Zehenhochstandübende Elfe....... Dehnen Sie noch - oder laufen Sie schon?
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Zitat:
Zitat von CarstenS
Ich meinte nur, dass der Abbruch an sich kaum der Rede wert ist, wenn nur all die aus dem Rennen genommen wurden, die nach 3,5h nicht die HM-Marke passiert hatten. Anderswo ist das kein Abbruch, sondern der normale Lauf der Dinge.
Genau - was macht jemand nach DREI EINHALB Stunden an der HALBMARATHON-Marke ? Da bist Du bei uns längst im Besenwagen....
gruss hennes
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Unser Mitforie Nobby hier aus Hannover ist gestern in Chicago gelaufen, ich hatte seine Zeiten über den time-tracker auf der Seite des Chicago-Marathons gestern beobachtet, er hatte eine unterirdische 2.Hälfte,
mal sehen was er berichtet.
Ich hatte letzten Freitag schonmal den Wetterbericht für Ch.angeschaut und dachte so,mei,mei, dat wird warm.
Nachdem ich vom Köln-Marathon wieder zurück in der hannöverschen Heimat war, hatte auch ich gleich über den time-track-service erfahren müssen, dass mein Laufkumpel Nobby nicht im entferntesten an eine für ihn wünschenswerte Zeit herangekommen ist. Die angekündigte Hitze in Chicago hatte er allerdings schon vor dem Abflug mit großem 'das war es denn wohl ..." zur Kenntnis genommen.
Sehr schade für dich, lieber Nobby, wieder einmal muss man ergänzen, aber sowas kann man leider nicht beeinflussen und muss man so hinnehmen. Wenn die Veranstalter in Chicago den Marathon wegen der Hitze teilabgebrochen haben, ist das nur zu begrüßen, erst Recht, wenn das mit dem Toten stimmt. Ich finde Meinungen in diesem Zusammenhang "ist ein Halbmarathon über 4 Stunden..." sehr unangebracht.
Wer 20km in 4h wandern möchte (joggen is das wohl nicht mehr), der sollte sich wohl ein basecap und was zu trinken mitnehmen. Besser einen Sonnenschirm und noch mehr zu trinken.
Nein, denn
soll einfach heißen: Hier in Deutschland (Europa?) wirst Du immer aus dem Rennen genommen, wenn Du nach 4 h noch nicht bei der HM-Marke durch bist.
Hi Michael, siehst du, sowas weiß man als Insider oder als jemand der schon mal an einem Teil genommen hat, aber ein Neuling der hier mit liest, eben nicht
( ich im übrigen auch nicht und ich habe auch schon eine paar Jahre auf dem Buckel)
Zitat:
Nur heißt das dann nicht Abbruch, sondern ist eben völlig normal.Das Rennen bei den Bedingungen sicher nicht. Hat aber auch keiner behauptet.
Es liest sich IHMO aber anders!
Jetzt aber wieder BTT!
Alles andere können wir ja per PN weiter diskutieren
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Viele Grüße
Dirk
Das Geheimnis einer glücklichen Ehe liegt in vier Worten: "Du hast recht Liebling!"
Anscheinend entscheidet er sich selbst bei einem Marathon (!) erst am Tag selbst, ob er mitläuft oder nicht. Kriterien sind Wetter und Gesundheit. Und ja, wir sprechen hier von einer hohen Leistungsklasse: subjektiv strebt sub 3h an.
Anscheinend entscheidet er sich selbst bei einem Marathon (!) erst am Tag selbst, ob er mitläuft oder nicht. Kriterien sind Wetter und Gesundheit. Und ja, wir sprechen hier von einer hohen Leistungsklasse: subjektiv strebt sub 3h an.
Danke für die Blumen, aber sie sind unverdient!
Dies ist zwar wahr, aber es geschieht nicht aus Vorsicht, sondern aus Eigennutz und Bequemlichkeit. a) Ich laufe nicht gerne im strömenden Regen und b) erst recht nicht, wenn ich z. B. eine satte Erkältung habe. Die Mehrkosten durch eine Nachmeldegebühr sind niedriger als z. B. die gesamte Startgebühr ungenutzt bezahlt zu haben.
Und außerdem klappt dies natürlich nur bei den Läufen, bei denen das Startkontingent nicht irgendwann ausgeschöpft ist.
Und: Hitzerennen habe ich durchaus schon gemacht. So bin ich vorletztes Jahr den König-Ludwig-Marathon im Juli bei 30 Grad gelaufen. Bei km 30 blieb ich dann zum Trinken stehen und lief den Rest zum Wohlfühlen. Hitzeläufe haben den Vorteil, dass man sich nachher nicht erkältet und in den Biergarten gehen kann...
Manfred
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"Glücklich ist der, der mehr Träume hat als die Realität zerstören kann. (Marie Ebner-Eschenbach?)" Passt irgendwie auf viele Marathonläufer.
Ach so ist das. Hmm, hört sich immer noch alles sehr vernünftig an. Hab mich aber schon gewundert, wie Du das bei einem Marathon machen würdest, der zum Beispiel im Ausland stattfindet oder ein begrenztes Startkontingent hat....
Naja, ich jedenfalls werde nie an einem Hitzemarathon teilnehmen und wenn dann nur just for fun, ohne jeden Leistungsgedanken....
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Zitat:
Zitat von WinfriedK
Das Nachdenken über die Frage, wie untrainiert und unfit man an einem Marathon teilnehmen sollte, ist keineswegs unangebracht.
Wie lange muss man denn da nachdenken ? ... um auf die richtige Antwort zu kommen ?
Heisst das "Volkswandertage Chicago" ?
Hier gibts noch einen Thread "M über 5 Stunden" - wenn dann "HM = 4 Stunden" OK SEIN SOLL, dann wäre ja "M über ACHT STUNDEN" sicherlich klaaaaassseee..... unglaublich. Aber da wären sicher noch ein paar stops bei Mc Dooooffff und Co sicherlich drin. Heisst dann nicht mehr "DRIVE-IN" sondern "WALK-THROUGH"
gruss hennes
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Ich meinte nur, dass der Abbruch an sich kaum der Rede wert ist, wenn nur all die aus dem Rennen genommen wurden, die nach 3,5h nicht die HM-Marke passiert hatten. Anderswo ist das kein Abbruch, sondern der normale Lauf der Dinge.
Hab gerade mal nachgeschaut. Offizieller Zielschluss in Chicago ist nach 6h30. Also kein grosser Unterschied zum Berlin-Marathon (6h15) und da die Walker 7h brauchen dürfen, findet man in der Berliner Finisherliste 2007 auch Läufer mit fast 7h...
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Das Nachdenken über die Frage, wie untrainiert und unfit man an einem Marathon teilnehmen sollte, ist keineswegs unangebracht.
Nein, das sicher nicht, und war auch nicht der Ansatz meines Kommentars. Mir ging's eher darum, dass die Probleme eines Hitzemarathons und die Entscheidung in Chicago, zumindest die ganz Langsamen vor der Hitze zu schützen, einfach so beiseite geschoben werden mit dem O'Ton, wer bei schlappen 30° oder so umfällt ist wahrscheinlich untrainiert und selber Schuld. Es kann nämlich auch die ganz Trainierten treffen, die sich übernehmen oder halt auch nicht die Hitze vertragen.
Nein, das sicher nicht, und war auch nicht der Ansatz meines Kommentars. Mir ging's eher darum, dass die Probleme eines Hitzemarathons und die Entscheidung in Chicago, zumindest die ganz Langsamen vor der Hitze zu schützen, einfach so beiseite geschoben werden mit dem O'Ton, wer bei schlappen 30° oder so umfällt ist wahrscheinlich untrainiert und selber Schuld. Es kann nämlich auch die ganz Trainierten treffen, die sich übernehmen oder halt auch nicht die Hitze vertragen.
Angesichts einiger hier geposteter Beiträge, die ich heute nach der Rückkehr aus Chicago zum Teil mit Stirnrunzeln gelesen habe, möchte ich als Teilnehmer mal meinen Senf dazugeben.
Der Chicago-Marathon war für mich eine besondere Erfahrung, weil hier viele Extreme aufeinanderprallten. Da war zum einen die Hitze, die ich so noch nie bei einem Wettkampf erlebt habe (ich habe gegen Mittag ein Außenthermometer gesehen mit 94 Grad Fahrenheit, das sind 34,5 Grad Celsius). Dazu kam eine Luftfeuchtigkeit für von jemand aus unseren Breiten wirklich ungewohnten 85 Prozent. Andererseits war der Lauf bis zum Startschuss bestens organisiert, das galt schon für die Marathon-Messe mit Startunterlagenausgabe, bei der es keine nennenswerten Wartezeiten gab. Und von den Leuten an der Strecke geht eine Begeisterung aus, die zumindest New-York-Niveau hat. Wobei es in Chicago keine menschenleeren Abschnitte gegeben hat wie in NY 2005 (nur darauf kann ich mich beziehen).
Und dann kam natürlich die kontrovers diskutierte "Cancel"-Entscheidung hinzu, aufgrund derer im Nachgang schon die Olympiachancen Chicagos für 2016 angezweifelt worden sind. Aus meiner Sicht blieb den Veranstaltern gar keine andere Entscheidung übrig; dass sie sich nun auf die in den USA übliche Klagewelle einstellen dürfen, ist eine andere Seite.
Dass das Wetter schier unerträglich war, konnte man schon den Zeiten der Besten entnehmen. 2:11 für den Sieger auf dem normalerweise sehr schnellen Kurs, 2:16 für Mehrfach-Gewinner Cheruiyot als Vierten: Das sagt schon viel. Die wahren Leiden spielten sich aber hinten im Feld ab. Da für Chicago keine Quali-Zeiten verlangt werden, starten hier Jahr für Jahr überdurchschnittlich viele Einsteiger; dass es drüben immer mehr zum guten Ton zu gehören scheint, unbedingt einen Marathon absolviert zu haben, trägt ein Übriges zur Problematik gerade an einem solchen Tag bei. Wer bei vier Stunden immer noch nicht die Hälfte hinter sich gebracht hat, der gehört rausgenommen! Gerade bei diesen Bedingungen, zu denen am "Ende" des Feldes auch noch Wassernotstand und Becherengpässe kamen (viele nahmen an den Stationen drei oder vier Becher, auch um sich damit gewisse Kühlung zu verschaffen). Die Letzten bissen dann offenbar die Hunde, denn es konnte dem Hörensagen und Zeitungsveröffentlichungen nach nicht schnell genug Nachschub herangeschafft werden. Aus meiner Sicht war die Versorgung okay; im Übrigens gab es, ein Novum für so einen Marathon in den USA, sogar an mehreren Stellen Bananen. Und viele Zuschauer versuchten zu helfen, wo sie helfen konnten: Manche hatten Eiswürfel herangeschafft, andere spritzten mit Wasserschläuchen, wieder andere reichten Süßigkeiten, nach denen den wenigsten der Sinn stand. Aber allein die Geste!
Ich habe viele Leute richtig, richtig leiden sehen. Und mir ging es auch nicht wesentlich anders, obwohl ich (wenn auch kein Profi wie dieser und jener meiner "Vorschreiber" hier) kein Neuling bin. Meine Trainingswerte hätten bei "normalen" Bedingungen eine Zeit um die 3:45 erwarten lassen. So aber war bei mir schon zur HM-Marke (knapp über 2 Std.) im wahrsten Sinne die Luft raus. Extrem hohe Pulswerte, allgemeines Unwohlsein bei der extremen Hitze schon am frühen Vormittag, dazu die Eindrücke am Streckenrand von Läufern, die medizinisch behandelt werden mussten: Das alles haut ziemlich rein in Psyche und Physis. Ich hatte ernsthaft erwogen, nach 21 Kilometern auszusteigen.
Stattdessen habe ich mich dann aber fürs Weitermachen unter touristischen Gesichtspunkten entschieden (meine Digitalkamera hatte ich in weiser Voraussícht der Ereignisse dabei). Das war eine ganz neue Lauferfahrung, auch wenn Gehen im Wechsel mit Laufen sicher nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber wann kommt so eine Gelegenheit, einen derartigen Marathon selbst in Bildern festzuhalten, noch mal? Deswegen schäme ich mich meiner miserablen Zeit (4:56) auch nicht mehr, nachdem der erste große Frust vorüber ist.
Um noch ein paar Fakten zu nennen, die möglicherweise auch hier geäußerte Vorurteile revidieren können. Gemeldet waren 45 000 Starter, gestartet sind 35 867, ins Ziel kamen 24 933. Der Tod des 35 Jahre alten Polizisten, der seinen ersten Marathon laufen wollte, geht auf einen Herzfehler zurück, das ergab laut Zeitungsberichten die Obduktion. 195 Läufer wurden am 7. Oktober im Krankenhaus versorgt. 90 Minuten nach dem Start betrug die Temperatur schon 87 Grad Fahrenheit (fast 31 Grad). Wer noch nicht wusste, wie das ist, in der Sauna zu laufen und in Chicago dabei war, der hat jetzt eine Ahnung davon.
Danke Nobby, sehr interessant zu lesen von jemand der dabei war. Zeigst uns auch deine Bilder?
Grüße
Jörg
Zum Bilderreinstellen brauche ich eine "Bedienungsanleitung": Ich habe das noch nicht gemacht. Wenn mir einer mal schreibt, wie ich das hinkriegen kann ...
Angesichts einiger hier geposteter Beiträge, die ich heute nach der Rückkehr aus Chicago zum Teil mit Stirnrunzeln gelesen habe, möchte ich als Teilnehmer mal meinen Senf dazugeben.
Dann solltest du dich auf konkrete Beiträge beziehen.
Ansonsten: viel Text, nicht neues.
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"If I had no sense of humor, I would long ago have committed suicide." (Gandhi)
Zum Bilderreinstellen brauche ich eine "Bedienungsanleitung": Ich habe das noch nicht gemacht. Wenn mir einer mal schreibt, wie ich das hinkriegen kann ...
Wollte es dir gerade als PN schreiben, aber es sieht aus, als wenn es nicht ging, deshalb hier noch mal:
Im Forum kann man nur Bilder einstellen, wenn man einen Thread unter Laufberichte eröffnet.
Einfacher ist es ein Konto z.B. bei www.Flickr.de zu eröffnen. Wenn man die Bilder dann hochgeladen hat muß man sie freigeben und dann den Link im Forum posten.
Das Konto anlegen dauert zwar einen Moment, aber man kann das Flickr-Konto ja dann für alle anderen Gelegenheiten auch nutzen. Auch viele E-Mail Anbieter haben inzwischen Webspace. Ob die besser sind, weiß ich nicht - ich bin bei Flickr - z.B. hier.
Grüße
Jörg
__________________ Neu im Blog: Nachts in Freiberg (klick)
Winfried ist mir generell schon als "NoNö" (Notorischer Nörgler) aufgefallen und gehört ignoriert.
Den Bericht von Nobby finde ich ebenfalls sehr aufschlussreich und auf`s höchste interessant! Ich glaube, man kann gar nicht annähernd ermessen, mit wieviel Quälerei ein Marathon unter solch extremen Bedingungen verbunden ist und deshalb gehört allen Absloventen der größte Respekt!!! Zeiten spielen bei solch einem Rahmen gar keine Rolle mehr!
Ich lese gern Beiträge von denen, die bei solchen Ereignissen dabei gewesen sind. Das rückt meist einiges ins rechte Licht und ist authentischer als die Berichte, die übers Hörensagen und um 3 Ecken kommen.
Hallo Nobby,
auf diesen Bericht hab ich gespannt gewartet und fand ihn sehr aufschlussreich. Er hat diesem Thread endlich Substanz gegeben.
Respekt vor der Leistungund auch Deinem Umgang mit dem Strategiewechsel, Dich nicht noch mehr zu frustrieren, hab ich doch mitbekommen wie intensiv Du Dich auf diesen Marathon vorbereitet hast. Aber jetzt kannst Du Dich mit Fug und Recht Extremsportler nennen
@ Winfried Du bist auf dem Holzweg!
knobi
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Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und lasst uns laufen mit Geduld (Hebräer)
die die Winfrieds Aussage widersprochen haben, scheinen sie mir nicht verstanden zu haben. Nobby schreibt am Anfang seines Berichts, dass er einige der Beiträge nicht nachvollziehen konnte. Er schreibt aber nicht, welche das waren. Das ist immer schlechte Stil. Er erweckt auch den Eindruck, der folgende Bericht würde das Bild zurechtrücken. Es wird aber nicht deutlich, welche der hier geäußerten Meinungen dadurch revidiert werden müssten und welche Information neu wäre. Daher hätte er sich den einleitenden Absatz besser gespart. Alternativ hätte er natürlich auch konkret sagen können, welchen der vorherigen Beiträge er falsch fand, und diesem argumentativ begegnen.