizontale Kraft messen kannst, im Wesentlichen eine Komponente der Schwerkraft, die durch die Vorverlagerung des KSP vor den Support entsteht.

    Zum Punkt Schwerkraft als Quelle der Fortbewegung: Stimmst du mir zu, dass es dir in Schwerelosigkeit so gut wie unmöglich wäre, dich vom Fleck zu bewegen? (Selbst wenn du Reibung zwischen deinen Füßen und dem Untergrund hättest). Wieso klappt das also plötzlich nicht mehr, wieso sind all die Muskeln nutzlos?

    Ich stimme dir völlig zu, dass Laufen in erster Linie durch die Realtivbewegungen der Beine energieaufwendig ist. Doch wenn du das so sagst, wer leistet dann den Vortrieb, der bei jedem Bodenkontakt aufgebracht werden muss?
    Und genau hier kommen wir zum Punkt: Wir verbrauchen Energie in erster Linie für die Relativbewegungen unserer Beine, die absolut notwendig sind, um mit jedem Schritt wieder vorwärtsfallen zu können. Wir stecken unsere Energie nicht direkt in den Vortrieb, sondern verwenden sie darauf, uns immer wieder in eine Position zu bringen, die die Ausnutzung äußerer Kräfte ermöglicht.

    Florian.

  14. #14

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    Ich weiss nicht, ob man wirklich über Schwerkraft beim Laufen sprechen muss, diese spielt ihre Rolle sowieso immer. Ich finde das sind nur so (Un)-wichtigkeiten, um die Methode interessant zu machen.

    Ich könnte hier dann auch empfehlen, beim Fahrradfahren doch einfach mit der Schwerkraft zu lenken, statt aktiv am Lenker zu reissen, was ja reinste Energieverschwendung ist

    Und dieser Methode einen Namen geben...

    Aber tatsächlich ist es so, dass sich wirklich jeder einfach zur Seite lehnt, wenn er mit dem Fahrrad eine Kurve fahren will. Und es lehnt sich auch jeder nach vorne, wenn er laufen will.

  15. #15

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    Zitat Zitat von Uli-Fehr Beitrag anzeigen
    Was bei den zahlreichen afrikanischen Topläufern doch auch wunderbar funktioniert und das liegt nicht an einer physiologischen oder psychologischen Überlegenheit - die haben eine "natürliche" und ökonomische Lauftechnik - ganz ohne Theorie was bei einer über Millionen von Jahren entwickelten Fortbewegungsart nicht weiter verwunderlich ist.
    Damit wären wir dann wieder bei der Aussage von Kipchoge Keino, dass Lauftechnik etwas Gottgegebenes sei. Sorry, aber Mitteleuropa hat Gott leider vergessen
    Nein, im Ernst: Kannst du "natürliche Lauftechnik" definieren?
    Was außer Zweifel steht, ist, dass die meisten Spitzenläufer einfach eine gehörige Portion Talent mitbringen. Doch Talent ist nicht alles, oder zumindest wäre Laufen so ziemlich die erste Tätigkeit, bei der das so wäre. Wie unterrichtest du also eine "natürliche Lauftechnik" ? Dazu müsste ja erst einmal klar sein, was das überhaupt ist.

    Zitat Zitat von Uli-Fehr Beitrag anzeigen
    KSP 20cm vor Unterstützungsfläche sind das ca. 10°, ergibt bei 70kg rund 120N als horizontal wirkende Kraft. Das ganze ist nun aber eine Rotation um den Standfuß, der KSP sinkt beim Umfallen ab,...
    Bitte Uli, niemand will die Bewegungsumkehr nach oben abschaffen!!!
    Nochmal: Vorwärtsfallen ist ein Bild und es fühlt sich so an, aber in der Realität sinkt der KSP natürlich nicht ab. Es sind zwei überlagerte Bewegungen: Die Bewegungsumkehr nach oben und die passive Bewegung nach vorne.
    Wie du schon vorgerechnet hast, ist die horizontale Kraftkomponente am Boden pure Geometrie. Die einzigen Variablen die dort eingehen, sind der Winkel zwischen der Senkrechten und der Linie Support-KSP, und das Körpergewicht, dass auf den Boden wirkt (also je nach Position, ca. 2,5-faches Körpergewicht vom Mittelstütz bis einfaches und weniger zum Ende der Stützphase). Wo sind in dieser Gleichung also muskuläre Anstrengungen? Abdruck? Ziehen? Was auch immer?

    Zitat Zitat von Uli-Fehr Beitrag anzeigen
    Und ich kann dir versichern, dass sich "die Sportwissenschaft" sehr für die Schwerkraft interessiert und sie keinesfalls nicht beachtet.
    Ja ich weiß, nur nicht in der Art und Weise, wie Nicholas Romanov es tut und wie ich es für richtig halte. Es gab vor nicht allzu langer Zeit zwei Studien zum Thema Laufen unter veränderten Schwerkraftbedingungen. Die einen haben einen Riesenaufwand betrieben mit Parabelflügen und allem drum und dran. Wenn man die Rolle der Schwerkraft für die Laufbewegung vorher verstanden hätte, hätte man sich das ganze sparen können und wäre nicht so überrascht über die Ergebnisse. Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Lektüre:

    Cavagna G.A., Heglund N.C., Willems P.A. (2005): Effect of an increase in gravity on the power output and the rebound of the body in human running. Journal of Experimental Biology, 208, S. 2333-2346.
    Chang Y.H., Huang H.C., Hamerski C.M., Kram R. (2000): The independent effects of gravity and inertia on running mechanics. The Journal of Experimental Biology, 203, S. 229-238.

    Zitat Zitat von Uli-Fehr Beitrag anzeigen
    "In the Pose Method® it is assumed that running technique is the same for all athletes regardless of speed or distance." Annehmen oder Unterstellen kann man das sicher, es ist aber zweifellos falsch
    Wie unterscheidet sich die Technik eines Sprinters von der eines Mittelstrecklers, die eines Mittelstrecklers von der eines Langstrecklers? Kannst du das definieren? Klar, die Geschwindigkeit verändert sich und damit der Energieaufwand und die Bewegungsamplitude. Aber wie funktioniert die Fortbewegung eines Mittelstrecklers plötzlich anders als die eines Sprinters?

    Wenn Nicholas Romanov nur altbekanntes neu verpacken würde, dann gäbe es nicht die Reaktionen, die es auf seine Konzepte gibt, egal wo auf dieser Welt oder vor welchen weniger oder mehr hochdekorierten Trainern und Wissenschaftlern er sie vorstellt.
    Man kann dabei über vieles diskutieren, aber das liegt nicht auf der Ebene von "der hat keine Ahnung von Newton's Gesetzen". Vor kurzem war ein holländischer Kollege und Freund von mir, Ruben Jongkind, zusammen mit Nicholas Romanov bei einem bekannten holländischen Astrophysiker, um dort Rat für die Publikation in einem großen amerikanischen Wisenschaftsmagazin einzuholen, womit besagter Astrophysiker eine Menge Erfahrung hat. Er hat zweifelsohne profunde Physikkentnisse, aber mit Laufen hat er nichts am Hut. Es hat genau fünf Minuten gedauert, bis er verstanden hatte, was Nicholas ihm erklärte. Seine Frage daraufhin: "Und sonst sieht das niemand so ?????".

    Grüße,
    Florian.

  16. #16

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    Hi Christof,

    Zitat Zitat von Christof Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, ob man wirklich über Schwerkraft beim Laufen sprechen muss, diese spielt ihre Rolle sowieso immer.

    Aber tatsächlich ist es so, dass sich wirklich jeder einfach zur Seite lehnt, wenn er mit dem Fahrrad eine Kurve fahren will. Und es lehnt sich auch jeder nach vorne, wenn er laufen will.
    Ja die Schwerkraft spielt Ihre Rolle sowieso immer. Aber genau deshalb sollten wir darüber sprechen und ihre Rolle verstehen, um sie in bestmöglicher Weise nutzen. Alles was du darüber hinaus gegen sie tust, führt nur zur höheren Belastung des Körpers.

    Jeder lehnt sich nach vorne, wenn er laufen will. Genau das ist, was ich sagen will. Und dennoch kann man es gut und weniger gut machen. Um es besser zu machen, muss man jedoch erstmal verstehen, wie das ganze funktioniert. Oder man bringt eben das nötige Talent mit, alles zu "erspüren", wie es am besten geht. Nur das ist doch eine Bankrotterklärung jedes Lehrers, jedes Trainers.

    Florian.

  17. #17
    feierabendjogger
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    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Vorwärtsfallen ist ein Bild und es fühlt sich so an, aber in der Realität sinkt der KSP natürlich nicht ab. Es sind zwei überlagerte Bewegungen: Die Bewegungsumkehr nach oben und die passive Bewegung nach vorne.
    Wie du schon vorgerechnet hast, ist die horizontale Kraftkomponente am Boden pure Geometrie. Die einzigen Variablen die dort eingehen, sind der Winkel zwischen der Senkrechten und der Linie Support-KSP, und das Körpergewicht, dass auf den Boden wirkt (also je nach Position, ca. 2,5-faches Körpergewicht vom Mittelstütz bis einfaches und weniger zum Ende der Stützphase).
    Dann tu uns doch mal bitte den Gefallen und löse diese Gleichung, die du hier formulierst: Der KSP bleibt in konstanter Höhe => Trägheitskräfte könen nur in horizontaler Richtung auftreten, welcher Winkel ergibt sich dann? Sollte nicht allzuschwer sein, da du in Physik ja aufgepasst hast.

    Viel Spass
    Tobias

  18. #18
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    @Florian:
    Daraus soll mal deine Examensarbeit werden? Ich komme jedoch nicht umhin, eine moeglicherweise nicht ausreichende Distanz zum Thema zu bemerken, die einem erfolgreichen Abschluss einer akademischen Arbeit unter Unstaenden im Wege stehen koennte. Nach deiner so eingehenden Beschaeftigung mit dem Thema waere doch evtl. die Lizenznahme von posetech(R?) fuer den deutschsprachigen Raum ein zukunftstraechtigerer Schritt, und die Examensarbeit liesse sich auf ein sich weniger zur Kontroverse eignendes Thema abwandeln?

  19. #19

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    Zitat Zitat von feierabendjogger Beitrag anzeigen
    Dann tu uns doch mal bitte den Gefallen und löse diese Gleichung, die du hier formulierst: Der KSP bleibt in konstanter Höhe => Trägheitskräfte könen nur in horizontaler Richtung auftreten, welcher Winkel ergibt sich dann?
    Sorry, aber diese Frage verstehe ich nicht ganz. Weder der KSP bleibt in konstanter Höhe, noch treten Trägheitskräfte nur in horizontaler Richtung auf!?!?!? Woher nimmst du das? Worauf willst du hinaus?

    Zitat Zitat von cpr Beitrag anzeigen
    Daraus soll mal deine Examensarbeit werden? Ich komme jedoch nicht umhin, eine moeglicherweise nicht ausreichende Distanz zum Thema zu bemerken, die einem erfolgreichen Abschluss einer akademischen Arbeit unter Unstaenden im Wege stehen koennte. Nach deiner so eingehenden Beschaeftigung mit dem Thema waere doch evtl. die Lizenznahme von posetech(R?) fuer den deutschsprachigen Raum ein zukunftstraechtigerer Schritt, und die Examensarbeit liesse sich auf ein sich weniger zur Kontroverse eignendes Thema abwandeln?
    Danke für den Tip....
    Das angedachte Thema der Examensarbeit konzentriert sich natürlich auf eine Teilfragestellung aus diesem Gebiet, bietet aber sicherlich Stoff für Kontroversen. Doch ich sehe nichts schlechtes an einem kontroversen Thema, ansonsten wirds doch irgendwann langweilig
    Distanz zum Thema - das ich eine nicht ganz orthodoxe Meinung auf diesem Gebiet vertrete, heißt nicht, dass ich mich nicht mit der sonstigen wissenschaftlichen Diskussion zu diesem Thema auseinandersetze. Aber letztendlich vertritt doch jeder seinen Standpunkt, den er für den richtigen Weg hält...

    In diesem Sinne..
    Florian.

  20. #20
    feierabendjogger
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    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Sorry, aber diese Frage verstehe ich nicht ganz. Weder der KSP bleibt in konstanter Höhe, noch treten Trägheitskräfte nur in horizontaler Richtung auf!?!?!? Woher nimmst du das? Worauf willst du hinaus?
    zum 1. Teil:
    weil du das hier gsagt hast:
    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    aber in der Realität sinkt der KSP natürlich nicht ab.
    zum 2. Teil:
    Das nur horizontale Trägheitskräfte auftreten ist eine Folge daraus: Wenn der KSP in konstanter Höhe bleibt tritt auch keine vertikale Beschleunigung auf und daher auch keine vertikale Trägheitskraft.


    Um meine Frage noch mal etwas zu verdeutlichen:
    Betrachte den gesamten Körper als freigeschnittenes System und trage alle darauf wirkenden Kräfte an, alle intern wirkenden Kräfte können vernachlässigt werden. Dann stellst du eine Kräftebilanz in horizontaler und vertikaler Richtung auf. Zum lösen reicht eigentlich die vertikale Kräftebilanz, da der Winkel die einzige Variable ist. (Das Körpergewicht würde ich nicht, wie von dir geschrieben als Variable betrachten sondern als Konstante, da das Gewicht ja im Verlauf eines Schrittes ja doch recht konstant ist )
    Du kannst das ganze vereinfacht stationär für einen unendlich kurzen Bodenkontakt betrachten oder meinetwegen auch instationär, also den Winkel als f(t) für den Zeitraum des Bodenkontakts, wenn du der Meinung bist, dass es ansonsten eine unzulässige Vereinfachung wäre. Dann wird's aber etwas aufwändiger.

    Also denn, ich denke es lohnt sich für dich jetzt mal Papier und Bleistift rauszukramen und das wirklich zu rechnen, gerade wenn du ernsthaft wissenschaftlich an dem Thema arbeiten möchtest.

    Gruß
    Tobias

  21. #21
    Bis zum bitteren Ende Avatar von Stuttie
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    Wie kann man sich nur an so viel theoretischem Quatsch hochziehen Leute, zieht einfach eure Laufschuhe an, geht Laufen und habt Spaß dabei. Um das geht´s doch eigentlich und um sonst nix!
    likes this.
    Grüßle
    Frank


  22. #22
    Erst einmal nicht mehr dabei.
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    Zitat Zitat von Florian01 Beitrag anzeigen
    Die Betrachtung einer ganzen Schrittperiode (bei konstanter Geschwindigkeit) is aber nicht sehr aufschlussreich, denn die Geschwindigkeit ändert sich ja nicht und natürlich wird dabei keine "Laufarbeit" verrichtet.
    Die Geschwindigkeit ändert sich während der gesamten Bodenkontaktphase ständig und nur eine statische Pose einer dynamischen und komplexen Bewegung zu betrachten ist höchst sträflich - sportlich/biomechanisch gesehen versteht sich.

    [quote=Florian01;505305] Zum Punkt Schwerkraft als Quelle der Fortbewegung: Stimmst du mir zu, dass es dir in Schwerelosigkeit so gut wie unmöglich wäre, dich vom Fleck zu bewegen? (Selbst wenn du Reibung zwischen deinen Füßen und dem Untergrund hättest). Wieso klappt das also plötzlich nicht mehr, wieso sind all die Muskeln nutzlos?[quote]Das würde sehr gut klappen, wie auch das gar nicht so langsame fahren mit einem Tretroller auf der guten schwerkraftversehenen Erde. Wobei ich damit nicht sagen will, dass man so laufen sollte wie man Tretroller fährt ;-)


    Eine natürliche Lauftechnik ist die, die sich quasi systemdynamisch ganz von alleine entwickelt, wenn keiner dran rumpfuscht - mal 'ne Gazellenmutter beim Lauftechniktraining mit dem Nachwuchs gesehen? ;-)
    Es ist die, die intraindividuell bei konstanter Geschwindigeit am wenigsten Energie benötigt bzw. die, die die höchste Geschwindigkeit ermöglicht. Von mir aus Gottgegeben, andere nennen das Evolution - in den USA muss man damit natürlich vorsichtig sein
    Dass das bei uns größtenteils nicht so wirklich funktioniert, weil Klein Egon jeden morgen die 500m zum Kindergarten mit Auto gefahren wird etc., liegt nun aber nciht an dem bösen Gott, der uns Europäer so wenig mit Lauftechnik gesegnet hat ;-)

    Und Laufen ist nicht pure Geometrie und pure Mechanik - die sportwissenschaftlcihe Teildisziplin heißt nicht umsonst Biomechanik und es wurde schon viel Mist verzapft, weil die drei Buchstaben nicht beachtet wurden.

    Die Technik eines Sprinters unterscheidet sich von der eines Läufers in der Muskelinnervation, Gelenkwinkelmerkmalen, Position und Art des Fußaufsatzes etc. - in so ziemlich allem. Dass physikalische Gesetzmäßigkeiten für alle gelten, steht außer Frage ebenso wie die Tatsache, das Gehen und Laufen quasi ein Fallen von einem auf den anderen Fuß ist.

    Grüße - Uli -

  23. #23

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    Hi Tobias,

    wenn mich meine Logikkentnisse nicht völlig verlassen, bedeutet "Der KSP sinkt in der Realität natürlich nicht ab" nicht: Der KSP bleibt auf konstanter Höhe.
    Laufen zeichnet sich doch gerade durch die die vertikale Bewegung des KSP nach oben nach dem Mittelstütz gegenüber dem Gehen aus. Niemand zweifelt das an...

    Und ja, die Gleichung ist ziemlich einfach, das ist ja auch das schöne daran. Und bitte unterstelle mir nicht, dass ich das jetzt gerade zum ersten Mal betrachte...

    Deine Frage war mal: "Welcher Winkel ergibt sich dann?"
    Da muss ich dich jedoch zurückfragen: Welcher Winkel ergibt sich für was? Geschwindigkeit? Schrittfrequenz? Körpermaße?

    Florian.

  24. #24

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    Zitat Zitat von Stuttie Beitrag anzeigen
    Wie kann man sich nur an so viel theoretischem Quatsch hochziehen Leute, zieht einfach eure Laufschuhe an, geht Laufen und habt Spaß dabei. Um das geht´s doch eigentlich und um sonst nix!
    Wem die theoretische Auseinandersetzung damit nicht zusagt, muss ja nicht darüber nachdenken.
    Viel Spaß beim hoffentlich verletzungsfreien Laufvergnügen!

    Florian.

  25. #25
    kann auf Wasser laufen:-) Avatar von pingufreundin
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    der KPS sinkt nicht ab und bleibt nicht auf konstanter Höhe
    er geht nach oben- mit jedem Schritt? Cool, du kannst fliegen

    Hatte Douglas Adams also doch Recht: Fliegen ist nur die Kunst, zu fallen, ohne dabei abzustürzen
    Zitat Zitat von wikipedia
    Der Anhalter beschreibt das Fliegen als einen Trick, bei dem es darum geht, sich auf den Boden zu schmeißen und ihn dann zu verfehlen. Dazu benötigt man eine geeignete Ablenkung, damit man vergisst, den Boden zu treffen.

    Streak 3: Beginn 10.10.2009

    Es ist nichts Großartiges daran, besser zu sein als jemand anderes.
    Wahre Größe zeigt sich darin, besser zu sein, als man selbst vorher war
    (Plakat in einer Klasse)

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