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Sit and kick

Sit and kick bezeichnet eine Renntaktik, die vor allem aus dem Laufsport bekannt ist. Dabei hält sich ein Läufer die meiste Zeit im Windschatten anderer Läufer auf (sit), um Kraft für den entscheidenden Angriff im Schlussspurt (kick) zu sparen. Logischerweise wird sie vor allem von Läufern mit einer hohen Grundschnelligkeit angewandt.

Die Vorteile sind je nach Leistungsniveau eines Läufers unterschiedlich gelagert. Ein schwächerer Läufer kann dadurch eigentlich bessere Läufer besiegen. Ist ein Läufer eigentlich stark genug, um ein Rennen von vorne zu bestimmen, kann er so dennoch Kräfte sparen. Das ist denkbar, wenn er mehrere Rennen innerhalb eines kurzen Zeitraums bestreiten muss, bespielsweise Qualifkationsrunden bei Meisterschaften.

Mitunter wird das sit and kick als unsportlich angesehen, weil ein Läufer die Führungsarbeit der anderen zu seinem Vorteil ausnutzt ohne selbst zur Renngestaltung beizutragen. Außerdem kann das Renntempo darunter leiden, wenn sich mehrere Läufer gegenseitig die Position im Wind zuzuschieden versuchen. Dennoch ist diese Taktik, insbesondere je kürzer die Wettkampfdistanzen sind, weit verbreitet. Vor allem bei Äthiopiern ist sie häufig zu beobachten.

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