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Thema: Break even beim Kampf: Training gegen altern

  1. #1
    Avatar von gecko
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    Standard Break even beim Kampf: Training gegen altern

    Ich bin ja ein Freund von Zahlenschiebereien und Statistiken, zumindest was meine eigen Lauferei anbelangt.
    Dummerweise bin ich keine 23-27 mehr (Was nach Greif mein bestes Laufalter gewesen wäre), sondern 48 und damit doppelt so alt.

    Den Altersrechner von Greif finde ich ja ganz witzig, aber spannender als die Frage, wie schnell ich früher gewesen sein KÖNNTE, finde ich die Frage, wie lange ich noch schneller werden KANN.

    Was mir durch den Kopf geht:
    Ich bin jetzt -mit 48- viel schneller als vor drei Jahren und stehe bei 10km ungefähr bei 40 Minuten (Am Sonntag erhoffe ich mir diese Zeit zu zementieren)

    Meine Wettkampfhistorie (Immer der Alsterlauf, Anfang September)
    2014 (45J) - 44:06
    2015 (46J) - nicht teilgenommen
    2016 (47J) - 41:32
    2017 (48J) - 40:0x - 39:5x (hoffentlich)

    Jetzt kommt der Punkt, wo Greif ins Spiel kommt:

    HÄTTE ich mit 45J eine 40:00 gelaufen, WÄRE ich früher eine 36:24 gelaufen
    Jetzt mit 48J bedeutete eine 40:00, eine frühere 35:33
    Mit anderen Worten, ich habe in den letzten drei Jahren schon 51 Sekunden verloren durchs Altern, unabhängig davon, dass ich absolut gesehen schneller geworden bin als vor drei Jahren.

    Konsequenterweise werden die Fortschritte sowieso immer kleiner und in Anbetracht des zunehmenden Verlustes der Leistungsfähigkeit, wird sich das Training irgendwann nicht mehr gegen den Zeitzahn durchsetzen können, was PBs anbelangt.

    Im Gegensatz zu vielen Leuten, hier, die seit Jahrzehnten dabei sind, habe ich eben keine Bestzeiten von früher, sondern laufe sie tatsächlich jetzt gerade...
    Das ist einer der Gründe, warum mich das so anfixt, ich laufe z.B. die 1000m aktuell schneller als damals, als ich als 14 Jähriger beim Leichtathletik war (Damals 3:24 , hab die Urkunde noch )

    Wie lang werde ich also noch schneller werden können, bei mehr oder weniger gleich bleibendem Trainingsaufwand (3-4 EInheiten die Woche, 30-50km die Woche) (und vorausgesetzter Verletzungsfreiheit/Gesundheit)
    Mitte 50?

    Habt Ihr da eigene Erfahrungen oder Gedanken zu oder bin ich hier allein mit meinem Spleen?

  2. #2
    Avatar von Marky89
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    Standard

    Ich finde das Thema spannend... passt irgendwie auch zu der Idee, wie viel % deiner max. Leistungsfähigkeit du mit einem bestimmten Maß an Training erreichen kannst. Wärest du bei 100%, so würde das Alter voll zuschlagen, d.h. du könntest nur noch schlechter werden . So aber nutzt du die "Lücke" vermutlich noch eine Weile zur Verbesserung der PBs. Also lieber nicht zu schnell besser werden ;-)

  3. #3

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    Mir geht es im Prinzip ähnlich, nur das meine Messlatte der Hamburg-Marathon ist und ich inzwischen 53 bin. Ich habe mal irgendwo gelesen, daß man etwa sieben Jahre lang mit regelmässigem Training ohne große Steigerung immer besser werden kann.Das wäre bei mir inzwischen erreicht (ich habe 2009 angefangen zu laufen). Trotzdem schaffe ich es auch immernoch, persönliche Bestzeiten zu laufen. Ich denke inzwischen, daß es mir lieber ist, nicht zu wissen, wie lange das noch so weiter gehen kann. Ich glaube nämlich, daß die Aussicht auf eine PB auf mich extrem motivierend wirkt.

  4. #4

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    Ich verstehe Dein Problem und kann leider nichts sinnvolles beitragen.

    Aber: Das Problem ist doch, dass Du glaubst, über den Faktor "Zeit" einen absoluten Maßstab zur Einordnung Deiner Leistung in der Hand zu haben. Dass dem nicht so ist, hat Einstein - auch unabhängig von Deinem Alter, Körpergewicht, Schuhsohlendicke, Straßenbeschaffenheit etc. - bewiesen: Zeit ist relativ. Wenn Du das akzeptierst, stellt sich die Frage nicht mehr.

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  5. #5
    Avatar von JoelH
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    Mir geht es wie dir.

    Ich gehe an die Sache recht pragmatisch an und sehe das ganze so =>

    Solange es Leute gibt, die älter und schneller sind als ich, erbringen Sie für mich den Ansporn es ihnen gleich zu tun zu wollen. Da die Leistung selbst ja augenscheinlich möglich ist.

    Das gute daran ist ja, wenn jemand aus der M60 immer noch sub 38 läuft, dann habe ich noch 20 Jahre Zeit mich dahin zu trainieren

  6. #6
    Avatar von FasterRoadRacer
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    Gecko, Du bit in Deiner AK sehr schnell unterwegs, also fokussier Dich doch jetzt darauf, in Deiner bald neuen AK 50 aufs Treppchen zu steigen. Bei meinem letzten 10er in Berlin, recht grosse Veranstaltung, nahm ein M50 teil, der lief um die 36min und hatte den AK Sieg (AK60 Sieger war um die 43min, das macht mir Hoffnung, bin ja selbst noch AK45 ).

    Trainiere halt 4-5 mal die Woche und erhoehe Deine Umfaenge, bei Dir geht doch noch mehr. Lese ja hier mit und sehe was Du da aus dem "bisschen" Training rausholst


  7. #7
    Avatar von gecko
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    Erst einmal freue ich mich, dass das Thema so konstruktiv aufgenommen wird

    Aber um noch mal etwas gerade zu rücken: Mir geht es gar nicht ums Lamentieren, im Gegenteil, ich bin sozusagen voll der Freude, dass das bei mir mit dem Laufen bisher so gut klappt. Sowohl was Verbesserungen, als auch was meine Stabilität anbelangt.
    Wenn ich irgendwann besagten "break even" erreicht habe, bin ich schlechtestenfalls in meiner AK "nur" noch im vorderen Viertel unterwegs, bestenfalls ist bei kleineren Veranstaltungen sogar mal der eine oder andere Treppchenplatz drin (Man hat ja noch Ziele )

    Ich finde einfach spannend, was andere in meiner (Alters)situation darüber denken und wie sie damit umgehen, denn laut meiner Frau habe ich abwechselnd nicht mehr alle...

    ...Latten am Zaum
    ...Zacken in der Krone
    ...Tassen im Schrank
    ...Murmeln beisammen
    ...Kerzen am Baum
    ...Speichen am Rad

    weil ich mir ständig um sowas Gedanken mache

    Ich finde hier sind schon einige zitatwürdige Sätze gefallen und das bei erst 5 Beiträgen:
    So aber nutzt du die "Lücke" vermutlich noch eine Weile zur Verbesserung der PBs. Also lieber nicht zu schnell besser werden ;-)
    Abgesehen davon, dass das taktisch klug ist, werden Sprünge eh immer kleiner

    ...Ich denke inzwischen, daß es mir lieber ist, nicht zu wissen, wie lange das noch so weiter gehen kann. Ich glaube nämlich, daß die Aussicht auf eine PB auf mich extrem motivierend wirkt.
    Geht mir ebenso.

    Solange es Leute gibt, die älter und schneller sind als ich, erbringen Sie für mich den Ansporn es ihnen gleich zu tun zu wollen. Da die Leistung selbst ja augenscheinlich möglich ist.
    Auch das ist mir schon oft durch den Kopf gegangen, obwohl auch hier natürlich individuelle Leistungsunterschiede zum Tragen kommen.
    Jemand der mit Mitte 20 eine 32er Zeit gelaufen ist, wird auch mit 50 noch schneller sein, als ich es je sein werde.


    also fokussier Dich doch jetzt darauf, in Deiner bald neuen AK 50 aufs Treppchen zu steigen.
    Hab ich ja oben schon geschrieben. Das ist mein Plan (Zumindest auf kleinen Läufen)
    Letztes Jahr habe ich einen 10er auf dem Campingplatz im Urlaub mitgelaufen. Das war eine 2x5km Runde. Nach der ersten Runde, bin ich direkt mit dem Sieger des 5Km Laufes durchs Ziel gelaufen, nur dass der eben schon fertig war und ich noch mal rum musste. Da dummerweise die ganzen ambitionierten Läufer die 10Km Distanz gewählt hatten, bin ich "nur" 6ter geworden. Den 5er hätte ich glatt gewinnen können

  8. #8
    Avatar von burny
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    Zitat Zitat von kalue Beitrag anzeigen
    Ich habe mal irgendwo gelesen, daß man etwa sieben Jahre lang mit regelmässigem Training ohne große Steigerung immer besser werden kann.Das wäre bei mir inzwischen erreicht
    Tja, gut, dass der Mensch keine Maschine ist. Bei der kann man ja in sehr engen Grenzen voraussagen, wie sie sich verhalten wird. Da dem aber nicht so ist, ist die Sache komplexer und nicht voraussagbar. Da spielen zig Faktoren mit hinein, am wichtigsten wohl individuelle Anlagen, aber auch Training (Umfang, Intensität etc.), Vergangenheit, Verletzungen undundund. 3 - 5 Jahre Fortschritte, ggfs. auch 7 oder 8 sind da eine grobe Richtgröße. Hinzu kommt, durch Umstellungen des Trainings können auch später noch Verbesserungen erzielt werden.

    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    Wie lang werde ich also noch schneller werden können, bei mehr oder weniger gleich bleibendem Trainingsaufwand (3-4 EInheiten die Woche, 30-50km die Woche) (und vorausgesetzter Verletzungsfreiheit/Gesundheit)
    Wenn du diese Prämisse irgendwann einmal ändern solltest, also z. B. auf 80 oder 100 km die Woche gingest (mit entsprechendem Ausbau der Intensitätseinheiten), dann wäre wahrscheinlich auch in höherem Alter noch eine Steigerung möglich - wenn du dann das erhöhte Training verkraftetest. Also viel hätte, könnte, aber...

    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    HÄTTE ich mit 45J eine 40:00 gelaufen, WÄRE ich früher eine 36:24 gelaufen
    Jetzt mit 48J bedeutete eine 40:00, eine frühere 35:33
    Mit anderen Worten, ich habe in den letzten drei Jahren schon 51 Sekunden verloren durchs Altern, unabhängig davon, dass ich absolut gesehen schneller geworden bin als vor drei Jahren.
    Diese Logik verstehe, wer will. Ich jedenfalls nicht.

    Ein weiterer Aspekt scheint mir noch, dass es nicht allein um Verbesserung von Zeiten geht, sondern mehr um Halten. Denn wenn du erstmal ein hohes Niveau erreicht und dein Potenzial ausgeschöpft hast, dann kannst du knapp in der Nähe deiner Bestzeit laufen, aber um auch nur ein paar Sekunden drunter zu bleiben, muss bei einem Lauf alles zusammenpassen. Das lässt sich oft nicht planen. Solche "guten" Läufe passieren dann einfach.

    Meine Bestzeiten gelaufen bin ich:
    - im Marathon nach 7 1/2 Laufjahren (mit 50 Jahren)
    - im HM und 10 km nach 4 Jahren
    - über 5 km nach 6 Jahren

    Für 5 und 10 km sowie HM habe ich allerdings nie spezifisch trainiert. Das Niveau konnte ich dann aber über mehrere Jahre halten und bin z. B. mit 54 noch 2:48 im Marathon gelaufen.

    Bernd
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  9. #9
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    3 - 5 Jahre Fortschritte, ggfs. auch 7 oder 8 sind da eine grobe Richtgröße. Hinzu kommt, durch Umstellungen des Trainings können auch später noch Verbesserungen erzielt werden.


    Wenn du diese Prämisse irgendwann einmal ändern solltest, also z. B. auf 80 oder 100 km die Woche gingest (mit entsprechendem Ausbau der Intensitätseinheiten), dann wäre wahrscheinlich auch in höherem Alter noch eine Steigerung möglich - wenn du dann das erhöhte Training verkraftetest. Also viel hätte, könnte, aber...
    Volle Zustimmung.

    Markus, früher oder später wirst auch du mehr Zeit zum Laufen haben, etwa wenn die Kinder lieber mit ihren Freunden als Eltern spielen, oder sie anfangen, am Wochenende das Mittagessen zu verschlafen, oder wenn sie ausziehen, oder wenn die bessere Hälfte sich ein noch zeitintensiveres Hobby sucht.

    P.S. M-PB im 13ten Laufjahr, 5k/10k/HM-PB im 15ten.
    P.P.S. 8k-PB im 16ten, 50 Meilen-PB im 18ten.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  10. #10
    Avatar von burny
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    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    Jemand der mit Mitte 20 eine 32er Zeit gelaufen ist, wird auch mit 50 noch schneller sein, als ich es je sein werde.
    Nein.
    Bis auf verschwindend geringe Ausnahmen sind die schnellen Altersklassenläufer die Späteinsteiger, und zwar um so mehr, je höher die AK.

    Es scheint so, als könnten Menschen nur eine begrenzte Zeit auf sehr hohem Niveau laufen. Ich kenne etliche Läufer, die in meiner Anfangszeit als M45-er, als meine "Standard"-Zehnerzeit eine 37:xx war, schon viele Jahre mehr dabei waren und unerreichbar 2, 3 oder noch mehr Minuten vor mir lagen und die dann als M50 oder M55 um Minuten langsamer wurden und ich an ihnen "vorbeizog".

    Bernd
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  11. #11
    Bewegungsfreude pur! Avatar von barefooter
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    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    ...Dummerweise bin ich keine 23-27 mehr (Was nach Greif mein bestes Laufalter gewesen wäre), sondern 48 und damit doppelt so alt.
    Die Überschrift macht neugierig, noch neugieriger hätte mich das Ergebnis einer Umfrage gemacht, was gemeint sein könnte.

    23-27 ist so oder so ein starkes Alter, das war für mich Anfang der Siebziger und ich schon einige Jahre laufend unterwegs gewesen. Erinnerungen verblassen oder werden mit der Zeit verklärt, daher kann ich nur episodenhaft berichten.

    Irgendwo bei einem Volkslauf stand ich zeitig am Start im Pulk und schaute mich um. Aus meiner Sicht Leute im mittleren Alter, also so um die 30, aber auch ältere mit verhärmten Gesichtern, schätze mal so 48. Warte bis ich in Rente bin, sagte einer, dann bleibt ihr alle auf der Strecke. Er wollte wohl damit sagen, dann würde er reichlich Zeit finden zu trainieren und auch im Alter noch schneller werden können. Ich war verwundert, aber spontan fasziniert vom Laufen als Alterssport (und wurde schon vor der Zeit Mitglied der IGäL).

    Konsequenterweise werden die Fortschritte sowieso immer kleiner und in Anbetracht des zunehmenden Verlustes der Leistungsfähigkeit, wird sich das Training irgendwann nicht mehr gegen den Zeitzahn durchsetzen können, was PBs anbelangt. Im Gegensatz zu vielen Leuten, hier, die seit Jahrzehnten dabei sind, habe ich eben keine Bestzeiten von früher, sondern laufe sie tatsächlich jetzt gerade... Wie lang werde ich also noch schneller werden können, bei mehr oder weniger gleich bleibendem Trainingsaufwand (3-4 EInheiten die Woche, 30-50km die Woche) (und vorausgesetzter Verletzungsfreiheit/Gesundheit) Mitte 50?
    Sprintstrecken haben mich nie fasziniert, sondern nur längere, ruhige Läufe. Wahrscheinlich wirst du auch ruhiger werden, weniger rechnen und die Qualität von Läufen nicht nur an Bestzeiten festmachen.
    Grüße von der Baltischen See! Laufen/Wandern barfuß erleben - Nur zu Fuß - am besten barfuß - hält die Seele Schritt.
    Je länger die Strecke, desto unbedeutender die Zeit, da allein die Streckenbewältigung zu einer eigenen Leistung wird.


  12. #12
    Avatar von Marky89
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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Es scheint so, als könnten Menschen nur eine begrenzte Zeit auf sehr hohem Niveau laufen.
    Woran könnte das liegen? Ich vermute, dass es unterhalb des Profisports (wovon hier ja die Rede ist) vor allem an der Motivation liegt, die sich nicht ohne weiteres auf höchstem Niveau Jahrelang halten lässt bzw. damit verbunden die nachlassende Bereitschaft, die eigene Zeit und Lebensgestaltung über viele Jahre bedingungslos diesem einen Hobby zu widmen.
    Vielleicht gibt es auch physiologische Gründe, dann würden mich die interessieren.

  13. #13
    Avatar von burny
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    Zitat Zitat von Marky89 Beitrag anzeigen
    Vielleicht gibt es auch physiologische Gründe, dann würden mich die interessieren.
    Nun, das würde ich umdrehen: Warum sollte die Tatsache, dass jemand über Jahre hinweg, 15, 20, 25 Jahre lang, mit Umfängen von 4.000, 5.000 oder noch mehr Kilometern pro Jahr trainiert, darunter viele intensive Einheiten und meistens auch ein hoher Wettkampfanteil, spurlos am Körper vorübergehen? Wieso sollte das im Leistungssport eine Rolle spielen, beim ambitionierten "Hobby"-Läufer aber nicht?

    Meine Beobachtung hinsichtlich des Kausalzusammenhangs ist im Übrigen ebenfalls genau umgekehrt: Viele, nicht alle, verlieren die Motivation, wenn sie realisieren, dass sie trotz mehr und härterem Training den Leistungsabfall nicht aufhalten können.

    Bernd
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  14. #14

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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Meine Beobachtung hinsichtlich des Kausalzusammenhangs ist im Übrigen ebenfalls genau umgekehrt: Viele, nicht alle, verlieren die Motivation, wenn sie realisieren, dass sie trotz mehr und härterem Training den Leistungsabfall nicht aufhalten können.
    +1
    Ich denke, das trifft den Grund am Nächsten. Wer trotz aller steigenden Bemühungen immer "schlechter" wird und dies nicht kompensieren kann, scheint viel Motivation zu verlieren. Plötzlich steht man nicht mehr im Rampenlicht, und sei es "nur" das Foto in der regionalen Zeitung. Vom Menschentyp sicherlich auch ein Stück verständlich: Aus Siegertypen werden unter Ferner liefen.
    Daran muss man sich gewöhnen und das können wohl die Wenigsten akzeptieren. Vermute ich
    Tom

  15. #15
    Avatar von gecko
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    @burny: vielen Dank für Deine Ausführungen. Gerade Du hast einiges Gewicht bei mir, auch wenn Du das nicht wusstest.
    Daher als Erstes nochmal ein Erklärungsversuch:


    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    HÄTTE ich mit 45J eine 40:00 gelaufen, WÄRE ich früher eine 36:24 gelaufen
    Jetzt mit 48J bedeutete eine 40:00, eine frühere 35:33
    Mit anderen Worten, ich habe in den letzten drei Jahren schon 51 Sekunden verloren durchs Altern, unabhängig davon, dass ich absolut gesehen schneller geworden bin als vor drei Jahren.
    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Diese Logik verstehe, wer will. Ich jedenfalls nicht.
    Vorweg: Mir ist klar, das Laufen keine Mathematik ist, will heißen, mir ist bewusst, dass viele Faktoren da mit reinspielen, die sich nicht voraus berechnen lassen. (Wie Du auch schriebst: Umfänge, Tagesform, Verletzungsfreiheit... oder eben nicht usw.)
    Mein Beispiel oben ist nur als theoretisches Rechenbeispiel gedacht und zwar in dieser Art:

    Wenn ich vor drei Jahren den selben Traingsstand gehabt hätte wie heute (Also bereits gelaufen wäre, seit ich 42 bin), dann wäre eine 40:00 über 10Km sozusagen "weniger Wert" gewesen als heute.
    Oder noch anders ausgedrückt:
    Wenn ich vor drei Jahren den selben Traingsstand gehabt hätte wie heute (Also bereits gelaufen wäre, seit ich 42 bin), dann wäre ich nach Greif THEORETISCH (Bei ansonsten konstanten Voraussetzungen) die oben angesprochenen 51 Sekunden schneller gewesen.

    Dieser Punkt hier:

    Nein.
    Bis auf verschwindend geringe Ausnahmen sind die schnellen Altersklassenläufer die Späteinsteiger, und zwar um so mehr, je höher die AK.
    finde ich faszinierend. Ich hatte ganz vergessen, da auch schon mal was drüber gelesen zu haben. Die Quintessenz war so ungefähr Folgende:
    "Jeder Körper hat quasi ein Kontingent an Kilometern. Wer das in jungen Jahren als Profi/Leistungssportler abgerufen hat, dem fehlt das im Alter, weil die vielen Jahre Raubbau ihren Tribut gefordert haben. Wer das erst im Alter abruft, kann eben noch...."

    Ok, das in Verbindung mit:

    Meine Beobachtung hinsichtlich des Kausalzusammenhangs ist im Übrigen ebenfalls genau umgekehrt: Viele, nicht alle, verlieren die Motivation, wenn sie realisieren, dass sie trotz mehr und härterem Training den Leistungsabfall nicht aufhalten können.
    ergibt dann tatsächlich ein Bild.
    Vor allem das ist ja genau das was ich oben schon geschrieben habe:
    Gerade weil ich eben nicht alten Bestzeiten hinterher jammere (Weil es keine gibt), bin ich ja so motiviert gerade. Ich bin seit ich konstant und ambitioniert laufe, sozusagen durchgehend in der Form meines Lebens.

    Aber eins noch zu barefooter:
    Wahrscheinlich wirst du auch ruhiger werden, weniger rechnen und die Qualität von Läufen nicht nur an Bestzeiten festmachen.
    Oh ich weiß die Qualität von JEDEM Lauf durchaus zu schätzen. Die gemütlichen Sonntagsläufe, morgens beim Sonnenaufgang, außerhalb von Trainingsplänen ebenso wie die vermeintlich ungemütlichen Abendläufe mit Kopflampe im Graupelschauer. Wirklich, ich liebe Laufen durchaus um des Laufens willen mittlerweile. Es ist nur so, dass mir derzeit das Jagen nach PB einfach Spaß macht, vor allem, weil es eben noch funktioniert.
    Aber Du hast natürlich Recht. Ganz sicher werde ich ruhiger werden und wenn es mit dem Speed nicht mehr klappt oder ich keine Lust mehr darauf habe, dann werden wir weiter sehen, wie es weiter läuft...

  16. #16

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  17. #17
    Analogue native Avatar von geebee
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    Standard

    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    [...] Habt Ihr da eigene Erfahrungen oder Gedanken zu oder bin ich hier allein mit meinem Spleen?
    Hallo Gecko,

    es ist natürlich nicht einfach, für den Einzelfall eine Aussage zu treffen, aus dem Bauch heraus würde ich Dir noch 1 - 2 Jahre geben, wo Du Dich ohne eine grundlegende Änderung (z.B. Umfangserhöhung) Deines schon sehr intensiven Training steigern kannst.

    Wenn ich mich in meinem Laufumfeld so umschaue, steigt wohl ab 50 die Chance auf ein 'single event' (eine Krankheit, eine Verletzung, einen Schicksalsschlag, ein Unfall, der Dich so weit zurückwirft, dass Du abreißen lassen musst). Wenn ich in die Ergebnislisten gucke, habe ich den Eindruck, dass ab M55 ein Bruch da ist. Das sind aber alles sozusagen statistische Aussagen, die für den Einzelfall nicht zutreffen müssen.

    Es kann durchaus sinnvoll sein, für "danach" (also für die Zeit, wo Du unwiderruflich keine PBs mehr aufstellst) den Plan B bereit zu halten: Sich auf Alterklassen-PBs oder Alterklassen-Treppchenplätze kaprizieren oder etwas ganz anderes machen (Ultra, Trail, ...).

    Gee
    Zuletzt überarbeitet von geebee (07.09.2017 um 20:52 Uhr)
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  18. #18
    Gid
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    Wie war das? Mit Mitte Zwanzig beginnt der Abbau, aber trotzdem ist man erst mit Anfang 60 auf dem Stand eine 19 Jährigen? Da sind ja noch ein paar Jahre.

    Ich laufe zwar schon etwas länger (c.a. 12000 Lebenslauf-KM) aber habe auch erst 2014 angefangen WK-orientiert zu trainieren. Meine 10er PB habe ich 2015 erreicht und mir damals schon die Gedanken gemacht wie du jetzt. Ich bin ziemlich schnell zu der von @D-Bus genannten Erkenntnis gekommen, dass mehr erst wieder geht wenn die Kinder (7, 9, 12) kein Interesse mehr an dem Alten haben. Versuchen werde ich es auf jeden Fall, weil es einfach riesigen Spaß macht.

    Was mich weiterhin motiviert: Mit meinen 50 - 60 km/Woche laufe ich ohne spezifisches Training einen 10er jederzeit sub45 an guten Tag wahrscheinlich auch sub44. Einen HM sicher sub1:45 wahrscheinlich sogar sub1:40. Das ist schon mehr als ich je erwartet hätte. Und der Hauptpunkt ist, ich bin so fit wie noch nie in meinem Leben. Schau dir doch die Väter z.B. im Schwimmbad in unserem Alter an (ich bin 46). Von denen können die wenigsten Intervalle mit dem Junior auf der Bahn laufen. Und nach einer Stunde Fußball mit dem Sohn bin nicht ich derjenige der fertig in der Ecke liegt. OK! Die Knie meckern ein bisschen, aber sollen sie doch.
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  19. #19
    Avatar von Marky89
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    Den Artikel, den alcano verlinkt hat, finde ich sehr interessant. Er belegt nach meinem Verständnis jedoch nicht die hier mehrfach geäußerte These, dass Top-Leistungen in jungen Jahren quasi via physiologischem Verschleiß spätere Top-Leistungen verhindern würden. Eher im Gegenteil. Motivation als großer Faktor wird statt dessen genannt (meine These ...)

    Es leuchtet mir durchaus nicht ohne weiteres ein (auch wenn ich darüber noch nicht oft nachgedacht habe), dass der menschliche Körper schneller altern sollte, wenn er insbesondete daran gewöhnt ist, Ausdauerleistungen zu bringen. (Verschleiß von Gelenken usw. die sich in Schmerzen und Verletzungen äußern, bleiben außer Betracht.)
    Ist es denn nicht so, dass die meisten unserer Zellen regelmäßig erneuert und regeneriert werden?
    Ich möchte gern mehr darüber wissen. Der Artikel beschreibt, wie schon gesagt, eine sehr interessante Studie.

  20. #20
    Avatar von klnonni
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    Mir geht es ahnlich wie Dir,
    ich habe erst letztes Jahr mit 45 Jahren angefangen mit Sport.
    Davor lediglich viel Rad gefahren aber mehr als Fortbewegungsmittel und nicht spezifisch als Sport.
    Nach knapp 16 Wochen Lauftraining ohne Trainingsplan, bin ich mein ersten 10 Km WK gelaufen - in genau 53 min. und war mächtig motiviert weiter zu machen, weil ich spürte mein Körper verlangt nach neuen Herausforderungen.

    Ich habe mich vor kurzen von meiner Tochter überreden lassen an einen 5km Lauf teilzunehmen, da ich zu vor einen 25km-Lauf absolviert hatte, hatte ich keine Zeit mich trainingsmäßig auf einen doch viel schnelleren 5km Lauf ein zu stellen. Ich bin diesen Lauf einfach nur voll durch gebrettert, im Vertrauen ich hätte genug Kondition um irgendwie ins Ziel zu kommen.
    Ich kam auch ins Ziel, aber die letzten 700m kamen mir vor wie 20km bei 40°C....- trotzdem 2.Platz in meiner AK

    Jedenfalls der Grund warum ich das erzähle, ist der das ich mitgerissen von den jüngeren Läufern auf den ersten 3km eine Pace erreicht hatte, die ich nie für möglich gehalten hatte.
    Im Training habe ich mir also mental diese Pace vorgestellt und mit bewusst gemacht, dass ich diese Pace ohne Verletzung laufen kann.
    Und was soll ich sagen, seit diesen WK kann ich diese Pace bei Intervallen abrufen, wenn auch noch nicht auf Dauer.

    Ich glaube wir können auch im mittlerem und nicht mehr ganz so jungen Alter noch viel mehr Leistung bringen als wir glauben.
    Uns wird immer aus allen Medien eingetrichtert, im Alter würden wir nicht nur an Leistungsfähigkeit einbüssen, sondern wären auch viel verletzungsanfälliger und in unserem Umfeld sehen wir ja auch viele Freunde, Kollegen und Verwande die immer weniger Sport treiben und zum Teil ebenfalls ihren geringeren Bewegungsdrang damit begründen sie wären schliesslich nicht mehr die Jüngsten.

    Sicherlich steckt in den Behauptungen auch was wahres, aber wieviel davon ist individuell von den Veranlagungen eines jeden einzelnen abhängig ?
    Vieleicht schlägt sich das Denken "man wird alt" psychologisch auf unser Training nieder, anders kann ich mir nicht erklären warum ich nach diesem Lauf, wo ich versehentlich eine solch schnelle Pace hingelegt habe, diese nun regelmäßig im Training abrufen kann.
    Könnte ja sein, dass wir kulturell bedingt uns einfach ab einem gewissen Alter wenn auch unbewusst - vieleicht aus Angst vor Verletzungen - im Training zurück nehmen.

    Vieleicht hat ja jemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Mein Ziel ist es jedenfalls einmal AK-Sieger zu werden, wenn nicht durch Talent, dann vieleicht durch ein starkes Durchhaltevermögen, vieleicht klappt es ja noch in der AK 80.......

    In diesen Sinne wünsche ich Euch und mir lange Gesundheit und vor allem weiterhin viel Spass am Laufsport.
    FasterRoadRacer and like this.

  21. #21
    Avatar von burny
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    Standard

    Zitat Zitat von Marky89 Beitrag anzeigen
    Ist es denn nicht so, dass die meisten unserer Zellen regelmäßig erneuert und regeneriert werden?
    Natürlich! Allerdings: dabei passieren Kopierfehler (der DNA). Diese Fehler werden korrigiert. Der Korrekturmechanismus wird jedoch mit zunehmendem Alter schlechter. Das ist - in aller Kürze - das eigentliche Problem des Alterns.

    Meine "Motivation" nützt mir überhaupt nichts, um im Alter von 66 Jahren noch die gleiche Leistung zu erbringen wie im Alter von 45 oder 55. Im Gegenteil, wenn ich das nicht akzeptiere, riskiere ich nur, mich kaputt zu laufen.

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

    Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh-la.de

  22. #22
    Avatar von Marky89
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    197

    Standard

    Noch mal zum besseren Verständnis:
    Ich bezweifle nicht, dass man altersbedingt irgendwann keine Leistungssteigerung mehr erreichen wird bzw. großen Aufwand betreiben muss, seine Leistung im Alter zu halten und auch dies ab einem gewissen Punkt nicht mehr möglich ist.

    Wenn z.B. Gecko sich im Alter jenseits der 40 noch verbessern kann, dann nur, weil er bislang noch nicht sein Optimum erreicht hat.

    Die Aussage die mich interessiert und die in dem Artikel verhandelt wird, geht aber darum, wie sich die Leistungsfähigkeit relativ in der eigenen Altersgruppe entwickelt.

    These 1: Man kann seine relative Leistungsfähigkeit nicht über Jahrzehnte halten. Top-Leute aus jungen Jahren lassen stärker nach, in höheren Altersklassen domieren Leute, die früher nicht aktiv oder zumindest relativ nicht so leistungsfähig waren.

    Das mag so zutreffen. (Wer besonders gut war hat natürlich mehr Potenzial nachzulassen ;-)

    These 2: Diese Verschiebung der rel. Leistungsfähigkeit ist nicht physiologisch, sondern vor allem psychisch bedingt. Positiv formuliert: Die Top-Leute von früher haben auch im Alter das Potenzial für Top-Leistungen, sind mehrheitlich aber nicht bereit, den dafür nötigen Aufwand noch zu treiben und fallen deshalb hinter motiviertere, früher aber nicht so erfolgreiche Athleten zurück.
    Allgemein auch: Im Alter entscheidet stärker als in der Jungend die Motivation und dafür weniger das Talent über die tatsächliche Leistung. Talent geht aber nicht verloren.

    Das sind natürlich nur meine ganz persönlichen Gedanken dazu.

  23. #23
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    7.841

    Standard

    "Bei noch wenig gut trainierten Sportlern sind dagegen im Seniorenalter durch ein verbessertes Training selbstverständlich Leistungssteigerungen möglich. Hier gilt es ganz allgemein, das Training den persönlichen Möglichkeiten anzupassen. Dieses hängt wiederum sehr stark mit dem individuellen Umfeld des Sportlers zusammen. Erreichte Wettbewerbsleistungen sind nicht nur in der absoluten Zeit, sondern vielmehr am Aufwand und am Altersstand zu messen. Bestimmende Größe im Seniorensport sollte die Freude an der Bewegung mit all ihren positiven Auswirkungen und der faire Weftbewerb mit jüngeren, gleichaltrigen oder älteren, sportlichen Mitstreitern (nicht Gegner) sein. Auch im fortgeschriftenen Alter gehört ein gesunder Ehrgeiz zur sportlichen Betätigung. Für viele ist dieser sogar die entscheidende Triebfeder für das regelmäßige Training. Daneben ist sicherlich die sportliche Anerkennung im Seniorenalter sinnvoll, eine Überbewertung von Siegertypen dagegen weniger wichtig. In der sportlichen Hierarchie sollte der vitale Seniorensportler – der seine sportliche Leistung nicht mit dem Ausdruck von Verbissenheit, sondern mit dem Ausdruck von Spaß und Freude erbringt – neben dem jugendlichen Spitzensportler seinen Platz auf dem sportlichen Podest einnehmen."

    Dr. Ullrich Schäfer » Leistungsgrenzen im Laufsport – Wie schnell im Alter?
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  24. #24

    Im Forum dabei seit
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    Beiträge
    132

    Standard

    Wenn ich in die Ergebnislisten gucke, habe ich den Eindruck, dass ab M55 ein Bruch da ist. Das sind aber alles sozusagen statistische Aussagen, die für den Einzelfall nicht zutreffen müssen.
    Das sieht zwar so aus. Es liegt aber m.E. auch sehr stark daran, daß die absolut geburtenstärksten Jahrgänge z.Z. in der M50 unterwegs sind. Mit anderen Worten: die jetzigen M55 sind einfach schon immer weniger gewesen.

  25. #25
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    Zitat Zitat von Marky89 Beitrag anzeigen
    Noch mal zum besseren Verständnis:
    Ich bezweifle nicht, dass man altersbedingt irgendwann keine Leistungssteigerung mehr erreichen wird bzw. großen Aufwand betreiben muss, seine Leistung im Alter zu halten und auch dies ab einem gewissen Punkt nicht mehr möglich ist.

    Wenn z.B. Gecko sich im Alter jenseits der 40 noch verbessern kann, dann nur, weil er bislang noch nicht sein Optimum erreicht hat.

    Die Aussage die mich interessiert und die in dem Artikel verhandelt wird, geht aber darum, wie sich die Leistungsfähigkeit relativ in der eigenen Altersgruppe entwickelt.

    These 1: Man kann seine relative Leistungsfähigkeit nicht über Jahrzehnte halten. Top-Leute aus jungen Jahren lassen stärker nach, in höheren Altersklassen domieren Leute, die früher nicht aktiv oder zumindest relativ nicht so leistungsfähig waren.

    Das mag so zutreffen. (Wer besonders gut war hat natürlich mehr Potenzial nachzulassen ;-)

    These 2: Diese Verschiebung der rel. Leistungsfähigkeit ist nicht physiologisch, sondern vor allem psychisch bedingt. Positiv formuliert: Die Top-Leute von früher haben auch im Alter das Potenzial für Top-Leistungen, sind mehrheitlich aber nicht bereit, den dafür nötigen Aufwand noch zu treiben und fallen deshalb hinter motiviertere, früher aber nicht so erfolgreiche Athleten zurück.
    Allgemein auch: Im Alter entscheidet stärker als in der Jungend die Motivation und dafür weniger das Talent über die tatsächliche Leistung. Talent geht aber nicht verloren.

    Das sind natürlich nur meine ganz persönlichen Gedanken dazu.
    Meine Meinung:
    These 1 falsch. Nicht bewiesen
    These 2 falsch. Durch Ergebnislisten widerlegt.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

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