Es ist 06.45 Uhr und ich stehe mit Jörg bei der Kleiderabgabe des Chicago Marathon im Grant Park. Es ist noch ziemlich dunkel - was für die Uhr- und Jahreszeit ziemlich normal ist - es ist aber auch schweinekalt. 2 Grad Celsius hat es und ich friere entsprechend. Vor zwei Jahren, beim sagenumwobenen "Hitzemarathon", hatte es zu Mittag ungewöhnliche 28 Grad.
Die Gefahr, dass wir heute besonders schwitzen werden besteht aber sicher nicht.
Um 07.00 Uhr geben wir unsere Kleidersäcke ab und machen uns danach durch das Gewühl der Läuferinnen und Läufer auf den Weg in den Startblock C. Am Eingang wird eisern kontrolliert. Ohne entsprechenden Hinweis auf der Startnummer gibt es für den jeweiligen Sektor keinen Eintritt.
Langsam wird es hell und ein paar zaghafte Sonnenstrahlen malen blitzende Flächen auf die Hochhäuser vor uns. Der wie ein überdimensionaler Bleistift zugespitzte Prudential-Tower steht vor uns, das Carbon and Carbide Building, mit seiner vergoldeten Turmspitze einer der ältestens Wolkenkratzer Chicagos, ist zu sehen und und und.
Links von uns schimmert "The Cloud Gate". Die liebevoll "The Bean" benannte Skulptur von Anish Kapoor wiegt knapp hundert Tonnen und spiegelt mit ihrer perfekten Stahloberfläche die Umgebung ab. Ein wunderschönes Gebilde, das den Spieltrieb und die Phantasie der Menschen anregt und bei den Besuchern fröhliche Stimmung hervorzaubert.
Die Wucht der Bauten vor uns wird von der positiven Stimmung rings um uns überstrahlt. Alle sind gut drauf und warten geduldig. Ich glaub die Amis können sogar diszipliniert frieren und sich dabei freuen; und es gibt mehr als genug Platz in den Startsektoren (und das bei über 34.000 StarterInnen).
Ehrlich gesagt hätte ich lieber 15 Grad. Ganz ehrlich bereue ich es auch, nicht mehr trainiert zu haben. Mein Sommer war zwar angefüllt mit Sport, meine Konzentration galt aber zu 90 Prozent dem Tennis.
Aber jammern gilt nicht! Ich habe mir den Lauf ja schon vor eineinhalb Jahren eingebildet. Den ganzen September durch habe ich brav Kilometer gemacht. An eine besondere Zeit ist aber nicht zu denken, denn meine beiden längsten Läufe in der direkten Vorbereitung waren jeweils 26 km.
Jörg ist zwar um einiges besser in Form als ich, hatte aber in der Nacht von Freitag auf Samstag mit einem gehörigen Krampf in einem Unterschenkel zu kämpfen und es steckt ihm noch dazu eine überwundene Verkühlung in den Knochen. Wir wollen also gemeinsam laufen. Aber: Geht es Jörg besonders gut, kann er davonziehen wann immer er will.
Ich checke mein System: Bis auf die Gänsehaut ist alles im Normalzustand und ich bin auch ausgeruht. Die innere Uhr zeigt schließlich auch schon 14.30 Uhr.
Gudrun und ich sind am Freitag kurz nach 14.00 Uhr mit British Airways (über London) am Chicago O'Hare gelandet. Heike und Jörg waren (mit United Airlines von Frankfurt aus) kurz nach uns da.
Gemeinsam fuhren wir mit dem Taxi in das Belden-Stratford Hotel am Lincoln Park. Ein stilvoll eingerichtetes Hotel, wie man es sich nur wünschen kann. Wunderschöne Zimmer, mit Bad und voll eingerichteter Küche und Blick auf den Lake Michigan, Frühstück gibt es auch inklusive - und das für 5 Nächte um 400 Euro .
Außerdem verläuft die Marathon-Strecke zwei Mal fast direkt am Hotel vorbei.
Wir witzeln noch ein bisschen herum, dass wir im Falle überwältigender Müdigkeit entweder bei km 9 oder kurz nach km 15 einfach aufhören und aufs Zimmer gehen könnten. Aber die Pflicht sagt: "Ihr habt doch eindeutig erklärt Irina Mikitenko zu jagen, damit sie eine ordentliche Zeit läuft!"
"Ach, haben wir das tatsächlich behauptet ."
Als dann noch der innere Advokat damit auftaucht geben wir nach und setzen uns zum Klang der Startsirene pflichtschuldigst in Bewegung.
Der Columbus Drive, dessen breite Fahrbahn kurz nach Beginn gleich unter den Hochäusern durchläuft, lässt es zu, dass man von Beginn an ohne Sorge laufen kann. Keine Staus, kein Gedränge. Einfach herrlich.
Sogar in der langgezogenen Unterführung stehen Zuseher und wieder über der Erde, an der Einmündung in die Grand Avenue ist das erste Mal der sprichwörtliche los.
Rund 1,5 Millionen Zuseher hat der Chicago Marathon schätzungsweise. Und fast alle von Ihnen machen permanent Krach. Musik, Ratschen, Trommeln, Pfeifen, alles was tönt, quietscht, oder zumindest scheppert, wird aufgeboten. Aber auch Tafeln und Plakate, mit Köpfen des/der Lieben drauf. Geschminkte Gesichter, schräge Hüte, rosarote Hasenohren von Energizer; es gibt alles was man sich vorstellen kann - und ganz amerikanisch - noch ein bisschen mehr.
Der erste Abschnitt des Laufes führt im leichten Zick-Zack durch das Zentrum: über die berühmte State Street, den Jackson Boulevard und dann nach Norden über die LaSalle Street hinaus zum Lincoln Park. Weiter über den Stockton Drive, vorbei am Lincoln Zoo, der nicht nur das ganze Jahr geöffnet hat, sondern auch noch frei zugänglich ist, weiter an unserem Hotel vorbei, wo Gudrun und Heike auf uns warten und Fotos machen und danach über den Stockton Drive und den Sheridan Drive bis zum nördlichsten Punkt, die Addison Street, die praktisch die Wende wieder hinein in die Stadt markiert.
Auch wenn mal weniger los ist am Straßenrand: Es gibt immer was zu sehen. Die Broadway Street und die Clark Street und die ganze Umgebung markieren eine grüne Wohngegend mit vielen kleinen Geschäften und schönen Restaurants. An der Ecke Clark/Belden liegt auch das "Ranalli's", das nur 200 Meter vom Belden-Startford Hotel entfernt ist und von uns gleich als "Stammlokal" auserkoren wurde.
Gudrun und Heike sind noch einmal da und Drücken uns die Daumen für unseren noch weiten Weg durch Chicago.
Sedgwick Drive und Wells Street folgen. Links vor uns überragt der Hancock Tower die anderen Hochhäuser. Am Samstag haben wir die Fahrt in das 94. Stockwerk gemacht um den unglaublichen Ausblick über die Stadt und den Lake Michigan zu genießen. Der etwas höhere Konkurrent, der bekannte Sears Tower (er heißt mittlerweile Willis Tower) taucht ebenfalls am Horizont im gerader Linie vor uns auf.
Dann geht es zum zweiten Mal über den Chicago River mit seinen wunderschönen Zugbrücken, die für größere Boote geöffnet werden können.
Faszinierende Bauten, wie den neugotischen Tribune Tower, das Wrigley Building, oder auch die an Maiskolben erinnernenden Marina Towers und das benachbarte House of Blues lassen wir hinter uns um wieder in "The Loop" einzutauchen; den Stadtkern, der von der "El", der auf stählernen Stelzen geführten Metro, umkränzt wird. El steht bei den in Abkürzungen verliebten Amerikanern übrigens für Elevated. Ein Runde mit ihr zu drehen, lohnt sich. In Höhe des ersten, zweiten Stockwerks durch die Straßen zu kurven und dabei anderen Leuten beim Arbeiten zuzusehen, das hat was.
Aber heute arbeiten wir im wahrsten Sinne des Wortes selbst schwer. Im knappen Bogen geht es über die Hubbard und die Orleans Street weiter in Richtung Süden und dann gen Osten in die langgezogene Adams Street.
Zahlreiche Neighborhoods wie Greek Town, Little Italy, Pilsen (wo es inzwischen total spanisch zugeht) und China Town liegen in der zweiten Hälfte des Marathon vor uns.
Jörg und mir geht es gut. Soll heißen: Jörg zieht immer etwas und ich steh immer etwas auf der Bremse . Ich will mir keinen Einbruch erlauben und fordere ihn ein paar Mal auf, ruhig schneller zu laufen. Aber Jörg ist nach seinem Krampferlebnis beim ansonsten für ihn so erfolgreichen Münster Marathon und der leicht verhärteten Wade vorsichtig.
Wir traben also locker weiter, unterhalten uns gut und genießen die Stimmung, die an vielen Stellen einfach sagenhaft ist. An den zahlreichen Versorgungsstellen ist jedes Mal der Bär los. Selbst die HelferInnen feuern uns an und freuen sich über jeden Läufer, der Ihnen etwas abnimmt.
Die Charity Block Party an der Adams Street ist der blanke Wahnsinn. Dort haben zahlreiche Organisationen - von der Kinderhilfe bis zur Krebsvorsorge - ihre Infostände. Und wieder stehen Tausende ZuseherInnen an der Straße und machen Party. Dabei ist der südöstliche Abschnitt der Strecke gar nicht soooo dicht bewohnt. Aber es gibt nur ein paar ganz kurze Abschnitte, an denen keine Menschengruppen stehen.
Im Stadtteil Pilsen herrscht Spanisch vor und an jeder Ecke spielt die Musik.
Chinatown besteht aus typisch amerikanischen, aber auf chinesich getrimmten, Häusern. Über die Wentworth Avenue und die 33rd Street nähern wir uns der 35th Street, die die Wende zurück in die Stadt und hin zum Ziel markiert.
Der kurze Abschnitt der 33rd ist fast komplett beschallt. Ein Typ in Elvis-Verkleidung mimt den King und singt live. Der Mann hat eine Mörder-Stimme, gegen die unsere diversen Möchtegern-Superstars glatt einpacken können .
Viel zu schnell sind wir durch den Abschnitt - obwohl wir inzwischen langsamer geworden sind. Jörg ist vorsichtig geworden, weil er seine Beinmuskulatur spürt. Bei mir hat sich nur eine allgemeine Ermüdung angeschlichen. Aber wir sind guter Dinge, dass wir den Chicago Marathon durchlaufen können.
Die letzten drei Meilen geht es auf der Michigan Avenue stramm Richtung Norden. Im Hintergrund leuchten uns schon die Hochhäuser der City entgegen.
Es ist zwar nicht warm geworden, aber bei 6 bis 7 Grad und immer wieder Sonnenschein macht das Laufen noch immer gewaltig Spaß.
Zuerst queren wir noch ein Gewirr aus Highway-Brücken und Unterführungen um dann über den eher ruhigeren Abschnitt der Straße zu laufen. Hier stehen die Marathon-Fans "nur" in lockeren Gruppen und treiben uns mit motivierenden Sprüchen vorwärts.
Vorbei geht es auch am McCormick Place, einem der größten Kongresszentren der USA, das ich schon vor zwei beruflichen Terminen her kenne. Eine Halle davon war am Freitag und am Samstag von der Marathon-Messe belegt.
Auf den letzten drei Kilometern nimmt sowohl die Bebauung als auch die Zuseherzahl stetig zu. Im scharfen Rechtsknick geht es schließlich auf die Roosevelt Road. Die Straße steigt zwar leicht an, aber die Menschenmassen links und rechts mobilisieren in den Läuferinnen und Läufern - und auch in uns - die letzten Reserven .
Zack links geht es wieder in den Columbus Drive, der hier leicht abfällt und uns mit dem von zig-Tausenden gesäumten Zielbogen erwartet.
Wir reißen die Arme hoch - und durch sind wir. Wie wir nachher sehen werden, haben Jörg und ich wieder ein perfektes ex-aequo Rennen geliefert: 4.10.50 lautet unsere auf die Sekunde gleiche Zeit.
Im Zielbereich bekommen wir unsere Medaille und eine wärmende Folie. Dann schlendern wir langsam Richtung Kleiderabgabe, genehmigen uns auf dem Weg dort hin ein gutes Goose Island 312 (für Nicht-Kenner: ein Weizenbier aus Chicago), schnappen unsere Kleider um etwas Warmes überzuziehen und hocken dann noch eine halbe Stunde im Party-Bereich des Marathons vor einem Festzelt und lassen uns von der angenehm wärmenden Sonne anstrahlen.
Fazit: Ich freue mich riesig! Mit so wenig Training einen Marathon so rund abzuspulen, damit kann ich nur zufrieden sein. Dazu die tolle Atmosphäre eines in jeder Hinsicht perfekt organisierten Rennens - was kann man sich mehr wünschen?
Von Montag bis Mittwoch erkunden wir noch die Stadt: Das Art Institute of Chicago (mit einer wunderschönen Sammlung expressionistischer Malerei, aber auch von den Top-Künstlern der USA), das Field Museum of Natural History (mit dem größten erhaltenen T-Rex Skelett und einer hervorragenden Schau über die indianische Kultur), der Navy Pier und vieles andere stehen auf dem Programm.
Am Donnerstag Abend sind Gudrun und ich wieder in Wien gelandet. Mit einem wahren Berg schöner Erinnerungen, mit den Eindrücken einer sauberen und unerhört freundlichen Stadt und mit dem Erlebnis eines Marathons, der völlig zurecht zu den absoluten Weltklasseveranstaltungen gezählt wird.
Für alle, die es interessiert ist die Wettervorhersage für den Lauftag (auf Std. aufgeschlüsselt).
Wie hast Du es nur in den Startblock C geschafft? Ich stand im offenen Block, gefühlt eine Meile von Start entfernt. Die Folge war, dass ich in auf den ersten Meilen nicht meinen Rhythmus laufen konnte und so etwas Zeit liegen blieb (es sollten nicht die letzten Minuten sein). Nach und nach kam ich ins Rollen und bis zum Km 29 sah auch alles gut aus, doch dann kam der böse Mann mit der Keule und vorbei war es. Mit endlos vielen Gehpausen habe ich es auf eine Nettozeit von 4h21min gebracht.
In diesem Sinne: Gratulation allen Finishern und bis zum nächsten Mal.
Danke für die kostenlose Stadtführung - die Stadt werde ich mr auch mal anschauen, sollte ich jemals in die Staaten kommen!
MEine ganz herzlichen GLückwünsche zu diesem tollen , genussvollen Lauferlebnis. Da werde ich ja glatt ein wenig neidisch!
Ich hoffe, Wolfgang, wir sehen uns nächstes Jahr mal wieder persönlich! Einen guten läuferischen Jahresausklang wünscht dir
nachtzeche
__________________
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)
Super schöner Bericht , habe auch schon jeden Tag darauf gewartet.
Glückwunsch zu dem gut gelaufenen Marathon, einfach schön wie du ihn gelaufen bist.
Erhole dich und eine schöne Zeit bis bald mal
lg mobile
Hallo Wolfgang,
das hast Du gut hinbekommen! Auch gemessen an Deiner nicht gerade perfekten Vorbereitung. Und bei Deinem kurzweiligen Bericht ist manche Erinnerung wach geworden.
Ich meine, wir hatten uns in Berlin nach dem Halbmarathon 2009 beim Bier auch kurz über Chicago unterhalten. Ist wirklich extrem mit den Temperaturen, wobei ich Dich sogar noch ein wenig korrigieren muss: 2007 waren es in der Spitze 34 Grad Celsius!
Bis zum nächsten Mal!
Grüße aus Hannover!
Nobby
Ein SUPERGEILER Bericht von einem COOLEN Marathon DANKE ! ! !
Das habt ihr beide ja wirklich TOLL hinbekommen, trotz Krampf am Vortag bwz. sehr wenig Lauftraining. Deine FÜHRUNG durch die Stadt macht einen wirklich Lust selbst mal dort zu starten.
Schöne Grüße aus der Steiermark
Kraxi
P.S. Freue mich schon auf ein WIEDERSEHN
__________________ April 2009 50km Mnisek (Tschechien) 3:32:44 Platz 1 Mai 2009 Welschlauf (Trainings)Marathon 2:52:52 Platz 1 Okt. 2009 ECU Gesamtplatz 2
Danke für den schönen Bericht zum Chicago Marathon, Gruß auch an Jörg und Euch beiden eine gute Erholung! Freue mich schon auf Deinen nächsten Laufbericht, wenn Du demnächst die Anteile von Tennis und Laufen (hoffentlich) wieder tauschst.
__________________
Tschüß, Eckhard
Rumläufer - infiziert seit Hamburg`06 "echter" Marathoni seit Nov.`08 "geröntgt" seit Okt.`09
The Brain
Wie hast Du es nur in den Startblock C geschafft? Ich stand im offenen Block, gefühlt eine Meile von Start entfernt.
Hi Achim!
Es genügt ein Fax an den Veranstalter. Mit meiner letzten Marathonzeit hatte ich das Limit für den Startblock C in der Tasche.
Zitat:
Zitat Nachtzeche
Danke für die kostenlose Stadtführung - die Stadt werde ich mr auch mal anschauen, sollte ich jemals in die Staaten kommen!
Hallo Chris!
Chicago ist absolut eine Reise wert. Nicht nur, weil es dort einen tollen Marathon gibt.
Wir sehen uns übrigens spätestens am Rennsteig wieder .
Zitat:
Zitat mobile
Super schöner Bericht , habe auch schon jeden Tag darauf gewartet.
Hallo Hanka! Ich habe mich beim Sightseeing schon sehr gut erholt. Lockeres gehen hilft bei mir nach einem Marathon immer am besten. Morgen bin ich zum ersten Mal wieder laufend unterwegs.
Zitat:
Schöner Bericht!
Zitat:
Super Bericht,und klasse Lauf
Hi Costello, hallo Cosmopolli! Danke für euer Lob.
Zitat:
Zitat Nobby
Ich meine, wir hatten uns in Berlin nach dem Halbmarathon 2009 beim Bier auch kurz über Chicago unterhalten. Ist wirklich extrem mit den Temperaturen, wobei ich Dich sogar noch ein wenig korrigieren muss: 2007 waren es in der Spitze 34 Grad Celsius!
Hallo Nobby!
Ja, das haben wir.
Danke übrigens für die Korrektur bezüglich der Hitze 2007. Da sind sogar mir als bekennendem Schönwetterläufer kühle Wetterbedingungen lieber.
Zitat:
Zitat katzie
Ich sehe schon, in einem späteren Leben werde ich wohl auch noch Chicago laufen müssen...
Warum nicht gleich in diesem Leben? Du wirst es nicht bereuen!
Zitat:
Zitat Kraxi!
Das habt ihr beide ja wirklich TOLL hinbekommen, trotz Krampf am Vortag bwz. sehr wenig Lauftraining.
Hallo Hannes!
Wir waren in der zweiten Hälfte zwar langsamer unterwegs als in der ersten. Aber insgesamt konnten wir die Strecke gut durchlaufen. Bei dem begeisterten Publikum kann man außerdem noch ein paar Extra-Reserven mobilisieren.
Zitat:
Zitat Rumlaeufer
Freue mich schon auf Deinen nächsten Laufbericht, wenn Du demnächst die Anteile von Tennis und Laufen (hoffentlich) wieder tauschst.
Ab sofort ist der Spieß auch wieder umgedreht. Im Winter spiele ich nur ein Mal die Woche Tennis. Ein paar Turniere kommen zwar dazu, aber insgesamt ist fünf mal die Woche laufen angesagt.
Zitat:
Zitat TomX
Hat mir richtig Spaß gemacht, das zu lesen.
Ich freue mich immer, wenn es mir gelingt, die Stimmung eines Rennens nachträglich auch so halbwegs in Worte zu fassen.
Zitat:
Zitat Viermaerker!
Die "windy city" scheint Euch zwar mit Kälte malträtiert aber zumindest von den möglichen eisigen Winden vom See her verschon zu haben.
Hallo Walter!
So richtig kalt war es uns nur vor dem Start. Den ganzen Sonntag hielt sich auch der Wind zurück und die Sonne hat uns über weite Strecken begleitet - und Gott sei Dank hatte ich meine dünnen Newline-Handschuhe dabei. Die sind für mich extrem wichtig, da ich bei derartigen Temperaturen sonst immer kalte Hände und damit das Gefühl habe, mich nicht wärmen zu können.
PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07::42 / 24h-Lauf: 219,273 km Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2008: 4. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M55
das bestärkt mich nur, mich für 2010 anzumelden!! hoffe nur das es nicht nur 2 grad hat, weil das ist schon heftig!!
habs mir teilweise im internet per livestream angeschaut, irgendwie hatte ich das gefühl als wären recht wenige zuschauer auf der strecke gewesen, ganz anders als du eben berichtet hast!!
auf ein wiedersehen vor der reichsbrücke im april
lg flo
__________________ Wettkämpfe
31.12. Silvesterlauf 2006 Vösendorf (5,68 km) --> 21:18 Laufbericht
29.04. Vienna City Marathon 2007 HM (21,1 km) --> 1:31:45 Laufbericht
16.09. Wachaumarathon 2007 HM (21,1 km) --> 1:26:12 Laufbericht
21.10. Wolfgangseelauf 2007 (27 km) --> 2:04:30 Laufbericht
02.12. Mödlinger Adventlauf 2007 (10,5 km) --> 41:30 Laufbericht
31.12. Silvesterlauf 2007 Vösendorf (5,68 km) --> 21:48
27.04. Vienna City Marathon 2008 HM (21,1 km) --> 1:27:45
06.07. Faaker See Lauf 2008 (10,5 km) --> 43:30
14.09. Wachaumarathon 2008 HM (21,1 km) --> 1:24:49 (PB)
19.10. Piestingtallauf 2008 HM (21,1 km) --> 1:25:24
19.04. Vienna City Marathon 2009 HM (21,1 km) --> 1:35:30 Laufbericht
24.05. Akademieparklauf Wr. Neustadt 2009 (10 km) --> 40:09
21.06. Trumauer Lauferlebnis 2009 (10 km) --> 39:44 (PB)
vielen Dank für den tollen Laufbericht und herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis bei dem Training.
Ich wollte Dir noch am Mittwoch abend vor dem Marathon telefonisch alles Gute wünschen, konnte Dich aber nicht mehr am Handy erreichen, hast es aber auch so gut geschafft
Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen.
Viele Grüße
Bernhard
__________________ Benutzerbild aufgenommen beim Schwäbisch Alb Marathon
Wolfgang,
endlich ist dein Bericht im Forum
Hat Spaß gemacht, deine ausführlichen Schilderungen zu lesen
Ich hoffe, du kannst noch lange von den Eindrücken in Chicago zehren.
Gute Regeneration und bis nächstes Jahr in Wien
Angie
__________________
I'm so fast that last night I turned off the light switch in my hotel room and was in bed before the room was dark.Muhammad Ali
Na, da habt ihr beiden Haudegen das Ding doch ganz locker absolviert ! Gibt's noch ein paar Fotos oder muss ich mich mit der (sehr guten) Beschreibung begnügen ?
was für ein schöner Bericht! Ich war selbst gerade zum ersten Mal in den USA, allerdings nur als Tourist - gelaufen bin ich nur spärlich früh am Morgen und Marathon nur zu Fuß durch New York. Daher hat mich dein Sightseeing besonders beeindruckt, denn nach Chicago will ich auch irgendwann einmal! Schön zu lesen, dass es auch für einen kurzen Aufenthalt noch geeignet ist.
Herzlichen Glückwunsch zu deinem entspannten Marathonerlebnis und liebe Grüße an dich und Gudrun
von Babs
Hallo Wolfgang,
Glückwunsch zu einem besonderen Lauferlebnis! Es klingt so entspannt und richtig nach Chicago genießen. Da habt ihr aufs richtige Pferd gesetzt! Schön, dass ihr den Lauf gemeinsam genießen konntet! Dank für deinen anschaulichen Bericht, da ist gleich ein Hauch von Amerika in der Luft.
Erhol Dich gut und liebe Grüße auch an Gudrun!
Binchen
Zitat U_d_o
Für mich war vor allem interessant, dass die USA neben N.Y. und Boston anscheinend einen weiteren höchst attraktiven Marathon zu bieten haben.
Hallo Udo!
Die Strecke durch die Stadt und die immer neuen Blickwinkel auf die Skyline machen das Rennen zu einem tollen Erlebnis. Und das Publikum in Chicago ist unglaublich gut drauf. So macht das Laufen einfach Spaß.
Zitat:
Zitat Flotschii!
habs mir teilweise im internet per livestream angeschaut, irgendwie hatte ich das gefühl als wären recht wenige zuschauer auf der strecke gewesen, ganz anders als du eben berichtet hast!!
Keine Bange. Da war trotz der kalten Temperaturen schon ordentlich was los.
@Reichsbrücke Wien 2010: Du kannst sicher sein, dass ich da sein werde .
Zitat:
Zitat Bernie
Ich wollte Dir noch am Mittwoch abend vor dem Marathon telefonisch alles Gute wünschen,
Hallo Bernie!
Danke. Die guten Wünsche sind auch so angekommen. Chicago wäre sicher auch für dich ein gutes Pflaster .
Zitat:
Zitat Angie!
Ich hoffe, du kannst noch lange von den Eindrücken in Chicago zehren.
Gute Regeneration und bis nächstes Jahr in Wien
Hi!
Die Stadt hat mich schon vor ein paar Jahren bei meinem ersten - sehr kurzen Aufenthalt - sehr beeindruckt.
Ich wünsch dir eine gute Vorbereitung für Wien und freu mich drauf, dich und Rolf wieder zu sehen.
Zitat:
Zitat Renn-Schnecke
Gibt's noch ein paar Fotos oder muss ich mich mit der (sehr guten) Beschreibung begnügen
Hallo Steffi!
Fotos gibt es jede Menge. Muss mal sehen wo ich die am Besten raufladen kann. Damit hab ich mich noch nie beschäftigt. Wenn du einen Tipp hast, dann her damit.
Zitat:
Zitat Babsbara
Ich war selbst gerade zum ersten Mal in den USA, allerdings nur als Tourist - gelaufen bin ich nur spärlich früh am Morgen und Marathon nur zu Fuß durch New York.
Hallo Babs!
New York ist mein Stichwort für 2010. Dort werde ich im kommenden Jahr den Marathon laufen. Und im April 2011 ist dann Boston dran.
Zitat:
Zitat Binchen rennt
Schön, dass ihr den Lauf gemeinsam genießen konntet! Dank für deinen anschaulichen Bericht, da ist gleich ein Hauch von Amerika in der Luft
Hallo Sabine, du Treppchen- und Pokaleroberin!
Einen Pokal haben Jörg und ich in Chicago knapp verpasst . Dafür hat unser Timing diesmal wieder so perfekt gestimmt, wie bei unserem 6-Stunden-Lauf in Nürnberg.
Fotos gibt es jede Menge. Muss mal sehen wo ich die am Besten raufladen kann. Damit hab ich mich noch nie beschäftigt. Wenn du einen Tipp hast, dann her damit.
Hallo Babs!
New York ist mein Stichwort für 2010. Dort werde ich im kommenden Jahr den Marathon laufen. Und im April 2011 ist dann Boston dran.
Hach - und in Boston war ich auch gerade. Da hat es uns richtig gut gefallen und ich habe sogar die Ziellinie des letzten Boston-Marathons gesehen (und fotografiert).
Ich war eher enttaeuscht von Chicago. Ist aber wahrscheinlich unfair, wenn man NYC gewoehnt ist. Kam mir vor wie das Financial District (am Wochenende tot) plus Suburbs. Aber der Marathon ist superschnell. Ich war wie schon in Boston als pacemaker unterwegs fuer den beinlosen Richard Whitehead auf der Jagd nach dem Weltrekord. Sein alter war 2:56, eine 2:509 ist's geworden.
Hallo Wolfgang,
danke für den schönen Bericht und Glückwunsch zum entspannten Marathon . So macht Laufen richtig Spaß und irgendwie hast du scheinbar bei solchen Läufen auch ein glückliches Händchen.