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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vom letztgewählten (in der Schule) zum Marathonläufer- der Blog eines "Spätberufenen"



Wieselbursche
24.10.2015, 02:26
Hallo:winken:,

ich werde in meinen Blog zuerst einmal Einblicke in meine Vergangenheit geben, um später dann auf das aktuelle Geschehen zu kommen

Viel Spaß beim Lesen (gerne Kommentieren :zwinker5:)

Wieselbursche
24.10.2015, 02:27
So ein Teil aus meiner Jugend:
In der Schule war ich sehr unsportlich- einerseits einfach nur ein Hungerhaken ohne Kraft, dazu auch kein Talent bei Sport (weder Fußball, Sprinten, etc.). In der Schule wurde ich meist auch als einer der Letzten gewählt, wenn es ums Teambuilding ging, stand nur in der Abwehr, etc. Bei manchen Sportarten hatte ich auch extreme Angst (Reck), weswegen ich teilweise dann auch bei der Leistungsabnahme mich dazu weigerte. Im Sprint war ich meist einer der langsamsten:klatsch:, bei längeren Sachen wenigstens im Mittelfeld.
Dazu kam auch, dass ich in meiner Kindheit nur etwas Tennis (vielleicht 10 mal im Jahr) spielte, und noch eine Gymnastikgruppe (wegen meinen Rücken und meiner "Unbeweglichkeit") besuchte. Etwas Schwimmen im Pool bei meiner Oma oder etwas Rad fahren mit meinen Großeltern waren auch dabei. Ab 11 spielte ich Tischtennis im Verein (ca. 12 Jahre lang). Ab 15 begann ich unregelmäßig im Sommer eine kleine Runde zu drehen (anfangs 2 km; im Laufe der Jahre max. 11 km)
Vor der Musterung ging ich zum Orthopäden, der meine Rückenproblematik (Hohlrundrücken, Skoliose, Beckenverwringung) mehr oder weniger vernachlässigte ("wenn du keine Schmerzen hast, brauchst du nichts dagegen machen, aber etwas laufen wäre gut"):klatsch:. Soweit, so gut (leider bereue ich es heute, dass damals bzw. in der Jugend bzw. als kleines Kind nichts dagegen gemacht wurde (ich konnte mit 6 ja nicht mal richtig auf einem Bein stehen und wurde deshalb ein Jahr später eingeschult)):klatsch:.
Nachdem ich so schwach war, ich im Winter auch mal laufen wollte und aufgrund der Motivation eines ehemaligen Freundes, schloss ich mich einem Fitnessstsudio an:).
Krafttraining und Ausdauer (Laufband) gehörten nun regelmäßig 1-4 mal/ Woche (anfangs weniger, später öfters) in meiner Wochenplanung neben Tischtennis dazu:daumen:.
Eine kleine "Anekdote" (2010): meine Freunde meinten, ich würde nie einen Marathon laufen können; ich so: vielleicht reichts ja zu einem halben??-> war für mich Moitivation pur, es zu beweisen :wink:
Nach dem Schulabschluss hatte ich sehr viel freie Zeit und entschloss mich mehr Sport zu machen (neben Fitnessstudio auch mal Radfahren, Schwimmen), aber alles ohne Trainingsplanung, sondern eher nach dem Motto "so viel und schnell wie möglich".
Irgendwann im Jahr 2012 kaufte ich mir dann ein Laufbuch:daumen:. Das Training wurde "etwas strukturierter", am Ende des Jahres mit ca. 4-5 Laufeinheiten (keine Regenerationswoche, aber nach heutigen Wissen ohne (regelmäßiges) Tempotraining); alles auf dem Laufband (darüber muss ich heute ziemlich schmunzeln).
Was mir bei einer längeren Studienreise auffiel bzw. danach, war, dass die Geräte im Fitnessstudio nicht ganz so effektiv waren, wie die Übungen, die ich auf der Reise durchführte, habe das damals aber für Unsinn gehalten:klatsch: (auch darüber muss ich heute schmunzeln). Nachdem ich von November 2012 bis April 2013 meinen Wochenumfang auf ca. 75-80 km/Woche steigerte (alles immer noch auf dem Laufband; jede Woche so viel km), entschloss ich mich bei einem Wettkampf (10 km, Hobby-Spaßlauf) teilzunehmen). Ich habe gehofft, dass ich so ca. 45 min für die Strecke brauchen würde. Nachdem das mein erster Wettkampf war, kam ich fast zu spät an den Start (als Letzter), dachte mir nichts Böses und los gings. Eigentlich dachte ich, dass alle schneller wären, aber irgendwie war das fast umgekehrt. Auf den ersten Kms musste ich Schlangenlinien um die anderen Mitstreiter machen. Abgekürzt wurde bei dem Rennen auch (über die Bürgersteige; hab das den Vorauslaufenden einfach nachgemacht). Nachdem ich eigentlich dachte, dass ich mit einer viel zu hohen Pulsfrequenz die ersten kms gestartet war, lief die zweite Hälfte nochmals deutlich schneller (Hfmax war falsch bestimmt, an meinen Maximalpuls komme ich heute wie damals nicht heran, so waren meine ganzen "Trainingsbereiche" falsch-> deswegen mehr oder weniger nie Tempotraining, da ich mich immer nach der Pulsuhr gerichtet habe:klatsch:).
Am Ende stand eine Zeit knapp über 41 min zu buche und ich freute mich tierisch. Im nachhinein muss ich dazu sagen, es war bis jetzt die längste Zeit in der ich verletzungs- und beschwerdefrei war (mehr als ein Jahr), deswegen war wahrscheinlich auch (neben dem Abkürzen), die Zeit so gut (trotz fehlendem Tempotraining)
Fortsetzung folgt...

dicke_Wade
24.10.2015, 07:59
Viel Spaß beim Lesen (gerne Kommentieren :zwinker5:)
Danke :daumen: Werde ich gerne tun :)

Gruss Tommi

Zak_McKracken
24.10.2015, 11:07
Du schreibst immer "Jugend", meinst aber offenbar 'Kindheit", da muss ich immer schmunzeln. Deine Jugend ist noch lange nicht vorbei! Laufen scheint ein Sport fuer Menschen zu sein, die sonst keine besondere sportliche Begabung besitzen, zumindest falle ich auch in das Schema.

mtbfelix
24.10.2015, 15:37
Hallo Wiesel,

wie alt bist du denn, wenn du vom "Spätberufenen" schreibst?

Jedenfalls legst du richtig ordentliche Zeiten vor, ich hoffe, du bist dir dessen bewusst. In diesem Jahr Bestzeiten auf alle Distanzen gelaufen, HM unter 1:30, M in 3:16. :daumen:
Deine Erinnerungen vom Sportunterricht sind den meinen sehr ähnlich. Ich weiß bis heute nicht, warum man in der Schule den Kindern systematisch die Lust an Bewegung vergrätzt hat. Immer nur Fußball und Basketball und Völkerball, wo die Großen"
und Starken im Vorteil waren.

Bevor ich weitere Fragen stelle, warte ich nun erst deine Fortsetzung ab. :)

Wieselbursche
25.10.2015, 16:45
Hallo Wiesel,

wie alt bist du denn, wenn du vom "Spätberufenen" schreibst?

Jedenfalls legst du richtig ordentliche Zeiten vor, ich hoffe, du bist dir dessen bewusst. In diesem Jahr Bestzeiten auf alle Distanzen gelaufen, HM unter 1:30, M in 3:16. :daumen:
Deine Erinnerungen vom Sportunterricht sind den meinen sehr ähnlich. Ich weiß bis heute nicht, warum man in der Schule den Kindern systematisch die Lust an Bewegung vergrätzt hat. Immer nur Fußball und Basketball und Völkerball, wo die Großen"
und Starken im Vorteil waren.

Bevor ich weitere Fragen stelle, warte ich nun erst deine Fortsetzung ab. :)
Ich bin 25, "Spätberufen" beziehe ich auf Ausdauersport bzw. Laufsport. Wie gesagt, in der Jugend habe ich eigentlich nur Tischtennis gespielt, wofür ich in der Schule angelächelt wurde, man könnte auch sagen "verpottet" wurde.
Das mit den Schulsport kann ich absolut nachvollziehen, jedes Jahr dasselbe: am Anfang etwas Leichtathletik, dann in der Halle Fußball, Handball und v.a. Basketball, gefolgt von Turnen im Winter, um dann wieder auf Ballsportarten zurückzukehren und im Sommer dann Leichtathletik (Weitsprung, Sprinten; ab und zu DL).

Mal kurz zum aktuellen Geschehen: Die WOche zweimal Grundschnelligkeit traininiert (schwere Beine), zweimal Schwimmen, mehrmals Krafttraining und Dehnen, gestern mit den schweren Beinen einen langsamen DL gemacht (sehr schwer). Über Nacht Temperatur, sprich etwas Fieber gehabt (Grippe bzw. infekt oder so etwas im Anflug, deswegen war gestern das auch so zäh vermutlich), heute bin ich im Bett, der LLD fiel natürlich aus.
Der erste Infekt seit über einen Jahr (oder was da auch immer ist), besser jetzt als in der Marathonvorbereitung auf Hamburg nächstes Jahr.
Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
25.10.2015, 17:03
Nachdem mich das Lauffieber nach meinem ersten Wettkampf noch mehr gepackt hat als bisher schon, ging ich die Woche drauf zu einer Leistungsdiagnostik. Dort wurden meine Trainingsbereiche bestimmt (die bis hier hin total falsch, sprich zu niedrig waren). Mir wurde ein Vmax von 73 ((Einheit irgendetwas mit ml/xxx) bestätigt und somit höher als bei Profifußballern; Leistungssportler haben eine bis max 85) und einer realistischen Marathonzeit von 3:09 h. Sub40 (eher in Richtung 38) und sub90 sollten relaitiv fix realisierbar sein. Ich solle viel mehr Tempo trainieren (mir wurde zweimal Intervalltraining (einmal etwas mehr, einmal etwas weniger), zudem einmal ein Crescendo über ca. 75 min, ein Tempolauf über 10 km und einen LLD (zw. 90 und 150 min; der schneller sein sollte als meine bisherigen) empfohlen. Soweit, so gut, dachte ich. Ich habe natürlich das die Woche darauf sofort umgesetzt, der geplante HM stand im Juni ja an, also in ca. 6 Wochen. Durch das härtere Training kam ich dann auch auf 90 km/Woche, somit 10 mehr als die Wochen zuvor. Das Training lief gut, ich lief zwischendrin meinen ersten "echten" (vermessenen) 10 km-Wettkampf in 40:52 min. Die beine wurden im Training immer schwerer, teilweise musste ich ein Intervalltraining auch splitten (ein paar Intervalle nur und dann einen DL), eine Regenerationswoche machte ich nicht (wurde mir auch nicht empfohlen:klatsch:, aber hätte ich auch mal selbst drauf kommen können:klatsch:). Im Juni lief ich dann meinen ersten HM auf einer welligen Strecke in 1:29:01 h :daumen::daumen:.
btw. Ich bin in diesem HM ziemlich verhalten angegangen (auch nach Pulsuhr, die aber während des Rennen mehr oder weniger den Geist aufgab)
Forsetzung folgt...

Wieselbursche
25.10.2015, 17:25
Nachdem ich Ziel Nummer eins geschafft hatte, war ich sehr sehr glücklich. Ich hab mir insgeheim auch ausgerechnet am F-marathon Ende Oktober zu starten. Die Woche nach dem HMm war etwas ruhiger. in der zweiten Woche danach machte ich einen LLD (31 km in ca. 4:55 min/ km), was aus heutiger Sicht nach einem HM viel zu viel und als LLD viel zu schnell ist. Zwei Tage danach machte ich einen Tempolauf über 10 km, bei dem ich fast an meine 10 km-Bestzeit herankam. Alles schien perfekt zu laufen. Zwei Tage danach lief dann nichts mehr, die Schmerzen im rechten Schienbein (Innenseite, 5 cm unter dem Knie) waren so stark, dass Laufen nicht mehr möglich war, dafür vermehrt auf Schwimmen (das erste Mal mit Kopf unter Wasser) und Radfahren. Ca. 2 Wochen später ging zum Orthopäden, der meine Eltern betreute. Diagnose: Schienbeinkantensyndrom aufgrund von Überlastung und Kortisonspritze. Danach konnte ich zwei DL wieder machen, ehe die Schmerzen wieder kamen, also wieder zum Orthodpäden, zwei Wochen Laufpause (tolle Idee..). Wieder vermehrt auf Schwimmen und Radfahren (mit Freunden =)) konzentriert. Nach den zwei Wochen solle ich langsam mit 30 min beginnen und max 10 %/ Woche steigern. Soweit so gut:klatsch:. Im September machte ich dann eine Laufanalyse (Eigeninitiative), bei der mir ein extremer Fersenlaufstil, Overcrossing, Tendelburg (oder das andere, auf alle Fälle kippt das Becken beim Laufen) und Spreiz-Hohlfüße diagnsotiziert wurden. Einlagen sind angedacht, ich solle es aber erst noch einmal ohne probieren. Flachere Schuhe und nicht die Dämpfungsmonster wie der Asics Nimbus, wurden mir neben wenigen Dehn- und Kräftigungsübungen (Dehnung des Quadrizps und Adduktoren, Kräftigung der Abduktoren und Stabilisation durch einbeinige Kniebeuge). Im Oktober 2013 konnte ich dann wieder mit Tempotraining anfangen.
Fortsetzung folgt...

Zak_McKracken
26.10.2015, 12:41
in der Jugend habe ich eigentlich nur Tischtennis gespielt, wofür ich in der Schule angelächelt wurde

KINDHEIT, verdammt! :zwinker2:

Wer über Tischtennis lacht, hat es noch nie richtig gespielt, das ist durchaus anstrengend...



Das mit den Schulsport kann ich absolut nachvollziehen, jedes Jahr dasselbe: am Anfang etwas Leichtathletik, dann in der Halle Fußball, Handball und v.a. Basketball, gefolgt von Turnen im Winter, um dann wieder auf Ballsportarten zurückzukehren und im Sommer dann Leichtathletik (Weitsprung, Sprinten; ab und zu DL).

Bei uns wurde wirklich NIE Fußball gespielt. Da waren die Lehrer wohl der Meinung, dass wird das wohl in der Freizeit genügend tun können. Ansonsten ist die von Dir genannte Mischung ja eigentlich ganz okay. Was mich rückblickend wirklich ärgert: wenn Laufen auf dem Rahmenplan stand, wurde man ein paar Wochen ohne erkennbares Konzept über den Platz gescheucht und dann wurde abschließend streng nach messbarer Leistung benotet. Wäre der Sportunterricht gut gewesen, hätte man vielleicht einfach mal Trainingspläne ausarbeiten können, die dann auch "Hausaufgaben" beinhaltet hätten, individuell zugeschnitten gewesen wären und einen messbaren Fortschritt gebracht hätten. Heute weiß ich, dass es auch in der Schule durchaus Anzeichen dafür gab, dass ich eine gewisse Begabung für Ausdauersport hatte. Bemerkt hat es damals aber niemand, ich am allerwenigsten...

taeve
26.10.2015, 15:59
Werde hier, wie auch bisher in deinem anderen Thread („ich bin so doof“), kräftig mitlesen, zumal mich Deine Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen sehr stark an meine gemachten Erfahrungen erinnern. Nur war ich eher pummelig. Zum Sport gefunden habbich damals durch den Radsport, aber auch da gehörte ich nich zu den schnellsten, war damals schon eher der Ausdauertyp.
Wie geschrieben, werde hier fleißig mitlesen und ggf. auch das Eine oder Andere kommentieren und freu mich schon auf deine Fortsetzungen.

Wieselbursche
28.10.2015, 22:32
Bei uns wurde wirklich NIE Fußball gespielt. Da waren die Lehrer wohl der Meinung, dass wird das wohl in der Freizeit genügend tun können. Ansonsten ist die von Dir genannte Mischung ja eigentlich ganz okay. Was mich rückblickend wirklich ärgert: wenn Laufen auf dem Rahmenplan stand, wurde man ein paar Wochen ohne erkennbares Konzept über den Platz gescheucht und dann wurde abschließend streng nach messbarer Leistung benotet. Wäre der Sportunterricht gut gewesen, hätte man vielleicht einfach mal Trainingspläne ausarbeiten können, die dann auch "Hausaufgaben" beinhaltet hätten, individuell zugeschnitten gewesen wären und einen messbaren Fortschritt gebracht hätten. Heute weiß ich, dass es auch in der Schule durchaus Anzeichen dafür gab, dass ich eine gewisse Begabung für Ausdauersport hatte. Bemerkt hat es damals aber niemand, ich am allerwenigsten...
so war das bei unseren Ausdauereinheiten auch. Wir durften auf der Tartanbahn laufen als wäre es eine Bestrafung ohne richtiges Konzept. Fortschritt war nicht möglich, da so ein "DL" maximal zwei- dreimal im Jahr stattfand
Das mit der Begabung kann ich ebenfalls bestätigen!:daumen:

Wieselbursche
28.10.2015, 22:55
nachdem das Fieber nur von Samstag auf Sonntag da war und es nicht wieder kam, hab ich erst nochmals am Montag pausiert und bin dann am Dienstag wieder ins Training eingestiegen
Dienstag standen am Morgen erst einmal meine vier Kräftigungsübungen und diverse Dehnübungen auf dem Programm (gegen Hohlrundrücken). Nachmittags in der Pause dann weitere Dehnübungen (hauptsächlich Übungen fürs Laufen)
Am Abend bin ich dann zum Verein, dort standen Zeit-Weg-Steigerungsläufe an. Bei gleichbleibender Zeit (90 s Belastung, 60 s Pause) wird die Distanz um jeweils 20 m pro Intervall gesteigert (Beginn ab 240 m), zuvor natürlich noch Einlaufen, Dehnung und Lauf-ABC, Steigerungen. nach meiner langen Verletzungspause (so eine richtige Pause wars ja nicht, aber halt nur Umfänge bis knapp 30 km/ Woche, drei Monate lang), war da anvisierte Mindestziel 440 m zu packen. Diese Trainingseinheit ist eigentlich relativ lustig, da die Trainingskollegen bei den "leichten" (die Intervalle zu Beginn) vor einem laufen, sei es wegen Mangel an Geschwindigkeitsgefühl oder um die Intervalle relativ konstant zu laufen. Ich war irgendwie dazwischen (erste Hälfte des Intervalls relativ flott anzugehen, um bei den harten Intervallen ein Gefühl dafür zu haben, die zweite Hälfte im DL). 400 m schafften noch die meisten, danach wurde kräftig ausgesiebt. Ich persönlich schaffte es dann bis 460 m (Punktlandung, mehr ging bei mir nicht mehr, ich wollte dann eigentlich aufhören), nur zwei weitere waren schneller. Nach dem 460 m-Intervall kam noch ein letztes. es sollte nun in umgekehrter Reihenfolge gestartet werden (jeder startet dort bis wohin er/ sie es geschafft hatten in umgekehrter Reihenfolge, sodass jeder wieder seine meist gelaufenen Meter nochmals laufen musste. Nachdem ich eigentlich schon genug erschöpft war, ging bei mir nicht mehr viel, ich wurde mit Abstand letzter, danach noch AUslaufen, Dehnung. Es war wieder einmal eine tolle Tempoeinheit :daumen:

Heute hab ich dann noch einen langsamen DL absolviert (1 h, 10,8 km), der wieder etwas langsam war (ja ich weiß das widerspricht sich, aber weiterlesen :zwinker5:). Wenn ich die 5:35 von heute mit vor drei Monaten vergleiche (bei gleicher Intensität) liegen da noch Welten zwischen (vor drei Monaten etwa 5:00). Danach Massage, Dehnung, Athletiktraining (1 h), Koordinationsübung. Soweit mein Training diese Woche bisher. Morgen steht wieder Tempo auf dem Plan:nick:
Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
28.10.2015, 23:48
nachdem ich wieder vernünftig (von der Steigerung viel zu langsam, ich hätte mich da nicht an der 10%-regel orientieren dürfen, sondern nach Körpergefühl laufen sollen) eine Stunde im DL laufen konnte, begann ich Anfang November wieder mit Tempotraining. Bis Ende des Monats konnte ich wieder 60 W-km laufen. Aus dem Grund wollte ich meine Form testen (Lindenseelauf 15 km) und war mit den erreichten 1:05:51 sehr zufrieden (gefühlsmäßig wäre da noch etwas mehr gegangen. Die nächsten zwei Wochen reduzierte ich die Intensität aber nicht den Umfang meines Trainings:klatsch:. Die Folge war Schienbeinkante II (medial, links, Innenseite, knapp bis über dem Knöchel bis dorthin). Ich beschloss erst mal Laufpause zu machen, wie bei Schienbeinkante I. Nach wiederholten gescheiterteten Anlaufversuchen ging ich wieder zum selben Orthopäden, wieder Spirtze. Nur dieses Mal war die Knochenhautentzündung so ausgeprägt, dass eine Spritze alleine den Entzündungsraum nicht abdecken konnte, Laufen war weiterhin unmöglich, teilweise während der Zeit Ausgleichssport an. Massage, etc. hielt ich für Humbug. Nachdem es Anfang 2014 nicht weg war, ging ich erst zu einer Chiropraktikerin (eigentlich dachte ich, dass die auch Massagen gibt) und hoffte, dass ich Heilung erzielen kann. Aber, nachdem ich nur eingerenkt wurde, mir zwar Übungen gezeigt wurden (völlig falsche Übungen), entschloss ich mich zu einer Orthopädin in Wiesbaden (ich wohnte damals in Mainz) zu gehen, die sporterfahren war (Schwimmen, Triathlon). Ich nahm auch die Daten meiner Laufanalyse mit. Sie verschrieb mir KG und Ultraschall, zudem sollte ich mir Einlagen machen lassen, da diese notwendig seien bei meiner "Fußproblematik". Mitte März auf einer Exkursion konnte ich dann (mit den Einlagen) endlich wieder mit dem Laufen beginnen (anfangs nur 20 min und 3 km).
Massagerolle, Stabipad, etc. waren fortan in meinem Repertoir
Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
31.10.2015, 00:55
Am Donnerstagmorgen stand erst einmal Koordinationsübungen, meine vier Kraftübungen und Dehnübungen (auch nachmittags und abends) an. Am Abend folgte dann die nächste Tempoeinheit mit zuvor Aufwärmen, Lauf-ABC. Dieses Mal standen 5 Serien mit 400-300-200 m mit 200-100-100 Gehpause an, nach jeder Serie 800 m Trabpause. Die 400er lief ich in durchschnittlichen 87, 300er in 62, 200er in 39 s (die Intervalle sollten mit kürzerer Strecke schneller werden). Am Ende der vorletzten Serie und mehr oder weniger die ganze letzte Serie war ich gefühlsmäßig blau, die Zeiten waren minimal langsamer. Das Gefühl von "trägen" Beinen hatte ich schon zu Beginn der 1. Serie, war dann aber überrascht, dass es ordentlich lief. Danach noch Auslaufen (Zusammengefasst: 13,5 km (ohne GP).

Freitag stand wieder am etwas Kraft an. Am Nachmittag und Abend wieder intensives Dehnen. Am Abend stand zudem Krafttraining an (ohne Training der Beine, die waren zu schwer und brauchen den Tag Regeneration), danach noch eine Stunde Schwimmen
So viel dazu
Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
02.11.2015, 16:48
am Wochenende stand am Samstag ein langsamer DL an. Es wurde eine 1 Stunde mit 10,3 km, was auch wieder bei einer Intensität von knapp 70% langsam war (5:53 min/ km):confused:. Daraufhin habe ich noch etwas Lauf-ABC (lange Sprünge, Hopserlauf, etc.) und Laufstilübungen (Überkorrekturübungen) gemacht. Die beine waren während des Trainings schon sehr schwer.

Am Tag darauf stand ein LaLa an. Es wurden am Ende 22,5 km in 2:09:50 h (5:45 min/ km) mit ein paar kleinen Hügeln (rauf und runter bei Schloss Sanssouci, hin und zurück) mit 73%, auch wieder (zu) langsam. Am Ende dann noch 5 kleinere Steigungen.
Die Woche hab ich dann zusammengefasst 70 km absolviert, was doch schon ziemlich viel ist. Aber ich hab auch wieder ein paar Zimperleien (Schienbeinkante rechts, Oberschenkelaußenseite (OA, Lenden, Hüftmuskulatur), was dafür spricht, dass der Umfang etwas zu viel war. Ich war am Abend auch in der Sauna (seitdem die OA viel angenehmer, alles andere auch etwas "entspannter")

Morgen steht noch eine Tempoeinheit an, ob ich die nun absolviere, werde ich sehen, wie der Körper sich bis morgen erholt.
Am 8.11. will ich beim Teltowkanal-HM antreten. Zeit ist da eher zweitranging, ich will mit einer paar Kollegen aus dem Verein starten (sind wahrscheinlich zur Zeit schneller als ich). Es kann dann auch gut sein, dass ich im letzten Drittel einbreche. Wie gesagt Ziel ist nicht die Zeit (es werden nach meiner Glaskugel so knapp 1:40 h, hab auch kein extensives Training (weder Tempolauf noch extentensives Intervalltraining absolviert)), sondern 1. wieder in einen Wettkampf rein zu finden und 2. die Superkompensaition mitzunehmen. Ich erhoffe mir, dass ich dadurch die IANS deutlich herabsetzen kann ( so sollten meine DL wieder deutlich schneller werden).
Die restliche Woche nach morgen wird etwas getapert (weniger km und Intensität, aber trotzdem Athletiktraining und Schwimmen), die Woche nach dem Wettkampf regeneriert (teils etwas leichtes Jogging, teils Schwimmen, teils komplette Sportpause; je nach Wohlbefinden))
Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
03.11.2015, 23:28
nachdem die Beine noch etwas schwer waren und es etwas in die Leiste ausstrahlte habe ich das intensive Intervalltraining sausen lassen und stattdessen mit ein paar Kollegen einen Temposteigerungslauf gemacht (siehe Tab). Danach bin ich doch etwas verwirrt. Wieso lief es um so vieles besser als die Tage zuvor (bei etwas höherer Intensität eine Steigerung um 40 s/ km). Die letzten km konte ich muskulär nicht mehr zulegen bzw musste das Tempo etwas mindern, sonst wäre ich in die Muskulatur reingelaufen (schwere Beine, dann hätte ich gleich das intensive Intervalltraining machen können). Mit dem Training wäre eigentlich ein HM unter 1:40 zu pessimistisch, werde mich die nächsten Tage (Tapering, Athletik, leichte DL, Schwimmen) überraschen lassen




Trainingseinheit 3.11.




Km
Pace
HF(Durchschnitt) in %



1
06:00
66.5



2
06:08
65.5



3
05:26
68.5



4
04:58
72.5



5
05:00
74.5



6
04:47
77.5



7
04:43
80.0



8
04:33
82.5



9 (Hügel)
04:36
84.0



10
04:54
79.5



11
04:51
79.5








Zusammenfassung

11,47
5:05:00
75.0



58:23:00







Fortsetzung folgt...

Wieselbursche
11.11.2015, 14:14
Bis zum Wettkampf stand am 4.11. noch Athletikraining (ca. 1 Stunde), Dehnung;
am 5.11. gab es nach dem Einlaufen einen Kraftkreis (a 3 Sätze mit 13 Übungen), zwischen den Sätzen ~ 1km DL und am Ende noch Auslaufen (=> Summe: 7,5 km DL)
Am Freitag vor dem Wettkampf machte ich wieder Athletik (ca. 11 Übungen a 2 Sätze) und 1 h Schwimmen;
am Samstag dann eine Stunde Regenerationslauf (10,1 km) und 30 min Radfahren (mit meinem neuen Bike):wink::daumen:

Wieselbursche
11.11.2015, 14:45
Nachdem ich bis zum Wettkampftag immer noch ein Zimperleien im unteren Rücke (mit Ausstrahlen in der Leiste) hatte, war ich schon fast danach dden Wettkampf abzublasen, entschloss mich aber dann doch ihn anzugehen. Nach einer kurzen Nacht lief ich mich 45 vor dem Start 2,2 km ein. Noch schnell zur Strecke: 7 km-Rundkurs, auf den ersten 4km asphaltiert mit nassem Laub, teilweise etwas hoch und unter, die letzten drei KM auf "Wald bzw. Sandweg mit Wuzeln, auch mit etwas Hoch und Runter; am Ende der Runde noch eine Treppe (ca. 4 Höhenmeter, ca. 15 Stufen), am Ende noch ein 100 m Stück ins Ziel. Da ist mir schon gleich aufgefallen, dass ich meinen HF-Messer noch im Rucksack hatte:klatsch:...
Nach dem Einlaufen ging es dann noch schnell ins Startnummernzelt, wo ich meine Sachen ließ und holte ihn. Auf dem Weg dorthin machte ich noch Lauf-ABC, danach noch drei Steigerungen, alles doch eher mit einem skeptischen Gefühl (wegen dem unteren Rücken). Dann ab zum Start, meine Leutz gefunden los gings. Erster KM war dann doch sehr schnell (für mich zu schnell), ließ dann meine zwei Kollegen ziehen, und reduizierte die Pace. Was allerdings super war, ist, dass ein anderer Kollege an mich herankam und so liefen wir zusammen. Er zu mir:" Wie schnell willst laufen"-"1:38-1:40"-"1:38 mindestens", soweit so gut. Die anderen beiden Kollegen sahen wir erst einmal ein Stück davonziehen, aber noch in Sichtweite. Auf der zweiten Hälfte der Runde kamen wir dann wieder an die beiden heran, ein Kollege musste dann am Ende der 1. Runde wegen Schienbeinkante aufgeben:traurig:. Der andere Kollege zog dann wieder davon (sollte am Ende knapp über 4 min vor mir sein). Am Ende der ersten runde merkte ich schon, dass meine Beine doch recht schwer waren (wahrscheinlich durch das viele Athletiktraining), und nahm immer mal wieder raus, um am Schluss nicht einzubrechen). Nach 32:25 min war die erste Runde zu Ende. Nach der Treppe dachte man immer wieder man "steht". Auf der zweiten Hälfte der zweiten Runde merkte ich meine Beine immer mehr, musste gefühlsmäßig mehr rausnehmen (an den Zeiten nur etwas langsamer (zweite Runde in 32:35 min; siehe unten). Gegen Ende der zweiten und zu Beginn der dritten Runde zog mich mein Vereinskollege. Bei ca. KM 15-16 ging es dann wieder besser (vielleicht auch mental, da es nu noch 5 KM-6 KM waren) und ich konnte von meinem Partner wegziehen:wink:. Die dritte Runde (7 KM + 100 m Zieleinlauf) bewältigte ich dann in 32:44 min. Im Ziel angekommen, war ich richtig platt, fertig, der untere Rücken tat etwas weh. Am Ende überwog mein Strahlen:nick:. Die anfangs angestrepte Zielzeit von sub 1:40 wurde immerhin um 2 min pulverisiert. Als ich dann daheim war, stellte ich sogar fest, dass die unteren Lenden NICHT herausgepungen sind, wie es manchmal immer noch passiert. Die Beschwerden wurden nicht schlimmer, ich ging dann auch am selben Abend noch in die Sauna (auch am Montag); also kein Grund zur Sorge:nick:.
Noch zur Erklärung der KM-Zeiten: ich hab bei den KM-Tafel jeweils die Zeit genommen. Am Ende der ersten Runde hab ichs vergessen und erst kurz nach KM 8 (nach dem Verpflegungsstand) den KM genommen, weswegen der KM 9 auch etwas "Schneller" ist. Ansonsten sind meine Zeiten (der Vergleich zu den einzelnen Runden), doch sehr konstant; die durchschnittliche HF ist doch recht niedrig, liegt wohl an den fehlenden WKM und den exzensiven Tempoeinheiten; es wäre an diesem Tag nicht mehr gegangen.



Km (Tafeln)
min/km
HF/km
Runde in min



1
4:21
168
32:25:00



2
4:45
171
32:35:00



3
4:40
169
32:44:00



4
4:41
172




5
4:26
173




6
4:34
170




7






8
9:45
173




9
4:23
171




10
4:35
170




11
4:41
172




12
4:27
172




13
4:35
172




14
5:01
174




15
4:21
176




16
4:41
176




17
4:40
173




18
4:42
176




19
4:25
177




20
4:35
179




21,1
5:18
183



Summe
21,1
1:37:44
173=86,5%




Fortsetzng folgt...:wink:

dicke_Wade
12.11.2015, 04:57
Das ist ja toll, dass es so gut lief bei dir. Glückwunsch zur tollen Zeit :daumen: Und schade, dass wir uns nicht wissend gesehen haben. Das muss besser werden :D

Gruss Tommi

Wieselbursche
13.11.2015, 02:39
Das ist ja toll, dass es so gut lief bei dir. Glückwunsch zur tollen Zeit :daumen: Und schade, dass wir uns nicht wissend gesehen haben. Das muss besser werden :D

Gruss Tommi
wusste gar nicht, dass du da warst, hatte nämlich in der Starterliste nachgeguckt und da tauchtest du nicht auf; vielleicht sieht man sich beim Lichterpaarlauf am 3.12.?

dicke_Wade
13.11.2015, 04:52
Bin ja och nicht mitgelaufen. War als Schlachtenbummler für ein paar andere Foris (Kirsten, lexi, Zacki und Sky) da und hab Foddos gemacht :wink:

Nö, den Lichterpaarlauf mache ich nicht mit.

Gruss Tommi

Wieselbursche
26.12.2015, 23:15
so mal wieder ein update:
leider waren die kleinen Zimperleien keine Überlastungen im unteren Rücken/ Ischias, sondern wieder die Blockaden wie vor der Weisheitszahn-OP. War in den letzten Wochen 4 mal beim Einrenken, gebracht hat es leider nur kurzfristig etwas. Kontinuieriches bzw. systematisches Training ist nicht mehr möglich seit 1,5 Monaten. Grundagentraining geht (mal besser, mal schlechter, mal gar nicht). Hatte letztes Wochenende sogar beim Schafen Schmerzen im oberen Rücken (konnte deswegen sehr schlecht auch schlafen...). Das Eingerenke hilft wie gesagt bedingt, nach 1-2 Wochen sind große Verspannungen im Rücken, Nacken, etc. spürbar (sehr verklebt teilweise). Nächste Woche bekomme ich dann eine Nachtspange (Kiefermuskeln sind auch verklebt). Ob die das ganze wieder ins Lot bringt, wird man sehen...
Dass der Kiefer mit die Ursache sein kann, ist naheligend, da es nach der OP ja weg war (Vielleicht lag es nicht an den W-Zähnen sondern an den Spritzen (=> Entspannung des Kiefers??), ich weiß es nicht zugegebenerweise)
Ich wünsche euch noch ein paar besinnliche Reststunden =)