Das olympische Feuer hat die Special Olympics 2012 in München erreicht. Bundespräsident Ga... ...mehr
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| | #1 |
| Im Forum dabei seit: 29.06.2010
Beiträge: 1
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Hallo ich leide unter einem BurnOut-Syndrom. Vielleicht auch schon eine Depression. Wo ist die Grenze? Egal. Meine Therapeutin empfiehlt mir einen Ausdauersport zu machen. Ich bin früher gelaufen, nicht viel und nicht wirklich weit, aber halt für den Hausgebrauch. Jetzt meine Frage: wer hat schon Erfahrungen gemacht, dass das Laufen bei diesen Erkrankungen hilft? In den Büchern zum Thema Laufen oder BurnOut steht immer dass es hilft, aber tut es das wirklich? Wie habt ihr euch motiviert wirklich laufen zu gehen? Der Gedanke an sich gefällt mir ja, wieder draußen zu sein und die Natur zu spüren, aber auf der anderen Seite fällt es mir soooo schwer den Anfang zu finden. Ich hoffe es kommen eine Menge ernst gemeinter und hilfreicher Tipps. Ihr könnt ruhig offen reden, ich kann das ab :-) Vielen dank und lieben Gruß Jürgen |
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| | #2 |
| Im Forum dabei seit: 22.08.2009 Ort: Minderlittgen
Beiträge: 366
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Hallo Jürgen Ich würde einfach sagen, probiere es aus, und entscheide selbst ob es hilft. Es muss ja am Anfang nicht gleich laufen sein, aber jeden Tag raus in die Natur, kann ich nur unterstützend für dich finden. Höre auf zu zweifeln, an dir, an diesem und jenem. Überlege dir die Gedanken nicht kaputt, sondern denke nach was du willst, dann tue es, sonst bleibst du auf der Strecke. Die Ernährung solltest du auch überdenken, ich denke da liegt einiges im Argen. Den die Energie kommt aus dem Essen. Alles gute, lg Pia |
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| | #3 |
| Im Forum dabei seit: 23.01.2004 Ort: Duisburg
Beiträge: 3.104
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Laufen musst du meiner Meinung nach erst lernen ,ich meine damit , um lange langsame Einheiten automatisiert abspulen zu können ohne an Lauftechnik,Laufgeschwindigkeit,Atmung usw. zu denken . Wenn du dann aber abschalten kannst und es geht (läuft) alles wie von selbst , bekommst du den Kopf wieder sauber . Das ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck , den ich bei meinen eigenen Trainingseinheiten bekommen habe . Also Laufschuhe an und solange geduldig trainieren , bis alles schmerzfrei und rund läuft . Es lohnt sich . |
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| | #4 |
| Im Forum dabei seit: 09.05.2009 Ort: Köln
Beiträge: 1.235
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Prinzipiell: Ja, Laufen bzw. Ausdauersport kann bei bestimmten psychischen und physischen Erkrankungen einen positiven Effekt bewirken. Je nachdem, inwelcher Phase des burnout du dich befindest (Stagnation, Frustration, Apathie oder burnout) könnte das natürlich auch in deinem Fall zutreffen. Egal ob du Antidepressiva (antriebssteigernde Wirkung) nimmst oder einfach nur so Lust hast: Wenn du Lust empfindest raus zu gehen (egal ob Laufen, stramm wandern o.ä) mach das und genieß es. Du solltest dich aber nicht unter Druck setzen: nur weil du gelesen hast, dass es gut tun könnte, musst du das zwangsläufig nicht auch machen! Vielleicht gibt es dir mehr, andere Dinge zu machen! Sonst setzt du dich wieder unter einen Druck, den du vielleicht als beklemmend oder erdrückend empfindest! Wie gesagt: mach, wenn du Lust hast - und nur wenn du Lust hast! Gruß Domborusse
__________________ Die beliebtesten Diagnosen der Orthopäden: "Da ist nix" "Das ist nicht schlimm" "Das haben viele" "Da kann man nix mehr machen" "Ja, wir werden alle nicht jünger!" "Dat krieje me wieder hin!!!" ![]() "Das ist in 2 Wochen wieder weg!" Von Hennes geklaut: "Nicht für mich" (Orthopäde nach der Überweisung vom Internisten!) |
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| | #5 |
| kniestrumpfträger Im Forum dabei seit: 24.03.2008
Beiträge: 254
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Hallo Jürgen, persönliche Erfahrungen hab ich nicht wirklich vorzuweisen, obwohl ich schon merke, dass mir das Laufen gerade dann eine positive "Stütze" ist, wenn ich in besonderem Maße gefordert bin . Wie du selbst (und auch andere) schon geschrieben hast, fällt der Einstieg nicht unbedingt leicht. Wie sieht es denn im Freundes-/ Bekanntenkreis aus? Gibts da jemand der dich dabei ein wenig unterstützen kann? Zu zweit oder in der Gruppe fällt sowas auf jeden Fall immer leichter! Ansonsten hab ich noch einen Link für dich. Es gibt ja inzwischen speziell ausgebildete Lauftherapeuten und entsprechende Ausbildungszentren, wie zum Beispiel DLZ - Deutsches Lauftherapiezentrum dieses. Die bieten auch spezielle Kurse an (findest du unter Angebot - Lauftherapie und Coaching - Erfolgsrezepte). Es wäre natürlich ein riesiger Zufall, wenn du gerade in der Nähe wohnen würdest, aber evtl. kannst du dich dort ja mal ein wenig informieren und vielleicht können sie dir ein entsprechendes Angebot in deiner Nähe vermitteln. Schaden wird dir das Laufen sicher nicht, so lange du nicht anfängst plötzlich eine persönliche Bestleistung nach der anderen zu knacken ![]() Drück dir die Daumen Edit: hier noch zwei Links zum "Stöbern" Home Was ist Lauftherapie?
__________________ "Die Faulheit muss das wichtigste Ziel der Menschen sein" - Kasimir Malewitsch Zuletzt überarbeitet von running-fool (29.06.2010 um 22:25 Uhr) Grund: Zusätzliche Links eingefügt |
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| Gardasee Im Forum dabei seit: 28.07.2003
Beiträge: 6.778
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Zunächst mal herzlich willkommen im Forum! Aus eigener Erfahrung, ich habe vor knapp 10 Jahren nach 20-jähriger Sportpause wieder angefangen zu laufen, würde ich sagen, dass der therapeutische Ansatz generell zu hoch bewertet ist. Wie Herne45 schon geschrieben hat braucht es eine ganze Weile um Abläufe so zu automatisieren, dass man in die Nähe von "Abschalten" oder dem gerne und oft zitierten "Kopf frei bekommen", mißverständlich auch als "runners high" bezeichneten Zustand kommt. Ich hatte diesen Zustand trotz teilweise recht intensiver Umfänge jenseits von 2.500km pro Jahr erst ganz selten. Deshalb würde ich einen Laufbeginn nicht als Lösung deiner Probleme sehen sondern eher als ein Mosaiksteinchen von denen es mehrere braucht um eine Änderung des Gesamtbildes deiner Lebenseinstellung herbeizuführen. Für mich war die Motivation mit dem Laufen anzufangen einfach: Ich wollte meinen beklagenswerten Fitnesszustand verbessern. Den Anfang machte die Teilnahme an einem Lauftreff. Dadurch gab es fixe Zeitpunkte, die ich, soweit möglich, wie Geschäftstermine warnahm. Dadurch kam Struktur und eine gewisse Verbindlichkeit in das Training und wenn ich mal nicht "motiviert" war (was nach einigen Monaten selten vorkam), dann half eben die "Verpflichtung". Mir ist klar, dass so ein Vorschlag bei deiner Situation vielleicht kontraproduktiv sein könnte. Zu deinem ohnehin schon bestehenden Stress kämen noch weitere Verpflichtungen, die dich zusätzlich unter Druck setzen könnten, was ja genau nicht gewünscht ist. Sollte das so sein dann fiele mir nur die Möglichkeit ein, dass du einfach "nach Lust und Laune", wenn du die Zeit dazu hast, die Laufschuhe anziehst und eine Runde drehst. Ob das klappt ist unsicher. Erwarte dir vom Laufen kein sonderliches "Aha-Erlebnis". Am Anfang ist das Laufen Arbeit, evt. Schmerzen, definitiv Frust über mangelnden Fortschritt, je nachdem wie hoch du dir deine Erwartungslatte legst und ein langsamer Weg in ein neues Selbstverständnis. Viel Erfolg bei der Bewältigung deiner Situation, egal ob durch Laufen oder andere Maßnahmen! Walter |
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| | #7 |
| Ich hab die Haare schön... Im Forum dabei seit: 13.11.2005 Ort: Berlin nahe km 25
Beiträge: 4.214
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Wichtig wäre auch, zu klären, ob es sich tatsächlich um ein Burn Out bzw. eine Depression handelt. Fühlst Du Dich nach einer sportlichen/ körperlichen Aktivität generell besser - oder erst recht erschöpft? Guckst Du Fatigatio e.V. - Home Da das Chronische Erschöpfungssyndrom medizinisch nicht direkt nachweisbar ist, wird es oft als Depression oder Burnout klassifiziert. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass es Patienten mit letzteren Diagnosen wirklich nach Aktivierung besser geht. Denen mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom geht es schlechter, da sie ihre Energien überzogen haben und der Körper keine neuen bereitstellt. |
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| | #8 |
| mit Raute zum Ziel... |
Also, Sport wirkt in jeglicher Hinsicht antidepressiv - aber wie gesagt, es kommt auch darauf an, in welchem Stadium man liegt, nichtsdestotrotz sollte man es immer als ein Mittel ansehen, bei dem es im schlechtesten Falle nicht wirkt (das ist das Gute)! Man sollte aber Bournout nicht gleich mit Depressionen vergleichen bzw. die Grenze verwischen lassen; hast du ein medzinisches Gutachten?! Aber gut, dass du darüber reden/schreiben kannst!!! Aber ich kann (leider) aus persönlicher Sicht sagen: je später es diagnostiziert wird/du dich übereden lassen kannst zum Arzt zu gehen, desto schwieriger wird es, Sport als Puffer nutzen zu lassen. Bei mir war es so, dass ich gar nur noch (mental und physisch) kraftlos selbst zum Laufen war, obwohl Sport es immer abfedern konnte, aber dafür waren nachher zuviele Faktoren im Gange bzw. ich zu sehr in meiner mittel-schweren Depression. Jedesmal, wenn ich es wollte, ging es einfach nicht; ich kann nicht genau erklären, aber es hatte zudem auch in meinen Augen keinen Sinn mehr gemacht. Ich war nachher gar auf direktem Kurs zur Selbststörung. Sport war generell immer was Aufbauendes - keine Frage - aber ab einen bestimmten Punkt ist "nur" Sport machtlos. Ich habe es aber leider erst wieder mit Anti-Depressiva geschafft - aber die meiste Unterstützung habe ich da von Daniel (gehabt), ohne den ich jetzt (vielleicht) gewiss nicht (mehr) auf PB-Jagd gehen würde, weshalb ich ihn unheimlich dankbar bin (was ich ihm aber irgendwie noch nie direkt gesagt habe ).Gerade dadurch konnte Sport wieder bei mir die antidepressive Wirkung entfalten. Fazit: gehe auf Ursachenforschung, packe es erstmal da an, UND nutze Sport nebenbei als Puffer/Stressabbau, setze dir vielleicht ab und an mal auch ein kleines Ziel, z.B. eine bestimmte Strecke mal schneller zu laufen oder dir dort eine Zielzeit setzen, und nach und nach merken, wie du dem Ziel immer näher kommst, ABER OHNE DIR DRUCK zu machen bis du es erreicht hast. Vielleichst suchst du dir noch jemanden, mit dem man gemeinsam auf Pirsch gehen kannst - macht um weiten sogar mehr Spaß. Trotzdem: fange einfach mal damit an, auch wenn es anfangs schwierig ist, auf Dauer wird jeder seinen Spaß darin finden, und ich glaube, du hast noch den richtigen Zeitpunkt dafür! ![]() Bis dahin, Frostl Edit: auch mein Psychotherapeut war ziemlich verwundert angesichts des Trainings (6/7mal die Woche + alternativ Rad/Schwimmen), aber wie schon erwähnt: es ist nur ein Teil zum Ziel!
__________________ ==> Hier könnte ihre Werbung stehen! <== Zuletzt überarbeitet von Frostnacht (29.06.2010 um 23:47 Uhr) |
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| | #9 |
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Allgemein wird gesagt, daß Ausdauersport effektiv bei einer Depression oder Angststörung ist, teilweise genauso effektiv wie Antidepressiva. Wahrscheinlich wird Laufen keine Therapie ersetzen, aber zumindest mit unterstützen, genau wie zB eine Verhaltenstherapie(oder andere Therapieform), Medikation, gesunde Ernährung und/oder andere Sachen, die einen aus dem "Loch" rausholen und positiv stärken. | |
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| Im Forum dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 1.402
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hallo Jürgen, das Laufen in der Theorie einen positiven Effekt hat weißt du ja. Das dies auch in der Praxis zutrifft kann ich Dir aus Patientenerfahrungen (ich arbeite in einer psychiatrischen Klinik) bestätigen. Es scheint einen Effekt auf die Stimmung zu haben, es scheint das Grübeln zu reduzieren (durch mehr Klarheit bzw Leere im Kopf). Das Medikation besser wirkt als die begleitenden Maßnahmen (wie Laufen, Sport, andere Therapien..) bezweifeln die Patienten auch gerne mal. LG und gute Besserung Rolf PS: unabhängig von der Diagnose wäre mein Tip für dich, dich mal mit dem Thema '"Achtsamkeit" / "Achtsamkeitsmeditation" auseinanderzusetzen
__________________ 13.5.07 : HM des Karstadt-Marathon : 2.14 h 02.12.07 : HM Bertlicher Straßenlauf : 1.58h 18.05.08 : HM des Karstadt-Marathon: 2:04h 30.11.08 : Marathon in Bertlich : 4:34h 12.09.10 : Münster Marathon : 4:28h |
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