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RunSim
03.03.2020, 11:13
Für die kommende Vorbereitung möchte ich aber etwas ändern.
Je mehr ich drüber nachdenke umso mehr wird mir bewusst, wie "lahm" ich doch eigentlich bin.
Ich muss einfach mehr tun um vom Potential her schneller laufen zu können. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen meines Alters muss ich viel für die Schnelligkeit tun.
Was hilft mir z.B. eine gute Zeit auf 3000m (9:30), wenn ich bei einem (langsamen) Rennen am Ende keine 26/200m oder 56/400m aufs Parkett legen kann?
Ich muss Schnelligkeitsreize unbedingt in mein Training einflechten. Und zwar nicht ab und an sondern regelmäßig. Jede Woche kurze Einzelstrecken, 30m-100m submax und max.
Oder nach dem Training noch 3x200m sehr schnell. Sowas halt.
Ggf. auch Rasendiagonale in der Vorbereitungszeit. Weiß nicht, ob sowas als Schnelligkeitsreiz auch funktioniert. Aber ändern sollte ich glaube ich etwas um weiterzukommen.

Levi sprach mal was von anaerober Kapazität. Und ich glaube, dass ich zwar meine aerobe Kapazität trainiert habe, jedoch den Aufbau meiner anaeroben Kapazität gänzlich vernachlässigt habe während der VPI.
Hier gilt es natürlich einen guten Weg zu finden ohne in Frühform zu kommen und sein Pulver zu früh zu verschiessen. Aber das muss man dann halt ausprobieren durch Selbstversuche.

Rolli
03.03.2020, 12:51
Wäre die LM auf der Strecke von Essen (Blumensaatlauf), würde ich mir Sub34 zutrauen. In Uelzen aber Stadtkurs, 4x2,5KM mit teilweise Kopfsteinpflaster. 34:30 will ich dennoch laufen.
Bzgl. 5KM...kann mir jemand Infos zum Paderborner Osterlauf geben (5er)? Lohnen dafür vier Stunden Anreise? Hab gehört, man kommt kaum nach vorne am Anfang und muss dann durch Horden von 25 Minuten Läufern durch. Wie ist die Strecke? Jemand Alternativen in der Umgebung, um Ostern herum? Gerne auch 5000m.

Osterlauf in Paderborn ist sehr gut besetzt, aber wenn Du Dich nicht 20 Minuten vom Start an der Startlinie aufstellst, ist auf dem ersten Kilometer
so wie Du es beschrieben hast: voll!!
Strecke ist flach und schnell mit einer Brücke dabei (wenn sie bis jetzt nichts geändert haben) die man 2x hoch und runter laufen musst.

4 Stunden Anreise würde ich dafür nicht opfern, und auch der Preis ist schon mal unverschämt. Bind da schon 10 (?) Jahre nicht gelaufen. Dafür kenne ich einige kleinere flache und schnelle 5er und auch Bahn die man im April laufen kann.

hbef
03.03.2020, 13:44
Für die kommende Vorbereitung möchte ich aber etwas ändern.
Je mehr ich drüber nachdenke umso mehr wird mir bewusst, wie "lahm" ich doch eigentlich bin.
Ich muss einfach mehr tun um vom Potential her schneller laufen zu können. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen meines Alters muss ich viel für die Schnelligkeit tun.
Was hilft mir z.B. eine gute Zeit auf 3000m (9:30), wenn ich bei einem (langsamen) Rennen am Ende keine 26/200m oder 56/400m aufs Parkett legen kann?
Ich muss Schnelligkeitsreize unbedingt in mein Training einflechten. Und zwar nicht ab und an sondern regelmäßig. Jede Woche kurze Einzelstrecken, 30m-100m submax und max.
Oder nach dem Training noch 3x200m sehr schnell. Sowas halt.
Ggf. auch Rasendiagonale in der Vorbereitungszeit. Weiß nicht, ob sowas als Schnelligkeitsreiz auch funktioniert. Aber ändern sollte ich glaube ich etwas um weiterzukommen.

Levi sprach mal was von anaerober Kapazität. Und ich glaube, dass ich zwar meine aerobe Kapazität trainiert habe, jedoch den Aufbau meiner anaeroben Kapazität gänzlich vernachlässigt habe während der VPI.
Hier gilt es natürlich einen guten Weg zu finden ohne in Frühform zu kommen und sein Pulver zu früh zu verschiessen. Aber das muss man dann halt ausprobieren durch Selbstversuche.

Naja, ne 56er Runde brauchst du nicht mehr stehen können, bei 3000m. Egal wie langsam das Rennen ist. Aber grundsätzlich hast du Recht, wenn dein Fokus auf 800 abzielt, ist Schnelligkeit natürlich unabdingbar. Und dann reichen wahrscheinlich auch 60KM in der Grundlagenphase. Lieber die Qualität erhöhen, auch in der Grundlagenphase die DL schneller und kürzer. TDL lieber 5KM als 10KM an der Schwelle. Den Rest hast du mMn schon ziemlich gut selbst reflektiert.


Osterlauf in Paderborn ist sehr gut besetzt, aber wenn Du Dich nicht 20 Minuten vom Start an der Startlinie aufstellst, ist auf dem ersten Kilometer
so wie Du es beschrieben hast: voll!!
Strecke ist flach und schnell mit einer Brücke dabei (wenn sie bis jetzt nichts geändert haben) die man 2x hoch und runter laufen musst.

4 Stunden Anreise würde ich dafür nicht opfern, und auch der Preis ist schon mal unverschämt. Bind da schon 10 (?) Jahre nicht gelaufen. Dafür kenne ich einige kleinere flache und schnelle 5er und auch Bahn die man im April laufen kann.

Lass hören ;)
Ich habe kein Problem mit etwas Anreise, wenn ich dafür gute Rahmenbedingungen bekomme. Wäre ja irgendwie dämlich, so einen Aufwand für das Training zu betreiben und dann 45s bei einem schlecht besetzten Parklauf zu verschenken, weil man nicht länger als ne Stunde fahren will. In Niedersachsen habe ich leider nichts passendes gefunden, aber ziemlich sicher auch viel übersehen. Ich brauche auch gar kein super gutes Feld. Ein oder zwei Gegner in meinem Leistungsbereich reichen mir. Und am Wochenende wäre halt gut, unter der Woche 5000m in Ostfriesland zu laufen ist leider schwer machbar (sorry Martin :D).

alcano
03.03.2020, 15:40
Naja, ne 56er Runde brauchst du nicht mehr stehen können, bei 3000m. Egal wie langsam das Rennen ist. Aber grundsätzlich hast du Recht, wenn dein Fokus auf 800 abzielt, ist Schnelligkeit natürlich unabdingbar.
@Runsim: was läufst du denn so auf (30, 50,) 100, 200 und 400 m, ausgeruht und so schnell wie möglich? Weil neben der Fähigkeit am Ende noch beschleunigen zu können ist ja auch einfach eine gewisse Schnelligkeit vonnöten, damit diese nicht zum limitierenden Faktor für die 800 m-Leistung wird. Für 2:00 min auf 800 m wird es (je nach Veranlagung) vermutlich ziemlich hart, wenn man nicht mindestens ca. 12.5 s über 100 m, 25 s über 200 m und 55 s über 400 m laufen kann. Rolli kann da sicher mehr dazu sagen wo die Unterdistanzleistungen ungefähr liegen sollten.


Und dann reichen wahrscheinlich auch 60KM in der Grundlagenphase. Lieber die Qualität erhöhen, auch in der Grundlagenphase die DL schneller und kürzer. TDL lieber 5KM als 10KM an der Schwelle. Den Rest hast du mMn schon ziemlich gut selbst reflektiert.
Inwiefern ist die "Qualität höher", wenn man Dauerläufe und TDLs schneller läuft? Man trainiert doch einfach etwas anderes, was aber nicht per se auch besser sein muss. :teufel: Ich glaube nicht, dass man allgemein sagen kann, dass diese Einheiten schneller gelaufen auch einen größeren (und besseren) Trainingseffekt haben, das hängt vielmehr von Stärken, Schwächen, Entwicklung und Zielen des Athleten ab. Das gilt meines Erachtens auch für den Umfang. Wobei natürlich ein stärkerer Fokus auf Schnelligkeit fast automatisch dazu führt, dass der Umfang ein wenig abnimmt, weil Sprinttraining nun mal keinen Umfang bringt und man auch ausgeruht in dieses gehen sollte. Aber auch die Frage des Umfangs ist selbstverständlich – neben der individuellen Aspekte – von vielen weiteren Faktoren abhängig, z.B. was sonst noch an intensiven/schnellen Einheiten gelaufen wird.

RunSim
03.03.2020, 16:31
Naja, ne 56er Runde brauchst du nicht mehr stehen können, bei 3000m. Egal wie langsam das Rennen ist. Aber grundsätzlich hast du Recht, wenn dein Fokus auf 800 abzielt, ist Schnelligkeit natürlich unabdingbar. Und dann reichen wahrscheinlich auch 60KM in der Grundlagenphase.
Nicht bei 3000m, sondern bei einem langsamen 800m Rennen :D
Ja, genau. Als ich vorletztes Jahr auf 60km in der Grundlagenphase gekommen bin, hat das gut funktioniert. Ich bin ja jetzt auch völlig ausgeruht :peinlich::teufel:



@Runsim: was läufst du denn so auf (30, 50,) 100, 200 und 400 m, ausgeruht und so schnell wie möglich? Weil neben der Fähigkeit am Ende noch beschleunigen zu können ist ja auch einfach eine gewisse Schnelligkeit vonnöten, damit diese nicht zum limitierenden Faktor für die 800 m-Leistung wird. Für 2:00 min auf 800 m wird es (je nach Veranlagung) vermutlich ziemlich hart, wenn man nicht mindestens ca. 12.5 s über 100 m, 25 s über 200 m und 55 s über 400 m laufen kann. Rolli kann da sicher mehr dazu sagen wo die Unterdistanzleistungen ungefähr liegen sollten.

Für 30m + 50m habe ich leider keine Lichtschranke.
100m + 200m wärde ich demnächst bei etwas angenehmeren Temperaturen mal schaun, was da so der Status Quo ist. Mit 25/200m wäre ich aber als erstes nicht unzufrieden :zwinker5:
13,0 bin ich letztens aber mal bei 6x100m mit langen Pausen vor einem DL gelaufen. Das war aber noch nicht all-out.
400m wollte ich ja im WK laufen, aber da bin ich dann ja 2 Tage vorher krank geworden...würde ich gerne im Sommer mal nachholen.

Ich sehe hier noch einiges an Potential bei mir, da ich bislang noch nicht viel regelmäßig gemacht habe. Immer mal wieder ettappenweise, aber halt nie kontinuirlich. Und da sehe ich auch das Problem. Ich baue etwas Schnelligkeit für einen Saisonhöhepunkt auf, verliere danach aber sehr viel wieder, da ich dann monatelang nichts in dem Bereich mache. Ich muss nicht die ganze Zeit über ein Topniveau haben, aber eben ein gewisses Maß an Schnelligkeit sollte immer vorhanden sein. 30m-200m müssen mMn zu jeder zeit der Saison schnell gehen, wenn man sich auf 800m konzentriert.

Die von dir angegebenen Unterdistanz-Zeiten passen schon. Wenn man von der Ausdauerseite kommt, sollte man 55/400m schon laufen können. Sprinter müssen vielleicht auch eher 53-54/400m einplanen um das Potential für Sub2 zu haben.

hbef
03.03.2020, 23:13
Inwiefern ist die "Qualität höher", wenn man Dauerläufe und TDLs schneller läuft? Man trainiert doch einfach etwas anderes, was aber nicht per se auch besser sein muss. :teufel: Ich glaube nicht, dass man allgemein sagen kann, dass diese Einheiten schneller gelaufen auch einen größeren (und besseren) Trainingseffekt haben, das hängt vielmehr von Stärken, Schwächen, Entwicklung und Zielen des Athleten ab.

Wir reden hier aber nicht von allgemeinen Aussagen, sondern von spezifischen Empfehlungen für Simon - der 800m und nicht Marathon laufen will. Und auch keine 10KM, nicht mal primär 1500m. Ich sehe den vorrangigen Sinn von langsamen Läufen darin, Umfänge gut zu verkraften. Wenn man aber keine großen Umfänge macht und keine großen Umfänge braucht - wir sprechen hier von 60KM -, sehe ich keinen Grund, im 5er Schnitt rumzudackeln. Die Ausdauer wird bei schnelleren Läufen genauso trainiert. Und 800m Läufer trainieren sowieso schon zwangsläufig so weit weit vom WK Tempo. Warum sollte man diese Diskrepanz durch langsame DL noch steigern? Und hinsichtlich Laufökonomie wird ein schneller Lauf für diese Distanzen auch mehr bringen. Der Laufstil wird bei einer 4er Pace näher am MD Stil sein als bei einer 5er Pace.

Nun, gleich wird Rolli kommen und Pol hervorheben. Aber Rolli ist da eh ein Sonderfall, er hat auch zwischen 800m und Marathon in kürzester Zeit hin und her gewechselt, was ich so gelesen habe.

RunSim
04.03.2020, 11:24
Ich kann mir auch gut vorstellen, in der kommenden Vorbereitung mal auszuprobieren, ob ich auf auf schnellere DL-Tempi allgemein gut anspreche oder nicht. Ein Versuch wäre es mMn Wert. Verlieren kann ich eh nix. Es geht bei mir um nichts, nur um Spaß am Sport und die Motivation schnell laufen zu können :geil:
Ich werde es natürlich mit meinem Trainer absprechen. Es muss natürlich mit dem Vereinstraining in Einklang zu bringen sein. Hier werden wir aber sicherlich eine Lösung finden :-)

Ich laufe ja immer Mo/Mi/Fr QTEs und dann stehen Sa+So für DLs zur Verfügung.
Di+Do habe ich entweder lauffrei oder ich kann hier auch noch zustätzlich DLs einfügen.

Wie schnell bzw. wie lang würdet ihr die DLs laufen?
Ich könnte mir z.B. folgende DLs vorstellen:
8km: 1km EL + 6km DL2 + 1km AL
8km 1km EL + 3x(1km M bis HM-Tempo (DL2.2?) +1km DL1) + 1km AL

Aktuelles Tempo nach meiner Pause ist schwer einzuschätzen.
Lockere DLs (DL1) bin ich in letzter zeit ca. in 4:35 gelaufen.
DL2 Tempo wäre dann eher so 4:15
M bis HM (nur geschätzt, kein tatsächliches RT): 3:50-4:10

Die DLs würde ich also deutlich zügiger laufen als sonst und bei steigender Leistungsentwicklung natürlich weiter anpassen.

alcano
04.03.2020, 12:48
Wir reden hier aber nicht von allgemeinen Aussagen, sondern von spezifischen Empfehlungen für Simon - der 800m und nicht Marathon laufen will. Und auch keine 10KM, nicht mal primär 1500m.
Das stimmt natürlich. Trotzdem ist es dem Körper erstmal ziemlich egal, wie Simons Zielsetzung aussieht. Auf die Trainingswirkung von einzelnen Einheiten hat das keinen Einfluss.

Dazu muss ich vielleicht kurz meine Herangehensweise ans Training umreißen:
- Ich überlege mir, wie die Zielsetzung aussieht (z.B. langfristige Verbesserung auf 10.000 m)
- Ich versuche, die dafür benötigten Komponenten möglichst genau zu identifizieren (z.B. wie "ausdauernd" muss ich dafür sein -> welche Faktoren haben einen Einfluss auf die "Ausdauerleistung" -> wie kann ich diese am besten trainieren (wie kann ich sie verbessern und wie lang brauche ich dafür, wie kann ich sie erhalten, usw.) -> wie beeinflussen sich diese und andere Faktoren gegenseitig (z.B. Einfluss des Trainings der Schnelligkeit auf die Ausdauer und umgekehrt))
- Ich versuche zu identifizieren, wo jemand bezüglich der einzelnen Faktoren aktuell steht und was die individuellen Voraussetzungen sind (z.B. eher "slow twitch" oder "fast twitch" bzw. eher schnellkräftig oder ausdauernd)
- Ich plane das Training
- Ich evaluiere, ob das Training das bewirkt, was ich mir dabei gedacht habe
- usw.


Ich sehe den vorrangigen Sinn von langsamen Läufen darin, Umfänge gut zu verkraften. Wenn man aber keine großen Umfänge macht und keine großen Umfänge braucht - wir sprechen hier von 60KM -, sehe ich keinen Grund, im 5er Schnitt rumzudackeln.
Da unterscheiden wir uns (abgesehen vom 5er-Schnitt, das ist bei Simon vermutlich wirklich zu langsam).

Ich bin mir relativ sicher, dass die langsameren Läufe durchaus auch physiologisch wichtig sind. Ob dies nun eher damit zusammenhängt, dass wir zwischen den "schnellen" Einheiten Zeit brauchen um die Glykogenspeicher wieder füllen zu können um in diesen schnellen Einheiten auch wirklich die volle Leistung erbringen zu können oder ob es mit der Muskelfaserrekrutierung (und der Erholung der "müden" Muskelfasern) zusammenhängt oder ob das langsame Tempo auch einfach für physiologische Anpassungen (z.B. Erhöhung der Zahl und des Volumens der Mitochondrien) sorgt, die durch ein höheres Tempo nicht zustande kommen? Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, nicht zuletzt weil das meiner Meinung nach auch ganz einfach noch immer viel zu umstritten ist und da noch einiges an Forschung nötig ist.

Was das "brauchen" der Umfänge angeht: da sind wir wieder bei dem, was ich bezüglich meiner Herangehensweise geschrieben habe. "Umfänge verkraften" ist für mich kein Trainingsziel. Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden und du meinst damit, dass man z.B. bei einem Marathon den Körper daran gewöhnen sollte, 2-3 h in relativ hoher Intensität unterwegs zu sein. Das ist bei 800 m natürlich nicht nötig, da gebe ich dir komplett Recht.


Die Ausdauer wird bei schnelleren Läufen genauso trainiert. Und 800m Läufer trainieren sowieso schon zwangsläufig so weit weit vom WK Tempo. Warum sollte man diese Diskrepanz durch langsame DL noch steigern? Und hinsichtlich Laufökonomie wird ein schneller Lauf für diese Distanzen auch mehr bringen. Der Laufstil wird bei einer 4er Pace näher am MD Stil sein als bei einer 5er Pace.
Die Argumente leuchten mir ja durchaus ein. Müsste man dann aber nicht alle Elite-Mittelstreckler ihre Dauerläufe nur noch in möglichst hohem Tempo absolvieren sehen? Dass dem nicht so ist spricht meines Erachtens durchaus dafür, dass es eben nicht so einfach ist und die relativ langsamen Dauerläufe auch ihre Berechtigung haben. Die ganzen Untersuchungen zum polarisierten Training deuten ja auch darauf hin, dass es Gründe hierfür geben muss.

Wenn Simon Lust hat, das mal für eine Saison (oder auch länger) auszuprobieren, dann halte ich das aber trotz alledem durchaus für eine gute Idee. Denn letztendlich geht es beim Training ja nicht zuletzt immer auch darum herauszufinden, was für einen selbst am besten funktioniert, sowohl vom physiologischen als auch mentalen Aspekt her. Und dass ich persönlich glaube, dass ein dauerhaftes Erhöhen des Dauerlauftempos langfristig für die meisten eher wenig erfolgsversprechend ist, muss ja noch lange nichts heißen. :zwinker5:

Brian
04.03.2020, 13:34
Müsste man dann aber nicht alle Elite-Mittelstreckler ihre Dauerläufe nur noch in möglichst hohem Tempo absolvieren sehen? Dass dem nicht so ist spricht meines Erachtens durchaus dafür, dass es eben nicht so einfach ist und die relativ langsamen Dauerläufe auch ihre Berechtigung haben.
Warum bist Du Dir da so sicher. Es wäre interessant für uns, wenn Du Deine These mit Daten unterfüttern könntest. Wie hat zum Beispiel ein Sebastian Coe trainiert?

Lange Dl gehören beim 800m-Training natürlich dazu, nur sind sie eben nicht 20km lang und werden schneller gelaufen, als beim Marathontraining. Für Simon würde ich 4:20/km (geschätzt) für angemessen halten. Bei Frank Horwill zum Beispiel entspricht das Jogging-Tempo ungefähr dem hypothetischen Marathonrenntempo, bei Simon wäre das vielleicht sogar 4er-Schnitt. Rolli wird bestimmt auch noch seinen Senf dazu geben.

https://www.serpentine.org.uk/pages/advice_frank52.html

Rajazy
04.03.2020, 13:34
Aber grundsätzlich hast du Recht, wenn dein Fokus auf 800 abzielt, ist Schnelligkeit natürlich unabdingbar.
Volle Zustimmung.


Und dann reichen wahrscheinlich auch 60KM in der Grundlagenphase. Lieber die Qualität erhöhen, auch in der Grundlagenphase die DL schneller und kürzer. TDL lieber 5KM als 10KM an der Schwelle.
Sind das deine eigene Empfehlungen oder hast du das irgendwo her?
Und sind diese für jeden Läufertyp (Grundschneller, Ausdauernd, kräftiger usw), oder eher spezifische Empfehlung für unseren Simon? Und wie siehst ihn als Läufertyp? :D

Abgesehen von DLs, was du mit alcano als Beispiel herangezogen hast, hast du auch Empfehlungen für TDLs gegeben.
Ich nehme an, du empfiehlst den TDL auf 5 km zu kürzen statt 10 km aber dafür schneller zu laufen? Wie schnell?
Aus deinem Text vermute ich, dass du die Kürzung und Tempoverschärfung des TDLs auch für die Grundlagenphase des 800m-Trainings empfiehlst.
Warum? Und wie sähe die Progression im Laufe der Saison aus?
Aus meiner Sicht würde man mit schnellen kurzen "post-threshold" TDLs anderes ansprechen als sub-threshold oder threshold TDLs. Ich weiß allerdings nicht, was man für 800m Peak bräuchte und wie die Progression des TDLs aussähe - deshalb die Fragen.

Jetzt kommt wahrscheinlich Rolli um die Ecke und sagt TDLs braucht kein Mensch :D

alcano
04.03.2020, 13:54
Warum bist Du Dir da so sicher.
Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen: Wenn schnellere Dauerläufe für alle Mittelstreckler besser wären, dann hätte sich das mittlerweile bestimmt durchgesetzt und alle würden so trainieren. Vielmehr gibt es da aber große interindividuelle Unterschiede und auch wenn man sicher gewisse allgemeine Tendenzen erkennen kann, so gibt es definitiv nicht die eine Art und Weise zu trainieren, die für alle immer die best wäre. Beweist die Tatsache, dass dem nicht so ist, nun irgendwas? Nein, natürlich nicht. Aber sie gibt zumindest einen deutlichen Hinweis darauf, dass der Fall hier nicht so klar ist. Vielleicht haben aber auch einfach ganz viele noch nicht gemerkt, dass sie (noch) viel besser wären, wenn sie ihre Dauerläufe schneller laufen würden. :zwinker5:


Es wäre interessant für uns, wenn Du Deine These mit Daten unterfüttern könntest. Wie hat zum Beispiel ein Sebastian Coe trainiert?
Was hat das mit Simon zu tun, wie Sebastian Coe trainiert hat? Das Problem bei absoluten Ausnahmeathleten ist oftmals, dass sie eben eine absolute Ausnahme darstellen und genau deshalb überhaupt so erfolgreich sind. Wenn man deshalb etwas vom Training von Profis lernen möchte, so sollte man sich meiner Meinung weniger danach richten, wie sie trainiert haben sondern vielmehr versuchen herauszufinden, warum sie so trainiert haben.


Lange Dl gehören beim 800m-Training natürlich dazu, nur sind sie eben nicht 10 oder 20km lang und werden schneller gelaufen, als beim Marathontraining.
Diese Verallgemeinerung würde ich so nicht unterschreiben. Kürzer ja. Aber warum schneller?

RunSim
04.03.2020, 13:55
Meine Güte, hast du viele fragen, Raj :D


Und wie siehst ihn als Läufertyp? :D

Das ist wohl eine Frage, die selbst ich (noch) nicht beantworten kann :P daher auch die Frage von alcano, wie meine Zeiten von 30m-400m maximal sind.
Ich glaube Rolli hat mal gesagt, dass er in mir eher keinen Sprintertypen vermutet.
Ich würde es aktuell wohl so halten, dass ich eine Saison try´n´error mache und dann schaue, wie die Ergebnisse sind. Hierfür müsste ich die einzelnen Sprintstrecken wohl auch mal stoppen um einen Status Quo zu haben.

Machen wir uns nichts vor, als Späteinsteiger ohne Leichtathletik-Grundausbildung werde ich auf kurzen Strecken keine Gallionsfigur mehr werden. Aber ich befürchte, dass wenn ich jetzt nicht anfange zumindest etwas Zeit in eine halbwegs passable schnelle Leichtlauftechnik zu investieren, dass ich dann sehr schnell auf den 800m stagnieren werde.
Meine Zeit in 2019 mag nicht verkehrt sein, aber es ist irgendwie auch nicht wirklich schnell. Es sieht nur nicht so schlecht aus, weil einfach sehr wenige Leute in meinem Alter speziell auf 800m trainieren. Ich will also besser werden :)

Brian
04.03.2020, 14:02
Diese Verallgemeinerung würde ich so nicht unterschreiben. Kürzer ja. Aber warum schneller?
Meinen ursprünglichen Beitrag habe ich nachträglich noch einmal editiert. Für Frank Horwill bedeutet Jogging-Tempo ungefähr Marathonrenntempo. Ich müsste zu Hause nachschauen, wie schnell das MRT bei Simon wäre (aufgrund seiner 3000m-Zeit).

In meinem ehemaligen Verein trainierten die Jungs bei einer 1500m-Zeit um 4min im 4er-Schnitt als Jogging-Tempo, nur als grober Anhaltspunkt.

Ich gebe Dir recht, dass es die Patentlösung nicht gibt. Das richtige Training ist immer auch eine individuelle Sache.

alcano
04.03.2020, 14:11
Meinen ursprünglichen Beitrag habe ich nachträglich noch einmal meditiert. Für Frank Horwill bedeutet Jogging-Tempo ungefähr Marathonrenntempo.
Für einige Trainer bedeutet Jogging-Tempo ungefähr Marathonrenntempo + 25-30%. Wie oben schon geschrieben: da gibt es viele unterschiedliche Ansichten. So etwas muss aber immer im Kontext der gesamten Trainingsphilosophie betrachtet werden.


In meinem ehemaligen Verein trainierten die Jungs bei einer 1500m-Zeit um 4min im 4er-Schnitt als Jogging-Tempo, nur als grober Anhaltspunkt.
Deren theoretisches Marathon-Renntempo läge bei ca. 3:25-3:30 min/km, die 4:00 min/km also bei ca. MRT+15%. Aber auch hier: warum ist das ihr "Jogging"-Tempo, was verstehen sie darunter und bei welchen Einheiten laufen sie dieses?

leviathan
04.03.2020, 14:36
Deren theoretisches Marathon-Renntempo läge bei ca. 3:25-3:30 min/km, die 4:00 min/km also bei ca. MRT+15%. Aber auch hier: warum ist das ihr "Jogging"-Tempo, was verstehen sie darunter und bei welchen Einheiten laufen sie dieses?

Ich kann Dir da nur zustimmen. Ich laufe ja selbst (ok in letzter Zeit nicht) ein paar lockere Einheiten mit Mittelstrecklern und Hindernisläufern. Meine eigene Pace bei lockeren DL ist ca. MRT+20% und etwas langsamer. Bei einem anspruchsvollen Plan habe ich damit die besten Erfahrungen gemacht. Mit den Mittelstrecklern und Hindernisläufern laufen wir auch in etwa diese Pace. Und hier muss man sagen, daß dies bei denen wohl eher MRT+30% ist. Und wir sprechen hier über die deutsche Spitze. Und sehr sicher ist das ganze auch von der jeweiligen Saisonphase abhängig.
Es gibt sicher auch Läufer, die hier deutlich schneller unterwegs sind. Aber die Geschwindigkeit der lockeren DL ist mit Sicherheit kein Präjudiz für die Leistungsfähigkeit bzw. Leistungsentwicklung.

Brian
04.03.2020, 14:50
Für einige Trainer bedeutet Jogging-Tempo ungefähr Marathonrenntempo + 25-30%.
Ich bezog mich in meiner Ausführung ausschließlich auf MD-Training im Allgemeinen und auf Frank Horwills Trainingsplan für 800m im Besonderen.

Für LD-Training gelten wahrscheinlich andere Richtgeschwindigkeiten.

Rolli
04.03.2020, 14:52
Und hinsichtlich Laufökonomie wird ein schneller Lauf für diese Distanzen auch mehr bringen. Der Laufstil wird bei einer 4er Pace näher am MD Stil sein als bei einer 5er Pace.

Leider habe ich kaum Zeit (Trainingslager) hier zu antworten, aber mich würde die Sache interessieren... Welche Bedeutung hat Deine Feststellung? Wäre dann nicht sinnvoll nur 800mT zu rennen?

leviathan
04.03.2020, 15:07
Ich bezog mich in meiner Ausführung ausschließlich auf MD-Training im Allgemeinen und auf Frank Horwills Trainingsplan für 800m im Besonderen.

Für LD-Training gelten wahrscheinlich andere Richtgeschwindigkeiten.

Bei Frank Horwill ist alles schnell. Außer die Jogging Einheiten. Die sind wirklich langsam und dienen der Erholung.

Für LD Athleten gilt eigentlich eher, daß diese ihre DL schneller absolvieren können. Das liegt daran, daß die Mittelstreckler im Schnitt einen höheren Anteil schneller Fasern haben. Und diese Läufer vertragen häufig nicht soviel Volumen und profitieren eher von langsameren Dauerläufen. Das sind natürlich nur Durchschnittswerte. Und manchmal macht es auch einfach Sinn, das System zu ändern, um andere Reize zu setzen.

Brian
04.03.2020, 16:14
Bei Frank Horwill ist alles schnell. Außer die Jogging Einheiten. Die sind wirklich langsam und dienen der Erholung.
Bei Frank Horwill bedeutet Jogging-Tempo hypothetisches MRT beim 800m-Training. Jedenfalls geht das aus diesem Plan hervor:

https://www.serpentine.org.uk/pages/advice_frank52.html

leviathan
04.03.2020, 17:33
Bei Frank Horwill bedeutet Jogging-Tempo hypothetisches MRT beim 800m-Training. Jedenfalls geht das aus diesem Plan hervor:

https://www.serpentine.org.uk/pages/advice_frank52.html

Ich denke, daß Du das hier falsch interpretierst. Der Plan enthält überhaupt keine Jogs. Aerobic Running hat hier eine andere Bedeutung. Das einzige mal, wo Jogs vorkommen, ist als Pause zwischen den Intervallen. Und hier glaube ich beim besten Willen nicht, daß diese im MRT gelaufen werden. Der Plan ist ansonsten vollkommen digital. Es gibt Tempo oder Pause. Lockere Läufe existieren hier nicht.

D.edoC
04.03.2020, 17:48
Und manchmal macht es auch einfach Sinn, das System zu ändern, um andere Reize zu setzen.+1

leviathan
04.03.2020, 17:56
+1

Lustigerweise hatte ich genau Dich und Deine Veränderung vor Augen :)
Ich erinnere mich aber auch sehr genau, daß Du das dann nicht 1:1 übernommen hattest, sondern Dich langsam an die geforderten Intensitäten herangearbeitet hattest.

D.edoC
04.03.2020, 20:00
Lustigerweise hatte ich genau Dich und Deine Veränderung vor Augen :)
Ich erinnere mich aber auch sehr genau, daß Du das dann nicht 1:1 übernommen hattest, sondern Dich langsam an die geforderten Intensitäten herangearbeitet hattest.Und 2019/2020 wurde der Spieß umgedreht. Wurde natürlich nicht so sehr wahr genommen wie 2015/2016, da man Intensitäten eher wahr nimmt, als luschiges Training :D

leviathan
04.03.2020, 22:50
Und 2019/2020 wurde der Spieß umgedreht. Wurde natürlich nicht so sehr wahr genommen wie 2015/2016, da man Intensitäten eher wahr nimmt, als luschiges Training :D

Da irrst Du mal. Das wurde sehr wohl wahrgenommen. Und die Intensitäten sind ja auf einem sehr hohen Level verblieben. Ich bin mir nur noch nicht so ganz klar darüber, daß Du das Volumen grundsätzlich gesteigert hast wie per se alle Jahre oder einfach aufgrund neuer Zielsetzungen. Mit den Zielen meine ich hier eher die avisierten Strecken.

hbef
05.03.2020, 00:10
Das stimmt natürlich. Trotzdem ist es dem Körper erstmal ziemlich egal, wie Simons Zielsetzung aussieht. Auf die Trainingswirkung von einzelnen Einheiten hat das keinen Einfluss.

Richtig. Nur sehe ich da keinen Widerspruch zu meinen Aussagen. Er soll ja die Einheiten laufen, die seiner Zielsetzung entsprechen. Warum ich die schnelleren DL empfohlen habe, steht ja dabei. Ob das jetzt des Pudels Kern ist und ihn wirklich signifikant schneller machen, kann ich nicht garantieren. Niemand kann das, auch er selbst nicht. Selbst wenn es funktioniert, kann es am Ende auch an anderen Faktoren gelegen haben. Deshalb lese ich auch keine Studien zum Laufen. Ich denke nicht, dass zu viel verallgemeinernde Theorie hilft. Da bin ich lieber hier im Forum und höre mir Erfahrungen von Leuten an, deren Werdegang ich zumindest ein bisschen kenne. Dann kann ich überlegen: Lohnt es sich vielleicht, das mal auszuprobieren?



Ich bin mir relativ sicher, dass die langsameren Läufe durchaus auch physiologisch wichtig sind. Ob dies nun eher damit zusammenhängt, dass wir zwischen den "schnellen" Einheiten Zeit brauchen um die Glykogenspeicher wieder füllen zu können um in diesen schnellen Einheiten auch wirklich die volle Leistung erbringen zu können oder ob es mit der Muskelfaserrekrutierung (und der Erholung der "müden" Muskelfasern) zusammenhängt oder ob das langsame Tempo auch einfach für physiologische Anpassungen (z.B. Erhöhung der Zahl und des Volumens der Mitochondrien) sorgt, die durch ein höheres Tempo nicht zustande kommen? Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, nicht zuletzt weil das meiner Meinung nach auch ganz einfach noch immer viel zu umstritten ist und da noch einiges an Forschung nötig ist.

Ich denke nicht, dass man das jemals mit Sicherheit sagen kann. Und gerade weil es so widersprüchliche Ansichten gibt, ignoriere ich alles, was so weit weg von meinen individuellen Erfahrungen ist. Ich habe gute Erfahrungen mit schnellen DL gemacht. Vielleicht ist es eine mentale Komponente, wenn ich schnelle DL mache und mich dabei gut fühle. Solange mir das Selbstbewusstsein für den WK gibt, fahre ich gut damit. Und meine Argumente für die Laufökonomie bleiben bestehen.



Was das "brauchen" der Umfänge angeht: da sind wir wieder bei dem, was ich bezüglich meiner Herangehensweise geschrieben habe. "Umfänge verkraften" ist für mich kein Trainingsziel. Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden und du meinst damit, dass man z.B. bei einem Marathon den Körper daran gewöhnen sollte, 2-3 h in relativ hoher Intensität unterwegs zu sein. Das ist bei 800 m natürlich nicht nötig, da gebe ich dir komplett Recht.

Nein, ist natürlich kein Trainingsziel. Aber das Marathonbeispiel ist schon gut. Ein ambitionierter Läufer auf der Strecke macht i.d.R. mindestens 100KM die Woche, sagen wir mal darunter 6 DL. Die kann er nicht alle sehr schnell laufen. Zumindest nicht auf Dauer, sonst leiden zumindest mal die QTE. Also läuft die DL langsamer. Ein 800m Läufer auf vergleichbarem Niveau läuft vielleicht 50KM, darunter 2 oder 3 DL. In der Saison möglicherweise sogar nur einen. Warum sollte er die nicht deutlich schneller laufen als der Marathonläufer? Warum sollte er sich nicht dem nähern, worauf es ankommt: Schnell laufen.



Die Argumente leuchten mir ja durchaus ein. Müsste man dann aber nicht alle Elite-Mittelstreckler ihre Dauerläufe nur noch in möglichst hohem Tempo absolvieren sehen? Dass dem nicht so ist spricht meines Erachtens durchaus dafür, dass es eben nicht so einfach ist und die relativ langsamen Dauerläufe auch ihre Berechtigung haben. Die ganzen Untersuchungen zum polarisierten Training deuten ja auch darauf hin, dass es Gründe hierfür geben muss.

Du kennst die TP der Spitzenathleten wahrscheinlich besser als ich. Laufen die Top-MDler nicht ihre DL im Schnitt deutlich schneller als die Top-Marathonläufer?


Wenn Simon Lust hat, das mal für eine Saison (oder auch länger) auszuprobieren, dann halte ich das aber trotz alledem durchaus für eine gute Idee. Denn letztendlich geht es beim Training ja nicht zuletzt immer auch darum herauszufinden, was für einen selbst am besten funktioniert, sowohl vom physiologischen als auch mentalen Aspekt her. Und dass ich persönlich glaube, dass ein dauerhaftes Erhöhen des Dauerlauftempos langfristig für die meisten eher wenig erfolgsversprechend ist, muss ja noch lange nichts heißen. :zwinker5:

Da finden wir doch zusammen. Nur beim letzten Punkt bin ich skeptisch. Man sollte es vielleicht nicht dauerhaft Erhöhen. Aber ich denke, dass viele Leute von grundsätzlich schnelleren DL profitieren würden.

hbef
05.03.2020, 00:21
Volle Zustimmung.


Sind das deine eigene Empfehlungen oder hast du das irgendwo her?
Und sind diese für jeden Läufertyp (Grundschneller, Ausdauernd, kräftiger usw), oder eher spezifische Empfehlung für unseren Simon? Und wie siehst ihn als Läufertyp? :D

Abgesehen von DLs, was du mit alcano als Beispiel herangezogen hast, hast du auch Empfehlungen für TDLs gegeben.
Ich nehme an, du empfiehlst den TDL auf 5 km zu kürzen statt 10 km aber dafür schneller zu laufen? Wie schnell?
Aus deinem Text vermute ich, dass du die Kürzung und Tempoverschärfung des TDLs auch für die Grundlagenphase des 800m-Trainings empfiehlst.
Warum? Und wie sähe die Progression im Laufe der Saison aus?
Aus meiner Sicht würde man mit schnellen kurzen "post-threshold" TDLs anderes ansprechen als sub-threshold oder threshold TDLs. Ich weiß allerdings nicht, was man für 800m Peak bräuchte und wie die Progression des TDLs aussähe - deshalb die Fragen.

Jetzt kommt wahrscheinlich Rolli um die Ecke und sagt TDLs braucht kein Mensch :D

Meine Empfehlungen aus persönlichen Erfahrungen ohne Gültigkeitsanspruch. Ich sehe Simon natürlich als Läufertyp Gewinner :D
Ok, vielleicht könnte man zu Beginn der Grundlagenphase noch etwas längere TDL machen. Progression könnte dann in simpler Form so aussehen: 7/7/7/6/6/6/5/5/5/4/4/4KM. Beginn mit 3:50 und dann jede Woche 2-3s schneller. Dann ist April, da steigt man auf Vo2-Max Intervalle um, läuft ein oder zwei 3000er und streut zusätzlich 1500/800m Tempo ein. Ab Mai wird dann geballert. So als Vorschlag

hbef
05.03.2020, 00:29
Und diese Läufer vertragen häufig nicht soviel Volumen und profitieren eher von langsameren Dauerläufen.

Der erste Teil ist nachvollziehbar, wobei das häufig auch Gewöhnungssache ist. Gibt ja genug MDler die später auf Marathon umgestiegen sind. Zumindest 1500m Läufer. Für den zweiten Teil fehlt mir aber zumindest die Begründung. Warum profitieren sie von langsamen DL? Mehr als von schnellen? Warum?

hbef
05.03.2020, 00:33
Leider habe ich kaum Zeit (Trainingslager) hier zu antworten, aber mich würde die Sache interessieren... Welche Bedeutung hat Deine Feststellung? Wäre dann nicht sinnvoll nur 800mT zu rennen?

Suggestive Frage, suggestive Antwort: Ja, wäre es wohl. Zumindest unter dem Aspekt der Laufstiloptimierung. Aber leider kann man nicht lange genug im 800m Tempo rennen, um die anderen notwendigen Komponenten für eine gute Leistung auf der Distanz zu trainieren. Sonst wäre es auch kein 800m Tempo.

Brian
05.03.2020, 06:54
Ich denke, daß Du das hier falsch interpretierst. Der Plan enthält überhaupt keine Jogs. Aerobic Running hat hier eine andere Bedeutung. Das einzige mal, wo Jogs vorkommen, ist als Pause zwischen den Intervallen. Und hier glaube ich beim besten Willen nicht, daß diese im MRT gelaufen werden. Der Plan ist ansonsten vollkommen digital. Es gibt Tempo oder Pause. Lockere Läufe existieren hier nicht.

Wie soll ich diese Angaben denn interpretieren? Erkläre es mir bitte!

https://www.serpentine.org.uk/pages/advice_frank52.html

Jogging 100%
Marathon pace 98%
Half marathon 94%
10km 90%
5km 80%
3km 60%

Anaerobic work includes:

All sprint distances up to 400m (100 to 83%), 800m pace (67%), 1,500m pace (50%). The ratio for the 800m trainer is two anaerobic sessions to one aerobic. A specimen schedule in the summer based on this allocation would look like this:(...)

Bei Horwill (800m-Training) steht das Verhältnis von anaerobem zu aerobem Training bei 2:1.

Day 1 Aerobic
1 hour run at marathon pace (3 mins 45 secs/km) (98%)
Day 2 Anaerobic
8 x 100m full out, walk back recovery (100% anaerobic)
Day 3 Anaerobic
4 x 400m at 800m pace target speed, 400m walk recovery (67% anaerobic).

5 mins rest – 4 x 200 full out, 400m jog recovery. (95% anaerobic)
Day 4 Aerobic 45 minutes run at half-marathon speed (3 mins 35 secs/km) (94%)
Day 5 Anaerobic 1 x 350, 1 x 300, 1 x 250, 1 x 200 full ou, walk 400m recovery after each (83% anaerobic)
Day 6 Rest
Day 7 Anaerobic 6m x 267m (One third 800m) at target 800m pace with 2 mins rest (67% anaerobic) 5 mins rest 6 x 60 sprint.
Day 8 Aerobic 30 mins run at 10k pace (3.25/km) (90% aerobic)
Day 9 Anaerobic 4 x 200m full out with 30 secs rest. 10 mins rest and repeat (95% anaerobic)
Day 10
Start day 1 again

In einem Punkt stimme ich mit Dir überein. Für Hobbyjogger, wie ich einer bin, ist ein derartiger Plan in dieser Intensität wohl nicht umsetzbar.

Ich möchte noch hinzufügen, dass das Wintertraining bei Horwill anders aussieht: das Verhältnis von anaerobem zu aerobem Training steht im Verhältnis 1:1, wohlgemerkt: es geht um 800m-Training, nicht um Training für die Langdistanz. Ein Beispiel für 10km-Training:

Day 1 94 percent aerobic – 13 miles at 16 sec/mile slower than for your best 10km time per mile
Day 2 Recovery run for 35 minutes
Day 3 90 per cent aerobicrun 3 x 2 miles at target 10km speed with 90 secs rest
Day 4 Recovery run – 35 minutes
Day 5 60 per cent aerobic – 5 x 800 at 3km target pace with 90 secs rest
Day 6 Rest
Day 7 80 per cent aerobic run 4 x 1 miles at target 5km speed with 90 secs rest
Day 8 Recovery run 35 minutes
Day 9 50 per cent anaerobic – 8 x 400m at target 1,500m speed with 90 secs rest
Day 10 35 mins recovery run
Day 11 Start with day one again

https://www.serpentine.org.uk/pages/advice_frank09.html

Rajazy
05.03.2020, 09:31
Danke hbef.


Meine Empfehlungen aus persönlichen Erfahrungen ohne Gültigkeitsanspruch.
Sorry, dass ich zu viel frage aber ist für mich immer noch nicht ganz klar auch wenn ohne Gültigkeitsanspruch.

Wie sahen denn deine persönliche Erfahrungen genau aus?
Was hast du genau gegenüber was erfahren, dass du der Meinung bist, dass schnelle TDLs sinnvoller wären als langsamere TDLs für 800m?
Hast du einmal für 800m-Vorbereitung mit langsameren TDLs die Saison vorbereitet und dann das nächste mal die andere von dir empfohlene TDL-Herangehensweise mit schnelleren TDLs getestet? Wie sahen dann die Ergebnisse aus?


Ich sehe Simon natürlich als Läufertyp Gewinner :D
Das sowieso! :D

Ich (als kein Trainer und nur Hobbyläufer) sehe Simon (aus der Ferne und ohne jemals ihn laufen sehen außer auf Video) tatsächlich wie Rolli ihn sieht als kein Sprinter aber dennoch auch nicht als klassischer Langstreckler :P.
Vielleicht als sehr gut ausdauernder aber auch schneller Läufer -> Allrounder mit mehr Ausdauerstärke (im Gegensatz zu dir hbef - ich sehe dich eher umgekehrt mit mehr Schnelligkeitsstärke). Aber wie gesagt nur meine persönliche Meinung aus der Ferne, die nix heißen soll und vielleicht täusche ich mich auch.
Deswegen müssten deine persönliche Erfahrungen - als Läufertyp, der mehr aus der Schnelligkeitsseite käme - für jemanden wie Simon - als Läufertyp, der mehr aus der Ausdauerseite käme - nicht unbedingt den gleichen Erfolg liefern.



Ok, vielleicht könnte man zu Beginn der Grundlagenphase noch etwas längere TDL machen. Progression könnte dann in simpler Form so aussehen: 7/7/7/6/6/6/5/5/5/4/4/4KM. Beginn mit 3:50 und dann jede Woche 2-3s schneller.
Meinst du wirklich 2-3s schneller jede Woche oder eher jedes Block (d.h. die 6 km TDLs 2-3s schneller als die 7 km TDLs usw)?
Sonst müsste Simon nach 12 Wochen 24-36 sec pro km = 3:26 - 3:14/km schneller die kurzen TDLs laufen :teufel:



Dann ist April, da steigt man auf Vo2-Max Intervalle um, läuft ein oder zwei 3000er und streut zusätzlich 1500/800m Tempo ein. Ab Mai wird dann geballert. So als Vorschlag


D.h. du würdest erst später nach den ersten 12 Wochen mit Vo2-Max Intervalle anfangen? Warum nicht von Beginn an Vo2max Intervalle parallel zu den TDLs machen? Oder meinst du wären 3 QTEs
(Schnelligkeit, Vo2max, TDL)
in der Woche für Simon zu viel sind?

leviathan
05.03.2020, 09:41
Wie soll ich diese Angaben denn interpretieren? Erkläre es mir bitte!


Steht doch alles drin :confused:


Jogging 100%
Marathon pace 98%
Half marathon 94%
10km 90%
5km 80%
3km 60%

Alle Tempi, die einen höheren aeroben Anteil haben, gehen hier als aerobes Training durch. Alles was schneller ist, gilt als anaerob. Daraus zu schließen, daß lockeres Laufen auch bei 3k Pace bis MRT Pace durchgeht, stimmt so einfach nicht. Horwill verzichtet hier, wie oben bereits beschrieben, komplett auf lockere Läufe. Du kannst locker auch gern GA1, Easy oder weiß der Geier bezeichnen. Diese Tempi kommen hier nicht vor. Locker bedeutet hier "Rest".

Brian
05.03.2020, 10:25
Steht doch alles drin :confused:



Alle Tempi, die einen höheren aeroben Anteil haben, gehen hier als aerobes Training durch. Alles was schneller ist, gilt als anaerob. Daraus zu schließen, daß lockeres Laufen auch bei 3k Pace bis MRT Pace durchgeht, stimmt so einfach nicht. Horwill verzichtet hier, wie oben bereits beschrieben, komplett auf lockere Läufe. Du kannst locker auch gern GA1, Easy oder weiß der Geier bezeichnen. Diese Tempi kommen hier nicht vor. Locker bedeutet hier "Rest".

Aber Du erkennst schon die Unterschiede zwischen Horwills 10km- und 800m-Plan? Für die 800m spielen lockere Läufe nur eine untergeordnete Rolle. So ist es auch bei meinem Vereinskaneraden, der ausschließlich für 800m trainiert.

RunSim
05.03.2020, 11:34
Bislang guter Input von allen Beteiligten hier! :daumen:
Schön auch, dass sich nicht nur MDler beteiligen, jede persönliche Erfahrung gibt einem neue Denkanstöße :daumen:


Meine Empfehlungen aus persönlichen Erfahrungen ohne Gültigkeitsanspruch.
Und genau das finde ich ja auch das Interessante daran.



Ich sehe Simon natürlich als Läufertyp Gewinner :D
Made my day! :zwinker2::nick:
Mit dieser Einkategorisierung könnte ich gut leben :P



Ich (als kein Trainer und nur Hobbyläufer) sehe Simon (aus der Ferne und ohne jemals ihn laufen sehen außer auf Video) tatsächlich wie Rolli ihn sieht als kein Sprinter aber dennoch auch nicht als klassischer Langstreckler :P.
Vielleicht als sehr gut ausdauernder aber auch schneller Läufer -> Allrounder mit mehr Ausdauerstärke

Jau, adhoc würde ich das auch so sehen. Er kann ales ein bisschen, aber nix richtig :geil:
Allgemein halte ich aber gar nicht soviel, dass man sich in eine Kategorie "zwängt". Das limitiert einen ja schon vom Kopf her. Wenn ich mir einrede, dass ich neimals richtig schnell laufen kann, dann wird das vermutlich auch so eintreten.
Daher ist hbef´s Kategorie eigentlich die einzig richtige für alle Läufer, die voran kommen wollen :daumen:




Ok, vielleicht könnte man zu Beginn der Grundlagenphase noch etwas längere TDL machen. Progression könnte dann in simpler Form so aussehen: 7/7/7/6/6/6/5/5/5/4/4/4KM. Beginn mit 3:50 und dann jede Woche 2-3s schneller. Dann ist April, da steigt man auf Vo2-Max Intervalle um, läuft ein oder zwei 3000er und streut zusätzlich 1500/800m Tempo ein. Ab Mai wird dann geballert. So als Vorschlag
TDLs bin ich in diesem Winter nur sehr wenig gelaufen. Ohne es zu wissen glaube ich aber, dass TDLs für die Vorbereitungszeit sehr gut geeiggnet sein könnten um eine gute aerobe Basis zu schaffen.
Was ich bei deinem Vorschlag nicht ganz verstehe: ab wann beginnt deine vorgeschlagene Progession? Sie würde ja 12 Wochen dauern.
Von jetzt an habe ich noch 19 Wochen Zeit bis zum Saisonhöhepunkt Mitte Juli. Würdest du die TDLs bis 7 Wochen vor dem Saisonhöhepunkt laufen oder war dein Vorschlag so abgestimmt




D.h. du würdest erst später nach den ersten 12 Wochen mit Vo2-Max Intervalle anfangen? Warum nicht von Beginn an Vo2max Intervalle parallel zu den TDLs machen? Oder meinst du wären 3 QTEs
(Schnelligkeit, Vo2max, TDL)

in der Woche für Simon zu viel sind?


Ja genau das habe ich mich auch gefragt. 3 QTEs sollten für mich machbar sein.
Und ich dachte in der Vorbereitungszeit ähnlich.
Immer natürlich mit unterschiedlichen Programmen:
1x Schnelligkeit pro Woche
1x TDL oder Langintervalle im "Schwellenbereich" (HM-10km RT)
1x ganz grob Bereich "VO2max": 3k-5k RT. Beginnend mit ganz kurzen Intervallen, 200er bis 400er um einfach das zügige Laufen nicht zu verlernen.
Je näher es dann Richtung Saisonhöhepunkt geht umso mehr geht es dann in Richtung "harte" VO2max", sowas wie Rolli beschrieben hat, 5x1000-3x1000 immer schneller und so.
Eigentlich hatte ich also gedacht zumindest immer mal wieder auch VO2max in der Vorbereitung anzusprechen.
Das wäre ganz grob für März und April denkbar.

Im März+April würde ich gerne zur Vorbereitung nutzen und nochmal wieder Fundament aufzubauen. Wettkämpfe also eher nicht, und wenn, dann höchstens aus dem vollen Training heraus um nicht zuviel Training zu "verlieren".
Im Mai könnte ich mal ein, zwei 1500er laufen als Indikator, ob ich auch aerob was drauf habe.

Ab ca. Mai würde ich anfangen auch im Bereich 1500er RT trainieren um langsam in Fahrt zu kommen.
Ab Anfang Juni dann spezifische 800er Einheiten inkl. 800m WKs, 5-6 Wochen wären dafür Zeit. Wenn man davor in den Monaten die aerobe und anaerobe Kapazität aufgebaut hat, könnte das so funktionieren.




Sorry, dass ich zu viel frage aber ist für mich immer noch nicht ganz klar auch wenn ohne Gültigkeitsanspruch.

Nur wer fragt, kommt weiter voran :nick:




(im Gegensatz zu dir hbef - ich sehe dich eher umgekehrt mit mehr Schnelligkeitsstärke). Aber wie gesagt nur meine persönliche Meinung aus der Ferne, die nix heißen soll und vielleicht täusche ich mich auch.
Deswegen müssten deine persönliche Erfahrungen - als Läufertyp, der mehr aus der Schnelligkeitsseite käme - für jemanden wie Simon - als Läufertyp, der mehr aus der Ausdauerseite käme - nicht unbedingt den gleichen Erfolg liefern.
Raj, du darfst aber auch nicht vergessen, hbef ist vor allem in letzter Zeit extrem starke lange Intervalle und TDLs gelaufen. Seine wöchentlichen Trainingseinheiten waren auf allen Ebenen sehr stark und meiner Meinung nach auch sehr ausgeglichen.
Als reiner "Sprintertyp" läufst du auch nicht mal eben so 3x3000@3:25, was er ja gut hinbekommen hat.
Ohne ihn jemals persönlich gesehen zu haben sehe ich ihn vom Läufertyp her auch als Gewinner :hallo::zwinker4:
Er ist einfach eine Leistungsliga höher und demenstrechend überall schneller als ich :nick:
Da werde ich jetzt aber mit Fleiß und smartem Training versuchen gegenzusteuern :D

RunSim
05.03.2020, 11:49
Ich kann Dir da nur zustimmen. Ich laufe ja selbst (ok in letzter Zeit nicht) ein paar lockere Einheiten mit Mittelstrecklern und Hindernisläufern. Meine eigene Pace bei lockeren DL ist ca. MRT+20% und etwas langsamer. Bei einem anspruchsvollen Plan habe ich damit die besten Erfahrungen gemacht. Mit den Mittelstrecklern und Hindernisläufern laufen wir auch in etwa diese Pace. Und hier muss man sagen, daß dies bei denen wohl eher MRT+30% ist. Und wir sprechen hier über die deutsche Spitze. Und sehr sicher ist das ganze auch von der jeweiligen Saisonphase abhängig.
Es gibt sicher auch Läufer, die hier deutlich schneller unterwegs sind. Aber die Geschwindigkeit der lockeren DL ist mit Sicherheit kein Präjudiz für die Leistungsfähigkeit bzw. Leistungsentwicklung.

Läufst du mit denen ausschließlich lockere DLs und die dann in einem gleichbleibenden Tempo?
Oder streuen die in den Dauerläufen auch Abschnitte in zügigerem Tempo ein, wenn ich bei deinen Intensitätsangaben bleibe, dann z.B. sowas wie
4-5x(2km MRT+20% + 1km MRT+10%)
oder
2km MRT+20% + 6km MRT+10% + 4km MRT+20%

Weißt du, was ich meine?
Man kann ja generell die Einheiten zwischen den QTEs komplett nur im lockeren Tempo laufen oder auch Abschnitte etwas zügiger laufen (aber natürlich noch nicht im Bereich, wo es wirklich schnell sondern eher angenehm zügig wird)


Kannst bzw. darfst du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, was die Mittelstreckler und Hindernisläufer, mit denen du unterwegs bist, sonst so machen? Also neben den lockeren Läufen.
Haben die MDler dann eher 800m oder 1500m als Kerndisziplin?
Trainieren sie jede Woche Schnelligkeit, auch in den Vorbereitungswochen, und wenn ja, in welcher Form?





Horwill
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Horwill bislang noch nicht kannte. Danke, klingt interessant. :daumen:

Rolli
05.03.2020, 13:10
Suggestive Frage, suggestive Antwort: Ja, wäre es wohl. Zumindest unter dem Aspekt der Laufstiloptimierung. Aber leider kann man nicht lange genug im 800m Tempo rennen, um die anderen notwendigen Komponenten für eine gute Leistung auf der Distanz zu trainieren. Sonst wäre es auch kein 800m Tempo.

Eigentlich soll die Frage zum Nachdenken anregen und nicht suggestiv rüber kommen. Jeder Art des Trainings erfüllt ihre, auch wenn auf ersten Blick scheinbar kontraproduktive, Aufgabe. Und einige Einheiten eignen sich für erreichen der Ziele schlechter oder besser, oder besser gesagt: "gut" und "besser"

Somit haben auch langsame LLDL ihre Daseinsberechtigung. (in diesem Fall Verbesserung der mitochondriale Biogenese der langsam zuckende Muskelfaser. Theorie vielleicht später)

Was Horwill da empfiehlt ist gar nicht so neu oder ungewöhnlich. Ich selbst trainiere die 17-20-jährigen Jugendliche so (vielleicht ohne 18km in MRT) Das Ziel ist optimale und maximale Erweiterung der FT- und Anaeroben Fähigkeiten. Doch so ein Training ist auch für mich doch einseitig. Erst mit 21-22 starten wir dann mit dem Ausbau der Ausdauer, um ein auch die Fähigkeiten zu nutzen. Und erst dann kommt der richtiger Schub auf alle Distanzen, von 400 - 10000m.

Thema "Verschlechterung des Laufstils durch langsames laufen". Es ist einfach ein Irrtum der in den 60ger von einem Trainer in die Welt gesetzt wurde aber bis jetzt nicht bewiesen wurde. Im Gegenteil: langsames Lausen verschlechtert nicht den Laufstil, hilft aber einige Laufökonimiesierung-Prozesse (z.B. Ca+ Ausschüttung, was nur durch LLDL trainierbar ist) zu verbessern. Der beste Beispiel sind Sprinter... sie traben wirklich seeeeeehr langsam, wenn sie DL laufen müsse (was sie natürlich nicht gerne tun) Da sind die Laufstile um Meilen entfernt.

leviathan
05.03.2020, 17:40
Aber Du erkennst schon die Unterschiede zwischen Horwills 10km- und 800m-Plan?

Ja klar. Das war aber nicht die Fragestellung.


Für die 800m spielen lockere Läufe nur eine untergeordnete Rolle.

Das kommt drauf an über welches Trainingssystem wir schreiben. Bei Horwill spielen lockere Läufe gar keine Rolle.

leviathan
05.03.2020, 17:47
Läufst du mit denen ausschließlich lockere DLs und die dann in einem gleichbleibenden Tempo?


Meistens schon. Aber am Ende wird man eben auch mal schneller. Gewollt ist das nicht immer, passiert halt. Ansonsten mache ich mit den Jungs kein Training. Bei den TDL bin (war) ich immer noch ganz gut in der Lage mal Tempo zu machen. Auf der Bahn kannst Du das vergessen. Die sind so unglaublich schnell. Da kann ich nicht mithalten. Für die Frauen habe ich immer mal die Pace gemacht. Und manchmal hilft es einfach nur, wenn auf der Bahn noch jemand anderes leidet, auch wenn man eigentlich nicht wirklich gemeinsam trainiert. In den letzten zwei, drei Jahren hatte ich meine QTEs aber eher auf der Straße oder im Gelände im Rahmen von Fartleks absolviert. Da war die körperliche Belastung ähnlich, aber vom Kopf ist mir das deutlich leichter gefallen.

Von daher kann ich Dir aktuell gar nicht so viel über das Training berichten. Wir quatschen beim Joggen über Gott und die Welt. Die sind ja auch mal froh, wenn es nicht ums Training geht :P

alcano
05.03.2020, 20:27
@Simon: Weils mir gerade aufgefallen ist, wie fit bzw. spezifisch vorbereitet warst du jeweils bei deinen PBs und was denkst du hättest du da eigentlich so drauf auf den verschiedenen Distanzen bei optimaler (und spezifischer) Vorbereitung?

hbef
05.03.2020, 22:12
Wie sahen denn deine persönliche Erfahrungen genau aus?
Was hast du genau gegenüber was erfahren, dass du der Meinung bist, dass schnelle TDLs sinnvoller wären als langsamere TDLs für 800m?
Hast du einmal für 800m-Vorbereitung mit langsameren TDLs die Saison vorbereitet und dann das nächste mal die andere von dir empfohlene TDL-Herangehensweise mit schnelleren TDLs getestet? Wie sahen dann die Ergebnisse aus?

Die Antwort wird dich enttäuschen. Habe da keine Vergleichswerte für verschiedene 800m-Vorbereitungen, sondern einfach die Erfahrung, dass ich mich mit schnelleren DL und TDL auch auf der Bahn wohler und besser gerüstet für schnelle Tempi gefühlt habe. Ich habe letztes Jahr im Sommer relativ stark auf 3000m und 5KM fokussiert und bin da sehr viele kurze, schnelle TDL gelaufen. Kaum DL, und wenn dann auch sehr flott und eher kurz. Ich bin dann adhoc im August auf der Bahn die 4:20 auf 1500 gelaufen - ohne spezifische Einheiten dafür. Natürlich kann ich nicht sagen, dass mich alleine die TDL auf der Distanz stark gemacht haben. Aber ich bin sicher, dass sie einen Anteil haben. Ich glaube auch nicht, dass ich mit mehr 1500m Einheiten und langsameren DL schneller gewesen wäre. Aber das ist halt alles viel Bauchgefühl. Ich kann und will da gar nicht gegen die Theorie/langjährige Erfahrung argumentieren (@Rolli, auch auf deinen Post bezogen). Ich denke aber gleichzeitig, dass zu viel theoretisiert wird und zu selten auf das Gefühl gehört wird. (Muss gerade wie ein Klimawandelleugner klingen, für den es ja "gefühlt" nicht wärmer wird :D)








Meinst du wirklich 2-3s schneller jede Woche oder eher jedes Block (d.h. die 6 km TDLs 2-3s schneller als die 7 km TDLs usw)?
Sonst müsste Simon nach 12 Wochen 24-36 sec pro km = 3:26 - 3:14/km schneller die kurzen TDLs laufen :teufel:


4KM in 3:26 oder sogar in 3:20 werden für Simon in guter Form machbar sein.





D.h. du würdest erst später nach den ersten 12 Wochen mit Vo2-Max Intervalle anfangen? Warum nicht von Beginn an Vo2max Intervalle parallel zu den TDLs machen? Oder meinst du wären 3 QTEs
(Schnelligkeit, Vo2max, TDL)
in der Woche für Simon zu viel sind?
[QUOTE=Rajazy;2624724]


Ob das zu viel ist kann ich nicht beurteilen. Es kommt halt auch auf die Saisonplanung an. Für mich wäre eine rein auf 800m fokussierte einfach Periodisierung nicht machbar, allein psychisch. Wenn Simon im August in die Saisonpause geht und dann erst ab Mai wieder ambitioniert WK laufen würde, wären das ja quasi 7 Monate Grundlage. Länger als 3-4 Monate kann ich mir für mich nicht vorstellen. Eine sehr lange Grundlagenphase macht natürlich die Progression auch schwieriger, da muss man schon sehr langsam steigern. Mein Vorschlag war jetzt eher so ausgerichtet, dass man vielleicht im Oktober ein bisschen ambitioniert noch was auf der Straße läuft, dann im November Saisonpause/nach Lust und Laune, dann im Dezember langsam die Umfänge etwas aufbauen. Januar/Februar/März dann die beschriebenen Wochen. Muss aber zugeben, dass eher meine Präferenz und jetzt nicht unbedingt spezifisch auf Simon ausgerichtet ist :D

hbef
05.03.2020, 23:02
Was ich bei deinem Vorschlag nicht ganz verstehe: ab wann beginnt deine vorgeschlagene Progession? Sie würde ja 12 Wochen dauern.
Von jetzt an habe ich noch 19 Wochen Zeit bis zum Saisonhöhepunkt Mitte Juli. Würdest du die TDLs bis 7 Wochen vor dem Saisonhöhepunkt laufen oder war dein Vorschlag so abgestimmt


Ich hatte das jetzt aus der Perspektive MD-Start im Mai angedacht, die 12 Wochen dann tatsächlich Januar-März. Ich denke aber, man kann sie durchaus auch etwas weiter in den Frühling reinziehen. Gerade wenn der Saisonhöhepunkt erst Mittel Juli ist. Im April dann vielleicht alle zwei Wochen TDL, mit Intervallen im 3-5K-Tempo alternieren? Wenn du im Mai dann 1500mTempo einstreust, dazu Schnelligkeit und VO2-Max + evtl. WK, wird es schon schwieriger die TDL unterzubringen. Würde ich dann vermutlich bei Fokus 800m eher weglassen, bzw. vielleicht mal einen machen. Bei Fokus auf 1500 (und erst Recht bei 3000) würde ich versuchen, die auch bis tief in die Saison beizubehalten. Ich halte TDL für ziemlich wichtig. Im WK gibt es halt auch keine Pausen. Bin sowieso Fan von simplen Einheiten (2000m im 3000m-Tempo, 3K im 5K Tempo, 6KM im 10KM Tempo etc.). Natürlich immer dosiert einsetzen.



Ja genau das habe ich mich auch gefragt. 3 QTEs sollten für mich machbar sein.
Und ich dachte in der Vorbereitungszeit ähnlich.
Immer natürlich mit unterschiedlichen Programmen:
1x Schnelligkeit pro Woche
1x TDL oder Langintervalle im "Schwellenbereich" (HM-10km RT)
1x ganz grob Bereich "VO2max": 3k-5k RT. Beginnend mit ganz kurzen Intervallen, 200er bis 400er um einfach das zügige Laufen nicht zu verlernen.
Je näher es dann Richtung Saisonhöhepunkt geht umso mehr geht es dann in Richtung "harte" VO2max", sowas wie Rolli beschrieben hat, 5x1000-3x1000 immer schneller und so.
Eigentlich hatte ich also gedacht zumindest immer mal wieder auch VO2max in der Vorbereitung anzusprechen.
Das wäre ganz grob für März und April denkbar.

Im März+April würde ich gerne zur Vorbereitung nutzen und nochmal wieder Fundament aufzubauen. Wettkämpfe also eher nicht, und wenn, dann höchstens aus dem vollen Training heraus um nicht zuviel Training zu "verlieren".
Im Mai könnte ich mal ein, zwei 1500er laufen als Indikator, ob ich auch aerob was drauf habe.

Ab ca. Mai würde ich anfangen auch im Bereich 1500er RT trainieren um langsam in Fahrt zu kommen.
Ab Anfang Juni dann spezifische 800er Einheiten inkl. 800m WKs, 5-6 Wochen wären dafür Zeit. Wenn man davor in den Monaten die aerobe und anaerobe Kapazität aufgebaut hat, könnte das so funktionieren.


Ich finde, das sieht sehr durchdacht aus. Kommt halt auch etwas darauf an, wie lange deine Vorbereitungszeit insgesamt ist (generell in der Saisonplanung). Hab es schon als Antwort auf Raj geschrieben, wenn du 7 Monate auf den Höhepunkt hinarbeitest, würde ich nicht mit 3 Tempoeinheiten anfangen. Und halt auch extrem langsam steigern. VO2-Einheiten wären dann bei mir am Anfang wirklich pillepalle, 8x30/30s oder sowas. Ich denke übrigens nicht, dass man auf unserem Niveau so eine lange Vorbereitung braucht. Wer drei Monate ohne Unterbrechungen gut trainieren kann, wird schon ziemlich nah an die Topform kommen können. Wir fangen ja alle nicht bei 0 an und könnten wahrscheinlich auch nach 2 Monaten Laufpause noch passabel über alle Distanzen performen.





Raj, du darfst aber auch nicht vergessen, hbef ist vor allem in letzter Zeit extrem starke lange Intervalle und TDLs gelaufen. Seine wöchentlichen Trainingseinheiten waren auf allen Ebenen sehr stark und meiner Meinung nach auch sehr ausgeglichen.
Als reiner "Sprintertyp" läufst du auch nicht mal eben so 3x3000@3:25, was er ja gut hinbekommen hat.
Ohne ihn jemals persönlich gesehen zu haben sehe ich ihn vom Läufertyp her auch als Gewinner :hallo::zwinker4:
Er ist einfach eine Leistungsliga höher und demenstrechend überall schneller als ich :nick:
Da werde ich jetzt aber mit Fleiß und smartem Training versuchen gegenzusteuern :D

Danke für die Blumen, aber was zählt ist auf dem Platz. Und den habe ich noch nicht betreten ;)

Brian
06.03.2020, 05:43
Das kommt drauf an über welches Trainingssystem wir schreiben. Bei Horwill spielen lockere Läufe gar keine Rolle.

Bingo!

Ich wehre mich nur dagegen, wenn hier immer wieder behauptet wird, sehr langsame Dauerläufe mit zum Beispiel 65% wären der Königsweg für Topzeiten und ohne diese Läufe ginge es nicht. Sogar über 800m. So kommt es bei mir jedenfalls an.

In meinem Umfeld kenne ich ein paar Athleten, die ca. 30km pro Woche trainieren und trotzdem für ihre Verhältnisse sehr schnell sind. Unser Sprinter spult auch nicht die Wahnsinnsumfänge ab.

Welche Wochenumfänge absolvieren denn 800m-Topläufer? Ich meine nicht die Marathonläufer, denn wir sind hier im Mittelstreckenfaden. Hat jemand Daten zu dem Thema? Rolli sprach es mal kurz an.

alcano
06.03.2020, 07:16
Ich wehre mich nur dagegen, wenn hier immer wieder behauptet wird, sehr langsame Dauerläufe mit zum Beispiel 65% wären der Königsweg für Topzeiten und ohne diese Läufe ginge es nicht. Sogar über 800m.
Kannst du ein Beispiel zeigen, wo das behauptet wird?


Welche Wochenumfänge absolvieren denn 800m-Topläufer?
50-160 km/Woche

Brian
06.03.2020, 08:38
Kannst du ein Beispiel zeigen, wo das behauptet wird?
Das könnte ich, nur habe ich jetzt keine Zeit dazu!



50-160 km/Woche
Woher hast Du die Information? Steht Dir vielleicht sogar eine Quellenangabe zur Verfügung?

So etwas ähnliches habe ich vermutet. Es gibt eben unterschiedliche Trainingssysteme. Darüber hinaus wird auch mit Sicherheit im Rahmen eines periodisierten Trainings saisonal unterschiedlich trainiert. Das heißt, in der Wettkampfphase wird anders trainiert als im Grundlagentraining, eine banale Erkenntnis.

RunSim
06.03.2020, 11:34
Levi, schade, dachte ich hätte hier ein paar Geheimnisse einsacken können :zwinker5:
Meistens ist es aber so, dass einzelne Einheiten sowieso nicht den Erfolg eines Sportlers ausmachen sondern vielmehr der gesamte Aufbau.
Und an solche Ssachen kommt man leider eh so gut wie nie dran...



Ich hatte das jetzt aus der Perspektive MD-Start im Mai angedacht

Ah, dann verstehe ich jetzt auch deine Ideen. Du hast einfach in anderen Monaten deine Ziele gesetzt.




die 12 Wochen dann tatsächlich Januar-März. Ich denke aber, man kann sie durchaus auch etwas weiter in den Frühling reinziehen. Gerade wenn der Saisonhöhepunkt erst Mittel Juli ist. Im April dann vielleicht alle zwei Wochen TDL, mit Intervallen im 3-5K-Tempo alternieren? Wenn du im Mai dann 1500mTempo einstreust, dazu Schnelligkeit und VO2-Max + evtl. WK, wird es schon schwieriger die TDL unterzubringen. Würde ich dann vermutlich bei Fokus 800m eher weglassen, bzw. vielleicht mal einen machen. Bei Fokus auf 1500 (und erst Recht bei 3000) würde ich versuchen, die auch bis tief in die Saison beizubehalten. Ich halte TDL für ziemlich wichtig. Im WK gibt es halt auch keine Pausen. Bin sowieso Fan von simplen Einheiten (2000m im 3000m-Tempo, 3K im 5K Tempo, 6KM im 10KM Tempo etc.). Natürlich immer dosiert einsetzen.

Ja, das deckt sich ganz gut mit meinen Überlegungen.

Mal ganz grob angerissen:
Eine QTE pro Woche wäre prinzipiell immer für Schnelligkeit/Schnelligkeitsausdauer reserviert. Die genauen Trainingsinhalte müsste man hier natürlich noch planen.
Danach könnte/sollte man 30´Stabi machen.

2 QTEs pro Woche wären dann noch frei:
März:
1. lange TDL/Langintervalle
2. Kurze IVs in 5k-10k RT

April:
1. mittellange TDL/Langintervalle
2. 2. VO2max (3k-5k RT), kurze IVs 200er/400er/600er

Mai:
1. kurze TDL/
2. 1500m RT oder 1500m WK

Juni/Juli:
1. "intensive" MD-VO2max (siehe Rolli)
2. 800m RT oder 800m WK



Ich finde, das sieht sehr durchdacht aus. Kommt halt auch etwas darauf an, wie lange deine Vorbereitungszeit insgesamt ist (generell in der Saisonplanung). Hab es schon als Antwort auf Raj geschrieben, wenn du 7 Monate auf den Höhepunkt hinarbeitest, würde ich nicht mit 3 Tempoeinheiten anfangen. Und halt auch extrem langsam steigern. VO2-Einheiten wären dann bei mir am Anfang wirklich pillepalle, 8x30/30s oder sowas. Ich denke übrigens nicht, dass man auf unserem Niveau so eine lange Vorbereitung braucht. Wer drei Monate ohne Unterbrechungen gut trainieren kann, wird schon ziemlich nah an die Topform kommen können. Wir fangen ja alle nicht bei 0 an und könnten wahrscheinlich auch nach 2 Monaten Laufpause noch passabel über alle Distanzen performen.

7 Monate Aufbau halte ich für unsereiner auch zu lang, da bin ich voll bei dir. Ich habe ab jetzt ja 4 1/2 Monate Zeit, das sollte absolut ausreichend sein.
Danach würde ich versuchen noch ein bisschen auf der Bahn zu laufen, so bis Mitte/Ende August.
September/Oktober ggf. etwas mehr Umfang und ein paar Straßenläufe zur Überbrückung mitnehmen.
Dann 2 Wochen Saisonpause und im Novembe rwieder Start der neuen Vorbereitung.




@Simon: Weils mir gerade aufgefallen ist, wie fit bzw. spezifisch vorbereitet warst du jeweils bei deinen PBs und was denkst du hättest du da eigentlich so drauf auf den verschiedenen Distanzen bei optimaler (und spezifischer) Vorbereitung?
Gute Frage! da muss ich mal überlegen, melde mich noch dazu :daumen:

alcano
06.03.2020, 13:37
Levi, schade, dachte ich hätte hier ein paar Geheimnisse einsacken können :zwinker5:
Du kommst doch aus dem Kanusport (hoffe ich habe das nicht falsch in Erinnerung). Gab es da (Trainings-)Geheimnisse?


Meistens ist es aber so, dass einzelne Einheiten sowieso nicht den Erfolg eines Sportlers ausmachen sondern vielmehr der gesamte Aufbau.
Und auch den zu kennen hilft relativ wenig, wenn man nicht weiß, warum die Person so trainiert hat. Und ob ein Sportler z.B. eher trainingsfaul ist oder immer 100% gibt oder was der Grund für ein bestimmtes Trainingstempo (an einem bestimmten Tag) ist geht daraus leider meist auch nicht hervor. Genau so wenig wie das ganze Drumherum aussieht (Aufwärmprogramm, Krafttraining, Physio, Regenerationsmaßnahmen, Ernährung, Schlafgewohnheiten, sonstiger Lebenswandel).


Und an solche Ssachen kommt man leider eh so gut wie nie dran...
Und wenn Sportler ihr Training öffentlich posten (z.B. die Athlet*innen von HOKA NAZ Elite, von denen die meisten allerdings eher auf den längeren Strecken unterwegs sind: https://www.finalsurge.com/nazelite), dann merkt man, wie banal das meist aussieht.

alcano
06.03.2020, 13:42
Das könnte ich, nur habe ich jetzt keine Zeit dazu!
Dann mach das doch mal, wenn du irgendwann Zeit dazu hast.


Woher hast Du die Information? Steht Dir vielleicht sogar eine Quellenangabe zur Verfügung?
Präsentationen, Gespräche, Bücher, Studien, Artikel, Blogs, Social Media.


So etwas ähnliches habe ich vermutet. Es gibt eben unterschiedliche Trainingssysteme.
Etwas anderes hat hier meines Wissens niemand je behauptet.

Rolli
06.03.2020, 13:49
Die Antwort wird dich enttäuschen. Habe da keine Vergleichswerte für verschiedene 800m-Vorbereitungen, sondern einfach die Erfahrung, dass ich mich mit schnelleren DL und TDL auch auf der Bahn wohler und besser gerüstet für schnelle Tempi gefühlt habe. Ich habe letztes Jahr im Sommer relativ stark auf 3000m und 5KM fokussiert und bin da sehr viele kurze, schnelle TDL gelaufen. Kaum DL, und wenn dann auch sehr flott und eher kurz. Ich bin dann adhoc im August auf der Bahn die 4:20 auf 1500 gelaufen - ohne spezifische Einheiten dafür. Natürlich kann ich nicht sagen, dass mich alleine die TDL auf der Distanz stark gemacht haben. Aber ich bin sicher, dass sie einen Anteil haben. Ich glaube auch nicht, dass ich mit mehr 1500m Einheiten und langsameren DL schneller gewesen wäre. Aber das ist halt alles viel Bauchgefühl. Ich kann und will da gar nicht gegen die Theorie/langjährige Erfahrung argumentieren (@Rolli, auch auf deinen Post bezogen). Ich denke aber gleichzeitig, dass zu viel theoretisiert wird und zu selten auf das Gefühl gehört wird.


Ich will gar nicht Dein Training kritisieren. Aber:

sondern einfach die Erfahrung, dass ich mich mit schnelleren DL und TDL auch auf der Bahn wohler und besser gerüstet für schnelle Tempi gefühlt habe.
... wohle und besser zu welchem Trainingsform? Kannst Du doch vergleichen? Oder ist das einfach eine einmalige Erfahrung, was "wohl und gut" bedeuten würde und Dir das "wohler und besser" einfach nicht bekannt ist.

Deine 4:20/1500m ist zwar schon sehr gut aber kein Maßstab für ein Trainingsprogramm, weil ich bzw. tausende andere Trainer diese Grenze bei verschiedenen Läufern mit verschiedenen Trainingsformen (deutlich) unterboten haben. Natürlich, die von Dir vorgeschlagene kurze TDL 2000m in 3kmT u.ä. ist auch bei uns Standard... ja, in der spezifischen Phase.


Ich denke aber gleichzeitig, dass zu viel theoretisiert wird und zu selten auf das Gefühl gehört wird.
Sorry, aber diesen Satz stufe ich immer als ein Phrase ein. Genau wie: "man muss Schwächen/Läufertyp/Bedarf trainieren".
Solche Setze sind einfach Inhaltslos. Ein Trainingsplan wird immer aus verschiedenen Einheiten zusammen gestellt und einige davon sind Einheiten, die unbeliebt sind, Weh tun, oder einfach unter den Vorgaben geschafft werden können. Sich auf eigenen Gefühl zu verlassen und auf sie zu verzichten ist einer der größten Fehlern, die man machen kann. Und hier hilft eben das theoretisches Wissen: wann, warum, was und was passiert da.

Rolli
06.03.2020, 13:55
Ich wehre mich nur dagegen, wenn hier immer wieder behauptet wird, sehr langsame Dauerläufe mit zum Beispiel 65% wären der Königsweg für Topzeiten und ohne diese Läufe ginge es nicht. Sogar über 800m. So kommt es bei mir jedenfalls an.

Und wer behauptet so was?

leviathan
06.03.2020, 14:13
Levi, schade, dachte ich hätte hier ein paar Geheimnisse einsacken können :zwinker5:
Meistens ist es aber so, dass einzelne Einheiten sowieso nicht den Erfolg eines Sportlers ausmachen sondern vielmehr der gesamte Aufbau.
Und an solche Ssachen kommt man leider eh so gut wie nie dran...


Ich kann Dir aber ein gute Zusammenfassung geben:

1. möglichst nicht verletzen
2. Kontinuität
3. vom allgemeinen zum spezifischen

Und das alles jeweils auf Athlet, den aktuellen Status und die Ziele ausgerichtet. Das sieht in Summe leicht aus. Das Spannungsfeld hat es aber in sich.

Jeder wünscht sich das große Geheimnis. Das gibt es aber nicht :)

Peters
06.03.2020, 14:31
Ich kann Dir aber ein gute Zusammenfassung geben:

1. möglichst nicht verletzen
2. Kontinuität
3. vom allgemeinen zum spezifischen

Und das alles jeweils auf Athlet, den aktuellen Status und die Ziele ausgerichtet. Das sieht in Summe leicht aus. Das Spannungsfeld hat es aber in sich.

Jeder wünscht sich das große Geheimnis. Das gibt es aber nicht :)

Ich glaube Punkt 2 ist schon ein "Geheimnis". Zumindest kommt es mir so vor.

hbef
06.03.2020, 19:17
Ich will gar nicht Dein Training kritisieren. Aber:

... wohle und besser zu welchem Trainingsform? Kannst Du doch vergleichen? Oder ist das einfach eine einmalige Erfahrung, was "wohl und gut" bedeuten würde und Dir das "wohler und besser" einfach nicht bekannt ist.

Deine 4:20/1500m ist zwar schon sehr gut aber kein Maßstab für ein Trainingsprogramm, weil ich bzw. tausende andere Trainer diese Grenze bei verschiedenen Läufern mit verschiedenen Trainingsformen (deutlich) unterboten haben. Natürlich, die von Dir vorgeschlagene kurze TDL 2000m in 3kmT u.ä. ist auch bei uns Standard... ja, in der spezifischen Phase.


Sorry, aber diesen Satz stufe ich immer als ein Phrase ein. Genau wie: "man muss Schwächen/Läufertyp/Bedarf trainieren".
Solche Setze sind einfach Inhaltslos. Ein Trainingsplan wird immer aus verschiedenen Einheiten zusammen gestellt und einige davon sind Einheiten, die unbeliebt sind, Weh tun, oder einfach unter den Vorgaben geschafft werden können. Sich auf eigenen Gefühl zu verlassen und auf sie zu verzichten ist einer der größten Fehlern, die man machen kann. Und hier hilft eben das theoretisches Wissen: wann, warum, was und was passiert da.

Was soll ich darauf antworten? Ich kann nicht deutlicher machen, dass das halt persönliche Erfahrungen waren. Werde da auch gar nicht weiter diskutieren, gehe lieber laufen.

Nur eins noch zur Klarstellung, weil es bei dir etwas so rüber kam: Die 4:20 ist keine Angeberei, deshalb habe ich das nicht erwähnt. Das war nicht als Argument dafür gedacht, dass ich es besser wüsste. Ebenso wenig ist aber dein Argument, dass viele Leute schneller gelaufen sind ein gutes. Dann dürfte nämlich niemand hier diskutieren, weil ja immer jemand schneller war.

Übrigens ist mein Training von letzter Saison eh Schnee von gestern für mich, da ich jetzt einen Trainer habe. Neue Ansätze, neue Erfahrungen.

Rolli
07.03.2020, 11:43
Ich hatte gar nicht den Eindruck, dass du mit der Zeit angeben möchtest, sondern dass du sie als ein Beispiel für ein Trainingskonzept verwenden wolltest. Deswegen habe ich mich darauf bezogen.

Hast du bei dem neuen Trainer schon Unterschiede feststellen können?

RunSim
07.03.2020, 12:51
Leute, viel wichtiger als die Theorie ist die Praxis.
Mittwoch konnte ich wieder erfolgreich läppische 5km locker laufen, was sich aber wie ein TDL angefühlt hat ;-)
Gestern wieder beim Training gewesen aber nur entspannt 8x300m/100m TP gemacht.
Jetzt kann es wieder losgehen :-)

Rolli
07.03.2020, 14:10
Bei mir TL zu Ende... 150km

Brian
07.03.2020, 14:27
Bei mir gab es heute einen TDL auf diesem Boden.

73881

War auch schön! :D

Rolli
07.03.2020, 17:23
Maddin! Das ist aber eine schöne Strecke!

Rolli
07.03.2020, 17:31
Maddin! Das ist aber eine schöne Strecke!

Brian
07.03.2020, 18:16
Maddin! Das ist aber eine schöne Strecke!
Es war noch schlimmer, als es aussieht! :D :D :D

hbef
07.03.2020, 18:26
.
Hast du bei dem neuen Trainer schon Unterschiede feststellen können?

Ja, der Umfang ist höher als letztes Jahr. Da hab ich ja noch alles selbst geplant. Meine Ausdauer hat sich dadurch auf jeden Fall verbessert (nicht ganz so überraschend :D). Ansonsten ist das bisher alles überhaupt nicht sonderlich kompliziert. 3x DL in unterschiedlichen Tempobereichen (die ich fast immer am schnelleren Ende laufe). 1x TDL und 1x IV. Von 400ern bis 3000ern alles dabei. 1x die Woche Sprints habe ich selbstständig hinzugefügt. Dazu regelmäßig Stabi, Lauf ABC. Auch da eher simple Übungen.

Mir hilft der TP, bzw der Trainer auf jeden Fall viel, weil ich so disziplinierter bin. Ist die eine Sache, sich beim eigenen Training zu belügen, und dann 5x600 in in 1:45 zu laufen. Wenn ich aber dem Trainer Rechenschaft schuldig bin, der ja auch Zeit in mich investiert, dann laufe ich halt wie vorgegeben 10x600 in 1:52. Ok, ein bisschen schneller als Vorgabe muss natürlich immer sein :D

alcano
07.03.2020, 18:35
Ok, ein bisschen schneller als Vorgabe muss natürlich immer sein :D
Das lese/höre ich ja ganz oft. Aber warum "muss" das sein? Ich möchte das wirklich verstehen.

Brian
07.03.2020, 19:05
Das lese/höre ich ja ganz oft. Aber warum "muss" das sein? Ich möchte das wirklich verstehen.
Es ist für das Ego gut, wenn man die Intervalle etwas schneller rennen kann, meint er. Es schadet jedenfalls nicht, schneller macht es aber wohl auch nicht.

Rolli
07.03.2020, 19:08
Das lese/höre ich ja ganz oft. Aber warum "muss" das sein? Ich möchte das wirklich verstehen.

:zwinker2:
Kann man das überhaupt erklären?
Manche werden das nie verstehen.

hbef
07.03.2020, 19:30
Ich versuche das morgen mal zu erklären, wenn ich Zeit habe. Rolli, Langlauf Meeting in Oelde, 18.4. Kennst das? Lohnt das? Sind nur 2,5 Stunden von mir.

Rolli
07.03.2020, 19:32
Ich versuche das morgen mal zu erklären, wenn ich Zeit habe. Rolli, Langlauf Meeting in Oelde, 18.4. Kennst das? Lohnt das? Sind nur 2,5 Stunden von mir.

Ja. Wir sind dabei. Was willst Du da laufen? Wir 3000-5000.

hbef
07.03.2020, 22:15
Das klingt sehr gut. Ich würde 5000 laufen. Das Meeting passt auch gut von der Uhrzeit, dann muss ich nicht mitten in der Nacht aufstehen. Wenn nichts dazwischen kommt, bin ich wohl dabei.

Berichte doch noch ein bisschen vom TL. Was seid ihr so gelaufen?

RunSim
08.03.2020, 13:14
@Simon: Weils mir gerade aufgefallen ist, wie fit bzw. spezifisch vorbereitet warst du jeweils bei deinen PBs und was denkst du hättest du da eigentlich so drauf auf den verschiedenen Distanzen bei optimaler (und spezifischer) Vorbereitung?

Hatte ich nicht vergessen, nur irgendwie fällt mir selbst nach längerem Nachdenken keine passende Antwort darauf ein;-)
Bei meiner 800er PB Mitte 2019, 2:04, war ich definitiv fit und auch spezifisch vorbereitet.
Was ich damals anderen Strecken mit spezifischer Vorbereitung hätte laufen können, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sp richtig sagen. Ich tue mir schwer mit so Aussagen, was wäre wenn irgendwas gewesen wäre. Vielmehr orientiere ich mich an den tatsächlichen Ergebnissen.
Die kann man nicht schönreden :-)
Rein vom Gefühl her habe ich mich zu dem Zeitpunkt auch ausdauermäßig recht fit gefühlt. Selbst ohne spezifische Vorbereitung hätte ich mir zum gleichen Zeitpunkt solide Leistungen auf 1500m und 3000m zugetraut.
Das spricht dafür, dass ich damals eher von der Ausdauerseite meine Leistung geliefert habe und zusätzlich ein bisschen Schnelligkeit hatte.

So richtig hat das deine Fragen nicht beantwortet, oder? Bei Interesse müsstest du die Frage noch etwas konkretisieren.
Ging es dir nur um 800m PB oder sich die PBs auf anderen Strecken? Die bin ich ja allesamt aus dem Training und daher ohne spezifische Vorbereitung gelaufen.

alcano
08.03.2020, 13:21
So richtig hat das deine Fragen nicht beantwortet, oder? Bei Interesse müsstest du die Frage noch etwas konkretisieren.
Ging es dir nur um 800m PB oder sich die PBs auf anderen Strecken? Die bin ich ja allesamt aus dem Training und daher ohne spezifische Vorbereitung gelaufen.
Ok, ich versuche zu konkretisieren: Deine PBs auf Strecken über 800 m fallen gegenüber dieser deutlich ab – und zwar je länger die Strecke, desto stärker. Woran liegt das?

Rolli
08.03.2020, 13:22
Das klingt sehr gut. Ich würde 5000 laufen. Das Meeting passt auch gut von der Uhrzeit, dann muss ich nicht mitten in der Nacht aufstehen. Wenn nichts dazwischen kommt, bin ich wohl dabei.

Berichte doch noch ein bisschen vom TL. Was seid ihr so gelaufen?

Leider bin ich (bis jetzt) in Oelde nicht dabei, weil Rad-TL auf Malle. Nur meine Jungs sollen da laufen, was für Dich schon interessanter wäre.

Ich analysiere mein Trainingslager auf Texel morgen (Nachtschicht :D) aber ich muss Dich enttäuschen: es waren nur meine Langstreckler und alte Läute dabei. Also nichts für reine MDler.

leviathan
08.03.2020, 13:31
Ok, ich versuche zu konkretisieren: Deine PBs auf Strecken über 800 m fallen gegenüber dieser deutlich ab – und zwar je länger die Strecke, desto stärker. Woran liegt das?

Am wahrscheinlichsten ist wohl... Talent :wink:

Brian
08.03.2020, 13:50
Ok, ich versuche zu konkretisieren: Deine PBs auf Strecken über 800 m fallen gegenüber dieser deutlich ab – und zwar je länger die Strecke, desto stärker. Woran liegt das?
Weil nicht spezifisch genug (auch von den nötigen Umfängen her) dafür trainiert wurde?

hbef
08.03.2020, 18:03
Ich versuche das morgen mal zu erklären, wenn ich Zeit habe.

Hab drüber nachgedacht, ist eigentlich doch gar nicht so kompliziert.
Wenn man schneller als die Vorgabe laufen kann, gibt das Selbstvertrauen, auch schneller im WK laufen zu können. Langsamer hingegen = schlecht, Zweifel, miese Stimmung. Dass das willkürlich angesetzt ist und in der Praxis kaum (keinen) Unterschied macht, ob man 8x1000 in 3:20 oder 3:21 läuft...geschenkt.
Man muss das natürlich im Rahmen halten. Wer das nicht so gut kann (:hallo:), fährt mit einem Trainer ganz gut. Gerade da muss man aber wiederum aufpassen, wenn der einen vielleicht noch nicht ganz so gut kennt. Wenn man permanent zu schnell läuft, zieht der dann vielleicht das Tempo an, obwohl man schon zu hart läuft. Was besonders gefährlich ist...die erste Wiederholung zu überziehen. Langsamer werden ist nämlich ne Niederlage :D

Meine Woche (Entlastung 61KM):

Mo: Stabi 45' (sehr hart)
Di: 2KM 3:25 + 3KM 3:17, 15KM gesamt
Mi: -
Do: 13,4KM 4:29 + 2x80/60/40m S
Fr: -
Sa: 10x600m 1:50 m. 2'GP + 150m 19s u. 75m 9,3s (ungenau), 12KM gesamt
So: 20,55KM 4:23

Dienstag sieht gut aus, war aber eher versemmelt. Wollte mal 10K Tempo eruieren. Hatte schon so 6KM 3:25 im Kopf, aber irgendwie war das an dem Tag überhaupt nicht machbar. Auch gegen den Wind gestartet und dann nach 2KM abgebrochen, weil da schon viel zu hart. Dann 5'P und mit Wut und etwas Rückenwind 3KM in 9:51 gelaufen. Trotzdem für mich eher ein Hinweis, dass ich besser nicht in 3:24 anlaufe beim 10er.
Die letzten beiden 600er waren am Ende auch etwas zu hart. Trotzdem bin ich mit dem Tempo sehr zufrieden, das waren immerhin 6KM in 3:03.

V-Runner
08.03.2020, 18:36
Wollte mal 10K Tempo eruieren. Hatte schon so 6KM 3:25 im Kopf, aber irgendwie war das an dem Tag überhaupt nicht machbar. Auch gegen den Wind gestartet und dann nach 2KM abgebrochen, weil da schon viel zu hart. Dann 5'P und mit Wut und etwas Rückenwind 3KM in 9:51 gelaufen. Trotzdem für mich eher ein Hinweis, dass ich besser nicht in 3:24 anlaufe beim 10er.

Also 6 km alleine im Training im 10er Tempo laufen zu wollen, ist aber auch brutal. Ich glaube das würde ich nie hinbekommen, auch wenn die Bedingungen noch so ideal und die Beine noch so locker wären. Und wenn doch, dann wäre es kein 10er Tempo :zwinker2:

Erst 2 km in diesem Tempo und dann direkt hinterher noch so super schnelle 3 km, da hast du Sub 34 bestimmt drauf im Wettkampf.

Rolli
08.03.2020, 19:30
Also 6 km alleine im Training im 10er Tempo laufen zu wollen, ist aber auch brutal. Ich glaube das würde ich nie hinbekommen, auch wenn die Bedingungen noch so ideal und die Beine noch so locker wären. Und wenn doch, dann wäre es kein 10er Tempo :zwinker2:

Erst 2 km in diesem Tempo und dann direkt hinterher noch so super schnelle 3 km, da hast du Sub 34 bestimmt drauf im Wettkampf.

Bestimmt nicht. Das wäre nur der Fall, wenn er LD trainieren würde.

hbef
08.03.2020, 20:02
Ich fürchte leider, Rolli hat Recht. Ich bin im November 8KM 3:32 gelaufen und dann im WK 10KM in 35:25. Die Bedingungen waren beide Male optimal.

V-Runner, deine 30KM 3:39 sind übrigens bombastisch. Hätte ich nicht für möglich gehalten, dass du sowas jetzt schon wieder laufen kannst.

V-Runner
08.03.2020, 20:30
Hm, na gut ich konnte das ja nur auf mich beziehen. Aber sicherlich ist das von Läufer zu Läufer verschieden und halt von der Trainingsausrichtung.

Danke! Ein wenig überrascht hatte es mich auch, zumal ich sowas bisher noch nie annähernd gelaufen bin. Und davon ausgehend würde ich wiederum nicht sagen dass ich momentan groß unter 34 Minuten laufen könnte. Dafür muss ich jetzt endlich mal wieder wirklich schnelles Tempo trainieren.

hbef
08.03.2020, 20:36
Übrigens finde ich es mal wieder interessant, wie wir, zwei komplett unterschiedliche Läufertypen mit ganz unterschiedlichem Training, uns bei 10KM treffen und beide etwas schwer tun. Du schätzt dann meine 3KM 3:17 sehr stark ein und siehst da Sub34, was ich mir selbst nicht wirklich zutraue. Ich wiederum sehe deine 30KM 3:39 und wundere mich über die knappe Sub35 (ok, der nächste Zehner wird dann wahrscheinlich schon deutlich schneller). Ein Läufertyp wie ich könnte mit 30KM 3:39 wahrscheinlich deutlich Sub33 laufen. Ich kann mir das allerdings nicht mal vorstellen, so lange in dem Tempo zu laufen. Bin noch nie länger als 26KM am Stück gelaufen.

Edit: V-Runner war schneller :D

V-Runner
08.03.2020, 21:23
Es führen eben viele Wege nach Rom, vlt. treten wir ja irgendwann auch mal direkt gegeneinander an. Aber sicher nicht über 800 m :wink: Für den HM bin ich jetzt jedenfalls deutlich zuversichtlicher und beim Marathon würde es vermutlich auch schon zur 2:35 h reichen. Vor allem über die 10 km soll es aber noch besser werden. Evtl. schon im April Sub 33. Danach probiere ich mich wohl auch mal wieder an 1500-5000 m. Da kann ich die Zeiten ja so nicht stehen lassen.

Für deine aktuellen Ziele (ich meine maximal 10 km) reichen 26 km ja auch locker aus. Zumindest regelmäßig 20 km, was du ja anscheinend auch machst, sind aber sicher sehr vernünftig!

RunSim
08.03.2020, 22:36
Ok, ich versuche zu konkretisieren: Deine PBs auf Strecken über 800 m fallen gegenüber dieser deutlich ab – und zwar je länger die Strecke, desto stärker. Woran liegt das?

Levis Vermutung könnte nicht ganz so falsch sein ;-) aber eine Selbsteinschätzung fällt mir da schwer.
Maddin hat wohl auch nicht unrecht, da ich für alles länger als 800m gar nicht spezifisch vorbereitet habe und die Trainingsumfänge für z.B. 10km Wettkämpfe relativ gering waren.
Den 10er bin ich im Herbst 2018 nach 5 Wochen Grundlagentraining gelaufen. Da waren ein paar Intervalle im Schwellentempo dabei aber 10k Renntempo eigentlich gar nicht.
Der Lauf war zudem ein dreiviertel Jahr vor meiner 800m Bestzeit.
Dir aktuelle 5km PB bin ich nach nur kurzen Training nach 3 monatiger Verletzungspause gelaufen.
Das soll jetzt natürlich alles keine Ausrede sein, nicht falsch verstehen.

Wenn es so weiter geht, kann ich ab Mitte kommender Woche wieder mit richtigem Training beginnen. Dann wird man in den nächsten Monaten hoffentlich sehen, was bei mir gut anspricht und was nicht ;-)


Achso, 18.04. Oelde hab ich mir auch mal unverbindlich eingetragen. Kann nix versprechen, aber wäre eine schöne Gelegenheit ;-)

Brian
09.03.2020, 07:36
Das soll jetzt natürlich alles keine Ausrede sein, nicht falsch verstehen.
Das ist keine Ausrede, sondern eine logische Erklärung. Eine gute Zeit über 10km muss man sich mühsam erarbeiten. Mein alter Trainer nannte Wochenumfänge ab 80km als Grundvoraussetzung für gute Leistungen über 10km. Das war bisher nie Dein Fokus. Wenn Du Dich eine Halbsaison gezielt auf 10km vorbereiten würdest, dann würde die Topzeit von alleine kommen.

Rolli
09.03.2020, 09:28
Levis Vermutung könnte nicht ganz so falsch sein ;-) aber eine Selbsteinschätzung fällt mir da schwer.
Maddin hat wohl auch nicht unrecht, da ich für alles länger als 800m gar nicht spezifisch vorbereitet habe und die Trainingsumfänge für z.B. 10km Wettkämpfe relativ gering waren.
Den 10er bin ich im Herbst 2018 nach 5 Wochen Grundlagentraining gelaufen. Da waren ein paar Intervalle im Schwellentempo dabei aber 10k Renntempo eigentlich gar nicht.
Der Lauf war zudem ein dreiviertel Jahr vor meiner 800m Bestzeit.
Dir aktuelle 5km PB bin ich nach nur kurzen Training nach 3 monatiger Verletzungspause gelaufen.
Das soll jetzt natürlich alles keine Ausrede sein, nicht falsch verstehen.

Wenn es so weiter geht, kann ich ab Mitte kommender Woche wieder mit richtigem Training beginnen. Dann wird man in den nächsten Monaten hoffentlich sehen, was bei mir gut anspricht und was nicht ;-)


Achso, 18.04. Oelde hab ich mir auch mal unverbindlich eingetragen. Kann nix versprechen, aber wäre eine schöne Gelegenheit ;-)

Ich finde PB's die mit der Streckenlänge immer schlechter werden nicht mal annähernd so schlimm wie PB's, die mit der Streckenlänge deutlich besser werden.

leviathan
09.03.2020, 09:37
Ich finde PB's die mit der Streckenlänge immer schlechter werden nicht mal annähernd so schlimm wie PB's, die mit der Streckenlänge deutlich besser werden.

Da würde ich Dir aus folgendem Grund zustimmen:

Bessere Leistungen auf kürzeren Strecken zeigen ein größeres Talent in Bezug auf die Grundgeschwindigkeit und somit Potential mit Fleiß auch auf den längeren Strecken schneller sein zu können. Umgekehrt zeigt es, daß man wohl schon ziemlich fleißig war und der Hebel immer kleiner wird.

Rolli
09.03.2020, 09:39
Da würde ich Dir aus folgendem Grund zustimmen:

Bessere Leistungen auf kürzeren Strecken zeigen ein größeres Talent in Bezug auf die Grundgeschwindigkeit und somit Potential mit Fleiß auch auf den längeren Strecken schneller sein zu können. Umgekehrt zeigt es, daß man wohl schon ziemlich fleißig war und der Hebel immer kleiner wird.

Genau. :daumen:

Brian
09.03.2020, 09:49
Ok, ich versuche zu konkretisieren: Deine PBs auf Strecken über 800 m fallen gegenüber dieser deutlich ab – und zwar je länger die Strecke, desto stärker. Woran liegt das?

Diese Frage wurde nun umfassend beantwortet.

leviathan
09.03.2020, 10:04
Genau. :daumen:

Great minds think alike :)

Ich habe eine Frage zu einem Statement von Dir weiter oben. Da hattest Du geschrieben, daß Du Deine jungen Athleten erst versuchst anaerob zu entwickeln und erst später aerob. Ich hatte das zwar nicht digital verstanden, aber die Richtung so mitgenommen. Wenn dem so ist, verstehe ich das nicht. Beide Komponenten kann man immer entwickeln. Wobei der Aufbau der aeroben Komponente viel langwieriger und nachhaltiger ist. Man sollte das auf keinen Fall vernachlässigen.

Viel wichtiger als die Entwicklung des anaeroben Stoffwechsels finde ich die motorischen Fähigkeiten und die muskuläre Entwicklung. Das diese häufig mit einem eher anaerob funktionierenden Stoffwechsel einhergeht, ist eher eine Nebenerscheinung. Es ist aber nicht das Ziel. Oder hatte ich da etwas falsch verstanden? Oder vielleicht hast Du auch eine andere Meinung dazu?

RunSim
09.03.2020, 10:05
Ich finde PB's die mit der Streckenlänge immer schlechter werden nicht mal annähernd so schlimm wie PB's, die mit der Streckenlänge deutlich besser werden.
Rolli, keine Grundsatzdiskussion bidde :zwinker2: :geil: :D
Edit: ah jetzt verstehe ich das. :D:daumen: zum Glück hab ich dann noch Potential ;-)



V-Runner, deine 30km sind aber auch brutal stark, puh...:peinlich:

Rolli
09.03.2020, 10:38
Great minds think alike :)

Ich habe eine Frage zu einem Statement von Dir weiter oben. Da hattest Du geschrieben, daß Du Deine jungen Athleten erst versuchst anaerob zu entwickeln und erst später aerob. Ich hatte das zwar nicht digital verstanden, aber die Richtung so mitgenommen. Wenn dem so ist, verstehe ich das nicht. Beide Komponenten kann man immer entwickeln. Wobei der Aufbau der aeroben Komponente viel langwieriger und nachhaltiger ist. Man sollte das auf keinen Fall vernachlässigen.

Viel wichtiger als die Entwicklung des anaeroben Stoffwechsels finde ich die motorischen Fähigkeiten und die muskuläre Entwicklung. Das diese häufig mit einem eher anaerob funktionierenden Stoffwechsel einhergeht, ist eher eine Nebenerscheinung. Es ist aber nicht das Ziel. Oder hatte ich da etwas falsch verstanden? Oder vielleicht hast Du auch eine andere Meinung dazu?

Ich weiß nicht , ob das nicht etwas aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Es geht mir gar nicht so um Anaerob/Aerob, sondern viel mehr im biomechanische Aspekte des Laufens. Ganz einfach gesagt lernen die Athleten zuerst schnell zu laufen, danach die Funktion der FT-Muskeln zu verbessern und erst am Ende werden die ST gezielt bearbeitet. Natürlich passiert vieles gleichzeitig, aber als Zielsetzung ist das die Vorgehensweise.


Beide Komponenten kann man immer entwickeln. Wobei der Aufbau der aeroben Komponente viel langwieriger und nachhaltiger ist.
Ja, aber durch zu frühere Orientierung auf LD (aerob) versperrt fast immer den Weg richtig schnell laufen zu können.

Übrigens, für mich gibt es keine Zielstrecke, worauf man sich langfristig von schnell zu lang vorbereitet, sondern Periodenziele. Wenn, zum Beispiel für 800m trainiert wird, ist das nicht Vorbereitungstraining für 3000m, sondern ein Training für 800m PB. Die Verschiebung zu LD erfolgt mit Alter automatisch.

alcano
09.03.2020, 11:06
zum Glück hab ich dann noch Potential ;-)
Ich bin mir sicher, du hast in Richtung beider Extreme (Schnelligkeit, "aerobe Ausdauer") noch Potenzial. Die Frage, die ich mir deshalb stelle: wie viel Luft nach oben ist da jeweils noch und wie kannst du das meiste aus diesem Potenzial machen? Mein Ansatz wäre hier – natürlich auch abhängig davon, wie deine mittel- bis langfristigen Ziele aussehen – erstmal gezielt verstärkt an diesen Bereichen zu arbeiten. In anderen Worten: warum mit großem Aufwand an den letzten 10% (hartes, spezifisches Training) arbeiten, wenn die grundlegenden 90% noch alles andere als ausgeschöpft sind?

Das soll nicht heißen, dass ich empfehlen würde gar kein spezifisches Training zu absolvieren. Aber da das maximal erreichbare Wettkampftempo nun mal sowohl schnelligkeits- als auch ausdauerseitig begrenzt ist, wäre es nicht sinnvoll, erstmal so viel wie möglich an diesen Begrenzern zu arbeiten und erst wenn hier die Kurve von Ertrag im Verhältnis zu Aufwand deutlich abflacht verstärkt spezifisch zu trainieren? Einen gewissen Anteil harter, spezifischer Einheiten solltest du natürlich weiterhin drin haben, nicht zuletzt um Körper und Kopf daran zu gewöhnen und diesen Anteil in den nächsten Jahren weiter erhöhen zu können, ohne bei Null beginnen zu müssen. Davon abgesehen sollte man keinen Aspekt über längere Zeit komplett vernachlässigen, das führt früher oder später fast immer zu Problemen oder suboptimaler Entwicklung. Und außerdem will man ja auch in der Gegenwart vernünftige Ergebnisse erzielen können und nicht erst in x Jahren. :zwinker5:

Diesbezüglich gibt es aber natürlich ganz unterschiedliche Ansichten und Herangehensweisen. Manche Trainer schwören auf viel spezifisches Training von Anfang an, andere tasten sich eher "von außen" an dieses Training heran. Genauso wie manche behaupten, langsames Joggen sei Gift für die Schnelligkeit und zerstöre deshalb jede Möglichkeit, später mithalten zu können mit schnelleren Läufern – während andere davon überzeugt sind, dass ohne genügend hohe Umfänge schon relativ früh im Trainingsprozess das langfristige Potenzial niemals erreicht werden kann. Das Spannende – oder Frustrierende, je nach Sichtweise – ist dabei ja, dass alle möglichen Herangehensweisen zu Erfolg führen können. Wenn man diese unterschiedlichen Ansätze dann aber mal genauer betrachtet, merkt man oftmals, dass sie sich gar nicht so stark unterscheiden. Lediglich die Gewichtung einzelner Elemente ist eine etwas andere, die Elemente selber unterscheiden sich nicht groß.

Und auch wenn Rolli das vermutlich anders sieht: ich bin je länger desto mehr davon überzeugt, dass das Training vor allem zum Trainierenden passen muss (sowohl von den physischen Voraussetzungen her als auch vom mentalen Aspekt) und dieser zu 100% daran glaubt, dass es auch erfolgreich sein wird. Denn wer glaubt, dass das Training nicht wirklich passt und erfolgsversprechend ist, wird im allgemeinen weder wirklich 100% im Training geben noch sich komplett an die Vorgaben halten und über kurz oder lang die Motivation verlieren.

Brian
09.03.2020, 12:06
Ich bin mir sicher, du hast in Richtung beider Extreme (Schnelligkeit, "aerobe Ausdauer") noch Potenzial. Die Frage, die ich mir deshalb stelle: wie viel Luft nach oben ist da jeweils noch und wie kannst du das meiste aus diesem Potenzial machen? Mein Ansatz wäre hier – natürlich auch abhängig davon, wie deine mittel- bis langfristigen Ziele aussehen – erstmal gezielt verstärkt an diesen Bereichen zu arbeiten. In anderen Worten: warum mit großem Aufwand an den letzten 10% (hartes, spezifisches Training) arbeiten, wenn die grundlegenden 90% noch alles andere als ausgeschöpft sind?

Ich würde erst einmal versuchen (und ich denke, Rolli sieht es ähnlich), über 800m deutlich unter 2min zu kommen. Danach wäre für die Langdistanz immer noch Zeit.

Trainiere drei Jahre Mitteldistanz, dann hast Du vielleicht irgendwann Dein Potential ausgeschöpft. Das wäre jedenfalls meine Herangehensweise.

Rolli
09.03.2020, 13:15
Und auch wenn Rolli das vermutlich anders sieht: ich bin je länger desto mehr davon überzeugt, dass das Training vor allem zum Trainierenden passen muss (sowohl von den physischen Voraussetzungen her als auch vom mentalen Aspekt) und dieser zu 100% daran glaubt, dass es auch erfolgreich sein wird. Denn wer glaubt, dass das Training nicht wirklich passt und erfolgsversprechend ist, wird im allgemeinen weder wirklich 100% im Training geben noch sich komplett an die Vorgaben halten und über kurz oder lang die Motivation verlieren.

Warum soll ich das anders sehen? Wie willst Du es feststellen, was zu einem Sportler zu 100% passt?

alcano
09.03.2020, 13:43
Ich würde erst einmal versuchen (und ich denke, Rolli sieht es ähnlich), über 800m deutlich unter 2min zu kommen. Danach wäre für die Langdistanz immer noch Zeit.

Trainiere drei Jahre Mitteldistanz, dann hast Du vielleicht irgendwann Dein Potential ausgeschöpft. Das wäre jedenfalls meine Herangehensweise.
Das widerspricht dem was ich geschrieben habe nicht. Nur ist meine Herangehensweise die, dass ich mir überlege, welche Komponenten denn dafür sorgen, dass man eine möglichst gute Leistung über 800 m erbringen kann. Diese unterscheiden sich übrigens nicht stark von denjenigen, die auch für eine gute Langstreckenleistung erforderlich sind. Und dann würde ich versuchen, an diesen zu arbeiten. Das sehr spezifische Training ist dann nur noch das i-Tüpfelchen.

Und nur damit hier keine Missverständnisse auftreten: Ich halte Grundlagentraining für sehr wichtig, denn darauf baut nunmal das spezifische Training auf. Grundlagentraining bedeutet aber keineswegs, nur langsam durch die Gegend zu joggen. Da gehören Arbeit an Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer genau so dazu wie die Schulung des Körpergefühls und der Lauftechnik (auch wenn ich hier noch ziemlich unsicher bin, wie man diesbezüglich "optimal" vorgehen sollte).


Warum soll ich das anders sehen?
Aufgrund dieser Aussage:

Sorry, aber diesen Satz stufe ich immer als ein Phrase ein. Genau wie: "man muss Schwächen/Läufertyp/Bedarf trainieren".
Solche Setze sind einfach Inhaltslos.
Habe ich vielleicht aber auch einfach falsch interpretiert.


Wie willst Du es feststellen, was zu einem Sportler zu 100% passt?
Das ist logischerweise nicht möglich. Aber das Training gibt im Allgemeinen schon einen deutlichen Hinweis darauf, wo die Stärken und Schwächen liegen (z.B. eher kurze/schnelle Wiederholungen mit langen Pausen oder eher viele nicht ganz so schnelle Wiederholungen mit relativ kurzen Pausen; wie schnell kann jemand sprinten; wie ausdauernd ist jemand), das weißt du selber sicher viel besser als ich. Was das Psychologische betrifft: einerseits einfach fragen (z.B. welche Einheiten geben Selbstvertrauen, welche werden gerne absolviert und wieso – hier muss man natürlich aufpassen, weil viele einfach das gerne machen, worin sie besonders gut sind und was nicht unbedingt auch immer das Sinnvollste sein muss), andererseits beobachten. Auch das machst du doch ganz bestimmt.

Und natürlich kann man nicht jedem Mitglied einer Gruppe einen eigenen Trainingsplan schreiben. Aber gerade bei Läufern, die sich wie wir hier größtenteils selber trainieren und viele Einheiten alleine absolvieren hat man meines Erachtens viele Möglichkeiten, das Training auf das Individuum zuzuschneiden. Da ist dann wiederum eher das Problem, dass es schwer fällt, sich selber wirklich objektiv zu beurteilen.

Rolli
09.03.2020, 13:55
Aufgrund dieser Aussage:

Habe ich vielleicht aber auch einfach falsch interpretiert.

Du wertest das als Angriff auf Deine Aussage?
Für mich ist das einfach Inhaltslos. Ich kann nicht heute um 18:00 Uhr im Stadion sagen: heute trainieren alle ihre Schwächen/nach Läufertyp/nach Bedarf trainieren. Es wird nach Konkreten Vorgaben gefragt. Und um Deine Frage vorwegzunehmen, es bedeutet nicht, dass die Athleten nicht nach den Regeln trainieren.

Brian
09.03.2020, 14:27
Und nur damit hier keine Missverständnisse auftreten: Ich halte Grundlagentraining für sehr wichtig, denn darauf baut nunmal das spezifische Training auf. Grundlagentraining bedeutet aber keineswegs, nur langsam durch die Gegend zu joggen. Da gehören Arbeit an Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer genau so dazu wie die Schulung des Körpergefühls und der Lauftechnik (auch wenn ich hier noch ziemlich unsicher bin, wie man diesbezüglich "optimal" vorgehen sollte).


Grundlagentraining macht jeder von uns, der etwas vom Training versteht, nicht nur im Winter. Gelegentlich wird ein Grundlagenblock im Sommer eingeschoben, wenn die Grundlage mal verloren gegangen ist.

Auch im Winter sprechen viele von uns die Temposeite an, in Testwettkämpfen, bei Bergaufsprints, im Rahmen von Fartlek, TWL und Langintervallen an der Schwelle. Auch GA1-Dl gehören dazu, ich selbst laufe sie im Winter mit 80 bis 85% vom Maximum (3km-Rt), wenn die schnellen Einheiten noch nicht so im Vordergrund stehen wie im Frühjahr/Sommer - mit Erlaubnis meines Trainers. Zur Zeit laufe ich meine Dl wieder langsamer, um die Tempoeinheiten besser hinzubekommen.

alcano
09.03.2020, 15:11
Ich kann nicht heute um 18:00 Uhr im Stadion sagen: heute trainieren alle ihre Schwächen/nach Läufertyp/nach Bedarf trainieren. Es wird nach Konkreten Vorgaben gefragt.
Sehen diese konkreten Vorgaben für alle komplett gleich aus oder passt du sie an Schwächen/Läufertyp/Bedarf an?


Und um Deine Frage vorwegzunehmen, es bedeutet nicht, dass die Athleten nicht nach den Regeln trainieren.
Welche Frage hätte zu dieser Antwort geführt? Ich kann dir leider gerade nicht folgen.

Rolli
09.03.2020, 15:21
Sehen diese konkreten Vorgaben für alle komplett gleich aus oder passt du sie an Schwächen/Läufertyp/Bedarf an?

Ist das überhaupt möglich anders einen Athleten zu trainieren?

Rolli
09.03.2020, 15:24
Welche Frage hätte zu dieser Antwort geführt? Ich kann dir leider gerade nicht folgen.
Auf diese Unterstellung:


Und auch wenn Rolli das vermutlich anders sieht: ich bin je länger desto mehr davon überzeugt, dass das Training vor allem zum Trainierenden passen muss

alcano
09.03.2020, 15:32
Ist das überhaupt möglich anders einen Athleten zu trainieren?
Bestimmt irgendwie. :D Kannst du ein Beispiel dafür geben, wie du das konkret umsetzt im Vereinstraining? Also wie du z.B. Läufer unterschiedlich traineren lässt, die ähnliche Ziele haben aber unterschiedliche Läufertypen sind? Da fehlt mir nämlich wirklich einfach die Erfahrung.

alcano
09.03.2020, 15:35
Grundlagentraining macht jeder von uns, der etwas vom Training versteht, nicht nur im Winter. Gelegentlich wird ein Grundlagenblock im Sommer eingeschoben, wenn die Grundlage mal verloren gegangen ist.
Ich frage mich allerdings regelmäßig, ob in diesem "Grundlagentraining" auch wirklich die Grundlagen trainiert werden oder ob es nicht oft vielmehr einfach unspezifisches Training ist, das halt als Grundlagentraining bezeichnet wird.

Rolli
09.03.2020, 15:38
Bestimmt irgendwie. :D Kannst du ein Beispiel dafür geben, wie du das konkret umsetzt im Vereinstraining? Also wie du z.B. Läufer unterschiedlich traineren lässt, die ähnliche Ziele haben aber unterschiedliche Läufertypen sind? Da fehlt mir nämlich wirklich einfach die Erfahrung.

5x1200m
5x1000m
5x600m
10x200m
1x800m+4x150

Alle laufen zusammen und jeder trainiert für sich. Meistens jedoch wird die Gruppe auf Untergruppen geteilt.

Brian
09.03.2020, 16:05
Ich frage mich allerdings regelmäßig, ob in diesem "Grundlagentraining" auch wirklich die Grundlagen trainiert werden oder ob es nicht oft vielmehr einfach unspezifisches Training ist, das halt als Grundlagentraining bezeichnet wird.
80km pro Woche im 6er-Schnitt ist jedenfalls kein Grundlagentraining. Zu den Grundlagen zählen nach meinem Verständnis Kraftausdauer, Koordination, Technik, Kraft und allgemeine Ausdauer.

Ich selbst trainiere schon seit Jahren mit Trainer und Jahrestrainingsplänen, weiß also genau, wovon ich schreibe.

RunSim
09.03.2020, 20:41
Heute 3,2km@9:22. Bester km in 8:50.
Sprich kurze Sprints ;-)

3x4x40m fliegend, maximal mit 1:30-2'P / 5'SP.

Gestoppt mit der D.eDoc Methode, sprich Uhr in der Hand gehalten, hat gut geklappt.
Gingen alle in 4,8-5,1 Sekunden weg.
4,8 glaube ich nicht, ich gehe mal so von 5,0 aus ;-)

Hat jemand zufällig Vergleiche?

Schnell ist es nicht, das weiß ich, wären ja nur 12,5 auf 100m fliegend, was ich natürlich nicht hinbekommen würde.
Jetzt möchte ich immer schneller und schneller werden. Das war ja nur der Anfang :-)

hbef
09.03.2020, 20:58
Heute 3,2km@9:22. Bester km in 8:50.


Richtig so. Als Laufanfänger schön immer abwechselnd laufen und gehen :D

Spaß beiseite, schön, dass du wieder am Start bist. 40m Vergleiche hab ich leider nicht. Die kurzen Sachen stoppe ich nie.

RunSim
09.03.2020, 23:05
Ja genau! Nicht zu schnell zuviel wollen ;-)
Ist eigentlich auch besser zumindest nicht alle kurzen Sprints zu stoppen und eher auf den Laufstil und so zu achten.

Werde demnächst hoffentlich mal 50m/60m/80m fliegend und 100m Hochstart stoppen, damit meine Ausgangssituation klar ist.
150m und 200m müsste ich dann eigentlich auch noch dazu nehmen.
Vielleicht mal bei gutem Wetter eine Pyramide mit langen Pausen.

Rolli
10.03.2020, 12:55
MIst!
Heute in der Nacht mein Trainingslager zusammengerechnet... es waren nur 147km. :motz:
Ich kann mein Saison wieder vergessen...

Brian
10.03.2020, 13:00
MIst!
Heute in der Nacht mein Trainingslager zusammengerechnet... es waren nur 147km. :motz:
Ich kann mein Saison wieder vergessen...
Rolli, Du stehst offenbar komplett neben Dir! :klatsch: Was ist los mit Dir? :D

Rolli
10.03.2020, 13:10
Rolli, Du stehst offenbar komplett neben Dir! :klatsch: Was ist los mit Dir? :D

Wie kommst Du auf solche Feststellung? Soll ich zu Arzt?

Brian
10.03.2020, 13:34
Wie kommst Du auf solche Feststellung? Soll ich zu Arzt? Corona?
:D :D :D

Rolli
10.03.2020, 13:52
Corona?
:D :D :D

Bitte genauer erklären, weil ich immer wieder Probleme habe Dich zu verstehen. Was hat Corona mit meiner Aussage zu tun?

RunSim
10.03.2020, 14:02
MIst!
Heute in der Nacht mein Trainingslager zusammengerechnet... es waren nur 147km. :motz:
Wieviel läufst du da sonst so?



Ich kann mein Saison wieder vergessen...
:teufel:



Rolli, ich glaube Maddins Antwort war einfach nur lustig gemeint. Es stand keine ernsthafte Aussage dahinter :wink:

Rolli
10.03.2020, 14:07
160-180km
Irgendwie war alles sehr schwer...

Brian
10.03.2020, 14:09
Rolli, ich glaube Maddins Antwort war einfach nur lustig gemeint. Es stand keine ernsthafte Aussage dahinter :wink:
Das ist Sarkasmus in Verbindung mit Galgenhumor und kann durchaus als Ausrede für Rollis Formkrise herhalten! :D

@Rolli: Deine miserable Form hat spätestens dann ein Ende, wenn ich Dir im Nacken sitze! :teufel:

Rolli
10.03.2020, 14:11
Das ist Sarkasmus in Verbindung mit Galgenhumor und kann durchaus als Ausrede für Rollis Formkrise herhalten! :D

@Rolli: Deine miserable Form hat spätestens dann ein Ende, wenn ich Dir im Nacken sitze! :teufel:

Und wie hast Du meine Formkrise festgestellt? Habe ich eine?

leviathan
10.03.2020, 14:16
@Rolli: Deine miserable Form hat spätestens dann ein Ende, wenn ich Dir im Nacken sitze! :teufel:

Ich bin ziemlich enttäusucht, daß Rolli nicht noch die drei Runden um die Kirche gelaufen ist. Dann wären es 150km gewesen, die Saison wäre schon als Erfolg eingebucht. Und nun? Alles für die Katz. Und wer ist Schuld? Vielleicht waren es Touristen, die den Weg um die Kirche verstellt haben.

Rolli
10.03.2020, 14:25
Die 3 Kilometer hätte ich wahrscheinlich auch gemacht, diesmal habe ich aber auf das klassische Zettel-Aufschreiben (OK... Excel) verzichtet und erst gestern alles von der Uhr aufsummiert.

Bin mal gespannt, ob durch die Corona, jetzt plötzlich die Bahnveranstaltungen mehr Zulauf bekommen.

RunSim
10.03.2020, 14:26
Rolli, sonst legst du doch auch mehr Wert auf Qualität als auf km-zählen!
Wie waren die schneller gelaufenen Einheiten, liefen die gut?

RunSim
10.03.2020, 14:27
Bin mal gespannt, ob durch die Corona, jetzt plötzlich die Bahnveranstaltungen mehr Zulauf bekommen.
Hallenveranstaltungen auf jeden Fall nicht! Das Hallensportfest am 15.03. in Dortmund wurde abgesagt!!!! :nick:

Rolli
10.03.2020, 14:28
Rolli, ich glaube Maddins Antwort war einfach nur lustig gemeint. Es stand keine ernsthafte Aussage dahinter :wink:

Das :klatsch: hat mich doch schon irritiert.

Brian
10.03.2020, 14:32
Und wie hast Du meine Formkrise festgestellt? Habe ich eine?
Ich nehme Dich doch nur auf den Arm! :D

RunSim
10.03.2020, 14:34
Das :klatsch: hat mich doch schon irritiert.

Der Maddin schreibt gerade in so vielen Threads, da hat er wohl die Übersicht verloren, wo er gerade schreibt :nick::teufel:
Ich kann es bei Maddin leider auch nicht mehr nachvollziehen.
Mal Mittelstrecke, mal Masters-Faden, mal 10km Sub38. :peinlich:

Rolli
10.03.2020, 14:35
Ich nehme Dich doch nur auf den Arm! :D

Nein! Du versuchst mich zu verunsichern. Das sind Psychospielchen die leicht zu durchschauen sind, vor allem, wenn man so eine Frau hat, wie meine. :D

RunSim
10.03.2020, 14:45
or allem, wenn man so eine Frau hat, wie meine. :D
Ich kommentiere mal mit einem passenden Zitat:
"...vom Training hast du sowieso keine Ahnung!" (Rollis Frau)

Brian
10.03.2020, 15:03
Der Maddin schreibt gerade in so vielen Threads, da hat er wohl die Übersicht verloren, wo er gerade schreibt :nick::teufel:
Ich kann es bei Maddin leider auch nicht mehr nachvollziehen.
Mal Mittelstrecke, mal Masters-Faden, mal 10km Sub38. :peinlich:
Hier ist doch der Corona-faden, oder? Ich habe gerade beim Leichtathletikverband nachgefragt: der 10er in 12 Tagen findet wohl statt! Puh, Glück gehabt!

Schon den Corona-Song gehört? Den höre ich zur Zeit 10x am Tag! :D

https://www.youtube.com/watch?v=q-SFWc0dGfE

Es war meine Idee, den Song umzubenennen, andere machen mir alles nach! Guckstu:

https://youtu.be/uo7HB-slsm4


Hier ist ein alter, angestaubter Song aus den 70er-Jahren, der heute wieder hochaktuell ist:

My Corona - The Knack

https://youtu.be/bbr60I0u2Ng

Das aktuelle Thema wird auch von Hammerfall in einem neuen Song textlich verarbeitet:

https://youtu.be/077eTzjEwZg

Und dazu ein Corona - Prost!

:hihi:

Rolli
10.03.2020, 22:24
Ja. Wir sind dabei. Was willst Du da laufen? Wir 3000-5000.

Leider müssen wir die Teilnahme absagen. Ich schicke die Jungs nach Borkum inst TL mit befreundeten Verein.
Somit ist es fraglich, ob da gute Leute antreten. Vor 2 Jahren habe da ich noch mit 17:30 (oder so) gewonnen. Also sub16-Teilnehmer nur Glücksache.

Wir überlegen selbst einen "privaten" Bahnwettkampf zu organisieren... wegen den ganzen Absagen.

hbef
10.03.2020, 22:44
Hmm schade, für 17er Zeiten brauch ich nicht hin. Sag Bescheid, wenn du hörst, dass doch noch ein paar schnellere Leute dabei sind.

Brian
11.03.2020, 07:47
@hbef: wir laufen am Sonntag in 11 Tagen im gleichen Rennen. Ich habe runtergemeldet in die M45.

hbef
11.03.2020, 08:14
Ich bin schon heiß. In der M 45 sind drei Kollegen aus meinem Verein gemeldet, einer davon gerade Fünfter bei den DM über 3000 geworden in 9:47. Der andere letztes Jahr noch Sub34 gelaufen. Wir werden wohl mit 8-10 Leuten am Start sein.

Brian
11.03.2020, 08:22
Was meinst Du: Hat sich Deine Vereinszugehörigkeit nachteilig oder vorteilhaft auf Deine Leistungen ausgewirkt? Letztes Jahr warst Du noch vereinslos.

hbef
11.03.2020, 08:47
Kann ich nicht sagen, weil ich es 1. nur zum gemeinsamen Stabizirkel gelegentlich geschafft und sonst alles weiterhin alleine trainiert habe. 2.hatte ich noch keine Wettkämpfe in diesem Jahr. Die Trainingsresultate deuten aber schon auf eine Verbesserung bei den LD hin.

RunSim
11.03.2020, 10:01
Ich bin schon heiß.
Ah, ein schönes Gefühl, das Aufgeregtsein vor dem Wettkampf :nick:
Hast du dir dafür schon ein genaues Ziel gesetzt oder wann legst du sowas immer fest?
Bei wichtigen Wettkämpfen fängt es bie mir 2 Wochen vorher an, dass ich darüber sporadisch nachdenke.
In der Woche vor dem Wettkampf laufe ich die Zeiten dann im Kopf bzw in den Träumen (erfolgreich). Das geht dann auch immer mal einher mit selbstkritischen Phasen inkl. Zweifeln. Und dann ist mein Kopf auf Wettkampf gepolt. Während des Wettkampfes denke ich dann aber gar nicht mehr darüber nach. Mit dem Startschuss sind alle Überlegungen und auch Zweifel weg.
Für mich persönlich passt das ganz gut. Aber da ist wohl jeder anders, daher finde ich das interessant, wie andere da so ticken :zwinker5:


Gestern konnte ich übrigens nicht trainieren. Die kurzen Sprints am Montag waren wohl fürs erste doch etwas intensiv bzw. noch ungewohnt.
Gestern ordentlich Muskelkater in den Beinen gehabt und auch heute morgen fühle ich es noch etwas. Aber heute Abend werde ich natürlich wieder auf die Bahn gehen, aber nix wildes :nick:
Da soll mal noch einer sagen, dass Sprints kein Training seien :D

Brian
11.03.2020, 13:41
Ich bin sehr froh, dass die kleinen Sportfeste auf lokaler, regionaler und auf Meisterschaftsebene kaum von Absagen betroffen zu sein scheinen, solange sie im Freien stattfinden. Bei diesen kleinen Veranstaltungen sind Volks- und Hobbyläufer außen vor, sie sind Vereinsmitgliedern vorbehalten. Ich muss gestehen, dass ich deswegen nicht traurig bin.

leviathan
11.03.2020, 14:08
Bei diesen kleinen Veranstaltungen sind Volks- und Hobbyläufer außen vor, sie sind Vereinsmitgliedern vorbehalten. Ich muss gestehen, dass ich deswegen nicht traurig bin.

Wir sind hier alle Volks- und Hobbyläufer :wink:

Und ich finde es sehr schade, daß diese Veranstaltungen ausfallen. Immerhin sind sie eine tolle Motivation für viele überhaupt etwas zu machen.

RunSim
11.03.2020, 14:48
Ich bin sehr froh, dass die kleinen Sportfeste auf lokaler, regionaler und auf Meisterschaftsebene kaum von Absagen betroffen zu sein scheinen, solange sie im Freien stattfinden. Bei diesen kleinen Veranstaltungen sind Volks- und Hobbyläufer außen vor, sie sind Vereinsmitgliedern vorbehalten. Ich muss gestehen, dass ich deswegen nicht traurig bin.

Du vergisst wohl, dass 95% der Leichtathletik-Vereinsmitglieder Hobby- und Volksläufer sind. Mich selbst dabei eingeschlossen.
Nur weil sie eine Vereinzugehörigkeit besitzen, hebt sie das nicht automatisch auf eine andere Stufe.
Vereinszugehörigkeit ist ganz einfach käuflich. So wie ein Burger bei McDonalds.
Die elitäre Denkweise von "Vereinsathleten" geht mir ehrlich gesagt am Ar... vorbei.
Hier freut es mich, wenn diese arroganten Möchtegern-Profis mal bei einem Vooooolkslauf abgelatzt werden :nick: :D
Zum Glück habe ich bislang nur wenige solcher Leute getroffen :nick:

Und für alle Leichtathletik-Vereinsmitglieder, die sich freuen, dass nur die Volksläufe abgesagt werden und ihre Bahnwettkämpfe bislang nicht davon betroffen sind. Für die würde ich mich freuen, wenn sie demnächst mal das gleiche Schicksal ereilt wie ihre Kollegen von der Hobbyläufer-Fraktion. Dann wissen sie nämlich, wie blöd es ist, wenn einem ohne eigenes Vergehen die Freude am Sport genommen wird. Können sie dann mal am eigenen Leib erfahren. Karma und so....

Brian
11.03.2020, 15:52
Wir sind hier alle Volks- und Hobbyläufer :wink:

Und ich finde es sehr schade, daß diese Veranstaltungen ausfallen. Immerhin sind sie eine tolle Motivation für viele überhaupt etwas zu machen.
Diese Argunentation kann ich nachvollziehen, aber so sind die Verhältnisse nun mal. Ich selbst bin froh, dass ich von den Absagen kaum betroffen bin und wie jedes Jahr an ca. 16 bis 18 Wettkämpfen teilnehmen kann, Corona zum Trotz. Glück gehabt!

Jeder hat die Möglichkeit, sich einem Verein anzuschließen und sich einen Startpass zu organisieren!

leviathan
11.03.2020, 16:02
Ich selbst bin froh, dass ich von den Absagen kaum betroffen bin und wie jedes Jahr an ca. 16 bis 18 Wettkämpfen teilnehmen kann, Corona zum Trotz. Glück gehabt!

Ich würde da erstmal abwarten. Fix ist das nicht. Da werden viele noch freiwillig absagen. Und selbst wenn nicht, wissen wir nicht wie weit sich das noch nach unten bricht. Dann gibt es eine Zeit lang nur noch Strava Wettkämpfe.

Brian
11.03.2020, 17:28
Ich würde da erstmal abwarten. Fix ist das nicht. Da werden viele noch freiwillig absagen. Und selbst wenn nicht, wissen wir nicht wie weit sich das noch nach unten bricht. Dann gibt es eine Zeit lang nur noch Strava Wettkämpfe.
Ich bin mir nicht sicher, ob Wettkämpfe mit 50 Teilnehmern wirklich gefährdet sein werden.

Okay, den Frankfurt und den Hannover Marathon schreibe ich ab.

badrunner
12.03.2020, 16:57
Ich melde mich auch mal wieder:)
Gestern endlich wieder eine gute Einheit. Dieses Mal auf der Straße.
4x1200m in 3:35-3:15 Min/Km + 1x600m Pause:2-3 Minuten

Gutes Gefühl, bin gespannt was so in diesem Jahr möglich ist.
Werde am Samstag die erste Mittelstreckeneinheit meines Lebens laufen. Das wird hart!:klatsch:

RunSim
13.03.2020, 12:01
Ich melde mich auch mal wieder:)
Gestern endlich wieder eine gute Einheit. Dieses Mal auf der Straße.
4x1200m in 3:35-3:15 Min/Km + 1x600m Pause:2-3 Minuten

Gutes Gefühl, bin gespannt was so in diesem Jahr möglich ist.
Werde am Samstag die erste Mittelstreckeneinheit meines Lebens laufen. Das wird hart!:klatsch:
Schöne Einheit! :daumen:
Und Freu dich schon auf Samstag :D
Ok, mit Wettkämpfen kann man aktuell ja leider nicht so richtig planen, aber hast du demnächst was angedacht und wenn ja auf welcher Strecke?




Achso, mein Verein hat soeben das Trainingslager über Ostern aufgrund der aktuellen Situation abgesagt.
Ich möchte hier keine Corona Diskussion entfachen. Auf der einen Seite finde ich das persönlich natürlich sehr schade, hatte mich schon wie ein Kind darauf gefreut. Auf der anderen Seite kann ich auch gut damit Leben mein "Ego" (laufen laufen laufen!!!) auch mal ein bisschen hinten anzustellen.
Urlaub habe ich ja eh, dann gehe ich halt selber für mich mehr laufen :nick:

Rolli
13.03.2020, 12:33
Mal schauen, ob wir nächste Woche überhaupt noch trainieren dürfen. Nicht in der Gruppe aber auch alleine im Wald auch nicht mehr. Siehe Italien.

hbef
13.03.2020, 13:04
Ah, ein schönes Gefühl, das Aufgeregtsein vor dem Wettkampf :nick:
Hast du dir dafür schon ein genaues Ziel gesetzt oder wann legst du sowas immer fest?


Hat sich wieder etwas gelegt. Weil das gerade beruflich recht hektische Zeiten sind (Corona) und man zudem ja noch nicht so ganz sicher sein kann, ob der WK stattfindet (auch Corona), ist auch die Motivation etwas unten. Dazu dann noch Regen, seit sechs Wochen quasi immer starker Wind und Dunkelheit...zu den DL musste ich mich zuletzt immer etwas aufraffen. Hab natürlich trotzdem alles durchgezogen.

MEINE Zielzeit ist bei normalen Bedingungen 34:30. Ich telefoniere aber die Tage mit dem Trainer und höre mir mal an, was der so empfiehlt anzulaufen.

RunSim
13.03.2020, 15:57
Ja, ist zurzeit unberechenbar, wie sich das mit den Wettkämpfen verhalten wird.
Es fallen mittlerweile bei uns in der Gegend sogar ganz kleine Volksläufe aus. Morgen ein 5+10km Lauf, mit meistens so ca. 100 Startern, wurde gestern abgesagt.
Ich persönlich plane bis Mai zunächst mal mit keinen Wettkämpfen mehr. Wenn, dann würde ich kurzfristg was laufen und halt einfach so mitnehmen als Vorbereitung.

Dunkelheit und Regen sind bald vorbei, dann geht´s noch steiler aufwärts mit dir ;-)
Hat mich auch etwas in meiner Motivation gedämpft, aber is ja bald passé.

34:30 würde ich als Außenstehender auch als durchaus realistisch ansehen :daumen:

hbef
13.03.2020, 17:05
Mein obiger Beitrag ist hinsichtlich der LM noch deutlich zu optimistisch formuliert, fällt mir gerade so auf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Lauf ausfällt. Niedersachsen hat den kompletten Amateurfußball eingestellt, wo deutlich weniger Menschen auf engem Raum versammelt sind. Bremen ebenso. Dort ist sogar der komplette Breitensport auf Eis gelegt. Städtische Sportanlagen sind gesperrt, in der Theorie komme ich also nicht mal mehr auf die Bahn.
Dementsprechend trainiere ich zwar bis nächste Woche Sonntag so, als ob die LM stattfinden. Glauben tue ich aber nicht daran.

Ich werde es danach wie du halten und vor Mai keine WK planen. Bringt ja auch nichts, wenn ich mich jetzt für irgendwelche 5er im April anmelde. Vielleicht laufe ich dann harte Testläufe für mich selbst, wobei man da natürlich nie die Ergebnisse wie im WK erzielen kann.

badrunner
13.03.2020, 17:06
@RunSim: Ja ich hatte geplant in Pliehausen am 10.Mai die 1000m zu laufen. Gehe aber davon aus, dass die Veranstaltung auch abgesagt wird. Bis zum Sommer möchte ich dann auf jeden Fall mal 800m, 1000m und 3000m gelaufen sein. Falls nicht im Wettkampf einfach für mich alleine auf der Bahn:)

hbef
13.03.2020, 18:44
LM jetzt offiziell abgesagt. Mal schauen, wie ich jetzt weitertrainiere.

hbef
13.03.2020, 19:20
Nächstes Wochenende RW 10000m-Meisterschaften im Fernduell? 25 Runden auf der Bahn. V-Runner? Martin? Irgendwer?

Brian
13.03.2020, 19:22
LM jetzt offiziell abgesagt. Mal schauen, wie ich jetzt weitertrainiere.
Erst einmal bis zum 19.4. sind alle Veranstaltungen abgesagt. Ich überlege, einen Grundlagenblock einzuschieben.

hbef
13.03.2020, 19:28
Ich werde meine Wettkämpfe durchziehen. Und wenn ich das ganze Jahr alleine auf der Bahn gegen die Uhr renne.

V-Runner
13.03.2020, 20:16
Nächstes Wochenende RW 10000m-Meisterschaften im Fernduell? 25 Runden auf der Bahn. V-Runner? Martin? Irgendwer?

Klingt schon interessant. Ich frage mich nur ob nicht bald noch die Sportplätze dich gemacht werden. Das Training meines Vereins wurde etwa bis April abgesagt, recht wahrscheinlich dass das dann bei Fußballvereinen ähnlich ist. Da müsste ich dann noch über den Zaun klettern. :confused:

Brian
13.03.2020, 21:29
Nächstes Wochenende RW 10000m-Meisterschaften im Fernduell? 25 Runden auf der Bahn. V-Runner? Martin? Irgendwer?
Was hältst Du von 5000m - im direkten Fernduell? Ich habe jetzt für Sonntag in einer Woche noch nichts geplant! Und ich bin in ziemlich guter Form - für nix!

Ich hätte eine Super-Anlage mit einem Loch im Zaun! Dort kann ich exklusiv und ungestört laufen, natürlich alleine. :zwinker2: Auf dieser Anlage könnte ich im Fernduell gegen Dich antreten. Vielleicht finden sich noch ein paar, die mitmachen.

Alles weitere per persönlicher Nachricht! :zwinker2:

badrunner
14.03.2020, 13:34
@hbef: Siehe es ähnlich wie du. Falls keine Wettkämpfe stattfinden, laufe ich eben alleine gegen die Uhr:)

Heute wie bereits erwähnt meine erste Mittelstreckeneinheit meines Lebens:)

War sehr hart.

3x1000/400 jeweils 4-5 Minuten GP

3:09, 71, 3:12, 72, 03:08, 71

Laktat war deutlich spürbur.

An diese Art von Training muss ich mich erst noch gewöhnen. Ist doch etwas ganz anderes, wenn das anaerobe System auf volllast arbeitet:klatsch:

hbef
15.03.2020, 21:50
Meine Woche (76KM):

Mo: 3KM EL, 45' Stabi, 3KM AL
Di: 12,3KM 4:03
Mi: 3x2KM 6:59/56/52 m. 2'GP, 12KM gesamt
Do: -
Fr: 13,2KM 4:34 + 3x100m/2x50m S
Sa: 8,3KM 3:38, 13,3KM gesamt
So: 20KM 4:30

Hab planmäßig durchgezogen, aber der Kopf spielt natürlich nicht mehr ganz mit. Sa TDL war ich kurz davor stehenzubleiben. Musste meinen ganzen Willen zusammennehmen, war dann auch hart, obwohl ich vor 3 Wochen noch deutlich lockerer 11KM in gleicher Pace gelaufen bin. Mental macht einfach viel aus. Ziehe nächste Woche wie vorm WK durch, mit Tapering und allem drum und dran. Am Wochenende probiere ich dann 25 Runden auf der Bahn maximal.

RunSim
16.03.2020, 12:24
hbef, ja die richtig krasse WK-Motivation hat man jetzt natürlich nicht.
Bei dir ist es wohl anders als bei mir. Ich bin zurzeit eh nicht in Form, da ist das eh Latte.
Du hingegen bist ja zurzeit ordentlich in Form.
hast du für das Wochenende vielleicht jemanden, der mit dir die 25 Runden laufen kann?
Oder zumindest immer mal wieder 400m, 1000m mit Pausen oder so?
Dann hat man immer mal einen Pacemaker.


Ich persönlich bin aktuell genauso motiviert wie vor Corona und den dadurch entstandenen WK-Absagen.
Aktuell wäre ich ja eh in die Grundlagenphase gegangen. Und dann bleibe ich einfach im "Standyby-Betrieb" um ab Juli fit zu sein.
April und Mai rechne ich persönlich gar nicht mehr mit Wettkämpfen. Und wenn dann würde ich da eh nur Überdistanz-WKs laufen, die nicht allzu wichtig sind. Und bis Juni geht noch viel Wasser den Rhein runter.
Wenn Ende Mai sich abzeichnen würde, dass auch im Juni/Juli noch gar nichts geht in Sachen Wetkämpfen, werde ich weiterhin Grundlagen trainieren.

In mein Grundlagentraining werde ich natürlich auch sehr kurze submax und max Sprints einbauen.
Angedacht sind 1x wöchentlich als Hauptprogramm und 1 x wöchentlich als vorgelagertes Programm.
Ich hoffe, dass man hier in meiner Ecke weiterhin alleine auf der Bahn trainieren darf. Für Sprints finde ich das besser.
Ansonsten werde ich auf entlegenen Wegen kurze Sprintstrecken abmessen und dann halt dort laufen.

Achso, Vereinstraining ist ab sofort nicht mehr möglich. Gestenr kam dazu die Meldung.

hbef
16.03.2020, 13:18
Werde da leider niemanden haben. Mein Trainer rät auch 3:32 anzulaufen. Werde ich wohl machen und dann negativen Split versuchen. Sub35 und ich wäre sehr zufrieden und kann das Thema 10k bis Oktober/November abhaken. Ziel B wäre PB, also unter 35:25 zu laufen.

Auf der Straße wäre eS psychologisch wohl einfacher, aber ich will ja 10KM PB und nicht 9,8 oder 10,2 PB.

RunSim
16.03.2020, 13:29
Negativer Split wäre wohl wirklich besser, wenn man alleine läuft. Beim Rennen läuft man ansonsten ja auch mal bei einer Gruppe mit, die vielleicht einen Ticken zu schnell für einen sein könnte. Das stelle ich mir bei einem einsamen Rennen gegen die Uhr jedoch schwer vor.
Deine Trainingsleistung ist zurzeit saustark. Wäre dir sehr zu wünschen, wenn eine gute Zeit dabei rumkommt :nick::daumen:

Rajazy
16.03.2020, 15:11
Bin gespannt was du läufst hbef.
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!

Ich habe einmal vor einigen Jahren 10000m TT auf der Bahn alleine probiert. Fand ich mental mega schwer. Hat damals für PB leider knapp nicht gereicht.
Dagegen konnte ich bei 3000m TT und 5000m TT, jeweils zweimal PBs laufen.

Rolli
16.03.2020, 15:19
Das entwickelt sich langsam zu einem Lauf-Event. Ich bin auch gespannt, was Du so alleine schaffen kannst!

Vielleicht Live-Ticker?:D

Brian
16.03.2020, 15:21
@hbef: ich habe Dir eine persönliche Nachricht geschickt!

V-Runner
16.03.2020, 15:41
Das entwickelt sich langsam zu einem Lauf-Event. Ich bin auch gespannt, was Du so alleine schaffen kannst!

Vielleicht Live-Ticker?:D

Aber nicht zu sehr an die große Glocke hängen, sonst wird die Veranstaltung aufgrund des Zuschaueransturms noch abgesagt. :zwinker2:
Nur Spaß, ich bin auch sehr gespannt darauf was du zeigen wirst hbef! Bestzeit wird es bestimmt.

hbef
16.03.2020, 15:55
Ihr seid mein WK-Adrenalin :D
Ich werde an euch denken, wenn ich stehenbleiben will.

badrunner
16.03.2020, 15:55
Bin gespannt. Viel Erfolg hbef!

Brian
16.03.2020, 18:42
14km Dauerlauf - angenehm hart, aber ohne übermäßige Anstrengung in 59:00min (4:12/km). Ich lief nach Gefühl und hatte Spaß! Ob es an meinen neuen Wettkampf-Wunderschuhen lag (Hokas mit Carbonplatte)?

@hbef: Da ich zur Zeit sehr viel Dampf habe, traue ich mir zu, 5000m in 17:30 bis 17:40min mit Dir mitzulaufen. Vielleicht können wir uns irgendwo in der Mitte treffen und miteinander rennen. Das macht doch mehr Spaß, als allein zu laufen, oder?

Natürlich halten wir 1,50m Abstand! PN?

RunSim
16.03.2020, 22:40
Heute die vielleicht letzte Bahneinheit für die nächsten Wochen?
Bei dem guten Wetter kurze Hose rausgeholt und ab auf die Bahn.
2x4x40m fliegend mit 2'/6'SP.
Dieses Mal etwas schneller als letzte Woche gelaufen, natürlich auch wieder selber handgestoppt. Gingen zwischen 4,8 und 5,1 weg, die höheren Temperaturen machen das Laufen natürlich auch angenehmer.

Mein Problem ist wahrscheinlich, dass ich einfach keine hohe Frequenz hinkriege. Wenn ich versuche schneller zu laufen, mache ich gefühlt so mega lange Schritte. Ich glaube da werde ich schnell in der Maximalgeschwindigkeit stagnieren.
Werde versuchen Frequenzübungen zu machen und ab sofort auch schnelligkeitsbetontes Lauf ABC zu machen.

Grundlage bedeutet bei mir aktuell: schnell laufen ;-)
Wenn die Stadien gesperrt sind, muss ich mir was überlegen. Aber da wird sich schon was finden :-)

hbef
16.03.2020, 22:51
Wir sollten froh sein. Wir sind eine der letzten Sportarten, die noch trainieren können. Wenn ich gestern an die unzähligen Fußballer, Handbaler etc. denke, die gezwungenermaßen auf Joggen umsteigen mussten. In ihren dicken Jacken, Stutzen, Trikots. Eine hatte sogar Gymnastikschuhe an. So richtig Spaß hatte keiner von denen dabei. Taten mir wirklich etwas leid. 40m ohne Verkehr und mit sauberem Asphalt finden sich doch immer irgendwo zum sprinten. Und alles andere ist ja eh kein Problem. Macht man halt 15x1' statt 15x400. Und manche Zäune haben sogar Löcher, falls man dann den Geruch von Tartan zu sehr vermisst ;)

Rolli
16.03.2020, 22:53
Wir sollten froh sein. Wir sind eine der letzten Sportarten, die noch trainieren können.
Ich gehe davon aus, dass auch für uns morgen Schluss ist.

hbef
16.03.2020, 23:38
An eine Ausgangssperre glaube ich (noch) nicht. Aber wer weiß schon, was passiert in diesen verrückten Tagen.

Rennschnecke 156
17.03.2020, 07:04
Dann muß ich wohl kommen, gucken und schreien :megafon:
Gruß RS
@badrunner, das Läufermeeting in Pliezhausen ist abgesagt

Brian
17.03.2020, 07:09
An eine Ausgangssperre glaube ich (noch) nicht.

Ich bin mir da nicht mehr so sicher! Gestern bei meinem Lauf begegneten mir Horden von Schülerinnen und Schülern, als gäbe es die Corona-Krise gar nicht. So lässt sich das Virus nicht eindämmen.

badrunner
17.03.2020, 09:26
Ja habe ich mir schon gedacht.
Richtige Entscheidung. Dann laufe ich eben an dem Tag alleine 1000m all out:)

Brian
17.03.2020, 12:32
Offiziell darf ich die Tartanbahn meines Vereins für mein Bahntraining nutzen, natürlich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen. Solange es erlaubt ist, werde ich auch auf der Bahn trainieren.

RunSim
20.03.2020, 07:46
Moin Leute, wie schaut euer Training aktuell aus?
Beim Laufen versuche ich auf den Wegen einen größtmöglichen Abstand zu anderen Leuten zu halten, ansonsten laufe ich mein gewohntes Pensum,halt alleine.
Okay, Lauf ABC mache ich aktuell etwas weniger.

Rolli
20.03.2020, 10:47
Nach überstandenen Grippe wieder angefangen... schwer.

RunSim
20.03.2020, 10:57
Nach überstandenen Grippe wieder angefangen... schwer.

Wenngleich ich keine Grippe sondern nur eine Erköltung hatte, so war ich 2 1/2 Wochen außer Gefecht gesetzt. Jetzt, beim Wiedereinstieg, fällt es mir selbst nach einer Woche noch schwer.
Aber Geduld, Rolli, wir werden in den nächsten Wochen noch ausreichend Zeit für Training haben ;-)

Rolli
20.03.2020, 10:59
Ja. Ab Montag Kurzarbeit auf unbestimmte Zeit. Also, Zeit wäre da...

RunSim
20.03.2020, 13:26
Ja. Ab Montag Kurzarbeit auf unbestimmte Zeit. Also, Zeit wäre da...
Mmmh, aber so richtig freuen kann man sich über Kurzarbeit auch nicht...

Zumindest gibt es Hoffnung, dass Laufen alleine weiterhin erlaubt ist

Brian
20.03.2020, 13:36
Ich frage mich gerade, welche Tempoeinheit ich im Grundlagentraining absolvieren soll. Ich dachte an Crescendo, zunächst 3x3km in 4:40/4:10/so schnell es geht, wahrscheinlich 3:45 bis 3:50/km. Oder?

Rolli
20.03.2020, 22:26
Ich frage mich gerade, welche Tempoeinheit ich im Grundlagentraining absolvieren soll. Ich dachte an Crescendo, zunächst 3x3km in 4:40/4:10/so schnell es geht, wahrscheinlich 3:45 bis 3:50/km. Oder?

Zusammenarbeit mit dem Trainer beendet?

Brian
20.03.2020, 22:42
Zusammenarbeit mit dem Trainer beendet?
Nö, aber mein Trainer hat aus nachvollziehbaren Gründen viel um die Ohren, manchmal kommen die Pläne mit etwas Verzögerung. Ist kein Problem für mich, dann muss ich halt improvisieren.

Sport auf höherem Niveau auszuüben wird insgesamt riskanter. Leider ist noch nicht abzusehen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert.

hbef
21.03.2020, 13:17
Habs verkackt
7,18KM 3:29, dann Abbruch. Die Verlockung ist so riesengroß l, einfach stehenzubleiben. Auch heute wieder 30KM/h Wind, jede Runde immer 100m lang voll reingelaufen. 5-6 mal habe ich widerstanden, dann bim ich einfach raus aufs Gras. Das ging so schnell, das ich mich gar nicht dagegen aufbäumen konnte.

Brian
21.03.2020, 13:32
Habs verkackt
7,18KM 3:29, dann Abbruch. Die Verlockung ist so riesengroß l, einfach stehenzubleiben. Auch heute wieder 30KM/h Wind, jede Runde immer 100m lang voll reingelaufen. 5-6 mal habe ich widerstanden, dann bim ich einfach raus aufs Gras. Das ging so schnell, das ich mich gar nicht dagegen aufbäumen konnte.
Ist eh wurscht, bleib gesund!

RunSim
21.03.2020, 13:44
Schade, hätte dir einen Alleingang mit positivem Ausgang sehr gewünscht...
Es war ein Versuch die exzellente Form zu nutzen.
Mach dir aber keinen Kopf drum. Du bist in einer saustarken Verfassung!

Wir alle müssen jetzt schauen, dass wir ohne Wettkämpfe so gut wie möglich weitertrainieren. Wenn du so weitermachst und die äußeren Umstände sich bis zum Herbst wieder etwas verbessern, wirst du nicht mehr um Sub35 kämpfen sondern dir schon höhere Ziele vornehmen können.
Ich sags so wie es ist ;-) Sub35 ist deine aktuelle Form unter WK-Bedingungen.
Wer was anderes sagt, lügt ;-)
Wer 7km@3:29 als richtig hart gelaufenen TDL laufen kann, der hat einiges drauf! #isso...

Wir müssen natürlich stets unter der Bedingung trainieren andere nicht zu gefährden.
Ich z.B. wähle zurzeit Laufstrecken auf Wegen aus, die nicht so stark von Ausflüglern frequentiert sind.
Die typischen schönen Strecken überlasse ich dann halt den Leuten, die immer noch zu dritt nebeneinander mit Kinderwagen unterwegs sein wollen.
Hier werde ich nicht versuchen erzieherisch wirken zu wollen sondern einfach nachzugeben ohne mich zu beschweren.

Bei mir ist heute ein spontanes Fahrtspiel geplant ;-) Ich werde mich 1km Einlaufen und dann das Tempo anziehen. Dann ein bisschen lockerer laufen und wieder Gas geben etc. Ohne Tempovorgabe. So schnell und lange wie ich Bock habe.
Einmal pro Woche werde ich Sprints laufen, das geht auf Wegen ohne viel 'Publikumsverkehr'. Montag ist bei mir jetzt immer Sprinttag :-)

hbef
21.03.2020, 14:20
Danke Leute. Natürlich zählt hätte, wenn und wäre nicht, aber ja: Im WK wäre ich heute Sub35 gelaufen. Mir hat einfach ein Gegner gefehlt, um bis KM 9 durchzustehen. Der letzte geht immer noch irgendwie. Vielleicht hätte ich es auf meiner asphaltierten und geraden Strecke heute auch alleine geschafft die Sub35 zu laufen, aber ich wollte der Genauigkeit wegen auf die Bahn.

Ich konnte mich einfach nicht zu 100 Prozent wie im WK belasten. Das sagt der Puls, der nicht ansatzweise auf WK-Niveau war. Ich bin auch nach zehn Minuten Pause mit Frust noch einen KM in 2:55 gelaufen. Das wäre nach 10KM WK nicht mehr möglich.

Eigentlich bin ich gar nicht so unzufrieden, mir war klar, dass es hart wird. Was mich allerdings stört ist natürlich der Ausstieg. Leider bin ich ein bisschen der alles oder nichts Typ. Hätte ich die letzten 3KM auf 3:39 abgebremst, wäre ich immerhin noch alleine auf der Bahn PB gelaufen. Ich war beim Ausstieg ja auch nicht langsamer geworden. Konnte die 200m Abschnitte immer konstant in 42s laufen. Daran muss ich arbeiten.

Ansonsten bin ich ganz froh, dass ich mit der Strecke jetzt erstmal bis Herbst nichts zu tun habe. So richtig Spaß macht das nicht, aber das Training hat mich sicherlich voran gebracht. Aber der 1000er hat mir gezeigt, was wirklich Spaß macht: Schnell - und schnell vorbei.

V-Runner
21.03.2020, 14:40
Schade hbef, aber als Trainingseinheit war das ja dann trotzdem richtig stark!

Alleine so viele Runden am Stück auf der Bahn zu laufen, ist natürlich ziemlich hart, nicht nur für die Beine. Und gerade wenn man das nicht gewohnt ist. Ich mache ja ganz gerne ab und zu Tempoläufe (8-15 km) auf der Bahn und das so gut wie immer alleine. Und wenn ich mir da an einem Tag etwa 12 km vornehme, ist es häufig so dass ich spätestens zur Hälfte ans aufhören denke. Was ich auch schon mal getan habe. Man darf halt nicht zu früh mit dem Rundenzählen anfangen, sondern sollte versuchen sich die Strecke irgendwie in machbare Abschnitte einzuteilen, was du mit den 200ern ja schon ein wenig getan hast. Das ist dann zeitgleich allerdings wie ich finde eine der besten Möglichkeiten die mentale Stärke zu trainieren.

Na ja, wie Simon schon schrieb, wenn du so weitermachst wie bisher und dann hoffentlich irgendwann mal wieder Wettkämpfe möglich sein sollten, läufst du die Sub 35 ganz bestimmt.

Rolli
21.03.2020, 14:51
Habs verkackt
7,18KM 3:29, dann Abbruch. Die Verlockung ist so riesengroß l, einfach stehenzubleiben. Auch heute wieder 30KM/h Wind, jede Runde immer 100m lang voll reingelaufen. 5-6 mal habe ich widerstanden, dann bim ich einfach raus aufs Gras. Das ging so schnell, das ich mich gar nicht dagegen aufbäumen konnte.

Schade. Versuche in einer Woche wieder. Das heute müsste Dir dabei helfen.

(und eine Sachen noch, denke immer dran, 1x DNF ist nicht schliem, 2x sehr schlecht, aber schon 3x = immer DNF, das zu wissen hilft weiter zu laufen)

Rolli
21.03.2020, 14:56
Wer 7km@3:29 als richtig hart gelaufenen TDL laufen kann, der hat einiges drauf! #isso...


Isso... 4 Wochen nach 36:20 alleine auf der Bahn (nicht komplett alleine, weil damals hat mich meine Frau immer für 400m alle 800m begleitet) bin ich 33:52 im Wettkampf gerannt.

Rolli
21.03.2020, 14:56
Einmal pro Woche werde ich Sprints laufen, das geht auf Wegen ohne viel 'Publikumsverkehr'. Montag ist bei mir jetzt immer Sprinttag :-)

:daumen::daumen::daumen:

badrunner
21.03.2020, 15:45
Starke Einheit hbef: Vor allem den 1000er nach dem Versuch finde ich beeindruckend. Zeigt dein großes Potenzial!

Ich versuche jetzt wieder zurück zu den Basics zu gehen, nachdem ich bereits mit der ersten Mittelstreckeneinheit meines Lebens begonnen haben:)

Zusätzlich zum Laufen versuche ich auf der Rolle einige Reize zu setzen.

Bleibt gesund!

Brian
22.03.2020, 09:20
@hbef: sehr respektabel!

Allerdings setzt sich bei mir mittlerweile die Erkenntnis durch, dass erhöhte sportliche Aktivitäten das Immunsystem schwächen. Derartige Belastungen, wie von Dir gerade praktiziert, sind für mich zur Zeit tabu - aus Selbstschutz!

Nächste Woche sind es bei mir ca. 80km Umfang, eine TE: 10x1min schnell/langsam im Wechsel, bei 2 TE: 3x2min schnell. Das war es mit den Tempoeinheiten nächste Woche. Ohne die Ermahnung meines Trainers hätte ich wahrscheinlich normal weiter trainiert.

Dass die Situation derzeit eine andere ist, als noch vor 6 Wochen, sollten wir alle zur Kenntnis nehmen.

Bitte bleibt gesund!

badrunner
22.03.2020, 22:07
Hat jemand Erfahrungen mit Barfußschuhen gemacht? Bin schwer am überlegen, ob ich mich da rantasten soll.
Natürlich zu Beginn mit sehr geringen Umfängen.

RunSim
22.03.2020, 22:49
Ich persönlich würde wenn, dann komplett barfuß, dann aber zunächst auf dem Rasen auf dem Innenplatz des Stadions in geringem Umfang starten.
Zum Auslaufen, teilweise das Lauf ABC auf dem Rasen barfuß. Sowa halt.

Mit Barfußschuhen kenne ich mich nicht aus.

hbef
24.03.2020, 18:53
Schade. Versuche in einer Woche wieder. Das heute müsste Dir dabei helfen.

(und eine Sachen noch, denke immer dran, 1x DNF ist nicht schliem, 2x sehr schlecht, aber schon 3x = immer DNF, das zu wissen hilft weiter zu laufen)

Ich habe darüber nachgedacht und mit meinem Trainer Rücksprache gehalten. Er hat es mir freigestellt, ob ich es am Wochenende nochmal probiere. Einerseits würde ich die Sub35 gerne abhaken, andererseits habe ich jetzt schon ein bisschen Angst vor dem Leiden - und auch vor einem Ausstieg.

Was meint ihr?

Ansonsten habe ich heute erfahren, dass ich so schnell wie möglich Resturlaub und Überstunden abbauen muss. Das heißt, ich habe nächste Woche komplett frei. Da man ansonsten eh nichts machen kann, denke ich über ein Heim-Trainingslager nach. Im Kopf habe ich so 8-10 TE, möchte Doppeln ausprobieren. Muss ich aber noch mit dem Trainer abklären.

Rolli
24.03.2020, 19:47
Ich habe darüber nachgedacht und mit meinem Trainer Rücksprache gehalten. Er hat es mir freigestellt, ob ich es am Wochenende nochmal probiere. Einerseits würde ich die Sub35 gerne abhaken, andererseits habe ich jetzt schon ein bisschen Angst vor dem Leiden - und auch vor einem Ausstieg.

Was meint ihr?

Ansonsten habe ich heute erfahren, dass ich so schnell wie möglich Resturlaub und Überstunden abbauen muss. Das heißt, ich habe nächste Woche komplett frei. Da man ansonsten eh nichts machen kann, denke ich über ein Heim-Trainingslager nach. Im Kopf habe ich so 8-10 TE, möchte Doppeln ausprobieren. Muss ich aber noch mit dem Trainer abklären.

(Home) Trainingslager wäre besser.

RunSim
24.03.2020, 20:17
Ja, würde ich auch sagen. Wenn du Zeit hast, lieber Heim TL anstatt Time Trial.

Bei mir hat ein einwöchige TL nach ca. 2 Wochen eine gute Formentwicklung gebracht, die dann aber nicht sofort wieder weg ist sondern bleibt. Danach noch etwas trainieren und wenn du willst, könntest du dann einen weiteren Zeitversuch starten.

hbef
24.03.2020, 20:37
Achso, das war gar nicht als entweder oder gedacht. Trainingslager wäre unabhängig davon, ob ich es nochmal probiere. Ich habe diese Woche eh nur ruhige Sachen im Plan, werde dann wohl Donnerstag oder Freitag entscheiden.
Ein späterer Versuch kommt nicht in Frage, ich will 10k jetzt abschließen und das Training für 5000/3000m starten.

badrunner
25.03.2020, 10:00
@hbef: Viel Erfolg falls du es nochmal versuchen solltest! Erzwingen macht in der derzeitigen Situation meiner Meinung nach nicht so viel Sinn.

Habe ein Video zur Lauftechnik hochgeladen. Wäre nett, wenn ihre eure Fachkompetenz einsetzt und etwas Kritik dazu äußern könntet:)
Der Lauf war im Juni vergangenen Jahres und mein bisher einziger 3000m Lauf.
https://www.youtube.com/watch?v=S_l_C6eAb4E

RunSim
25.03.2020, 10:34
Achso, das war gar nicht als entweder oder gedacht. Trainingslager wäre unabhängig davon, ob ich es nochmal probiere. Ich habe diese Woche eh nur ruhige Sachen im Plan, werde dann wohl Donnerstag oder Freitag entscheiden.
Ein späterer Versuch kommt nicht in Frage, ich will 10k jetzt abschließen und das Training für 5000/3000m starten.

Ah verstehe. Ich persönlich würde dann eher dazu tendieren jetzt auf 3.000m/5.000m zu konzentrieren.
Die Form für 10km/10.000m wird bei dir im Herbst wieder sehr gut sein, da du dir ja Schnelligkeit im Sommer geholt hast und binnen weniger Wochen kannst du dir dann ein bisschen Ausdauer ranschaffen um diese elendig langen 10km zu überleben :D
Und machen wir uns nix vor. Bei dir ist Sub35 eher so ein Übergangsziel. Bei deinen Voraussetzungen würde ich für "sowas" jetzt nicht zu viele Körner verschiessen sondern lieber weitermachen :geil:

RunSim
25.03.2020, 10:48
Habe ein Video zur Lauftechnik hochgeladen. Wäre nett, wenn ihre eure Fachkompetenz einsetzt und etwas Kritik dazu äußern könntet:)
Der Lauf war im Juni vergangenen Jahres und mein bisher einziger 3000m Lauf.
https://www.youtube.com/watch?v=S_l_C6eAb4E

Fachkompetenz in Sachen Lauftechnik kannst du bei mir als "Lauftechnik-Tölpel" nicht erwarten, einen Fachblick habe ich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass andere dazu mehr sagen können.
Ich persönlich finde, dass das allgemein schön anzusehen ist :daumen:
Eine Sache nur: bin mir nicht sicher, ob das an der Zeitlupe liegt, aber ich habe das Gefühl, dass du etwas "bounct", also dass die vertikale Bewegung etwas zu groß ist. Ob das bei dir im Rahmen ist oder sogar normal, das werden dir hoffentlich andere sagen können :)

badrunner
25.03.2020, 12:17
Danke für deine Einschätzung. Ich glaube du unterschätzt dich ein bisschen- du hast sicherlich viele Kompetenzen rund ums Laufen und die Trainingslehre. Damit hat man dann bestimmt auch kein ganz ungeschultes Auge bezüglich des Laufstils:)
Sehr interessanter Input von dir, da eine Kollege von mir auch schon ähnliches erwähnt hat. Er meinte mein Schritt wäre zu kraftraubend und ich soll versuchen diesen vor allem für längere Strecken deutlich zu ökonomisieren.
Gut, den Laufstil zu ökonomisieren hat wohl jeder als Ziel:)

Rolli
25.03.2020, 13:00
@hbef: Viel Erfolg falls du es nochmal versuchen solltest! Erzwingen macht in der derzeitigen Situation meiner Meinung nach nicht so viel Sinn.

Habe ein Video zur Lauftechnik hochgeladen. Wäre nett, wenn ihre eure Fachkompetenz einsetzt und etwas Kritik dazu äußern könntet:)
Der Lauf war im Juni vergangenen Jahres und mein bisher einziger 3000m Lauf.
https://www.youtube.com/watch?v=S_l_C6eAb4E

Was sofort auffällt:
Asymmetrisch. Dein linke Knie hebst du nicht so hoch wie rechtes. Somit rechts deutlich längere Schritt als links (Probleme mit linken Hamstring?)
Zu kurze Schritte. Mehr Kniehub wäre vorteilhaft.

Gute Oberkörperspannung bist auf Kopf. Du schiebst Kopf in den Nacken.

Allgemein aber recht gut.

badrunner
25.03.2020, 13:08
Danke Rolli!
Jetzt fällt mir es auch auf:klatsch:. Ich hatte immer schon das Gefühl, dass der Schritt auf einer Seite deutlich besser ist.
Bisher hatte ich noch keine Probleme mit den Hamstrings. Werde in nächster Zeit vermehrt daran arbeiten. Natürlich auch am Kniehub. Da fehlt mir sowohl Kraft als auch Beweglichkeit.

hbef
28.03.2020, 13:35
17:38/17:12. Letzten KM in 3:13. Bin extra konservativ angelaufen. Ich wusste, wenn ich bis KM8 komme, kann ich immer noch was draufpacken.

RunSim
28.03.2020, 14:15
Ganz starke Sache!!! Sauber, dass du Sub35 im Alleingang abfertigen konntest, auch mental eine klasse Leistung! :-)

Jetzt kannst du ja richtig entspannt auf die anderen Distanzen gehen :-)

Aber erstmal gute Erholung für die nächsten Tage, haste dir verdient :-)

Rolli
28.03.2020, 14:41
Klasse!!!
Wirklich gute Zeit im Alleingang.

badrunner
28.03.2020, 18:59
Glückwunsch sehr stark!

hbef
29.03.2020, 09:25
Danke euch. Gibt übrigens auch Vorteile in der aktuellen Situation: Man kann sich das Wetter beim WK z.B. selbst aussuchen. Gestern 12 Grad und Sonne, heute 2 Grad und Schnee.

RunSim
30.03.2020, 14:21
Im falschen Thread gepostet, hier richtig:

Rolli macht nur so Möchtegern-Pol-Training :teufel: Ich hingegen letzte Woche, Pol in Extremo :D
Nagut, eher ungewollt, da ich mich irgendwie nicht so fit gefühl habe...
Schon Mittwoch habe ich mich schlapp gefühlt trotz lockerem Umhergelaufe. Daher Do bis Sa ausgesetzt.

Mo: 5km EL+AL / 6x ca. 120m submax-max / 3-4`P
Mi: 16,1km@4:53
So: 19,5km@4:47 + 35´Stabi

Gestern fühlte es sich schon wieder etwas besser an. Und da bei dem Wetter die Wege leer waren, bin ich einfach mal ein paar km mehr gelaufen als geplant.

Diese Woche würde ich gerne wieder sowas wie Training machen :peinlich:
Das Pol-Training überlasse ich Rolli :hallo:

Rolli
30.03.2020, 15:53
Das Pol-Training überlasse ich Rolli :hallo:

Das verstehe ich auch. Ich benötige auch immer sehr viel Motivation, um so ein Training durchzuziehen.

RunSim
31.03.2020, 09:03
Hoffentlich wurde ich von POL geheilt... :geil: gestern 10,8km@4:24 wobei ich am Ende leicht schneller geworden bin, 4km@4:15.
Leider noch zu hoher Puls bei so einem Tempo, aber jetzt muss ich wirklich wieder Attacke geben.

RunSim
02.04.2020, 13:46
Gestern bei mir eine Premiere!!! :hallo:
Einheit abgebrochen :klatsch:
Ist mir in meinem kurzen Läuferleben noch nie passiert, aber was solls...

Fahrtspiel 4x(6´schnell/3´locker), wobei schnell ca. 3:40-3:50 entsprechen sollte und locker=traben.
Etwas zu schnell los und nach 4 Minuten gibt es im Kopf einen Knall: "puh ist das anstrengend, bist ja jetzt schon mehr als 1km in 3:36 gelaufen". Dann wollte ich auf 4x(4´schnell/2´locker) umändern. Aber schon beim zweiten schnellen Abschnitt hat der Kopf komplett zugemacht, Abbruch nach 2 Minuten im 3:35er Tempo.
Meine Beine waren nach einer Minute wieder fit, anstrengend war es eigentlich auch nicht, Kopf hat einfach dicht gemacht.
Bin nach 5 Minuten nochmal angelaufen und dachte ich könnte ein paar km in ca. 4:00-4:10 laufen, aber auch da war nach gut 1km vorbei.
Einpacken und nach Hause.

Will aber nicht rumheulen wie ne Mimimi, sowas passiert halt.
Werde diese Woche rausnehmen. Anscheinend ist der Kopf gerade nicht bei der Sache und da kann man halt nichts machen außer erholen und dann wieder Attacke :nick: :daumen:

emel
02.04.2020, 15:15
In Corona Zeiten ist alles erlaubt. Auch Einheiten abbrechen!

Rolli
02.04.2020, 15:22
Gestern bei mir eine Premiere!!! :hallo:
Einheit abgebrochen :klatsch:
Ist mir in meinem kurzen Läuferleben noch nie passiert, aber was solls...

Fahrtspiel 4x(6´schnell/3´locker), wobei schnell ca. 3:40-3:50 entsprechen sollte und locker=traben.
Etwas zu schnell los und nach 4 Minuten gibt es im Kopf einen Knall: "puh ist das anstrengend, bist ja jetzt schon mehr als 1km in 3:36 gelaufen". Dann wollte ich auf 4x(4´schnell/2´locker) umändern. Aber schon beim zweiten schnellen Abschnitt hat der Kopf komplett zugemacht, Abbruch nach 2 Minuten im 3:35er Tempo.
Meine Beine waren nach einer Minute wieder fit, anstrengend war es eigentlich auch nicht, Kopf hat einfach dicht gemacht.
Bin nach 5 Minuten nochmal angelaufen und dachte ich könnte ein paar km in ca. 4:00-4:10 laufen, aber auch da war nach gut 1km vorbei.
Einpacken und nach Hause.

Will aber nicht rumheulen wie ne Mimimi, sowas passiert halt.
Werde diese Woche rausnehmen. Anscheinend ist der Kopf gerade nicht bei der Sache und da kann man halt nichts machen außer erholen und dann wieder Attacke :nick: :daumen:

Dann bist Du noch nicht so weit. Ich würde nicht "rausnehmen" sondern 2 Tagen wieder versuchen.

Rolli
02.04.2020, 15:23
In Corona Zeiten ist alles erlaubt. Auch Einheiten abbrechen!

Glaube ich nicht, ob man so lange die Corona als Ausrede nutzen sollte. :rolleyes2

hbef
02.04.2020, 15:28
Ich finde es ist immer ein schmaler Grad zwischen rausnehmen und durchbeißen. Gerade bei längeren Sachen ist es, wie Simon ja auch beschreibt, eher der Kopf. Simon, wenn du jetzt gerade viele WK oder wochenlang hartes Training bestritten hättest, würde ich den Abbruch auch als Anlass für ruhiger machen sehen. Du musst aber wieder in die Spur finden, und da denke ich, muss man den Kopf überwinden. Mein Credo deshalb: Auch wenn es schlecht läuft, immer mindestens bis zur Hälfte der Einheit probieren. Meistens wird es dann auch leichter. Und wenn nicht, hat man immer noch einen guten Trainingseffekt. Ich habe z. B. gestern auch schon früh gemerkt, dass ich die 8x1000 wohl nicht schaffen werde an dem Tag. Hab mich dann bis zur Hälfte durchgebissen und dann nach 5 WH aufgehört.

RunSim
02.04.2020, 15:44
emel: es ist zwar richtig, dass durch die Corona-Krise und das dadurch bedingte Wegfallen von Saisonzielen die Motivation etwas im Keller ist, aber ich würde es ungerne als Ausrede nehmen.

Rolli und hbef: hartes Training ist bei mir einige Monate her, kann also wirklich sein, dass ich mich da jetzt einfach mal durchbeißen muss. Heute mche ich locker und morgen gehts wieder los :daumen:

emel
02.04.2020, 15:54
War jetzt auch so halb ernst gemeint (falls das überhaupt geht). Ein Smiley danach hätte noch sein dürfen.

Ist aber auch Tagesform.

An guten Tagen bleib ich bei den Intervallen an Schiese dran. An anderen geht es einfach nicht.
(Was auch an Schieses Tagesformen liegt :wink: )
Oder am Wochenende hab ich keine 5 KM auf Laufband geschafft obwohl 15 das Ziel war.

Hab dann zwei Tage pausiert und bin dann (für mich starke) 5km gelaufen.

Ich hab auch die Hoffnung auf meine erste Bahn-Freiluft-Saison noch nicht aufgegeben.
Ausser 30/30 Billats hab ich aber die letzten Wochen wenig für die Schnelligkeit getan.

Rolli
02.04.2020, 16:05
Rolli und hbef: hartes Training ist bei mir einige Monate her, kann also wirklich sein, dass ich mich da jetzt einfach mal durchbeißen muss. Heute mche ich locker und morgen gehts wieder los :daumen:

Mein Mann!!! :daumen:

alcano
02.04.2020, 16:18
Fahrtspiel 4x(6´schnell/3´locker), wobei schnell ca. 3:40-3:50 entsprechen sollte und locker=traben.
Etwas zu schnell los und nach 4 Minuten gibt es im Kopf einen Knall: "puh ist das anstrengend, bist ja jetzt schon mehr als 1km in 3:36 gelaufen". Dann wollte ich auf 4x(4´schnell/2´locker) umändern. Aber schon beim zweiten schnellen Abschnitt hat der Kopf komplett zugemacht, Abbruch nach 2 Minuten im 3:35er Tempo.
Was ist denn der Zweck der Einheit? Und warum bist du sie relativ deutlich schneller als der eh schon große Tempobereich angegangen? 4x6' wirst du ja zum aktuellen Zeitpunkt der Vorbereitung vermutlich maximal im 10k-RT laufen wollen und die 3:36 min/km würden somit darauf hindeuten, dass du dich aktuell bei ca. 36 min auf 10 km (oder schneller) siehst? Ich habe keine Ahnung, was du die letzten Wochen so gemacht hast, aber um die Einheit in dem Bereich laufen zu können müsste die Ausdauergrundlage zumindest ordentlich sein und du auch schon einiges an etwas härterem Intervalltraining absolviert haben. Passt das?

RunSim
03.04.2020, 10:55
Mein Mann!!! :daumen:
Mal schauen, was heute geht :geil:



Was ist denn der Zweck der Einheit? Und warum bist du sie relativ deutlich schneller als der eh schon große Tempobereich angegangen? 4x6' wirst du ja zum aktuellen Zeitpunkt der Vorbereitung vermutlich maximal im 10k-RT laufen wollen und die 3:36 min/km würden somit darauf hindeuten, dass du dich aktuell bei ca. 36 min auf 10 km (oder schneller) siehst? Ich habe keine Ahnung, was du die letzten Wochen so gemacht hast, aber um die Einheit in dem Bereich laufen zu können müsste die Ausdauergrundlage zumindest ordentlich sein und du auch schon einiges an etwas härterem Intervalltraining absolviert haben. Passt das?

Danke für die Nachfragen :daumen:
Mmmmh, ich fühle mich etwas ertappt :zwinker5:
Zweck war eigentlich eher Schwelle anzusprechen :teufel: Ich denke, es war auch etwas Optimismus bzw. Übermut dabei.
Vorbereitet hab ich da nix, dachte, das ginge schon :nick::hihi:
Ausdauer ist aktuell katastrophal bei mir, aber das habe ich einfach ausgeblendet :klatsch:

Heute werde ich mich dem Tempo mal von oben annähern, sprich versuchen 3:50 anzulaufen und nicht 3:30.
Ich werde aber nicht nach Zeitvorgabe laufen sondern Meter/Kilometer. Minuten sind für mich irgendwie kein Ziel... :peinlich:

Catch-22
03.04.2020, 11:13
Heute werde ich mich dem Tempo mal von oben annähern, sprich versuchen 3:50 anzulaufen und nicht 3:30.
Ich werde aber nicht nach Zeitvorgabe laufen sondern Meter/Kilometer. Minuten sind für mich irgendwie kein Ziel... :peinlich:
Ich mische mich mal hier ein :P Das ich lieber nach Minuten laufen hatten wir zwei ja schon mal in meinem Tagebuch. Ich laufe solche Einheiten also öfter und auch lieber.
Die Vorgaben sind in Minuten, weil du sie nicht auf der Bahn läufst. Auf der Straße sind die Verhältnisse wie Steigung und Wind unbeständig, die eine feste Pace und somit auch Distanz Vorgabe schwer machen. Diese Minuten Einheiten läuft man eigentlich nach Belastungsgefühl. Lass dich doch mal richtig darauf ein. Am Besten auf der Uhr Pace und Distanz Anzeige deaktivieren und nur nach Gefühl laufen. Du bist doch erfahren und wirst wissen, wie Schwelle sich anfühlt. Fang defensiv an und versuch die letzten etwas schneller zu laufen. Das wird schon :daumen::D

RunSim
03.04.2020, 11:37
Ich mische mich mal hier ein :P
Gerne :nick:



Das ich lieber nach Minuten laufen hatten wir zwei ja schon mal in meinem Tagebuch. Ich laufe solche Einheiten also öfter und auch lieber.
Die Vorgaben sind in Minuten, weil du sie nicht auf der Bahn läufst. Auf der Straße sind die Verhältnisse wie Steigung und Wind unbeständig, die eine feste Pace und somit auch Distanz Vorgabe schwer machen.
Solche Einheiten laufe ich ausschließlich auf einer sehr flachen asphaltierten Strecke, manchmal zwar etwas Wind, aber mit Stryd ist die Streckenlänge prinzipiell schon recht genau. Hat sonst bei mir ja auch gut funktioniert ;-)



Diese Minuten Einheiten läuft man eigentlich nach Belastungsgefühl. Lass dich doch mal richtig darauf ein. Am Besten auf der Uhr Pace und Distanz Anzeige deaktivieren und nur nach Gefühl laufen. Du bist doch erfahren und wirst wissen, wie Schwelle sich anfühlt. Fang defensiv an und versuch die letzten etwas schneller zu laufen. Das wird schon :daumen::D
Ja, eigentlich kenne ich das Gefühl :peinlich: :klatsch:
Eine verka.... Einheit ist ja nun auch kein Beinbruch. Ich werde heute ein wenig defensiver anlaufen, kann am Ende ja immer noch eine weitere Wdh. ranhängen :zwinker4:


Ich denke, Alcanos Frage nach dem Zweck der Einheit hat es ganz gut getroffen. Es sollte eigentlich keine BallaBalla-Einheit werden, ich habe einfach eine draus gemacht.

Wetter ist nicht allzu gut heute = leere Wege = keine Ausreden heute Abend :zwinker4:
Ich werde berichten :)

Catch-22
03.04.2020, 12:11
Solche Einheiten laufe ich ausschließlich auf einer sehr flachen asphaltierten Strecke, manchmal zwar etwas Wind, aber mit Stryd ist die Streckenlänge prinzipiell schon recht genau. Hat sonst bei mir ja auch gut funktioniert ;-)

Was sagt dein Trainer dazu? Ihm solltest du das erklären :zwinker2:
Viel Erfolg!

RunSim
03.04.2020, 12:28
Was sagt dein Trainer dazu? Ihm solltest du das erklären :zwinker2:
Pläne hat er umgeschrieben auf Minuten, ich weiß aber, was er damit in Streckenlänge ausdrücken wollte :D



Viel Erfolg!
Danke :nick::D

RunSim
03.04.2020, 20:04
Puh, Körper ist wohl vorgestern nicht kaputt gewesen sondern nur der Kopf ;-)
Gerade 3xca.1800m mit 400m TP.
3:58/3:48/3:45
TPs alle recht genau 2'.
Keine Glanzleistung aber darauf kann man aufbauen, bin zufrieden :-)

Jetzt heißt es viel Grundlage aufbauen im gemäßigten Tempo. Dazu ab kommender Woche wieder ein Tag Sprints bzw schnelle kurze Läufe.

badrunner
04.04.2020, 12:54
@RunSim: Kopf hoch. Denke deine Form wird bei entsprechender Kontinuität wieder schnell kommen:)

Bei bim gab es heute nach zwei Wochen ohne Intensität mal wieder einen Tempodauerlauf.

War sehr gut. 7 Km in 3:50er Pace damit bin ich sehr zufrieden. So gut ging das wohl noch nie....

hbef
05.04.2020, 21:26
Meine Woche (70KM)
Mo: 17,2KM 4:30 + 45' Stabi
Di: 9,7KM 4:17
Mi: 5x1000m 3:16,4 m. 2'GP
Do: -
Fr: 12KM ca. 4:35 (Laufband)
Sa: TDL nach 2,5KM Abbruch, dann 3x200 in 26s
So: 13KM 4:22 als Crescendo

Nach dem 10er kaum Ruhe gehabt, hat man gemerkt. TDL gestern wurde immer langsamer, dann habe ich abgebrochen. Auch bei den 1000ern sollten es eigentlich 8WH werden.

Egal, jetzt zwei Ruhetage. Neuer Plan vom Trainer ist gekommen. Ziel 5000m WK in 3 Wochen. Und es wird schnell im Training (und die Pausen länger, yeah), gefällt mir gut :daumen:

Brian
06.04.2020, 06:56
Meine Woche (70KM)
Mo: 17,2KM 4:30 + 45' Stabi
Di: 9,7KM 4:17
Mi: 5x1000m 3:16,4 m. 2'GP
Do: -
Fr: 12KM ca. 4:35 (Laufband)
Sa: TDL nach 2,5KM Abbruch, dann 3x200 in 26s
So: 13KM 4:22 als Crescendo

Nach dem 10er kaum Ruhe gehabt, hat man gemerkt. TDL gestern wurde immer langsamer, dann habe ich abgebrochen. Auch bei den 1000ern sollten es eigentlich 8WH werden.

Egal, jetzt zwei Ruhetage. Neuer Plan vom Trainer ist gekommen. Ziel 5000m WK in 3 Wochen. Und es wird schnell im Training (und die Pausen länger, yeah), gefällt mir gut :daumen:
Ist wohl Zufall, dass Du fast die identische Einheit wie ich am Sonntag trainiert hast!? Bei mir waren es 15km Crescendo in ca. 4:24/km.

Ich habe noch eine schöne Einheit (ein Fartlek) aus der Mottenkiste gekramt: Einlaufen, 1000m im 10k-RT, 1500m im HMRT, 2000m im MRT, 1500m im HMRT, 1000m im 10k-RT, Pause: 500m GA1, Auslaufen

Ein bisschen würde ich beim Spitzentempo rausnehmen, denn die Einheit ist relativ hart! Gut für die Kraftausdauer!

RunSim
06.04.2020, 09:41
Meine Woche...

Sauber, schöne Woche! :daumen:
Nur etwas schade für dich, dass du deine akuelle Form nicht unter WK-Bedingungen zeigen kannst. Aber du baust ja auch für die Zukunft auf, daher lohnt es sich weiterzumachen :nick:


Bei mir konnte man die letzte Woche nun endlich mal wieder Training nennen....
Mo: 10,8km@4:24 + 30´Stabi
Di: -
Mi: Mi: (Abbruch), 6,6km
Do: -
Fr: 3x1800m / 400m TP / 3:58/3:47/3:45
Sa: 13,7km@4:28
So: 13,5km@4:42 + 30´Stabi
Insgesamt 58km
War zwar eine sehr qualitätsarme Woche, nur 1 QTE, aber irgendwie muss man ja anfangen. Außerdem 2 x Stabi dabei, das fällt mir immer sooo schwer regelmäßig durchzuziehen.

Trainer hat die Intensität der Schwellenläufe ab dieser Woche zunächst um ca. 5% reduziert. Er hat einen guten Riecher, wenn es wohl doch noch etwas zuviel für den aktuellen Zeitpunkt ist :daumen:
Das wäre bei mir dann 3:49-4:02 (anstatt ehemals 3:38-3:49) und passt dann auch zu meinem aktuellen (überschaubaren) Leistungsvermögen.
Natürlich: mein Anspruch ist nicht, die nächsten Monate 3x1800m@4:00 zu laufen. Das wäre ein Rückschritt um 1-2 Trainingsjahre.
Aber ich habe die Zuversicht, dass meine Form bald wiederkommen wird, wenn ich jetzt erstmal die Grundlagen wieder aufbaue.

RunSim
06.04.2020, 12:40
Ach und nochwas, letzte Woche habe ich bei den Stabiübungen festgestellt, dass ich mit dem linken Fuß nach innen einknicke.
Wenn ich auf beiden Beinen stehe, knicke ich nach innen ein und so ein kleiner Knochen ein paar cm unter dem Sprunggelenk) drückt sich auf der Innenseite leicht heraus. Der rechte Fuß knickt nicht nach innen.
Links hatte ich bereits zwei Mal die Außenbänder gerissen, das erste mal vor knapp 20 Jahren und das andere Mal vor ca. 10 Jahren.
Balance-Board-Übungen (einbeiniger Stand, auf dem Fußballen oder auf dem kompletten Fuß stehend) mache ich bereits.

Jetzt habe ich gelesen, dass eine Stärkung des Fußgewölbes helfen könnte. Ein paar Übungen habe ich schon gefunden. Aber falls hier noch jemand ein paar Tipps hat, immer her damit.

Außerdem ist mir bei der "Hunde-Vierfüßlerstandübung" aufgefallen, dass ich mein linkes Bein deutlich weniger nach oben in die Luft strecken kann.
Hier scheine ich also auch auf der linken Seite Probleme zu haben.
Dem Problem muss ich jetzt durch Dehnen (großer Ausfallschritt) und der besagten "Hundeübung" entgegen wirken.

Wie trainiert ihr, wenn ihr auf einer Seite solche Dysbalancen habt? Macht ihr dann auf der schwächeren Seite ein paar mehr Durchgänge etc. oder trainiert ihr weiterhin beide Seiten gleich?

Catch-22
06.04.2020, 17:28
Wenn du mit dem linken Fuß nur leicht einknickst und auch oben am Gesäß Muskulär geschwächt bist, dann kann das auch zusammen hängen. (auch wenn deine Bänderrisse als Ursache nahe liegend sind)

Schau mal in diesen Thread https://forum.runnersworld.de/forum/threads/128157-Eine-lange-Geschichte?p=2629477&viewfull=1#post2629477 dort hab ich ein frei erhältliches Yoga Buch gepostet. Zum aktivieren der Fußmuskeln bzw. richtigen Fußausrichtung wirst du da einiges drin finden. Die dort aufgezeigten Prinzipien kann man auch mit anderen Übungen kombinieren, muss nicht unbedingt Yoga sein.

RunSim
07.04.2020, 09:31
Danke für die Tipps, Catch :daumen:
Den Spannungsaufbau in den Beinen so wie beim Yoga zu machen könnte eine gute Sache sein. Habe das gestern mal entsprechend der Youtube Videos von dir ausprobiert und das funktioniert gut. Das werde ich als "Grundstellung" für meine Stabi-Übungen nehmen.

Zusätzlich werde ich meinen mal Physio fragen, was die tatsächliche Ursache des Problems sein könnte. Irgendwie scheint es ja nur ein Problem auf einer Körperseite zu sein.


badrunner: spät aber doch, 7km@3:50 sind stark gelaufen. Zu solchen TDLs will ich in den nächsten Wochen auch wieder hin.


Gestern bei mir, 8 x ca. 100m auf Asphaltweg mit 2´-4´Geh/Stehpausen nach Gefühl bzw. so wie es die Fußgänger und Radler zuließen.
Die linke Beinseite war okay, bin aber dennoch nur submaximal gelaufen. Gefühlt lief es recht locker. Konnte große Schritte machen ohne das Gefühl gehabt zu haben zu schwergängig zu laufen.

badrunner
07.04.2020, 20:58
@RunSim: Danke versuche jetzt den TDL weiter auszubauen bzw. zu verbessern.
Schnelligkeit und Strides habe ich sehr vernachlässigt bzw. bisher nur vor Intervalleinheiten gemacht. Da versuche ich jetzt regelmäßiger die lockeren Dauerläufe auch mit Steigerungen nachzubereiten.
Hoffe bei dir geht es aufwärts.

RunSim
09.04.2020, 10:29
Klar geht es weiter aufwärts ;-) ich komme von unten, da geht es eh immer nur aufwärts ;-)
Gestern 3x1800m mit 400m TP in 3:42/3:41/3:40.
Jetzt würde ich gerne die Umfänge im Tempobereich 3:40 - 3:50 ausbauen.

TDLs muss ich zunächst wohl mit 4:00er Tempo starten. Hier darf ich nicht zu ungeduldig sein.

RunSim
09.04.2020, 12:07
Emel, ich antworte mal hier weiter, da deine Frage zu Rollis Pol Training nicht passt ;-)

Unklar ist mir immer noch, was der Zweck von deinem Doppeln werden soll.

1. Was hbef schrieb, 3km am Morgen laufen um eine Spannung für einen Wettkampf am Abend des selben Tages zu erhalten, das ist richtig. Habe ich auch schon gemacht.

2. Langsam ans Doppeln gewöhnen und km Stück für Stück erhöhen. Das kann man mit deiner Vorgehensweise auch gut erreichen.

3. Du machst es, weil du am Morgen eh sonst nur abhängen würdest. Also einfach aus Spaß am Laufen. Auch voll okay.

Aber ich bleibe dabei. Ein Trainingseffekt hinsichtlich Leistungssteigerung wird nur äußerst gering ausfallen, wenn du bei den 3km am Morgen bleibst.

Und nur, weil dann deine Wochen km Zahl sich von 40 auf 52 erhöht, heißt das noch lange nicht, dass sich deine Ausdauerleistung dann auch um diese Erhöhung verbessert.

Vielmehr gäbe es bei noch ganz andere Hebel, die einen viel besseren Wirkungsgrad haben als das, was du da gerade vorhast. Das ist zumindest meine Einschätzung deiner Situation.

emel
09.04.2020, 12:27
Emel, ich antworte mal hier weiter, da deine Frage zu Rollis Pol Training nicht passt ;-)

Unklar ist mir immer noch, was der Zweck von deinem Doppeln werden soll.

1. Was hbef schrieb, 3km am Morgen laufen um eine Spannung für einen Wettkampf am Abend des selben Tages zu erhalten, das ist richtig. Habe ich auch schon gemacht.

2. Langsam ans Doppeln gewöhnen und km Stück für Stück erhöhen. Das kann man mit deiner Vorgehensweise auch gut erreichen.

3. Du machst es, weil du am Morgen eh sonst nur abhängen würdest. Also einfach aus Spaß am Laufen. Auch voll okay.


an Punkt 1 hatte ich gar nicht gedacht, scheint mir aber sehr Sinnvoll. Werde ich bei Gelegenheit so anwenden.

Ich würde sagen es ist eine Mischung aus Punkt 2 und 3. Ich will meine WKM wieder erhöhen. Habe aktuell aber a) wenig(er) Lust auf lange Läufe (>15 km), lassen sich b) aktuell kurze Läufe sehr gut in den Tagesablauf integrieren (Das mag in einigen Wochen oder Monaten auch wieder anders sein)



Vielmehr gäbe es bei noch ganz andere Hebel, die einen viel besseren Wirkungsgrad haben als das, was du da gerade vorhast. Das ist zumindest meine Einschätzung deiner Situation.

Was schlägst du konkret vor?
Aktuell ist mein Hauptziel 5km unter 20 Minuten zu laufen. Ich stehe aktuell bei knapp unter 21.
Wenn noch eine Bahnsaison möglich wird, dann werde ich alle Strecken von 100 bis 1500 laufen. Die 5000 sowieso :zwinker5:

RunSim
09.04.2020, 12:42
Alcano, hoffe du liest hier auch mit ;-)
Meine Aussage, dass 15 minütiges Laufen keine Leistungsverbesserung bringt, kann ich natürlich nicht beweisen.
Aber mal eine provokante Gegenfrage: würdest du ein 15 minütiges Einlaufen im DL Tempo als Training bezeichnen, dass einen Trainingseffekt hat?
Also für jemanden, der 5 bis 6 Mal pro Woche trainiert.

Damit kommt das HKS in Gang, ok. Deine Beine werden von der Spannung her auf das noch folgende Training vorbereitet, ok. Mehr passiert da im Körper aber mMn nicht.


Wenn emel eh so ein Frühaufsteher ist, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann ;-) , dann wären zu Beginn ein paar morgendliche 3km Läufe gut zum Einstieg.
Um eine Leistungssteigerung im Grundlagenausdauerbereich zu bekommen, würde ich einen Morgenlauf dann aber Stück für Stück auf 8km ausbauen.
Im weiteren Schritt würde ich das Tempo erhöhen von DL1 auf DL2.

Für die anderen Grundlagenläufe nachmittags und abends steht einem ja meistens mehr Zeit für Verfügung. Die sollten dann weiterhin locker gelaufen werden, aber dann natürlich mehr km/Zeit.

Dadurch erhält der morgendliche Lauf einen Sinn in der Trainingsgestaltung.
Langfristiges Zuel wäre für mich daher dannn sowas wie:
1km locker einlaufen + 6km DL2 + 1km locker auslaufen.

Weitere 3km Läufe kann Emel aus Spaß ja gerne zusätzlich machen.
Ich persönlich würde es jedoch nicht machen, sondern mich eher auf die Qualität der wichtigen Einheiten in der Woche konzentrieren.


Emel, wenn ich mir deine Wochen-km anschaue, die du gepostet hast, dann ehe ich eher davon aus, dass dein größtes Manko zurzeit eher die Kontinuität ist. Und in der Verbesserung der Kontinuität sehe ich für uns Hobbysportler ein viel größeres Verbesserungspotenzial als z.B. durch 3km Einheiten am Morgen.

Das ist natürlich nur eine Vermutung. Kannst du mal die letzten 8 Wochen deines Trainings kategorisiert auflisten?
Kategorien wären für mich:
Lockere Dauerläufe
Mittlere Dauerläufe
Tempodauerläufe / Intervallläufe
Schnelligkeitstraining / Sprints

Stabi, Kraft und Alternativsport interessiert mich in diesem Falle nicht.

Z.B.
Woche 1
2xDL locker
1xTDL
1x Sprint
Gesamt km: 40

Woche 2
1x DL locker
1x DL Mittel
2x IV
Gesamt km: 45
Etc.

Durch eine solche Auflistung über mehrere Wochen kann man meiner Meinung nach gut herausfinden, worauf du bei deinem Training besonders achten solltest.

RunSim
09.04.2020, 12:54
Post hat sich mit meinem überschnitten ;-)

Ich persönlich mag Läufe über 15km auch nicht besonders, auch wenn sie je nach Trainingsziel natürlich sehr wichtig sind.

Aber zwischen einem 3km und einem 15km Lauf gibt es ja noch ein paar weitere Möglichkeiten ;-)
Ich muss nochmal darauf hinweisen, dass das nur meine persönliche Vorgehensweise ist. Andere dürfen liebend gerne weitere alternative Wege aufzeigen :-)

Langfristig erachte ich bei dir einen weiteren DL, Länge ca. 8km, locker oder mittel gelaufen ist erstmal nicht so entscheidend, als deutlich leistungssteigernder als 4x3km.

Ob du den 8km Lauf aufgrund deiner persönlichen Zeitfenster lieber am Morgen läufst und am gleichen Tag eine weitere Einheit am Abend läufst oder an einem separaten Tag in der Woche macht keinen Unterschied.
Das Doppeln sollte wie bereits geschrieben allmählich ausgebaut werden.
Morgens einen 8km DL, dann arbeiten und abends eine QTE ist für uns Hobbysportler schon ne Hausnummer, die man nicht mal eben so abspult.
Aus dem Bauch heraus würde ich die Abendseinheit an den Doppeltagen nicht zu hart wählen.
Besser wäre mMn eher sowas wie morgens 8km mittlerer DL und abends 10km lockerer DL.

hbef
09.04.2020, 13:49
Mist, heute wieder eine Einheit abbrechen müssen. Dieses Mal verletzungsbedingt. Gestern nach dem DL leichte Druckschmerzen links außen im Knöchel gehabt. Heute nur leicht gespürt, dachte das erledigt sich wie sp oft von alleine. Nach dem zweiten 1000er aber schon in der GP deutlich gespürt, nach dem dritten dann sehr schmerzhaft. Abbruch und nach Hause gehumpelt. Fühlt sich nicht gut an, hoffentlich ist das Band nicht lädiert. Hab jetzt Eis drauf gepackt und hochgelegt. Morgen ist eh Ruhetag, hoffe bis Samstag geht das wieder, aber bin da ehrlich gesagt nicht so optimistisch. Zur Not muss ich das Rad rausholen.

Rolli
09.04.2020, 13:51
Mist, heute wieder eine Einheit abbrechen müssen. Dieses Mal verletzungsbedingt. Gestern nach dem DL leichte Druckschmerzen links außen im Knöchel gehabt. Heute nur leicht gespürt, dachte das erledigt sich wie sp oft von alleine. Nach dem zweiten 1000er aber schon in der GP deutlich gespürt, nach dem dritten dann sehr schmerzhaft. Abbruch und nach Hause gehumpelt. Fühlt sich nicht gut an, hoffentlich ist das Band nicht lädiert. Hab jetzt Eis drauf gepackt und hochgelegt. Morgen ist eh Ruhetag, hoffe bis Samstag geht das wieder, aber bin da ehrlich gesagt nicht so optimistisch. Zur Not muss ich das Rad rausholen.

Grrrrr... das ist nicht gut!!!
Gute Besserung!

RunSim
09.04.2020, 14:58
Mist, hoffentlich nix schlimmes.... :-(

alcano
09.04.2020, 15:20
@hbef: gute Besserung!




Meine Aussage, dass 15 minütiges Laufen keine Leistungsverbesserung bringt, kann ich natürlich nicht beweisen.
Aber mal eine provokante Gegenfrage: würdest du ein 15 minütiges Einlaufen im DL Tempo als Training bezeichnen, dass einen Trainingseffekt hat?
Also für jemanden, der 5 bis 6 Mal pro Woche trainiert.
Das wird hauptsächlich davon abhängen wie lang diese 5-6 Mal pro Woche absolvierten Läufe sind und was diese Person gewohnt ist. Bei jemandem der aktuell 8 h/Woche läuft und 12 h/Woche gewohnt ist macht das im Normalfall sicher weniger aus als bei jemandem, der aktuell 4 h läuft und der auch sonst selten/nie mehr als 5 h/Woche läuft.

Grundsätzlich hat aber natürlich alles einen (Trainings-)Effekt. Deshalb halte ich ehrlich gesagt die Reizstufenregel (und somit auch das Prinzip des trainingswirksamen Reizes) für ziemlich fragwürdig. Denn wenn es eine bestimmte Reizgröße gäbe, ab der ein Training erst wirksam wird, dann würde das ja bedeuten, dass alles darunter komplett unwirksam wäre (also z.B. 31 Minuten DL haben einen Effekt, 29 Minuten aber nicht). Vielleicht hängt so was aber auch mit der Unsitte zusammen, in wissenschaftlichen Arbeiten Effekte als nicht-existent zu bezeichnen, wenn sie nicht signifikant sind (p<0.05). Aus biologischer Sicht wäre eine solche Regel meiner Meinung nach jedenfalls unsinnig. Es ist aber durchaus möglich, dass der Nutzen einer Einheit grob einer Sigmoidfunktion (https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmoidfunktion) mit Trainingsdauer auf der x-Achse und Trainingseffekt auf der y-Achse entspricht, dass also ab einer bestimmten Dauer der Nutzen pro zusätzlicher Minute zunimmt und ab einer bestimmten Dauer dann wieder kleiner wird. Vermutlich wird der Nutzen zusätzlicher Dauer irgendwann sogar negativ (also keine reine Sigmoidfunktion).

Ich will damit auch nicht sagen, dass die 4x 3 km von emel aus trainingstechnischer Sicht unbedingt das optimale Vorgehen sind. Vermutlich brächte ein zusätzlicher Lauf von 12 km oder eine Verlängerung aller Läufe um 2 km mehr. Allerdings hängt auch das sicherlich wieder davon ab, wie viel er sich sonst noch bewegt über den Tag verteilt. Wenn er den ganzen Tag im Homeoffice nur rumsitzt und der tägliche Lauf praktisch die einzige Bewegung darstellt, dann kann es sogar sinnvoller sein, jeden Morgen noch 15-20 Minuten locker laufen zu gehen und somit die Dauer der "bewegungsfreien Zeit" zu verkürzen.


Damit kommt das HKS in Gang, ok. Deine Beine werden von der Spannung her auf das noch folgende Training vorbereitet, ok. Mehr passiert da im Körper aber mMn nicht.
Dazu müsste man unter anderem die Hormonausschüttung messen. Diese wiederum hängt davon ab, was jemand gewohnt ist.


Wenn emel eh so ein Frühaufsteher ist, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann ;-) , dann wären zu Beginn ein paar morgendliche 3km Läufe gut zum Einstieg.
Um eine Leistungssteigerung im Grundlagenausdauerbereich zu bekommen, würde ich einen Morgenlauf dann aber Stück für Stück auf 8km ausbauen.
Im weiteren Schritt würde ich das Tempo erhöhen von DL1 auf DL2.
Warum das Tempo erhöhen?

Rolli
09.04.2020, 16:12
Grundsätzlich hat aber natürlich alles einen (Trainings-)Effekt.. Deshalb halte ich ehrlich gesagt die Reizstufenregel (und somit auch das Prinzip des trainingswirksamen Reizes) für ziemlich fragwürdig. Denn wenn es eine bestimmte Reizgröße gäbe, ab der ein Training erst wirksam wird, dann würde das ja bedeuten, dass alles darunter komplett unwirksam wäre (also z.B. 31 Minuten DL haben einen Effekt, 29 Minuten aber nicht). Vielleicht hängt so was aber auch mit der Unsitte zusammen, in wissenschaftlichen Arbeiten Effekte als nicht-existent zu bezeichnen, wenn sie nicht signifikant sind (p<0.05). Aus biologischer Sicht wäre eine solche Regel meiner Meinung nach jedenfalls unsinnig. Es ist aber durchaus möglich, dass der Nutzen einer Einheit grob einer Sigmoidfunktion (https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmoidfunktion) mit Trainingsdauer auf der x-Achse und Trainingseffekt auf der y-Achse entspricht, dass also ab einer bestimmten Dauer der Nutzen pro zusätzlicher Minute zunimmt und ab einer bestimmten Dauer dann wieder kleiner wird. Vermutlich wird der Nutzen zusätzlicher Dauer irgendwann sogar negativ (also keine reine Sigmoidfunktion).


Nicht so unbedingt. Wenn jemand 6x Woche 100km läuft, danach mit gleicher Intensitätsverteilung, auf 3x und 50km umstellte, erziel er damit einen negativer Reitz. Also wenn es einen positiven und negativen Reitzverteilung gibt, muss es zwangsläufig eine "0" Effekt-Training geben. Das also widerspricht:

Grundsätzlich hat aber natürlich alles einen (Trainings-)Effekt.

Hat aber natürlich mit der Diskussion wenig zu tun. Nur mit Deiner Feststellung am Anfang.

alcano
09.04.2020, 17:29
Nicht so unbedingt. Wenn jemand 6x Woche 100km läuft, danach mit gleicher Intensitätsverteilung, auf 3x und 50km umstellte, erziel er damit einen negativer Reitz. Also wenn es einen positiven und negativen Reitzverteilung gibt, muss es zwangsläufig eine "0" Effekt-Training geben.
So weit ich weiß gibt es aber keine "positive und negative Reizverteilung". Anders formuliert: eine (Trainings-)Belastung – und darum geht es hier ja – hat immer eine bestimmte (positive) Größe. Diese kann rein theoretisch 0 betragen, dann wäre man allerdings tot, da jede Bewegung eine bestimmte – wenn natürlich sehr geringe – Belastung darstellt. Das was du beschreibst ist nun einfach eine geringere Belastung als zuvor. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit höchstwahrscheinlich abnehmen um sich auf einem neuen, tieferen Niveau einzupendeln. Dieses ist aber immer noch deutlich höher als bei jemandem, der gar nicht läuft.

RunSim
09.04.2020, 18:02
Warum das Tempo erhöhen?
Da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
Der Grund ist reiner praktischer Natur, da ich davon ausgehe, dass man morgens weniger Zeit zur Verfügung hat als nachmittags/abends.

Ein mittelschneller DL muss mE nicht zwingend 10km oder länger sein. Hier würde für einen meiner Meinung nach wirksamen Trainingsreiz die besagten 8km ausreichen.

Abends könnte man dann einen lockeren DL laufen, der vielleicht so um die 12km lang sein könnte.

Man kann von mir aus aber auch sowohl morgens als auch abends einen lockeren DL laufen, wenn man doppelt.
Das sind für mich dann Nuancen und man muss dabei einfach schauen, wie die gesamte Trainingswoche aufgebaut ist.

Du hast natürlich Recht, alcano. Jedes auch noch so kleine Training wird einen gewissen Reiz im Körper setzen.
29 oder 31 Minuten DL wird dabei keinen großen Unterschied machen, das finde ich auch.
3km locker laufen am Stück wird aber meines Erachtens keinen messbaren Trainingserfolg zeigen bei jemanden, der sich auf dem Niveau von emel befindet.

Hier würde ich, wie du auch sagst, eher woanders ansetzen und z.B. die DLs um je 2km zu verlängern.

Rolli
09.04.2020, 18:39
So weit ich weiß gibt es aber keine "positive und negative Reizverteilung". Anders formuliert: eine (Trainings-)Belastung – und darum geht es hier ja – hat immer eine bestimmte (positive) Größe. Diese kann rein theoretisch 0 betragen, dann wäre man allerdings tot, da jede Bewegung eine bestimmte – wenn natürlich sehr geringe – Belastung darstellt. Das was du beschreibst ist nun einfach eine geringere Belastung als zuvor. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit höchstwahrscheinlich abnehmen um sich auf einem neuen, tieferen Niveau einzupendeln. Dieses ist aber immer noch deutlich höher als bei jemandem, der gar nicht läuft.

Hm...

gibt es aber keine "positive und negative Reizverteilung"
Warum?

Auch die Treningsdichte, Volumen und Intensität (auch Intensitätsdichte) sind Reize. Wenn sie deutlich abnehmen ist ein Trainingseffekt kleiner als Ausgangsniveau... also negativ. Leistung ist doch nur ein Ergebnis der Trainingseffekte.

Warum willst Du mit "Ausgangniveau = 0" vergleichen? Warum sollten wir nicht aktuellen Leistungsniveau vergleichen?

Rolli
09.04.2020, 18:45
Da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
Der Grund ist reiner praktischer Natur, da ich davon ausgehe, dass man morgens weniger Zeit zur Verfügung hat als nachmittags/abends.

Da bin ich bei Alcano. Es gibt gewisse Menschengruppe (und die ist schon mal sehr groß) die keine Leistung un den Morgenstunden abrufen können. Somit ist das Tempoerhöhung nicht immer Zielführend. Dann schon lieber die Läufe als Umfangssteigerung nutzen.

alcano
09.04.2020, 21:39
Da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
Der Grund ist reiner praktischer Natur, da ich davon ausgehe, dass man morgens weniger Zeit zur Verfügung hat als nachmittags/abends.
Je kürzer der DL desto schneller? Das wäre für mich nur sinnvoll, wenn das Ziel wäre, die Gesamtbelastung jeder Trainingseinheit möglichst gleich groß zu halten. Aber wieso sollte man das wollen?


Ein mittelschneller DL muss mE nicht zwingend 10km oder länger sein. Hier würde für einen meiner Meinung nach wirksamen Trainingsreiz die besagten 8km ausreichen.
Jetzt muss ein langsamer DL schon 10 km lang sein, um etwas zu bewirken? :P

RunSim
09.04.2020, 21:40
Da bin ich bei Alcano. Es gibt gewisse Menschengruppe (und die ist schon mal sehr groß) die keine Leistung un den Morgenstunden abrufen können. Somit ist das Tempoerhöhung nicht immer Zielführend. Dann schon lieber die Läufe als Umfangssteigerung nutzen.
Da möchte ich euch gar nicht widersprechen. Mein Tipp bezog sich aber gabz konkret auf emel. Und der mag ja die Morgenstunden laut eigenen Aussagen. Und mit etwas Eingewöhnungszeit sehe ich bei ihm keine Probleme DL2 zu laufen. Aber Versuch macht kluuuuuch.

Ich z.B. komme morgens nicht in Schwung. Sport direkt nach dem Aufstehen wäre nur was ganz Leichtes möglich. Doppeln während der Arbeitswoche wäre für mich aktuell absolut undenkbar. Daher kann ich jeden verstehen, der morgens maximal nen lockeren DL schafft.

RunSim
09.04.2020, 21:51
Je kürzer der DL desto schneller? Das wäre für mich nur sinnvoll, wenn das Ziel wäre, die Gesamtbelastung jeder Trainingseinheit möglichst gleich groß zu halten. Aber wieso sollte man das wollen?

Nein, nicht je kürzer desto schneller.
Ich würde lediglich nicht jeden DL gleich angsam laufen sondern in einer Woche auch mal DL2 einfließen lassen. Und wenn man morgens weniger Zeit hat, bietet es sich halt praktischerweise an, dann zu laufen.
Das kommt einfach auf die Gesamtplanung der Woche an.


Jetzt muss ein langsamer DL schon 10 km lang sein, um etwas zu bewirken? :P
Nene, 8km lockerer DL sind je nach Leistungsstand sehr gut.

MikeStar
09.04.2020, 22:03
https://www.greif.de/nl-mit-zwei-trainingseinheiten-pro-tag-zu-traumzeiten.html

Greif verwies' auch auf schonmal auf solch kurze Einheiten.
Früher zu aktiven Fußballzeiten hab' ich auch regelmäßig 2x am Tag trainiert. Morgens 5:30 Uhr, ca. 15-30min laufen und abends spezifisches Training.

Ich würd's einfach mal probieren an Emels Stelle. 15-20min locker morgens, wenn es passt können es auch 25 oder 30min werden. Auf jeden Fall am Anfang gesondert nochmal auf den Körper hören, wie die Anpassung stattfindet.
Nach einer harten Einheit abends zuvor, kann eine lockere Einheit morgens auch die Regeneration beschleunigen.

Wenn es erstmal nur um die Erhöhung der WKM geht und die Anpassung des Funktionsapparats, würde ich zweigleisig fahren. Erstmal morgends kurze Läufe z.B. die 4x 3km wie von Emel angedacht und nach einer Eingewöhnung dann die regulären DLs sukzessive verlängern und dafür die entsprechende Einheit morgens aus dem Plan rausnehmen.

emel
10.04.2020, 08:08
Moin zusammen,

Dank euch für alle Kommentare und die Links. Heute war Emel dann gleich mal nicht morgens Laufen :hihi:
Gestern 11x 400 "Strasse" in ca. 3:50 Tempo. Die Strecke war nicht so flach wie gedacht. "bergab" also leicht schneller als "berauf".

Dazu 2km Ein- sowie 2km Auslaufen, Lauf ABC und Strides. Heute Nachmittag lockerer Dauerlauf.
Ich werde mit dem Doppeln noch ein wenig experimentieren, plane das aber weiter zu nutzen um den Umfang zu erhöhen.

Ethan
10.04.2020, 09:49
Greif verwies' auch auf schonmal auf solch kurze Einheiten.

Kurze (zweite) Einheiten werden von div. Autoren empfohlen. Greif hast du schon angesprochen. Hudson empfiehlt iirc 25-minütige Läufe als 2. TE nach Q-Einheiten. Hottenrott ist für 25-30' Regenerationsläufe (max. 45'). Daniels sagt, man solle nicht <30' laufen. Das hat aber keinen wissenschaftlichen Hintergrund, sondern wäre den Aufwand (duschen, umziehen) nicht wert -> siehe Heiko.

emel
12.04.2020, 12:40
Mit 16km von heute, komme ich auf 70 WKM. Für mich ist das viel :zwinker5:
Ich werd nachher nochmal meine letzten Wochen posten.

RunSim
13.04.2020, 14:03
Meine letzte Woche kann man endlich mal wieder als Training bezeichnen...

Mo: 8x100m submax. mit 2' - 4' P
Di: -
Mi: 3x1800m / 400m TP / @3:40-3:42
Do: 13,5km@4:44
Fr: 16x200m/200m / 6,4km@3:55
Zügig in ca. 3:20-3:25 / langsam in ca. 4:25-4:30.
Sa: 10,6km@4:24
So: -

Insgesamt 55km, alles lief so wie geplant. Erfreulich auch, dass die DLs wieder so flüssig laufen.
Gerne wäre ich gestern noch einen weiteren DL gelaufen, leider tat mir mein linker Fußballen weh und da habe ich dann lieber ausgesetzt.
Ist heute oder morgen hoffentlich weg.

badrunner
13.04.2020, 14:31
Schöne Woche RunSim: Die 200er waren Vo2 Max orientiert an Anlehnung an Billat nehme ich an.

RunSim
13.04.2020, 15:12
Schöne Woche RunSim: Die 200er waren Vo2 Max orientiert an Anlehnung an Billat nehme ich an.
Naja, gefühlt war es nicht so hart, als dass ich das unter VO2max laufen lassen würde ;-)
3:27 war mein 5er RT im Dezember 2019, nachdem ich einige Monate nur sehr wenig trainieren konnte. Daher gingen die 200er eher in Richtung 5k RT. (Ob ich das Tempo dann aktuell auch real auf 5km leisten kann, steht natürlich auf einem anderen Stern)
Ich würde es als relativ lockere Grundlageneinheit ansehen. Pausenzeit war ja auch länger als Belastungszeit, ca. 40-42 Sekunden Belastung und 52-54 Sekunden Pause.
2xpro Woche lange Intervalle zu laufen finde ich recht langweilig. Da passt es ganz gut, dass mein Trainer solche 200er laufen lässt.
Das schnelle, lockere Laufen ist zudem auch recht motivierend für mich.

Ok, Training muss nicht nur Spaß machen. Aber bislang hat sich meine Form durch kontinuierliches Training immer entwickelt.

Wenn ich die letzten 12 Monate Training von mir betrachte, so fällt stark auf, dass lediglich die fehlende Kontinuität mich daran gehindert hat weitere Schritte mach vorne zu machen.
Daher ist mein persönliches Ziel für April und Mai zunächst verletzungsfrei zu trainieren und an meiner Stabilität zu arbeiten.
Wenn mein Fahrgestell kräftig genug ist, kann ich auch wieder richtig ballern :-)

Rolli
13.04.2020, 17:41
Schöne Woche RunSim: Die 200er waren Vo2 Max orientiert an Anlehnung an Billat nehme ich an.

Billats wäre etwas schneller (in der Näher der vVO2max) und Pausen die Hälfte, also 100m. Das könnte aber eine gute Vorbereitungseinheit für Billats sein.

badrunner
13.04.2020, 17:59
Rolli: Wie ermittelst du vVo2Max wenn man keine Spiroerometrie zur Verfügung hat.

Am besten 5-8 Minuten all out und dann davon die Durchschnittsgeschwindigkeit nehmen?

Rolli
13.04.2020, 18:06
Rolli: Wie ermittelst du vVo2Max wenn man keine Spiroerometrie zur Verfügung hat.

Am besten 5-8 Minuten all out und dann davon die Durchschnittsgeschwindigkeit nehmen?
Einfach aktuelle 1500-2000m Tempo. Für reinen LDler 2000-3000m Tempo (auch psychisch bedingt, weil sie nicht so schnell laufen wollen)

Der Wert ist fließend, weil er sich um +/- 15s/km verändern kann, je nach Trainingszustand.

Rajazy
13.04.2020, 18:52
Meine letzte Woche kann man endlich mal wieder als Training bezeichnen...

Mo: 8x100m submax. mit 2' - 4' P
Di: -
Mi: 3x1800m / 400m TP / @3:40-3:42
Do: 13,5km@4:44
Fr: 16x200m/200m / 6,4km@3:55
Zügig in ca. 3:20-3:25 / langsam in ca. 4:25-4:30.
Sa: 10,6km@4:24
So: -

Insgesamt 55km, alles lief so wie geplant. Erfreulich auch, dass die DLs wieder so flüssig laufen.
Gerne wäre ich gestern noch einen weiteren DL gelaufen, leider tat mir mein linker Fußballen weh und da habe ich dann lieber ausgesetzt.
Ist heute oder morgen hoffentlich weg.

Schöne Woche Simon :daumen:
Drücke die Daumen, dass dein linker Fußballen wieder in Ordnung ist und dass du wieder mehr Kontinuität in deinem Training hast.

Ich kann gut verstehen, dass du jetzt Grundlagen machen möchstest (was du in Rolli's POL Faden geschrieben hast) und jetzt verstehe ich umso mehr was du mit "abschießen" im Bezug zu deiner aktuellen Situation meinst.

Trotzdem finde ich persönlich all-out time trails - auch in Grundlagenphasen - nichts ungewöhnliches und werden soweit ich weiß auch praktiziert. Um z.B. den aktuellen Leistungsstand zu ermitteln und das Training entsprechend zu steuern. Gerade in Phasen ohne Wettkämpfe wie aktuell finde ich time trails gar nicht so schlecht. Klar, man kann auch mit weniger Belastung die aktuelle Leistung abschätzen aber time trails sind für manche vielleicht besser.

Wir im Verein machen alle ein paar Wochen time trails, schon vom Beginn der Saison. Je nach Phase im Jahr variiert zwischen flache Strecke oder hügelige und auch über die Länge.

Ich kann aktuell keine reine Grundlagen mehr machen - ich mache ja seit dem Herbst Grundlagen bis die Corona-Krise kam. Wenn ich weiter GRundlagen machen würde, würde ich sehr wahrscheinlich an Grundlagen Burn-out leiden :D Deshalb trainiere ich fast so, als ob ich aktuell mit der Vorbereitung auf die Bahnsaison beginnen würde - halt ohne Bahn (schade), auf der Straße. Falls im Sommer keine Bahnwettkämpfe stattfinden werden, dann laufe ich halt im Training time trails statt Wettkämpfe. Nächstes Jahr dann hoffentlich wieder Wettkämpfe. Ich möchte nicht deswegen, meine Sommer harte Pseude-MD Phase wegen der aktuellen Situation skippen und auf den Herbst hoffen.

Ich klinke mich hier deshalb ein und poste regelmäßig meine Wochen und diskutiere mit :)

Im folgenden Post dann meine ersten 3 Wochen nach den Winter Halbmarathon-lästigen Grundlagen.

Rajazy
13.04.2020, 19:44
Die Wintergrundlagen (mit viel Umfang und Kraftausdauer) schließen wir jedes Jahr mit einem hügeligen ca Halbmarathon am Ende einer Regenerationswoche, wobei eine ca 7k Schleife (mit ca 160-170 hm) drei mal durchlaufen wird. Die erste Runde locker, die zweiter moderat und die dritte all-out (vorgabe). D.h. time trail mit Vorbelastung. Diese Einheit liefe ich dieses Jahr schneller als je zuvor mit sub1:38 HM (> 500 hm) und die letzte Schleife eine PB um fast eine Minute mit der ersten sub29' auf der Schleife (ca 4:09/km). Die Einheit liefe ich mit meinen Saucony Fastwitch 9 - mein erster Test dieser Schuhe im Gelände (feste Waldwege und Schotter), nach dem 10er (Straße) im Winter. War damit sehr zufrieden.

Leider hat dann kein Halbmarathon in Berlin stattgefunden und ich konnte auch meine neue Nike Vaporfly in Berlin nicht testen.

Zuerst war meine Motivation zum Laufen ziemlich verschwunden und habe eine Woche vom Laufen komplett pausiert. Allerdings viel am Rad gedreht, was dazu geführt hat, dass ich aktuell das Radfahren sehr genieße :peinlich:

Dann vor ca 3 Wochen wieder mit Laufen angefangen.

Meine Wochen aktuell sehen ungefähr wie folgt aus:
Dienstags: Fahrtspiele, hauptsächlich im 1500m-5k Renntempo bzw. um die VO2max herum.
Donnerstags: Sprint oder MD Intervalle und einem ausgiebig ABC und Technik davor
Samstags: Gelände - entweder Fahrspiele oder BALs
Sonntags: LDLs

Dazu die DLs recht locker (selten schneller als 5er Pace) und viel lockeres Radfahren (ca 5 bis 8 Stunden pro Woche).

Damit mein Post nicht zu lange wird, poste ich erstmal nur die QTEs, ab nächste Woche dann Wochenweise.

Woche 1:
- 6x100m schnell und 4 min schnell (sub 3:30/km)
- 12x200m schnell bis sehr schnell Straße und 90-100'' TP (da GPS, keine Ahnung wie schnell aber auf jeden Fall sub3 Richtung 2:30/km gegen Ende)
- Sinnloses 5 km time trail aus dem Training heraus in ca 18:50 min / 3:46/km (Straße/Schotter)
- BALs: 4 Serien ca 160m/260m/330m Bergauf mit TP züruck

Woche 2:
- 27k LDL locker ca 5er pace im Schnitt allerdings mit 4x6' @ 4:15/km surges
- 3 Serien 2x150m/250m (d.h. Gesamt 12 Wiederholungen) mit der gleichen Distanz TP zurück auch ansteigend von schnell bis sehr schnell
- Gelände Fahrtspiel lange Intervalle: 2k-4k-2k @ 3:56-4:07-3:56 / km (ca +/- 50hm pro 2k Schleife), lange DL-P (hügelig) von ca 4 und 8 min.

Woche 3:
- flache Fahrspiel 10x2' ca 5k Effort mit 1' TP (Schnitt ca 3:40/km, pace variiert zwischen 3:25 und 3:50/km je nach Strecke/Untergrund/Steigung/Bäume/Brücke usw), allerdings nach einer 3h Radtour. Nächste Woche suche ich mir eine andere Strecke, die vielleicht bessere GPS, weniger Rampen/Kurven usw hat.
- Sprinttraining 4 Serien 3x60m Sprints, wobei die 60m wie folgt gelaufen werden:
erste Serie: 3x (20m moderat schnell, 20m schnell, 20m schneller)
zweite Serie: 3x (20m schnell, 20m schneller, 20m schnell)
dritte Serie: 3x (20m schneller, 20m schnell, 20m schneller)
vierte Serie: 3x 60m kontrolliertt all-out
Pausen zwischen den 60er ca 2' und zwischen den Serien ca 5 min.
- Gelände Fahrtspiel lange Intervalle: 4k-2k-4k @ 3:56-3:55-3:57 / km (ca +/- 50hm pro 2k Schleife bzw. ~100hm pro 4k), lange DL-P (hügelig) von ca 8 und 6 min.
Bei den letzten 4k (zwei Schleifen am Stück) liefe ich die erste Schleife fast all-out auf Zeit in 3:47/km (somit sinnlose Schleifen-PB um ca 15'') und die zweite 2k (direkt ohne Pause, da 4k Intervall) in 4:08/km mit viel Laktat im Blut :peinlich: Bergab musste ich in der letzten Schleife erstmal rollen lassen um mich etwas zu erholen - ansonsten liefe ich bergab fast immer unter 3er Pace (d.h. auch Koordination und Schnelligkeit Reiz und nicht nur Kraft-Reiz Bergauf)
- 26k LDL locker (HM ansteigend 5:20 bis ca 4:30/km dann 5k sehr langsam auslaufen (>6er Schnitt) mit Begleitung

Nächste Woche (bzw. diese Woche) dann nochmal normal ähnlich wie diese Woche (bzw. vergangene Woche) trainieren, dann eine regenerative Woche mit einem time trail am Ende (k.a. was, wahrscheinlich eher noch was langes, vielleicht Training-10k).

Edit:
Eine Sache habe ich vergessen zu erwähnen, dass durch das Zwangs-Homeoffice muss ich nicht mehr pendeln (ca 3-3,5h pro Tag für beide Richtungen). Das merke ich sehr in einer deutlich besseren Regeneration und auch Trainingsergebnisse - auch durch längeren bzw. besseren Schlaf.

RunSim
14.04.2020, 14:25
Rajazy, du hast vollkommen Recht. Meine Angst vor Überziehen liegt zurzeit rein an meinen persönlichen Erfahrungen.
Man neigt dann halt doch dazu, die eigene Leistungsfähigkeit als 'normal' anzusehen und alles andere als zu einfach oder zu hart.

Bei deinem Training muss ich inner wieder feststellen, wie komplex das Ganze ist im Vergleich zu meinem.
Dueses Jahr wirst du auf allen Strecken einen Sprung nach oben machen, da bin ich mir absolut sicher! :-)

Rolli
14.04.2020, 14:54
(somit sinnlose Schleifen-PB um ca 15'')
Sinnlos hin oder her... hoffentlich freut es Dich.

Brian
14.04.2020, 15:03
Bitte drückt mir die Daumen! Diese Woche entscheidet es sich, ob ich am 26.4. in der 3x1000m-Staffel meines Vereins mitlaufen darf. Werden die Sportanlagen für kleine Veranstaltungen frei gegeben, wird meine Mannschaft antreten. Ob ich eine 3:05min schaffe? Möglich ist es!

Der ausführende Verein ist gewillt, die Veranstaltung durchzuführen, wenn es erlaubt ist.

Albatros
14.04.2020, 15:16
Bitte drückt mir die Daumen! Diese Woche entscheidet es sich, ob ich am 26.4. in der 3x1000m-Staffel meines Vereins mitlaufen darf. Werden die Sportanlagen für kleine Veranstaltungen frei gegeben, wird meine Mannschaft antreten. Ob ich eine 3:05min schaffe? Möglich ist es!

Der ausführende Verein ist gewillt, die Veranstaltung durchzuführen, wenn es erlaubt ist.
Nur mal so aus Neugier:
Wie ist es Euch möglich bei der Staffelübergabe den geforderten Mindestabstand einzuhalten - werft Ihr Euch den Stab aus sicherer Entfernung zu?

Brian
14.04.2020, 16:00
Nur mal so aus Neugier:
Wie ist es Euch möglich bei der Staffelübergabe den geforderten Mindestabstand einzuhalten - werft Ihr Euch den Stab aus sicherer Entfernung zu?
Hamma! Du bist ein Schnellmerker, genauso läuft es! :D

Rajazy
14.04.2020, 16:39
Nur mal so aus Neugier:
Wie ist es Euch möglich bei der Staffelübergabe den geforderten Mindestabstand einzuhalten - werft Ihr Euch den Stab aus sicherer Entfernung zu?
:hihi:

Auch wenn sie die Dinger bei der Übergabe werfen müssten, gibt es noch Ansteckungsgefahr durch Anfassen des Stabs von verschiedenen Athleten. Wie verhindert ihr das auch Maddin?

Rajazy
14.04.2020, 16:44
Bei deinem Training muss ich inner wieder feststellen, wie komplex das Ganze ist im Vergleich zu meinem.
Dueses Jahr wirst du auf allen Strecken einen Sprung nach oben machen, da bin ich mir absolut sicher! :-)

Danke Simon :-)
Wahrscheinlich ist mein Training auch unnötig kompliziert.
Sofern man Fortschritte macht, muss man auch nicht zwingend kompliziert machen.
Ich bin aber gut ausgereizt nach ca 6 Jahren kontinuierliches Training.

Rajazy
14.04.2020, 16:54
Sinnlos hin oder her... hoffentlich freut es Dich.

Natürlich hat es mich sehr gefreut, deswegen habe ich die Vorgabe auch verlassen, da ich wusste "heute ist ein Schleifen-PB definitiv drin" :)

Laut Strava bin ich diese (bei uns in der Region bekannte) Schleife 160 mal gelaufen und man freut sich, wenn man nach so vielen Drehungen immer noch schneller schafft. Wahrscheinlich ähnlich wie bei Dir mit Deinem Hausberg für die kurzen BALs.

Einmal möchte ich versuchen, diese ca 2.2k Schleife (ca 50 hm nach oben und unten) all-out ohne Vorbelastung zu laufen. Aber auf Strava-Krone habe ich keine Chance. Mein Vereinskollege hat sie mit ca 7:20 min (es fehlen mir noch ca 45 Sek)… und er hat das bei einem TDL gestellt :geil:

Rolli
14.04.2020, 17:56
Natürlich hat es mich sehr gefreut, deswegen habe ich die Vorgabe auch verlassen, da ich wusste "heute ist ein Schleifen-PB definitiv drin" :)

Laut Strava bin ich diese (bei uns in der Region bekannte) Schleife 160 mal gelaufen und man freut sich, wenn man nach so vielen Drehungen immer noch schneller schafft. Wahrscheinlich ähnlich wie bei Dir mit Deinem Hausberg für die kurzen BALs.

Einmal möchte ich versuchen, diese ca 2.2k Schleife (ca 50 hm nach oben und unten) all-out ohne Vorbelastung zu laufen. Aber auf Strava-Krone habe ich keine Chance. Mein Vereinskollege hat sie mit ca 7:20 min (es fehlen mir noch ca 45 Sek)… und er hat das bei einem TDL gestellt :geil:

Ein neuer Corona-Challeng: Krone holen!!

Rajazy
14.04.2020, 21:51
Ein neuer Corona-Challeng: Krone holen!!

Die "Korone" (Corona-Krone) hole ich mir!!

Dafür muss ich aber über diese hügelige Schleife einen Schnitt von 3:28/km laufen :angst:

RunSim
15.04.2020, 14:43
Billats wäre etwas schneller (in der Näher der vVO2max) und Pausen die Hälfte, also 100m. Das könnte aber eine gute Vorbereitungseinheit für Billats sein.

Ok, d.h. 200m schnell / 100m TP
Wieviele Wdh. würdest du dann machen?

schnell = ca. 3k RT?
zügige TPs oder wirklich "lahm"?
100m kann ich nämlich entweder in 27 Sek oder 40 Sekunden laufen :peinlich: Und das macht gefühlt ganzschön etwas aus :geil:

leviathan
15.04.2020, 14:53
schnell = ca. 3k RT?
zügige TPs oder wirklich "lahm"?
100m kann ich nämlich entweder in 27 Sek oder 40 Sekunden laufen :peinlich: Und das macht gefühlt ganzschön etwas aus :geil:

Billat sagt: schnell = vVO2max (3k bis 4k Pace sollten das sein, Rolli wird wohl eher auf 1500er Pace gehen); TP = 50% vVO2max


Wieviele Wdh. würdest du dann machen?

Hier gibt die Dame für die 30/30 20 bis 25 Wiederholungen als Ziel. Wenn man die Pace vorher nicht mehr halten kann, reicht es auch vorher.

badrunner
15.04.2020, 15:42
Ok, d.h. 200m schnell / 100m TP
Wieviele Wdh. würdest du dann machen?

schnell = ca. 3k RT?
zügige TPs oder wirklich "lahm"?
100m kann ich nämlich entweder in 27 Sek oder 40 Sekunden laufen :peinlich: Und das macht gefühlt ganzschön etwas aus :geil:


Ich würde, sofern du keine Bahn hast zur Verfügung hast, da eher nach Zeit gehen als auf Distanz und dann wie von Leviathan beschrieben 50% der VO2 Max.
Im Feld ist das wohl einfacher zu Handhaben als nach GPS zu laufen.

Auf der Bahn würde ich dagegen eher nach Distanz gehen also 200vVo2Max und 100m 50%Vo2Max.

hbef
15.04.2020, 15:57
30/30, Tempo etwa 2-3K (eher 3),Wiederholungen 20 Stück sind schon ordentlich. So hab ich das häufig gemacht. War mal eine meiner Lieblingseinheiten, bis ich die irgendwann konsequent überzogen habe. Bin dann immer nur so 10-12 WH gelaufen, weil ich natürlich immer unter 3er Pace wollte.

Bei mir übrigens noch nichts neues, kann wieder gehen, aber laufen teste ich nicht vor Samstag. Bin da noch nicht so optimistisch, weil bestimmte Belastungen immer noch weh tun. Rad fahren geht, aber wenn ich noch einen KM gegen 30KMH Wind fahren muss, gibt es Tote.

Rolli
15.04.2020, 15:58
Levi, hast Du Link, wo Billat 3-4k-Tempo empfiehlt?
Ich kenne das nur als vVO2max also so 2000m-T (3000mT -2s auf 200m)

Und ja, dann 50% der vVO2max als Pause. Also 200/100 in 38/38s. Starte mal mit 20x... und lasse Dir nicht erzählen, dass man schon früher abbrechen kann. Man kann auch Wettkämpfe früher abbrechen, was wir nicht wollen und bei Billats sollte man sich schon etwas quälen. Ich wollte mal schon nach 6x abbrechen, am Ende habe ich es durchgezogen.

Übrigens, die Jungs laufen das tatsächlich in 1500mT und die letzte 3 noch schneller bis auf 800mT.

leviathan
15.04.2020, 16:34
Levi, hast Du Link, wo Billat 3-4k-Tempo empfiehlt?
Ich kenne das nur als vVO2max also so 2000m-T (3000mT -2s auf 200m)


Das ist hergeleitet. Sie empfiehlt ja zur Feststellung der Pace einen 6min Time Trial. Da ich davon ausgehe, daß man in diesen 6min wohl etwas über 2km läuft. Nun ist man im WK deutlich schneller bzw. kann ein bestimmtes Tempo länger durchhalten. ich gehe dabei mindestens davon aus, daß man das 3km schafft. Schwächere Läufer wie ich wohl noch mehr. LDler können das nicht so hart im Training :D

Und jetzt muss man auch sagen, daß man wohl deutlich mehr als die 2km in der Zeit laufen wird. Damit ist die untere Grenze von 3k Pace sehr ambitioniert. Die obere Grenze von 4km setze ich aus zwei Gründen. Erstens glaube ich nicht, daß ich mich auf 6min bei einer so harten Intensität so quälen kann, selbst wenn ich wollte und zweitens stiften 95% Einsatz fast den gleichen Nutzen wie 100%. Das ist meine Theorie. Die Wahrheit ist natürlich, daß ich auch immer zu schnell unterwegs war :klatsch:

Rolli
15.04.2020, 18:25
Das ist hergeleitet. Sie empfiehlt ja zur Feststellung der Pace einen 6min Time Trial. Da ich davon ausgehe, daß man in diesen 6min wohl etwas über 2km läuft. Nun ist man im WK deutlich schneller bzw. kann ein bestimmtes Tempo länger durchhalten. ich gehe dabei mindestens davon aus, daß man das 3km schafft. Schwächere Läufer wie ich wohl noch mehr. LDler können das nicht so hart im Training :D

Und jetzt muss man auch sagen, daß man wohl deutlich mehr als die 2km in der Zeit laufen wird. Damit ist die untere Grenze von 3k Pace sehr ambitioniert. Die obere Grenze von 4km setze ich aus zwei Gründen. Erstens glaube ich nicht, daß ich mich auf 6min bei einer so harten Intensität so quälen kann, selbst wenn ich wollte und zweitens stiften 95% Einsatz fast den gleichen Nutzen wie 100%. Das ist meine Theorie. Die Wahrheit ist natürlich, daß ich auch immer zu schnell unterwegs war :klatsch:

Als ich das gelesen habe... nein... 2kmT ist doch korrekt. Die letzte Billats habe ich 25x gemacht in 3kmT -4s auf 200. Schwer aber machbar. Defensiv also 3kmT-2s auf 200m.

Rajazy
15.04.2020, 18:55
@ Simon,
ich finde auch, dass Billat eine gute Grundlageneinheit ist, um den Einstieg in die längeren Vo2max-Einheiten vorzubereiten, ersetzt diese meiner Meinung nach allerdings nicht.
Um später erfolgreich die kurzen Wettkämpfe zu absolvieren, braucht man dann später die längeren Vo2max-Intervalle.

Falls du dich nicht "abschießen" möchtest (nach deinen Worten :P), würde ich wahrscheinlich mit 15x anfangen und diese jede Woche um ein paar Wiederholungen erhöhen.

Falls dir die Pace der schnellen Abschnitte wichtig ist, dann würde erst ca 5 Sek beschleunigen dann erst Start des Schnellen Abschnitts abdrücken. Das mache eigentlich immer bei Fahrtspielen, v.a. bei den kürzeren Intervallen, um die Genauigkeit der GPS-Erfassung zu erhöhen.

@ me,
Heute war ca 5k-RT dran. Da keine Bahn zur Verfügung, wieder Fahrtspiel mäßig (flach Straße) statt 800er. Deshalb nach Steigerungen und ca 10 min Kraftzirkel dann 2 Serien jeweils 4 x 2:45 min mit 2 min TP in ca 3:37 min/km im Schnitt.
Das Kraftzirkel war 10x 30'' Übungen / 30'' Pause. Die Übungen waren z.B. Kniebeugen-Sprünge, Ausfallschrittsprünge, Skippings, schnelles Anfersen, Liegestütze usw.
War heute nicht ganz frisch und merke, dass eine Regenerationswoche fällig ist. Wenn mir die Frische der nächsten Tage nicht zurück kommt, werde ich die Regenerationswoche evtl. vorschieben. Diese Woche ist eh die vierte Belastungswoche in Folge.

Rajazy
15.04.2020, 19:00
Bei mir übrigens noch nichts neues, kann wieder gehen, aber laufen teste ich nicht vor Samstag. Bin da noch nicht so optimistisch, weil bestimmte Belastungen immer noch weh tun. Rad fahren geht, aber wenn ich noch einen KM gegen 30KMH Wind fahren muss, gibt es Tote.
Gute Besserung hbef. Drücke die Daumen für Samstag, dass du wieder mit dem Laufen starten kannst.

Rajazy
17.04.2020, 12:43
Heute MD Intervalle dran - leider ohne Bahn.
Deshalb im Park beim traumhaften Wetter und natürlich oben ohne :teufel:
Nach ca 30 min ABC, Koordination und Schnelligkeit-ABC gefolgt mit 4 lockeren Steigerungen:
15"/30"/60"/75"/60"/45"/30"/15" Schnell mit sehr langsam zurück traben.
War für die erste MD-Pyramide seit dem spät Herbst und mit den stabilen DL-Schuhen ganz ok. Da GPS, keine Ahnung wie schnell genau, aber alle bis auf das 75" Intervall unter 3er Schnitt. Das 75" Intervall war laut Uhr ca 3:05/km. Ich habe immer nach ca 5 Sek Beschleunigung abgedrückt, damit die GPS Genauigkeit halbwegs einigermaßen stimmt.
Die erste Hälfte der Pyramide war kontrolliert schnell, die zweite Hälfte allerdings etwas eskaliert (alle sub 2:50/km).
Übermorgen dann die dritte QTE am Berg, dann der lange am Montag gefolgt von dringend benötigten ein paar regenerativen Tagen, um einigermaßen vor dem time trail nächstes Wochenende erholt zu sein.

Rajazy
19.04.2020, 20:34
Meine Woche (Lauf ca 50 km/500hm, Rad ca 200 km/800hm, Mein HFmax sollte ca 190)

Mo ca 4h Radtour locker leicht hügelig (ca 105km / 400hm). HF 126, max152.
Di DL 9k (30hm) @ 5:00/km. HF 139, max148.
Mi FS (flach, 5k-Effort). 2 x ca 3' @ 3:37/km mit 2' TP. Davor Steigerungen und ca 10' Kraftzirkel (10x 30''/30''). max-HF 180. Belastungsgefühl: hart.
Do ---
Fr FS (flach, SA). 15/30/45/60/75/60/45/30/15'' @ sub 3:00/km mit gleicher Strecke zurück sehr langsam traben. Davor Steigerungen und Laufschule ca 30'. max-HF 183. Belastungsgefühl: sehr hart.
Sa
VM ca 40' traben 6k @ 6:30/km. HF 113, max140 (mega schwere Beine)
NM ca 2h Radtour sehr locker leicht hügelig (ca 60k / 400hm), HF 119, max152.
So
VM ca 1,5h Rad ziemlich locker und flach, Laufstrecken suchen und vermessen (ca 35k/50hm, HF ca 100).
NM FS (hügelig, Kraftausdauer). 6, 5, 4, 4, 5, 6' hügelig moderat schnell (ca HM-M effort) mit 3' TP ink. Sprungläufe und Skippings begrauf (d.h. die Übungen innerhalb der 3' TP).
Anzahl Sprungläufe/Skippings: Intervaldauer x10 (d.h. nach 6': 60x, nach 5': 50x usw). Belastungsgefühl: moderat. Tempo der schnellen Abschnitten ca 4:05/km für 30min Belastung aber mehr bergab als -auf (ca -220 zu +170hm)

Nach 4 Wochen Belastung bin ich ziemlich im Keller, deshalb bis Samstag regenieren und dann 10k all-out mit der Carbonplatte probieren - auch wenn 5 Tage regenerieren für die Superkompensation nicht reichen werden, aber jetzt ist Trainingszeit und kein Hauptwettkampf-Optimum.

Danach weitere 4 Wochen Übergangsphase, dann wird mein Training MD-lastiger.

Wünsche euch schönen Sonntagsabend und hoffe ihr könnt auch trainieren und Spaß daran haben.

RunSim
19.04.2020, 22:53
Feine Woche, Rajazy! :-)

Ich hätte mich mit dieser Woche fast für diesen Faden disqualifiziert. Aber dann kam heute doch noch sowas wie eine QTE... ;-)

Meine Füße/Beine taten leider immer etwas weh, daher musste ich auch mal zwei Tage hintereinander Pause machen. Ich bin die DLs zwar locker gelaufen, aber immer zu lang, das war ein Fehler...
Heute wollte ich eigentlich nichts riskieren und lieber nochmal locker laufen. Aber dann habe ich nach ein paar km einlaufen kurzfristig umdisponiert und bin wenigstens 4km@3:43 gelaufen. Habe dabei gar nicht auf die Uhr gesehen, sondern wollte einfach etwas zügiger laufen
Hat mich gefreut, dass das doch recht geklappt hat: 3:48/3:48/3:40/3:36
Den letzten km musste ich nicht drücken, bin den einfach so etwas zügiger gelaufen.

Mo: -
Di: 11,2km@4:28
Mi: 14,8km@4:45
Do: -
Fr: -
Sa: 13,2km@4:39
So: 8,1km@4:08 (dabei 4km@3:43)

Gesamt: 47km + 2x30' Stabi

Ich versuche die lockeren DLs weiter wirklich locker zu laufen. Ggf aber erstmal nicht so lange wie diese Woche.
Und alles, was schnell gelaufen wird, schneller als 3:50/3:45. Das sollte jetzt eigentlich kein Problem mehr für mich sein.

Rajazy
20.04.2020, 10:51
Mi FS (flach, 5k-Effort). 2 x ca 3' @ 3:37/km mit 2' TP. Davor Steigerungen und ca 10' Kraftzirkel (10x 30''/30''). max-HF 180. Belastungsgefühl: hart.

Korrektur, da Editieren nicht mehr möglich ist:
Hier natürlich 4x ca 3' Wiederholungen pro Serie und nicht nur eine Wiederholung :D



Feine Woche, Rajazy! :-)
Danke!
Mal schauen, ob das Weglassen von DLs und stattdessen mehr Radeln auch funktionieren wird.




Ich hätte mich mit dieser Woche fast für diesen Faden disqualifiziert. Aber dann kam heute doch noch sowas wie eine QTE... ;-)


4km@3:43 gelaufen. Habe dabei gar nicht auf die Uhr gesehen, sondern wollte einfach etwas zügiger laufen
Hat mich gefreut, dass das doch recht geklappt hat: 3:48/3:48/3:40/3:36
Den letzten km musste ich nicht drücken, bin den einfach so etwas zügiger gelaufen.
Starker TDL!
Als ich im Sommer den Umfang stark reduziert habe (< 40 wkm, ohne Rad), konnte ich nach 8 Wochen (für meine Verhältnisse) wenig Umfang nicht mal unter 20 min für die 5 km laufen, wobei ich ein paar Monate davor 18:32 min lief. Deshalb schätze ich deinen TDL aus meiner Sicht als stark.



Meine Füße/Beine taten leider immer etwas weh, daher musste ich auch mal zwei Tage hintereinander Pause machen. Ich bin die DLs zwar locker gelaufen, aber immer zu lang, das war ein Fehler...
Ich drücke dir die Daumen, dass du diese Probleme bald komplett losbekommst.



Ich versuche die lockeren DLs weiter wirklich locker zu laufen. Ggf aber erstmal nicht so lange wie diese Woche.
Und alles, was schnell gelaufen wird, schneller als 3:50/3:45. Das sollte jetzt eigentlich kein Problem mehr für mich sein.
:daumen:

Die Dauerläufe laufe ich seit einiger Zeit ohne auf die Uhr zu schauen. Vor QTEs im Hinterkopf lieber zu langsam als zu schnell. Wenn ich am Folgetag keine QTE habe (was bei mir nicht so oft ist :P), dann laufe ich sie etwas schneller. Im Ersten Fall komme ich automatisch selten auf mehr als 140er Puls im Schnitt (ca 73% HF-max) und langsamer als 5er Schnitt. Im zweiten Fall (subjektiv eher zügiger) nicht mehr als 150er Puls (ca 79% HF-max) bzw schneller 5er Schnitt, was bei mir sehr selten automatisch auftritt. Während der Läufe selbst mache ich mir allerdings keine Gedanken und laufe einfach nach Gefühl bzw. Lust und Laune. Was am Ende bei DLs dabei rauskommt, ist mir eigentlich egal.

RunSim
20.04.2020, 11:56
Danke!
Mal schauen, ob das Weglassen von DLs und stattdessen mehr Radeln auch funktionieren wird.


Hat das einen bestimmten Grund?
Spezifische Ausdauer wird durch Training der entsprechenden Muskulatur aufgebaut.
Um die einseitigen Belastungen auszugleichen (Auslgleich/Alternativraining) halte ich persönlich andere Sportarten für gut geeignet. Radfahren, Schwimmen, Skaten, Langlauf etc...
Aber durch Radfahren spezifische Laufausdauer aufzubauen, weiß nicht....

Einige hier im Forum sprechen davon, dass sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. Hier stellt sich aber die Frage, ob die Einheiten auf dem Rad nicht einfach nur das Herzkreislaufsystem trainiert haben und damit verhindert wurde, dass die HKS-Leistungsfähigkeit sich verringert.
Und wenn die Leute dann wieder vermehrt gelaufen sind, war das HKS halt immer noch auf einem vernünftigen Stand und man konnte schneller wieder in eine gute Laufform kommen.

Teile der Laufmusukatur werden wohl durch Radtraining auch angesprochen. Und in den ersten Grundlagenwochen einer Vorbereitung spricht für mich auch nichts gegen den Einsatz von Alternativtraining. Damit kann man mMn Fehlbelastungen in der späteren Saison vorbeugen (oh, sollte ich mal mehr machen :D ).

Je näher es jedoch in Richtung Saisonhöhepunkt geht, umso mehr würde ich spezifisch trainieren und den Alternativsport-Anteil verringern, da der Körper hier auch einfach Regenerationszeit für die wichtigen Einheiten benötigt.

Falls dir Radfahren jedoch einfach Spaß macht und du mal Abwechslung ins Training bringen willst, dann ist dagegen natürlich nichts zu sagen. Wichtig ist motiviert zu bleiben :daumen:





Starker TDL!
Als ich im Sommer den Umfang stark reduziert habe (< 40 wkm, ohne Rad), konnte ich nach 8 Wochen (für meine Verhältnisse) wenig Umfang nicht mal unter 20 min für die 5 km laufen, wobei ich ein paar Monate davor 18:32 min lief. Deshalb schätze ich deinen TDL aus meiner Sicht als stark.

TDLs alleine zu laufen fällt mir persönlich echt schwer, daher denke ich auch, dass das aktuell ganz gut passt.

Meine Überlegungen für die nächsten Wochen sind folgende:

1. TDLs:
hier würde ich die Länge der TDLs aber gerne noch weiter ausbauen ohne langsamer zu laufen.
6-7km@3:40 würde ich zeitnah schon gerne hinbekommen ohne dabei in den tiefroten Bereich zu gehen.

Bei schnelleren Tempi als 3:40 würde ich mehr auf Intervalle setzen.

2. Bereich 3:30-3:40
Langintervalle (1,5-2km) und erhöhe dort schrittweise den Umfang (entweder Einzelintervalle verlängern und/oder Wdh. schrittweise erhöhen)

3. Bereich schneller als 3:30
Hier taste ich mich durch kurze IVs (200er, 300er) langsam heran.
6x1000m@3:20 mit 400m TP wäre hier eine Einheit, die ich so ca. im Juni gerne laufen können würde.
Damit würde ich mich gut vorbereitet für 16:40 auf 5km sehen.

4. Ab dieser Woche wieder 1 separate TE Schnelligkeit/Woche einbauen. Letzte Woche hat mir mein instabiler Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht, sollte jetzt aber wieder passen.




Die Dauerläufe laufe ich seit einiger Zeit ohne auf die Uhr zu schauen. Vor QTEs im Hinterkopf lieber zu langsam als zu schnell. Wenn ich am Folgetag keine QTE habe (was bei mir nicht so oft ist :P), dann laufe ich sie etwas schneller. Im Ersten Fall komme ich automatisch selten auf mehr als 140er Puls im Schnitt (ca 73% HF-max) und langsamer als 5er Schnitt. Im zweiten Fall (subjektiv eher zügiger) nicht mehr als 150er Puls (ca 79% HF-max) bzw schneller 5er Schnitt, was bei mir sehr selten automatisch auftritt. Während der Läufe selbst mache ich mir allerdings keine Gedanken und laufe einfach nach Gefühl bzw. Lust und Laune. Was am Ende bei DLs dabei rauskommt, ist mir eigentlich egal.

Nach Gefühl zu laufen ist eine feine Sache! :daumen:
Wenn ich jedoch aktuell DLs ohne Uhr laufe, eskaliert das leider völlig und ich lande bei 4:15er Schnitt. Das passt dann aber leider gar nicht mehr.
Ich beschränke mich daher zurzeit durch Pulsgrenzen (zumindest solange es draußen nicht sehr heiß ist).
75% HFmax für einen lockeren Lauf passt bei mir auch gut.

Rolli
20.04.2020, 14:44
Hier taste ich mich durch kurze IVs (200er, 300er) langsam heran.
6x1000m@3:20 mit 400m TP wäre hier eine Einheit, die ich so ca. im Juni gerne laufen können würde.
Damit würde ich mich gut vorbereitet für 16:40 auf 5km sehen.
Ich muss Dich enttäuschen, 3:20 wird nicht reichen. Nicht für einen MDler. Da müsste man das mit 60-90"P schaffen oder über die Schnelligkeitsreserve in 3:16.

Rajazy
20.04.2020, 15:20
Hat das einen bestimmten Grund?
Nicht wirklich. Trainingsgrund definitiv nicht.
Dadurch, dass ich durch die Zwangs-Homeoffice und Ausfall der Pendelzeit ins Büro (ca 3-3,5h pro Tag) viel freie Zeit habe, fahre ich wieder gerne Rad.
Diese freie Zeit nutze ich aktuell um meine andere Hobbies, die ich früher zeitlich nicht wirklich machen konnte.
Und die Region, wo ich aktuell bin, ist tatsächlich sehr schön zum Radeln (Altmühltal, Hopfenfelder usw).
Das genieße ich aktuell sehr und werde bestimmt wieder vermissen, wenn ich wieder ins Büro muss.


Spezifische Ausdauer wird durch Training der entsprechenden Muskulatur aufgebaut.
Um die einseitigen Belastungen auszugleichen (Auslgleich/Alternativraining) halte ich persönlich andere Sportarten für gut geeignet. Radfahren, Schwimmen, Skaten, Langlauf etc...
Aber durch Radfahren spezifische Laufausdauer aufzubauen, weiß nicht....

Einige hier im Forum sprechen davon, dass sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. Hier stellt sich aber die Frage, ob die Einheiten auf dem Rad nicht einfach nur das Herzkreislaufsystem trainiert haben und damit verhindert wurde, dass die goo-Leistungsfähigkeit sich verringert.
Und wenn die Leute dann wieder vermehrt gelaufen sind, war das HKS halt immer noch auf einem vernünftigen Stand und man konnte schneller wieder in eine gute Laufform kommen.

Teile der Laufmusukatur werden wohl durch Radtraining auch angesprochen. Und in den ersten Grundlagenwochen einer Vorbereitung spricht für mich auch nichts gegen den Einsatz von Alternativtraining. Damit kann man mMn Fehlbelastungen in der späteren Saison vorbeugen (oh, sollte ich mal mehr machen :D ).

Je näher es jedoch in Richtung Saisonhöhepunkt geht, umso mehr würde ich spezifisch trainieren und den Alternativsport-Anteil verringern, da der Körper hier auch einfach Regenerationszeit für die wichtigen Einheiten benötigt.



Dass man spezifische Ausdauer hauptsächlich (oder nur?) durch Training der entsprechende Muskulatur, ist mir bewusst.
Wahrscheinlich werde ich mehr erreichen, wenn ich die "investierten" Stunden für Radfahren eher fürs Laufen, Stabis, Mobilität usw nutze.
Aber wenn ich sehe wie schnell manche Triathleten laufen können (sie trainieren ja auch viel am Rad) oder auch manche Trainer wie z.B. Hudson für "Masters" auch "cross training" empfehlen (allerdings nicht unbedingt Radfahren), dann bin ich mir nicht so sicher, ob Radtraining doch fürs Laufen was bringt. Es ist auch viel schonender als Impact-Training wie Laufen. Das mit dem HKS wird auch wahrscheinlich was bringen. Seitdem ich viel Radfahren, sank mein Ruhepuls tiefer (natürlich ausgeruht) als sogar im Grundlagenpeak im Winter. Aktuell schießt mein Ruhepuls nach 4 Belastungswochen in Folge allerdings in die Decke (heute z.B. ca 55) :D Mal schauen, ob ich bis Samstag wieder auf sub50 runter bekomme.

Seit Anfang der Homeoffice-Phase (d.h. die letzten 5 Wochen) habe ich:
- ca 1100 km (4500 hm) Rad -> 220 km pro Woche
- ca 250 km (2300 hm) Laufen -> 50 km pro Woche (ca 20-30 WKM weniger als der Winterschnitt).

Jetzt habe ich ca 8-10 Wochen Übergangsphase. Die Hälfte davon wird Ende dieser Woche abgeschlossen. Wenn die zweite Hälfte vorbei ist und das Training spezifischer/härter sein wird, werde ich das Radfahren reduzieren und auf nicht länger als 1,5h pro Einheit machen (nur als Regeneration).
Die Höhenmeter werde ich auch sowohl beim Laufen als auch Radfahren werden auch reduziert.



Falls dir Radfahren jedoch einfach Spaß macht und du mal Abwechslung ins Training bringen willst, dann ist dagegen natürlich nichts zu sagen. Wichtig ist motiviert zu bleiben :daumen:
Genauso ist es :)


TDLs alleine zu laufen fällt mir persönlich echt schwer, daher denke ich auch, dass das aktuell ganz gut passt.
Mir auch.
Mittlerweile laufe ich TDLs nur wenn ich wirklich ausgeruht bin. Das hilft mir mental habe ich festgestellt. Intervall- oder Sprinttraining kann ich irgendwie immer durchprügeln, auch wenn vorermüdet. Bei TDLs das ist mir nie gelungen. Deshalb laufe ich sie nur ausgeruht.



Meine Überlegungen für die nächsten Wochen sind folgende:

1. TDLs:
hier würde ich die Länge der TDLs aber gerne noch weiter ausbauen ohne langsamer zu laufen.
6-7km@3:40 würde ich zeitnah schon gerne hinbekommen ohne dabei in den tiefroten Bereich zu gehen.
Dafür war gestern ein guter Anfang! :daumen:
Wann ist "zeitnah"? Bzw. wieviele Woche gibst du dir Zeit hinzukommen?
Hast du dir Gedanken über die Progression gemacht?


Bei schnelleren Tempi als 3:40 würde ich mehr auf Intervalle setzen.
Klingt gut.
Wie schätzt du aktuell die 3:40/km im Bezug auf Renntempo für dich? ca 10k-RT oder eher schneller?
Nur damit ich verstehe, warum du gerade die 3:40/km als Schwelle zwischen TDL- und IV-Training selektiert hast :D



2. Bereich 3:30-3:40
Langintervalle (1,5-2km) und erhöhe dort schrittweise den Umfang (entweder Einzelintervalle verlängern und/oder Wdh. schrittweise erhöhen)

3. Bereich schneller als 3:30
Hier taste ich mich durch kurze IVs (200er, 300er) langsam heran.
6x1000m@3:20 mit 400m TP wäre hier eine Einheit, die ich so ca. im Juni gerne laufen können würde.
Damit würde ich mich gut vorbereitet für 16:40 auf 5km sehen.

Ok, hier leite ich heraus, dass du dich im Juni (in ca 2 Monate) auf ca 3:20/km 5k-RT siehst, dann wäre die 3:40/km dein ca Ziel HM-RT im Juni sein. Aktuell wahrscheinlich tatsächlich 10k-RT.

Dein Plan klingt gut, wobei ich nur lange Intervalle (>1,5km) für den Bereich 3:30-3:40/km aktuell zu eindimensional finde. Ich würde hier wahrscheinlich auch kürzere Intervalle wie z.B. 1000er nehmen, z.B. in Form von Treppenintervalle.

Falls du mittlerweile deine Pläne selbst schreibst, dann würde ich an deiner Stelle erstmal notieren wo ich hinwill, dann mir ausgehend davon Gedanken machen, wie ich das erreichen kann.

Z.B. dein Ziel 6x1000m mit 400m TP in 3:20 in 12 Wochen laufen können (wobei ich persönlich 5k-RT für 6x 1000m mit 400m TP zu lasch finde, es sei denn du meinst mit TP (trabpause) eher DL-P (Dauerlaufpause)).
Hier könntest du z.B.:
- erstmal an die Umfangserhöhung arbeiten (z.B. von 4000m Gesamtbelastung der aktiven Intervalle Richtung 8000m Gesamtbelastung), dann Tempoverschärfung (z.B. von 3:30 Richtung 3:15/km oder schneller die Pace der Intervalle progressieren, dabei die Pausen natürlich immer verlängern), dann zuletzt wieder an die Pausengestaltung arbeiten und diese reduzieren - wahrscheinlich auch wieder mit reduziertem Gesamtumfang der Einheit).
Kann dir später in Ruhe ein paar Beispiele vorschlagen, aber du könntest auch erstmal selber darüber Gedanken machen :P



4. Ab dieser Woche wieder 1 separate TE Schnelligkeit/Woche einbauen. Letzte Woche hat mir mein instabiler Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht, sollte jetzt aber wieder passen.
:daumen:



Nach Gefühl zu laufen ist eine feine Sache! :daumen:
Wenn ich jedoch aktuell DLs ohne Uhr laufe, eskaliert das leider völlig und ich lande bei 4:15er Schnitt. Das passt dann aber leider gar nicht mehr.
Ich beschränke mich daher zurzeit durch Pulsgrenzen (zumindest solange es draußen nicht sehr heiß ist).
75% HFmax für einen lockeren Lauf passt bei mir auch gut.
Stimmt, das ist auch ein Argument. Hängt wahrscheinlich vom Läufertyp ab. Ohne Uhr laufe ich in der Regel langsamer als mit aber ich kann verstehen, dass anderen anderes geht :D

RunSim
20.04.2020, 15:26
Ich muss Dich enttäuschen, 3:20 wird nicht reichen. Nicht für einen MDler. Da müsste man das mit 60-90"P schaffen oder über die Schnelligkeitsreserve in 3:16.
Da muss ich dich aber widerum enttäuschen :peinlich::hihi:
Ich begehe ja auch öfters den Fehler von mir auf andere schließen zu wollen bzw. von Sportlern, die man kennt.
Eine Woche vor einer 17:27/5km (jahr 2018) bin ich 8x400m mit 200m TP gelaufen und habe mich gefragt, wie ich das auf 5km durchlaufen soll. Die Einheit war gefühlt echt anstrengend. Und die 400er waren sogar eher 3:30-3:35er Tempo gelaufen... Es ging bekanntlicherweise dann ja doch.

Bei meinen wenigen 10ern auf der Straße bin ich im Training davor z.B. 3x2000m im angepeilten 10k RT gelaufen und auch hier hat es im Wettkampf gut funktioniert sogar noch einen Tacken schneller zu laufen.
Das ist wohl andersherum als bei anderen Sportlern.

Es kommt sicherlich auch auf den Erschöpfungszustand nach der Einheit an.
Und vielleicht ist meine Leidensfähigkeit im Training auch (noch) nicht ganz so ausgeprägt wie bei anderen.

Bislang war bei mir folgende Einheit ein Zeit-Indikatoren:
3x1000m mit 3´P: 3k Renntempo

Für 5km Wettkämpfe hatte ich bislang noch keine "Königseinheiten", da ich diese immer ohne spezifische Vorbereitung gelaufen bin.
Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass 6x1000m im 5k Renntempo für mich ausreichen werden :geil:


Die 17:14 im Dezember 2019 bin ich wie schon häufiger gesagt nach 3 Monaten Pause mit nur einem Monat Wiedereinstige ohne wirkliche Grundlagen gelaufen.
Ohne überheblich wirken zu wollen, aber wenn ich jetzt endlich mal kontinuierlich trainieren könnte, würde ich binnen ein paar Monaten wirklich eine gute Grundlage aufbauen können um sowas wie 16:40 gut hinzubekommen.
Zurzeit bin ich aber noch froh, wenn ich überhaupt trainieren kann :nick:
Prinzipiell ist das alles also eh nur ein Blick in die Glaskugel.

Bei Sino läuft es gut zurzeit, oder? Schaue immer seine Trainings bei Strava und da geht ja einiges ab :daumen:

Rolli
20.04.2020, 15:39
Für 5km Wettkämpfe hatte ich bislang noch keine "Königseinheiten", da ich diese immer ohne spezifische Vorbereitung gelaufen bin.
Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass 6x1000m im 5k Renntempo für mich ausreichen werden :geil:


Die 17:14 im Dezember 2019 bin ich wie schon häufiger gesagt nach 3 Monaten Pause mit nur einem Monat Wiedereinstige ohne wirkliche Grundlagen gelaufen.
Ohne überheblich wirken zu wollen, aber wenn ich jetzt endlich mal kontinuierlich trainieren könnte, würde ich binnen ein paar Monaten wirklich eine gute Grundlage aufbauen können um sowas wie 16:40 gut hinzubekommen.
Zurzeit bin ich aber noch froh, wenn ich überhaupt trainieren kann :nick:
Prinzipiell ist das alles also eh nur ein Blick in die Glaskugel.


Ja, das Stimmt, Du hast uns schon mehrmals mit Wettkampfergebnissen überrascht, die besser waren als die Trainingszeiten. Wahrscheinlich hast Du hier deutlich mehr Reserven, als Du selbst vermutest. Ich behaupte auch nicht dass Du 16:40 nicht drauf hast, sondern, dass die 6x1000 in 5kmT nicht als Indikator für 5000m sei kann. Du läufst sie wahrscheinlich mit leicht angezogener Handbremse für einen MDler.

RunSim
20.04.2020, 15:52
...
Das sind erstmal alles nur "Wunsch-Tempi" von mir, hätte ich vielleicht etwas deutlicher machen sollen :geil:

Eigentlich kommt es wohl etwas überheblich rüber, wenn man so "herumphantasiert", aber wir kennen uns ja mittlerweile schon etwas, daher:
Wenn ich aktuell 3:20/3:30/3:40 Pace laufe, dann kann ich mir im Kopf vorstellen, diese Geschwindigkeit demnächst (was auch immer das heißen mag) auf den längeren Distanzen zu laufen. 3:20 ist zwar zurzeit ein Tempo, was mir noch nicht sooo leicht fällt zu laufen, aber dennoch erscheint mir 5km/3:20 für möglich. Und daraus ergibt sich zwangsweise eine 10km/3:30 und theoretisch 3:40/HM.




Wie schätzt du aktuell die 3:40/km im Bezug auf Renntempo für dich? ca 10k-RT oder eher schneller?
Nur damit ich verstehe, warum du gerade die 3:40/km als Schwelle zwischen TDL- und IV-Training selektiert hast :D
3.40 ist einfach eine schöne Zahl :D
3:40-3:45 könnte aktuell mein mögliches 10k RT sein, jau.

HM-Tempo ist bei mir immer nur theoretisch. Eine 10km Wettkampfleistung würde ich nicht ansatzweise auf einen HM übertragen bekommen.
So lange Grundlagenintervalle, die nicht allzu hart gelaufen werden, würde ich demnächst gerne in3:40er Tempo laufen können :peinlich:
3x3000m und sowas halt. Und wenn das geht, dann geht auch 3:30/10km usw :teufel::teufel::teufel::teufel::teufel: :teufel::teufel:




Ok, hier leite ich heraus, dass du dich im Juni (in ca 2 Monate) auf ca 3:20/km 5k-RT siehst, dann wäre die 3:40/km dein ca Ziel HM-RT im Juni sein. Aktuell wahrscheinlich tatsächlich 10k-RT.
Ich habe mir da keine genaue zeitliche Vorgabe gemacht. Möglich wäre es vielleicht, aber erstmal will ich jetzt wirklich mla ein paar MOnate am Stück trainieren um wieder richtig im Saft zu stehen :daumen:



Dein Plan klingt gut, wobei ich nur lange Intervalle (>1,5km) für den Bereich 3:30-3:40/km aktuell zu eindimensional finde. Ich würde hier wahrscheinlich auch kürzere Intervalle wie z.B. 1000er nehmen, z.B. in Form von Treppenintervalle.

Falls du mittlerweile deine Pläne selbst schreibst, dann würde ich an deiner Stelle erstmal notieren wo ich hinwill, dann mir ausgehend davon Gedanken machen, wie ich das erreichen kann.

Nene, ich laufe weiter nach Plan vom Trainer. Die Pacevorgaben sind zurzeit sehr breit gefächert, da mein Trainer vermeiden will, dass man zurzeit ohne genaues Ziel zu sehr auf Zeiten fixiert ist.
Wir bekommen zurzeit Fahrtspiele (als Intervallersatz) aufgeschrieben. Diese ändere ich dann von Minuten auf Meter um. Damit kann ich deutlich besser laufen.
Ich brauche jetzt irgendetwas für mich um mich weiter zu motivieren. Daher meine Pace-Gedankenspiele :D
Die Gefahr des Überziehens ist bei Intervallen bei mir bislang noch nie das problem gewesen. Frühform auch nicht, daher denke ich ist es ok, wenn ich mir selber ein paar Trainingsziele setze :peinlich:

1000er Intervalle (d.h. Fahrtspiele mit 3-4´zügig gelauifen) und die von dir angesprochenen Treppenintervalle wird mein Trainer demnächst sicherlich auch mal wieder einbauen. Das gestaltet er meistens recht abwechslungsreich :daumen:

RunSim
20.04.2020, 16:02
Ja, das Stimmt, Du hast uns schon mehrmals mit Wettkampfergebnissen überrascht, die besser waren als die Trainingszeiten. Wahrscheinlich hast Du hier deutlich mehr Reserven, als Du selbst vermutest. Ich behaupte auch nicht dass Du 16:40 nicht drauf hast, sondern, dass die 6x1000 in 5kmT nicht als Indikator für 5000m sei kann. Du läufst sie wahrscheinlich mit leicht angezogener Handbremse für einen MDler.
Ich weiß, dass du mir die 16:40 nicht nicht zugetraut hast, alles gut :daumen:

"angezogene Handbremse": damit liegst du wohl völlig richtig. Wenn andere nach dem Training auf dem Boden liegen und völlig ausgelaugt sind, dann kann ich eigentlich immer noch weitergehen und bleibe auf den Füßen oder könnte sogar noch locker weitertraben.
Das muss ich sicherlich auch noch lernen hier und da mal im Training die Grenzen zu verschieben.

Ach, ist ja auch eh alles nur Theorie. Trainieren, trainieren, trainieren - das ist das, was hilft :nick:

Rajazy
20.04.2020, 21:44
Heute verkürzter LDL ca 90min (16k@5:45), da Reg-Woche.
Die zweite Hälfte gegen sehr starken Wind war ziemlich anstrengend (ca 6er Pace im Schnitt). Wäre ich im Park gewesen, hätte ich abgebrochen und nach Hause gegangen, so platt ich war. Es war wie eine Ewigkeit.
Leider war ich schon außerhalb der Stadt und musste zurück rechtzeitig zum Termin nach der Mittagspause.

Morgen Pflicht-Ruhetag, egal wie ich mich fühle! Und kein Rad oder sonst was! Und bis Samstag nur locker und nicht länger als 10 km, höchstens eine mini-QTE mit extensiven Intervalle im 10k-RT oder nur Steigerungen, damit die Beine nicht komplett einschlafen.
74424

RunSim
21.04.2020, 09:32
Morgen Pflicht-Ruhetag, egal wie ich mich fühle! Und kein Rad oder sonst was! Und bis Samstag nur locker und nicht länger als 10 km, höchstens eine mini-QTE mit extensiven Intervalle im 10k-RT oder nur Steigerungen, damit die Beine nicht komplett einschlafen.

Die Einheit gestern hört sich nach "Akku leer" an. Ist prinzipiell nicht verkehrt, in einigen Trainingsphasen wird das ja auch genau so bezweckt. Wenn man dann rechtzeitig Pausentage einlegt, schiebt das ordentlich die Form nach oben :daumen:.
Heute mal einen Tag komplett Pause ist genau richtig. Du darfst nicht vergessen, dass du in letzter Zeit auch viel auf dem Rad unterwegs warst. Die orthopädische Belastung ist zwar eine andere als beim Laufen, aber die sportliche Gesamtbelastung addiert sich hier ja dennoch.

Wenn ich samstags einen Wettkampf habe, kann ich persönlich am Mittwoch davor immer noch sehr gut eine abgespeckte QTE laufen. 2/3 vom Umfang einer gewöhnlichen QTE. Geschwindigkeit bleibt gleich. Einzelintervalle und Wdh. meist etwas geringer als "normal".
Wahrscheinlich hast du da schon deinen goldenen Weg, wie es bei dir funktioniert :daumen:





Ich konnte gestern endlich wieder Schnelligkeit ansprechen: 8 x ca. 100m mit 3´P.
(Leider) Rückenwind, der etwas von der Seite kam. War sehr komisch zu laufen.

Was mir hierbei aufgefallen ist: ich mache für meine Körpergröße wohl große Schritte, aber von der Frequenz her kommt es mir echt voll lahm vor.
Ich fühle mich wie ein Rhinozeros, was über den Asphalt trampelt.
Es scheint als ob meine Beine von der Frequenz her nicht mitkommen.
Es war kraftmäßig gar nicht am Limit gelaufen. Nach den 8x100m habe ich mich kraftmäßig nicht erschöpft gefühlt. Das war vor 2 Wochen bei der gleichen Einheit ganz anders.

Vielmehr konnten sich meine Beine einfach nicht schneller bewegen.
Ich gehe stark davon aus, dass ich hier Frequenzübungen machen muss, sowas wie schnelle Skippings, Mini Hürden und so.

Hatte jemand mal ein ähnliches Problem?
Hat jemand allgemeine Tipps hierfür? Ggf. Links zu Übungen, die man mit wenig Material durchführen kann?

Oder reicht es aus einfach mehr 30m-60m fliegend zu laufen und dabei vermehrt auf die Frequenz zu achten?
In den letzten Wochen bin ich als kürzeste Distanz eher 100m gelaufen, aber hlat nicht noch kürzer.



Was vielleicht noch dazu passt: bei den 4km zügig am Sonntag fällt auch auf, dass meine Frequenz echt gering ist:

Einlaufen in 4:30er Tempo: 160er Frequenz / ca. 140cm Schrittlänge
Zügig in ca. 3:40er Tempo: 165er Frequenz / ca. 165cm Schrittlänge

Rajazy
21.04.2020, 11:50
Die Einheit gestern hört sich nach "Akku leer" an. Ist prinzipiell nicht verkehrt, in einigen Trainingsphasen wird das ja auch genau so bezweckt. Wenn man dann rechtzeitig Pausentage einlegt, schiebt das ordentlich die Form nach oben :daumen:.
Heute mal einen Tag komplett Pause ist genau richtig. Du darfst nicht vergessen, dass du in letzter Zeit auch viel auf dem Rad unterwegs warst. Die orthopädische Belastung ist zwar eine andere als beim Laufen, aber die sportliche Gesamtbelastung addiert sich hier ja dennoch.
Danke Simon, genauso hat sich angefühlt "Akku leer".
Ich denke, letzte Woche als Regenerationswoche wäre besser. Zumindest hat mir mein Körper so signalisiert, aber man ignoriert gerne ;) Dann war der kumulierte Stress auf meinen Körper einfach zu groß.
Das Radtraining muss ich auch besser berücksichtigen - das verbraucht auch Energie, wie du schreibst.
Als ich mich bei ca KM8 umgedreht habe, war der Wind wie eine Wand und ich stand fast :D Trotzdem habe ich versucht, den Effort beizubehalten und das langsamer werden zu ignorieren. Das hat scheinbar gut geklappt und der Puls bliebt unter 140. Das hat wenigstens gut geklappt und habe auf dem Rückweg nicht unnötig Körner verbraucht. Kurz zu erwähnen, dass ich den Lauf nüchtern gelaufen bin (normalerweise für mich kein Problem) und die QTE am Berg war am Vorabend mit Abendbrot ohne Carbs (quasi ohne Brot :D, also eher Abendquark mit Salat und Spiegelei statt Abendbrot).


Wenn ich samstags einen Wettkampf habe, kann ich persönlich am Mittwoch davor immer noch sehr gut eine abgespeckte QTE laufen. 2/3 vom Umfang einer gewöhnlichen QTE. Geschwindigkeit bleibt gleich. Einzelintervalle und Wdh. meist etwas geringer als "normal".
Wahrscheinlich hast du da schon deinen goldenen Weg, wie es bei dir funktioniert :daumen:
Das werde ich morgen spontan entscheiden. Wenn ich noch platt bleibe (ich denke so tief habe ich mich lange nicht gefühlt), werde ich nur einen DL mit Steigerungen machen. Ansonsten machen ich ein lockeres Fahrtspiel im 10k-RT wie z.B. 1/2/3/2/1 min mit gleichlanger TP.



Ich konnte gestern endlich wieder Schnelligkeit ansprechen: 8 x ca. 100m mit 3´P.
(Leider) Rückenwind, der etwas von der Seite kam. War sehr komisch zu laufen.
Cool! :daumen:


Was mir hierbei aufgefallen ist: ich mache für meine Körpergröße wohl große Schritte, aber von der Frequenz her kommt es mir echt voll lahm vor.
Ich fühle mich wie ein Rhinozeros, was über den Asphalt trampelt.
Es scheint als ob meine Beine von der Frequenz her nicht mitkommen.
Es war kraftmäßig gar nicht am Limit gelaufen. Nach den 8x100m habe ich mich kraftmäßig nicht erschöpft gefühlt. Das war vor 2 Wochen bei der gleichen Einheit ganz anders.

Vielmehr konnten sich meine Beine einfach nicht schneller bewegen.
Ich gehe stark davon aus, dass ich hier Frequenzübungen machen muss, sowas wie schnelle Skippings, Mini Hürden und so.

Hatte jemand mal ein ähnliches Problem?
Hat jemand allgemeine Tipps hierfür? Ggf. Links zu Übungen, die man mit wenig Material durchführen kann?

Oder reicht es aus einfach mehr 30m-60m fliegend zu laufen und dabei vermehrt auf die Frequenz zu achten?
In den letzten Wochen bin ich als kürzeste Distanz eher 100m gelaufen, aber hlat nicht noch kürzer.

Wahrscheinlich kann Rolli hier die besten Tipps geben.

Ich hätte auch Frequenzläufe und Schnelligkeits-ABC/Laufschule gesagt. Aber auch Bergab laufen zwingt höhere Frequenz als was man im flachen erreichen kann (je nach orthopädische Belastbarkeit natürlich und nicht zu steil). Schnelligkeits-ABC wäre z.B. Skippings oder schnelles Anfersen, vor allem einbeinig, dann kann man meiner Meinung nach die Frequenz schneller machen, da der andere Bein nur "passiv" mitkommt. Ich schaue nachher, ob ich Videos dafür finde (Rolli hat mal vor einigen Jahren cooles Video gesharet, finde ich aber nicht mehr). Vor Schnelligkeits-ABC würde ich auf jeden Fall etwas normale ABC aufwärmen.

Ich habe das Buch "Middle Distance Running" von David Sunderland und dort schreibt er auch über das Bergab laufen, um die Frequenz zu verbessern:

"To improve leg cadence it is occasionally worth doing a downhill training session. This type of session should be done on grass, with a downhill gradient of no more than 10 degrees over distances ranging from 30 to 80m, with a complete recovery in between each repetition. The idea is to get the legs moving much more quickly than would be achieved on a straight surface. However, care must be taken with both technique and safety to ensure than the runner does not overbalance"
Aus meiner Sicht, sollte man beim Bergab-Laufen keine Angst haben und sich nicht zurücklehnen, sondern wirklich etwas nach unten den Körper halten und rollen lassen. Braucht etwas Zeit aber man gewöhnt sich dran. Wenn ich mir die Strava-Segmente für unsere Bekannte Schleifen hier anschaue, stelle ich fest, dass ich Bergab um einiges schneller rolle als viele viel schnellere Athleten. So habe ich jetzt zwei Bergab-Segmente erstellt in unseren Schleifen und gleiche habe ich zwei Kronen :D

Im Buch schlägt der Autor auch einige Sprint-Trainingseinheiten vor:
- Sprint drills / dynamic streching (z.B. schnelles Skippings/Anfersen)
- pure speed session: 30-60m voll mit complete recovery, z.B. 4 x 30m mit 2-3' P
- Up the clock / down the clock sessions: z.B. up the clock 30m/40m/50m/70m/80m mit 2-3' P (down the clock umgekehrt).
- Pyramid session: z.B. 30m/40m/50m/60m/50m/40m/30m mit 2-3' P
- Acceleration sprints: z.B. 150m, alle 30m ein Stück schneller, oder Steigerung machen und dann auf Kommando all-out for 20-30m usw
- Zigzag runs: 30m Segmente immer mit Richtungswechsel (d.h. Entschleunigung dann Beschleunigung dann Entschleunigung usw), so 4-6 mal.
- Skills sprinting (das was ich vor 2 Wochen aus Spaß probiert habe): man läuft 60m in 3x20m in unterschiedlichen Variante. Z.B. ansteigend alle 20m etwas schneller, oder abwechselnd z.B. 20m schnell, 20m schneller, 20m schnell (oder umgekehrt, der erste schneller, zweite 20m etwas langsamer dennoch schnell, dann wieder schneller die letzten 20m) dann am Ende die 60m komplett schnell.

Bei allen Varianten kann man auch mehrere Sets machen, dann aber mit ausreichend Pause von mindestens 8 min oder so.

Aktuell mache ich einmal alle zwei oder drei Wochen so eine Sprinteinheit, leider ohne Bahn, deshalb immer nur abgeschätzt. Immerhin gibt es im Park nebenan Laternen, die etwas 25m voneinander Entfernung haben.


Was vielleicht noch dazu passt: bei den 4km zügig am Sonntag fällt auch auf, dass meine Frequenz echt gering ist:

Einlaufen in 4:30er Tempo: 160er Frequenz / ca. 140cm Schrittlänge
Zügig in ca. 3:40er Tempo: 165er Frequenz / ca. 165cm Schrittlänge
Ich denke große Schritte sind sofern man kein Overstriding macht auch nicht verkehrt. Das zeigt, dass du viel Kraft hast. Ich bin 187cm groß und habe bei 3:40er Tempo etwa 155cm Schrittlänge - das ist aus meiner Sicht für mich zu wenig und muss besser werden.
On top an Frequenz arbeiten, kannst du dann wahrscheinlich mehr erreichen. Da kenne ich mich allerdings nicht wirklich aus, wie wichtig das für MD (und LD) ist. Bin gespannt was Rolli dazu sagt.

Rolli
21.04.2020, 14:51
Einlaufen in 4:30er Tempo: 160er Frequenz / ca. 140cm Schrittlänge
Zügig in ca. 3:40er Tempo: 165er Frequenz / ca. 165cm Schrittlänge

Ich finde Deine Schrittlänge gar nicht so schlecht und nicht zu lang. Auch die Frequenz ist OK. Was das ausmacht in der Leistung scheu Dir das Vidio aan... gigantischer Unterschied. Und fast ausschließlich über die Schrittlänge:
(normalerweise sollte das Video auf 11:00 springen, dann schalte mal Wiedegebageschwindigkeit auf 0,5 und ... bewundere!!!)
https://www.youtube.com/watch?v=x_ht-WSxzsw&t=655s

Oder den 50-jährigen mit 190cm Schrittlänge:
https://www.youtube.com/watch?v=D0jPWB4f4d0

Aber zum Thema: Frequenz
Um die zu erhöhen sind alle schnelle Übungen geeignet. Vor Sprinttraining auf der Bahn machen wir auch Sprint-ABC (nicht nur wegen Schrittfrequenz sondern auch wegen Aktivierung der ST) Sie werden auf eine Länge von 7-10m aufgeführt in form von Anfersen (Anfersen ist eigentlich für Sprint zweitrangig) Kniehub, Skiping, Scherschritt. Die Übungen immer doppelt hintereinander ausführen, mit der Vorgabe: und jetzt noch schneller!!!
Man kann das auch wunderbar mit Übungsleiter machen oder am Hügel. Eine gute Übung ist 30m Hügelhoch und auf der anderen Seite wieder Hügelrunter (60m) Durch den aufgebauten Druck bei Hochsprinten ist die Umstellung oben auf Runtersprinten unglaublich. Man merkt schnell, wie hochfrequent man laufen muss, so dass die Beine da mitkommen können. Bitte nicht zu steil, sonst liegt man schnell auf der Nase.

Die von Rajazy angesprochen Übung ist Anfersen, Kniehub oder Skiping 5+5+5+5 im Wechsel (5li+5re+5li+5re). Sehr schnelle Ausführung. Das unbeteiligte Bein kommt locker hängend einfach mit. Leider weiß ich auch nicht mehr, wo ich das Video gepostet habe. Bei mir in der Sammlung habe ich sie nicht gefunden.

Rolli
21.04.2020, 14:55
Im Buch schlägt der Autor auch einige Sprint-Trainingseinheiten vor:
- Sprint drills / dynamic streching (z.B. schnelles Skippings/Anfersen)
- pure speed session: 30-60m voll mit complete recovery, z.B. 4 x 30m mit 2-3' P
- Up the clock / down the clock sessions: z.B. up the clock 30m/40m/50m/70m/80m mit 2-3' P (down the clock umgekehrt).
- Pyramid session: z.B. 30m/40m/50m/60m/50m/40m/30m mit 2-3' P
- Acceleration sprints: z.B. 150m, alle 30m ein Stück schneller, oder Steigerung machen und dann auf Kommando all-out for 20-30m usw
- Zigzag runs: 30m Segmente immer mit Richtungswechsel (d.h. Entschleunigung dann Beschleunigung dann Entschleunigung usw), so 4-6 mal.
- Skills sprinting (das was ich vor 2 Wochen aus Spaß probiert habe): man läuft 60m in 3x20m in unterschiedlichen Variante. Z.B. ansteigend alle 20m etwas schneller, oder abwechselnd z.B. 20m schnell, 20m schneller, 20m schnell (oder umgekehrt, der erste schneller, zweite 20m etwas langsamer dennoch schnell, dann wieder schneller die letzten 20m) dann am Ende die 60m komplett schnell.


Das sind eigentlich Sprinteinheiten und keine Frequezübungen. Alle sehr gut. Was ist da mit "Clock-Sprints" gemeint?

Rolli
21.04.2020, 15:08
Ich denke große Schritte sind sofern man kein Overstriding macht auch nicht verkehrt. Das zeigt, dass du viel Kraft hast. Ich bin 187cm groß und habe bei 3:40er Tempo etwa 155cm Schrittlänge - das ist aus meiner Sicht für mich zu wenig und muss besser werden.
On top an Frequenz arbeiten, kannst du dann wahrscheinlich mehr erreichen. Da kenne ich mich allerdings nicht wirklich aus, wie wichtig das für MD (und LD) ist. Bin gespannt was Rolli dazu sagt.
Gewisse Overstriding ist notwendig um richtig schnell laufen zu können. Um so schneller man läuft, um so weiter setzt man den Fuß vor dem KSP. Also nicht mit den Mythen der LDler verwechseln, und ruhig etwas daran arbeiten.

Übrigens das Aufsetzen unter KSP verursacht mit den Jahren, dass die hintere Oberschenkelmuskulatur verkürzt und man verliert dadurch die Fähigkeit schnelle und lange Schritte zu machen. Die verkürzte (vor allem Biceps Femoris) Muskeln sind die am stärksten arbeitende Muskeln beim Sprinten (Ausbremsen des Unterschenkels in der Flugphase) und wenn sie verkürzt sind, aktivieren sie sich zu schnell und vergolden die Kraft (und Energie) und das Bein zu früh auszubremsen. Die Verletzungsanfälligkeit in diesem Bereich steigt noch zusätzlich.

Rajazy
21.04.2020, 15:53
Das sind eigentlich Sprinteinheiten und keine Frequezübungen. Alle sehr gut. Was ist da mit "Clock-Sprints" gemeint?

Yup, Sprinteinheiten und keine Frequenzübungen habe ich auch damit gemeint:


Im Buch schlägt der Autor auch einige Sprint-Trainingseinheiten vor:

Bezüglich "Clock-Sprints" ist einfach eine Bezeichnung zur "Treppe" aufwärts (up the clock) oder abwärts (down the clock) vom Autor.
Diese Bezeichnung lese ich auch zum ersten mal.
Hudson nennt das z.B. "Ladder" Intervals (Sprints).

Up the clock sprints session z.B.: 30m-40m-50m-60m-70m-80m
Down the clock sprints session z.B.: 80m-70m-60m-50m-40m-30m
Pyramid sprints session z.B.: 20m-40m-60m-40m-20m

Sind nur Beispiele, natürlich können die Abschnitte und Anzahl der Wiederholungen und Sets variiert.

hbef
22.04.2020, 12:42
Gestern habe ich 12x600m in 3er Pace gemacht. Bergauf. Leider mit dem Fahrrad.

Mitte letzter Woche hat es beim Gehen wieder ganz ordentlich geschmerzt, an Laufversuche war daher nicht zu denken. Heute habe ich mir dann vom Arzt meine Befürchtung bestätigen lassen, die ich schon seit zwei Wochen habe: Ermüdungsbruch. Die Fissur an der Fibula war auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen, beim Ultraschall hat man jedoch etwas gesehen. Der Arzt meinte, zu 100 Prozent könnte man es nicht diagnostizieren, aber es deutet alles darauf hin. Dementsprechend wird das jetzt auch so behandelt.

Vier Wochen Schiene, kein Laufen, aber Radfahren erlaubt. Ist natürlich ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich mache mir auch keinen Vorwurf, habe nicht übermäßig hart trainiert. Gut, nach dem DL am Vortag hatte ich leichte Schmerzen, aber das war am nächsten Tag auf der Bahn beim EL schon wieder nicht mehr spürbar. Ich habe extreme Knickfüße, was die Anfälligkeit für solche Verletzungen natürlich erhöht, meint der Arzt.

In vier Wochen wird nachgeröntgt. Mein Ziel muss sein, das Beste aus der Situation zu machen. Ich bin letzte Woche schon viel Rad gefahren, man gewöhnt sich dran. Schaffe es da immerhin, bis zu 80 Prozent durchschnittliche HF (von meiner LaufMax HF) zu erreichen. Bei einer Stunde Belastung ist das ganz passabel. VO2max kann man auch auf dem Rad simulieren, alles machbar. Natürlich wird der Formverlust groß sein, aber ich werde versuchen, mit den besten Voraussetzungen wiederzukommen. D.h. auch, mit maximaler Stabilität. Jeden Tag Stabi, 2x die Woche Kraft (auch für den Oberkörper).

Jetzt bin ich natürlich nicht mehr so unglücklich, dass Mai/Juni als geplante Höhepunkte wegfallen. Ich hoffe auf eine Late Season, sodass ich im August/September dann vielleicht doch noch den einen oder anderen Bahn-WK laufen kann. Werde hier weiterverfolgen, was ihr so treibt, aber wahrscheinlich nicht mehr ganz so aktiv. Dafür ist der Frust dann doch zu groß.

RunSim
22.04.2020, 14:25
hbef, sch... :frown:
Als du nicht mehr geschrieben hast, hatte ich mir schon gedacht, dass das kein gutes Zeichen ist.

Hat der Arzt schon was dazu gesagt, wie lange es dauern könnte, bis man wieder locker laufen kann oder wird man da erstmal einen Monat abwarten und dann schauen?

Man selber neigt ja oft dazu zu denken, dass man ewig Zeit braucht um wieder fit zu werden. Aber bislang hatten mich selbst 2-3 Monate Laufpause nicht arg aus der Bahn werfen können. In den ersten Wochen danach denkt man, dass man völliger Anfänger ist, aber schon nach einem Monat sieht die Welt ganz anders aus und nach 2 Monaten denkt man nur noch an die neu gestezten Ziele.
Jetzt aktuell wird dich das garantiert nicht trösten, aber ich bin mir ganz sicher, dass du in Zukinft noch einige Gelegenheiten haben wirst um deine Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen :nick: :daumen:

Verstehe, wenn du demnächst nicht allzu oft hier vorbeischaust. Lass dich hier aber gerne weiterhin blicken, gib deinen Senf dazu oder schreib einfach, wie es dir zurzeit so geht :)

Wünsche dir einen guten Heilungsprozess!!! :daumen::daumen::daumen:

Rolli
22.04.2020, 14:38
Gestern habe ich 12x600m in 3er Pace gemacht. Bergauf. Leider mit dem Fahrrad.

Mitte letzter Woche hat es beim Gehen wieder ganz ordentlich geschmerzt, an Laufversuche war daher nicht zu denken. Heute habe ich mir dann vom Arzt meine Befürchtung bestätigen lassen, die ich schon seit zwei Wochen habe: Ermüdungsbruch. Die Fissur an der Fibula war auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen, beim Ultraschall hat man jedoch etwas gesehen. Der Arzt meinte, zu 100 Prozent könnte man es nicht diagnostizieren, aber es deutet alles darauf hin. Dementsprechend wird das jetzt auch so behandelt.

Vier Wochen Schiene, kein Laufen, aber Radfahren erlaubt. Ist natürlich ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich mache mir auch keinen Vorwurf, habe nicht übermäßig hart trainiert. Gut, nach dem DL am Vortag hatte ich leichte Schmerzen, aber das war am nächsten Tag auf der Bahn beim EL schon wieder nicht mehr spürbar. Ich habe extreme Knickfüße, was die Anfälligkeit für solche Verletzungen natürlich erhöht, meint der Arzt.

In vier Wochen wird nachgeröntgt. Mein Ziel muss sein, das Beste aus der Situation zu machen. Ich bin letzte Woche schon viel Rad gefahren, man gewöhnt sich dran. Schaffe es da immerhin, bis zu 80 Prozent durchschnittliche HF (von meiner LaufMax HF) zu erreichen. Bei einer Stunde Belastung ist das ganz passabel. VO2max kann man auch auf dem Rad simulieren, alles machbar. Natürlich wird der Formverlust groß sein, aber ich werde versuchen, mit den besten Voraussetzungen wiederzukommen. D.h. auch, mit maximaler Stabilität. Jeden Tag Stabi, 2x die Woche Kraft (auch für den Oberkörper).

Jetzt bin ich natürlich nicht mehr so unglücklich, dass Mai/Juni als geplante Höhepunkte wegfallen. Ich hoffe auf eine Late Season, sodass ich im August/September dann vielleicht doch noch den einen oder anderen Bahn-WK laufen kann. Werde hier weiterverfolgen, was ihr so treibt, aber wahrscheinlich nicht mehr ganz so aktiv. Dafür ist der Frust dann doch zu groß.

Mist! Gute Besserung!

V-Runner
22.04.2020, 15:06
Ach so ein Mist, ich wünsche dir natürlich auch eine gute und schnelle Besserung hbef!



Jetzt aktuell wird dich das garantiert nicht trösten, aber ich bin mir ganz sicher, dass du in Zukinft noch einige Gelegenheiten haben wirst um deine Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen :nick: :daumen:

+1! Das würde dich nicht lange zurückwerfen. Ich sage mal du wirst dieses Jahr auf jeden Fall noch die eine oder andere Bestzeit aufstellen.

leviathan
22.04.2020, 15:06
hbef, sch... :frown:

Wirklich Mist. Gute Besserung!


Hat der Arzt schon was dazu gesagt, wie lange es dauern könnte, bis man wieder locker laufen kann oder wird man da erstmal einen Monat abwarten und dann schauen?

Bei einem Ermüdungsbruch ist nix mit mal schauen. Das muss vollständig auskuriert werden. Laufen wird für mindestens 6 bis 8 Wochen nicht möglich sein. Jede andere Belastung (Rad, Gehen, etc.) muss unterhalb der Schmerzgrenze liegen. Wahrscheinlich ist das Thema nach spätestens drei Monaten gegessen sein. Es gibt schlimmeres. Also Kopf hoch und die Zeit gut nutzen. Es ist natürlich schade, weil die Entwicklung wirklich toll war, aber ganz sicher auch wieder sein wird :nick:

hbef
22.04.2020, 15:47
Danke euch. Ja, sechs Wochen (inklusive der zwei die ich jetzt schon um habe) ohne Laufen werden es wohl mindestens werden.