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Ergebnis 1 bis 17 von 17
  1. #1

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    Standard Entrapment Syndrom

    Hi @all,
    ich habe die gesicherte Diagnose Entrapment Syndrom.
    Ich bin auf der Suche nach Betroffenen, die die OP schon hinter sich haben.
    Die Option, nie wieder Sport zu treiben, kommt für mich nicht in Frage.
    Ich bin für jede Information dankbar.

  2. #2

    Im Forum dabei seit
    24.01.2013
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    Standard

    Mir ist aufgefallen, dass hier einige der Läufer unter Wadenschmerzen leiden. Herkunft unklar. Bitte denkt auch mal darüber nach, ob der eine oder andere vielleicht auch am Entrapment Syndrom leidet. Dabei wird unter Belastung durch den Muskel Druck auf die Arterie ausgeübt. Das ist eine ernste Sache. Ich will nicht die Pferde scheu machen. Die Krankheit ist echt selten, wie man an den Reaktionen auf meine Frage sehen kann :-) Bei mir haben meine Waden beim Laufen einfach " zu gemacht " Ich habe das Entrapment an beiden Beinen. Es kann aber auch nur eines betroffen sein.
    Einfach mal im Hinterkopf behalten.

  3. #3

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    Hallo FrauWagner,

    ich habe gerade die Diagnose popliteales Entrapment bekommen. Hast Du inzwischen jemanden gefunden, der die OP schon hinter sich hat? Ich hatte heute die Beratung mit dem Gefäßchirurgen. Schön ist was anderes...

    Eine Alternative zur OP ist - einfach weiterlaufen und die Schmerzen aushalten. Das Blut soll sich seinen Weg neu suchen und es bilden sich im Laufe der Zeit neue Arterien, die dann das Entrapment umgehen. Das dauert zwar lange, aber es erspart die recht risikoreiche OP. Es kommt bei der Entscheidung auf die Geduld des/der Einzelnen an.

    Die "nie wieder Sport" Option habe ich nicht bekommen. Eher, nie wieder Halbmarathon oder größere Belastungen. Sonst geht alles.

    Ich bin noch ziemlich unentschieden und würde auch gerne noch mehr von Betroffenen erfahren.

  4. #4

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    Hallo Walkjog,

    bei mir wurde vor ein paar Jahren ein Entrapment im linken Bein diagnostiziert, nachdem ich beim laufen jeweils nach ein paar Kilometern krampfende Waden hatte und mir der linke Fuss eingeschlafen ist.

    Ich habe es operieren lassen. Die Operation war bei mir keine allzu grosse Sache. In Bauchlage wurde ein Teil des Muskelkopfs entfernt, der unter Belastung auf die Arterie gedrückt hat. Ich hatte kaum Schmerzen nach der OP. In den ersten zwei Wochen nach der OP konnte ich einfach nicht allzu gut laufen.

    Seither "hält" das Bein problemlos auch über lange Distanzen (Marathon).

    Wie ausgeprägt sind denn bei dir die Symptome? Ist die Diagnose bei dir gesichert (Angiographie)? Weisst du wo das Problem genau liegt? Was hat denn der Chirurg gemeint?


    Grüsse

    Taddol

  5. #5

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    Ach Taddol,

    super, dass du dich meldest! Weil die Geschichte so selten ist, habe ich eigentlich kaum mit Resonanz gerechnet. Deshalb offenbare ich gerne meine Schmerz- und Jammergeschichte:
    Mein Entrapment ist im rechten Bein. Es fing mit eingeschlafenem rechten Fuß beim Laufen an und mündete dann in extremen Wadenkrämpfen. Die Laufdistanz bei diesen Symptomen wurde immer geringer. Anfangs dachte ich es wäre ein orthopädisches Problem und bin dann durch einen ganz großen Zufall auf die Idee gekommen, dass es etwas mit der Durchblutung zu tun haben könnte und bin zu einem Gefäßspezialisten gegangen. Die Diagnose Entrapment kam relativ schnell. Bei mir verläuft die Kniearterie im rechten Bein ungünstig und wird von einer Sehne umschlungen, die im Laufe der Jahre das Gefäß durch die Bewegung eingeschnürt hat. Das Blut wurde gestaut und es hat sich ein Gerinsel gebildet. Angiogramm und MRT des Knies wurden gemacht - die Diagnose ist also gesichert.

    Die Symptome sind natürlich unerfreulich: nach ca. 50m fängt die Beeinträchtigung an, nach ca. 150m muss ich stehen bleiben und das rechte Bein entlasten. Zügiges Treppen steigen hat die gleichen Folgen. Spazierengehen und Alltagswegung zu Hause und auf der Arbeit sind OK.

    Der Chirurg will einen Bypass legen und dazu eine Vene aus dem Oberschenkel nehmen. Das verstopfte Gefäß ist nicht mehr zu retten. Das Gerinsel ist nicht zu entfernen. Das bedeutet einen Schnitt an der Oberschenkelinnenseite und einen unterhalb des Knies. Was in der Kniekehle passiert, habe ich vor Aufregung leider vergessen. Die OP dauert ca 1,5 Stunden und danach ca 4 Wochen Rekonvaleszenz. Er hat mir auch geraten nochmal darüber nachzudenken und zu schauen, ob ich nicht die oben erwähnten Selbstheilungskräfte des Körpers nutzen will, weil ich ansonsten gesund bin und der Eingriff massiv ist.

    Ich persönlich packe unangenehme Dinge lieber offensiv an und habe es nach 4 Wochen hinter mir. Aber ich bin doch erstaunt, dass ein Chirurg mir überhaupt die andere Option anbietet und daher unschlüssig, ob ich das Wagnis eingehen soll.

    Ich lese jetzt erleichtert, dass bei dir die OP tatsächlich geholfen hat und Marathon möglich ist. Das macht mir Mut! Hast du das Entrapment auch im anderen Bein? Mir haben sowohl der Radiologe als auch der Gefäßchirurg gesagt, dass Menschen mit dieser Disposition es meistens in beiden Beinen haben.

    Danke und Grüße

    walkjog
    Zuletzt überarbeitet von walkjog (11.04.2013 um 22:19 Uhr)

  6. #6

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    Hmm... dann ist das Problem bei dir halt schon deutlich gravierender als bei mir. Das habe ich mir, anhand deiner Aussagen aus dem ersten Beitrag, fast gedacht.

    Bei mir war es halt so, dass der Muskelkopf sehr kräftig war, wodurch er unter Belastung die (leicht ungünstig verlaufende) Arterie abdrücken konnte. Dann ist die OP halt eher einfach (jetzt mal abgesehen vom Fakt, dass eine OP immer Risiken birgt): Öffnen, Muskel verkleinern, schliessen, fertig. Das einzige "Risiko" sei, dass es nach der OP nicht viel besser wird, hat mir der Chirurg damals gesagt.

    Bei dir ist die Ausgangslage eine völlig andere. Da kann ich halt nicht viel dazu sagen. Hat der Arzt etwas gesagt, wie lange es auf "natürlichem" weg dauert, bis es besser wird? An Sport ist ja im Moment nicht zu denken.

    FrauWagner hat es übrigens auch Operieren lassen. Bei ihr war auch Sehnenmaterial im Spiel, aber die Arterie war ok (d.h. kein Bypass musste gelegt werden wie bei dir). Gemäss meinen letzten Infos ist es bei ihr jetzt auch deutlich besser (evtl. schreibst du ihr mal eine E-Mail. Sie ist keine Läuferin, ich weiss also nicht ob sie von der Diskussion hier noch etwas mitbekommt (oder wird man automatisch per Mail benachrichtigt, wenn jemand in den Thread schreibt?))

    Das andere Bein ist bei mir Symptomfrei. Die rechte Wade ist ein bischen weniger Muskulös (Standbein links) und das reicht bei mir offenbar schon, dass es die Arterie nicht abdrückt. Ich habe das aber nie mittels Angiographie abklären lassen.

    Ein Entrapment ist übrigens gemäss meinen Infos nicht allzu selten. Die Inzidenz beträgt rund 3% bei Männern. Nur wird das Entrapment halt häufig nicht erkannt, ausser es ist sehr ausgeprägt (wie bei dir) oder halt bei Ausdauersportlern (Stop-and-Go Sportarten konnte ich ohne grössere Beeinträchtigungen ausführen).
    Zuletzt überarbeitet von Taddol (12.04.2013 um 09:03 Uhr)

  7. #7

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    Hallo Walkjog,
    meine erste OP ist jetzt 6 Wochen her. Ich hatte ein ähnliches Beschwerdebild. Ich betreibe Kampfsport und bin in Vorbereitung auf eine Prüfung verstärkt gelaufen. Ich habe mit Ach und Krach und hochrotem Kopf. gerade noch einen Kilometer geschafft. Während des Trainings, gerade beim Kumite, hatte ich mit der Beinarbeit große Probleme. Schon ein "Warmspringen" bei der Gymnastik vorab war nicht beschwerdefrei. Meine Waden haben einfach zu gemacht. Genauso beim Treppensteigen.
    Ich wurde von einem sehr guten Arzt operiert, der die OP auch schon mehrere Male gemacht hat. Vergewissere dich bitte, dass der Operateur damit Erfahrung hat. Die Aussage, dass so ein großes Blutgefäß sich einen neuen Weg sucht kann ich nicht bestätigen. Ich bin jetzt 47 Jahre alt und habe die Probleme auch nicht erst seit gestern. Ich hatte Glück, dass meine Arterien noch ok sind. Ich lasse OP 2 in jedem Fall machen. Das Risiko, dass meine Arterien kaputt gehen ist mir zu groß.
    Meine OP hat zweieinhalb Stunden gedauert. Ich konnte am gleichen Tag wieder gehen. Das ziehen der Drainage war auch keine große Sache.Die Narbe ist echt groß und sollte gut gepflegt werden. Da ich auch nicht mehr ganz so jung bin, spannt es ansonsten etwas. In der ersten Woche nach der OP bin ich schon wieder mit meinen Hunden Gassi gegangen. Lange hatte ich ein Taubheitsgefühl an der Außenseite der Wade. In zwei Zehen hat es längere Zeit auch etwas gekribbelt. Sitzen und Stehen empfand ich in den ersten 3 Wochen echt unangenehm. Gehen ging aber ganz gut. Ich war zwieinhalb Wochen krank geschrieben. Danach habe ich eine Woche von zuhause aus gearbeitet und bin anschieißend wieder normal zur Arbeit gegangen. Ich habe das Bein ab und an mal hochlegen müssen. Seit ein paar Tagen kann ich sagen, bin in fast beschwerdefrei. Einzig Knien macht mir noch Probleme. Das kommt wohl von der Narbe.
    Such dir für die OP einen Spezialisten und hol die ne zweite Meinung. Habe ich auch gemacht.
    Ich hatte auch nur den Austausch mit Taddol. Nochmals vielen Dank an dieser Stelle. Also wenn du noch Fragen hast bitte melden.
    GLG FrauWagner

  8. #8

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    Hallo FrauWagner,
    Hallo Taddol,

    vielen, vielen Dank für die Antworten.
    Ich habe übers Wochenende mal versucht den Kopf von diesem Krankheitskram frei zu bekommen und das schöne Wetter im Garten genossen. Wie oben schon erwähnt - in der Alltagsbewegung tut nix weh. Ich habe mich bei dem Gedanken ertappt, dass es vielleicht doch nicht so schlimm sei und ich vielleicht doch etwas mimosenhaft wäre. Aber nein; nach wie vor tut der Gang zum Bäcker strammen Schrittes oder beherztes Treppen erklimmen oder knien im Garten einfach sehr weh! Ich habe mich durchgerungen - ich mach's. Ich habe morgen einen Termin im Gefäßzentrum zur Zweitmeinung und werde gleich einen Termin vereinbaren. Die Frage, ob wie oft der Chirurg schon die OP gemacht hat ist ein guter Hinweis. Danke! Augen zu und durch. Jede Sportart, die mir Spaß macht, ist auf den Beinen zu vollziehen und ich mache seit Wochen fast keinen Sport. Mir schlägt die Einschränkung einfach auf's Gemüt.
    Bei euch beiden war die OP erfolgreich. Ich hoffe einfach, dass es bei mir auch so wird. In sechs Wochen beschwerdefrei ist eine schöne Aussicht.
    Ich melde mich mit Neuigkeiten und halte euch auf dem Laufenden - hoffentlich ohne zu nerven.

    Also nochmals heißen Dank und
    viele Grüße von walkjog

  9. #9

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    So, nachdem ich mich von der ersten Op recht gut erholt habe, geht es am 07.05 wieder ab ins Krankenhaus. Ich hoffe, das ich spätestens nach den Sommerferien wieder ins Training einsteigen kann.
    Ich kann es kaum erwarten. Ich habe jetzt seit Dezember keinen Sport gemacht und würde mich als leicht gerrrrreizt beschreiben.
    @walkjog
    Bin gespannt auf deine News.

  10. #10

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    Standard Meine Erfahrung

    Hallo Ihr,
    ich laufe jetzt erst seit diesem Jahr (bin ein absoluter Neuling). Zum Thema Entrapment Syndrom möchte ich meine Erfahrung teilen. Bei mir wurde es mit 18 Jahren diagnostiziert(ist jetzt etwas 1 Jahr her), wie bei ein paar von euch war es erstmal eine lange reise von Orthopäde zu Orthopäde, bis ein Internist nach einer 5 Monatigen Odyssee, meinen Puls versucht hat zu messen. Dann ging auch bei mir sehr schnell. Im Rechts der Isar konnten sie nach Angio und MRT auch mit Sicherheit sagen, Befund ES.

    Bei mir hat die falsch angewachsene Sehne am rechten Bein die Arterie poplitea bei Muskelbewegung zugedrückt. Ich war schon im vorletzten Stadium (also auch Ruheschmerz, Bein wurde über Nacht so schlecht durchblutet, dass ich es nicht mehr gespürt habe). OP war auch ohne Probleme. Weil die Ärzte eig nicht wussten was sie erwartet hatten sie 3 Pläne.
    A) Vene aus dem Oberschenkel entnehmen, damit einem Bypass legen
    B) künstlichen Bypass legen
    C) Arterie einfach nur "durchpusten"
    ist dann aber improvisiert worden. Sehne abzwacken und an die richtige Stelle legen.

    Die OP hat zu beginn wirklich mein "Leben verändert".(Am Stück mehr als 10m ohne Schmerz laufen. In der früh nicht mehr mit einem eingeschlafenen Bein, ohne kribbeln sondern wie tod, aufwachen. Zu meinem Zimmer gelangen (30 Stufen) ohne Pause zu)
    Warum ich laufe? Ich muss.

    Nach 6 Wochen kamen die Schmerzen und Symptome wieder. Warum? Arterie hatte sich wieder komplett verschlossen, warum wissen die Ärzte aber nicht. Glücklicherweiße hat mein Körper schon eine "Umgehungsstraße" gebaut, aber die kann das Blutvolumen einfach noch nicht transportieren. Also gab es nur eine Nicht-OP-Möglichkeit -> Laufen.
    Problem: nach 100m laufen/joggen ist es dann wider vorbei mit dem Schmerzfreien Bewegen. Arzt hat gesagt: "Laufen Sie in den Schmerz rein, bis an Ihre Schmerzgrenze, dann gehen sie jedesmal einbisschen drüber" damit sich die Ersatz-Arterie ausbauen kann.
    Empfehlung: Gefäßchirurgie im Klinikum Rechts der Isar
    Ich bin froh das ich hier ein paar Leute gefunden habe, die dieses seltene Syndrom haben.

    Vielleicht kann mir einer von euch einen tipp geben, wie ich meine Schmerzgrenze einbisschen hinauszögern kann...

    Liebe Grüße und viel Glück für die, die eine OP noch vor sich haben.

  11. #11

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    Hallo Zusammen,
    ich habe meine zweite Op bestens überstanden. Ich habe kaum Schmerzen und keinerlei Taubheitsgefühl. Mittwochs war der Eingriff und samstags durfte ich schon nach Hause. Heute hatte ich die angiologische Nachuntersuchung. Keine Stenose mehr feststellbar. Am Montag werden mir im Krankenhaus die Fäden gezogen, Dann kanns ganz langsam wieder losgehen, freu.
    @ RoterHund
    Da hast du aber auch echt Pech gehabt. Das tut mir sehr leid für dich. Soweit mir bekannt ist, soll es für Fälle wie deinen ein spezielles Bewegungstraining geben. Frag doch mal danach. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.

  12. #12
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    Hallo Frau Wagner,
    erst mal wünsche ich dir gute Besserung und mit deinen Beiträgen, die ich jetzt erst gefunden habe, bringst du mich mit meiner Wadengeschichte auf neue Ideen, denn ich habe seit 2008! rechtseitige Wadenschmerzen, entweder wenn ich zu schnell los laufe oder gleich bergauf los lege. Bisher habe ich das immer auf den Rücken geschoben,was mir auch vom Orthopäden bestätigt wurde, da ich Spondylolisthesis zweiten Grades mit Vernöcherung habe. damals bekam ich auch Probleme mit dem Meniskus, das wurde aber 2010 in einer Arthroskopie beseitigt, allerdings blieben die Schmerzen in der Wade. Wenn ich das Bein während der ersten Meter dehne, verschwinden die Schmerzen und ich kann problemlos laufen..

    Vor der OP habe ich ein MRT des rechten Knies machen lassen, ist das aussagekräftig genug um ein Entrapment Syndrom zu erkennen? Bei wem sollte ich dann vorsprechen? Es ist nicht so schmerzhaft das ich gar nicht laufen kann, nur zu Beginn nervig. Eine Thrombose wurde ausgeschlossen, zumindest in der Wade.
    Viele Grüße Laufschnecke


  13. #13

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    Hallo Laufschnecke,
    erst mal vielen Dank für die Genesungswünsche :-)
    So wie du deine Beschwerden beschreibst würde ich sagen, dass das nicht zum Entrapment passt. Es gibt aber ja einige Varianten.
    Ich kann also nur für mein Beschwerdebild sprechen.
    Beim Loslaufen habe ich nie Probleme gehabt. Die Schmerzen traten erst nach einiger Zeit auf. Konnte ich anfangs noch mehrere Kilometer laufen, war es gegen Ende nur noch knapp ein Kilometer.
    Ich kann den Schmerz auch schlecht beschreiben. Die Waden machen einfach zu und an ein Weiterlaufen ist nicht zu denken. Vielleicht hast du schon mal eine Kneippbad gemacht. Wenn du lange im kalten Wasser bist, dann kneift das ganz ähnlich. Sobald ich dann stehengeblieben bin war der Schmerz fast sofort verschwunden. Dehnen wird wohl auch nur kurz Linderung bringen. Teile des Muskels, Sehnenmaterial oder wie bei mir eine zu enge Gefäßscheide ( habe ich erst bei Op Nr. 2 erfahren ) drücken auf die Arterie und führen zur Stenose. Im Klartext heißt das, dass bei mir für kurze Zeit durch diese Verengung ein Verschluss dieser Arterie vorlag.
    Um eine solche Erkrankung zu sichern, musst du zuerst einen Angiologen aufsuchen. Unter Ultraschall wird unter sog. Provokation geschaut ob es zur Stenose kommt. Ich musste dazu in den Zehenspitzenstand und daraus langsam die Fersen senken und auch in Bauchlage mit dem Fuß gegen einen Widerstand, in meinem Fall das Bein des Arztes, drücken. Ich war auf dem Laufband und meine Fußpulse wurden gemessen. Die Diagnose wurde daraufhin durch eine Angiographie abgesichert. Das heißt über die Leistenarterie würde mir über eine Schleuse Kontrastmittel verabreicht. Auch hier wurde die Provokation durchgeführt. Es zeigte sich links eine komplette Stenose und rechts eine teilweise. Zur kompletten Diagnostik gehört auch ein MRT mit Kontrastmittel. Das war jedoch unauffällig.
    Ich hoffe man verzeiht mir meine etwas laienhafte Ausdrucksweise, aber auf diesem Terrain bin ich absolut unerfahren.
    Liebe Laufschnecke, ich hoffe du findest die Wurzel des Übels und ich wünsche dir alles Gute.

  14. #14
    Avatar von Laufschnecke
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    Zitat Zitat von FrauWagner Beitrag anzeigen
    Liebe Laufschnecke, ich hoffe du findest die Wurzel des Übels und ich wünsche dir alles Gute.
    danke für deine Erläuterung, Ich habe das laienhaft verstanden und es passt wohl wirklich nicht zu meiner Geschichte. Ich glaube ich muss nur jeden Tag laufen gehen, da hatte ich diese Beschwerden nicht bzw nur zeitweise.
    Viele Grüße Laufschnecke


  15. #15

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    Hallo Laufschnecke,

    ich habe gerade mit Interesse Deine Ausführungen über den Beschwerdeverlauf glesen. Seit gut vier Jahren kämpfe ich mit dem selben Phänomen.
    Ich betreibe seit meiner Kindheit Sport und versuche mich im Triathlon auf den unterschiedlichsten Distanzen. Ende 2008 hat sich dann das Problem mit der rechten Wade aus heiterem Himmel ergeben. Bei den Trainingsstrecken die mit Anstieg beginnen, geht die Wade sofort zu und der Fuß fühlt sich taub an. Der Muskel übersäuert und es zieht bis in den Oberschenkel. Nur Belastung wegnehmen und kurz die Wade massieren und lockern hilft dann ein wenig. Laufe ich sehr gemächlich los, dann kann es nach ein paar Kilometern auch etwas flotter werden.
    Ein schnelles loslaufen bez. Wettkämpfe sind fast nicht möglich. Nach etlichen Behandlungen bei Physios, Heilpraktikern und sonstigen Spezialisten hatte ich im Herzzentrum Bad Krozingen eine Angiographie machen lassen, die ein Entrapment festgestellt hat. Ein dazu passendes MRT ist leider unter Belastung nicht so gelungen, dass man hätte was genaues erkennen können. Erst waren die Bilder zu unscharf, dann bei geringerer Belastung nicht aussagekräftig genug.
    Mittlerweile sitzt allerdings der Frust über die Situation so tief, dass ich noch mal einen Anlauf wagen werde.
    Sobald ich neues berichten kann, melde ich mich an dieser Stelle wieder.

    Bis dahin
    sportliche Grüße

  16. #16
    Avatar von Laufschnecke
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    Danke Gusbert,
    ich bin gespannt was bei dir raus kommt. In der Zeit wo ich täglich gelaufen bin hatte ich deutlich weniger damit zutun.
    Viele Grüße Laufschnecke


  17. #17

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    Hallo Roterhund,

    deine Geschichte hört sich fast genauso an wie bei mir, ich würde mich gerne mit Dir mein Erfahrungen in dem Zusammenhang austauschen.
    Auch bei mir wurde die Diagnose erst so spät erstellt, dass ich schon Liegeschmerzen hatte.
    Meine OP hat 6 Stunden gedauert und der Arzt war froh, dass er mein Bein retten konnte...
    Das ist nur 2,5 Jahr her und alles hat sich positiver entwickelt als befürchtet.
    Eine 2. OP ist bei mir zum Glück kein Thema.
    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit 2 Blutegelbehandlungen gemacht. Kann ich nur Empfehlen. Meine Schmerzen haben dadurch stark abgenommen. Aufgrund meiner Umstände ist an Joggen leider nicht mehr zu denken, aber im Fitnessstudio und Walken sind kein Problem.
    Am meisten habe ich momentan Probleme mit abgestorbenen Hautnerven.

    Gruß

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