ExtraMileEndurathon- Länger als andere auf den Beinen sein...
Schon immer den ultimativen Ultra gesucht? Laufen oder Wandern bis alle anderen nicht mehr können? Dann noch eine Meile extra und es gibt 300O Dollar und einen Flug zum nächsten Event.
Mit dem Organisator des Extramileevents habe ich inzwischen Kontakt auf genommen. Er kommt Morgen mit zur Polarnacht. Danach dann mehr über diese coole Aktion.
Beim Hamburger Event bin ich auf jeden Fall unterstützend mit in Aktion.
__________________ mit freundlichem Gruß aus Hamburg
Hallo Loops
in den FAQs wird erklärt worum es geht. Ein deutsche Übersetzung kommt noch.
Bei der Ausschreibung für Boulder kannst du auch eine konkrete Beschreibung lesen.
Den Organisator Alexander (der in der Orangen-gelben Warnkleidung) konnte ich während der Polarnacht kennenlernen. Er hat mir das Ganze auch näher erklärt. Das Ganze beginnt ja gerade erst und wenn es gut läuft wird es sich im Schneeballsystem und Länderausscheidungen auf der ganzen Welt fortsetzen.
Also in meinen eigenen Worten mal ganz einfach versucht zu erklären:
Es gibt in den Ländern verschiedene nationale Veranstaltungen.
Es gibt immer nur einen Gewinner. Der kriegt 1000 Dollar und für jede Meile oder in Zukunft jede Stunde zahlt Alexander alles aus eigenem Budjet 1 Dollar. Beim Sieger sogar 2 Dollar.
Dieses Geld geht an eine gemeinnützige Organisation die sich der Teilnehmer selbst aussuchen kann.
Der Teilnehmer muss gar nichts selber zahlen. Er wird nur gebeten sich auch um Sponsoren für sich selber, seine gute Sache oder für die Organsiation Sponsoren zu suchen.
Das ganze beruht auf der Idee des Buches "Todesmarsch" auf Englisch "the long walk" (von Steven King alias Bachmann)bei dem junge Freiwillige Menschen unter dem Komando eines abgefahrenen Majors so lange in einer vorgegeben Geschwindigkeit laufen bis nur noch einer übrig bleibt. Alle anderen werden nach dreimaliger Ermahunung (für alles gibt es dort Regeln) schlichtweg erschossen. Die Bevölkerung setzt hohe Wetten auf den Sieger und jubelt diesem Marsch zu.
Bei der Umsetzung in Echt wird dann allerdings niemand erschossen.
Alle laufen gemeinsam. Die Geschwindigkeit wird durch die Gruppendynamik bestimmt und ist nicht vorgegeben. Nur: Es gibt nur Toiletten und Versorgungskaufpausen, keine längeren oder gar Schlafpausen.
Es wird so Lange gegangen bis nach und nach einer nach dem Anderen ausscheidet. Jede Meile bzw Stunde wird von Alexander entsprechend der Dauer für den Teilnehmer an seine Organisation gespendet.
Der Rekord liegt jetzt bei 102 Stunden.
Die Teilnehmer sind in der Regel sehr begeistert, des entstehen viele Freundschaften das ja alle immer zusammen gehen.
Die Veranstaltungen sind immer im Zentrum von Städten und so gelegt, dass man an mehreren Punkten an der Strecke sich in Geschäften, Kiosken, Tankstellen versorgen kann bzw Toiletten zugänglich sind.
Eigene Absperrungen oder so etwas gibt es nicht. Die Veranstaltungen wurden bisher auch alle gar nicht großartig angemeldet. Man hält sich an die Verkehrsregeln. Alle warten bei rot an Ampeln bis alle rüberkommen. Es werden öffentliche Gehwege benutzt.
Da die Veranstaltungen in der Innenstadt stattfinden ist in der Regel im Notfall schnell eine Krankenwagen bei Bedarf zur Stelle was aber in der Regel nicht erforderlich ist.
Eine Haftung wird nicht übernommen. Jeder unterschreibt nur am Anfang zwei Sätze in denen sinngemäß steht das hier jeder freiwillig und aus Spaß teilnimmt und jederzeit aufhören darf und kann.
Man wird hier sicher noch einiges von dieser Sache lesen. Ist schon eine interessante Geschichte. Bei der Hamburger Veranstaltung werde ich unterstützend dabei sein.
__________________ mit freundlichem Gruß aus Hamburg
Wie kann man denn so lange wachbleiben? Das sind ja fast 5 Tage am Stück
Es gibt auch youtubevideos die auf der Extramileseite verlinkt sind. Bei den vergangenen Veranstaltungen (zB Berlin, Barcelona, Buenos Aires z.B kannst du auch die Teilnehmer anklicken. Das ganze ist ja noch im Entstehen und wachsen. Bisher kommen so ca. 50 Teilnehmer, aber es werden mit der Zeit wohl immer mehr. Die Teilnehmer melden sich oft sofort wieder zum nächsten Event an und nehmen dafür sehr lange Zeiten in Kauf.
Die Idee von "there is no finishline" ist ja ein ganz anderer Ansatz als ein 24 Stunden Lauf, ein 48 Stunden Lauf oder ein 100km oder 100 Meilen Rennen. Du weißt unterwegs nie wie lange es noch geht. Schneller gehen bringt nichts. Ernsthaft verletzten kannst du dich ja beim gehen eigentlich nicht. Es fängt irgendwann halt alles an weh zu tun und du wirst immer müder. Im Todesmarschbuch ist das auch schön beschrieben. Dann ist es alles eine Sache des Willens und des Kopfes. Willst du weiter oder nicht. Auch ist die Unterstützung wichtig. Leute, Freunde Familie die mit die gehen, die dich motivieren deine eingene Grenzen hinauszuschieben. Der Mensch kann sehr viel leisten. Viele Teilnehmer sind nicht speziell Wanderer oder gar Läufer und kommen sehr sehr weit. Allerdings haben bisher oft auch Leute gewonnen die auch Sportler waren. Bei Ultrasportlern wirst du es ja oft lesen das sehr viel im Kopf laufen muss sonst geht es nicht. Wie sonst hält man ein Rennen quer durch Amerika oder einen Ironman durch?
Alexander hängt es nicht so groß an die Glocke (habe selber ein bischen Triathlon gemacht) Fragt man nach kommt dann: Ja ich habe auch so einige Ironsmans hinter mir, auch Marathon de Sable und so was.... Es weiß also wovon es redet wenn es um Ausdauer und Willensstärke geht. Motto warum soll man sich teure Drogen kaufen wenn man Endorphine auch so einfach umsonst kriegen kann
__________________ mit freundlichem Gruß aus Hamburg
So, ich habe jetzt einen Streckenvorschlag für den EMD in HH. Was haltet ihr davon?
Ganz schön lang, ich hätte gedacht die Runden wären kürzer bei so was......
Aber da es ja kein Ziel und keine Versorgungsstation gibt, wird das schon passen so. Speicherstadt wäre noch ganz nett gewesen, aber irgendwo muss man ja wahrscheinlich was auswählen.