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Halbmarathon

Ein Halbmarathon ist ein Laufwettbewerb über die Distanz eines halben Marathons, also über 21,0975 Kilometer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Halbmarathons

Lange Zeit gab es in der internationalen Leichtathletik zwischen den 10.000 Metern auf der Bahn und dem Marathon keine Einheitlichkeit. Im deutschsprachigen Raum wurden über Jahrzehnte die heute bedeutungslosen 25 km als Wettkampfstrecke bevorzugt. In den Ländern, in denen die Entfernungen in Meilen gemessen werden, konnte man damit wenig anfangen. Meist standen hier die 10 Meilen, also 16,1 km auf dem Straßenlaufprogramm.

Die Distanzen-Verwirrung endete 1992 mit der Einführung von offiziellen Weltmeisterschaften. Deren ganz besonderer Reiz liegt darin, dass hier die schnellsten Bahnläufer, die 21,1-km-Spezialisten und die stärksten Marathonis aufeinander treffen. Diese Weltmeisterschaften gaben der Halbmarathon-Entwicklung einen entscheidenden Schub. Seitdem die globalen Titelkämpfe eingeführt wurden, stieg die Zahl der Rennen über 21,1 km kontinuierlich an und die Distanz ist heute längst etabliert.

1993 wurden die ersten deutschen Titelträger über Halbmarathon in Chemnitz ermittelt. Stephan Freigang und Birgit Jerschabek waren den ersten 21,1-km-Meister.

Rekorde

Weltrekorde:

Deutsche Rekorde:

  • Männer: Carsten Eich, 1:00:34 Stunden, 4. April 1993, Berlin
  • Frauen: Uta Pippig, 1:07:58 Stunden, 19. März 1995, Kyoto

Die deutschen Meister bei den Männern

1993 Stephan Freigang LC Cottbus 1:05:34

1994 Klaus-Peter Nabein 1:04:11

1995 Stephan Freigang LC Cottbus 1:04:22

1996 Stephan Freigang LC Cottbus 1:03:40

1997 Carsten Eich LAC Quelle Fürth/München 1:02:56

1998 John Schondelmayer SG Ludwigsburg 1:04:42

1999 Carsten Eich LAC Quelle Fürth/München 1:03:16

2000 Carsten Eich LAC Quelle Fürth/München 1:02:47

2001 Carsten Eich LAC Quelle Fürth/München 1:03:50

2002 Carsten Eich LG Braunschweig 1:03:33

2003 Carsten Eich LG Braunschweig 1:04:24

2004 Carsten Eich LG Braunschweig 1:03:43

2005 Stefan Koch TV Wattenscheid 1:04:45

2006 Carsten Eich rhein-Marathon Düsseldorf 1:04:38

2007 Stefan Koch TV Wattenscheid 1:03:35

2008 Martin Beckmann LG Leinfelden-Echterdingen 1:06:08

2009 André Pollmächer LAC Erdgas Chemnitz 1:04:43

2010 Stefan Koch LG Braunschweig 1:04:51

Die deutschen Meister bei den Frauen

1993 Birgit Jerschabek 1:14:08

1994 Monika Schäfer LAC Quelle Fürth/München 1:14:00

1995 Katrin Dörre-Heinig LAC Quelle Fürth/München 1:12:13

1996 Katrin Dörre-Heinig LAC Quelle Fürth/München 1:11:15

1997 Birgit Jerschabek ABC Ludwigshafen 1:14:28

1998 Sonja Oberem TSV Bayer Leverkusen 1:11:57

1999 Katrin Dörre-Heinig SC DHfK Leipzig 1:09:41

2000 Katrin Dörre-Heinig SC DHfK Leipzig 1:11:44

2001 Petra Wassiluk LG Eintracht Frankfurt 1:10:36

2002 Ulrike Maisch 1.LAV Rostock 1:15:44

2003 Luminita Zaituc LG Braunschweig 1:14:08

2004 Luminita Zaituc LG Braunschweig 1:12:40

2005 Luminita Zaituc LG Braunschweig 1:13:39

2006 Luminita Zaituc LG Braunschweig 1:14:37

2007 Irina Mikitenko TV Wattenscheid 1:10:03

2008 Susanne Hahn SV Schlau.com Saar 05 Saarbr. 1:13:04

2009 Melanie Schulz Laufclub Erfurt 1:15:42

2010 Ingelena Heuck LG Stadtwerke München 1:14:54


Fußnoten

  1. Anmerkung: Zwei Frauen legten die Halbmarathondistanz schneller zurück als Lornah Kiplagat. Paula Radcliffe lief am 21. September 2003 in Newcastle 1:05:40 Stunden und Susan Chepkemei am 1. April 2001 in Lissabon 1:05:44 Stunden. Beide Strecken sind jedoch wegen eines unzulässigen Nettogefälles nicht rekordlistenfähig.


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