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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe zu Senk Spreizfuß und Mobility



eraser51
14.04.2017, 15:32
Hi!

Ich würde gerne mehr Infos & Erfahrungsberichte zu Barfußlaufen und Fußfehlstellung erhalten.

Habe selber Senk/Spreizfüße und Einlagen vom Orthopäden erhalten. Nutze die unregelmäßig (da sie häufig nicht in alle Schuhe passen, oft unangenehm sind und ich auch recht selten gute Schuhe finde)

Schuhgröße meist 46
linker Fuß etwas breiter
Hammerzehen


Meine Physio meinte ich soll generell Kräftigungsübungen für die Füße machen.
Aber leider so schon rech wenig Zeit für alles.. Man SOLLTE ja vieles :)

Mache derzeit schon Krafttraining für Muskeln (am Körper XD) und Mobility für die Hüfte (Spagat)


Kann jemand sagen, ob sich barfußlaufen positiv auswirkt?
womit sollte man anfangen bzw muss man das Laufen wirklich neu lernen?!
Könnte ich dadurch Fehlstellungen reduzieren oder verschlimmern?
Könnte ich dadurch meine Fußknöchelflexibilität verbessern (Squat/Kniebeuge)?

Wären Chucks auch eine Alternative?!

RennFuchs
14.04.2017, 17:57
Hi!

Ich würde gerne mehr Infos & Erfahrungsberichte zu Barfußlaufen und Fußfehlstellung erhalten.
[...]
Wären Chucks auch eine Alternative?!
Chucks sind (egal ob mit oder ohne Fehlstellug) mit das ungesündeste was man seinen Füßen antun kann.

Bzgl. Barfußlaufen:
Nomalen Lauf mit Schuhen auf Asphalt bei Rasenplatz/Tartanbahn beenden und dort im Anschluss paar hundert Meter Auslaufen oder Gehen.Die Distanz dann sukzessive verlängeen.

Bzgl Fusstraining: sollte ich auch regelmäßig machen und habs noch nie konsequent durchgehalten.

real_lucky
14.04.2017, 18:17
Hi,

grundsätzlich gilt immer noch : "... soviel barfuß wie möglich ..."

Es ist einfach die natürlichst Art. Da kannst Du auch nicht viel Falsch machen. Weil ... Falsch = Schmerz.
Wenn Du es nicht gewohnt bist = einfach nicht übertreiben. Und die Intervalle des Barfußlaufen langsam erhöhen.

Mit den Chucks, das ist so'ne Sache. Da würde ich meinem Vorredner eher Recht geben. Vor allem wie die Leute auf den Dingern latschen ... das kann nicht gesund sein auf Dauer. Was ich allerdings richtig finde, das Du die Einlagen nicht dauerhaft trägst. Nach meinen Erfahrungen ist Abwechslung das Beste was Du Deinen Füßen antun kannst.

Mein Tipp: Zum "barfußnahen" Laufen gibt es div. Hersteller (Vibram, Vivobarfoot ect.) die entsprechende Schuhe anbieten. Hier solltest Du als Ungeübter unbedingt die Ratschläge der Hersteller und im i.Netz berücksichtigen.

Gruß
Gerdi

barefooter
15.04.2017, 12:40
Chucks sind (egal ob mit oder ohne Fehlstellug) mit das ungesündeste was man seinen Füßen antun kann. ...

Ist das deine persönliche Einschätzung, eigene Erfahrung oder gibt es dazu gesicherte Erkenntnisse?
Warum sollten Chucks meinen Füßen mehr als andere Schuhe schaden?

Aus meiner Sicht sind sie mit flacher und vor allem dünner Sohle und sicherer Schnürung den meisten für den Laufsport beworbenen Schuhen überlegen.

Wenn es nicht das Original aus USA sein musste, waren vor ca. 60 Jahren Tennisschuhe dieser Machart die günstigste Möglichkeit, an Turnschuhe zu kommen.

RennFuchs
15.04.2017, 17:14
Ist das deine persönliche Einschätzung, eigene Erfahrung oder gibt es dazu gesicherte Erkenntnisse?
Warum sollten Chucks meinen Füßen mehr als andere Schuhe schaden?

Aus meiner Sicht sind sie mit flacher und vor allem dünner Sohle und sicherer Schnürung den meisten für den Laufsport beworbenen Schuhen überlegen.

Wenn es nicht das Original aus USA sein musste, waren vor ca. 60 Jahren Tennisschuhe dieser Machart die günstigste Möglichkeit, an Turnschuhe zu kommen.
Hauptsächlich eigene Erfahrung:
Wer mal mit Chucks auf hartem Untergrund schnell gelaufen/gerannt ist, weiß wovon ich spreche. Das knallt richtig in die Fußsohle rein (Denen würde ich sogar Kampstiefel vorziehen ;-). Mit geht es bei der Kritik weniger um Stabilität als um nicht vorhandene Dämpfung. Letzteres ist mMn das Problem.

Mir ist tatsächlich ein Rätzsel wie man diese Schuhe früher zum Sport tragen konnte (ich dachte die kämen vom Basketball - dort übernimmt immerhin das Parkett die Dämpfung).

barefooter
15.04.2017, 20:06
...Hauptsächlich eigene Erfahrung: Wer mal mit Chucks auf hartem Untergrund schnell gelaufen/gerannt ist, weiß wovon ich spreche. Das knallt richtig in die Fußsohle rein (Denen würde ich sogar Kampstiefel vorziehen ;-). Mit geht es bei der Kritik weniger um Stabilität als um nicht vorhandene Dämpfung. Letzteres ist mMn das Problem. Mir ist tatsächlich ein Rätzsel wie man diese Schuhe früher zum Sport tragen konnte (ich dachte die kämen vom Basketball - dort übernimmt immerhin das Parkett die Dämpfung)...

Wenn du das so wahrgenommen hast, kann ich deine Abneigung nachvollziehen. Bei der Dämpfung stütze ich mich auf körpereigene Mechanismen und nicht untergeschnalltes Material.
Parkett in Form von den in Turnhallen weit verbreiteten Schwingböden steht im Verdacht, bei häufiger Nutzung u.a. Sprunggelenke, Knie zu schädigen.


...Bzgl. Barfußlaufen: Nomalen Lauf mit Schuhen auf Asphalt bei Rasenplatz/Tartanbahn beenden und dort im Anschluss paar hundert Meter Auslaufen oder Gehen.Die Distanz dann sukzessive verlängeen. Bzgl Fusstraining: sollte ich auch regelmäßig machen und habs noch nie konsequent durchgehalten...

Die richtige Technik dazu erlernt man am ehesten barfüßig auf schwierigerem Terrain als glattem Asphalt, Rasenplatz oder Tartanbahn. Dazu sollte man frisch und ausgeruht sein und bereit sein, eine Variante des Laufens neu zu erlernen. Mit ein bisschen Auslaufen/Gehen ist es da nicht getan. Fußgymnastik ließe sich beim Barfußtraining spielerisch einbauen und würde nebenbei mit erledigt, ohne sich zum Durchhalten zwingen zu müssen.

sunday
18.04.2017, 10:13
Laufen in Minmalschuhen oder auch Barfuß ist an sich schon Fußkräftigungsübung, auch Gehen im "Ballengang" wenn man es nicht gewohnt ist. Zehenschuhe zum Laufen? Wenn sie gut passen, und man sich entweder einen sanften Fersen-Auftritt oder mittel- bis vorfüßiges Laufen angewöhnt. wenn sie nicht so dolle am Fuß kommen, lieber ein anderes Minimalschuhmodell wählen. Fersenlaufen ohne sanften Auftritt lieber etwas gedämpft. Wer z.B. in seinen Chucks "noch Luft" hat, kann außer dem Fuß noch eine Einlage reintun, die dämpft und, früher hab ich das mal ausprobiert, damit einen alternativen Joggingschuh kredenzen, nicht unbedingt einen Laufschuh, das Material hält auch nicht ungegrenzt viel aus. Gute Sportschuheinlagen von der Stange haben ja im Prinzip ein ähnliches Fußbett wie orthopädische Einlagen. Individuelle Sporteinlagen kosten ja mehr als gute Laufschuhe. Auch manche Minimalschuhe ohne Fußbett lassen sich entminimalisieren mit weicher Einlage. Ein Kompromiss, den ich aber lieber nutze, sind Laufschuhe mit geringer Dämpfung bei geringer Sprengung und hoher Flexibilität. Vorn schön weit geschnitten sind meine Free 4.0 Flyknit, aber ganz arg ist meine Fußbreite auch nicht. Den neuen Nike-Modellen misstraue ich, weil sie wieder weicher besohlt sein sollen. Mit diesen Schuhen hab ich mir Vorfußlaufen als zusätzlichen Laufstil erarbeitet. Und sie sind immer noch die besten, um während eines Laufes von Fersen- zu Vorfußlauf und zurück zu changieren.

real_lucky
18.04.2017, 12:12
Hi,


...Mir ist tatsächlich ein Rätzsel wie man diese Schuhe früher zum Sport tragen konnte (ich dachte die kämen vom Basketball - dort übernimmt immerhin das Parkett die Dämpfung).

das ist eigentlich ganz einfach, die Stoffe der früheren "Chucks" waren deutlich dicker. "Früher" hießen die auch "Basketballschuhe". Aber das ist lange her. Die Form ist zwar die Gleiche geblieben aber die Stoffe (vielleicht auch die Sohlenverarbeitung) sind nur noch "labberich".

Und ob das Hallenparkett die Dämpfung übernehmen sollte????... iss wohl eher ein Nebeneffekt gewesen. Basketballer haben andere Bewegungsabläufe. Bei deren Beschleunigungen wirken die Kräfte etwas anders.

Die minimalistische Richtung der "Chucks" ist schon nicht falsch. Aber vorne ist der Fuß zu eingeklemmt und die "Einfassung" des Fußes und des Sprunggelenk verleitet eben doch eher zum "latschen". Und das hilft wenig - gerade in der Anfangsphase.

Gruß
Gerdi

Tina80
25.04.2017, 09:41
Hallo,
habe nun seit Ende Dezember akute Spreizfussbeschwerden, erst am linken Fuß, nun auch immer wieder rechts. Hatte anfangs gedacht, es wäre der Nerv der weh tut, es sind aber eindeutig die beiden zweiten Mittelfussköpfchen.
Habe vor drei Jahren auf Mittelfusslauf umgestellt und bin dann vom Schuhwerk immer flacher und minimalistischer geworden. Seit einem Jahr bin ich jetzt in der Freizeit und beim Laufen nur noch in so genannten Barfussschuhen unterwegs. Bin im Sommer nach 4-5 Monaten Eingewöhnung schon bei 10 km gewesen(meist auf Asphalt).
Das erste mal Schmerzen hatte ich nach einem 12 km Lauf.
Habe ich es zu schnell angegangen? Zwischenzeitlich war ich kurz schmerzfrei, da gingen auch zwei kurze Läufe, dann kamen die Probleme zurück. Ich mache jetzt seit ein paar Wochen wieder Fussgymnastik und hatte jetzt bei den kurzen Läufen wieder auf Frequenz und Haltung geachtet, da hat sich in letzter Zeit doch wieder ein etwas schlechter Laufstil eingeschlichen. Beim Laufen merke ich nichts, hinterher ist es umso schlimmer. Gehen ist auch doof, wobei da zu Zeit ein paar alten Sandalen mit Fussbett noch am angenehmsten sind.
Dachte, ich tue meinen Füßen etwas gutes, wenn ich Ihnen den Freiraum von so wenig Schuh, wie möglich gebe. Ganz Barfuß gehe ich zu Hause und sonst im Sommer auch hier im Garten.
Ich möchte weder an irgendwelchen Wettkämpfen teilnehmen, noch sonst was. Einfach hin und wieder schmerzfrei laufen wäre toll.
Hatte vorher Knie und Schienbeinprobleme und war nun so froh, einfach laufen zu können. Habe ich mir die Füße durchs laufen in den flachen Schuhen jetzt ganz platt gelaufen oder war ich einfach zu fix bei der Steigerung. Ich weiß, das hier niemand medizinisch beratend sein kann, aber Orthopäden sind da in meinen Augen auch nicht ne wirkliche Hilfe.
Würde mich über einen Ergahrungsaustausch freuen.

real_lucky
25.04.2017, 10:44
Hi,

tja, nach dem Was Du so erzählst ( was sich ziemlichmit meinen Erfahrungen deckt), hast Du sowas wie "Überanstrengung / Überreizung".

Die Geschichte hätte auch ich schreiben können. Auch mir erging es so, dass das immer flacher Laufen immer mehr Spaß machte, fast alle meine Schuhe umgestellt auf "Minimals". Und dann fing's irgendwann an im Sprunggelenk weh zu tun. Gleich ab zum Arzt - CT (kein Bruch), Bandage und Einlagen. Das volle Programm. 4 Wochen gehumpelt und gemeckert. Dann die erstem Meter gelaufen und nach ~5km dann der Schmerz zusammenbruch im Mittelfuß .... etc. etc.... der Rest ist hoffendlich Geschichte

Was habe ich getan?
- Zunächst die Leder/Kork Einlagen des Orthöpäden weggeschmissen. Das waren so 2/3 Dinger die bis kurz vor die Ballen gehen.
- Die Füße konsequent ruhig gestellt.
- Morgens die Füße, nach dem heißen Duschen, schön kalt abgeduscht bis es fast weh tat
- Ständig die Schuhe (Minimals und Normalos) beim rausgehen (drinnen laufe ich ohne) gewechselt
- Mir sehr gute Einlagen anfertigen lassen (Über die ganze Sohle mit leichter Dämpfung). Sind leider teuer aber hat sich gelohnt
- Einlagen in Minimals. Dann geht man nicht wie auf Plateau
- Fußgymnastik auf Wiederholung. Also ich zähle 20 mal pro Fuß und dann Wechsel. Das dann 3 x. Immer mit unterschiedlicher Übung
- Auch bereits beim normalen Gehen auf Vor-/Mittelfuß trainieren
- Und erst, wenn wirklich alle Schmerzen weg sind wieder anfangen zu laufen mit kleinen Einheiten

Inzwischen kann ich ~8Km ohne Schmerzen laufen. Und auch hinterher tut's zwar weh- aber (hoffendlich bleibt das so) meist im Muskel. Die Gelenke erholen: sich nach kalt Duschen (die Füße natürlich), leichte Gymnastik und Einlagen mit Minimals und Fersengehen wieder recht schnell. Und die Verspannungen, die noch im Fuß, wegen Belastung und Umstellung, sind, gut pflegen, streicheln und massieren bis sie sich hoffendlich bald verpflüchtigen.

Also ganz im ernst, wenn ich mein Körper wäre - ich würde mich auch wehren. Über 50 Jahre ging's ihm gut und jetzt will der Dösskopp plötzlich Vorfußlaufen und Minimal's tragen? Die ganzen Muskeln sollen umgebaut werden und anstrengend ist es auch noch ... langt Das nicht wenn er sich 'ne neue Frisur machen läßt?

Och watt, iss doch schön wenn der Schmerz nachläßt

Gruß
Gerdi

Gueng
25.04.2017, 14:42
Also ganz im ernst, wenn ich mein Körper wäre - ich würde mich auch wehren. Über 50 Jahre ging's ihm gut und jetzt will der Dösskopp plötzlich Vorfußlaufen und Minimal's tragen?
... und dabei könnte alles so einfach und billig sein:

erstmal lernen, problemlos min. 5 km auf hartem, sauberem Boden barfuß (skin to ground!) zu laufen, dabei
keinesfalls zwanghaft "Vorfuß" laufen und
vorher nicht mal dran denken, Minimalschuhe auf der Langstrecke einzusetzen.

Noch ein Tipp, wenn das Gewebe zwischen Haut und Mittelfußköpfchen "irritiert" ist (bleibt auch bei mir nicht aus):
Mir einer harten Kugel (z.B. aus Deoroller) auf Antirutschmatte die dortigen Faszien durch kräftiges Rollen massieren.

Schlaks
26.04.2017, 08:23
Der wichtigste Tipp ist:


keinesfalls zwanghaft "Vorfuß" laufen


Die Gleichung Vorfuß = gut geht nicht auf. Es ist mehr die Folgerung: Guter Laufstil --> Belastungsspitze des Fußes nicht auf der Ferse und nicht auf dem Ballen sondern zentral über den Gewölben. Der Fußaufsatz ist das letzte Glied in einer langen Bewegungskette, nicht der Anfang.

Alles Gute
Stephan

Tina80
26.04.2017, 09:07
Ich danke euch für die Tips, die ich hoffentlich verstehe umzusetzen.
Das mit dem Fußaufsatz hab ich noch nicht ganz verstanden. Also wenn ich meinen Fussaufsatz beschreiben sollte, würde ich sagen, setze ich mit der Außenkante am ehesten auf, dann kommt der ganze Fuß hinterher. Schuhe sind auch an der Außenkante ein wenig abgenutzt. Ist das jetzt schlecht? Mit Vorfußlaufstil meine ich auch eher all das, was nicht mit Fersenlaufstil zu tun hat.
Das mit dem ganz "nackisch" an den Füßen laufen, hab ich neulich auch mal probiert, wollte sehen, ob der Laufstil sich gravierend verändert. Langsamer und noch viel vorsichtiger war ich unterwegs, klar, da fehlt dann auch die Hornhaut. Ich kann da auch Gueng verstehen, wenn er meint barfuss ist echt, alles andere lässt einen zu schnell zu unvorsichtig werden. Für mich nachvollziehbar.
Von daher sehe ich bei mir schon die Überlastung. Hatte gedacht, ich wäre vorsichtig mit dem Umstieg gewesen, aber da hat mir im Nachhinein doch der Ehrgeiz in die Suppe gespuckt.
Die Füße ganz ruhig stellen hat mir nichts gebracht, da hatte ich eher den Eindruck es wird schlimmer und auch direkt nach dem Laufen ging es mir jetzt die letzten Male super, nur nach ein paar Stunden kommt der Schmerz dann zurück. Meine Sorge ist nur, wenn ich jetzt nicht laufe, dass die Fußmuskulatur dann wieder abbaut. Die Fettpolsterung unter dem Fuß ist in den letzten Monaten schon dünner geworden und das ist ja auch natürlicher Schutz.
Gruß Tina

real_lucky
26.04.2017, 09:16
Hi,


... und dabei könnte alles so einfach und billig sein:

erstmal lernen, problemlos min. 5 km auf hartem, sauberem Boden barfuß (skin to ground!) zu laufen, dabei
keinesfalls zwanghaft "Vorfuß" laufen und
vorher nicht mal dran denken, Minimalschuhe auf der Langstrecke einzusetzen.

Noch ein Tipp, wenn das Gewebe zwischen Haut und Mittelfußköpfchen "irritiert" ist (bleibt auch bei mir nicht aus):
Mir einer harten Kugel (z.B. aus Deoroller) auf Antirutschmatte die dortigen Faszien durch kräftiges Rollen massieren.

also ich habe mich von vorn herein gegen das absolute Barfußlaufen entschieden. Mir ist ein leichter Schutz wichtig. Von daher finde ich Deine Konsequente Haltung "...vorher nicht mal dran denken, Minimalschuhe auf der Langstrecke einzusetzen..." sehr gut, aber eben auch für Einsteiger in den Minimalismus ziemlich Radikal.

Dein Vorschlag " ... problemlos min. 5 km auf hartem ..." ist ja auch nicht ohne. Allerdings glaube ich, wer so 5km barfuß laufen kann, der hat schon Hufe unter den Sohlen und kann bedenkenlos auf Minimals verzichten

Den Tip mit dem Deoroller finde ich gut. Den kann man ja auch noch mit Öl befüllen dann flutscht es besser. ....ähm ... gibt's eigentlich Deoroller die man aufschrauben kann?

Da hab ich auch noch Einen:

In der Hochzeit meiner Schmerzen in den Füßen habe ich mich auf meine Yantramatte (Nagelmatte/Akkupressurmatte) gestellt. Normaler Weise liegt man auf dieser Matte und hat eine entsprechend breite Verteilung des Körpergewichts auf die Nadeln der Matte.

Durch's Draufstellen, auf die Nagelmatte, liegt das ganze Körpergewicht dann auf den Fußsohlen. Bei den ersten paar Malen habe ich es vor Schmerzen nur sehr kurz ausgehalten. Aber es wurde immer besser. Und ... was mir wichtig war, dass die Schmerzen der Matte, die Schmerzen in den Füssen völlig überlagerten. Klingt komisch - war aber sehr angenehm. Ob das nun was gebracht hat ....??? Man lernt auf jeden Fall gleichmässiger zu stehen. Ein ungleichmäßiger Stand macht sich nämlich sofort in den entsprecheden Fußzonen als übergebührlicher Schmerz bemerkbar macht.

Iss einfach zu schön wenn der Schmerz nachläßt.

Gruß
Gerdi

Tina80
26.04.2017, 11:46
😳😳😳😳du bist aber schon leicht masochistisch veranlagt, oder?

real_lucky
26.04.2017, 12:05
Hi,


du bist aber schon leicht masochistisch veranlagt, oder?

klar:winken: Wer nicht - wenn er/sie läuft. Du läufst doch auch mit Schmerzen.:P

Oder meinst Du wegen der Matte? Das ist aber wirklich hilfreich wenn's um die gleichmäßige Verteilung der Körperlast geht. Eben ähnlich wie " ... problemlos min. 5 km auf hartem ..." . Wer keine 5km schafft, dem tun wohl die Füße weh. Und gerade beim Barfusslaufen können da schnell die Striemen Fleisch von den Füssen fallen.

Ich mit meinen Babyfüssen ... komme gerade aus dem Urlaub von Gran Canaria. Da habe ich mir am Strand beim "Spazieren gehen" erst einmal die Paddel blasig gelaufen und konnte nur noch mit Wickel gehen .... so what?

Gruß
Gerdi

Tina80
26.04.2017, 13:42
Ja, meinte die Matte.....🙈🙈🙈
Oh Gott, hatte 5 Min. barfuss gelesen, jetzt seh ich die 5 km gerade.....na klasse....
Kann ich das denn jetzt schon anfangen oder sollte ich meine Füße erstmal in Ruhe lassen?

real_lucky
27.04.2017, 08:15
Hi,


...Kann ich das denn jetzt schon anfangen oder sollte ich meine Füße erstmal in Ruhe lassen?

abschrauben und in die Ecke stellen.:hallo:

Ich würde, nach meinen bisherigen Erlebnissen, nur noch an den Schmerz rangehen - nicht mehr in die Schmerzen rein. So das der Fuß gerne unterbelastet ist. Gleichzeitig aber, unter Beibehaltung leichter Bewegung, alles schön ausheilen kann. Schön kühlen und im Zweifel lieber etwas ruhiger angehen lassen. Und natürlich "Deoroller" für die Füsse (ich hab' mir jetzt einen geholt - Deckel auf, Öl rein = Klasse).

Gruß
Gerdi

Tina80
27.04.2017, 09:30
Na ja das Problem ist ja, das ich leider nicht merke, wann ich überlaste, da der Schmerz erst Stunden nach der Belastung da ist. Anders ist es beim Gehen, da merke ich es eher zu Beginn und dann geht es.
Gruß Tina