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Thema: Konkrete Fragen zum Läuferknie

  1. #1

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    Standard Konkrete Fragen zum Läuferknie

    Hallo Allerseits,

    Ich habe beim Trainingsplan Fred angefangen, aber ich denke ich bekomme hier zielgerichteter Auskunft.

    Ich habe mein Training krass überzogen (Im Wechsel heftige Lauf-, Rad- und Tenniseinheiten). Nach kurzer Zeit der Überbelastung hat sich das rechte Knie aussen begonnen zu melden, immer während oder nach den Laufeinheiten. Ich bin ca 1.70 und 72kg, habe leichte O-Beine und einen Plattfuss. Ich trage daher Stabilitätsschuhe (Kayano abwechselnd in Blau und Rot).

    Also habe ich eine knappe Woche Pause gemacht, dann vor dem nächsten Versuch einige Tage lang die Rolle genutzt und zusätzlich gedehnt. Um endlich auch am Lauftag am Montag zu dehnen, loszulaufen und nach 3.5km wieder ein Ziehen zu spüren. Durch die Verlagerung auf den Vorderfuss konnte ich noch ca 1km laufen, bis es richtig stach. Das erste Mal übrigens, seit fast 15 Jahren dass ich diesen stechenden Schmerz an der Aussenseite Knie verspürte. Finito, ich konnte nur noch gehen.

    Die letzten beiden Tage habe ich mit Voltaren das Knie soweit wieder beschwerdefrei bekommen (es war nicht entzündet) und heute mit einigen Übungen zur Stärkung der Beinmuskulatur um das Knie herum begonnen. Ich las, dass ich nun ca. 3-6 Wochen stillhalten soll. 6 Wochen...so lange werde ich es vermutlich nicht aushalten. Ich ziehe jeden Tag die Dehnungsübungen durch und werde dann mal versuchen mit 4km anzufangen bei langsamen Tempo 2mal die Woche und dann schrittweise erhöhen, also ca. 10% pro Woche. Mein normales Wochenpensum war ca 25km. Es wird ein paar Monate dauern, bis ich wieder auf dem Niveau ankomme. Das kotzt mich deswegen an, weil ich vorhatte mich auf einen HM vorzubereiten im September. Das muss ich jetzt leider abhaken wie es scheint.

    Soweit zum groben Plan. Jetzt meine konkreten Fragen:

    1. Bringt es was, eine Bandage beim Laufen zu tragen, oder ist das eher kontraproduktiv?
    2. Höre ich sofort auf, wenn ich ein Ziehen spüre, oder erst wenn es sticht, oder bevor beidem?
    3. Wie kann ich die Ausdauer irgendwie halten? Radfahren ist vermutlich eher einer der Auslöser des Problems, da es hier viel bergauf und ab geht...
    4. Helfen hierbei die bunten Tapes (dafür müsste ich wohl die Beine rasieren, oder haften die auch so???)

    Ich hatte noch ein paar Fragen, aber die fallen mir nun partout nicht ein. Ich füge sie später ein. Vielen Dank vorab!!!

  2. #2

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    Zitat Zitat von KevinsVadder Beitrag anzeigen
    2. Höre ich sofort auf, wenn ich ein Ziehen spüre, oder erst wenn es sticht, oder bevor beidem?
    JA, sofort aufhören!

    Es hat mir nie etwas gebracht, in den Schmerz hineinzulaufen. Je eher ich aufgehört habe, umso schneller waren die Schmerzen weg bzw. der nächste Lauf möglich. Also beim ersten ziehen abbrechen.

    Wenn Du es nicht in den Griff bekommst, trotzdem mal nach den Schuhen schauen, vielleicht kommt Dein Knie mit neutralen oder etwas härter gedämpften Schuhen besser zurecht.

  3. #3
    Avatar von taste_of_ink
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    Standard

    1. Ich persönlich denke nicht, dass eine Bandage etwas bringt. Es gibt zwar so Straps für ITBS, aber wirklich das Problem beheben tust du damit nicht.
    2. Ja, in der Anfangszeit nicht über das erste Ziehen hinausgehen. Ich würde dir zu wenigstens zwei Wochen totale Pause raten. Kein Laufen und kein Radfahren. Danach moderat einsteigen und vorstehende Regel befolgen.
    3.Fit halten geht z.B. mit Schwimmen (am Besten Kraul) oder im Fitnessstudio Rudern.
    4. Kinesiotapes können durchaus helfen (vielleicht ist es nur psychologisch, aber das ist letztlich egal). Am Besten halten Tapes, wenn du die Beine rasiert hast. Das Tape vorher ein wenig reiben und wenn du es angelegt hast nochmal. Dann hält ein gutes Tape mehrere Tage mit Duschen. Ohne Rasieren löst es sich beim Schwitzen sehr schnell.

  4. #4
    Avatar von frank2015
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    Ich kann dich verstehen, aber du musst Pause machen.
    Ich habe meinen HM um 3 Monate verschoben wegen ziehen im Knie
    ohne stechenden Schmerz. Im Endeffekt bin ich dennoch zu früh gelaufen.
    Denn nach dem Lauf habe ich jetzt im Training ein Ziehen im Knie.

    Also muss ich auch wieder reduzieren.

    Die Dehnungsübungen verstehe ich nicht ganz.Nach meinem Verständnis müssten diese
    eher das Problem verstärken. Das Dehnen vor einem Lauf wird eher kritisch gesehen.

    Für Ausdauer finde ich das Liegerad noch besser, weil dabei das Knie nicht mit
    deinem Gewicht belastet wird.

    Ich schreibe nur weil ich auch aktuell gerne für 100m trainieren würde.
    97,00 kg 87kg--84-----> Ziel: 79 kg



  5. #5
    Back stronger now Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Die schlechte Nachricht: auf jeden Fall mindestens 3 Wochen pausieren!
    Die Gute: Power Walking, also sehr schnelles Gehen, sollte schmerzfrei möglich sein, sodass du deine Grundlage aufrecht erhalten kannst.
    "Sie laufen aber sehr ordentlich!" 03.10.17, Regen, 9:00 Uhr Mesz

    5k: 3/16 16:52
    HM:4/15 1:25:02 09/15 1:21:31 03/17 1:18:08
    M: 4/16 2:57:44 04/17 2:50:44

  6. #6

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    Vielen Dank allerseits.

    Also ich pausiere einmal 2 Wochen und falls ich nichts mehr im Alltag und bei den Dehnungsübungen spüre dann versuche ich es mal. Kinesiotapes da habe ich noch welche hier und bringe die dann vorher noch an. Power Walking ist natürlich eine super Sache in die ich mich vertiefend einlesen werde weil es mir sehr zusagt. Bandage:klares Nein.
    Sobald das Gehalt kommt schaue ich auch mal nach härteren Schuhen.

    Bis hierher vielen Dank. Ich melde mich falls ich nochmal Fragen haben sollte - so ca in 2 Wochen!!!

  7. #7

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    Hallo Allerseits. Ich hab mir ein Rehaprogramm aufgeschrieben und dabei die verschiedenen Massnahmen notiert - unten ein paar Anhaltspunkte diesbezüglich. Jetzt gehts mir um den jeweiligen Zeitpunkt. Wann sollte ich beginnen mit:
    1. Dehnen
    2. Blackroll / Ball
    3. Alternativsport (Kraulen/Radfahrn/PowerWalk/Rudern)
    4. Laufanalyse
    5. Langsame Rückgewöhnung (1-2km zweimal pro Woche und dann je 10% plus pro Woche).

    Ich habe vor einer Woche etwa komplett aufgehört mit Sport, nachdem ich trotz Pause und Dehnübungen nach ca. 700m langsamen Joggens das starke Stechen verspürte. Nun bin ich nicht sicher ob ich mit Kinesiotape, Voltaren und Schonung bereits anfangen kann zu Dehnen und Rollen oder ob absolute Ruhe angesagt ist. Vielen Dank vorab!!!

  8. #8
    Back stronger now Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Also Rollen seitlich an den Oberschenkeln auf der Blackroll ist absolutes Pflichtprogramm, und das sofort!
    "Sie laufen aber sehr ordentlich!" 03.10.17, Regen, 9:00 Uhr Mesz

    5k: 3/16 16:52
    HM:4/15 1:25:02 09/15 1:21:31 03/17 1:18:08
    M: 4/16 2:57:44 04/17 2:50:44

  9. #9
    Avatar von Vögelchen
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    Ja, das hat mich gerettet!

    Ich hatte es auch, im März vor meinem langersehnten Halbmarathon.

    Den bin ich dann, eigensinnig wie ich bin, trotzdem gelaufen, mit scheiße Schmerzen am Schluss, aber hey, ich bin angekommen.

    Davor und danach habe ich aber wirklich konsequent geblackrollt, in den akuten Phasen morgens und abends. Zusätzlich auch die Waden, die sich kompensatorische verhärtet haben. Und mit einem kleinen Ball den "oberen Hintern", sprich mit dem Po auf den Ball legen und da einfach Gewicht drauf verlagern, wo es am meisten weh tut. Ja, es tut anfangs fies weh! Aber es wird besser.

    Weiterhin habe ich gedehnt, was für den Tractus selbst kaum geht, aber für die umgebende Muskulatur: Ein Bein schräg vor dem Körper anwinkeln, das andere nach hinten weg strecken, dann nach vorne beugen oder die Hüfte Richtung Boden schieben, so dass es eben zieht.

    Außerdem habe ich getapet, das hat vielleicht bisschen gebracht, aber nicht ausschlaggebend.

    Die paar Tage nach dem HM waren furchtbar, ich konnte Treppen weder rauf noch runter gehen.

    Das hat sich aber erstaunlich schnell gebessert, und nach ca 10 Tagen war ich beschwerdefrei!

    Ich mache diverse Dehnübungen aber konsequent nach jedem Lauf, mir hilft es, und Blackroll auch so 2-3x pro Woche. Damit habe ich bis jetzt keine Beschwerden bekommen, auch wenn ich mittlerweile durchaus wieder einige Umfänge laufe (s. Signatur).

    Zwischendurch habe ich auch die Hoffung verloren, dass das wieder jemals etwas wird, und ich bin so glücklich, dass es ausgeheilt ist!

  10. #10

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    Vielen Dank euch beiden.

    Ich habe pflichtbewusst gerollt. Je Seite 4x30 Sekunden lang (unterteilt in Ober und unter IT Band) mit jeweils beiden Beinen horizontal - ich bin recht schmerzfrei dahingehend. Dazu noch Oberschenkel vorne, hinten und Waden, je 90 Sek. Das mach ich mal 2 mal täglich und schaue wie es kommt.

    Aber wann kann ich mit den Kräftigungsübungen & Dehnen beginnen? Angenommen das IT Band ist auf Kniehöhe noch entzündet?

    Vielen Dank vorab!

    Ausserdem habe ich eine wage Vermutung: die Schmerzen kamen erst nachdem ich viel mit dem Rennrad auf Anstiegen unterwegs war. Dabei stärke ich im Sitzen die breiten Muskeln vorne und weniger die Gesässmuskulatur. Dadurch wird das Band übermässig in die eine Richtung nach vorne gezogen und den Ausgleich schaffe ich durch trainieren des Gegenmuskels (zB Clamshell und Jane Fonda Gedächtnis-Beinschere). Oder ich fahre kein Rennrad mehr. Dann muss ich bloss aufpassen, dass ich nicht hinten dann übertreibe. Schaumermal.

  11. #11

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    Als kurzes Update und für Alle mit den gleichen Symptomen: gestern bin ich das erste Mal nach ca 2-3 Wochen kompletter Abstinenz wieder gelaufen; 5km im Schneckentempo (8.30min/km) wenn auch viel bergauf. Eingangs mit der Blackroll gedehnt, dann erst gewalkt für 2 Minuten und dann gejoggt. Und ich war quasi beschwerdefrei - ich spüre das Band etwas intensiver - es sticht nicht aber ich nehme es war. Vielleicht ist das auch nur psychologisch.

    Meine Reha bestand/besteht aus:
    1a. Ruhe (2 Wochen nix dann etwas walken)
    1b. Blackroll und Ball
    2. Voltaren anfangs Gel und Kapseln
    3. Kräftigungsübungen für die laufrelevanten Muskeln
    4. Dehnen

    Jetzt werde ich zwei Tage Pause machen und dann nochmal eine gerade Strecke auf weichem Untergrund über etwa die gleiche Strecke laufen. In den zwei Tagen wird weiter gerollt gestärkt und gedehnt.

  12. #12

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    Heute habe ich dann noch eine Laufanalyse gemacht. Die letzte hatte ich im Runnerspoint vor ca 15 Jahren gemacht. Diagnose damals: Plattfuss, leichte O Beine und einknicken - da muss der Gt2000 von Asics her. Dann bin ich irgendwann als ich wieder angefangen habe auf den Kayano umgestiegen.

    Die heutige Analyse brachte eigentlich zutage dass ich keine Stabilität brauche und sie sogar kontraproduktiv ist. Vielmehr sollte ich auf einen Neutralschuh umsteigen.

    Angepriesen hat er den Brooks Ghost 9 und den Saucony Runtime? Irgendwas. Habe mich aufgrund des Komforts füŕ den Ghost entschiede und werde einmal schauen, wie ich ihn "vertrage".

  13. #13

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    Ein kurzes Update für alle ITBS geplagten:

    Letzte Woche hatte ich eine stabile Eingewöhnungswoche mit ca 22 WKM verteilt auf 4 Läufe.

    Dann hab ich mir eine leichte Erkältung eingefangen und habe erst gestern wieder das Kräftigungsprogramm aufgenommen. Ich habe bemerkt dass ich nach 4-5Km regelmässig mit dem Oberkörper "einbreche" und die Haltung dann katastrophal wird und die Beinmuskulatur stärker belastet. Heute hab ich daher nach 4.5km wieder das Knie gespürt und postwendend aufgehört und bin zurückgewalkt.

    Das ganze war auf Wald- und Feldweg mit auf und ab. Das "ab" war sicher nicht förderlich.

    Das nächste Training werde ich auf der Tartanbahn machen. Auf weichem Untergrund hatte ich bisher am wenigsten Probleme.

    Der Weg zurück ist wahrlich schwer und frustrierend...aber ich gebe mir und dem Knie noch bis Ende des Jahres bevor ich aufgebe und mich einem Alternativsport zuwende.

  14. #14
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von KevinsVadder Beitrag anzeigen
    Ich habe bemerkt dass ich nach 4-5Km regelmässig mit dem Oberkörper "einbreche" und die Haltung dann katastrophal wird und die Beinmuskulatur stärker belastet. Heute hab ich daher nach 4.5km wieder das Knie gespürt und postwendend aufgehört und bin zurückgewalkt.
    Was hast du denn vor, um dies zu verbessern?

    Gruss Tommi

  15. #15

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    Hi Tommi: ich mache seit 7 Tagen zusätzlich zu den Beinkräftigungsübungen auch die Planks. 3-5 mal je eine Minute zwischen den Beinübungen wobei ich lieber weniger lang dafür aber schön gerade die Stellung halte. Plus Liegestütze zur Stärkung vom Beachbody. Die Konkurrenz ist gross.

    Interessanterweise hatte ich heute mal die Musik beim Laufen dabei. Das macht normalerweise langsamer und das war gewollt: ich hatte vor, heute die Stunde zu knacken, aber langsamer als während den Kurzeinheiten die Woche zuvor. Habe aber bemerkt, dass ich dadurch wesentlich weniger aufrecht laufe da ich abgelenkt und weniger fokussiert bin. Und entschloss mich das Ding nächstes Mal sicher nicht mehr mitzunehmen.

    Was mich tatsächlich enttäuscht hat war die Tatsache dass ich trotz guter und ansteigender muskulärer Verfassung sowie blackgerollte Beine und frischen neutrale
    Schuhen einen Rückschlag erlitten habe. Und das nach gemächlichen 30 Minuten im Feld/Wald. Das hat mich wahrlich mitgenommen. Immerhin hat es mich gezwungen mir vor Augen zu halten, dass mein Körper vielleicht auch einfach nicht mehr darauf ausgelegt ist, diese Belastung mitzumachen. Dann muss ich eben nach einer coolen Alternative schauen. Wie gesagt den Sommer und Herbst geb ich dem Body noch sich zu entscheiden.

    Vielen Dank
    KsV

  16. #16
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Also es gibt weitaus mehr Übungen zur Kräftigung von Bauch, Rücken und Oberkörper. Googele mal ein bisschen. Und die Sache mit der aufrechten Haltung beim Laufen ist schon eine Konzentrationsangelegenheit. Wer lange dazu neigte, in der Hüfte einzuknicken, die Schultern hängen zu lassen oder/und einfach krumm zu laufen nach ner Zeit, der macht das auch mit den besten Muskeln im Oberkörper, wenn er sich das nicht angewöhnt. Und dazu musst dich immer und immer wieder dazu zwingen und konzentrieren. Das schleift sich mit der Zeit schon ein, dauert halt eben unterschiedlich lang.

    Gruss Tommi
    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  17. #17

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    Ja gute Idee - ich nehme noch ein paar weitere Übungen auf. Eine der Läuferinnen hier hat einen Pilates Youtube Channel diesbezüglich genannt und ich hab auch bei AthleanX in Youtube bereits einige sehr schweisstreibende Übungen ausgemacht.

    Ich mach das mal und laufe nächstes Mal wieder fokussierter auf Haltung und Spannung obenrum plus Stabilität in der Hüfte.

    Vielen Dank fürs kommentieren!
    KsV

  18. #18
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  19. #19
    Avatar von McAwesome
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    Die Blackroll ist ein schönes Instrument. Man muss aber auch wissen, wann man es nicht einsetzen sollte. Und das ist ganz sicher dann der Fall, wenn man sich ein ITBS eingefangen hat. Den Artikel hier finde ich recht aufschlussreich https://breakingmuscle.com/fitness/y...foam-roller-is

    So ähnlich erzählte mir mein Physio das auch, als ich mit üblen Hüftschmerzen bei ihm aufschlug. Wenn die Schmerzen akut sind und sich wirklich schon was entzündet hat, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und es ist besser, die Lauferei für ein paar Wochen sein zu lassen. Danach sollte man an die Wurzel des Problems gehen. Und das ist, wie der Artikel es auch benennt, häufig ein schwach oder gar nicht ausgebildeter gluteus medius. So war's auch bei mir. Es gibt ein paar simple und ein paar recht komplexe Übungen, um den Muskel anzusteuern, damit er lernt, seine Funktion zu übernehmen, damit das nicht das IT-Band machen muss. Das ist dafür nämlich nicht gemacht, was man daran sieht, dass so viele Leute Probleme damit haben.
    taste_of_ink and Friemel like this.

  20. #20
    Gardasee - wo das Training am schönsten ist Avatar von NordicNeuling
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    Zitat Zitat von KevinsVadder Beitrag anzeigen
    1. Bringt es was, eine Bandage beim Laufen zu tragen, oder ist das eher kontraproduktiv?
    2. Höre ich sofort auf, wenn ich ein Ziehen spüre, oder erst wenn es sticht, oder bevor beidem?
    3. Wie kann ich die Ausdauer irgendwie halten? Radfahren ist vermutlich eher einer der Auslöser des Problems, da es hier viel bergauf und ab geht...
    4. Helfen hierbei die bunten Tapes (dafür müsste ich wohl die Beine rasieren, oder haften die auch so???)
    Wenn es wirklich ein Läuferknie ist, läßt sich das von einem Sportarzt sehr schnell feststellen. Dann gilt:
    1. Nein, bringt nichts.
    2. Nein, Du fängst erst ger nicht an.
    3. Zur Not mit Radeln.
    4. Nein.

    Warum 3 nein? Weil bei einem Läuferknie NICHTS hilft (auch keine Pause, wie lange auch immer) außer einer Behandlung UND parallel mehrwöchige Pause. Das Läuferknie ist eine Entzündung des äußeren Schleimbeutels und tritt ohne Behandlung immer wieder auf.

    Also: Erst Diagnose machen lassen, dann entsprechend (be)handeln.
    Gruß vom NordicNeuling

  21. #21
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Und schon haben wir in einem Fred drei unterschiedliche Definitionen:

    Zitat Zitat von KevinsVadder Beitrag anzeigen
    Ein kurzes Update für alle ITBS geplagten:
    Zitat Zitat von NordicNeuling Beitrag anzeigen
    Das Läuferknie ist eine Entzündung des äußeren Schleimbeutels und tritt ohne Behandlung immer wieder auf.

  22. #22
    Gardasee - wo das Training am schönsten ist Avatar von NordicNeuling
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Und schon haben wir in einem Fred drei unterschiedliche Definitionen:
    Meine stammt von einem Sportarzt hier, der auf Knieoperationen spezialisiert ist (ca. 500/Jahr) und kürzlich über das Läuferknie referiert hat. Es gibt wohl im Außenknie zwei Schleimbeutel: einen, der relativ unkompliziert ist, der andere, der leicht verdeckt liegt und das "runners knee" ergibt, sofern entzündet.
    Gruß vom NordicNeuling

  23. #23
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von NordicNeuling Beitrag anzeigen
    Meine stammt von einem Sportarzt hier, der auf Knieoperationen spezialisiert ist (ca. 500/Jahr) und kürzlich über das Läuferknie referiert hat. Es gibt wohl im Außenknie zwei Schleimbeutel: einen, der relativ unkompliziert ist, der andere, der leicht verdeckt liegt und das "runners knee" ergibt, sofern entzündet.
    Nichtsdestotrotz wird der Begriff "Läuferknie" auch hier im Forum bunt durcheinander gebraucht. Aber auch von Sportärzten. Mein Patellaspitzensyndrom wurde ebenfalls vonnem Arzt schon Läuferknie genannt. Der TE meint dagegen wohl das ITBS, was etwa völlig anderes ist als das Patellapsitzensyndrom.

    Ich meinte mit meiner Spitze, dass es günstiger ist, die eindeutigere Bezeichnung zu benutzen.

    Gruss Tommi
    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  24. #24

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    Zitat Zitat von McAwesome Beitrag anzeigen
    Die Blackroll ist ein schönes Instrument. Man muss aber auch wissen, wann man es nicht einsetzen sollte. Und das ist ganz sicher dann der Fall, wenn man sich ein ITBS eingefangen hat. Den Artikel hier finde ich recht aufschlussreich https://breakingmuscle.com/fitness/y...foam-roller-is
    Vielen Dank McAwesome! Es gibt wahrlich einige gegenteilige Theorien in Bezug auf Blackroll und Blackball und ob diese sinnvoll sind oder nicht. Ich fand es nach dem Laufen immer sehr angenehm. Dabei ist mein Roll-Regime in 3 Teile aufgeteilt:
    1. IT-Band vom Knie bis zur Hüfte mit der Rolle.
    2. Ball am oberen Glut max/med.
    3. Mit einer kleinen festen Rolle den TFL seitlich belasten und dann das Bein anwinkeln und wieder strecken.

    Das Rollen separat hat allerdings einen eher geringen Einfluss in der Regenerationsphase gehabt. Hilfreicher empfand ich die Stärkungsübungen, die ich täglich mit dem Dehnen verbinde und im Zirkeltrainingstil durchführe:

    1. Seitlicher Beinheber (Jane Fonda / Flash Dance Gedächtnisübung) mit einem Theraband. 3x30 Wiederholungen, schön langsam und kontrolliert.
    2. Clamshell / Muschel mit Theraband. 3x30 Wiederholungen.
    3. Einbeinige Kniebeuge. Je Bein erst 15, dann 10 dann 5 Wiederholungen.
    4. Gebeugtes Seitwärtsgehen mit Theraband 3x10 Schritte. / Manchmal mache ich lieber den Beinheber auf allen Vieren – je nach Laune – diese dann je Bein 3x30.
    5. Plank – 3x 1 Minute vor dem Spiegel (damit ich den Rücken gerade halte).
    6. Liegestützen 3x10 schön langsam.

    Ich hatte nun seit der Pause Anfang Juni nur noch zweimal ein Stechen verspürt und dies immer dann, wenn der Oberkörper anfängt müde zu werden und an Spannung verliert. Daher werde ich auch auf Anraten von Tommy weitere Stärkungsübungen für den Oberkörper in mein Regime mitaufnehmen.

    Ich hatte eine Laufanalyse gemacht und danach entschieden, auf Neutralschuhe umzusteigen. Nun bereue ich das jedoch ein wenig. Denn wenn der Körper an Spannung verliert, brauche ich eigentlich eine Verstärkung gegen das Einknicken. Oder ich laufe eben nur solange ich eine ordentliche Haltung bewahren kann (aktuell zwischen 4-5 KM) und erhöhe nicht um 10% sondern eher um 5% die Teilstrecken, gehe dafür aber eine höhere Wochenfrequenz ein. Das zusammen mit dem weicheren Untergrund (Finnen- oder Tartanbahn).

    Zitat Zitat von NordicNeuling Beitrag anzeigen

    Also: Erst Diagnose machen lassen, dann entsprechend (be)handeln.
    Danke NordicNeuling. Jeder Körper ist individuell und Jeder der sich lieber exklusiv auf ärztliches Anraten verlässt, der hat natürlich Recht, sofern das zum Erfolg führt. Ich für meinen Teil habe mein bisheriges Leben nicht nur schlafend verbracht, sondern auch so meine eigenen Erfahrungen machen dürfen. Insbesondere als Kassenpatient in der ersten Phase meines Arbeitslebens. Mittlerweile habe ich gar einige Ärzte im Freundeskreis und man kann sich sehr glücklich schätzen, wenn man an einen guten und vor allem selbstlosen Arzt gerät, der lediglich das Wohl des Patienten im Sinn hat und den Praxisumsatz hintenanstellt. Für mich persönlich sind kleinere Wehleiden auch eine schöne Möglichkeit der Erhöhung der eigenen Wahrnehmung und damit des Körperbewusstseins. Solange ich keine Dauerschädigung riskiere und das habe ich selbstverständlich zunächst abgeklärt, fühle ich mich durchaus in der Lage die Reha selbst zusammenzustellen. Wie gesagt, jeder darf doch gerne seinen eigenen medizinischen Weg finden, einverstanden?

    Viele Grüsse und besten Dank an alle Beitragende und Beitragenden.
    KsV
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  25. #25

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Nichtsdestotrotz wird der Begriff "Läuferknie" auch hier im Forum bunt durcheinander gebraucht. Aber auch von Sportärzten. Mein Patellaspitzensyndrom wurde ebenfalls vonnem Arzt schon Läuferknie genannt. Der TE meint dagegen wohl das ITBS, was etwa völlig anderes ist als das Patellapsitzensyndrom.

    Ich meinte mit meiner Spitze, dass es günstiger ist, die eindeutigere Bezeichnung zu benutzen.

    Gruss Tommi
    Danke euch beiden. Ich meine in der Tat ITBS und nicht pauschal das Läuferknie - auch wenn ich das eingangs nicht unterscheiden konnte und im Fred-Titel daher selbst undeutlich zum Ausdruck gebracht habe.

    500 Operationen pro Jahr sind sicher eine tolle Auszeichnung. Das sind quasi 2 pro Arbeitstag. Ich hätte jedoch meine Bedenken mich dort untersuchen zu lassen - denn ich wüsste bereits von Beginn an, dass die Chance gross ist, dass ich auf dem OP Tisch enden werde. Meine Erfahrung mit der Ärztezunft ist, dass die, die viel operieren, üblicherweise auch die schöneren Autos fahren und immer schön sonnengebräunt sind. Habe 3-4 davon im Freundeskreis und die genieren sich nicht, darüber zu reden, wenn der Rotwein schmeckt. Damit tue ich jetzt vielen Ärzten unrecht und soll hier auch nur einen Denkanstoss geben.

    Vielen Dank euch beiden und ein gutes Wochenende!

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