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Marathonstudie
03.08.2016, 08:19
Hallo liebe Marathonis!

Ich brauche eure Hilfe. Mein Tea und ich versuchen, etwas über die Risiken beim Marathonlauf heraus zu finden, schließlich kommt es immer wieder zu schlimmen Vorfällen. Wenn ihr evtl. zwei Minuten übrig habt, würde ich mich freuen, wenn ihr ein paar Fragen beantworten könntet.

https://goo.gl/forms/vvdtgGUM4EAYBJON2

Vielen Dank und beste Grüße vom Olympiastützpunkt Hannover

Alex
____________________________________
PD Dr. Alexander Hanke
Olympiastützpunkt Niedersachsen
Institut für Sportmedizin
Medizinische Hochschule Hannover

bones
03.08.2016, 08:44
Beim Marathon kommt es immer wieder zu schlimmen Vorfällen? Welche denn? Schläge vom Hammermann?

Das ist aber eine sehr skurile Behauptung, die ihr da mal eben so raushaut.

Rolli
03.08.2016, 08:47
Trinke mehr Tea dann wird Dir klarer, dass solche Fragen besser in "Biggest-Loser"-Forum gestellt werden sollten.

Rauchzeichen
03.08.2016, 08:59
Na ja, so ein paar Leute erwischt es doch jedes Jahr bei der Sportausübung - so völlig falsch finde ich die Aussage nicht.

Zum Fragebogen:
Man kann zwischen 2-3x Training und 4-5x /Woche wählen. Ich glaube, dass eine Menge Leute so wie ich 3-4x/Woche trainieren.
Das ist imho ungeschickt gestafftelt.

Rolli
03.08.2016, 09:09
Na ja, so ein paar Leute erwischt es doch jedes Jahr bei der Sportausübung - so völlig falsch finde ich die Aussage nicht.

:nick:
Stimmt, wenn ich genauer nachdenke... Marathon ist wie eine russische Roulette. Man muss vom Glück reden, wenn man die 42km überlebt.

Rauchzeichen
03.08.2016, 09:13
:nick:
Stimmt, wenn ich genauer nachdenke... Marathon ist wie eine russische Roulette. Man muss vom Glück reden, wenn man die 42km überlebt.

Der Gedanke kommt bei mir zuverlässig bei KM 33 :hihi:

crsieben
03.08.2016, 13:46
Erst punktest du mit dem Bindestrich zwischen Marathon und Studie, um dann gleich so eine absolute Nullaussage rauszuhauen.


...schließlich kommt es immer wieder zu schlimmen Vorfällen.

Ohne da inhaltlich näher etwas zu schreiben zu wollen: Sätze mit "immer wieder" und "immer häufiger" sind extrem unglaubwürdig. Nenn Zahlen, oder lass so eine Behauptung weg.

M.E.D.
03.08.2016, 15:09
Warum seit ihr denn so biestig?
Es bittet doch nur jemand darum einen Fragebogen auszufüllen.
Wer nichts davon hält, soll es halt lassen.

- - -

Hier ein paar schlimme Vorfälle:

London 2016 (http://www.hdsports.at/laufsport/events/marathon/11467-toedliches-drama-bei-london-marathon)
Frankfurt 2015 (http://www.fr-online.de/ironman/ironman-frankfurt-tod-nach-ironman,1473466,31175428.html)
Gelsenkirchen 2015 (http://www.express.de/news/zwei-kilometer-vor-dem-ziel-ruhr-marathon--30-jaehriger-bricht-zusammen-und-stirbt-1289174)
Berlin 2013 (http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/28-jaehriger-stirbt-nach-zusammenbruch-zweiter-todesfall-nach-berliner-halbmarathon/8100790.html)


Bitte diese Liste nicht als "Panikmache" verstehen. Ich bin mir bewusst, bei "zigtausend" Teilnehmern können solche Dinge vorkommen. Trotzdem habe ich kein Problem damit, wenn ein Sportinstitut das Thema untersucht.
:meinung:

Rolli
03.08.2016, 15:15
Dann lese die Eingangspost noch einmal durch: "schließlich kommt es immer wieder zu schlimmen Vorfällen"??? Hä... also unausweichlich...?

"Risiko", "schlimme Vorfälle"... man kann meinen, dass sie nach Rauchen- und Alkoholsucht fragen.

berodual_junkie
03.08.2016, 15:25
"schließlich kommt es immer wieder zu schlimmen Vorfällen"??? Hä... also unausweichlich...?


Ja. Bei mir hats zu 2 blutigen Zehen gereicht.

Siegfried
03.08.2016, 15:26
Keine Umfrage für Frauen. Da gibt doch keine ihr Gewicht preis. *lol*

jenshb
03.08.2016, 15:40
Bei solchen Umfragen hätte ich gerne erstmal einen Link zu einer Webseite zur jeweiligen Forschungsgruppe und worum es in der Studie eigentlich genau gehen soll. Ansonsten ist mir da meine Zeit inzwischen zu schade für irgendwelche im Zweifelsfall hingeschlamperten Bachelorarbeiten.

GeorgSchoenegger
03.08.2016, 15:46
Wenn ich etwas über die Risiken des Marathonlaufens herausfinden möchte, dann wohl eher nicht über eine Umfrage, oder? Mit einer Umfrage unter Flugpassagieren werde ich auch keine Aussage treffen können über die Risiken der Luftfahrt. Da hilft nichts als tatsächlich Fälle und Ursachen zählen. Ist aber vermutlich mit heftig viel Arbeit verbunden, während so eine Umfrage schnell erstellt ist.

ruca
03.08.2016, 16:20
Trotzdem habe ich kein Problem damit, wenn ein Sportinstitut das Thema untersucht.
:meinung:


Ich frage ich mich immer, was eine Umfrage "unter 274 Personen, die auf einen in mehrere Foren gestellten Link geklickt haben" aussagen soll.

Außer einem launigen Intro "Wir haben spaßeshalber eine nicht repräsentative Umfrage online gestellt, die zu folgendem Ergebnis kam... und jetzt gehen wir wissenschaftlich an die Sache ran und wenden uns repräsentativen Zahlen zu." kann da doch nix bei rumkommen.

MikeStar
03.08.2016, 16:41
Bei allem gebotenen Respekt, schon der Eingangspost lässt doch darauf schließen, welche Qualität man von der Umfrage und - was bei weitem noch schlimmer ist - der daraus resultierenden Arbeit erwarten darf.

Der TE und sein Tea(m?) möchte "etwas" über die Risiken beim Marathonlauf herausfinden. Von einem Dr. an einem Olympiastützpunkt könnte man eine etwas präziserer Formulierung erwarten, insbesonders wenn die Umfrage dann so gut wie gar nichts mit dem Thema "Riskien beim Marathonlauf" zu tun hat.

Egal, ob in der Schule, Ausbildung oder auch im Sportverein, mir wurde immer beigebracht - obwohl eigentlich unnötig, da trivial - seine Anliegen deutlich und unmissverständlich darzulegen. Das hat auch was mit Respekt gegenüber den Probanden zu tun, deren Zeit man in Anspruch zu nehmen gedenkt.

barefooter
03.08.2016, 17:35
So ein digitaler Fragebogen reicht nicht mal, um sich was abzuputzen. Ein wenig Rahmen-Information zum übergeordneten Thema hätte vielleicht auch unsereiner neugieriger gemacht. Darum geht es:

Bei perioperativen Gerinnungsproblemen mischen sich die Einflüsse von gerinnungsbeeinflussenden Medikamenten und Erkrankungen mit denen der Operation wie Dilution, Verlust, Verbrauch und Fibrinolyseaktivierung. Dennoch müssen die mikrovaskulären Blutungsquellen intraoperativ durch ein kompetentes Gerinnungssystem versigelt werden. Schädigende Einflüsse und Mangelfunktionen müssen quantifiziert werden können, um ein Blutungsrisiko bestimmen zu können und eine differenzierte Gerinnungstherapie planen zu können. Die Ergebnisse dieser Analysen müssen jedoch nach der Dynamik der Blutungsvorgänge teilweise sehr schnell vorliegen können. Unser Point-of-Care Labor befindet sich daher im Operationstrakt selbst. Außerdem müssen qualitativ hochwertige Analysen sicher gestellt sein. Wir führen engmaschige Qualitätskontrollen durch und unsere Geräte werden nur von professionellem, speziell ausgebildetem Personal bedient. So ist unsere Arbeitsgruppe ein wichtiges Referenzzentrum für den Einsatz von Impedanzaggregometrie (Multiplate®) und der Rotationselastometrie (Rotem®) bei perioperativen Gerinnungsuntersuchungen geworden.

crsieben
05.08.2016, 14:35
Jetzt seid mal nicht so gemein. Er hat immerhin in der Überschrift einen Bindestrich gesetzt. Das ist heutzutage keineswegs mehr selbstverständlich und erhöht mein Vertrauen in die Wissenschaftlichkeit der Studie.

geebee
05.08.2016, 19:19
[...] Bindestrich gesetzt. [...]

Au prima, eine Bindestrichdiskussion :hurra:

http://forum.runnersworld.de/forum/ausruestung/107327-loch-der-lauftight.html#post2142699

Marathonstudie
25.08.2016, 11:01
Ich denke, dass es Zeit wird, mal eine Reaktion auf Euer Feedback zu geben.
Erst mal danke für die leider wenige konstruktive Kritik. Über einen versehentlichen Rechtschreibfehler eine Diskussen zu führen, halte ich für wenig sinnhaft.
Doch zunächst - wie gewünscht - mehr Hintergrundinformationen: Es geht primär darum, Folgen des Marathonlaufes aufzudecken. Für gravierende wie auch weniger gravierende Folgen gibt es keinerlei Zahlen. Wer den Fragebogen ausgefüllt haben sollte, dem wird aufgefallen sein, dass dabei ein Schwerpunkt auf Schmerzmittelgebrauch liegt. Einer Bonner Studie nach nutzen über 50% der Marathonläufer (Küster et al.) frei verkäufliche Schmerzmedikamente. Einer eigenen Untersuchung nach (zur Publikation eingereicht) hingegen ist diese Zahl deutlich niedriger. Also gilt es, hier mehr Daten zu erheben. Um Unvoreingenommenheit voraussetzen zu können, wird absichtlich nicht im Vorfeld auf diese Problematik eingegangen.
Danke für die Auflistung von Todesfällen. Ich in durchaus der Meinung, dass jeder Tote einer zu viel ist und es schön wäre, dieses zu vermeiden. Aber das scheint ja nicht bei allen so zu sein. Oder würdet Ihr solch einen Zwischenfall nicht als ernst einstufen?
Ach ja, es geht nicht um eine lapidare Bachelor-Arbeit. Die gibt es übrigens in der Medizin nicht.

Was lernt man also: Es gibt wenig gute Kritik und ein dünnsinniger Kommentar ist offensichtlich schnell verfasst. Schade eigentlich. Ich hatte von "Läufer-Kollegen" mehr erwartet.

bones
25.08.2016, 11:10
Deutschland dopt - 3sat | programm.ARD.de


http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/kein-schmerzmittel-beim-marathon.html (http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Dokus--Reportagen/Gesundheit/Startseite/?sendung=2800718260056621)

jenshb
25.08.2016, 11:33
Ach ja, es geht nicht um eine lapidare Bachelor-Arbeit. Die gibt es übrigens in der Medizin nicht.

Nennt sich in der Medizin Doktorarbeit ;-) Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen (mir ist klar, daß man im Medizinstudium nicht auch noch eine richtige Doktorarbeit machen kann und der Titel daher verschenkt wird) ... Bei all der Fragebogenforschung hier und anderswo bin ich halt etwas skeptisch. Wäre es nicht sinnvoller, sowas im Rahmen eines ausgewählten Marathons zu untersuchen und ggf. auch vor Ort medizinische Parameter von Probanten zu ermitteln bzw. Hobbyläufer entsprechend über ihre Marathonvorbereitung und den Lauf mal zu begleiten? Ist natürlich alles aufwändiger, als ein Fragebogen mit etwas Statistikauswertung.

Rolli
25.08.2016, 11:37
Deutschland dopt - 3sat | programm.ARD.de


http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/kein-schmerzmittel-beim-marathon.html (http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Dokus--Reportagen/Gesundheit/Startseite/?sendung=2800718260056621)




Langsam entwickelt sich ARD zu Bild-Niveau... "... dopt mit Ibuprofen..." :klatsch:

aghamemnun
25.08.2016, 12:11
Über einen versehentlichen Rechtschreibfehler eine Diskussen zu führen, halte ich für wenig sinnhaft.
Wer zumindest eine Dissertation und eine Habilitationsschrift hinter sich hat, sieht das vermutlich ein wenig anders.

Wer den Fragebogen ausgefüllt haben sollte, dem wird aufgefallen sein, dass dabei ein Schwerpunkt auf Schmerzmittelgebrauch liegt.
Ist das so? Dann werden ja u.Um ziemlich intime Daten abgefragt. Noch ein Grund mehr, eine solche Umfrage nicht ausgerechnet über die Datenkrake Google zu veranstalten, sondern über ein seriöses (Hochschul-)Portal. Aber das lernt man vielleicht erst als Student während der Arbeit an einer Bachelor-/Masterarbeit.

Einer Bonner Studie nach nutzen über 50% der Marathonläufer (Küster et al.) frei verkäufliche Schmerzmedikamente. Einer eigenen Untersuchung nach (zur Publikation eingereicht) hingegen ist diese Zahl deutlich niedriger. Also gilt es, hier mehr Daten zu erheben.
Ach, und dieser Thread hier ist die Einladung zu einer repräsentativen Umfrage? Dafür hätte ich die Schwelle allerdings ein wenig höher gelegt.

Ich hatte von "Läufer-Kollegen" mehr erwartet.
Und ich erst von (vorgeblichen) Medizinern!

Marathonstudie
25.08.2016, 12:50
Wir haben bereits Messungen an einem Probekollektiv (Marathon, Triathlon, Langdistanzradfahrer. Hanke et al. Eur J Med Res 2010 15:(2)59-65) durchgeführt. Im nächsten Jahr wird es im Rahmen des Hannover Marathons eine weitere sehr aufwendige Arbeit geben. Um aber auf große Zahlen zu kommen, kommt man parallel dazu nicht um Umfragen herum, auch wenn die Evidenz niedriger ist.

PS der Titel wird keineswegs verschenkt und die Habilitation erst recht nicht ;-)

barefooter
25.08.2016, 13:06
Ich denke, dass es Zeit wird, mal eine Reaktion auf Euer Feedback zu geben.

Immerhin fängt er zu denken an.


Erst mal danke für die leider wenige konstruktive Kritik.

Dafür bedankt man sich nicht, das ist inhaltlich wie sprachlich Unsinn.


... Es geht primär darum, Folgen des Marathonlaufes aufzudecken. Für gravierende wie auch weniger gravierende Folgen gibt es keinerlei Zahlen. ...

Was sind denn Folgen des Marathonlaufs? Wenn Folgen missbräuchlichen Gebrauchs von Schmerzmitteln gemeint sind, dann schreib das.


...Ach ja, es geht nicht um eine lapidare Bachelor-Arbeit. Die gibt es übrigens in der Medizin nicht.

An einer lapidaren, aber ordentlichen Arbeit hätte ich nichts auszusetzen, wohl aber an deiner herablassenden Art, als hätten Arbeiten in der Medizin einen höheren Stellenwert.


...Was lernt man also: Es gibt wenig gute Kritik und ein dünnsinniger Kommentar ist offensichtlich schnell verfasst. Schade eigentlich. Ich hatte von "Läufer-Kollegen" mehr erwartet.

Wie so viele wird auch er im zweiten Beitrag patzig. Such dir deine Gespielen woanders, hier hast du keine. Mit keiner Silbe hast du von deinen läuferischen Erfahrungen berichtet und dich allein mit dem Zweck angemeldet, hier auf die billige Tour ein paar Daten abzufragen.

jenshb
25.08.2016, 13:08
Wir haben bereits Messungen an einem Probekollektiv (Marathon, Triathlon, Langdistanzradfahrer. Hanke et al. Eur J Med Res 2010 15:(2)59-65) durchgeführt. Im nächsten Jahr wird es im Rahmen des Hannover Marathons eine weitere sehr aufwendige Arbeit geben. Um aber auf große Zahlen zu kommen, kommt man parallel dazu nicht um Umfragen herum, auch wenn die Evidenz niedriger ist.

PS der Titel wird keineswegs verschenkt und die Habilitation erst recht nicht ;-)

OK, das stellt die Fragebogenaktion und Deine Arbeit dann in ein anderes Licht. Solche Hintergrundinformationen vorneweg würden die Diskussionen etwas verkürzen ;-) Viel Erfolg, ich kann leider noch nicht mit einem Marathon aufwarten und dazu beitragen.

bones
25.08.2016, 13:17
Ich habe gerade Langeweile:

http://www.praxis-kuester.de/bonn/downloads/DAZ_Schmerz_Sport_10_2009.pdf

M.E.D.
25.08.2016, 14:45
Ich habe gerade Langeweile:

http://www.praxis-kuester.de/bonn/downloads/DAZ_Schmerz_Sport_10_2009.pdf
Die Bonner Studie hat Marathonstudie, in Antwort #19, selbst schon erwähnt. :klugsch:

Über diesen Schmerzmittel-Marathon hatten wir hier mal eine eigene Umfrage:
http://forum.runnersworld.de/forum/laufsport-allgemein/75672-umfrage-schmerzmittel-im-wettkampf-sind-laeufer-eigentlich-bekloppt.html

M.E.D.
27.10.2017, 10:07
Ich hole diesen Faden mal wieder hoch.

In den U.S.A. scheint man nun gegen "Schmerzmittel-Missbrauch" vorzugehen.
Trump ruft nationalen Gesundheitsnotstand aus (http://www.deutschlandfunk.de/kampf-gegen-die-opioid-krise-trump-ruft-nationalen.1773.de.html?dram:article_id= 399237)