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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umstellung Zehenschuhe zu barfuß



einstein78
14.03.2018, 10:12
Hi zusammen,

ich laufe mittlerweile an die 20km mit den Fivefingers ohne größere Probleme und ich dachte, im Frühjahr es dann auch mal komplett ohne Schuh zu probieren, zumindest auf Asphalt. Gibts da was, was man beachten sollte oder einfach drauf los laufen und ausprobieren?

lg

hardlooper
14.03.2018, 11:06
Wie bei Deiner Gundula: erst mal schauen, was geht - und beim Schauen die Gewöhnung bereits einleiten. Vielleicht einen kleinen Laufrucksack anschaffen in welchen Du Deine Fivefingers packst - für den Fall, dass Du Dich mit der Streckenlänge vertan hast. Das Frühjahr ist dafür gut geeignet im Gegensatz zum Sommer: der Rücken wird weniger schweißnass.

Knippi

Lucasius
16.03.2018, 20:06
Werde ich bei wärmeren Temperaturen (+10°C) auch ausprobieren.
Wichtig ist sicherlich wie immer: langsam steigern. Damit sich ausreichend Hornhaut bilden kann.
Auch ein kleines Notfallkit mit Pinzette und Alkoholtuch werde ich einstecken, falls doch etwas eingetreten wird. Nicht dass man kilometerweit mit Splitter oder Span im Fuß die Heimreise bewältigen muss.
Im Urlaub habe ich mir einen kleinen Stein (ca. 1 mm ) in den nackten Fuß eingetreten und erst im Hotel wieder herausbekommen. Kann ich nicht empfehlen :)

der_flotte_schurl
18.03.2018, 17:23
Im Frühling liegt oft noch Splitt auf dem Asphalt, der geeignet ist die Stimmung des Barfußläufers in den Keller zu drücken. Schau Dir die Strecke vorher mit Schuhen an und lauf nicht gleich 20 Kilometer, nur weil Du es in Fivefingers kannst. Die orthopädische Belastung ist zwar mehr oder weniger identisch, aber man bekommt trotzdem leichter Blasen. Bei mir sind es vor allem die Stellen, wo die feste Hornhaut, die bei jedem Schritt etwas verschoben wird, in die weichere "Umgebungshaut" übergeht.

Wegen Temperaturen mach Dir keinen Kopf. Kalt ist nicht das Problem. Das Problem sind Steine und - bei längeren Distanzen - Nässe. Nasse, durchweichte Haut hält viel weniger aus als trockene.

Im Wald sind die Hauptverletzungszonen die Zehen (Anstoßen an Wurzeln und Steinen) und die weiche Haut im Fußgewölbe die normalerweise den Boden nicht berührt, von spitzen Ästen oder Steinen aber sehr wohl erreicht werden kann. Wer hier unkonzentriert barfuß läuft, handelt sich schnell eine Verletzungspause ein. Angeknackste Zehen sind besonders unangenehm und heilen nur langsam.

Lg Georg

Gifti
12.06.2018, 19:22
Unbedingt Five Fingers mitnehmen!
Letzten Sommer wohnte ich in München und direkt ums Haus war ein toller See. Es war warm und ich dachte ich lauf barfuß um den See. Mir war schon bewusst, dass das Schotterwege waren allerdings war ich eigentlich kein Neuzugang was das barfuß laufen angeht. Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich falsch lag :hihi: Hab den Schotter und die Strecke ordentlich unterschätzt und hatte natürlich keine Schuhe dabei. Das Problem war, dass ich noch ca. 2km heimlaufen musste. Am Ende kam ich tatsächlich mit blutenden Füßen heim. :frown:

19Markus66
11.08.2018, 13:34
Hallo,
ich übernehme mal diesen Faden, um nicht den 1000ten zu diesem Thema neu aufzumachen.

Ich versuche mal wieder mit dem Barfußlaufen anzufangen, weil ich hoffe, so die Fuß- und untere Wadenmuskulatur zu stärken und somit auch in Schuhen schneller laufen zu können.

Dazu steige ich barfuß in Nike- free, laufe los und ziehe mir dann die Schuhe aus, wenn ich meine ein geeignetes Teilstück erreicht zu haben. Danach ziehe ich die Schuhe wieder an, laufe weiter, usw.

Bis jetzt sind die barfuß gelaufenen Abschnitte nicht länger als ca. 500m.


Im Frühling liegt oft noch Splitt auf dem Asphalt, der geeignet ist die Stimmung des Barfußläufers in den Keller zu drücken.

Ich trete mir kleine Steinchen in die Fußsohlen, die oft erst spät wieder herausfallen.
Wird es besser, wenn man die Fußsohle entspannt?


Im Wald sind die Hauptverletzungszonen die Zehen (Anstoßen an Wurzeln und Steinen) und die weiche Haut im Fußgewölbe die normalerweise den Boden nicht berührt, von spitzen Ästen oder Steinen aber sehr wohl erreicht werden kann. Wer hier unkonzentriert barfuß läuft, handelt sich schnell eine Verletzungspause ein. Angeknackste Zehen sind besonders unangenehm und heilen nur langsam.

Was kann man machen? Angespannt vor die Füße gucken und Allem ausweichen?
Wird die Fußsohle nicht mit der Zeit durch Hornhaut unempfindlicher?

Siegfried
11.08.2018, 13:55
Also ich bin fast das ganze Jahr in FF unterwegs. Da auf allen Untergründen - meistens Trails und auch Schotterwege. Die Sohlen halten etwa 800 km, dann ich die Sohle bei mir im Vorfußbereich durch. Letztens hab ich mal einen Barfußversuch im Lennebergwald in Mainz unternommen. Kiefernwald mit sandigem Geläuf. Man muß schon geörig mehr auf den Boden schauen. Bis 8 km gings gut, die letzten 2 km haben sich dann genau sort Blasen gebildet wo die FF als erstes durchgelaufen sind.

Mein Fazit - mir reichts eigentlich in FF zu laufen. Da spüre ich für mich genug vom Untergrund und die Sprunggelenke sind top. Weiter Versuche ganz barfuß zu laufen werd ich nicht mehr unternehmen. Das ist mir dann zu stressig.

19Markus66
11.08.2018, 18:53
...Man muß schon geörig mehr auf den Boden schauen. Bis 8 km gings gut, die letzten 2 km haben sich dann genau sort Blasen gebildet wo die FF als erstes durchgelaufen sind.... Weiter Versuche ganz barfuß zu laufen werd ich nicht mehr unternehmen. Das ist mir dann zu stressig.

Komme gerade von einer 4km- barfuß- Wanderung im Wald.
Füße sind gestresst aber nicht durch.

Siegfried
12.08.2018, 13:14
Bei mir ging das auch erst nach 8 km los. Ab da waren die letzten beiden Kilometer Quälerei. Bin heute 16,9 km mit den FF unterwegs gewesen. Asphalt, Fels, Schotter, Steigeinlagen - 680 Höhenmeter. Einfach nur geil mit den Teilen.