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Alderamin
29.02.2016, 11:39
Hallo Laufsportfreunde,

wie ich hier bei meinem hiesigen Einstand (http://forum.runnersworld.de/forum/anfaenger-unter-sich/104551-warum-habt-ihr-damals-mit-dem-laufen-angefangen-4.html#post2125215) kundtat, stand gestern mein erster Wettkampf an, 10 km Stadtlauf bei uns durch den Heimatort, 6 Runden durch die Fußgängerzone. Gesetztes Ziel für mich (51, BMI 27, noch ca. 8 kg vom Normalgewicht entfernt) war, die Strecke unter einer Stunde zu schaffen und nicht gerade letzter in meiner Altersklasse zu werden.

Optimist, der ich bin, hatte ich nach Steffnys 6-wöchigen "unter 55 Minuten" Trainingsplan trainiert, bin allerdings erst mit der zweiten Woche eingestiegen, da ich erst vor fünf Wochen die Möglichkeit ins Auge gefasst hatte, bei dem Lauf mitzumachen, den hatte ich mir an Weihnachten noch nicht zugetraut und sowieso für langweilig und unangenehm befunden (6 Runden durch die triste Innenstadt bei voraussichtlich usseligem Wetter im Februar und nicht vorhandener Pace waren nicht so der Motivator), hab's aber zum Glück dann doch getan. Kann ja nicht schaden, mal so was mit zu machen und seinen persönlichen Stand ermitteln zu lassen. Vor allem war das Motivation, mal am Tempo zu arbeiten. 6:45 maximale Pace waren nicht so der Bringer.

Ich muss gestehen, dass ich den Trainingsplan nicht besonders streng befolgt habe. Die Samstagsläufe ließ ich weg, weil meine Frau schon wenig glücklich über die Lauf-Sonntage war, wo ich danach zu platt war, um noch irgendwelche Ausflüge mit ihr zu machen, und einmal die Woche war ich schwimmen statt laufen, blieben also zwei Lauftermine die Woche, einmal schnell, einmal lang, einmal abends nach der Arbeit im Dunklen, mit Stirnlampe, einmal Sonntag Mittag im Hellen. Die letzten beiden Wochen wollte ich das Schwimmen dann auslassen und je dreimal laufen, aber in der vorletzten Woche merkte ich eine drohende Erkältung und strich einen Lauftermin. Die Erkältung konnte ich weitgehend abwenden, ein leichter Schnupfen mit trockener Nase blieb, den hab' ich sogar jetzt noch, aber er behinderte mich nicht spürbar.

Am Anfang des Trainings schaffte ich es noch nicht, die Trainingsvorgaben (6 km mit 5:55/km, 5x 1km in 5:24) einzuhalten, insbesondere weil meine doofe GPS-Uhr mich bei der Pace belog und entweder viel zu viel oder viel zu wenig anzeigte und bei den Intervallen ein, zwei Minuten brauchte, um auf irgendein Tempo zu konvergieren. Am Ende waren die Intervalle dann nur 5:40. Die ersten 6 km TDL waren noch bei 6:08. In der vorletzten Woche schaffte ich dann aber 6 km mit 5:54, am Ende aber ziemlich platt und froh, dass es vorbei war.

Am vergangenen Sonntag machte ich dann eine kleine Generalprobe, statt des langen Laufs holte ich den wegen der Erkältung ausgefallen TDL nach, statt 6 km programmierte ich mir 7 in die Uhr, und lief dann nach Pulsanzeige das Tempo, das ich glaubte, länger halten zu können (ca. 90% HF max). Ich hielt es dann auch und hatte sogar noch Luft, zwei Kilometer dran zu hängen. Am Ende hatte ich mit der Einlaufstrecke 11,5 km, wovon ich die ersten in 1:01:16 geschafft hatte (6:08/km Pace). Es schien also möglich, im Wettkampf die Stunde zu unterbieten. Am Dienstag gab's dann nochmal 8 Intervalle zu 400 m mit 2:04 Zielzeit (5:10/km), und die schaffte ich in 1:59 bis 2:07, die meisten davon im unteren Bereich, war also im Plan. Donnerstag noch ein leichter Lauf von 6,3 km in 6:24er Pace und das Rennen konnte kommen.

Ich hatte mir überlegt, wie ich am besten mit der ungenauen Uhr die Geschwindigkeit kontrolliere (eine Zeit pro Runde gibt's, glaube ich, bei der TomTom nicht) und mir dann eine Methode überlegt, mit der ich schon beim Schwimmen die Bahnen zähle: ich programmiere mir die geplante Rundenzeit, und dann vibriert die Uhr am Ende der Runde. Wenn sie vor der vollendeten Rundenstrecke vibriert, bin ich zu langsam, vibriert sie danach, habe ich Vorsprung. Da der Lauf mit einem Prolog von 350 m vor der eigentlichen Runde von 1,63 km startete, nahm ich das Intervallprogramm, das ich ja schon vom Training kannte, programmierte mir als Einlaufzeit die Zeit, die ich bei 6:00 Pace für 350 m brauchen sollte (2:05), für die Intervallzeit ungefähr die Hälfte der Runde (4:55), bis zu einer markanten Kreuzung, wo ich abbiegen musste, und den Rest der Rundenzeit als Erholungszeit (4:40, in Summe also 9:35 und damit etwa 5:53er Pace, die Stunde sollte nicht an Ungenauigkeit meiner Messungen mit Google Earth scheitern). Die ich natürlich nicht zum Ausruhen zu nutzen gedachte, sondern als zusätzlichen Kontrollpunkt, der auf Höhe des Ziels lag.

Ein halbe Stunde vor dem Start war dort noch nicht viel los, der 5 km Lauf ging gerade zu Ende. Ein bisschen warm gelaufen (es war sonnig, aber schneidender Ostwind bei 5°C, man fröstelte schnell ohne Jacke) und mit den Schwiegereltern und meiner Frau geschnackt, die zur Verstärkung dabei waren. Irgendwie hatte ich mit mehr Brimborium gerechnet, da war irgendwie gar nix, was nach Start aussah. Wir waren noch fast die ersten am Start, nach und nach füllte es sich aber. Nachher kam dann dann ein Mini-Van mit mutmaßlich dem Organisationskomitee, und die stellten dann rechts und links der Straße eine Fahne auf. Hab' mich relativ weit hinten im Feld einsortiert, um den anderen nicht zu sehr im Weg rum zu stehen, deswegen sah ich nicht so genau, was vorne abging, aber mittlerweile war es ziemlich voll, rund 395 Läufer waren gemeldet. Das ganze zog sich ziemlich, ich bekam kalte Finger und fror trotz Windbreaker-Jacke ein wenig, wann ging's denn endlich los? Die GPS-Uhr wartete im Pausestatus mit gefundenen Satelliten und zeigte mir auf diese Weise keine Uhrzeit mehr an, aber ich hörte, wie jemand sagte, wir seien schon 4 Minuten über die Zeit - man musste eine Hautpstraße sperren, die der Prolog kreuzte, bevor es in die Fußgängerzone ging, die Polizei musste wohl erst Freigabe melden.

Dann endlich der erlösende Startschuss und alle wetzten los. Wobei mir dei Vorderleute dann doch etwas im Weg standen. Ich schlängelte mich da irgendwie durch, aber ohne viel Tempo zu machen, man soll ja keinesfalls zu schnell loslaufen. Da die Zeit schon durch den Vibrationsalarm der Uhr kontrolliert wurde und die Momentan-Pace erfahrungsgemäß nichts taugte, stellte ich die Uhr auf Pulsanzeige und - oh Schreck - da stand mein HF-max von 173, ich hatte noch nie einen höheren Wert in der Anzeige, obwohl ich mich doch gerade keineswegs verausgabte. Ich nahm ein klein wenig Tempo raus, und als ich am Ziel vorbei kam, summte die Uhr erst 15, 20 Meter hinter dem geplanten Punkt, ich war also voll im Soll.

Das Feld verteilte sich nun ein wenig und ich konnte so laufen, wie ich wollte. Am ersten Zwischenpunkt hatte ich schon ungefähr 40-50 Meter Vorsprung, mein Plan ging prima auf. Ich bekam genug Luft, blieb mit dem Puls knapp unter 160, das konnte ich länger halten, etwaige Tempoverschärfung wollte ich mir für die zweite Hälfte aufsparen.

Die Streckenposten spendeten höflichen Applaus (die armen Jungs und Mädels mussten das eine volle Stunde lang tun, Respekt!), ansonsten hielt sich der Publikumsjubel in Grenzen, nur der eine oder andere Verein bejubelte seine Läufer. Ich hatte natürlich auch mein Team kurz vor dem Zielbereich, die mich aufmunterten und die Runden mitzählten. Meine größte Angst war, mich zu verzählen und zu früh oder zu spät in die Zielgerade auszuscheren, aber ich konnte Gesamtstrecke und Gesamtzeit in der kleinen Anzeige oben auf der Uhr lesen, was mir sonst mit der Gleitsichtbrille nicht bei allen Beleuchtungsverhältnissen gelingt.

Nach 1,5 Runden ein Trillerpfiff und der Ruf "Rechts laufen!". Ein Fahrrad fuhr voraus und dahinter kam der spätere Gesamtsieger angeflogen, ich wurde bereits überrundet. Der Junge Mann Jahrgang 1997 (meinereiner: 1964) finishte später in 31 Minuten, die beste Dame in 37 Minuten. Zu den nächsten Runden gibt's nicht viel zu erzählen, ich lief halt so vor mich hin und bekam gut Luft, hilet den Puls um 160 herum.

Ruca schrieb hier neulich, dass man bei km 7 ungefähr kurz vor'm Aufgeben sein müsste, aber da war ich relativ locker unterwegs und dachte mir, da ist noch Luft nach oben. Ich hab' den Puls dann auch mal die 160 überschreiten lassen, das musste ich aber schon deshalb, um das Tempo beizuhalten. Schön war, dass ich ab und zu auch mal jemand überholen konnte, in Runde 5 auch den Besenmann, der auf dem Fahrrad hinter dem Ende des Feldes herfuhr, um die Liegengebliebenen aufzufegen :zwinker2:. Ein kleiner Zwischenspurt vorbei an einer Familie, die nebeneinander lief, ging dann aber ziemlich auf die Pumpe, die hatten mich nachher wieder passiert, aber eine halbe Runde später hatte ich mich berappelt und sie endgültig überholt.

In der letzten Runde holte ich dann nochmal alles raus, schnappte nach Luft wie ein Goldfisch im Trockenen, und legte sogar noch einen Endspurt rein, als ich in den Zielbereich einlief. Ich stoppte die Uhr da, wo ich die Ziellinie wähnte, aber danach erst kam so eine schwarze Matte links, wo man den Transponder vorbeiführen musste, da war ich schon im Auslaufen. Außerdem hatte ich die Uhr erst beim Überschreiten der Startlinie gestartet, während die offizielle Zeitmessung wohl mit dem Startschuss gestartet worden war. Jedenfalls zeigte die Uhr am Ende 10,25 gelaufene Kilometer an (die Strecke war aber DLV-vermessen, die wird schon gestimmt haben) und 58:02 Minuten. Auf jeden Fall sollte ich unter einer Stunde geblieben sein. :headbang:

Da ich mir keine Illusionen bzgl. der 1,5 h später stattfindenden Siegerehrungen machte, fuhren wir heim zum Duschen und Ausruhen. Ich schaute dann ins Netz, wo schon bald die Ergebnisliste erschien. Offizielle Zeit war 58:14, damit war ich 299. von 342 Teilnehmern, 239. von 258 bei den Herren und 30. von 33 in meiner Altersklasse M50. Alle Ziele erreicht, aber auch ziemlich geerdet, das ist jetzt keine Zeit zum Prahlen, und auf den Videos, die meine Frau mit dem Handy gemacht hatte, sah ich auch reichlich unelegant aus, ein alter schlurfender Sack unter vielen jungen Leuten, die einen echten Laufstil hatten, da muss ich noch dran arbeiten und vor allem noch Abspecken. Aber dabei gewesen, nicht letzter geworden und durch das Training, das ich ohne den Lauf bestimmt nicht so durchgezogen hätte, eine Geschwindigkeitssteigerung auf 5:49/km erreicht, das ist schon mal was anderes als die 7 Minuten vom Anfang des Jahres. Ich hab' sogar ein paar jüngere überholt, ein paar M40 und 35, sogar einen M30. :pokal:Wäre ich nur die 5 km gelaufen, dann hätte ich mit meiner 5km-Zwischenzeit aus dem 10-km-Lauf sogar den 221. von 491 Plätzen gemacht, für die 10 km hatten sich offenbar deutlich weniger Anfänger, Bierlaunen- und Gelegenheitsläufer angemeldet (eigentlich war der 5 km-Lauf mit 600 Teilnehmern ausgebucht, schwach, dass 109 offenbar gar nicht angetreten waren).

Im Juni gibt's wieder einen 10-km-Lauf bei uns, und zwar über meine Hausstrecke am Fluss entlang, da wären dann 55 Minuten zu unterbieten. Und die momentane Pace würde ich gerne auf HM-Strecke ausdehnen, HM unter 2h. Im Moment (17,7 km in 2:04:04) noch illusorisch, aber das Jahr ist ja noch lang und ich fange ja eben erst an. Und im September vielleicht 15 km in Köln, wo 6000 Läufer am Start sind. Mal gucken.

So, ab morgen wird das Wetter voraussichtlich usselig, einige hier werden Challenge-Punkte im Schneeregen sammeln, aber ich geh' zweimal lecker Schwimmen und erhole mich schön. :hallo:

crsieben
29.02.2016, 11:48
Herzlichen Glückwunsch zum ersten Wettkampf und zur guten Premieren-Zeit.

Das Phänomen, dass man beim 5er mit vergleichsweise dürftigen Leistungen viel weiter nach vorne kommt als mit durchaus ordentlichen Leistungen beim 10er, das ist wohl überall zu beobachten. Da es fast immer beides gibt, wählen (verständlicherweise) die meisten Anfänger die 5 und (eher unverständlicherweise) auch die meisten ambitionierten Läufer die 10. Letzteres find ich merkwürdig, denn auch die 5 sind eine vollwertige Wettkampfdistanz, es ist ja nicht so, dass "länger laufen" irgendwie mehr wert ist, nur weil's länger ist.

Ganz allgemein würde ich davon abraten, im Wettkampf mit Pulsuhr zu laufen. Aber gut, ich rate ja auch schon davon ab, im Training mit Pulsuhr zu laufen, deshalb wirst du meine Aussage diesbezüglich einordnen können.

ruca
29.02.2016, 12:08
H
Ruca schrieb hier neulich, dass man bei km 7 ungefähr kurz vor'm Aufgeben sein müsste

Öhhh.... nein, habe ich nicht...

Dir ganz herzlichen Glückwunsch. Jetzt lösche bloß nicht die Videos, sondern freue Dich darüber, wenn es im Juni oder September anders aussieht. Von mir kenne ich keine Videos (abgesehen von ca. 0,5s auf Youtube, bei denen ich durchs Bild husche) aber was man auf den Fotos für einen Unterschied sieht, ist großartig. Weniger Bauch, bessere Haltung. Wäre schade, wenn man den Vergleich nicht hätte.

Alderamin
29.02.2016, 12:14
Herzlichen Glückwunsch zum ersten Wettkampf und zur guten Premieren-Zeit.

Danke !


Ganz allgemein würde ich davon abraten, im Wettkampf mit Pulsuhr zu laufen. Aber gut, ich rate ja auch schon davon ab, im Training mit Pulsuhr zu laufen, deshalb wirst du meine Aussage diesbezüglich einordnen können.

Der Puls war eine Orientierung für meinen allerersten Wettkampf, die Uhr misst den meist ziemlich gut, und wenn ich da 164 lese, dann weiß ich, dass mir kurz danach die Luft ausgehen wird, und so konnte ich ein gleichmäßiges, für mich hohes Tempo halten. Einmal fiel der Puls allerdings plötzlich in den Keller, offenbar eine Fehlmessung, da stellte ich die Uhr auf Pace-Anzeige um und war kurz danach außer Puste, weil mir die Orientierung plötzlich fehlte. Zum Glück war das nur ein paar hundert Meter lang, dann stimmte die Pulsanzeige wieder. Jedenfalls hat der Vibrationsalarm alle halbe Runde mir sehr geholfen. Und unterwegs konnte ich sogar einer Dame, die mich danach fragte, die zurückgelegte Strecke nennen :).

Beim Training nutze ich den Puls weniger als früher, ich hab' jetzt allmählich meine Erfahrungen gesammelt, was "langsam", "locker" und "schnell" ist, dazu hat sie mir anfangs geholfen. Die Uhr geht natürlich trotzdem mit zur Messung der Strecke und Zeit und zur nachträglichen Auswertung.

Dartan
29.02.2016, 12:21
Dir ganz herzlichen Glückwunsch. Jetzt lösche bloß nicht die Videos, sondern freue Dich darüber, wenn es im Juni oder September anders aussieht. Von mir kenne ich keine Videos (abgesehen von ca. 0,5s auf Youtube, bei denen ich durchs Bild husche) aber was man auf den Fotos für einen Unterschied sieht, ist großartig. Weniger Bauch, bessere Haltung. Wäre schade, wenn man den Vergleich nicht hätte.
+1
Auf gefühlt 99.9% alle Laufphotos sehe ich total behämmert aus und kann nur staunen, wie so eine Laufhaltung überhaupt anatomisch möglich ist. :hihi:

Aber trotzdem sind die Photos eine super Erinnerung und es ist wirklich interessant zu beobachten, wie sich die Haltung mit der Zeit verändert.:nick:

Alderamin
29.02.2016, 12:27
Öhhh.... nein, habe ich nicht...

Vielleicht war's auch jemand anders, der sagte, bei km 7 fühlte man sich, als wenn am liebsten aufgeben möchte (bin jetzt zu faul, die Stelle zu suchen, war als Antwort auf irgendjemand anderen, der einen 10K-WK gelaufen war).


Dir ganz herzlichen Glückwunsch.

Danke! Die Videos behalte ich natürlich.

crsieben
29.02.2016, 12:28
Ich gestehe ja, mir wirklich immer, wenn so ein Fotoservice da ist, ein Foto die paar Euro wert sein zu lassen. Da ist mittlerweile eine eindrucksvolle Sammlung entstanden, die ich mir gerne ab und zu anschaue. Und ich zeig die auch rum, ich bin da wenigstens im selben Maße uneitel wie beifallheischend.

jenshb
29.02.2016, 12:29
Das Phänomen, dass man beim 5er mit vergleichsweise dürftigen Leistungen viel weiter nach vorne kommt als mit durchaus ordentlichen Leistungen beim 10er, das ist wohl überall zu beobachten. Da es fast immer beides gibt, wählen (verständlicherweise) die meisten Anfänger die 5 und (eher unverständlicherweise) auch die meisten ambitionierten Läufer die 10. Letzteres find ich merkwürdig, denn auch die 5 sind eine vollwertige Wettkampfdistanz, es ist ja nicht so, dass "länger laufen" irgendwie mehr wert ist, nur weil's länger ist.


Kann ich für meinen ersten WK Lauf auch bestätigen. Da war ich als Debütant mit meinen knapp unter 24 min auf Platz 2 von 96 ;-) Allerdings gab es auch etwa 150 von 800 10km Läufern, deren Halbzeit besser war als meine.

ruca
29.02.2016, 12:41
+1
Auf gefühlt 99.9% alle Laufphotos sehe ich total behämmert aus und kann nur staunen, wie so eine Laufhaltung überhaupt anatomisch möglich ist. :hihi:

Diesbezüglich lohnt es sich tatsächlich, sich mal bei einem HM an den Streckenrand zu stellen und zuzuschauen, was da wie vorbeikommt.

Gruppe 1: "Kenianer", die so entspannt und leichtfüßig laufen, als würden sie gerade einen lockeren 300m-Lauf machen, dabei aber verdammt schnell sind.

Gruppe 2: die ersten Europäer, die mit hochrotem Kopf immernoch verdammt schnell diesen auf den Fersen sind, dazwischen die Kenianerinnen (siehe oben).

Gruppe 3: nächste Gruppe der Männer, schon gar nicht mehr mit hochrotem Kopf, dazwischen die schnellsten Frauen mit hochrotem Kopf.

Gruppe 4: Der "Gemsischtwarenladen". Aber hier ist es sehr spannend zu beobachten, mit wie komischen Laufstilen manche es ins Ziel schaffen

KlausiHH
29.02.2016, 12:58
Diesbezüglich lohnt es sich tatsächlich, sich mal bei einem HM an den Streckenrand zu stellen und zuzuschauen, was da wie vorbeikommt.
Gruppe 1: "Kenianer", die so entspannt und leichtfüßig laufen, als würden sie gerade einen lockeren 300m-Lauf machen, dabei aber verdammt schnell sind.
Genau und man sieht es wirklich nur in live richtig, kommt im TV überhaupt nicht rüber. Unfassbar, auch bei einem Marathon noch.

Dartan
29.02.2016, 13:03
Genau und man sieht es wirklich nur in live richtig, kommt im TV überhaupt nicht rüber. Unfassbar, auch bei einem Marathon noch.
Jup, hier in Würzburg findet ein extrem schneller 10er statt (Residenzlauf, letztes Jahr mit 27:47 schnellste in D gelaufene Zeit überhaupt), und was die da vorne für ein Tempo laufen, dass kann man sich echt nicht vorstellen bis man das mal live gesehen hat.

Leiderkeinkenianer
29.02.2016, 13:54
Hallo,


auch von mir einen Glückwunsch und denk' daran, den ersten Wettkampf läuft man nur einmal im Leben. Schön, dass er gelungen ist. Mit zunehmender Erfahrung wirst Du bei Rennen auch nur noch auf Pace und nicht mehr auf den Puls achten. Die Idee mit dem Rundenalarm ist naheliegend und bei den meisten Läufen sind dafür Kilometerschilder aufgestellt.
Was die Paceanzeige der Uhr angeht habe ich inzwischen auf "Durchschnittspace diese Runde" umgestellt. Eine Runde ist auf 1km eingestellt und man bekommt je nach Strecke und Empfang nach 100-200m in jeder neuen Runde eine stabile, zuverlässige Anzeige. Zusätzlich lasse ich mir die Durchschnittspace ab Start anzeigen. Probier's aus.

Alderamin
29.02.2016, 14:03
Diesbezüglich lohnt es sich tatsächlich, sich mal bei einem HM an den Streckenrand zu stellen und zuzuschauen, was da wie vorbeikommt.

Gruppe 1: "Kenianer", die so entspannt und leichtfüßig laufen, als würden sie gerade einen lockeren 300m-Lauf machen, dabei aber verdammt schnell sind.

Gruppe 2: die ersten Europäer, die mit hochrotem Kopf immernoch verdammt schnell diesen auf den Fersen sind, dazwischen die Kenianerinnen (siehe oben).


Kenianer gab's keine bei uns (die letzten Jahre hatte immerhin ein Marokkaner(?) namens Mohammed Ali den Lauf gewonnen, der fehlte dieses Jahr anscheinend), aber den hochroten Kopf beim Erstplatzierten kann ich bestätigen. Der hatte auch keine typische Läuferfigur, sondern war sehr gedrungen und sah eher nach Muckibude aus, ein kleines Kraftpaket mit T-shirt und kurzer Hose, aber er machte unglaublich raumgreifende Schritte, das Fahrrad vor ihm war flott unterwegs. Das war mal eine ganz andere Liga. Und auch noch Jugend unter 20. Falls er hier mitlesen sollte, Hut ab, schwer beeindruckt. :respekt: :groesste:

Hab noch vergessen, oben zu erwähnen, wie einsam die letzte Runde war, auf Höhe Ziel am Markt waren vor mir auf weiter Flur kaum noch Läufer zu sehen, man kam sich schon etwas verloren vor, aber ich hab' noch zwei, drei Leute zum Überholen finden können und nach meinem Zieleinlauf sollen auch noch Leute in ihre letzte Runde abgebogen sein, wie es aus meiner Unterstützergruppe verlautete.

Was mich übrigens beim 5k-Lauf wundert, da sind in der Ergebnisliste als letzte drei Leute mit Zeiten von über 1h30 gelistet, obwohl angeblich nach 45 Minuten die Zeitnahme beendet sein sollte und man selbst bei gemütlichem Spaziertempo kaum mehr als 1h10 für 5 km benötigen dürfte. Wie ist sowas zu erklären? Die betreffenden waren keinesfalls W90, sondern M50, M und M U23. Die hätten dann eigentlich beim 45 Minuten später angesetzten 10 km-Lauf noch auf der Strecke sein müssen. Kann die Zeitmessung so daneben sein? Falschen Transponder bekommen und im 10k-Lauf gefinisht, aber als 5k gewertet worden? Oder gar im falschen Rennen mitgelaufen?

Alderamin
29.02.2016, 14:15
Hallo,
auch von mir einen Glückwunsch und denk' daran, den ersten Wettkampf läuft man nur einmal im Leben. Schön, dass er gelungen ist. Mit zunehmender Erfahrung wirst Du bei Rennen auch nur noch auf Pace und nicht mehr auf den Puls achten. Die Idee mit dem Rundenalarm ist naheliegend und bei den meisten Läufen sind dafür Kilometerschilder aufgestellt.

Danke, hier gab's nur ein Schild, 1 km vor dem Ziel.


Was die Paceanzeige der Uhr angeht habe ich inzwischen auf "Durchschnittspace diese Runde" umgestellt. Eine Runde ist auf 1km eingestellt und man bekommt je nach Strecke und Empfang nach 100-200m in jeder neuen Runde eine stabile, zuverlässige Anzeige. Zusätzlich lasse ich mir die Durchschnittspace ab Start anzeigen. Probier's aus.

Nach so einer Messung hatte ich gesucht, aber ich glaube, die TomTom Multisport kann keine Rundenzeit anzeigen (?), sie zeigt nur die Gesamtzeit bzw. die Pace-Durchschnitt über die gesamte Strecke, oder eben die Momentan-Pace. Ich träume ja von einer Fenix 3 HR, auch so für den Alltag, so ein cooles Teil... nächstes Jahr... :abwarten:

Dartan
29.02.2016, 15:25
Nach so einer Messung hatte ich gesucht, aber ich glaube, die TomTom Multisport kann keine Rundenzeit anzeigen (?), sie zeigt nur die Gesamtzeit bzw. die Pace-Durchschnitt über die gesamte Strecke, oder eben die Momentan-Pace.
Da ich so eine TomTom Laufuhr noch nie live gesehen habe, alle angaben ohne Gewähr, aber etwas google ergibt folgendes:

Scheinbar kann man in irgendeinen Menu namens "Training" einen "Rundenmodus" auswählen, was dann aber andere "Spielereien" wie Intervalle ausschließt. Irgendwo kann man dann wohl einstellen, ob die Runden automatisch nach Distanz oder nach Zeit oder manuell ausgelöst werden. In diesem Modus sollte dann auch ein entsprechendes "Runden Pace" Datenfeld auswählbar sein.

Warum TomTom Runden nur als Extramodus anbietet und nicht wie der Rest der Welt als Grundfunktion parallel zum Rest, wird wohl für immer deren Geheimnis bleiben... :confused:

ruca
29.02.2016, 17:07
Was mich übrigens beim 5k-Lauf wundert, da sind in der Ergebnisliste als letzte drei Leute mit Zeiten von über 1h30 gelistet, obwohl angeblich nach 45 Minuten die Zeitnahme beendet sein sollte und man selbst bei gemütlichem Spaziertempo kaum mehr als 1h10 für 5 km benötigen dürfte.

Tja, jetzt habe ich mal in die Ergebnisliste gelinst. Beim 5km-Lauf ist davon nur noch einer übrig und zwar mit 1:38. Dafür gibt es bei 10km gleich drei Disqualifikationen.

Bei den 5km gibt es eine simple Erklärung: Die Zeitnahme war eben doch nicht aus (man brauchte sie ja für den Lauf danach, sowas bekommen die Systeme problemlos getrennt) und der Typ ist aus irgendeinem Grund nicht über den Zielstrich gelaufen (z.B. einfach nicht ins Ziel abgebogen und dann nachdem er seine km voll hatte einfach aufgehört), irgendwann hat er es dann doch gemerkt und ist dann doch noch mal rübergelaufen. Und bei der Zeit: Wenn er selbst nicht meckert, warum sollte man ihn streichen?

Die 10km-Disqualifiaktionen dürften sehr einfach erklärbar sein: Bevor alle Runden voll waren durchs Ziel.

Bei meinem ersten 10km-Volkslauf hatte ich auch jemanden zeitweise neben mir, der mich dann überholte... und was fiel mir dann auf: Ich sah keine Transponder an seinen Schuhen... (Papierstreifen, jeder Schuh einer - korrekte und aktuelle Startnummer hatte er aber...). Ok, dachte ich, evtl. übersehen. Nö, nachgeprüft... auf den Fotos ist er drauf, seine Startnummer fehlt aber in den Ergebnislisten komplett...

U_d_o
29.02.2016, 17:38
Hallo Alderamin,

herzlichen Glückwunsch zu deinem guten Wettkampfergebnis. Du bist mit gutem Grund stolz auf dich :daumen: :nick:

Alles Gute :daumen:

Gruß Udo

Alderamin
29.02.2016, 17:55
Danke für die Erläuterung. Stimmt, nur noch einer mit komischer Zeit. Es wurden die Läufer zusätzlich auch noch handgestoppt, vielleicht werden diese Zeiten gerade manuell nachgetragen.


Die 10km-Disqualifiaktionen dürften sehr einfach erklärbar sein: Bevor alle Runden voll waren durchs Ziel.

Ich dachte, die hätten das 1:15 Zeitlimit des 10-km-Laufs nicht geschafft. Verzählt haben kann natürlich auch möglich sein, so mancher ließ sich unterwegs von seinem Partner die Runden zurufen. Irgendeine Uhr zu tragen kann dann doch von Vorteil sein.


Bei meinem ersten 10km-Volkslauf hatte ich auch jemanden zeitweise neben mir, der mich dann überholte... und was fiel mir dann auf: Ich sah keine Transponder an seinen Schuhen... (Papierstreifen, jeder Schuh einer - korrekte und aktuelle Startnummer hatte er aber...). Ok, dachte ich, evtl. übersehen. Nö, nachgeprüft... auf den Fotos ist er drauf, seine Startnummer fehlt aber in den Ergebnislisten komplett...

Muss ein beschissenes Gefühl sein, sich abgerackert zu haben und dann nicht gelistet zu sein. DSQ ist aber auch blöde, aus welchem Grund auch immer. Oder DNF (did not finish?). Hab den Moment, glaube ich, gesehen, wo die eine Läuferin einfach aufhörte und zur Seite vom Track ging, vermutlich war ihr nicht gut. Ein Streckenposten war gleich bei der Ärmsten.

Der Sieger war übrigens ein Austauschschüler aus Alaska, wie ich eben las. Weil er aber für einen Dürener Verein lief, wurde er sogar Stadtmeister (dazu muss man entweder Anwohner des Kreises oder Mitglied in einem dort ansässigen Verein sein). Ich find's übrigens toll, dass für die Stadtmeisterschaft eine altersbereinigte Zeit zu Grunde gelegt wird. So haben auch ältere Läuferinnen und Läufer eine Chance, Stadtmeister zu werden. Der zweite war immerhin M55. Respekt. Ich bin da mit Platz 73 von 93 bei den Männern noch knapp im dritten Viertel der Liste. Ich schätze mal, die gelisteten 0:00:56 der weiblichen Erstplatzierten werden sicher auch noch korrigiert werden. :nick:

Alderamin
29.02.2016, 17:58
@Udo

Danke, ein Lob vom alten Hasen tut doppelt gut. :nick::nick:

-NK-
29.02.2016, 18:21
Erstmal Glückwunsch zum ersten gelungenen Lauf! :daumen:
Ich war auch am Start, allerdings für drei Runden und konnte das Phänomen, dass man beim 5er vergleichsweise langsam sein kann und trotzdem relativ weit vorne sein kann am eigenen Leib erleben. Obwohl ich mit 21:43 eine Sekunde an meiner Bestzeit vorbeischrammte bin ich in der MU18 Dritter von 76(:wow:) geworden. Leider sagt das wohl kaum was über meine Leistung aus, sondern eher über den Rest der Teilnehmer, aber ich nehme es einfach mal als netten Lauf mit. :nick:

RunningPotatoe
29.02.2016, 18:30
Hallo Alderamin,

herzlichen Glückwunsch zum ersten WK und den geknackten 60 min. !

Ich kann das besonders wertschätzen, habe ich dieses Ziel schließlich erst noch vor mir.


sah ich auch reichlich unelegant aus, ein alter schlurfender Sack unter vielen jungen Leuten, die einen echten Laufstil hatten, da muss ich noch dran arbeiten
Schau dir das Video ruhig einmal die Woche an - das erinnert dich dran, regelmäßiges Krafttraining und Lauf-ABC nicht zu vernachlässigen.

Alderamin
29.02.2016, 18:53
Leider sagt das wohl kaum was über meine Leistung aus, sondern eher über den Rest der Teilnehmer, aber ich nehme es einfach mal als netten Lauf mit. :nick:

Auch Glückwunsch :daumen:, ist doch cool.

Ich glaube, beim 5 km Lauf waren viele Mitarbeiter von Firmen, insbesondere von Sportläden und -studios zwangsverpflichtet / gut überredet worden, da mit zu machen. Der GFC hatte auch ein Laufseminar für Anfänger veranstaltet, ich hatte anfangs überlegt, da mitzumachen (irgendwann hatte ich auch mal eine Teilnehmerzahl gelesen, weiß nicht mehr genau, wie hoch, aber ich erinnere mich daran, dass es überraschend viele waren). Vielleicht sind die meisten von denen auch nur auf 5 km angetreten.

Alderamin
29.02.2016, 18:59
Hallo Alderamin,

herzlichen Glückwunsch zum ersten WK und den geknackten 60 min. !

Ich kann das besonders wertschätzen, habe ich dieses Ziel schließlich erst noch vor mir.

Danke! Und ich habe keine Sorgen, dass Du das nicht schaffst. :daumen:

Und am Laufstil werde ich arbeiten. Ich sitze zu viel am Schreibtisch, das verkürzt die Muskeln vorne am Beinansatz und zieht den Oberkörper beim aufrechten Stehen/Gehen/Laufen unwillkürlich nach vorne.

dicke_Wade
02.03.2016, 05:26
Der erste Wettkampf und alles hat geklappt. Was will mam mehr? Herzlichen Glückwunsch! :)


Letzteres find ich merkwürdig, denn auch die 5 sind eine vollwertige Wettkampfdistanz, es ist ja nicht so, dass "länger laufen" irgendwie mehr wert ist, nur weil's länger ist.
Sind schon vollwertig, wenn man sowas mag :D Ich persönlich finde 5 Km im Vergleich zu 10 km körperlich einfach nur grausam. Bin paar mal in Berlin die 5 x 5 km Staffel mitgelaufen und habe es gehasst. Lieber 50 km am Limit als 5 :hihi:

Gruss Tommi

crsieben
02.03.2016, 06:51
Bei mir ist meine 5-km-Bestzeit ja auch aus gutem Grund fast drei Jahre alt.

Dieses Jahr stell ich mich mal wieder. Mir war aufgefallen, dass mittlerweile meine 10-km-Bestzeit deutlich schneller ist als 2 x meine 5-km-Bestzeit und möchte das Bild wieder geraderücken. Also kehr ich alter Nostalgiker an den Ort meines ersten Wettkampfs zurück.

Alderamin
02.03.2016, 11:28
@dicke_Wade

Danke!

@crsieben

Einer der Gründe, warum die ambitionierten Läufer eher die 10 km wählten, mag gewesen sein, dass der 5 km Lauf mit fast 500 Leuten so voll war, dass man kaum Platz hatte, um da richtig Druck zu machen (und es ist halt der Lauf, wo auch einige Untrainierte unterwegs waren). Selbst beim 10 km Lauf beklagte man sich auf der Webseite eines lokalen Vereins, dass es mit 300 Leuten sehr voll war und die Vereinsläufer behindert wurden (dabei fuhr ein Fahrrad voran und pfiff den Weg frei). Na ja, ist halt ein Volkslauf in der Fußgängerzone/Wohnstraßen einer kleinen Stadt, keine Großveranstaltung auf 4-spurigen Hauptstraßen.

Aber der 5er war wirklich voll, den haben wir auf dem Weg zum Start zweimal gekreuzt, da musste man recht lange auf Lücken warten, um auf die andere Seite des Tracks zu spurten.

ruca
02.03.2016, 12:21
Wenn der Start halbwegs gut sortiert ist, ist sowas überhaupt kein Problem. Ich habe bei zwei Läufen mit 800 bzw. 1000 Teilnehmern und freier Rundeneinteilung (jeweils 1-4 Runden, einmal waren es pro Runde 2,5km, einmal 5km) teilgenommen - beide auf deutlich engeren Wegen als Fußgängerzonen/Wohnstraßen. Und wer da von den ambtionierten Läufern sich nicht rechtzeitig ganz vorne einsortiert, hat halt Pech gehabt, wenn er die ersten 250-500m nicht in seinem Tempo laufen kann.

dicke_Wade
02.03.2016, 14:31
Wenn der Start halbwegs gut sortiert ist, ist sowas überhaupt kein Problem.
....
Und wer da von den ambtionierten Läufern sich nicht rechtzeitig ganz vorne einsortiert, hat halt Pech gehabt, wenn er die ersten 250-500m nicht in seinem Tempo laufen kann.
Wenn das so einfach wäre! :wink: Wenn sich alle Schnellen rechtzeitig vorne aufstellen wollen, passiert gleich was? :D

Ich hab noch keinen kleineren Volkslauf gesehen, wo es eine Starteinteilung gibt. Ich hab das durchaus schon mehrfach angeregt, dass sie kleine Pappschildchen aufstellen sollen mit der angestrebten Pace. Selbst als "ordentlicher Läufer" hast du in der Regel kaum eine Chance, eine der eigenen Pace angemessene Position in der Startaufstellung zu finden. Ist oft ein Glücksgriff. Meist geht es daneben.

Gruss Tommi

-NK-
04.03.2016, 12:59
Beides wie beschrieben miterlebt. Zum einen meine hatte ich mich noch recht lange aufgewärmt, danach kam man nicht weiter nach vorne, da es sich dort schon drängelte. Die erste Reihe bestand dann aus den wirklich schnellen Jungs und Mädels, die ohne Probleme 18:XX und weniger laufen, die zweite,dritte und vierte Reihe aus den ebenso schnellen Leuten, allerdings nur für 100 Meter. Danach nahm die Geschwindigkeit dann immer weiter ab, aber auch beim Gehen wurde die Ideallinie noch genutzt. :frown: Da der Kurs ja dreimal zu absolvieren war konnte man dann insgesamt dreimal Slalom laufen. Das ist dann natürlich schade wenn man dadurch die Sekunden verliert, die man am Ende dringend braucht.
Zumindest nehme ich mit das man sich bei solchen Läufen, wenn man ein wenig Lauferfahrung hat auch ruhig selbstbewusst im vorderen Zehntel aufstellen kann. Und: Ein stämmig gebauter, erfahren wirkender Läufer ist auch nicht schlecht der erzeugt dann eine Gasse die man gut nutzen kann. :D

Alderamin
04.03.2016, 13:49
Wenn der Start halbwegs gut sortiert ist, ist sowas überhaupt kein Problem

Der Veranstalter fand den 5er auch eng und überlegt, ihn zukünftig zweizuteilen. Steht in dem jetzt frei zugänglichen Artikel (http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/melderekord-1500-starter-beim-stadtlauf-1.1304879) zum Lauf.

U_d_o
04.03.2016, 17:51
@Udo

Danke, ein Lob vom alten Hasen tut doppelt gut. :nick::nick:Warum gefällt mir das Bild vom Hasen und lässt mich das beigefügte Eigenschaftswort müde ächzen? ;-)

Gruß Udo

Alderamin
04.03.2016, 19:12
Warum gefällt mir das Bild vom Hasen und lässt mich das beigefügte Eigenschaftswort müde ächzen? ;-)

Och, als Läufer ist man doch schon mit 30 Senior. :)

Hier gibt's im Übrigen ein paar "alte Hasen", die nach dem Kalender deutlich jünger sind als ich. Sprach's und wurde heute schon wieder ein Jahr älter...

Alderamin
06.03.2016, 21:56
So, diese Woche war ich nur schwimmen, 2x 3 km. Heute wollte ich laufen (gestern schon was anderes unternommen). Aber was für ein Wetter! Morgens schneite es und alles war weiß gepudert. Der Schnee taute zwar wieder, aber es regnete und schneite abwechselnd und fortwährend. So richtig Lust auf das Wetter hatte ich nicht. Hatte schon überlegt, nochmal schwimmen zu gehen, aber eigentlich wollte ich lieber laufen. Es war mal wieder an der Zeit, eine Woche nach dem Wettkampf zu laufen.

Andere haben regenfeste Kleidung, ich hab' Wetteradar (http://www.wetter24.de/radar/deutschland/) :nick:. Da kündigte sich eine größere Lücke ab halb 2 Uhr nachmittags an, darauf wartete ich und dann nix wie los. Ich bin einfach drauf los gelaufen, wollte so 1,5 Stunden laufen mit lockerem Tempo, ohne besonders auf den Puls zu achten. Nach 2 km wurde es ein wenig schwer, ich dachte schon, ich hätte seit letzter Woche an Kondition verloren, aber ich war ja auch mit 6:04 und 6:08 auf den ersten beiden Kilometern unterwegs. Ich traf eine Menge Läufer, die hatten anscheinend auch gewartet. Es kam sogar mal die Sonne raus. Ein größerer Schauer verpasste mich in ein paar km Entfernung, Schwein gehabt. Bin nur asphaltierte Rad- und Feldwege gelaufen, meine Lieblingsstrecke am Fluss ist praktisch die ganze Wintersaison über nicht zu gebrauchen, weil der Weg nur planierter Schotter ist, bzw. jetzt Matsch und mit Pfützen gefüllte Löcher.

Wurden dann am Ende knapp 18 km. Die letzten zwei davon bin ich etwas im Tempo eingebrochen, bis auf 6:56 auf dem letzten Kilometer.

Aber am Ende 1:55:41 mit 6:24 Durchschnitts-Pace, das ist mal ganze 9 Minuten schneller als am 31. Januar, wo ich in etwa die selbe Strecke (250 m weniger) noch mit 7:00 Pace gelaufen bin (der Puls war da allerdings 7 Schläge geringer im Schnitt). Das Intervall- und Tempotraining für den Wettlauf war also nicht für die Katze.

Nächstes Ziel wäre, 6:00-Pace auf dieser Strecke zu halten, ohne wie beim Wettlauf wie ein Fisch nach Luft zu schnappen. Diese Woche gibt's dann wieder zwei Tempoläufe, mal sehen, was in einem Monat dabei heraus kommt.

Carigos
12.03.2016, 22:34
Hallo,


auch von mir einen Glückwunsch und denk' daran, den ersten Wettkampf läuft man nur einmal im Leben. Schön, dass er gelungen ist. Mit zunehmender Erfahrung wirst Du bei Rennen auch nur noch auf Pace und nicht mehr auf den Puls achten. Die Idee mit dem Rundenalarm ist naheliegend und bei den meisten Läufen sind dafür Kilometerschilder aufgestellt.
Was die Paceanzeige der Uhr angeht habe ich inzwischen auf "Durchschnittspace diese Runde" umgestellt. Eine Runde ist auf 1km eingestellt und man bekommt je nach Strecke und Empfang nach 100-200m in jeder neuen Runde eine stabile, zuverlässige Anzeige. Zusätzlich lasse ich mir die Durchschnittspace ab Start anzeigen. Probier's aus.

Ich habe kommenden Samstag meinen ersten 10 km WK und auf diese (wirklich simple!) Vorgehensweise wäre ich jetzt nicht gekommen! Vielen Dank für den Hinweis. Hätte die Tage den Virtual Partner von Garmin getestet...mal sehen, was mir besser liegt :)

Alderamin
13.03.2016, 17:05
HALBMARATHON! YESSS!

War zwar nur ein langer Trainingslauf, aber...

HALBMARATHON!!!

Endlich ist der Rurufer-Radweg abgetrocknet und ich konnte mein lange anvisiertes Umkehrziel angehen. Zeit inkl. 2 sehr kurzen Gehpausen zum Trinken 2:17:01. Pace 6:29, wobei ich die letzten 2 Kilometer nur noch mit 7:00 geschlichen bin und am liebsten einfach umgefallen wäre. Schon bei 12,5 km hatte ich eigentlich keine Lust mehr, aber ich musste ja wieder nach Hause. Das wären dann 20 km gewesen, aber die HM-Strecke lies ich mir dann doch nicht entgehen und hängte noch einen kleinen Umweg dran. Ich war in den vergangenen Wochen schon ein paar mal zwischen 17 und 18 km gelaufen, zuletzt auch mit 6:29er Pace, aber so fertig war ich noch nie. Holy Shit.

YES!! :prost:

HappySue
13.03.2016, 22:28
Hallo Alderamin,

:daumen: GLÜCKWUNSCH :daumen:

musste beim Lesen an meinen ersten Lauf über die HM-Marke denken, mir ging es ähnlich.
Geschafft aber glücklich :nick:

Viel Spaß weiterhin!

LG,
HappySue

Alderamin
14.03.2016, 10:18
@HappySue

Danke! Ich weiß nicht, wie andere das bei ihren langen Läufen halten, aber jede Woche könnte ich mir so was derzeit nicht antun. Treppe 'runter steigen zwickt noch ordentlich in den Knien. Ich war auch ein bisschen zu warm angezogen: langes Funktionsunterhemd und warmes Longshirt, genau das, was das Runners World Tool für 5-10° und mäßigem Wind vorschlägt. Mit den Vorschlägen dort war ich bis jetzt immer gut gefahren, musste mir gestern aber die Ärmel hochkrempeln, die Temperatur war während des Laufs dann auch noch über 10° gestiegen und der Wind ließ nach. Ich hab' ziemlich geschwitzt, das Wasser lief mir sogar an den Linsen der Brille runter, vielleicht wär's mit weniger Wasserverlust leichter gefallen. Knapp 0,4 l Apfelschorle und einen Müsliriegel hatte ich mit dabei.

HappySue
15.03.2016, 23:35
@HappySue

Danke! Ich weiß nicht, wie andere das bei ihren langen Läufen halten, aber jede Woche könnte ich mir so was derzeit nicht antun.

Na, ich weiß ja nicht ob Du läuferisch noch hin willst, aber möglicherweise siehst Du das bald gaaaanz anders. :D
Wenn das Zwicken erst mal nächlässt und beim nächsten mal vielleicht gar nicht erst auftaucht....

Ich werde hier gerne mal weiter mitlesen, bin mal gespannt!

LG,
HappySue

P.S.: Ich habe bei meinem ersten Mal vor gut 2 Jahren für die 21,6 km sagenhafte 3:01:57 gebraucht. Bei -14°C hatte ich mit Schwitzen glücklicherweise keine Probleme...

Alderamin
16.03.2016, 00:02
Na, ich weiß ja nicht ob Du läuferisch noch hin willst, aber möglicherweise siehst Du das bald gaaaanz anders. :D
Wenn das Zwicken erst mal nächlässt und beim nächsten mal vielleicht gar nicht erst auftaucht....

Ich werde hier gerne mal weiter mitlesen, bin mal gespannt!


Tja, eigentlich bin ich schon wieder fit...

Ein direktes Lauftagebuch wollte ich nicht anlegen, aber wo ich den Thread schon erstellt habe, werde ich hin und wieder mal was Erwähnenswertes anhängen.

Wo ich läuferisch hin will, weiß ich selbst nicht so genau, es würde mich reizen, die Strecke am Fluss immer weiter zu verlängern. Gibt kaum eine schöne Strecke, die ich mir vorstellen könnte. Die bin ich vor 20, 25 Jahren mal gelaufen, da wohnte ich allerdings 6,5 km weiter flussaufwärts, und jetzt dringe ich allmählich wieder (von hier aus!) bis dahin vor, wo ich damals lief - und umkehrte. Da war mein längster Lauf 16 km. Bis zum Stausee und zurück wären es 38 km, habe ich auf Google Earth gemessen, das wäre ein Fernziel. 25 oder 30 km würde ich gerne im Sommer schaffen.

Im Juni gibt's einen Zehner, der beidseitig am Ufer lang geht und quasi hier vor meiner Haustüre seinen einen Wendepunkt hat, da würde ich gerne mal Sub 55 bis Sub 50 versuchen. Und in Köln gibt's Anfang September einen 15er über 4 Rheinbrücken. Für HM fühle ich mich derzeit noch zu langsam (für 15 eigentlich auch). Mal schauen, was sich im Laufe des Jahres so entwickelt.

Im Moment will ich einfach schneller werden. Und noch ein paar Kilo abspecken.


P.S.: Ich habe bei meinem ersten Mal vor gut 2 Jahren für die 21,6 km sagenhafte 3:01:57 gebraucht. Bei -14°C hatte ich mit Schwitzen glücklicherweise keine Probleme...

Dann hab' ja noch Chancen :) Wow, bei -14° hätte ich vermutlich gekniffen. Dieses Jahr gab's nur einen Trainingslauf haarscharf unter 0, das war ok. War einfach kein Winter. Hatte mir eine warme Lauftight gekauft, ganz am Anfang, die hatte ich dreimal an. Ist mir mittlerweile zu weit und rutscht immer. :hihi:

Wenn ich mir Sub 2h zutraue, dann überleg' ich's mir mal mit der Anmeldung. Aber man kann nicht gleichzeitig auf 10 und Langstrecke trainieren, schreibt Steffny. Also WKs langsam verlängern. Wer sich zu schnell steigert, hat nachher keine Ziele mehr.

Alderamin
21.03.2016, 09:16
Ich weiß nicht, wie andere das bei ihren langen Läufen halten, aber jede Woche könnte ich mir so was derzeit nicht antun.

Tja, das war gelogen. Hab's gestern wieder versucht, weil ich schon Dienstag wieder problemlos Intervalle gelaufen war. Ging auch eigentlich ganz gut, etwas langsamer als letzte Woche, und viel weniger fertig. Aber auf den letzten 1,5 Kilometern zwickte der linke Knöchel. 500 m vor dem Ziel (waren bereits 21,2 km, war eine etwas andere Strecke als letzte Woche) brach ich dann ab und humpelte heim. Und jetzt hab' ich einen dicken Fuß und kann nicht mehr gehen. Gleich Termin beim Sportarzt.

Sch..., der selbe Mist wie vor 25 Jahren bei 16 km. Wie beneide ich die Ultraläufer hier, denen alles nichts ausmacht. Scheint mir wohl nicht vergönnt zu sein. Hoffentlich kann ich die Tage wenigstens Schwimmen, sonst werde ich wieder zunehmen.

ruca
21.03.2016, 09:24
Urgs.

Gute Besserung, ich drücke die Daumen, dass nix Schlimmes sondern einfach ein wenig Überlastung ist...

dicke_Wade
21.03.2016, 10:22
Sch..., der selbe Mist wie vor 25 Jahren bei 16 km. Wie beneide ich die Ultraläufer hier, denen alles nichts ausmacht.
Wenn du wüsstest! :hihi: Auch uns (mich gerade ganz aktuell :P) kann alles Mögliche erwischen. Außerdem haben wir auch mal klein angefangen, mit allen denkbaren und und undenkbaren Überlastungsbeschwerden. Über die Jahre haben sich dann die Gräten schon an das viele Gelaufe angepasst. Da brauchts keinen Neid, sondern einfach nur Geduld. Das dauert halt.

Wünsch dir gute Besserung.

Gruss Tommi

Alderamin
21.03.2016, 13:35
@ruca, dicke_Wade

Danke. Der Sportarzt hat am Gelenk rumgebogen und sich gewundert, wo es weh tat, das sei ungewöhnlich, Arthrose vermutet. Hat mich dann zum Röntgen geschickt: plantarer Fersensporn, aber der dürfte kaum die Schmerzen am Knöchel verursachen (da, wo Fersensporn weh tut, tut mir nix weh). Mittwoch nochmal Termin beim Sportarzt. Der hat mir ansonsten keinen Rat, kein Medikament und keinen Verband mitgegeben. Aber Schwimmen darf ich. :) So werd' ich wenigstens nicht so schnell wieder fett. Garmin Connect weist 2h laufen und 2h schwimmen einen ähnlichen Kalorienverbrauch zu. Hoffe mal, das dauert jetzt keine 4 Wochen oder gar noch länger. Gerade wo's schöne Wetter anfängt.


Außerdem haben wir auch mal klein angefangen, mit allen denkbaren und und undenkbaren Überlastungsbeschwerden. Über die Jahre haben sich dann die Gräten schon an das viele Gelaufe angepasst. Da brauchts keinen Neid, sondern einfach nur Geduld. Das dauert halt.

Na ja, wenn man sich wirklich dran gewöhnen kann... ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, mich in letzter Zeit zu schnell gesteigert zu haben, bin ja schon im Februar dreimal um die 17-18 km gelaufen und letzte Woche schon 21,1 km. Vielleicht war die Erholungszeit doch zu kurz. Am Freitag und Samstag bin ich mit meiner Frau 6 bzw. 11 km spaziert, ich weiß nicht, ob das in Kombination mit dem langen Lauf am Sonntag dem Sprunggelenk den Garaus gemacht hat. Bein liegt jetzt hoch, Kühlbeutel im Eisfach, und meine Uhr wird mich heute ausschimpfen, dass ich zu wenig Schritte gemacht habe. :P

Dir auch gute Besserung !!!

ruca
21.03.2016, 13:51
Danke. Der Sportarzt hat am Gelenk rumgebogen und sich gewundert, wo es weh tat, das sei ungewöhnlich, Arthrose vermutet. Hat mich dann zum Röntgen geschickt: plantarer Fersensporn, aber der dürfte kaum die Schmerzen am Knöchel verursachen (da, wo Fersensporn weh tut, tut mir nix weh).


Mit Röntgen findet man nur die ganz fiesen Sachen.

"Das ist ungewöhnlich" kenne ich als Aussage, die bekam ich bei meiner Kniegeschichte zu hören. Die ist am Ende folgenlos verheilt (War am Ende eine Zerrung mit Erguss und dieser drückte in den Gelenkspalt. Seeeeehr schmerzhaft aber absolut harmlos). Ich drücke Dir die Daumen, dass es Ähnliches ist.




Mittwoch nochmal Termin beim Sportarzt.


Was hat der vor? Auf eventuelle deutliche Besserung warten, sonst ab in die Röhre (MRT)?



Der hat mir ansonsten keinen Rat, kein Medikament und keinen Verband mitgegeben.


Er hat ja auch noch keine Ahnung, was los ist, da tun sich Ärzte mit Tipps schwer, am Ende werden sie dann noch wegen Behandlungsfehler verklagt...



Aber Schwimmen darf ich. :) So werd' ich wenigstens nicht so schnell wieder fett. Garmin Connect weist 2h laufen und 2h schwimmen einen ähnlichen Kalorienverbrauch zu.


Da ist Garmin aber seeeeehr optimistisch. Polar sagt etwa 2h Schwimmen = 1h Laufen. Und mit Schwimmen meint Polart nicht "rumplantschen" sondern wirklich trainieren...

Für das Gewicht solltest Du nicht zuviel Hoffnung ins Schwimmen setzen sondern da wirklich auf die Ernährung achten. Aber um nicht zuviel Fitness zur verlieren ist es sehr wertvoll...

Alderamin
21.03.2016, 14:20
Was hat der vor? Auf eventuelle deutliche Besserung warten, sonst ab in die Röhre (MRT)?

Auf den Befund vom Röntgen warten, er hat ihn ja noch nicht (nach dem Röntgen war's schon zu spät, nochmal zu ihm zurück zu kommen, und morgen vormittag hab' ich einen wichtigen Telefon-Termin).


Da ist Garmin aber seeeeehr optimistisch. Polar sagt etwa 2h Schwimmen = 1h Laufen. Und mit Schwimmen meint Polart nicht "rumplantschen" sondern wirklich trainieren...

Für das Gewicht solltest Du nicht zuviel Hoffnung ins Schwimmen setzen sondern da wirklich auf die Ernährung achten. Aber um nicht zuviel Fitness zur verlieren ist es sehr wertvoll...

Na ja, außer dem langen Lauf sind meine Lauftrainings ja normalerweise unter 1h, das Schwimmen ist aber immer +/-1:45 (so viel passt zwischen Job und "Ende der Wasserzeit"), das passt schon. Ich geb' da schon ordentlich Gummi, am Ende schleiche ich aus der Halle heraus. Laufspezifische Fitness würde ich über Wochen dennoch verlieren, ist ja eine total andere Bewegung. Kann höchstens noch mit Crosstrainer überbrücken, wenn das Gelenk wieder ein wenig Belastung verträgt, das ist wenigstens so was ähnliches wie Laufen und hat vergleichbaren Puls.

Ist aber letztlich Wurst, ich hab' ja keine olymipschen Spiele zu verpassen (oder sonst einen für mich wichtigen Wettkampf). Will ja nur abspecken und gesund bleiben (aber wie man sieht, Sport ist eben doch Mord :hihi:)

HappySue
22.03.2016, 18:27
Oh man,
das freu ich mich, bei Dir vom nächsten langen zu lesen, und was muss ich da lesen? So´n Shiet...
ToiToiToi, das es bald wieder gut ist!
:kruecke:

LG,
HappySue

Alderamin
23.03.2016, 14:42
@Happy Sue

Danke.

Tja, eben nochmal beim Arzt gewesen, er vermutet eine "Chondropathie des Sprunggelenks", das ist irgendeine Veränderung am Knorpel. Auf dem Röntgenbild war nicht viel zu sehen, jetzt muss ich mir eine MRT-Aufnahme machen lassen. Hab' nach Rumtelefonieren einen Termin am 21.4. bekommen, damit ich nicht so lange aussetzen muss. Im Moment Laufverbot (bin eh froh, wenn ich überhaupt wieder normal gehen kann, aber es wird schon langsam etwas besser), aber Schwimmen gestern Abend war kein Problem, werde also erst mal nicht zunehmen, denke ich (mir fällt jetzt bald schon der Ehering vom Finger).

Nach der MRT will der Arzt mir dann sagen, ob ich weiter machen kann, oder ob ich mir eine andere Sportart aussuchen muss, wie er sagte :heul2:. Möchte ich aber auf gar keinen Fall, Schwimmen ist vergleichsweise langweilig und gibt nicht so den Kick wie Laufen. Und Radfahren ist mir zu zeitaufwendig. Und wenn ich eben Joggertempo laufen muss, Wettkämpfe brauche ich nicht wirklich, das Tempo ist mir dann auch egal. Dabei hatte ich mir gerade eine schöne 16,x km-Strecke entlang der Rurtalsperre (linkes Ufer im Bild) (http://img.fotocommunity.com/rurtalsperre-40798aaa-95fd-4959-8634-1e3e507278be.jpg) ausgesucht, die ich demnächst mal laufen wollte, von einem Ende des Untersees zum anderen und mit dem Schiffchen zurück (oder erst Schiffchen und zurück laufen).

Aber mal abwarten, vielleicht war's ja doch nur der Schuh, Brooks Glycerin, der ist extrem gefedert, weil ich mit viel mehr Gewicht und auf Asphalt angefangen hatte; so viel Federung soll aber auf unebenem Boden u.U. Probleme verursachen, und ein Stück meiner Strecke war von Baumaschinen umgepflügt worden. Oder zwei Halbmarathons in 8 Tagen waren einer zu viel, bin ja bisher überwiegend nur zweimal die Woche gelaufen und das erst regelmäßig seit Dezember, vorher musste ich mich erst langsam herantasten, da quietschten die Knie auch noch mit. Eine Laufanalyse hatte ich noch gar nicht, wollte ich nächsten Monat gemacht haben. Vielleicht geht ja doch noch was mit anderen Schuhen.

Durchbeißerin
23.03.2016, 15:20
gute Besserung und schnelle Heilung... bei mir brachten Laufanalyse, flache Schuhe und weniger Dampf machen bei den langen Läufen dann die Lösung. (Und ein Sack voller Übungen, die ich leider immer wieder mal gern vernachlässige, sobald es gut läuft...)

Alderamin
23.03.2016, 15:25
gute Besserung und schnelle Heilung... bei mir brachten Laufanalyse, flache Schuhe und weniger Dampf machen bei den langen Läufen dann die Lösung. (Und ein Sack voller Übungen, die ich leider immer wieder mal gern vernachlässige, sobald es gut läuft...)

Danke. Wo hast Du die Laufanalyse machen lassen, im Sportladen oder beim Arzt? War's bei Dir auch das Sprunggelenk?

Durchbeißerin
23.03.2016, 18:24
Bei mir war' s das Knie bzw. die Sehnen... die Laufanalyse hat 2,5 Stunden gedauert - das war beim Lauftherapeuten im Orthopädiefachgeschäft.
Ich schicke dir gerne per PN den Link.
Man konnte deutlich sehen, dass die Schuhe zwar dafür sorgten, dass der Fuß schön gerade aufkam, was aber zu einer Drehung im Knie bzw. zum Abknicken der Hüfte führte - barfuß war es anders - da "kippte" der Fuß etwas seitlich, aber die Hüfte weniger stark...

ein Jahr später barfuß - Füße gerade :) - Knie "motzt" nur, wenn ich es komplett übertreibe - also erst Wettkampf - dann sofort weiter im Text und zu wenig Erholung... sprich - der erste Greif-Plan liegt in weitester Ferne bei mir...

beim Arzt war ich damals auch... der sagte, es könne gut sein, dass ich nicht gemacht sei für längere Strecken - du kannst dir vorstellen,wie gut gelaunt ich war danach... aber - jetzt erst recht, dachte ich mir - und war auch heilfroh, dass ich - übrigens durch einen Tipp hier aus dem Forum - zu jemand gekommen bin, der mir wirklich weiterhelfen konnte bei meinem Vorhaben

denn mir ging es ähnlich wie dir - Motivations"löcher" hatte ich nie... eher fehlt mir etwas die innere Bremse...

Alderamin
23.03.2016, 18:33
Ich schicke dir gerne per PN den Link.


Wenn es den im Raum Köln/Aachen/Düsseldorf/Koblenz gibt, gerne.

Durchbeißerin
23.03.2016, 18:35
Leider schreib ich dir mit PLZ 90... :frown:

NordicNeuling
23.03.2016, 23:38
Da ist Garmin aber seeeeehr optimistisch. Polar sagt etwa 2h Schwimmen = 1h Laufen. Und mit Schwimmen meint Polart nicht "rumplantschen" sondern wirklich trainieren...
Schwimmen "trainieren" soll weniger anstrengend sein als Laufen? Das kenne ich aber anders!

dicke_Wade
24.03.2016, 02:06
Schwimmen "trainieren" soll weniger anstrengend sein als Laufen? Das kenne ich aber anders!
Eine halbe Stunde schwimmen ist für mich wie 10 Stunden laufen :D

Gruss Tommi

Vögelchen
24.03.2016, 07:44
Definitiv! Nicht umsonst Laufe ich, anstatt zu schwimmen.

ruca
24.03.2016, 08:07
Tja, es hängt beim Schwimmen halt verdammt viel von der Technik ab.

Wenn ich "Delphin"/"Schmetterling" versuche, dann reichte mir auch 1/2 Bahn, um komplett fertig zu sein (sofern ich unterwegs nicht schon ertrunken bin) :hihi:.

Bei Brust könne ich gefühlt ewig unterwegs sein (ja auch mit brauchbarer Pace).
Bei Freistil schätze ich, dass meine Grenze um die 1000m ist.

Mein bisheriges Maximum waren 4000m Freistil/Brust im Wechsel in unter 1:50h. Danach fühlte ich mich kreislaufmäßig fitter und muskulär müder als nach einem Lauf der gleichen Dauer...

Alderamin
24.03.2016, 10:52
Bei Brust könne ich gefühlt ewig unterwegs sein (ja auch mit brauchbarer Pace).
Bei Freistil schätze ich, dass meine Grenze um die 1000m ist.


Kraulen kriege ich noch nicht hin, wollte ich eigentlich mal üben, aber da läuft mir immer Wasser ins Ohr, das nachher ganz schlecht wieder rausgeht :frown:. Beim Brustschwimmen schaffe ich in etwa 3:30/100 m.

Mich schlaucht das trotzdem ziemlich. Hab' Dienstag zwischendurch nach 1h mal 5 Minuten Pause gemacht, um mit jemandem zu quatschen, danach kam es mir vor, als müsste ich mich durch Kleister pflügen... Nach 2h geht dann allmählich nichts mehr mit den Armen und in den Beinen kündigen sich Wadenkrämpfe an.

Ich komme beim Schwimmen so auf 75% max. HF (die Forerunner 235 funktioniert auch unter Wasser...). Ich meine, Garmin Connect rechnet die Kalorien nach Puls und Zeit, gibt mir rund 1600 kcal für 3000 geschwommene Meter in 1:45h und 1770 kcal für den HM letzten Sonntag in 2:20h. Die TomTom Multisport sah das ähnlich, rechnete aber nach irgendwelchen Tabellen und ohne Berücksichtigung des Pulses.

Wenn ich jetzt plötzlich schneller abnehme, dann wird etwas dran sein an den Zahlen, ansonsten wäre es der Gegenbeweis. Mal schauen. Die nächsten 2-4 Wochen werde ich ja voraussichtlich nicht laufen. Nach der MRT gehe ich dann mal zur professionellen Bewegungsanalyse und besorge mir neue Schuhe und Einlagen. Falls der Doc mir das Laufen nicht verbietet. Oder auch dann. Nichts unversucht lassen.

ruca
24.03.2016, 10:54
aber da läuft mir immer Wasser ins Ohr, das nachher ganz schlecht wieder rausgeht :frown:. .

Für solche Fälle gibt es Schwimm-Ohrenstöpsel.

lexy
24.03.2016, 10:59
Eine halbe Stunde schwimmen ist für mich wie 10 Stunden laufen :D

Gruss Tommi

Es heißt ja auch nicht umsonst: Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft :D

Alderamin
24.03.2016, 10:59
Für solche Fälle gibt es Schwimm-Ohrenstöpsel.

Die Knetbaren fielen mir schon unter der Dusche raus, und die mit den Gummikissen verlor ich bei den Wenden. Ich bin anscheinend einfach zu blöd für die Dinger. :peinlich:

kobold
24.03.2016, 11:21
Ich bringe mal Aquajoggen ins Spiel. Ich mach's seit meiner Meniskus-OP einigermaßen regelmäßig, da ich noch nicht wieder laufen kann und Schwimmen wg. mangelnder Beherrschung der Kraultechnik entfällt (Brustschwimmen darf ich wg. des Frosch-Beinschlags nicht).

Ok, richtig viel Spaß geht anders und es sieht albern aus. Aber erstens hat man den Kopf über Wasser, ergo kein Wasser in den Ohren (und kann - was für mich hilfreich ist - die Brille aufbehalten), und zweitens kann man da den Grad der Belastung auch als AnfängerIn sehr gut selbst bestimmen und sowohl entspanntes Grundlagen als auch fieses Intervall-/HIT-Training absolvieren. :daumen:

ruca
24.03.2016, 11:27
Die Knetbaren fielen mir schon unter der Dusche raus, und die mit den Gummikissen verlor ich bei den Wenden. Ich bin anscheinend einfach zu blöd für die Dinger. :peinlich:

Es gibt auch individuelle zum "Selberbasteln" für ca. 25€. Such mal im Netz nach "threewaves ohrenstöpsel".

Alderamin
24.03.2016, 13:14
Es gibt auch individuelle zum "Selberbasteln" für ca. 25€. Such mal im Netz nach "threewaves ohrenstöpsel".

Gerade geschaut. Was es nicht alles gibt...!
Aber teuer. 25€ pro Stück.

Vögelchen
24.03.2016, 14:38
Es heißt ja auch nicht umsonst: Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft :D

Eben! Das mit dem Fliegen reizt mich ja auch, aber das überlasse ich lieber meinen gelben Kollegen zu Hause, die können das besser!

Alderamin
26.03.2016, 12:02
Gestern beim Stöbern auf Youtube bin ich auf folgende schöne Sendung gestoßen:

Quarks & Co: Die Lust am Laufen (https://www.youtube.com/watch?v=EnpeKoIsyZ8)

Darin wird viel Gutes vom Laufen berichtet (das wir natürlich alles schon gewusst haben :wink:) aber am Ende wird über einen Ultralauf von Sizilien bis zum Nordkap berichtet (als ich unserem Deutschlandläufer neulich so was vorschlug, was das natürlich nur im Scherz gemeint, in Ehrfurcht vor seiner für mich utopischen Leistung, aber das gibt's wirklich !!! :geil:). Da passiert dem Protagonisten nur wenige Tage nach dem Start ähnliches mit dem Sprunggelenk wie mir - und er läuft damit dem Rat seiner Mitläufer folgend einfach weiter! Er überläuft die Verletzung und sie verschwindet!! Und kommt am Ende nach ca. 500 Stunden am Nordkap an!!! Das ist nun nichts, was ich mir (oder sonst irgendwem) zum Vorbild machen wollte, aber es macht mir zumindest Hoffnung, dass die Entzündung mich nicht dauerhaft daran hindern wird, Strecken bis 30-42 km zu laufen, sondern dass es sich um eine temporäre Überlastung handelt, die beim nächsten Mal nicht mehr auftreten muss. Schon gar nicht nach Laufanalyse und angepassten Einlagen & Schuhen. :)

Derweil gehe ich jetzt 3x die Woche schwimmen, und siehe da, ich nehme weiter ab. Die Ohrenstöpsel werde ich mir auch bestellen, ich will endlich mal vernünftig kraulen üben, ohne Wasser im Ohr. Kann schon fast wieder normal gehen, das Schwimmen scheint dem Gelenk auch gut zu tun, fühlt sich danach beweglicher und schmerzfreier an. Velleicht versuche ich es bald mal auf dem Crosstrainer, diese Bewegung tut jetzt schon nicht mehr weh.

Alderamin
20.04.2016, 10:27
Kleines Update: Die Schwellung am Fuß ist weg und kommt auch nach Spaziergängen nicht mehr wieder, eigentlich spüre ich den Knöchel schon nicht mehr. Bis auf eine druckempfindliche Stelle genau da, wo die Peroneus-Brevis-Sehne ansetzt (und genau da hatte die Schwellung auch begonnen). Ich bin kein Arzt, und der Arzt, bei dem ich in Behandlung bin, vermutet Knorpelschaden, mit dem ich dann nicht mehr laufen dürfte, aber das sieht mir nach dem lokalisierten Druckpunkt und dem plötzlichen Auftreten nach langem Lauf doch eher nach einer Sehnenscheidenentzündung durch Überlastung aus, die wieder abheilt (was wohl 2 Monate dauert, bei manchen 3, wie ich gelesen habe) und die vielleicht mit besserem Schuhwerk nicht wieder kommt. Als ich zur Untersuchung da war, tat der Fuß sogar auf der gegenüberliegenden Seite weh, da war alles geschwollen, ist sicher schwierig, den genauen Ort der Ursache zu lokalisieren. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Morgen MRT. Den Befund bekommt der Arzt dann binnen einer Woche zugeschickt. Ich war gestern Abend schon versucht, ein kleines Läufchen zu machen, aber hab's der Vernunft folgend beim Schwimmen belassen und warte den Befund ab. Dann kann mir der Doc sagen, wie lange ich noch warten soll, bevor ich die ersten Laufversuche mache. Den Laufanalysetermin, den ich eigentlich auch morgen wahrnehmen wollte, habe ich um 4 Wochen verschoben. Sicher ist sicher.

Zu den oben angesprochenen Ohrenstöpseln:


Gerade geschaut. Was es nicht alles gibt...!
Aber teuer. 25€ pro Stück.

Ich hab' mir 2 Packungen bestellt, aber eine reicht für 2 Ohren, also doch nur 25€ pro Paar. Allerdings hat der eine Stöpsel dann auch die erste Wende nicht überlebt und versank umgehend in den Tiefen unter dem 3m-Brett, das Zeugs ist nicht sehr elastisch und muss vom Ohr ordentlich eingeklemmt werden, damit es hält. Man muss das Ende, das ins Innenohr reicht, wirklich lang ziehen, damit es zuverlässig Halt findet (vielleicht habe ich aber auch komisch geformte Ohren :gruebel:). Das linke Ohr mit besser gelungenem Innenohrteil hielt jedenfalls die ganze Strecke durch, und aus der zweiten Packung kann ich mir jetzt nochmal ein Paar fertigen. Ist allerdings gewöhnungsbedürftig, mit Stopfen und damit Druck im Ohr zu schwimmen. Seufz.

Alderamin
28.04.2016, 12:12
So, war eben beim Sportarzt, der Befund des MRT war eingetroffen.

Die gute Nachricht: ich darf weiterlaufen! Knorpel und Weichteile alles altersgerecht verschlissen und ohne Befund. Bis auf ein Umgebungsödem um die Verletzung (das war der dicke Fuß).

Die schlechte Nachricht: es ist ein Stressbruch des Fersenbeins. :wow: Aua.

Das hätte er so noch nie erlebt, dass das beim normalen Laufen passiere und da müsste ich wohl eine ganz üble Lauftechnik haben, die ich dringend in einer Laufanalyse untersuchen lassen solle (war ja ohnehin schon gebucht nach Pfingsten). Ich solle mir Schuhe holen, die stark gedämpft sind (sic!). Auf meinen Einwand, dass doch gerade die starke Dämpfung zum "Schwimmen" führen könne, meinte er, der Schuh solle direkt unter dem Fersenbein weich, aber außen drum herum stabil sein. Gibt's so was überhaupt? Ich hab' übrigens Brooks Glycerin 12.

Zuerst meinte der Arzt, ich solle noch 4 Wochen warten (der Unfall ist am kommenden Sonntag 6 Wochen her, wären bis dahin also knappe 10 Wochen) bis ich wieder laufe und lieber Schwimmen oder Radfahren, aber nachdem er sich überzeugt hatte, dass mir kein Drücken und Stoßen mehr weh tat (auch nicht Hüpfen und auf einem Bein auf den Zehen Stehen), meinte er auf meine Frage, wann ich denn mit kurzen Strecken wieder einsteigen dürfe, dass ich das schon ab sofort könne, nur in den nächsten 4 Wochen keine langen Läufe über 10 km machen solle.

Die MRT-Bilder hat sich der Arzt gar nicht angesehen, nur den Befund gelesen. Ich hab' selbst mal auf den Bildern gesucht und einen deutlich sichtbaren, zickzackförmigen Riss des Fersenknochens in der Koronarebene (das ist die Körperebene parallel zur Stirn) gefunden, wie im Befund beschrieben. Der ist oben auf dem Fersenbein hinter dem Ansatz des Wadenbeins und vor der Achillessehne und geht ungefähr 3 cm tief und mit 3 cm vom Innenfuß fast über die gesamte Breite des Knochens an der Oberseite. Da das MRT erst eine Woche alt ist, bin ich jetzt sehr unsicher, ob ich damit wirklich schon wieder laufen kann und nicht lieber noch warten soll, und wie lange. Was meinen die erfahrenen Läufer hier?

Wie kommt so was? Zu starkes Auftreten auf der Ferse bei gestrecktem Bein? Ist mir das vielleicht schon bei den Intervallen passiert, die ich vor dem 2. Trainings-Halbmarathon gemacht habe (bei dem es mich schon bei km 7 im Fuß zwickte, und vor dem schon eine leichte, aber schmerzfreie Schwellung des Knöchels aufgetreten war)? Bei hohem Tempo neige ich dazu, lange Schritte mit geringer Kadenz zu machen, beim LaLa mach' ich kurze Schritte der fast gleichen Kadenz und lande ziemlich auf dem Mittelfuß, denke ich.

Mal sehen was die Laufanalyse in drei Wochen sagt.

FreddyT
28.04.2016, 14:33
Erst einmal gute Besserung. Dr. Google schreibt zum Fersenbeinbruch ja Schreckliches, und der hätte danach bei einer "normalen" Laufbelastung gar nicht auftreten können. Deine jetzigen Symptomschilderungen beruhigen mich jedoch ungemein. Denn danach ist eher zu erwarten, dass der Bruch praktisch folgenlos ausheilen kann. 6 Wochen könnten dann schon reichen. Ich würde einfach mal vorsichtig versuchen, etwas zu laufen, aber keineswegs gleich 10 km. Vielleicht so 10 Minuten oder 1-2 km? Dann eine Nacht abwarten und schauen, wie es sich morgen anfühlt.

Nachtrag: Sonst heisst ja immer, zwei Juristen und drei Meinungen, aber bei Ärzten scheint es noch mehr Meinungen zu geben. Viele geben tatsächlich die Empfehlung: 10-12 Wochen Ruhe. Also besser noch etwas warten.

Alderamin
28.04.2016, 14:46
@FreddyT

Danke für die Rückmeldung. Bin eh gerade ein wenig erkältet (da sieht man mal, was einem eine Laufpause einbringt - seit ich letztes Jahr zu laufen anfing, trotzte ich den ganzen Herbst und Winter jeder Erkältung, das gab's in den Jahren davor noch nie!) und lasse heute sogar das Schwimmen sausen. Ich denke, ich gehe dann Sonntag wieder schwimmen und laufe erst mal etwas auf dem Crosstrainer. Und warte lieber noch ein oder zwei Wochen vor der ersten kleinen Laufeinheit.

Hab' eben gelesen, dass Calcium- oder Vitamin-D-Mangel eine Ursache sein könnten. Ich kann ja während kommenden Wochen mal ein paar Calcium-Brausetabletten trinken und etwas Vitamin D3 (Vigantoletten) zuführen, das sollte die Heilung fördern. Und zukünftig mehr Milch trinken und mehr fetten Fisch essen. Genau den mied ich in den letzten Jahren, weil der schlecht für die Harnsäure-Werte ist (Gicht). Aber die sind jetzt nach jüngster Untersuchung dank des Sports wieder normal, sogar ohne Medikament.

RunningPotatoe
28.04.2016, 18:10
Die schlechte Nachricht: es ist ein Stressbruch des Fersenbeins. :wow: Aua.
Au Kacke, da wünsche ich mal gute Besserung und viel Geduld.


Wie kommt so was? Zu starkes Auftreten auf der Ferse bei gestrecktem Bein? [...] Bei hohem Tempo neige ich dazu, lange Schritte mit geringer Kadenz zu machen, beim LaLa mach' ich kurze Schritte der fast gleichen Kadenz und lande ziemlich auf dem Mittelfuß, denke ich.
Ich war früher auch so ein extremer Fersenläufer, der bei schnelleren Läufen das gestreckte Bein weit vor sich mit der Ferse in den Boden rammte. Ich hatte damals Knieprobleme ohne Ende. Erst die Lektüre der "Laufbibel" von Marquard letzten Sommer hat mir die Augen geöffnet. Der erklärt schön eingängig, worauf es ankommt. (Andere Autoren aber sicher auch). Seitdem gehören kürzere Schritte mit Landung kurz vor dem Körperschwerpunkt - vor allem aber auch in der beginnenden Rückwärtsbewegung des Unterschenkels und nicht noch in der Vorwärtsbewegung - zu den Dingen die ich ständig kontrolliere. Auch und gerade bei den schnellen Einheiten. Die richtige Landung ist eben nicht nur schonender für Fersenbein und Gelenke, sondern auch tempofördernd, da die Landung dann beschleunigt statt zu bremsen. Aber immer wenn ich müde bin oder unkonzentriert, falle ich gerne wieder in das alte Schema zurück. Muss also ständig auf der Hut sein.

Ich finde, es lohnt sich (für mich !), an einer hinreichend hohen Kadenz zu arbeiten. Dass meine Polar V800 diese Messung per Update geschenkt bekam, hat mir dabei noch einmal geholfen. Aber zwingend brauchen tut man ein Spielzeug dafür nicht.


Mal sehen was die Laufanalyse in drei Wochen sagt.
Kann aber sein, dass du auf die Untersuchung verschiedener Paces erst explizit drängen musst.

Alderamin
28.04.2016, 18:36
Au Kacke, da wünsche ich mal gute Besserung und viel Geduld.

Danke! Hier habe ich 6-8 Wochen Trainingspause (http://www.germanroadraces.de/24-0-38485-stressfraktur-ermuedungsbruch-dr-dr-med-lutz.html) für Fersenbein-Ermüdungsbruch gefunden, davon habe ich ja 6 schon fast rum. Noch weitere 2 Wochen gehen schnell vorbei.


Kann aber sein, dass du auf die Untersuchung verschiedener Paces erst explizit drängen musst.

Ich werd's in der Anamnese ansprechen.

Bis zur Laufanalyse (in 3 Wochen) werde ich wohl ohnehin erst mal nur Kurzstrecken schlurfen, so dass sich das Problem mit der Kadenz erst mal nicht stellt. Und dann wird man mir sicher sagen können, was das genaue Problem ist.

Derweil sehe ich Dich neidvoll tempomäßig davonziehen :hallo:

Aber Ende Juli gibt's den nächsten 10er hier, auf meiner Hausstrecke. Ich hoffe, bis dahin bin ich dann wieder fit und zu Sub-55 fähig. Meine Garmin 235 traut mir aufgrund des bisher einzig mit ihr gemessenen Laufs (eben jenem HM, der mir die Auszeit einbrachte) sogar Sub-52 zu. Optimist. :hihi:

RunningPotatoe
28.04.2016, 18:47
Ich hab' ja auch deutlich meine Durststrecken gehabt, aber derzeit läuft's tatsächlich so super, dass ich hoffe, dir bei deinen 10k Plänen noch mal echt Paroli bieten zu können - und zwar wohlgemerkt hoffentlich aufgrund meiner eigenen Verbesserungen und bitte nicht wegen deiner aktuellen Beeinträchtigungen !

Alderamin
09.05.2016, 00:30
So, nachdem ich die letzten Wochen fast nur geschwommen bin und das Wetter heute so schön war, war mir Schwimmen heute zu langweilig. Lange Läufe sind noch nicht drin, also rauf auf's Fahrrad. Hier in Düren wohnen wir am Nordrand der Eifel. Während das Stadtzentrum auf gut 125 m ü.NN liegt und nach Südosten die flache Zülpicher Börde angrenzt, liegt der höchste Punkt im Stadtbereich auf dem Birgeler Knipp schon auf 180 m und nach einem Tal folgt dann der erste größere Berg mit ca. 380 m Höhe; auf der Spitze bei Großhau steht ein Fernmeldeturm (https://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm_Gro%C3%9Fhau), der von Köln und Aachen aus zu sehen ist. Der liegt aber nur 15 Fahrradkilometer von meiner Wohnung weg, also eine nette Fahrradtour für 2 Stunden mit (von zu Hause aus) 290 Höhenmetern. Die Strecke hatte ich vorher schon auf Komoot geplant und nur auf die passende Gelegenheit gewartet. Und die war heute.

Bin also nach dem Frühstück losgedüst, mit kräftigem Gegenwind. Wollte nicht gleich die ganze Kraft in den Beinen dem Wind opfern und bin es mit unter 20 km/h nicht zu schnell angegangen. Mein Edge-Touring-Navi leitete mich durch Birgel um die Burg herum, ersparte mir zunächst den Birgeler Knipp, den ich westlich umfuhr, bevor ich auf den Radweg stieß, der parallel zur B399 zum Örtchen Gey aufsteigt. Von dort aus konnte man den Turm voraus sehr schön sehen.
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Den Radweg bin ich dann mit Seitenwind von links langsam raufgekrakselt bis Gey. Von dort hat man schon einen schönen Blick über Düren in Richtung Nordosten. Am Horizont die Sophienhöhe, das ist die Abraumhalde des dahinter liegenden Tagebaus Hambach (den kann ich auf Satellitenbildern von Deutschland auf den ersten Blick erkennen und weiß dann immer, wo ungefähr meine Gegend ist). Nach links sieht man die Kraftwerke Niederaußem, Neurath und Frimmersdorf, die von den Tagebauen Hambach und Garzweiler gespeist werden.
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Der Radweg lief dann über die alte Bundesstraße mitten durch Gey durch - mittlerweile gibt es eine Ortsumgehung. Am Ortsende mündete er dann auf die Stelle, wo die Umgehung die alte Straße trifft, und von da aus ging es in Serpentinen noch 3 oder 4 Kilometer ziemlich steil und ohne separaten Radweg den Berg hinauf. Hier hatte ich zum Glück kräftigen Rückenwind. Meine Forerunner zeigte einen Höchstpuls von 151 an, das sind 87% HFmax, die habe ich beim Tempolauf die ganze Zeit, ansonsten blieb der Puls zwischen 125 und 145, da, wo ich sonst meine langen Läufe mache.

Kurz vor dem Ziel überragte der Turm majestätisch die Bundesstraße und die davor liegenden Weiden, auf denen Pferde grasten und noch ein paar Kirschen in Blüte standen.

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Noch eine Links- und eine Rechtskurve, dann erreichte ich den Ort Großhau, der im Prinzip nur aus einer kreuzenden Straße besteht. Danach stößt ein unbefestigter Feldweg von Osten auf die Bundesstraße, der über die Hochebene führt, auf der der Turm seinen Standort hat. Diesem Weg folgte ich. Die Wiese oben war hübsch mit Löwenzahn bewachsen.

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Der weitere Weg kreuzte die Ebene in Richtung auf eine kleine asphaltierte Straße, die in Richtung des Orts Schafberg wieder den Berg hinab führt. Hinter Schafberg folgt Straß, von wo aus man einen unverbaubaren Blick Richtung Kölner Dom und Siebengebirge bei Bonn hat. Kommt auf den Handyfotos leider nicht so raus:

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Über Horm an der Müllkippe vorbei und Berzbuir ging es dann wieder ins Tal, in Lendersdorf auf den Radweg parallel zur Kreisstraße 27, der in Richtung Norden zurück nach Hause führt. Von da aus machte ich noch ein letztes Foto Richtung Turm.

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Mit kräftigem Rückenwind über die Felder (meine maximale Geschwindigkeit mit knappen 40 km/h hatte ich nicht bergab bei Schafberg - wollte dort die Bremsen nicht zu sehr strapazieren und hatte keinen Helm auf - sondern auf dem ebenen Feld mit Rückenwind unten im Tal) war ich dann schnell wieder zu Hause. Insgesamt buchten Edge Touring und Forerunner beide ca. 1h40 für die gesamte Tour von 31,4 km. Nicht schlecht, wo Komoot sie mit 2h veranschlagt hatte. Nur über die Kalorienzahl waren sich die beiden Garmin-Geräte nicht einig. Glaube ich der Forerunner, waren es rund 920. Laut Edge Touring waren es 1285.

Jedenfalls fand ich die Tour nicht sehr anstrengend, und die mache ich bestimmt bald wieder, vielleicht noch ein Stückchen weiter Richtung Nideggen. Bin dann noch mit meiner Frau zum Muttertagsbesuch 14 km Rad gefahren und merke heute abend ein wenig die Oberschenkel, aber nicht der Rede wert.

Und Montag vormittag (bevor ich mich dem Merkur-Transit vor der Sonne widme, für den ich frei genommen habe) plane ich ein kleines Test-Läufchen von 4 km, das erste nach der Verletzung, die heute genau 7 Wochen her ist. Ich hoffe, das geht problemlos. Dienstag dann wieder Schwimmen und dann mal schauen, wie es lauftechnisch weiter geht. Würde gerne jetzt mit dem Aufbau beginnen. Ende Juli gibt's wieder einen 10er und ich habe mir ein paar schöne lange Läufe an der Rur und am an der Rurtalsperre vorgenommen, wenn's interessiert mache ich davon auch ein paar Bilder.

Alderamin
09.05.2016, 12:09
Der erste Lauf nach der Verletzung hat gut geklappt. Hatte befürchtet, nach 7 Wochen deutlich zurückgefallen zu sein und war umso überraschter, dass ich die 4 km problemlos durchlaufen konnte, und dabei ohne Anstrengung eine mittlere Pace von 6:01 hinbrachte. Das ist eine Sekunde schneller als beim Tempodauerlauf (mit Einlaufen) über 9,3 km nach dem Wettkampf im Februar. Und zwar mit 4 Schlägen Durchschnitts-HF und 6 Schlägen Spitzen-HF weniger als damals. War das Schwimmen und Radfahren also nicht nur für die Katze (2 Kilo abgenommen habe ich ja auch).

Bis jetzt ist das Fußgelenk still, nichts tut weh. Habe tunlichst darauf geachtet, nicht auf der Ferse zu landen. Mal schauen, ob der Fuß bis morgen ruhig bleibt, und dann muss ich mal schauen, was ich als nächstes laufe.

taeve
10.05.2016, 20:35
Schön, dass es bei Dir wieder läuft!

Alderamin
11.05.2016, 10:03
Tja, läuft doch nicht so perfekt. Gestern nachmittag vermeinte ich ein leichtes Druckgefühl am Knöchel zu verspüren. Gestern abend nach dem Schwimmen wurde es deutlicher. Wenn ich mit dem Finger herumstochere, finde ich eine druckempfindliche Stelle am Ansatz der Pereoneus brevis Sehne, genau da, wo es vorher weh getan hatte und die Schwellung enstanden war. Fühlt sich an, als wenn man auf ein Hämatom drückt. Es ist wohl noch zu früh für den Wiederbeginn. Und auch wenn die Diagnose einen Überlastungsbruch in der Ferse ergeben hatte - die Schmerzen kommen von vorne, oberhalb des Außenknöchels, das kann doch nichts mit dem Bruch zwischen Wadenbein und Achillesferse zu tun haben! Den hatte ich halt auch noch, zusätzlich, aber der hat nicht den Schmerz und die Schwellung verursacht. Leider hatte der Arzt mir da nicht wirklich zugehört und sich nur auf die Bruch-Diagnose fokussiert.

Sehnenentzündungen sollen ja langwierig sein. Werde ich wohl noch drei, vier Wochen warten müssen. Das nächste mal laufe ich aber kommende Woche Donnerstag - bei der Laufanalyse bei Go-Drei in Köln, bis dahin dürfte das Druckgefühl wieder vollständig weg sein. Vielleicht haben die auch ein paar Tipps, wann und wie ich wieder einsteigen kann.

OH MANN. :sauer:

hugo790
11.05.2016, 10:19
Go 3 in Köln hat mir damals sehr geholfen. Und die Sehnenprobleme sind bei mir mit der richtigen Lauftechnik schneller verschwunden, als vorher mit Physio-Therapie und Lauf-Pause.

Alderamin
22.05.2016, 12:54
Am Donnerstag war ich zur Laufanalyse. Ich warte derzeit noch auf das schriftliche Protokoll.

Ich bekam allerlei Sensoren an Fuß, Bein und Rücken angebracht, deren Bewegungen vom PC aufgezeichnet wurden. Man ließ mich ungefähr 15 Minuten auf dem Laufband laufen, in verschiedenen Varianten, zunächst bei eher langsamem Tempo: ich wusste gar nicht, dass ich bei 5 km/h laufen kann (was am Anfang viel schneller erscheint, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, möchte man schon mehr Tempo haben); auf mein Drängen wurde bis auf 8,5 km/h erhöht; es hieß, wie man auftritt, ließe sich auch bei langsamem Tempo feststellen. Jedenfalls lief ich barfuß, mit meinen Schuhen inkl. Einlagen, und mit einem Schuh, den man mir vorschlug, einem Saucony Triumph 2 (glaube ich).

Gravierendes konnte man nicht feststellen. Der rechte Fuß hat weniger Senkfuß als der linke, ist fast noch ok. Der Winkel zwischen Fuß und Wadenbein ist ein wenig nach innen geknickt (barfuß). Die Kniegelenke bewegen sich beim Laufen wie sie sollen. Ein wenig Überpronation von 6°-8° in den alten Laufschuhen mit den Einlagen. Die Kork-Leder-Einlagen seien natürlich untauglich für's Laufen (genau deswegen war ich ja da, ich bekomme jetzt sportorthopädische Einlagen mit Polsterung unter der Ferse). Außerdem setze ich vor allem den linken Fuß (der, mit dem Überlastungsbruch und den Schmerzen an der Peroneus-Sehne) ein wenig nach außen gedreht auf, und da sollte ich mal Übungen mit Therapie-Band machen, um den Fuß parallel zur Laufrichtung aufzusetzen. Ein wenig Fersenlauf, da vielleicht mehr Mittelfuß versuchen, also kürzer und schneller treten. Viele Konjunktive, wenig konkretes, und wenn, dann nur auf Nachfrage.

Mit dem Saucony, ohne Einlagen, war deutlich weniger Pronation zu sehen. Der ist auch relativ stark gedämpft, aber stabiler und leichter als meine Brooks und an der Ferse abgerundet. Die Brooks haben ca. 400 km auf dem Buckel und sind vielleicht schon etwas durch (zumal ich ja kein Leichtgewicht bin), vielleicht ist das auch einfach der Grund, dass ich mich verletzt hatte. Der Saucony in 44 kam mir vorne ein bisschen knapp vor (44 habe ich in den Brooks und auch meinen normalen Schuhen), bis zum Termin für die Abholung der Einlagen haben sie ihn eine Nummer größer da. Mal schauen, nicht ganz billig mit 160 Euro (hab' ihn aber auch schon billiger im Netz gefunden, muss ihn ja nicht unbedingt da kaufen; man verdient ja schon an der Analyse und den Einlagen).

Tja, gestern beim schönen Wetter nicht mehr ausgehalten und trotz des Vorsatzes, auf die neuen Schuhe und Einlagen zu warten, meinen zweiten Lauf nach der Verletzung versucht. Mit den alten Schuhen, aber testweise mal ohne Einlagen (nur mit den Original-Gummieinlagen, die zum Schuh gehörten). Ich hatte den Eindruck, ohne die Einlagen deutlich stärker zu pronieren; leider hatten wir diese Variante auf dem Laufband nicht getestet. Ich habe versucht, die Fußspitzen bewusst etwas nach innen zu drehen und kurze Schritte zu machen. Nach ca. 1 km zwickte es etwas in der Peroneus-Sehne links, ich war drauf und dran aufzuhören, um kein Risiko einzugehen, aber irgendwie verflog sich das wieder und ich bin weiter gelaufen. Wurden dann 4,3 km mit einer Pace von 6:14, etwas langsamer als vor zwei Wochen, aber ich wollte ja auch nur einen langsamen Testlauf machen (außerdem musste ich über drei Straßen mit etwas Verkehr). Die Peroneus-Sehne hat sich bis jetzt nicht mehr gemeldet. Am gesunden, rechten Fuß zwickte gestern der Ansatz der Tibialis-anterior-Sehne ein wenig, aber das ist bis heute wieder abgeklungen. Vielleicht wegen der ungewohnten Fußhaltung oder einfach, weil ich so lange nicht gelaufen bin (9 Wochen, bis auf den ersten kurzen Testlauf vor zwei Wochen).

Da heute nichts mehr weh tut, werde ich nächste Woche wieder laufen, das nächste mal über 5 km, und weiterhin die Strecke bei langsamem Tempo erhöhen, 6 und dann 8 km. Ab 10 Wochen hatte mir der Arzt auch wieder längere Läufe erlaubt. Bis dahin habe ich hoffentlich die neuen Schuhe und Einlagen, und dann kann ich wieder über 10 km laufen und anfangen, die kürzeren Läufe auf Tempo zu trainieren. Vielleicht klappt's dann ja noch mit dem 10er-Wettkampf am Rurufer am 23. Juli. Und dann mal schauen, ob ich mir dann auch noch wie ursprünglich geplant den Kölner Brückenlauf (15 km) am 11. September antue. Oder lieber solche lange Wettkämpfe erstmal bleiben lasse, bis sich das Laufgestell ein wenig besser an die Belastungen langen Läufe gewöhnt hat. Ein HM nächstes Jahr wäre schön, und dann mal schauen.

RunningPotatoe
23.05.2016, 08:57
Außerdem setze ich vor allem den linken Fuß (der, mit dem Überlastungsbruch und den Schmerzen an der Peroneus-Sehne) ein wenig nach außen gedreht auf, und da sollte ich mal Übungen mit Therapie-Band machen, um den Fuß parallel zur Laufrichtung aufzusetzen.
Mir wurde genau Gegenteiliges erklärt. Der rechte Fuß dreht etwas nach außen und das sei ganz normal und völlig OK. Weniger gut sei, dass der linke ziemlich gerade in Laufrichtung aufsetzt. Was man dagegen machen könne ? "Nichts."

:confused:

Alderamin
23.05.2016, 10:58
Mir wurde genau Gegenteiliges erklärt. Der rechte Fuß dreht etwas nach außen und das sei ganz normal und völlig OK. Weniger gut sei, dass der linke ziemlich gerade in Laufrichtung aufsetzt. Was man dagegen machen könne ? "Nichts."

:confused:

Man kann's auch so deuten: ich hatte ja was an dem Fuß, also musste eine Ursache her. Da sich ansonsten nichts auffälliges fand, musste es halt die Drehung sein. Wie gesagt, viele Konjunktive, ich musste immer nachbohren, um halbwegs konkrete Ratschläge zu bekommen. Bisschen enttäuscht war ich schon.

Aber vielleicht ist da ja wirklich nichts am Laufstil und ich brauche nur neue Schuhe. Bin gespannt, wie es sich dann läuft. Ich warte noch ein bis zwei Wochen auf die Einlagen und dann gibt's die Schuhe dazu.

Ich meine jetzt auch zu wissen, warum mir der Tibialis anterior zwickte: durch die ohne Einlagen stärkere Pronation wird diese Sehne mehr belastet. Ganz ohne Einlagen in den alten Schuhen laufen, ist also auch nicht die beste Option. Die sind zu weich und knicken zu sehr ein.

Alderamin
23.05.2016, 16:21
Hurra, der Bericht ist schon da, und zwar deutlich konkreter, als im Gespräch (Kommentare von mir):

Beobachtungen:
- Außenrotation Sprunggelenk
- Leicht Pronationsbewegung --> hierdurch vermutlich Stauchung im seitlichen Sprunggelenk welche den Schmerz induziert (ich dachte immer, Peroneus werde durch Supination belastet?)
- Fersenlauf

Training:
- Barfußlaufen zur Fußkräftigung (im Gespräch meinte er, in der Wohnung barfuß gehen; hier gibt's keinen Rasenplatz, auf den ich dürfte, nur Asphalt, ob ich mir jetzt Zehenschuhe anschaffen soll?)
- Schulung zum aktiven Laufstil; aktivere Abdruckphase
- Lauf-ABC
- Therapiekreisel, Balancepad, Kippelbrett zur Koordination bzw Fuß-/Sprunggelenks-/Unterschenkelstabilisierung (fragt sich nur, wo; kann man so was für daheim kaufen? Oder muss ich mich für ein Jahr im Sportstudio anmelden?)
- Koordinationstraining Füße (wurde mir hier auch schon geraten)
- Dehnung Oberschenkelstrecker (M. rectus femoris), Hüftbeuger (M. iliopsoas), Dehnung Adduktoren (was für Übungen macht man denn da?)
- Kräftigung Abduktoren; Gesäßmuskulatur (M. glutaeus maximus & medius), hintere Oberschenkelmuskulatur (M. ischiocrurales) (dito)
- Vorsichtige Umfangsteigerungen, auf ausreichende Regeneration achten!

Laufstil-Empfehlung:
Aufrechter Oberkörper beim Laufen; Arme in „Läuferdreieck"; kürzere Schritte unterhalb des Körperschwerpunktes, flacher und gerader Fußaufsatz. (war mir ja schon bewusst, dass meine Kadenz zu klein und die Schritte zu lang sind, insbesondere beim schnellen Laufen; und ja, vor allem bei Ermüdung zieht's den Oberkörper etwas runter)

Laufschuh & Einlagenversorgung:
Neutraler Laufschuh mit geradem Leisten, moderater Dämpfung und flacher Sprengung; ggf. dynamische Carbonschaleneinlage zur neutralen Führung und Unterstützung des Fußes, vor allem in der Ermüdung (kommt dann alles nächste Woche)

Bin mal gespannt, wie ich das alles umsetzen kann und was es bringt.

angonion
23.05.2016, 16:43
- Dehnung Oberschenkelstrecker (M. rectus femoris), Hüftbeuger (M. iliopsoas), Dehnung Adduktoren (was für Übungen macht man denn da?)

google bilder "dehnung hüftbeuger" und "übungen isg", hüftbeuger, isg und allgemeine rückenprobleme hängen i.d.r. zusammen.

dehnung darf allerdings nicht übertrieben werden, entgegen der weitläufigen meinung wird man nicht großartig "gelenkiger".

für adduktoren und abduktoren ist ein sportstudio zu empfehlen, meistens gibt es zwei maschinen (man spreizt dabei die beine und presst bzw. drückt entsprechend gegen einen widerstand).

gesäßmuskulatur und oberschenkel lassen sich durch tiefe kniebeugen stärken, allerdings sollte die übung beherrscht werden, in 99 % der sportstudios wird es das nicht, auch nicht von den sogenannten "trainern".

Alderamin
23.05.2016, 18:19
google bilder "dehnung hüftbeuger" und "übungen isg", hüftbeuger, isg und allgemeine rückenprobleme hängen i.d.r. zusammen.

Gefunden, gemacht. Einfach.



für adduktoren und abduktoren ist ein sportstudio zu empfehlen, meistens gibt es zwei maschinen (man spreizt dabei die beine und presst bzw. drückt entsprechend gegen einen widerstand).

Hmm, tut's da nicht eventuell ein Gummiball, den man mit den Knien zusammendrückt? Und das Theraband (Gummiband) in Schleife um die Oberschenkel gelegt, lose Enden oben festhalten, und die Knie gegen den Widerstand auseinander drücken? Klappt ziemlich gut.


gesäßmuskulatur und oberschenkel lassen sich durch tiefe kniebeugen stärken, allerdings sollte die übung beherrscht werden, in 99 % der sportstudios wird es das nicht, auch nicht von den sogenannten "trainern".

Danke für die Tipps!

Eben gelaufen, 5 km in 29:48 @ 5:56/km, schnellster KIlometer @5:38, fast schon mein Tempo vom 10km-Wettkampf im Februar, freu! :)

RunningPotatoe
23.05.2016, 18:23
- Therapiekreisel, Balancepad, Kippelbrett zur Koordination bzw Fuß-/Sprunggelenks-/Unterschenkelstabilisierung (fragt sich nur, wo; kann man so was für daheim kaufen? Oder muss ich mich für ein Jahr im Sportstudio anmelden?)
Wenn du mal im Internet nach genau diesen Begriffen suchst, findest du relativ simple Geräte. Die kann man sich für ein bis zwei Monatsbeiträge einer Muckibude zusammenkaufen oder sich vielleicht als begabter Heimwerker z.T. sogar selber basteln.

was mich grad dran erinnert, dass ich da auch noch Nachholbedarf habe ... :peinlich:

Alderamin
23.05.2016, 20:29
Wenn du mal im Internet nach genau diesen Begriffen suchst, findest du relativ simple Geräte.

Oh ja, Therapiekreisel bei Amazon ab 25 Euro.


oder sich vielleicht als begabter Heimwerker z.T. sogar selber basteln.

Öhm, damit kann ich nicht gemeint sein.... :peinlich:

RunningPotatoe
23.05.2016, 20:51
Öhm, damit kann ich nicht gemeint sein.... :peinlich:
Wo ist das Problem ? Je wackeliger,je besser. Oder kannst du nur superstabil bauen ?

d'Oma joggt
23.05.2016, 21:41
Alderamin, gibt es in Düren eine Sportabzeichenabnahme?
Geh dort zum Training, mit Glück ist es ein Rasenplatz und lauf dann halt barfuß auf dem Platz rum

Alderamin
23.05.2016, 23:11
Alderamin, gibt es in Düren eine Sportabzeichenabnahme?
Geh dort zum Training, mit Glück ist es ein Rasenplatz und lauf dann halt barfuß auf dem Platz rum

Die gibt's laut Tante Google tatsächlich, aber entweder nach Vereinbarung, oder schon um 18:00. Vor 18:30 fahre ich selten von der Arbeit heim.

Andererseits, wenn ich so drüber nachgrübele, gibt es am Fluss ein paar Abschnitte und Parks mit Rasen, der gemäht wird. Wenn ich mit Schuhen beim LaLa bis dahin laufe und dann blank ziehe, wäre das vielleicht eine Möglichkeit. Allerdings mit der Gefahr von "Tretminen" :D.

ruca
24.05.2016, 08:58
Allerdings mit der Gefahr von "Tretminen" :D.

die sind doch noch weicher als der Rasen. Also ideal.

:teufel:

Alderamin
24.05.2016, 13:51
die sind doch noch weicher als der Rasen. Also ideal.

:kotz2:

angonion
24.05.2016, 17:16
Hmm, tut's da nicht eventuell ein Gummiball, den man mit den Knien zusammendrückt? Und das Theraband (Gummiband) in Schleife um die Oberschenkel gelegt, lose Enden oben festhalten, und die Knie gegen den Widerstand auseinander drücken? Klappt ziemlich gut.

falls man die physikalischen grundregeln verinnerlicht hat, kann man sicher ähnliche übungen simulieren, aber erfahrungsgemäß kommen da keine besonders guten konstruktionen raus.

ein sportstudio, oder besser ein leichtathletikverein sind aber fast immer zu empfehlen, da erstens die notwendigen geräte verfügbar sind und zweitens menschen vom fach anwesend sind. speziell der zweite punkt unterscheidet das typische sportstudio vom verein.

meistens gibt es auch interessante dinge aus anderen sportarten oder disziplinen zu beobachten, die man für seine zwecke nutzen kann. hätte z.b. auch nie gedacht, dass meine relativ neuen laufaktivitäten indirekt mein bankdrücken steigern, da schnellere erholung und allgemein bessere ausdauer. nur, um mal etwas relativ zusammenhangloses aufzuführen.

Alderamin
24.05.2016, 22:42
Die Studios hier sind unter dem Druck einer Kette mit dem Preis runtergegangen, wollen Dich aber ein Jahr verpflichten, was mir dann auch wieder zu viel ist. Ich hab' mit meiner Frau drei Sporttermine die Woche ausgehandelt, einen vierten werde ich ihr nicht antun. Ich bin auch relativ sicher, dass ich da nicht dauerhaft hingehen würde.

Alderamin
28.05.2016, 14:43
Einlagen gestern abgeholt und die neuen Saucony-Schuhe auch (zufälligerweise gerade im Angebot bei Sportscheck). Musste sie eine volle Nummer größer nehmen, weil sie oben auf den großen Zeh drückten. Sie sind ein gutes Stück leichter als meine alten Brooks (die nach 400 km noch eine Weile taugen sollten, jetzt kann ich mal variieren, die Einlagen kann ich in beiden Schuhen verwenden).

Eben die Saucony + EInlagen ausprobiert auf meiner kleinen 6 km-Asphalt-Runde vom Winter (an der Rur ist alles noch matschig vom Regen gestern Abend). An den Peroneus- und Tibialis-Sehnen zwickt nichts, nur die Achillessehnen jammern etwas, wohl wegen der geringeren Sprengung der Schuhe. Kürzere Schritte habe ich auch versucht, aber über 164 spm sind's nicht geworden, im Schnitt 157. Ich muss mir mal passende Musik ins Ohr spielen, die eine höhere Kadenz von 170 erzwingt, damit ich kürzer und mittiger auftrete. Während des Laufens hatte ich mal kurzzeitig ein Kribbeln im rechten Fuß gefühlt, hatte ich so ähnlich schon mal in der Sauna nach dem Schwimmen in den Fingern gehabt, ob das ein schlechtes Zeichen ist? War auch gut warm in den Laufsocken.

Irgendwie scheint das Motto meines Wiedereinstiegs zu sein: wenn schon nach Verletzung wieder bei 0 anfangen, dann bei 6:00, das scheint mein neues Tempo zu sein, wenn ich einfach so loslaufe (war jedenfalls der Schnitt am Ende des Laufs, 5:59). Ich muss mich wohl allmählich ein wenig einbremsen, sonst wird es jenseits der 10 km zu anstrengend werden. Irgendwie ist mir mein Tempogefühl und die Fähigkeit, auch mal langsamer zu laufen, etwas abhanden gekommen. Heute vormittag war es sehr schwül bei 21°C und sehr viel Dunst, die Sonne kam gerade durch. Ich fand den Lauf einigermaßen schlauchend, obwohl er nicht sehr lang war. Leider ist die Forerunner 235 im Moment wirklich nicht mehr zur Pulsmessung zu gebrauchen, ich hatte mir mal einen Alarm gesetzt, damit ich im Wettkampf an der anaeroben Schwelle bei 95% HFmax gewarnt werde. Dieser Alarm nervte heute ab dem 3. Kilometer permanent, obwohl ich noch durch die Nase ausatmete, definitiv weniger angestrengt als beim 10-km-Wettkampf im Februar, wo ich am Ende an der anaeroben Schwelle war und nach Luft schnappte wie ein Goldfisch im Trockenen. Vermutlich werde ich heute deutlich unter 90% HFmax geblieben sein. Bin auf die "neue" HFmax beim ersten Intervall gespannt, war jetzt schon 2 Schläge unter meinem "bisherigen" Wert. Oh Mann, Garmin... :tocktock:

Nächste Woche würde ich dann mal wieder meine üblichen 8 km für den mittleren Lauf anpeilen. Wenn das weiter so heiß und schwül bleibt, muss ich mir überlegen, ob ich die Stirnlampe wieder aus der Schublade hole und nachts laufe. Nee, früh aufstehen ist nicht mein Ding... :nene: Neulich bei Nieselregen und 12° im Regenjäckchen war's angenehmer. Oder ich hol mir so eine Mütze mit solargetriebenem Ventilator. :hihi:Was mach' ich erst im Sommer, wenn's heiß wird? Mindestens im Wald laufen. Nicht mehr über's freie Feld.

Ein bisschen vorgesorgt habe ich gestern bei Sportscheck, neben dem Fahrradhelm, den mir meine Frau verordnet hat, zwei lockere Funktions-Kurzarmshirts mit vielen Belüftungslöchern (hatte ich heute noch nicht angezogen, sondern das grüne Craft, das im Winter als Unterhemd diente). Bin jetzt laut Shirt-Aufschrift Kölner Stadtläufer, auch wenn ich eigentlich aus Düren bin, aber immerhin sangen die Fööß ja vom Birkesdörper Buuredanz (Birkesdorf ist ein anderer Ortsteil von Düren, der hat die gleiche PLZ wie mein Wohnort), also sind wir schon halb eingemeindet, so was wie die Ostfriesen von Köln. :zwinker2: Und den Dürener Stadtlauf hab' ich ja nun bestritten!

Alderamin
30.05.2016, 11:59
Irgendwie spüre ich die Peroneus-Sehne seit gestern wieder, alle andere Zwickerei nach erstem Einsatz der neuen Schuhe ist bis auf leichten Muskelkater in den Waden verflogen. Wie soll ich damit umgehen? Trotzdem laufen? Oder warten, bis nichts mehr spüre? Oder noch länger?

Nochmal kurz zusammen gefasst:

Die Verletzung liegt jetzt 10 Wochen zurück, damals schwoll die entsprechende Stelle nach einem langen Lauf sehr heftig an und besserte sich nur langsam, ich konnte zwei Wochen nicht richtig gehen und hatte Schmerzen beim Gehen bis in die 4. Woche. Habe aber trotzdem Ausgleichssport (Schwimmen, Spazieren, Radfahren, Crosstrainer) betrieben. Bin nach 7 Wochen das erste mal 4 km probegelaufen, aber danach zwickte die Sehne wieder. Dann nochmal vorletzten Samstag (4 km) und Montag (5 km) nach 9 Wochen, noch mit den alten Schuhen, das war ok, und am vergangenen Samstag 6 km mit den neuen, nach der Laufanalyse empfohlenen Schuhen mit kleinerer Sprengung (8 mm vs. vorher 11 mm) und sportorthopädischen Einlagen. Nach dem Schwimmen gestern spüre ich die Stelle wieder (wie übrigens auch nach 7 Wochen; das Schwimmen scheint fast übler zu sein als das Laufen :confused:).

Wie soll ich weiter vorgehen?

Alderamin
01.06.2016, 11:30
Am gestrigen Dienstag war ich unschlüssig, ob ich laufen oder schwimmen soll. Vom Wetter her sah es gut aus für's Laufen an diesem Tag, hingegen für Donnerstag, wo das Schwimmbad ebenfalls abends länger offen hat, eher schlecht. Sprach also für das Laufen am Dienstag. War mir jedoch unsicher, ob ich nicht noch warten sollte, weil ich die Sehne ja Montag noch gespürt hatte. Hab' mal ein wenig nach Taping gegoogelt, vielleicht könnte ich das ja mal versuchen.

Schnell zur Apotheke um die Ecke, die hatte Kinesio-Tape und nicht-elastisches Sport-Tape, welches hautfreundlichen Kleber haben sollte. Ich habe nämlich eine Pflasterallergie. Direkt antiallergische Tapes gibt's wohl nicht, der Leim bei anti-allergischen Pflastern klebt nicht so gut wie der bei normalen Pflastern, und diese Sport-Tapes müssen ja was aushalten. Ich habe mir dann das nicht-elastische Sport-Tape gekauft. Habe mir vor dem Laufen den Unterschenkel an der entsprechenden Stelle rasiert und so getapet (https://www.youtube.com/watch?v=KM8wUb-8LMY). Im ersten Versuch stabilisierte dies den Fuß sehr gut, aber nachdem ich die Laufschuhe angezogen hatte, merkte ich, dass das Tape unter dem Fuß vor der Ferse die Sohle einschnitt. Musste dann alles nochmal neu machen, zog die Bänder mehr unter der Ferse durch, aber da war die Stabilisation nicht mehr so toll. Bin dann jedenfalls so losgelaufen.

Das Tape hielt ungefähr 500 m, kaum, dass ich ein wenig an zu schwitzen fing merkte ich, wie es sich vom Unterschenkel löste. Ob es zu stramm war? Oder hätte ich oben noch eine Lage komplett um den Unterschenkel wickeln sollen? Habe dann kurz angehalten und das Tape von der Wade bis zum Knöchel abgerissen. Sch... drauf, laufe ich halt ohne. :nene:

Das Wetter war super. Es war abends um 20:00h, der Boden abgetrocknet, der Himmel grau meliert, und ca. 19°C bei Windstille. Bin durch's Feld runter zur Rur und dann am Ufer lang. War nicht besonders matschig, außer unter Brücken, wo noch Pfützen standen. Die Luft am Wasser und unter den Bäumen war herrlich erfrischend. Mit dem neuen Funktionshemdchen fühlte es sich perfekt an. Auch die neuen Schuhe fühlten sich super an, und die Achillessehne maulte diesmal kaum noch. Um diese Zeit ist auch kaum jemand mehr unterwegs am Fluß. Nur ein Grüppchen von ca. 10-15 Läufern kam mir entgegen, bog aber vom Weg ab, bevor sie mich erreichten, und ein paar Leute mit Hunden waren über die Strecke verteilt, ich lief die meiste Zeit ganz alleine. Ich hatte keine Kopfhörer dabei und hörte die Vögel singen und das Wasser an den Wehren rauschen. Es war einfach eine traumhafte Stimmung, und schlagartig wurde mir wieder klar, warum ich eigentlich diese Lauferei so mag - was ich im Winter ein wenig vergessen hatte.

Die Strecke, die ich mir vorgenommen hatte, waren 8 km. Zuerst wollte ich nur die Hälfte am Fluss entlang und dann in den Ort abbiegen, um über Dorfstraßen und ein Feld zurück nach Hause zu laufen, aber weil es so schön hier war, lief ich über eine uralte Eisenbahnbrücke, die nicht mehr in Betrieb ist, ans andere Ufer und dort wieder zurück. Unterwegs kam ich durch den Park, wo ich schon mal picknickende Leute fotografiert hatte (http://forum.runnersworld.de/forum/laufsport-allgemein/96155-ein-foto-vom-heutigen-training-76.html#post2183173). Der Park war fast menschenleer und das Gras war frisch gemäht wie ein englischer Rasen, da werde ich demnächst mal die Schuhe ausziehen und ein paar Runden barfuß laufen. Aber heute ging's mir nur darum, die 8 km zu laufen, ich wusste ja nicht, wie es nachher der Sehne gehen würde.

Über eine Straßenbrücke ging es dann zurück in unser Örtchen. Die letzten zwei Kilometer waren etwas zäher, der Pulsalarm, den ich mir bei 95% HFmax eingestellt hatte, meldete sich ein paarmal (wie gesagt, die Pulsmessung der Forerunner 235 scheint derzeit nicht richtig zu funktionieren, ich hatte nie das Gefühl, derart ans Limit gegangen zu sein), aber insgesamt fand ich den Lauf eher erholsam als anstrengend. Das ist besonders erfreulich angesichts der wieder erreichten Pace von fast exakt 6:00/km:



Runde

Zeit

Distanz km

Ø Pace

Ø HF

Ø Schrittfrequenz

Kommentar



1
6:05.9
1
06:06
127
159
mit kurzer Pause zum Tape abreißen


2
5:48.6
1
05:49
147
160



3
6:01.3
1
06:01
148
158



4
5:53.4
1
05:53
154
158



5
6:14.4
1
06:14
156
157
über die alte Eisbenbahnbrücke
ans andere Ufer


6
6:00.6
1
06:01
154
158



7
6:09.1
1
06:09
155
156
noch eine Brücke, steile Rampe


8
6:00.1
1
06:00
150
156



9
0:24.0
0,07
05:24
161
159



Übersicht

48:37.4

8,07

06:01

149

158

Wieder ungefähr 6:00, ts



Ich nehme an, neben dem Schwimmtraining die letzten Wochen (wo ich auch fast eine halbe Minute auf 100 m schneller geworden bin) spielt hier auch der Gewichtsverlust von 3 kg während der Laufpause eine Rolle. Gestern ging's mir nämlich vom Darm her überhaupt nicht so gut. Nach einer Verstopfung und leichtem Fieber letzte Woche Donnerstag hatte ich gestern den ganzen Tag einen "Flotten" und ich war wirklich völlig entleert. Der ließ mich während des Laufs zwar in Ruhe, schlug dann aber am Abend nach dem Essen wieder zu und auch jetzt rumort es noch ein wenig im Bauch. Jedenfalls habe ich mich zum Spaß mal nach dem Lauf auf die Waage gestellt und kam auf ein Nettogewicht von 87,9 kg (am Freitag Morgen hatte ich noch 89,7 kg gewogen). Da ich noch auf 84 kg runter will, könnten also vielleicht Sub-55 auf 10 km als Trainingstempo herauskommen, das wäre ja traumhaft, und das Ziel, Sub-50 im Wettkampf zu erreichen, erscheint mir gar nicht mehr so unrealistisch.

Das Gefühl am Abend auf dem Sofa war unbeschreiblich, mir ging's (abgesehen vom Rumoren im Bauch) prächtig und nichts tat weh; die Beine kribbelten angenehm bei ihrer Erholung. Und auch heute herrscht komplette Ruhe im linken Fuß. Ich sollte langsam mal aufhören, über die Sehne zu jammern und mich wieder auf's Laufen konzentrieren. Am Sonntag plane ich mal 10 km (Donnerstag voraussichtlich Schwimmen) und dann steige ich in den Sub-50-Plan von Steffny für 10 km ein. Ende Juli will ich die knacken.

P.S.: Ich werde mal bei der Moderation anfragen, diesen Thread in die Lauftagebücher zu verschieben, möglichst mit geändertem Titel.

Alderamin
03.06.2016, 10:11
Dank an Tim, der Ex-Thread "Der erste Wettkampf" wurde in die Lauftagebücher verschoben, weil er mittlerweile eines geworden war, und da der Titel nicht mehr passte, wurde der auch angepasst. Angelehnt an einen Filmtitel (https://de.wikipedia.org/wiki/Stirb_langsam:_Jetzt_erst_recht) lautet er jetzt "Running Reloaded - Jetzt erst recht", womit ich mich darauf beziehe, dass ich meiner Zeit an der Uni so zwischen 1987 und 1992 schon mal gelaufen bin, allerdings vor der Erfindung des Webs und auch ansonsten unbeleckt von jeglicher Laufliteratur, also vollkommen ahnungslos. Mit fürchterlichen Baumwoll-Klamotten. Und deswegen auch nur in den Monaten, wo's nicht so kalt war. Und natürlich nicht im Regen. Auch nicht, wenn noch Pfützen vom letzten Regen auf dem Schotterweg an der Rur standen, den ich immer lief. Ich lief sowieso immer die selbe Strecke, manchmal nur einmal die Woche, es reichte nicht zur Laufsucht. Und keine Wettkämpfe. Ich hätte nie gewusst, dass ich da einfach so mitmachen könnte.

Ich konnte mir damals nicht vorstellen, den Winter über oder mit vollgesogenem Frottee-Trainingsanzug im Regen zu laufen. Heute gibt's etliche Seiten im Netz, wo man sich Tipps holen kann, es gibt tolle Klamotten für jedes Wetter, Schuhe für alle Fußkrankheiten, Trainingspläne für alle Fähigkeiten und Altersklassen und Wettkämpfe in jedem Dorf. Alleine die deutsche Marathonliste (http://www.marathon.de/marathon2016.aspx) ist Legion. Es war noch nie so einfach, einen guten Einstieg in die Lauferei zu finden, und so denke ich, dass mein zweiter Anlauf auch nicht so im Sande verlaufen wird, wie der erste, als ich irgendwann so 1992-93 im Frühjahr nur noch ein, zwei Läufe gemacht und dann aus Faulheit und fehlender Motivation einfach aufgehört hatte. Das sollte mir diesmal nicht mehr passieren, denn ich will nie wieder über 100, ach was, über 90 kg wiegen und täglich Tabletten schlucken müssen. Und mit der parallel begonnenen Schwimmerei und einem Crosstrainer zu Hause habe ich auch Ausweichmöglichkeiten, wenn das Wetter gar nicht geht (40° / Wolkenbruch / Schneesturm) oder mal wieder eine Verletzung plagt. Deswegen: Jetzt erst Recht!

RunningPotatoe
03.06.2016, 10:29
Dank an Tim, der Ex-Thread "Der erste Wettkampf" wurde in die Lauftagebücher verschoben, weil er mittlerweile eines geworden war, und da der Titel nicht mehr passte, wurde der auch angepasst.
Super, bin nach wie vor dabei. :daumen:

Jetzt wollen die Follower dann aber auch regelmäßig mit Stoff versorgt werden - hautnah und schonungslos ! :teufel:

taeve
03.06.2016, 10:40
Auch ich werde hier kräftig weiter mitlesen und Deinen Weg verfolgen.
Bin gespannt…

Alderamin
03.06.2016, 11:24
@RunningPotatoe, taeve

Danke für die Blumen :), nach wenig Rückmeldungen die letzte Zeit dachte ich schon, meine Posts interessieren niemanden (so spannend sind meine bescheidenen Ergebnisse ja auch nicht). Ich freue mich auch über gelegentliche Rückmeldungen in Form eines "Likes", dann weiß ich auch, dass noch jemand da ist. :zwinker2:

Klar berichte ich von meinen Fortschritten, Ende Juli steht ja wieder ein 10er an und ab nächster Woche soll's mit dem Training losgehen. Am Wochenende habe ich einen Zehner geplant, wenn's nicht so nass wird auf meiner alten Strecke an der Rur lang, eine Runde durch den Burgauer Wald und zurück, aber wenn's zu matschig ist, dann doch eher irgendwelche Asphaltwege in Wohnungsnähe.

So, noch eine interessante Grafik, die ich aus der App ConnectStats gezogen habe (die kann sich mit verschiedenen Portalen verbinden und generiert eine Unmenge an Auswertungen).

47331

Im unteren Diagramm sieht man die Durchschnitts-Pace über den Monat, seit ich mit Laufuhren aufzeichne, d.h. ab Dezember 2015. Im April gibt's keinen Wert, weil ich vom 21. März bis zum 8. Mai verletzungsbedingt nicht laufen konnte, und dann auch erst wieder seit 21. Mai regelmäßiger gelaufen bin. Wie man sieht, ging es nach der Verletzung deutlich flotter weiter. Das könnte drei Gründe haben:

- Erstens waren meine letzten Läufe alle kurz, da läuft man ja ohnehin schneller als bei den längeren. Andererseits habe ich das Tempo bei allen Läufen über die volle Distanz gehalten. Ist aber noch kein LaLa dabei.
- Zweitens könnte die Grundausdauer durch das Schwimmen verbessert worden sein - ich bin immer zwei Stunden im GA1-Pulsbereich geschwommen.
- Drittens habe ich ca. 3 kg abgenommen. Mein marathonlaufender Kollege meinte, 1 kg Gewicht mache auf einen Marathon 5 Minuten Zeitverbesserung aus. Das wären ca. 300s/4 = 75 Sekunden auf 10 km oder 7,5 Sekunden auf einen Kilometer. Bei 3 kg Gewichtsverlust wären das also 22,5 Sekunden pro Kilometer, das passt perfekt zu der Grafik. Andererseits sollte es bei der langen Pause auch einen gewissen Abbau der Kondition und Muskeln gegeben haben. Offensichtlich hat der Ausgleichssport das ganz gut kompensiert. Wenn also jemand mal länger verletzt sein sollte, nicht den Mut verlieren, den Konditionsverlust kann man mit Ausgleichssportarten offenbar verlangsamen.

Im oberen Diagramm sieht man die Pace über den Puls aufgetragen, wobei die Messungen dem Alter nach von hellblau (älteste) über grün bis rotbraun (jüngste) reichen. Hier sieht man, wie der Puls für jede Geschwindigkeit auf dem Weg nach unten ist. Das sind, finde ich, tolle Darstellungen die sehr schön zeigen, wie es allmählich aufwärts geht mit der Fitness. Ich müsste jetzt eigentlich in der Lage sein, Sub-60 auf 10 km aus dem Stand heraus zu laufen. Mein Ziel für den Wettkampf wäre dann Sub-50. Bis dahin sollen noch 2 kg weg, das wären dann schon mal 15 Sekunden der Minute an Pace, die ich da noch loswerden muss (eigentlich nur 50 Sekunden, beim letzten 10er hatte ich einen Schnitt von 5:49/km). Mal schauen, was das Training in den verbleibenden 6 Wochen ermöglicht.

RunningPotatoe
03.06.2016, 12:09
nach wenig Rückmeldungen die letzte Zeit dachte ich schon, meine Posts interessieren niemanden (so spannend sind meine bescheidenen Ergebnisse ja auch nicht). Ich freue mich auch über gelegentliche Rückmeldungen in Form eines "Likes", dann weiß ich auch, dass noch jemand da ist. :zwinker2:
Täusche dich nicht. In meinem Blog nahm die Zahl der Beiträge anderer ebenfalls kontinuierlich ab. Aber heute, einen Tag vor meinem "großen" WK, stehen sie alle wieder auf der Matte und machen mir Mut. Also müssen ja wesentlich mehr Leute den Blog interessiert verfolgt haben, als Likes oder direkte Beiträge dies vermuten lassen. Allein dafür hat sich die regelmäßige Schreiberei schon gelohnt.

Aber es ist eben auch ein Zeitproblem. Es gibt so etwa ein Dutzend Leute, deren Werdegang mich wirklich näher interessiert - allgemeines Interesse gibt's bei noch viel mehr. Aber bei jedem ständig durchdachte Kommentare (eh nicht so meine Stärke :wink:) zu hinterlassen, die sich dann auch noch nicht dauernd wiederholen, kostet in Summe halt doch viel Zeit, bei der man sich schon fragen sollte, ob man einen Gutteil davon nicht besser auf der Laufstrecke oder mit der Familie verbringen sollte. Ein Like hingegen ist schnell verteilt; vielleicht sollten wir alle damit etwas spendabler umgehen, nur um dem Tagebuchautor zu signalisieren "Schreib weiter, ich bin immer noch bei dir."

taeve
03.06.2016, 12:31
@RunningPotatoe, taeve

Danke für die Blumen :), nach wenig Rückmeldungen die letzte Zeit dachte ich schon, meine Posts interessieren niemanden (so spannend sind meine bescheidenen Ergebnisse ja auch nicht). Ich freue mich auch über gelegentliche Rückmeldungen in Form eines "Likes", dann weiß ich auch, dass noch jemand da ist. :zwinker2:


Die Rennkartoffel hat es sehr schön auf´n Punkt gebracht, kann ich für mich nur so unterschreiben.
Wenn ich mich hier im Forum aufhalte, is Dein Tagebuch (wenn es denn etwas Neues gibt) Pflichtlektüre für mich.

Alderamin
03.06.2016, 12:34
Täusche dich nicht. In meinem Blog nahm die Zahl der Beiträge anderer ebenfalls kontinuierlich ab. Aber heute, einen Tag vor meinem "großen" WK, stehen sie alle wieder auf der Matte und machen mir Mut. Also müssen ja wesentlich mehr Leute den Blog interessiert verfolgt haben, als Likes oder direkte Beiträge dies vermuten lassen.

Bei Dir kann man ja auch was lernen, Du kennst Dich gut aus mit den Trainingsmethoden. Bei mir dagegen gibt's nur Anfängerfehler zu zu lesen :D. Lauftechnisch war ja die letzte Zeit nicht viel drin. Hatte neulich ein paar Fragen, wie ich nach der Verletzung wieder einsteigen soll und gar kein Feedback bekommen, obwohl hier im Forum so viel Kompetenz unterwegs ist, daher dachte ich, den Thread klickt schon keiner mehr an. Vielleicht sind viele kompetente Foris im "Anfänger unter sich"-Bereich des Forums, wo der Thread vorher hing, aber auch gar nicht unterwegs.


Ein Like hingegen ist schnell verteilt; vielleicht sollten wir alle damit etwas spendabler umgehen, nur um dem Tagebuchautor zu signalisieren "Schreib weiter, ich bin immer noch bei dir."

Janz jenau. :daumen:

crsieben
03.06.2016, 12:48
...so spannend sind meine bescheidenen Ergebnisse ja auch nicht...

Es sind ja meist nicht die Ergebnisse, die spannend sind: Es sind die Geschichten und wie sie geschrieben werden.

Ich les hier sicherlich weiter mit, sehe das in Sachen Zeit ähnlich wie RunningPotatoe. Sie ist knapp, nicht immer reicht sie, um hier zu schreiben, lesen hingegen geht gerade mobil bei irgendeiner Zugfahrt immer.

Also: Weiterschreiben!

Alderamin
03.06.2016, 14:05
Hab' mal ein wenig nach Taping gegoogelt, vielleicht könnte ich das ja mal versuchen.

Schnell zur Apotheke um die Ecke, die hatte Kinesio-Tape und nicht-elastisches Sport-Tape, welches hautfreundlichen Kleber haben sollte. Ich habe nämlich eine Pflasterallergie. Direkt antiallergische Tapes gibt's wohl nicht, der Leim bei anti-allergischen Pflastern klebt nicht so gut wie der bei normalen Pflastern, und diese Sport-Tapes müssen ja was aushalten [...]

Das Tape hielt ungefähr 500 m, kaum, dass ich ein wenig an zu schwitzen fing merkte ich, wie es sich vom Unterschenkel löste. Ob es zu stramm war? Oder hätte ich oben noch eine Lage komplett um den Unterschenkel wickeln sollen? Habe dann kurz angehalten und das Tape von der Wade bis zum Knöchel abgerissen. Sch... drauf, laufe ich halt ohne. :nene:

Nicht unerwähnt lassen wollte ich noch, dass der Ausschlag dann am übernächsten Tag (gestern) doch noch kam, sowohl am Handgelenk, wo ich es vor der Benutzung des Tapes getestet hatte, als auch am Fuß, da, wo ich es nach 500 m nicht abgerissen hatte, was ich besser komplett getan hätte. Juckt jetzt ziemlich biestig am rechten Knöchel. Obwohl ich nach dem Laufen die Stelle gründlich gewaschen und sogar mit Alkohol nachgewischt hatte, weil das Band auch noch gemein abfärbte. Tapes und ich, wir werden keine Freunde werden. :nene: Liegt jetzt in der Mülltonne. :sauer:

RunningPotatoe
03.06.2016, 16:24
Bei Dir kann man ja auch was lernen, Du kennst Dich gut aus mit den Trainingsmethoden.
Ogottogottogott, jetzt wird der Lauf-Opa auch noch zum Lauf-Guru hochgejubelt... :peinlich:

Von dem wenigen, was ich über das Laufen zu wissen glaube, habe ich 90% in diesem Forum aufgesogen - stammt also von den anderen und nicht von mir - und den Rest aus zwei Büchern, die ich in den letzten beiden Jahren gelesen habe.


Bei mir dagegen gibt's nur Anfängerfehler zu lesen :D. Lauftechnisch war ja die letzte Zeit nicht viel drin. Perfekter hättest du meine Situation jetzt nicht beschreiben können.

Ich glaube, dass (fast) niemand in diesem Forum sich zu schade ist, einem - relativ zu ihm selbst gesehen - weniger Erfahrenen Tipps zu geben. Es kommt halt wesentlich darauf an, wie damit dann umgegangen wird. Wenn man merkt, dass Ratschläge angenommen oder zumindest ernsthaft in Erwägung gezogen werden, dann führt man den Dialog doch gerne weiter. Wenn hingegen der Eindruck entsteht, dass jemand seine Ansichten nur deshalb postet, weil er sie um alles in der Welt bestätigt haben will, auch wenn sie noch so schwachsinnig sind, dann mag ein Ratgebender schon mal die Lust verlieren. (Jetzt nur ganz allgemein gesagt, trifft auf deinen Thread sicher nicht zu.)


Hatte neulich ein paar Fragen, wie ich nach der Verletzung wieder einsteigen soll und gar kein Feedback bekommen, obwohl hier im Forum so viel Kompetenz unterwegs ist, daher dachte ich, den Thread klickt schon keiner mehr an. Ja, es kann immer mal passieren, dass einem eine Frage mächtig unter den Nägeln brennt, aber niemand antwortet sofort. Und in den nächsten Tagen gleich gar nicht, weil bis dahin schon viele Dutzende von neueren Beiträgen anderswo die Frage zugeschüttet haben. Notfalls muss man dann den Thread einfach mal wieder hochholen mit einem "Hallo, lebt hier noch jemand ?" oder die Frage anders stellen.

Speziell bei medizinischen Fragen kommt hinzu, dass mancher aber auch einfach unsicher ist mit schnellen Patentrezepten und sich deshalb zurückhält (war konkret bei mir so in dem von dir angesprochenen Fall). Aber ich denke, das ist auch gut so - lieber kein Ratschlag als ein falscher. Wer nix zu sagen hat, hilft am besten, indem er die Klappe hält.


Vielleicht sind viele kompetente Foris im "Anfänger unter sich"-Bereich des Forums, wo der Thread vorher hing, aber auch gar nicht unterwegs.Wenn jemand so denkt und handelt, ist das auch verständlich und zu akzeptieren. Jeder muss selbst entscheiden dürfen, in welchem Themenbereich er seine beschränkte Zeit verbringt. (Dabei hat ja auch der erfahrene Läufer Fragen und Themen, wo er selbst mal der Ratsuchende sein möchte.) Umso erstaunlicher und dankenswerter ist es demgegenüber aber, wenn sich so erfahrene Haudegen wie Udo, Tommi, crsieben, etc. etc. ... immer wieder die Zeit nehmen, gerade auch den Anfängern die Zusammenhänge sehr grundlegend und weit ausholend zu erklären. Ich gebe aber auch offen zu, dass ich selbst gegenüber bestimmten Fragen im Anfängerbereich ("Hilfe, mein Puls ist zu schnell", "Ich laufe 3x die Woche 5km in XX min. und werde nicht schneller") inzwischen abgestumpft bin und oft gar nicht mehr drauf reagiere. Das muss ich aber auch nicht, weil es neuere Forenmitglieder gibt, die das inzwischen kapiert haben und die das mindestens genauso gut und immer noch gerne zum hundertsten Male erklären. (Wieder ganz allgemein, ohne Bezug zu deinem Thread.)


Ich finde, du machst gute Fortschritte, schreibst ein vernünftiges Deutsch, das nicht der seelischen Körperverletzung verdächtig ist und hast eine lesenswerte Art, deine Geschichte zu präsentieren. Wie crsieben richtig sagt, kommt es in der Tat auch darauf an, wie man schreibt. Und da finde ich es (für mich) frappierend, dass ich mich von den unterschiedlichsten Schreibstilen angezogen fühle. Da ist z.B. ein Udo mit seinen stets überkorrekten, immer druckreifen Abhandlungen. Oder ein Tommi, der oft sein Innerstes nach außen kehrt und zwischen zwei albernen Kindereien einfach mal eine Lebensweisheit raushaut, dass es einem den Atem verschlägt. Ein crsieben, der jeden Morgen penibel sein Florett schleift:D und so gekonnt wie niemand sonst Dinge aufspießt, die einfach aufgespießt gehören. Ein Gecko, der sein Marathontraining nebst WK so mitreißend beschreibt, dass man anschließend Muskelkater vom bloßen Mitlesen hat. Ich glaube, dass allen genannten Beispielen gemeinsam ist, dass hier Leute ihren Stil gefunden haben und dass sie damit etwas mitteilen, von dem sie überzeugt sind.

Versuche dir klar zu werden, was du uns von Dir vermitteln willst. (Mein Tipp ganz allgemein: die Mischung aus Höhen und Tiefen, aus Heldentaten und Niederlagen, aus Hilferufen und Hilfestellung macht's am Ende menschlich und damit interessant zu lesen). Wenn du dann noch deinen eigenen, ungekünstelten Stil findest und dabei auch mal über dich selbst lachen kannst, dann kannst du dir einer treuen Leserschaft sicher sein, auch wenn die öfter mal auf Tauchstation weilt.

Edit: "Degen" durch "Florett" ersetzt. Auch ich möchte möglichst präzise aufspießen. :nick:

Alderamin
05.06.2016, 12:26
Für Samstag hatte ich mir die 10 km vorgenommen, um endgültig wieder im normalen Laufmodus zu sein. Nach gutem Frühstück wartete ich bis zum Nachmittag. Laut Wetterradar war die nächste Stunde kein Gewitter zu erwarten. Es war wieder sehr schwül, rund 22°C, und die Sonne kam gerade heraus. Ich hatte gute Erfahrungen damit gemacht, eine leichte Schirmmütze anzuziehen, weil mir dies ersparte, dass der Schweiß vom Kopf an der Brille und der Nase entlang lief und auf den Mund tropfte und Brille ständig runterrutschte (ohne Brille ist noch angenehmer, aber dann kann ich die Uhr nicht mehr ablesen), und die Entscheidung erwies sich auch diesmal als sehr gut. Das Mützchen war jedenfalls angenehmer auf dem Kopf, als die pralle Sonne auf der Alterstonsur, und die Brille blieb trocken.

Ich wusste zuerst nicht genau, wo ich laufen sollte, an der Rur würde es matschig sein, weil es Stunden zuvor noch geregnet hatte, aber da die Sonne drohte, dachte ich mir, am Wasser und größtenteils unter Bäumen wird's angenehmer sein als auf dem Feld, während es im Burgauer Wald auf zum Teil Trampelpfaden komplett siffig sein würde, also ging's an die Rur, immer dem Ufer nach, ziemlich genau die Strecke, die ich in 6 Wochen im WK (http://www.btv1864.de/index.php/isola-brueckenlauf.html) zu laufen gedenke (plus ein paar hundert Metern Prolog/Epilog von zu Hause dorthin und zurück). Bis zur 4. querbaren Brücke wären es es mit Runde ums Dorf etwa 11,3 km, das wusste ich von einem anderen Lauf; wenn ich die Runde abkürzte, könnten etwas über 10 km herauskommen. Es wurden 10,74 km.

Die ersten paar Meter ging's im Ort noch durch die pralle Sonne, aber am Wasser dampfte dann der Boden, der zum Glück nicht zu weich war, der Schotter hatte den Regen gut aufgenommen. Der Wasserstand des Flusses war aber schon recht hoch, die Rurtalsperre ist in Erwartung eines trockenen Sommers so gut gefüllt wie lange nicht, und jetzt müssen sie wohl mehr ablassen, damit der See bei andauernder Regenperiode nicht überläuft; das habe ich einmal als Kind erlebt, da soffen einige Campingplätze ab und meine Eltern hatten das Wasser, die etwa zehnfache Menge des üblichen Durchflusses, fast im Garten stehen. Jedenfalls gab es auf der Strecke ein paar Stellen, da stand das Wasser schon höher als der Weg, nur eine kleine Delle des Ufers wirkte noch als Deich. Wenn der Weg überflutet ist, muss ich mir ein anderes Revier suchen, durch knöcheltiefes Wasser werde ich nicht laufen.

Die Luft war trotz der Schwüle dank des nahen Wassers und schattiger Bäume eigentlich super, allmählich beginne ich, die Wärme zu mögen. Das leichte Shirt ließ genug Luft an mich ran. So fiel es leicht, ein Tempo unter 6:00 zu halten, stellenweise war ich das erste Stück sogar bis 5:30 und schneller (wenn's mal ein paar Meter bergab ging, kamen auch mal knapp 5:00 raus, aber die Strecke hat keine Rampen von mehr als 4 m Höhenunterschied). Ich hatte mir vorgenommen, das 6er Tempo möglichst durchzuhalten, um die 10 km in einer Stunde zu schaffen. Höhere Ambitionen (etwa die 58:14 vom WK im Februar zu knacken) hatte ich zunächst nicht, deswegen nahm ich etwas Tempo raus, wenn ich schneller als 5:40 war. Ich wollte lieber das Tempo über die Strecke halten können. Ich habe die Rundenpace auf der Uhr im Auge gehabt, die zeigt die mittlere Pace der laufenden Runde, welche sich nur langsam ändert, wenn man das Tempo variiert, die aber viel genauer ist als die Momentanpace und am Ende jeder Runde (jedes Kilometers) exakt.

Ich versuchte, wie mir in der Laufanalyse geraten wurde, einen "aktiveren Laufstil" einzuhalten, indem ich mich etwas mit den Füßen abdrückte. Der Lauf wurde dann gleich federnder und sofort 30s/km schneller (Momentanpace, habe die Anzeige auch schon mal umgeschaltet), aber ich musste aufpassen, nicht wieder in den Tapp-Tapp-Modus zurückzufallen, den ich vor der Verletzung überwiegend hatte. Auf der ersten Hälfte gelang das ganz gut, da war auch die Kadenz hoch, aber nachdem ich kurz nach der halben Strecke den Anstieg über eine Brücke bewältigen musste (vorher ging es etliche hundert Meter ein Stück durch eine Häuserzeile und die pralle Sonne, da lief der Weg nicht am Wasser entlang), ließen die Kräfte anscheinend ein wenig nach und von da an wurden die Schritte langsamer und länger. Ich musste nun schon ein wenig ziehen, um die 6:00 zu halten, aber es gelang mit ein wenig mehr Puls und tieferer Atmung (sowie ein paar dunklen Wolken im Südosten, wo sich eine Gewitterzelle näherte; das schaffte zusätzliche Motivation, sich auf den Rückweg zu machen'!). Ein wenig kam nun doch die Ambition auf, die 58:14 vom WK zu knacken und auf Kilometer 10 gab ich nochmal etwas Gas, aber da war es schon zu spät, die Zeit noch zu erreichen. Außerdem musste ich wieder über eine Brücke mit einer steilen Rampe, was ein paar Sekunden kostete. Am Ende reichte es aber locker, die 10 km unter einer Stunde zu laufen, mit fehlten 40 Sekunden an der WK-Zeit, die hätte ich im Anfangsteil leicht erarbeiten können, wenn ich da weniger gebremst hätte. Aber war ja nicht so wichtig. Ich dachte nur an unsere Rennkartoffel, und dass die das mit dem Training der letzten Wochen auch schaffen müsste, wenn ich das nach der Verletzungspause hinbekomme. Dieser Lauf sei ihm gewidmet, ich hätte ihm die Zeit so gegönnt!

Die letzten paar hundert Meter versuchte ich das Tempo noch zu halten, auch das gelang, aber es wurde richtig zäh. Ein paar rechtwinklige Ecken und dann war ich zu Hause, der erlösende Druck auf den roten Knopf an der Uhr. Nach einer Gehrunde um den Block (die Beine wollen von alleine immer weiter gehen, einfach stehenbleiben geht nicht) ließ ich mich dann auf der Treppe vor der Haustüre nieder, um abzukühlen. In den Fingerspitzen kribbelte es.

Insgesamt war es ein mittelschwerer Lauf, jedenfalls ab der zweiten Hälfte, die erste Hälfte war dagegen leicht und locker. Mittlere Distanz bei mittlerem Tempo. Das macht mir Hoffnung, auf jeden Fall 55 Minuten unterbieten zu können, 5:30/km wird kein Problem sein. Aber 5:00/km für 50 Minuten ist derzeit noch sehr ambitioniert. Die Uhr gibt mir jetzt VO2max von 44 und traut mir 10 km in knapp 49 Minuten zu, aber ich mir selbst noch nicht. Nun gut, es verbleiben 6 Wochen und 2 abzunehmende Kilos. Mal schauen, was dann geht. Über 52 Minuten wäre ich derzeit auch nicht enttäuscht, alles unter 55 Minuten wäre akzeptabel. Dienstag geht dann das Training los.



Kilometer

Zeit
Distanz km
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Max. HF
Ø Kadenz
Kommentar


1
5:58.8
1
05:59
05:42
135
150
159
kam mir langsam vor


2
5:54.8
1
05:55
05:36
149
154
160



3
5:48.3
1
05:48
05:03
152
157
160
musste mich bremsen


4
5:50.2
1
05:50
05:30
154
156
160



5
5:44.5
1
05:44
05:07
155
159
159
5km-Zwischenzeit 29:17


6
6:03.5
1
06:04
05:33
158
161
158
Brücke überquert


7
5:57.0
1
05:57
05:23
156
161
156
Kadenz fällt ab


8
5:48.7
1
05:49
05:21
157
162
155



9
5:57.2
1
05:57
04:00
157
162
155
Rampe runtergelaufen


10
5:50.9
1
05:51
05:33
161
166
156
Brücke überquert
Endbeschleunigung
10km-Zwischenzeit 58:54


11
4:16.1
0,74
05:48
05:44
160
164
154
Tempo gehalten


Übersicht
1:03:09.9

10,74
05:53
04:00
154
166
158
83% LF, 22°C,
heiter bis wolkig

RunningPotatoe
07.06.2016, 11:23
Hübsches Läufchen, das ! :daumen:

Alderamin
07.06.2016, 12:38
Hübsches Läufchen, das ! :daumen:

Danke. Jo, heute geht der Steffny-Sub-49-Plan los mit einem leichten Lauf über wieder 10 km. Es wird heute ziemlich warm, aber später soll es Gewitter geben, die hoffentlich durch sind, wenn's los geht, und etwas Abkühlung zurücklassen.

Ich freue mich auf den Plan, da sind 16- und 18-km-Läufe dabei, das passt zu den Strecken, die ich mir für den Sommer vorgenommen hatte: einmal am Untersee der Rurtalsperre (http://www.seen.de/rurtalsperre-schwammenauel/fakten/) lang von Rurberg zur Staumauer in Schwammenauel (etwas über 16 km, in etwa von unten rechts im Foto auf der verlinkten Seite bis hinten links um die Ecke) und von zu Hause zum Staubecken Obermaubach (http://www.panoramio.com/photo/9092341) (19 km). Die Rückrichtung dann mit dem Schiff bzw. Zug (oder Ehegattentaxi). Da mache ich dann auch ein paar Fotos.

Hoffe nur, der Fuß hält, der hat gestern mit zwei Tagen Verspätung wieder an besagter Stelle gezwickt. Ist aber heute fast komplett wieder weg. Wenn's die nächsten zwei Wochen mit dem Training klappt, schließe ich mich Eurem "Sub-50 will nicht klappen"-Thread an, wenn Ihr mich lasst. :D

Catch-22
07.06.2016, 12:55
Da werde ich doch gleich hellhörig.
Hatte mir auch vorgenommen diesen Sommer eine Tour im Nationalpark Eifel zu machen. Durch die Krankheitsphasen musste ich die WKM immer wieder mal runterschrauben und fühle mich im Moment noch nicht ganz fit für so eine Tour, aber hoffe doch, dass es noch was wird.

Alderamin
07.06.2016, 13:23
Da werde ich doch gleich hellhörig.
Hatte mir auch vorgenommen diesen Sommer eine Tour im Nationalpark Eifel zu machen. Durch die Krankheitsphasen musste ich die WKM immer wieder mal runterschrauben und fühle mich im Moment noch nicht ganz fit für so eine Tour, aber hoffe doch, dass es noch was wird.

Toi, toi, toi, dass es bald besser wird. Aber die Gegend läuft ja nicht weg, und man kann auch kurze Spaziergänge oder Fahrradtouren machen.

Übrigens gibt es um den Rursee sogar einen Marathon und einen Ultra (http://www.rursee-marathon.de/index.php/streckenplaene). Nur leider erst im November, wenn das Laub schon von den Bäumen runter ist :frown:.

Catch-22
07.06.2016, 13:27
Den kenne ich und irgendwann lauf ich ihn auch mit! Laub gehört halt mit dazu, wenn es überwiegend durch den Wald geht. So ein Landschaftsmarathon ist schließlich zum Genießen und nicht PB laufen da!:zwinker5:
Ist auf jeden Fall ehr was für mich als ein Städtemarathon, da genügt es mir meinen Mann zu begleiten.

Alderamin
07.06.2016, 23:29
Heute mit gepackter Schwimmtasche (für alle Fälle: Sprunggelenk, Gewitter, Tornado, Asteroideneinschlag...) von der Arbeit los gefahren. Eigentlich war ja die erste Einheit aus dem Steffny-Plan fällig, aber da waberten ein paar Gewitterwolken herum, die einfach nicht abziehen wollten, und es regnete, aber relativ leicht. War schon Richtung Schwimmbad abgebogen, aber ich hatte mehr Lust auf's Laufen und schließlich rief die Pflicht des Trainingsplans (außerdem hat Lilly sinngemäß mal gesagt, man solle laufen, wenn man es kann). Also wieder zurück Richtung Wohnung, zu Hause nochmal auf das Regenradar schauen. Die großen dunklen Gewitterzellen brachen gerade in sich zusammen, es hatte auch schon länger nicht mehr gedonnert, und die Wolken wurden heller. Ach, was soll's, "ett kütt wie et kütt, et es wie et es, un et hätt noch immer joot jejange" sagt man hier, es würde micht schon nicht der Blitz treffen und meine Uhr war mindestens so wasserfest wie ich. Laufklamotten an, nochmal die alten, stark gedämpften Schuhe (würde ein Asphaltlauf werden, meine Winterstrecke), und ab.

Der Regen war bei 19°C sogar recht angenehm, jedenfalls besser als die 28° von früher am Tag. Man muss im Sommer die Bedeutung von schlechtem Wetter einfach ein wenig an die Gegebenheiten anpassen, dann klappt's auch mit dem Laufen. Jetzt weiß ich außerdem, warum eine Schirmmütze so heißt: sie schützt das Gesicht und damit die Brille vor Regen (wenn auch sonst nicht viel...) :). Unterwegs einem Jungen mit Hund begegnet, der mich lachend grüßte: er hatte an dem Wetter offenbar genau so viel Spaß, wie ich!

Auf der Hälfte der Strecke lief ich vor einen mannshohen Gitterzaun, der im Winter noch nicht da gewesen war und den (natürlich vollkommen leeren) Parkplatz des lokalen Badesees nach außen absperrte, aber um den konnte ich mich herumwinden, das wurde der langsamste Kilometer. Einigen Pfützen ließ sich nicht ausweichen, so wurden wenigstens die Sohlen mal gereinigt. :D Als ich dann nach einer Stunde zurück war, und nach dem Dehnen und Duschen und Klamotten auswringen hörte dann auch der Regen auf. :klatsch:

War ein bisschen langsamer heute als am Samstag, vielleicht weil sich die Klamotten und vor allem die (ohnehin etwas schwereren) Schuhe voll Wasser gesogen hatten. 10 km in 1:00:54, Pace 6:05/km, HF 147, Kadenz 159/min, ok für den geforderten leichten 60-Minuten-Lauf. Nicht so schön waren am Ende nur die blutigen Brustwarzen - trotz Fireprotect-Gel. Sollte man bei so einem Wetter wohl besser abkleben, das locker sitzende, schwere, nasse Shirt scheuerte ziemlich vor der Brust. Aber sonst geht's mir prächtig und der böse Fuß ist auch ganz friedlich. So kann ich also am Donnerstag die erste Tempoeinheit angehen!

taeve
08.06.2016, 07:32
Du scheinst nen ähnlichen Trainingsplan wie ich zu haben. Auch bei mir waren gestern 60 min locker laufen dran und Donnerstag Tempoeinheit. Dann mal weiter gutes Gelingen! Werde Dich hier stalken! J

RunningPotatoe
08.06.2016, 08:21
außerdem hat Lilly sinngemäß mal gesagt, man solle laufen, wenn man es kann.
Das muss Lilly 1.0 gewesen sein, seit 2.0 ist sie offizielle RW-Spaßbeauftragte. :winken:

DonFalma
08.06.2016, 09:38
Du scheinst nen ähnlichen Trainingsplan wie ich zu haben. Auch bei mir waren gestern 60 min locker laufen dran und Donnerstag Tempoeinheit.

Da kann ich mich anschließen. Gestern standen 60 Minuten locker laufen im Plan. Ich darf mich aber Donnerstag noch mal bei einem lockeren Lauf erholen.

Alderamin
08.06.2016, 09:45
Du scheinst nen ähnlichen Trainingsplan wie ich zu haben. Auch bei mir waren gestern 60 min locker laufen dran und Donnerstag Tempoeinheit.


Steffny Sub-50 halt. Wann ist denn Dein Wettkampf? Meiner ist am 23. Juli.

Im Moment hab' ich so Bock auf's Laufen, ich hab' mal ein paar HM-Termine im Herbst recherchiert. Da ist unter anderem der Köln-Marathon, aber der ist bestimmt schon voll. Gibt aber auch noch andere Veranstaltungen in der Gegend hier. Erst mal das Training überleben und dann den Zehner laufen und dann mal gucken... :abwarten:

taeve
08.06.2016, 09:50
Na, die Pläne scheinen insgesamt alle recht ähnlich gestrickt zu sein. Ich trainiere nach dem RW-Marathon-Plan für sub 4 Std., aber nich für einen Marathon, sondern für die 30 km beim Fünf-Seen-Lauf in Schwerin am 03.07.2016. Auf dem Wege dahin gibbet aber noch den HSH-Nordbank-Run am 18.06.2016 über 4,5 km in Hamburg.

Alderamin
10.06.2016, 10:42
"Watt woar datt dann?" hätte ein Einheimischer zu dem Tempolauf gesagt, den ich gestern Abend verbrochen habe. Der erste bewusst schnelle nach der Verletzung. Steffnys Plan verlangte einen verhassten Tempolauf, 5:25/km über 6 km. Das Wetter war allerdings prächtig, ca. 20°C, die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel und stand um 19:40 schon tief und einigermaßen kraftlos, leichter Wind, Wege trocken. Also ab zum Fluss.

Ich hatte mir auf der Forerunner ein Training programmiert, dass die Einlaufzeit (10 min), die 6 km (überwachter Pace-Bereich von 5:20-5:30) und die Auslaufzeit (5 min) vorgab. Bin gleich losgelaufen, ohne auf GPS zu warten, war ja eh Wurst für's Einlaufen. War zunächst etwas verwirrt, weil nun eine neue Datenanzeige hinzugekommen war, welche die 10 Minuten herunterzählte, aber gefiel mir. Nur fand ich die Pace erstmal nicht, und als ich sie fand, standen da völlig abstruse Werte von 8:xx. Na ja, GPS war ja noch nicht da, abwarten.

Es dauerte fast bis zum Ende der Einlaufzeit, bis endlich GPS gemeldet wurde. Der Track auf der Karte war hinterher auf den ersten 1,5 km gut 100 m nach Süden versetzt, totaler Mist, trotz offenen Feldes. Und dann, am Flussufer angekommen, begann die Tempophase. Der Alarm poppte auf "Zu langsam. 6:38" Was?? Soo langsam? Fühlte sich definitiv schneller an, ich hatte doch ein Wohlfühltempo von 6:00! Ich zog also an, die Warnung kamen aber weiter, gnadenlos "Zu langsam. 6:18" Mir war schon klar, dass die Zahlen nicht stimmen konnten, aber ich war orientierungslos und wusste nicht, wie ich jetzt laufen sollte, ich lief halt schnell.

Irgendwann poppte dann auf "Zu schnell. 4:09". Ja, so fühlte es sich auch an, der Puls ging durch die Decke, der erste Tempokilometer war dabei, mir den ganzen Lauf zu versauen. Ich nahm etwas Tempo raus und fand dann auf dem zweiten Tempokilometer endlich die richtige Pace, aber ich war schon so ausgepowert, dass ich bei Kilometer 4,5, als es über die alte Eisenbahnbrücke gehen sollte, eine Gehpause einlegen musste, ich hatte Stiche in der Brust und die Rampe zur Brücke hoch traute ich mir nicht mehr laufend zu. Um die Auswertung nicht völlig kaputt zu machen, hielt ich die Zeitmessung an, bis ich die 50 m über die Brücke war und dann ging's weiter, mit auf ca. 130 gefallenem Puls. Durch die Anstrengung vorher fiel es leichter, das richtige Tempo zu treffen und die Alarme ließen mich eine Weile in Ruhe. Der Lauf wurde jedoch immer zäher, ich musste komplett durch den Mund atmen. 6 Kilometer mit diesem Tempo sind schon brutal für mich, dazu noch ein kurzer steiler Anstieg unter einer Brücke durch und danach über einen Hügel (Holzbrücke über einen Bach). Der größte Frustmoment kam, als auf der Spitze des Hügels jemand von hinten angeflogen kam und im 3:xx-Tempo an mir vorbeijettete. Bitte, lass' es ein Intervall sein, dachte ich bei mir. Nein, leider wurde der Herr, ein Vorfußläufer, keinen Schritt langsamer und verlor sich in der Ferne hinter einer Biegung.

Als ob es nicht anstrengend genug gewesen wäre, kam bei Kilometer 6,5 noch eine steile Rampe von 4 oder 5 Metern zur Straßenbrücke hoch. Ich wollte nicht schon wieder gehen oder die Zeit anhalten und kämpfte mich hoch, was für eine Weile die Pace völlig killte. Danach ging es leicht bergab den Radweg an der Hauptstraße entlang. Noch 1,4 km. Meine Güte, was zogen sich die! Ich merkte, dass ich die Auslaufstrecke nicht unterbekomme, wenn ich gleich heim laufe, also bin ich erst mal weiter die Hauptstraße lang. Noch 200 m. Es kribbelte in den Fingern. Noch 100. Noch 30, 20, 10. Ein helles Stöhnen. Boah, war ich froh, dass es endlich vorbei war.

Ich HASSE Tempodauerläufe, viel lieber laufe ich Intervalle, da kann man regelmäßig Pausen machen. Ich konnte nicht einmal mehr langsam laufen, sondern fiel sofort ins Gehen. Nach 1,5 Minuten versuchte ich dann langsam wieder zu traben, aber die Beine hatten absolut keinen Bock mehr. Irgendwie lief ich die 5 Minuten Auslaufzeit noch zu Ende und war dann nicht mehr willens, auch nur einen Meter weiter zu laufen. Bin dann die letzten 500m nach Hause spaziert. Ziemlich gefrustet und in dem Bewusstsein, die Pace nicht geschafft zu haben (bis auf einen einzigen Kilometer).

Tabellarisch stellt sich das dann so dar:



Abschnitt

Zeit

Distanz km

Ø Pace

Beste Pace

Ø HF

Max. HF

Ø Kadenz

Kommentar



1
6:18.2
1
06:18
05:38
138
149
161
Einlaufen


2
3:41.8
0,6
06:11
05:32
150
157
162
Einlaufen


3
5:50.5
1
05:51
05:23
164
176
168
Uhr zeigt spinnerte Paces,
HF geht durch die Decke,
GPS-Fehlmessung der Strecke


4
5:23.0
1
05:23
05:03
165
170
165
Kampf, Stiche


5
5:29.5
1
05:29
05:15
162
172
163
mit Gehpause beim Brücke queren
(Zeit angehalten)


6
5:36.5
1
05:36
05:24
164
167
163
finde mein Tempo;
Atmung durch den Mund


7
5:41.2
1
05:41
05:28
167
173
160
steile Rampe zur Brücke hoch


8
5:42.2
1
05:42
05:28
165
173
158
leichter Anstieg
hoffentlich ist es bald vorbei...


9
5:00.0
0,76
06:36
05:42
161
171
147
Erlösung;
ein paar Schritte gegangen


Übersicht
48:42.8

8,36

05:50

05:03

160

176

161

neuer HFmax-Rekord :hihi:



Schön ist immerhin, dass das Sprunggelenk die Tortur problemlos überstanden hat. Ja, und am Ende gab's sogar einen neuen Höchstwert für den Puls, der über dem von mir vorher sorgfältig gemessenen HFmax (173; vielleicht 175) lag. Es wurde ja bereits festgestellt, dass die neue Software der Forerunner 235 einen Puls am Handgelenk misst, der ca. 5 Schläge höher ist als vorher oder mit Brustgurt gemessen, und das bestätigte sich hier. Im Prinzip muss man von allen Werten oben 5 abziehen, dann kommt es vermutlich einigermaßen hin. Schon enttäuschend, das hatte mal viel besser funktioniert, als die Uhr neu war. Und die Momentanpace-Messung, die anscheinend die Alarme triggert, ist noch grottiger als bei der TomTom Multisport, die ich vorher hatte. Die Alarme werde ich abstellen. Aber so schlecht war die GPS-Messung der Uhr auch noch nie. Der halbe 3. Abschnitt ist auf der Karte eine Gerade, der eine langgezogene Kurve des tatsächlichen Weges schneidet, ich bin eigentlich weiter gelaufen und damit hätte die Durchschnittspace auch etwas höher ausfallen müssen.

Tröstlich war dann noch, dass am Ende, obwohl ich das Tempo nur gestreift hatte, drei persönliche Bestzeiten heraussprangen: Schnellster Kilometer in 5:02,9 (alter Wert: 5:22 aus Intervalltraining), schnellste Meile in 8:24,3 (5:13/km) und schnellste 5 km in 27:28 (5:30/km) (alter Wert: 28:08, Zwischenzeit aus 10-km-Wettkampf). Zumindest Sub-55 erscheinen somit machbar, aber die Sub-50 sind noch weit hinter'm Horizont. Die nächsten Wochen werden anstrengend werden.

Catch-22
10.06.2016, 13:40
Lief doch ordentlich! Ernsthaft! :daumen:
Klar, dass die Uhr spinnt, muss man nicht haben. Aber du läufst nach fast 9 wöchiger Pause seit zwei Wochen wieder und das war die erste Tempoeinheit, oder irre ich mich? Zielpace war zu dem auch noch schneller als vor deiner Pause. Na klar geht das ins Eingemachte, was hast du gedacht?! Kindergeburtstag? Wacker gehalten! Und gegen die Rampen gibt es eine ganz einfache Übung: Berge hoch und runter laufen :D

Alderamin
10.06.2016, 14:00
@Catch-22

Danke für den Zuspruch!

Ich ärgere mich ja auch im Wesentlichen nur über den verkorksten Anfang, der dann verhindert hat, dass ich durchlaufen konnte. Ich hätte aber auch nicht gedacht, dass 5:25 sich noch so hart anfühlen. Vor dem Wettkampf im Februar waren die Tempoläufe mit 5:55 gepacet, das habe ich gestern locker übertroffen. 5:30 lief ich vorher nur auf 1000-m-Intervallen. Und ja, nach 9 Wochen Verletzung war das der erste schnelle Lauf. Es kommen noch mehr. Die werden sicher nicht schlechter werden. Trotzdem ist es ein weiter Weg Sub-50 (5:00 über 10 km!), und 6 Wochen (eigentlich nur noch gute 5) sind nicht viel Zeit, aber ging ja nicht anders wegen der alten Knochen.

Sonntag ist Langer Lauf, mal sehen ob ich eine passende Strecke mit Steigungen finde. Wetter soll nicht toll werden, also noch nicht zum Rursee (da gibt's Steigungen), den spare ich mir für einen schönen Tag auf.

RunningPotatoe
10.06.2016, 14:21
Falls es dich tröstet - ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, mir von meiner Polar V800 Tempoalarme erzeugen zu lassen. Auf freiem Feld geht's ja noch halbwegs, aber auch da zeigt die Momentan-Pace Abweichungen von schnell mal +/- 15 oder 20 s. Wenn dann noch Bäume ins Spiel kommen (die Blätter der Laubbäume sind in diesen feuchten Zeiten offenbar besonders mit Wasser vollgesogen), kann man's gleich ganz vergessen.

Was ich nicht verstehe ist, warum der Benutzer das Mittelungsintervall nicht selbst definieren kann. Programmiertechnisch wäre das doch die simpelste Übung der Welt.

Aber von dem Quatsch mal abgesehen - dein Wiedereinstieg ins ernsthafte Laufen war ein voller Erfolg. Und dass die Hufe gehalten haben, ist sowieso unbezahlbar. :daumen:

Alderamin
10.06.2016, 14:35
Was ich nicht verstehe ist, warum der Benutzer das Mittelungsintervall nicht selbst definieren kann. Programmiertechnisch wäre das doch die simpelste Übung der Welt.

Auf der Forerunner geht das, untere und obere Pace-Grenze. Habe ich auch gemacht, 5:20 bis 5:30. Ist natürlich sehr eng, klar, dass der Alarm dann dauernd nervt. Besser ohne Alarm und einfach auf die Rundenpace achten. Das Ablesen der Rundenpace ging bisher eigentlich ganz gut, aber gestern standen die Satelliten wohl irgendwie blöde, der Track war ja auch selten unexakt.



Aber von dem Quatsch mal abgesehen - dein Wiedereinstieg ins ernsthafte Laufen war ein voller Erfolg. Und dass die Hufe gehalten haben, ist sowieso unbezahlbar. :daumen:

Danke! Wohl wahr. Meine Frau prophezeihte mir vor und nach dem Lauf das Schlimmste für das Sprunggelenk (sie will ja, dass ich's nicht übertreibe) - ich merke aber heute absolut nix! :daumenup: Wenn der LaLa dann auch noch klappt, bin ich endgültig wieder im Trainingsbusiness.

RunningPotatoe
10.06.2016, 15:09
Auf der Forerunner geht das, untere und obere Pace-Grenze.
Nein, ich meinte das Mitteln (Filtern) der Momentan-Pace Werte so, dass gar nicht erst so riesige Schwankungen angezeigt werden. Das von der Uhr gelieferte TCX-File enthält meines Wissens einen Datensatz pro Sekunde. Aber so schnell ändert sich weder die Paceanzeige auf der Uhr selbst noch in Polar Flow. Also wird da gemittelt, um ruhigere Anzeigen zu bekommen. Das Intervall, über das die Werte gemittelt werden hätte ich gerne selbst vorgegeben. Denn: die angezeigte Momentanpace ist mir zu nervös um drauf zu reagieren (siehe dein Alarmproblem), irgendwelche Intervalle wie 1000m sind zwar einstellbar und als Mittelungsintervall für die Pace auch nutzbar, aber die stellt man ja eher nach der gewünschten Trainingsart (z.B. 1000m Intervalle) ein. Als Alarm für die Pace wäre mir das viel zu langsam.

Egal, sowas kriegen wir ja doch nicht ...


Danke! Wohl wahr. Meine Frau prophezeihte mir vor und nach dem Lauf das Schlimmste für das Sprunggelenk (sie will ja, dass ich's nicht übertreibe)
Wer weiß, womöglich bestehen da gar verwandtschaftliche Bande ? Meine sagt nämlich auch immer, wenn ich mich zum Training verabschiede: "Viel Spaß, übertreib's nicht". Aber viel helfen tut's eher nicht ... :wink:

Alderamin
10.06.2016, 15:24
Nein, ich meinte das Mitteln (Filtern) der Momentan-Pace Werte so, dass gar nicht erst so riesige Schwankungen angezeigt werden. Das von der Uhr gelieferte TCX-File enthält meines Wissens einen Datensatz pro Sekunde. Aber so schnell ändert sich weder die Paceanzeige auf der Uhr selbst noch in Polar Flow. Also wird da gemittelt, um ruhigere Anzeigen zu bekommen. Das Intervall, über das die Werte gemittelt werden hätte ich gerne selbst vorgegeben.

Ach so. Hab' Tomaten auf den Augen gehabt. Bei der Forerunner kann man für die Datenaufzeichnung nur zwischen "sekündlich" und "intelligent" wählen, was immer das heißen mag...



Wer weiß, womöglich bestehen da gar verwandtschaftliche Bande ? Meine sagt nämlich auch immer, wenn ich mich zum Training verabschiede: "Viel Spaß, übertreib's nicht". Aber viel helfen tut's eher nicht ... :wink:

Ich weiß wohl, dass es riskant ist, so kurz nach der Verletzung schon Power zu machen, aber sonst ist der Wettkampf im Juli erledigt, was schade wäre, ist ja vor der Haustüre. Ich horche vor und während des Laufs auf den Fuß. Wenn's unterwegs zwickt, ist sofort Schluss.

RunningPotatoe
10.06.2016, 15:36
Bei der Forerunner kann man für die Datenaufzeichnung nur zwischen "sekündlich" und "intelligent" wählen, was immer das heißen mag...
In diesem Metier heißt "intelligent" wohl selten etwas Gutes. Ist nur noch zu toppen durch "smart". :D

Catch-22
10.06.2016, 18:44
Sonntag ist Langer Lauf, mal sehen ob ich eine passende Strecke mit Steigungen finde. Wetter soll nicht toll werden, also noch nicht zum Rursee (da gibt's Steigungen), den spare ich mir für einen schönen Tag auf.
Das Wetter wird gerade zu perfekt dafür. Etwas kühler, etwas Regen, kein Gewitter, besser kann das Wetter für eine Waldrunde doch nicht sein! Ohne Regen = ohne Matsch macht Wald nur halb so viel Spaß, die (Hitze und )Luftfeuchtigkeit der letzten Tag willst du im Wald auch nicht habe, dort ist mir dann unangenehmer als auf den Felder.

Alderamin
10.06.2016, 18:53
Das Wetter wird gerade zu perfekt dafür. Etwas kühler, etwas Regen, kein Gewitter, besser kann das Wetter für eine Waldrunde doch nicht sein! Ohne Regen = ohne Matsch macht Wald nur halb so viel Spaß, die (Hitze und )Luftfeuchtigkeit der letzten Tag willst du im Wald auch nicht habe, dort ist mir dann unangenehmer als auf den Felder.

Mag sein, aber ich will am Rursee ja auch ein paar schöne Bilder machen. Ansonsten lauf' ich einfach wieder eine Runde über die Felder westlich von Düren. Durch den Matsch - näh, muss nich, da bin ich fies für. Die schönen Schuhe... :D

Alderamin
12.06.2016, 15:50
Heute war lang und langsam dran. 16 km sollten es sein. Eigentlich ein zu großer Schritt, nachdem ich bisher nach der Verletzung kaum über 10 km gelaufen bin, aber ich fange ja nicht bei 0 an. Gürtel mit zwei Fläschchen Pfirsichtee umgeschnallt (schön süß und ohne Kohlensäure; kann ich empfehlen, meine bisherigen Versuche mit Sprudeligem endeten immer in Überschwemmungen und halbleeren Flaschen), Handy mit WRINT Wissenschaft (http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wrint-wissenschaft/?all=1) auf dem Ohr und los.

Bin recht gemütlich los. War wieder zu ungeduldig, auf GPS zu warten und bin einfach so los. Habe unterwegs noch mal anhalten müssen, weil die Uhr sich nicht mit dem Player des iPhones verbinden wollte und ich zuerst die Garmin-App starten musste. Das Handy hatte ich vorsichtshalber in eine Tüte gepackt, weil es nach etwas Regen aussah. Fing dann auch gerade an zu nieseln. Aber bei angenehmen 18°C.

Ich hatte vorher keine 16-Kilometer-Strecke recherchiert, aber am Fluss lang kann man ja beliebig weit bis zur gewünschten Halbdistanz laufen und dann am anderen Ufer zurück. Brücken gibt's genug. Also einfach mal den Fluss hoch. Gibt eigentlich nicht viel zu erzählen. Viele Läufer unterwegs. Der Regen hörte nach 15 Minuten auf. Nach 6 km die erste Flasche (0,2 l) geleert, was im Laufen nicht so recht gelang, bekam zu wenig Luft, also Gehpause. Die zunächst angepeilte Brücke war erst bei 7 km, also lief ich noch eine weiter bis Lendersdorf, die kam dann erst nach 8,5 km. Kurz nach Wechseln des Ufers verkündete die Forerunner stolz, dass sie jetzt GPS-Empfang habe. HALLO?? Geht's noch? Nach 1h01m??? :motz:

Wie sich erst zu Hause beim Betrachten des Tracks herausstellte, hatte die Uhr aber "schon" ab der 16. Minute die Strecke aufgezeichnet und ein Ausmessen des bis dahin zurückgelegten Weges in Google Earth ergab, dass die Strecke bis auf 100 m Abweichung genau auch ohne GPS gemessen worden war. Im Handbuch steht, man solle sich nicht bewegen, während die Satelliten gesucht werden. Ich finde es trotzdem ein Unding, mehr als 2 Minuten darf die Suche nicht dauern, zumal sich die Uhr dauernd mit der Handy-App verbindet und dabei angeblich die neuesten Satellitenpositionen herunterlädt. Da war die alte TomTom deutlich schneller. :nene:

Die zweite Flasche trank ich bei km 11. Diesmal versuchte ich, während des Einsaugens durch die Nase weiter zu atmen und das funktionierte. Nur zum kurzen Schlucken musste ich das Atmen unterbrechen und konnte so langsam weiterlaufen. Da der Hinweg etwas länger als geplant war, bog ich vom Ufer ab und lief den Radweg neben der Mariaweiler Straße hoch, der plötzlich ziemlich nass wurde und es fing wieder leicht zu regnen an. Sah aus, als ob der Regen hier nie aufgehört hatte, was meine Frau später bestätigte. Im Ort dann über den Schulhof, den Mühlenteich zur Aldenhovener Straße und dann durch das Feld zurück in unseren Ort.

Waren am Ende gute 17 km in 1:48:30. Mit 6:19/km etwas langsamer als die anderen Einheiten, aber der Puls war schön niedrig (im Schnitt 142, was 78% von gemutmaßten 180 sind, nachdem einerseits die Uhr wohl etwas zu hohen Puls misst und andererseits von kundiger Stimme angezweifelt wurde, dass meine durch Steigerungslauf gemessene, bisher angenommene 173 wirklich realistisch seien; Steffny setzt die anaerobe Schwelle bei 90% HFmax an, und da diese meiner Erfahrung nach bei mir bei 164 liegt, komme ich auf gute 180 für HFmax). 99% im grünen GA2-Bereich, 1% drunter beim Start. Der ehemals verletzte Fuß hat's gut überstanden. Am anderen zwickt ein wenig ein Zeh, weil er wohl zu wenig Platz hatte - die neuen Schuhe sind mit den Einlagen vorne ein wenig flach, so ganz optimal war die Wahl wohl nicht. Bin ansonsten ganz zufrieden, wenn ich auch dachte, ein wenig schneller unterwegs zu sein, aber gemach, es kommen ja noch ein paar Sonntage und der Lange soll ja langsam sein.

Die Splits dazu:



Kilometer

Zeit
Distanz km
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Max. HF
Ø Kadenz
Kommentar


1
6:19.0
1
06:19
05:58
131
142
160
ohne GPS


2
6:21.0
1
06:21
06:03
140
144
159
ohne GPS


3
6:11.4
1
06:11
05:40
141
145
158



4
6:06.8
1
06:07
05:49
143
146
158
Regen hört auf


5
6:14.5
1
06:15
05:21
145
152
158



6
6:21.0
1
06:21
05:45
142
149
151
Trinken, kurze
Gehpause


7
6:14.9
1
06:15
05:56
146
149
156



8
6:21.6
1
06:22
06:01
145
149
156



9
6:19.5
1
06:20
05:51
144
151
156
Brücke gequert


10
6:37.1
1
06:37
05:32
145
149
157
Hier regte ich mich auf,
dass jetzt erst GPS
gemeldet wurde,
bremste mich ein wenig.


11
6:18.9
1
06:19
05:51
144
147
157



12
6:21.1
1
06:21
05:54
145
150
157



13
6:22.3
1
06:22
05:46
142
147
156
fängt wieder an zu regnen


14
6:22.7
1
06:23
06:20
142
144
156



15
6:35.5
1
06:35
06:20
141
145
157
leichte Steigung


16
6:19.5
1
06:20
06:02
141
146
156



17
6:23.2
1
06:23
06:12
142
145
157



18
:40.6
0,12
05:46

06:15

140
142
156
komische Paces; vielleicht,
weil ich 100 m manuell
angefügt habe. Achtung:
Nicht DLV-vermessen!



Übersicht

1:48:30.5
17,19
06:19
05:21
142
152
157

Catch-22
12.06.2016, 17:51
Was hast du denn für eine doofe Uhr??? Die hätte ich schon längst an die Wand geworfen. Dann doch lieber zuverlässigen LKW am Arm (LKW nennt mein Mann meine Forerunner 310xt).
Der Lauf sieht sehr gut aus, auch sehr gleichmäßig gelaufen. Dafür das es der erste Lange nach der Verletzung war sieht er richtig Klasse aus :daumen:
Achte nur darauf, nicht zu viel auf einmal zu steigern. Du willst doch deine Gräten nicht verärgern :zwinker5:

Alderamin
13.06.2016, 11:33
Was hast du denn für eine doofe Uhr??? Die hätte ich schon längst an die Wand geworfen. Dann doch lieber zuverlässigen LKW am Arm (LKW nennt mein Mann meine Forerunner 310xt).

Forerunner 235. Die ist auch erst so schlecht seit den letzten Software-Updates (kann Deinem LKW also auch noch zustoßen!). Der Witz ist, wenn ich etwa im Auto zum Spaß mal kurz auf "Laufen" gehe, dann findet sie die Satelliten in weniger als 10 Sekunden. Wenn ich aber wirklich laufen will, dauerte es die letzten zwei Male 10 und 15 Minuten (und das im offenen Gelände). Einziger Unterschied: beim Laufen habe ich schon auf "Start" gedrückt und nicht vorher gewartet. Ob das einen Unterschied macht? Ich werde sie vor dem nächsten Lauf mit vorgewählter Laufaktivität auf die Fensterbank legen, während ich mich umziehe, vielleicht hilft das.


Der Lauf sieht sehr gut aus, auch sehr gleichmäßig gelaufen. Dafür das es der erste Lange nach der Verletzung war sieht er richtig Klasse aus :daumen:
Achte nur darauf, nicht zu viel auf einmal zu steigern. Du willst doch deine Gräten nicht verärgern :zwinker5:

Danke. Den Gräten geht's prima heute. Der Lauf war genau 10 Sekunden/Kilometer schneller als mein erster Trainings-HM am 13. März (der zweite eine Woche später war nochmal 12 Sekunden langsamer, aber da tat's ja schon beim Laufen weh), und das bei gestern um 9 Schläge niedrigerem Durchschnittspuls als am 13.03. Bin auch zufrieden. Mit den 6:29 schaffe ich die HM-Distanz schon unter 2:15h in einem ganz gemütlichen Dauerlauftempo. Dann sollten also eigentlich 2:00h in einem Wettkampf machbar sein. Aber erst im Herbst, erst mal die Gräten langsam an längere Strecken gewöhnen und vorher den Zehner unter 50 Minuten (was echt hart werden wird).

Ein bisschen frustierend isses ja schon: wie ich in einem anderen Thread schrieb: mir ist wieder eingefallen, wie lange meine Jogging-Runde vor ca. 25 Jahren so dauerte. Das waren (letztens mit Google-Earth nachgemessen) ziemlich genau 9,5 km durch den Burgauer Wald mit einer satten Steigung nach dem ersten Drittel (Rampe von ca. 30 HM). Vor und nach dem Wald über eine Fußgängerampel mit ziemlich langer Wartezeit. Laut Armbanduhr schaffte ich das problemlos, ohne spezielles Training und ohne mich bewusst zu beeilen, in ca. 48 Minuten. Man wird halt nicht jünger...

Catch-22
13.06.2016, 17:51
Meinem LKW kann das nicht passieren, der ist EOL und bekommt keine Updates mehr. :P
Fensterbank ist eine sehr gute Idee, mach ich grundsätzlich immer.

25 Jahre sind aber auch schon ganz schön lange her... ist doch längst verjährt :P
In dem Sinne habe ich es ein bisschen einfacher. Zwar laufe ich mit einer sehr "gemütlichen" Pace, jedoch konnte ich vor gut 15 Jahren zeitweise noch nicht mal mehr einen Löffel ohne schmerzstillende Medis halten und nutzen.

Catch-22
13.06.2016, 18:22
Wie beurteilst du eigentlich abschließend deine Laufanalyse, würdest du sie weiter empfehlen oder ist dein Urteil ehr bei überflüssig und Geld sparen?

Alderamin
13.06.2016, 19:05
Wie beurteilst du eigentlich abschließend deine Laufanalyse, würdest du sie weiter empfehlen oder ist dein Urteil ehr bei überflüssig und Geld sparen?

Ich hatte ja ein konkretes Problem. Der Arzt meinte, ich müsse einen katastrophalen Laufstil haben, um mir die Ferse zu brechen. Tatsächlich waren dann aber nur kleine Dinge in der Laufanalyse angemerkt worden, die man auch im Steffny findet. Die Hauptsache für mich waren die sportorthopädischen Einlagen und eine Schuhempfehlung, wobei ich noch nicht sicher bin, das diese mich zukünftig davor schützen, nochmal eine Sehnenentzündung oder einen Übermüdungsbruch zu bekommen, das wird erst die Zeit zeigen.

Ich weiß nicht so Recht, wenn Du keine konkreten Probleme hast, kannst Du's Dir vermutlich sparen.

Catch-22
13.06.2016, 19:21
Danke.
Bin der Ansicht, dass ich es mir sparen kann. Mein Mann bettelt quasi darum mit eine schenken zu dürfen. Er hat ja erhebliche Probleme, vor zwei Jahren lag er mir in den Ohren, dass er unbedingt eine haben will. Ich hab ihm dann Laufanalyse und Leistungsdiagnostik zu Weihnachten geschenkt (bei Wallenborn in Köln). Er meint, dass es ihm was gebracht hätte, ich sehe es nicht ganz so.

Alderamin
15.06.2016, 10:55
Juchhu, Dienstag Abend waren kurze Intervalle dran. So sehr ich Tempoläufe hasse, so sehr liebe ich die kurzen Intervalle. Da ich kein Stadion habe, wo ich laufen könnte, hatte ich mir als "Rennbahn" einen schnurgeraden Radweg ausgeguckt, der nicht allzuweit von zu Hause weg war. Dieser hatte allerdings auf der Hälfte einen etwa 5 m hohen Hügel, wo er zu einer Brücke über die Autobahn hochführte. Aber ein wenig Verschärfung war ja im Sinne des Trainings. Das Wetter tagsüber war überwiegend sonnig, knappe 20°C, also alles prima.

Als ich rausging, schien zwar die Sonne, aber am Westhimmel hing eine große bleigraue Wolke, die mit ziemlicher Sicherheit einen Wolkenbruch verhieß. Ich hatte auf der Arbeit den Regenradar gecheckt und da sollte ein isoliertes Wölkchen kurz vor 21:00h rüberkommen. Da es erst 19:30h war und es sah so aus, als ob die Wolke uns südlich passieren würde, und da es vor allem nicht donnerte, bin ich trotzdem los.

EInlaufen wieder mit 6er Zeit über einen unbefestigten Feldweg auf dem kürzesten Weg zur Rennbahn, immer argwöhnisch die Wolke im Auge behaltend, denn die sah wirklich bedrohlich nach Gewitter aus, lief ich auf's freie Feld raus. Nein, die Wolke blieb südlich. Aber weiter westlich, gegen die Sonne, da schien hinter dem Dunst auch was Dunkles aufzuziehen.

Jedenfalls erreichte ich meine Startposition nach einer knappen Viertelstunde und rannte mein erstes von 5 Intervallen über 400 m. Zielvorgabe waren 1:55 Minuten oder eine Durchschnittspace von 4:47,5/km. Ich schaute nicht auf die Uhr (die war auf die Intervalle programmiert und vibrierte am Anfang und Ende jeder Phase), sondern gab einfach Gummi, was die Beine hergaben. Das Tempo konnte ich natürlich nicht über 400 m lang halten und wurde dann zum Ende hin langsmaer, aber mit dann konstantem Tempo über die zweite Intervallhälfte. Ich war nach jedem Intervall so platt, dass ich Gehpausen brauchte, war aber nach 2 Minuten stets wieder fit für das nächste Intervall. Wie man unten an den Splits sieht, habe ich alle Intervalle in der Vorgabe geschafft und die letzten drei sogar deutlich schneller als die ersten beiden. Interfvall 2 war sehr knapp und hatte den 5m-Hügel, Intervall 4 aber auch auf dem Rückweg, und es wurde trotzdem das schnellste.



Split
Zeit
Distanz
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Max. HF
Ø Kadenz
Kommentar


1
5:55.9
1
05:56
05:39
125
140
161
Einlaufen


2
5:48.2
1
05:48
05:32
150
159
162
Einlaufen


3
2:17.2
0,37
06:09
05:37
152
162
159
gleich da


4

1:49.5

0,4

04:34

03:33

151

157

171

Intervall 1



5
1:57.8
0,2
09:49
05:01
140
157
119
Gehpause


6

1:54.5

0,4

04:46

03:36

151

164

169

Intervall 2



7
2:05.2
0,2
10:26
05:11
139
156
119
Gehpause


8

1:47.5

0,4

04:29

03:36

153

170

170

Intervall 3



9
1:50.8
0,2
09:14
04:55
149
166
126
Gehpause


10

1:42.9

0,4

04:17

03:14

158

170

171

Intervall 4



11
1:54.0
0,2
09:30
04:32
154
166
126
Gehpause


12

1:44.7

0,4

04:22

03:50

158

169

168

Intervall 5



13
1:23.9
0,2
06:59
04:39
160
172
141
Gehp... Regen!


14
5:22.5
1
05:22
05:18
164
170
165
Flucht!


15
5:37.7
1
05:38
05:18
162
167
163
Regen lässt nach


16
2:06.0
0,35
05:57
05:46
162
165
160
Puh, geschafft!


Übersicht
45:18,3
7,73
05:52
03:14
151
172
156




Was vermutlich daran lag, dass ich nach dem 2. Intervall sah, was da aus Westen wirklich auf mich zuzog, da hingen graue Vorhänge unter einer dunkelgrauen Wolke. Und die große im Süden breitete sich in meine Richtung hin aus, da hingen düstere Wolkenrollen an ihrem Rande, nur wenige hundert Meter entfernt, und in der Ferne (na ja, vielleicht 2 km) sah man einen weißen, dichten Vorhang, vermutlich Hagel. Hmm, als Schutz gab's zwar die Autobahnbrücken, aber die Zugänge von oben waren komplett mit Gestrüpp zugewuchert. Hinten auf dem Feld errichtete der Bauer gerade eine neue Halle, da standen schon Träger und Dach aber noch keine Wände, da würde ich Schutz finden, aber die war noch mindestens einen Kilometer entfernt, und die ersten versprengten Tropfen trafen mich schon.

Jedenfalls beendete ich nach dem 5. Intervall die Gehpause schon nach einer Minute und machte mich zügig auf in Richtung besagter Halle. Der Regen wurde kontinuierlich stärker, aber er steigerte sich (noch) nicht bis zum Wolkenbruch. Der Wind nahm zu und machte bedrohlich heulend Geräusche im Geländer der Brücke, über die ich die Autobahn überquerte. Der Blick zurück zeigte, dass die Hauptfront mich südlich, eine Nebenfront nördlich passieren sollte. Als ich schließlich an der Halle ankam, regnete es mäßig stark, kein Wolkenbruch in Sicht, ich war sowieso schon nass und nach Hause waren es noch 1500 Meter, also ließ ich die Halle Halle sein und lief über einen nunmehr matschigen Feldweg nach Hause. Kurz vor Ankunft hörte es auf zu regnen, dafür donnerte es. Dehnen ging dann schon wieder im Trockenen. Puh, Glück gehabt. Am restlichen Abend gab's übrigens keinen weiteren Regen mehr.

Der Lauf brachte mir folgende Erkenntnisse: Ich schaffe die Vorgabe des Steffny-Plans, sieht also schon mal gut aus (das war beim Training für den 10er im Februar anfangs noch nicht der Fall). Am Ende der Intervalle hatte ich (bis auf das zweite, wo es am Ende bergauf ging) stets noch ein Tempo von deutlich schneller als 5:00/km (bis zu 4:40 im letzten). Mit ein bisschen Druck im Nacken (Wolkenbruch) ist eine Zeit von ca. 5:20 pro Kilometer auch auf einem längeren Abschnit von 1,5 km schon machbar (der Feldweg war auch kein optimaler Untergrund, und ich bin zwar flott gelaufen, habe aber nicht wie beim TDL alles rausgeholt). Und ich kann auch eine deutlich höhere Kadenz als 160 laufen, wenn nötig.

Am Donnerstag ist dann wieder der verhasste TDL fällig. Diesmal lasse ich mich nicht von der Uhr austricksen sondern steigere mich von unten her auf das Zieltempo und achte nur auf die Rundenpaces. Ich hoffe, das Sprunggelenk hält, das zwickt nämlich heute ein bisschen.

P.S.: Meine Frau hat sich total erkältet, muss ein sehr aggressives Virus sein; der Barkeeper, der am Sonntag die Biere gezapft hatte, hatte so gehustet, vermutlich hat sie's daher. Der laufende Kollege hat's auch und sein halber Bekanntenkreis. Ich hoffe, ich fange mir nichts ein in der Trainingsphase. Muss alle meine Superabwehrkräfte vom Laufen zusammenreißen, die mich letzten Winter ziemlich zuverlässig geschützt haben. Daumen drücken.

RunningPotatoe
15.06.2016, 13:12
Sehr schöner, ausführlicher Wetterbericht ! :D

Ja, die kurzen Dinger machen auch mir mit am meisten Spaß - vermutlich deshalb, weil das Ende der jeweils aktuellen Quälerei doch überschaubar erscheint. 100, 200m gehen mit etwas Kopfarbeit ja irgendwie doch immer noch. Vorausgesetzt, man kann die Zahl der noch vor einem liegenden Intervalle vorerst mal ausblenden.

Wenn es doch nur nicht so wäre, dass man das, was man am wenigsten mag, meist doch am nötigsten hat ... :nick:

Alderamin
15.06.2016, 13:27
Sehr schöner, ausführlicher Wetterbericht ! :D

:danke:


Vorausgesetzt, man kann die Zahl der noch vor einem liegenden Intervalle vorerst mal ausblenden.

Bei anderem Wetter hätte ich ohne weiteres noch drei solcher Intervalle laufen wollen. Steffny ist wirklich lasch. Ich hatte ja auch schon mal gefragt, wie man für ein bestimmtes Wettkampftempo trainieren soll, wenn kein Unterdistanz-TDL (also kurze Intervalle ausgenommen) überhaupt das nötige WK-Tempo erreicht. Für den Sub-60 hatte ich dann auch nach dem Sub-55-Plan trainiert, aber die meiste Zeit nur zwei der vier Einheiten, und eine durch Schwimmen ersetzt. Jetzt mache ich wenigstens 3 (und gehe nicht schwimmen).


Wenn es doch nur nicht so wäre, dass man das, was man am wenigsten mag, meist doch am nötigsten hat ... :nick:

Watt mutt dat mutt. Ich nörgle zwar vorher immer über den TDL, aber ich zieh's dann konsequent durch (dafür ist dann ein Wettkampf wichtig, ich brauche ein Ziel, eine Deadline). Wie ich schon mal erwähnte, mein Schweinehund bleibt beim Laufen immer zu Hause. Einmal unterwegs steigere ich den Anspruch zunehmend und hemmungslos, bis es weh tut. Oder was kaputt geht.

Alderamin
17.06.2016, 10:06
Tja, hier hätte jetzt der Bericht vom Tempolauf gestern Abend stehen sollen. Aber wie gesagt ist meine Holde fürchterlich erkältet und hat die ganze Bude mit Viren eingenebelt. Der Kollege hat's auch und meint, so eine schlimme Erkältung habe er noch nie gehabt.

Vorgestern Abend und gestern morgen hab' ich was im Hals gespürt und gestern fühlte ich mich auch nicht so wohl. Vor meiner Lauferei war eine Erkältung an diesem Punkt schon unvermeidlich, aber im Winter hatte ich's zwei oder dreimal geschafft, ihr an diesem Punkt noch von der Schippe zu springen. So hab' ich gestern (wo zur geplanten Laufzeit vor dem Deutschlandspiel ganz nebenbei wieder Unwetter runterkamen - hört das endlich mal auf??) eine Halstablette gelutscht, tagsüber eine Sweatshirt-Jacke über das T-Shirt gezogen, das Laufen komplett ausfallen lassen, abends eine warme Milch mit Honig getrunken und bin eine Stunde früher ins Bett gegangen. Und heute fühle ich im Hals schon nichts mehr, nur die Nase ist ein bisschen trocken. Mit jedem Tag, den ich die Erkältung aufhalten kann, sollte der Körper mehr Antikörper gegen die Viren, denen ich ständig ausgesetzt bin, aufbauen und so allmählich immun werden, wie bei einer Impfung, denke ich mir. Also lieber mal eine Laufeinheit streichen, als nachher zwei Wochen mit vorbelastetem Körper trainieren wollen. Ob ich heute Abend laufe weiß ich noch nicht. Die Katze hat was am Auge, muss wohl mal mit ihr zum Tierarzt. Aber am Sonntag ist der Lange dran. Wenn ich gesund bleibe.

Zur Strafe hab' ich diese Woche nicht abgenommen. Hab' mir gestern ein Stück Kuchen und vorgestern Abend ein Bier gegönnt. Muss auch mal drin sein.

Catch-22
17.06.2016, 12:45
Toi, toi, toi beim Versuch nicht krank zu werden!

Alderamin
18.06.2016, 12:05
Tja. Die letzten Tage hatte ich so ein leichtes Druckgefühl im linken Fuß, das ich nicht richtig lokalisieren konnte, grob Fersenbereich. Ich dachte, das geht in zwei, drei Tagen wieder weg. Hab' gestern ertastet, wo es herkommt. Fersenbein, etwas seitlich versetzt. Da tut's weh, wenn man drückt. Ungefähr da, wo der Ermüdungsbruch war.

Aus. Schluss. Vorbei.

Das Training ist hiermit beendet. Es wird keinen langen Lauf am Sonntag geben. Und keinen Zehner-Wettkampf. Auch keinen Halbmarathon im Herbst. Und keinen Marathon im nächsten Jahr. Ich werde jetzt erst mal wieder 10-12 Wochen Laufpause machen und zwischendurch versuchen zu klären, ob ich was am Knochen habe (meine Mutter hat Osteoporose). Vielleicht kann man dagegen was machen. Vielleicht bin ich auch nur zu schnell und zu heftig wieder eingestiegen. War vielleicht eine Schnappsidee, nach der Verletzung gleich ins Training einzusteigen. Wahrscheinlich haben mir die kurzen, schnellen Intervalle am Dienstag das wieder eingebrockt. Es waren dieselben Intervalle wie vor dem langen Lauf Ende März, nach dem der Fuß angeschwollen war. Das blieb mir diesmal zwar erspart, aber deswegen wird der Fuß nicht viel weniger Pause brauchen. Meine Hoffnung ist, dass ich nach einer angemessenen Pause wieder zweimal die Woche laufen und einmal schwimmen kann. Dann aber nicht mehr auf Tempo und nicht auf Strecke, sondern nur für die Gesundheit. Und ohne Wettkämpfe.

Nun werde ich die nächsten Monate wieder schwimmen gehen und Rad fahren und auf dem Crosstrainer laufen, was mir zwar nur einen Bruchteil so viel Spaß macht wie das Laufen, aber zum Erhalt des Gewichts und der Gesundheit unerlässlich ist. Da dies hier ein Laufforum ist und kein Multisport-Forum, und da ich niemanden mit meiner Krankengeschichte langweilen möchte, ist hier erst mal Funkstille. Vielleicht lese ich auch gar nicht mehr im Forum mit, es wird mich nur frustrieren, von glücklichen Läufern und persönlichen Bestzeiten zu lesen. Es hat nicht sollen sein. Mir ist grad zum Heulen.

War nett, eine Weile bei Euch gewesen zu sein. Und tschüß.

:heul2:

Catch-22
18.06.2016, 16:52
Das sind mal schlechte Nachrichten. Das tut mir sehr leid für dich :traurig:
Kurier dich erst einmal richtig aus, danach kannst du dir immer noch überlegen, wie es mit dem Laufen weitergehen soll. Ich denke, du bist zu heftig wieder eingestiegen. Andere tasten sich nach einem Ermüdungsbruch sehr langsam und sachte wieder heran, sie Udo nach seinem Ermüdungsbruch (zwar an anderer Stelle) Aber das ist jetzt auch erst mal irrelevant.

Mach die um das Forum keine Sorgen. Ich kann es gut verstehen, wenn du dich erst mal zurückziehen möchtest. Würde ich auch machen. Nur weil das hier ein Laufforum ist, heißt es jedoch nicht, dass andere Aktivitäten hier nicht hin gehören, gerade wenn es wie bei dir dann "Ersatztraining" wegen Laufverletzung sind, dann sind sie durchaus auch Teil des Laufens.

Ich hoffe also, dass es nur ein Tschüß auf Zeit ist und wir bald von dir dann auch wieder lesen. Gute Besserung :)

RunningPotatoe
18.06.2016, 23:43
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Das liest sich nicht gut, aber ich wünsche dir trotzdem, dass du das noch in den Griff kriegst, auch wenn das für die Wettkampfpläne natürlich Mist ist. Kopf hoch !

geebee
19.06.2016, 09:54
[...] von glücklichen Läufern und persönlichen Bestzeiten zu lesen. [...]

Hallo Alderamin,

hier widerspreche ich mal vehement. Ein ganz typischer Verlauf hier im Forum ist: Euphorischer Einstieg, mehr oder weniger raketenhafte Steigerung, erste Zweifel, das Scheitern, der klammheimliche Ausstieg. Ein paar wenige bleiben dann dabei, berichten auch noch, wenn es nicht mehr um Bestzeiten, sondern um die richtige Balance geht. Letzteres ist nicht so spektakulär, aber eher Lebenswirklichkeit als die unaufhörliche Aneinanderreihung von Erfolgen.

Vielleicht benötigst Du noch ein paar Versuche mehr, beim Laufen genau das richtige Maß zu finden, bleib' auf jeden Fall dran. Ich wünsche Dir alles Gute bei diesem "Experiment".

Zum Schreiben: Es muss nicht immer der Bestzeitenbericht sein, auch so ein Hinweis, dass sich z.B. am 12. August ein Nachtlauf besonders lohnt, kann interessant sein. :nick:. Auch da: Würde mich freuen, wenn Du dranbleiben würdest.

Gee

Alderamin
19.06.2016, 11:31
hier widerspreche ich mal vehement. Ein ganz typischer Verlauf hier im Forum ist: Euphorischer Einstieg, mehr oder weniger raketenhafte Steigerung, erste Zweifel, das Scheitern, der klammheimliche Ausstieg. Ein paar wenige bleiben dann dabei, berichten auch noch, wenn es nicht mehr um Bestzeiten, sondern um die richtige Balance geht. Letzteres ist nicht so spektakulär, aber eher Lebenswirklichkeit als die unaufhörliche Aneinanderreihung von Erfolgen.

Ich meinte ja nicht, dass ich neidisch auf anderer Leute Bestzeiten wäre, weil ich selbst nicht mithalte. Es tut halt weh, lange Zeit überhaupt nicht laufen zu können und nicht zu wissen, ob ich es danach dauerhaft können werde, während andere überhaupt kein Problem damit zu haben scheinen. Mir wär's ja schnuppe, wenn ich wenigstens langsam und gemütlich für mich laufen könnte, aber es geht ja die nächste Zeit gar nichts. Frag' Lilly (wobei: gegen sie jammere ich auf hohem Niveau, ihr Schuh ist mir viel zu groß). Ganz nebenbei habe ich im Moment aber noch ein paar andere existenzielle Dinge am Hals, die ich hier nicht ausbreiten mag, und die mich fertig machen; von denen lenkte die Lauferei ein bisschen ab. Wenn dann so ein geplantes Läuferjahr binnen Minuten der Erkenntnis wie eine Seifenblase platzt, kommt das dann alles wieder hoch. Muss man erst mal verdauen.


Vielleicht benötigst Du noch ein paar Versuche mehr, beim Laufen genau das richtige Maß zu finden, bleib' auf jeden Fall dran. Ich wünsche Dir alles Gute bei diesem "Experiment".

Danke. Wird sich zeigen. Musste gestern lachen. Falls es Osteoporose wäre: Dagegen helfe laufen, hab' ich hier (http://www.runnersworld.de/gesundheit/osteoporose.264066.htm) gelesen.


Zum Schreiben: Es muss nicht immer der Bestzeitenbericht sein, auch so ein Hinweis, dass sich z.B. am 12. August ein Nachtlauf besonders lohnt, kann interessant sein. :nick:. Auch da: Würde mich freuen, wenn Du dranbleiben würdest.


Ich hab' jedenfalls läuferisch hier erst einmal nichts mehr zu berichten. Bestenfalls, was die Ärzte sagen. Ob sich ein Lauf lohnt, den man selbst nicht mitgemacht hat, ist ja auch schwer zu sagen, umbei Deinem Beispiel zu bleiben. Wenn und falls ich wieder laufe, kann und werde ich weiter berichten. Kann September werden. Minimum Anfang August.

RunningPotatoe
19.06.2016, 20:59
Wenn und falls ich wieder laufe, kann und werde ich weiter berichten. Kann September werden. Minimum Anfang August.
Ich bleibe jedenfalls auf Empfang und sage toi, toi, toi ! :daumen:

taeve
20.06.2016, 08:30
Oh Sch….e! Das tut mir echt Leid für Dich. Kann nur unterstreichen, was geebee hier geschrieben hat. Wäre schön, trotzdem ab und zu ein Lebenszeichen (Statusbericht) von Dir hier zu erhalten. Hab mich so an Deine Schreibe gewöhnt. Mach es doch wie Frau Kobold, kann seit gefühlten Ewigkeiten auch nich laufen, mischt hier aber trotzdem munter mit.

Alderamin
20.06.2016, 11:07
Bin noch da und habe mich mit der Wartezeit abgefunden, was bleibt mir auch sonst übrig? Kann ein halbes Jahr dauern, bis ein gebrochener Knochen wieder voll belastbar ist.

War gestern schwimmen, Sonntag mittags ist nicht viel los im Hallenbad. Jetzt lerne ich wenigstens mal ordentlich kraulen. Bisher mangelte es noch an der Atemtechnik, irgendwie sammelte sich über die Länge einer Bahn Wasser im Rachen und da ich so nicht tief genug Luft holen konnte, war ich am Ende der Bahn zu sehr außer Atem, als dass ich die nächste Bahn hätte weiterkraulen können. So war ich die letzten Male immer abwechselnd eine Bahn Kraul und eine Brust geschwommen. Gestern ging das aber schon deutlich besser und ich habe erst 3, dann 5 und dann so ca. 25 Bahnen hintereinander geschafft, bis die Beine etwas zu verkrampfen drohten, dann bin ich wieder auf Brust umgestiegen. Auch die Arme schmerzten etwas wegen des ungewohnten Bewegungsablaufs. Aber die Beinarbeit ist noch katastrophal, wenn ich Luft hole, wollen die immer aufhören, und wenn ich mich zwinge, den Beinschlag durchzuhalten, dann misslingt die Oberkörperdrehung, die Füße platschen auf die Wasseroberfläche und ich kriege wieder Wasser ins Maul.

Ja, sollte man alles schon in der Schule gelernt haben, aber ich habe das Schwimmen erst im Alter von 11 oder 12 Jahren im Urlaub von meinem Vater beigebracht bekommen. Der Schwimmunterricht in der Grundschule ist relativ wirkungslos an mir vorbei gerauscht.

Morgen dann wieder schwimmen, während des Deutschlandspiels (kann ich mir programmieren und zeitversetzt schauen). Wird dann vermutlich auch nicht so voll in der Halle sein wie an gewöhnlichen Dienstagen, oder ich bin allein unter Frauen. :D

Demnächst, wenn das Wetter mal etwas stabiler ist, fahre ich vielleicht auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Aachen (rund 35 km pro Strecke mit einer ordentlichen Steigung von über 100m). Auf Tempo. Und einmal um den Rursee, wo ich ein Ufer laufend hatte zurücklegen wollen. Dann kann ich die Bilder noch nachliefern, die ich beim Laufen gemacht hätte

Meinen nächsten Arzttermin habe ich erst in einer Woche am Montag. Mal schauen, ob der Arzt einer Knochendichtemessung zustimmt. Wird per Röntgen gemacht, soweit ich weiß. Mindestens erhoffe ich mir einen Plan, wann und wie (und ob) ich wieder in die Lauferei einsteigen kann, ohne wieder einen Rückfall zu erleiden. Nicht, dass ich mich das letzte Mal nicht an seine Anweisungen gehalten hätte...

FeldWaldWiese
20.06.2016, 12:50
Schön, dass Du dich entschieden hast, hier noch weiter zu berichten. Ich habe immern gern mitgelesen und mich über deine Beiträge in meinem Anfängertagebuch sehr gefreut.

Deine Kraulversuche erinnern mich an meine Versuche, den Delfinstil zu lernen. War damals beim Schwimmkurs für Fortgeschrittene in der Schule. Bei jedem Armzug bin ich fast abgesoffen und meine Zeit auf 50 m war auf der Notentabelle gar nicht mehr vorhanden. Ich bekam dann einen Mitleidspunkt fürs Ankommen.

Für den Arzttermin sind die Daumen gedrückt. Vielleicht wird die Pause ja doch nicht so lang.
Bis dahin solltest Du vielleicht einmal in der Woche eine Ich-habe-einfach-nur-Spaß-Sporteinheit einlegen. Keine Zeiten messen, keine Rekorde aufstellen, einfach nur nach Lust und Laune. Tut dem Kopf sehr gut :nick:.

Alderamin
22.06.2016, 12:37
Morgen dann wieder schwimmen, während des Deutschlandspiels (kann ich mir programmieren und zeitversetzt schauen). Wird dann vermutlich auch nicht so voll in der Halle sein wie an gewöhnlichen Dienstagen, oder ich bin allein unter Frauen. :D


Die Kalkulation ist (fast) voll aufgegangen. Normalerweise sind so rund 30-40 Leute im Becken, wenn ich gegen 19:00 Uhr ankomme, von denen gut ein Drittel am Ende der Bahn Verzällchen hält und die Wende blockiert. Gestern waren es 3 (in Worten: drei!). Darunter allerdings auch ein Mann. :)

Später kamen noch ein paar Leute nach, mehr als 8 habe ich aber nicht gezählt. So konnte ich schön auf eigener Bahn kraulen, bis ein drohender Wadenkrampf zu temporären Stilwechseln zwang.

Hinten auf dem Fernseher im Aufenthaltsraum lief das Deutschlandspiel. Damit ich davon nichts sah (wollte ja noch abends die Aufzeichnung gucken), bin ich in dieser Richtung fast alle Bahnen gekrault, dann blickte ich nach vorne nur unter Wasser und sah den Fernseher nicht. Ansonsten war die Versuchung zu groß, immer mal draufzuschielen.

[Edit] Sind 3300 m (132 Bahnen) geworden in 1:51:12 (3:22/100m). Das ist absolut gesehen eher langsam, aber schneller als 3:13/100m war ich auch noch nie. War ja zwischendurch eine Weile überwiegend laufend unterwegs und muss erst wieder den Trainingsrückstand aufholen.

taeve
22.06.2016, 13:02
Boah, 132 Bahnen Kacheln zählen, das wäre mir zu öde. Aber Hut ab vor Deiner mentalen (und körperlichen) Leistung!

Alderamin
22.06.2016, 13:19
@taeve

Danke. Nach einer guten Stunde war ich's auch ziemlich leid und hab' gedacht, wie kriegst Du die restliche Zeit vor dem Schließen noch rum (ich schwimm' wochentags immer bis zur letzten Minute um 21:00h, da bin ich eisern). Aber wenn man sich hinreichend anstrengt, ist es wie beim langen Lauf: man verliert irgendwann das Zeitgefühl und wird zur Maschine. Mein bisheriger Rekord war übrigens am 22. Mai 162 Bahnen / 4050 m in 2:17h, das war sonntags, da bin ich mittags schon im Wasser und hab' kein Problem mit dem Ende der Wasserzeit. Sind anschließend sogar noch 15 Minuten Textilsauna drin (die kostet nix extra).

Ich hatte mal überlegt, ob ich den langen Lauf nicht durch das Schwimmen ersetze und nur die Tempoeinheiten laufe, aber gerade der lange Lauf macht mir am meisten Spaß, auf den verzichte ich ungerne. Wenn ich wieder laufen kann, dann kommt einmal schwimmen donnerstags fest auf den Plan, dienstags laufe ich dann eine Stunde mittelschnell und samstags oder sonntags 15-18 km langsam (aber nach allmählichem Aufbau, nicht mehr 2 Wochen nach dem Wiedereinstieg). Bis die Knochen nächstes Jahr dicker geworden sind. Derweil schluck' ich täglich Calcium-Pulver von Aldi. Ob's was taugt, keine Ahnung.

FeldWaldWiese
22.06.2016, 13:28
Du machst ja schon wieder Pläne fürs Laufen :daumen:.

Alderamin
22.06.2016, 13:34
Du machst ja schon wieder Pläne fürs Laufen :daumen:.

Tja, die Hoffnung stirbt halt zuletzt... :abwarten:

Catch-22
22.06.2016, 14:14
Boah, 132 Bahnen Kacheln zählen, das wäre mir zu öde. Aber Hut ab vor Deiner mentalen (und körperlichen) Leistung!


+1
Ich könnte das nicht, würde die Krise bekommen.

@Alderamin
wenn du mal Abwechslung brauchst, dann probiert doch mal Aquajogging aus. Als Unterstützung/Vorbereitung für das Laufen ist das sicher nicht ganz verkehrt

Alderamin
22.06.2016, 14:26
Ich könnte das nicht, würde die Krise bekommen.

Käme auf einen Versuch an. :D

Das Schwimmbad in Euskirchen soll laut Internet ja recht ordentlich sein. Wenn in DN mal wieder längere Zeit geschlossen ist, wie letztes Jahr in den Sommerferien, werde ich es mir vielleicht mal von innen anschauen. Jülich war letztes Jahr jedenfalls katastrophal und Kreuzau hat seither stark an Sauberkeit nachgelassen (und dabei noch die Preise erhöht).


@Alderamin
wenn du mal Abwechslung brauchst, dann probiert doch mal Aquajogging aus. Als Unterstützung/Vorbereitung für das Laufen ist das sicher nicht ganz verkehrt

Ach, diese neumodischen Sportarten... Ehrlich gesagt möchte ich den anderen nicht so im Weg rum schwimmen, wie manche es (vornehmlich Senioren) bei mir tun... Ich denke, der heimische Crosstrainer und Radfahren tun's auch als Ersatzsport für die Beine. War lange nicht mehr oben bei unserem Türmchen. Hab' diesmal sogar einen neuen Helm. :zwinker2:

Catch-22
22.06.2016, 14:47
Dazu braucht es keinen Versuch. Schwimmen war noch nie meins. Schon als Kind, zwar immer in jeden Brunnen, Bach und Fluss gefallen, aber wehe ich hab mal schwimmen müssen. :D

Badewelt... weiß ich nicht wirklich, was ich davon halten soll. Wird sicher auch so ein Grab wie das Monte Mare in Rheinbach, Unternehmen schöpft erst mal schön die Gewinne ab, wenn es sich dann nicht mehr rentiert, wird die Stadt als Partner ins Boot genommen, damit man nicht mehr so viel Pacht zahlen muss und später sicher auch noch die Schulden abgewälzt werden können.

Alderamin
27.06.2016, 13:47
Heute beim Arzt gewesen. Die Fissur am Fersenbein sollte längst abgeheilt gewesen sein, als ich mit dem Laufen wieder eingestiegen bin. Nur bei einem glatten Durchbruch setze man 12 Wochen an. Osteoporose verneinte der Arzt, die wäre bei der letzten MRT aufgefallen. Dass ich täglich Calcium-Tütchen aus dem Aldi schlucke, hielt der Arzt für Quatsch. Wenn ich mich normal ernährte, bräuchte ich das nicht. Laufanalyse hin oder her, wenn da wieder ein Ödem im Fuß an derselben Stelle sei, müsse wohl eine andauernde Fehlbelastung vorliegen. Er schickt mich deshalb wieder zur MRT. Zum Glück ist die schon Mitte Juli, nur 2 1/2 Wochen zu warten. Vorerst kein Laufen - klar.

Ich bin am Wochenende ein paarmal die Treppen im Haus auf den Ballen in den 2. Stock hoch gestiegen um die Waden ein bisschen zu stärken. Selbst das merke ich jetzt ein wenig im Fuß. Vielleicht ist es gar nicht die Landung auf der Ferse, die die Fissur verursacht hat, sondern das Abdrücken des Fußes, denn die Achillessehne zieht dann das Fersenbein nach oben. Und der Riss war oben auf dem Fersenbein, nicht unten, wo ich beim Fersenlauf aufsetze. Aber was soll ich dann dagegen tun?

Für morgen sieht's Wetter ganz gut aus, ich plane, anstatt wieder Kacheln im Schwimmbad zu zählen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Das sind je Strecke fast 35 km mit einer guten Steigung auf dem Hinweg. Mal schauen, wie lange ich brauche.

Catch-22
28.06.2016, 11:56
Das ist mal übel....
Was für einen Arzt hast du denn da? Ist das ein Sportarzt? Mein Mann ist mit der Praxis Sporthomedic in Köln sehr zufrieden, falls du einen Sportmediziner brauchen solltest. Kann jedoch manchmal mit dem Termin dauern.

Alderamin
28.06.2016, 13:04
Das ist mal übel....
Was für einen Arzt hast du denn da? Ist das ein Sportarzt?

Der ist Chirurg und Sportarzt. Eigentlich sehr beliebt (z.B. auf Google, Note 1) und kompetent. Manchmal ein wenig kurz angebunden. Aber nett.

Bin heute mit dem Fahrrad zur Arbeit. Strecke gestern auf Komoot geplant und in den Garmin Edge (Fahrradnavi) geladen, der mich von Düren nach Aachen über Feld- und Radwege leitete. 34 km in 1:32:59 (Zeit in Bewegung; es gab eine handvoll Ampeln), Schnitt 21,8 km/h, Spitze 36,9 km/h; sogar bergab hab' ich mit Kraft getreten, mehr war aus dem Tourenrad gegen den Wind nicht herauszuholen. Muss gleich nochmal Luft nachfüllen, fühlte sich bergab an, als wenn die Bremse leicht gezogen sei. 165 m positiver Höhenunterschied trieben den Puls auf bis zu 165, ca. 90% HFmax, anaerobe Schwelle. Hat Spaß gemacht. Als ich der Sekretärin erzählte, dass ich Tempo gemacht habe, meinte sie "man riecht's". :hihi:Duschegel, Handtuch und Wechselshirt hatte ich aber dabei. Freue mich nachher auf die Rückfahrt. Sind dann rund 2000 kcal und spart mir das Schwimmen heute Abend.

Fotos habe ich nicht gemacht, die Strecke ist nicht wirklich schön, und Zeit für's Anhalten habe ich mir nicht genommen. Felder und Dörfer halt, lediglich ein kleiner Sportflugplatz ist ganz nett. Für schöne Aussichten hätte ich Umwege machen müssen.

Alderamin
29.06.2016, 11:49
Gestern Abend zurück und mehr bergab als bergauf war auch nett, aber ich merkte am Schluss die Anstrengung vom Morgen. Da war ich ziemlich am Ende. Bin einen etwas anderen Weg gefahren, 1 km kürzer, aber mehr durch Ortschaften und auf Kieswegen, wo es nicht so schnell vorwärts ging. Dafür mit leichtem Rückenwind. Es war auch wärmer, 21°, zum Laufen wär's warm gewesen, aber auf dem Rad mit Fahrtwind nur im Shirt schon fast frisch.

Das Navi wollte beim Start zuerst nicht richtig, obwohl die Satelliten gefunden waren, wurde meine Bewegung nicht angezeigt. Machte mir Sorgen, man ist doch einigermaßen abhängig von dem Ding. Bin nach ein paar hundert m stehen geblieben, da lief eine Prozentzahl hoch; das Navi rechnete die Anweisungen aus, das dauerte gefühlte 5 Minuten. Die Forerunner war derweil auf Autopause. Dann ging's endlich weiter, mit Anweisungen. Prima.

Die Soers in Aachen wurde fein rausgeputzt, da ist bald der Springreiter-Wettbewerb CHIO. Hätte ich knipsen sollen. Gleichim Anschluss eine sehr lange Steigung rauf nach Würselen, die ich morgens mit Karacho runtergebrettert war, jetzt zügig mit 20 km/h genommen. Massenweise Mücken in dem Park, war ständig am Spucken. Eine Eisdiele in Würselen mit extrem viel Betrieb tapfer ignoriert. Auf dem Flugplatz Merzbrück machten sie Landeübungen, die Propellerflieger kamen nur ein paar Dutzend Meter über mir vorbei geflogen. Die Gerade nach Eschweiler zieht sich, es ging allmählich aufwärts. Hatte in der anderen Richtung mehr Spaß gemacht. Auf der Brücke über die Autobahn liegt die höchste Stelle der ganzen Strecke mit schönem Überblick Richtung Sophienhöhe und Kölner Bucht.

In Eschweiler den Röher Berg runter habe ich fast mit den Autos mithalten können, das Fahrrad (ein Tourenrad mit 15 Jahren auf dem Buckel, kein Rennrad) vibrierte kein bisschen, aber ich bekam etwas Schiss, falls mich jemand aus einer Seitenstraße einbiegend übersehen würde, dann würde der Helm auch nicht viel helfen, und so hab' ich mich noch zurückgehalten. Dann eine Baustelle und viele Ampeln im Ort.

An der Inde vorbei bis Weisweiler und dann durch eine lange unbeleuchtete Unterführung, die so finster war, dass ich geblendet von draußen den Boden nicht sehen konnte und nur hoffte, nicht in ein Schlagloch oder einen Scheißehaufen zu fahren. Hätte Licht einschalten sollen, kam zu überraschend. Ging aber zum Glück gut.

8 km vor Schluss am Ortsausgang von Weisweiler ein blöder Kartenfehler, ein vorgeblicher Radweg an der Straße, den es nicht gab, aber das Fahrradnavi fand eine Alternative, dafür musste ich nochmal eine Steigung hoch. Musste 5 km vor Schluss dann mal pausieren und trinken, die Oberschenkel brannten, keine Energie mehr, kein Vortrieb. Hatte bisher überweigend vermieden, das Rad rollen zu lassen, immer weiter mit Kraft getreten, auch bergab.

Auf dem restlichen geraden Stück parallel zur Autobahn (da, wo ich neulich die Intervalle gelaufen war) kam ich nach der Pause dann doch nochmal auf fast 30 km/h auf ebener Strecke. Ich hatte einen unglaublichen Heißhunger auf Eis, aber die 2 km Umweg zur Eisdiele erschienen mir viel zu weit. Hab' dann mit meiner Frau nach dem Abendessen noch einen großen Becher verspeist. Und trotzdem heute morgen nur 87,7 kg auf die Waage gebracht, bisheriges Mindestgewicht eingestellt (aber letztesmal war's freitags, da bin ich am leichtesten, und Montag Abend beim Italien-Spiel hatte ich Spare Ribs all-you-can-eat!).

Ich sollte eigentlich öfters mit dem Rad zur Arbeit fahren. Tue ich bestimmt auch wieder. Aber jetzt tut mir erst einmal der Hintern weh...

Hier noch die beiden Touren in Splits zu je 5 km:

Düren-Aachen:



Split

Zeit
Distanz km
Positiver
HU m

Negativer
HU m

Ø
Geschw

Max.
Geschw.

Ø
HF

Max.
HF

Kommentar


1
12:18.4
5
8
--
24,4
33,4
115
157

vom Start weg Gas gegeben



2
12:41.3
5
9
16
23,6
33,2
134
165
Puls geht hoch, trotz ebener Strecke



3
14:55.8
5
42
--
20,1
31,7
139
150
erste Steigung



4
15:44.6
5
44
3
19,1
26,9
135
151
am Gipfel



5
13:05.8
5
10
20
22,9
32,5
133
142
lange Gerade leicht abwärts



6
12:35.4
5
9
53
23,8
33,9
126
144
trotz bergab langsam mit Gegenwind



7
12:26.0
4,09
44
23
19,7
36,9
136
147
nochmal über ein paar Hügel an der Soers



Übersicht

1:33:47.3
34,09
165
114
21,8
36,9
131
165
Puh, das war anstrengend




Aachen-Düren:



Split

Zeit

Distanz
km

Positiver
HU m

Negativer
HU m

Ø
Geschw

Max.
Geschw.

Ø
HF

Max.
HF

Kommentar



1

14:16.8

5

38

50

21

40,7

116

147

Anfangs zickte das Navi (s.o.)



2

13:30.9

5

46

13

22,2

33,2

126

143

langer Anstieg



3

12:43.8

5

22

26

23,6

50,3

124

139

am Gipfel, danach ging's abwärts



4

12:49.3

5

--

39

23,4

50,8

116

131

steil bergab in Eschweiler-Röhe



5

15:31.4

5

11

23

19,3

38,3

111

130

massenweise Ampeln in Eschweiler



6

14:11.3

5

8

4

21,1

34,8

121

165

auf schmalen Wegen an der Inde lang; dann leicht verfahren; Trinkpause gemacht



7

8:18.9

2,81

--

3

20,3

27,6

111

126

mit letzter Kraft nach Hause geschleppt



Übersicht

1:31:22.5

32,81

125

179

21,5

50,8

118

165

trotz Bergabfahrt langsamer als morgens




Fazit: auch Radfahren bringt was für die Kondition.

Alderamin
08.07.2016, 14:32
Gestern nochmal mit dem Fahrrad zur Arbeit, mit frisch aufgepumpten Reifen. Die Strecke habe ich nochmal mehr (Rückfahrt) oder weniger (Hinfahrt) modifiziert. Beim Hinweg war mir letztes Mal die Navigation an einer Stelle abgeschmiert, wo die Komoot-Karte (die Openstreetmaps verwendet) einen Fehler hatte (verschobenes Wegekreuz) und ich nicht dem geplanten Weg folgen konnte. Daher mied ich den Punkt, was mir 7 Höhenmeter mehr und dafür 160 Wegemeter weniger einbrachte, nicht der Rede wert.

Trotzdem fuhr ich die Strecke in 5 1/2 Minuten weniger Zeit mit 1,5 km/h besserem Schnitt. Vor allem Split 5 bin ich deutlich schneller gefahren, da ist eine lange Gerade leicht bergab am Flugplatz vorbei, die als Segment in der Garmin-Datenbank gespeichert ist, da wollte ich mich ein bisschen in der Platzierung verbessern und schaffte diesmal 30 km/h auf dem Abschnitt, statt letztesmal 24,9 km/h. Auch die Bergab-Stücke danach trat ich ordentlich in die Pedale; ein paar Fußgänger bremsten mich ein bisschen aus. Kam pitschnass in der Firma an und musste gleich duschen.

Düren-Aachen



Split

Zeit
Distanz
Positiver HU
Negativer HU
Ø Geschw
Max. Geschw.
Ø HF
Max. HF
Kommentar


1
12:19.9
5
7
--
24,3
32,9
134
153



2
12:26.6
5
8
15
24,1
32,2
131
160



3
14:45.0
5
46
--
20,3
31
128
145
Anstieg


4
14:26.6
5
47
4
20,8
33
134
159
Anstieg


5
11:28.1
5
8
21
26,2
37,9
143
152
Segment (s.o.)


6
11:10.1
5
13
55
26,9
35,5
136
159
bergab mehr Gas


7
10:32.7
3,93
44
27
22,4
38,9
144
157
Endspurt


Übersicht

1:27:09.1
33,93
172
125
23,4
38,9
135
160




Zurück bin ich zügig los, über mehrere Hügel hinter der Soers vorbei, wo schon Zelte vom CHIO standen und die Parkplätze markiert waren. Auf dem nur für Fußgänger und Fahrräder freigegeben Weg begegneten mir LKWs und Traktoren mit Anhängern. An der JVA vorbei und dann Richtung Würselen, den Park hoch. Da kam ein Rad hinter mir her. Ich war am Schnaufen, aber irgendwann wurde ich bei mehr als 25 km/h bergauf von ihm überholt, ohne dass er merkliche Anstrengung zeigte. Er konnte sich aber nicht weit absetzen, musste bei Fußgängern bremsen, und danach war ich dann wieder an ihm vorbei. Mir war aufgefallen, dass er eine sehr große Hinterradnabe hatte, wie ein Mofa, ob das ein E-Bike war? Sah an sich nicht so aus, keinen Akku gesehen, vielleicht nachgerüstet? Jedenfalls wurde er danach im Rückspiegel schnell kleiner :zwinker2:.

Bis zum Flugplatz kämpfte ich mich den Berg hoch, das war eine echte Plackerei. Radfahren ist mal richtig anstrengend im Vergleich zum Laufen, das tut ganz schön weh in den Oberschenkeln. Aber nach der Geraden kommt in Eschweiler der Röher Berg abwärts, und diesmal musste ich hinter einem Auto bremsen, das sich an die 50 hielt. :P

Auf der zweiten Hälfte des Rückwegs hatte ich umgeplant, weil ich nicht wieder durch den dunklen Tunnel wollte und hatte mir einen Weg auf der anderen Seite der Inde gesucht, auf die ich sowieso später musste, der nun nicht mehr dem Fernradweg folgte. Außerdem wollte ich eine Stelle meiden, wo ich wegen einer fehlenden Verbindung zweier Wege letztesmal einen Umweg fahren musste. Ich muss sagen, beides ging ziemlich in die Hose. Das Indeufer nicht zu wechseln führte mich zunächst auf einen Weg, der sich nach ein paar hundert Metern in einen alten, völlig kaputten, mit groben Steinen verstärkten Bröckel-Asphalt wandelte, auf dem ich mit über 20 km/h ordentlich durchgerüttelt wurde, und später auf einen Feldweg, der nur aus einer Traktorspur bestand, die im hüfthohen Gras kaum auszumachen war. Entsprechend sieht Split 5 unten zeitlich nicht toll aus, und die Durchschnittsgeschwindigkeit hat gelitten. Auch das Umfahren der fehlenden Verbindung endete in Sackgassen, weil es Wege auf der Karte in Wahrheit nicht gab, und meine Versuche, eine Route zu finden, führten mich auf unbefestigte Wege mieser Qualität. Irgendwie fehlt mir zwischen Eschweiler und Luchem noch eine gute Verbindung (oder ich müsste den gleichen Weg hin und zurück nehmen, aber dann ginge mir der Röher Berg verloren). Erst einmal auf dem Feld zwischen den Windrädern ging es dann zügig, diesmal hatte ich mehr Kraft als letztesmal und bin ohne Pause durchgefahren.

Aachen-Düren



Split

Zeit
Distanz
Positiver HU
Negativer HU
Ø Geschw
Max. Geschw.
Ø HF
Max. HF
Kommentar


1
12:55.5
5
36
47
23,2
41,9
--
--
Uhr maß 16 Minuten
keinen Puls :haeh:


2
12:33.4
5
29
12
23,9
33,6
148
161
Mit 23 km/h bergauf


3
12:42.2
5
25
29
23,6
48,1
147
154
bergauf, dann steil abwärts


4
12:11.8
5
--
38
24,6
52,3
136
151
vom Auto
aufgehalten...


5
14:40.7
5
7
19
20,4
27,2
130
141
etwas verfranst


6
13:32.9
5
12
3
22,1
29,4
129
143
über's Feld


7
7:20.0
2,84
--
10
23,3
27,6
127
136
Endspurt


Übersicht

1:25:56.5
32,84
124
177
22,9
52,3
136
161




Fazit: jeweils gute 5 Minuten schneller gewesen, trotz der widrigen Umstände auf der Rückfahrt. Ein Schnitt von 23,4 und 22,9 ist eine deutliche Verbesserung zum letzten Mal. Der Höchstpuls blieb etwas niedriger, der Durchschnittspuls dafür etwas höher, weil ich das Tempo länger halten konnte. Bin gespannt, wie sich das später auf das Laufen auswirkt.

Tja, müsste ich dann nächste Woche wieder machen. Die Hinstrecke ist schon mal prima, vergeht wie im Flug. Mal schauen, wie das Wetter wird.

Catch-22
13.07.2016, 10:11
Wann ist denn nun dein MRT? Wann weißt du mehr und wie geht es inzwischen dem Fuß?

Alderamin
13.07.2016, 11:26
Danke der Nachfrage. :)

MRT ist morgen nachmittag. Dem Fuß geht's an sich gut, ich fühle nichts mehr, die Laufpause dauert nun schon 4 Wochen, aber bei einem Bruch müsste ich mindestens 6 Wochen warten. Nach dem MRT dauert es noch eine Woche, bis der Arzt die Diagnose bekommt, dann muss ich nur noch eine weitere Woche warten, bis 6 Wochen um sind, und dann habe ich Urlaub.

Und dann mal sehen, was der Arzt sagt. Ob ich mit langsamem Laufen (vor allem keine kurzen Intervalle) oder kürzeren Strecken auf weicherem Boden (statt Asphalt) verletzungsfrei durch die zweite Jahreshälfte komme. Derweil schlucke ich Calciumpulver, vielleicht stärkt das die Knochen.

Gestern Abend attestierte mir mein Schwimmgenosse im Hallenbad, dass ich immer schneller werde, er hingegen immer langsamer. Kunststück, ich kraule fast nur noch und hänge ihn jetzt ab. :D Freitag dann wieder mit dem Rädchen zur Arbeit. So kommt man fit durch die Laufpause.

Catch-22
13.07.2016, 12:03
Vertraut dein Arzt der Diagnose vom MRT, schaut er sich die Bilder nicht noch mal selber an? Wir haben damit schlechte Erfahrungen gemacht, ein "Knipser" hat mal einen Kreuzbandriss bei meinem Mann übersehen (2009), wir haben das erst diese Jahr erfahren als der neue Sportarzt sich versehentlich die alten MRT Bilder angesehen hat (mein Mann hatte sie mit den neuen zusammen gelegt).

Im Urlaub wird also dann auch nicht gelaufen? Sollte dann doch genug Zeit sein, damit es wieder gut ist. Drücke dir die Daumen.

Du wirst also bald Triathlet? :D

Alderamin
13.07.2016, 12:33
Letztesmal hat er sich die Bilder nicht angeschaut (jedenfalls nicht, während ich dabei war, hatte sie vorher der Sprechstundenhilfe gegeben). Als ich dann letztens wieder mit Schmerzen da war, wollte er sie sich anschauen, aber da hatte ich sie nicht dabei (der Umschlag ist so sperrig; eigentlich wollte ich ihn nur bequatschen, eine Knochendichtemessung zu verordnen). Ich werde ihm nächstesmal sowohl die alten als auch die neuen Aufnahmen mitnehmen, dann kann er vergleichen. Auf den alten hab' ich den Bruch schon mit Textmarker umrandet, Verwechslungsgefahr ist daher ausgeschlossen.

In diesem Kurzurlaub fahren wir nicht von zu Hause weg, wir machen nur Tagesausflüge. Wenn der Arzt mich lässt, werde ich's mal die Woche versuchen, zwei kurze Läufe sind hoffentlich drin. Vielleicht wird's ja noch was mit dem Lauf am Rursee entlang, Ende August oder September oder so. Hab' die Strecke schon in Komoot gespeichert. 17,7 km mit 180 HM (positiv wie negativ; Seen sind halt eben :D).

Catch-22
13.07.2016, 13:18
Ist das jetzt dein ernst? Also ich würde nach einem zweimaligen Ermüdungsbruch Ende August/September mir noch keine fast 18km zumuten. Ich würde deutlich langsamer vorgehen und den Knochen erst mal Zeit lassen sich an den Sport zu gewöhnen. Sorry, aber wenn ich das lese sehe ich schon den dritten Bruch vorprogrammiert. Möchtest du denn nicht daraus lernen und langsamer vorgehen?

Alderamin
13.07.2016, 13:35
Hey, Du hast mich doch gerade erst animiert, im Urlaub schon wieder zu laufen... :zwinker5:

Erstmal schauen, ob es überhaupt ein zweiter Bruch war. Und wenn, dann war er sowieso kleiner, ich hatte ja diesmal nicht den ganzen Fuß dick, es zwickte nur ein wenig, insbesondere wenn man mit dem Finger auf den Fersenknochen klopfte. Bis September sind auch noch ein paar Wochen hin. Ich glaube auch eher, dass nicht die langen Strecken, sondern die schnellen Intervalle schädlich sind, da ich dabei größere Schritte mache und härter mit der Ferse auftrete. Die ersten Anzeichen waren immer nach diesen 400er Intervallen. Bin doch August bis März (ohne diese Intervalle) auch problemlos gelaufen.

Man wird ja noch träumen dürfen... :peinlich:

Catch-22
13.07.2016, 13:52
Was heißt bitte: animiert? Ich habe doch nur nachgehakt, ob du die Laufpause um eine Woche verlängerst oder die Urlaubswoche als Einstieg ins Laufen nutzt.
So ein Ermüdungsbruch kommt nicht von heute auf morgen sondern ist das kumulierte Ergebnis von Übertraining. Ich würde es daher nicht nur auf die Intervalle schieben, auch wenn sie sicher ihren höheren Teil dazu beigetragen haben.
Ich würde ganz sachte beginnen, fast wie ein Anfänger. Manche Quellen im Netz empfehlen sogar wieder mit Laufen/Gehen anzufangen. Da sehe ich 18km zu gefährlich an. (rechne doch mal mit den 10% wöchentlich Steigerung der Strecke) Bin aber auch ein Weichei.

Klar darf man Träumen, aber bitte nicht leichtsinnig dabei werden. Es gibt halt niemanden, der dir sagen kann, wann dein Körper die Distanz wieder verträgt. Das kannst nur du entscheiden in dem du auf deinen Körper hörst.

dicke_Wade
13.07.2016, 23:37
Ich glaube auch eher, dass nicht die langen Strecken, sondern die schnellen Intervalle schädlich sind, da ich dabei größere Schritte mache und härter mit der Ferse auftrete. Die ersten Anzeichen waren immer nach diesen 400er Intervallen. Bin doch August bis März (ohne diese Intervalle) auch problemlos gelaufen.
Wenn du so mit der Ferse "aufprallst", dann solltest du auch mal deinen Laufstil kritisch begutachten lassen. Allgemein kann man sagen, dass man so gut es geht, mit dem Fuß nahezu unter dem Körperschwerpunkt aufkommen sollte. Wenn weiter vorn, dann nur gaaanz wenig, damit man nicht vorneüber plumpst. :D Läuft man halbwegs so, dann hat man gar keine Möglichkeit mehr, mit der Ferse aufzuprallen, die berührt eventuell noch zuerst den Boden, aber hart ist das dann kaum noch. Ich hab aber schon sehr oft gesehen, wie Läufer, auch bei hohem Tempo, die Ferse mit gestrecktem Knie kwasie in den Boden rammen. Und das kann dann schon richtig übel werden auf Dauer.

Und höre auf Catch, das muss komplett ausheilen, ehe du auch nur an Laufen und bestimmte Strecken denkst. Ich weiß leider nur zu gut, wovon ich schreibe :wink:

Gruss Tommi

Alderamin
14.07.2016, 00:03
Wenn du so mit der Ferse "aufprallst", dann solltest du auch mal deinen Laufstil kritisch begutachten lassen.

War ja schon bei der Laufanalyse. Ein bisschen Fersenlauf war da festgestellt worden, aber nicht viel. Bin aber nur langsam auf dem Band gelaufen (7,5 km/h oder so). Weil meine Schrittkadenz nicht sehr geschwindigkeitsabhängig ist und ich folglich bei hohem Tempo größere Schritte machen muss, vermute ich das Problem bei hohem Tempo. Das würde ich dann zukünftig vermeiden (vielleicht sollte ich ja auch ins Ultra-Lager wechseln :D).



Und höre auf Catch, das muss komplett ausheilen, ehe du auch nur an Laufen und bestimmte Strecken denkst. Ich weiß leider nur zu gut, wovon ich schreibe :wink:


Danke. Wieviel Zeit würdest Du denn ansetzen? Der Arzt meinte, 6 Wochen bis zum Laufbeginn kurzer Strecken, 10 Wochen bis mehr als 10 km drin sind. Daran hatte ich mich beim erstenmal auch gehalten (bzw. sogar 9 und 11 Wochen eingehalten). War aber auch nur eine Fissur, kein Durchbruch.

dicke_Wade
14.07.2016, 01:32
War ja schon bei der Laufanalyse. Ein bisschen Fersenlauf war da festgestellt worden, aber nicht viel. Bin aber nur langsam auf dem Band gelaufen (7,5 km/h oder so). Weil meine Schrittkadenz nicht sehr geschwindigkeitsabhängig ist und ich folglich bei hohem Tempo größere Schritte machen muss, vermute ich das Problem bei hohem Tempo. Das würde ich dann zukünftig vermeiden (vielleicht sollte ich ja auch ins Ultra-Lager wechseln :D).
Hehe, auch lange, langsame Läufe können was kaputt machen, wenn man es übertreibt :wink: Bei mir und wohl bei vielen Läufern ist es so, dass sich mit zunehmendem Tempo der Laufstil dahingehend verändert, dass immer mehr nur auf dem Vorfuß "gelandet" wird. Wenn man eben nicht den Fehler macht, das gestreckte Bin nach vorn zu bringen, um mit der Ferse zu landen. Wie ich schon schrub, hab ich das schon oft genug gesehen. Daher war es wenig sinnvoll, dass die Analyse auf dem Laufband bei einem solch grottenlangsamen Tempo durchgeführt wurde. Da sollten schon verschiedene Tempi untersucht werden, wenn es was bringen soll.


Danke. Wieviel Zeit würdest Du denn ansetzen? Der Arzt meinte, 6 Wochen bis zum Laufbeginn kurzer Strecken, 10 Wochen bis mehr als 10 km drin sind. Daran hatte ich mich beim erstenmal auch gehalten (bzw. sogar 9 und 11 Wochen eingehalten). War aber auch nur eine Fissur, kein Durchbruch.
Mit Ermüdungsbruch hatte ich es noch nie zu tun, daher kann ich dir da auch keine Aussage treffen, wie lange die Pause sein sollte. Da ist der Sportarzt der bessere Ansprechpartner. Auch mit dem Wiedereinstieg und der Steigerung kann ich dir nur zu größter Vorsucht raten.

Gruss Tommi

Alderamin
14.07.2016, 21:36
So, MRT-Bilder habe ich, Diagnose folgt in einer Woche. Habe mir die Bilder selbst mal angeschaut und mit den alten verglichen. Auf den senkrechten Schnitten durch den Knochen ist der Riss nicht mehr zu sehen, nur eine leichte Aufhellung (der Riss selbst war dunkel). Auf den waagerechten sieht man jedoch das exakt selbe Zickzack-Muster wie auf den alten Bildern, nur nicht mehr ganz bis zur Außenseite des Knochens, aber identische Form. War wohl noch nicht ausreichend verheilt und hat sich wieder geöffnet, würde ich aus meiner Laiensicht sagen. Mir schwant eine sehr lange Pause, die mir da verordnet werden wird. :frown: Termin beim Sportarzt ist nächsten Donnerstag.

Catch-22
15.07.2016, 09:49
Mach dich mal mit der Selbstinterpretation der Bilder nicht kirre und warte den Termin beim Arzt ab. Ich drück die Daumen, dass es nicht so schlimm ist, wie von dir befürchtet.
Hast du am Fuß noch schmerzen oder ist es nur noch schonen, damit es ausheilt?

Alderamin
15.07.2016, 11:57
Hast du am Fuß noch schmerzen oder ist es nur noch schonen, damit es ausheilt?

I spüre nichts, auch nicht beim Klopfen auf den Knochen. Ich gehe normal und fahre Rad. Nur das Laufen lasse ich bleiben. Und schlucke jeden Tag Calciumpulver mit Vitamin D aus'm Aldi. Wer weiß, wofür es gut ist...

Alderamin
16.07.2016, 14:05
Heute mal keine Splits vom Radfahren. Morgens hatte ich kräftigen Gegenwind, da kam ich kaum über 20-25 km/h (außer im Windschatten), und abends habe ich eine Menge Bilder für Euch auf der Strecke gemacht und damit viele Unterbrechungen gehabt. Immerhin nur 2 Minuten langsamer in der reinen Fahrzeit als beim letztenmal. Hab' jetzt auch einen vernünftigen Weg zurück gefunden, ohne über Rüttelpisten oder durch hohes Gras zu müssen. Und weiß endlich wo die Diskothekin Eschweiler ist, die immer bei uns ihre Plakate aufhängt.

Hier ein paar Eindrücke:



48809
Morgens geht's auf
nach Aachen.

48811
Vorbei am Kraftwerk
Weisweiler.

48813
Irgendwo in Dürwiss.



48815
Feldweg hinter Dürwiss.

48817
Flugplatz Merzbrück.

48819
Abwärts durch den Stadtgarten Würselen.



48821
Erinnerungen an die
Kohleförderung in der
Region.

48823
Abends zurück
durch die Soers...

48825
...wo hinten im Stadion
gerade der CHIO (https://de.wikipedia.org/wiki/CHIO_Aachen)
stattfindet



48827
Trainingswiese hinter
dem Reitstadion.

48829

48831
Wieder durch den Stadtgarten,
diesmal bergan.



48833
St. Sebastianus
in Würselen.

48835
Nochmal Merzbrück.

48837
Kurzer Stopp,
Flieger gucken.



48839

48841

48843



48845
Möglichkeit, die Sport-
art zu wechseln...

48847
Kirche und Burgmauer
in Weisweiler.

48849
Inde (schmutziger,
als sie hier scheint (https://de.wikipedia.org/wiki/Inde_%28Fluss%29#Verunreinigung)).



48851
Kleiner Indemann.
Gibt's auch in Groß (https://de.wikipedia.org/wiki/Indemann).

48853
Lucherberger See. Kühlwasserreservoir für Kraftwerk Weisweiler.

48855
Der Radweg, wo ich mir bei Intervallen die Ferse ramponiert habe.



48857
Da unten fahr' ich sonst lang zur Arbeit.

48859
Blick zurück.

48861
Die Dinger sind höher als der Kölner Dom.




Ist doch ein schöner Weg zur Arbeit, oder?

geebee
16.07.2016, 14:17
Prima Idee mit den Bildern in der Tabelle und vielen Dank für die Anregung Aussichtspunkt Indemann :daumen:

Alderamin
16.07.2016, 14:38
@geebee

Ach, bist Du auch aus der Gegend?

Der Indemann ist ein Metallgerüst, das überzogen ist mit einem von computergesteuerten LEDs angestrahlten Metallgewebe, das von der Firma GKD Kufferath im Nachbardorf hergestellt wird. Das ist just die Firma, wo meine kurze 9-km-Asphaltrunde ihren fernsten Punkt hat - ich laufe immer bis vor die Firma auf einem leicht unterschiedlichen Weg zurück, vor allem im Winter im Dunklen.

Der Indemann lohnt sich tagsüber als Aussichtspunkt, schließt abends (ich glaube um 18:00) den Aufgang, aber lohnt sich dann in der Dunkelheit wegen der Light Show (https://www.google.de/search?q=indemann&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjR3_e0_vfNAhUC0RQKHbsvAb4QsAQ IKw&biw=1574&bih=1121) (hier im Video (https://www.youtube.com/watch?v=GpluRVTa6cY)). Ist einen Ausflug wert (oder zwei, einen im Hellen und einen im Dunklen, aber mehr nicht).

Fred128
17.07.2016, 12:09
Indemann steht jetzt auch auf meiner Todo-Liste. Klasse ist auch die Bezeichnung "Indescher Ozean" für den geplanten See da.

Alderamin
17.07.2016, 16:11
Indemann steht jetzt auch auf meiner Todo-Liste.

Schönes Ziel für einen langen Lauf für Dich :nick:. Und dann mit der S-Bahn von Düren Hbf oder Merzenich zurück. Vom Aachener Weiher aus kann man fast komplett im Grünen über Rad- und Feldwege bis dahin gelangen. Bin schon ein paarmal mit dem Fahrrad nach Köln über diese Strecke. Müssten ca. 35-40 km vom Stadtrand von Köln aus bis dort sein.


Klasse ist auch die Bezeichnung "Indescher Ozean" für den geplanten See da.

Oh, die Bezeichnung kannte ich noch gar nicht, wieder was gelernt. Der Tagebau ist ziemlich nahe von hier (kann die Bagger abends leuchten sehen), der wird bis kurz vor die Autobahn 4 ausgebaggert werden und dann in den 2020ern aufgefüllt. Ich sollte mir bis 2030 ein Bötchen zulegen, dann kann ich als Rentner über den See schippern. :D

Catch-22
21.07.2016, 12:41
So, MRT-Bilder habe ich, Diagnose folgt in einer Woche...
Was sagt denn nun der Arzt?

Alderamin
21.07.2016, 12:41
So, MRT-Bilder habe ich, Diagnose folgt in einer Woche. Habe mir die Bilder selbst mal angeschaut und mit den alten verglichen. Auf den senkrechten Schnitten durch den Knochen ist der Riss nicht mehr zu sehen, nur eine leichte Aufhellung (der Riss selbst war dunkel). Auf den waagerechten sieht man jedoch das exakt selbe Zickzack-Muster wie auf den alten Bildern, nur nicht mehr ganz bis zur Außenseite des Knochens, aber identische Form. War wohl noch nicht ausreichend verheilt und hat sich wieder geöffnet, würde ich aus meiner Laiensicht sagen. Mir schwant eine sehr lange Pause, die mir da verordnet werden wird. :frown: Termin beim Sportarzt ist nächsten Donnerstag.

Das war heute. Er hat mir die Diagnose von der MRT vorgelesen und wir haben uns nochmal die Bilder zusammen angeschaut. Laut Diagnose sei der Knochen vollständig verheilt (wieso sehe ich den Riss dann noch im MRT? :confused:) und nur noch ein Drucködem zwischen zwei Knochen sei übrig, das die Schmerzen verursacht haben wird. Das heile von selbst ab. Man könne den Riss zwar noch sehen, meinte der Arzt, aber nur noch von oben, und da hätten sich schon Brücken gebildet; wenn die den Riss durchzögen, dann sei das schon vollständig geschlossen. (Hmm...) Ich solle noch zwei Wochen warten und könne dann mit Kurzstrecken wieder anfangen. Ich fragte ihn, wie ich mich steigern solle und schlug vor, 10% pro Woche, und damit war er einverstanden.

Mein Plan sieht jetzt so aus (Ziel ist, erstmal nur wieder ans Laufen zu kommen, kein gezieltes Training für irgendeine Strecke, und erst mal keine Intervalle):

Nächste Woche: nur schwimmen und radfahren.
1. Augustwoche: nur schwimmen und radfahren.
2. Augustwoche: 2x 4km und ein- oder zweimal schwimmen oder radfahren (wenn ich nur Kurzstrecke laufe, werde ich sonst fett...)
3. Augustwoche: 2x 5km und ein- oder zweimal schwimmen oder radfahren (sind zwar 25% mehr, aber insgesamt sehr kurze Strecke).
4. Augustwoche: 2x 6km und ein- oder zweimal schwimmen oder radfahren.

Letzte August-/erste Septemberwoche: 2x 7km und einmal schwimmen oder radfahren
2. Septemberwoche: 2x8 km und einmal schwimmen oder radfahren
3. Septemberwoche: 3x8 km
4. Septemberwoche: 1x6 schnell, 1x8 mittel, 1x10 km langsam
5. Septemberwoche: 1x6 schnell, 1x8 mittel, 1x12 km langsam

1.Oktoberwoche: 1x6 schnell, 1x8 mittel, 1x 14 langsam
2. Oktoberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen/radfahren, 1x 15 langsam
3. Oktoberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen/radfahren, 1x 12 langsam
4. Oktoberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen/radfahren, 1x 17 langsam

1. Novemberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen, 1x18 langsam
2. Novemberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen, 1x20 langsam
3. Novemberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen, 1x12 langsam
4. Novemberwoche: 1x6 schnell, 1x10 mittel oder schwimmen, 1x22 langsam

Findet Ihr das so ok?

Und dann bin ich (hoffentlich) wieder da, wo ich im März aufgehört habe. Was für ein verkorkstes Jahr seit März... Dann kann ich im kommenden Februar wieder den Stadtlauf mitmachen, oder ich nehme mir gleich einen Halbmarathon vor. Und dann mal sehen, wie ich meine Gräten das verkraften, oder ob ich mir wieder was zuziehe.

Catch-22
21.07.2016, 12:48
Ich konnt noch nachfragen :D
Das liest sich gut. Dann sehen wir uns im März beim Donatuslauf (http://www.donatuslauf.de/), sie haben auch einen schöner HM, hat aber paar Steigungen :zwinker2:

taeve
21.07.2016, 12:52
Schön, das zu lesen. Da kann es ja jetzt nur (vorsichtig) aufwärts gehen!:daumen: (javascript:void(0))

Alderamin
21.07.2016, 13:13
Ich konnt noch nachfragen :D

Da war ich schon am Tippen. Hat sich überschnitten. Aber danke der Nachfrage :nick:.


Das liest sich gut. Dann sehen wir uns im März beim Donatuslauf (http://www.donatuslauf.de/), sie haben auch einen schöner HM, hat aber paar Steigungen :zwinker2:

Oder am 2. April in Bonn den halben Postmarathon, das wäre 5 Wochen nach dem 10er in Düren, passt vielleicht zeitlich etwas besser. Mal schauen. Aber erstmal wieder laufen lernen. Ich kann ja auf jeden Fall mal beim Donatuslauf zuschauen kommen, da kann ich ja mit dem Fahrrad hin. :zwinker2:

Catch-22
21.07.2016, 13:25
4 Wochen vorher machst du vor einem Marathon einen HM als Testlauf. Bei einem HM 2Wochen vorher einen 10er. Donatuslauf passt also perfekt, wenn du euren Stadtlauf mitlaufen willst :D Der 10er von Donatuslauf passt perfekt, wenn du den HM in Bonn laufen willst. Wie du siehst, musst du in Erftstadt so oder so laufen :zwinker2:

Mit Erftstadt hab ich noch ne Rechnung offen, festgelegt ob 10er oder HM hab ich mich jedoch auch noch nicht. Kommt auch darauf an, ob mein Mann einen Frühjahres Marathon läuft oder nicht. Falls nicht, würde mich auch der Bonn HM anmachen, dann würde ich in Erfstadt den 10er nehmen, ansonsten wohl den HM. Kommt aber auch darauf an, wie ich durch den Winter komme.

Alderamin
21.07.2016, 14:39
Der 10er von Donatuslauf passt perfekt, wenn du den HM in Bonn laufen willst. Wie du siehst, musst du in Erftstadt so oder so laufen :zwinker2:


Ok, dann merk' ich mir den 10er vor. :daumen: Der Stadtlauf bei uns ist eh etwas öde, 6 Runden durch die Fußgängerzone.

RunningPotatoe
21.07.2016, 16:09
Der Indemann lohnt sich tagsüber als Aussichtspunkt, schließt abends (ich glaube um 18:00) den Aufgang, aber lohnt sich dann in der Dunkelheit wegen der Light Show (https://www.google.de/search?q=indemann&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjR3_e0_vfNAhUC0RQKHbsvAb4QsAQ IKw&biw=1574&bih=1121) (hier im Video (https://www.youtube.com/watch?v=GpluRVTa6cY)).

[OT=on] Das Video belegt mal wieder eindrucksvoll die wichtigste Fotografenregel: Lichtshows wie diese oder Feuerwerke unbedingt mit Blitz fotografieren, dann kommen die Farben besser raus. [OT=off] :D

RunningPotatoe
21.07.2016, 16:14
Findet Ihr das so ok?
Das klingt doch mal nach einem guten Plan. Ob's so geht, wirst du sicher selbst äußerst akribisch überwachen.

Die Hauptsache ist aber doch, dass du jetzt mal wieder eine Perspektive hast, oder ?

Alderamin
21.07.2016, 16:32
Das klingt doch mal nach einem guten Plan. Ob's so geht, wirst du sicher selbst äußerst akribisch überwachen.

Ich werde Euch teilhaben lassen.


Die Hauptsache ist aber doch, dass du jetzt mal wieder eine Perspektive hast, oder ?

Na klar! :daumen:

Alderamin
23.07.2016, 18:59
Hab' sie eben laufen sehen bei 'meinem' Zehner. :heul2: Liefen gerade über die Rurbrücke, 1 km von zu Hause entfernt, auf meiner Hausstrecke.

Wetter ist jedenfalls toll, heute nachmittag etwas kühler, der Regen knapp vorbeigezogen, jetzt Sonnenschein und 26°. Nächstes Jahr dann hoffentlich mit mir. :nick:

geebee
24.07.2016, 12:57
[...] Mein Plan sieht jetzt so aus [...]

Das hört sich alles schon viel besser an, gut, dass Du Dich nicht abgemeldet hast :)

Sollte der Einstieg nicht so linear verlaufen (so hatte ich mir letztes Jahr mein Comeback nach Achillessehnenreizung auch vorgestellt), sei nicht enttäuscht, Hauptsache, Du hast die Perspektive, langfristig laufen zu können.

Ich drücke die Daumen.

Gee

Alderamin
24.07.2016, 14:14
@geebee

Danke. Ich hatte ja auch gar keine Perspektive mehr, nachdem ich glaubte, der Riss im Knochen sei wieder aufgegangen, zumal der Arzt sagte, die Zeit der Laufpause MÜSSE gereicht haben, ihn wieder zu verschließen. Zumal ich in der Jugend schon mal die gleichen Symptome gehabt hatte, wo ich dann jedoch nicht zum Arzt gegangen war (da gab es auch noch gar kein MRT; mein Kollege meinte, das fiel damals alles unter "Verstauchung"). Ob ich damals auch einen Bruch hatte, werde ich nie erfahren.

Jetzt weiß ich ja, dass der Knochen trotz des schnellen Wiedereinstiegs verheilt war, nur die Begleiterscheinungen nicht. Wie das dann langfristig aussieht, ob ich jemals bis auf Marathonstrecke (oder gar darüber hinaus) komme, ohne Verletzung, wird die Zeit zeigen. Zumindest fanden die Untersuchungen keine Arthrose oder dergleichenam linken Fuß (am Handgelenk soll ich wohl ein wenig haben, spüre es jedoch nicht). In meiner ersten Läuferzeit mit 26-30 und 84 kg, waren 16 km jedenfalls eine einmalige Obergrenze, da blieb ich danach unter 10, und das war ok. Dieses Jahr habe ich die 16 mehrfach übertroffen, mit teilweise über 90 kg (jetzt 87), das macht Hoffnung. Hab' ja ein tolles Forum zur Beratung gefunden. :nick: Ohne Euch wäre ich nie so weit gekommen. :daumen:

Alderamin
26.07.2016, 23:53
Über's Laufen gibt's nichts zu berichten, da noch nicht gelaufen, aber diesmal was vom Schwimmen, dem Tommi ja so gar nichts abgewinnen kann. Dabei ist das eine fantastische Sportart, die total viele Muskeln bewegt und sogar beim Brustschwimmen die Adduktoren trainiert, was mir die Laufberatung aufgetragen hatte. Ich hab' Urlaub, war heute morgen zu ungewohnter Zeit unter der Woche im Hallenbad, da nachmittags eingeladen. Sensationell wenig Betrieb, da konnte ich mein Selbststudium im Kraulen fortsetzen.

Ich hab' (bei den Links von blende8 im Kilos-killen-Thread (http://forum.runnersworld.de/forum/gesundheit-medizin/104621-kilos-killen-2016-a-23.html#post2221515) Dankeschön!! :daumen:) dieses schöne Video (https://www.youtube.com/watch?v=ZTQpF_mmg44) gefunden, das die Armhaltung behandelt. Bisher hatte ich die Arme immer gestreckt durchgezogen und die Hand beim Eintauchen mit leicht angewinkelten Fingern mehr oder weniger flach auf's Wasser aufgesetzt; dem Video habe ich abgeschaut, die Arme beim Zug möglichst rechtwinklig abzuwinkeln (und zwar auch und gerade beim Brustschwimmen) und die gestreckten Hände mit den Fingerspitzen voraus gewissermaßen ins Wasser zu stechen. Auch dass man beim linken Armzug mit dem linken Bein einen Schlag macht und beim rechten Armzug mit dem rechten Bein hatte ich mir abgeschaut (eigentlich wie beim Gehen - geht der linke Arm nach hinten, dann geht das linke Bein vorwärts, rechts entsprechend). Das hatte ich Sonntag schon begonnen und heute fortgesetzt. Außerdem wollte ich endlich mal rechts atmen üben - bisher gelang mir das nur bei jedem 2. Zug (aka Zweierzug) links, das hatte ich mir so angewöhnt.

Ich nahm mir vor, zuerst mal eine Bahn im Zweierzug mit Rechtsatmung zu schwimmen. Das begann katastrophal, ich hielt den Kopf entweder viel zu hoch und nahm ihn gar nicht mehr unter Wasser, oder schluckte Wasser und kam vollkommen aus dem Rhythmus, was dann auch noch zu Herzrasen und Schnappatmung führte, gerade so, wie Tommi es beschrieb. Aber ich ließ mich nicht unterkriegen, schwamm die Bahn zurück mit Linksatmung, und versuchte es wieder. Und wieder. Und wieder. Es war zum Kotzen, es fühlte sich furchtbar an, ich hasste es. Aber es klappte immer besser. Schließlich klappte die erste komplette Bahn mit Rechtsatmung. Und die zweite. Gesicht nach unten, dann nach rechts aus dem Wasser drehen. Und es fühlte sich weniger beschissen an. Zwar war links immer noch meine Lieblingsseite, aber es wurde rechts erträglich, wenn sich auch allmählich etwas Flüssigkeit aus der Nase im Hals sammelte, die ich am Ende der Bahn wegräuspern musste. Ich merkte, warum ich manchmal Wasser schluckte: einerseits rollte ich nicht genug, erst zu wenig nach links, so dass der linke Arm nicht richtig aus dem Wasser kam und dann im Gegentakt auch nicht genug nach rechts. Und vor allem machte der linke Arm dann keinen kräftigen Zug, der kräftig genug war, den Oberkörper so weit anzuheben, dass der Kopf aus dem Wasser kam. Als ich darauf achtete, bekam ich auch Luft mit abgesenktem Kopf.

So ging das dann ca. 40 Minuten mit abwechselnder Atmung pro Bahn, dann machte ich mal drei Züge und wechselte auf der Bahn die Atmungsseite. 2 - 6 Züge links, dann drei Züge und rechts, 2 - 4 mal rechts, dann wieder links. Das machte ich ein paar Bahnen und es ging leidlich. Allerdings wurde der Bewegungsablauf bei der Rechtsatmung dann wieder etwas schlechter und ich schwamm schließlich wieder ganze Bahnen mit Rechtsatmung, um es nicht einreißen zu lassen, bis ich keine Lust mehr hatte und die Beine etwas verkrampften. Noch 15 Minuten Brust mit abgewinkelten Armen (auch beim Kraulen versuchte ich das, ich merkte, dass man dann den Arm schneller ziehen kann und mehr Wasserwiderstand gegen die Hand spürte und hing so eine Rückenschwimmerin ab, die eine sehr gute Technik hatte und im Vorwärtsgang weit schneller als ich war). Und dann noch 15 Minuten Kraul hauptsächlich mit Linksatmung. Dann waren die geplanten rund 1 3/4 h zu Ende und der Rundenzähler auf dem Forerunner zeigte 70 - also 140 Bahnen.

Zu Hause den "Indoor-Lauf" auf Garmin in eine Schwimmeinheit umgeändert, 140 Bahnen à 25 m sind 3500 m, die genaue Zeit war 1:51:40, das sind, ups, 3:11 min/100m. Wow, mein bisheriger Rekord waren 3:14, und da hatte ich mich angestrengt, während ich diesmal ganz langsam und locker geschwommen war, weil ich ja Atemtechnik lernen wollte. Der Trick aus dem Video scheint also zu funktionieren.

Und nächstesmal werde ich dann wieder Rechtsatmung üben, bis das sitzt und ich im Dreierzug mit wechselnder Atemseite kraulen kann. Bald wird sich das ganz normal anfühlen und ich kann mich mehr aufs Tempo Machen konzentrieren, dann fallen vielleicht mal die 3 Minuten. Eines Tages sollte ich auch mal 2 Minuten schaffen, das kann ein geübter Krauler ohne weiteres hinbringen. Noch viel mehr als beim Laufen kommt es beim Schwimmen auf die Technik an, denn der kleinste Wasserwiderstand kostet viel Zeit.

Das musste ich hier einfach mal loswerden, weil Tommi in seinem Faden so negativ übers Kraulen schreibt, dabei ist das ein Bewegungsablauf, den man wie jeden anderen lernen kann - und muss, das geht nicht völlig ohne Frust und Fehler. Da hilft nur Geduld und üben, üben, üben.

Das schreibt übrigens jemand, der in Sport immer 4- war, mit 11 noch nicht schwimmen konnte und überhaupt einen Riesenschiss vor den Schwimmstunden im Schulsport hatte - mir wurde schon mau ums Herz, wenn ich Schwimmwettkämpfe im Fernsehen sah. Bin nur ein einziges Mal für das Fahrtenschwimmer-Abzeichen von einem Dreier gesprungen. Musste schmunzeln, als mein Schwimmkumpel neulich meinte, ich würde immer schneller während er immer langsamer werde, und ich musste lachen, als er meinte, ob ich früher schon gut im Schwimmen war. Nein, ich hab's gehasst. :hihi:

crsieben
27.07.2016, 10:48
Das find ich faszinierend, wie du dich da reinarbeitest.

In einigem erkenn ich mich wieder: In Sport immer 4- stimmt nicht ganz, war eher ehe 3-, weil ich ein paar Sachen doch konnte, dafür konnte ich auch mit 13 noch nicht schwimmen. Riesenschiss vor Schwimmstunden wäre noch moderat formuliert, das war damals kurz davor, zu ernsthafter Schulangst zu werden. Ich habe da wirklich gelitten, erst als einziger Nichtschwimmer, später dann als immer noch mit Abstand schlechtester Schwimmer mit großer Angst vor tiefem Wasser.

Umso mehr bewundere ich, wie du das angehst. Bei mir geht's immer noch nicht. Ich kann schwimmen, ein oder zwei Bahnen, in einem merkwürdigen Stil, der Kraulen sein soll, aber nie Kraulen sein wird. Ich werd's nie richtig lernen: Ich trau mich nicht, den Kopf unter Wasser zu nehmen. Ich trau mich das noch nicht einmal zu Hause, vor der vollen Badewanne kniend. Ja, ich hab das ausprobiert. Nein, es ist mir nicht sonderlich peinlich.

Lange Zeit hätte ich's gerne können wollen´, hätte gerne mal an einem Volkstriathlon teilgenommen. Na ja, man muss auch mal loslassen können. So lange es nicht der Beckenrand ist, kann ich das ganz gut.

Catch-22
27.07.2016, 22:58
@crsieben
Das hätte jetzt auch genauso von mir sein können. Vom Schwimmunterricht in der Schule graust es mir heute noch.

Lilly*
27.07.2016, 23:15
Vielleicht macht es aber grad genau DAS aus, sich damit mal richtig auseinanderzusetzen.
Schwimmen kann ich, solang ich mich erinnern kann und ich kann auch stundenlang in der Gegend rumschwimmen.
Also, bei einer Kenterung auf hoher See wäre ich wahrscheinlich die, die am längsten übrig bleibt, falls denn keine hungrigen Haie kommen.
Aber mit dem Schwimmen ist es wie beim Laufen: Ich kann lang, aber bin nur langsam.
Von Technik keine Ahnung, aber die Hampelei, die ich da betreibe, kann ich ewig. Hätte ich da größere Probleme, hätte ich mich sicherlich eher mal um eine bessere Technik bemüht. Auch wie beim Laufen. Hätte ich die sub60 auch so hingekriegt, wäre mir das ganze Trainingsplangedönse und der Intervallhorror am A... vorbeigegangen. :haarrauf:

Finde gut, dass du auch berichtest, wenn Laufen grad nicht geht. Von Laufpausen ist jeder Mal irgendwann betroffen und es ist schön zu lesen, wie andere die Zeit überbrücken. :daumen:

Alderamin
27.07.2016, 23:30
Das find ich faszinierend, wie du dich da reinarbeitest.

Danke!


Ich kann schwimmen, ein oder zwei Bahnen, in einem merkwürdigen Stil, der Kraulen sein soll, aber nie Kraulen sein wird. Ich werd's nie richtig lernen: Ich trau mich nicht, den Kopf unter Wasser zu nehmen. Ich trau mich das noch nicht einmal zu Hause, vor der vollen Badewanne kniend. Ja, ich hab das ausprobiert. Nein, es ist mir nicht sonderlich peinlich.

Schwimmbrille hilft. :zwinker5: Als ich dann als Jugendlicher mal schwimmen (oder besser: nicht untergehen) gelernt hatte, habe ich im Urlaub im Meer geschnorchelt, aber das ist lange her. Zuletzt nochmal 1998 in einem Karibikurlaub, das war Klasse. Aber da hat man eben einen Schnorchel und ganz untertauchen damit habe ich mich nicht getraut. Luft anhalten und (ohne Schnorchel) ein paar Züge unter Wasser machen (schmale Seite im Schwimmbad) habe ich als Kind dann doch noch gelernt. Aber ganz selten war ich danach mal schwimmen, Urlaub am Strand mag meine Frau überhaupt nicht. Auf einer Dienstreise, wo ich ein paar Stündchen Zeit am Abreisetag gefunden hatte, alleine an einen sehr einsamen Karibikstrand zu gehen (wo ich mir den Sonnenbrand des Jahrhunderts holte - zwei Wochen dauerte der, inkl. Schüttelfrost; von wegen, "ich brauche keine Sonnenmilch ich liege ja im Schatten"...), da fand ich wieder gefallen daran, schwerelos im Salzwasser zu treiben, daher wohl die Lust und der Neujahrsvorsatz, mal zur Fitness ins Hallenbad zu gehen.

Trotzdem schwamm ich zuerst Brust mit dem Kopf über Wasser, als ich letztes Jahr mit dem regelmäßigen Schwimmen anfing, da brachte ich es auch nicht hin, den Kopf beim Ausatmen unter Wasser zu halten. Unter Wasser bekam ich die Luft einfach nicht raus. Das tat auf Dauer jedoch im Nacken weh, den Hals immer so hoch zu krümmen. Ich hab' mich dann gezwungen, den Kopf immer tiefer zu nehmen, erst nur die Nase ins Wasser, dann bis zur Stirn und schließlich den Kopf waagerecht im Wasser mit Blick nach unten. Der Trick war, mit dem Ausblasen durch die Nase noch knapp über der Wasseroberfläche zu beginnen, dann klappt's auch unter Wasser. Stocke ich da hingegen (z.B. wenn ich schlucke), dann geht's wieder nicht. Das dauerte ein paar Touren, aber ich kann jetzt nicht mehr anders, der Kopf geht immer nach unten und die Atmung ist kein Problem.

Man kann jeden Bewegungsablauf automatisieren. Es ist immer anfangs mühsam, und man muss dann den Willen und die Ausdauer aufbringen, es zu tun, obwohl man es nicht mag. Irgendwann ist es einem dann egal oder fühlt sich schließlich sogar gut an. Das Gute ist: niemand zwingt mich. ich kann von einem Moment zum anderen damit aufhören. Also kann ich's ja auch noch einen Moment länger tun. Wie beim Laufeinstieg, noch ein bisschen quälen, nur bis zum Baum da hinten. So isst man den Elefanten, Häppchen für Häppchen.


Lange Zeit hätte ich's gerne können wollen´, hätte gerne mal an einem Volkstriathlon teilgenommen. Na ja, man muss auch mal loslassen können. So lange es nicht der Beckenrand ist, kann ich das ganz gut.

Ist natürlich Deine Entscheidung, welcher Sport Dir Spaß macht, aber ich kann nur empfehlen, bei seinen Zielen da nicht zu früh zu resignieren, sondern ein wenig Durchbeißerqualitäten zu entwickeln. Mir hilft es jedenfalls ungemein, in der Laufpause einen brauchbaren Ersatzsport zu haben, der mich weiter abnehmen lässt, auch andere Muskeln trainiert und die Grundausdauer erhält. Triathlon habe ich noch nicht auf der Liste, dafür bin ich im Schwimmen zu langsam. Wer weiß, vielleicht in ein paar Jahren. Ist mir aber eigentlich zu zeitaufwendig, drei Sportarten seriös trainieren zu wollen.

Catch-22
27.07.2016, 23:34
Was ist denn nun mit deinem Rursee Ausflug? Dort kann man am Eiserbachsee auch schwimmen :wink:

Lilly*
27.07.2016, 23:47
Lange Zeit hätte ich's gerne können wollen´, hätte gerne mal an einem Volkstriathlon teilgenommen. Na ja, man muss auch mal loslassen können. So lange es nicht der Beckenrand ist, kann ich das ganz gut.
Beim Schizolon in Essen ist ein Teilnehmer mal stinkebesoffen aufgekreuzt. Da ging die Party wohl etwas länger. Jedenfalls hat er sich die gesamten Bahnen verzweifelt am Beckenrand entlang gehangelt und danach erstmal in den Abfalleimer neben dem Schwimmbecken gek... :D (man muss gegen die Wellenanlage anschwimmen, da kann sich im Magen schon was hochschaukeln)

Du siehst, es geht auch ohne Loslassen. :teufel:
Jedenfalls bei diesem Triathlon-Klassiker, da sehen die alles nicht so eng. Vor dem Start wird auch gemeinsam ein nettes Liedchen am Beckenrand gesungen und Händchen gehalten. Bist herzlich eingeladen nächstes Jahr. :zwinker2:

Alderamin
27.07.2016, 23:53
@Catch-22

Im Moment nimmt mich meine Frau zu sehr in Beschlag, sie will auch was vom Urlaub haben. Daher ist die Radrunde um den See im Moment noch auf Eis. Wenn das Wetter mitspielt, fahre ich vielleicht nächste Woche wieder mal mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Aachen und zurück. Und vor Freiwasserschwimmen hab' ich zu viel Respekt, Eigentlich würde ich mal gerne den lokalen Badeseee durchqueren, aber wenn ich da einen Krampf bekommen sollte, hätte ich gerne ein Bötchen nebenan...

@Lilly

Ich weiß nicht, ob Du meinen allerersten Post im "warum habt Ihr mit dem Laufen angefangen"-Thread kennst (den habe ich im ersten Post dieses Fadens hier verlinkt), ich habe mit dem Schwimmen sogar schon mehr als ein halbes Jahr vor dem Laufen angefangen, um auf ein Läufergewicht von 100 kg herunter zu kommen und eine Minimalausdauer zu entwickeln, um überhaupt mit dem Laufen anfangen zu können. Ein Laufversuch ohne diese Vorbereitung war vor ein paar Jahren kläglich gescheitert. Ich verdanke dem Schwimmen also gewissermaßen das Laufen. Das mit der Verletzung dieses Jahr ist echt ärgerlich, aber so sind schon 165 geschwommene Kilometer seit Dezember zusammen gekommen. Ohne die hätte ich wohl immer noch mindestens 95 kg drauf (es sind jetzt rund 87).

Lilly*
27.07.2016, 23:58
Das mit der Verletzung dieses Jahr ist echt ärgerlich, aber so sind schon 165 geschwommene Kilometer seit Dezember zusammen gekommen. Ohne die hätte ich wohl immer noch mindestens 95 kg drauf (es sind jetzt rund 87).

Ich frag mich ja immer, wie man mit Schwimmen abnehmen kann... :confused:
Ich wär ja nach 165km Schwimmen fett.
Nichts, aber auch gar nichts, verursacht bei mir so einen unstillbaren Heißhunger wie Schwimmen. War schon damals als Kind so. Schwimmen, danach Pommes, nochmal Pommes, noch eine Pommes mit Frikandel, 3 Eis und Kuchen und dann müde.
Schwimmen, Fressattacke, schlafen. So sieht´s aus! :nene:

Catch-22
28.07.2016, 00:09
@Catch-22

Im Moment nimmt mich meine Frau zu sehr in Beschlag, sie will auch was vom Urlaub haben
...
Und vor Freiwasserschwimmen hab' ich zu viel Respekt,

Warum nimmst deine Frau nicht einfach mit? :P

Den Respekt verliert man schnell. Im Bodensee bin ich immer gern geschwommen. Seit dem weiß ich auch, mein Problem ist eigentlich nicht das Schwimmen sondern das Schwimmbad. Im Freiwasser kann ich mich mit dem Schwimmen sehr gut anfreunden, dern Ehrgeiz auch richtig Techniken zu lernen hatte ich bisher jedoch noch nicht. Kommt aber vielleicht noch, mal schauen.



Nichts, aber auch gar nichts, verursacht bei mir so einen unstillbaren Heißhunger wie Schwimmen. War schon damals als Kind so. Schwimmen,
danach Pommes, nochmal Pommes, noch eine Pommes mit Frikandel, 3 Eis und Kuchen und dann müde.
Schwimmen, Fressattacke, schlafen. So sieht´s aus! :nene:
Könnte auch ich nach dem Laufen sein. Umso mehr ich laufe, desto verfressener werde ich. :hihi:

Alderamin
28.07.2016, 00:18
@Lilly

Na, wenn Du nach dem Schiwmmen so Hunger hast, hast Du offenbar viele Kalorien verbraucht. Ich esse nach dem Schwimmen mein normales Abendessen, wie immer. Oder mittags etwas Obst. Trinke jedoch viel, ich trockne von innen regelrecht aus beim Schwimmen.

So, und meinem Tablet geht jetzt gleich der Saft aus, deswegen wünsche ich allen an dieser Stelle eine gute Nacht! :hallo:

RunningPotatoe
28.07.2016, 17:39
Finde gut, dass du auch berichtest, wenn Laufen grad nicht geht.
+1

Da kann ich hier noch von lernen.

Alderamin
28.07.2016, 17:50
Warum nimmst deine Frau nicht einfach mit? :P

Wie gesagt, Strand ist nicht so ihr Ding, schwimmen schon gar nicht. Ob das Mallorca, Gürzenich, oder Eschauel ist... Radfahren tun wir schon zusammen, aber die Tour um den Rursee sei ihr zu anstrengend. Mir ist sie eigentlich schon zu lasch.


Den Respekt verliert man schnell. Im Bodensee bin ich immer gern geschwommen. Seit dem weiß ich auch, mein Problem ist eigentlich nicht das Schwimmen sondern das Schwimmbad. Im Freiwasser kann ich mich mit dem Schwimmen sehr gut anfreunden, dern Ehrgeiz auch richtig Techniken zu lernen hatte ich bisher jedoch noch nicht. Kommt aber vielleicht noch, mal schauen.

Im Gardasee bin ich mal ein bisschen herumgeplanscht (und natürlich im Meer), aber das waren nie Strecken. Beim Meer hätte ich Schiss, im Tiefen in eine ablandige Strömung zu geraten, bei einem See würde ich höchstens parallel zum Ufer schwimmen, wegen Wadenkrampfgefahr (Krämpfe scheine ich schneller im kalten Wasser zu bekommen). Der Gardasee wäre da sehr gut geeignet, der ist nämlich wenige Meter vom Ufer sofort tief. Der Rursee auch, aber da darf man nur an wenigen Stellen schwimmen.

Nein, im Grunde genommen ist mir das Wasser immer noch nicht geheuer, aber als Trainingsmedium gut zu gebrauchen.

A propos: eben wieder geplanscht, die Rechtsatmung musste ich nochmal von vorne lernen, aber am Ende der 1 3/4 Stunde schwamm ich ein paar Bahnen im Dreierzug, ganz ohne Atemnot. Und: 3:09 / 100 m. YESS!

Lilly*
28.07.2016, 17:57
Ich habe einen See mal mitten durchschwommen, aber je älter ich werde, desto vorsichtiger oder ängstlicher, merke ich.
Da denke ich nun schon eher darüber nach: "Was ist, wenn du plötzlich irgendeinen Krampf oder irgendwas bekommst?"
Das Risiko ist gering, wann bekomme ich sowas schon mal, aber was wenn doch? Man hat ja schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.
Dennoch versuche ich mich gegen diese "Entwicklung" zu wehren.

Beim Schnorcheln an den Korallenriffen fühlte ich mich z.B. total plemplem. Auf der flachen Seite des Korallenriffs alles i.O. Aber ich fühlte mich auf der anderen Seite, wo es tief dunkel runter ging, total mulmig, als könnte ich irgendwie "runterfallen". Kompletter Blödsinn, aber nach der Beichte von crsieben hier meine offene Beichte. :D

Dafür habe ich mich dann später getraut, mitten im Indischen Ozean vom Katamaran zu springen und im offenen Meer rumzuschwimmen.
Ganz seltsam. Eigentlich ist nichts anders. Du schwimmst und es ist Wasser um dich herum, fertig.
Aber was der Kopf mit einem anstellt... ob das 2m Wasser unter dir sind, 10m oder 4.000m.... uijjuiuiij... :peinlich:

Alderamin
28.07.2016, 18:08
Da denke ich nun schon eher darüber nach: "Was ist, wenn du plötzlich irgendeinen Krampf oder irgendwas bekommst?"
Das Risiko ist gering, wann bekomme ich sowas schon mal, aber was wenn doch?

Ich hab' zweimal einen richtigen Krampf beim Schwimmen gehabt. Einmal haben mich gleich zwei Frauen "gerettet", und einmal kam der Krampf, als ich die Leiter hoch aus dem Wasser kletterte. In einem Schwimmbad, wo ich schwimmen musste, als das andere renoviert wurde, merke ich das Verkrampfen viel früher als in dem Hallenbad, wo ich normalerweise schwimme. Unterschied: im ersten ist das Wasser spürbar kälter.


Beim Schnorcheln an den Korallenriffen fühlte ich mich z.B. total plemplem. Auf der flachen Seite des Korallenriffs alles i.O. Aber ich fühlte mich auf der anderen Seite, wo es tief dunkel runter ging, total mulmig, als könnte ich irgendwie "runterfallen". Kompletter Blödsinn, aber nach der Beichte von crsieben hier meine offene Beichte. :D

Ach, da muss ich auch mal was beichten. 1998 zur Sonnenfinsternis auf Curacao, da hatte ich mir an meinem Geburtstag einen Schnorchelausflug gegönnt. Mit dem Boot sind wir rausgefahren worden und dann Flossen und Brille an und rein ins Wasser, das ein paar Meter tief war. Aber es schwappte gewaltig, das Boot ging rauf und runter, mir kam Wasser in die Brille rein (damals noch Vollbartträger) und die Flossen hinderten meine Bewegungen. Mich befiel Panik. Ich war schneller wieder aus dem Wasser raus, als ich drinnen war. Hab' mich total geschämt. Den Tour-Guides war's relativ egal, geholfen hat keiner. Eine Treibhilfe hätte vermutlich geholfen. Dabei bin ich Tage zuvor noch im Flachen am Ufer herumgepaddelt, ohne Problem, und hab' die tollsten Fische gesehen. War einfach nicht mein Tag.


Dafür habe ich mich dann später getraut, mitten im Indischen Ozean vom Katamaran zu springen und im offenen Meer rumzuschwimmen.
Ganz seltsam. Eigentlich ist nichts anders. Du schwimmst, es ist Wasser um dich herum. Aber was der Kopf mit einem anstellt... ob das 2m Wasser unter dir sind, 10m oder 4.000m.... uijjuiuiij... :peinlich:

Wie am Gardasee. Grüne Finsternis unter mir. Aber das Ufer war nicht weit.

Meerwasser trägt aber viel besser. Toter Mann spielen geht im Meer definitiv viel besser als im Schwimmbad oder See.

Alderamin
28.07.2016, 18:53
Im Gardasee bin ich mal ein bisschen herumgeplanscht (und natürlich im Meer), aber das waren nie Strecken.

Wo wir gerade davon redeten: Was es nicht alle gibt (http://www.spiegel.de/reise/europa/schwimmwanderung-in-slowenien-bis-der-flow-kommt-a-1105020.html)! Und das Bötchen ist auch mit dabei. :D

Alderamin
01.08.2016, 13:49
Nochmal kurzer Bericht vom Schwimmen:

Gestern fing ich schon früh mit der Rechtsatmung an. Ich hatte mir vorgenommen, zunächst einige Bahnen abwechselnd links und rechts zu atmen (also eine Bahn links, die nächste rechts), danach einige Bahnen hintereinander nur rechts, und nachher dann Dreierzug mit beidseitiger Atmung.

Positiv war, dass ich bei der Rechtsatmung nicht wieder bei 0 anfing, die grundsätzliche Bewegung war schon im Hirnstamm gespeichert. Aber der Durchzug des linken Arms ließ zu wünschen übrig, und dann fehlt der Auftrieb, um den Kopf hoch genug übers Wasser zu bringen, um lange genug Luft holen zu können, da war dann öfters mal ein Schluck Wasser dabei. Auch die Drehung war nicht gut; manchmal kam der linke Arm gar nicht richtig übers Wasser, und wenn die Drehung nach rechts nicht klappt, dann wird die nach links zum Rechtsatmen auch nicht gut. Na ja, nach ein paar Bahnen achtete ich auf die Fehler und bekam dann die Rechtsatmung eine Bahn lang hin.

Aber irgendwie strengt mich diese Seite erheblich mehr an. Am Ende der Bahn bin ich außer Puste und bin dann froh, auf die andere Seite wechseln zu dürfen, die mir mittlerweile so leicht wie Brustschwimmen fällt. Da kann ich dann auf der Bahn zurück wieder zu Puste kommen und den Herzschlag senken (laut Pulsuhr, die im Wasser allerdings nur kurzfristig realistische Werte liefert, war ich bei etwa 150, das ist der Puls, den ich beim flotten Dauerlauf habe; HFmax dürfte irgendwo knapp unter 180 liegen).

Nach einer Stunde oder so war die Atmung ruhiger, die Armzüge und die Drehung besser, und ich war am Ende der Bahn nicht so außer Atem. Dann ging ich die reine Rechtsatmung an, und das klappte dann auch eine gute halbe Stunde lang. Dann musste ich eine Viertelstunde Brust einstreuen, weil die Beine etwas zu verkrampfen drohten. Die letzten guten 20 Minuten versuchte ich mich dann an Dreierzügen. Manchmal musste ich zwar noch zwei, dreimal auf der gleichen Seite atmen (meistens auf meiner Lieblingsseite links), aber manche Bahn klappte dann auch komplett im Dreierzug mit abwechselnder Atmungsseite. Nie würde ich das am Anfang der Einheit hinbekommen, da schnappe ich nur nach Luft. Am Ende werden die Bewegungen langsamer, und dann geht es auf einmal. Eigentlich müsste die Luftnot auch gut für die Grundausdauer sein. Soll der Körper lernen, mit knappen Ressourcen auszukommen und die verfügbare Luft effizient zu den Muskeln zu bringen. Bin gespannt, wie sich die letzten Wochen Kraultraining auf das Laufen auswirken.

Ich wollte die 160 Bahnen voll machen und war nicht sicher, ob ich eine Fehlzählung dabei hatte (prellende Taste oder automatische Rundenzählung schlägt zu, während ich gleichzeitig manuell drücke), daher hing ich noch zwei Bahnen dran. War aber am Ende alles korrekt gezählt, 162 Bahnen = 4050 m in 2:06:52, macht 3:08 min/100 m. Wieder eine Sekunde schneller als letztesmal und damit neuer Rekord, und das auf Langstrecke. :)

4 km ist gewissermaßen meine Halbmarathondistanz beim Schwimmen. Die will ich mal unter 2h schaffen. Anfangs, im Bruststil, brauchte ich ca. 2h17 - fast genau so lange wie mein erster Trainings-HM beim Laufen. Mittlerweile sind es 2:05:17. Mit etwas weniger Luft schnappen am Bahnende und konsequent durchgekrault sollte ich das bald hinbekommen.

Wochenausblick:

Ab heute hat meine Halle leider wegen Renovierungsarbeiten für 3 Wochen zu. Morgen soll es regnerisch werden, da werde ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, dann muss ich wohl bei "Monte Mare" in Kreuzau schwimmen (Rostflecken am Boden, trübes Wasser und muffige Toilette, igitt!), da ist während der Ferien kein Schul- und Trainingsbetrieb im Sportbecken und ich kann bis 21:15h schwimmen. Donnerstag habe ich einen Termin nach der Arbeit, da kann ich weder radfahren noch schwimmen. Freitag soll es trocken sein, da werde ich voraussichtlich wieder radfahren. Und Sonntag mal schauen. Vielleicht laufe ich diese Woche auch schon das erste Mal 4 km in 400-Meter-Abschnitten mit Gehpausen, wozu Udo mir riet (also zu den Gehpausen).

Alderamin
02.08.2016, 23:37
Morgen soll es regnerisch werden, da werde ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, dann muss ich wohl bei "Monte Mare" in Kreuzau schwimmen (Rostflecken am Boden, trübes Wasser und muffige Toilette, igitt!), da ist während der Ferien kein Schul- und Trainingsbetrieb im Sportbecken und ich kann bis 21:15h schwimmen.

Zur Ehrenrettung von Monte Mare muss ich sagen: die Rostflecken waren weg, das Wasser war klar (wenn auch weniger gechlort als in Düren), es war sogar mal nicht so eiskalt, dass man gleich Krämpfe kriegt, und die Toilette war sauber und Muff-frei.

Und nicht viel los im Sportbecken, hatte mehr als genug Platz. Gleich mit Rechtsatmung eingestiegen und dann ca. die Hälfte der Zeit Dreierzüge gemacht, ging nachher richtig gut, bis auf wenige Aussetzer, wo ich dann doch 2-3-mal auf derselben Seite atmete. Kein Wasser geschluckt. Zwar nur 1h26 geschwommen, da ich nur 2h bezahlen wollte (und das Umziehen dauert ja auch), aber (Trommelwirbel):

3:04/100 m!

Nochmal so ein Satz nach unten wie vom letztenmal, und ich bin unter 3:00. :) Kaum noch Brustanteil, vielleicht 10 von den 110 Bahnen. So muss das. Und die fallen bald auch noch weg. Muss anfangs nach jeder Bahn die Schwimmbrille richten, bis sie dicht ist. Da sickert sonst immer Wasser rein, das mir beim Kraulatmen ins Auge läuft. Das ist das einzige, was ich noch abstellen muss, dann kann ich durchkraulen.

Catch-22
04.08.2016, 12:39
Vielleicht laufe ich diese Woche auch schon das erste Mal 4 km in 400-Meter-Abschnitten mit Gehpausen, wozu Udo mir riet (also zu den Gehpausen).

Wie schaut es aus, wird noch gelaufen oder doch nicht?

Alderamin
04.08.2016, 13:26
Ich wäre ja gestern schon, aber meine Frau wollte die Schwiegereltern nicht zu lange warten lassen mit der gemeinsamen Tour über die Annakirmes. Heute Abend, hoffe ich. Hab' aber vorher noch einen Termin, bei dem ich nicht genau weiß, wie lange er dauern wird. Morgen wird jedenfalls Fahrrad gefahren.

Alderamin
05.08.2016, 00:22
Schwimmen, Radfahren, alles cool. Aber Laufen...

BOAH, WAR DAS SCHÖN !!!

Die laue Abendluft bei 19°, das Licht, die Vogelstimmen... und ich hab' mich leicht gefühlt wie eine Feder, als hätte ich die 17 kg gerade erst auf einen Schlag verloren. Wie ein abgelegter Sack Steine!

Bin 6 x 400 m mit 200 m Gehpausen gelaufen, und dann noch 410 m bis nach Hause. Sehr locker, mit federnden Schritten. Schrittfrequenz lag bei 165. Die Intervallpaces waren 6:30 (da war GPS nocht nicht erfasst, stimmt wohl nicht), 5:41, 5:47, 5:34, 5:52, 5:35 und 5:40. Puls 133 in den Intervallen (ca. 75% HFmax). Vielleicht ist es nur den Gehpausen geschuldet, aber ansonsten wäre ich wieder in der Laufpause um 15s/km schneller geworden. Verblüffend. Mal schauen, was herauskommt, wenn ich nächste Woche ohne Gehpausen laufe.

Bei der ersten Gehpause kam mir ein großer Hund entgegen gerannt und bellte böse, während die junge Besitzerin vergeblich hinter ihm herbrüllte. Bin einfach stehen geblieben, hab' ihm immer die Vorderseite zugedreht und auf ihn eingeredet, bis sie da war. "Er hat Sie bestimmt mit meinem Feund verwechselt!" entschuldigte sie sich. "Dann hätte er aber bestimmt nicht so böse gebellt", gab ich zu bedenken. "Er hat Sie dann ja erkannt!" Aha. Oder eben gerade nicht.

Bei der dritten Laufpause kam eine Familie mit radfahrendem Kind und kleinem Hund am Fluss entgegen. "Der tut aber nix!" meinte die junge Frau, als ich in die Gehpause wechselte. "Er sieht auch nicht so aus. Das Gehen war schon so geplant, hat nichts mit dem Hund zu tun", antwortete ich. Haben dann noch ein paar nette Worte gewechselt. War einfach schön heute. Unterwegs noch ein paar Markierungen von Burnys Zehner überlaufen. Und mit einem Strahlen im Gesicht unter die Dusche. Es läuft wieder! :D

taeve
05.08.2016, 07:21
... mit einem Strahlen im Gesicht unter die Dusche. Es läuft wieder! :D

Kann ich gut nachempfinden, laufe ja selbst erst seit 1,5 Wochen wieder. Weiter so! :daumen:

FeldWaldWiese
05.08.2016, 17:31
Bei der dritten Laufpause kam eine Familie mit radfahrendem Kind und kleinem Hund am Fluss entgegen. "Der tut aber nix!" meinte die junge Frau, als ich in die Gehpause wechselte. "Er sieht auch nicht so aus. Das Gehen war schon so geplant, hat nichts mit dem Hund zu tun", antwortete ich. Haben dann noch ein paar nette Worte gewechselt. War einfach schön heute. Unterwegs noch ein paar Markierungen von Burnys Zehner überlaufen. Und mit einem Strahlen im Gesicht unter die Dusche. Es läuft wieder! :D

Du musst dich doch für Gehpausen nicht entschuldigen:zwinker2:. Die gehören doch zum Laufen dazu :D.

Schön, dass Du wieder unterwegs bist :daumen:

Alderamin
05.08.2016, 17:41
Du musst dich doch für Gehpausen nicht entschuldigen:zwinker2:. Die gehören doch zum Laufen dazu :D.

Na ja, bei dem Tempo eigentlich noch nicht. Wurden mir aber zum Einstieg dringenst empfohlen. Wenn Udo mitliest: :hallo:


Schön, dass Du wieder unterwegs bist :daumen:

Finde ich auch :nick:. Und mit neuem Einstiegsplan dann hoffentlich auch länger als letztesmal (3 Wochen).

RunningPotatoe
06.08.2016, 09:16
Alles Gute zum Wiedereinstieg auch von meiner Seite. :daumen:

Diesmal klappt's nachhaltig, ganz bestimmt !

Alderamin
07.08.2016, 13:46
Nettes Läufchen heute morgen, mitten in der Nacht um 8h50 :D. War zwar "offiziell" (also auf unserem Thermometer auf der Nordseite des Hauses im Schatten) nur 18,5° (Garmin-Connect faselt sogar was von 16,1° pfffh), kam mir aber wesentlich wärmer in der Sonne vor, als ich vor die Türe trat.

Wieder die Runde an die Rur und zurück, wie letztesmal, aber diesmal durchgelaufen. Keine Hundebegegnungen; doch, eine Dame mit kleinem Hund ganz zu Anfang, der Hund und ich ignorierten uns gegenseitig, die Dame grüßte ich artig. Und ein paar Tour-de-France-mäßig eingekleidete Radfahrer vom Verein "Staubwolke Hoven", die gerade ihre Tour starteten und mich fast und ohne Not über den Haufen gefahren hätten. :motz:



Split

Zeit
Distanz
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Max. HF
Ø SPM
Max. SPM
Ø Schrittlänge


1
5:58.1
1
05:58
05:34
117
137
154
162
1,09


2
5:40.9
1
05:41
05:32
139
146
161
167
1,09


3
5:44.0
1
05:44
05:19
145
153
160
164
1,09


4
5:41.3
1
05:41
05:35
147
156
159
162
1,11


5
0:19.8
0,06
05:21
05:40
150
150
159
161
1,18


Übersicht

23:24.1
4,06
05:46
05:19
137
156
158
167
1,1



HF natürlich höher als mit Gehpausen, aber nur 2% waren im orangen Bereich Z4, alles sonst GA1/GA2. Heute war etwas weniger Schweben, einerseits wegen der Hitze, andererseits hatte ich immer noch das Radfahren von Freitag in den Waden.

Mit der Schrittfrequenz bin ich nicht zufrieden, fühlte sich zwar richtig an, bin auch betont auf dem Ballen gelandet und mit diesem dann auch wieder bewusst vom Boden abgedrückt, aber nur der 2. km war annähernd schnell genug getreten. Muss wohl mal die Geheimwaffe iPod mit 170-BPM- Playliste einsetzen.

Aber das Tempo gefällt mir :nick:. Gebe jedoch zu, als ich nach dem ersten Kilometer nur 5:58 auf der Uhr las, gab ich ein wenig Gas. Fühlte sich aber trotzdem noch locker und leicht an, das hätte ich auch noch so weiter laufen können, wenn ich nicht nach 4 km schon zu Hause gewesen wäre.

Der letzte Kilometer war komplett Asphalt: Radweg neben der Straße und Trottoir. Unterwegs kam mir der Gedanke, ich könnte den ja barfuß laufen, aber so früh im Wiedereinstieg nach Riss im Fersenbein traute ich mich dann doch noch nicht. Aber demnächst werde ich das genau so machen.

Kommende Woche wird's schwierig mit Schwimmen, nur Freitag geht. Dienstag Abend Geburtstag vom Vater, Mittwoch und Donnerstag Dienstreise. Mal schauen, vielleicht laufe ich Dienstag früh und gehe Freitag schwimmen.

Edit: VO2Max übrigens von 44 auf 45 verbessert. :)

Alderamin
08.08.2016, 17:04
Kommende Woche wird's schwierig mit Schwimmen, nur Freitag geht. Dienstag Abend Geburtstag vom Vater, Mittwoch und Donnerstag Dienstreise. Mal schauen, vielleicht laufe ich Dienstag früh und gehe Freitag schwimmen.


Hab' mir eben extra ein Hotel mit Pool gesucht, der bis 23h geöffnet ist. :nick:

Werde vermutlich/hoffentlich der einzige im Wasser sein um diese Zeit.

Alderamin
09.08.2016, 09:36
Da ich heute Abend eine Einladung habe, muss das Schwimmen ausfallen. Was macht man, wenn man keine Zeit zum Schwimmen hat? Laufen, das geht schneller!

Wecker also eine halbe Stunde früher gestellt. Die Sonne lacht zum Fenster rein. Ich also rasiert, Katzen versorgt, Laufklamotten an - aber was, wie ist die Temperatur? 13,5°. Also besser Unterhemd unterm kurzen Laufshirt. Ich ziehe mir die Schuhe an, gucke nochmal aus dem Fenster - wieso ist es auf einmal so dunkel? Platzregen!

Habe ein paar Minuten in der Haustüre gewartet, musste ich sowieso wegen GPS-Erfassung, aber es sah nicht aus, als wenn es aufhörte, lies nur ein bisschen nach. Keine Regenjacke an, keine Schirmmütze über der Brille. Schlüssel hatte ich nicht dabei, wollte meine Frau erst bei der Rückkehr aus dem Bett klingeln. Na ja, dann eben so los.

War ziemlich frisch, dürfte auf 10° abgekühlt sein. Gut, dass ich das Unterhemd drunter hatte. Die Finger wurden im Regen eiskalt. Ich nahm nachher die Brille in die Hand, weil ich ohne mehr sah als mit. Da das mit Schweben nicht viel zu tun hatte, habe ich Gas gegeben, um's schnell hinter mich zu bringen. War dann schon ein bisschen Tempolauf.

Auf den letzten 500 m hörte es dann auf zu regnen und seitdem ist der Himmel strahlend blau.

Das kam dann am Ende raus:



Split

Zeit
Distanz
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Ø SPM
Max. SPM
Ø Schrittlänge


1
5:29.4
1
05:29
05:14
130
165
169
1,1


2
5:35.9
1
05:36
05:15
141
164
169
1,09


3
5:43.8
1
05:44
05:26
152
161
166
1,09


4
5:23.4
1
05:23
05:10
150
163
167
1,14


5
0:11.1
0,04
04:26
05:02
154
167
169
1,35


Übersicht

22:23.5
4,04
05:32
05:02
143
163
169
1,1



Schrittfrequenz war diesmal ca. 50% der Zeit im Grünen (Garmin Connect stellt das farblich dar), wohl vor allem, weil ich's eilig hatte. Die Schrittlänge war dieselbe wie letztesmal. Den Wert in Split 5 braucht man nicht beachten, das waren nur 40 m bergab.

Die Spalte Maximale HF habe ich mal weggelassen, ich weiß nicht, was ich von den Pulszahlen halten soll. An der langsamsten Stelle bei km 3 soll ich mal eine Viertelminute lang abrupt 179 (von vorher 142), abfallend auf 170, gehabt haben. 178 hatte ich bisher für meine HFmax gehalten. Ich halte es für eine komplette Fehlmessung der Uhr. Wenn wenigstens die Durchschnittszahlen halbwegs stimmen (wobei Split 3 ein wenig zu hoch sein dürfte), dann war das GA2. VO2max soll 47 sein.

Alderamin
12.08.2016, 11:29
Hab' mir eben extra ein Hotel mit Pool gesucht, der bis 23h geöffnet ist. :nick:

Werde vermutlich/hoffentlich der einzige im Wasser sein um diese Zeit.

Das war genial. Das Becken war zwar nur 11 oder 12 m in der Diagonalen (war nicht einmal rechteckig, abgeschrägte Kanten), aber in der Tat war ich die meiste Zeit alleine zwischen 21:00 und 23:00 (nur zwei Saunagänger kamen mal kurz zum Abkühlen dazu). Bin fast die ganze Zeit (1:36 in Summe) im Dreierzug gekrault. Hatte keine Luftnot und kein Wasser geschluckt. Ich würde sagen: Kraulschwimmen kann ich jetzt. Werde das versuchen, heute im 25m-Becken zu verifizieren und bin auf die Pace gespannt. Ich komme nämlich beim Unterwasserzug ohne Atmung gefühlt schneller voran.

Aufschlussreich fand ich die Olympia-Schwimmwettbewerbe. Da wurde dann doch im Zweierzug geatmet. Klar, die sind natürlich beim Sprint an der Grenze. Sind ja auch einfach mal 4mal so schnell wie ich unterwegs. :peinlich:

Murks
12.08.2016, 12:10
[I]Das

Aufschlussreich fand ich die Olympia-Schwimmwettbewerbe. Da wurde dann doch im Zweierzug geatmet. Klar, die sind natürlich beim Sprint an der Grenze. Sind ja auch einfach mal 4mal so schnell wie ich unterwegs. :peinlich:

Es ist im Wettkampf auch eher so, dass um so weniger geatmet wird, je kürzer die Strecke ist. Bei 50 m kann man ja atmen, wenn man im Ziel ist...

Vielleicht ein allgemeiner Tipp, wenn du weiterhin lernen willst, schneller zu schwimmen: Schwimm nicht so lange Strecken am Stück, sondern mach besser viele Pausen. Und es muss auch nicht annähernd so viel insgesamt sein. Es kommt im Moment mehr darauf an, die Technik zu lernen.

Gruß
Markus

Alderamin
12.08.2016, 12:55
Es ist im Wettkampf auch eher so, dass um so weniger geatmet wird, je kürzer die Strecke ist. Bei 50 m kann man ja atmen, wenn man im Ziel ist...

Stimmt, irgendwer hatte mal in einem Forum ein Video verlinkt, wo jemand eine Rekordzeit im Rückenschwimmen (2 Bahnen?) geschwommen ist, die er komplett unter Wasser absolvierte. Wurde aber nicht anerkannt, man muss atmen, sonst ist es nicht regelgerecht. Ich würde aber spätestens beim 5. Kraulzug ertrinken - 4 habe ich mal aus Versehen geschafft :zwinker2:, da war es schon eng.


Vielleicht ein allgemeiner Tipp, wenn du weiterhin lernen willst, schneller zu schwimmen: Schwimm nicht so lange Strecken am Stück, sondern mach besser viele Pausen. Und es muss auch nicht annähernd so viel insgesamt sein. Es kommt im Moment mehr darauf an, die Technik zu lernen.

Danke für den Tipp, ich schwimme im Moment ja auch, um das Gewicht zu halten, ich darf ja noch keine großen Strecken laufen nach der Verletzung. Ich könnte natürlich eine Hälfte der 1 3/4 Stunden Intervalle versuchen und die zweite Hälfte in langsamem Tempo absolvieren, um noch ein paar Kalorien zu verbrennen.

Hast Du einen Tipp für mich, wie ich in einer 25-m-Halle die Intervalle staffeln soll? Wieviele Bahnen in einem Intervall und wie lange Pause dazwischen? Und wie geht man die an, so schnell es geht? Ich habe irgendwie nie das Gefühl, dass ich sehr viel schneller schwimmen könnte, als ich es tue, aber das mag an den von Dir angesprochenen fehlenden Pausen liegen. Meine allererste Bahn ist nämlich immer eine der schnellsten, obwohl ich die ohne jede Tempoambition angehe, im Gegenteil.

RunningPotatoe
12.08.2016, 13:14
Ts, ts ... dass Laufen süchtig machen kann, ist ja allgemein bekannt. Aber Schwimmen offenbar auch, wie man hier lernen kann. :D

Ich bewundere deine Ausdauer und Zielstrebigkeit. :daumen:

Murks
12.08.2016, 13:29
Bin gerade etwas eingeschränkt, da im Urlaub und nur mit dem Telefon im Internet. Vielleicht in Kürze, was ich gemacht hab. Die ersten 1 1/2 Jahre bin ich immer nur eine halbe Stunde im Wasser gewesen. Zuerst eine Bahn am Stück, dann zwei, irgendwann gingen plötzlich vier. Ich habe mich immer bemüht, “zügig“ zu schwimmen, nicht unbedingt volles Rohr, sondern noch kontrolliert (soweit man das so nennen konnte...) Die Pausen waren einfach so lang, bis ich wieder normal atmen konnte... Mit der Zeit wurden die Strecken länger, und ich hab mal 1000 m am Stück versucht. Dazu ein paar Technikübungen, aber nicht viele.

Später mehr, wenn gewünscht...

Gruß
Markus

P. S.: Du meinst vermutlich 100 m Rücken 1988 in Seoul. War damals erlaubt, heute muss man nach 15 m auftauchen.

Alderamin
12.08.2016, 14:28
Ts, ts ... dass Laufen süchtig machen kann, ist ja allgemein bekannt. Aber Schwimmen offenbar auch, wie man hier lernen kann. :D

Ach, nö, der Suchtfaktor ist da nicht so gegeben, wie beim Laufen, es macht einfach so Spaß und ist nicht so anstrengend (finde ich jedenfalls). Bin ja mehr oder weniger zwangsweise in die Situation geraten, eine Ausweichsportart betreiben zu müssen. Als ich im November den vorherigen 50er-Chip kaufte, fragte ich mich, wann ich den wohl verbrauchen will - jetzt habe ich schon den nächsten in Benutzung. Und da ich sowieso immer schon kraulen lernen wollte - das war einer meiner Vorsätze am letzten Silvester -, habe ich das eben durchgezogen. Jetzt wäre dann ein Schwimmabzeichen das nächste große Ziel, dann wird's nicht langweilig. Schon um mit meinem Alten gleichzuziehen. :D Der bildet sich immer was drauf ein, dass er stets so sportlich war, Schwimmen, Tennis und so. Bei meinem 10er war er nicht mal im Publikum dabei. Ob ich denn gewonnen hätte fragte er nachher... :tocktock:

Aber das Schöne am Schwimmen ist, dass einem das Wetter so scheißegal sein kann. Vielleicht bin ich ein Weichei, ich bin ja auch schon mehrfach im Regen gelaufen (mehrfach mit anschließend blutigen Brustwarzen, weil die nassen Klamotten viel mehr scheuern), aber richtig Spaß hatte ich nicht daran, außer wenn's richtig warm war. Trainingsplan ist Trainingsplan und muss eingehalten werden, da reiße ich mich dann auch zusammen, aber wenn ich nur für mich Sport mache, dann kann auch schon mal eine Laufeinheit buchstäblich ins Wasser fallen.:zwinker2: Wenn schon nass, dann richtig.


Ich bewundere deine Ausdauer und Zielstrebigkeit. :daumen:

Danke, aber darin hast Du mir noch einiges voraus. Ich gebe das gleich mal wieder zurück!

Alderamin
12.08.2016, 14:43
Ich habe mich immer bemüht, “zügig“ zu schwimmen, nicht unbedingt volles Rohr, sondern noch kontrolliert (soweit man das so nennen konnte...) Die Pausen waren einfach so lang, bis ich wieder normal atmen konnte... Mit der Zeit wurden die Strecken länger, und ich hab mal 1000 m am Stück versucht. Dazu ein paar Technikübungen, aber nicht viele.
Ok, dann versuche ich einfach mal, mehr Gas zu geben. Mal sehen, was raus kommt.


Du meinst vermutlich 100 m Rücken 1988 in Seoul. War damals erlaubt, heute muss man nach 15 m auftauchen.

Hab' das Video (https://www.youtube.com/watch?v=Vox9KOxC1ZA) gefunden, war ein Universitätsevent. Wäre eine Sekunde besser als Weltrekord über 50 m gewesen. Wurde nicht anerkannt.

Alderamin
14.08.2016, 12:14
So richtig hat das am Freitag mit den Schwimm-Intervallen nicht geklappt, ich hatte auf der Uhr die Zeitmessung fürs Bahnenschwimmen laufen, und da zählt die Zeit nach 1:50 Minuten eine Runde weiter, da blieb nicht so recht Zeit zur Erholung. Ich habe aber trotzdem Gas gegeben und am Ende etwas länger Luft geholt. Dafür klapppte der Dreierzug dann nicht. Zusätzlichen Antrieb gaben drei Schwimmer auf der Sportbahn, die regelmäßig an mir vorbeizogen, und bei denen ich vergeblich versuchte, gegenzuhalten. Am Ende war der Schnitt allerdings 3:01/100m, das ist bis jetzt meine beste Schwimmpace über die 1,5 Stunden.

Ich muss mir mal durch den Kopf gehen lassen, ob und wie ich am besten die Runden beim Intervallschwimmen zähle.

Heute war dann endlich wieder Laufen dran. Herrliches Wetter, leicht bewölkt bei 19°C, kein Wind. Die erste Steigerung auf 5 km war angesagt. Der Start war super, ich merkte die hohe Schrittfrequenz und das hohe Anfangstempo, 5:20 zeigte die Rundenpace nach den ersten 300 m.

5 km? Das wäre eine Gelegenheit, meine persönliche Bestzeit zu verbessern. Die stammte von einem TDL vor der letzten Laufpause und lag bei 27:28, danach war ich ziemlich alle gewesen. Heute wollte ich mich allerdings nicht dermaßen verausgaben, sondern lief einfach zügig durch. Die Schrittfrequenz war 2/3 der Strecke im grünen Bereich oberhalb 164, maximal sogar 177 ganz zu Beginn. Die Schritte waren aber etwas länger als bei den letzten Läufen. Beim ersten Kilometer hatte ich anfangs hohes Tempo und nachher ging es leicht bergan, was die Rundenpace drückte und die Schritte kürzer machte. Am Ende des Laufs nach der Steigung bin ich mit kleiner Schrittfrequenz und langen Schritten geschlurft.

Die HF war am Ende nur zu 22% GA2 und zu 69% in der orangefarbenen Z4-Zone, aber immer aerob. Es gab ein paar Hügel, die bei der maximalen Pace ziemlich hohe bergab-Zahlen ergaben, von solchen Tempi träume ich noch; 5:15 ist das, was auf gerader Strecke derzeit eine Weile zu halten ist. Am Ende des 5. Kilometers ging es noch einmal auf kurze Distanz 6 m bergauf, was mich etwas einbremste und die Pace auf den folgenden 760 m etwas nach unten zog. Im Schnitt wurden es 5:29/km:



Split

Zeit

Distanz

Ø Pace

Beste Pace

Ø HF

Max. HF

Ø Kadenz

Max. Kadenz

Ø Schrittlänge



1
5:37.9
1
05:38
04:34
131
150
164
177
1,08


2
5:25.5
1
05:26
04:41
145
160
163
171
1,13


3
5:21.8
1
05:22
03:20
156
165
162
173
1,15


4
5:19.3
1
05:19
03:41
158
165
161
167
1,16


5
5:32.8
1
05:33
04:44
160
166
161
167
1,12


6
4:16.0
0,76
05:38
04:06
157
163
157
162
1,13


Übersicht
31:33.4

5,76

05:29

03:20

151

166

162

177

1,13




Und damit: Tadaaa... 27:17 auf 5 km. :first: Und diesmal war ich zwar müde in den Beinen, aber von der Lunge her lange nicht so am Ende wie nach dem TDL im Juni. Da ist noch Luft nach oben.

Nachher fahren wir noch ein bisschen Rad an der Maas entlang. Mit dem 10-km-Spaziergang gestern stimmt dann auch der Kalorienverbrauch. Samstag morgen hatte ich mit 86,4 kg mein bisher (jedenfalls in diesem Jahrtausend :)) niedrigstes Gewicht gemessen.

[Edit:] habe gerade festgestellt, dass die hohen Maximalpaces der neuen Firmware geschuldet sind, die misst nämlich Mist. Das sind die Zacken nach oben in der Pace-Kurve (http://forum.runnersworld.de/forum/garmin-forerunner/104135-garmin-forerunner-230-235-und-630-a.html#post2234981). Kann man getrost ignorieren.

Murks
14.08.2016, 22:37
Mach's doch nicht so kompliziert beim Schwimmen. Wenn du die Zeit für 100 m (oder wie lang die Teilstücke auch sein sollen) wissen willst, guck doch einfach auf die Uhr, merk dir die Sekundenanzeige und guck wieder auf die Uhr, wenn du ankommst.

Dass du, wenn du schneller schwimmst, mehr Luft brauchst, ist klar. Atme einfach, wenn's nötig ist. Kannst ja auch eine Bahn rechts, eine links atmen.

Gruß
Markus

Alderamin
14.08.2016, 22:57
Mach's doch nicht so kompliziert beim Schwimmen. Wenn du die Zeit für 100 m (oder wie lang die Teilstücke auch sein sollen) wissen willst, guck doch einfach auf die Uhr, merk dir die Sekundenanzeige und guck wieder auf die Uhr, wenn du ankommst.


Wenn ich nicht so blind wie ein Fisch wäre... ohne Lesebrille erkenne ich gerade mal die Rundenzählung in der größten Zifferndarstellung. :peinlich: Es gibt eine Menge Schwimmbrillen mit Dioptrien, aber nur mit negativen; anscheinend ist es viel leichter, die Brille innen dünner als am Rand zu schleifen, als umgekehrt. Ich brauch' leider +2,5 zum Lesen und +1 zum weit Schauen.

Ich drück' die Runden manuell ab und schaue mir das nachher in der Auswertung an. Da ich aber gelegentlich mal das Drücken verpenne, habe ich mir zusätzlich eine Autolap-Zeit eingestellt, dann stimmen die Runden am Ende. Ich muss halt mal ohne diese Einstellung schwimmen und dann eben mal nicht vergessen, die Runden korrekt abzudrücken, dann klappt's auch mit der Erholung. :zwinker5:

Alderamin
16.08.2016, 09:36
Herrlicher Sonnenschein heute den ganzen Tag bei bis zu 24°. Eigentlich war wieder Radfahren zur Arbeit angesagt, das Fahrrad stand vollgepumpt und mit montiertem Korb hinter Frauchens Auto in der Garage, der Wecker eine dreiviertel Stunde früher. Leider hab' ich mir bei oder nach der Fahrradtour am Sonntag wohl den Rücken in Höhe der Lendenwirbel verkühlt, das wurde gestern Nachmittag immer schlimmer, ich kann mich kaum mehr bücken oder drehen. Bin da etwas empfindlich gegen Zugluft. Der morgendliche Blick auf's Thermometer (12°) hat mich Weichei meinen Plan kippen lassen. Zugluft am verschwitzten Rücken auf dem Fahrrad ist das letzte, was ich jetzt brauche, und einen Nierengurt besitze ich leider nicht. Bevor ich's noch schlimmer mache, habe ich' also mal die Schwimmtasche gepackt und bin mit dem Auto gefahren. Ich weiß aber nicht einmal, ob das mit dem Schwimmen heute und mit dem Laufen morgen klappt. Beschissen. :frown:

Alderamin
16.08.2016, 23:01
Bevor ich's noch schlimmer mache, habe ich' also mal die Schwimmtasche gepackt und bin mit dem Auto gefahren. Ich weiß aber nicht einmal, ob das mit dem Schwimmen heute und mit dem Laufen morgen klappt. Beschissen. :frown:

Hab' mich tagsüber warm gehalten (Jacke um die Hüfte gebunden) und abends war's schon viel besser. Hatte dann mehr Lust auf Laufen. :)
Nochmal 5,76 km. Ein wenig spürte ich die Rückenschmerzen noch, was mich auf ca. 6:05/km bremste, aber man soll das Tempo ja zwischen den Läufen variieren, also reichte mir das. Unterwegs begegnete mir ein anderer Läufer, schlanker als ich aber gleiches Alter, kam mir auf der Rurbrücke entgegen und bog dann vor mir auf den Rurufer-Radweg ab, auf den ich ihm folgte. Er war etwa 20 m voraus. Nach einer halben Minute lief ich an ihm vorbei. Kannte ich sonst nur umgekehrt. :D

Ca. 1 km vor dem Ziel war ich dann auf dem asphaltierten Fahrradweg, wo ich neulich beschlossen hatte, mal barfuß zu laufen. Also Schuhe und Socken aus (der andere Läufer zog jetzt vorbei) und los. Ging erst etwas langsam, aber problemlos. Nach kurzer Zeit hatte ich das ursprüngliche Tempo wieder erreicht, aber schaut mal auf die Schrittfrequenz (gepunktete Linie; Pace = blaue Fläche):

49723

Schuhe aus und zack - wird die Schrittfrequenz grün! Bis zu 175! Nach 1 km zog es dann ziemlich in der Wade, woah! Und als ich beim Strecken war, bemerkte ich eine blutige Wunde unterm linken Großen Zeh, die sich als RIESENBLASE entpuppte, die schon aufgeplatzt war. Rechts am Zeh noch eine kleinere Blase. Und lange nicht mehr Tetanus-geimpft. Na super... hab's ordentlich ausgewaschen, desinfiziert und Pflaster drüber geklebt. Hattet Ihr keine Probleme beim Barfuß-Asphaltlaufen? Vielleicht sollte ich mir auch diese Chalas zulegen, falls die gegen Blasen helfen. Ehe ich da genug Hornhaut habe, kann's dauern.

Alderamin
17.08.2016, 10:30
Irgendwie hat das mit dem Skalieren der Grafik oben auf dem iPad nicht so funktioniert, daher das Bild nochmal, etwas verkleinert:

49733

Da die Rückenschmerzen wieder weg sind, habe ich die Fahrradtour nach Aachen heute morgen nachgeholt: 33,8 km, 1h33 (wobei Autostop anfangs nicht aktiviert war, nachdem ich die Firmware der Forerunner auf 5.07 zurückgerollt hatte), Schnitt 21,7 km/h, Top 39,3 km/h, ØHF 116 bpm, max HF 144 bpm.

Alderamin
19.08.2016, 15:33
Gestern Intervalle geschwommen. 2 Bahnen mit Tempo, dann ca. 1 Minute erholt, Bahnen manuell abgedrückt. Allerdings nicht separat für die Erholung, daher weiß ich gar nicht, wie schnell die Bahnen waren; beim nächsten Mal werde ich die Erholung separat abdrücken oder die Aktivität pausieren.

Jedenfalls von Bahn 18 bis 54 volle Kanne gekrault; bei den ersten Bahnen bin ich auf der Rückbahn nach halber Strecke fast ertrunken und musste abbrechen, weil ich nicht genug Luft bekam (trotz Zweierzug). Danach lief es dann etwas besser, wohl weil ich auch ein wenig langsamer wurde. Nebenan schwamm ein junges Mädel auf der Sportlerbahn, angeleitet von einem Bademeister, der sie anscheinend persönlich kannte. Die schwamm mir vollkommen davon und beherrschte auch die korrekte Kraulwende mit Purzelbaum. Ich fischte den einen oder anderen Tipp vom Bademeister ab, soweit die Ohrenstöpsel das zuließen.

Später in einer Erholungspause sprach mich jemand mit leicht osteuropäischem Akzent an und bewunderte das Tempo der Dame. An mich gerichtet meinte er, ich solle nur so schnell schwimmen, dass ich vom Atmen nicht ermüdete, dann könne ich immer weiter schwimmen. Ich habe ihm erzählt, dass ich Tempo trainierte und normalerweise schon durchschwimmen könnte. Aber nett, wenn sich mal einer kümmert. :) Wir unterhielten uns nett noch ein bisschen. Geht nur, wenn man Erholungspausen macht.

Die letzte halbe Stunde der 1:27 dann durchgekrault, relativ zügig (für meine Verhältnisse), nur gelegentlich Dreierzug. Die besten Bahnen waren um 2:50/100m, die langsamsten 3:08. Jedenfalls war das gefühlt deutlich langsamer als während der Intervalle. Insgesamt wurden es 94 Bahnen (2350 m) in 1:27:38 mit sehr vielen Pausen.

Nächste Woche sind die Schulferien um, da macht das Schwimmbad in Düren wieder auf und ich kann für weniger Geld wieder länger schwimmen, dafür wird es voller sein. Außer am Wochenende.

Alderamin
20.08.2016, 14:41
Heute mal wieder ein bisschen Strecke zugelegt und versucht, das neue Tempo zu halten. Hat nicht ganz geklappt, nach 4 km ging es über eine Rurbrücke, da bin ich etwas eingebrochen, und nach der zweiten Brücke auf km 7 noch mehr. Aber die HF habe ich gehalten, überwiegend GA2.



Split

Zeit

Distanz

Ø Pace

Beste Pace

Ø HF

Max. HF

Ø Kadenz

Max. Kadenz

Ø Schrittlänge



1
5:38.1
1
05:38
05:09
119
142
163
175
1,09


2
5:27.3
1
05:27
05:15
146
149
163
167
1,12


3
5:29.8
1
05:30
04:46
155
166
162
167
1,13


4
5:34.5
1
05:35
05:11
157
166
160
166
1,12


5
5:54.7
1
05:55
04:56
159
164
159
168
1,07


6
5:38.4
1
05:38
05:25
159
164
158
162
1,12


7
5:53.0
1
05:53
04:05
155
161
156
175
1,09


8
5:42.6
1
05:43
05:33
157
161
157
162
1,11


9
0:10.8
0,04
05:02
05:37
158
159
158
159
1,26


Übersicht

45:29.2

8,04

05:40

04:05

151

166

160

175

1,11




Mit der Schrittfrequenz bin ich aber nicht zufrieden. Nur anfangs konnte ich die halten, nach hinten geht die immer mehr in den Keller. Ich hab' mir jetzt endlich mal Playlisten bis 175 bpm aufs iPhone gespielt, die muss ich dringend mal ausprobieren. Mal schauen, wie es sich zu "Highwaystar" von Deep Purple oder "Loser" von Beck laufen lässt (sind nur 86 und 85 bpm, aber die Hälfte der Schrittfrequenz geht auch; echte 174 bpm sind etwa "Celice" von A-HA und "Die Sennerin vom Köngissee" von K.I.Z.).

Übrigens merkte ich nach dem Lauf noch die Auswirkungen vom Barfußversuch am Dienstag. Nicht die Blasen am Fuß, nein die Waden, aua... überlege, meinen Nick in "Noch dickere Wade" ändern zu lassen. :zwinker2:

Alderamin
21.08.2016, 23:32
Heute bin ich gleich nochmal gelaufen und hatte diesmal die Geheimwaffe "Playliste 16-170 bpm" auf dem Player dabei. Hat hervorragend funktioniert. Ich bin bei uns durch den Burgauer Wald gelaufen, einmal um den Wald und die Burg herum, diese Strecke lief ich in meinem ersten Läuferleben fast ausschließlich, allerdings mit 1,5 km Hin- und Rückweg, so dass es knappe 9 km waren. War jetzt das erste Mal seit den frühen 90ern.

Hier ist die Aufzeichnung (ich hoffe, man kann diese sehen und die davor nicht): https://connect.garmin.com/modern/activity/1314230701.

Hier nochmal daraus herausgezogen die Kadenz:
49925

und dazu die Playliste, die währenddessen lief (war auf Zufallswiedergabe gestellt):



Zeit

Interpret

Titel

bpm

Kadenz im Lauf

Empfindung



0:00-1:43
Plastic Bertrand
Ça plane pour moi
83
166
super!


1:44-5:18
Avril Lavigne
Here's to Never Growing up
83
166 (außer Steigung)
ok


5:19-9:04
Avril Lavigne
Wish You Were Here
83
166
super!


9:05-12:22
Moby
Feeling so Real
83
166
anstrengend, ok


12:23-15:36
Lady Antebellum
Downtown
85
159
schlecht


15:37-18:52
Leslie Clio
Couldn't Care Less
146
147
ganz schlecht, falsch registriert


18:53-24:00
Billy Idol
Blue Highway
82
166
super!


24:00-28:13
R.E.M.
It's the End of the World as We Know It
103
160
ganz schlecht, falsch registriert


28:14-32:27
Nicki Minaj
Pills 'n' Potions
85
170
schlecht, kein klarer Rhythmus


32:28-35:33
In Extremo
Frei zu sein
85
170
gut, anstrengend


35:34-39:40
Tic Tac Toe
Verpiss' dich
82
164
sehr gut, erholsam



Das meiste ist im grünen Bereich. Zwei Bereiche sind extrem mies: von ca. 2:00-3:45, da ging es gute 30 Meter den Berg hoch, da war nix mehr mit "im Takt laufen", da habe ich mich einfach hoch gekämpft (die Ermüdung ist natürlich ein bisschen zeitversetzt gegenüber dem Höhenprofil).

Der andere Bereich liegt bei 15:39-18:23, da lief Leslie Clio, I Couldn't Care Less, dem der BPM Analyzer 82 BPM zugewiesen hatte. Das ist allerdings falsch; auf der Webseite Tap for Beats per Minute (http://www.all8.com/tools/bpm.htm) kann man im Takt der Musik die Space-Taste tippen und bekommt eine BPM-Messung, die ergab 146 bpm, und das war dann auch das Schritttempo. Mir kam das natürlich komplett falsch vor, aber ich bin's mal so stur gelaufen (zum Glück, sonst hätte ich Probleme gehabt, im Nachhinein die Anfangszeiten der Songs zu rekonstruieren; zumal das erste Stück schon vor Beginn des Laufes gestartet war, während ich noch mit dem Kopfhörerkabel hantierte).

Ein bisschen langsam sind die Passagen von 13:20-15:43, da lief Lady Antebellum - Downtown, das auch auf Tap for Beats per Minute 85 bpm hat, aber irgendwie kam ich nicht klar damit, sowie 24:00-28:13, da lief R.E.M. - It's the End of the World as We Know it, welches ebenfalls falsch gemessen war und 103 bpm hat - das war dann allerdings so langsam, dass ich dem Rhythmus nicht folgte, sondern irgendeine Kadenz lief, die dann zu langsam war.

Am flottesten ist der Abschnitt direkt danach, Nicky Minaj - Pills 'n' Potions und In Extremo - Frei zu sein, beide mit 85 bpm, was 170 Schritten pro Minute entspricht. Das empfand ich allerdings als sehr anstrengend und eigentlich zu schnell für mich. Die Stelle war auch gar nicht die mit der höchsten Pace, sondern diese waren bei Moby - Feeling so Real mit 83 bpm und Billy Idol - Blue Highway mit ebenfalls 83 bpm. Das fühlte sich optimal an, also ist eine Kadenz von 166 das, was der Körper gerne liefe.

Also, für mich fühlen sich 166 bpm am besten an. 170 ist vielleicht was für einen Tempodauerlauf, aber nichts für einen normal schnellen Lauf. Ich werde die Playlisten also nochmal feiner unterteilt anlegen, einmal um 82-84/164-168, und dann 84-86/168-172 für Tempoläufe.

Die Pace war im Schnitt übrigens 5:51, was ziemlich langsam war, da steckte mir vielleicht noch der gestrige Lauf in den Knochen, oder die Musik hat gebremst, oder aber die 53 Höhenmeter.

Alderamin
24.08.2016, 12:00
Gestern Abend hatte ich wieder Lust auf ein Läufchen. Da es tagsüber ziemlich warm gewesen war und ich noch einen neuen Sattel fürs Fahrrad für die heutige Fahrt zur Arbeit organisieren und montieren musste, ging es recht spät los, ca. 20:30. Ich hatte mir 8 km vorgenommen, da sollte am Ende noch genügend Licht vorhanden sein, um keine Stirnlampe zu benötigen. Also ab an die Rur. Es waren noch ca. 25° C.

Zunächst lief ich übers Feld, das nun schon abgeerntet war. Der Himmel war in traumhaften Farben koloriert, tiefes, kräftiges Blau, das nach Nordwesten in ein leuchtendes Orange überging, und da, wo vor Minuten die Sonne untergegangen war, strahlte das Orange unglaublich hell und intensiv, wie ich es noch nie gesehen hatte. Das gelbe abgeerntete Feld, die Windräder, das ferne Kraftwerk mit seiner weißen Dampfwolke bildeten ein schönes Panorama.

Auf dem Kopfhörer hatte ich wieder meine Playliste für die Einhaltung der Schrittfrequenz, diesmal wie angekündigt mit Songs für eine Schrittfrequenz von rund 166. Die ersten beiden Songs passten aber irgendwie nicht, hab' sie mir schon notiert, die fliegen aus der Liste raus (einer war "You took the words right out of my mouth" von Meat Loaf - definitiv kein Laufsong). Habe sie weggedrückt, was praktischerweise an der Laufuhr geht. Dann kamen flottere Stücke und ich fiel in den Takt, es fühlte sich perfekt an. Blick auf die Laufuhr: Pace 4:59. Ui, das wird aber schnell heute! Und fühlte sich völlig problemlos an. Vermutlich trieb mich der Takt des Songs so an, aber weil es sich gut anfühlte, lies ich mich treiben.

Dann runter auf den Rurufer-Radweg und ruraufwärts. Ich merkte, wie es anstrengender wurde. Nach ca. 2 km schießt der Puls im Diagramm kurz auf 175, das hatte ich mal für meine maxHF gehalten (habe ich in der Uhr nun mit 180 gespeichert, ist wohl immer noch etwas knapp bemessen), aber das Tempo wird im Graphen nicht langsamer, der Puls geht danach wieder auf 160 zurück. Wenn's schwer wird, zwinge ich mich immer, tiefer Luft zu holen, dann geht es schnell besser. Mittlerweile war es aber kein lockerer Lauf mehr, sondern ein echter Tempodauerlauf, aber jetzt hatte ich den Ehrgeiz, meine 5 km-Zeit zu verbessern, denn mit Paces zwischen 5:00 und 5:20 war ich bisher noch nie unterwegs (außer in 400-m-Intervallen).

Ziemlich geschlaucht kam ich auf der Hälfte der Strecke an der alten, stillgelegten Eisenbahnbrücke an, wo ich auf die andere Flussseite wechselte. Es war schon recht dämmrig und ich war überrascht, doch noch einige Leute anzutreffen, auch junge Frauen, die teilweise alleine unterwegs waren.

Der reguläre Weg auf die Brücke macht einen langgezogenen Schlenker, aber vielen Fußgängern ist der zu lang und sie haben sich selbst einen Trampelpfad als Abkürzung geschaffen, der vielleicht 5 m lang ist, aber dabei 3 m nach oben geht, da bin ich rauf und oben war dann erstmal das Tempo weg. Dachte an Udo, dass ich jetzt nicht etwa ins Gehen verfalle, sondern trabte langsam über die Brücke und wurde allmählich wieder schneller. Dann die Rampe auf der Gegenseite runter (da gibt's keinen Trampelpfad), unter der Brücke durch und zurück die Rur abwärts. Das Atmen tat schon etwas weh, die Beine waren schon müde, aber ich wollte diese 5km-Zeit, also zwang ich mich weiterhin, ein hohes Tempo zu halten, aber es reichte nicht mehr ganz für unter 5:30. Durch den Birkesdorfer Park, wo Burny seinen 10er gestartet war, dann über die Mariaweiler Brücke, über die Straße, nicht unter der Brücke durch, hatte keine Lust auf Höhenmeter, und dann weiter am Fluss entlang bis zur nächsten Brücke. Ich sehnte mir das Ende des Laufs herbei, ich war einfach nur fertig, obwohl die Pace wieder höher geworden war. Dann musste ich noch die 6 Höhenmeter zur Brücke hoch, wobei mich tröstete, dass es dahinter viele 100 m leicht bergab gehen würde. Auch nach dieser Steigung gab's dann einen Pace-Einbruch, aber nein, ich bin nicht ins Gehen verfallen. Diesmal kein Barfuß-Experiment, ich wollte heim und es war auch schon zu dämmrig, um kleinen Steinen auf dem Radweg ausweichen zu können.

Noch durch ein paar Dorfstraßen, ein wenig bergan. Mit einem Stöhnen kam ich endlich vor dem Haus an und torkelte mehr aus, als das ich auslief. Stoppte die Uhr und wurde gleich von dieser bejubelt, neue Bestzeiten über die Meile (8:18 min bei 5:09 min/km) und 5 km (26:33 min bei 5:19 min/km). Insgesamt waren es 7,98 km in 43:13 bei 5:25 km, ungefähr mein Jogging-Tempo vor 25 Jahren :), und damit sind sub 55 auf 10 km schon mal sehr machbar, sub 50 mit ein wenig Training wohl auch. Bin dann noch die übliche Runde um den Block und habe meine Dehnübungen gemacht, aber es war mir ein wenig schwindlig dabei.

Ich habe mal geschaut, ob es vielleicht doch noch einen Zehner dieses Jahr gibt, den ich mitmachen könnte, aber ohne spezielles Training, einfach nur, um mal einen Zwischenstand zu bekommen (eine bessere Zeit als die 58:14 im Februar dürften es allemale werden) und da gibt es es Ende September den Bickendorfer Büdchenlauf in Köln (die Bläck Fööß singen in einem Lied vom Bickendorfer Büdchen, einem Kiosk, das dürfte den Namen des Laufs inspiriert haben). Zwar nur langweilige 4 Runden à 2,5 km durch einen Kölner Vorort, aber alle anderen in Frage kommenden Läufe um 10 km haben komische Längen (also 10,1 km oder 9,76 oder so, ich hätte aber gerne eine offizielle 10-km-Zeit). Ein Lauf am 1. Oktober im Burgauer Wald, wo ich am Sonntag unterwegs war (s.o.), wurde leider ganz gestrichen, sehr schade, der wär's geworden. Dann gibt es noch einen in Düren, nahe bei meinem Elternhaus, wo ich früher gelaufen war, aber der ist schon am 17. September. Also vermutlich Köln. Mal schauen, wie es sich entwickelt, vielleicht mache ich da mit. Aber wie gesagt, ohne spezielles Training, ich bin ja erst in der dritten Woche nach der Laufpause und werde definitiv keine 400-m-Intervalle dieses Jahr laufen, und die Strecken nicht zu schnell steigern. Aber 10 km Ende September wären im Plan.

Hier noch die Zusammenfassung des Laufs gestern Abend:



Split

Zeit
Distanz
Ø Pace
Beste Pace
Ø HF
Max. HF
Ø Kadenz
Max. Kadenz
Ø Schrittlänge


1
5:14.6
1
05:15
04:58
142
168
167
171
1,14


2
5:11.8
1
05:12
04:09
157
164
168
175
1,15


3
5:16.0
1
05:16
04:54
163
175
167
171
1,14


4
5:19.5
1
05:19
04:52
167
170
168
169
1,12


5
5:38.9
1
05:39
05:21
165
172
163
171
1,08


6
5:21.3
1
05:21
05:11
165
168
165
169
1,13


7
5:39.9
1
05:40
05:14
167
172
160
167
1,1


8
5:31.2
0,98
05:39
05:30
164
168
162
169
1,09


Übersicht

43:13.2
7,98
05:25
04:09
161
175
165
175
1,12




Und der Graph der Schrittfrequenz sieht so aus:

50001

Also überwiegend im grünen Bereich, die "Geheimwaffe Playliste" funktioniert fast so gut wie barfußlaufen. Wo's orange und rot ist, bin ich hoch auf die Brücken, bei denen ich entsprechend einbrach. Alles in allem sehr zufrieden, vor allem angesichts der Hitze. Ich muss nun aber die nächste Einheit mal wieder etwas langsamer angehen, auch wenn die hohen BPM mich antreiben. Kürzere Schritte machen.

Ach ja, bevor ich's vergesse, nach dem Laufen taten mir furchtbar die Waden weh. Ich denke, das ist ein Zeichen, dass ich mehr auf dem Mittelfuß lande und mich bewusster abdrücke. Ich denke, mein Laufstil ist deutlich besser geworden, ich federe mehr ab, drücke mich mehr mit dem Fuß vom Boden ab und die Beinchen fliegen höher nach hinten, ich spüre das nach der Laufpause auch deutlich in den Waden, die dies noch nicht gewöhnt sind. Schön, wenn man merkt, dass man sich verbessert.

Alderamin
25.08.2016, 11:11
Hab' mir ja von Catch22 eine Klatsche (http://forum.runnersworld.de/forum/tagebuecher-blogs-rund-ums-laufen/109703-begebenheiten-auf-dem-weg-zum-halbmarathon-8.html#post2240131) eingefangen, weil ich bei meinem Laufwiedereinstieg zu schnell loslaufe. Ich will das nicht in ihrem Thread diskutieren, daher greife ich es hier nochmal auf. Laufe ich wirklich zu schnell?

Ich bin meine EInstiegsläufe weder bewusst schnell noch bewusst langsam gelaufen, sondern weil die Strecke von anfangs 4 km so kurz war, bin ich einfach drauf los gelaufen und hab' lediglich versucht, die Technik zu verbessern. Heraus kamen 5:45/km, was besser war, als vor der Pause und was sicherlich zum Teil auch an der Gewichtsabnahme in der Pause lag, zum anderen Teil an der besseren Technik und schließlich vielleicht auch an der Grundausdauer, die Schwimmen und Radfahren verbessert haben. Mit den weiteren Läufen wurde es dann allmählich noch etwas schneller. Da habe ich mir gedacht, toll, wenn Du jetzt dieses Wohlfühltempo hast, dann nimm das doch mit auf längere Strecken, dann hast Du Dich verbessert. Ich hätte mich bewusst einbremsen müssen, um nicht 5:45 zu laufen, und es war ja auch kein LaLa.

Ein Tempo von 5:15-5:30 fühlt sich auch viel flüssiger an, viel mehr wie "laufen". Bei 6:00 und langsamer muss ich, vor allem bei einer Schrittfrequenz von über 165, Tippelschrittchen machen, was keinen Spaß macht. Erst bei 5:30 fliegen die Beine wie von selbst hinten hoch. Ich fühle mich bei 5:30-5:45 jetzt wohl. Ich habe Angst, wenn ich jetzt absichtlich langsam laufe, mich an dieses Tempo zu gewöhnen und dann auch langsam zu bleiben.

Dass das Verletzungsrisiko mit der Geschwindigkeit steigt, ist sicher richtig. Das wird aber insbesondere bei Intervalltempo der Fall sein, wenn man richtig reinbolzt, aber das tue ich nicht. Das Tempo, das ich laufe, ist mein Dauertempo und mindestens eine bis eineinhalb Minuten langsamer als bei 400m-Intervallen, die ich eine Weile meiden werde wie die Pest.

Sind die Knochen und Gelenke für das Tempo zu schwach? Die letzte Laufpause war 7 Wochen, wenn ich mich recht entsinne. Es dauert eine Weile, die Knochen, Sehnen und Muskeln für das Laufen aufzubauen. Es wird dann aber auch eine Weile dauern, sie wieder abzubauen. Was die Verletzung, den Ermüdungsbruch betrifft, die war schon vor der letzten Laufpause vollständig verheilt, hatten mir die Ärzte attestiert. Die Verletzung ist jetzt 5 Monate her. Eigentlich sollte man damit doch jetzt wieder ein Dauerlauftempo hinbekommen - wenn auch keine Höchstbelastung im Intervall.

Ihr macht's mir aber auch schwer, habe hier lange mitlesen dürfen, wie die Zehner in neuen Bestzeiten absolviert werden und das HM-Training voran geht. Da kann man's natürlich nicht erwarten, wieder einzusteigen und aufzuholen, und wenn es dann auch noch von selbst so gut läuft, fällt die Zurückhaltung umso schwerer.

Ich nehme den Rat aber an, künftig weniger auf die Tube zu drücken. Es mag wohl sein, dass ich am Dienstag zu schnell unterwegs war, weil nachher die Waden weh taten (es gab aber keinen Muskelkater am nächsten Tag). Anfangs fiel das Tempo sehr leicht, aber nach 2 km wurde es anstrengend, da hätte ich nicht gegenhalten müssen. Werde ich das nächstemal auch nicht tun. Ist ohnehin zu heiß. Werde heute Abend schwimmen gehen und voraussichtlich morgen Abend mit Stirnlampe im Dunklen die nächste Einheit laufen. Und dreimal die Woche laufen, nicht zu oft, um die Belastung nicht zu hoch werden zu lassen, und nicht zu selten, um genug Erholung zwischen den Läufen zu ermöglichen.

Durchbeißerin
25.08.2016, 12:19
Dass sich schnelleres Laufen gerade für den größer gewachsenen Läufer wesentlich besser anfühlt - vor allem, wenn auch die Herz/Kreislauf-Kondition adäquat ist und locker mithalten kann mit den langen Beinen - das kann ich nachvollziehen.
Mein einst im Basketball tätiger Herzallerliebster empfindet das ähnlich - allerdings ist er derzeit nicht so gut in Form wie du. :)

Wenn ich mich jemals "verletzt" habe (ernsthafte Blessuren blieben mir seit meinem Laufbeginn im Herbst 2013 zum Glück erspart - eine Pause im Mai 2014 aufgrund von Sehnenreizung allerdings nicht) , war es, weil ich meiner Freude am Laufen allzu freie Bahn gelassen habe.

Und wenn ich eines gelernt hab inzwischen - Anpassungen brauchen Monate.

Gerade die Kombination - fit wie ein Turnschuh - ungeduldig wie ein Rennpferd - ist eventuell riskant, was Verletzungen betrifft (auf dem Hintergrund, dass es zu einer solchen bereits kam.)

Der 10er läuft dir nicht weg - den rockst du locker! Und auch die nächste Streckenlänge und die übernächste.

(Das mit den Bestzeiten reihum stimmt. Je öfter ich hier lese, desto unruhiger werden die Füße. Du hast mir mit deinem Blog insofern geholfen, als dass ich mich jetzt auf meinen allerersten Kraul-Kurs freuen kann. Deine Schwimmberichte haben mir den quasi den letzten Schubs versetzt, den es noch gebraucht hatte, um mich endlich drum zu kümmern, dass ich im Wasser technisch "aufrüsten" kann künftig. Meinen Laufplänen kann das nur nützen.)

Alderamin
26.08.2016, 10:29
Du hast mir mit deinem Blog insofern geholfen, als dass ich mich jetzt auf meinen allerersten Kraul-Kurs freuen kann. Deine Schwimmberichte haben mir den quasi den letzten Schubs versetzt, den es noch gebraucht hatte, um mich endlich drum zu kümmern, dass ich im Wasser technisch "aufrüsten" kann künftig. Meinen Laufplänen kann das nur nützen.

Bin gespannt. Hoffe, Du berichtest über Deine Fortschritte.

Was mich betrifft, gestern war nicht viel los in der Halle, gute Gelegenheit, nochmal Intervalle zu schwimmen. Habe die Uhr dann bei den Erholungspausen angehalten und somit halbwegs gute Zahlen für die Intervalle (teilweise hatte ich mit etwas Verzögerung gedrückt). Waren dann am Ende 14 Intervalle über je 2 Bahnen (2x25 m) mit Zeiten von 1:15 bis 1:07 (die Verdrücker mal ausgelassen). Nebenan schwamm einer auf der Powerbahn Kraul (aber er schwamm keine Intervalle, sondern durch), da konnte ich eine ganze Bahn fast mithalten.

Nach den Intervallen bin ich dann durchgekrault, mal Zweierzug links, mal Zweierzug rechts, mal Dreierzug, wie es mir gerade war. Die Zeiten lagen bei 1:30 - 1:32 für 50 m. Noch nicht wirklich schneller. Aber ich war relativ entspannt nach den 1h40 und 98 Bahnen.

Durchbeißerin
26.08.2016, 17:36
98 Bahnen werde ich sicher nicht vermelden können... :haeh:
nach 1300 m komm ich aus dem Becken als fröstelnde Eule. Ich finde Brustschwimmen gar nicht so unanstrengend - zumindest wenn ich schneller schwimme...

Alderamin
28.08.2016, 13:42
Da ich so ungern früh aufstehe hab' ich Freitag meinen ersten Lauf im Dunklen seit März absolviert. Da wir schon zu Abend gegessen hatten (und das auch noch auswärts, im Biergarten) habe ich bis 22:30 gewartet. Es war - heiß. Immer noch 27°, im Ort sicher noch wärmer. Bin zum Nachbardorf und dort eine Runde, dann wieder zurück übers Feld, meine Winterrunde. Kein Wind. Schnitt von 5:45, GA1/GA2. So klitschnass war ich nach den 8 km noch nie. Hab' mich erst mal auf der Treppe vor dem Haus abtropfen lassen. Selbst nach dem Duschen schoss der Schweiß plötzlich nochmal aus dem freien Oberkörper.

Gestern sind wir vor der Hitze an die belgische Küste geflohen und ein paar (20) km Fahrrad von Blankenberge nach Knokke gefahren und dann ein bisschen durchs Wasser gestelzt. Nachher lecker Smoothie und Bier und einen Snack in einer Strandbar gegessen. War nicht die größte Anstrengung, aber während zu Hause mehr als 34° erreicht wurden, blieben wir da bei 28°.

Aber heute morgen war es hart. Bin 9:00 los. Die Sonne knallte schon, 27°, steigend. Das läufst Du mal lieber im Schatten, habe ich mir gedacht, und bin dann wieder in den Burgauer Wald. Aber diesmal da los, wo ich als Student gelaufen war, also an der Rur gegenüber des Annakirmesplatzes bis zur Krügerbrücke und dann am Reitstadion vorbei zum Wald. Die Bäume an der Rur spendeten Schatten, dann kamen ein paar hundert Meter in der prallen Sonne am Reitstadon vorbei, wo irgendein Event statt fand und der Weg voller Pferdemist war (wieso müssen eigentlich Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge beseitigen, Reiter aber nicht? :motz:) und dann kam der Wald. Und die 30 m Steigung, diesmal nach 2 km Anlauf. Puh, da bin ich raufgetrippelt mit 7:30. Zum Glück hatte ich 2 Flaschen Leitungswasser mit, habe mir ab und zu was ins Gesicht gespritzt. Die Brille hatte ich im Auto gelassen, ich mag nicht, wenn der Schweiß daran lang läuft und dann ins Gesicht tropft.

Normalerweise grüßen einen die Läufer dort immer, aber irgendwie waren alle heute schlecht drauf. Manche erwiderten meinen Gruß gar nicht. Einer, der gar nicht mal so alt war und recht schlank, ging trotz seiner Laufklamotten. Drei Walkerinnen nebeneinander beanspruchten die gesamte Wegesbreite für sich, ich sah nicht ein, deswegen den Weg zu verlassen und hielt einfach die Spur halb rechts. Da musste die Rechte die Schulter und den Stock einziehen und einen Schritt zur Seite machen. Elitäres Pack. :nene: Hab' mich dann auch noch zweimal etwas verlaufen, so wurde die Strecke einen Kilometer länger als geplant. Die Wegekreuzungen sehen alle so gleich aus.

Irgendwie ging die Pace immer weiter in den Keller, aber ich hatte absolut keine Lust, dagegen zu halten. Kurz vor Ende des Waldes überholte mich einer im zügigen Tempo, das war mir gleichgültig. Ich wusste nicht, wohin mit der Mütze, im Wald war ja Schatten, da war sie mir bloß warm. Hab' sie in der Hand gehalten. Gegen Ende, am Reitstadion, wo kein Schatten war, habe ich sie nochmal aufgesetzt und die letzten Tropfen Wasser verbraucht, wobei ich dann gehen musste, im Laufen trinken ging nicht mehr. Der letzte Kilometer war der schlimmste, absolut keine Lust mehr, heiß, heiß, heiß! Pace nur noch 6:34, kam mir jedoch vor, als ob ich ginge. 400 m vor dem Auto an der Brücke über den Birgeler Bach habe ich den Lauf dann beendet, bin den Rest gegangen. Laufshirt aus, da ging es mir sofort viel besser. Vielleicht sollte ich "oben ohne" laufen, dafür ist der Körper ausgelegt, nicht, um ein klatschnasses Shirt beim Schwitzen zu tragen.

Und dann am Ende: rein in die Rur! Schuhe und Strümpfe aus und bis zum Oberschenkel ins eiskalte, klare Wasser. War fast versucht, es zu trinken, an und für sich ist der Fluss sehr sauber, aber der Birgeler Bach, der oberhalb mündet, ist es nicht, und das Abkühlen von Gesicht und Oberkörper tat auch schon gut, also verkniff ich es mir. Ja, davon habe ich mal Blasenentzündung bekommen. War mir aber heute total egal. Vielleicht packe ich nächstesmal die Schwimmsachen ein und gehe mich danach im Schwimmbad abkühlen. Duathlon. :)

Hier ist der Lauf nachzuschauen (https://connect.garmin.com/modern/activity/1324527987). Schnitt von 6:10, schön langsam. Die 22,8°, die da stehen, sind gelogen, es waren 28°-30°, sagt das Thermometer am Auto, und das ist recht konservativ. Nein, einen Wettkampf würde ich bei diesem Wetter niemals laufen wollen. Bin aber froh, gelaufen zu sein, nach dem Duschen fühlt man sich ja immer super. Wieder ein bisschen Aufbau. Gelenk prima. Pace auch prima für die gefühlte Schleicherei, vor einem halben Jahr war das noch schnell für mich. Darf aber am Dienstag Abend gerne wieder 7°, 8° kühler sein.

FeldWaldWiese
28.08.2016, 13:53
Ja, die Hitze macht aggressiv. Einfach unschuldige Walkerinnen von der Strecke rüpeln, das wäre dir im Winter bestimmt nicht passiert :zwinker2:.

Um deine Plantscherei im Wasser nach dem Laufen beneide ich dich. Ich habe bei meiner Hitzeschlacht am Freitag nur eine winzige Pfütze auf dem Waldweg gesehen und mich versucht zu erinnern, wie mein aktueller Impfschutz ist. Zum Glück hat die Vernunft über den Drang, mich in die Pfütze zu werfen, gesiegt :). Gegen den Fuchsbandwurm bin ich nicht geimpft...

Alderamin
28.08.2016, 14:54
@FeldWaldWiese

Im Winter sind diese Damen mit Sicherheit gar nicht unterwegs.... :zwinker2:

Und ja, unser Flüsschen ist was feines. Man züchtet sogar Lachse, um sie wieder anzusiedeln, Bachforellen, Äschen und Saiblinge gibt's sowieso. Das Wasser ist also richtig sauber. Jedenfalls flussaufwärts von Düren...

Ergänzung: gute Songs für die Kadenz waren Billy Idol - "Postcards from the Past", Placebo - "Song to Say Goodbye", Genesis - "Mama", (su-perrr!), Lena - "Traffic Lights", Iggy Azalea - "Black Widow", Bela B. - "Gitarre runter", Plastc Bertrand - "Ça plane pour moi", ABBA - "One of Us", und am Schluss, wer hätte es gedacht, Katie Melua - "Nine Million Bicycles" (jetzt oute ich auch meinen seltsamen Musikgeschmack, für den es auf Spotify keinen Match gab :hihi:).

Catch-22
29.08.2016, 11:56
Hab' mir ja von Catch22 eine Klatsche (http://forum.runnersworld.de/forum/tagebuecher-blogs-rund-ums-laufen/109703-begebenheiten-auf-dem-weg-zum-halbmarathon-8.html#post2240131) eingefangen, weil ich bei meinem Laufwiedereinstieg zu schnell loslaufe. Ich will das nicht in ihrem Thread diskutieren, daher greife ich es hier nochmal auf. Laufe ich wirklich zu schnell?
Eine Klatsche war es ja nun nicht wirklich. Nur eine Erklärung, warum ich mich bei dir gerade etwas zurückhalte. Es freut mich doch, dass es bei dir gerade so gut läuft! Aber ich kann halt nicht ignorieren, dass du von einer Verletzung kommst. Was schreibt man denn da als Leser? Sowas vielleicht: "Super Einheit und nächstes mal noch schneller"? Hätte dann doch ein arg schlechtes Gewissen, wenn es in der nächsten Verletzung endet.

Ich denke da z.B.. auch an Udo. Mit ihm hast dich doch ausgetauscht. Lies mal z.B. in seinem Thread http://forum.runnersworld.de/forum/laufberichte/101435-deutsche-meisterschaft-im-24-h-lauf-reichenbach-2015-schwer-wird-leicht-4.html dort und in anderen Beiträgen aus der Zeit hat er hin und wieder über seinen Wiedereinstieg geschrieben. Wenn ich also lese das er mit Laufen/Gehen angefangen hat und Laufen eigentlich Traben war und es dann mit deinen Läufen mit neuen Bestzeiten vergleiche, dann sträuben sich bei mir schon etwas die Nackenhaare. Die Frage, ob es dauerhaft gutgehen kann steht dann im Raum.



Ich bin meine EInstiegsläufe weder bewusst schnell noch bewusst langsam gelaufen, sondern weil die Strecke von anfangs 4 km so kurz war, bin ich einfach drauf los gelaufen und hab' lediglich versucht, die Technik zu verbessern. Heraus kamen 5:45/km, was besser war, als vor der Pause und was sicherlich zum Teil auch an der Gewichtsabnahme in der Pause lag, zum anderen Teil an der besseren Technik und schließlich vielleicht auch an der Grundausdauer, die Schwimmen und Radfahren verbessert haben.
Ich denke hier sitzt du einem Irrtum auf, die Lauftechnik verändert sich nicht so schnell. Wann soll sie sich denn groß geändert haben, in den Laufpausen oder dem einen Lauf? Ich fürchte, dass ist ehr Wunschdenken. Veränderungen am Laufstil brauchen deutlich mehr Zeit und sind auch ehr mit Vorsicht zu dosieren, denn auch das erhöht das Verletzungsrisiko bis der neue Laufstil mal sitzt. Das ich große Eingriffe in den Laufstil ablehne hatte ich woanders schon geschrieben, daher ist meinen Aussage auch aus meinem Standpunkt heraus zu betrachten und eine Diskussion darüber überflüssig. Muss jeder selber wissen.



Ein Tempo von 5:15-5:30 fühlt sich auch viel flüssiger an, viel mehr wie "laufen". Bei 6:00 und langsamer muss ich, vor allem bei einer Schrittfrequenz von über 165, Tippelschrittchen machen, was keinen Spaß macht. Erst bei 5:30 fliegen die Beine wie von selbst hinten hoch. Ich fühle mich bei 5:30-5:45 jetzt wohl. Ich habe Angst, wenn ich jetzt absichtlich langsam laufe, mich an dieses Tempo zu gewöhnen und dann auch langsam zu bleiben.
ich würde der Schrittfrequenz keine so hohe Bedeutung beimessen, siehe oben.



Dass das Verletzungsrisiko mit der Geschwindigkeit steigt, ist sicher richtig. Das wird aber insbesondere bei Intervalltempo der Fall sein, wenn man richtig reinbolzt, aber das tue ich nicht. Das Tempo, das ich laufe, ist mein Dauertempo und mindestens eine bis eineinhalb Minuten langsamer als bei 400m-Intervallen, die ich eine Weile meiden werde wie die Pest.
Es ist bei jedem Tempo der Fall, den dein Körper nicht gewöhnt ist. Wann soll sich dein Körper an die neuen Tempi gewöhnt haben?



Sind die Knochen und Gelenke für das Tempo zu schwach? Dieletzte Laufpause war 7 Wochen, wenn ich mich recht entsinne. Es dauert eine Weile, die Knochen, Sehnen und Muskeln für das Laufen aufzubauen. Es wird dann aber auch eine Weile dauern, sie wieder abzubauen. Was die Verletzung, den Ermüdungsbruch betrifft, die war schon vor der letzten Laufpause vollständig verheilt, hatten mir die Ärzte attestiert. Die Verletzung ist jetzt 5 Monate her. Eigentlich sollte man damit doch jetzt wieder ein Dauerlauftempo hinbekommen - wenn auch keine Höchstbelastung im Intervall.
Ist leider eine Milchmädchenrechnung, da deine letzte Laufphase nicht sonderlich lang war. Zu kurz als das sich da was hätte Aufbauen können. So richtig länger, dauerhaft bist du seit 5 Monaten nicht mehr gelaufen. In den 5 Monaten hat sich auch schon einiges abgebaut.



Ihr macht's mir aber auch schwer, habe hier lange mitlesen dürfen, wie die Zehner in neuen Bestzeiten absolviert werden und das HM-Training voran geht. Da kann man's natürlich nicht erwarten, wieder einzusteigen und aufzuholen, und wenn es dann auch noch von selbst so gut läuft, fällt die Zurückhaltung umso schwerer.
Klar ist das schwer. Kann ich sehr gut nachvollziehen. Jedoch wäre es doch noch schwerer, wenn jetzt die nächste Verletzung kommen würde.
Ich habe halt im Hinterkopf, dass du dich vor nicht all zu langer Zeit schon abmelden wolltest, weil du doch ständig verletzt bist und dein Körper/Knochen laufen wohl nicht vertragen. Nun kommst du nach der Pause und läufst quasi eine Bestzeit nach der Nächsten als müssest du dich beeilen bevor das Spaß wieder vorüber ist.

Beruhigt, dass du den Rat annimmst. Der Rat ist aber trotzdem, von jemandem der dich nicht kennt. ich kann es ja auch nur von dem was ich hier über dich erfahren haben, einschätzen. Die Einschätzung muss daher nicht vollständig sein. Ich bin doch auch nur eine Laufanfängerin und zu dem auch eine relativ Vorsichtige.
ich denke auch nicht, dass du ganz auf Tempo verzichten musst. Ich würde es nur sinnvoller finden den Körper langsam an die neuen Tempi heranzuführen. Du kannst z.B. aus deinem 5km Läufen auch mal einen lockeren Fahrtspiel machen, wo du zwar überwiegend langsam läufst aber 1-2km schnell einstreust und erhöhst dann von Woche zu Woche die schnellen Abschnitte. So kann sich der Körper sanfter an die neue Pace gewöhnen als wenn du quasi aus der Pause heraus 5km am Stück deutlich schneller als früher läufst.

Durchbeißerin
29.08.2016, 18:13
Was mir viel bringt, sind Strides - also allmählich und vor allem sanft "reinrollen" lassen in das schnelle Tempo - kurze Zeit halten - ca. nach 30 Sekunden wieder ausrollen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass ich so mein Körpergefühl verbessern konnte - dafür, was verändert sich eigentlich, je schneller oder langsamer ich laufe...
oder Hügel raufheizen und runterbrezen - aber mit so kleiner Übersetzung, dass es minimalen "Wumms" gibt auf den Knien und ich den Schub auch nutzen kann - das liebe ich besonders...
quasi - die Landschaft nutzen, um kurz Tempo zu machen.

Alderamin
29.08.2016, 18:56
Eine Klatsche war es ja nun nicht wirklich.

War auch nicht so bierernst gemeint. :zwinker5: Bitte nicht böse sein.


Ich denke da z.B.. auch an Udo. Mit ihm hast dich doch ausgetauscht. Lies mal z.B. in seinem Thread http://forum.runnersworld.de/forum/laufberichte/101435-deutsche-meisterschaft-im-24-h-lauf-reichenbach-2015-schwer-wird-leicht-4.html dort und in anderen Beiträgen aus der Zeit hat er hin und wieder über seinen Wiedereinstieg geschrieben. Wenn ich also lese das er mit Laufen/Gehen angefangen hat und Laufen eigentlich Traben war und es dann mit deinen Läufen mit neuen Bestzeiten vergleiche, dann sträuben sich bei mir schon etwas die Nackenhaare.

Seine Steigerung der Streckenlängen nach so einer Verletzung und dann so ein Ziel nach nur einem Jahr fand ich allerdings auch atemberaubend... Und ich bin ja dann auch die erste Tour gegangen, wobei ich zunächst nicht recht einsehen wollte, was es einem Riss im Knochen nützt, dass man eine Gehpause einlegt - aber vielleicht verbessert sich ja die Lauftechnik, wenn die Muskeln in der Gehpause Erholung bekommen und man weniger schlurft, als mit müden Beinen. Gut, habe ich gemacht. Tat nichts weh.


Ich denke hier sitzt du einem Irrtum auf, die Lauftechnik verändert sich nicht so schnell. Wann soll sie sich denn groß geändert haben, in den Laufpausen oder dem einen Lauf?

Eigentlich schon vor der vergangenen Laufpause, ich laufe jetzt nicht mehr so starr, sondern federe mehr, drücke mich mehr mit dem Fuß vom Boden ab, setze den Fuß mit Schuhen mit weniger Sprengung mehr mittig auf und mache kürzere Schritte. Ich fühle ja in den Waden, dass sich da etwas geändert hat. Genau wie nach dem kurzen Barfußlauf, der neben Blasen auch einen ziemlichen Muskelkater in den Waden verursacht hatte. Beim Reinklotzen über 400 m war das natürlich alles hinfällig. Übrigens bin ich unterwegs zur Intervallstrecke auf sehr unebenem Feldweg mit Grasbüscheln gelaufen, das mag auch seinen Teil beigetragen haben.


Es ist bei jedem Tempo der Fall, den dein Körper nicht gewöhnt ist. Wann soll sich dein Körper an die neuen Tempi gewöhnt haben?

Er kann sich nur daran gewöhnen, wenn ich sie laufe. In der Zeit vor der Laufpause bin ich 1000er-Intervalle und den Wettkampf in diesem Tempo gelaufen. Jetzt laufe ich es halt im Dauerlauf. Soo viel schneller ist es ja nun auch nicht, eine halbe Minute pro Kilometer, von 6:00 auf 5:30 (oder 6:15 auf 5:45, jeweils gleiches Körpergefühl wie vorher).

Jedenfalls traten die Verletzungen beide nach kurzen Intervallen mit Höchsttempo auf, 4:45/km. So schnell laufe ich vorläufig nicht. Falls in meinen Aufzeichnungen hier und da mal eine 4:09 als maximale Pace auftaucht, dann war das nur ganz kurz ein paar Meter steil bergab und ich zu müde zum Bremsen, oder auch einfach eine Fehlmessung der Uhr; sollte mit den letzten Firmware behoben sein.



Ich habe halt im Hinterkopf, dass du dich vor nicht all zu langer Zeit schon abmelden wolltest, weil du doch ständig verletzt bist und dein Körper/Knochen laufen wohl nicht vertragen. Nun kommst du nach der Pause und läufst quasi eine Bestzeit nach der Nächsten als müssest du dich beeilen bevor das Spaß wieder vorüber ist.

Zu der Zeit ging ich allerdings davon aus, dass dieselbe Verletzung, der Ermüdungsbruch, wiedergekehrt sei, was nicht der Fall war. Die war diesmal viel leichter, nur ein paar Tage ein Drücken im Fuß, aber ich war vorsichtig und bin sofort zum Arzt, MRT und 7 Wochen nicht gelaufen. 2 oder 3 Wochen hätten es vermutlich auch getan. Die Bestzeit ergab sich aus einem Tempo heraus, das ich als leicht empfand (jedenfalls anfangs, später wurde es anstrengend, aber der Ehrgeiz....), und da habe ich ja schon Besserung gelobt. Gestern war schon aus Gründen der Hitze nur ein knappes 6:00-Tempo möglich. Ich laufe jetzt dreimal die Woche (früher zweimal), immer locker, und jede Woche den längsten Lauf 1-2 km weiter. So der Plan.


Der Rat ist aber trotzdem, von jemandem der dich nicht kennt. ich kann es ja auch nur von dem was ich hier über dich erfahren haben, einschätzen. Die Einschätzung muss daher nicht vollständig sein. Ich bin doch auch nur eine Laufanfängerin und zu dem auch eine relativ Vorsichtige.

Ich versuche ja auch nur zu erläutern, warum ich meine, nicht zu viel von mir zu verlangen. Als ich anfing, war ich 15 kg schwerer als jetzt, wesentlich ungelenker, und bin einfach drauflos, mit Tempo- und Intervallläufen für den Wettkampf trainiert, und da war es vorgeblich ok. Die Voraussetzungen sind jetzt schon etwas andere.


ich denke auch nicht, dass du ganz auf Tempo verzichten musst. Ich würde es nur sinnvoller finden den Körper langsam an die neuen Tempi heranzuführen. Du kannst z.B. aus deinem 5km Läufen auch mal einen lockeren Fahrtspiel machen, wo du zwar überwiegend langsam läufst aber 1-2km schnell einstreust und erhöhst dann von Woche zu Woche die schnellen Abschnitte. So kann sich der Körper sanfter an die neue Pace gewöhnen als wenn du quasi aus der Pause heraus 5km am Stück deutlich schneller als früher läufst.

Mir fällt es halt schwer, mich absichtlich einzubremsen. Wenn Hitze oder Ermüdung das tun, ok, aber locker nach Körpergefühl laufen, ist das, was sich richtig anfühlt. Und da bin ich jetzt halt schneller als vor der Laufpause, warum auch immer. Beim Fahrtspiel würde ich ja erst recht Gas geben, dann wäre ich leicht bei unter 5:00/km.

Du meinst es gut, Du willst mir helfen, Du bist vorsichtig, dafür danke ich Dir und nehme die Warnung vor zu viel Tempo an. Ich selbst empfinde mein Tempo bisher als angemessen; die 5km-Bestzeit war es möglicherweise nicht, andererseits hat sie auch keine negativen Auswirkungen auf das Laufgestell gehabt. Ich gelobe, nicht zu klotzen, auch nicht für einen Zehner-Wettkampf. Ob ich den Ende nächsten Monats überhaupt laufe, weiß ich noch nicht, aber wenn, dann nur als Trainingslauf ohne jegliche Ambitionen, auf bestenfalls 55 Minuten Zielzeit, auch wenn sub 50 theoretisch machbar wären -> nächstes Jahr ist auch noch eines. Ich denke nicht, so in eine Verletzung reinzulaufen. Solange ich nicht über irgendwas stolpere oder in einen Nagel trete.

Alderamin
29.08.2016, 19:03
oder Hügel raufheizen und runterbrezen - aber mit so kleiner Übersetzung, dass es minimalen "Wumms" gibt auf den Knien und ich den Schub auch nutzen kann - das liebe ich besonders...
quasi - die Landschaft nutzen, um kurz Tempo zu machen.

Mach' ich an der Rur schon, Burny berichtete von den Hügeln, die Anstiege zu den Brücken.

Und im Burgauer Wald darf ich gleich 30 m auf einmal erklimmen, da geht einem oben beinahe das Lämpchen aus, jedenfalls bei 30°C... :zwinker2: Aber das ist das Gegenteil von Tempo, da tritt man beinahe auf der Stelle. Runter geht nur mit äußerster Vorsicht, das ist noch steiler. Nächstesmal bringe ich vielleicht ein paar Bilder von dieser Strecke mit. Gibt ein paar Kuriositäten unterwegs.

Alderamin
31.08.2016, 13:47
Heute musste ich den Wagen zur Inspektion fahren, deswegen konnte ich heute nicht mit dem Rad zur Arbeit, das fällt dann auf morgen, wo ich eigentlich schwimmen wollte. Also bin ich gestern geschwommen (nur Di und Do ist lange offen), laufe heute und fahre morgen Rad. Echt kompliziert, so eine Multisport-Wochenplanung!

Dienstags gehe ich ungern in die Halle, da ist es so voll. Hab' wieder die Krise gekriegt, mindestens 30 Leute im Wasser, dabei wollte ich wieder Intervalle schwimmen. Die ersten 15 Minuten habe ich mich warm geschwommen und dann eine Bahn gesucht, wo es nicht so eng war, und dabei die Momente abgepasst, wo sich nicht gerade Schwimmer benachbarter Bahnen begegneten, wenn ich da durch wollte. So konnte ich mich meistens irgendwie durchschlängeln und zog dann auch meine Intervalle durch. Einmal ging's allerdings völlig daneben, da starteten links und rechts von mir jeweils 2 Damen, als ich gerade loslegen wollte und dann musste ich eine Vollbremsung hinlegen, um nicht in die sich schließende Lücke zwischen den beiden Pärchen reinzudonnern. Vermutlich haben die anderen Schwimmer mich ohnehin gehasst, wenn ich zwischen ihnen durchpflügte und die Beine das Wasser hinter mir peitschten, aber was soll ich machen - für die Powerbahn bin ich zu langsam. Nächstesmal gehe ich wieder Donnerstags, da ist mehr Platz.

Bin dann 45 Minuten Intervalle geschwommen, insgesamt 17 Runden zu 2 Bahnen in 45 Minuten; 20 Minuten davon waren Pausen, da habe ich die Uhr angehalten. Beim letztenmal waren es noch 15 Intervalle in 47 Minuten mit 27 Minuten Pausen, ich brauchte also schon weniger Erholung bei mehr Wiederholungen. Damals war ich allerdings beim schnellsten Intervall mit 1:07 etwas schneller unterwegs gewesen - diesmal lagen die Zeiten zwischen 1:11 und 1:22 (wobei ich manchmal erst die Zeit abgelesen und dann die Uhr gestoppt habe; diese Zeit verlängerte dann die Folgerunde um ein paar Sekunden), aber angesichts des Betriebs und der Notwendigkeit von Umwegen bin ich zufrieden.

Bei den letzten beiden Malen mit Intervallen bin ich auf der zweiten Hälfte der zweiten Bahn immer beinahe erstickt, das war gestern nicht mehr so, die Bahnen ließen sich zu Ende schwimmen. Ich bin also schon ein wenig fitter geworden. Bald kann ich dann mal drei Bahnen pro Intervall versuchen.

Ich habe noch ein wenig den Armschlag verbessert, der bisher zu sehr unter dem Körper durchging und dann beim Herausheben des Arms aus dem Wasser zu unnötigen Umwegen mit Wasserwiderstand führte. Gestern zog ich die Arme mehr seitwärts am Körper vorbei und dann auf dem kürzesten Weg aus dem Wasser heraus. Das erlaubte dann auch mehr Wumms auf dem letzten Stück des Armzugs neben der Hüfte, ich konnte gefühlt mehr Kraft in Vortrieb umsetzen. Jetzt müsste ich die Schlagfrequenz noch etwas erhöhen, dann könnte ich vielleicht bestenfalls eine Minute pro 50 m schaffen.

Im Anschluss bin ich noch 48 Bahnen gekrault, kam mir verhältnismäßig zügig vor, 34:56 Minuten für 1200 m sind 2:55/100 m. Zwischendurch stockte mal das Ausatmen unter Wasser, dann ist es schwer, weiter durch die Nase auszuatmen, weil man gegen den Wasserdruck atmen muss, und so bekam ich etwas Wasser in die Nase, was ziemlich piekste. Ich fühlte mich am Ende der guten halben Stunde ziemlich schlapp, mir war kalt, die Stirn tat von den Nebenhöhlen her weh, die Arme waren müde und die Beine drohten mit Wadenkrampf, aber aufhören wollte angesichts der letzten 15 Minuten der Badezeit noch nicht und bin die dann noch langsam Brust geschwommen. Fühlte mich ziemlich elend, als ich aus dem Wasser kam, aber nach der heißen Dusche war's wieder ok. War vielleicht dann doch ein wenig zu viel des Guten. Zu Hause habe ich dann gesoffen wie ein Pferd.

Hier der Link auf die Aufzeichnung (https://connect.garmin.com/modern/activity/1328899262) und das Mal davor (https://connect.garmin.com/modern/activity/1321002088). Bei den Daten sind nur die Zeiten (außer: Zeit in Bewegung) und Strecken sinnvoll. Die HF-Messung ("Zeit in Bereichen") funktioniert im Wasser nicht richtig, die Haut ist zu kühl und zu blaß und es werden zu kleine Pulsraten gemessen. Und Armzüge, Paces, SWOLF und dergleichen misst meine Laufuhr nicht, ich nutze sie nur zum Rundenzählen, manuell abgedrückt; Garmin Connect fantasiert sich aus den Daten irgendeinen Unsinn zusammen. Eine Runde sind zwei Bahnen. Unter "Intervalle" findet man diese.

Alderamin
01.09.2016, 18:33
Mittwoch musste ich etwas länger arbeiten, war erst gegen 20:00 Uhr zu Hause. Um Frau und Katzen nicht zu lange mit dem Abendessen warten zu lassen und weil ich keine Lust hatte, die Stirnlampe schon im Hellen mit mir rumzuschleppen, habe ich nur eine kurze Runde von 6,77 km gemacht - meine 8 km-Runde an der Rur bis zur alten Eisenbahnbrücke etwas verkürzt am Anfang.

Wurden dann 37:05 Minuten bei einer Pace von 5:29/km. Verbuche ich unter kurz & schnell. Der schnellste Kilometer ging in 5:15 weg, der langsamste (mit Brücke) in 5:38. Puls war etwa hälftig GA2 und Zone 4 (wie heißt die eigentlich? 80-90% HFmax-Reserve). VO2max stieg laut Forerrunner von 45 auf 46. Fühlte sich super an, war eine angenehme Temperatur und die Beinchen flogen ohne große Mühe. Die Schrittkadenz lag bei 167, fast komplett im grünen Bereich, außer wo es bergauf ging.

Was das Tempo beflügelt, ist wohl die Musik. Wenn sie mich mit 166-168 Schritten taktet, ergibt sich von alleine ein Tempo um 5:30. Besonders gut lief es diesmal bei "Wrong!" von Depeche Mode (https://vimeo.com/4435893) und "Rebel Yell" von Billy Idol (https://www.youtube.com/watch?v=VdphvuyaV_I) - von dem hat irgendwie alles das gleiche Tempo. Aber auch diese Dame (https://www.youtube.com/watch?v=VT1-sitWRtY) passte am Schluss sehr schön. Wenn's Lieblingslieder sind, läuft es sich am besten.

Fußgelenk weiterhin ohne Beanstandungen. Waden auch. Alles prima.

Heute morgen auf dem Rad war's dann allerdings anstrengend, es kam nachher, bei den Anstiegen, etwas Wind auf und ich hatte den Lauf von gestern wohl noch in den Beinen. Es reichte nur für 19,9 kmh, 10 Minuten länger als sonst. Aber wieder ein paar Kalorien verbraucht. Gleich zurück und morgen ist wieder Wiege-Tag. Bin gespannt.

Alderamin
05.09.2016, 00:50
Freitag gab's wieder einen relativ schnellen Lauf. Ich wollte mal ausprobieren, was passiert, wenn ich eine Playliste mit 168-172 bpm auflege und bin gute 8 km von zu Hause aus an der Rur entlang gelaufen. Na ja, das ergibt denn eine ganz hervorragende Schrittfrequenz:

50387

Am Schluss waren wieder ein paar Songs, bei denen die bpm-Zahl falsch bestimmt worden war, daher das orangefarbene Ende mit niedrigerer Kadenz.

Der Lauf war nicht übermäßig belastend, aber schon flott mit 63% in Zone 4. Die Pace von 5:21 im Schnitt und 5:16 über die besten 5 km ergab eine neue Bestzeit über 5000 m von 26:22 (11 Sekunden besser als vorher, wo's mehr weh getan hatte). Wäre ich in dem Tempo noch 1,5 km weiter gelaufen, was ohne weiteres gegangen wäre, dann hätte ich auf 10 km eine Sub-55 gehabt und neue PB gehabt. Die hätte ich dann gerne beim nächsten Wettkampf. D.h. da müsste noch mehr möglich sein, denn das war kein WK-Tempo, sondern einfach zügig gelaufen.

Sonntag war dann mal ein langsamer Langer angesagt, aber richtig lang sollte er noch nicht sein, ich steigere mich erst allmählich auf Distanzen. 10 km waren geplant. Eigentlich wollte ich Euch ein paar Bilder vom Burgauer Wald mitbringen, aber da es heute so geregnet hatte und ich keine Lust hatte, durch den triefnassen Wald auf matschigem Boden zu laufen, habe ich eine andere Strecke gewählt, die eigentlich noch schöner ist und weitgehend asphaltiert.

19 km flussaufwärts von hier liegt ein kleiner Stausee, unterhalb dessen es einen Parkplatz gibt, das war mein Startort. Der Weg führt am Fluss und See entlang, dann ein wenig bergauf, flussaufwärts des Sees über eine Holzbrücke über den Fluss, durch Weiden eines Gestüts, an einem Landgasthof vorbei und erreicht in der Nähe des Ortes Zerkall (wo die Kall in die Rur mündet) eines der Tore zum vor ein paar Jahren eingerichteten Nationalpark Eifel. Vom Parkplatz unterhalb des Stausees bis zum Nationalparktor sind es genau 5 km. Die Strecke bin ich hin und zurück gelaufen, total gemütlich mit 60% GA1 und 25% GA2-Puls. Trotz ein paar Anstiegen (60 HM in Summe) konnte ich ohne außer Atem zu sein die Fußgänger vor mir zur Seite bitten und die Pace lag im Schnitt bei 6:07, wobei die Uhr nur die Zeit zählte, wenn ich lief, denn ich machte einige kurze Fotostopps. Am Ende waren es 1:02:06h für die 10,15 km, wobei die Gesamtzeit mit Stopps 1:07:28h betrug. Dafür hatte ich im Februar noch kämpfen müssen, jetzt ist es gemütliches Trabtempo.

Hier (https://connect.garmin.com/modern/activity/1338318604) ist der Lauf einzusehen. War richtig erholsam. Und hier die schönsten Bilder:



50389
Lädt zum Verweilen -
dabei geht's gerade erst los!

50391
Brücke unterhalb Stausee.

50393
Eben jene Brücke.



50395
Blick zur Staumauer.

50397
Damm des Staubeckens
Obermaubauch.

50399
Bootsanleger an der
Haltestelle der
Rurtalbahn.



50401
Der Weg geht bergauf.

50403
Fehlauslösung,
aber hat was...:D

50405
Fast oben.



50407
Blick von oben auf den See.

50409
Der Weg verlässt den See
bei Gut Mausauel und
führt vorbei am Maisfeld.

50411
Zurück zur Rur, über eine
Holzbrücke.



50413
Blick von der Brücke
ruraufwärts, da geht's hin.

50415
Blick rurabwärts, hinter
der Kurve beginnt der See.

50417
Wie heißen Pferde, die
Baumblätter fressen?



50419
Girpferde?

50421
Der Herbst kündigt sich an.

50423
Nächste Brücke
am Gut Kallerbend.



50425
Fliegenfischer.

50427
Wilde Rur.

50431
Gut Kallerbend.



50449
1 km weiter: Nationalparktor

50429
Info-Zentrum.
Ab hier wieder auf dem
selben Weg zurück.

50451
Buntsandsteinfelsen
im Wald.



50433
Die Weiden gehören
zu einem Gestüt.

50435
Es geht wieder abwärts.

50437
Am Wegesrand.



50439
Wieder über die Brücke.

50441
Rurtalbahn.

50453
Windsurfer vor dem Ort
Obermaubach.



50443
Nochmal an der
ersten Brücke.

50447
Hier werden Forellen
und Lachse zum Aussetzen
im Fluss gezüchtet.

50445
Zuchtbecken mit Schutz
vor Reihern.

RunningPotatoe
05.09.2016, 07:16
Ein herrliches Laufrevier hast du da fast vor der Tür ! Ich beneide dich bzw. fühle mich animiert, auch meine Umgebung mal durch diese Brille zu betrachten. Wenn ich des Öfteren 3 km mit dem Auto fahre, nur um eine Flachstrecke zu erreichen, dann kann ich alle paar Wochen doch auch mal 20 km fahren, um mich mit einem solchen landschaftlichen Kleinod zu belohnen.

taeve
05.09.2016, 07:28
Ein herrliches Laufrevier hast du da fast vor der Tür ! .

Da kann ich mich nur anschließen! :daumen:

Alderamin
05.09.2016, 09:56
@Running Potatoe

Ich sag' ja auch immer zu meiner Frau, wo wir wohnen, dahin fahren andere in Urlaub. Die besagte Strecke ist allerdings am Wochenende normalerweise ziemlich überlaufen, dann fahren auch noch Autos zum Gestüt in Mausauel. Gestern nach den Regengüssen waren auch ein paar Leute unterwegs, aber nicht so viele, und die habe ich nicht abgelichtet, deswegen wirkt es einsamer, als es war.

Im Gut Kallerbend hatten wir übrigens unsere Hochzeitsfeier in 2001.

Den Rurufer-Radweg geht's hinter dem Nationalparktor natürlich weiter, demnächst gibt's dann davon auch ein paar Bilder. Im Nachinein dachte ich übrigens noch, ich hätte über den Damm zurücklaufen sollen, um mal den ganzen See von dort aus abzulichten, sowie die Forellentreppen, die man am anderen Ufer eingerichtet hat (mit Sichtfenster).

FeldWaldWiese
05.09.2016, 22:08
Vielen Dank für die schönen Bilder.

Auf so einer tollen Strecke sollte man ohne Musik die Stille genießen :).

Alderamin
16.09.2016, 12:22
Kleines Update:

Meine Lauferei war vielleicht doch ein bisschen zu schnell. Oder zu oft. Als ich letztes Jahr anfing, bin ich während zweier Urlaube dreimal die Woche gelaufen (weil's weniger Zeit als Schwimmen benötigte) und hatte dann am Ende stets irgendwo Schmerzen im Knie oder Achillessehne und ich musste ein bis drei Wochen pausieren, bis die Schmerzen weg waren. Zweimal die Woche laufen war hingegen ok und bis kurz vor dem Wettkampf in Kombination mit einmal Schwimmen meine Wocheneinheiten. Erst als ich danach wieder dreimal die Woche laufen wollte, fingen die Probleme an.

Bis Frühjahr werde ich mich künftig wieder auf zwei Laufeinheiten beschränken, auch wenn hier die allgemeine Meinung herrscht, das sei zu wenig - ich würde ja gerne, aber ich kann nicht öfter. Zwei Tage nach dem völlig harmlosen und langsamen Lauf, den ich oben bebildert hatte, also vergangene Woche Dienstag, hat's wieder im Gelenk gezwickt. Um genau zu sein: als ich vor dem Lauf schon in Laufklamotten die Treppe runter ging, hatte ich im Gelenk kurz etwas gespürt und überlegt, ob ich den Lauf lassen sollte, bin dann aber gelaufen und hatte weder während noch unmittelbar nach dem Lauf irgendwas gespürt. Nur zwei Tage danach begann das Zwicken, aber diesmal ohne Schwellung und ohne Humpeln. Trotzdem ein Schuss vor den Bug. Ich habe also nochmal eine kleine Pause eingelegt, anderthalb Wochen bis jetzt, und wollte eigentlich heute einen kleinen Testlauf machen, aber je nachdem wie ich mich bewege spüre ich die Stelle noch leicht, also warte ich noch ein bisschen, frühestens Sonntag, eher die Woche danach. Keine längere Laufpause, nur eine Unterbrechung, wie ich sie beim Einstieg mehrfach machen musste. Und ab dann nur noch zwei gemütliche Läufe die Woche, bis zum Frühjahr. Keine Ambitionen mehr auf irgendeinen Wettkampf. Mal abwarten, wie es nächstes Jahr aussieht.

Ob ich den Fuß je an größere Belastungen gewöhnen kann, weiß ich nicht; es zwickt da, wo der Schienbeinknochen das Sprungbein berührt, zwischen Knöchel und der Zehenstrecker-Sehne, da ist eigentlich außer einem Band nicht viel, was sich entzünden könnte, keine Ahnung, woher das kommt, jedenfalls nicht vom vorherigen Ermüdungsbruch im Fersenbein, die Stelle war ganz woanders. Die Peroneus brevis Sehne, die ich immer im Verdacht hatte, läuft auch etwas weiter unten vorbei, die kann nicht die Ursache sein. Vielleicht die Gelenkhaut, weiß der Geier, bin kein Arzt.

Ansonsten auf der positiven Seite: am Montag durfte ich auf Dienstreise nach Oulu, dass ist ziemlich weit nördlich in Finnland, oben, wo die Ostsee zu Ende ist. Hatte mir Schwimmsachen mitgenommen, aber als ich nach der Ankunft im Hotel um 19:00 Uhr nach den Pool-Öffnungszeiten fragte, hieß es, der Pool schließe um 21:00 Uhr. Da ich auch noch was essen wollte, war klar, dass die Zeit nicht reichen würde. Dann fiel die Einheit eben aus, vielleicht am zweiten Tag.

Es war angenehm temperiert in Oulu, ca. 10-15 Grad, viele Jogger und noch mehr Radfahrer (sehr viele Radfahrer, aber ich habe kein einziges Pedelec gesehen). Der Ort ist sehr weitläufig gebaut, man hat sehr viel Platz. Breite Straßen, kaum Gebäude mit mehr als 3 Stockwerken. Der Ort liegt an einer Bucht der Ostsee und ist umgeben von sehr viel Wasser und Birkenwald, der sich gerade zu färben begann. Bin abends mal zum Hafen runter und hatte die Spiegelreflex dabei, um ein paar Bilder in der Dämmerung und von möglichem Polarlicht zu machen, aber die Sonne war gerade sehr inaktiv und das Polarlichtoval war zu weit nördlich (weiter im Norden hatte ich vorletztes Jahr mehr Glück gehabt (http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/10/23/eine-schiffsreise-zum-polarlicht/?all=1)). Aber die Abendstimmung war dennoch sehr schön. Die Sonne steht in Oulu den ganzen Tag so tief, dass man ständig das Gefühl hat, es sei später Nachmittag, und wenn sie dann untergeht, dauert es gute zwei Stunden, bis es dunkel ist. Dafür kommt sie im Winter nur eine Stunde über den Horizont. Auf die (anscheinend oft gestellte) Frage, was die Finnen denn im Winter machen würden, antwortete man mir: "in summertime, we make love and go fishing, in wintertime, we go not so much fishing". :hihi:

Am zweiten Tag war Meeting, und weswegen ich das überhaupt hier berichte: wir haben ein paar unserer Partnerfirmen im Projekt besucht, und eine davon macht Funkfeldmessungen. Da gab es unter anderem einen Messraum, in dem ein paar GPS-Sender an der Decke hingen, und unten war eine Puppe aufgestellt, deren linker Arm den Unterarm wie beim Laufen angewinkelt hatte, und der Arm konnte motorbetrieben schwingen, eben wie beim Laufen. Und was wurde da gemessen? Laufuhren! Man fuhr mit den GPS-Sendern eine gewisse Referenzstrecke ab und lud sich nachher die Aufzeichnung der Uhr herunter, um die mittlere Abweichung zu bestimmen. Was es nicht alles gibt. Was ich auch nicht wusste: die Firma Polar hat ihren Sitz in Oulu. Was dann wohl den Namen erklärt (obwohl es von Oulu noch weit zum Pol ist). Sie seien die ersten gewesen, die Pulsuhren mit Brustgurtmessung auf den Markt brachten, schon 1978, erzählte man mir. Spannende Sache. Auf dem Weg zum Flughafen bin ich später auch an einem Bürogebäude vorbei gekommen, das das Polarlogo trug.

Nach dem Meeting wurden wir zum Essen in eine Hütte aus dem späten 18. Jahrhundert (kürzlich innen zum Restaurant umgebaut, mit viel Holz und ausgestopften Mardern und Vielfraßen und allerlei Flinten und Gewehren an den Wänden) außerhalb Oulus an einem Fluss eingeladen, und den krönenden Abschluss bildete (was sonst?) ein Saunagang in einer "Smoke Sauna". Das war ebenfalls eine alte Holzhütte, die nur ein kleines Loch zum Abzug des Rauches hat. Ein Kubikmeter Steine in der Sauna wird vorher mit Holzfeuer aufgeheizt, wobei der Rauch die Wände ganz schwarz färbt. Man löscht dann das Feuer, lässt den Rauch abziehen, und dann ist sie bereit. Die Hitze ist sehr gut auszuhalten. Ab und zu wird heißes Wasser über die Steine gekippt, das macht den Aufguss, dann wird's etwas anstrengender, aber ich konnte alle bis auf einen Finnen aussitzen :D. Die sind halt doch eher die Kälte gewöhnt; obwohl praktisch jeder Finne zu Hause eine Sauna hat. Zwischen den Gängen ging es dann nach draußen, wo man per Holztreppe in den Fluss konnte, wo ich dann allerdings gekniffen habe, aber die Finnen gingen bis zum Hals rein, bei ungefähr 7 Grad Lufttemperatur unter einem klaren Sternenhimmel. Dann noch ein Bierchen aus dem Kühlschrank - ich hab' mich bestens erholt und regeneriert. Aus der Schwimmeinheit wurde allerdings wieder nichts. Besonders ärgerlich war, dass mir eine andere Rezeptionistin beim Auschecken erzählte, dass ich durchaus nach 21:00 Uhr am Vortag hätte schwimmen können, nur die Sauna schließe und man hätte mir einen Schlüssel gegeben. Toll, hätte ich das Becken für mich alleine gehabt. Hätte, wäre, könnte... :motz:

Am nächsten Tag hatte ich noch zwei Stunden Zeit, noch einmal die Stadt zu erkunden, bevor es über Helsinki zurück nach Düsseldorf ging. Dort fuhr mal wieder der Sky Train vom Terminal zum Flughafenbahnhof nicht, stattdessen Ersatzbusverkehr, so dass mir die direkte Bahn nach Hause vor der Nase weg fuhr und ich mit dem nächsten Zug in Köln umsteigen musste. Na ja, eine halbe Stunde später zu Hause, es gibt schlimmeres.

Gestern war ich dann wieder schwimmen, war richtig gut drauf und fing schon nach 4 Bahnen oder so mit dem Kraulen an. Nach einer Stunde dachte ich, bald geht es nicht mehr, die Beine waren schon ziemlich müde und ich wartete auf Anzeichen von Krämpfen, aber die kamen nicht. Meine Zeiten für zwei Bahnen (50 m) waren bis dahin fast alle unter 1:30 Minuten, es war also denkbar, erstmals unter 3 Minuten / 100 m zu bleiben, aber ich wusste nicht, wie ich noch die restlichen 50 Minuten bis zum Ende der Einheit durchhalten sollte. Aber nach einer Stunde gehe ich meist in eine Art Trancezustand über, verliere jedes Zeitgefühl, und auf einmal geht es wieder leichter (wenn auch nicht wirklich schneller, aber man fühlt es nicht mehr so). Ich habe mich dann von Viertelstunde zu Viertelstunde gehangelt, immer versucht, die Arme geradlinig und leicht angewinkelt am Körper vorbei bis zum Auftauchen durchzuziehen und mich mit dem anderen Arm voran möglichst lang zu machen, um den Körper zu strecken und wenig Wasserwiderstand zu haben, was mir als schnellste 50-m-Runde eine 1:21 Minuten brachte. Aber die letzte halbe Stunde lag ich dann meist über 1:30 und ich dachte, wenn ich jetzt mit Brust anfange, wird das nichts mit dem Rekordschnitt. Also behielt ich die beiden Viertelstunden-Abschnitte auch noch den Kraulstil bei und kam dann am Ende auf 2:58 / 100 m. Yess! Bei 1h51 Gesamtdauer wurden es 150 Bahnen, in einer Zeit, in der ich vor einem Jahr gerade mal 110 geschafft hatte. Die Arme hätten sogar noch länger gekonnt, nur die Beine waren ziemlich durch. Hier das Gesamtergebnis (https://connect.garmin.com/modern/activity/1363324391) (wie schon erwähnt, das ist mit der Laufuhr gemessen, nur die Zeiten und die mittlere Pace bzw. Rundenpaces stimmen; maximale Paces, Schwimmzüge und so weiter sind Unsinn).

Als wohlverdienten Lohn zeigte die Waage heute morgen dann erstmals (seit 1992/93 oder so) 85,0 kg an.

Morgen hole ich dann das Fahrrad aus der Werkstatt, wo ich mir einen Nabendynamo habe einbauen lassen, damit ich die nächsten Wochen auch teilweise bei Dunkelheit meine wöchentliche Fahrt zur Arbeit und zurück erledigen kann. Wenn das Laufen auf Sparflamme betrieben wird, muss ich halt die anderen Sportarten konsequenter durchziehen, dann schaffe ich auch noch ein paar Kilo abzunehmen. 84 war das Ziel, aber ein bisschen Bauch ist noch da, 80 wären toll, wenn das noch klappt. Aber nicht weniger.

FeldWaldWiese
17.09.2016, 12:23
Ich schleiche hier schon eine Weile um deinen letzten Beitrag herum und bin unschlüssig, ob ich wirklich etwas dazu schreiben soll. Aber es beschäftigt mich, und daher kann ich meine Finger nicht stillhalten. Außerdem habe ich von Dir so oft gute Tipps und Motivation bekommen, da bist Du mir einfach ein klein wenig ans Herz gewachsen.

Mein erster Gedanke war "meine Güte, was tut er da?"
Ich kann ja nur beurteilen, was Du hier schreibst, und da bekomme ich den Eindruck, dass jeder Sport, den Du hier vorstellst, von dir nur auf Leistung hin betrieben wird. Wenn gelaufen wird, dann unbedingt immer schneller und weiter, ohne Rücksicht auf den Körper, der dir immer wieder die rote Karte zeigt. Es wird gemessen und analysiert, was die Systeme hergeben. Wenn die Beine nicht spuren, wird mit Musik im "richtigen" Rhythmus nachgeholfen. Es zwickt schon vor dem Lauf? Kein Problem, wird trotzdem weitergemacht.
Schwimmen geht auch nur noch nach Bahnen und Zeit. Du wartest dabei sogar auf Krämpfe. Radfahren genauso.
Richtig gruselig fand ich, dass Du sogar eine Bootsfahrt aufgezeichnet hast und in einem Faden gepostet hast.

Warum tust Du dir das an? Wenn das Ziel ein paar Kilos weniger sind, ist das auch einfacher zu erreichen. Aber mir drängt sich das Gefühl auf, dass Du zwanghaft deinem Körper Leistungen abringen willst. Du musst doch mit Sport kein Geld verdienen, warum führst du dann diesem Krieg gegen den eigenen Körper?

Ich hoffe, Du bekommst meine Worte nicht in den falschen Hals. Ich habe nur immer wieder Probleme, fehlgeleiteten, männlichen Ehrgeiz zu verstehen. Es ist schön, wenn man seinen Körper gut behandelt, ihm Bewegung gibt, gute Ernährung und gute Pflege. Bei dir lese ich aber nur, wie Du dir deinen Körper mit dem Kopf zurecht "optimieren" möchtest. Das klingt oft so zwanghaft, dass ich dir am liebsten eine ausgiebige Sofaeinheit mit Chips und Cola und einem hirnlosen Film verordnen möchte :zwinker2:.

Catch-22
18.09.2016, 09:37
Im großen und ganzen stimme ich FeldWaldWiese zu. Du gehst das ganze sehr verkopft und auf Leistung fixiert an. Wenns mal nicht so läuft, kommt dann auch gleich Weltuntergangsstimmung auf.
Du musst einfach noch die für dich richtigen Umfänge, Steigerungsraten, Tempi finden. Es etwas lockerer zu betrachten tut dir sicher nicht schlecht.
Hast du seit deinem Wiedereinstieg eine Regenerationswoche eingelegt (vor der Zwangspause jetzt)? Wenn du die ganze Zeit bisher gesteigert hast, ist es kein Wunder wenn der Körper mal wieder etwas Pause will. Schau zu dass du wieder ganz Gesund wirst, mit etwas Geduld wird es dann sicher auch mit dem Laufen. Beim Steigern meiner Umfänge habe ich immer eine Woche gesteigert, in der nächsten Umfang gehalten und dafür Tempo gemacht, in der dritten Woche gekürzt und regeneriert. Der Rhythmus hatte mir sehr gefallen und gut getan.

Alderamin
18.09.2016, 14:56
Mein erster Gedanke war "meine Güte, was tut er da?"
Ich kann ja nur beurteilen, was Du hier schreibst, und da bekomme ich den Eindruck, dass jeder Sport, den Du hier vorstellst, von dir nur auf Leistung hin betrieben wird. Wenn gelaufen wird, dann unbedingt immer schneller und weiter, ohne Rücksicht auf den Körper, der dir immer wieder die rote Karte zeigt. Es wird gemessen und analysiert, was die Systeme hergeben. Wenn die Beine nicht spuren, wird mit Musik im "richtigen" Rhythmus nachgeholfen. Es zwickt schon vor dem Lauf? Kein Problem, wird trotzdem weitergemacht.
Schwimmen geht auch nur noch nach Bahnen und Zeit. Du wartest dabei sogar auf Krämpfe. Radfahren genauso.
Richtig gruselig fand ich, dass Du sogar eine Bootsfahrt aufgezeichnet hast und in einem Faden gepostet hast.

Jetzt tust Du mir aber sehr unrecht. Vielleicht sind meine Berichte hier zu missverständlich, keine Ahnung, aber:

- was das Laufen betrifft, trainiere ich nicht auf Zeit. Ich mach' einfach einen Wiedereinstieg nach Plan. Ich hab' mir vorher einen Plan gemacht und auch hier eingestellt (http://forum.runnersworld.de/forum/tagebuecher-blogs-rund-ums-laufen/107097-running-reloaded-jetzt-erst-recht-8.html#post2221857), den ich einigermaßen abarbeite. Das hat nichts mit Leistung zu tun, auch wenn einmal ein Tempodauerlauf dabei war. Ich laufe jetzt zwar schneller, als Anfang des Jahres, sogar schneller als bei meinem einzigen Wettkampf, aber ich muss mich dafür nicht mehr anstrengen, ich empfinde das als lockeren Dauerlauf. Siehe folgende Auswertung aus der App ConnectStats:

50987

Da ist der Puls (linke Achse) über der Pace (untere Achse) aufgetragen für alle meine Aufzeichnungen seit Anfang Dezember letzten Jahres, als ich die erste Laufuhr gekauft hatte. Jüngere Daten sind rötlich, ältere grünlich bis bläulich. Wie man sieht, laufe ich 5:30/km heute mit einem Puls von 150, während ich ca. zur Zeit meines Wettkampfs Ende Februar 6:30 mit über 150 gelaufen bin. Ein Punkt aus dem Wettkampf ist der grüne bei 5:50, der bei 160 liegt. Und ganz am Anfang hatte ich schon bei 7:10 einen Puls von 152. Meine 5:30 sind Deine 6:45. Ich mach' ja jetzt schon seit fast zwei Jahren Sport (Schwimmen, Crosstrainer) und seit über einem Jahr laufe ich.

Das mit der Musik sollte gerade Verletzungen verhindern. Man hat hier festgestellt, dass meine Schrittlänge zu hoch und meine Schrittfrequenz zu niedrig ist. Bei langen Schritten landet man eher auf der Ferse als bei kurzen. Das bringt die Gefahr mit sich, den Fersenknochen zu überlasten und hat mir vermutlich den Ermüdungsbruch eingebracht. Um den künftig zu vermeiden, versuche ich, die Schrittfrequenz zu erhöhen und die Schrittlänge zu verkürzen. Durch bewusstes Kurztreten gelingt mir das immer nur für kurze Abschnitte. Mit Musik der richtigen Taktrate funktioniert es von selbst. Das ist alles.

- was das Schwimmen betrifft: Das tut mir doch nix, da verletze ich mich nicht. Es macht Spaß, sich ein wenig anzustrengen und ich freue mich darüber, da auch Fortschritte zu machen und poste das hier, wie viele andere, Dich eingeschlossen, das bei ihren Laufergebnissen tun. Ich bin schon vor einem Jahr über 100 Bahnen geschwommen. Dass ich jetzt so viel mehr in der gleichen Zeit schaffe, liegt daran, dass ich mit Kraul eine andere Stilart gelernt habe und immer noch beim Lernen bin, immer noch an der Technik arbeite. Ich schaffe jetzt knappe 3 Minuten auf 100 m, wobei ich regelmäßig in der Halle überholt werde. In einem normalen Schwimmwettkampf sind 2 Minuten auf 100 m das, was die schlechteren Schwimmer hinbekommen; ein Kollege hat neulich bei einem Duathlon mitgemacht und beim Schwimmen auf den Kilometer 25 Minuten gebraucht, da hat sich der Sprecher schon über ihn lustig gemacht. Wie kann man da bei mir von "Leistung" reden?
Meine letzten Wadenkrämpfe hatte ich übrigens im Herbst 2015. Ich habe manchmal das Gefühl, es könnte ein Krampf drohen, dann reicht aber ein Wechsel der Stilart. Die Krämpfe hängen mit dem Elektrolythaushalt und der Wassertemperatur zusammen, ich hatte auch früher schon mal welche nachts im Bett, mit Verausgabung alleine ist das nicht zu erklären und demnach auch kein Gradmesser dafür, ob ich es übetreibe. 2h Schwimmen ist kein Problem für mich und hat mir auch noch nie Probleme gemacht. Man ist halt ein wenig müde danach, fühlt sich aber den Abend über sehr wohl. Und es frisst sehr viele Kalorien, weit mehr, als ich beim derzeitigen Laufpensum verbrauchen könnte.

- Radfahren: ich fahre einmal die Woche zur Arbeit und zurück, und gebe da gar nicht mehr so viel Gas. Damit ich das noch eine Weile machen kann, wenn es jetzt früher dunkel wird, habe ich mir einen Nabendynamo einbauen lassen, eine absolut richtige Entscheidung, der Seitenläufer vorher war eine Katastrophe. Was ist daran so schlimm, einmal die Woche 3 Stunden Rad zu fahren? Ich bin da längst nicht mehr so schnell, wie bei den ersten Touren, bei kühlem Wetter ist die Motivation geringer. Was die Strecke ein wenig anspruchsvoll macht, sind die 180 Höhenmeter. Ich versuche da keine Rekorde zu brechen, ich nehme einfach den Kalorienverbrauch mit.
Gestern habe ich meiner Frau ein ganz tolles Sport-Pedelec (http://www.das-ebike-portal.de/eBike-Test/Flyer-RS.php) gekauft, hat sie ganz alleine ausgesucht, das probieren wir gleich aus. Damit fährt sie ohne Anstrengung 25 km/h, da muss ich dann ordentlich treten, um mitzuhalten. So können wir in Zukunft Radtouren zusammen machen, wo sie mir nicht hinterher hecheln muss und ich mich nicht langweile. Bin gestern mal einen berüchtigen Hügel in Düren raufgefahren, und der war quasi nicht vorhanden - konnte mit 24 km/h da hoch, ohne jede Anstrengung. Toll.

- Und das Boot fahren: mein Gott, das war ein Jux. Ich hab' die Uhr halt immer an, als Schrittzähler und einfach wegen der Uhrzeit, und ich find's schön, wenn man nachher auf der Karte gucken kann, wo man war. Wollte auch unterwegs mal wissen, wie schnell so ein Tretboot fährt, meine Frau und ich haben mal einen kleinen Sprint gemacht und fast 7 km/h geschafft. Aber wenn Du die Aufzeichung (https://connect.garmin.com/modern/activity/1351428752) anschaust, sind wir die Hälfte der Zeit bewegungslos auf dem See rumgedümpelt und haben uns die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen. Das war nun wirklich entspannend.


Warum tust Du dir das an?

Das könnte ich Dich auch fragen (http://forum.runnersworld.de/forum/tagebuecher-blogs-rund-ums-laufen/109393-vom-glueck-ein-laeufer-zu-werden-13.html#post2247251). Wo ist der Unterschied? Oder der zu Gecko, Running Potatoe oder Catch, die sogar für Wettkämpfe trainieren/trainiert haben? Dass es mir wieder am Gelenk weh tut? Vielleicht habe ich ja irgendwas organisches am Gelenk, Arthrose oder was, ich habe nie mehr als zweimal die Woche laufen können, wo mir hier jeder erfahrene Läufer bestätigen wird, dass man mindestens dreimal die Woche laufen müsse, um nicht jedesmal wieder bei 0 anzufangen. Ich weiß es nicht, ich kann's nicht, und vor 25 Jahren konnte ich es auch nicht. Zwar hat man beim Röntgen und MRT nichts derartiges festgestellt, aber man hat ja was anderes gefunden und dann wohl nicht weiter gesucht, und vielleicht hätte man es nur auf einem CT gesehen. Nur weil nichts diagnostiziert wurde, heißt das nicht, dass nichts vorhanden ist. Aber bisher hat mir der Arzt nur Laufpausen verordnet. Kann ich mir auch selbst verordnen.

Ich merke derzeit nichts mehr im Fuß beim normalen Gehen oder Sport. Nur wenn ich mich hinhocke und das Gewicht auf den linken Fuße verlagere, dann zwickt es noch. Ich warte ab, bis da nichts mehr ist. Und dann noch ein paar Tage. Und dann versuche ich einen kurzen Lauf. Mein Gott, andere sind ähnlich alt hier mit mir gestartet und mittlerweile schon Marathon gelaufen. Ich kämpfe mich gerade mal wieder an 10 km heran, obwohl ich vor einem halben Jahr schon 21 geschafft hatte. Bin ich da wirklich überambitioniert?



Bei dir lese ich aber nur, wie Du dir deinen Körper mit dem Kopf zurecht "optimieren" möchtest. Das klingt oft so zwanghaft, dass ich dir am liebsten eine ausgiebige Sofaeinheit mit Chips und Cola und einem hirnlosen Film verordnen möchte :zwinker2:.

Warum ist bei mir zwanghaft, während andere, die Trainingspläne einhalten und Wettkämpfe laufen, auf die Schulter gekopft bekommen? Kapier' ich nicht. Ich schreibe hier, um ein paar Erfahrungen zu teilen, ein paar konstruktive Tipps zu bekommen, und vor allem Bestätigung für meine Verbesserungen. Anscheinend gibt's aber nur negatives Feedback. Wenn andere ihre Piriformis quälen oder in Scherben treten, gibt's "ei, ei, hoffentlich geht's Dir bald besser", bei mir nur "selbst Schuld". Das weiß ich auch, dass da niemand anderer für verantwortlich zu machen ist. Das diese Reaktion kommt, hatte ich mir schon gedacht, als ich das oben gepostet hatte. Konnte aber nicht die Klappe halten. Auch selbst Schuld. :kloppe:

Alderamin
18.09.2016, 15:05
Hast du seit deinem Wiedereinstieg eine Regenerationswoche eingelegt (vor der Zwangspause jetzt)?

Regenerationswochen waren erst jenseits 10 km geplant, so weit war ich noch nicht. Siehe den oben nochmal verlinkten Plan.


Wenn du die ganze Zeit bisher gesteigert hast, ist es kein Wunder wenn der Körper mal wieder etwas Pause will. Schau zu dass du wieder ganz Gesund wirst, mit etwas Geduld wird es dann sicher auch mit dem Laufen. Beim Steigern meiner Umfänge habe ich immer eine Woche gesteigert, in der nächsten Umfang gehalten und dafür Tempo gemacht, in der dritten Woche gekürzt und regeneriert. Der Rhythmus hatte mir sehr gefallen und gut getan.

Ich bin zwei, dreimal die selbe Strecke gelaufen und habe dann wieder einen Kilometer drauf gelegt, bis zuletzt auf 10 km. Der letzte Lauf mit den Fotos oben war absolut entspannend, ich habe in Summe rund 5 Minuten rumgestanden beim Fotos machen und bin absolut langsam gelaufen. Der Lauf davor war schneller, aber ohne mich zu verausgaben. 6,7 km mit 150er Puls, rund 83% maxHF im Schnitt. Tempodauerläufe hasse ich, weil sie so anstrengend sind. Den Lauf habe ich nicht gehasst (http://forum.runnersworld.de/forum/tagebuecher-blogs-rund-ums-laufen/107097-running-reloaded-jetzt-erst-recht-10.html#post2244273).

geebee
18.09.2016, 17:31
[...] Warum ist bei mir zwanghaft, während andere, die Trainingspläne einhalten und Wettkämpfe laufen, auf die Schulter gekopft bekommen? Kapier' ich nicht.

Hallo Alderamin,

das Missverständnis zwischen FWW und Dir sehe ich darin, dass es eben manche gibt, die Ihre Aktivitäten gerne in Zahlen darstellen, weil es ihnen Freude macht oder weil es ihnen in Fleisch und Blut übergangen ist (dazu zähle ich mich auch), und andere, denen diese Akribie ein wenig suspekt ist und obsessiv erscheint. Ich sehe bei Deinem "Fall" gewisse Parallelen zu mir, ein Comeback-Versuch, der aber nicht so richtig in die Gänge kommt, weil das Gebälk nicht mehr mitspielt, und man weiß noch nicht einmal, woran es genau liegt. Wahrscheinlich ist dann die Meinung "Mensch, mach' locker" unvermeidlich, auch wenn man überhaupt nicht verkrampft ist. So ein gewisses Hadern ist bei Dir (wie bei mir auch seinerzeit) aber durchaus hörbar, absolut nachvollziehbar und normal.

Ich finde nicht, dass Du lauftechnisch überziehst, finde, dass Du mit dem Schwimmen und Fahrradfahren Deine Situation gut löst.

Manchmal dauert es wirklich sehr lange Zeit, bis es wieder läuft; bei mir war das fast ein Jahrzehnt. Seit August trainiere ich wieder vier Einheiten pro Woche, > 40 WKM, bald mehr dazu in meinem Lange Atem-Faden. Irgendetwas habe ich dieses Jahr endlich mal richtig gemacht, genau weiß ich allerdings nicht, was das war. Warum soll also nicht auch bei Dir irgendwann der Knoten wieder platzen ?

Also: Dranbleiben !!!

Gee

geebee
18.09.2016, 17:53
[...] Bis Frühjahr werde ich mich künftig wieder auf zwei Laufeinheiten beschränken, auch wenn hier die allgemeine Meinung herrscht, das sei zu wenig - ich würde ja gerne, aber ich kann nicht öfter. [...]

Nur als Anregung, ich weiß, dass die Findung einer Strategie schwierig ist und bei Dir diverse Erfahrungen vorliegen:

Wäre es eine Alternative, dreimal pro Woche zu laufen, dann aber nur eine geringe Distanz, z.B. 5 km ? Hintergedanken: Erst drei Einheiten, egal mit welchem Umfang etablieren, dann erst die Kilometer steigern. Nehmen wir mal beispielsweise 30 WKM als Ziel. Ansatz 1: 2 Einheiten à 10 km, dann die dritte Einheit dazu nehmen und langsam auf 10 km steigern. Ansatz 2: 3 Einheiten à 5 km, dann langsam die Einheiten verlängern.

Am Ende des Tages musst Du herausfinden, was der begrenzenden Faktor ist, die Anzahl der Läufe je Woche, die Länge eines einzelnen Laufes, das Tempo. Ich wäre mir nicht so sicher, dass es die Anzahl der Läufe je Woche ist.

Gee

Durchbeißerin
18.09.2016, 22:28
Aus meiner Sicht ist das vorübergehende "Problem", dass du durchs Schwimmen und Radfahren inzwischen brezelfit bist - und deine Gräten eben noch nicht Schritt halten können. Läufst du jetzt in einem für dich angenehmem Tempobereich, mosern die Gräten, Füße oder was auch immer...
Da die Lösung kaum darin liegen kann, dass du weniger schwimmst oder reinhaust beim Radfahren, könnte es angebracht sein, eine Weile in der Gegend "rumzuschleichen" - auch wenn das langweilig ist und sich unbefriedigend anfühlt.
Mir hat die sogenannte Schleicherei noch nie geschadet - ich bin in einer Gruppe gelaufen, wo ich sofort Rückmeldung bekommen hab, wenn ich schneller wurde. Auch mein Laufstil hat nicht gelitten. Im Gegenteil. Ich hatte keine Beschwerden mehr - und konnte auch die gewünschte Streckenverlängerung gut wegstecken, an der ich bei meinem Wohlfühltempo vorher schmerzhaft gescheitert war.

Ich kann auch schwer "einfach so" laufen, schwimmen oder Radfahren. Wenn ich rennen kann, was nur geht, ohne dass es mich zerreißt, ist das wie Weihnachten für mich. Ich kann mich aber inzwischen ganz gut einkriegen, denn es bringt mir ja nichts,wenn ich reinhaue - und dann Pause machen muss.

Ich denke schon, dass du mehr Wumms auf dem sogenannten Laufapparat hast, wenn du ein höheres Tempo läufst. Welches Tempo ausreichend niedrig ist, kannst du aus meiner Sicht nicht nur aus deinem Pulsbereich ableiten.

Aber - ich bin keine Laufexpertin!

Alderamin
19.09.2016, 10:37
@gee, Durchbeißerin, Catch-22

Danke für den Zuspruch, kann ich gut gebrauchen. Ich glaube, 2 etwas längere Läufe sind besser vereinbar mit meinem Rhythmus als drei kürzere, dazwischen ist dann auch ein wenig mehr Regeneration und es bleibt noch Zeit für 1x Schwimmen und evtl. 1x Radfahren.

A propos Radfahren: wie angekündigt haben wir gestern das Pedelec meiner Frau eingeweiht. Wir sind erst um 16:00 Uhr los, sollte nur eine kleine Tour werden, die bei unserem Lieblingsitaliener vorbei führt. Sind dann einmal um Düren herum gefahren.

Die letzten Touren sahen meist so aus: ich trödele vorne mit 15-17 km/h herum und muss ab und zu stehen bleiben, damit ich meine Frau nicht aus dem Rückspiegel verliere. Anstrengungsfaktor 0. Aus ihrer Sicht rase ich immer vorne weg und wenn sie mich mal bei hat, rase ich sofort weiter, hänge sie gleich wieder ab und sie kann sich nicht erholen. Nachher sind dann beide unzufrieden. Entsprechend hatte sie auch nicht mehr viel Lust auf Radtouren - wesegen ich mit Schwimmen und Laufen angefangen hatte.

Das war diesmal ganz anders. Bin gleich zügig los mit über 20 km/h, und meine Frau direkt hinter mir. Als wir dann auf einem breiteren Radweg waren, wo so richtig der Wind von vorne kam, fuhr sie neben mir her. Auf einem langen geraden Stück mit Rückenwind versuchte ich mal, sie abzuhängen, aber sie blieb in der Nähe. Erst bei 27 km/h schaltete der Motor ab, ein bisschen Messtoleranz, das die Polizei erlaubt, wird konsequent vom Hersteller ausgeschlachtet, das ist ein Sport-Rad und keines für Omis (und mit Trapezrahmen übrigens Unisex, da könnte ich auch mit fahren). 27 km/h kann ich in der Ebene und ohne Gegenwind ein Stückchen lang halten, aber mein Schnitt über längere Strecken liegt unter 23, also holt meine Frau mich immer wieder ein.

Irgendwann kam dann auch mal ein Bergaufstück, wo ich richtig treten musste, um 17 km/h zu halten, da schaltete sie die Unterstützungsstufe erstmals von "Eco" auf "Standard" (es gibt auch noch "High") und blieb mir im Nacken. Wir sind dann noch über einen Brückenbogen gefahren, der für das Pedelec quasi nicht vorhanden war, und auch über ein wenig Kies und Schotter, ging alles. Am Ende kamen wir nach 40 km beim Italiener an. Nach dem Essen noch 6 km nach Hause, es war schon nach 8 und dunkel, aber wir waren hervorragend mit LED-Licht ausgestattet. Mein neuer Nabendynamo ist überhaupt nicht zu spüren und damit bin ich schon im Hellen auf der Landstraße gefahren, um besser gesehen zu werden, diese Investition hat sich auch gelohnt.

Nach 46 km waren wir dann zu Hause, die längste zusammenhängende Tour, die meine Forerunner bisher gesehen hat, dafür gab es einen Pokal :D. Ich war zwar nicht völlig geschafft, aber merkte, dass ich was getan hatte, und meine Frau meinte, sie könne die Tour gleich nochmal machen. Der Akku war von 91% auf 63% runter und hatte noch Reserve für 67 km. Damit können wir dann bald wieder Touren machen, wie vor über zehn Jahren, als wir nach Köln und zurück (110 km) oder nach Wuppertal (100 km) mit Bahnrückfahrt gefahren waren. Aber diesmal mit einem Schnitt von 19-20 km/h anstatt wie damals 12-13, wo wir kurz nach Ankunft gleich wieder zurück mussten, um im Hellen zu Hause zu sein. Nun bleibt auch ein wenig Zeit zu verweilen.

Das Pedelec ist jedenfalls saaa-gen-haft! Und da habe ich ihr überhaupt nicht reingeredet, sie hat das sportlichere gewählt, das mir auch besser gefiel (ein Pegasus-E8-Trekkingrad in neongrün war auch in der näheren Auswahl und günstiger, aber das Flyer war um 700 Euro reduziert, ein echtes Schnäppchen, wenn auch wohl das 2014er-Modell).

Jetzt hoffe ich nur, es passt auch auf unseren Fahrradträger, die Kunststoffverkleidung des Mittelmotors macht sich sehr breit neben dem linken Pedal, und unser Träger hält die Fahrräder am Pedal. Wäre blöde, wenn da was beim Montieren zerbräche. Unsere Fahrradkörbe passen auch nicht mehr auf den Gepäckträger. Einen Rückspiegel, Korb, Klick-Fix-Halter und Helm müssen wir noch kaufen. Evtl. noch eine Pumpe für die Federgabel, die ist luftgedämpft; ich denke aber, die 7 Bar, die man ihr im Laden eingefüllt hat, lassen sich auch an der Tanke mit einem dieser tragbaren Vorratsbehälter auffüllen, das Ventil passt und damit habe ich auch schon 5-6 Bar in Reifen bekommen. Man hatte uns abgeraten, an der Tanke Luft einzufüllen, denn die Federung wird mit bis zu 11 Bar befüllt und ein Kompressor könnte die Feder beschädigen oder der Schlauch könnte uns um die Ohren fliegen. Wie gesagt, bei 7 Bar mit Vorratsbehälter sehe ich beide Probleme nicht.

Ab nächsten Samstag ist Urlaub. Hoffentlich spielt das Wetter mit, dann werden wir ein paar Fahrradtouren machen.

taeve
19.09.2016, 10:59
Warum ist bei mir zwanghaft, während andere, die Trainingspläne einhalten und Wettkämpfe laufen, auf die Schulter gekopft bekommen? Kapier' ich nicht. Ich schreibe hier, um ein paar Erfahrungen zu teilen, ein paar konstruktive Tipps zu bekommen, und vor allem Bestätigung für meine Verbesserungen. Anscheinend gibt's aber nur negatives Feedback. Wenn andere ihre Piriformis quälen oder in Scherben treten, gibt's "ei, ei, hoffentlich geht's Dir bald besser", bei mir nur "selbst Schuld". Das weiß ich auch, dass da niemand anderer für verantwortlich zu machen ist. Das diese Reaktion kommt, hatte ich mir schon gedacht, als ich das oben gepostet hatte. Konnte aber nicht die Klappe halten. Auch selbst Schuld. :kloppe:

Ha, endlich ein Bruder im Geiste! Hätte auch von mir so im Starter-Faden stehen können!
Mach grad auch wieder Laufpause…

Alderamin
25.09.2016, 00:07
Was habe ich da eigentlich immer wieder für Schmerzen und Schwellungen am Fußgelenk? Derzeit ist nichts geschwollen, aber nach längerer Bewegung fühle ich immer noch ein Pieksen zwischen Sprungbein und Schienbein, vorne am Außenknöchel. Als ich im März einen dicken Fuß hatte und man mir einen Ermüdungsbruch hinten am Fuß diagnostizierte, hatte ich eigentlich vorne am Knöchel Schmerzen und eine dicke Schwellung, die aber zur Zeit des MRTs schon wieder abgeschwollen war und in der Diagnose stand darüber nichts drin.

An der betreffenden Stelle ist im Fuß nicht viel was sich entzünden könnte nur ein Band (das aber sicher nicht überlastet wurde, bin ja nicht umgeknickt), aber vor allem ein Gelenk. Was kann da zu einer Schwellung führen? Zum Beispiel eine Gelenkkapselentzündung (http://krankheiten.me/synoviitis-entzuendliche-erkrankung-der-innenhaut-von-gelenken/). Wer ist davon betroffen? Menschen, die sich wiederholende Bewegungen mit einem Gelenk machen. Menschen, mit erhöhtem Harnsäurewert (http://www.symptomeundbehandlung.com/schmerzen-im-knie/synovitis-des-knies/). Laufen ist eine sich wiederholende Bewegung eines Gelenks, und wegen erhöhter Harnsäure habe ich ein paar Jahre Tabletten genommen, weil ich zwei Gichtanfälle am linken Fuß hatte. Die Werte sind seit dem Sport viel besser geworden. Im November hatte ich die Tablettendosis halbiert. Im März habe ich sie ganz abgesetzt. Bei der letzten Untersuchung waren die Werte an der oberen Grenze des Normalen. Im März zog ich mir den dicken Fuß zu. Sollte da etwa ein Zusammenhang bestehen...?

Bin nächste Woche beim Hausarzt, mal hören, was der meint. Würde mich nicht wundern, wenn's an der Harnsäure liegt. Und nicht an zu hoher Belastung. Hoffentlich.

Durchbeißerin
25.09.2016, 12:23
Ich drück dir die Daumen! Ich hatte, seit ich regelmäßig laufe, schon verschiedenste Zipperlein - auch mal Schwellungen etc. z.B. am Knöchel/Fuß nach einem 5-Stunden-Lauf. Ich bin damit stets vorsichtig weitergelaufen - in langsamem Tempo - teils auch mit verkürzter Laufdauer. Die Beschwerden habe ich gespürt während des Laufens - aber es waren natürlich keine Beschwerden, wo man extrem zu beißen hat dran. Mehr so eine Art leises Störgeräusch, das zwischendrin lauter wird, wieder leiser und wieder mal lauter. Tempo hab ich vermieden in dieser Zeit. Bisher ist das alles dadurch wieder ausgeheilt.
z.B. bin ich jetzt den ganzen Sommer zwar bis zu 3,5 h Dauer, aber nicht schnell gelaufen - teils schon mit Schmerzen - von denen ich aber wusste, dass sie sich zwar nicht schön anfühlen, aber dass sie sich bessern werden durch die moderate Bewegung.
Einzige Ausnahme war die Sehnenreizung am Knie - als ich es als Anfängerin mit krassem Tempogebolze komplett übertrieben hatte.

Alderamin
25.09.2016, 21:58
Ich drück dir die Daumen!

Danke!



Ich hatte, seit ich regelmäßig laufe, schon verschiedenste Zipperlein - auch mal Schwellungen etc. z.B. am Knöchel/Fuß nach einem 5-Stunden-Lauf. Ich bin damit stets vorsichtig weitergelaufen - in langsamem Tempo - teils auch mit verkürzter Laufdauer. Die Beschwerden habe ich gespürt während des Laufens - aber es waren natürlich keine Beschwerden, wo man extrem zu beißen hat dran. Mehr so eine Art leises Störgeräusch, das zwischendrin lauter wird, wieder leiser und wieder mal lauter. Tempo hab ich vermieden in dieser Zeit. Bisher ist das alles dadurch wieder ausgeheilt.

Udo meinte auch zu mir, dass ehemals verletzte Stellen sich nachher nochmal wieder melden, aber ich habe zu viel Schiss, mit dem Gelenk irgendwas anzustellen, solange ich auch nur den kleinsten Druck spüre, denn beim ersten Mal tat mir vorher nichts weh und mit einem dicken Fuß musste ich am Ende abbrechen; beim letzten Mal war es nur ein Hauch von Druck vor dem Lauf, nur eine halbe Minute lang, und am Ende mit zwei Tagen Verzögerung doch wieder entzündet. So eine Entzündung kann sehr schnell hochfahren (merke ich auch bei Halsweh, die kommen manchmal binnen ein paar Minuten). Das Ziepen ist mittlerweile immer wieder komplett weg, aber nach einer Fahrradtour oder Schwimmen spüre ich es abends meist noch ein wenig. Ich warte lieber noch ein paar Tage. Heute war ich Schwimmen und hab das Gelenk während des Schwimmens ein wenig gespürt, aber im Moment merke ich gar nichts mehr. Dienstag sind drei Wochen rum, so lange habe ich letztes Jahr Aufbau auch einmal pausieren müssen, übrigens etwa um die selbe Zeit im Jahr.


z.B. bin ich jetzt den ganzen Sommer zwar bis zu 3,5 h Dauer, aber nicht schnell gelaufen - teils schon mit Schmerzen - von denen ich aber wusste, dass sie sich zwar nicht schön anfühlen, aber dass sie sich bessern werden durch die moderate Bewegung.
Einzige Ausnahme war die Sehnenreizung am Knie - als ich es als Anfängerin mit krassem Tempogebolze komplett übertrieben hatte.

Wow, 3,5 h - das ist ja schon Marathon-Dauer! Nee, so weit war ich noch nicht, mehr als ca. 2,5 h bin ich bisher noch nicht gelaufen.

Wir werden jetzt im Urlaub einige Fahrradtouren machen, da habe ich eine moderate Bewegung des Gelenks. Nachdem ich neulich zu meiner Frau (noch auf dem alten Rad) nach einem Anstieg, wo sie meinte, ich solle nicht so rasen, geantwortet hatte, "Was, ich bin doch fast vom Rad gefallen!" hat sie mich gestern in der höchsten Unterstützungsstufe am Berg überholt, oben gewartet und gemeint "Wo bleibst Du, ich bin fast vom Rad gefallen!" :hihi:Sie fährt aber meistens auf kleinster Stufe, dann hat sie am Ende auch was geleistet, kann mein Tempo trotzdem mithalten, und hat offenbar ca. 150 km Reichweite mit einer Akkuladung (wir sind jetzt 90 km gefahren, der Akku muss einmal leer gefahren werden). Bin immer noch völlig begeistert von dem Rad. Kann man sogar ohne Motor gut mit fahren und sieht nicht so Rentner-mäßig aus, wie die meisten Pedelecs.

Ich wünsch' Dir viel Glück und dass Deine Zipperlein Ruhe geben mögen. Nächstes Jahr wird unseres werden! :daumen:

P.S.: Donnerstag habe ich mir einen kleinen "Wettkampf" beim Schwimmen mit einem sehr guten Brustschwimmer geliefert, ca. mein Alter, aber sehr kräftige Statur. Der hatte einen ganz schönen Durchzug. Irgendwann merkte ich, der macht bewusst Tempo, um mich zu überholen, und da habe ich dann kraulend gegengehalten. Wir sind zig Bahnen nebeneinander her geschwommen. Vor der Wende lag er meist eine halbe Länge vorn, aber ich habe mich wohl besser abgestoßen und hatte ihn dann immer wieder eingeholt. Nach 20 Minuten ließen seine Kräfte dann etwas nach und ich konnte mich ein, zwei Längen absetzen, er wurde langsamer, und ich dann auch. Irgendwann merkte ich, wie er wieder Gas gab, er dachte wohl, ich sei schon müde, aber weit gefehlt, da ging noch was und zwei, drei Bahnen haben wir beide wieder volles Tempo gemacht, mit bis zu 1:21 Minuten auf 50 m. Nach insgesamt 45 Minuten war er dann plötzlich weg und ich konnte mich endlich erholen.

Im Schnitt (mit der Zeit vor und nach dem "Rennen") waren es 2:55 min/100m (über 3350 m), das ist schnell genug für das silberne Schwimmabzeichen, und zwar für unter 30-Jährige (400 m in 12 Minuten, das sind 3:00/100m; pro Lebens-Dekade gibt's 1 Minute Zugabe, ich bräuchte also nur 15 Minuten zu schaffen). Strecken- und Tieftauchen habe ich noch nicht geübt, aber demnächst frage ich den Bademeister mal, ob er mir das Abzeichen abnimmt. Noch lieber würde ich das goldene schaffen, aber von den dafür geforderten Zeiten bin ich noch w e i t weg (100 m in 1:50 Minuten - hab' heute mal 50 m in 1:06 geschafft, aber das Tempo hätte ich keinen Meter länger halten können; anaerob mit dem Kopf unter Wasser ist nicht schön).

Alderamin
26.09.2016, 23:28
Bin nächste Woche beim Hausarzt, mal hören, was der meint. Würde mich nicht wundern, wenn's an der Harnsäure liegt.

Der Hausarzt war zwar nicht nennenswert davon überzeugt, dass die Gelenkschmerzen mit der Harnsäure zusammenhängen sollen, meine Werte seien ja noch im Normalbereich, aber er hatte nichts dagegen einzuwenden, dass ich die ohnehin noch vorhandenen Allopurinol-Tabletten wieder nehme (eine halbe Tablette täglich) und mal teste, wie sich das auf das Gelenk auswirkt. In 6-8 Wochen kann man dann noch einmal die Blutwerte testen. Mal schauen, wenn's nichts bringt, bin ich am Ende auch schlauer.

Heute nach einer Fahrradtour in Bonn am Rhein geht's dem Fuß prima. Morgen noch eine längere Tour von über 60 km von Hitdorf nach Düsseldorf und zurück, und wenn ich am Mittwoch nichts spüre, wage ich mal einen ganz kleinen Testlauf.

RunningPotatoe
27.09.2016, 09:25
Der Hausarzt war zwar nicht nennenswert davon überzeugt, dass die Gelenkschmerzen mit der Harnsäure zusammenhängen sollen, meine Werte seien ja noch im Normalbereich, aber er hatte nichts dagegen einzuwenden, dass ich die ohnehin noch vorhandenen Allopurinol-Tabletten wieder nehme (eine halbe Tablette täglich) und mal teste, wie sich das auf das Gelenk auswirkt. In 6-8 Wochen kann man dann noch einmal die Blutwerte testen. Mal schauen, wenn's nichts bringt, bin ich am Ende auch schlauer.
Wenn du schon mal echte Gichtanfälle hattest, solltest du eigentlich selbst sehr deutlich merken, ob die jetzt wahrgenommenen Gelenkschmerzen darauf zurückzuführen sind. Gichtanfälle können zwar durch harte Läufe (Abbau von Zellsubstanz = Harnsäurebildung) begünstigt werden, konkret entwickelt sich der Anfall aber eher in Ruhephasen, meist nachts, und nicht als direkte Folge der Laufbelastung während des Laufs oder kurz danach. (Die nadelspitzen Harnsäurekristalle brauchen halt ein paar Stunden Ruhe, um sich in voller Schönheit im Gelenk ausbilden zu können.)

Ist deine Nierenfunktion mal gründlich vom Nephrologen untersucht worden ? Bei mir war (ist) sie eingeschränkt, wahrscheinlich durch jahrzehntelang unbehandelten Bluthochdruck. Allupurinol ist für die Nieren nicht ganz ungefährlich - kann ein hübscher Teufelskreis werden, wenn man das Zeugs nur mal so auf Verdacht schluckt. Schwache Niere verursacht Gicht und das dagegen eingenommene Allupurinol schädigt die Niere weiter. Mein damaliger Nephrologe hatte darauf gedrängt, auf Adenuric umzustellen, welches über den Leberstoffwechsel statt über die Nieren wirkt. Ist aber 7x so teuer und wird deshalb kaum freiwillig verschrieben. (Was es mit der Leber anstellt, sei mal dahin gestellt.) Bei mir haben (bis jetzt) eine nachhaltige Ernährungsumstellung auf fleischarm und ein deutlicher Gewichtsverlust ausgereicht, seit 18 Monaten auf das Teufelszeugs ganz verzichten zu können.

taeve
27.09.2016, 09:44
Bei mir haben (bis jetzt) eine nachhaltige Ernährungsumstellung auf fleischarm und ein deutlicher Gewichtsverlust ausgereicht, seit 18 Monaten auf das Teufelszeugs ganz verzichten zu können.

+1!

Alderamin
27.09.2016, 10:21
Wenn du schon mal echte Gichtanfälle hattest, solltest du eigentlich selbst sehr deutlich merken, ob die jetzt wahrgenommenen Gelenkschmerzen darauf zurückzuführen sind. Gichtanfälle können zwar durch harte Läufe (Abbau von Zellsubstanz = Harnsäurebildung) begünstigt werden, konkret entwickelt sich der Anfall aber eher in Ruhephasen, meist nachts, und nicht als direkte Folge der Laufbelastung während des Laufs oder kurz danach. (Die nadelspitzen Harnsäurekristalle brauchen halt ein paar Stunden Ruhe, um sich in voller Schönheit im Gelenk ausbilden zu können.)

Die Gichtanfälle waren komplett anders als die Gelenkschmerzen jetzt, aber eine Gelenkkapselentzündung ist ja kein Gichtanfall und kann laut den Links in #266 durch Harnsäure und monotone Bewegungen eines Gelenks begünstigt werden. Also ist es einen Versuch wert, die Tabletten, die ich 4 Jahre lang genommen habe, nochmal ein paar Monate in halber Dosis zu nehmen. Falls das Problem dann wieder auftritt, lag's wohl nicht an der Harnsäure und ich kann die Tabletten wieder absetzen. Falls nicht, kann ich die Tabletten auch wieder absetzen und schauen, ob das Problem zurückkehrt (Gegenprobe, könnte ja auch sein, das weniger belastendes Laufen am Ende gereicht hat). Falls es wieder kommt bliebe dann noch der Verzicht auf purinhaltiges Essen (ich esse leider so gerne Meeresfrüchte, Fisch etc., und meine Versuche mit rein vegetarischer Ernährung haben mich nicht glücklich gemacht, täte mir sehr leid darum).


Ist deine Nierenfunktion mal gründlich vom Nephrologen untersucht worden ? Bei mir war (ist) sie eingeschränkt, wahrscheinlich durch jahrzehntelang unbehandelten Bluthochdruck. Allupurinol ist für die Nieren nicht ganz ungefährlich - kann ein hübscher Teufelskreis werden, wenn man das Zeugs nur mal so auf Verdacht schluckt. Schwache Niere verursacht Gicht und das dagegen eingenommene Allupurinol schädigt die Niere weiter. Mein damaliger Nephrologe hatte darauf gedrängt, auf Adenuric umzustellen, welches über den Leberstoffwechsel statt über die Nieren wirkt. Ist aber 7x so teuer und wird deshalb kaum freiwillig verschrieben. (Was es mit der Leber anstellt, sei mal dahin gestellt.) Bei mir haben (bis jetzt) eine nachhaltige Ernährungsumstellung auf fleischarm und ein deutlicher Gewichtsverlust ausgereicht, seit 18 Monaten auf das Teufelszeugs ganz verzichten zu können.

Nein, meine Niere ist noch nicht untersucht worden und ich war auch eigentlich froh, ohne Tabletten auszukommen. Ein Schulfreund von mir ist Chefarzt der Urologie (allerdings in einer anderen Stadt), der meinte auch schon, ich solle mal Adenuric versuchen, aber mein Hausarzt meinte, Allopurinol würde doch sehr gut bei mir wirken und wollte mir das andere Mittel nicht verschreiben. Aha, jetzt wird auch klar, warum.

Ich versuch's jetzt nochmal mit den Pillen bis Weihnachten, und dann sehe ich weiter.

Lucky
28.09.2016, 10:51
Alderamin, Tipps bzgl. Ernährung gibt's ja wie Sand am Meer, deshalb bin ich etwas zurückhaltend, aber falls Du Dir mal überlegt haben solltest, KH einzuschränken, wäre das die Gelegenheit.

Mein Mann hat einen Ernährungskurs an der Uni Köln besucht. Die dortige Kursleiterin ist sehr "LOGI"-lastig (=moderate KH - Mengen um 50 - 100 g/Tag; kein Zucker, Weizen etc.; nicht so extrem wie lowcarb) und hat auf die Frage, ob es keine Nierenschädigungen oder Gichterkrankungen wegen des hohen Eiweißanteils der Nahrung gibt, gesagt, daß diese Problematik nur in Zusammenhang mit KH vorkommt.

Problematisch ist hauptsächlich Fructose (nicht mal so sehr, das wenige, was man beim vernünftigen Obstessen isst), aber der normale Zucker ist ja ein Disaccharid und setzt sich aus Glukose und Fruktose zusammen. Außerdem findet sich Fructose in vielen modifizierten Lebensmittel als Sirup. Die Fructose wird weniger über Insulin verstoffwechselt sondern über die Leber und stört den Eiweissabbau.

:hallo: Lucky

Alderamin
28.09.2016, 14:22
Alderamin, Tipps bzgl. Ernährung gibt's ja wie Sand am Meer, deshalb bin ich etwas zurückhaltend, aber falls Du Dir mal überlegt haben solltest, KH einzuschränken, wäre das die Gelegenheit.

Nö, eigentlich nicht. Um satt zu werden brauche ich entweder Fett oder Kohlehydrate. Fett ist im Fleisch und Fleisch sollte ich wegen der Purine meiden. Also bleiben Kohlehydrate. Im Moment bin ich eher auf Hi-Carb, esse viel Pasta, Brot, Müsli. Wenn ich das einschränken wollte, müsste ich wieder mehr Fleisch essen. Von Salat alleine bin ich noch nie satt geworden (höchstens mit viel Brot).



Problematisch ist hauptsächlich Fructose (nicht mal so sehr, das wenige, was man beim vernünftigen Obstessen isst), aber der normale Zucker ist ja ein Disaccharid und setzt sich aus Glukose und Fruktose zusammen. Außerdem findet sich Fructose in vielen modifizierten Lebensmittel als Sirup. Die Fructose wird weniger über Insulin verstoffwechselt sondern über die Leber und stört den Eiweissabbau.


So viel Zucker nehme ich gar nicht zu mir. Ok, ab und zu ein paar Kekse, aber Kuchen esse ich eher selten und in den Kaffee gibt's einen Löffel (2 Tassen pro Tag), das war's.

Alderamin
28.09.2016, 14:44
Hier ein paar Bilder von unserer Fahrradtour gestern zwischen Hitdorf bei Leverkusen und der Fleher Brücke kurz vor Düsseldorf (https://connect.garmin.com/modern/activity/1381508119), den Rhein entlang. 57,3 km mit einem Schnitt von 18,9 km/h.



51475
Bei Hitdorf zuerst
die Fähre genommen
51477
Hitdorf auf der anderen
Rheinseite
51479
Kräne bei Bayer
Dormagen


51481
Feste Zons
51483
Bei Uedesheim
51485
dito


51487
Über die Fleher Brücke
51489
Düsseldorf zum
Greifen nah
51491
Fleher Brücke


51493
Ufer bei Benrath
51495
Segelschiff in Benrath
Wegen einsetzender
Dämmerung keine
weiteren Bilder mehr.



Das war nun wirklich keine Gewalttour; wenn ich zur Arbeit fahre, fahre ich an einem Tag weiter und mit höherem Schnitt. Meine Frau ist mit dem Pedelec auch gut hinterher gekommen, in der kleinsten Stufe.

Heute war ein kleines Läufchen geplant, um das Sprunggelenk zu testen. Das ist auch nach der Belastung völlig beschwerdefrei, kein bisschen Druck oder Ziepen. Wetter auch super, angenehme 19° und keine pralle Sonne. Musste aber trotzdem ausfallen.
WEIL MIR DAS KNIE WEH TUT! :klatsch: Und zwar das linke an der Innenseite, oben über dem Miniskus. Keine Ahnung, wie das von dem Bisschen Radfahren ausgelöst wurde und ich hoffe nur, dass das ganz schnell wieder weg geht. Ich wäre fast trotzdem gelaufen, weil Laufen eine ganz andere Bewegung ist, aber ich merke es auch beim Treppen steigen und dachte mir, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich hoffe mal auf Freitag mit dem Laufen. Man wird alt. :nene:

taeve
28.09.2016, 14:52
Danke für die schönen Bilders, insbesondere das letzte! Die Abendstimmung richtig schön eingefangen!
Und gute Besserung für Dein Knie! (Ja ja, wir werden alt, wem sachste das…)

Alderamin
28.09.2016, 14:58
@taeve

Danke, Dir auch gute Besserung für Deinen Fuß! :daumen:

Lucky
29.09.2016, 08:39
Sehr schöne Bilder!
Da wart ihr ja komplett bei mir in der Nähe und hättet glatt auf einen Kaffee vorbeikommen können.
V.a., da wir gestern abend tatsächlich daheim waren ... wir hatten eigentlich Karten für Mobiles-moving shadow, aber bei meinem Mann ging plötzlich der Blutdruck stark runter (auf 101/51) und dafür der Puls hoch auf 96. .Ich bekam richtig Angst und wollte mit ihm schon ins KK.
Allerdings war ihm glücklicherweise nicht schlecht und nach ein paar Stunden hat es sich wieder normalisiert.

Deine Schmerzen im Knie würde ich auch ernst nehmen. Ein ernsthafter Schaden kann dafür sorgen, daß man wochen- ja monatelang mit dem Training aussetzen muß. Gerade im "etwas fortgeschrittenem Alter" ist das dann so richtig blöd. Das Erarbeiten von Kondition fällt nicht mehr so leicht wie früher.

Deshalb: beste Genesungswünsche fürs aua-Knie
:hallo: Lucky

Alderamin
29.09.2016, 11:56
Da wart ihr ja komplett bei mir in der Nähe und hättet glatt auf einen Kaffee vorbeikommen können.

Danke, aber der Tag war eh zu kurz. Wir sind ziemliche Langschläfer und dann fehlt am Ende vom Tag immer das Sonnenlicht, außer im Sommer. Nach der Umstellung auf Winterzeit ist es dann noch schlimmer, vermutlich gehen wir deshalb so gerne auf Weihnachtsmärkte, die sind auch im Dunklen schön. :)


V.a., da wir gestern abend tatsächlich daheim waren ... wir hatten eigentlich Karten für Mobiles-moving shadow, aber bei meinem Mann ging plötzlich der Blutdruck stark runter (auf 101/51) und dafür der Puls hoch auf 96. .Ich bekam richtig Angst und wollte mit ihm schon ins KK.
Allerdings war ihm glücklicherweise nicht schlecht und nach ein paar Stunden hat es sich wieder normalisiert.

Seltsam, zu wenig getrunken? Ich hatte zwei, dreimal so ein Art Panikattacke; einmal 1990, als ich mit einem Studienfreund zum ersten Mal in die USA geflogen bin. Da hatte ich in irgendeinem Kaufladen in Los Angeles ein Stechen im Bauch, vermutlich an den Koffern verhoben, und dann noch der Jetlag und wenig getrunken, da ging mir auch der Kreislauf runter, ich sah Sternchen und musste mich hinsetzen. Wir sind dann nach Santa Monica an den Strand und da habe ich mich ausgeruht. Das war zur Zeit meiner ersten Laufphase, also war ich eigentlich fit.


Deine Schmerzen im Knie würde ich auch ernst nehmen. Ein ernsthafter Schaden kann dafür sorgen, daß man wochen- ja monatelang mit dem Training aussetzen muß. Gerade im "etwas fortgeschrittenem Alter" ist das dann so richtig blöd. Das Erarbeiten von Kondition fällt nicht mehr so leicht wie früher.

Deshalb: beste Genesungswünsche fürs aua-Knie


Danke. Ich wäre heute geschwommen, aber auch das lasse ich ausfallen. Das Knie ist schon besser, aber noch merke ich was. Einzige Erklärung die ich habe: die Sattelfeder war für mein jetziges Gewicht zu hart eingestellt, die hatte ich vorgestern etwas gelöst und dazu musste ich die Sattelstange rausnehmen. Vielleicht habe ich danach die Sattelhöhe nicht mehr richtig eingestellt. Wenn der Winkel der Knie beim Treten nicht stimmt, kann man sich was am Knie holen. Obwohl mir beim Fahren nichts aufgefallen war. Ich denke mal, das ist bis zum Wochenende wieder weg.

Lucky
29.09.2016, 12:28
Seltsam, zu wenig getrunken?
Danke für den Hinweis - da hatt' ich gar nicht dran gedacht. Muß ich heut' abend mal vorsichtig nachfragen
(Männer sind immer so ... verschlossen, wenn es um ihre Wehwehchen geht :confused: )

:hallo: Lucky

Alderamin
30.09.2016, 13:03
So, Knie ist schon wieder still, nichts mehr zu spüren. Habe eben nach 3 1/2 Wochen mal wieder ein Läufchen versucht, 4 km in knapper 6:00 Pace (viel langsamer geht's nicht, 158 Schritte pro Minute von 1,07 m Länge). Ca. 75% HFmax. Bis jetzt alles gut. Hoffe, das Gelenk hält. In 2 Tagen werde ich's wissen, die letzte Entzündung kam mit Verzögerung. Wenn alles gut geht, geht's am Montag weiter.

FeldWaldWiese
30.09.2016, 13:09
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles hält :).

Lucky
30.09.2016, 14:07
So, Knie ist schon wieder still, nichts mehr zu spüren. Habe eben nach 3 1/2 Wochen mal wieder ein Läufchen versucht, 4 km in knapper 6:00 Pace (viel langsamer geht's nicht, 158 Schritte pro Minute von 1,07 m Länge). Ca. 75% HFmax. Bis jetzt alles gut. Hoffe, das Gelenk hält. In 2 Tagen werde ich's wissen, die letzte Entzündung kam mit Verzögerung. Wenn alles gut geht, geht's am Montag weiter.
Na dann drücke ich auch mal ganz heftig die Daumen, daß das Knie Ruhe gibt!

Aber -btw - es ist ja schon elitär, zu schreiben, langsamer als 6.00 geht's nicht.
Es gibt viele Menschen (mich zB :wink: ) die niemals so schnell laufen werden können!

Alles Gute weiterhin,

:hallo: Lucky

Alderamin
30.09.2016, 14:10
Aber -btw - es ist ja schon elitär, zu schreiben, langsamer als 6.00 geht's nicht.
Es gibt viele Menschen (mich zB :wink: ) die niemals so schnell laufen werden können!


Wart's mal ab, dafür habe ich Anfang des Jahres auch noch kämpfen müssen. Mit fast 10 kg weniger fühlt sich das aber auch ganz anders an. Das kommt ganz von selbst. Guck' Dir FWW an, die wird auch immer schneller.

Edit: ich hab' das auch nur erwähnt, weil man mir riet, langsam zu laufen. Ich versuch's ja...

FeldWaldWiese
30.09.2016, 14:30
:zwinker2:
Ich kann zwar inzwischen schon schneller, aber das langsame Laufen habe ich deswegen nicht verlernt.

Alderamin
06.10.2016, 22:35
:zwinker2:
Ich kann zwar inzwischen schon schneller, aber das langsame Laufen habe ich deswegen nicht verlernt.

Ich offenbar schon.

Nach dem Schwimmen am Sonntag hatte ich wieder ein leichtes Druckgefühl im Fuß und gedacht, warte lieber noch mit dem nächsten Laufen. War dann Schwimmen. Wieder drei Sekunden schneller auf 100 m, jetzt 2:50 über 3200 m. Wird allmählich. Mein Schwimmkumpel war erstmals nach ca. 12 Wochen wieder da, der hatte mich früher immer angehängt, er schaffte 80 Bahnen pro Stunde, er meinte damals noch, ich würde immer schneller, während er immer langsamer werde. Diesmal habe ich ihn innerhalb einer Stunde drei- oder viermal überrundet. :D Er sei noch nicht ganz fit, meinte er nach dem Schwimmen. :hihi:

Heute morgen fühlte ich mich dann fit für ein Läufchen. War nur 7°. SIEBEN! Zwei Longsleeves übereinander, Schirmmütze und lange Laufhose sollten es richten. Bin Brötchen holen gelaufen. Die Schwimmtasche leer geräumt (das ist so ein einfacher Rucksack von einer Messe), auf den Rücken und los. Meine blöde Forerunner hat mich allerdings wieder im Stich gelassen und kein GPS gefunden. Nach 2 Minuten wurde es mir trotz Sonnenschein zu kühl und ich bin dann los (laut Aufzeichnung wurde GPS nach 6:45 min während des Laufs gefunden). War auch während des Laufs noch ein wenig frisch, wenn Wind wehte.

Ich habe während des Laufs die Uhr kaum beachtet. Hatte die neuen Bluetooth-Ohrhörer dabei, ganz ohne Kabel (nur 2 Stöpsel im Ohr, ohne Leitung dazwischen) und spielte mir Musik mit 164-168 bpm aufs Ohr. Ich habe versucht, locker, leicht und langsam zu laufen. Der Puls blieb um 145, mein typischer LaLa-Puls (ca. 80% HFmax). Als ich zu Hause die Auswertung anschaute, waren es dann 5:29/km, mehr als 15 Sekunden weniger als bei meinem Wettkampf im Februar :klatsch:. Ich kann wohl wirklich nicht mehr langsam. Und das liegt mit Sicherheit an der Schwimmerei, die erhöht unheimlich die Grundausdauer, leider ohne die Knochen mit zu trainieren. Wer mal verletzt ist und die Form halten will, dem kann ich nur empfehlen: schwimmt Kraul, auch und gerade wenn Ihr dabei Atemnot bekommt, es wird Euch schneller und ausdauernder machen! Am Gewicht liegt die Geschwindigkeitszunahme definitiv nicht, erstens stagniert mein Gewicht derzeit, zweitens hatte ich das Essen von zwei Tagen im Darm, hatte nämlich den Tag zuvor etwas Verstopfung. Im Urlaub nehme ich oft zu wenig Flüssigkeit zu mir. Ach, wenn ich nur mal so laufen dürfte, wie ich könnte, dann würden die 50 Minuten auf 10 km pulverisiert. Garantiert!

Heute Nachmittag sind wir dann noch 10 km in Köln am Rhein entlang spaziert (der kaum noch Wasser führt). Ich bin mir noch nicht 100% sicher, ob es nicht vielleicht doch noch etwas zu früh für den Lauf war und die Entzündung wohlmöglich wieder aufflammt. Habe mal prophylaktisch mehrmals mit Eisbeutel gekühlt, das hat neulich schon mal geholfen, das Zwicken von einem Tag zum anderen verschwinden zu lassen. Bis jetzt tut nichts weh. Hoffe, das bleibt auch die nächsten zwei Tage so. Nächster Lauf wäre frühestens am Sonntag. Nur, wenn ich nichts im Gelenk spüre. Daumen drücken!

Alderamin
07.10.2016, 11:01
Der Fuß hält :D. Vielleicht bin ich mittlerweile auch schon etwas panisch, wenn ich vermeine, irgendeine Druckstelle zu fühlen. Vielleicht war die Eisaktion übertrieben. Vielleicht sollte ich sie aber auch trotzdem öfters prophylaktisch nach dem Laufen machen, schaden kann's ja nicht und vielleicht macht sie gerade den Unterschied, jedenfalls im Wiederaufbau. Ich habe auch wieder angefangen, jeden Abend die Fersenheberübung zu machen (links schaffe ich 3mal 15, rechts 3mal 20), hatte ich letzten Herbst auch gemacht wegen Schmerzen an der Achillesferse. Die stärkt den Wadenmuskel, der wiederum einen Teil des Stoßes beim Auftreten abfängt, was das Gelenk entlasten sollte. Damit hatte ich letztes Jahr im Dezember aufgehört und im März die erste Verletzung gehabt. Könnte auch ein Grund sein.

Heute wird Rad gefahren. Schaue optimistisch auf Sonntag. :)

FeldWaldWiese
07.10.2016, 14:58
Ich freue mich für dich, dass deine ersten Laufversuche dem Fuß nicht geschadet haben :daumen:.

Die nächsten Läufe solltest du versuchen, den schwierigen Spagat zwischen der gesteigerten Fitness durch das Schwimmen und dem anfälligen Bewegungsapparat beim Laufen hinzukriegen.

Zeit, das langsame Laufen wieder zu lernen :wink:.

Alderamin
07.10.2016, 22:51
Nach dem Radfahren geht's dem Fuß so gut wie lange nicht mehr :). Hatte die Laufsocken in den Sneakers an, in denen ich in normalen Socken schon mal kalte Füße hatte. Diesmal nicht. War aber kein schöner Tag zum Radfahren, öfters Niesel. Egal, frische Luft geatmet und ein wenig bewegt. Waren nur 30 km von Sinzig nach Ahrweiler und zurück (https://connect.garmin.com/modern/activity/1395399359), mit Rundgang in Ahrweiler (die Lidl-Fahrradjacke hatte ihren Einstand, echt super, das Teil, für die paar Euros, nix kalt trotz stetem Luftzug bei 12°, die kann ich auch mal bei unter 5° und starkem Wind zum Laufen anziehen). Wir müssten mal früher los, früher schafften wir es an einem Tag bis Altenahr und zurück, hinter Ahrweiler wird die Strecke erst richtig schön. Gerade jetzt ist es toll da, wo die Blätter sich färben und es überall Federweißen mit Zwiebelkuchen gibt.

Ich musste aber zuerst am Fahrradträger einen neuen Abstandshalter anbringen; den Fahrradträger hatten wir von den Schwiegereltern übernommen, weil das Pedelec meiner Frau mit seinem Mittelmotor nicht auf die Pedalhalterung unseres eigenen Trägers passte. Auf dem Träger der Schwiegereltern berührten sich wiederum die Fahrräder, an zwei Stellen war der Lack des neuen Rads schon bis auf's blanke Alu weggescheuert. Der neue Abstandshalter ist länger und hält die Räder überall auf 3-4 cm Abstand. War aber ein bisschen fummelig, den durch den Rahmen des ersten Fahrrads zu führen, so dass er das zweite an der richtigen Stelle festhielt. Das hielt alles auf.



Die nächsten Läufe solltest du versuchen, den schwierigen Spagat zwischen der gesteigerten Fitness durch das Schwimmen und dem anfälligen Bewegungsapparat beim Laufen hinzukriegen.

Zeit, das langsame Laufen wieder zu lernen :wink:.

Ich versuch' mal, die Füße an das Tempo zu gewöhnen (und über 5:30 zu bleiben; 6:00 sind noch drin, aber weniger fühlt sich vollkommen falsch an). Kürzere Läufe die nächste Zeit, 3-4 Tage Pause dazwischen, vielleicht öfters mal prophylaktisch nach dem Laufen kühlen, das scheint dem Gelenk gut zu tun. Manche laufen ja mit Bandage an Knie oder Sprunggelenk, hatte mal im Sanitätshaus nachgefragt, aber die wollten 70 Euro für eine Fußgelenksbandage :geil:. War mir für ein potenzielles Placebo dann doch etwas viel.

Alderamin
10.10.2016, 14:12
Bin am Samstag beim Tasten auf diese Stelle (http://forum.runnersworld.de/forum/gesundheit-medizin/113129-anatomische-frage.html#post2266127) gestoßen, die (nur) auf Druck ziemlich zwickte (beim Gehen spürte ich sie nicht), und dachte mir, warte lieber noch ein bisschen mit dem nächsten Lauf, vielleicht bis nächsten Sonntag, mindestens bis die Stelle nicht mehr auffällig ist. Das muss die Quelle der Seuche sein. Am nächsten Tag war dann wieder kaum etwas zu spüren, aber wenn ich lange genug mit dem Finger drüber reibe, spüre ich sie wieder.

Wir haben statt dessen den letzten Urlaubstag für einen langen Spaziergang genutzt. Das schöne Wetter war mir zu schade, um ins Schwimmbad zu gehen, und Fahrrad gefahren sind wir schon die beiden Tage zuvor.

FeldWaldWiese
10.10.2016, 22:27
Lass die Finger weg von der Stelle, wenn es weh tut :zwinker2:.

Jetzt aber wieder ernst. Kann dir natürlich nicht sagen, was genau sich an der Stelle im Fuß befindet, dazu fehlt mir das nötige Wissen. Aber so als kleinen Mutmacher: ich hatte jahrelang eine knubbelige, verhornte Stelle auf dem Spann des linken Fußes. Egal, welche Schuhe ich trug oder ob ich wochenlang im Sommer ohne Schuhe unterwegs war, die Stelle blieb. Mein Orthopäde stellte eine leichte Entzündung darunter fest. Nichts tat weh, aber es sah blöd aus, Hornhaut mitten auf dem Fuß.

Im Frühjahr fing ich an, regelmäßig Fußgymnastik zu machen. Und neben beweglichen Großzehen und endlich Schuhen ohne Einlagen ist auch diese blöde Stelle einfach verschwunden. Nichts mehr dick, nichts knubbelig, nur normale, weiche Haut. Durch die Übungen scheint sich im Fuß wieder alles zurecht geruckelt zu haben, was sich durch jahrelange, modische Todsünden an den Füßen verbogen hatte.

Fußgymnastik kann man prima abends vor der Glotze machen. Ich habe mit dem Blackroll-Ball angefangen. Meine Güte, tat das zuerst weh. Dann Steinchen mit den Zehen greifen, Zehen spreizen, Großzehen isoliert bewegen usw.
Ich wollte ohne die blöden Einlagen schmerzfrei gehen können, und das geht endlich wieder.

Alles Gute für den Fuß.

Alderamin
11.10.2016, 11:45
@FWW

Fußgymnastik hatte man mir bei der Laufanalyse auch empfohlen, werde das öfters zwischendurch mal versuchen. Die Motivation ist natürlich im,mer dann am größten, wenn's gerade irgendwo hakt, und sonst...

Hab' mir eben mal ein Kippelbrett bestellt. War mir auch bei der Laufanalyse empfohlen worden. Vielleicht stärkt das die Muskeln um das Gelenk. Die Wadenheberübung mache ich jetzt jeden Abend. 3x 20-15 Wiederholungen, einbeinig auf einer Stufe.

Das Gelenk ist heute still. Mal schauen, Donnerstag wäre eine Woche her, da könnte ich's wieder mit einem Lauf versuchen. Oder am Sonntag. Ab jetzt ist's leider wieder dunkel nach der Arbeit, wäre dann wieder meine Winterrunde mit Stirnlampe über's Feld zum Nachbardorf und zurück. Sonntag soll's sogar nochmal 18° werden, freue mich auf einen Lauf im Hellen. Vermutlich einen der letzten mit Shorts und Kurzarm-Shirt dieses Jahr (obwohl: letzten Januar hatte ich auch einen gemacht, so kaputt war das Wetter).

RunningPotatoe
11.10.2016, 13:02
Fußgymnastik kann man prima abends vor der Glotze machen. [...] Dann Steinchen mit den Zehen greifen, Zehen spreizen, Großzehen isoliert bewegen usw.
Variante: Chips mit den Zehen greifen. Alles, was ohne Zuhilfenahme der Hände unfallfrei in den Mund befördert wird, darf zur Belohnung auch gegessen werden. :D

Alderamin
11.10.2016, 13:48
Variante: Chips mit den Zehen greifen. Alles, was ohne Zuhilfenahme der Hände unfallfrei in den Mund befördert wird, darf zur Belohnung auch gegessen werden. :D

Da fehlt mir ungefähr ein Meter... im Übrigen: gegen unsere Katzen hätte ich keine Chance, die Chips auch nur aufzuheben. Die stehen auf Chips.

RunningPotatoe
11.10.2016, 14:05
Da fehlt mir ungefähr ein Meter
Heieiei - zwingt der Kerl mich doch glatt, in die Werkstatt zu gehen und den Zollstock rauszukramen. Also: 72 cm fehlen bei mir.

Wollen wir 'ne Challenge draus machen ? Bloß über deren Namen müsste man dann nochmal nachdenken. "Die Zentimeter-Challenge" könnte leicht missverstanden werden... :D

Alderamin
11.10.2016, 14:40
Heieiei - zwingt der Kerl mich doch glatt, in die Werkstatt zu gehen und den Zollstock rauszukramen. Also: 72 cm fehlen bei mir.


Ok, der Meter war gelogen. :teufel: Ich hab' einen Mini-Zollstock (zusammengefaltet 5 cm, ausgeklappt 50 cm) in der Arbeitstasche, man weiß ja nie, wofür man den mal braucht :zwinker2:, also der reicht fast vom Mund bis zum großen Zeh. Da bewundere ich auch immer die Katzen, wie sie an den Hinterfuß-Krallen knabbern oder sich damit hinter den Ohren kratzen können. Oder solche Leute (http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fimg.fotocommu nity.com%2Fdie-schlangenfrau-0c821b66-6322-4997-8985-786b91b52419.jpg%3Fheight%3D1000&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.fotocommunity .de%2Fphoto%2Fdie-schlangenfrau-michael-h-zander%2F1172035&h=660&w=595&tbnid=eVn_tdOeWUYNNM%3A&docid=_VHZdJB1Sln_CM&ei=4tv8V6nnOsmbgAaY2K3gBA&tbm=isch&client=firefox-b&iact=rc&uact=3&dur=217&page=0&start=0&ndsp=15&ved=0ahUKEwip4M-R4dLPAhXJDcAKHRhsC0wQMwgzKAAwAA&bih=798&biw=1094).

Lucky
12.10.2016, 10:45
Wollen wir 'ne Challenge draus machen ? Bloß über deren Namen müsste man dann nochmal nachdenken. "Die Zentimeter-Challenge" könnte leicht missverstanden werden... :D
Nicht daß mein Mann mir noch das Lesen Deines Blogs verbietet :D

:hallo: Lucky

RunningPotatoe
12.10.2016, 11:10
Deswegen: Augen auf bei der Namensfindung ... :D

Catch-22
14.10.2016, 18:18
Fußgymnastik hatte man mir bei der Laufanalyse auch empfohlen, werde das öfters zwischendurch mal versuchen. Die Motivation ist natürlich im,mer dann am größten, wenn's gerade irgendwo hakt, und sonst...

Schau auch mal im Netz nach Übungen zur Mobilisierung des Sprunggelenks. Da müsstest du einiges bzw. immer das selbe finden. Meist sind das Beiträge/Videos von CrossFittern. Populär wurden die Übungen durch Kelly Starrett. Kann mir gut vorstellen, dass sie dir was bringen.

Alderamin
15.10.2016, 11:02
@Catch-22

Danke, werde ich mal schauen. Ich habe jetzt auch das Balance Board, das ist ganz witzig. Wenn man darauf Kniebeugen machen will, wird's einem warm und die Fußgelenke haben eine Menge zu tun.

Ich hab' auch mal ein bisschen im Web gebrowst nach Physios in Düren und um die Arbeitsstelle herum, und siehe da, einen guten Kilometer von der Arbeit gibt's ein großes Studio, die machen Sport-Reha, Laufschule, Lauftreff und hastenichtgesehen. Ich hab' da mal angerufen, ich könnte mich für 60 Euro mal eine Stunde untersuchen und beraten lassen, oder auf Rezept ein paar Sitzungen bekommen. Aber unser Hausarzt ist mit Physio sehr kniepig, der hält nicht viel davon (meine Frau wollte für ihre Fersen-Tendinitis auch erst mal Physio probieren, da hat er sie gleich zur Röntgenbestrahlung geschickt) und jetzt im Moment tut mir gerade wieder nichts weh. Ich laufe am Wochenende wieder und nächste Woche auch, und wenn wieder was zwickt, versuche ich den Arzt mal zu überzeugen, mir drei Sitzungen aufzuschreiben. Sonst zahle ich halt die 60 Euro selbst.