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Olympische Spiele

Die Olympischen Ringe

Olympische Spiele ist die Sammelbezeichnung für regelmäßig ausgetragene Sportwettkampfveranstaltungen, die „Olympischen Sommer- “ und „Winterspiele“. Bei diesen treten Athleten und Mannschaften in verschiedenen Sportarten gegeneinander an. Organisiert werden sie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Der Zeitraum zwischen den Spielen wird als ‚Olympiade‘ bezeichnet.

Geschichte

Der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike liegt vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr. Die Siegerlisten reichen bis ins Jahr 776 v. Chr. zurück und wurden im 4. Jahrhundert v. Chr. rekonstruiert. Die Einführung der Olympischen Spiele der Neuzeit wurde 1894 als Wiederbegründung der antiken Festspiele in Olympia auf Anregung von Pierre de Coubertin beschlossen. Als „Treffen der Jugend der Welt“ sollten sie dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen. Seit 1896 finden alle vier Jahre Sommerspiele und seit 1924 Winterspiele statt.

Die Olympischen Sommerspiele

Die Olympischen Sommerspiele gelten als die größe Sportveranstaltung der Welt. Heute zählt das IOC 26 olympische Sportarten bei Sommerspielen. Die Leichtathletik ist neben Schwimmen, Fechten und Turnen eine von vier Sportarten die im Programm sämtlicher Olympischen Sommerspiele enthalten war. Innerhalb der Leichtathletik werden Olympiasieger aktuell in folgenden Laufdisziplinen ermittelt: 800-Meter-Lauf, 1.500-Meter-Lauf, 5.000-Meter-Lauf, 10.000-Meter-Lauf, Marathon und Hindernislauf. Zu den nicht mehr ausgetragenen Laufwettbewerben gehören: bei den Männern der 5-Meilen-Lauf, Crosslauf sowie Mannschaftswettbewerbe über Distanzen von 3 Kilometern bis 4 Meilen und bei den Frauen der 3.000-Meter-Lauf.

Der erfolgreichsten Mittel- und Langstreckenläufer bei Olympischen Spielen ist der Finne Paavo Nurmi mit neun Gold- und drei Silbermedaillen. Er gewann damit auch die meisten Medaillen in der Leichtathletik insgesamt. Die Olympiastatistik deutscher Läufer führt Waldemar Cierpinski mit zwei Goldmedaillen an.

Weitere bedeutende Olympioniken aus dem Laufbereich sind Emil Zátopek, Ville Ritola, Hannes Kolehmainen, Lasse Virén, Kenenisa Bekele, Miruts Yifter, Abebe Bikila, Haile Gebrselassie, Tirunesh Dibaba, Derartu Tulu und Joan Benoit.

Übersicht

Olympiade Jahr Austragungsort Land
I. 1896 Athen Griechenland
II. 1900 Paris Frankreich
III. 1904 St. Louis Vereinigte Staaten
IV. 1908 London Vereinigtes Königreich
V. 1912 Stockholm Schweden
VII. 1920 Antwerpen Belgien
VIII. 1924 Paris Frankreich
IX. 1928 Amsterdam Niederlande
X. 1932 Los Angeles Vereinigte Staaten
XI. 1936 Berlin Deutsches Reich
XIV. 1948 London Vereinigtes Königreich
XV. 1952 Helsinki Finnland
XVI. 1956 Melbourne Australien
XVII. 1960 Rom Italien
XVIII. 1964 Tokio Japan
XIX. 1968 Mexiko-Stadt Mexiko
XX. 1972 München Deutschland
XXI. 1976 Montreal Kanada
XXII. 1980 Moskau UdSSR
XXIII. 1984 Los Angeles Vereinigte Staaten
XXIV. 1988 Seoul Südkorea
XXV. 1992 Barcelona Spanien
XXVI. 1996 Atlanta Vereinigte Staaten
XXVII. 2000 Sydney Australien
XXVIII. 2004 Athen Griechenland
XXIX. 2008 Peking China
XXX. 2012 London Vereinigtes Königreich
XXXI. 2016 Rio de Janeiro Brasilien


Anmerkungen:

  • Die Olympischen Zwischenspiele 1906 in Athen gehören nicht zum offiziellen Kanon des IOC.
  • Die VI. Olympischen Sommerspiele 1916 in Berlin fielen wegen des Ersten Weltkriegs aus.
  • Die XII. Olympischen Sommerspiele 1940 in Tokio wurden wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs zunächst nach Helsinki verlegt und fielen schließlich ganz aus.
  • Auch die XIII. Olympischen Sommerspiele 1944 in London fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.


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