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Alt 22.01.2009, 17:30   #1
 
Im Forum dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 1.402
Standard laufen am Limit- wie lange ?

Hallo Foris,
heute habe ich dem Rat eines erfahrenen Läufers folgend versucht, meinen Maximalpuls zu bestimmen indem ich vor der Messung 1 km am Limit (also "so schnell wie ich konnte") gelaufen bin.

Ich war überrascht, wie schnell ich kräftemäßig / bzw luftnotmäßig nachgelassen habe.
Wahrscheinlich bin ich auch gar nicht die ganze Strecke "am Limit" gelaufen.

Den ersten Versuch hab ich abgebrochen schon bei 600 m, weil mir das Herz raussprang und weil ich ein plötzlich akutes dringendes Bedürfnis bekam..

Dann hab ich´s nach dem Toilettengang wiederholt.

Wie lange kann "man" / könnt Ihr am absoluten Leistungslimit laufen ?

Geht das allen so? Oder hab ich es falsch angestellt ? (hab mich vorher nur 500 m eingelaufen).
Der Max-Puls wurde bei beiden Versuchen bei 178/min gemessen.

Danke für Eure Anregungen

Rolf
__________________
13.5.07 : HM des Karstadt-Marathon : 2.14 h
02.12.07 : HM Bertlicher Straßenlauf : 1.58h
18.05.08 : HM des Karstadt-Marathon: 2:04h
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12.09.10 : Münster Marathon : 4:28h
Heiler ist offline  
   
Alt 22.01.2009, 17:50   #2
 
Im Forum dabei seit: 17.06.2005
Ort: Geilenkirchen
Beiträge: 1.673
Standard

Zitat:
Zitat von Heiler Beitrag anzeigen
Wie lange kann "man" / könnt Ihr am absoluten Leistungslimit laufen ?
Die Frage kannst du überhaupt nicht beantworten. Es gibt für jede Distanz ein Limit, was man laufen kann.

Dein 100m-Leistungslimit kannst du halt 100m lang laufen.
Selbiges gilt für alle anderen Distanzen auch.

Ingo
Ingo77 ist offline  
Alt 22.01.2009, 17:53   #3
atp
 
Im Forum dabei seit: 02.04.2008
Beiträge: 5.620
Blog-Einträge: 11
Standard

der puls nähert sich bei extrembelastung asymptotisch seinem maximalwert an. irgendwann kommt der moment, wo du aufgibst, noch mehr speed zu machen. der puls geht dann entsprechend schnell auch runter.

das absolute pulslimit kannst du daher nicht über einen nennenswerten zeitraum halten.

wenn du den eindruck hast, dass dies doch möglich sei, dann warst du noch nicht an deinem pulslimit.
atp ist offline  
Alt 22.01.2009, 17:56   #4
Manchmal muss es eben Spurt sein!
 
Benutzerbild von burny
 
Im Forum dabei seit: 07.06.2007
Ort: Grevenbroich
Beiträge: 3.407
Standard

So kann das auch kaum funktionieren. Du bist platt, bevor du die Hmax erreicht hast.
Die Verfahren gehen meistens so vor, dass du deine HF auf Trab bringst und am Ende alles gibst. Da du schon eine gewisse Belastung hinter dir hast, wirst du nicht frühzeitig "am Limit" sein.

Hier mal Möglichkeiten, wie Greif sie nennt:

Zitat:
Höchstpuls--Test 1

1. Laufe Dich 10 -15 min ganz locker warm.
2. Renne dann 2 min so schnell es geht.

Halte während der 2 min ein Auge auf Deinen Pulser. Den höchsten Wert, den Du
in­nerhalb dieser Zeit erreichst, ist Dein HP. Das kann am Anfang, in der Mitte
oder am Ende der 2 min sein. Einige hochwertige Puls­messer halten die­sen Wert

Höchstpuls--Test 2

1. Laufe Dich 10 -15 min ganz locker warm.
2. Laufe 300 m im vollen Sprint und schaue nach dem Zieldurchlauf auf Deine
Pulsuhr. Etwa 5 Se­kunden nach dem Zieleinlauf er­reicht Dein Puls seinen ma­
ximalen Wert.
Dieses Verfahren klappt aber nur, wenn Du gewohnt bist zu sprinten.

Höchstpuls--Test 3

1. Laufe Dich 10 -15 min ganz locker warm.
2. Laufe einen möglichst steilen Hang etwa 60 Sekunden mit voller Kraft hoch.
Beob­achte während des Laufes Deinen Pulser, der HP kann hier schon sehr
früh erreicht werden. Achte auf ma­ximalen Armeinsatz!

Höchstpuls--Test 4

1. Laufe Dich 10 -15 min ganz locker warm.
2. Beginne 1000 m im flotten Training­stempo (10 km-Renntempo + 1 min) und
steigere Dich bis 800 m auf Tempodau­erlauftempo (in etwa auf Marathon­renn­
tempo) und renne die letzten 200 m mit voller Kraft.

Höchstpuls--Test Spezial

1. Gehe in einen möglichst "kurzen" Wettkampf zwischen 400 und 1500 m.
2. Lade Deinen Chef und eine von Dir verehrte, aber noch nicht erhörte Dame
(Herr) zu diesem Ereignis ein. Sieh zu, daß an diesem Tag auch Dein Holger
Meier am Start ist. Kündige diesem eine ver­nichtende Niederlage an.
Unterdrücke Deine Unsicherheit, mach ein paar lockere sie­gessichere Sprüche,
stolziere möglichst "cool" auf dem Platz umher und lade Deine Kumpels im Falle
ei­ner Niederlage zu einem luxuriösen Essen ein. Lasse im Rennen Holger Meier
bis zur letzten Kurve führen und greife dann an. Nie wird Dein Puls höher
sein. Mit den nicht ganz ernstzunehmenden vorher­ge­hen­den Zeilen, möchte ich
Dir nur klar ma­chen, daß Du Dir eine Motiva­tion verschaffen mußt, um Deine
Grenzen zu erreichen. Mit locker los­laufen und mal schauen was dann kommt,
er­reichst Du Deinen HP nie.

Es gibt aber auch andere (bessere).

Noch was zu deiner Erfahrung:

Hast du mal 400 m-Läufe gesehen? Nach ca. 300 m kommt das große Kämpfen. Das hängt damit zusammen, dass da bestimmte Energieträger am Ende sind (Hab's jetzt nicht vorliegen, aber Träger 1 reicht wenige Meter, Träger 2 bei Spitzenläufern bis etwa 300 m, bin nicht ganz sicher, wie's dann weiter geht). Mit deinen 600 m bist du sogar noch ziemlich weit gekommen.

In einer Diplomarbeit, die als Buch erschienen ist, hat ein ehemaliger Spitzenathlet empirisch untersucht, welche Methode für welches Geschlecht und welche Altersklasse am besten geeignet ist. Am besten passt der 12-Minuten-Test, mit dem bin ich selbst auch am weitesten gekommen bin. Bei Bedarf kann ich dir den Artikel (aus Spiridon) zumailen.

Bernd
__________________

Bericht eines Rekordes, in der Verfilmung von MegaCmRunner

Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh-la.de
burny ist offline  
Alt 22.01.2009, 18:10   #5
 
Benutzerbild von Heme45
 
Im Forum dabei seit: 23.01.2004
Ort: Duisburg
Beiträge: 3.104
Standard

Du hast dich nur 500 Meter warm gelaufen ,das ist sehr gefährlich ,du läufst quasi mit eiskalter Muskulatur
unter Vollast ,du hast Glück gehabt ,das du dich nicht schwer verletzt hast .

Zum Anderen funktioniert der Muskelstoffwechsel gar nicht richtig ,solange die
Körperkerntemperatur noch nicht an die 39 Grad C erreicht hat ,somit kannste
bei dem Test gar nicht deine HFmax erreichen .

Für den Test musst du ausgeruht sein (kein Stress ,gut im Futter,kern Gesund ).
Ausserdem solltest du gut austrainiert sein ,bei einem Anfänger funktioniert das
meistens nicht ,hast ja selber geschrieben ,du musstest den Test mal abbrechen .

Kuck mal beim U_D_O ,der hat das gut auf seiner Internetseite beschrieben .

An der HFmax laufen ,kann man vielleicht 1-2 Minuten ,dann ist Ebbe
__________________
Liebe Grüße aus Duisburg


http://www.heme45.de








Heme45 ist offline  
Alt 22.01.2009, 18:22   #6
 
Im Forum dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 1.402
Standard

Zitat:
Zitat von Ingo77 Beitrag anzeigen
Die Frage kannst du überhaupt nicht beantworten. Es gibt für jede Distanz ein Limit, was man laufen kann.

Dein 100m-Leistungslimit kannst du halt 100m lang laufen.
Selbiges gilt für alle anderen Distanzen auch.

Ingo
hallo Ingo,
ich meinte das "Kräftelimit", also wie lange Jemand "schnellstmöglich" laufen kann, bevor er langsamer werden muß bzw abbricht. Unabhängig von der Distanz.
Gruß
Rolf
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Heiler ist offline  
Alt 22.01.2009, 18:32   #7
 
Im Forum dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 1.402
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Hallo Bernd,
danke für die Greif-Liste. Ja, ich würd mich freuen über den Spiridon-Artikel.
Hallo Heme,
du hast natürlich Recht mit der Kritik. Eigentlich weiß ich das auch selber, keine Ahnung wer mich da geritten hat.
Selbst bei kleinen Zwischensprints während des Laufens achte ich darauf, mich vorher einzulaufen.. und dabei nicht.
Udo´s Seite kenne ich, hab aber nicht mehr dran gedacht.

Gruß Rolf
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Heiler ist offline  
Alt 22.01.2009, 18:37   #8
 
Im Forum dabei seit: 17.06.2005
Ort: Geilenkirchen
Beiträge: 1.673
Standard

Zitat:
Zitat von Heiler Beitrag anzeigen
ich meinte das "Kräftelimit", also wie lange Jemand "schnellstmöglich" laufen kann, bevor er langsamer werden muß bzw abbricht. Unabhängig von der Distanz.
Wenn du unter schnellsmöglichst einen verausgabenden Sprint verstehst, ist der nach einer handvoll Sekunden vorbei. Das ist aber immer noch nicht das worauf du scheinbar abzielst (Max-Puls-Ermittlung).

Ingo
Ingo77 ist offline  
Alt 22.01.2009, 18:52   #9
 
Im Forum dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 1.402
Standard

Zitat:
Zitat von Ingo77 Beitrag anzeigen
Wenn du unter schnellsmöglichst einen verausgabenden Sprint verstehst, ist der nach einer handvoll Sekunden vorbei. Das ist aber immer noch nicht das worauf du scheinbar abzielst (Max-Puls-Ermittlung).

Ingo
Hi !
Doch, das war die Frage. Das mit dem Max-Puls war nur die Einleitung.
Danke !
Rolf
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30.11.08 : Marathon in Bertlich : 4:34h
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Heiler ist offline  
Alt 22.01.2009, 19:14   #10
Schnaufwunder
 
Im Forum dabei seit: 30.10.2007
Ort: Nordish by nature
Beiträge: 93
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"Schnellstmöglich" bedeutet tatsächlich, das nach dem Verbrauch von Kreatininphosphat der Ofen aus ist. Das ist bei 100m Sprintern schon nach ca. 60-70m der Fall. Und da sind die vermutlich noch nicht bei ihrer max Herzfrequenz.
Danach wird man zwangsläufig langsamer, weil eben auch langsamere Wege der Energiebereitstellung beschritten werden. Glucose bzw. Glycogen aerob/anerob, Fettsäureoxidation usw. usw.
Je nach Trainingsstand laufen diese Stoffwechselwege unterschiedlich ...hm... "schnell" oder "effizient" bzw. "in variierenden Anteilen parallel" ab und stellen für das dann jeweils mögliche "Schnellstmöglich" die benötigte Energie bereit.
Dabei muss man dann für sich aber (am besten vorher) schon definieren, welche Strecke man überhaupt vor hat schnellstmöglich zu laufen. Ist nicht ganz unerheblich für die Renneinteilung. ;) Jemand, der die ersten 60m Vollstgas gibt, wird auf 400m nicht sehr glücklich. Jemand, der merkt, dass nach 12min Cooperrennerei immer noch 17,5km des Halbmarathons übrig sind, auch nicht.
Wenn es wirklich nur ums Rausfinden der max Herzfrequenz geht, sind mMn Bergaufsprints das Mittel der Wahl. Am besten so, dass überall alles brennend weh tut und man nicht mehr richtig den Pulser lesen kann.
Carlyle ist offline  
 


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