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Alt 28.07.2010, 10:09   #1
 
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Standard Korrekte Entfernungsmessung per GPS bei bergigen Strecken

Hallo zusammen,

weiß jemand ob es ein GPS-Gerät gibt, dass auch bei bergigen Strecken korrekte Entfernungsangaben liefert?

Der Hintergrund meiner Frage ist folgender: Der Forerunner von Garmin projeziert die Messpunkte bekanntermaßen in eine Ebene, was bei Steigungen/Gefällen zu einer systematischen Unterschätzung der zurückgelegten Strecke führt. Bei "handelsüblichen" Steigungen ist diese Abweichung zugegebenermaßen relativ gering, aber wenn's mal mit 20, 30% oder mehr zur Sache geht, sieht das schon anders aus.

Ich habe mir daraufhin die mit einem barometrischen Höhenmesser ausgestatteten Geräte Oregon 450 und GPSmap 62 aus dem Outdoor-Segment von Garmin angeschaut. Da diese einen zuverlässigen Höhenwert ermitteln und zusammen mit den Positionsdaten abspeichern könnten, müsste es eigentlich grundsätzlich möglich sein per fortlaufender Winkelberechnungen zumindest einen guten Näherungswert der tatsächlich zurückgelegten Distanz zu ermitteln.

Fakt ist aber, dass diese Geräte es mangels entsprechender Software NICHT können, wie eine Anfrage bei Garmin ergab.

Nun wäre es für mich interessant zu wissen, ob es eventuell Geräte anderer Hersteller gibt, die es können.

Jürgen
Siebengebirgsläufer ist offline  
   
Alt 04.08.2010, 18:40   #2
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Zitat:
Zitat von Siebengebirgsläufer Beitrag anzeigen
Bei "handelsüblichen" Steigungen ist diese Abweichung zugegebenermaßen relativ gering, aber wenn's mal mit 20, 30% oder mehr zur Sache geht, sieht das schon anders aus.
Diese Frage wurde hier schon mal diskutiert. Die Antwort ging in die Richtung, dass die großen Steigungen selten längere Strecken sind.

Die Höhenmeter (z.B. über SportTracks elevation correction plugin) sagen da sicher einiges aus.

Gerade im Urlaub habe ich z.B. für eine Radstrecke von 12km über Stock und Stein und Berg und Tal unglaubliche 2,5h gebracht - ob das jetzt 11 oder 13km waren, ist doch vollkommen nebensächlich...

gruss hennes

Zuletzt überarbeitet von Hennes (04.08.2010 um 19:07 Uhr)
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Alt 04.08.2010, 19:03   #3
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20% = 6,5% mehr Strecke
30% = 15,5% mehr Strecke

Wer was nachrechnen will Rechtwinkliges Dreieck - Satz des Pythagoras

Der Effekt des Anstieges dürfte um ein vielfaches höher sein als diese lächerliche Streckenverlängerung.


gruss hennes
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Alt 04.08.2010, 23:04   #4
 
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Also wenn ich mal eine Strecke von 10 km anlege mit 20% Steigung komme ich auf eine Strecke in der Ebene von etwa 9,8 km. Das ergibt lediglich eine mehr Strecke von 2 % bei 20 %.
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Alt 05.08.2010, 07:39   #5
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Zitat:
Zitat von saarthunder Beitrag anzeigen
Also wenn ich mal eine Strecke von 10 km anlege mit 20% Steigung komme ich auf eine Strecke in der Ebene von etwa 9,8 km. Das ergibt lediglich eine mehr Strecke von 2 % bei 20 %.
Upppps, ja, habe Winkel° mit % in einen Topf geworfen, das geht nicht gut

gruss hennes

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Alt 05.08.2010, 09:38   #6
BerndR
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Zitat:
Zitat von saarthunder Beitrag anzeigen
Also wenn ich mal eine Strecke von 10 km anlege mit 20% Steigung komme ich auf eine Strecke in der Ebene von etwa 9,8 km. Das ergibt lediglich eine mehr Strecke von 2 % bei 20 %.
Nicht ganz korrekt, weil die Ausgangslage diese Aussage war:

Zitat:
Zitat von Siebengebirgsläufer
Der Forerunner von Garmin projeziert die Messpunkte bekanntermaßen in eine Ebene, was bei Steigungen/Gefällen zu einer systematischen Unterschätzung der zurückgelegten Strecke führt.
Eine Angabe von 20 % Steigung bedeutet in diesem Beispiel, dass pro 10.000 m in waagrechter Richtung die Höhe um 200 m zunimmt. Du legst also nicht 9.800 m zurück, sondern 10.200 m.

Bei 30% Steigung sind es immerhin schon 10.440 m.

Meine Annahme bezieht sich dabei auf 10.000 m, die vom Forerunner abgelesen wurden.

Bernd

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Alt 05.08.2010, 12:06   #7
 
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Zitat:
Zitat von BerndR Beitrag anzeigen
Nicht ganz korrekt, weil die Ausgangslage diese Aussage war:



Eine Angabe von 20 % Steigung bedeutet in diesem Beispiel, dass pro 10.000 m in waagrechter Richtung die Höhe um 200 m zunimmt. Du legst also nicht 9.800 m zurück, sondern 10.200 m.

Bei 30% Steigung sind es immerhin schon 10.440 m.

Meine Annahme bezieht sich dabei auf 10.000 m, die vom Forerunner abgelesen wurden.

Bernd
Hab ich auch gar nicht behauptet. In meinem Beispiel würde ich 10 km zurücklegen und bekäme 9,8 km angezeigt. Außerdem beträgt die Höhe 2000 m und nicht 200 m.
Ganz davon abgesehen wer läuft schon dauerhaft 20 oder 30 % Steigungen hoch, als ich mal nicht. Wenn ich meine zurückgelegten Höhenmeter pro Lauf (100 - 300m) zu Grunde lege ist die Abweichung lächerlich gering und vernachlässigbar.
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Alt 05.08.2010, 12:35   #8
BerndR
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Zitat:
Zitat von saarthunder Beitrag anzeigen
Außerdem beträgt die Höhe 2000 m und nicht 200 m.
Das ist korrekt.

Zitat:
. Wenn ich meine zurückgelegten Höhenmeter pro Lauf (100 - 300m) zu Grunde lege ist die Abweichung lächerlich gering und vernachlässigbar.
Wenn du meinst.
 
Alt 05.08.2010, 12:58   #9
 
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Zitat:
Zitat von Hennes Beitrag anzeigen
Diese Frage wurde hier schon mal diskutiert. Die Antwort ging in die Richtung, dass die großen Steigungen selten längere Strecken sind.
Zitat:
Zitat von saarthunder Beitrag anzeigen
Ganz davon abgesehen wer läuft schon dauerhaft 20 oder 30 % Steigungen hoch, als ich mal nicht. Wenn ich meine zurückgelegten Höhenmeter pro Lauf (100 - 300m) zu Grunde lege ist die Abweichung lächerlich gering und vernachlässigbar.
Beim Nebelhornlauf ging es z.B. 10,6 km am Stück und zumeist ziemlich heftig bergauf...

In der Spitze soll der Latschenhang nach Auskunft eines im Deutschen Alpenverein aktiven Bekannten einen Neigungswinkel von 35° haben, was einer Steigung im Sinne der StVO von über 70% entspricht. Das hat eine systematische Untererfassung der Streckenlänge von mehr als 22% zur Folge! Auch wenn das natürlich nur für die steilsten Stücke gilt, halte ich das nicht mehr für vernachlässigbar.

Unabhängig davon möchte ich halt bestimmte, steile Rampen für's Bergtraining präzise (!) vermessen können und mich stört da eben auch eine systematische Untererfassung von 2 oder 3%. Diesen meinen Genauigkeitstick muss man natürlich nicht teilen. Es geht mir nur um die Info, ob es ein GPS-Gerät gibt, dass meinen Ansprüchen gerecht wird.

Technisch müsste es eigentlich möglich sein. Das Gerät müsste doch nur den Längen- und Breitenangaben die, durch den barometrischen Höhenmesser relativ zuverlässigen, Höhenangaben zuordnen und könnte bei entsprechend häufigen Erfassung durch fortlaufende Winkelberechnung zumindest eine sehr gute Näherung an die tatsächlich zurückgelegte Strecke ermitteln. Der dazu erforderliche rechnerische Aufwand sollte für die Geräte eigentlich kein Problem sein.

Laut Anfrage bei Garmin sieht schlichtweg die verwendete Software diese Berechnung nicht vor.

Es ist aber doch nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass es Geräte anderer Hersteller gibt, bei denen das der Fall ist.

Ich dachte mir, dass es vielleicht den einen oder anderen Bergwanderer oder Bergsteiger hier gibt, der sich mit dieser Materie gut auskennt und mir weiterhelfen kann.

Im Umkehrschluss wäre es natürlich auch hilfreich, wenn mir jemand zuverlässig sagen kann, dass es sowas nicht gibt. Dann kann ich mir die weitere Suche sparen.

Unabhängig davon habe ich mir Anfang der Woche einen Garmin GPSmaps 76 für ein paar Wochen ausleihen können und werde es einfach mal in der Praxis austesten, ob er im Vergleich zu meinem FR 305 evtl. andere Distanzen ermittelt.

Jürgen
Siebengebirgsläufer ist offline  
Alt 05.08.2010, 19:08   #10
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Ob er das wirklich tut - ich weiß nicht. Hab ein Outdoor-GPS mit barometrischem Höhenmesser. Der zeichnet aber nur das Höhenprofil - von einer Korrektur der Streckenlänge weiß ich nichts und glaub es auch nicht. Aber ich kann mich täuschen...
JwD alias Joachim Kopic
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