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MikeStar
19.01.2021, 20:12
Ich finde halt Radfahren - in meinem Fall Mountainbiking mit Höhenmetern - hat halt den Charme gleichzeitig Kraft und aerob zu trainieren (bergauf) und gleichzeitig die Orthopädie zu schonen. Mit der passenden Strecke hat man auch einen schönen Wechsel zwischen Reizsetzung und Erholung.

Inlineskaten mach ich eigentlich auch gerne aber mir fehlt leider die Technik für Strecken mit weniger gutem Belag.

Mit Crosstrainer/Ergo oder Laufband hingegen kann ich gar nix anfangen. Nur im Ausnahmefall hock ich mich auf den Rad-Ergo.

Weitsprung macht Spaß, ich merke aber selbst, dass ohne vernünftiges Techniktraining die Ergebnisse suboptimal sind.

Was mich ja immer noch reizt ist Urban-Cross oder Parkour-Running. Verletzungspotential ist da halt relativ hoch. Daher bleibt's bei Cross oder Trailruns zur Abwechslung.

Im April wird - wenn es denn stattfinden kann - bei uns hier in der Gegend ein Freiluft-Meeting mit den nicht-standard Strecken veranstaltet. Für M/F stehen zur Auswahl:
- 60m, 150m, 300m, 500m, 1 Meile, 110m Hürd., 300m Hürd., Hoch, Stab, Weit, Kugel, Diskus, Speer, 4x100m-Mix-Staffel

Der Zeitplan würde sogar zulassen 60-150-300-500 zu laufen. Ich glaube, die 500m würden dann aber ein übelst-langes Sterben werden.

RunSim
20.01.2021, 10:16
Im neuen Podcast von Magness&Marcus wird Krafttraining außerhalb des Fitnesscenters thematisiert.
https://www.scienceofrunning.com/tag/podcast?v=47e5dceea252

Einer der beiden empfiehlt bei fehlenden Möglichkeiten eines Fitnessraums, dass man auch sehr gut mit Bergsprints kraftbetont trainieren kann.
Z.B. vor einem Dauerlauf: 4-8 x ca. 8" bergauf mit Gehpause.

Das würde sowohl zu neuronalen Adaptionen führen, aber auch den Bereich "Kraft" ansprechen.

Viele Läufer neigen Magness´ Meinung nach dazu, sich zu sehr auf das Training der "Energiesysteme" zu fokussieren und die anderen Aspekte von Training (Kraft, Schnelligkeit, "general strength") zu sehr zu vernachlässigen.
Daher wären die o.g. Bergsprints eine Möglichkeit den Bereich Kraft (zumindest etwas) anzusprechen und den Bereich Schnelligkeit vorzubereiten.

Empfehlung war z.B. Folgendes für die Grundlagenzeit:
2-3xpro Woche: 4-8 x ca. 8" bergauf mit Gehpause vor Dauerläufen / für ca. 6 Wochen
Anschließend ebenfalls ein 6-wöchiger Block: 2-3xpro Woche: 4-8 x ca. 8" Sprints im Flachen mit Gehpause vor Dauerläufen.

Die Sprints bergauf sind eher kraftbetont, die Sprints im Flachen eher schnelligkeitsbetont. Das eine baut auf dem anderen auf.


Wie würdet ihr planen?
Ganz konkretes Beispiel eine Woche in der Grundlagenperiode:

Mo: Aerobic Capacity ("Pseudo QTE)": 3km locker + 6x30" schnell / 3:30´ locker + 5km locker
Di: 50´-60´ Dauerlauf
Mi: Schwelleneinheit
Do: 50´-60´ Dauerlauf
Fr: Anaerobic Capacity
Sa: lockerer DL
So: lockerer DL (lang)
(Sa und So könnte man auch tauschen)


Variante 1:
4-8 x ca. 8" bergauf mit Gehpause, vor den Dauerläufen (Di+Do+Sa/So)

Variante 2:
4-8 x ca. 8" bergauf mit Gehpause, vor den QTEs (Mo+Mi+Fr)


Für Variante 1 würde für mich sprechen, dass man die Reizdichte an den QTE-tagen dadurch nicht noch höher setzt.

Für Variante 2 würde für mich sprechen, dass die Tage zwischen den QTEs dadurch wirklich locker bleiben und der Körper ausreichend Zeit hat um Anpassungen vorzunehmen.

Was denkt ihr dazu?

Rolli
20.01.2021, 10:58
Wie steil sollten die Anstiege sein?

RunSim
20.01.2021, 11:25
Wie steil sollten die Anstiege sein?

Ich meine, dass Magness nichts dazu gesagt hat.
Es war jetzt auch nicht so, dass er pauschal gegen Krafttraining im Kraftraum gesprochen hat.
Die Fragestellung war, was man in der Praxis machen kann, wenn man keine Krafträume zur Verfügung stehen hat.

Antwort, zumindest die ich verstanden habe: man überlege sich etwas :-)
Man muss also schauen, was man zur Verfügung stehen hat.
Und da kamen dann die besagten Bergsprints ins Gespräch.


Ich vermute, dass die Bergsprints für ihn auch so ein bisschen ein 'Zwischending' sind.
Zum einen sind sie zumindest ein bisschen kraftbetont, bereiten aber zugleich auch für Schnelligkeitstraining im Flachen vor.

Ich gehe also nicht von sehr steilen Bergen aus. Das hätte er vermutlich betont.

Ich denke du willst darauf hinaus, dass nicht steile Berge nicht unbedingt sehr kraftbetont trainieren, oder?

Rolli
20.01.2021, 11:37
Nein. Die steile Berge verursachen einfach Verschiebung der funktionellen Winkelstellung und funktionellen Muskellänge. Praktisch gesehen: Dein Schritt wird kürzer. Natürlich nicht, wenn Du 3x in die Berge fährst.

Auch als Schnelligkeitsübungen kaum geeignet. Noch keine Studie gefunden, die das bestätigen würden.

RunSim
20.01.2021, 11:58
OK, also von deiner Seite aus eher keine Empfehlung sowas zu machen.

4x30m-60m flach aber schon, oder?
Auch hier wäre dann die Frage:
Besser an den Tagen der QTEs oder an den Tagen der Dauerläufe?
Oder: "je nachdem" :zwinker5:

Rolli
20.01.2021, 13:25
Berganläufe stufe ich als Kraftausdauer QTE. Also lang und flach bis 5%, so dass man den Schritt nicht verändert.

Sprints Bergan-Ab-Flach 30-30-30 (oder so) Irgendwo gibt es Studie zu dem Thema.

RunSim
20.01.2021, 13:33
Sprints Bergan-Ab-Flach 30-30-30 (oder so) Irgendwo gibt es Studie zu dem Thema.
So einen Mini Hügel muss man aber erstmal finden ;-)

MikeStar
20.01.2021, 20:04
Nein. Die steile Berge verursachen einfach Verschiebung der funktionellen Winkelstellung und funktionellen Muskellänge. Praktisch gesehen: Dein Schritt wird kürzer. Natürlich nicht, wenn Du 3x in die Berge fährst.

Auch als Schnelligkeitsübungen kaum geeignet. Noch keine Studie gefunden, die das bestätigen würden.

Rolli, da will ich dir ein wenig widersprechen.

Kurze steile (!) Bergsprints dienen i.d.R ausschließlich der Aktivierung der Kraftkomponenten, primär Maximalkraft und Explosivität. Wir reden hier über eine Reizdauer von maximal 5-8 Sekunden bei ca. 3-8 Wiederholungen und langen Pausen (90-120"). Bei dieser Übungsform spielt auch die Technik und Körperhaltung eine wichtige Rolle. Körperschwerpunkt und Kraftabdruck müssen so liegen bzw ausgeführt werden, dass der Körper parallel zur Hangabtriebskraft arbeitet.

Die meisten empfehlen für Bergsprints eher gemäßigte Steigungen, 5-10%, neben z.B.

https://germanroadraces.de/?p=56124
https://www.achilles-running.de/wie-du-mit-bergsprints-deine-ausdauer-verbesserst-inkl-trainingsplan/

Bei uns standen im Fußball in der Vorbereitung solche Sprints regelmäßig auf dem Trainingsplan und zwar nicht auf Asphalt, sondern auf einem Sandhügel mit ca. 40% Steigung. Ich finde die Übung kann man als Krafttraining durchaus einbauen. Mache ich auch hin und wieder an unserem Skihang. Macht man die Übung kurz, technisch sauber und nicht zu oft wirkt sie sich auch nicht negativ auf die Technik aus.

Schrittverkürzung geschieht eher, wenn man wie ich oftmals langsam, länger und steil läuft, nicht bei kurzen Sprints, da dort "kraftsparen" kein Thema ist.

Machen würde ich es nicht vor den QTEs sondern eher vor oder nach den Dauerläufen und nicht gleich drei oder viermal die Woche... anfangs 1x die Woche, später 2x. Erstmal schauen wie deine Orthopädie es verträgt.

Vielleicht reizt dich ja mal der RedBull 400m-Lauf... dafür wären steile Bergsprints unabdingbar :nick:

Rolli
20.01.2021, 20:33
Schrittverkürzung geschieht eher, wenn man wie ich oftmals langsam, länger und steil läuft, nicht bei kurzen Sprints, da dort "kraftsparen" kein Thema ist.

Sehe ich anders. Schon nach einem Trainingstag mit veränderten Winkel verschiebt (am Anfang nur kurzzeitig aber dann dauerhaft) die Kraftverteilung im Muskeln. Der Beispiel mit Fußball ist schon sehr gut gewählt:
https://www.youtube.com/watch?v=hZqEj-Qyg6U&t=255s
Aber so wie er wollen wir nicht sprinten. Obwohl schnell ist er schon.

Rolli
20.01.2021, 21:07
Man!!
Mittwoch QTE.
10x120/30s TWL, insgesamt 5km in 18:12. Grrrrrrr
Ich habe schon stark mit 17:59 gerechnet. Leider beim ersten schnellen Abschnitt wollte ich den Gegenwind besiegen und bin 460m in 1:20 gelaufen... Topp. :motz: Letzten Kilometer wieder Gegenwind konnte mich nicht mehr motivieren.
Der erster Abschnitt... grrrr... konnte meine "neue" Lauftechnik nicht mehr umsetzen. Es ging nicht mehr. Muss weiter daran arbeiten und es automatisieren. Morgen Strafeinheit. Berge.

hbef
20.01.2021, 22:12
Stark. Wenn ich dir sage, lauf morgen 5KM TDL gleichmäßig in 18:12...würdest du wahrscheinlich nicht schaffen. Vielleicht doch Wettkämpfe als TWL?

Ich hab heute Sprints und danach 200er leicht bergan gemacht, fast gestorben. Aber keine Schmerzen, sehr gut.

Rolli
21.01.2021, 07:40
Sehe ich anders. Schon nach einem Trainingstag mit veränderten Winkel verschiebt (am Anfang nur kurzzeitig aber dann dauerhaft) die Kraftverteilung im Muskeln. Der Beispiel mit Fußball ist schon sehr gut gewählt:
https://www.youtube.com/watch?v=hZqEj-Qyg6U&t=255s
Aber so wie er wollen wir nicht sprinten. Obwohl schnell ist er schon.

Vielleicht habe ich es das viel zu deutlich kritisiert. Aber ich reagiere etwas empfindlich auf Übungen, die unsere funktionelle Winkelstellung negativ beeinflussen. Ich musste darunter sehr leiden, als ich mit nur 6 Wochen mit falschen Kraftübungen nicht mal nach 2 Jahren korrigieren konnte.

Trotzdem weiß ich nicht, was die 8s Berga am 5-10% Berg uns helfen sollten?

Kurze steile (!) Bergsprints dienen i.d.R ausschließlich der Aktivierung der Kraftkomponenten, primär Maximalkraft und Explosivität.
Dafür sind sie schon zu lang und zu ermüdend. Wenn ich mir die Sprinttechniken anschaue, keiner trainiert Explosivkraft länger als 5 Schritte und Maximalkraft länger als 5 Wiederholungen (Schritte). Ich weiß, dass sehr viele Trainer sowas empfehlen... aber ich finde keine positive, langfristige Ziele, die man damit erreichen könnte. OK, für Cross und Berg-Läufe...

Rolli
21.01.2021, 07:43
Ich hab heute Sprints und danach 200er leicht bergan gemacht, fast gestorben. Aber keine Schmerzen, sehr gut.

So halten!!! Langsam wird was draus!


Stark. Wenn ich dir sage, lauf morgen 5KM TDL gleichmäßig in 18:12...würdest du wahrscheinlich nicht schaffen. Vielleicht doch Wettkämpfe als TWL?
Ja. Die gleiche Strecke bin ich mit den Jungs am Silvester in 18:15 und mit WK-Schuhen gelaufen. :zwinker2:
Vielleicht doch Wettkämpfe als TWL... :winken:

DoktorAlbern
21.01.2021, 11:46
Ich meine, dass Magness nichts dazu gesagt hat.
Es war jetzt auch nicht so, dass er pauschal gegen Krafttraining im Kraftraum gesprochen hat.
Die Fragestellung war, was man in der Praxis machen kann, wenn man keine Krafträume zur Verfügung stehen hat.

Antwort, zumindest die ich verstanden habe: man überlege sich etwas :-)
Man muss also schauen, was man zur Verfügung stehen hat.
Und da kamen dann die besagten Bergsprints ins Gespräch.


Ich vermute, dass die Bergsprints für ihn auch so ein bisschen ein 'Zwischending' sind.
Zum einen sind sie zumindest ein bisschen kraftbetont, bereiten aber zugleich auch für Schnelligkeitstraining im Flachen vor.

Ich gehe also nicht von sehr steilen Bergen aus. Das hätte er vermutlich betont.

Ich denke du willst darauf hinaus, dass nicht steile Berge nicht unbedingt sehr kraftbetont trainieren, oder?

Ich hab den Podcast noch nicht gehört, habe aber gestern in seinem Buch die entsprechende Stelle nochmal rausgesucht.

Zu den Hill Sprints schreibt er folgendes:

1. Allgemein: Bewährte Methode im Distance Running welches vor allem von Canova und Hudson populäre gemacht wurde.
2. Er verwendet die Methode um die Flachsprints einzuführen/vorzubereiten. Am Berg ist das Verletzungsrisiko geringer, man rekrutiert andere Muskeln, neuronaler Reiz und gute Hüftsreckung sind die Punkte die genannt werden.
3. Einführen / Vorbereiten bedeutet aber, dass 3 Wochen Bergsprints gemacht werden, dann noch 6 Wochen HS und Flach im Wechsel und dann nur noch Flach. Dabei merkt er auch an, dass man sich zur Vorbereitung der Flachsprints einen eher flachen Hügel suchen soll.
4. Hill Sprints werden auch als Variante des Krafttrainings genannt (in einem anderen Kaptitel), dann in dem Kontext wie du es angesprochen hats. Als Krafttraining soll der Berg dann sehr steil sein (>10%?).

Insofern kommt die Steilheit des Bergs sehr stark auf den Zweck an, den man verfolgt. Ich experimentiere gerade etwas damit rum und kann das soweit bestätigen. Bei steilen Bergen überwiegt klar die Kraftkomponente und der Bewegungsablauf hat nicht mehr viel mit echtem Sprinten zu tun. Ab ca. 5% ändert sich das und ich habe auch schon 30m bergan mit dann 30m ins Flache reinbeschleunigen gemacht wo man dann "sehr sanft" ins echte Sprinten beschleunigt. Nachdem ich gerade auch meine ersten Flachsprints hinter mir habe würde ich sagen ich vertrage diese orthopädisch deutlich besser als vor einem Jahr. Ob das jetzt unbedingt an den Bergsprints liegt kann ich natürlich nicht sicher sagen.

hbef
24.01.2021, 14:46
Meine Woche:

Mo: 30' Stabi
Di: 11KM 4:28 (5 Stg)
Mi: 4x40-70m S (90-99%) m. 3'GP + 6x200m leicht bergan 33:hoch m. 2'GP, 8KM gesamt
Do: 12,5KM 4:12 m. 2x1' schnell
Fr: 30' Stabi
Sa: 15KM 3:51 (inkl. 10KM Sub38), 17KM gesamt
So: 17,5KM 4:22, hügelig

Meine Ausdauer entwickelt sich trotz der mittelmäßigen Umfänge prächtig. Die DL sind schnell und auch mental keine Schinderei mehr, kein Vergleich zum Herbst. Der TDL gestern hat gezeigt, dass ich wahrscheinlich aktuell einen passablen HM hinlegen könnte. Werde es aber nicht drauf anlegen. Bin den TDL gesteigert gelaufen, und erst die 10' @3:42 waren fordernd. Danach noch locker 2KM @3:51 "ausgelaufen". Zeigt mir aber auch, dass ich langsam anfangen muss, die Lücke zwischen den sehr hohen Geschwindigkeiten und dem HM/M-Tempo zu schließen. Nächste Woche will ich extensive 200er laufen, wahrscheinlich 30 Stück im 5KM-Tempo. Auch werde ich die Sprints wieder von der Schnelligkeits-QTE trennen. Ich fühle mich immer madig, wenn ich nach den Sprints noch 200er oder Berganläufe mache.

RunSim
24.01.2021, 15:51
Krasse Form gepaart mit mMn sehr 'intelligentem' Training!
Die schnelleren Bereiche jetzt so langsam mal anszusprechen finde ich auch eine gute Idee.
Hört sich alles sehr solide an! :-)

Wo siehst du dich aktuell auf 5k-HM?

hbef
24.01.2021, 16:06
Danke, danke :)
Ich denke, aktuell wäre ich beim HM sogar stärker als bei den Unterdistanzen, weil ich in dem Bereich mehr gemacht habe. Vielleicht unter 1:20? 10er vielleicht in 36:30, 5er in 17:45? Schwierig zu sagen.

RunSim
24.01.2021, 16:20
5 und 10 ist sicherlich etwas Understatement dabei, aber das macht dich sympathisch ;-)

hbef
24.01.2021, 16:24
Bin ich mir nicht so sicher. Ich kann aktuell den Bereich bis 3:50 sehr gut und recht locker laufen, danach wird es exponentiell härter. 3:40 und 3:50 sind für mich gerade große Unterschiede. Ich habe den Bereich 3:20 bis 3:40 seit November kaum angesprochen, das macht sich schon bemerkbar. Ist aber ja genauso geplant und nicht schlimm.

Rolli
24.01.2021, 18:23
Sehr guter Artikel:
https://sportsmedicine-open.springeropen.com/articles/10.1186/s40798-019-0221-0

Rolli
24.01.2021, 18:58
Meine Woche:

Mo: 30' Stabi
Di: 11KM 4:28 (5 Stg)
Mi: 4x40-70m S (90-99%) m. 3'GP + 6x200m leicht bergan 33:hoch m. 2'GP, 8KM gesamt
Do: 12,5KM 4:12 m. 2x1' schnell
Fr: 30' Stabi
Sa: 15KM 3:51 (inkl. 10KM Sub38), 17KM gesamt
So: 17,5KM 4:22, hügelig

Meine Ausdauer entwickelt sich trotz der mittelmäßigen Umfänge prächtig. Die DL sind schnell und auch mental keine Schinderei mehr, kein Vergleich zum Herbst. Der TDL gestern hat gezeigt, dass ich wahrscheinlich aktuell einen passablen HM hinlegen könnte. Werde es aber nicht drauf anlegen. Bin den TDL gesteigert gelaufen, und erst die 10' @3:42 waren fordernd. Danach noch locker 2KM @3:51 "ausgelaufen". Zeigt mir aber auch, dass ich langsam anfangen muss, die Lücke zwischen den sehr hohen Geschwindigkeiten und dem HM/M-Tempo zu schließen. Nächste Woche will ich extensive 200er laufen, wahrscheinlich 30 Stück im 5KM-Tempo. Auch werde ich die Sprints wieder von der Schnelligkeits-QTE trennen. Ich fühle mich immer madig, wenn ich nach den Sprints noch 200er oder Berganläufe mache.

Das sieht wirklich gut aus! Wir warten auf die Wettkämpfe!

Rolli
24.01.2021, 19:11
Auch werde ich die Sprints wieder von der Schnelligkeits-QTE trennen. Ich fühle mich immer madig, wenn ich nach den Sprints noch 200er oder Berganläufe mache.
Das ist aber auch nichts Neues. Manchmal sogar gewollt.

hbef
24.01.2021, 19:40
Das sieht wirklich gut aus! Wir warten auf die Wettkämpfe!

Danke. Ich schaue fast jeden Tag bei den gängigen Portalen, ob ein neuer Wettkampf drin steht...Zur Not wieder alleine was laufen, aber mental sehr schwierig.



Das ist aber auch nichts Neues. Manchmal sogar gewollt.

Ich weiß. Aber ich schaffe nach den Sprints nie das Volumen, was ich mir vornehme. Und ich eiere gefühlt nur noch durch die Gegend, fühlt sich sehr unsauber an.

MikeStar
24.01.2021, 20:43
Schöne Woche, hbef.

Bei einer kombinierten Einheit könnte es helfen zwischen den Sprints und dem Schnelligkeitsanteil nochmal etwas Zeit in auslockern und Gymnastik als aktive Erholung zu investieren.
Vier kurze Sprints vorab sollten eigentlich keinen großen negativen Einfluss auf z.B. 6x 200m haben. Gehört ja eigentlich fast schon zum Aufwärmprogramm für so eine Einheit, finde ich.

Mit Wettkämpfen rechne ich momentan nicht vor April... wäre natürlich super, wenn es vorher tatsächlich klappen würde.

Nach der letzten QTE am Dienstag...
- 7.5km locker profiliert + 4x (250m sehr zügig BAufL + 360m TP BabL + 80m Stride (80%) BAufL + 170m TP BabL) + 250m sehr zügig BAufL + Auslaufen/ABC
...hab ich 3 Tage Pause eingelegt (einlegen müssen). Hatte mich bei einer Krafteinheit vor 2 Wochen scheinbar falsch bewegt und seitdem das Problem, dass es bei Ruhephasen nach dem Training im Oberschenkel und Hüfte gezogen hat. Training selbst war zwar kein Problem, aber momentan lieber auf Nummer sicher gehen.

Gestern eine lockere Einheit am Berg (14km, 350Hm) zum Antesten, danach keine Probleme.
Heute schnelles Einlaufen (1km locker + 3km schnell), 40min Warm-Up/ABC/Lauf- und Sprungübungen, 30min Antrittsübungen, 4km schnelles Auslaufen.

RunSim
25.01.2021, 09:51
@hbef: kenne ich mit den gefühlten "Geschwindigkeitsbarierren".
Ich persönlich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass man diese deutlich besser überwinden kann, wenn man eine solide Grundlage hat.
Und bei dir sehe ich aktuell ein sehr solides Fundament, daher wirst du schnell in Bereiche 3:20/3:30 (auf 1000er-2000er Intervalle) erschließen können.

Ich persönlich würde nicht sofort mit so langen IVs n dem Bereich anfangen, finde ich mental unnötig fordernd in der Phase der Vorbereitung. Würde mit 400ern oder so starten.
Dann IVs verlängern.

Nach ein paar Wochen wären auch mal kurze IVs (200er und 300er) im 3000er RT denkbar.
37-38/200m oder 56-57/300m mit kurzen TPs werden dich nicht sofort plätten und irgendwann muss man seinem Körper ja auch signalisieren, dass man demnächst wieder so schnell laufen möchte :nick:

Hast du eigentlich einen langfristigen Trainingsplan oder wie planst du das alles?
Wenn ja, wie weit geht der Trainingsplan zurzeit?

Ich finde es irgendwie schwierig zurzeit vernünftig zu planen...





Sehr guter Artikel:
https://sportsmedicine-open.springeropen.com/articles/10.1186/s40798-019-0221-0

Puh, Informations-Overkill!!!
Habe gerade angefangen zu lesen. Sehr interesssante Sachen dabei, auch für Läufer.

Rolli
25.01.2021, 10:34
Sehr guter Artikel:
https://sportsmedicine-open.springeropen.com/articles/10.1186/s40798-019-0221-0

Her wird auch das Thema "Sprint mit Widerstand" angesprochen (unsere Thema Berganläufe) und erklärt, warum die Änderung der Technik schlecht sein könnte.

RunSim
25.01.2021, 10:42
Und hier noch meine letzte Woche.
5TE Laufen mit Gesamt 59km + 2 x Stabi

Mo: 8,8km@5:06
Di: -
Mi: 13,4km@4:43 (inkl. 8x30" + 3:30 DL)
Do: 8,8@4:57 + 30´ Stabi
Fr: -
Sa: 12,1km@4:16
So: 15,6km@4:51 +


Montag war etwas zäh, daher nur rumgegurkt.

Mittwoch eine gewohnte Mimimi-Grundlageneinheit . Hier möchte ich einfach den Selbstversuch noch ein paar Wochen weiter durchziehen. 7 Wochen mache ich diese Art von TEs bereits.
Mal abgesehen von einem möglichen Nutzen sind diese Einheiten zurzeit (leider) meine einzige Möglichkeit um überhaupt etwas Tempo ins Training zu bringen.
Meine Orthopädie ist zurzeit echt noch sch... auf gut deutsch. Der linke Fuß tut in bestimmten Bereichen weh. Die Treppen komme ich nur mit Abstützen runter, besonders morgens. Keine schöne Situation, aber eine Komplettpause hat es letztens auch nciht besser gemacht, daher sehe ich zurzeit keinen anderen Weg als diese manchmal schmerzende Möglichkeit.

Donnerstag wegen Fuß lieber kürzer gelaufen.

Samstag kein Fleisch, kein Fisch, aber nach dem ersten km einlaufen fühlte es sich alles recht locker an und nachdem ich etwas angezogen habe, wollte ich dann auch nicht mehr langsamer werden ;-)
Ist natürlich kein Vergleich zu Rolli oder hbef, aber vom Gefühl her habe ich bislang zumindest ein bisschen "Hubraum" aufgebaut. Und nur lahm herumtrotten macht echt keinen Spaß...

Sonntag ist es irgendwie länger geworden als geplant, aber da der Fuß nicht weh getan hat, bin ich halt weiter gelaufen.



Mal etwas Generelles:
Wenn man von ungefähren langsam/schnell-Verhältnissen 80-20 oder sogar nur 90-10 ausgeht, dann passt das aktuell bei mir gar nicht.
Theoretisch ist der schnelle Anteil im Training aktuell viel zu gering.
Besonders meine Sprintfähigkeiten habe ich seit Septemer 2020 gar nicht mehr trainiert. Das fängt so langsan an mir gehörig auf den S...ck zu gehen, denn für 800m und auch für 1500m muss ich hier zumindest ein bisschen trainieren können.
Naja, genug ausgeheult. Tränen abwischen und weitermachen :D:peinlich::nick:

Rolli
25.01.2021, 10:50
Naja, genug ausgeheult. Tränen abwischen und weitermachen
So ist das. :nick:

hbef
25.01.2021, 11:00
Hast du eigentlich einen langfristigen Trainingsplan oder wie planst du das alles?
Wenn ja, wie weit geht der Trainingsplan zurzeit?

Ich finde es irgendwie schwierig zurzeit vernünftig zu planen...



Keinen genauen langfristigen Plan im Sinne von jede Einheit vorgeplant, weil sich das eh nicht 1 zu 1 umsetzen lässt. Ich habe bis Mitte März die TDL/TWL-Serie vorgeplant (steht hier ein oder zwei Seiten zurück). Die zweite QTE soll in Richtung Schnelligkeit gehen, bisher Sprints und dann noch Berganläufe, 200er, mal 30/30 etc. Was ich aber genau mache, entscheide ich relativ spontan. Der Aufbau soll jetzt dahin gehen, sich dem 5K-Tempo von beiden Seiten anzunähern. Die TDL/TWL also in Richtung 10KM-Tempo und ganz am Ende der Serie auch noch etwas schneller. Die andere QTE wird so entwickelt, wie du es vorgeschlagen hast. Wobei ich vielleicht auch mal 1000er einstreue, ohne die großartig vorzubereiten. Dann aber eher human, 5x im 5K-Tempo oder so.

Letztes Jahr hatte ich einen Trainingsplan von meinem Vereinstrainer. Der war relativ simpel, aber sehr effektiv. Recht hohe Umfänge bis 85KM in der Spitze, wöchentlicher TDL und 1xIV, 12x400, 10x600, 8x1000, 3x2000, 2x3000, 3x3000 alles dabei, aber nicht in der Reihenfolge. Davon werde ich dieses Jahr auch einiges wieder laufen. Ich könnte sicherlich auch einen neuen Plan bekommen, aber aktuell macht es mir einfach zu viel Spaß, selbst zu planen.

Einfacher wäre die Planung natürlich mit festen WK-Terminen

Rolli
25.01.2021, 11:03
Naja, genug ausgeheult. Tränen abwischen und weitermachen :D:peinlich::nick:
Hast Du schon mal mit "Berliner Methode" versucht?

RunSim
25.01.2021, 11:04
Hier noch was vielleicht interessantes:
Ich stalke zufällig Richard Ringer auf Strava :teufel:

Folgendes ist er in den letzten Tagen gelaufen (auf der Bahn):
20x400m in 66" mit 90" TP

Sowas in der Art könnte doch auch für dich, hbef, eine Möglichkeit sein um mal wieder etwas zügiger zu laufen.
84-86er Runden sollten für dich machbar sein, oder?

Bzw. 88er, wenne ganz smart einsteigen willst.


Hätte ich aktuell eine Bahn, ich würde sowas wahrscheinlich 1x pro Woche laufen.
(+ natürlich 1 x Ballaballa 200er pro Woche, hach ein Träumchen:motz::P)

hbef
25.01.2021, 11:05
Und hier noch meine letzte Woche.
5TE Laufen mit Gesamt 59km + 2 x Stabi

Mo: 8,8km@5:06
Di: -
Mi: 13,4km@4:43 (inkl. 8x30" + 3:30 DL)
Do: 8,8@4:57 + 30´ Stabi
Fr: -
Sa: 12,1km@4:16
So: 15,6km@4:51 +



Das klingt voll in Ordnung.



Meine Orthopädie ist zurzeit echt noch sch... auf gut deutsch. Der linke Fuß tut in bestimmten Bereichen weh. Die Treppen komme ich nur mit Abstützen runter, besonders morgens. Keine schöne Situation, aber eine Komplettpause hat es letztens auch nciht besser gemacht, daher sehe ich zurzeit keinen anderen Weg als diese manchmal schmerzende Möglichkeit.


Das eher nicht so gut. Würde dir ja mahnende Worte mitgeben, aber da bin ich nicht der Typ für. Du machst das mMn schon richtig. Pause ja, wenn es was bringt. Wenn nicht, dann durchziehen und hoffen. Glaub du brauchst dir jetzt auch noch keine Sorgen machen bzgl. zu wenig schneller Anteile. Die Saison ist noch lang und dein Programm reicht auf jeden Fall, um die Form zu halten oder sogar leicht zu steigern.

RunSim
25.01.2021, 11:12
Glaub du brauchst dir jetzt auch noch keine Sorgen machen bzgl. zu wenig schneller Anteile. Die Saison ist noch lang und dein Programm reicht auf jeden Fall, um die Form zu halten oder sogar leicht zu steigern.

Ja, da hast du völlig Recht. Gibt eigentlich keinen Grund in Panik zu verfallen.





Hast Du schon mal mit "Berliner Methode" versucht?

Du wirst lachen, aber mein Papa ist 2019 nach D´dorf in die Halle gekommen um mich in der M35 anzufeuern :D
Du siehst also, ich wurde durchaus schon eingewöhnt :nick:

Ok, mein Trainer lacht mich dafür immer noch aus, aber da stehe ich drüber. Papa ist stolz auf mich :hug:

Rolli
25.01.2021, 11:51
Du wirst lachen, aber mein Papa ist 2019 nach D´dorf in die Halle gekommen um mich in der M35 anzufeuern :D
Du siehst also, ich wurde durchaus schon eingewöhnt :nick:

Ok, mein Trainer lacht mich dafür immer noch aus, aber da stehe ich drüber. Papa ist stolz auf mich :hug:

OK... :zwinker4:... aber ich habe das her gemeint:
https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/funktionelle-anpassung-von-sehnen/

RunSim
25.01.2021, 12:03
OK... :zwinker4:... aber ich habe das her gemeint:
https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/funktionelle-anpassung-von-sehnen/

Googeln macht blöd :D
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=berliner+methode

Habe den erstbesten Treffer genommen und kurz angelesen und dachte du wolltest mich vergackeiern :teufel:
Du Schuft, du :geil:

RunSim
25.01.2021, 12:22
So, Spaß beiseite.

Ohne Maschinen könnte ich zuhause also z.B. die Treppenübung machen.
4x3" langsam anheben und 3" runtergehen / das dann 5 Serien je Fuß.
Pause 1´-2´
Ggf. mit Zusatzgewichten (Hantel in die Hand), wenn die 4 Wdh. zu leicht fallen.

Oder auf dem Boden sitzend mit einer nicht-elastischen Schlinge arbeiten (isometrisch) arbeiten, siehe Seite 6 auf: https://www.spowi.hu-berlin.de/de/institut/tbw/forschung/sehnentraining/berliner-methode.pdf



Gibt es für das Sehnentraining deiner Meinung nach eine Goldübung, Rolli, oder ist das quasi egal?
D.h. hauptsache, der Intensitätsbereich (85% Max) und die Belastungszeit werden eingehalten (4x3" Belastung + 3" Entlastung)

Rolli
25.01.2021, 12:41
So, Spaß beiseite.

Ohne Maschinen könnte ich zuhause also z.B. die Treppenübung machen.
4x3" langsam anheben und 3" runtergehen / das dann 5 Serien je Fuß.
Pause 1´-2´
Ggf. mit Zusatzgewichten (Hantel in die Hand), wenn die 4 Wdh. zu leicht fallen.

Oder auf dem Boden sitzend mit einer nicht-elastischen Schlinge arbeiten (isometrisch) arbeiten, siehe Seite 6 auf: https://www.spowi.hu-berlin.de/de/institut/tbw/forschung/sehnentraining/berliner-methode.pdf



Gibt es für das Sehnentraining deiner Meinung nach eine Goldübung, Rolli, oder ist das quasi egal?
D.h. hauptsache, der Intensitätsbereich (85% Max) und die Belastungszeit werden eingehalten (4x3" Belastung + 3" Entlastung)
Treppe ist Muskel/Sehnentraining. Isometrisch ist Sehnentraining. Versuche einfach mal. Wichtig ist die Belastung > 85%.

Rolli
25.01.2021, 20:42
https://www.cell.com/action/showPdf?pii=S2405-8440%2820%2932220-9

Schon wieder ein super Artikel. Und schon wieder ein Beweis, dass gluteus maximus nicht für den Antrieb benutzt wird. Dafür Unterschenkelmuskeln und (was mich überrascht) biceps femoris.

MikeStar
25.01.2021, 21:15
Vielleicht noch eine kleine Übung für Achilles, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe:

- langsames Gehen, mit nach oben angezogener Fußspitze (Wadenmuskel darf ruhig leicht ziehen) aufsetzen, über den kompletten Fuß abrollen und über die Zehenspitzen hoch abdrücken.

Wichtig ist - neben dem Training - bei Achilles / Sehenproblemen auch immer die Durchblutung zu fördern. Gerade wenn noch Schmerzen vorhanden sind, heißt das ja i.d.R. ja auch, dass noch die Entzündung akut ist. Z.B. Eisbeutel oder - womit ich auch gut gefahren bin, wo ich aber auch schon unterschiedliche Meinungen drüber gehört habe - vorsichtige Blackrollmassagen, können da gut unterstützen.

RunSim
26.01.2021, 09:19
https://www.cell.com/action/showPdf?pii=S2405-8440%2820%2932220-9

Schon wieder ein super Artikel. Und schon wieder ein Beweis, dass gluteus maximus nicht für den Antrieb benutzt wird. Dafür Unterschenkelmuskeln und (was mich überrascht) biceps femoris.

Ich verstehe den Inhalt des Links nicht.
Muss/soll man beim Training dadurch etwas ändern?

Rolli
26.01.2021, 09:42
Ich verstehe den Inhalt des Links nicht.
Muss/soll man beim Training dadurch etwas ändern?

Kompliziert.
Daraus kann man auslesen, welche Muskeln wie zusätzlich trainiert werden sollen/können. Die Studien sind aber so neu, dass man nicht alles 100% ableiten kann.

Beispiel:
Man hat immer gesagt, dass man den gluteus maximus immer aktivieren muss, um die Abdruckphase des Fußes zu unterstützen und den Schritt zu verlängern. Nun... wie man letzte Zeit aus den EMG Untersuchungen erkennen kann, wird GM in der Standphase gar nicht aktiviert, sondern vor dem Bodenkontakt, um die Landung auszubremsen und das Becken zu stabilisieren.

Faszinierend. :wink:

RunSim
26.01.2021, 11:32
Kompliziert.
Daraus kann man auslesen, welche Muskeln wie zusätzlich trainiert werden sollen/können. Die Studien sind aber so neu, dass man nicht alles 100% ableiten kann.

Beispiel:
Man hat immer gesagt, dass man den gluteus maximus immer aktivieren muss, um die Abdruckphase des Fußes zu unterstützen und den Schritt zu verlängern. Nun... wie man letzte Zeit aus den EMG Untersuchungen erkennen kann, wird GM in der Standphase gar nicht aktiviert, sondern vor dem Bodenkontakt, um die Landung auszubremsen und das Becken zu stabilisieren.

Faszinierend. :wink:

Ja ok, das verstehe ich ein bisschen :zwinker5:

Prinzipiell soll man doch eh versuchen den GM beim Laufen etwas "anzuspannen", daher verändert sich da doch wenig in der Praxis?

Ich muss aber zugeben... welche Muskeln in welcher Reihenfolge beim Laufen aktiviert werden, das weiß ich nicht.
Körperspannung + gleichzeitig locker laufen. Mehr überfordert mich nur.
Ok, Knie nach vorne und nicht den Fuß, das muss ich noch lernen :zwinker5:


Ich kann trotzdem nachvollziehen, was dich daran fasziniert. Der Bewegungsablauf beim Laufen ist so komplex, dass man bislang wohl viel nur vermutet und eigentlich gar nicht gewusst hat. Mit neuen Methoden wird dies so langsam aufgedeckt. :daumen:

Rolli
26.01.2021, 11:36
Prinzipiell soll man doch eh versuchen den GM beim Laufen etwas "anzuspannen", daher verändert sich da doch wenig in der Praxis?

Nein. Bring nix. Und das ist eben neu.

RunSim
26.01.2021, 12:07
Nein. Bring nix. Und das ist eben neu.

Hast du nicht geschrieben, dass der GM vor dem Bodenkontakt angespannt/aktiviert wird?
Siehe:

Nun... wie man letzte Zeit aus den EMG Untersuchungen erkennen kann, wird GM in der Standphase gar nicht aktiviert, sondern vor dem Bodenkontakt, um die Landung auszubremsen und das Becken zu stabilisieren.



Oder passiert die Aktivierung vor dem Bodenkontakt automatisch und man muss da selber gar nichts aktiv machen?

Ex_Sprinter
26.01.2021, 12:10
Alter Schwede!
Dafuer braucht man ne Studie?

Stellt euch einfach mal zwischen nen Barren (oder 2 Stuhllehnen etc) und fuehrt hochgestuetzt Schritte aus, bei denen der Fuss ziemlich genau unter dem Koerper den Boden schleift.
Das Ganze dann schneller oder langsamer und einfach mal in euch reinhoerchen, welche Muskeln dabei angespannt werden und ggf auch mal, in welcher Reihenfolge. Das merkt man recht gut...

Und siehe da: der Arsch bleibt faltig! Nicht sehr viel Spannung im Gluteus Maximus.

Hingegen wird beim Aufsetzen vor dem Koerperschwerpunkt oder leicht oberhalb der gewoehlichen Fussebene de Gluteus stark aktiviert. Bei Spruengen oder in der Beschleunigung halt...

Ich stelle mal in den Raum: ein Laeufer (nicht Sprinter) hat vom trainierten Gluteus sehr wenig Nutzen.

Rolli
26.01.2021, 12:11
Hast du nicht geschrieben, dass der GM vor dem Bodenkontakt angespannt/aktiviert wird?
Siehe:



Oder passiert die Aktivierung vor dem Bodenkontakt automatisch und man muss da selber gar nichts aktiv machen?

Habe Dich falsch verstanden. Ich meinte, dass man am Ende der Standphase anspannen soll (aktivieren) So ist das nicht.
Vor dem Bodenkontakt, spannt sich der Muskel von alleine automatisch. Aktive Anspannung kann die zeitliche Ablauf der Bewegung negativ beeinflussen. Ist aber noch zu prüfen... :teufel:

Rolli
26.01.2021, 12:15
Alter Schwede!
Dafuer braucht man ne Studie?

Stellt euch einfach mal zwischen nen Barren (oder 2 Stuhllehnen etc) und fuehrt hochgestuetzt Schritte aus, bei denen der Fuss ziemlich genau unter dem Koerper den Boden schleift.
Das Ganze dann schneller oder langsamer und einfach mal in euch reinhoerchen, welche Muskeln dabei angespannt werden und ggf auch mal, in welcher Reihenfolge. Das merkt man recht gut...

Und siehe da: der Arsch bleibt faltig! Nicht sehr viel Spannung im Gluteus Maximus.

Hingegen wird beim Aufsetzen vor dem Koerperschwerpunkt oder leicht oberhalb der gewoehlichen Fussebene de Gluteus stark aktiviert. Bei Spruengen oder in der Beschleunigung halt...

Ich stelle mal in den Raum: ein Laeufer (nicht Sprinter) hat vom trainierten Gluteus sehr wenig Nutzen.
Das ist ein Trugschluss.
Frage 1. Kannst Du mir auf diese Weise sagen, welcher Muskel am stärksten bei 7 m/s beansprucht wird?
Frage 2. Was hat den Sprinter vom starken Gluteus?
Frage 3. Welche Muskel werden genau gleich trainiert? Beim Sprinten und bei Traben?

Ex_Sprinter
26.01.2021, 12:26
1. nein - aber der Gluteus ist tendenziell eher untergeordnet
2. Der sprinter muss beschleunigen hat also eine naxh vorn gekippte Achse und drueckt mehr aus OS und Po
3. Zumindest ist das Krafttraining fuer einen Laeufer (also definitiv alles ab 1500) unwichtiger, als fuer die sprintenden Muskelberge :-;

Ich glaube fuer einen LD bringen Berglaeufe oder Sprunglaeufe mehr, als jeder Kraftraum... was soll bei einem kenianischen 50Kilo-Floh auch an Muskeln wachsen ...

Rolli
26.01.2021, 12:42
Naja... Krafttraining ist nicht immer Kraftraum. Und ja, auch der LDler kann viel vom Krafttraining profilieren. Sehr viel. Hier ist eben die Frage, wie was und wann um nicht die Falsche Kraftart zu wählen und Fehler zu machen.

Und
1. Schaue Dir die Studien an
2. Nein. GMax stabilisiert zwar das Becken, bring aber nichts für die Beschleunigung bei. Siehe Studie. (vielleicht nur bei den ersten 5-6 Schritten beim Aufrichten des Körpers) Einfach gesagt: GM verhindert dass das Becken nach unten fällt aber drückt die Bewegung in vertikaler Richtung nicht nach vorne oder horizontal nach oben.
3. Krafttraining bedeutet nicht immer Muskelberge.

Genau deswegen sind solche Studien interessant, um die Missverständnisse auszuräumen.

RunSim
26.01.2021, 12:48
Sprinter, mal kurz aus Neugier dazwischengehakt: machst du zurzeit Lauftraining oder bist du eher in anderen Disziplinen unterwegs?
Hatte was von Diskus gelesen :nick:

DoktorAlbern
26.01.2021, 12:49
Ja ok, das verstehe ich ein bisschen :zwinker5:

Ich muss aber zugeben... welche Muskeln in welcher Reihenfolge beim Laufen aktiviert werden, das weiß ich nicht.
Körperspannung + gleichzeitig locker laufen. Mehr überfordert mich nur.
Ok, Knie nach vorne und nicht den Fuß, das muss ich noch lernen :zwinker5:


Ich habe vorige Woche bei Magness das "Lauftechnik"-Kapitel gelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es (für den Disctance Runner) zumindest theretisch noch einfacher. Eigentlich nur den Schritt nach hinten lang machen und dann einfach "loslassen". Nach vorne gar keine aktive Bewegung, das passiert alles von alleine. Er beschreibt das wie eine Steinschleuder die man spannt und dann loslässt. Angeblich gibt es da auch Versuche mit Querschnittsgelähmten denen man den Hüftbeuger nach hinten streckt und dann macht das Bein eine richtig schöne Laufpendelbewegung inkl. Knie anziehen.

Ich muss das Kapitel nochmal in Ruhe lesen, aber eine seiner Kernthesen ist (wenn ich es richtig verstanden habe), dass diese ganzen Lauftechnikübungen für den fortgeschrittenen Läufer nicht mehr beliebig viel bringen hinsichtlich eines ökonomischen Bewegungsablaufs. Plyometrische Übungen und Krafttraining empfielhlt er auch, aber aus einer Perspektive des neuronalen Trainings und der Muskelrekrutierung und nicht für den Laufstil selbst.
Seine These ist, dass man einzelne Teile des Schritts nicht voneinander isolieren kann und nur den Schritt als Ganzes trainieren sollte. Und das macht man durch Laufen. Eine Korrektur erreicht man durch äußere Beobachtung und Filmen und das Bemühen gezielt gewisse Bewegungsmuster zur durchbrechen in dem man "übertrieben" dagegen arbeitet und dann schaut ob es besser wird.

Fand ich einen interessanten Input. Mal schauen ob ich mal jemanden finde der mich filmt ...

Rolli
26.01.2021, 13:07
Dann frage mal Catch-22, um meine Experimente nicht thematisieren zu wollen.

Klar ist Laufen eine Reihenfolge von Kraftketten. Wenn man wie Rudisha rennt, braucht man nichts verändern. Aber wer glaubt, dass er perfekten Laufstil hat, soll er sein Filmchen hier einstellen. Ich sehe schon, das man durch gezieltes Training viel positiv verändern kann. Zum Beispiel die Schrittlänge oder die funktionelle Muskellänge oder Gelenkenwinkel. Und das kann man mit isolierten Übungen schon verändern.

Man kann aber auch viel falsch machen, deswegen solche Studien. Und nein, ich will nicht behaupten, dass ich ein Fachmann auf dem Gebiet bin, sondern dass ich lernen will.

Ex_Sprinter
26.01.2021, 17:49
Naja... Krafttraining ist nicht immer Kraftraum. Und ja, auch der LDler kann viel vom Krafttraining profilieren. Sehr viel. Hier ist eben die Frage, wie was und wann um nicht die Falsche Kraftart zu wählen und Fehler zu machen.

Und
1. Schaue Dir die Studien an
2. Nein. GMax stabilisiert zwar das Becken, bring aber nichts für die Beschleunigung bei. Siehe Studie. (vielleicht nur bei den ersten 5-6 Schritten beim Aufrichten des Körpers) Einfach gesagt: GM verhindert dass das Becken nach unten fällt aber drückt die Bewegung in vertikaler Richtung nicht nach vorne oder horizontal nach oben.
3. Krafttraining bedeutet nicht immer Muskelberge.

Genau deswegen sind solche Studien interessant, um die Missverständnisse auszuräumen.

Ok, Rolli ... im Grunde stimme ich dir zu.
Mein Beitrag bezog sich drauf, dass es manchmal recht banale Erkenntnisse in komplexen Studien gibt ... die mit ein wenig Scharfsinn und Verstand ähnlich vorhersagbar wären.

Zu RunSim:
eigentlich laufe ich nur. Nach dem Fussbruch vor gut einem Jahr gab es 6 Monate komplett ohne Belastung. Ich musste also das Laufen wieder einüben.
Und wenn man bedenkt, dass ich seit 2015 (da fing der Unsinn mit der LA an) kaum noch anaerob gelaufen bin, sondern eher zielgerichtet Sprint, Langsprint und kurze Mittelstrecke trainiert habe, dann steckt da Nachholbedarf, um eine Grundausdauer wieder aufzubauen. Meinen letzten 5er unter 20min habe ich 2016 geschafft. Der letzte 10er sub40 war wohl 2015.
Selbst 2019, wo ich immerhin sub 2:10 auf 800 lag, kam ich nicht sub20 auf einem 5er!

Da fehlt also etwas! Ich goenne mir deshalb ein Jahr das Laufen neu zu erlernen. Ganz klassisch: langsam und mehr und langsam und noch mehr ... kein Tempogebolze (da zåhle ich alles sub 5K Tempo dazu). Eigentlich wie bei dir der Wiedereinstieg, nur ist mein Weg laenger.
2021 werde ich maximal sporadisch fuer den Verein mal was LA-bezogenes laufen (Team-DM, falls sie stattfindet). Ohne spezifisches Training. Die Saison ist rum fuer mich...
Um der Langeweile vorzubeugen, werde ich sicherlich mal HM etc. laufen. Vielleicht zum Sommer oder Herbst auch 10K und 5K. Wenn denn etwas stattfindet...
Vielleicht gehe ich meine PBs in den naechsten 18 Monaten von lang nach kurz sukzessive an.

DoktorAlbern
27.01.2021, 09:58
Dann frage mal Catch-22, um meine Experimente nicht thematisieren zu wollen.

Klar ist Laufen eine Reihenfolge von Kraftketten. Wenn man wie Rudisha rennt, braucht man nichts verändern. Aber wer glaubt, dass er perfekten Laufstil hat, soll er sein Filmchen hier einstellen. Ich sehe schon, das man durch gezieltes Training viel positiv verändern kann. Zum Beispiel die Schrittlänge oder die funktionelle Muskellänge oder Gelenkenwinkel. Und das kann man mit isolierten Übungen schon verändern.

Man kann aber auch viel falsch machen, deswegen solche Studien. Und nein, ich will nicht behaupten, dass ich ein Fachmann auf dem Gebiet bin, sondern dass ich lernen will.

Da gibt es aus meiner Sicht nicht unbedingt einen Dissens (zwischen dir und Magness). Ich würde es so ausdrücken: Man braucht eine gewisse "Kraft" und "Beweglichkeit" in der Muskulatur damit eine "guter" Schritt überhaupt möglich ist (im Rahmen des Leistungsvermögens). Nur auch wenn man die Voraussetzungen mitbringt heißt das ja nicht, dass man es deswegen auch in den Laufstil umsetzen kann. Und diese Umsetzung in den Laufstil (das meine ich bei Magness verstanden zu haben), macht man am besten durch Laufen - Beobachten - Korrigieren - Laufen - Beobachten - Korrigieren usw. und nicht z. B. durch isolierte Anferse-/Kniehebe-Übungen. Damit ist auch nicht gesagt, dass Anfersen und Knieheben nutzlose Übungen sind, nur seiner Meinung nach erreicht man dadurch nicht unmittelbar einen anderen Bewegungsablauf beim Laufen.

Und zur "Theorie" einfach nur den Schritt nach hinten lang machen und dann "loslassen". Das hört sich natürlich total einfach an, aber in der Praxis ist "nichts tun" ja oft schwieriger. Gerade ich bin ein Typ dem es sehr schwer fällt "locker" zu lassen. Insofern liest sich das natürlich total simpel ist aber in der Umsetzung doch recht schwer. Und seitdem ich darauf achte merke ich, dass ich schon der Typ bin der gerne auch mal aktiv nach vorne arbeitet und dann wird es anstrengend ;-)

RunSim
27.01.2021, 10:08
Und seitdem ich darauf achte merke ich, dass ich schon der Typ bin der gerne auch mal aktiv nach vorne arbeitet und dann wird es anstrengend ;-)
Ich auch :D
Falls ich heute laufen gehe, habe ich mir vorgenommen dieses Abdrücken und dann "loslassen" auszprobieren. :nick:

Rolli
27.01.2021, 10:59
Ich würde das anderes formulieren. Man läuft zwar mit kompletten Muskelketten, trotzdem kann mit geschulter Auge schnell die Schwachstellen ausfiltrieren und dann isoliert dran arbeiten.

Typischer Beispiel ist Hamstring. Kniebeuge, also komplexe Übung, stärkt auch die Hamstring Muskeln. Laufen auch. Sie verbessern aber nicht das Stärkeverhältnis. Verschlimmert es sogar. Und hier ist eine isolierte Übung durchaus sinnvoll.

Mir ist das zu einfach, wenn man sagt: "Laufen schult Laufen". Neuste Erkenntnisse der Biomechanik erzählen da was anderes und ohne spezifischer Krafttraining läuft im modernen Training gar nichts. Beispiel mit Kenianern und deren Hüpfübunegn mit 20kg Stange, bringen uns da nicht weiter.

Catch-22
27.01.2021, 11:16
Ich frag mich gerade, soll ich brüskiert sein, weil ich hier als schlechtes Beispiel diene, oder erfreut, weil in einem Atemzug mit Rudisha genannt :zwinker2:

Ihr zwei seit da wirklich nicht weit entfernt. Aber ich dachte, es sei schön länger bekannt, dass z.B. Anfersen beim Lauf ABC nichts bringt, da eben beim Laufen keine aktive Bewegung.
Ich würde daraus jedoch nicht ableiten, dass Lauf ABC überflüssig ist. Wie beim Krafttraining kommt es auch da auf die richtigen Übungen an und auch auf den richtige Moment. So manche Übungen bringen halt nichts, wenn man es nicht schafft dabei auch die richtigen Muskeln zu aktivieren/anzusprechen. Da kann man noch und nöcher Lauf ABC machen ohne dass es irgend eine Wirkung hat. Es ist auch nicht immer ein Koordinationsproblem, manchmal fehlt es an Kraft und Beweglichkeit. Wenn man anderweitig für Kraft und Beweglichkeit gesorgt hat, wird das Lauf ABC wichtig um auch diese Kraft und Beweglichkeit nutzen zu lernen. Da der Körper gern an gewohnten Bewegungsmustern festhält und auch gern wieder zurückfällt, wenn man mal nicht aufmerksam ist.
Es ist eben nicht alles ein Reflex bzw. auch Reflexe sind nicht so passiv wie man es sich oft vorstellt. Das Golgi Sehnenorgan ist z.B. für so einige Reflexe zuständig, aber auch für die richtige Muskelspannung. Es kalibriert sich ständig neu um Verletzungen und Überdehnungen zu vermeiden. Wenn es jedoch auf eine kürzere Muskellänge eingestellt ist (z.B. der Hüftbeuger durch viel sitzen), dann muss man es wieder neu kalibrieren, damit der Muskel wieder in seiner ganzen Länge genutzt wird. Hier kann Lauf ABC schon ein gutes Mittel sein, nicht um die Ferse ans Gesäß zu bringen, aber um den Hüftbeuger in die volle Spannung und dem Körper die neue Muskellänge beizubringen. Magness Beispiel würde schließlich auch nicht funktionieren, wenn nicht vorher jemand den Hüftbeuger in die gespannte Position gebracht hätte.

Vielleicht zu weit führend aber durchaus interessant wenn man Motorik und Reflexe ein wenig verstehen will: http://physiologie.cc/XV.3.htm

Rolli
27.01.2021, 19:13
Mittwoch... QTE... 10x120/30s
5km in 18:06 grrrrrrrrrrrrr :motz:

Was ist los!!!! Zwar 42m weiter gelaufen als letzte Woche, trotzdem unzufrieden! weil letzte Woche voll aus dem Training und diesmal mit 2 Ruhetage (ein Tag nur etwas Sprinttraining) Man! Die 18' muss doch fallen!!!
Naja... verhasste 2° und Nieselregen schlägt mir voll auf den Magen. Und Pfützenslalom musste ich auf noch verkraften.

MikeStar
27.01.2021, 20:13
Rolli: Jammern auf hohem Niveau? :daumen: Pfützen weg und die sub18 steht.

Ich merke, mir macht die Kälte momentan zu schaffen, wenn ich versuche in den submax-Bereich zu kommen oder "länger" Richtung hohe Sauerstoffaufnahme gehe. Ist zwar nix ungewöhnliches... hab' ich jeden Winter.. nervt aber.
Gestern u.a. 6x Treppensprints mit je 50 Stufen und später noch 3x 0.9km Fahrtspiel mit je 3 Bergaufsprints (ca. 60m + Treppe, 50m leicht, 90m medium, dazwischen immer lockerer Trab). Heute angenehm hart, 7x 90m Stride leicht bergauf (3x 22.x, 3x 21.x, 1x 20.x) + 3x 250m medium (71.x, 74.x, 76.x).

Rolli
27.01.2021, 21:40
Rolli: Jammern auf hohem Niveau? :daumen: Pfützen weg und die sub18 steht.

Ich merke, mir macht die Kälte momentan zu schaffen, wenn ich versuche in den submax-Bereich zu kommen oder "länger" Richtung hohe Sauerstoffaufnahme gehe. Ist zwar nix ungewöhnliches... hab' ich jeden Winter.. nervt aber.
Gestern u.a. 6x Treppensprints mit je 50 Stufen und später noch 3x 0.9km Fahrtspiel mit je 3 Bergaufsprints (ca. 60m + Treppe, 50m leicht, 90m medium, dazwischen immer lockerer Trab). Heute angenehm hart, 7x 90m Stride leicht bergauf (3x 22.x, 3x 21.x, 1x 20.x) + 3x 250m medium (71.x, 74.x, 76.x).

Bergsprints... da lässt Du nicht locker, oder?
Ich versuche mit Bergab dagegen zu halten. Ziel sub60. :zwinker2: 100m sub13,5 (subMike) schaffe ich wohl nicht mehr. Vor allem mit meinem Start nicht.:peinlich:

MikeStar
27.01.2021, 21:54
Ich nehm's wie's kommt und trainiere dort, wo ich momentan die Möglichkeit habe... und da ich am Berg wohne, bietet es sich halt an. Ich hoffe, dass es sich auf der Bahn dann bemerkbar macht. Bergabtempo mache ich nicht im Nassen, da ist mir die Verletzungsgefahr (gefühlt) zu hoch. Das meiste sind im Moment eh nur Strides, keine vollen Sprints.
Starts sind auch meine Schwäche, v.a. weil ich momentan nicht mit Block trainieren kann. Selbst im Garten ist die Erde momentan zu aufgeweicht, als dass die Erdanker den Block halten würde. Hoffentlich können wir bald wieder richtig trainieren. Selbst für Individualtraining haben die Gemeinden hier den Sportplatz geschlossen.

hbef
27.01.2021, 23:49
Mittwoch... QTE... 10x120/30s
5km in 18:06 grrrrrrrrrrrrr :motz:

Was ist los!!!! Zwar 42m weiter gelaufen als letzte Woche, trotzdem unzufrieden! weil letzte Woche voll aus dem Training und diesmal mit 2 Ruhetage (ein Tag nur etwas Sprinttraining) Man! Die 18' muss doch fallen!!!
Naja... verhasste 2° und Nieselregen schlägt mir voll auf den Magen. Und Pfützenslalom musste ich auf noch verkraften.

Ruhetag ist nichts für dich. Wie schnell sind die 120/30 jeweils?

Rolli
28.01.2021, 07:20
Ruhetag ist nichts für dich. Wie schnell sind die 120/30 jeweils?

Schnelle Abschnitte so 3:20->3:30 und langsame 3:55->4:05/km

Ja. Ruhetage ist nix für einen ... .

Rolli
28.01.2021, 07:23
Ich nehm's wie's kommt und trainiere dort, wo ich momentan die Möglichkeit habe... und da ich am Berg wohne, bietet es sich halt an. Ich hoffe, dass es sich auf der Bahn dann bemerkbar macht. Bergabtempo mache ich nicht im Nassen, da ist mir die Verletzungsgefahr (gefühlt) zu hoch. Das meiste sind im Moment eh nur Strides, keine vollen Sprints.
Starts sind auch meine Schwäche, v.a. weil ich momentan nicht mit Block trainieren kann. Selbst im Garten ist die Erde momentan zu aufgeweicht, als dass die Erdanker den Block halten würde. Hoffentlich können wir bald wieder richtig trainieren. Selbst für Individualtraining haben die Gemeinden hier den Sportplatz geschlossen.

Auf die Sportplätze müssen wir noch lange warten. Aber auch so, komme ich kaum aus dem Block, und wenn die Jungs starten und ich nach 10m schon 20m (:wink:) zurückliege, das ist deprimierend.

Rolli
28.01.2021, 09:12
Jetzt habe ich unten etwas von Dragonfly gelesen.... :motz::frown::weinen:
Ich will in die Halle !!!!!!!!!!!

DoktorAlbern
28.01.2021, 09:30
Ich würde das anderes formulieren. Man läuft zwar mit kompletten Muskelketten, trotzdem kann mit geschulter Auge schnell die Schwachstellen ausfiltrieren und dann isoliert dran arbeiten.

Typischer Beispiel ist Hamstring. Kniebeuge, also komplexe Übung, stärkt auch die Hamstring Muskeln. Laufen auch. Sie verbessern aber nicht das Stärkeverhältnis. Verschlimmert es sogar. Und hier ist eine isolierte Übung durchaus sinnvoll.

Mir ist das zu einfach, wenn man sagt: "Laufen schult Laufen". Neuste Erkenntnisse der Biomechanik erzählen da was anderes und ohne spezifischer Krafttraining läuft im modernen Training gar nichts. Beispiel mit Kenianern und deren Hüpfübunegn mit 20kg Stange, bringen uns da nicht weiter.

Wie geschrieben, aus meiner Sicht gibt es da keinen wirklichen Dissens. Magness schickt so weit ich das beurteilen kann, seine Top-Athleten auch zwei bis drei Mal die Woche in den Kraftraum. Seine Aussage ist nur (so meine ich es verstanden zu haben), von diesen Übungen allein wird der Laufstil nicht besser. Nur weil ich Hanteln hebe muss ich deswegen trotzdem am Ende beim Laufen gezielt am Bewegungsablauf arbeiten, um es dann auch umzusetzen.

Und wo er auch ganz gezielt widerspricht, ist dass man durch viel laufen von "ganz alleine" einen effizienten Laufstil entwickelt. Er sagt auch dass bei aller Indivisulität die jeder einzelne Läufer so mitbringt es klare Erkenntnisse zu Fußaufsatz, Hüftstreckung usw. gibt die einen eindeutigen Vorteil bringen.

Seine Herangehensweise ist, dass er typischerweise versucht dem Läufer Aufgaben zur "subjektiven Überkorrektur" gibt. Also z.B. wenn jemand über die Ferse läuft, soll er/sie versuchen Vorfuß zu laufen und dann schauen sie sich an was passiert. Er hat die Erfahrung gemacht wenn jemand versucht etwas subjektiv übertrieben auszuführen, dass dann objektiv man relativ nah an den Punkt (z.B. neutraler Fußaufsatz) hinkommt an den man wollte.

MikeStar
29.01.2021, 21:21
Auf die Sportplätze müssen wir noch lange warten. Aber auch so, komme ich kaum aus dem Block, und wenn die Jungs starten und ich nach 10m schon 20m (:wink:) zurückliege, das ist deprimierend.

Wenn ich bedenke, dass ich i.d.R. ab ca. 30-40m auf die 12.x Läufer nichts mehr verliere, zeigt das wie wichtig ein guter Start ist. :daumen:

Heute Kombi-Training... ca. 40min Warm-Up (Einlaufen, ABC, kurze STL), 5x 160m smoother Stride (ca. 28-30") mit GP/LP zurück, 15' TWL (90"/30" locker / ca. 3:50-4:00/km), 5' ABC, 30' lockerer DL zum Auslaufen.

Rolli
30.01.2021, 09:25
Wut im Bauch und 10km in 39:37 als reiner TDL unter der Schwelle. Geht doch!

MikeStar
30.01.2021, 20:57
15km locker durch den Regen, inkl. 300m Treppe und 2km gefühlter Sumpf.... geil. :D

Rolli
30.01.2021, 21:42
Weiter Berg-Programm
15x(220 Berghoch und sofort wieder runter + 50m leicht Bergan) P2/5'
... immer besser.

Rolli
30.01.2021, 21:43
15km locker durch den Regen, inkl. 300m Treppe und 2km gefühlter Sumpf.... geil. :D

15km? Machst Du so was auch? :haeh:

MikeStar
30.01.2021, 22:04
15km? Machst Du so was auch? :haeh:

Klar, lockere längere Läufe bis ca. 20km gehören für mich dazu.
Zum einen um die aerobe Grundlage als Basis für eine schnellere Regenerationsfähigkeit zu legen und zu erhalten, zum anderen auch ein bißchen als mentaler Ausgleich. Außerdem, gerade mit Berg, Treppen o.ä. ist da auch immer etwas Kraftkomponente mit im Spiel.

Warum auch nicht?

Rolli
30.01.2021, 22:26
Ja, warum auch nicht?

hbef
31.01.2021, 17:18
Meine Woche:
Mo: 4KM 4:58 + 6x40-80m S (90-95%) + 30' Stabi
Di: 10,56KM 4:32 (2 Stg)
Mi: 30x200m 38,7s m. 1'TP (5:21), 14KM gesamt
Do: 20' Stabi + 10,75KM 4:19
Fr: -
Sa: 12KM TWL 3:39/4:08, 20KM 4:05 gesamt
So: 10,5KM 4:40 (Laufband, 1,5% Steigung)

Nach Ewigkeiten mal wieder 70KM geschafft. Nicht ganz einfach gerade zu planen, wie man die QTE entwickeln soll. Einerseits will man ja Form aufbauen, andererseits auch nicht zu schnell. Denke aber es passt gerade ganz gut. Die 200er waren gut, hatte mir 40s vorgenommen. Wären auch noch mehr und/oder etwas schneller gegangen. Der TWL war schon ein anderes Kaliber. Vom Limit noch ein gutes Stück entfernt, aber schon anstrengend. Konnte trotzdem jeden schnellen Kilometer steigern (3:42-3:36). In zwei Wochen sollen es 16KM 3:37/4:01 werden. Da habe ich schon Respekt vor, vielleicht schwäche ich das etwas ab.

markus 2911
31.01.2021, 19:03
@hbef schreibst du dir den plan selber

hbef
31.01.2021, 19:08
Ja.

MikeStar
31.01.2021, 21:47
Der Vollständigkeit halber...

Heute Einlaufen (4km), ca. 70min ABC/Stretching/Laufübungen/Div. Antritte/Sprungläufe, 3x ca. 50m submax aus 3-Punkt, Auslaufen (3km).

hbef
31.01.2021, 22:03
Funfact: Gerade einen Podcast mit Christian von Eitzen gehört. Er beschrieb die 30x200m als Lieblingseinheit in der Wintervorbereitung. Von 30 bis 28s gesteigert m. 30s Pause. Find ich schon krass, auch für sein Leistungsniveau.

Rolli
01.02.2021, 07:04
Funfact: Gerade einen Podcast mit Christian von Eitzen gehört. Er beschrieb die 30x200m als Lieblingseinheit in der Wintervorbereitung. Von 30 bis 28s gesteigert m. 30s Pause. Find ich schon krass, auch für sein Leistungsniveau.

5k Tempo? Das ist doch locker. :D

Rolli
01.02.2021, 08:39
Bis jetzt 12,5km/Tag im Schnitt im 2021...
Gestern 25km in 4:35 bis 19km und danach 5:15 (sehr schwer) bei überraschend niedrigen HF. Danach den ganzen Tag tot vor dem Fernseher gelegen. Dafür hat mich meine Uhr mit +1 VO2max belohnt :D.

Nein, einen Marathon schaffe ich nicht mehr.

Catch-22
01.02.2021, 09:47
Dafür hat mich meine Uhr mit +1 VO2max belohnt :D.
Keine Sorge, die +1 klaut sie dir wieder. :zwinker4:
Außerdem ist es keine +1 sonder meist +0,xx. Die Nachkommastellen verschweigt Garmin einem jedoch. Auf Runalyze werden sie angezeigt. Da sieht man dann auch, dass die Uhr großzügig rundet.

RunSim
01.02.2021, 09:50
Meine Woche:
Mo: 4KM 4:58 + 6x40-80m S (90-95%) + 30' Stabi
Di: 10,56KM 4:32 (2 Stg)
Mi: 30x200m 38,7s m. 1'TP (5:21), 14KM gesamt
Do: 20' Stabi + 10,75KM 4:19
Fr: -
Sa: 12KM TWL 3:39/4:08, 20KM 4:05 gesamt
So: 10,5KM 4:40 (Laufband, 1,5% Steigung)

Nach Ewigkeiten mal wieder 70KM geschafft. Nicht ganz einfach gerade zu planen, wie man die QTE entwickeln soll. Einerseits will man ja Form aufbauen, andererseits auch nicht zu schnell. Denke aber es passt gerade ganz gut. Die 200er waren gut, hatte mir 40s vorgenommen. Wären auch noch mehr und/oder etwas schneller gegangen. Der TWL war schon ein anderes Kaliber. Vom Limit noch ein gutes Stück entfernt, aber schon anstrengend. Konnte trotzdem jeden schnellen Kilometer steigern (3:42-3:36). In zwei Wochen sollen es 16KM 3:37/4:01 werden. Da habe ich schon Respekt vor, vielleicht schwäche ich das etwas ab.

Nette Woche :zwinker5:
Machst du sehr gut, finde ich.
So wie du geplant hast, von beiden Seiten annähern.
3:15er Tempo bei den kurzen kloppt dich sicherlich nicht aus den Latschen (soll es ja aktuell auch nicht).

Und die TWLs sind wirklich sehr stark! :daumen:
Ich persönlich denke, dass diese Einheit aktuell deine Form am meisten zuspitzt.
Das soll jetzt aber keine Kritik sein, sondern lediglich eine Einschätzung von mir.

Der Montag gefällt mir auch gut :nick: darauf bin ich am meisten neidisch :geil:



Funfact: Gerade einen Podcast mit Christian von Eitzen gehört. Er beschrieb die 30x200m als Lieblingseinheit in der Wintervorbereitung. Von 30 bis 28s gesteigert m. 30s Pause. Find ich schon krass, auch für sein Leistungsniveau.

Ich auch! Das ist wohl 1500er RT für ihn. :teufel:
Recht hohes Tempo aber zugleich auch relativ viel Umfang in einer Einheit, daher finde ich das auch eine tolle Wintereinheit.

Ggf kann man auch mit Serienpausen (400m TP) arbeiten um die Einheit etwas zu entschärfen.




Bis jetzt 12,5km/Tag im Schnitt im 2021...
Gestern 25km in 4:35 bis 19km und danach 5:15 (sehr schwer) bei überraschend niedrigen HF. Danach den ganzen Tag tot vor dem Fernseher gelegen. Dafür hat mich meine Uhr mit +1 VO2max belohnt :D.

Du machst das doch absichtlich mit dem "Abkacken" am Ende der langen Läufe, oder? Daher ist doch alles gut :daumen:
Nein, im Ernst. Du baust aktuell doch wirklich eine gute Basis für die hoffentlichbald kommende Wettkampfzeit auf.
Und wenn du wieder auf der Bahn deinen Leuten hinterherlaufen darfst, dann kommt das spezifische Training, passt doch :nick::)




Nein, einen Marathon schaffe ich nicht mehr.
Mach keinen Quatsch, Rolli :zwinker5:

Rolli
01.02.2021, 10:21
Ich auch! Das ist wohl 1500er RT für ihn. :teufel:
Recht hohes Tempo aber zugleich auch relativ viel Umfang in einer Einheit, daher finde ich das auch eine tolle Wintereinheit.

So kenne ich das auch bei 25x200/100m. Kurz vor der Umstellung auf "spezifisch" werden sie locker in 1500mT mit 30-35sP gelaufen.

Deswegen schätze ich die 200er von hbef eher als locker ein.

Rolli
01.02.2021, 10:26
Du machst das doch absichtlich mit dem "Abkacken" am Ende der langen Läufe, oder? Daher ist doch alles gut :daumen:
Nein, im Ernst.
Ja. Und es ist auch ernst.

Persönlich finde ich 20km locker, in einem Tempo, was man locker schaffen kann... irgendwie nix bringend. Ja, Umfangerhöhend. Aber nicht wenn man nur so 60km/Woche macht und 120km ohne Probleme machen könnte.

Rolli
01.02.2021, 10:27
Keine Sorge, die +1 klaut sie dir wieder. :zwinker4:
Außerdem ist es keine +1 sonder meist +0,xx. Die Nachkommastellen verschweigt Garmin einem jedoch. Auf Runalyze werden sie angezeigt. Da sieht man dann auch, dass die Uhr großzügig rundet.

Hm... ich kann die Uhr auch austricksen (bis jetzt bin ich noch schlauer als sie) aber wozu? :zwinker2:

RunSim
01.02.2021, 13:20
Ja. Und es ist auch ernst.

Persönlich finde ich 20km locker, in einem Tempo, was man locker schaffen kann... irgendwie nix bringend. Ja, Umfangerhöhend. Aber nicht wenn man nur so 60km/Woche macht und 120km ohne Probleme machen könnte.

Ok, verstanden.
Aber es gibt für mich einen Unterschied, ob man einfach zügig anläuft und am Ende rumgurkt oder ob man in einem langen Lauf z.B. plant ein paar schnelle km unterzubringen.

Bei dir liest sich das immer so: "bin schnell gelaufen und als ich nicht mehr konnte bin ich halt langsamer gelaufen und hab mich bis zum Ende durchgekämpft". :teufel:
Vielleicht täusche ich mich natürlich. Aber das hat für mich nichts mit geplantem Training zu tun. :peinlich:
Anders wäre es halt, wenn du z.B. am Ende eine EB einbaust oder im Mittelteil ein paar schnelle km oder so TWLs wie hbef, etc.
Da gibt es ja viele Möglichkeiten und das wäre für mich eine vorab geplante Trainingseinheit.

Wie gesagt, vielleicht täusche ich mich ja auch. Und wie bei so vielem: am Ende zählt ja der "Erfolg", der bestätigt, dass das Training, was man absolviert hat, etwas gebracht hat. :daumen:


Ich finde es im Übrigen sehr interessant, wenn hier jeder seine Art zu trainieren darlegt. :nick: Es wäre langweilig, wenn jeder hier den gleichen Plan verfolgt.

Rolli
01.02.2021, 15:27
:zwinker2:
Du beschreibst verschiedene Formen von LDL.

Beispiel Aufbau im Marathonvorbereitung:
Zuerst muss die Länge der Belastung sitzen, erst dann soll man mit EB anfangen und am Ende die sehr lange TDL im MRT.
Also, wenn Du es 25km locker laufen kannst, sollst Du nicht wieder 25km locker laufen, sondern versuchen die Strecke auf 30->35km zu erweitern. Und dabei weiß man, dass die Kilometer ab 26 eben zäh werden und man muss sich da durchkämpfen. Du kommst nicht weiter, wenn Du nur 25km machst. Beim nächsten Mal (oder 2x) sind dann die 30-35km keine Herausforderung mehr, deswegen EB. Natürlich kann ma das auch mit LLDL machen. Dabei werden die letzten Kilometer auch nicht einfacher. Man merkt aber den Drift nicht so in den Zahlen.

Zusätzlich bin ich überzeugter Fun von HIIT+DL Methode, die man so auch gut adoptieren kann. Und Anpassung erfolgt nur dann, wenn der Körper dazu gezwungen wird.

Hoffentlich klingt meine Beschreibung meine Trainingseinheiten nicht so heroisch, wie bei einigen Möchtegern... Ist nicht meine Absicht. :peinlich:

RunSim
01.02.2021, 15:52
:zwinker2:
Du beschreibst verschiedene Formen von LDL.

Beispiel Aufbau im Marathonvorbereitung:
Zuerst muss die Länge der Belastung sitzen, erst dann soll man mit EB anfangen und am Ende die sehr lange TDL im MRT.
Also, wenn Du es 25km locker laufen kannst, sollst Du nicht wieder 25km locker laufen, sondern versuchen die Strecke auf 30->35km zu erweitern. Und dabei weiß man, dass die Kilometer ab 26 eben zäh werden und man muss sich da durchkämpfen. Du kommst nicht weiter, wenn Du nur 25km machst. Beim nächsten Mal (oder 2x) sind dann die 30-35km keine Herausforderung mehr, deswegen EB. Natürlich kann ma das auch mit LLDL machen. Dabei werden die letzten Kilometer auch nicht einfacher. Man merkt aber den Drift nicht so in den Zahlen.


Und da du dich ja auch nicht auf einen marathon vorbereitest, passt diese Art von langer Lauf für dich auch nicht :zwinker4::nick:
Verstehe.




Zusätzlich bin ich überzeugter Fun von HIIT+DL Methode, die man so auch gut adoptieren kann. Und Anpassung erfolgt nur dann, wenn der Körper dazu gezwungen wird.
Verstehe, anstatt aber HIIT am Anfang läufst du einfach ein bisschen zügier am Anfang, richtig?
Man könnte dem jetzt entgegen setzen, dass $.35er tempo aber absolut nichts mit HIIT zu tun hat, zumindest nicht für dich.

Du könntest zuerst ein Ronnestad-Programm machen. das ist doch HIIT-mäßig und dann direkt im Anschluss 15-20km laufen.
Das wäre aber schon echt....puh... :geil::teufel::zwinker5:




Hoffentlich klingt meine Beschreibung meine Trainingseinheiten nicht so heroisch, wie bei einigen Möchtegern... Ist nicht meine Absicht. :peinlich:

Nein, kam für mich nicht heroisch rüber. Eher ein wenig blauäuig/ungeplant: "bin mal zügig losgelaufen und konnte das Tempo am Ende nicht mehr halten" - verkackt halt :teufel::D:teufel::D
Aber du machst das ja anscheinend gewollt :geil::nick:
Von daher: you get, what you deserve :hallo::D

Rolli
01.02.2021, 16:12
Ach... im Verkacken bin ich Weltmeister. :sauer:

hbef
01.02.2021, 16:35
3:15er Tempo bei den kurzen kloppt dich sicherlich nicht aus den Latschen (soll es ja aktuell auch nicht).


Nachdem ich die Einheit von Christian von Eitzen gesehen habe, komme ich mir jetzt mit den 200ern so langsam vor. Das war ja so zwischen 3 und 5K-Tempo aktuell bei mir. Vielleicht bin ich einfach zu weich geworden :D Hab mir aber vorgenommen, meine QTE nicht mehr immer mit dem Messer zwischen den Zähnen zu laufen. So war das nämlich bislang. Glaube schon, dass man auch im Training mal an die Grenzen gehen muss, aber bei mir war das eigentlich bei jeder schnellen Einheit so.

Zu der anderen Diskussion: Sehe das ähnlich wie Rolli, wobei ich mental so einen Einbruch nicht verkraften könnte beim LDL. Würde dann einfach aufhören und wahrscheinlich vorher nochmal einen KM richtig Gas geben. Aber prinzipiell stimmt das wohl. Immer locker 20KM laufen bringt nix, gerade bei wenig Umfängen. Deshalb laufe ich auch nie richtig langsame DL. Wäre Zeitverschwendung bei 70KM-Wochen.

Achja, Sprints kann ich heute vergessen. Eis und Schnee. Hoffentlich geht zumindest ein DL.
Simon, was ist mit dir? Konntest du laufen die Woche?

MikeStar
01.02.2021, 20:37
Ich finde ein LDL in lockerem Tempo bringt schon was, wobei man natürlich auch den Gesamtkontext des Trainings betrachten muss. Locker heißt ja nicht schlurfen, sondern ein Tempo, dass noch aerob gelaufen werden kann, gleichzeitig aber nicht so sehr belastet, dass nachfolgende Einheiten negativ beeinflusst werden.

Und die Grundlage für solche Einheiten wie 12km TWL / Gesamt 20km muss ja auch erstmal gelegt sein. Für jemanden der 25-30km-Läufe gewohnt ist, wird die Einheit weniger Regenerationszeit fordern, als z.B. jemand für den 20km ein wirklich langer Lauf ist.

Daher erachte ich auch regelmäßige "lockere" längere Läufe in der Grundlagen/Aufbauphase als sinnvoll.

Klar, wenn das Niveau mal vorhanden ist und man den Umfang über die regulären Einheiten abspult, braucht es die lockeren längeren Läufe nicht mehr, außer vielleicht als Rekom. Ich komme z.B besser mit einem lockeren MLR oder einer profilierten Radeinheit als Regenerationsanteil zurecht als mit einem Ruhetag.

Wenn ich sowas - 4KM 4:58 + 6x40-80m S (90-95%) - lese, bin ich immer unentschlossen, ob ich neidisch oder erschrocken sein soll, wenn jemand 90-95% Sprints ohne ausgiebiges Warm-Up laufen kann. Mir wäre das Verletzungsrisiko viel zu hoch, wobei das von den persönlichen Erfahrungen herrühren mag. Aber solange es für jemanden passt.. why not?

hbef
01.02.2021, 21:26
LDL locker zu laufen bringt schon was. Wenn ich monatelang max 15 KM gelaufen bin, ist 20KM an sich ein neuer Reiz. Ob das dann so locker ist, ist die andere Frage. Wenn ich das aber 5 Mal gemacht habe, ist der Reiz weg. Dann würde ich schneller oder weiter laufen,Tempo variieren etc. Natürlich muss man den LDL auch nicht ballern, wenn man 120KM und 3 QTE pro Woche macht. Aber für den Durchschnittsläufer mit moderatem Umfang und einigermaßen guter Form würde ich kein Geschleiche empfehlen. Btw bin ich über die Formulierung "noch aerob gelaufen" gestolpert. Das wird er doch immer.

Die Sprints mache ich nicht unaufgewärmt, sondern mit Lauf-ABC, Schwunggymnastik etc. Das liste ich hier nur nicht auf, weil es für mich selbstverständlich ist vor solch schnellen Einheiten. Ganz so aufwendig wie bei dir ist das Warm Up aber nicht. Ich bewundere immer die Kreativität deiner TE, wobei ich mich andererseits frage, ob manchmal weniger nicht vielleicht mehr ist.

MikeStar
01.02.2021, 21:41
Bei Tempoeinheiten heißt weniger Aufwärmen bei mir i.d.R. mehr Verletzung... :D insofern könnte man sagen "weniger ist mehr".

Sprintseitig muss ich aber eh noch viel an meinen Bewegungsabläufen arbeiten insofern lege ich da eher einen Fokus auf Laufübungen wie mit Koordinationsleiter, Hütchen oder Minihürden. Für Strides oder 800m-Tempo reicht auch i.d.R. normales ABC, dynamisches Stretching, etwas Gymnastik und ein paar lockere Steigerungen.

"Noch aerob" ist vielleicht blöde ausgedrückt. Ich meine damit ein Tempo, bei dem die Muskulatur gegen Ende hin nicht anfängt zu übersäuern, das aber trotzdem schon für den Lauf einigermaßen fordernd ist.

Ich brauch' einfach die Abwechslung. Z.B. 30x 200m würde mich mental enorm ermüden, auch wenn ich weiß, dass solche Einheiten unabdingbar sind. Da mangelt es mir auch vielleicht an Disziplin bzw. ich versuche das halt über azyklische Belastungen (z.B. Fahrtspiel) auszugleichen.

hbef
01.02.2021, 21:52
Locker ist ja auch immer Definitionssache. Ich versuche möglichst viele Läufe flott aber noch locker zu laufen. Das ist bei mir aktuell so 4:15-4:25, je nach Tagesform. Eigentlich will ich auch gar nicht langsame DL kritisieren. Wenn man die Reize anderweitig setzt und verändert, kann der LDL ja auch immer ähnlich sein. Bswp. kann man fünf Wochen am Stück immer Sonntags 20KM 4:30 machen, aber läuft jede Woche am Vortag die QTE härter.

Ich kann das verstehen mit der Abwechslung. Geht mir genauso. Aber wenn du es schon als Schwäche erkannt hast, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, daran zu arbeiten. Mentales Training ist jetzt ja auch nicht ganz unwichtig.

Rolli
02.02.2021, 07:00
Ich gehe davon aus, dass ihr unterschiedliche Vorstellung von 90-95% Sprints habt.

Für mich sind Sprints mit Straßenschuhen keine "echten" Sprints. Auch nicht 90-95%. Dafür brauche ich die Bahn und den Grip. Die Straßen-Sprints reichen aber aus um den Erhaltungsreiz im Winter zu setzen.

Thema Verletzungsgefahr... Die ausgiebige ABC, auch Sprinter-ABC, schütz von Verletzungen nur minimal. Man kann sich das natürlich einreden, aber meine Erfahrung ist, dass die Muskeln durch ABC gerade durch solche Übungen wie Schwung- und dynamisch Dehnen, auf die Sprints vorbereiten, jedoch die Schutzfunktion der Gogli-Sehnenorgan desensibilisieren und größeren Muskelnamplitude erlaubt. Für die Sprints durchaus gewollt und Ziel der ABC, wenn aber die Müdigkeit oder besser gesagt die Mikroverletzung der vergangene Trainingseinheiten dazu kommt, kracht es einfach.

Einfach gesagt: keiner wird sich verletzen, wenn er aus der kalten Hose sprintet, sondern wenn er in nicht 100% fitten Zustand sprintet. Auch sehr gut aufgewärmt.

Catch-22
02.02.2021, 10:36
Es kann durchaus sein, dass Lauf ABC das Verletzungsrisiko erhöht.
In meinem schlauen Buch über Hamstrings steht (sinngemäß), dass nach neueren Forschungen die Hamstrings auch irgendwo an der Waden ansetzen und das Knie beugen können (Lombard-Paradoxon). Die Evolution hat wohl diverse Schutzmechanismen etabliert, damit sie nicht versuchen gleichzeitig zu strecken und beugen. Es wird vermutet, dass Plyo diese Mechanismen außer Kraft setzt und dadurch das Verletzungsrisiko steigt.
Lauf ABC ist jetzt nicht so weit von Plyo entfernt.

hbef
02.02.2021, 10:49
Sehr interessant. Bestärkt mich nur, das Ganze nicht zu umfangreich/intensiv zu gestalten.
Die Sprints sehe ich anders als Rolli. Für mich gibt es keine plausiblen Argumente, warum auch 100% Sprint außerhalb der Bahn nicht möglich bzw kein echter Sprint sein soll. Der einzige Unterschied sind die Spikes, und die machen nicht allzu viel aus, wenn die Bedingungen gut sind. Und selbst wenn ich ohne Spikes auf 100m drei Zehntel langsamer bin... Trainingstechnisch macht das doch keinen Unterschied.

Rolli
02.02.2021, 11:05
Catch... sorry...
Lombardsche Paradox ist etwas anders.
Das ist Paradox, dass die exzentrische Kraft bei nicht die Beugung sondern die Kniestreckung unterstützt. Paradox deswegen, weil normal ist, dass der Hamstring eigentlich die Streckung ausbremst und die die Streckungskraft eigentlich der vordere Oberschenkel (RF) zuständig ist.

Aber ja, der Hamstring übt danach auch die Rolle der exzentrischen Ausbremser. Und die Kraft so hoch ist, dass der Muskel so oft beim Sprinten platzt.

Die Evolution hat wohl diverse Schutzmechanismen etabliert, damit sie nicht versuchen gleichzeitig zu strecken und beugen.
Hm... eigentlich ist das ganz normal im Körper und nennt sich "exzentrische" Kraft. Also den kontraktilen Muskel (die Muskeln können sich physiologisch nur zusammenziehen) in die Länge ziehen (also Funktion der Beugung in der faktischer Streckung) und ist Bestand jeder Bewegung.

Das man mit ABC den Golgi-Sehnenorgan desensibilisiert (überwacht die Spannung in der Muskel) verursacht, dass Muskel nach ABC sich noch weiter und stärker exzentrisch ausdehnt... und manchmal eben das über das "Kann".

Plyo kann das auch beeinflussen, ist aber eigentlich eine Übung der die Dehnung-Verkürzung-Reflext anspricht. Die Übung ist aber so heftig (hier ist die Schnelligkeit der Kraftentwicklung das entschiedene und der schnelle Richtungswechsel), dass es zu Verletzungen kommen kann.

Rolli
02.02.2021, 11:16
Sehr interessant. Bestärkt mich nur, das Ganze nicht zu umfangreich/intensiv zu gestalten.
Die Sprints sehe ich anders als Rolli. Für mich gibt es keine plausiblen Argumente, warum auch 100% Sprint außerhalb der Bahn nicht möglich bzw kein echter Sprint sein soll. Der einzige Unterschied sind die Spikes, und die machen nicht allzu viel aus, wenn die Bedingungen gut sind. Und selbst wenn ich ohne Spikes auf 100m drei Zehntel langsamer bin... Trainingstechnisch macht das doch keinen Unterschied.

Leider sehe ich das immer noch anders.
Sprint ist etwas anders als Laufen.

Unter Sprintbedienungen verändert man automatisch Muskelnansteuerung und funktionellen Gelenkewinkel (Frontmechanichs). Der Schrittfrequenz ist so hoch, dass die Zeit für die Kraftentwicklung der normalen Bewegungkette zu kurz ist und der Körper arbeitet dann mit Becken und Oberschenkelmuskulatur. Das verursacht, das der Abdruck nicht mehr von Unterschenkel korrekt kontrolliert werden kann und wir brauchen sicheren Spikes-Stand.

Übrigens: wie schnell bist Du schon 100m gelaufen? Ich traue Dir schon 12,00 zu... mit Spikes.

Catch-22
02.02.2021, 11:23
@Rolli
So steht es zu mindest in meinem Buch. Aber vielleicht habe ich es ja auch falsch verstanden. Du hast Post. :zwinker5:

hbef
02.02.2021, 11:46
Meine schnellsten Sprints waren bisher 12,5 und 200m 25,8, selbst gestoppt und nie als echten Testlauf. Wobei ich wahrscheinlich auch nicht unbedingt schneller wäre, wenn ich es erzwingen will. Die 100m waren mit Spikes, 200 mit Straßenschuhen. Beides auf der Bahn.

Rolli
02.02.2021, 11:56
Meine schnellsten Sprints waren bisher 12,5 und 200m 25,8, selbst gestoppt und nie als echten Testlauf. Wobei ich wahrscheinlich auch nicht unbedingt schneller wäre, wenn ich es erzwingen will. Die 100m waren mit Spikes, 200 mit Straßenschuhen. Beides auf der Bahn.

Also doch 12,0 und 24,5 mit etwa "Sprinttraining". Handgestoppt kann man kaum deuten. Schon mal Reaktionszeit bedeutet 0,2s.

hbef
02.02.2021, 12:19
Überschätze meine Sprintfähigkeiten nicht... Die Dinger waren auch nicht aus dem Stand, sondern immer mit fünf Metern Anlauf.

Rolli
02.02.2021, 12:21
Überschätze meine Sprintfähigkeiten nicht... Die Dinger waren auch nicht aus dem Stand, sondern immer mit fünf Metern Anlauf.

Ups... dann waren das so 13,1 :zwinker4:

Wer aber 2:00/800 laufen kann, kann auch Richtung 12,0 schielen.

hbef
02.02.2021, 12:27
Möglich, leider kann ich bisher nur 2:04 laufen. Hab gerade auch noch einen 150er in 19 glatt gefunden.

Ex_Sprinter
02.02.2021, 13:10
meine Erfahrung lehrt mich, dass 12.5 selbst gestoppt meistens reale 13.50 elektronisch und im WK (aus dem Block!) ergeben...
Ihr Läufer überschätzt gern eure 100m Talente. Rolli z.B. kann definitiv nicht unter 13.50 laufen - eher 13 hoch ...
Zur Einordnung: ich bin noch so gerade eben im 12er hoch Bereich. Bei 25tief und sub55.

Eine 2:00 kann man sicherlich auch als 13.00 Sprinter erreichen. Da zaehlt die Laufökonomie, Schrittlaenge etc. und nicht die bei 100m extrem wichtige Beschleunigungsphase.

Wo ich 100% bei Rolli bin: Sprint in Schuhen ist kein Sprint! Es ist schnelles laufen.
Barfuss geht es vielleicht auchnoch, aber in Laufschuhen kann man nicht stabil auf dem Ballen sprinten. Das macht dann Platsch, Platsch, Platsch ... ! Der Fuss kann in einem Laufschuh nicht den Ballen um 45 Grad abknicken. Da ist sowas wie eine fette Sohle des Schuhs, die das stark einschraenkt. Schaut euch mal Sprintspikes an, dann wisst ihr, was ich meine ...

RunSim
02.02.2021, 13:17
Hatte gar auf deine Frage zu mir geantwortet, hbef, sorry...

Letzte Woche war sch... bei mir. Fuß tat wieder weh, daher habe ich mal Di bis Do komplett ausgesetzt, restliche Tage locker, daher insgesamt nur 4x locker rumgegurkt + 2 x Stabi.

Letzte Woche bin ich 1 x und heute nochmal beim Physio gewesen.
Prinzipiell habe ich vermehrt Probleme mit dem linken Fuß. Wade und Soleus sind aber recht locker, sagt er.
Auch Achillessehne sollte kein Problem bei mir sein, sonst hätte ich beim Dehnen und beim Rumdrücken von ihm an die Decke springen müssen, was ich nicht getan habe.
Tibialis Posterior ist es wohl auch nicht.

Anscheinend habe ich "nur" kurz über dem Spunggelenk innen, ganz in der Nähe des Tibialis Posterior eine Knochenhautreizung/entzündung am Schienbein.
Ist natürlich deutlich besser als AS Probleme oder sonstiges.
Tut aber leider unheimlich weh.
Selbst ganz flache Einbeinsprünge im Stand sind ohne Schmerzen nicht möglich.
Laufen ansich tut auch weh und nach dem Laufen ist die Stelle entsprechend schmerzempfindlich.
Ich soll die Stelle kühlen und abwarten. Mehr kann man bei einer Knochenhautreizung meines Wissens auch eh nicht machen.
Laufen ist bei sowas ja prinzipiell nicht verboten, solange man es nicht übertreibt.
Ich gurke also weiter planlos durch die Gegend rum.

Blöd ist halt, dass ich generell so unheimlich schmerzempfindlich bin und mir Schmerzen sämtlichen Spaß am Laufen verderben.

Und noch mehr nervt mich, dass ihr über Sprinten redet und ich zurzeit nicht sprinten kann :motz: :traurig: :P

Aber man darf bei sowas nicht zu pessimistisch sein. Ruhe bewahren und hoffen, dass bald wieder mehr möglich ist.

Und jetzt weiter im Text mit Sprinten, Verletzen + Co. :zwinker2:


Eine 12,0/100 sehe ich übrigens als mein Ziel hinsichtlich Sprintfähigkeit. Damit einhergehend muss ich natürlich 30m/60m fliegend deutlich mehr trainieren.
Speed is the name of the game!!! :geil:

Das wird zwar von Jahr zu Jahr schwieriger werden zu erreichen, aber man sollte die Hoffnung ja nie aufgeben :nick:

Auf 200m bin ich glaube ich nicht so schlecht, da kann ich durch halbwegs passable anaerobe Energiebereitstellungsfähigkeiten mit einer 12,0/100 auf 24,5/200m kommen. Damit würde ich dann sicherlich besser auf 54/400m kommen und das wiederum wäre sehr gut für... na, ihr wisst schon :zwinker5:
#träumermodusaus

RunSim
02.02.2021, 13:24
Wo ich 100% bei Rolli bin: Sprint in Schuhen ist kein Sprint! Es ist schnelles laufen.
Barfuss geht es vielleicht auchnoch, aber in Laufschuhen kann man nicht stabil auf dem Ballen sprinten. Das macht dann Platsch, Platsch, Platsch ... ! Der Fuss kann in einem Laufschuh nicht den Ballen um 45 Grad abknicken. Da ist sowas wie eine fette Sohle des Schuhs, die das stark einschraenkt. Schaut euch mal Sprintspikes an, dann wisst ihr, was ich meine ...
Würdest du dann also nicht empfehlen, in normalen Straßenlaufschuhen zu sprinten?
Ohne Bahn wäre das ja aktuell die einzige Möglichkeit....



Eine 2:00 kann man sicherlich auch als 13.00 Sprinter erreichen. Da zaehlt die Laufökonomie, Schrittlaenge etc. und nicht die bei 100m extrem wichtige Beschleunigungsphase.
Puh...zum Glück :peinlich:

Meine 12,0 vergesse ich dann aber mal schnell. Beschleunigung beim Start ist gar nix für mich. Da nehmen mir die Jugendlichen ausm Verein im Training schon immer 5 Meter ab :D:D:D dafür zerhacke ich die dann oft auf den letzten 50m bei 150er/200er (wenn das f...tte Schwein einmal auf Geschwindigkeit gekommen ist / Trägheit der Masse) :teufel::geil::teufel:

hbef
02.02.2021, 13:41
Simon, gute Besserung.
Ich bin in der jüngeren Vergangenheit ein Mal aus dem Block gestartet, 100m in 13,3, beim Sportabzeichen. Das war aber schon 2017, bevor ich mit dem Laufen angefangen habe. Haben die Helfer aber auch per Hand gestoppt, deshalb bedingt aussagekräftig. Egal, muss ja auch keine gute 100m Zeit aus dem Block laufen.
Würdet ihr sagen, Sub55 ist Pflicht für Sub2?

Ex_Sprinter
02.02.2021, 13:45
Man kann in Strassenachuhen Sprintübungen machen.
Man kann in Adiletten nen HM laufen.
Habe ich Beides schon gesehen...
Würde ich es empfehlen?
Nein!
Lieber ein paar Strides und Steigerungen auf 80% Tempo machen...

Mal was zum Nachrechnen: für 2:00 muss man fliegend ganz knapp sub 15.00 je 100m durchgehen. Das sind ca. 6.7m/sec.
Eine 13.00 auf 100m bedeuten ganz grob 12.00 fliegend je 100m. Das sind 8.3m/sec.
Als 13.00 Sprinter hat man also 20% Speedreserve zur Maximalgeschwindigkeit. Das ist eine Menge!
Übertragen auf lange Strecken ist das der gleiche Unterschied, wie 3:00 je 1000m und 3:45 je 1000.

RunSim
02.02.2021, 14:25
Danke für die Erläuterungen, Sprinter! :daumen:



Simon, gute Besserung.
Danke :)



Würdet ihr sagen, Sub55 ist Pflicht für Sub2?
Bin icke zu unwissend.
Aber so wie du es aktuell auch bei den längeren Distanzen machst, finde ich die Herangehensweise auch auf 800m nicht verkehrt: von oben UND von unten dem RT annähern.
Wenn du für 2:00 im Optimalfall eine 59 auf der ersten Runde anläufst, dann wäre natürlich etwas "Reserve" zur Maximalleistung auf 400m nicht verkehrt.

Ich persönlich versuche mich nicht zu sehr auf eine bestimmte 400m Leistung zu versteifen, da ich das Ganze ansonsten zu verkrampft angehe.
Klar, siehe oben, mit bestimmten Zeiten auf den kurzen Strecken liebäugele ich natürlich auch, so wie das vermutlich fast jeder macht. Aber wenn man genügend Trainingszeit in Sprints/Schnelligkeitsausdauer und Lauftechnik investiert, dann ist eine gute 400m Zeit irgendwann nur noch eine Frage der Zeit.

Eine gute 400m Zeit kann man mMn auch nicht unbedingt in der allgemeinen Vorbereitungsphase erwarten. Dafür sind die anaeroben Anforderungen bei dieser Strecke zu speziell. Erst in der heiße Phase einer 800m Vorbereitung arbeitet man ja gezielt an solchen Anforderungen. Und wenn dann zufällig ein 400m Wettkampf in der Nähe ist, könnte man sich ja mal daran versuchen :nick:

Rolli
02.02.2021, 15:23
Rolli z.B. kann definitiv nicht unter 13.50 laufen - eher 13 hoch ...

Warte Du mal... wir werden noch sehen!!!
:zwinker4:

Zur Einordnung: ich bin noch so gerade eben im 12er hoch Bereich. Bei 25tief und sub55.
Da habe ich meine Schützlinge besser im Griff. Sie laufen alle Richtung 12,5 und einige, die sub2, Richtung 12,00 und 11,90 (Wettkampf)

Aber Mein alter Trainier schimpft trotzdem immer, dass mann für 1:52 schon 11,5 laufen muss. Wo er Recht hat er Recht.

Rolli
02.02.2021, 15:31
Simon, gute Besserung.
Ich bin in der jüngeren Vergangenheit ein Mal aus dem Block gestartet, 100m in 13,3, beim Sportabzeichen. Das war aber schon 2017, bevor ich mit dem Laufen angefangen habe. Haben die Helfer aber auch per Hand gestoppt, deshalb bedingt aussagekräftig. Egal, muss ja auch keine gute 100m Zeit aus dem Block laufen.
Würdet ihr sagen, Sub55 ist Pflicht für Sub2?

Ja.
Sub 53 wenn Du von der Schnelligkeit kommst.

Ich, selbst eine Lokomotive, kam von der Ausdauer mit 56,20 auf 2:03. Ich war aber schon sehr alt (43)

RunSim
02.02.2021, 16:35
Ja.
Sub 53 wenn Du von der Schnelligkeit kommst.

Ich, selbst eine Lokomotive, kam von der Ausdauer mit 56,20 auf 2:03. Ich war aber schon sehr alt (43)
+1

Habe gerade mal nachgesehen. In 2019 ist ein mir bekannter M35 Läufer 53,8/400m + 1:59,9/800m gelaufen.
Der ist aber Sprintertyp. 800m ist für den schon lang. Bis 1000m läuft er, aber nur wegen Staffel, weil er "muss".

Sprinter+M35 braucht vielleicht nicht Sub53, aber schon eine 53 vorne stehen.

Hbef, wenn du Sub55 drin hättest, würde das mMn vollkommen ausreichen. Da wäre ich an deiner Stelle sehr entspannt.

Ex_Sprinter
02.02.2021, 19:16
Simon, meinst du meinen Vereinskolegen Manuel?
Der hatte ne 52.5 stehen in dem Jahr. Aber sein Anspruch war eigentlich auch 1:58 und drunter ...
Er ist klassischer Langsprinter. Auf 100 kommt er nicht raus ...

MikeStar
02.02.2021, 20:15
Habt ihr eigentlich nix zu arbeiten, dass ihr Mittags soviel schreiben könnt? :D

Klar kann man auch auf der Straße und in normalen Laufschuhen sprinten. Vielleicht nicht so sauber und zielgerichtet wie mit Spikes auf der Bahn aber Möglichkeiten gibt es immer irgendwie. Man muss ja nicht - so wie ich manchmal - mit Dämpfungsmonstern wie dem Brooks Ghost sprinten.
Natürlich hat man nicht den Zug wie auf der Bahn und man muss auch nicht versuchen die letzten 4-5% abzurufen.

Ob das ganze "optimal" oder zu "empfehlen" sei, sei mal dahingestellt, aber mit ein bißchen Umsicht muss man nicht auf's Sprinten verzichten.

Allerdings stimme ich mit Hinblick auf den Threadtitel mit Ex-Sprinter überein. Saubere Strides sind in der momentanen Situation ausreichend und zielführender.

Sprinttechnisch bin ich hier scheinbar die Ausnahme handgestoppt schlechter zu sein als elektronisch. Selbst fliegend im Training langsamer als im Wettkampf :klatsch: Aber besser so als anders herum.

Noch kurz zum Thema ABC... Man sollte nicht außer Acht lassen, dass ABC als Teil eines Aufwärmprogramms die Muskulatur auf anstehende intensive Kontrahierung vorbereitet und dazu die Durchblutung fördert und so die Muskulatur geschmeidiger und beweglicher macht als eine kalte, nicht aufgewärmte Muskulatur. Ohne vernünftige Aktivierung der Muskulatur ist das Risiko am Anfang der Belastung höher als mit Aufwärmen.

Ruhetag suckx... gestern planmäßiger Ruhetag, heute das Gefühl man hätte mir Zement in die Beine gekippt. Das geplante Sprint-Training hab' ich gleich mal beim Einlaufen verworfen. Stattdessen der Versuch ein paar lockerer Bergaufintervalle (140m -> 250m) mit progressiver Steigung. War am Ende dann doch noch ganz ok. Morgen Fahrtspiel.

Rolli
02.02.2021, 20:27
Noch kurz zum Thema ABC... Man sollte nicht außer Acht lassen, dass ABC als Teil eines Aufwärmprogramms die Muskulatur auf anstehende intensive Kontrahierung vorbereitet und dazu die Durchblutung fördert und so die Muskulatur geschmeidiger und beweglicher macht als eine kalte, nicht aufgewärmte Muskulatur. Ohne vernünftige Aktivierung der Muskulatur ist das Risiko am Anfang der Belastung höher als mit Aufwärmen.

Und schon wieder ein Widerspruch.
Muskelfaserrisse entstehen Hauptsächlich nicht am Anfang sondern am Ende der Trainingseinheit und/oder in 2ter Hälfte des Wettkampfes. Überlege mal warum. Sind die Muskeln da noch nicht warm genug?

Rolli
02.02.2021, 20:30
Das geplante Sprint-Training hab' ich gleich mal beim Einlaufen verworfen. Stattdessen der Versuch ein paar lockerer Bergaufintervalle (140m -> 250m) mit progressiver Steigung. War am Ende dann doch noch ganz ok. Morgen Fahrtspiel.

Ich habe dagegen doch Park-Sprinttraining durchgezogen... Sogar Garmin war mit mir so zufrieden, dass sie, trotz nur 5km insgesamt und langen Gehpausen dazwischen wieder mit einem +1 VO2max belohnt. Wenn das so weiter geht erreiche ich noch (irgendwann) meine VO2max-PB von 68!!!

MikeStar
02.02.2021, 20:41
Muskelfaserrisse/Muskelverletzungen können vielfältige Gründe haben. Natürlich entstehen Muskelfaserrisse bei längeren Belastungen durch z.B. die von dir angesprochene Belastung über den "Punkt X" hinaus. Unsaubere Technik in ermüdetem Zustand, gehört auch dazu.
Aber Muskelverletzungen am Anfang der Belastung entstehen auch durch in nicht unbedeutender Menge durch fehlendes Aufwärmen.

Das ist kein Widerspruch.

Erfolgen Muskelverletzungen bereits in erwärmten Zustand hat dies i.d.R. Gründe unabhängig vom Aufwärmprocedere.

Hast du mal einen Link für die Aussage, dass ABC das Verletzungsrisiko erhöhen?
Das ist nämlich das erste Mal in meiner Sportlerlaufbahn, dass ich davon lese/höre.

Rolli
02.02.2021, 20:57
Ja. Man kann sich auch vor dem Aufwärmen verletzen. Meine Erfahrung ist da eine Andere.
Link habe ich nicht, es ist eine Info aus verschiedenen Paper.

Hier ein Beispiel, der aber indirekt damit was zu tun hat.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5496707/

Rolli
02.02.2021, 21:05
Nicht falsch verstehen. Ich bin nicht gegen ABC und ABC verhindert auch die Verletzungen, weil man dabei die Muskeln flexibler und dehnbar macht, und somit auf die extreme Belastung vorbereitet. Trotzdem, wenn man nicht 100% Fit ist, verursacht gerade die durch ABC erreichte Flexibilisierung schneller die Verletzungen also ohne.

RunSim
02.02.2021, 22:14
Simon, meinst du meinen Vereinskolegen Manuel?
Der hatte ne 52.5 stehen in dem Jahr. Aber sein Anspruch war eigentlich auch 1:58 und drunter ...
Er ist klassischer Langsprinter. Auf 100 kommt er nicht raus ...

Jepp, genau! Ich dachte, Manuel würde vom Sprint kommen. Der ist so unfassbar schnell auf 400m! Also zumindest finde ich das.
Aber wenn er Staffel läuft, stöhnt er davor wie lang doch 1000m seien :-)

Ich kenne ihn aber nicht so gut, du sicherlich viel besser.
Für mich ist Sub55 schnell und alles darunter halt sehr schnell.
Du als Sprinter siehst natürlich noch die 100m und 200m Zeiten und setzt die in Relation zu der 400m Zeit.
Das kriege ich gar nicht hin, da mir hierfür ehrlich gesagt auch das Wissen und die leichtathletische Erfahrung fehlt.


Für mich als Möchtegern 800m MDler wäre eine 55 auf 400m halt schon sehr schnell. Also wohl auch alles eine Frage der Perspektive :-)

Rolli
03.02.2021, 08:13
Tja... mit 56/400 ist bei 800m keine (!!) sub2 möglich. Egal wie gut die Ausdauer ist.

DoktorAlbern
03.02.2021, 10:02
Weil hier über 100m Zeiten philosphiert wird: Ist das nicht schon auf 800m/1500m "egal"? Also die 100m Zeit fliegend würde ich da als relevant sehen, wie viel man tatsächlich aus dem Block und noch schlimmer durch die Reaktionszeit verliert ist doch im Prinzip Wurst so wie ich das sehe.

Ich laufe ja gerade auch kürzere Sachen und nehme da immer 5m bis 10m "Anlauf". Trotz des Anlaufs bin ich bei "gleichem Effort" z.B. über 90m schneller als auf 60m was bedeutet, dass die ersten 30m trotzdem noch die langsamsten sind. Was sagt mir das? Meine Beschleunigung ist kacke, einmal weil ich nicht gut beim Beschleunigen bin und das auch seit Jahren überhaupt nicht trainiere und zum zweiten gebe ich mir auch keine Mühe total agressiv loszulaufen, sondern versuch für das Beschleunigen möglicht wenig Energie zu verschleudern um dann mein Tempo länger halten zu können.

Intuitiv würde ich sagen ist das auch ein vernünftiger Ansatz, weil die Beschleunigung ja selbst bei 800m keine so große Rolle mehr spielt. Isnofern würde ich auch sagen, dass in diesem Bereich die Zeit 100m fliegend für das Leistungsvermögen aussagekräftiger ist als eine elektronische Zeit aus dem Block. Mir fällt auch gerade ein, dass ich bei Lydiard gelesen habe, dass er zur Einstufung des "Speeds" immer 200m hat laufen lassen, eben gerade damit die Beschleunigungsphase nicht überbetont wird.

RunSim
03.02.2021, 10:03
Tja... mit 56/400 ist bei 800m keine (!!) sub2 möglich. Egal wie gut die Ausdauer ist.
Das glaube ich dir aufs Wort.

Ach Mann...wann werden endlich wieder die Stadien geöffnet um vernünftig schnell zu laufen :traurig:

RunSim
03.02.2021, 10:14
Weil hier über 100m Zeiten philosphiert wird: Ist das nicht schon auf 800m/1500m "egal"? Also die 100m Zeit fliegend würde ich da als relevant sehen, wie viel man tatsächlich aus dem Block und noch schlimmer durch die Reaktionszeit verliert ist doch im Prinzip Wurst so wie ich das sehe.

Ich laufe ja gerade auch kürzere Sachen und nehme da immer 5m bis 10m "Anlauf". Trotz des Anlaufs bin ich bei "gleichem Effort" z.B. über 90m schneller als auf 60m was bedeutet, dass die ersten 30m trotzdem noch die langsamsten sind. Was sagt mir das? Meine Beschleunigung ist kacke, einmal weil ich nicht gut beim Beschleunigen bin und das auch seit Jahren überhaupt nicht trainiere und zum zweiten gebe ich mir auch keine Mühe total agressiv loszulaufen, sondern versuch für das Beschleunigen möglicht wenig Energie zu verschleudern um dann mein Tempo länger halten zu können.

Intuitiv würde ich sagen ist das auch ein vernünftiger Ansatz, weil die Beschleunigung ja selbst bei 800m keine so große Rolle mehr spielt. Isnofern würde ich auch sagen, dass in diesem Bereich die Zeit 100m fliegend für das Leistungsvermögen aussagekräftiger ist als eine elektronische Zeit aus dem Block. Mir fällt auch gerade ein, dass ich bei Lydiard gelesen habe, dass er zur Einstufung des "Speeds" immer 200m hat laufen lassen, eben gerade damit die Beschleunigungsphase nicht überbetont wird.
+1
Sehe ich auch so. Aber vielleicht will ich das auch so sehen, weil meine Beschleunigungsfähigkeit echt miserbael ist. :klatsch::teufel::zwinker4:

Im Training versuche ich jedoch trotzdem immer mal wieder zumindest aus dem Hochstart kurze Sachen zu laufen, da ich es einfach nicht auf mir sitzen lassen kann etwas total schlecht zu beherrschen.
Und auch Blockstart will ich zumindest so beherrschen, dass ich irgendwann mal bei einem Sportfest 100m oder 200m laufen kann ohne mich völlig zu blamieren.



Ein paar Schützlinge von Georg Schmidt haben vor kurzem ordentliche Leistungen auf 800m in der Halle gezeigt. Weiß jemand, ob hier eine Trainingsumstellung erfolgt ist?
Georg Schmidt propagiert ja das 800m-Training von der "Sprinterseite".

Rolli
03.02.2021, 10:26
Weil hier über 100m Zeiten philosphiert wird: Ist das nicht schon auf 800m/1500m "egal"? Also die 100m Zeit fliegend würde ich da als relevant sehen, wie viel man tatsächlich aus dem Block und noch schlimmer durch die Reaktionszeit verliert ist doch im Prinzip Wurst so wie ich das sehe.

Ich laufe ja gerade auch kürzere Sachen und nehme da immer 5m bis 10m "Anlauf". Trotz des Anlaufs bin ich bei "gleichem Effort" z.B. über 90m schneller als auf 60m was bedeutet, dass die ersten 30m trotzdem noch die langsamsten sind. Was sagt mir das? Meine Beschleunigung ist kacke, einmal weil ich nicht gut beim Beschleunigen bin und das auch seit Jahren überhaupt nicht trainiere und zum zweiten gebe ich mir auch keine Mühe total agressiv loszulaufen, sondern versuch für das Beschleunigen möglicht wenig Energie zu verschleudern um dann mein Tempo länger halten zu können.

Intuitiv würde ich sagen ist das auch ein vernünftiger Ansatz, weil die Beschleunigung ja selbst bei 800m keine so große Rolle mehr spielt. Isnofern würde ich auch sagen, dass in diesem Bereich die Zeit 100m fliegend für das Leistungsvermögen aussagekräftiger ist als eine elektronische Zeit aus dem Block. Mir fällt auch gerade ein, dass ich bei Lydiard gelesen habe, dass er zur Einstufung des "Speeds" immer 200m hat laufen lassen, eben gerade damit die Beschleunigungsphase nicht überbetont wird.
Keiner will Dich zum Blockstart zwingen. Auch nicht zum Training der Beschleunigungsphase. Also sind Deine fliegende Starts schon OK.

Nur, wenn Du Grundschnelligkeit verbessern willst, sollst Du nicht auf Energiesparern sonder auf Energieverschwendung achten. Dafür gibt es andere Trainingsformen. Und wenn Du schon mal 90m das Vmax halten kannst, ist das dann nicht Deine Vmax.

Übrigens... die 100m Zeit aus dem Block wurde hier nur als Beispiel genannt, um die Trainingszeiten zu relativieren. Mehr nicht. Wenn ich dann manchmal höre, was so Fußballer von 10,xx erzählen und dann doch als fliegend und Handgestoppt und noch durch den Fußballtrainer (der keine Ahnung vom Stoppen hat).

Rolli
03.02.2021, 19:13
Mittwoch QTE
Diesmal echte TDL 5km
17:58!! Naja... Gut zufrieden, aber schon voll durchgezogen.
Da meine Teststrecke nicht einfach ist, kann ich langsam auf sub17:20 auf der Bahn mit Wettkampfschuhen schielen.

Und... jemand soll mir sagen, dass zu schnelles starten die Leistung killt.
Letzte Woche 5km TWL, erster km in 3:26 am Ende 18:07
Diese Woche 5km TDL, erster km in 3:37 am Ende 17:58.
Wenn man TWL berücksichtigt... kaum Gewinn.

Weiter machen.

hbef
03.02.2021, 20:57
Rolli, so gut in Form warst du lange nicht, oder? Aber bis zu den WK wird es noch dauern. Lauf doch vorher mal auf schneller Strecke einen richtigen Test. Besorg dir einen Hasen und dann 17:15.

Rolli
04.02.2021, 06:54
Rolli, so gut in Form warst du lange nicht, oder? Aber bis zu den WK wird es noch dauern. Lauf doch vorher mal auf schneller Strecke einen richtigen Test. Besorg dir einen Hasen und dann 17:15.

Für 17:20 muss ich erst noch Tempo aufnehmen. Also zuerst die Trainingsperiode abschließen.

Übrigens bis 4%:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7821917/

RunSim
04.02.2021, 11:42
Übrigens bis 4%:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7821917/

Verstehe ich das richtig?
Man lääst das Krafttraining in den 4 Wochen vor einem wichtigen Laufwettkampf weg und kann dann eine Leistungssteigerung im Schnitt von 4% erwarten?

Rolli
04.02.2021, 12:32
Verstehe ich das richtig?
Man lääst das Krafttraining in den 4 Wochen vor einem wichtigen Laufwettkampf weg und kann dann eine Leistungssteigerung im Schnitt von 4% erwarten?

Ja. Ich kann mir das aber nicht so vorstellen.

3-4s/km ja, aber nicht 4%. Sonst würde ich schon mal 16:50 laufen können. :)

Rolli
04.02.2021, 12:46
Aber vorsichtig. Nach 6 Wochen ist alles wieder vorbei.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25946163/

RunSim
04.02.2021, 13:04
Aber vorsichtig. Nach 6 Wochen ist alles wieder vorbei.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25946163/

Das heißt, IK Training nicht 6 Wochen vor dem Saisonhöhepunkt aufhören, sondern erst ca 4 Wochen davor?

Rolli
04.02.2021, 13:29
Nein.
Mit Krafttraining 4 Wochen vor Hauptziel aufhören und Du hast nur 6 Wochen, wo die Effekte des Krafttrainings anhalten. Danach sollst Du KT wieder aufnehmen.

RunSim
04.02.2021, 14:42
Nein.
Mit Krafttraining 4 Wochen vor Hauptziel aufhören und Du hast nur 6 Wochen, wo die Effekte des Krafttrainings anhalten. Danach sollst Du KT wieder aufnehmen.

D.h. man kann nach dem Hauptziel noch 2 Wochen Ruhe machen und sollte dann wieder mit KT anfangen.
Das bedeutet also, dass man KT ganzjährig durchführen soll/muss um davon beim Hauptziel auch wirklich profitieren zu können.

In der Praxis sieht man ja viele Sportler, die im Herbst+Winter fleißig in die Muckibude rennen und im Frühjahr+Sommer sind sie dort gar nicht anzutreffen.

Rolli
04.02.2021, 15:12
D.h. man kann nach dem Hauptziel noch 2 Wochen Ruhe machen und sollte dann wieder mit KT anfangen.
Das bedeutet also, dass man KT ganzjährig durchführen soll/muss um davon beim Hauptziel auch wirklich profitieren zu können.

In der Praxis sieht man ja viele Sportler, die im Herbst+Winter fleißig in die Muckibude rennen und im Frühjahr+Sommer sind sie dort gar nicht anzutreffen.

Im Früher und Sommer machen die/wir Schnellkraft im Form von Sprung und Plyo. Auf dem Sportplatz.

DoktorAlbern
04.02.2021, 16:17
Hört sich für mich alles grundsätzlich plausibel an. Was fällt denn da alles unter Krafttraining? Muss das Beinbezogen sein oder gilt das auch für "Stabi"?

Rolli
04.02.2021, 17:25
Ich bin überzeugt von >80% 1RM für die Beine und Larifari für Core.

Die perfekte Heilige-Graal-Übung habe ich noch nicht gefunden, ehe die, die mich kaputt machen. Aber als Ausgleich und Verletzungsprophylaxe ist Nordic Lower und Alfredson-Protokoll (mehr als Berliner Methode) ist für mich Pflicht.

Im Sommer Standard Sprung und Plyo mit Sandkasten und Hürden. Manchmal als Kombination mit Reaktion- und Starts-Fähigkeiten.

Core? Die Jungs machen da Liegestützen, Bauch und Planke nach eigenen Befinden (ich mache fast jeden Tag 50 Liegestützen und ab und zu was für die Strandfigur)

Zur Zeit teste ich einige neue Übungen, die gut Funktionieren, aber will ich erst dann präsentieren, wenn ich wieder 15:00/5km laufen kann :zwinker2: Sonst ist das nix. :nick:

leviathan
05.02.2021, 11:15
Die perfekte Heilige-Graal-Übung habe ich noch nicht gefunden, ehe die, die mich kaputt machen.

Ich mache gerade wieder sehr viel Krafttraining. Richtig gut finde ich die einbeinigen Shrimps Squats und die Bulgarien Split Squats ziemlich geil. Erstere sind eine toller Alternative zu den Pistol Sqauts, weil der Winkel laufähnlicher ist. Die Belastung ist fokussiert auf den Quatriceps. Bei den Bulgarien Split Squats hast Du deutlich mehr Belastung auf dem Gluteus und den Hams. Ich nehme für beide Übungen Widerstandsbänder. Sehr geil.

Rolli
05.02.2021, 12:41
Ich mache gerade wieder sehr viel Krafttraining. Richtig gut finde ich die einbeinigen Shrimps Squats und die Bulgarien Split Squats ziemlich geil. Erstere sind eine toller Alternative zu den Pistol Sqauts, weil der Winkel laufähnlicher ist. Die Belastung ist fokussiert auf den Quatriceps. Bei den Bulgarien Split Squats hast Du deutlich mehr Belastung auf dem Gluteus und den Hams. Ich nehme für beide Übungen Widerstandsbänder. Sehr geil.
Bist Du Dir sicher?

leviathan
05.02.2021, 14:15
Bist Du Dir sicher?

Naja, ich merke es ja sogar selbst. Vorgestern habe ich die Bulgarien Variante gemacht. Ich habe heute noch irren Muskelkater im Po. Ich nutze allerdings auch die full ränge of motion. Falls Du meinst, daß beide Übungen aber hauptsächlich den vorderen Oberschenkel im Fokus haben, hast Du Recht. Es ging mir hier um die Verteilung der Belastung. Du wirst selbst bei Langhantelkniebeugen mit der Hantel auf der Vorderseite und der Rückseite völlig unterschiedliche Winkel haben. Und das merkt man auch. Oder worauf bezog sich Deine Frage?

Rolli
05.02.2021, 15:23
Die Frage bezieht sich "laufähnlichen Winkel".
Keine Frage, die Übungen sind sehr gut, aber kaum ein Muskel wird da laufähnlich belastet. Vielleicht nur der GM, aber auch nur teilweise.

Das man damit Muskelkater erreicht ist nichts neues aber keine Kriterium, oder?

Wenn Du Lust hast, können wir die Muskeln einzeln besprechen und nach Übungen suchen, weil ich fände es gut, wenn meine Einsichten etwas von Außen korrigiert würden.

Laufähnlich ist für mich:
- Richtung
- Winkel
- funktionelle Dehnung
- Funktion
- Geschwindigkeit der Verkürzung/Dehnung
- Nutzung der Dehnung-Verkürzungs-Kraft
- Länge

leviathan
05.02.2021, 15:58
Die Frage bezieht sich "laufähnlichen Winkel".
Keine Frage, die Übungen sind sehr gut, aber kaum ein Muskel wird da laufähnlich belastet. Vielleicht nur der GM, aber auch nur teilweise.

Laufähnlich ist für mich:


Jetzt verstehe ich. Da hast Du natürlich Recht. Ich meinte das insbesondere im Vergleich zu den hochgelobten Pistol Squats. Aber auch im Vergleich zu Übungen wie normalen Kniebeugen finde ich hier deutlich mehr Gemeinsamkeiten. Und dennoch wird die ganz Kette eingeschaltet und muss aufeinander abgestimmt hohe Gewichte nach oben bringen.


Das man damit Muskelkater erreicht ist nichts neues aber keine Kriterium, oder?

Das ist natürlich kein Kriterium für ein gutes Training. Es ist aber ein Kriterium, daß der Muskel gut mitgewirkt hat. Beim übernächsten Mal ist der Muskelkater hoffentlich nicht mehr im Spiel.


Wenn Du Lust hast, können wir die Muskeln einzeln besprechen und nach Übungen suchen, weil ich fände es gut, wenn meine Einsichten etwas von Außen korrigiert würden.


Das können wir gern machen. Ich halte aber wenig von isolierten Übungen. Viel sinnvoller halte ich funktionale Übungen, die die gesamte Kette einbeziehen und somit das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen fördern. Hier kann man natürlich schauen, über welche Winkel oder Ausführung eine Belastungsverschiebung stattfindet. Es geht aber weniger darum Muskeln isoliert aus dem Spiel zu nehmen oder einzuschalten. Das findet man eher beim Core Training. Und hier kann das auch sehr sinnvoll sein.

Rolli
05.02.2021, 16:06
Eine perfekte funktionale Übung fürs Laufen ist natürlich nur... Laufen.
Ich hätte da mit isolierten Betrachtung keine Probleme. Danach kann die Übungen anpassen werden, die mehr oder weniger isoliert/funktional sind.

hbef
06.02.2021, 13:14
Gerade 21,1KM 3:52 inkl. 15KM 3:47 gelaufen. Bei - 1 Grad und 30 KMH Ostwind, HF laut Garmin bei 80% (fragwürdig). Vielleicht bin ich doch Langstreckler :D

RunSim
06.02.2021, 15:20
Gerade 21,1KM 3:52 inkl. 15KM 3:47 gelaufen. Bei - 1 Grad und 30 KMH Ostwind, HF laut Garmin bei 80% (fragwürdig). Vielleicht bin ich doch Langstreckler :D

Alter, du kloppst Einheiten raus, stark!
Ja, so langsam solltest du mal wieder mehr schnelles Zeugs laufen. Nicht, dass du MD abtrünig wirst ;-)


Achso, waren die 15km wieder TWL? 1km/1km und da dann 3:47 als Schnitt????

hbef
06.02.2021, 15:36
Ne, heute kein TWL. Aber auch nicht gleichmäßig. 3,5KM ca 4:00 eingelaufen, teilweise noch auf vereisten Wegen, dann 6,5KM 3:39. Danach 3KM 'erholt' bei 3:53, 1KM 3:30 und nochmal einen KM in ca. 3:50. Abschließend wollte ich 5KM locker auslaufen bei ca. 4:30, wieder über die tw. vereisten Wege zurück. Nach 4KM auf die Uhr geguckt, da stand schon wieder ne 4:05. Da hab ich den HM vollgemacht.

Rolli
06.02.2021, 17:40
Gerade 21,1KM 3:52 inkl. 15KM 3:47 gelaufen. Bei - 1 Grad und 30 KMH Ostwind, HF laut Garmin bei 80% (fragwürdig). Vielleicht bin ich doch Langstreckler :D

STARK!!! Sehr stark.
Die 80% wäre schon mal Richtung 31/10km gehen :teufel:

Rolli
06.02.2021, 17:51
Bei mir wieder Berg vor dem Eisregen und Eistagen. Bin auch zufrieden, weil ich alle Einheiten mit meinem 33'-Mann laufen konnte, und wo er in den Pausen seine Knie halten musste, bin ich locker weiter getrabt. ... Bis der letzte Abschnitt kam, wo ich ihn auf dem ersten Drittel 3m hinter mir gelassen habe... und dann hat er die Rakete gezündet und ist an mir vorbei und bis End mir noch 30m angenommen hat. So wusste ich wieder, wo mein Platz ist.

leviathan
07.02.2021, 11:06
STARK!!! Sehr stark.
Die 80% wäre schon mal Richtung 31/10km gehen :teufel:

Als Ld Spezialist sehe ich da eher eine hohe 33. Naja. hbef ist aber eine Waffe in Bezug auf Speed. Da ist wirklich deutlich mehr drin. Geile Entwicklung :daumen:

Rolli
07.02.2021, 11:51
Als Ld Spezialist sehe ich da eher eine hohe 33. Naja. hbef ist aber eine Waffe in Bezug auf Speed. Da ist wirklich deutlich mehr drin. Geile Entwicklung :daumen:

Natürlich hast Du Recht... aber ich meinte hier die 80% Anzeige.

leviathan
07.02.2021, 12:10
Natürlich hast Du Recht... aber ich meinte hier die 80% Anzeige.

Das meine ich auch. In dem Bereich beginnt der Puls doch erst sich ein wenig nach oben zu schieben :wink:

hbef
07.02.2021, 12:38
Ist halt Handgelenkmessung. Musste auch nach 5KM 1' stehenbleiben, um Seitenstechen wegzuatmen. Vielleicht eher 83%, aber mehr wars vom Gefühl nicht.
Gerade eben noch 10KM 4:46 bei Schneesturm und minus 7 Grad. Ein paar Stürze gerade noch so verhindern können. Reicht.

Meine Woche (72KM):
Mo: 30' Stabi + 11,2KM 4:31
Di: 5KM 4:51 + 6x40-90m S (90-99%)
Mi: 3x6x300m 55,2s (3:04) m. 1'TP u. 4'STP
Do: 11,3KM 4:43
Fr: 30' Stabi
Sa: 21,1KM 3:52 (inkl. 15KM 3:47)
So: 10KM 4:46

Die DL waren alle bei schwierigen Bedingungen, teilweise Eis und Schnee, weil ich unbedingt im Wald laufen wollte. Die Sprints konnte ich zum Glück unter einer Brücke machen. 150m komplett neuer Fahrradweg, der auch bei Nässe griffig bleibt. Fast wie eine Halle. Mittwoch waren die Beine schnell, aber auch schnell müde. Wollte eigentlich 2x10x300 in 58s. Da waren die ersten aber alle zu schnell, weshalb ich auf drei Serien gewechselt habe. Die letzten 6 gingen in durchschnittlich 53,8s. Das war dann aber auch hart, muss ich zugeben.
Ich denke, ich habe gerade die vergangenen zwei Wochen ordentliche Reize gesetzt und die Form ziemlich gesteigert. Ich werde nächste Woche etwas entlasten, ein paar KM weniger und die schnelle Einheit weniger intensiv. Das bietet sich auch an, bei den Wetterprognosen. Mal sehen, was überhaupt möglich ist.

MikeStar
07.02.2021, 18:45
Schöne Woche... insb. der Halbmarathon und die Mi-Intervalle :daumen:

Meine Woche war, ohne es zu beschönigen, einfach nur für den A****.

Mo: Ruhetag
Di: ca. 40min Warm-Up, 9x Berganlaufstrides progressiv in Steigung, Länge, Auslaufen
Mi: Ausgefallen
Do: 2km Einlaufen, 10x 500/500m TWL (4:53/5:38), ca. 800m lockern/ABC, ca. 900m TWL schnell/rollend ca. 50m/50m (ges. 3:56), 900m locker, 900m TWL schnell/rollend ca. 100m/50m (ges. 3:59), Auslaufen
Fr: 20min Einlaufen Crescendo (6:20->5:00), 25' ABC + lockere Treppenübungen, Auslaufen, 20min Kraft.
Sa: Rekom Berglauf, 14km, 370Hm, 104min
So: 500m locker + 4km zügig EL (21min), 40min ABC/Gymnastik/Lauf- & Sprungübungen Treppe, 3x STL bergauf ca 50-60m, 6x Stride bergauf ca. 50-60m, Auslaufen

Ging schon Anfang der Woche bescheiden los, dass ich mich scheinbar verlegen hatte und die rechte Schulter kaum belasten konnte. Erst gestern war es wieder einigermaßen ok.
Dienstag waren die Beine schwer wie Zement. Eigentlich war Sprinttraining angedacht, aber das wäre vermutlich noch kontraproduktiver gewesen. Stattdessen 9 Strides an einem ca 250m langen Feldweg mit progressiver Steigung (ca. 4Hm auf den ersten 140m, danach hoch auf ca. 15Hm). Der erste Stride 140m, jeder weitere etwas länger, der letzte dann 250m).
Mittwoch hatte ich dann Migräne und musste ausfallen lassen. War auch gleichzeitig mein erster Krankheitstag seit weit mehr als einem Jahr. Sehr ärgerlich.
Donnerstag nach Gefühl, Hauptsache nicht nur Geschlurfe.
Das für Freitag geplante sprintnahe Training hab' ich dann vorn herein in eine lockere Übungseinheit umgewandelt und Samstag einfach nur locker Laufen (viel Wald/Trail) in schöner Umgebung.

Denke es war richtig auf die Signal zu hören und die Woche abzuschenken. Heute war zumindest das Gefühl der Schwere weg.

Nächste Woche wird spontan entschieden. Hier soll es auch schneien und sehr kalt werden. Da behalte ich mir etwas Flexibilität vor.

Rolli
08.02.2021, 11:05
Nein! Mache ich nicht!
https://tri-today.com/2021/01/runner-attacks-world-record-half-marathon-barefoot-on-snow/

Rolli
08.02.2021, 12:07
Do: 2km Einlaufen, 10x 500/500m TWL (4:53/5:38),
Ist das eine Einheit zum Einlaufen?

MikeStar
08.02.2021, 18:47
Das was einfach nach Gefühl gelaufen ohne auf die Uhr zu schauen. Und wenn man halt scheinbar nicht fit ist, kommt sowas dabei raus.

Rolli
08.02.2021, 18:59
Das was einfach nach Gefühl gelaufen ohne auf die Uhr zu schauen. Und wenn man halt scheinbar nicht fit ist, kommt sowas dabei raus.

Gezielt als TWL? Oder einfach nur so: "kann ich / kann ich nicht"?

MikeStar
08.02.2021, 19:22
Schon gezielt als TWL aber eben komplett nach Gefühl "flüssiges Tempo"/"weiter rollen lassen" gelaufen. Dass am Ende nicht wirklich was vernünftiges rausgekommen ist, verbuche ich unter "so ist es halt gelaufen".

Normalerweise würde ich 500/500 in 4:50/5:35 bei 12-15 Wdh. im Rahmen einer Halbmarathon-Vorbereitung mit Zielpace 4:55-5:00/km sehen.

Rolli
08.02.2021, 21:54
OK... es klang nach speziellen EL-Programm.

Rolli
08.02.2021, 21:55
2 Tage nicht gelaufen.... geht nicht!!! Dauer Schneefall. Oder bin ich eine Mimimimose.

MikeStar
08.02.2021, 22:08
Gut, als Einlaufprogramm z.B. vor kurzen Tempointervallen kann sowas auch dienen, ähnlich wie ein vorgeschalteter TDL.

Das sieht dann bei mir aber eher so aus:
- 20min Einlaufen inkl. ABC, 4km TWL oder 20min TDL, 5-10min auslockern, 15min intensives ABC, Tempointervalle (z.B 6x 200m), Auslaufen.

Schnee ist doch klasse zum Sporteln.. heute 50min locker Berglauf im Neuschnee... wobei, ihr habt da oben bei euch momentan vermutlich "etwas" mehr Schnee als wir... :D

DoktorAlbern
09.02.2021, 10:53
Ist halt Handgelenkmessung.

Handgelenksmessung ist gerade unter Belastung ziemlicher Schrott. Da hast du schnell eine Ungenauigkeit von 10 Schlägen womit die Messung fast nicht mehr zu gebrauchen ist. Ist zwar auch von den individuellen Gegebenheiten aber grundsätzlich kann man auf die Messung nicht viel geben (sagt mein persönlicher Garmin-Support). Ich hatte die Uhr auch mal mit Handgelenksmessung einer Leistungsdiagnostik am Arm und da waren es sogar mehr als 10 Schläge Abweichung im Mittel.

In Ruhe funktioniert es besser, weil es da nicht so viele Artefakte gibt. Aber gegen eine Messung mit Gurt stinkt die Uhr immer ab. Wie oft ich alleine nach dem Laufen unter Dusche Puls >230 habe ...

hbef
09.02.2021, 11:19
So krass sehe ich das nicht. Kommt sicherlich auf die Uhr an, aber meine scheint da einigermaßen zuverlässig zu sein. Manchmal funktioniert es einfach gar nicht, vermutlich auch dem Alter der Uhr geschuldet. Das sieht man dann aber am Verlauf direkt. Wenn die Messung funktioniert, kommen da recht vernünftige Kurven zustande, die dem Belastungsgefühl sehr nahe kommen. Auch kommen bei DL auf gleicher Strecke und mit gleicher Pace ähnliche Werte zustande. Solche utopischen Werte wie von dir beschrieben hatte ich noch nie. Das heißt natürlich nicht, dass es auf den Schlag genau stimmen muss. Aber in Sachen Vergleichbarkeit ist das durchaus brauchbar. Gleiches gilt übrigens für GPS, das auch bei vermessen 10KM oder auf der Bahn selten mal mehr als 50m Abweichung auf 10KM hat. Mir scheint, dass die alten Uhren da echt besser sind als die neuen Modelle. Sowohl bei HF als auch bei GPS. Ist eine FR35. Kehrseite der Medaille: Ich kann keine Trainingsprogramme auf die Uhr laden.

Rolli
09.02.2021, 12:56
@Doktor, welche Uhr hast Du?
Schlechte Erfahrung habe ich mit FR 235 gehabt. Mit 245 bin ich super zufrieden. Die Werten sind schon erstaunlich zuverlässig.

Aber auch bei FR235, wie hbef beschrieben hat, entweder hat die Uhr korrekte oder komplett Bananen-Werte angezeigt. Das konnte man dann auch sofort erkennen. Solche unterschiede von +/- 10 habe ich nie feststellen können.

hbef
09.02.2021, 13:02
Bei mir nicht FR235, sondern tatsächlich FR35. Ja, das alte kleine Ding!

Rolli
09.02.2021, 21:50
Man... 3 Tage nix.
Soll ich zum Arzt? :peinlich:

spaceman_t
09.02.2021, 22:14
Rollentrainer sind jetzt voll im Trend. Da würde auch Dein Nick noch perfekt zu passen. Hilfe dazu im 3:20er Faden :teufel:

hbef
09.02.2021, 22:23
Der Tagesschnitt sinkt. Müsste doch freie Wege geben, oder? Bei uns sind die wichtigen Radwege frei, aber wohne auch direkt in der Stadt. Konnte heute problemlos DL machen. Nur Sprints spare ich mir diese Woche, dafür paar Steigerungen.

Rolli
09.02.2021, 22:35
Rollentrainer sind jetzt voll im Trend.
Ja. Ich kenne auch sehr viele, die mit Wechsel auf die Rolle ihre Läuferische "Karriere" beendet haben. :teufel:
Dafür bin ich noch nicht bereit. :wink:

Rolli
09.02.2021, 22:38
Der Tagesschnitt sinkt. Müsste doch freie Wege geben, oder? Bei uns sind die wichtigen Radwege frei, aber wohne auch direkt in der Stadt. Konnte heute problemlos DL machen. Nur Sprints spare ich mir diese Woche, dafür paar Steigerungen.

Sonntag und Montag ging hier gar nicht. Und das Rumgeeiere auf den, nur teilweise entschneiten Wegen in 7:30 habe ich keine Lust. Kraft-Woche.
Aber morgen wahrscheinlich...

Ex_Sprinter
09.02.2021, 23:07
Wir haben hier im Flachland auch erstmals seit zig Jahren 30cm Schnee. Aber laufen geht doch immer!
Ich bin heute im 6:20 Schnitt durch Feld und Wald und es war einfach obergeil. Klar, Treckerspuren sind wegen der Rillen anstrengend und man muss sich bei jedem Schritt konzentrieren. Und auf einmal bis über die Knie durch ne Schneeverwehung stapfen ist auch etwas ... anders. Aber selbst die nicht plattgefahrenen Stellen m Wald gingen mit einem ordentlichen Kniehub. Der Bodenkontakt muss im tiefen Schnee halt kurz sein, weil ... sonst nass ;-)
Das ist Cross vom Feinsten und koordinativ eine gute Herausforderung.

spaceman_t
10.02.2021, 09:40
Ja. Ich kenne auch sehr viele, die mit Wechsel auf die Rolle ihre Läuferische "Karriere" beendet haben. :teufel:
Dafür bin ich noch nicht bereit. :wink:

Ich versuche damit, meine (nicht vorhandene) Laufkarriere am Leben zu halten. Muss aber gestehen, dass bei Sturm und Schietwetter die Rolle auch ab und an willkommen ist. Aber bei der weißen Pracht draußen lauf ich dann doch lieber. Dummerweise kann ich aber eben noch nicht so viel laufen wie ich gerne möchte, daher ist die Rolle (und im Warmen auch das Rad) eine gute Ersatzbeschäftigung mit zumindest etwas Erhaltungsreiz für die Ausdauer.
Besser als nix :wink:

Catch-22
10.02.2021, 10:20
Bei mir liegt gar kein Schnee, ist zwar schade, dafür kann man wunderbar laufen :zwinker4:

Rolli
10.02.2021, 11:09
Ich versuche damit, meine (nicht vorhandene) Laufkarriere am Leben zu halten. Muss aber gestehen, dass bei Sturm und Schietwetter die Rolle auch ab und an willkommen ist. Aber bei der weißen Pracht draußen lauf ich dann doch lieber. Dummerweise kann ich aber eben noch nicht so viel laufen wie ich gerne möchte, daher ist die Rolle (und im Warmen auch das Rad) eine gute Ersatzbeschäftigung mit zumindest etwas Erhaltungsreiz für die Ausdauer.
Besser als nix :wink:

Obwohl ich locker über 2 Stunden laufen kann, tue ich mir mit Ausfahrten ber 2-3 Stunden wirklich schwer. Total langweilig.

Übrigens: Radeln hat für mich physiologisch sehr viele Vorteile, auch fürs Laufen. Dagegen ist das biomechanisch kontraproduktiv.

Rolli
10.02.2021, 11:12
Bei mir liegt gar kein Schnee, ist zwar schade, dafür kann man wunderbar laufen :zwinker4:
Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal im Schnee gelaufen bin. Bestimmt 10 Jahre her...

MikeStar
10.02.2021, 18:58
Rolli, du wohnst doch auch da oben im Pott, oder? Fahr doch einfach mal mit dem Rad nach Gelsenkirchen und trag' dabei ein BVB-Trikot... dann wird die Ausfahrt alles andere als langweilig. :D

Siebengebirgsläufer
10.02.2021, 19:32
Sonntag und Montag ging hier gar nicht. Und das Rumgeeiere auf den, nur teilweise entschneiten Wegen in 7:30 habe ich keine Lust.

Kann ich nachvollziehen. Aktuell ist es bei uns aber gut zu laufen: Zwar kalt, aber komplett schneefrei.

Als hier zuletzt längere Zeit Schnee lag (ist schon etliche Jahre her), bin ich mit dem Auto bis an den Waldrand gefahren und habe dort meine Cross-Spikes angezogen. Das ging - zumindest auf festgetretener Schneedecke - sehr gut. Vielleicht wäre das für Dich eine Möglichkeit?

Rolli
10.02.2021, 20:17
@MikeStar... zu unserem Thema von vor 2 Wochen:

Es ist auffällig, dass Verletzungen häufig unter Ermüdung passieren. Entweder in der zweiten Hälfte eines Trainings oder in WK Situationen, in denen der Athlet noch nicht wieder ausreichend erholt gewesen ist.
https://magazin.hlv.de/home/blog/detail/news/neuer-artikel-trainingskonzepte-langsprint-1-1

Der Rest ist auch Lesenswert.

Rolli
10.02.2021, 20:21
Kann ich nachvollziehen. Aktuell ist es bei uns aber gut zu laufen: Zwar kalt, aber komplett schneefrei.

Als hier zuletzt längere Zeit Schnee lag (ist schon etliche Jahre her), bin ich mit dem Auto bis an den Waldrand gefahren und habe dort meine Cross-Spikes angezogen. Das ging - zumindest auf festgetretener Schneedecke - sehr gut. Vielleicht wäre das für Dich eine Möglichkeit?

Ja. Auch schon daran gedacht. Mal schauen.
Heute doch 10km gemacht (sonst muss die Frau drunter leiden). Katastrophale Verhältnisse. Radwege und Gehwege nur teilweise geräumt. Manchmal sogar kniehoch Schneemach. Am Besten konnte man noch im Park, auf dem hart getrampelten Schnee, laufen. Am Ende konnte ich wieder sub5/km locker laufen.

MikeStar
10.02.2021, 21:29
@MikeStar... zu unserem Thema von vor 2 Wochen:

https://magazin.hlv.de/home/blog/detail/news/neuer-artikel-trainingskonzepte-langsprint-1-1

Der Rest ist auch Lesenswert.

Ja, den Artikel kenne ich. Bin mir jetzt nicht sicher, worauf du hinaus willst. Hab' ja nie widersprochen, dass Verletzungen durch Überlastung/Erschöpfung entstehen. Das steht ja auch nicht im Widerspruch zu meiner Meinung, dass Warm-Up trotzdem wichtig ist.



Nicht unterschätzen sollte man Warm-Up Drills und sich kritisch hinterfragen, ob die bekannten Routinen in der „Laufschule“ auch eine stetig steigende Anforderung an die IG stellen, um diese auf die nachfolgende Belastung vorzubereiten. Letztlich zeigen sich nach Verletzungen sehr häufig veränderte Beckenpositionen und Ansteuerungen, die es auch im Rahmen des Warm-up zu korrigieren gilt. Das Einbeziehen von Drills zur Ansteuerung und Aktivierung der IG zeigen einen verletzungspräventiven Effekt und sollten in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden (Cameron, Adams, Maher, & Misson, 2009) .


Heute lockere 10km über Schnee und Eis. Ging in Trailschuhen relativ gut... mit Straßenlaufschuhen hätte ich Schlittschuhlaufen können. :D

Rolli
10.02.2021, 21:51
Ich will nur es unterstreichen, dass die Verletzungsanfälligkeit nicht auf das Fehlende Drills sondern die Ermüdung zurückzuführen sei.

Nicht unterschätzen sollte man Warm-Up Drills und sich kritisch hinterfragen, ob die bekannten Routinen in der „Laufschule“ auch eine stetig steigende Anforderung an die IG stellen, um diese auf die nachfolgende Belastung vorzubereiten.
Und gerade Dein Zitat unterstreicht die Annahme, dass ABC, vor allem falsch und mit ansteigende Belastung durchgeführte ABC die Verletzungsanfälligkeit verschlimmern können.... besonders dann, wenn man schon angeschlagen ist.

Das Einbeziehen von Drills zur Ansteuerung und Aktivierung der IG zeigen einen verletzungspräventiven Effekt und sollten in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden (Cameron, Adams, Maher, & Misson, 2009) .
Und dafür eignen sich mMn separater Kraftübung (zB. NL) viel besser als Warm up.

MikeStar
10.02.2021, 21:55
Falsch ausgeführte Übungen erhöhen immer das Verletzungsrisiko... ich denke da sind wir uns einig.

Rolli
10.02.2021, 22:11
Falsch ausgeführte Übungen erhöhen immer das Verletzungsrisiko... ich denke da sind wir uns einig.

Ja, leider nehmen (zu) viele Warm up als Übungen, die problematische Stelle, "prophylaktisch" bearbeiten wollen und graben sich eigenen Grab. (Erklärung oben)

Catch-22
10.02.2021, 23:09
Wie baut man denn Lauf ABC am besten ein?
Vor Q Einheiten war mir Lauf ABC immer zu anstrengend bzw. ich dann bei der eigentliche Einheit zu erschöpft, mochte ich daher nicht. Mach ich inzwischen nach einem 5km DL, meist 10-20' und dann nur noch auslaufen. Das schaffe ich dann auch, wenn es nicht so kalt wie jetzt ist, 2-3x Woche unterbringen. Mach ich jetzt seit über einem Monat so und passt für mich deutlich besser. Ist aber eben entgegen der Empfehlung in Laufbüchern es ins Warm Up einzubauen.
Wenn ich dich richtig verstehe, ist mein vorgehen also gar nicht mal so verkehrt.

Dafür gibt es nach den Q Einheiten Krafttraining, sind auch alle Übungen von der verlinkten Seite enthalten, wenn auch nicht alle auf einmal.

Rolli
11.02.2021, 00:01
OK, wahrscheinlich erkläre ich das zu kompliziert. Also...

Lauf ABC kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden.
Es ist eine Pflicht sie VOR einem QTE-Einheit einzubauen. Das bereitet die Muskeln auf die Belastung vor. Aktiviert die Muskeln und Sehnen und desensibiliert den Golgi und aktiviert ZNS. Um so schneller gelaufen werden soll, desto intensiver und trainingsspezifischer.

Wenn Du aber schon angeschlagen bist (Zerrung oder so was), kann ABC die Verletzungsgefahr multiplizieren, was sich am Ende der QTE manifestieren wird.

Das was Du jetzt beschrieben hast, ist wahrscheinlich eine Art von Koordination, Technik und spezifische/läuferische Krafttraining. Dafür sollte man wirklich eine separate Trainingseinheit einplanen.

emel
11.02.2021, 08:14
Ja. Auch schon daran gedacht. Mal schauen.
Heute doch 10km gemacht (sonst muss die Frau drunter leiden). Katastrophale Verhältnisse. Radwege und Gehwege nur teilweise geräumt. Manchmal sogar kniehoch Schneemach. Am Besten konnte man noch im Park, auf dem hart getrampelten Schnee, laufen. Am Ende konnte ich wieder sub5/km locker laufen.


Rolli du brauchst ein Laufband :teufel::teufel:

Catch-22
11.02.2021, 09:58
Es ist eine Pflicht sie VOR einem QTE-Einheit einzubauen. Das bereitet die Muskeln auf die Belastung vor. Aktiviert die Muskeln und Sehnen und desensibiliert den Golgi und aktiviert ZNS. Um so schneller gelaufen werden soll, desto intensiver und trainingsspezifischer.


Danke.
Ist jetzt nicht so, dass ich vor dem Laufen gar nichts mache, sind aber eher dynamisches dehnen. Ich schau mal, ob ich vor einer Q Einheit nicht vielleicht anders mag.

MikeStar
11.02.2021, 20:19
35min lockerer Berglauf (230Hm, Schnee), 4x 110m/8Hm "zügiger Stride" auf Schnee, GP zurück, 25min Auslaufen (-230Hm, Schnee/Matsch)

Übermorgen wäre eigentlich ein profilierter 10km Wettkampf hier in der Nähe/Pfälzerwald gewesen... bei den aktuellen Schneeverhältnissen wäre das so ein geiler Wettkampf geworden.

Am Wochenende will ich in den Wald zum Tempobolzen... ich hoffe die Schneedecke bleibt und wird nicht zu Matschepampe.

Rolli
11.02.2021, 21:36
Simon!!! Was ist mit Dir? Ohne Dich stirbt die Mittelstrecke!!!!

Hast Du schon die "Berliner Methode" getestet? Habe schon mit Studie n=2 bestätigen können... :zwinker4:

RunSim
11.02.2021, 21:42
;-) ja sicher, bin dran bei der Berliner Methode.
Ansonsten alles sch...
Sch.. Wetter, bin das letzte Mal am Samstag gelaufen.
Sch... Laune, kein Bock mich anzustrengen.
Sch... Corona, nervt so langsam. Brauche so langsam mal wieder Menschen.
Sch... Verletzung, nach den mittlerweile 5 lauffreien Tagen kann ich nach dem Aufstehen die Treppen wieder runtergehen ohne mich abzustützen. Mehr aber auch nicht. Tolle Wurst....

Egal, ich mache mal wieder Pause. Jetzt im Schnee muss ich nicht wieder anfangen zu laufen, daher passt es jetzt mit der Pause.
Ich warte auf Sommer oder so.

Rolli
11.02.2021, 21:45
Nein. Im Schnee wäre das für Dich keine gute Idee.

Mache mehr Kraft! KRAFT (vor allem exzentrisch :wink:)

hbef
11.02.2021, 22:21
Simon, durchhalten. Kommen wieder bessere Tage. Mit ein bisschen Glück haben wir in drei Wochen 15 Grad, dann ist alles einfacher.

DoktorAlbern
12.02.2021, 09:59
@Doktor, welche Uhr hast Du?
Schlechte Erfahrung habe ich mit FR 235 gehabt. Mit 245 bin ich super zufrieden. Die Werten sind schon erstaunlich zuverlässig.

Aber auch bei FR235, wie hbef beschrieben hat, entweder hat die Uhr korrekte oder komplett Bananen-Werte angezeigt. Das konnte man dann auch sofort erkennen. Solche unterschiede von +/- 10 habe ich nie feststellen können.

Forerunner 935, aber soweit ich weiß ist die Technologie bei allen Garmin-Geräten identisch. Ich habe einen Kumpel der bei Garmin im "Spezial-Support" arbeitet und der sagt, dass die Handgelenksmessung ganz allgemein mit viel vorsicht zu genießen ist. Das hängt stark von den individuellen Gegebenheiten ab (wie "hoch" liegen die Blutgefäße, bzw. "Fettschicht"), aber eben auch Temperatur, Belastung usw. usf.

Ich bin gestern zufällig mal wieder ohne Gurt gelaufen. Die Kurve sieht jetzt nicht unplausibel aus, aber da sind immer aufwärts/abwärts Drifts um ein paar Schläge drin die nicht erklärbar sind und die es mit Gurt nicht gibt. Und nachdem Training nach Hf ja eh so eine Sache ist und wenn ich mir da noch zusätzlich eine Messungenauigkeit einhole, dann ist die Aussagekraft einfach relativ überschaubar (wenn auch sicher nicht 0).

Meine konkrete Erfahrung ist halt, wenn man sich ruhig auf die Couch setzt dann stimmen die Werte ganz gut. Sobald man am System was ändert braucht die Handgelenkmessung etwas um sich einzupegeln bzw. gibt es halt mal für ein paar Minuten ausreißer. Ich schau mal ob ich zwei Screenshots von vergleichbaren und repräsentativen Läufen mit und ohne Gurt machen kann, dann könnt ihr das gerne selbst beurteilen.

MikeStar
13.02.2021, 20:35
45min profiliertes Einlaufen incl. etwas lockerem ABC und 10x 20m lockeren STL, 5x ca. 150m Strides 70% mit GP zurück, 3.5km ruhiger DL profiliert (ca. 20Hm). Alles auf geschlossener fester Schneedecke. So macht Training Spaß.

Musste zwar 20km dafür fahren, aber viel besser als hier bei uns, wo tagsüber das weiße Zeug schmilzt und nachts wieder gefriert, so dass man auf den Feldwegen mehr Eis als Schnee hat.

hbef
14.02.2021, 14:31
Diese Woche etwas entlastet, nur 5TE. Nachdem vergangene Woche viele KM auf Schnee und Eis meine Knie ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen haben, war ich diese Woche nur auf geräumten Wegen unterwegs. Es läuft weiterhin gut.

Mo: 30' Stabi
Di: 12,3KM 4:26 (6 Stg)
Mi: 2x7x400m 77,6s (3:14) m. 70" TP u. 4'SP @5:00, erste Serie in 79,2s, zweite in 76s, 13,3KM gesamt
Do: 10,1KM 4:20
Fr: 30' Stabi
Sa: 14KM TWL 3:33/3:59, 17KM 3:52 gesamt
So: 10,3KM 4:18

Alle Läufe bei ca. minus 5 Grad. Gerade bei den 400er hat sich das auch muskulär bemerkbar gemacht. Schneller war nicht machbar. Gestern beim TWL war es auch kalt, aber sonnig und windstill, flache Pendelstrecke, also quasi perfekte Bedingungen. Ging auch sehr kontrolliert dann, sehr gut. Erst am Ende etwas drücken müssen. Die schnellen KM waren eigentlich nur 3:37 geplant. Erster 3:24 ausgerutscht, aber sehr gut verkraftet. Danach alle um 3:35. Noch drei Wochen und ich könnte 10KM PB angreifen. Aber keine Wettkämpfe in Sicht, man! Vielleicht doch TimeTrial wieder? Aber DNF Gefahr ist da immer groß, mal schauen.

RunSim
15.02.2021, 10:58
Sehr schön, hbef! Ist man von dir ja mittlerweile gewohnt! :nick:



Bei mir weiterhin beschissen. Bin jetzt so hoffnungslos, dass ich mir schon die Beine mit Dyclo eincreme. Ob das was hilft...
Auf dem rechten Bein kann ich noch nichtmal ganz kleine Sprünge auf der Stelle machen, ohne dass es weh tut.
Langfristig kann es nicht sein, dass ich mich durch Lauftraining so dermaßen in meinen Bewegungsmöglichkeiten einschränke.
Klar, hier und da hat man mal ein paar Zipperlein, aber ich mache Sport um mich fit zu fühlen, mich bewegen zu können und nicht um andauernd Schmerzen zu haben.

Ich werde den Kack jetzt mal weiter beobachten. Außer Stabi und abwarten bleibt mir leider nichts anderes übrig.
Vielleicht erlebe ich aber bald eine Wunderheilung :hihi::D:hihi:

Ex_Sprinter
15.02.2021, 11:33
Simon - ich wünsche dir, dass du deine Probleme mit den bisherigen Ideen in den Griff bekommst!

Als ziemlich radikalen Denkanstoss kann ich beschreiben, was bei meiner langjährigen "Fersenpest" half.
Ich habe jahrelang stets mit vielen möglichen Therapien vom Dehnen übers Krafttraining bis hin zum kurzzeitigen Pausieren versucht, den Schmerz und die Fersenentzündungen wegzubekommen. Manche Jahre habe ich auch einfach "drübertrainiert" ... natürlich vollkommen blöde.
In jeder Saison kam es wieder auf, mal stårker und mal schwächer ... in 2017 bin ich sogar bei einer DM zum Startblock gehumpelt, besser gehüpft, da ich nicht gehen konnte ...!

Im Gegensatz zu früheren Jahren hatte ich jedoch in 2019 nur kurzzeitige Probleme und in den letzten 6 Monaten nix. Gar nix.
Warum?
Ganz einfach: 2018 war ich beinahe ein ganzes Jahr krank und letztes Jahr musste ich 6 Monate komplett aussetzen. Das waren die Regenerationszeiträume, die MEIN Körper benötigt. Er heilt sich selbst! Er braucht jedoch Zeit und Ruhe.
Leider sind wir hier fast alle so gepolt, dass wir uns derartige Komplettpausen nur dann gönnen, wenn neben den 'Kinkerlitzchen' noch ganz dicke Probleme, wie schwere Krankheiten, OPs, Brüche etc. auftreten...
Wir haben hier überwiegend Angst davor, die Form zu verlieren, auf bereits erreichtes verzichten zu müssen, wieder von vorne zu beginnen...

Bin ich für alle Zeiten geheilt? Nein! Natürlich kann mein Problem bei jeder Intensivierung doch wieder auftreten. Das ist mir bewusst.
Aber ein komplett schmerzfreies Leben mit Laufsport, welches ich aktuell führe, empfinde ich als sehr, sehr angenehm! An Sport und Bewegung möchte ich noch lange Jahre und bis ins hohe Alter Freude haben. Bei allem Ehrgeiz aber möglichst ohne Schmerz.

spaceman_t
15.02.2021, 11:49
Wenns ne Knochenhaut-Entzündung ist: die kann auch mal gut nen Monat nerven. Wie Sprinter schon anmerkte, gerade in dem Fall würde ich erstmal gar nichts machen, was die Stelle irgendwie irritieren würde. Auch keine Beinübungen für Stabi/Kraft die dort Einfluss haben. ich hatte mal eine KHE am Daumen, dauerte ewig bis die weg ging, aber mit Ruhe eindeutig schneller.

Rolli
15.02.2021, 15:05
Simon!
Nicht aufgeben! Nicht aufgeben!

Rudeln oder Schach kannst Du wieder mit 60.

Rolli
15.02.2021, 15:09
Ich habe eine Schnee-Kraft-Woche.

Gerade mal so 50km geschafft. Schnitt im Ar... . Tempo ohne Uhr: Asfalt schnell, Schnee 6er Schnitt. Dass hier nichts weggeräumt wurde, konnte man selten als 1km Asfalt laufen, der Rest voll im Schnee.

Dafür jeden Tag viel Kraft ohne Muskelkater aber schon ordentlich, so dass die Beine etwas Matsche sind. Viele neue Übungen getestet und einige wieder verworfen.

hbef
15.02.2021, 18:11
Leute, es wird warm diese Woche. Am Wochenende sogar 14 Grad.
@Simon, dann gibt es die Wunderheilung.
@Rolli, dann kannst du zum Ausgleich 150KM laufen.

Ich werde in vier oder fünf Wochen 10KM probieren. Ob alleine oder im WK, Straße oder Bahn, wird sich dann zeigen.

Schiese
15.02.2021, 22:37
@Simon: Das tut mir Leid mit deiner Verletzung. Hör auf die Signale deines Körpers und gönn dir ne Pause. Ich hoffe sehr, dass du schnell herausfindest, was genau das Problem ist. Steck den Kopf nicht in den Sand. Gute Besserung!

Rolli
16.02.2021, 07:18
Frühling kommt!!!

DoktorAlbern
16.02.2021, 10:42
@Simon: Das tut mir Leid mit deiner Verletzung. Hör auf die Signale deines Körpers und gönn dir ne Pause. Ich hoffe sehr, dass du schnell herausfindest, was genau das Problem ist. Steck den Kopf nicht in den Sand. Gute Besserung!

@Simon: Das ist aus meiner Sicht für unsereins wirklich das größte Problem: Eine vernünftige Diagnose zu bekommen. Bei uns sind gute Sportärzte und Physios echt rar gesäht. Weil was richtig ist (Pause, Belastung, Übungen, welche Übungen) kann man ja nur dann beurteilen wenn man weiß was man hat. Klar kann eine Pause gerade bei akuten Problemen helfen. Und ich habe auch schon erlebt, dass manche Beschwerden von Wunderhand wieder verschwinden. Aber es kann genausogut sein, dass ein paar Einheiten nach einer Pause das identische Problem wieder auftritt.

Hat dir das Buch schon irgendwie weiter geholfen?

RunSim
16.02.2021, 12:30
Danke, Loide, für den Zuspruch!!!! :hug:

Sprinter, du hast wohlmöglich Recht, wenn du sagst, dass man meistens erst duch lange Zwangspausen so richtig den Resetknopf drücken kann.
Natürlich gebe ich nicht sofort auf.
Meine Unzufriedenheit kommt aber auch einfach daher, dass ich mich gerne bewege. Und das ist aktuell halt nur in einem geringen Umfang möglich...

Doktor, danke nochmal dafür! Viele Sachen, die ich da bislang gelesen habe, waren sehr aufschlussreich.
Leider habe ich den wirklichen Grund für die Probleme noch nicht gefunden.

Aktuell habe ich ein paar Sachen, die ich ändern möchte. Hier muss ich halt einfach mal das "Gieskannenprinzip" anwenden.
Ich weiß zwar noch nicht, ob sie etwas positives bewirken, aber das wird man sehen.

Folgende Sachen habe ich da im kopf:
- Füße stärken, mehr Barfuß gehen, Alltagsschuhe mit großer Sprengung weniger tragen.
- Nicht mehr nur auf Bahn und Asphalt laufen sondern auch mal auf Waldwegen, Rasen etc.
- Allgemein etwas mehr "unspezifisch" trainieren. Z.B. auch wieder andere Sportarten machen.
- Dauerläufe zunächst nur ganz kurz halten (6km) und langsam wieder an Laufbelastungen gewöhnen.
- Ich hatte sogar schon darüber nachgedacht, so blöde Crosstrainer für Ausdauertraining zu nutzen. Also so Ellipsentrainer, wo man wie eine "Oma" Sport macht. Da wären dann die Stoßbelastungen deutlich geringer als beim Laufen und irgendein Ausdauertraining ist hoffentlich besser als gar nichts. Und wenn es nur für den Kopf ist um etwas gemacht zu haben...

Ach mal schauen, hoffentlich habe ich bald eine Eingebung, wie ich das wieder hinbekomme :geil:

Catch-22
16.02.2021, 13:33
Um welches Buch geht es denn?

@Simon
Vielleicht ist der Gedanke etwas abwegig, aber hast du als Ursache deiner Probleme auch mal ans Rudern gedacht? Du kommst doch vom Rudern (bzw. ähnliches) oder erinnere ich mich da falsch?
Ich mag evtl. voreingenommen sein (da auch meine Problemzone), aber könnte die Schwäche nicht in den Hüftbeugern sitzen? Ich würde nicht ausschließen, dass sie schlechter entwickelt sind als deine übrige Muskulatur und daher diese Probleme verursachen. Rudern ist zwar ein Ganzkörpersport findet aber trotzdem im Sitzen statt.

RunSim
16.02.2021, 16:15
Um welches Buch geht es denn?

anatomy for runners
Schon sehr umfangreiche Kost, aber dafür auch sehr spezifisch aufs Laufen ausgerichtet :daumen:



@Simon
Vielleicht ist der Gedanke etwas abwegig, aber hast du als Ursache deiner Probleme auch mal ans Rudern gedacht? Du kommst doch vom Rudern (bzw. ähnliches) oder erinnere ich mich da falsch?
Ich mag evtl. voreingenommen sein (da auch meine Problemzone), aber könnte die Schwäche nicht in den Hüftbeugern sitzen? Ich würde nicht ausschließen, dass sie schlechter entwickelt sind als deine übrige Muskulatur und daher diese Probleme verursachen. Rudern ist zwar ein Ganzkörpersport findet aber trotzdem im Sitzen statt.

Don´t call it Rudern!!!!! :motz::motz::motz::motz::motz::motz::mot z::motz::motz:
Ruderer sind die, die falsch rum fahren und nicht wissen, was sie kaputt machen.

Wir, das sind die Kanufahrer, wir sind die Helden des Wassers. Wir kämpfen gegen Stromschnellen in kleinen Booten ums reine Überleben.
oder so ähnlich ;-)


Ich habe bislang angenommen, dass meine Hüftstreckung unzureichend ist aufgrund der Bürotätigkeit.
Rudern würde in die "entgegengestezte" Richtung wirken, wenn ich das laienhaft richtig deute.
Prinzipiell bin ich mittlerweile schon soweit, dass ich mir vorstellen kann mich nach dem Lockdown bei einem Fitnesscenter anzumelden um mehr Möglichkeiten des Trainings zu bekommen. Sowas könte ich dann auch ausprobieren.
Wobei Rudern als Kanufahrer wirklich schon frevel ist :nick: :peinlich:

Catch-22
16.02.2021, 19:08
anatomy for runners
Schon sehr umfangreiche Kost, aber dafür auch sehr spezifisch aufs Laufen ausgerichtet :daumen:
Danke, kenne ich.




Don´t call it Rudern!!!!! :motz::motz::motz::motz::motz::motz::mot z::motz::motz:
Ruderer sind die, die falsch rum fahren und nicht wissen, was sie kaputt machen.

Wir, das sind die Kanufahrer, wir sind die Helden des Wassers. Wir kämpfen gegen Stromschnellen in kleinen Booten ums reine Überleben.
oder so ähnlich ;-)

Oh...Mist, wie konnte ich das verwechseln? Asche auf mein Haupt :beten2:


Ich habe bislang angenommen, dass meine Hüftstreckung unzureichend ist aufgrund der Bürotätigkeit.
Rudern würde in die "entgegengestezte" Richtung wirken, wenn ich das laienhaft richtig deute.

Damit die Hüftstreckung gut funktioniert, muss der Hüftbeuger auch die Länge hergeben, sprich wenn dieser zu kurz ist komm man auch nicht gut in die Hüftstreckung. Der Hüftbeuger ist jedoch nicht nur deswegen wichtig sondern auch in der Flugphase um das vordere Bein lang genug oben zu halten. Wenn der Hüftbeuger zu schwach ist, plumpst das Bein zu früh runter und verkürzt die Flugphase und damit auch den Schritt (damit kenne ich mich leider zu gut aus). Wenn der Hüftbeuger zu kurz und zu schwach ist, verkürzt es den Schritt damit gleich doppelt.
Ich weiß jetzt nicht, wie es bei Kanuten ist, außer im Kanadier sitzen die doch auch hauptsächlich und gebrauchen damit den Hüftbeuger nicht wirklich. Ich meinte daher auch nicht, dass du rudern sollst sondern die Muskeln stärken, die beim Ruder oder eben in deinem Fall Kanu fahren, vernachlässigt wurden.

Das was du oben geschrieben hast, auf was du achten bzw. ändern willst, liest sich mir einfach zu fixiert auf die Füße. Wenn du keine gröbere Verletzung (z.B. Bänderrisse u. co) an Füßen und/oder Beinen hattest, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass die Ursache deines Problems weiter oben hockt einfach größer. Das Angehen an den Füßen mag zwar kurzzeitig gegen das Symptom helfen, meist verlagert sich dann aber das Problem z.B. Richtung Knie.
Das ist einfach eine Beobachtung von mir, nichts belegtes oder ähnliches. Aber im Laufe der Jahre gab es doch einige User, die wegen Probleme in den Füßen, auf Mittelfuß umgestellt haben um kurzer Zeit später mit neuen Probleme komplett aus der Bahn geworfen zu werden. Mach also nicht den selben Fehler sondern suche und finde die eigentliche Schwachstelle (die ist meist in der Hüft/Beckenregion)
Ich bin inzwischen der Ansicht, dass das Problem vieler, die von Ferse auf Mittelfuß umstellen im Hüftbeuger liegt. Sie haben eigentlich ein ähnliches Problem wie ich, im Gegensatz zu mir laufen sie jedoch mit der Ferse, da damit der Schritt länger ist bzw. sie über die stärke der Quads etwas ausgleichen können, das ist aber meist teuer erkauft.

(Was nicht heißt, dass ich was gegen Mittelfuß laufen habe und auch nicht dass es verkehrt ist. Laufe selber so. Wenn die muskulären Verhältnisse passen, wird der Fußaufsatz jedoch auch besser, was nicht unbedingt Mittelfuß sein muss).

Rolli
17.02.2021, 07:31
Endlich mal 2km Straße schneefrei!!
Sofort Fahrtspiele durchgezogen... enttäuscht... Steife Beine nach sehr viel Kraft.

Ex_Sprinter
17.02.2021, 10:37
...
Aktuell habe ich ein paar Sachen, die ich ändern möchte. Hier muss ich halt einfach mal das "Gieskannenprinzip" anwenden.
Ich weiß zwar noch nicht, ob sie etwas positives bewirken, aber das wird man sehen.

Folgende Sachen habe ich da im kopf:
- Füße stärken, mehr Barfuß gehen, Alltagsschuhe mit großer Sprengung weniger tragen.
- Nicht mehr nur auf Bahn und Asphalt laufen sondern auch mal auf Waldwegen, Rasen etc.
- Allgemein etwas mehr "unspezifisch" trainieren. Z.B. auch wieder andere Sportarten machen.
- Dauerläufe zunächst nur ganz kurz halten (6km) und langsam wieder an Laufbelastungen gewöhnen.
- Ich hatte sogar schon darüber nachgedacht, so blöde Crosstrainer für Ausdauertraining zu nutzen. Also so Ellipsentrainer, wo man wie eine "Oma" Sport macht. Da wären dann die Stoßbelastungen deutlich geringer als beim Laufen und irgendein Ausdauertraining ist hoffentlich besser als gar nichts. Und wenn es nur für den Kopf ist um etwas gemacht zu haben...


Da sind meiner Meinung nach gute Ansätze dabei!

Du bist noch M35, da fångt die AK-Karriere erst so nach und nach an. Vielleicht hilft es dir, die Dinge langfristig zu betrachten und deine Alltime-PBs in der M45 zu erreichen. Warum solltest du - als lang noch nicht austrainierter Läufer - denn nicht noch 4sec auf 800 einsammeln können, bevor der Alterungsprozess mit Ende 40 deutlich wird?
Bei der Sichtweise hättest du auf einmal 8 Jahre Vorbereitungs- und entsprechend lange Regenerationszeit ;-)

Rolli
17.02.2021, 11:39
Mit M40 sub2? Na dann... nichts einfacheres.

Ex_Sprinter
18.02.2021, 11:32
Ok - also eilt die Zeit. Jeder Trainingstag zählt! Nächstes Jahr hat Simon überhaupt keine Chance mehr.
Also Vollgas ohne jede Rücksicht auf Verluste! Hartes Training und bloss nicht regenerieren! Alles vertane Lebenszeit ...

Anm: das war Ironie!

Rolli
18.02.2021, 12:45
Ok - also eilt die Zeit. Jeder Trainingstag zählt! Nächstes Jahr hat Simon überhaupt keine Chance mehr.
Also Vollgas ohne jede Rücksicht auf Verluste! Hartes Training und bloss nicht regenerieren! Alles vertane Lebenszeit ...

Anm: das war Ironie!

Nicht jeden Tag, aber bis M40 zu warten und seine 2:04 zu verbessern wird es schwer. Sehr schwer.

Ex_Sprinter
18.02.2021, 13:10
Schwer wird es sowieso - keine Frage!
Aber überleg mal, was man mit einem langfristigen Aufbau von Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit, Stützmuskulatur, Sehnen und Bändern etc. pp nicht alles erreichen kann.
Mit zeitlichem Horizont von 5 oder mehr Jahren. Ohne jedes Jahr zu versuchen, in Form zu kommen.
Einfach mal einen Superzyklus wagen, der es auch ermöglicht 2 Jahre lang Muckis aufzubauen ohne Schiss, dass man zu schwer etc.wird ... oder nen ganzen Sommer bei gutem Wetter KM zu schrubben ohne was Schnelles und verletzungsanfälliges zu machen...
Simon hätte diese Zeit noch, bevor die Natur in Form von Verfall zubsehr zuschlägt. So richtig abwärts geht es mit Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer erst in 10 Jahren bei ihm.

Ist alles eine Sache der Zielstellung, oder?

RunSim
18.02.2021, 13:14
Du bist noch M35, da fångt die AK-Karriere erst so nach und nach an. Vielleicht hilft es dir, die Dinge langfristig zu betrachten und deine Alltime-PBs in der M45 zu erreichen. Warum solltest du - als lang noch nicht austrainierter Läufer - denn nicht noch 4sec auf 800 einsammeln können, bevor der Alterungsprozess mit Ende 40 deutlich wird?
Bei der Sichtweise hättest du auf einmal 8 Jahre Vorbereitungs- und entsprechend lange Regenerationszeit ;-)

Finde ich eine sehr positive Art und Weise der Betrachtung, gefällt mir :nick: :daumen: :nick:
4s/800m kann natürlich ein langer Weg. Aber wer nicht anfängt einen weg zu gehen, wird niemals wissen, ob es nicht vielleicht geklappt hätte :geil::teufel::klatsch:
Und natürlich, das was Rolli entgegnet, mit zunehmenden Alter wird das nicht gerade leichter.

Dennoch fällt es durch eine langfristige Sicht etwas leichter das Ganze etwas entspannter zu sehen :nick:

RunSim
18.02.2021, 13:20
Schwer wird es sowieso - keine Frage!
Aber überleg mal, was man mit einem langfristigen Aufbau von Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit, Stützmuskulatur, Sehnen und Bändern etc. pp nicht alles erreichen kann.
Mit zeitlichem Horizont von 5 oder mehr Jahren. Ohne jedes Jahr zu versuchen, in Form zu kommen.
Einfach mal einen Superzyklus wagen, der es auch ermöglicht 2 Jahre lang Muckis aufzubauen ohne Schiss, dass man zu schwer etc.wird ... oder nen ganzen Sommer bei gutem Wetter KM zu schrubben ohne was Schnelles und verletzungsanfälliges zu machen...
Simon hätte diese Zeit noch, bevor die Natur in Form von Verfall zubsehr zuschlägt. So richtig abwärts geht es mit Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer erst in 10 Jahren bei ihm.

Ist alles eine Sache der Zielstellung, oder?

Absolut richtig!
Meine Denkweise ist/war bislang ja immer durch eine Doppelperiodisierung eingebeschränkt.
Im Winter fit werden für März und danach dann nochmal aufbauen für Saisonhöhepunkt im Juli/August.

Sich davon loszulösen fällt mir nicht einfach, stelle ich gerade fest.
Der Kopf sagt da ständig "jetzt wieder Gas geben".

Das war wirklich ein sehr guter Input, Christian! Ich werde mir darüber mal Gedanken machen, wie sowas etwas konkreter aussehen könnte.

hbef
18.02.2021, 14:08
Schwer wird es sowieso - keine Frage!
Aber überleg mal, was man mit einem langfristigen Aufbau von Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit, Stützmuskulatur, Sehnen und Bändern etc. pp nicht alles erreichen kann.
Mit zeitlichem Horizont von 5 oder mehr Jahren. Ohne jedes Jahr zu versuchen, in Form zu kommen.
Einfach mal einen Superzyklus wagen, der es auch ermöglicht 2 Jahre lang Muckis aufzubauen ohne Schiss, dass man zu schwer etc.wird ... oder nen ganzen Sommer bei gutem Wetter KM zu schrubben ohne was Schnelles und verletzungsanfälliges zu machen...
Simon hätte diese Zeit noch, bevor die Natur in Form von Verfall zubsehr zuschlägt. So richtig abwärts geht es mit Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer erst in 10 Jahren bei ihm.

Ist alles eine Sache der Zielstellung, oder?

Ich sehe das ein bisschen anders. Wenn der Weg so sicher zu prophezeien wäre, klingt das natürlich gut: Erstmal lange aufbauen, dann später die Lorbeeren einstreichen. Nur gibt es keine Garantie, dass das wirklich so funktioniert. Was passiert denn, wenn du drei Jahre lang aufbaust, kein Tempo, keine Wettkämpfe, und die AS bei Dauerläufen plötzlich Probleme macht? Oder nach vier Jahren beim Wiedereinstieg ins Tempo. Alle Chancen, allen Spaß verpasst. Für nichts.

Natürlich sollte man nicht blindlings ins offene Messer rennen, aber etwas mehr Mut fände ich dann schon angebracht. So schnell würde ich nicht aufgeben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie nervig Verletzungen sind, wie man zweifelt, ob das noch sinnvoll ist. Sechs Wochen später ist alles wieder in Ordnung, und nochmal sechs Wochen darauf ist die Form wieder Top. Vielleicht kriegt Simon nur zwei Chancen in diesem Jahr auf 800m, vielleicht erst im August. Dann feiert man die Feste wie sie fallen. Und wenn es nicht geht, dann nimmt man halt wieder raus. So ist das halt.
Ich würde nur davor warnen, sich jetzt schon solche Grenzen zu setzen.

Für mich klingt das ein bisschen wie das Motto von Leuten, die das ganze Leben 70h-Wochen schieben, währenddessen auf alles verzichten, um dann früh in Rente gehen zu können. Vielleicht klappt das, vielleicht kommt aber auch der Herzinfarkt mit 55.

Ex_Sprinter
18.02.2021, 14:40
hbef - da gehe ich von der Argumentation her mit!
Natürlich kommt es anders als man denkt. Oft! Sehr oft!
Alles auf eine Karte ist sicherlich zu gewagt.

Aber zieht da nicht genau der Trumpf, sich durch möglichst vielseitigen Aufbau auch flexibel verhalten zu können?
Für meinen Teil bedeutete das schon mal, ein Jahr zu sprinten, anstatt Volksläufe zu machen. Oder letztes Jahr (mit Fussbruch) hätte ich ohne Corona ernsthaft im KDK starten wollen.
Falls dieses Jahr WK stattfinden, kann ich mir den Mehrkampf für mich vorstellen. Für die MD wird mein Training heuer niemals reichen, aber neben den langen Läufen ein wenig Wurftraining - warum nicht?
Langfristig steht dennoch der Plan im Raum, nochmals PBs auf Strecken 800+ zu erreichen. Aber die Basis muss da sein. Und die Gesundheit!

Und Simon ist ja auch nicht festgenagelt auf 800m. Ok - sprinten wird er nie, aber 1500 oder 3000 oder auch mal gute 10K, HM, M zu laufen ... und vielleicht kommt er ja auch wieder zum 'paddeln" zurück ... ;-)

Aber wir geben ja hier nur möglichst viele Anregungen - seinen eigenen Weg muss eh jeder spezifisch finden.

Rolli
18.02.2021, 15:31
Ich sehe das ein bisschen anders. Wenn der Weg so sicher zu prophezeien wäre, klingt das natürlich gut: Erstmal lange aufbauen, dann später die Lorbeeren einstreichen. Nur gibt es keine Garantie, dass das wirklich so funktioniert. Was passiert denn, wenn du drei Jahre lang aufbaust, kein Tempo, keine Wettkämpfe, und die AS bei Dauerläufen plötzlich Probleme macht? Oder nach vier Jahren beim Wiedereinstieg ins Tempo. Alle Chancen, allen Spaß verpasst. Für nichts.

Natürlich sollte man nicht blindlings ins offene Messer rennen, aber etwas mehr Mut fände ich dann schon angebracht. So schnell würde ich nicht aufgeben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie nervig Verletzungen sind, wie man zweifelt, ob das noch sinnvoll ist. Sechs Wochen später ist alles wieder in Ordnung, und nochmal sechs Wochen darauf ist die Form wieder Top. Vielleicht kriegt Simon nur zwei Chancen in diesem Jahr auf 800m, vielleicht erst im August. Dann feiert man die Feste wie sie fallen. Und wenn es nicht geht, dann nimmt man halt wieder raus. So ist das halt.
Ich würde nur davor warnen, sich jetzt schon solche Grenzen zu setzen.

Für mich klingt das ein bisschen wie das Motto von Leuten, die das ganze Leben 70h-Wochen schieben, währenddessen auf alles verzichten, um dann früh in Rente gehen zu können. Vielleicht klappt das, vielleicht kommt aber auch der Herzinfarkt mit 55.

Sehe ich genau so. Man kann das genau so planen, trotzdem auf nichts verzichten und einfach nur die Prioritäten der Vorbereitung verändern, um langfristig Erfolge zu erzielen.

Leider bin ich schon sehr lange dabei und kenne seeeehr wenige (Christian) die so eine lange Durststrecke ausgehalten haben. Wenn jemand, der schon immer relativ viele Wettkämpfe und schwere QTE laufen ist/mochte wegen Verletzung, Umzug, neue Lebensumstände usw. verkündet etwas langfristig anders die Vorbereitung ohne Wettkämpfe plant, ist das ein Abschied von Leistung- und Wettkampf-Sport. Die versuchen dann nach 2-3 Jahren wieder und geben unmotiviert und erfolglos sehr schnell auf.

Ex_Sprinter
18.02.2021, 17:19
Rolli - das kenne ich auch. Der Wiederanlauf kann beschwerlich sein. Falsch: er IST beschwerlich! Und viele kommen nie wieder...

Andererseits: das bedeutete ja, dass ich nach der Corona-Zwangspause endlich mal DM werde, weil die Mehrheit aufhört ;-)

MikeStar
18.02.2021, 20:02
Vielleicht noch ein Aspekt, den man bei langwierigen Verletzungspause u.U. nicht unterschätzen sollte, ist, dass damit auch ein Verlust des Vertrauens in den eigenen Körper einhergehen kann. Das belastet u.A. mental, wenn auch vielleicht erstmal nur unterbewußt, kann mit Hinblick auf einen langfristigen Aufbau - insb. bei ungeduldigen oder mental nicht so gefestigten Sportlern - dazu führen, am Aufbau zu zweifeln, wenn Zwischenziele nicht erreicht werden sollten.

Kann auch zur Folge haben, dass kleine "harmlose" Belastungsanzeichen misinterpretiert werden und der Aufbauzyklus durch unnötige Pausen gehemmt wird. Kommt dann noch die Einstellung "Oh, mir läuft die Zeit davon" dazu, sollte man auch die mentale Komponente nicht vergessen.

Und vielleicht - denke nicht, dass es bei Simon schon soweit ist - muss man auch zu sich ehrlich sein, wenn man merkt, dass es nicht mehr geht und Alternativen suchen... eventuell nur temporär, vielleicht auch permanent.

Wenn wirklich die Stoßbewegung das Problem sind, würde ich vielleicht wirklich versuchen erstmal temporär auf Radtraining auszuweichen, notfalls Zwift, wie es im sub3:20-Faden ja gang und gebe ist.

Ich hab' so eine langfristige Aufbauphase hinter mir, allerdings nicht aus orthopädischen Gründen. Mit 30 war ich soweit, dass ich mich nicht mal mehr getraut habe, um den Block zu laufen. Ich saß eine lange Zeit da und hatte mich damit abgefunden keinen Sport mehr treiben zu können. Irgendwann war ich so gefrustet, dass ich mir zum Ziel gesetzt hatte, alles zu tun um diesen "beschissenen Schmerz" zu überwinden. Ich habe im Grunde zwei Jahre gebraucht in denen ich nur experimentiert hatte was machbar ist und was nicht. Erst als ich das wußte, war das Selbstvertrauen wieder stark genug vernünftig trainieren zu können und dann nochmal zwei Jahre um zu verstehen, wie mein Körper auf bestimmte Intensitäten reagiert.

Ganz wichtig... nie den Glauben verlieren. :daumen:

Rolli
19.02.2021, 20:30
Sportplatz!!!!!!
Die Behörde erlauben was...
Also sofort einen Mitgenommen und auf die Bahn.
12x300/100, die Zeiten so schlecht, dass ich sie lieber verschweige. Und der Schützling sogar nach 5 Runden raus (immerhin ein 33'-Läufer) Man!!!!

Danach noch ein Paar Sprints und 300m in erzwungenen 49s. Mit Spikes :zwinker2:

Schön wieder auf der Bahn zu sein...
Jetzt Kraft reduzieren und VO2-Anteil erhöhen.

hbef
19.02.2021, 20:57
Zeiten verschweigen in einem MD-Thread...Tztzt, wo gibt's denn sowas. Ich war seit November nicht mehr auf der Bahn. Könnte sogar, aber werde noch bis März warten.

hbef
19.02.2021, 21:08
Hab mich Mittwoch richtig abgeschossen. Freies Fahrtspiel...nie wieder. Nach fünf Minuten schon blau, weil keine Kontrolle über das Tempo. Ohne Uhr als Coach geht einfach nicht. Dann zwischendurch immer zu langsam gefühlt und richtig reingehalten, Laktat schon ordentlich gespürt. Am Ende dann gesehen, dass es natürlich gar nicht so langsam war. Lunge hat übrigens noch am nächsten Tag gebrannt, das war zu hart. Mal gucken wie der TDL morgen läuft (bei 17 Grad dann, letzten Samstag noch minus 5).

MikeStar
19.02.2021, 23:16
Mir ist heute der Kragen geplatzt und ich hab' die Gemeinde (natürlich mit höflicher Wortwahl) angepampt wie es sein kann, dass der Sportplatz für Individualsportler geschlossen ist, gleichzeitig auf dem geöffneten Spielplatz die Jugendlichen 5 gegen 5 Basketball spielen oder zum Kicken regelmäßig in Gruppen über den Zaun klettern? Administrativ einfache pauschale Maßnahmen statt nachhaltige Lösungen sind ja irgendwo nachvollziehbar aber dann bitte auch die Einhaltung überwachen.

Gestern Einlaufen + 2x 5x 500m/500m HMRT/locker mit 500m SP (lockern + ABC) + Auslaufen.
Wieder nach Gefühl gelaufen, diesmal etwas kontrollierter und kam auch relativ genau (0-10"/km schneller) auf die Zielpace in den "schnellen" Abschnitten.

Heute 2x 40min Berglauf (220Hm + 130Hm auf den jeweils ersten 3km) mit 5' ABC dazwischen. Ziel, nochmal die Waden zum Brennen bringen.

hbef
19.02.2021, 23:33
Kletter doch auch über den Zaun. Im Zweifelsfall jagen die jetzt nur die Jungs regelmäßig weg und niemand hat gewonnen. Ich steige manchmal über den Zaun, die Bahn bei mir wird nie genutzt und ist in schlechtem Zustand. Da hat mich einmal jemand weggejagt in drei Jahren. Irgendwann im Frühjahr ist auch mal die Polizei vorbeigefahren, hat anscheinend jemand gepetzt. Die haben gesehen, dass ich alleine bin und sind wieder weg. Weiß ja nicht, wie streng das bei dir gehandhabt wird. Anscheinend ja nicht so sehr, wenn die Jungs da zocken können.

Rolli
20.02.2021, 09:02
Mike... was hast Du jetzt davon, dass auch die 10 Jungs kein Sport machen dürfen.

Versuche lieber sich mit der Stadt zu einigen und nicht die Anderen zu ...

Rolli
20.02.2021, 09:03
Hab mich Mittwoch richtig abgeschossen. Freies Fahrtspiel...nie wieder. Nach fünf Minuten schon blau, weil keine Kontrolle über das Tempo. Ohne Uhr als Coach geht einfach nicht. Dann zwischendurch immer zu langsam gefühlt und richtig reingehalten, Laktat schon ordentlich gespürt. Am Ende dann gesehen, dass es natürlich gar nicht so langsam war. Lunge hat übrigens noch am nächsten Tag gebrannt, das war zu hart. Mal gucken wie der TDL morgen läuft (bei 17 Grad dann, letzten Samstag noch minus 5).

Kenne ich nur zu gut.
Aber das glauben uns die Langstreckler nicht. :zwinker2:

MikeStar
20.02.2021, 10:02
Rolli, ich habe bereits versucht die Gemeinde zum Umdenken zu bewegen. Die Antwort war relativ klar... wir machen dicht weil's einfacher ist und der Rest ist uns egal. Weitere Vorschläge wurden schlicht und ergreifend ignoriert.
Wenn's nach mir ginge hätten die Jungs unter Auflagen sogar ganzjährig weitertrainieren können... aber es hat ja seinen Grund warum Kontaktsport aktuell verboten ist und Hausfriedensbruch ist immer noch eine Straftat. Ein bissl' Diszipin kann man erwarten.
Aber mein Kommentar Richtung Gemeinde war auch nicht gegen die Jugendlichen formuliert... sondern als Spitze gegen die Gemeinde.

Wie gesagt, die Jungs sollen Sport machen... die Bequemlichkeit der Behörden kotzt mich an... In deutlich kritischeren Städten waren die Anlagen offen und unser Dorf mit max. 16 aktiven Fällen bei 12.000 Einwohnern macht alles dicht und treibt die Sportler im Winter auf die Straßen oder dunklen Feldwege.

Egal... kein Thema für hier.

Wie seht ihr die Chance, dass im April/Mai wieder Bahnwettkämpfe stattfinden?

hbef
20.02.2021, 10:06
Einige Veranstaltungen wurden jetzt gerade für April abgesagt hier in der Gegend. Andere aber auch ausgeschrieben. Kann man echt nur spekulieren. Mein Gefühl sagt mir, dass zumindest April nichts wird. Mai... vielleicht.

Rolli
20.02.2021, 10:44
Ich denke und plane noch gar keine Wettkämpfe... wir warten einfach und machen Grundlagen.

Grundlagen hin oder her. Aus meine Gruppe ist nur noch einer der sich einigermaßen motiviert. Einer!!!!! So schwachsinnig sind die Corona-Regeln. Ja, aber Merkel/Spahn/Laschet sind keine Sportler und können so was nicht nachvollziehen. Die Vereine wieder Aufbauen wird ein Akt sein. Da sind auch schon Trainer, die einfach kein Bock mehr haben. Eine verlorenen Generation...

hbef
20.02.2021, 10:54
Kann ich einerseits verstehen, aber andererseits überrascht es mich auch ein bisschen. Man könnte ja denken, die intrinsische Motivation wäre bei leistungsorientierten Sportlern mit Spaß am Laufen etwas widerstandsfähiger. Zumal wir ja noch einigermaßen privilegiert sind. Wir können trainieren und uns sogar weiter verbessern, auch ohne Wettkämpfe. Natürlich fehlen die, aber TimeTrials zB gehen ja immer.

Rolli
20.02.2021, 10:57
Kann ich einerseits verstehen, aber andererseits überrascht es mich auch ein bisschen. Man könnte ja denken, die intrinsische Motivation wäre bei leistungsorientierten Sportlern mit Spaß am Laufen etwas widerstandsfähiger. Zumal wir ja noch einigermaßen privilegiert sind. Wir können trainieren und uns sogar weiter verbessern, auch ohne Wettkämpfe. Natürlich fehlen die, aber TimeTrials zB gehen ja immer.

Das waren fast reine Bahn-Läufer. TimeTrials interessieren uns nicht so richtig.

MikeStar
20.02.2021, 11:06
Naja, die Situation ist ja auch schon irgendwo einzigartig. Ich wüßte auch nicht, wie ich als Heranwachsender mit so einer Situation umgegangen wäre.

Ich denke, viele warten einfach bis es wieder losgeht und steigen dann einfach wieder ins Training ein. Im jungen Alter ist man da sicherlich auch unbeschwerter und denkt gar nicht an die Signale die man ausstrahlt, wenn man in der Zwangspause einfach nix oder nicht so viel macht wie möglich.

Sobald es wieder losgeht, wird sich da mit Sicherheit vieles wieder einpendeln, wenn vielleicht auch mit etwas Schwund.

hbef
20.02.2021, 11:12
Das waren fast reine Bahn-Läufer. TimeTrials interessieren uns nicht so richtig.

Ok, aber eigentlich ist noch keine Bahnsaison verloren gegangen. 2020 konnte man doch noch etliche Wettkämpfe laufen im Sommer. Und 2021 wird auch was möglich sein. Gut, gemeinsames Training fällt natürlich weg aktuell. Ich denke auch, dass sich das wieder einpendelt. Auch wenn vielleicht mal paar Wochen die Motivation weg ist.

Rolli
20.02.2021, 11:31
Ok, aber eigentlich ist noch keine Bahnsaison verloren gegangen. 2020 konnte man doch noch etliche Wettkämpfe laufen im Sommer.
Halle schon. Aber auch letztes Jahr kaum Nachwuchs zu Probetraining gehabt, weil sehr viele, verängstliche Elter, die Kinder zu Hause eingesperrt haben.

hbef
20.02.2021, 11:40
Ja, für Kinder eine besonders schwierige Situation, da gehe ich auf jeden Fall mit. Zuwachs wird es in den Vereinen kaum geben aktuell.

Rolli
20.02.2021, 11:47
Positives für mich...
Gestern erste 300m mit Schrittlänge von 1.87 und zweite mit 183... danach nicht mehr. Huhuhu... zufrieden!!!
Ziel ist 800m mit 185 und 180-200 Hz zu rennen!

hbef
20.02.2021, 12:00
Wie zuverlässig ist Garmin da deiner Meinung nach? Ich kann es gar nicht einschätzen. Hab mal geguckt, bei den 300ern letzte Woche hatte ich max. 1,85m und 192spm. Bei einem 400er in 59,2s im Sommer (1000/600/400 Einheit) waren es laut Garmin genau 2m und 200spm, das würde ja einigermaßen passen.

Rolli
20.02.2021, 17:25
Wie zuverlässig ist Garmin da deiner Meinung nach? Ich kann es gar nicht einschätzen. Hab mal geguckt, bei den 300ern letzte Woche hatte ich max. 1,85m und 192spm. Bei einem 400er in 59,2s im Sommer (1000/600/400 Einheit) waren es laut Garmin genau 2m und 200spm, das würde ja einigermaßen passen.

Ich denke, dass Garmin die Frequenz durch Beschleunigungssensor recht gut messen kann. Die GPS Daten beachte ich nicht, sondern rechne auf die Länge der Abschnittes auf der Bahn um und schon habe ich die Schrittlänge.

Rolli
20.02.2021, 17:37
Heute wieder Berge:
3x4x (2' Bup / 2' Bdw) mit 1'/5'P. Hat sich 19,5km zusammengelaufen.

Ging heute wieder sehr gut. T-Shirt und kurze Hose... 17 Grad!!!!
Kommende Woche wieder 2x Bahntraining und Änderung im Plan. Alles schneller!

hbef
20.02.2021, 19:00
Ich bin nicht so gut mit den 20 Grad Temperaturunterschied im Vergleich zu letzter Woche klargekommen. Hab auch noch recht starken Wind und Nachwirkungen von Mittwoch als Ausrede.

Wollte eigentlich je 10' @3:50,45,40,35, was eigentlich gut machbar sein sollte aktuell. War aber von Anfang an zäh und für den letzten Abschnitt hätte ich mich sehr quälen müssen, also weggelassen. Die anderen alle auf den Punkt. Danach 1KM 4:52 und noch 1/0,5/0,5/1KM 3:27/3:10/3:10/3:17 m. 2'GTP als Alibi drangehängt. Am Ende total platt.

hbef
21.02.2021, 16:20
Heute im Wald wars besser.
Meine Woche:

Mo: 10,2KM 4:35 (teilweise Glatteis)
Di: 5KM 4:55 + 6x50-120m S + 30' Stabi
Mi: FS m. 5,64KM @3:11, Abschnitte ca. 200 bis 1000m, langsame Abschnitte zusammen ungefähr Belastungszeit, 13KM insgesamt
Do: 11,2KM 4:46
Fr: 30' Stabi
Sa: 8KM 3:45 (gesteigert) + 1/0,5/0,5/1KM 3:27/3:10/3:10/3:17 m. 2'GTP, 17,5KM gesamt
So: 14KM 4:22 (180HM)

MikeStar
21.02.2021, 17:33
Konnte endlich wieder bei uns im Verein auf den Kunstrasenplatz. :daumen:

Ich heute: 90min locker Sprint- und Sprung bei 17°C im Singlet, weil im T-Shirt zu warm.
Auch ich heute: beim Auslaufen im Wald auf einer Eisplatte ausgerutscht und beinahe hingelegt :klatsch:

Meine Woche:

Mo: 10' Rad-Ergo zum Warmfahren, 30' Kraft
Di: 40' Warm-Up, 8x Stride Feldweg (ca. 10m Anlauf + ca. 10m STL + Tempo 80-85% halten (30-150m), 20min @ 5:00/km, Auslaufen
Mi: 20' DL dann Abbruch mit Magenproblemen
Do: 1km Einlaufen, 2x 5x 500m/500m zügig/locker mit 500m SP (100m locker, 300m ABC, 100m locker)
zügig = 4:54/km, 4:51, 4:49, 4:58, 5:02 + 5:02, 5:06, 4:58, 4:58, 5:08; 1.5km Auslaufen
Fr: Berglauf locker, ca. 38:30, 5.7km, 220Hm, 5:30 ABC + 38', 5.5km, 130Hm, Auslaufen, Ges. 12km
Sa: Rekom locker, 9.7km, 70', 300Hm (inkl. Ca. 3min Orientierung)
So: Lauf-/Sprint-/Sprungübungen, 5x Hütchensprint (10x6 Fuß Abstand) (ges. 90min), Auslaufen 3.5km (40Hm, 18:20)

pat7
21.02.2021, 18:46
ich würde mich an dieser Stelle auch einklinken und bin für Verbesserungsvorschläge / Kommentare zu meinem Plan offen:

Meine Trainingswoche:


Mo: 1,2km einlaufen / 5km in 3:40 pace / 1,2km auslaufen
nachmittag: 4,6km (4:35)

Di: ---

Mi: 11 km vormittag (4:25) / 11 km nachmittag (6:00)

Do: 12km (4:40)

Fr: nachmittag - 1,2 km einlaufen / 3x 1000m (3:30) + 2x 600m (3:30) / 1,6 km auslaufen

Sa: 14,3 km (5:10)

So: 21,2 km (5:16)

insgesamt so ca 90-95 km diese woche -
möchte die nächsten Wochen noch auf die 100km hoch mit Blick auf die 3-5km als Wettkampf.

Rolli
21.02.2021, 19:01
Du läufst 5km TDL in 3:40 und 1000/600er Intervalle in 3:30?

pat7
21.02.2021, 19:16
Du läufst 5km TDL in 3:40 und 1000/600er Intervalle in 3:30?


yes, die 3:30 pace 1000m Intervalle kann ich erst seit 2 Wochen (letzte Woche 400m) auf der Bahn außen laufen, weil diese vorher gesperrt war. Ich muss dazu sagen, dass der Tempodauerlauf mit 3:40 pace auf dem Laufband gelaufen wurde und dadurch relativ "chillig" ist (156HF im Schnitt).

Albatros
21.02.2021, 19:23
Ich muss dazu sagen, dass der Tempodauerlauf mit 3:40 pace auf dem Laufband gelaufen wurde und dadurch relativ "chillig" ist (156HF im Schnitt).
Wie hast du die Pace vom Band ermittelt? Ist das Teil dahingehend geeicht? Die Dinger schwanken zum Teil extrem was das Tempo angeht...

Rolli
21.02.2021, 19:35
yes, die 3:30 pace 1000m Intervalle kann ich erst seit 2 Wochen (letzte Woche 400m) auf der Bahn außen laufen, weil diese vorher gesperrt war. Ich muss dazu sagen, dass der Tempodauerlauf mit 3:40 pace auf dem Laufband gelaufen wurde und dadurch relativ "chillig" ist (156HF im Schnitt).

Laufband hat leider sehr wenig Aussagekraft. Ich würde also 5km TDL in 3:50-3:55 tippen.

pat7
21.02.2021, 19:40
Wie hast du die Pace vom Band ermittelt? Ist das Teil dahingehend geeicht? Die Dinger schwanken zum Teil extrem was das Tempo angeht...

yes da hast du Recht, da gibt es echt ne gute Abweichung leider.

Ich habe dasselbe Laufband wie der Daniel Pugge von Youtube der einen ausführlichen Test gemacht hat:
Das Laufband ist ZU LANGSAM !!! kalibrieren und richtige Geschwindigkeit berechnen - YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=VA4BCWm4NC8)

Die 3:40 werden in Realität wahrscheinlich eher eine 3:50er Pace sein - wenn die Laufbahn, welche näher bei mir Zuhause liegt fertiggestellt wird von dem Laufverein werde ich meine Tempodauerläufe natürlich dort absolvieren, bis dahin bin ich noch mit dem Laufband - trotz Ungenauigkeit - zufrieden.

Es ist ja Pulstechnisch bis zur Schwelle auch noch Luft nach oben.

Da ich erst seit November / Dezember wieder am Laufen bin, sind aktuell sie Steigerungen von Woche zu Woche noch relativ krass und es wird noch ein paar Wochen dauern bis ich eine gute Pace gefunden habe :)

pat7
21.02.2021, 19:41
Laufband hat leider sehr wenig Aussagekraft. Ich würde also 5km TDL in 3:50-3:55 tippen.

yes sehe ich genauso :)

Da mein Maximalpuls ca bei 202 liegt (noch nicht genau ermittelt!) sollte ich den Tempodauerlauf wahrscheinlich auch mit nem Puls von 170-176 laufen oder, statt bisher mit Durchschnittspuls von 156?

Rolli
21.02.2021, 19:45
Ja. TDL soll schon 85-90% der HF intensiv sein.

pat7
21.02.2021, 20:07
Ja. TDL soll schon 85-90% der HF intensiv sein.

Ok, dann geh ich morgen mal auf 3:30 Pace auf dem Laufband :)

Ich bin mehr der "Sprintertyp" deswegen sind die Leistungssteigerungen durch die 90-100km Wochen aktuell sowieso sehr stark und die verschiedenen Pace's noch nicht gefestigt, aber vielen Dank schonmal für die Tipps!

Blackmozart89
21.02.2021, 21:12
Laufband ist meistens 10 bis 15 Sekunden langsamer als auf der Straße.
Kann auf dem Laufband ne 3:08 über 5 km halten.
Auf der Straße bin ich aber nur bei knapp 3:20 auf 5 km.
Würde auch ne Steigung von mindestens 1,5% einstellen, und mindestens 10 - 15 Sekunden schneller pro km für die gewünschte Geschwindigkeit.

pat7
22.02.2021, 07:07
Laufband ist meistens 10 bis 15 Sekunden langsamer als auf der Straße.
Kann auf dem Laufband ne 3:08 über 5 km halten.
Auf der Straße bin ich aber nur bei knapp 3:20 auf 5 km.
Würde auch ne Steigung von mindestens 1,5% einstellen, und mindestens 10 - 15 Sekunden schneller pro km für die gewünschte Geschwindigkeit.


Ok alles klar, danke für den Tipp!


Starke Zeiten, die du da läufst! :daumen:

RunSim
22.02.2021, 10:17
Leute, bald sind die Stadien wieder geöffnet! :love2:

Ok, unsere Stadt ist so dermaßen besch...ert... die haben bislang immer irgendwas gefunden um es "anders" zu machen als alle anderen Städte...
Wahrscheinlich muss ich dann ein paar km fahren um in ein öffentliches Stadion zu kommen, aber egal.

Bei mir nix neues, abwarten und Tee trinken :peinlich:


Habt ihr die DM dieses Wochenende mitverfolgt?

Tesfaye wurde auf den 1500m noch ganz am Ende abgefangen. Das sehr frühe Antreten fand ich zwar auf der einen Seite bewundernswert, aber irgendwie hat er bei mir bislang noch keine Sympathiepunkte sammeln können.

800m Frauen, beherzter Auftritt von Tanja Spill. Gönne ich ihr sehr, vor allem in Hinsicht auf das Verletzungspech der letzten Zeit.

800m Männer, schade für Marc Reuther. Natürlich klug gemacht von den anderen. Aber manchmal wünsche ich mir, dass das Frontrunning auch mal "belohnt" wird.
Es gab in den letzten Jahren ein paar Meisterschaftsrennen, die wirklich extrem langsam waren. Und das war echt schwer anzusehen, langweilig ohne Ende.
Ich tippe aber, dass Reuther bei der EM noch etwas von seiner Klasse zeigen wird.

hbef
22.02.2021, 10:26
Mein Gefühl ist auch, dass man mit Frontrunning in Meisterschaftsrennen keinen Blumentopf gewinnt. Gelegentliche Ausnahmen bei den Frauen, und da vor allem bei den längeren Strecken, mal außen vor gelassen. Aber MD? Gefühlt werden alle am Ende abgefangen. Einzige Ausnahme, an die ich mich erinnern kann, war Rudisha. Und der war einfach eine Nummer besser als der Rest. Man muss aber auch sagen, dass jetzt bei der DM Reuther und Hering einfach nicht die Form hatten. War jetzt ja auch nicht so, dass sie super schnell angegangen sind. Zwar vorne, aber Tempo eher moderat.

Rolli
22.02.2021, 10:58
Mit langgezogenen Endspurt hast du gegen Sprinter gar keine Chance. Deswegen finde ich Flucht nach Vorne durchaus sinnvoll. Vor allem, wenn dass Renne in Sneckentempo zu 3/4 der Strecke ausgetragen wird. Man muss immer versuchen die Sprinter müde zu laufen. Leider muss man da auch das Tempo 1200m gehen und am Ende trotzdem etwas anziehen können.

Ich finde schon blöd, wenn alle den Sprintern die Initiative überlassen und erste 1000m in 3:00 laufen. Da kann nur ein Sprinter gewinnen.

DoktorAlbern
22.02.2021, 13:26
Bei Hering war j awirklich das Problem, dass sie auf den letzten 150m komplett explodiert ist und auch keine annähernd akzeptable Zeit gelaufen ist. Wenn sie ihr normales Leistungsniveau hätte abrufen können wäre es hinten raus halt eng gegen Spill geworden, aber das war ja nicht mal irgendwie knapp.

Bei den Herren über 800m etwas anders, aber man muss hier neidlos anerkennen, dass die "Sprinter" einfach auch gut performt haben. Die Zeiten waren ganz oK aus meiner Sicht.

Tesfaye ist wirklich irgendwie ein komischer Typ. Aber dass er den Vorsprung noch weggeben musste war wirklich eine Überraschung und das war ja auch kein klassichen Forntrunning mehr sonder er konnte ja wirklich eine dicke Lücke reißen. Das war für eine DM ein wirklich interessantes Rennen.

Damen 1500m war für mich eine echte Überrachunng, aber die liebe Gesa ist wirklich immer wieder eine Wettkampfsau. Vom Laufstil finde ich sie auch nicht die pure eleganz, aber wenn es auf der letzten Runde eng her geht ist sie immer "on fire". Ich hatte auch damit gerechnet, dass in diesem Rennszenario Katharina Trost die besten Chancen hat, aber hier war das Tempo (überraschenderweise) dann wohl doch zu hoch. Da war das Frontrunning zumindest "teilerfolgreich".

RunSim
22.02.2021, 14:46
Tesfaye ist wirklich irgendwie ein komischer Typ. Aber dass er den Vorsprung noch weggeben musste war wirklich eine Überraschung und das war ja auch kein klassichen Forntrunning mehr sonder er konnte ja wirklich eine dicke Lücke reißen. Das war für eine DM ein wirklich interessantes Rennen.

Er hat damit das Rennen definitiv spannend gemacht. Der Angriff kam für alle sehr überraschend, da er so früh damit gestartet hat.
Dieses dauernede Umdrehen....das ist für die Verfolger halt ein zeichen für Schwäche. Sogar auf den letzten 50m hat er sich noch mit dem Kopf umgedreht.
Och frage mich da immer, wie man mit gedrehtem Kopf (und damit zwangsweise auch immer zu Teilen mit gedrehtem Oberkörper) noch vernünftig laufen kann. Da muss man sich nur noch auf sich und das Laufen konzentrieren. Alles andere hat man ja eh nicht in der Hand...




Damen 1500m war für mich eine echte Überrachunng, aber die liebe Gesa ist wirklich immer wieder eine Wettkampfsau. Vom Laufstil finde ich sie auch nicht die pure eleganz, aber wenn es auf der letzten Runde eng her geht ist sie immer "on fire". Ich hatte auch damit gerechnet, dass in diesem Rennszenario Katharina Trost die besten Chancen hat, aber hier war das Tempo (überraschenderweise) dann wohl doch zu hoch. Da war das Frontrunning zumindest "teilerfolgreich".
Was mir bei ihr besonders auffällt sind die nach außen gerichteten Füße. Das ist nicht der grazilste Laufstil. Aber den Ansatz von ihr bzw. ihrem Trainer Wolfgang Heinig finde ich ganz gut.
Jetzt, noch ein paar Monate weg von Olympia, läuft sie auch mal andere Strecken als 3000m Hindernis, vor allem 800m und 1500m flach und arbeitet etwas an ihren Fähigkeiten für den Schlussspurt. Den Wettkampfergebnissen zufolge läst sie sich für die kommenden Monate noch etwas Luft bei der Trainingsbelastung.
Wenn man sich das leisten kann, ist das durchaus klug. Man kann nicht ein ganzes Jahr traineren wie ein wilder. In den letzten Jahren hat Heinig es immer geschafft, dass sie genau am Leistungshöhepunkt richtig gut peakt.
Eine gute Platzierung bei der Hallen EM dieses Jahr wird eine absolut untergeordnete Rolle bei der Planung spielen.
Bin sehr gespannt, was sie bei einer möglichen Olympiade in ihrer Paradedisziplin raushaut :-)

bones
22.02.2021, 16:20
Auch wenn sie keine Chance gehabt hätte, das war kein Glanzstück von Verband:

https://www.sportbuzzer.de/artikel/leichtathletik-deutsche-hallenmeisterschaft-hannover-svenja-pingpank-veraeppelt/

RunSim
22.02.2021, 16:33
Auch wenn sie keine Chance gehabt hätte, das war kein Glanzstück von Verband:

https://www.sportbuzzer.de/artikel/leichtathletik-deutsche-hallenmeisterschaft-hannover-svenja-pingpank-veraeppelt/

Sowas ist immer sehr schade für die/den betreffenden Sportler/in.
Und Familie Pingpank ist ja jetzt auch kein Synonym für Freizeitsport...

Rolli
22.02.2021, 16:45
Sowas ist immer sehr schade für die/den betreffenden Sportler/in.
Und Familie Pingpank ist ja jetzt auch kein Synonym für Freizeitsport...

... und man hat den Eindruck irgendwie immer uneins mit dem Verband.

Kerkermeister
23.02.2021, 07:47
Meinem geliebten Verein erging es nach seinem Abgang und aller Sportsöldner ja nicht anders.
Immer für Trouble gut...

Rolli
24.02.2021, 09:29
Hallo zusammen,
ich bin gerade mit dem Laufen angefangen, deswegen frage ich die Erfahrenen hier:
Gestern bin ich mit Spikes 8x600m mit 2'P gelaufen
in 1:58-2:00
letzte 2 in 1:56 und 1:51.

Ist das jetzt gut? Wie schnell kann ich damit 3000m laufen?
Danke für die Antworten.

hbef
24.02.2021, 11:18
11:37.
Wenn du schnell werden willst, musst du schnell laufen.

LG Rolli

Rolli
24.02.2021, 11:30
11:37.
Wenn du schnell werden willst, musst du schnell laufen.

LG Rolli

Ja, aber mein Nachbar sagt, wenn ich schneller laufen will, muss ich immer in 7:30/km laufen. Und er muss ja wissen, er ist schon 3 Marathons gelaufen in 6 Stunden. Auch in New York.

hbef
24.02.2021, 11:33
Marathon ist Königsdisziplin, davon verstehe ich nichts. Laufe maximal 1500m, mehr geht noch nicht. Also hör doch lieber auf ihn.

Rolli
24.02.2021, 11:37
Wie viel mal soll ich 1500m laufen um 3000m laufen zu können?

hbef
24.02.2021, 12:00
Ungefähr 2 mal.

Rolli
24.02.2021, 12:18
Ungefähr 2 mal.

Hast du überhaupt Ahnung vom Laufen? Bist du schon mal in New York gelaufen?

hbef
24.02.2021, 12:49
Wollte ich, aber nach 400m ausgestiegen. Puls zu hoch.

DoktorAlbern
24.02.2021, 13:18
Hallo zusammen,
ich bin gerade mit dem Laufen angefangen, deswegen frage ich die Erfahrenen hier:
Gestern bin ich mit Spikes 8x600m mit 2'P gelaufen
in 1:58-2:00
letzte 2 in 1:56 und 1:51.

Ist das jetzt gut? Wie schnell kann ich damit 3000m laufen?
Danke für die Antworten.

Die 3000m kannst du damit in 9:56,82 laufen. Bei 18°C nach 19:00 Uhr und in der ersten Mondphase auch in 9:54,61.

Und nein, das ist nicht gut, höchstens mittelmäßig.

Rolli
24.02.2021, 13:21
Soll ich jetzt 3 x 3000m laufen?
1x 11:37
1x 9:56
1x 9:54?

Welcher Puls ist das?

RunSim
24.02.2021, 13:52
Hast du überhaupt Ahnung vom Laufen? Bist du schon mal in New York gelaufen?

User hbef: und hast du überhaupt einen Trainerschein?

RunSim
24.02.2021, 13:56
Soll ich jetzt 3 x 3000m laufen?
1x 11:37
1x 9:56
1x 9:54?

Welcher Puls ist das?

Ja genau. Jeweils 2 Tage Pause dazwischen - Geh- oder Stehpause.

Der Puls soll jeweils am Ende jeder 3000m maximal sein.
Es gibt da so nützliche Tabellen: 280 - gefühltes Alter = individueller Maximalpuls


Ich gehe bei dir von 16 Jahren Alter aus. Macht dann 264 = Hfmax.

Da musst du dich schon ordentlich anstrengen, aber es geht.

bones
24.02.2021, 14:04
Ja, aber mein Nachbar sagt, wenn ich schneller laufen will, muss ich immer in 7:30/km laufen. Und er muss ja wissen, er ist schon 3 Marathons gelaufen in 6 Stunden. Auch in New York.

:geil: 3 Marathons (126,Blumenkohl KM) in 6 Stunden. Wohnt Rolli neuerdings in Kenia?

Kerkermeister
24.02.2021, 14:08
Welcher Puls ist das?

:D vllt. sollten wir uns erst darauf einigen, welche Medizinart wir bei deiner Fragestellung "Welcher Puls" anwenden.

TEM: z.b. Pulsus Filiformis, liegst du alter Sack daneben und hast bei den 3x3000 völlig übertrieben!
Wobei du dich beim Ersten sicher verzählt hast mit 11:37, das waren 3500m:zwinker4:
TCM: könnte bei dir gazellenartiger Puls sein:nick:
Unani: Hast du Pulsqualität oder nicht?:hihi:

Rolli
24.02.2021, 15:25
Ihr seit alle Trolle und Neider!!!
Bestimmt kann keiner von euch 3000m laufen. Und in New York wart ihr auch bestimmt nicht... wie mein Nachbar, mit Puls.

RunSim
24.02.2021, 16:34
Ihr seit alle Trolle und Neider!!!
Bestimmt kann keiner von euch 3000m laufen.
Leider, zurzeit ist das richtig :traurig:



Und in New York wart ihr auch bestimmt nicht... wie mein Nachbar, mit Puls.
Hätte er dir gesagt, dass er ohne Puls in New York gewesen wäre, dann hätte ich es ihm an deiner Stelle auch nicht geglaubt...

Rolli
24.02.2021, 17:02
Gestern bin ich mit Spikes 8x600m mit 2'P gelaufen
in 1:58-2:00
letzte 2 in 1:56 und 1:51.


Übrigens: 1,70-1,75cm Schrittlänge.

Rolli
24.02.2021, 19:32
Danke für die Vorschläge. Leider heute nicht geschafft...
2x3 km ohne Pause in 11:27 und 11:37... :motz:

Kann mir jemand sagen, warum ich die 3x3000m nicht in vorgeschlagen Zeiten schaffen kann?

1x 11:37
1x 9:56
1x 9:54?
Falscher Puls? Soll ich durch die Nase atmen? Barfuß laufen? Ist M&M's als Nahrungsergänzungsmittel gut gegen meine schwache Leistung? Oder soll ich doch auf AstraZeneca umsteigen?

MikeStar
24.02.2021, 19:45
Du musst Laufband laufen, weißt du? Außerdem brauchst du noch einen Zweitaccount, der ähnliche Zeiten läuft und dir bestätigt wie toll du bist. :D

RunSim
24.02.2021, 20:30
Kann mir jemand sagen, warum ich die 3x3000m nicht in vorgeschlagen Zeiten schaffen kann?

Falscher Puls? Soll ich durch die Nase atmen? Barfuß laufen? Ist M&M's als Nahrungsergänzungsmittel gut gegen meine schwache Leistung? Oder soll ich doch auf AstraZeneca umsteigen?
Ich glaube nichts davon wird dir helfen.
Habe aber eine ganz einfache Erklärung: du bist einfach zu schlecht und kannst nix:-)
Quäl dich, du Sau ;-)



Danke für die Vorschläge. Leider heute nicht geschafft...
2x3 km ohne Pause in 11:27 und 11:37... :motz:

Das ist doch gut! Weitermachen!

hbef
24.02.2021, 21:14
Heute 8x500m in 1:29,9 m. 3'TP @5:16. Puls 304 von 305. Reicht das schon für New York?

hbef
24.02.2021, 21:18
User hbef: und hast du überhaupt einen Trainerschein?

Ja, hab die Patente A, B, C und die 6.

Rolli
24.02.2021, 21:40
Heute 8x500m in 1:29,9 m. 3'TP @5:16.
Was für Tempo hast Du gezielt?

hbef
24.02.2021, 21:56
Hatte schon 3:00 im Kopf und das dann auch recht konstant getroffen. War schon knackig, aber noch kontrolliert. Hatte anfangs motorisch etwas Probleme mit dem Tempo, hat sich aber nacb zwei Durchgängen eingependelt.

Rolli
25.02.2021, 07:18
Hatte schon 3:00 im Kopf und das dann auch recht konstant getroffen. War schon knackig, aber noch kontrolliert. Hatte anfangs motorisch etwas Probleme mit dem Tempo, hat sich aber nacb zwei Durchgängen eingependelt.

Also genau zwischen 15000 und 3000mT? VO2max?

hbef
25.02.2021, 10:30
Ja, wahrscheinlich sogar einen Ticken näher an 1500m Tempo.

RunSim
25.02.2021, 11:23
Ja, wahrscheinlich sogar einen Ticken näher an 1500m Tempo.
Lügenbold! :zwinker5:
Im 3er Tempo läufst du dich doch warm :D
Sieht weiterhin fein bei dir aus :nick: :daumen:


Gestern eeendlich wieder Stadion! :geil:
Ok, meine Beine sind eigentlich noch nicht wieder fit, aber was soll man machen, wenn 1. gutes Wetter und 2. das Stadion ruft.

Daher Pillepalle-Pseudo-Training um einfach mal wieder ein bisschen zügiger zu laufen:
3x(5x100mzügig+100m locker) mit 3´Gehpause

Es kam raus: 3:49/3:54/3:52
Nicht immer alle 100m gestoppt, sondern nur jede Serie komplett. Alles andere versaut nur das Laufgefühl, finde ich.

Auch wenn es unter "Pseudo-Einheit" fällt, so finde ich sowas besser, als z.B. 3x2km im kontinuierlichem Tempo.
Wenigstens läuft man ein paar Meter schnell, als andauernd so mittelschnell/mittellahm.
Rumgegurkt habe ich jetzt das letzte halbes Jahr schon.

Ich bin ja bekanntlich Freund von so Mini-IVs. Sollte Stadiontraining weiterhin möglich sien, so werde ich darüber versuchen das zügige Laufen wieder zu erlernen.
Gestern habe ich gemerkt, dass es motorisch wirklich eine große Aufgabe war in 3:20er Tempo "vernünftig" zu laufen. Das war sonst nie ein Problem für mich.

Variationen, die mir so vorschweben:
3x (5x100m zügig+100m locker) / Eingewöhnung
10-20 x 200m zügig+200m locker
10-20 x 300m zügig+100m locker
3x (8-12 x 200m zügig+100m locker)
3x (10-14 x 150m zügig+50m locker)


Und am liebsten 3 x pro Woche Sprints, Schnelligkeits und all das nette Zeugs mit Spikes :geil:

Rolli
25.02.2021, 11:55
Simon!
:daumen:

Weiter Kraft zur Muskelnpflege nicht vergessen.

MikeStar
25.02.2021, 19:16
Simon: Diese Pseudoeinheiten bin ich u.a. in der Zeit, als in der meine 10er- und 5er-Zeiten sich verbessert haben, regelmäßig in verschiedenen Varianten gelaufen.

Klassisch 100/100 oder 200/200 oder 200/100 aber auch z.B. alternativ 100/300/150/250/200/200/250/150/300/100/400 schnell/locker oder 6x 200/100/100 rollend/5k/1.5k... auch mal in Kombi mit Steigerungen, Kurzsprints o.ä.... unterschätze die Effektivität solcher Einheiten nicht :daumen:

Ich hoffe, du hast jetzt mal Glück mit dem Fahrgestell und es geht aufwärts... :daumen:

Ich hab' gestern sowas "ähnliches" als GA-Einheit gemacht... und musste abbrechen mit Muskelkrämpfen :tocktock:
- 1km Einlaufen, dann 4x 500m/500m/500m locker/locker minus 20s/km /HMRT, 1km locker, 3x 500m/500m/500m HMRT/rollend/locker... sollten eigentlich 4 Wdh am Ende werden aber beim 3x locker kamen die Krämpfe.

Hab' mich jetzt entschieden die für nächste Woche geplante Entlastungswoche vorzuziehen und dann Ende nächster Woche wieder anzuziehen.

hbef
25.02.2021, 20:51
Schön zu hören, Simon :daumen:

Rolli
26.02.2021, 21:09
Sprinttraining!!
2x30
2x30-20-30
2x30m 3-Punkt-Start
2x100m locker in 15,0 und 14,6

3000m Steigend von 92 bis auf 80s/400 in 10:41 (leider ungleichmäßig und die geplante sub80 am Ende nicht geschafft :motz:) Split 3:45-3:30-3:26.

RunSim
27.02.2021, 11:29
Rolli, Sprinttraining, wuhu!
3000 war doch auch vollkommen in Ordnung, sehr zügig! :-)


Ich stelle fest, dass ich ein Stadion zum trainieren brauche. So auf der Straße mache ich kein Lauf ABC etc.
Jetzt mit Stadion ist alles einfacher und besser.
Gestern wieder Pseudogrundlageneinheit.
10x200m/200m.
4km@3:50 gesamt / 3:30+4:10.

42/200m ist lahm für mich, aber woher soll Geschwindigkeit kommen, wenn man lange nur rumgegurkt ist, daher alles in Ordnung.

Danach noch 2x150m in 24+23 (ohne Spikes). Für den Kopf langsam rantasten an Geschwindigkeit.
Sch... Laufgefühl, habe mich so wie ein Elefant im Porzellanladen gefühlt. Aber auch da gilt: jede Fähigkeit, die man lange nicht gemacht hat, verkümmert mit der Zeit.

Sollte das Wetter passen, werde ich nächste Woche für eine Einheit die Spikes auspacken.


Habt ihr Erfahrungen mit solchen o.g. Pseudo-Grundlageneinheiten in Bezug auf Peaking? Sowas kann man doch eigentlich gut für 6 Wochen machen ohne wirklich eine Wettkampfform aufzubauen, oder?
Also gut geeignet für den allgemeinen Aufbau?

hbef
27.02.2021, 14:48
Ich denke, solche Einheiten kann man gut als Grundlage machen. Das wird nicht allzu formgebend sein. Aber die Spikes, die würde ich an deiner Stelle erstmal im Schrank lassen. Warum willst du das jetzt riskieren? Sehe ich keine Notwendigkeit. Nimm Turnschuhe, da kannst du auch schnell mit laufen. Ich hole die Spikes auch frühestens in einem Monat raus.

Ich bin heute 12KM TWL 3:24/4:00 gelaufen. 6s schneller als geplant, ohne komplett zu sterben. Letzte noch in 3:20/3:57. Form ist klasse.