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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst beim Laufen?



Lizzz
21.06.2018, 07:32
Moin moin :)
Ich laufe sehr regelmäßig und hatte insbesondere in den dunklen Jahreszeiten schon öfter Angst / ein ungutes Gefühl.
Geht es euch auch so? Ich habe folgende Umfrage erstellt (max. 2 Minuten) um eure Antworten zu sammeln:
https://www.surveymonkey.de/r/DN5SDS6


Ich bin gespannt auf euer Feedback & möchte die Erkenntnisse nutzen, um ein optimales Schutztool zu entwickeln.
Danke & Grüße von der Küste
Lizzz

run.the.world76
21.06.2018, 07:37
Ich fürchte mich beim Laufen eher davor, meine geplanten Zeiten nicht zu erreichen.
Aber dafür gibt es wohl kein „Schutztool!“

bones
21.06.2018, 07:46
Um auf die Ausgangsfrage zu antworten: Nein!

JoelH
21.06.2018, 07:51
Wie kommt man im Hochsommer auf solche Ideen?

bones
21.06.2018, 07:53
Die TE will wahrscheinlich zum Winter ein Produkt auf den Markt bringen, dass nach den Bedürfnissen der Befragten entwickelt wird.

JoelH
21.06.2018, 07:55
@Bones
Könnte sein, zudem, ich sehe gerade, heute ist Sommersonnenwende, die Tage werden also wieder kürzer.

bones
21.06.2018, 08:16
Dann kommen bestimmt bald die Fragen nach Stirnlampen. ;-)

Isse
21.06.2018, 08:17
https://www.surveymonkey.de/r/DN5SDS6


Ich habe die Befragung mal mitgemacht. Das ist mein Thema. :D Erstaunlich, wenn man nix ausfüllt und die Frage ignoriert, springt man dennoch auf die nächste Frage und es wird nix angemeckert.

Das ist hier besser als bei meinem Mann. Wenn ich seine Fragen ignoriere, geht er mit Sicherheit nicht weiter im Text. :teufel::hihi:

Lizzz
21.06.2018, 09:14
Erstmal Danke für eure Antworten. Mir ist klar, dass sich das Thema eher an Frauen richtet, da ich aber auch einige Männer kenne die mit Pfefferspray rumrennen, möchte ich die männliche Seite nicht ganz ausschließen.

Ich freue mich auf weitere konstruktive Antworten und Teilnehmer an der Umfrage!

Schlaks
21.06.2018, 09:55
Dann kommen bestimmt bald die Fragen nach Stirnlampen. ;-)
Kannst du mir eine empfehlen? :teufel:

bones
21.06.2018, 10:01
Kannst du mir eine empfehlen? :teufel:

Na klar, mit Sicherheitshelm

https://www.zechen-shop.de/epages/62684755.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62684755/Products/000111

tt-bazille
21.06.2018, 10:20
Ich fürchte mich beim Laufen eher davor, meine geplanten Zeiten nicht zu erreichen.
Aber dafür gibt es wohl kein „Schutztool!“

Einfach in einer gefäääährlichen Gegend laufen. :zwinker5:

-Auftrags-Griller-
21.06.2018, 10:22
Meine 10 Ängste beim Laufen in wohl durchdachter Reihenfolge:
1. Unfittes Gefühl vorm Lauf
2. Anlaufschmerzen
3. Hitze
4. Zu hohe HF
5. Laufabbruch wegen Schmerzen
6. Überholt werden
6. Toilettendrang
7. Blitz und Hagel
8. Durst
9. Längere Verletzung
10. Letzter Platz

Catch-22
21.06.2018, 10:59
Na klar, mit Sicherheitshelm

https://www.zechen-shop.de/epages/62684755.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62684755/Products/000111

Helm passt wenigstens zum super, tollen, hip und coolen Begriff: Schutztools :klatsch:

Schlaks
21.06.2018, 11:03
Na klar, mit Sicherheitshelm

https://www.zechen-shop.de/epages/62684755.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62684755/Products/000111

Vielen Dank! Hat Nachtzeche was damit zu tun?

Es gibt sogar Gelegenheiten, bei denen man das braucht: http://www.erlebnisbergwerk.de/de/veranstaltungen/sport/kristallmarathon.html

bones
21.06.2018, 11:08
Für Gallier ist er unverzichtbar:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/asterix-und-der-einstuerzende-himmel-102.html

Catch-22
21.06.2018, 11:12
In der Nähe von Tim auch

https://www.youtube.com/watch?v=eZ9Xk0Lln5Y&ab_channel=JohnnyL80

nachtzeche
21.06.2018, 11:17
Vielen Dank! Hat Nachtzeche was damit zu tun?

Es gibt sogar Gelegenheiten, bei denen man das braucht: http://www.erlebnisbergwerk.de/de/veranstaltungen/sport/kristallmarathon.html

PSSST! Machst mir meine heimliche Provision kaputt! :motz:

Bin tatsächlich schon mal in Sondershausen Marathon gelaufen. Im Dezember. 800 Meter unter der Erde. Bei 30 Grad. Und 10% Luftfeuchtigkeit. Und brutalen Steigungen. Völlig surreal, total bekloppt, einfach toll! :D

Da hatte ich aber kein weiteres Bedürfnis nach Sicherheitstools... :confused:

nachtzeche

Lizzz
21.06.2018, 11:44
@Catch-22: Für dich gerne "Safety Wearable"... ich gehe allerdings davon aus, dass max. 50% der Leute wissen was damit gemeint ist *LOL

Catch-22
21.06.2018, 11:50
@Catch-22: Für dich gerne "Safety Wearable"... ich gehe allerdings davon aus, dass max. 50% der Leute wissen was damit gemeint ist *LOL

:hihi::hihi::hihi:

Mein erster Gedanke bei "Schutztool" war: ein Scriptkiddie ist Erwachsen geworden und muss nun Geld verdienen. "Safty Wearable" bestätigt nur den Eindruck. Was hast du vor aus China zu importieren?

MikeStar
21.06.2018, 11:51
Ich leide an starker Anatidaephobie, sowie Genuphobie, die mich sehr beim Laufen behindern und würde mich sehr über ein Schutztool freuen.

Lizzz
21.06.2018, 11:57
Wow, ich bin begeistert, ihr habt alle wohl sehr viel Zeit :)

Ich freue mich über jeden sinnvollen Beitrag zu diesem Thema!

nachtzeche
21.06.2018, 11:58
Ich leide an starker Anatidaephobie, sowie Genuphobie, die mich sehr beim Laufen behindern und würde mich sehr über ein Schutztool freuen.

PAH! Das ist doch nichts gegen meine Bambakomallophobie und meine Arachibutyrophobie! DAMIT m usst du beim LAufen erst mal zurecht kommen!

Catch-22
21.06.2018, 12:04
Wow, ich bin begeistert, ihr habt alle wohl sehr viel Zeit :)

Ich freue mich über jeden sinnvollen Beitrag zu diesem Thema!
Ich helfe dir mal ein bisschen. Wenn du, wie laut Profil Angabe, über 10 Jahre läufst und nichts passiert ist, wie notwendig hattest du dann bisher ein Tool/Wearable beim Laufen?
Ich fürchte du bist dabei einen Rohrkrepierer entwickeln zu wollen :zwinker2:

Lizzz
21.06.2018, 13:13
Ja, ich laufe mit Pfefferspray, fühle mich damit aber nicht wirklich sicher da ich im Falle eines Überfalls das Spray erst aus der Tasche kramen muss oder mich ggf. sogar selbst ansprühe. Genau dafür dient die Umfrage, ich möchte wissen wie es anderen (weiblichen) Läufern geht.

kobold
21.06.2018, 13:23
gelöscht - keinen Bock auf Kabbelei

Catch-22
21.06.2018, 13:34
Ja, ich laufe mit Pfefferspray, fühle mich damit aber nicht wirklich sicher da ich im Falle eines Überfalls das Spray erst aus der Tasche kramen muss oder mich ggf. sogar selbst ansprühe. Genau dafür dient die Umfrage, ich möchte wissen wie es anderen (weiblichen) Läufern geht.

Ich fasse mal zusammen: du hast seit über 10 Jahren Angst, hast aber noch nie eine Schutztool/Safty Wearable benutzt, weißt auch nicht wie das geht, aber fühlst dich dazu berufen ein ganz Neues zu entwickeln? Hättest du mal den Mut beim Laufen!

ruca
21.06.2018, 14:09
Ja, ich laufe mit Pfefferspray, fühle mich damit aber nicht wirklich sicher da ich im Falle eines Überfalls das Spray erst aus der Tasche kramen muss
So groß kann die Angst ja nicht sein, wenn Du das ganz nach "unten müllst" und nicht griffbereit in einem Halter hast.

JoelH
21.06.2018, 14:15
und wer läuft ernsthaft mit Tasche?

caramba
21.06.2018, 14:22
und wer läuft ernsthaft mit Tasche?

Wer weiß wovor die noch Angst hat? :hihi:

JoelH
21.06.2018, 15:03
Ich will das grundsätzliche Problem gar nicht veralbern. Ich laufe z.B. grundsätzlich nicht im Dunkeln (Stirnlampe fällt bei mir unter "im Dunkeln" laufen) sondern nur wo es Licht gibt, im Winter also alle beleuchtete Straßenzüge unseres Heimatortes entlang. Von daher, es gibt sicherlich bedarf, allerdings ist die Idee ausgerechnet selbst das Problem ultimat lösen zu können etwas blauäugig, vor allem wenn man dazu eventuell eine Tasche mit sich führen müsste.

M.E. die beste Lösung ist es sowieso, einfach nicht alleine zu laufen. In der Herde macht es meist mehr Spass.

Catch-22
21.06.2018, 15:21
Klar ist das Thema Sicherheit ein ernstes. Veralbert fühle ich mich jedoch nur vom TE, der meint ein "optimales Schutztool" also ein idiotensicheres entwickeln zu können, damit vor allem wir unbedarften Frauen uns in Zukunft so gar nicht ernst mit der Materie auseinandersetzen brauchen.
Wer was Idotensicheres verkaufen will, muss halt auch zu erst die Idioten finden. :teufel:

MikeStar
21.06.2018, 15:26
Wenn ihr Rundumschutz wollt, nehmt nen Mann zum Laufen mit.

tt-bazille
21.06.2018, 15:27
Wenn ihr Rundumschutz wollt, nehmt nen Mann zum Laufen mit.

Das ist diskriminierend. Dürfen wir nicht auch Angst haben?

Catch-22
21.06.2018, 15:30
Mir lief letztens im Stadtwald ein Läufer mit einem Kubotan in der Hand entgegen. Er hielt es wie ein Messer. Machte den Eindruck als hätte er mehr Angst vor mir als ich vor ihm hätte haben könnte. Die Kerle sind halt auch nicht mehr das, was sie mal waren :zwinker2:

caramba
21.06.2018, 15:34
Ich will das grundsätzliche Problem gar nicht veralbern. ...

Ganz ernsthaft, ich habe auch ein Problem. Drei Leute einschließlich mich joggen/laufen (was auch immer) gleichzeitig auf der ganzen Strecke.
100% (Nachts bestimmt auch): An der engsten Stelle der Strecke laufe ich auf die auf und komme nicht vorbei. Mir passiert das sehr häufig. Was mache ich falsch? Gibt es da irgendwelche Mittel? :noidea:

caramba
21.06.2018, 15:37
Wenn ihr Rundumschutz wollt, nehmt nen Mann zum Laufen mit.

Ich bin seriös und schnell genug. Ich kann auch die jungen Dinger ähem natürlich Damen eskortieren :zwinker2:

DrProf
21.06.2018, 15:42
Wenn ihr Rundumschutz wollt, nehmt nen Mann zum Laufen mit.

Den hier, der macht gleich Instagram Fotos zum posen.

Die könnt ich auch noch fragen.:nick:

Sven K.
21.06.2018, 16:19
Um mal etwas sinnvolles zu schreiben: Deine Idee in allen Ehren, aber es ist vergebens. Für eine Läuferin wäre eventuell ein "Taschenalarm" sinnvoll oder aber ein Kubotan. Hier muss man aber den Umgang damit trainieren und zwar nicht in einem Wochenendkurs, sondern langfristig. Da es beides schon auf dem Markt gibt entfallen in meinen Augen neue "Schutztools". Hat man dem Umgang einmal erlernt, gibt es kostengünstige/kostenlose Alternativen. Zudem gibt es einige psychologische Hemmnisse, die es Frauen erschwert Gefahren zu bemerken. Da ist ein langfristiges Trainieren einer SV-Sportart hilfreicher.

Isse
21.06.2018, 16:49
Mir lief letztens im Stadtwald ...

Die Kerle sind halt auch nicht mehr das, was sie mal waren :zwinker2:

Ihr nehmt diesen Faden nicht ernst genug! :D

Hier mal zwei Bilder aus dem Tiergarten, aufgenommen auf meiner Laufrunde. Frage: Wer muss hier geschützt werden? :teufel:



67207 67206

Für alle, die die Bilder nicht sehen. Ich lief morgens im Tiergarten und es kamen mir zwei hackedichte Engländer entgegen. Beide ohne Hosen oder Schlüppis. Ich hatte sie erst von hinten fotografiert, überholte und fragte dann, ob ich ein Foto von vorne machen darf. Sie willigten ein und die Resultate habe ich für euch hochgeladen, so das Forum mitspielt. :zwinker2:

todmirror
21.06.2018, 16:53
"Anhänge, die auf Freischaltung warten"??? Seit wann gibt es denn so was?

dicke_Wade
21.06.2018, 17:06
Ich seh das:

Ungültige Angabe: Anhang
Wenn Sie einem normalen, gültigen Link im Forum gefolgt sind, wenden Sie sich bitte an den Webmaster.
:gruebel:

Gruss Tommi

Isse
21.06.2018, 17:09
Mist, euch entgehen 2 nackte Kerle untenrum auf meiner Laufrunde. :teufel::noidea: Wurde wieder am Forum gebastelt?

Steffen42
21.06.2018, 17:10
"Anhänge, die auf Freischaltung warten"??? Seit wann gibt es denn so was?

Ist erst ab einem gewissen Alter freigeschaltet. Bist wohl zu jung für den Schweinkram. :hihi:

Isse
21.06.2018, 17:13
Ist erst ab einem gewissen Alter freigeschaltet. Bist wohl zu jung für den Schweinkram. :hihi:

Ich kann diese Fotos jedenfalls sehen. Mir würden die Fotos wohl ausreichen. :hihi:

Steffen42
21.06.2018, 17:15
Ich kann diese Fotos jedenfalls sehen. Mir würden die Fotos wohl ausreichen. :hihi:

Ich kann die nicht sehen, bin aber auch nicht interessiert.

Denke, Du schickst die Bilder schnell an Tod und Tommi, die gieren ja förmlich danach.

Edit: zurück zum Thema, Entschuldigung für die kurze Unterbrechung. Um was ging es nochmal? Angst beim Laufen und ein Gerät, was einem die Angst beim Laufen nimmt? Da würde mir spontan ein Laufrucksack mit einem aufklappbaren/aufblasbaren Dixi-Klo einfallen. Es nicht mehr rechtzeitig auf Toilette zu schaffen belastet mich mental am meisten. Hatte jemand weiter oben auf Platz 5 seiner Liste, bei mir steht das ganz weit oben.

Isse
21.06.2018, 17:17
Ich kann die nicht sehen, bin aber auch nicht interessiert.

Denke, Du schickst die Bilder schnell an Tod und Tommi, die gieren ja förmlich danach.

Ich hatte sie damals im Starterfaden veröffentlicht. Zumindest unser Tod müsste sie dann kennen. :)

Catch-22
21.06.2018, 18:08
Ich kann die Bilder auch nicht sehen, aber hoffe, sie sahen wenigstens ansehnlich aus.

So ein Erlebnis hatte ich auch, Früher Nachmittag, ich drehte meine Runde über die Feldwege. Auf einem Weg mit Windschutzheck sprang auf einmal ein Mann mitten auf die Straße. Groß wie ein Bär, ca. in den 50ern, hacke dicht und nur mit Unterhose, die ihm auch noch unter dem Hintern hing bekleidet. Fragte mich auch noch "alles gut?", ich entgegnete im vorbei laufen "bei mir schon, bei dir auch?". Nach einem kurzen Moment drehte ich um lief zurück und fragte, ob er denn auch wüsste wo er ist und wie er heim kommt.

Es gibt Dinge, die will man als Frau nicht sehen. auch wenn sie einem keine Angst machen. Inzwischen sehe ich den Herren öfter, Fährt gerne mal bei warmen Temperaturen nur in Boxershorts/Unterhose bekleidet auf meinen Felder Rad, auch manchmal total besoffen. Kann schon mal passieren, dass er dabei Rad und/oder Unterhose verliert.

Biene77
21.06.2018, 18:48
Ich hatte sie damals im Starterfaden veröffentlicht. Zumindest unser Tod müsste sie dann kennen. :)

Kann mich gut an die Bilder erinnern:nick:

Am vorletzten Sonntag hatte ich eine ähnliche Begegnung kurz nach 6 Uhr. Es kam ein junger Mann entgegen der meinte mir sein Bestes Stück präsentieren zu müssen.
Muss ehrlich zugeben ich war etwas irretiert und wusste nicht recht was zu tun ist. Habe dann nur mein Handy aus der Tasche und es demonstrativ in der Hand gehalten. Bin dann an ihm vorbei und habe mich ehrlich gesagt auch noch ein paar mal umgedreht um zu schauen was passiert. Er ist stehen geblieben und hat irgendetwas geredet. Noch etwas irretiert habe ich meine Runde von knapp 14 km zu Ende gedreht.

Montags und Dienstags war ich dann gegen 5:30 unterwegs und habe mir eine etwas naja sichere Runde ausgesucht unter anderem bin ich bei uns ums Feld gekreiselt (und habe schonmal für einen evtl. Lauf in Delmenhorst geübt)

caramba
21.06.2018, 19:52
Ich wurde mal von so einen homo sapiens sapiens gestalkt. Der lief leicht versetzt hinter mir durch das Unterholz. Plötzlich brach er aus, überholte mich, machte eine Kehrtwendung, kam direkt auf mich zu, schrie mir seine Enttäuschung ins Gesicht und zog von dannen.

Fazit: Ich brauchte keine Nebelhörner, Sirenen und was weiß ich was für einen Kram.

Ganz einfach: Die Erwartungen des Anderen nicht erfüllen. :prof:

M.E.D.
21.06.2018, 20:54
....
Am vorletzten Sonntag hatte ich eine ähnliche Begegnung kurz nach 6 Uhr. Es kam ein junger Mann entgegen der meinte mir sein Bestes Stück präsentieren zu müssen. ......

Hast du den Vorfall bei der nächten Polizeistation gemeldet?

Auch wenn es nur ein "Dummer-Buben-Streich" war, geht es über das tolerierbare hinaus.
:meinung:

Biene77
21.06.2018, 21:03
Hast du den Vorfall bei der nächten Polizeistation gemeldet?

Auch wenn es nur ein "Dummer-Buben-Streich" war, geht es über das tolerierbare hinaus.
:meinung:


Nein. Ich war in diesem Moment schlichtweg überfordert.

Unser Nachbar ist bei der Kripo dem habe ich das ganze ein paar Tage später erzählt. Er meinte, ruhig bleiben ihn filmen, Polizei holen und gut ist. Die letzten 4 - 6 Wochen hätten sie jetzt in ihrem Zuständigkeitsbereich 8 solche Fälle gehabt.
Ich sagte ihm, dass ich die nächsten Läufe auf anderer Strecke dann unterwegs war da doch eine gewisse Unsicherheit meinerseits da war. Er meinte nur genau das darf nicht sein, dass ich mich von so einem Trottel einschüchtern lasse daher das nächste mal Polizei rufen.

d'Oma joggt
21.06.2018, 23:29
Ich kenne Isses Bilder auch - waren zumindest ansehnlicher als die, die ich täglich sehen darf/muss :hihi: :hihi: :hihi:
Liebe/r TE, leider benötige ich kein Schutzdingens, habe keine Angst (bisher), bin allerdings selbstbewusst vorsichtig

klnonni
22.06.2018, 08:09
Moin moin :)
Ich laufe sehr regelmäßig und hatte insbesondere in den dunklen Jahreszeiten schon öfter Angst / ein ungutes Gefühl.
Geht es euch auch so?

Ich bin gespannt auf euer Feedback & möchte die Erkenntnisse nutzen, um ein optimales Schutztool zu entwickeln.

Ich hätte eine Idee,
Leihhunde Vermietung! Buchung per App!

Mein Border-Collie/Landseer - Berner Sennenhund - Mix ist Top in Form und läuft problemlos bis zu 25 km in einer Pace ~ 5min/km,
natürlich ohne Leine, mit Euch mit.
Auch Intervalleinheiten bis zu einer Pace ~ 3:30min/km /8x 400m, sollten kein Problem sein.

Dabei hört er aufs Wort und wenn Ihr ihn braucht reicht ein kurzer Ruf von Euch.
Aufgrund seiner Größe wird Euch kein Bösewicht wagen anzufassen.

Wenn Interesse besteht, könnte man das im großen Stil aufziehen.
Am besten ich mache eine Hundeschule auf, dort werden die Hunde als Laufbegleithunde ausgebildet und fitt gemacht und dann an besorgte Läufer als Trainingshunde vermietet.
Bräuchte für mein Vorhaben allerdings noch laufsporterfahrene und trainierte Partner, die Erfahrung in der Hundeausbildung haben und helfen die Hunde zwischen den Einsätzen fit zu halten.

Denke mal 15,- €/h sind kein zu hoher Preis für die Sicherheit auf vier Pfoten.

Allerdings keine Vermietung der Hunde bei Temperaturen > 25°C, dann bitte die Trainingszeiten auf spät Abends oder früh Morgens legen.

JoelH
22.06.2018, 08:14
@klnonni
und wie regelst du die innerstädtische Naturdüngeentsorgung deiner Leihtiere?

klnonni
22.06.2018, 08:22
@klnonni
und wie regelst du die innerstädtische Naturdüngeentsorgung deiner Leihtiere?

Das ist wie bei einem Mietwagen,
für den anfallenden Benutzungsaufwand wärend des "Gebrauchs" sind die Mieter verantwortlich.
Selbstverständlich gebe ich den Kunden für die Hygiene, Kotbeutel in ausreichender Menge mit.

kobold
22.06.2018, 08:56
Öööööh ... bei 6 Stunden Bedarf pro Woche wären das 90 Euro, also ca. 400 Euro im Monat bzw. 5.000 Euro im Jahr. :haeh:

Wenn die Angst so ausgeprägt ist, dass man/frau sie ohne solche Hilfe von außen nicht hinreichend runterreguliert bekommt, gäbe es wirtschaftlich günstigere und nachhaltiger wirksame Alternativen: Eine kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Psychotherapie käme selbst dann billiger, wenn sie privat gezahlt werden müsste und nicht von der Krankenkasse übernommen würde. Dann noch ein, zwei Selbstverteidigungskurse, um das Selbstvertrauen zu stärken ...

Aber gut, wenn man nicht nur Angst vor gewalttätigen Menschen hat, sondern auch davor, als PsychotherapieklientIn für "bekloppt" gehalten zu werden, ist das kein Plan B. :zwinker5:

klnonni
22.06.2018, 09:04
Öööööh ... bei 6 Stunden Bedarf pro Woche wären das 90 Euro, also ca. 400 Euro im Monat bzw. 5.000 Euro im Jahr. :haeh:

Wenn die Angst so ausgeprägt ist, dass man/frau sie ohne solche Hilfe von außen nicht hinreichend runterreguliert bekommt, gäbe es wirtschaftlich günstigere und nachhaltiger wirksame Alternativen: Eine kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Psychotherapie käme selbst dann billiger, wenn sie privat gezahlt werden müsste und nicht von der Krankenkasse übernommen würde. Dann noch ein, zwei Selbstverteidigungskurse, um das Selbstvertrauen zu stärken ...

Aber gut, wenn man nicht nur Angst vor gewalttätigen Menschen hat, sondern auch davor, als PsychotherapieklientIn für "bekloppt" gehalten zu werden, ist das kein Plan B. :zwinker5:


Die Hunde könnten auch als Therapiehunde herhalten,
der ständige Kontakt mit den ausgeglichenen Tieren und das positive Erlebnisgefühl, keine unangenehmen Erfahrungen wärend eines Laufs gemacht zu haben, könnte sich positiv auf Angststörungen bei den Kunden/Patienten auswirken und nach kurzer Zeit ein Begleithund überflüssig machen. :D

klnonni
22.06.2018, 09:13
@kobold

[QUOTE=kobold;2517464, dass man/frau[/QUOTE]

Wenn politisch korrekt, dann bitte ", dass mann/frau.."
Ich möchte nicht ungefragt beschnitten werden !

JoelH
22.06.2018, 09:19
Auf Rezept so zu sagen, schlaue Idee. Bleibt noch die Frage, gibts da einen Liefer-/Abholservice? Ich will ja nicht ständig bei dir an der Hundeschuele laufen, ich brauch das Tier ja mal hier, mal da. Und bevor es schon wieder in deiner Kasse klingelt, der PIzzabote ist meist frei Haus.

Catch-22
22.06.2018, 09:20
Und was wenn man nicht Angst vor der eigenen Art sondern vor Hunden hat?
Letztens rannte ich im Wald den Berg runter, auf einmal Stand ein großer Hund vor mir, stellte sich breit auf und knurrte mich giftig an. Menschen waren nicht zu sehen. Ich hab einen riesen Schrecken bekommen, war auch sehr ins Laufen vertieft. Instinktiv habe ich so laut ich konnte HILFE gerufen.
Eigentümer war direkt über mir auf einem Hochsitz :zwinker2:

kobold
22.06.2018, 09:21
@kobold



Wenn politisch korrekt, dann bitte ", dass mann/frau.."
Ich möchte nicht ungefragt beschnitten werden !
"beschnitten"? Oder "entmannt"? :teufel:
Sry :P

klnonni
22.06.2018, 09:28
Und was wenn man nicht Angst vor der eigenen Art sondern vor Hunden hat?
Letztens rannte ich im Wald den Berg runter, auf einmal Stand ein großer Hund vor mir, stellte sich breit auf und knurrte mich giftig an. Menschen waren nicht zu sehen. Ich hab einen riesen Schrecken bekommen, war auch sehr ins Laufen vertieft. Instinktiv habe ich so laut ich konnte HILFE gerufen.
Eigentümer war direkt über mir auf einem Hochsitz :zwinker2:

Für Menschen mit Angst vor Hunden, gibt es Leihweise eine Kampfkatze - die macht jeden Hund platt.
In meiner Nachbarschaft gibt es eine solche ich glaub es ist eine "norwegische Waldkatze" die schlägt jeden Hund der es wagt sie anzubellen in die Flucht.

klnonni
22.06.2018, 09:30
Auf Rezept so zu sagen, schlaue Idee. Bleibt noch die Frage, gibts da einen Liefer-/Abholservice? Ich will ja nicht ständig bei dir an der Hundeschuele laufen, ich brauch das Tier ja mal hier, mal da. Und bevor es schon wieder in deiner Kasse klingelt, der PIzzabote ist meist frei Haus.

Die Einzelheiten müssten mit den potenziellen Geschäftpartnern noch geplant werden.
Ist doch erst einmal nur eine Idee

Die Anreise zur Kurklinik übernimmt doch auch die Krankenkasse oder Rentenversicherung...

Alternativ steigt vielleicht Amazon mit ein, die haben doch ein Lieferdienst?!

Catch-22
22.06.2018, 09:32
Jetzt wo du es erwähnst, bei uns in den Wäldern lebt auch die Wildkatze. Ob ich vor ihr Angst habe, weiß ich jedoch mangels Begegnung noch gar nicht. Ich meine, wenn sie Wild ist, dann ist sie doch sicher so gefährlich wie ein Löwe. :help:

klnonni
22.06.2018, 09:35
Jetzt wo du es erwähnst, bei uns in den Wäldern lebt auch die Wildkatze. Ob ich vor ihr Angst habe, weiß ich jedoch mangels Begegnung noch gar nicht. Ich meine, wenn sie Wild ist, dann ist sie doch sicher so gefährlich wie ein Löwe. :help:

Da der Hund den Du begegnet bist, noch gebellt hat, kann sie nicht so gefährlich sein.
Unser norwegische Waldkatze läßt ihre Opfer nur noch jaulen.

Isse
22.06.2018, 09:46
Ich hätte eine Idee,
Leihhunde Vermietung! Buchung per App!




Sorry, da halte ich nicht viel von.

Wir haben Freunde mit Wachhund. Dieser soll Hof und Haus bewachen. Wenn ich nur schon in die Nähe des Tieres komme, legt der sich bereitwillig auf den Rücken und wartet auf Streicheleinheiten. Wie soll der Hund wissen, dass mir ein grobschlächtiger Unhold entgegenkommt und keine guten Absichten mit mir hat?

Ebenso kann ich mir gut vorstellen, dass, wenn eine Hündin in der Nähe wäre und dieser Hund dann spitz oder so wäre, der alle guten Vorsätze fallen lässt und die Hündin derweil lieber begatten möchte. Allzu verständlich übrigens. :D

Auf Hunde bei meiner Laufrunde scheint kein Verlass.

:D

dicke_Wade
22.06.2018, 10:13
Und was wenn man nicht Angst vor der eigenen Art sondern vor Hunden hat?
Letztens rannte ich im Wald den Berg runter, auf einmal Stand ein großer Hund vor mir, stellte sich breit auf und knurrte mich giftig an. Menschen waren nicht zu sehen. Ich hab einen riesen Schrecken bekommen, war auch sehr ins Laufen vertieft. Instinktiv habe ich so laut ich konnte HILFE gerufen.
Eigentümer war direkt über mir auf einem Hochsitz :zwinker2:
Ich gloob, da musste nicht mal allgemein Angst vor Hunden haben, um da nen gehörigen Schrecken zu bekommen :wink:

Son Begleithundeservice zum Laufen hat noch einen Vorteil: Der Hund kann darauf trainiert sein, dass er drohende Unterzuckerung erkennt (gibs ja auch für für Diabetiker) und den Läufer warnt, damit er rechtzeitig sein Gel zu sich nimmt. :idee2:

Gruss Tommi

JoelH
22.06.2018, 10:16
kann man so einen Hund auch darauf trainieren wie eine Brieftaube immer wieder heim zu finden? Das wäre auch nicht schlecht.

Catch-22
22.06.2018, 10:24
Klar geht das. Als ich ein Kind war, gab es im Ort einen Chow Chow, der ist den ganzen Tag herum gestreunert und nur zum Fressen und Schlafen heim. War ein ganz liebes Ding. Als Begleitschutzhund leider untauglich :D

klnonni
22.06.2018, 10:27
Sorry, da halte ich nicht viel von.

Wir haben Freunde mit Wachhund. Dieser soll Hof und Haus bewachen. Wenn ich nur schon in die Nähe des Tieres komme, legt der sich bereitwillig auf den Rücken und wartet auf Streicheleinheiten. Wie soll der Hund wissen, dass mir ein grobschlächtiger Unhold entgegenkommt und keine guten Absichten mit mir hat?

Ebenso kann ich mir gut vorstellen, dass, wenn eine Hündin in der Nähe wäre und dieser Hund dann spitz oder so wäre, der alle guten Vorsätze fallen lässt und die Hündin derweil lieber begatten möchte. Allzu verständlich übrigens. :D

Auf Hunde bei meiner Laufrunde scheint kein Verlass.

:D

Auch unsere Hundin dürfte jeder anfassen und streicheln, aber wehe uns würde jemand anfassen, dann kommt bei ihr sehr deutlich ihr Schutzinstinkt durch !

Meine Hündin ist kastriert, die interessiert sich nicht für Rüden und diese daher auch nicht für sie als Sexobjekt.

Während meines Laufes, folgt sie mir pflichtbewusst und hat gar keine Zeit für andere Hunde,
schliesslich stammt sie von einem Hütehund ab und achtet darauf, dass alle zusammen bleiben!

Aufgrund ihrer Größe, traut sich im Wald niemand ungefragt meinen Hund anzufassen und ich glaube auch nicht,
dass Bösewichte es wagen würden auszuprobieren ob der Hund der angerannt kommt seinen menschlichen Begleiter schützen würde oder nicht.

Es braucht keinen Kampfhund um potenzielle Störenfriede abzuschrecken, es reicht meist schon die Anwesenheit eines Hundes.

Mit meinem Hund an meiner Seite, stören mich weder Dunkelheit noch Wildschweinrotten und schon gar nicht fremde Hunde.

Wer Platz, Zeit und keine Allergien oder Abneigungen gegen Hunde hat, dem kann ich nur solch einen pelzigen Begleiter empfehlen.
(das ist ausnahmsweise einmal ernst gemeint :nick:)

Vor allem die "Zeit" wird wohl bei den meisten das Problem sein.

Isse
22.06.2018, 10:44
So die Möglichkeit besteht, wäre ein Hund sicherlich ein treuer Wegbegleiter. Leider kann nicht jeder einen Hund im Haushalt halten.

Um mal ein wenig Ernsthaftigkeit einzubringen, ich laufe meine sehr frühen Morgenrunden nur dort wo ich weiß, dass einige Kameras meinen Weg säumen und Polizisten bzw. Objektschützer auf meiner Strecke stehen. Die Strecke ist sehr gut ausgeleuchtet und ich drehe vorausschauend meine Runden. Sicherlich geht es mir hierbei besser als vielen anderen Läufern.

Mir ging es vor einigen Jahren im Tiergarten so, dass jemand aus dem Gebüsch sprang. Es war sehr kalt, es regnete und niemand auf der sonst so belebten Strecke hätte mir helfen können. Der Busch worin sich der Kerl lümmelte, war strategisch gut gewählt, er hätte im Falle des Weglaufens in jede Himmelsrichtung ausweichen können. Er fragte mich damals offen ob ich mit ihm Sex haben will. Ich hatte es damals im Forum beschrieben. Durch einige "Missverständnisse" wurde die Sache jedoch so absurd, dass ich schnell Oberhand bekam und verschwinden konnte. Zugleich bin ich für solche Dinge ausgebildet und weiß, wie ich mich verhalten sollte. Was mich allerdings auch nicht davor bewahrte, dass er dennoch aus dem Gebüsch sprang, ohne, dass ich es mitbekam und eindeutige Absichten hatte.

Abwehrhelfer benötige ich nicht.

_tom888
22.06.2018, 10:57
Ja, ich laufe mit Pfefferspray, fühle mich damit aber nicht wirklich sicher da ich im Falle eines Überfalls das Spray erst aus der Tasche kramen muss oder mich ggf. sogar selbst ansprühe. Genau dafür dient die Umfrage, ich möchte wissen wie es anderen (weiblichen) Läufern geht.

Ich rate anstatt Pfefferspray, zu einem "Personenschutzalarm".
https://www.amazon.de/dp/B01CQZVVH2/?coliid=I1OT2HUY4522H9&colid=GM22NS61PMAZ&psc=0&ref_=lv_ov_lig_dp_it

Das Spray kann man im Affekt schnell mal sinnlos in alle Richtungen versprühen. Angreifer wollen vor allem eins nicht, Aufmerksamkeit. Und die generiert so ein Alarm ganz schnell.

caramba
22.06.2018, 11:10
Ich rate anstatt Pfefferspray, zu einem "Personenschutzalarm".
https://www.amazon.de/dp/B01CQZVVH2/?coliid=I1OT2HUY4522H9&colid=GM22NS61PMAZ&psc=0&ref_=lv_ov_lig_dp_it

Das Spray kann man im Affekt schnell mal sinnlos in alle Richtungen versprühen. Angreifer wollen vor allem eins nicht, Aufmerksamkeit. Und die generiert so ein Alarm ganz schnell.

Na, endlich!! Wieder ernsthaft hier! :hihi:

klnonni
22.06.2018, 11:34
Ich rate anstatt Pfefferspray, zu einem "Personenschutzalarm".

Das Spray kann man im Affekt schnell mal sinnlos in alle Richtungen versprühen. Angreifer wollen vor allem eins nicht, Aufmerksamkeit. Und die generiert so ein Alarm ganz schnell.

Solch eine Sirene im Jackenaschenformat, ist wirklich super.
Die gibt es von vielen Anbietern, sind bereits recht günstig zu bekommen und haben einen ganz großen Vorteil:
Bei versehentlicher Benutzung, kommt niemand zu schaden!

Habe selbst es einmal erlebt, dass ich im dunkeln ein Weg entlang gelaufen bin und ca. 20 m vor mir liefen zwei junge Frauen.
Ich war auf dem Weg vom Bahnhof zu mir nach Hause.
Diese beiden Frauen liefen die selben Strassen entlang wie ich und ich sah, dass sie sich gelegentlich umschauten.
Dachte vor dem abbiegen an der nächsten Kreuzung, zwei Strassen noch und dann nischt wie ab ins Bett.

Und ja jetzt kommt es, ihr habt es bestimmt schon erwartet,
kaum an der Kreuzung links eingebogen, kreischen mich die zwei Frauen an und sprühen beide voller Panik mit ihren Pfefferspray herum.
Zum Glück waren diese Frauen nicht nur panisch sondern auch blöd und haben nicht bedacht,
dass ich den Wind im Rücken habe.Trotzdem brannte mein Gesicht wie verrückt.
Habe dann die Polizei gerufen, aber bis die da waren, waren die Frauen bereits geflüchtet...

Hätten die blöden Weiber bloß solch eine Taschensirene gehabt, wäre es nicht zu meinem Schaden gewesen!

Liebe Frauen,
bitte nicht jeder Mann ist ein böser Mann, auch nachts nicht !!!
Ihr könnt soviel Waffen haben wie ihr tragen könnt, aber vor der Benutzung erst einmal den Verstand einschalten!

Isse
22.06.2018, 12:05
Hätten die blöden Weiber bloß solch eine Taschensirene gehabt, wäre es nicht zu meinem Schaden gewesen!

Liebe Frauen,
bitte nicht jeder Mann ist ein böser Mann, auch nachts nicht !!!
Ihr könnt soviel Waffen haben wie ihr tragen könnt, aber vor der Benutzung erst einmal den Verstand einschalten!


Klnonni, ich mag dich gut leiden, hier schießt du aber für meine Begriffe etwas hoch hinaus. :D

Ich hätte zu gern die Sicht der beiden Damen hierbei gehört.:zwinker2:

Du bist 20 m hinter Ihnen gelaufen. Dass sie sich unwohl fühlten, hattest du bereits mitbekommen. Sie drehten sich mehrfach nach dir um. Um die Situation zu entspannen, hättest du eine "Ansprache" halten können, etwa so: "Bin nur auf dem Wege nach Hause, keine Sorge" oder hättest auch empathisch die Straßenseite wechseln können. (So mache ich es immer) :)

Für die beiden jungen Damen stelltest du eine Gefahr da, ob begründet oder nicht. Sie haben jedoch so empfunden. Dass sie sich bedroht fühlten, hattest du auch bemerkt, indem sie panisch das Pfefferspray sprühten und "kreischten".

Dieser Personenschutzalarm wirkt natürlich nur, wo sich auch Menschen aufhalten. Vielleicht hätte er in diesem Falle geholfen. Auf einsamen Waldwegen in der Pampa hingegen nützt es niemanden. Die beiden Frauen dann jedoch als blöd darzustellen, na ja. :D Du wusstest, dass von dir keinerlei Gefahr ausging und hättest dies in diesem Falle konkret vermitteln können. :)

JoelH
22.06.2018, 12:08
Für die beiden jungen Damen stelltest du eine Gefahr da, ob begründet oder nicht. Sie haben jedoch so empfunden. Dass sie sich bedroht fühlten, hattest du auch bemerkt, indem sie panisch das Pfefferspray sprühten und "kreischten".
Wieso bedroht? Nur weil man rum läuft? Zuerst schießen dann fragen? Die Mädels hätten auch was sagen können. Woher soll klnonni wissen, dass die Mädels nicht vielleicht über seine Klamotten tuscheln, oder ihn sogar gut finden?

Nein, nein meine Damen, so einfach ist das dann auch nicht, die Straße gehört nicht euch, sondern allen!

Sven K.
22.06.2018, 12:09
https://www.youtube.com/watch?v=bQctbkM8-WQ

bones
22.06.2018, 12:24
Um die Situation zu entspannen, hättest du eine "Ansprache" halten können, etwa so: "Bin nur auf dem Wege nach Hause, keine Sorge" ....


Genau.....kennen wir doch alle: "Der tut nichts, der will nur spielen". :D

kobold
22.06.2018, 12:27
Wieso bedroht? Nur weil man rum läuft? Zuerst schießen dann fragen? Die Mädels hätten auch was sagen können. Woher soll klnonni wissen, dass die Mädels nicht vielleicht über seine Klamotten tuscheln, oder ihn sogar gut finden?

Nein, nein meine Damen, so einfach ist das dann auch nicht, die Straße gehört nicht euch, sondern allen!

Wenn ein Mann im Dunkeln zwei Frauen über eine längere Strecke hinterhergeht und die Frauen sich mehrmals umdrehen, ist ein sehr eindeutiges Zeichen von Bedrohungserleben, auf das der Mann durchaus hätte reagieren können und mMn auch sollen wie von Isse beschrieben. Der Wunsch, ein Mann möge in solch einer Situation *auch ungefragt* (btw: Blicke können auch Fragen sein und werden von halbwegs sensiblen Menschen als solche wahrgenommen) seine Harmlosigkeit verbal bekunden, ist völlig legitim und hat nicht das Geringste mit einem Anspruch der Frauen zu tun, die Straße ihnen, oder sie dürften "erst schießen, dann fragen".

dicke_Wade
22.06.2018, 12:34
Najaaaa, der Perverse könnte auch auf die Idee kommen, die Frauen ruhig anzusprechen um sie damit in Sicherheit zu wiegen. Die kranken Gesellen sind ja nun auch nicht doof :wink:

Gruss Tommi

klnonni
22.06.2018, 12:54
Du bist 20 m hinter Ihnen gelaufen. Dass sie sich unwohl fühlten, hattest du bereits mitbekommen. Sie drehten sich mehrfach nach dir um. Um die Situation zu entspannen, hättest du eine "Ansprache" halten können, etwa so: "Bin nur auf dem Wege nach Hause, keine Sorge" oder hättest auch empathisch die Straßenseite wechseln können. (So mache ich es immer) :)

Für die beiden jungen Damen stelltest du eine Gefahr da, ob begründet oder nicht. Sie haben jedoch so empfunden. Dass sie sich bedroht fühlten, hattest du auch bemerkt, indem sie panisch das Pfefferspray sprühten und "kreischten".


Sorry,
aber ich war von der Spätschicht auf den Weg nach Hause.
Aufgrund von Zug ausfällen ect. war ich 16h auf den Beinen und völlig übermüdet. Das letzte woran ich dachte war jemanden zu bedrohen.

Als ich bemerkt habe, dass sich die Frauen umschauten, dachte ich eher sie würden nach Strassennamen oder Hausnummern schauen.
Auf die Idee, sie würden sich für mich interessieren war ich gar nicht gekommen.

Wenn die Frauen sich unwohl gefühlt haben, weil sie vor mir liefen, warum liefen sie dann nicht einfach hinter mir?
Warum fragten die Damen mich nicht, warum ich hinter ihnen laufe?

Was hätte es für ein Unterschied gemacht, wenn ich aus 20m Entfernung, nachts über die Strasse gebrüllt hätte:
"liebe Damen ich will nichts von ihnen" ?
Ich glaube nicht, dass Menschen nur aufgrund, dass sie sagen sie wären brav automatisch brav sind.
Sprich woher hätten die Frauen den gewusst, dass ich die Wahrheit sage?

Bei uns in der "Kleinstadt" gibt es nur einseitig einen Bürgersteig, wie hätte ich da die Strassenseite wechseln sollen.

Nein,
liebe Isse, da machst Du es Dir zu einfach.

In einer geschlossenen Ortschaft und bewohnter Strasse, kann man Nachts sehr gut auf sich aufmerksam machen, wenn man brüllt.
Gerade in kleineren Städten ist es ungewöhnlich, dass Nachts um Hilfe gebrüllt würde,
schon aus Neugierde wären im nu alle Fenster in der Strasse offen.

Ausserdem waren die Frauen zu zweit und ich alleine, einer Frau hätte ich - wenn ich böse gewesen wäre - den Mund zuhalten können, aber beiden gleichzeitig?
Hätten die Frauen etwas Intelligenz bessen, wären sie selbst darauf gekommen, völlig sicher gewesen zu sein.

Niemand braucht in einer Ortschaft auf bewohnter Strasse, auf Waffengewalt setzen!


Interessanterweise, sagten mir die Polizeibeamten, dass schon häufiger Männer Anzeige stellten, wegen unberechtigter Tränengasattacken.
Offenbar reagieren viele Frauen in Panik über.


Es kann nicht sein, dass wir Männer dafür verantwortlich sind Frauen, im Umkreis unseres Sichtfeldes, immer und zu jeder Zeit klar zu machen, dass wir ihnen nichts tun.
Ich behaupte mal von über 98% aller Männer, geht im Alltag keinerlei Gefahr für Frauen aus.

Aber mit den wenigen restlichen Männer, beschäftigen sich die Medien und es entsteht der Eindruck, ein Mann wäre automatisch eine Gefahr für die armen hilflosen Frauen.
Und nun sind über 98% aller ordentlichen Männer in der Zwickmühle ständig beweisen zu müssen harmlos zu sein?

Warum müssen wir Männer, wenn wir Opfer von Frauengewalt werden uns rechtfertigen ob wir im Vorfeld der Eskalation genug zur Beruhigung der späteren Täterinen unternommen hätten?

kobold
22.06.2018, 13:06
Warum müssen wir Männer, wenn wir Opfer von Frauengewalt werden uns rechtfertigen ob wir im Vorfeld der Eskalation genug zur Beruhigung der späteren Täterinen unternommen hätten?

Ausgleichende Gerechtigkeit? :wink:

Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, müssen sich heute noch immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie im Vorfeld nicht genug zur Beruhigung der potenziellen Täter getan haben, z.B. nachts im Dunkeln daheim geblieben sind oder weniger körperbetonte Kleidung getragen haben?

Wenn "ihr Männer" damit aufhört, Rechtfertigungen einzufordern, können "wir Frauen" das auch - und dann einigen wir uns drauf, dass beide Geschlechter friedlich miteinander umgehen und jeder das Recht hat, sich frei im öffentlichen Raum zu bewegen. Schöne Utopie! :)

klnonni
22.06.2018, 13:27
Ausgleichende Gerechtigkeit? :wink:

Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, müssen sich heute noch immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie im Vorfeld nicht genug zur Beruhigung der potenziellen Täter getan haben, z.B. nachts im Dunkeln daheim geblieben sind oder weniger körperbetonte Kleidung getragen haben? Wenn "ihr Männer" damit aufhört, können "wir Frauen" das auch - und dann einigen wir uns drauf, dass beide Geschlechter friedlich miteinander umgehen und jeder das Recht hat, sich frei im öffentlichen Raum zu bewegen. Schöne Utopie! :)

Ich weiß nicht in welchem Dorf Du wohnst, aber ich bin in Berlin aufgewachsen und zumindest dort ist es seit ich mich errinnern kann,
üblich, dass auch Frauen bis morgens um 6 durch die Strassen ziehen und niemand sich über deren knappes Kleidchen wundert oder mockiert.

Aber du hast recht, meine Mutter sagte mir, dass bis Anfang der 70 iger Jahre es gesellschaftlich noch ein sehr augsgeprägtes Rollen Verständnis zum Nachteil der Frauen gab.
Und auch meine Oma versuchte meiner Mutter als junge Frau immer sie in dieses frauenfeindliche Rollenbild hinein zu bringen.
Zum Glück für meiner Mutter, war ihr Vater derjenige, der sich einsetzte, damit sie (meine Mutter) dieses Rollenbild brechen konnte.

Kinder wurden damals meist von den Müttern erzogen, die ihre Töchter und Söhne in ihren zukünftigen Rollen erzogen.

Also nicht nur böse Männer - auch böse Mütter:nick:

ruca
22.06.2018, 13:31
Ich frage mich, wie in der Praxis das präventive Wechseln der Straßenseite oder das "Ich tue nix, habe nur den gleichen Weg" überhaupt funktionieren soll.

- Woran soll man ausmachen, dass man den Frauen ein komisches Gefühl macht? Soll man bei jeder Frau die Straßenseite wechseln oder nur wenn sie sich umdrehen? Oder gerade wenn sie sich nicht umdrehen und starr geradeauszuschauen scheinen?
- Man kommt nicht überall "einfach so" auf die andere Straßenseite
- Wenn man aber tatsächlich den gleichen Weg wie die Frauen hat, muss man irgendwann auch zurückwechseln. Kommt das den Frauen dann nicht noch komischer vor?
- Auf der anderen Straßenseite ist oft dann auch eine einzelne Frau unterwegs. Und nun?
- künstlich trödeln oder Gasgeben ist auch nicht wirklich dazu geeignet, die Angst zu nehmen, denn wenn auffällt, dass der "komische Mann" auf einmal schneller oder langsamer wird, wird das Gefühl auch nicht besser.
- Ansprechen und erklären, dass man auch auf dem gleichen weg ist? Ja, kann helfen, bei anderen aber auch gerade erst die Panik verursachen ("Dass der bisher den gleichen Weg hat,merke ich auch so, das muss der mir nicht auf die Nase binden")

Ja, ganz ernsthaft gemeinte Fragen.

Für die Frauen ist es hingegen blöd gesagt deutlich einfacher. Sie wissen, wer ihnen ein blödes Gefühl macht und müssen deshalb nicht jedem Mann ausweichen...

Wenn meine Frau ein blödes Gefühl hat, ruft sie mich vom Handy aus an und ich bleibe in der Leitung, bis sie sich wieder sicher fühlt. Dann gibt es nämlich -falls der Typ wirklich irgendwas im Schilde führt- immerhin die Garantie, dass sofort die Polizei gerufen wird, was der Typ auch weiß...

kobold
22.06.2018, 13:52
Und woran soll bitte umgekehrt eine Frau erkennen, dass ein Mann, der ihr minutenlang nachrennt, nichts Böses will? Was macht sie, wenn der männliche Beschützer zuhause (oder eine Freundin oder sonstwer) nicht erreichbar ist?

Ich hab kein Interesse an einer fruchtlosen Debatte darüber, welches Geschlecht das wahre oder schlimmer betroffene Opfer in solchen Situationen ist und wer es dazu gemacht hat. Ich denke, wir sind uns doch letztlich drüber einig, dass es wenige Männer sind, die Gewalt gegen Frauen ausüben. Es sind aber eben diese Einzelnen, die die beschriebene Situation problematisch und zur typischen "Angst-Situation" für Frauen machen. Natürlich geht es nicht, dass Frauen aus Überängstlichkeit zu schnell zur Pfefferspraydose greifen - ich würde ihnen auch wünschen, dass sie bei so ausgeprägter Angst, die das Urteilsvermögen beeinträchtigt, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aber es gibt sie eben - genau wie die gewaltbereiten Männer.

Was mich angeht: Wenn das Unbehagen zu stark wird, versuche ich solche Situationen aufzulösen, indem ich langsamer mache und den Betreffenden anspreche, wenn er dann auch langsamer macht und mich nicht gleich überholt. Dabei auf sicheren Stand und selbstbewusste Körpersprache (aufrechte Haltung) achten und ggf. Schlüssel als "Waffe" bereit halten.

Schlaks
22.06.2018, 13:55
Wenn ein Mann im Dunkeln zwei Frauen über eine längere Strecke hinterhergeht und die Frauen sich mehrmals umdrehen, ist ein sehr eindeutiges Zeichen von Bedrohungserleben, auf das der Mann durchaus hätte reagieren können und mMn auch sollen wie von Isse beschrieben. Der Wunsch, ein Mann möge in solch einer Situation *auch ungefragt* (btw: Blicke können auch Fragen sein und werden von halbwegs sensiblen Menschen als solche wahrgenommen) seine Harmlosigkeit verbal bekunden, ist völlig legitim und hat nicht das Geringste mit einem Anspruch der Frauen zu tun, die Straße ihnen, oder sie dürften "erst schießen, dann fragen".

Beim Lesen dachte ich: Das ist genauso wirklichkeitsfremd wie der Hinweis an eine belästigte Frau, sie wäre selbst schuld, alleine im Dunkeln mit knappen Klamotten rumzulaufen. Muss ein Mann wirklich jedem ungefragt eine eidesstattliche Versicherung geben, dass er niemandem ans Leder will?


Ausgleichende Gerechtigkeit? :wink:

Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, müssen sich heute noch immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie im Vorfeld nicht genug zur Beruhigung der potenziellen Täter getan haben, z.B. nachts im Dunkeln daheim geblieben sind oder weniger körperbetonte Kleidung getragen haben?

Wenn "ihr Männer" damit aufhört, Rechtfertigungen einzufordern, können "wir Frauen" das auch - und dann einigen wir uns drauf, dass beide Geschlechter friedlich miteinander umgehen und jeder das Recht hat, sich frei im öffentlichen Raum zu bewegen. Schöne Utopie! :)

Et voilà.

Egal wie man es dreht und wendet: Der Einsatz von Pfefferspray kann den Tatbestand der schweren Körperverletzung erfüllen, der nur durch vorhandene Notwehr gerechtfertigt wird. Allerdings nur, wenn der Einsatz des Sprays das mildeste Mittel der Notwehr war, das gerade verfügbar war. Zu beurteilen hat das im Zweifel ein Richter (oder eine Richterin). Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. ICH halte den Einsatz des Sprays für völlig überzogen an dieser Stelle (bin kein Richter). Wäre es an der Stelle nicht sicherer gewesen, hätten die vermeintlich Bedrohten (das Pfefferspray fest in der Hand) den Schritt beschleunigt, um zu sehen, ob der böse Mann das auch tut? Das hätte niemanden geschadet. Aber nein, der böse Mann (der keiner war), hat alles falsch gemacht.

Die Mädels können froh sein, klnonni nicht ernsthaft verletzt zu haben bzw. davon gekommen zu sein. Körperverletzung wird mit Geldstrafe und/oder Gefängnis geahndet.

Der Gute hat nichts gemacht, außer gedankenverloren durch die Straße zu schlappen. Klar hätte er sich denken können, durch seine Handlung könne sich jemand bedroht fühlen. Aber ist das nicht eine sehr entfernte, difus abstrakte Ansicht? Muss man da drauf kommen? Und selbst wenn, wer hat denn das Problem? Der, der einfach geht, oder der mit den (vielleicht) übertriebenen Ängsten? Wo sind wir denn? Wenn in den USA eine Frau zu einem Mann in den Fahrstuhl geht, steigt der im Regelfalls gleich aus, aus Angst, er bekäme ein Verfahren an den Hals, wenn keine anderen Fremden als Zeugen dabei sind. Möchte irgendwer solche Zustände in Deutschland?

Friemel
22.06.2018, 13:57
Und woran soll bitte umgekehrt eine Frau erkennen, dass ein Mann, der ihr minutenlang nachrennt, nichts Böses will? Was macht sie, wenn der männliche Beschützer zuhause (oder eine Freundin oder sonstwer) nicht erreichbar ist?

Ich hab kein Interesse an einer fruchtlosen Debatte darüber, welches Geschlecht das wahre oder schlimmer betroffene Opfer in solchen Situationen ist und wer es dazu gemacht hat. Ich denke, wir sind uns doch letztlich drüber einig, dass es wenige Männer sind, die Gewalt gegen Frauen ausüben. Es sind aber eben diese Einzelnen, die die beschriebene Situation problematisch und zur typischen "Angst-Situation" für Frauen machen. Natürlich geht es nicht, dass Frauen aus Überängstlichkeit zu schnell zur Pfefferspraydose greifen - ich würde ihnen auch wünschen, dass sie bei so ausgeprägter Angst, die das Urteilsvermögen beeinträchtigt, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aber es gibt sie eben - genau wie die gewaltbereiten Männer.

+1

ruca
22.06.2018, 13:58
Und woran soll bitte umgekehrt eine Frau erkennen, dass ein Mann, der ihr minutenlang nachrennt, nichts Böses will? Was macht sie, wenn der männliche Beschützer zuhause (oder eine Freundin oder sonstwer) nicht erreichbar ist?

Siehst Du? Beide Seiten (die Frau und der Mann, der zwar bedrohlich scheint, es aber nicht ist) sind in der gleichen blöden Situation, es gibt nunmal kein Patentrezept um die Lage in jeder Situation aufzulösen - weder für den Mann noch für die Frau.

JoelH
22.06.2018, 14:00
Und die Sache mal auf die Spitze getrieben. Die Frau erreicht endlich die Haltestelle setzt sich hin und der böse Mann kommt ihr nach und setzt sich auch hin. Was nun? Der will doch ganz sicher nicht nur auf die Bahn warten, ist doch ein Ding der Unmöglichkeit.

kobold
22.06.2018, 14:10
Es gibt keine Patentrezepte - außer: Kommunizieren, seine Absichten deutlich machen, wenn der andere sie nicht durch Beobachten erkennt, dann verbal. Und ja, auch das klappt nicht immer. Man merkt es ja hier schon daran, dass sich einige Männer so in ihre Opferrolle verrannt haben, dass sie nur noch begrenzt fähig sind, Postings differenziert zu lesen und Positionen anderer zu verstehen.

speziell @Schlacks: Mein Posting #86 hat sich wohl mit deiner #87 überschnitten. Du solltest aber darin erkennen, dass auch ich den Einsatz von Pfefferspray nicht gutheiße.

Catch-22
22.06.2018, 14:18
Patentrezepte wird es wohl nie geben. Im Idealfall und meist, aber leider nicht immer, siegt die Vernunft, so dass keiner zu schaden kommt. 100% Sicherheit vor Gewalt (unabhängig ob Männlein/Weiblein und wer Täter/Opfer ist) wird es jedoch nie geben.

Was mich angeht, mache ich es ähnlich wie Kobold. Am Schlüsselbund ist zusätzlich eine Pfeife dran. Zusätzlich vertraue ich einfach darauf, dass 98% der Männer und auch Frauen harmlos sind. So grüße ich auf meinen Runden jeden, meist sieht man eh die selben Leute, die einen inzwischen auch ganz gut kennen. Radfahrer, Gassigeher, Bauern, Bewohner der Nachbardörfer kennen mich quasi inzwischen alle und wissen auch wie meine Stimme klingt ( für den Fall, dass ich mal laut rufen muss)

Gab auch schon mal in der Stadt, in einer Gasse den Fall, dass ein Radfahrer an mir vorbei fuhr, umdrehte und ganz langsam fuhr er hinter mir her. Ich lief langsamer und am Rand, Platz zum vorbei fahren hatte er auch. Umdrehen wollte ich mich nicht, weil ich Angst hatte, er würde meine Furcht dadurch bemerken und mir später auflauern. Am Ende der Gasse bin ich an die nächste Tür und habe dort geklingelt. Er ist weiter gefahren, 20m weiter stehen geblieben und hat sich umgedreht. Als die Tür aufging, ist er dann weg.

ruca
22.06.2018, 14:20
Wie das "subjektive Bedrohungsgefühl" manchmal überhaupt nicht stimmen kann hat mal ein Freund erlebt.

Er ist nichtsahnend nachts auf dem Nachhauseweg, als er von zwei Männern gestoppt wird. Zivilstreife, denen aufgefallen ist, dass er "auffällig" länger hinter einer Frau herlief. Er hatte davon überhaupt nichts davon mitbekommen, sie gar nicht wahrgenommen. Seine Papiere wurden geprüft, die Daten per Funk nachgeprüft, die Polizisten holten auch die Frau hinzu, die aber erst dann einen Schreck bekam als dort dann insgesamt 3 Typen standen, von denen sie rübergerufen wurde...

Sie hatte von ihm genausowenig mitbekommen und wenn hätte sie kein Problem gehabt. Beide waren Nachbarn und auf dem Heimweg von der Bushaltestelle in die Wohnsiedlung.

Für Außenstehende (in diesem Fall sogar Profis) sah das hingegen offensichtlich komplett anders aus.

JoelH
22.06.2018, 14:32
Verrückte alte Geschichte. Kumpel und ich auf dem Heimweg von einer Party unterwegs, sitzen, an einem innerörtlichen Parkplatz, zwei Typen in ihrem Auto, rauchen eine und haben die Scheibe unten. Wir grüßen, leicht angetrunken, gehen weiter zum nächsten Häusereck wo es eine öffentliche Telefonzelle hat. (Ihr seh' wie alt die Geschichte ist) Von dort rufen wir meine damalige Freundin an, man hat ja sonst nix besseres zu tun und quatschen eine Runde. Ehe plötzlich ein Streifenwagen an der Zelle hält und die Polizisten zu uns kommen. Ob wir was auffälliges bemerkt hätten. Nee, natürlich nicht. Auf dem Parkplatz nebenan wurde ein Auto aufgebrochen. Offensichtlich von den beiden Typen die wir gegrüßt hatte. Eine Anwohnerin von der gegenüber liegenden Straßenseite hätte wohl gesehen, dass wir die beiden "kannten", immerhin hatten wir sie gegrüßt! Ich frage mich bis heute was die mitten in der Nacht am Fester gemacht hat. Wie auch immer, "zum Glück" gehörte der aufgebrochene Wagen dem Onkel meines Kumpels. Der uns dann identifizierte und entlastete. Und zum Glück hatten die Typen zwar das Radio geklaut aber das Bier in Fussraum nicht mitgenommen. Das "mussten" wir dann zu uns nehmen, auf den Schreck.

Kam mir gerade so in den Sinn, weil die Dame doch dachte wir hätte mit denen unter einer Decke gesteckt, nur weil wir nett gegrüßt hatten, mitten in der Nacht. So entstehen Missverständnisse.

Friemel
22.06.2018, 14:50
Seid mir nicht böse Leute, aber Frauen und Männer stecken in solchen Momenten nicht in derselben Situation. Es ist eine Sache sich verleumdet zu fühlen bzw. nicht zu wissen, ob und wie man der evtl. besorgten Frau seine Harmlosigkeit vermitteln soll und eine andere Sache um Leib und/oder Leben Angst zu haben.

Ja, auch Männer werde leider Opfer von Angriffen, da wir aber im Augenblick von anderen Szenarien schreiben, beziehe ich mich auch eher auf solche.

Wie bereits geschrieben, gibt es keine Patentrezepte, da manche Menschen einfach nicht zurechnungsfähig sind und man nicht für jede Situation einen Masterplan ausarbeiten kann. Aber jeder mit etwas Verstand kann versuchen etwas tun, um solchen Situationen aus dem Weg zu gehen oder zumindest zu entschärfen.

kobold
22.06.2018, 14:52
Wie das "subjektive Bedrohungsgefühl" manchmal überhaupt nicht stimmen kann

Warum erinnert mich das jetzt an Loriot? Ach ja ... ""vielleicht stimmt mit deinem Gefühl etwas nicht". " :hihi:

Das "subjektive Bedrohungsgefühl" kann genau so trügerisch sein wie das "subjektive Sicherheitsgefühl" und jedes andere Gefühl in mehrdeutigen Situationen, in denen Informationen fehlen, um sie "richtig" zu deuten bzw. eine gemeinsame Deutung herzustellen. Ein Sich-Falsch-Verstehen gibt es immer wieder. Aber je klarer und aufrichtiger man seine Absichten kommuniziert, desto geringer wird der Raum, in dem noch ein Sich-Falsch-Verstehen möglich ist.

Um vor diesem Hintergrund nochmal auf den Ausgangspunkt der Diskussion, das Posting von Frau Isse zurückzukommen: Die Situation hätte sich durch klarere Kommunikation auflösen lassen. Das haben beide Seiten leider nicht hingekriegt.

Und nein, damit will ich nicht ausdrücken, dass die Frauen mit der Spraydose richtig und angemessen agiert haben.

d'Oma joggt
22.06.2018, 14:56
Für Menschen mit Angst vor Hunden, gibt es Leihweise eine Kampfkatze - die macht jeden Hund platt.
In meiner Nachbarschaft gibt es eine solche ich glaub es ist eine "norwegische Waldkatze" die schlägt jeden Hund der es wagt sie anzubellen in die Flucht.

Oder Gänse!

d'Oma joggt
22.06.2018, 14:58
kann man so einen Hund auch darauf trainieren wie eine Brieftaube immer wieder heim zu finden? Das wäre auch nicht schlecht.

Lassie konnte das

d'Oma joggt
22.06.2018, 15:17
Wie das "subjektive Bedrohungsgefühl" manchmal überhaupt nicht stimmen kann hat mal ein Freund erlebt.
.

das subjektive Bedrohungsgefühl stimmt immer - das objektive dagegen nicht.
Da ich eine Gewaltopfer war/bin, kann ich subjektiv mitreden. Durch Therapie bin ich in der Lage relativ objektiv zu reagieren und bin wie oben geschrieben recht unängstlich. Aber manchmal habe ich halt Flashbacks, da werde ich subjektiv

geebee
22.06.2018, 15:17
Stichwort Bedrohungserlebnis:

Vor vielen Jahren im Rosensteinpark in Stuttgart: Ich ziehe gegen 22:00 Uhr meine Runde, da kommt mir eine bizarre Truppe entgegen: Zwei massiv gebaute glatzköpfige Jungs in schwarzem Leder, zwei schmächtigere Ausgaben in engen weißen Hosen, einige ausnehmend hübsche junge Damen und der "Boss" mit zwei Kampfhunden an der Leine, offensichtlich der nächtliche Betriebsausflug eines Vergnügungs-Etablissements. Mir schwant, das Ärger droht, um- oder auf die Wiese abdrehen möchte ich dann auch nicht.

Als ich bis auf ca. 5 m ran bin, wird brav Platz gemacht, vielstimmig schallt mir ein freundliches "Guten Abend" entgegen.

Gut, dass ich kein Schutz-Tool dabei hatte, sonst hätte ich wohl in jener Nacht einer ganzen Menge von Menschen Unrecht zugefügt :wink:.

Gee

bones
22.06.2018, 17:50
Heidelberg 1994. Ist aber wahrscheinlich überall und heute noch genauso.

https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg_ROOT/get/documents_E-1575381299/heidelberg/PB5Documents/pdf/Sicherheitsstudie-Kurzf.p65.pdf

klnonni
22.06.2018, 20:58
Seid mir nicht böse Leute, aber Frauen und Männer stecken in solchen Momenten nicht in derselben Situation. Es ist eine Sache sich verleumdet zu fühlen bzw. nicht zu wissen, ob und wie man der evtl. besorgten Frau seine Harmlosigkeit vermitteln soll und eine andere Sache um Leib und/oder Leben Angst zu haben.


Es ging in meinem Beitrag nicht darum, dass ich mich verleumdet fühlte.
Ursprünglich wollte ich lediglich ganz wertneutral, durch mein Erlebnisbericht darauf aufmerksam machen,
dass es meist sicherer ist krach zu machen und öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen als eine Waffe anzuwenden.

Waffen zur Verteidigung haben entscheidende Nachteile:

1. Sie können in einem Zweikampf in die Hände des Angreifers fallen und gegen das Opfer benutzt werden.
2. Sie können aufgrund eines Missverständnisses fälschlicherweise an einen vermeintlichen Täter angewand werden.
3. Die Waffe könnte technisch versagen und die Aggression eines Angreifers weiter erhöhen.
4. Eigengefährdung durch falsche Anwendung - wie die Frauen in meinem Bericht, sie haben in den Wind auf mich gesprüht und wurden Opfer ihres eigenen Reizgases.

Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man krach machen, um Hilfe rufen und seine eigenen Stärken kennen.

In der Grundschule meiner Kinder, werden ich glaub in der 2. und 4. Klassestufe, jedes Jahr ein mehrwöchiges Selbstbehauptungskurs durch geführt.
Ziel ist es die Kinder bei zu bringen, wie sie gewaltlos Konfliktsituationen lösen und wie sie sich in Gefahrensituationen verhalten müssen, wenn sie als Kinder gegenüber Erwachsenen in der Situation des vermeintlich schwächeren Opfers sind.
Anfangs habe ich diese Kurse skeptisch gesehen, bis ich über meine Tochter Einblicke in die Kursinhalte erhalten hatte.

Es ist erstaunlich wie mit relativ einfachen psychologischen Tricks, Angreifer/Täter verunsichert werden und meist von ihrem vermeintlichen Opfer ablassen.
Das dieses Programm nicht nur Theorie ist, haben wir an der Grundschule meiner Tochter in den letzten Jahren zweimal erleben dürfen.
Zuletzt hatte ein Mann aus einem weißen Kastenwagen mehrer Tage versucht bei uns im Ort kleine Mädchen anzusprechen, die aber alle richtig reagiert haben und entkommen sind. Eine Fandung nach diesem Wagen blieb aber wohl ergebnislos.

Wichtig, die Täter suchen Opfer!
Alleine schon eine selbstbewusste Haltung und eine feste Stimmlage, läßt die meisten Täter nach einem anderem Opfer suchen.
Wenn das ausgesuchte Opfer zusätzlich noch mit krach Aufmerksamkeit erregt und feste und entschlossene Tritte und Schläge plaziert,
werden meist auch noch die letzten Täter von ihr ausgesuchtes Opfer ablassen.

Das hört sich alles sehr theoretisch an,
aber meine Tochter, damals im Alter von 10 Jahren hatte mich gebeten sie kräftig an ihren Kragen zugreifen und zu versuchen sie mit zunehmen. ich spielte also den Bösen und packte meine Tochter am Kragen.
Blitzschnell drückte meine Tochter einen ihrere Finger an einem Punkt meines Handgelenkes und ich musste sie augenblicklich fallen lassen.
Der Schmerz durch den Druck ihres Fingers war so groß, dass ich keine Kraft mehr hatte sie zuhalten!

Sprich niemand braucht eine Kampfsportausbildung um sich im Alltag wehren zu können, ein einfacher Selbstverteidigungskurs kann einen zeigen mit welchen Tricks man durch einfache Tritte, Schläge oder Hebel man sich befreien und wehren kann.
Nebeneffekt solch eines Kurses, durch das Wissen seiner Möglichkeiten, tritt man in Gefahrensituation meist selbstbewusster auf.


Ich bin echt erstaunt, zu welch einer skurrilen Disskusion über böse Männer und arme Frauen mein Beitrag geführt hat.
Das war wohl ungewollt ein Lehrstück für Trolle, wie man ein Thread kapert.
:D

Isse
23.06.2018, 06:44
Ursprünglich wollte ich lediglich ganz wertneutral, durch mein Erlebnisbericht darauf aufmerksam machen,
dass es meist sicherer ist krach zu machen und öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen als eine Waffe anzuwenden.



Joa, es ist sicherer krach zu machen, als eine Waffe mitzuschleppen und ggf. sogar einzusetzen. Da stimmt dir hier jeder zu. :D

Ganz wertneutral war jedoch dein Beitrag nicht. Ich habe mich vor allem daran gestört, wie du die Damen bezeichnet hast. :zwinker2:

Du hast dich offenbar mit Selbstbehauptungskursen inzwischen auseinandersetzen können, kennst Ziele und Inhalte. Den wesentlichsten Punkt hierbei sprichst du nicht an. Es ist wie wiederholt hier schon beschrieben, die Kommunikation. Es geht hierbei auch um die Prävention, dass die Konfliktsituationen nicht ausarten und das Verhalten hierbei.

Deine Situation wäre entschärft worden, wenn du einfache Verhaltensmaßnahmen angewandt hättest, wie gesagt: u.a. Ansprache. Mache ich auch, klappt doch. Ich sehe und reagiere in Siutationen beim Laufen, wenn die Straßen leer sind, niemand sonst unterwegs wir aber in die gleiche Richtung müssen, sehe wenn Menschen sich ggf. nach mir umdrehen, sich in der Situation nicht wohlfühlen. Ich reagiere dann halt.

Die Damen hätten in deiner Situation abwägen können, bleiben sie stehen, sprechen dich notfalls an, lassen sie dich vorbei, wechseln sie die Straßenseite. Eine Waffe mitzuführen ist grundverkehrt und wenn sie vorhanden ist, liegt die Hemmschwelle hierfür diese einzusetzen, weit unten.

Dass Frauen in für sie "bedrohlichen Situationen" anders reagieren, zeigt auch der Bericht von bones und ist nix neues. Gerade in der Nacht kann es zu Fehleinschätzungen kommen, die am Tage nicht zu Konflikten geführt hätten. Nebenher macht es auch der Umstand, dass Alkohol und Drogen mit im Spiel sein können, für die Frauen dann nicht einfacher. Sie müssen die Situationen richtig einschätzen, sie müssen notfalls reagieren.

Lärm/Schreie:
Lärm:
Notfalls mitgeführte Geräte nutzten tatsächlich nur, wenn man sich dort aufhält, wo es Menschen gibt, die hierauf reagieren können, die den Lärm hören können. Trillerpfeife wäre auch ein Mittel zur Wahl, liegt im Cent-Bereich.

Schreie:
Es gibt hingegen einige Opfer die bei Überfall so traumatisiert sind, dass sie nicht schreien können, es versagt die Stimme. Das kann man jedoch auch trainieren.

Selbstbehauptungskurse für Frauen werden von der Polizei angeboten und in Berlin noch zusätzlich von Vereinen, die sich auf sexuelle Gewalt spezialisiert haben. Sie sind jedoch nur ein Teil einer ganzen Kette, die dann im Notfall hoffentlich helfen.

kobold
23.06.2018, 08:11
@Isse: +1!

@klnonni: Man könnte zu der Auffassung gelangen, dass die Formulierung "blöde Weiber", die du verwendet hast, vielleicht doch nicht so ganz "wertneutral" ist ... :zwinker5:

Ganz zu schweigen vom Gesamttenor der Story, die keinen Versuch einer Perspektivenübernahme erkennen lässt. Nicht im Sinne von "den Frauen Recht geben", sondern nur im Sinne von "nachvollziehen können und wollen, wie sie zu der irrigen Annahme kommen konnten, dass du sie überfallen wolltest". Wie friemel schon schrieb: Die Sicht der Frauen ist eine andere als deine - sie mag gemessen an deiner wahren Intention und deinem Befinden falsch sein, aber deine Interpretation der Dinge war es auch, weil du ihre wahre Intention und ihr Befinden nicht erkannt hast. Nochmals: Sowas lässt sich in der Situation nur kommunikativ gut und richtig auflösen. Also nicht mit Pfefferspray und nicht mit späteren Beschimpfungen der ängstlichen Frauen als "blöde Weiber".

Schön wäre, wenn alle Frauen solche Selbstverteidigungskurse besuchen würden wie deine Tochter. Oder wenn sie sich die Techniken anders aneignen würden. Neben Aufmerksamkeit und Vermeidung ausgeprägter Risikosituationen sind eine selbstsichere Ausstrahlung und für den Notfall ein paar kleine "physische Tricks" die besten Mittel sich zu schützen. Leider fehlt es vielen Frauen daran noch.

klnonni
23.06.2018, 10:25
Ganz wertneutral war jedoch dein Beitrag nicht. Ich habe mich vor allem daran gestört, wie du die Damen bezeichnet hast.


Okay, ich habe nicht nett über die Frauen gesprochen,
aber wer auf bewohnter Straße, zu zweit unterwegs ist und sich dann hinter einer Straßenecke versteckt um auf einen Mann zu warten,
von dem sie vermuten er könnte ihnen folgen,
um diesen Mann dann mit Pfefferspray anzugreifen obwohl dieser aus der Windrichtung kommt in der sie ihre Waffe verwenden und sich damit selbstverletzen,
der handelt blöd! Ich sagte blöd nicht doof!
Blöd bedeutet etwas unüberlegtes anzustellen und das haben die Frauen – Sorry aber die Wahrheit ist manchmal hart.




Du hast dich offenbar mit Selbstbehauptungskursen inzwischen auseinandersetzen können, kennst Ziele und Inhalte. Den wesentlichsten Punkt hierbei sprichst du nicht an. Es ist wie wiederholt hier schon beschrieben, die Kommunikation. Es geht hierbei auch um die Prävention, dass die Konfliktsituationen nicht ausarten und das Verhalten hierbei.

Falsch, ich schrieb von relativ einfache psychologischen Tricks, dazu gehört sowohl die verbale als auch die non-verbale Kommunikation.




Es ist erstaunlich wie mit relativ einfachen psychologischen Tricks, Angreifer/Täter verunsichert werden und meist von ihrem vermeintlichen Opfer ablassen.





Ganz zu schweigen vom Gesamttenor der Story, die keinen Versuch einer Perspektivenübernahme erkennen lässt. Nicht im Sinne von "den Frauen Recht geben", sondern nur im Sinne von "nachvollziehen können und wollen, wie sie zu der irrigen Annahme kommen konnten, dass du sie überfallen wolltest". Wie friemel schon schrieb: Die Sicht der Frauen ist eine andere als deine - sie mag gemessen an deiner wahren Intention und deinem Befinden falsch sein, aber deine Interpretation der Dinge war es auch, weil du ihre wahre Intention und ihr Befinden nicht erkannt hast. Nochmals: Sowas lässt sich in der Situation nur kommunikativ gut und richtig auflösen.



Manchmal ist es hilfreich unvoreingenommen das geschriebene Wort des „Angeklagten“ zu lesen.




Als ich bemerkt habe, dass sich die Frauen umschauten, dachte ich eher sie würden nach Strassennamen oder Hausnummern schauen.
Auf die Idee, sie würden sich für mich interessieren war ich gar nicht gekommen.


Was hätte es für ein Unterschied gemacht, wenn ich aus 20m Entfernung, nachts über die Strasse gebrüllt hätte:
"liebe Damen ich will nichts von ihnen" ?
Ich glaube nicht, dass Menschen nur aufgrund, dass sie sagen sie wären brav automatisch brav sind.
Sprich woher hätten die Frauen den gewusst, dass ich die Wahrheit sage?

Bei uns in der "Kleinstadt" gibt es nur einseitig einen Bürgersteig, wie hätte ich da die Strassenseite wechseln sollen.

In einer geschlossenen Ortschaft und bewohnter Straße, kann man Nachts sehr gut auf sich aufmerksam machen, wenn man brüllt.
Gerade in kleineren Städten ist es ungewöhnlich, dass Nachts um Hilfe gebrüllt würde,
schon aus Neugierde wären im nu alle Fenster in der Strasse offen.

Ausserdem waren die Frauen zu zweit und ich alleine,
einer Frau hätte ich - wenn ich böse gewesen wäre - den Mund zuhalten können,
aber beiden gleichzeitig?
Hätten die Frauen etwas Intelligenz bessesen, wären sie selbst darauf gekommen, völlig sicher gewesen zu sein.

Niemand braucht in einer Ortschaft auf bewohnter Straße, auf Waffengewalt setzen!


Alleine die Tatsache, dass es den Frauen aufgrund meines großen Abstandes zwischen mir und ihnen, möglich war sich zu verstecken und mich aus dem Hinterhalt anzugreifen, zeigt doch wer hier ein Problem hatte.
Wären die Frauen in ihrem Versteck geblieben, wäre ich an ihnen vorbei gelaufen und die Situation hätte sich konfliktfrei gelöst.

Auch den Frauen ist es nach ihrer Tat bewusst geworden, gerade große "SCHEIßE" angestellt zu haben,
denn auf meinen Worten und meinem Anruf bei der Polizei, kam nur ein tut uns leid und ihre Flucht.

Wer eine Waffe besitzt neigt eher dazu im Zweifelsfall von dieser Gebrauch zu machen als der Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

klnonni
23.06.2018, 10:48
Schön wäre, wenn alle Frauen solche Selbstverteidigungskurse besuchen würden wie deine Tochter. Oder wenn sie sich die Techniken anders aneignen würden. Neben Aufmerksamkeit und Vermeidung ausgeprägter Risikosituationen sind eine selbstsichere Ausstrahlung und für den Notfall ein paar kleine "physische Tricks" die besten Mittel sich zu schützen. Leider fehlt es vielen Frauen daran noch.

+1

Das würde nicht nur die Sicherheit aller Frauen sondern auch den Schutz aller anständigen Männer vor über ängstlichen Frauen erhöhen.
Ich fände es gut wenn solche Kurse, wie die von der Schule meiner Tochter, an allen Schulen zur Pflicht würden.

Leider hört man von Frauen oft, für einen Selbstverteidigungskurs keine Lust oder Zeit zu haben,
zu ihrere Sicherheit hätten sie aber immer etwas in ihrere Handtasche.....



Interessanterweise, sagten mir die Polizeibeamten, dass schon häufiger Männer Anzeige stellten, wegen unberechtigter Tränengasattacken.
Offenbar reagieren viele Frauen in Panik über.

Isse
23.06.2018, 11:26
@klnonni, mein Lieber, du verbeißt dich hier ganz schön. Es war eine kleiner Exkurs um dir einen Weg aufzuzeigen, wie du in späteren Situationen konfliktfrei aus der Sache Nutzen ziehen könntest. Verbale - nonverbale Kommunikation, beides hattest du nicht genutzt, die Damen leider auch nicht. :zwinker2:

Ich habe dir alles zum Thema mitgeteilt und bin somit raus aus der Sache. Wenn es hier wieder lustig wird, steige ich glatt wieder ein. :D

klnonni
23.06.2018, 11:58
Verbale - nonverbale Kommunikation, beides hattest du nicht genutzt, die Damen leider auch nicht. :zwinker2:


Falsch,
ich habe ganz sicher nonverbal mein Desinteresse kommuniziert, denn ich war zu dem Zeitpunkt schon fast im stehen eingeschlafen.
Ich glaube kaum. dass ein gebückt, müde vor sich hinschlurfener alte Mann ein nonverbales Signal an Frauen sendet:
"gleich stürme ich los und hole es mir im Doppelpack von euch".

Und was die verbale Kommunikation angeht, ist es doch realitätsfremd zu glauben nachts auf bewohnter Straße fremden Frauen aus über 20m Entfernung zuzurufen: "habt keine Angst vor mir ich tu euch nix"

Und ja sicher ich hätte wissen müssen, das die zwei Frauen vor mir keine Hausnummer suchen, sondern nur ein Versteck um mich aufzulauern, damit sie mich zu ihrer Sicherheit überfallen können.

Liebe Isse,
nicht ich sehe etwas zu verbissen sondern Du.

Unser Rechtssystem krankt schon lange an den Fehler, bei den Tätern alle Gründe für dessen Entschuldigung zu suchen, aber von dem Opfer eine Erklärung verlangt, warum es zu den Tatumständen gekommen sein mag und wie weit das Opfer vielleicht den Täter provoziert hat.

Jetzt stell Dir mal ganz unvoreingenommen vor statt meiner Person liefe eine Frau nachts vom Bahnhof nach Hause und 20m vor ihr zwei Männer, die mutmaßlich etwas suchen..., an der nächsten Straßenkreuzung lauern die Männer der Frau auf und rauben ihr Hab und Gut.

Hat die Frau vielleicht nicht nonverbal genug signalisiert, nicht im Besitz von Geld zu sein?

Hätte sie nicht die suchenden Blicke der Männer als die die Suche nach einem potenzielles Opfer verstehen müssen.
Sind die zwei Männer weniger Schuld, weil die Frau ja die Straße hätten wechseln können?

Hätte die Frau nicht den Männern verbal sagen können, sie wolle nicht überfallen werden?

Hätte die Frau die Männer nicht durch eine Diskussion, über das durch nichts zu rechtfertige kapitalistische Gewinnstreben, von ihrer Habgier abbringen können?
:ironie:

geebee
23.06.2018, 12:31
[...] Ganz zu schweigen vom Gesamttenor der Story, die keinen Versuch einer Perspektivenübernahme erkennen lässt. Nicht im Sinne von "den Frauen Recht geben", sondern nur im Sinne von "nachvollziehen können und wollen, wie sie zu der irrigen Annahme kommen konnten, dass du sie überfallen wolltest". Wie friemel schon schrieb: Die Sicht der Frauen ist eine andere als deine - sie mag gemessen an deiner wahren Intention und deinem Befinden falsch sein, aber deine Interpretation der Dinge war es auch, weil du ihre wahre Intention und ihr Befinden nicht erkannt hast. Nochmals: Sowas lässt sich in der Situation nur kommunikativ gut und richtig auflösen. Also nicht mit Pfefferspray und nicht mit späteren Beschimpfungen der ängstlichen Frauen als "blöde Weiber". [...]

Mal ein Gedankenspiel dazu (bin mir bewusst, dass ich mich da auf glatten Untergrund begebe):

Vorgeschichte: Ich habe mal längere Zeit in einer Großstadt eines südamerikanischen Land gelebt. Häufig war ich nachts unterwegs. Ich bezeichne mich als toleranten Menschen, dem speziell Rassismus komplett fremd ist, dennoch hat sich damals im Laufe der Zeit herauskristallisiert, dass ich mich nachts allein auf der Straße besonders unwohl gefühlt habe, wenn mir ein bestimmter Typus entgegenkam oder hinter mir herlief: Unter 30, T-Shirt, Shorts, dunkle Hautfarbe. Grund war sicher auch, dass ich zwei Mal von genau diesem Typus überfallen wurde. Ich war über meine eigene vorurteilsbehaftete Angst nicht glücklich, aber sie war eine konkrete Realität, die ich mit vielen anderen geteilt habe.

Jetzt nehmen wir uns mal klnonnis Geschichte, lösen uns aus dem Mann-Frau-Kontext und ersetzen klnonni durch ein den Unter-30-Jährigen mit dunkler Hautfarbe und die beiden Damen durch zwei weiße Jungs, die dem dunkelfarbigen Kollegen sozusagen präventiv eine überziehen.

Würde jemand jetzt dem dunkelfarbigen Mann mangelnde Perspektivübernahme vorwerfen, würde ihm jemand vorwerfen, die Angst der beiden Weißen vor dem schwarzen Mann nicht genügend gewürdigt zu haben, würde jemand ihm empfehlen, die Abwesenheit von bösen Absichten präventiv zu kommunizieren ?

Oder wäre das eventuell schon rassistisch ?

Oder kann man das natürlich nicht vergleichen ?

Gee

kobold
23.06.2018, 18:34
Mir ging es einzig um die Tatsache, dass klare verbale und/oder nonverbale Kommunikation die ursprünglich beschriebene Situation möglicherweise entschärft hätte. Losgelöst von jeder moralischen oder gar juristischen Schuldzuschreibung. Gleiches gilt im übrigen für die konstruierten Vergleichsszenarien und für künftige hoffentlich nicht eintretende Realszenarien. Ich mache es jetzt wie Isse und bin raus. Nicht weil ich auf was Lustiges warte. Sondern weil ich den Eindruck habe, auf de Sachebene nicht zu den moralisch Empörten vordringen zu können.

geebee
23.06.2018, 19:00
[...]... moralisch Empörten ...[...]

Schade, dass wir nicht mehr erfahren werden, wer damit gemeint ist.