
Falk Cierpinski
Falk Cierpinski (* 17. Mai 1978 in Halle an der Saale) ist ein deutscher Triathlet und Langstreckenläufer.
Falk Cierpinski ist der Sohn des zweifachen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski und Marita Politz (*18. Mai 1950, Olympiateilnehmerin 1972 für die DDR im 800-Meter-Lauf). Er war bis 2006 Triathlet im Bundesliga-Team des SV Halle und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Duathlon. 2005 wurde er Deutscher Meister im Duathlon (Laufen, Radfahren, Laufen). 2006 belegte er Platz 3 beim Triathlon-Europacup in Portorož. 2007 wurde er Sieger beim München-Triathlon (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen: 1:58:58 Stunden).
Im September 2006 lief er in Sydney seinen ersten Marathon in 2:24:27 h und wechselte in diese Disziplin. 2007 belegte er beim Berlin-Marathon als bester Deutscher in 2:19:06 h den 23. Platz; zwei Wochen später siegte er beim München-Marathon, wo er sich eine Sonderprämie (München Hero) für eine kombinierte Zeit unter 4:30 h (exakte Zeit: 4:24:22 h) aus Marathon und Triathlon sicherte. Bei den Deutschen Meisterschaften im Straßenlauf über 10 Kilometer gewann er den Meistertitel am 13. September 2008 in Karlsruhe in 29:14 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung, und verbesserte damit innerhalb von sechs Monaten erneut seine eigene Bestleistung.
Beim Hamburg-Marathon 2008 kam er als bester Deutscher nach mit 2:15:48 auf Platz 22 ins Ziel. Damit verfehlte er sein Ziel, am Marathon der Olympischen Spielen 2008 in Peking teilzunehmen, wofür er gemäß der Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes eine Zeit von 2:13 Stunden hätte erreichen müssen. Beim Berlin-Marathon im September 2008 lief er mit 2:13:30 h eine neue persönliche Bestzeit und belegte als bester Europäer den neunten Platz. Falk Cierpinski führte mit dieser Marathonzeit von Berlin auch die DLV-Jahresbestenliste von 2008 an. 2009 verpasste er mit einer Zeit von 2:17 Stunden beim Marathon in Düsseldorf zwar erneut die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, wurde aber dennoch für die Weltmeisterschaft 2009 in Berlin nominiert. Geplagt von Seitenstechen kam er bei seinem ersten internationalen Marathon-Großereignis mit einer Zeit von 2:22 Stunden als 50. ins Ziel.
Seit 2006 ist er Mitglied der SG Spergau. Er hat bei einer Größe von 1,81 m ein Wettkampfgewicht von 70 kg. Mit seinem Vater bildet er das schnellste Vater-Sohn-Paar auf der Marathonstrecke weltweit (addierte Bestzeiten: 4:23:25 h).

