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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Für Master, die Mittelstrecke und kurze Langstrecke laufen



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Albatros
28.01.2020, 10:42
Ich laufe nicht für Rolli, sondern für mich. Wenn ich die 2000er zur Zeit vielleicht in 3:45/km statt in 3:55/km laufen könnte, nur weil ich frischer bin, macht das schon einen Unterschied aus. Es läuft aber dennoch sehr gut bei mir.
Ich bin da vollkommen bei Dir und verstehe Deinen Gedanken zu 100%. Bei Rolli hab ich halt manchmal meine Schwierigkeiten wie er manches meint. Vermutlich weil er häufig nur irgendwelche "Brocken hinschmeißt" ohne weitere Erläuterung. Daher mein schnippischer Querverweis - hat natürlich nix mit dem hier zu tun. Sorry.

Brian
28.01.2020, 11:08
Ich bin da vollkommen bei Dir und verstehe Deinen Gedanken zu 100%. Bei Rolli hab ich halt manchmal meine Schwierigkeiten wie er manches meint. Vermutlich weil er häufig nur irgendwelche "Brocken hinschmeißt" ohne weitere Erläuterung. Daher mein schnippischer Querverweis - hat natürlich nix mit dem hier zu tun. Sorry.
Ich persönlich tue mich immer dann schwer, wenn jemand seine Meinung oder sein Wissen als einzig gültige Variante hinstellt. Es gibt immer mehrere Wege, die alle richtig sein können und es kommt auch auf den Einzelfall an.

Und wenn sich jemand rein aus Spass am Laufen dazu entschließt "falsch" zu trainieren (wovon bei mir nicht die Rede sein kann, denn ein ausgezeichneter Trainer schreibt meine Pläne), dann ist das völlig in Ordnung.

In einer Angelegenheit gehe ich mit Rolli konform. Bevor man dauerhaft die Laufschuhe schnüren möchte, nachdem man sich eine gewisse Grundkondition erarbeitet hat, also 5 bis 10km am Stück laufen kann, wäre es von Vorteil, das Laufen von Grund auf zu lernen. Ich selbst bin so vorgegangen, habe als ehemaliger Bewegungslegastheniker nach jahrelangem Training das Lauf-ABC gelernt und habe meinen Körper im Krauftraum umgebaut. Als Spätstarter war mein Körper zu Beginn allerdings verkorkst, dennoch habe ich das Laufen im Rahmen meiner körperlichen Voraussetzungen neu gelernt. Das war jahrelange Arbeit und keine schlechte Erfahrung, besonders wenn ich sehe, auf welchem Level ich mich zur Zeit bewege. 2010 habe ich davon geträumt.

Albatros
28.01.2020, 11:28
[…]
Bevor man dauerhaft die Laufschuhe schnüren möchte, nachdem man sich eine gewisse Grundkondition erarbeitet hat, also 5 bis 10km am Stück laufen kann, wäre es von Vorteil, das Laufen von Grund auf zu lernen. Ich selbst bin so vorgegangen. Als Spätstarter war mein Körper zu Beginn allerdings verkorkst, dennoch habe ich das Laufen im Rahmen meiner körperlichen Voraussetzungen neu gelernt. Das war jahrelange Arbeit und keine schlechte Erfahrung, besonders wenn ich sehe, auf welchem Level ich mich zur Zeit bewege. 2010 habe ich davon geträumt.
Ich denke die meisten hier sind solche Spätstarter mit unterschiedlich sportlicher Vergangenheit und zukünftigen Ambitionen. Daher muss man - wie Du sagst - schon unterscheiden, worum es dem Individuum überhaupt geht, und was auf welcher Basis möglich ist, bevor man einem vermeintlich allgemeingültige Konzepte vor die Füße wirft...
Auch "Laufen von Grund auf lernen" gehört meiner Meinung nach dazu - der Spätstarter der einfach nur fit bleiben will und dreimal die Woche im Wald joggen geht, wird wenig Interesse daran haben.
Der ambitionierte Freizeitläufer mit unter schon. Ich merke das ja bei mir selber auch - irgendwann kommste halt mit reiner Erhöhung der Umfänge und zwischendurch mal ballern nicht mehr wesentlich weiter. Da sind dann andere Stellschrauben zu drehen...

Rolli
28.01.2020, 11:29
Ich persönlich tue mich immer dann schwer, wenn jemand seine Meinung oder sein Wissen als einzig gültige Variante hinstellt.

Wer macht das denn? :zwinker2:

Übrigens... einige vertragen "0" Kritik. Ich auch nicht.

Brian
28.01.2020, 11:33
Ein interessanter Ansatz: Im Winter, wenn der Fokus noch nicht so auf Schnelligkeit liegt, dürfen die Dauerläufe durchaus mal schneller sein. Natürlich sollte dabei auf das Körpergefühl gehört werden. Dabei darf mit dem Tempo gespielt werden, zum Beispiel, indem ich 1 Tag vor einer QTE bewusst Tempo rausnehme. Im Frühjahr/Sommer, wenn der Fokus mehr auf Schnelligkeit liegt, sollte das Tempo der Dauerläufe so modifiziert werden, dass die QTE nicht beeinträchtigt werden. Ich bin gespannt.

Brian
28.01.2020, 11:41
Ich denke die meisten hier sind solche Spätstarter mit unterschiedlich sportlicher Vergangenheit und zukünftigen Ambitionen. Daher muss man - wie Du sagst - schon unterscheiden, worum es dem Individuum überhaupt geht, und was auf welcher Basis möglich ist, bevor man einem vermeintlich allgemeingültige Konzepte vor die Füße wirft...
Auch "Laufen von Grund auf lernen" gehört meiner Meinung nach dazu - der Spätstarter der einfach nur fit bleiben will und dreimal die Woche im Wald joggen geht, wird wenig Interesse daran haben.
Der ambitionierte Freizeitläufer mit unter schon. Ich merke das ja bei mir selber auch - irgendwann kommste halt mit reiner Erhöhung der Umfänge und zwischendurch mal ballern nicht mehr wesentlich weiter. Da sind dann andere Stellschrauben zu drehen...
Der Körper hält Dämpfungssysteme bereit, die aktiviert werden könnten. Ich schreibe im Konjunktiv, damit es jetzt keinen Shitstorm der Empörung gibt. Es geht auch darum, viele Jahre weitgehend verletzungsfrei laufen zu können. Inwiefern derartige Überlegungen beim Pommesbudenläufer eine Rolle spielen, sei mal dahingestellt. Nicht wenige schlurfen in manchen Wochen mehr als 100km in der Woche vor sich hin (und wundern sich, wenn der Körper irgendwann einmal streikt). Dann könnte es schon sinnvoll sein, das Laufen von Grund auf erlernt zu haben. Für viele ist Lauf-ABC, Gymnastik und Krafttraining, um sich eine gute Beweglichkeit und Koordination zu erhalten, eine lästige Übung. Auch das kann zur Verletzungsfreiheit beitragen.

Brian
28.01.2020, 11:51
Irgendwann kommste halt mit reiner Erhöhung der Umfänge und zwischendurch mal ballern nicht mehr wesentlich weiter. Da sind dann andere Stellschrauben zu drehen...
Der Ansatz kann auch lauten: erst schnell werden und dann die Umfänge erhöhen. Ich selbst habe über mehrere Jahre einen gemischten Ansatz verfolgt: Im Winter hohe Umfänge, im Frühjahr Schnelligkeit (10km) im Sommer Marathontraining.

Seit 2016 beschränke ich mich weitgehend auf die kürzeren Distanzen von 1500m bis 5000m.

Albatros
28.01.2020, 12:06
[…]
Seit 2016 beschränke ich mich weitgehend auf die kürzeren Distanzen von 1500m bis 5000m.
Was reizt Dich an den kürzeren Distanzen?
Ist es nicht meist so, dass man mit fortschreitendem Alter auf die längeren Distanzen geht?
Ich habe keine Erfahrung mit Bahnwettkämpfen, da ich selber nur ein Pommmesbudenjogger bin - nur irgendwie verbinde ich Bahnwettkämpfe mit schnellen Jungs mitte zwanzig die quasi voll im Saft stehen...
Klar gibt's da sicher auch ALtersklassenathleten - nur gefühlt käme ich mir da deplatziert vor. Wohl auch weil ich nicht Konkurrenzfähig wäre...

Brian
28.01.2020, 12:32
Was reizt Dich an den kürzeren Distanzen?
Ist es nicht meist so, dass man mit fortschreitendem Alter auf die längeren Distanzen geht?
Ich habe keine Erfahrung mit Bahnwettkämpfen, da ich selber nur ein Pommmesbudenjogger bin - nur irgendwie verbinde ich Bahnwettkämpfe mit schnellen Jungs mitte zwanzig die quasi voll im Saft stehen...
Klar gibt's da sicher auch ALtersklassenathleten - nur gefühlt käme ich mir da deplatziert vor. Wohl auch weil ich nicht Konkurrenzfähig wäre...
Ich stehe zur Zeit voll im Saft und bin auf meinem bisher höchsten Niveau. Die Ultralangstrecke reizt mich nicht. Wenn ich Ultralangstrecke laufen würde, dann wollte ich im Bereich der 8h über 100km bleiben, weil ich einen vergleichsweise hohen sportlichen Ehrgeiz besitze. Bei dem dafür nötigen Aufwand schrecke ich zurück und ich glaube, dass auch mein Körper nicht mitmachen würde. Der Hauptgrund meiner Ablehnung ist aber der fehlende Spaßfaktor. Eine 10:15min über 3000m anzustreben, oder eine 4:43min über 1500m zu laufen macht mir Spaß! Das ist Adrenalin pur, und bei der anschließenden Euphorie nach einem Wettkampf fühle ich mich wie unter Drogen gesetzt.

Das Training für meine Lieblingsstrecken ist abwechslungsreich, man ist im Wettkampf auch auf Landes- und Bundesebene schnell vorne dabei, wenn man sich ein gewisses Niveau erarbeitet hat, weil die Luft in meiner AK dünn ist. Ich bin auch schon gut rumgekommen, auch in Europa, das ist einfach geil! Man merkt allerdings - auch an Deinem Beitrag - das die Seniorenleichtathletik in der öffentlichen Wahrnehmung wohl einen geringeren Stellenwert hat, als in Ländern wie Irland, Spanien, Groß Britannien und anderen Nationen. Natürlich ist das ein rein subjektives Gefühl!

Albatros
28.01.2020, 12:57
[…]
Man merkt allerdings - auch an Deinem Beitrag - das die Seniorenleichtathletik in der öffentlichen Wahrnehmung wohl einen geringeren Stellenwert hat, als in Irland, Spanien, Groß Britannien und anderen Nationen. Natürlich ist das ein rein subjektives Gefühl!
Da liegst Du mit Deinem Gefühl vermutlich richtig.
In anderen Sportarten wird das aber auch nicht viel anders sein... Die Öffentlichkeit interessiert sich doch meist nur für Top-Leistungen - und die bringen nun mal absolut gesehen (mit Ausnahmen) die jüngeren Athleten...

leviathan
28.01.2020, 14:30
Da liegst Du mit Deinem Gefühl vermutlich richtig.
In anderen Sportarten wird das aber auch nicht viel anders sein... Die Öffentlichkeit interessiert sich doch meist nur für Top-Leistungen - und die bringen nun mal absolut gesehen (mit Ausnahmen) die jüngeren Athleten...

Das ist doch aber kein Problem. Man kann doch den Zuschauer nicht zu irgend etwas zwingen. Selbst unter den Sportlern im besten Alter gibt es Unterschiede. Diese hast Du doch bereits in den Sportarten selbst. Fußball hat mehr Anhänger als Unterwasserrugby. Und Leichtathletik liegt irgendwo dazwischen. Und wenn man von WM und OS absieht wahrscheinlich sogar näher am Unterwasserrugby. Männersport wird deutlich mehr konsumiert als Frauensport. Es gibt noch viele andere Beispiele.

Ihr macht es für Euch. Und freut Euch, wenn Ihr das mit jemandem teilen könnt. Aber im worst case könnt Ihr Euch für Euch freuen. Ist ja nicht das schlechteste :)

RunSim
28.01.2020, 14:48
Hierzu passend: Knacki Deuser als MD Wiedereinsteiger:
https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/deuser-rennt-ich-laufe-800-meter

Albatros
28.01.2020, 14:52
Das ist doch aber kein Problem.
Für mich nicht.
Ich habe lediglich den Eindruck des "geringen Stellenwert der Seniorenleichathletik in der öffentlichen Wahrnehmung" für mich bestätigt.




Ihr macht es für Euch. Und freut Euch, wenn Ihr das mit jemandem teilen könnt. Aber im worst case könnt Ihr Euch für Euch freuen. Ist ja nicht das schlechteste


100% Zustimmung!

Brian
28.01.2020, 16:01
Das ist doch aber kein Problem. Man kann doch den Zuschauer nicht zu irgend etwas zwingen. Selbst unter den Sportlern im besten Alter gibt es Unterschiede. Diese hast Du doch bereits in den Sportarten selbst. Fußball hat mehr Anhänger als Unterwasserrugby. Und Leichtathletik liegt irgendwo dazwischen. Und wenn man von WM und OS absieht wahrscheinlich sogar näher am Unterwasserrugby. Männersport wird deutlich mehr konsumiert als Frauensport. Es gibt noch viele andere Beispiele.

Ihr macht es für Euch. Und freut Euch, wenn Ihr das mit jemandem teilen könnt. Aber im worst case könnt Ihr Euch für Euch freuen. Ist ja nicht das schlechteste :)
In manchen Ländern werden auch die Master und Masterinnen wie Helden gefeiert. Ich erinnere mich daran, wie groß die Begeisterung des Publikums war, als die Siegerin der AK W60 im Cross, die große Rosa Mota, bei einem großen Turnier 2019 geehrt wurde. Ich vermute mal, dass in einigen Ländern auch die Senioren der AK M50 Halbprofis sind, einer davon Joaquim Figueiredo aus Portugal.

Das ist auch eine Frage der Wertschätzung und Einstellung zur älteren Generation, behaupte ich mal.

Wenn der 50jährige Tecwyn Davies eine 30:35min über 10km hinlegt, dann entspricht das nach RW-Rechner einer hohen 26 in der Hauptklasse. Er wird Profi sein. Bei dieser Leistung kann ich nur staunen, Weltklasse! War nicht kürzlich von einer möglichen 32 in der AK M50 die Rede? Die Meßlatte liegt bei 30:35min für 10km!

leviathan
28.01.2020, 16:45
In manchen Ländern werden auch die Master und Masterinnen wie Helden gefeiert.

Ja, das ist richtig. Da spielt die Leichtathletik aber in der Regel per se eine gewichtige Rolle.


Das ist auch eine Frage der Wertschätzung und Einstellung zur älteren Generation, behaupte ich mal.

Das würde ich daraus nicht ableiten und ist auch völlig irrelevant. Wer unbedingt Anerkennung von außen benötigt, muss sich eben etwas suchen, was dritte interessant finden. Seniorenleichtathletik gehört in Deutschland eben nicht dazu. Das kann man gut finden oder nicht, man wird es nicht ändern.


Wenn der 50jährige Tecwyn Davies eine 30:35min über 10km hinlegt, dann entspricht das nach RW-Rechner einer hohen 26 in der Hauptklasse. Er wird Profi sein. Bei dieser Leistung kann ich nur staunen, Weltklasse! War nicht kürzlich von einer möglichen 32 in der AK M50 die Rede? Die Meßlatte liegt bei 30:35min für 10km!

Ich habe meine Meßlatte auf 31:44 gesetzt. Schön zu wissen, daß da jemand eine 30:35 gelaufen ist. Das zeigt, daß da theoretisch noch Luft ist. Was lernen wir daraus? Sollte ich in der Lage sein eine 31:44 zu laufen, wäre das für deutsche Verhältnisse super. Ich wäre damit wohl sehr zufrieden. Niemand würde sich darum scheren, weil Seniorensport uninteressant ist. Aber mir könnte das niemand nehmen. Und allein der Versuch, daran gearbeitet zu haben und so ein Ziel verfolgt zu haben, würde mich wohl ziemlich happy hinterlassen. Wenn ich dann Anerkennung suche, ziehe ich einfach nach Portugal um. Da sind die Trainingsbedingungen eh besser :zwinker2: Dann ist die 31:44 zwar nicht mehr super, sondern nur noch ok, aber immerhin mit Anerkennung verknüpft. Ich gebe es zu, ich könnte schwach werden, aber eher wegen dem Wetter :wink:

Brian
28.01.2020, 17:03
Das würde ich daraus nicht ableiten und ist auch völlig irrelevant. Wer unbedingt Anerkennung von außen benötigt, muss sich eben etwas suchen, was dritte interessant finden. Seniorenleichtathletik gehört in Deutschland eben nicht dazu. Das kann man gut finden oder nicht, man wird es nicht ändern.
Ganz ohne Wertschätzung ist man als Master in Deutschland nun auch nicht, zumindest nicht auf lokaler oder regionaler Ebene. Wertschätzung, wie ein Bericht in der lokalen Presse, kann einfach gut tun, das ist menschlich, für mich persönlich aber kein Selbstzweck. Deshalb stimme ich Dir teilweise zu.

Das würde ich daraus nicht ableiten und ist auch völlig irrelevant. Wer unbedingt Anerkennung von außen benötigt, muss sich eben etwas suchen, was dritte interessant finden. Seniorenleichtathletik gehört in Deutschland eben nicht dazu. Das kann man gut finden oder nicht, man wird es nicht ändern.
Das sehe ich etwas anders, wenn ich mir vor Augen führe, wie schwer es selbst eine Fachkraft über 50 auf dem Arbeitsmarkt hat, einen Job zu finden. In Deutschland ist der Jugendwahn noch immer tief verwurzelt. Das zeigt der Alltag.

MikeStar
28.01.2020, 19:07
In anderen Sportarten ist des doch noch schlimmer... da hat man als Senior doch kaum noch Chancen am aktiven Betrieb teilzunehmen.
Im Schach, Darts oder Snooker hat man da im Alter bessere Chancen... sorry.

In der Leichtathletik ist es zwar super auch Altersklassenwertungen zu haben, aber noch werd ich lieber im gemeinsamen Bewerb mit den jungen letzter als auf einem Seniorensportfest mit der gleichen Leistung aufs Treppchen.

So... ich warte jetzt mal noch fast 3h auf meinen 200m Lauf.

hbef
28.01.2020, 19:11
Die gefühlt hundertste Diskussion und ewige Jammerei über das Alter im Sport ist zwar nicht zielführend, aber wer Spaß daran hat... Gerne. Aber dann beschränke dich doch wenigstens auf den Sport und lass sowas...


In Deutschland ist der Jugendwahn noch immer tief verwurzelt. Das zeigt der Alltag.

... einfach stecken. In einem durch und durch veralteten Land von Jugendwahn zu sprechen, ist mindestens gewagt. Ich brauche wohl nicht dezidiert aufzuführen, warum deine Generation es sicherlich nicht schlechter hatte und hat als alle, die jetzt noch ihr berufliches und privates Leben vor sich haben. Come on, Martin. Das kann nicht dein Ernst sein.

emel
28.01.2020, 19:13
So... ich warte jetzt mal noch fast 3h auf meinen 200m Lauf.

Oha, das ist spät. viel Erfolg!!

Brian
28.01.2020, 19:41
Die gefühlt hundertste Diskussion und ewige Jammerei über das Alter im Sport ist zwar nicht zielführend, aber wer Spaß daran hat... Gerne. Aber dann beschränke dich doch wenigstens auf den Sport und lass sowas...

... einfach stecken. In einem durch und durch veralteten Land von Jugendwahn zu sprechen, ist mindestens gewagt. Ich brauche wohl nicht dezidiert aufzuführen, warum deine Generation es sicherlich nicht schlechter hatte und hat als alle, die jetzt noch ihr berufliches und privates Leben vor sich haben. Come on, Martin. Das kann nicht dein Ernst sein.
Das ist aus meiner Sicht kein Jammern, denn ich selbst bin zufrieden.

Zurück zum Training
Gestern habe ich mich einigermaßen an meine Marschroute gehalten und Tempo rausgenommen. Die leicht profilierten 13km (34m Höhendifferenz) habe ich in in 4:37/km bewältigt. Am Freitag vor dem Tempolauf laufe ich noch langsamer. Die BAL, 400m (5,5 bis 6% Steigung), Pause: Zurücktraben in 2:30min heute gingen deshalb wie erwartet gut in 3:55 bis 4:05/km. Die 8km am Samstag werde ich versuchen, im Gelände im Rahmen einer Winterlaufserie in 30min zu schaffen. Am Vortag laufe ich 6km im 5er-Schnitt mit ein paar Steigerungen. Wäre geil, wenn ich die 3:45/km im Training drauf hätte!

Albatros
28.01.2020, 19:51
In der Leichtathletik ist es zwar super auch Altersklassenwertungen zu haben, aber noch werd ich lieber im gemeinsamen Bewerb mit den jungen letzter als auf einem Seniorensportfest mit der gleichen Leistung aufs Treppchen.
Genau das würde ich für mich ausschließen. Ich finds irgendwie komplett Panne sich mit zwanzig Jahre (und mehr) jüngeren zu messen und dann abgeschlagen letzter werden... Wenn ich nicht konkurrenzfähig bin würde ich das lassen - dann doch lieber mit Leuten in meiner AK messen oder der Lauf gegen die Uhr um die Pommesbude...

Brian
28.01.2020, 20:05
Genau das würde ich für mich ausschließen. Ich finds irgendwie komplett Panne sich mit zwanzig Jahre (und mehr) jüngeren zu messen und dann abgeschlagen letzter werden... Wenn ich nicht konkurrenzfähig bin würde ich das lassen - dann doch lieber mit Leuten in meiner AK messen oder der Lauf gegen die Uhr um die Pommesbude...
Eigentlich ist es doch viel geiler, bei einem Wettkampf auf dem Dorf mal fast ganz vorne zu liegen und die meisten Jünglinge hinter sich zu lassen! :D

Albatros
28.01.2020, 20:18
Eigentlich ist es doch viel geiler, bei einem Wettkampf auf dem Dorf mal fast ganz vorne zu liegen und die meisten Jünglinge hinter sich zu lassen! :D
Ja Logo! Aber selbst bei den hiesigen Kirmesläufen musste da schon ne 33 auf 10 bringen um ganz vorne zu sein...

Rolli
28.01.2020, 21:04
Ja Logo! Aber selbst bei den hiesigen Kirmesläufen musste da schon ne 33 auf 10 bringen um ganz vorne zu sein...

Na dann!!!
Schneller !!!!!!!!!

Albatros
29.01.2020, 08:21
Na dann!!!
Schneller !!!!!!!!!
Wenn das so einfach wäre, wie es sich bei Dir manchmal anhört...
Wenn ich dran bleibe und mich keine Verletzungen ausbremsen habe ich noch Verbesserungspotential - aber ob das reicht um beim Kirmeslauf mal aufs Treppchen zu kommen...:gruebel:

Brian
29.01.2020, 08:42
Wenn das so einfach wäre, wie es sich bei Dir manchmal anhört...
Wenn ich dran bleibe und mich keine Verletzungen ausbremsen habe ich noch Verbesserungspotential - aber ob das reicht um beim Kirmeslauf mal aufs Treppchen zu kommen...:gruebel:
Ich bin kürzlich noch einmal 6. geworden und war Sieger bei den Frauen und in den Altersklassen M30 und M40 bis M90. Solange meine Leistungen nicht schwächer werden, würde ich öfter auf dem Dorf gute Ergebnisse erzielen können. Leider laufe ich selten um die Pommesbude und bei den Sportfesten sind stärkere Sportler am Start.

Albatros
29.01.2020, 08:55
Ich bin kürzlich noch einmal 6. geworden und war Sieger bei den Frauen und in den Altersklassen M30 und M40 bis M90. Solange meine Leistungen nicht schwächer werden, würde ich öfter auf dem Dorf gute Ergebnisse erzielen können. Leider laufe ich selten um die Pommesbude und bei den Sportfesten sind stärkere Sportler am Start.
Wie ist denn dein Leistungsniveau auf 10km?
Aus Deiner Signatur werde ich nicht so ganz schlau...

Brian
29.01.2020, 09:50
Wie ist denn dein Leistungsniveau auf 10km?
Aus Deiner Signatur werde ich nicht so ganz schlau...
Beim Silvesterlauf bin ich eine 3:42/km über 8km gelaufen, das Tempo hätte ich auch noch 2 weitere km durchhalten können. Möglicherweise war ich auch geringfügig langsamer wegen der Messungenauigkeiten. In Topform war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

In Bestform und spezifisch vorbereitet, schaffe ich immer eine Zeit um die 37min. Mein Ziel für 2020: 36:40min!

MikeStar
29.01.2020, 10:11
Also wenn ich mir jetzt mal Rollis oder Maddins 800m Zeit nehme, wäre man auf keinem Meeting bei dem ich bisher dabei war in der AK Männer abgeschlagen gewesen.
Ich finde die AK-Einteilungen ja auch nicht schlecht oder die Tatsache, dass wir "älteren"... (ich musste mir sowas echt schon anhören... mit 40 :sauer:) uns untereinander vergleichen können und eigene Wertungen haben. Die absolute Zeit ist aber trotzdem die gleiche, egal ob auf einem Kirmeslauf, beim Seniorensportfest oder unter 20jähigen gelaufen.
Aber vielleicht denke ich ja in 10 Jahren auch anders.

Der 200m-Lauf gestern war suboptimal. 29.25s. Bin froh, dass kein DSQ in der Liste steht. Hatte massiv Probleme mit der Steilkurve, das hab' ich völlig unterschätzt.

Wollte ja in 2 Wochen mal 'ne 800m-Zeit setzen aber 800m 5' nach den 60m zu laufen halte ich nicht für zielführend. Also erstmal weitertrainieren.

Ich will jetzt mal in den nächsten Wochen anfangen das 800m-Zieltempo von 20"/100m auf ca. 17-18"/100m zu erhöhen. Bei nur einer MD-spezifischen Einheit frage ich mich, wie ich das am besten angehe.

Tendenz geht momentan Richtung:
W1: 2 Serien á 10x100m in 17" mit 45-60" GP, 3-4' SP + 2x 200m in 17" mit 4' GP.
W2: 100m + 200m + 300m + 200m + 100m in 17-18" mit 2'+3'+4'+3' GP
W3: 5x 100m in 16" mit 60" GP, 2-3 Serien á 2x 200m in 17-18" mit 2' GP, 4' SP
W4: 2x 400m in 17-18", 6' GP
W4 als Indikator, ob der Weg passt oder, ob ich justieren muss.

Meinungen dazu? Oder Empfehlungen?

RunSim
29.01.2020, 11:27
Wollte ja in 2 Wochen mal 'ne 800m-Zeit setzen aber 800m 5' nach den 60m zu laufen halte ich nicht für zielführend. Also erstmal weitertrainieren.

Die 60m 5´ vorher finde ich jetzt nicht so schlimm, da hier kein Laktat in die Beine kommt. Aber unvorbereitet 800m laufen ist allgemein eher unlustig.
Daher richtig so, 800m lieber etwas vorbereiten.




Ich will jetzt mal in den nächsten Wochen anfangen das 800m-Zieltempo von 20"/100m auf ca. 17-18"/100m zu erhöhen. Bei nur einer MD-spezifischen Einheit frage ich mich, wie ich das am besten angehe.

Tendenz geht momentan Richtung:
W1: 2 Serien á 10x100m in 17" mit 45-60" GP, 3-4' SP + 2x 200m in 17" mit 4' GP.
W2: 100m + 200m + 300m + 200m + 100m in 17-18" mit 2'+3'+4'+3' GP
W3: 5x 100m in 16" mit 60" GP, 2-3 Serien á 2x 200m in 17-18" mit 2' GP, 4' SP
W4: 2x 400m in 17-18", 6' GP
W4 als Indikator, ob der Weg passt oder, ob ich justieren muss.

Meinungen dazu? Oder Empfehlungen?

Bei MD-spezifischen Einheiten finde ich 100er zu kurz. Da trifft man 1. das richtige Tempo nur schwer.
Und 2. muss der Körper lernen ausreichend Energie für das Renntempo bereit zu stellen. Das wird auf 100m nicht trainiert. Ca. 8 Sekunden "lebst" du ja schon alleine von ATP....

Da ich dein aktuelles 800m Vermögen nicht kenne, gehe ich mal von 18"/100m als 800m Ziel-RT aus. Kannst du dann ja entsprechend abändern, wenn du meinst, es wäre zu schnell/zu langsam.

W1: 200m-200m-300m-200m-200m in 19/100m (=ca. 95% RT) / Geh-Stehpause: 3´ nach den 200ern und 4´ nach dem 300er

W2: 200m-300m-400m-300m-200m in 19/100m (=ca. 95% RT) / Geh-Stehpause: 3´-4´-5´-4´
Die letzten beiden Intervalle können ggf. auch schon in Richtung Ziel RT 18/100m gehen.

W3: 600m in 19/100m (=ca. 95% RT) - 400m - 200m in 18/100m / Geh-Stehpause: 6´ nach dem 600er / 5´ nach dem 400er

W4: 400m-400m-200m-200m in 18/100m / Geh-Stehpause: 5-6´ nach den 400ern und 4´ nach dem ersten 200er
W4 könnte auch noch etwas intensiver gestaltet werden, z.B. 3x400m in 18/100m / Geh-Stehpause: 5-6´
Aber für die erste 800er Vorbereitung reichen auch 400-400-200-200, finde ich.

MikeStar
29.01.2020, 14:17
Sim: Erstmal Danke für's Feedback.
Ganz unvorbereitet wär's ja nicht, auch wenn eine MD-Einheit je Woche bzw. 2-3 Einheiten pro Monat nicht unbedingt optimal vorbereitet ist.
Ich kenn' meinen aktuellen 800m-Stand ja selbst momentan nicht. Der einzige Anhaltspunkt sind 2:48 im Training vor Ewigkeiten und eine 3:02 in einem Sprint-Cross, der aber weit weg vom taktischen Optimum war.
Deine Planung sieht gut aus, daran kann ich mich orientieren.

Rajazy
29.01.2020, 14:42
war Sieger bei den Frauen
Glückwunsch!

Ganz oben wie du habe ich noch nicht geschafft, kürzlich beim Silvesterlauf war ich nur als dritte Frau im Ziel - leider durfte ich trotzdem nicht aufs Treppchen :frown:

Brian
29.01.2020, 14:45
Glückwunsch!

Ganz oben wie du habe ich noch nicht geschafft, kürzlich beim Silvesterlauf war ich nur als dritte Frau im Ziel - leider durfte ich trotzdem nicht aufs Treppchen :frown:
In meiner gesamten Läuferkarriere konnte ich zwei Gesamtsiege für mich verbuchen, immerhin! Es waren keine wichtigen Rennen, aber vermessen. Heute bin ich schon froh, wenn mich keine Frau überholt, es sei denn, sie heißt Konstanze Klosterh., genannt Koko, obwohl ich heute schneller bin als 2014.

emel
29.01.2020, 14:51
Der 200m-Lauf gestern war suboptimal. 29.25s. Bin froh, dass kein DSQ in der Liste steht. Hatte massiv Probleme mit der Steilkurve, das hab' ich völlig unterschätzt.


Jetzt auch gar nicht soo schlecht, womit wärst du zufrieden gewesen?
Das mit der Kurve finde ich auch gewöhnungsbedürftig. Bin froh das vorher mal ein paar mal probiert zu haben.



Wollte ja in 2 Wochen mal 'ne 800m-Zeit setzen aber 800m 5' nach den 60m zu laufen halte ich nicht für zielführend. Also erstmal weitertrainieren.


Warum eigentlich nicht. Selbst wenn das Rennen nicht optimal läuft hast du einen Anhaltspunkt und kannst versuchen beim nächsten mal einfach einen Tick schneller zu laufen. Und wenn du für beides meldet hast du zumindest die Option.

MikeStar
29.01.2020, 15:10
Emel: Dann hätte ich 60m (evtl. 2 Läufe), 800m, Weit und 200m innerhalb von zweieinhalb Stunden. 800m wäre direkt zwischen 60m und Weitsprung in einem 30min Zeitfenster... Das ist mir momentan noch zu heftig.

Einen Laufsieg kann ich noch nicht vorweisen... nur einmal Platz 2... aber eine Laufserie über 3x 3.3km durfte ich schon als Gesamtsieger beenden :D

RunSim
29.01.2020, 15:14
Ich kenn' meinen aktuellen 800m-Stand ja selbst momentan nicht.
Nicht schlimm, braucht man auch nicht zwingend. So alte Zeiten und dann noch im Training gelaufen, kannste eh vergessen. Dann lieber alles auf Null setzen und schauen.
Emels Idee ist gar nicht mal verkehrt. Einfach demnächst aus der kalten Hose raus laufen und Status Quo herausfinden.
Ansonsten meine erste Woche einfach mal ohne große Tempovorgabe laufen und schauen, was bei rumkommt. Dann kann man für die weiteren Wochen vielleicht genauere Vorgaben festlegen.

Emel: bist du eigentlich schon die 800m gelaufen oder wann ist das? Geht´s bei dir voran?


Edit: das mit Weitsprung und 200m danach wusste ich nicht. Dann ggf besser sein lassen.

Brian
29.01.2020, 17:02
Heute waren es 18km in "Easy Pace" 4:43/km, geht doch! Meiner Zielgeschwindigkeit nähere ich mich von unten. Morgen folgt etwas Regeneratives und am Freitag möchte ich 8km in 3:45 bis 3:50/km laufen. Mal sehen, ob das klappt.

emel
29.01.2020, 20:38
Emel: Dann hätte ich 60m (evtl. 2 Läufe), 800m, Weit und 200m innerhalb von zweieinhalb Stunden.

Ok. Die 200 und Weit hatte ich nicht auf dem Schirm!




Emel: bist du eigentlich schon die 800m gelaufen oder wann ist das? Geht´s bei dir voran?


Es geht voran. Komme eben vom Training 2x (400/300/200) in der Halle mit 3 Minuten Pause und 6 Minuten Serienpause.
1: 400/300/200: 82 / 57 / 33
2: 400/300/200: 80 / 57 / 30

Noch 11 Tage. Am 09.02 ist es soweit :)

MikeStar
30.01.2020, 20:37
Emel: Da bist du mir doch einiges voraus würde ich sagen. Bin mal gespannt wo du rauskommst am Ende.

Gestern 60min "lockerer" Berglauf... erst ca. 1km durch Schnee und Matsch, dann 2.5km ca. 200Hm runter (ebenfalls Schnee und Matsch), 1km flach auf normalem Untergrund und wieder ca. 2.5km bergauf nur Trail.

Heute die erste MD Einheit... zwei Intervalle zu viel... ich weiß... :peinlich:

W1: 200m+200m+200m+300m+200m+200m+200m, 3'GP (200), 4'GP (300) ohne Spikes, ab dem 3. 200er auf feuchter Bahn bei leichtem Regen gelaufen.
36.5 + 37.5 + 38.7 + 58.5 + 37.6 + 38.6 + 39.6

Hab versucht gleichmäßig zu laufen, aber Gefühl und Zeit lagen doch etwas auseinander. Der 300er war hart, die letzten 50m ging gar nix mehr.
Das wird noch ein langer Weg.

pat7
30.01.2020, 21:03
Hallo an alle :)

ich möchte mich hier einklinken, weil ich denke, dass ich hier genau im richtigen Thema mit konstruktiven Personen bin und unefähr das gleiche Tempo wie ich laufen :)


Mein Ziel ist im Sommer die 3000m in Sub 10 (+vorher 2 Wettkämpfe), letztes Jahr hatte ich 10:23min auf 3000m komplett barfuß (musste das 4 Wochen mit Brandblaßen büßen). Jetzt bin ich wieder bereit anzugreifen und werde hier öfters von mir hören lassen.

Hammer starke Trainingsläufe (wie z.b. der geplante Lauf von Maddin85 mit 8km in 3:45 - 3:50 pace) !! Hab seit dem ich das gelesen habe auch Bock drauf, werde das demnächst vielleicht auch mal probieren :)

Viel Erfolg an alle und eine verletzungsfreie und produktive Zeit :)

Brian
31.01.2020, 02:30
Ich möchte mich hier einklinken, weil ich denke, dass ich hier genau im richtigen Thema mit konstruktiven Personen bin und unefähr das gleiche Tempo wie ich laufen :)
Du hast natürlich nicht ganz unrecht, denn beim Masterfaden handelt es sich um den großartigsten Faden des gesamten Runner's World Forums - und zwar weltweit. Frei nach dem Motto: Lets make the Masters great again.

Das hier ist aber auch der Gammelfleischfaden!

Hier steht man der 60 näher als der 20. Gemeint sind nicht Kilometer, sondern das Alter. Wenn wir nicht laufen, unterhalten wir uns gern über unsere Enkelkinder (die auch schon 20 sein können) und über unsere körperlichen Gebrechen. Wir sind knackig! Mal knackt es hier, mal knackt es da! :hihi:

Ich persönlich glaube, dass Du in diesem Faden sehr gut aufgehoben bist, denn dort triffst Du Gleichgesinnte Deines Alters!

https://forum.runnersworld.de/forum/threads/124726-F%C3%BCr-alle-die-Mittelstrecke-laufen-(aber-auch-mal-auf-l%C3%A4ngere-Distanzen-gehen)

Einen 3er-Schnitt schafft hier niemand und Du möchtest Dich doch als junger Typ mit den Schnellsten messen, und nicht mit alten Männern, oder? Ich sehe es bei meinen Enkeln! :D

pat7
31.01.2020, 06:58
Du hast natürlich nicht ganz unrecht, denn beim Masterfaden handelt es sich um den großartigsten Faden des gesamten Runner's World Forums - und zwar weltweit. Frei nach dem Motto: Lets make the Masters great again.

Das hier ist aber auch der Gammelfleischfaden!

Hier steht man der 60 näher als der 20. Gemeint sind nicht Kilometer, sondern das Alter. Wenn wir nicht laufen, unterhalten wir uns gern über unsere Enkelkinder (die auch schon 20 sein können) und über unsere körperlichen Gebrechen. Wir sind knackig! Mal knackt es hier, mal knackt es da! :hihi:

Ich persönlich glaube, dass Du in diesem Faden sehr gut aufgehoben bist, denn dort triffst Du Gleichgesinnte Deines Alters!

https://forum.runnersworld.de/forum/threads/124726-F%C3%BCr-alle-die-Mittelstrecke-laufen-(aber-auch-mal-auf-l%C3%A4ngere-Distanzen-gehen)

Einen 3er-Schnitt schafft hier niemand und Du möchtest Dich doch als junger Typ mit den Schnellsten messen, und nicht mit alten Männern, oder? Ich sehe es bei meinen Enkeln! :D


:hihi::hihi:


Ich dachte weil du dich für deine 10:25min sehr gerühmt hast und deine Trainingsläufe sehr schnell aussehen, dass du mental doch noch frisch geblieben bist :)


Ich dachte, dass es beim Laufen um die Zeit geht und nicht um das Alter. Ich habe mich belehren lassen, dass meine Zielzeit <10 min auf 3000m höchstens für Kirmesläufe - wo ich auch mein Einsatzgebiet sehe - ausreichend ist.


Danke dir für den Link, werde mich auch dort blicken lassen :daumen:

Brian
31.01.2020, 15:02
Heute habe ich wieder ein breites Grinsen im Gesicht! Die Vorgaben des Trainers: Die 8km schneller als am 11.1.20 zu laufen, hat geklappt, die 2. Hälfte schneller als die Erste, hat noch nicht ganz geklappt! Sowohl heute, als auch am 11.1. habe ich am Vortag nur eine vergleichsweise lockere Einheit absolviert, war also ausgeruht.

11.1.: 8km in 31:20min (3:55/km), 4km in 15:24min, 4km in 15:56min im Gelände
31.1.: 8km in 30:57min (3:51/km), 4km in 15:27min, 4km in 15:30min auf der Tartanbahn

Ich selbst habe gestern angekündigt, in 3:45 bis 3:50/km zu laufen, über 8km war ich 17sek zu langsam, darauf pelle ich mir ein Ei!

Nun bin ich gespannt, was schon zum jetzigen Zeitpunkt im Wettkampf mit viel Adrenalin möglich ist, die Form ist schon jetzt vielversprechend!

emel
31.01.2020, 16:34
Emel: Da bist du mir doch einiges voraus würde ich sagen. Bin mal gespannt wo du rauskommst am Ende.

Gestern 60min "lockerer" Berglauf... erst ca. 1km durch Schnee und Matsch, dann 2.5km ca. 200Hm runter (ebenfalls Schnee und Matsch), 1km flach auf normalem Untergrund und wieder ca. 2.5km bergauf nur Trail.

Heute die erste MD Einheit... zwei Intervalle zu viel... ich weiß... :peinlich:

W1: 200m+200m+200m+300m+200m+200m+200m, 3'GP (200), 4'GP (300) ohne Spikes, ab dem 3. 200er auf feuchter Bahn bei leichtem Regen gelaufen.
36.5 + 37.5 + 38.7 + 58.5 + 37.6 + 38.6 + 39.6

Hab versucht gleichmäßig zu laufen, aber Gefühl und Zeit lagen doch etwas auseinander. Der 300er war hart, die letzten 50m ging gar nix mehr.
Das wird noch ein langer Weg.

Warum sind das zwei zuviel? :confused:
Und so schlecht sind deine Zeiten doch nicht. Im Dezember bin ich die 200er auch noch so bei 38/40 gelaufen.

Bin selber gespannt was bei rumkommt. Wenn ich erstmal eine Hausnummer stehen habe, lassen sich auch sinnvolle Trainingspaces leichter berechnen. Momentan lauf ich ja in der Annahme das es 2:40 wird. Ausser die 200er, da macht einfach zu viel Spaß die schneller zu laufen.

Ich bin dann noch über folgenden Faden gestolpert: https://forum.runnersworld.de/forum/threads/65566-800m-im-Vergleich-zu-anderen-Distanzen
Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass meine Ergebnisse ungefähr gleich "stark" sind von 1500 bis Halbmarathon. Beim Marathon nicht mehr, aber das hat auch gute Gründe (Vorbereitung, vorsichtig gelaufen, etc.).

Wenn ich jetzt mal in die 2019er scoring Table schaue (https://www.friidrett.no/globalassets/stevner/elitestevner/iaaf-scoring-tables-of-athletics---outdoor.pdf), dann habe ich nach 6 Jahren Laufen auf 5km 100 Punkte erreicht, über 10km 160 Punkte.
200 Meter bin ich noch gar nicht richtig aber hatte schon, nicht am Limit gelaufen, unter 30 sekunden gelaufen und konservativ gestoppt. Das wären dann ca. 200 Punkte. Für die 100 Meter vom August in 13,79 gibt es 250 Punkte.

Entweder das verschiebt sich dann doch irgendwie von kurz zu längerer Distanz oder ich sollte einfach doch mehr kurz und schnell Laufen.

RunSim
31.01.2020, 17:41
oder ich sollte einfach doch mehr kurz und schnell Laufen.
Richtige Entscheidung :-)

Brian
01.02.2020, 18:09
Wieder ist eine Woche mit >80km Umfang im Sack. Es gab 2 QTE und 2 lange Läufe. 1 Tag vor einer QTE etwas Tempo rauszunehmen hat sich gelohnt, denn die Tempoeinheiten liefen super!

Heute: 20,6km in 5:11/km. Im Rahmen einer Winterlaufserie bei einem Lauftreff konnte ich das Schlurfen üben, denn ich durfte keinesfalls schneller als 4:40/km laufen. Es hat gut geklappt!

emel
01.02.2020, 18:21
Wieder ist eine Woche mit >80km Umfang im Sack. Es gab 2 QTE und 2 lange Läufe. 1 Tag vor einer QTE etwas Tempo rauszunehmen hat sich gelohnt, denn die Tempoeinheiten liefen super!


Stark. Schade, dass du nicht beim km-spiel dabei bist ;)
Bei mir werden es diese Woche nur knapp über 40, nächste Woche eher noch weniger da dann der 800 Meter Wettkampf am Sonntag ansteht.

Ansonsten lese ich gerade zu 800 Meter Renntaktik (Quelle: https://www.everythingtrackandfield.com/the-800-meters)


Tactics/Pace

Only the first 400m may be planned in 800m racing. The 800m race can be planned only to the half-way mark. There are too many surprises and unknown factors in the 2nd 400m to plan this half of the race. However: Know your opponents strengths and weaknesses.


Factor in weather conditions type of track(particularly important during indoor) style of start(stagger, double barrel, etc.) Be aware of positioning(caught on the inside -tight to the curb can be "no-man's land") Do you want to lead?(It's awful hard to lead an entire race in a field where the competitors are fairly evenly matched) PACE: It is wrong to run the first 400m too fast but this is better than running the 1st 400m too slow. Even-paced 800m races are unusual. It is wiser to run the first 400m (particularly the first 200m) a little faster than the 2nd 400m. There should not be more than a 5 second differential from the 1st 400m to the 2nd 400m. The sprinter type most certainly should go out faster in the 400m as this type of runner will not run their best if they try to run even splits. The distance type could run even-paced but it is better even for this athlete to run slightly faster in their first 400m. The 800m is an event where the maximum acceleration-minimum deceleration tactical approach to racing applies. This is due to the speed of 400-800 races where oxygen debt and fatigue products induce exhaustion rapidly. The runner therefore seeks to cover as much of the race as possible at the greatest speed which will permit him/her to finish in a minimum time, before fatigue becomes intolerable. Remember, there should be no more than a 5 second differential between the 1st 400m and the 2nd 400m.


Predictability

Best 800m = (400m + 6seconds) x 2
This seems to apply to the distance type runner quite well. The high school sprinter-type appears to lack the necessary strength to fufill this predictability equation.


Also nicht zu langsam angehen, und vielleicht geht doch schneller als 2:40. 400 bin ich im Sommer 1:08 gelaufen. Aber beim ersten Rennen geh ich das eher konservativ an.

Brian
01.02.2020, 18:44
Meine Erfahrung auf 800m: Taktiere nicht, gib Vollgas, langsamer wirst Du von alleine!

Rolli
01.02.2020, 19:11
Meine Erfahrung auf 800m: Taktiere nicht, gib Vollgas, langsamer wirst Du von alleine!

Maddin, ich bitte Dich. Wer die erste 400m vollgas gibt, der bleibt bei 600m stehen oder bricht so ein, dass er trabend die letzte 200m läuft.

MikeStar
01.02.2020, 19:14
So 'ne kleine Anekdote zum Thema Taktik am Rande.
Am Dienstag beim Jugendmeeting war ein 800m Lauf dabei (weiß nicht mehr ob U16, U18 oder U20), bei dem einer der Läufer ca. 10m gefühlt gemütlich hinterm Feld her gejoggt ist. Der Führende ist erstmal relativ gleichmäßig gelaufen sah dabei aber nicht so aus als ob er das Tempo durchhalten könnte. Mitte Runde drei hat der letze dann angefangen Tempo zu machen, war bei Eingang Runde vier bereits auf Platz 3 während der bis dato Führende angefangen hat einzubrechen.
Am Ende ist der ehem. Letzte dann relativ souverän als erster durch, während der anfangs führende bis ganz nach hinten durchgereicht wurde.

Der schnellste Lauf der Herren ging völlig anders durch. Von Start weg relativ schnell los, bei 56 hoch über 400m, nach 500m ging der Pacer raus und die beiden späteren Sieger haben weiter Dampf gemacht. Am Ende 1:51.x also zweite Hälfte etwas schneller.

Ist halt auch die Frage, ob man auf Zeit oder auf Platzierung läuft.

Rolli
01.02.2020, 19:26
Tja. Ich bin vor Jahren mit/gegen Ex-Sprinter 800m gelaufen.
Bei 600m ist er 30m hinter mir getrabt (und wollte aussteigen), bei 700m ging er schon vorbei. Bei 800m war er 20m vor mir.

Brian
01.02.2020, 19:50
Maddin, ich bitte Dich. Wer die erste 400m vollgas gibt, der bleibt bei 600m stehen oder bricht so ein, dass er trabend die letzte 200m läuft.
Ich bin mit dieser Strategie Bestzeit gelaufen und habe mich um 3sek verbessert. Über 800m ist das schon etwas!

D.edoC
01.02.2020, 21:37
Maddin, ich bitte Dich. Wer die erste 400m vollgas gibt, der bleibt bei 600m stehen oder bricht so ein, dass er trabend die letzte 200m läuft.+1

Bei meinem ersten 800m WK war ich bereits nach 550m tot :D
57+70 :klatsch:

Brian
01.02.2020, 22:27
+1

Bei meinem ersten 800m WK war ich bereits nach 550m tot :D
57+70 :klatsch:

Bei mir waren es 68+76, ein 800m-Typ bin ich sowieso nicht. Vielleicht könnte man mit etwas 800m-Routine besser taktieren. Mein erstes Rennen: 70+77! :klatsch:

Zu meiner Ehrenrettung muss ich gestehen, dass beide Rennen aus dem Wintertraining heraus, jeweils Anfang Januar in der halle, gelaufen wurden. Im Juni wäre bestimmt eine deutlich bessere Zeit möglich gewesen.

emel
02.02.2020, 11:27
Ich wollte heute nochmal 5000m schnell Laufen. Habe bei 3000 Meter in 12:30 abgebrochen, da Schmerzen im Rücken auftraten. Da fühlt sich an wie Seitenstechen im Rücken nur Links. War auch schnell wieder weg, da bin ich nochmal 400 Meter in 76 gelaufen. Bin schon dabei wieder mehr Rumpf Stabi zu machen, merke ich auch beim Schwimmen, dass es da noch deutlich Luft nach oben ist.

pat7
02.02.2020, 15:06
Heutiges Intervall-Training (erstes dieses Jahr):

1,6km Einlaufen

8x 400m in 1:16min (Trabpause ca 2:15min)

1,2km Auslaufen


Würdet ihr die Pausenzeiten im weiteren Verlauf kürzer gestalten/ wie weiter Vorgehen?

MikeStar
02.02.2020, 18:57
Emel: 3k in 12:30 ist bei dir genau ja 5k-RT oder? Das wäre ja 'ne PB geworden, wenn du komplett durchgehalten hättest.
Trotzdem guter TDL.

Hab' grad gesehen, dass beim Meeting am Wochenende jemand Jahrgang 1930 über 800m startet... :daumen: Auch M/W80 sind welche von 200-1500m am Start. :daumen:

@me: Musste heute etwas umdisponieren. Wollte eigentlich Treppentraining machen, aber nach Dauerregen konnte ich an der rutschigen Treppe nicht trainieren. Dann war auch noch die Bahn belegt, so dass ich komplett auf die Straße ausweichen musste. Von daher etwas Schwellentraining. EL + 4km TDL @ ca. 10k-RT + 15' locker + 3x 4' + 1x 6' Schwelle mit 3' TP + AL, Ges. 14km in ca. 81min.

Brian
03.02.2020, 13:27
Was haltet Ihr davon?

Mich runterzumelden in die AK M45 bei Meisterschaften, weil meine Chancen auf einen Medaillenrang in meiner gemeldeten AK größer sind? Es handelt sich um größere überregionale Meisterschaften.

Ist das Wettbewerbsverzerrung? :D Erlaubt ist es aber!

leviathan
03.02.2020, 14:24
Was haltet Ihr davon?

Mich runterzumelden in die AK M45 bei Meisterschaften, weil meine Chancen auf einen Medaillenrang in meiner gemeldeten AK größer sind? Es handelt sich um größere überregionale Meisterschaften.

Ist das Wettbewerbsverzerrung? :D Erlaubt ist es aber!

Einfach machen. Das halte ich persönlich zwar für Schisserei, hat aber auch Vorteile. Wenn Du dann ehrlich zu Dir selbst bist, wirst Du dann wohl nie wieder despektierlich darüber sprechen, wenn Läufer sich bei "Rund um die Pommesbude" messen und dort Ihren Spaß und ihren Erfolg ernten.

Das ist exakt das gleich Vorgehen.

RunSim
03.02.2020, 14:26
Was haltet Ihr davon?

Mich runterzumelden in die AK M45 bei Meisterschaften, weil meine Chancen auf einen Medaillenrang in meiner gemeldeten AK größer sind? Es handelt sich um größere überregionale Meisterschaften.

Ist das Wettbewerbsverzerrung? :D Erlaubt ist es aber!

Maddin, wurde dein Account gehackt? Ist das ein Troll, der das geschrieben hat? :help:

Ich halte davon nichts, wirklich rein gar nichts.

Du heulst hier ständig rum, dass man Ergebnisse von M50ern nicht mit Ergebnissen von Hauptklasse-Läufern vergleichen soll, weil man im Alter ja so langsam wird. Und man solle sich ja lieber mit Gleichaltrigen vergleichen. Aber dann überlegst du dich in eine leichtere (wenn auch jüngere) Altersklassenwertung reinzumogeln und dir dadurch Vorteile zu erhaschen um möglicherweise aufs Podest zu kommen?

Klar, das Regelwerk würde es zulassen. Aber deine Eier und deine Läuferwürde gibst du damit am Start ab :peinlich:

Albatros
03.02.2020, 14:33
Was haltet Ihr davon?[…]
Nichts!
Was gibt Dir das denn?

Brian
03.02.2020, 15:06
Nichts!
Was gibt Dir das denn?
Eine Bronzemedaille in der M45 oder ein 6. Platz in der M50? Das bringt schon etwas!

Die M45 ist manchmal schwächer besetzt als die M50. Das liegt wohl an den geburtenstarken Jahrgängen.

Ich würde auch gefragt, ob ich runterzumelden wollte, womit ich sogar ein Handicap auf mich nehmen würde. Das wäre aber pure Eitelkeit. Ein Starter in der M50 läuft über 800m eine 2:04min. Da kann ich schon verstehen, wenn man diesem Athleten aus dem Wege gehen möchte.

Aber auch so habe ich in meiner AK eine gute Medaillenchance. Ich bin gespannt!

leviathan
03.02.2020, 15:12
Eine Bronzemedaille in der M45 oder ein 6. Platz in der M50? Das bringt schon etwas!

Die M45 ist manchmal schwächer besetzt als die M50. Das liegt wohl an den geburtenstarken Jahrgängen.

Klar bringt das was. Der Wert dieser Bronzemedaille entspricht ungefähr dem des Ketchup auf den Pommes. Und der ist auch noch auf erbärmliche Art "verdient".

Albatros
03.02.2020, 15:22
Eine Bronzemedaille in der M45 oder ein 6. Platz in der M50? Das bringt schon etwas!

Die M45 ist manchmal schwächer besetzt als die M50. Das liegt wohl an den geburtenstarken Jahrgängen.
Brauchst Du ernsthaft für die Anerkennung und Bestätigung Deiner Leistung ein Platz auf dem Stockerl?
Diese Einstellung finde ich persönlich ziemlich Gaga...

Rolli
03.02.2020, 15:54
+1 mit allen!

Brian
03.02.2020, 15:57
Brauchst Du ernsthaft für die Anerkennung und Bestätigung Deiner Leistung ein Platz auf dem Stockerl?
Diese Einstellung finde ich persönlich ziemlich Gaga...
Du hast mich nicht verstanden. Es geht um eine Medaille bei einer überregionalen Meisterschaft. Medaille ist Medaille.

Brian
03.02.2020, 16:03
Klar bringt das was. Der Wert dieser Bronzemedaille entspricht ungefähr dem des Ketchup auf den Pommes. Und der ist auch noch auf erbärmliche Art "verdient".

Du hast recht. die M45 ist so grottig und mies, die Blöße möchte ich mir nicht geben und mit Opfern starten! :hihi: Außerdem hat es für mich auch einen Reiz, mich den starken Gegnern in meiner AK zu stellen - und zu gewinnen, eine Medaille!

Einige in meiner AK melden runter, ich wurde gefragt, deshalb mein Diskussionsbeitrag!

Albatros
03.02.2020, 16:12
Du hast mich nicht verstanden. Es geht um eine Medaille bei einer überregionalen Meisterschaft. Medaille ist Medaille.
Was gibt es daran misszuverstehen? Trotzdem halte ich diese Einstellung für daneben.
Aber jeder wie er mag...

leviathan
03.02.2020, 16:20
Einige in meiner AK melden runter, ich wurde gefragt, deshalb mein Diskussionsbeitrag!

...und wir haben geantwortet. Nicht mehr und nicht weniger.

RunSim
03.02.2020, 16:26
Außerdem hat es für mich auch einen Reiz, mich den starken Gegnern in meiner AK zu stellen - und zu gewinnen, eine Medaille!

Und stell dir mal vor, alle bis auf den 2:04er und du melden um :D




Einige in meiner AK melden runter, ich wurde gefragt, deshalb mein Diskussionsbeitrag!

Dann lass die doch bei W12 oder bei "AK Mimimi" oder was auch immer melden.
Sorry, aber wer so einen Murks mitmacht, dem kann man auch nicht mehr helfen. Vollkommen lächerliche Aktion, is aber nur meine Meinung.
Da werden vermeintlich gestandene Männer zu Spielplatzkindern. Und damit beleidigt man sogar noch die kreativen Spielplatzkinder.

Bei Volksläufen kann ich mich demnächst ja auch bei M30 melden. Da gewinne ich dann immer mit 3 Minuten Abstand anstatt ne Klatsche von 5 Minuten in M35 zu bekommen. Und bei Facebook, Insta und meinem privaten Umkreis kann ich mich dann damit rühmen...

Brian
03.02.2020, 16:46
Was gibt es daran misszuverstehen? Trotzdem halte ich diese Einstellung für daneben.
Aber jeder wie er mag...
Du kannst mich natürlich nicht verstehen, weil wir komplett unterschiedliche Zielsetzungen haben. Zudem nähme ich das Handicap auf mich, gegen jüngere zu starten.

Ich darf schon deswegen nicht runterzumelden, weil es mir als Kneifen ausgelegt werden würde. Die meisten kennen sich untereinander. Kneifen geht gar nicht, besonders nicht vor einem Sportler, den ich schon geschlagen habe und der mich geschlagen hat, auch wenn ich in der AK M45 wahrscheinlich den Meistertitel holen würde. Aber gerade diese Duelle auf Augenhöhe sind das Salz in der Suppe und treiben einen Athleten zu Höchstleistungen an.

Rajazy
03.02.2020, 18:10
@ Maddin
Warum startest Du nicht gleich bei den Frauen?
Du warst neulich ja Sieger - sogar bei der Hauptklasse!
Medaille ist Medaille und Gold ist besser als Bronze :nick:

Brian
03.02.2020, 19:07
@ Maddin
Warum startest Du nicht gleich bei den Frauen?
Du warst neulich ja Sieger - sogar bei der Hauptklasse!
Medaille ist Medaille und Gold ist besser als Bronze :nick:
Es ist hier ein bisschen untergegangen, ich starte in meiner AK. Ich habe nur ganz kurz gezuckt. In der AK M45 sind überhaupt nur 2 gemeldet, beide sehr schwach.

Andere melden runter und das ist auch in Ordnung, denn als 50jähriger nimmt man das Handycap auf sich, gegen Jüngere zu starten.

Ich dagegen habe Spaß an packenden Duellen gegen gleichstarke oder leicht favorisierte, Ausgang ungewiss. Wenn es denn eine Medaille wird, dann ist sie redlich verdient, genauso wie mein 6. Platz in der Einzelwertung bei einer DM, den ich mal geschafft habe. Dabei konnte ich sogar einen mehrfachen deutschen Meister früherer Tage (10km-Zeit um die 30min) niederringen. Diese Erfolge zählen, kneifen zählt nicht. Den mehrfachen deutschen Meister habe ich wieder vor der Brust und ich möchte ihn wieder schlagen, obwohl er favorisiert ist.

Albatros
03.02.2020, 19:20
Du kannst mich natürlich nicht verstehen, weil wir komplett unterschiedliche Zielsetzungen haben. Zudem nähme ich das Handicap auf mich, gegen jüngere zu starten.

Was haben unterschiedliche Zielsetzungen - so Du denn meine überhaupt kennst - mit dem Verständnis für so ne Aktion zu tun?
Unterm Strich steht die Zeit (!) die Du läufst - die wird auch nicht besser wenn Du bei den Frauen oder in einer schwächeren AK antrittst und aufs Podium läufst.
Sorry, was ist dieses Podium dann Wert?!? Da kannste Dir n Ei drauf backen...

Brian
03.02.2020, 20:50
Morgen geht es erst mal weiter mit 12x300m mit 1min Trabpause!

Rolli
04.02.2020, 06:59
Was haben unterschiedliche Zielsetzungen - so Du denn meine überhaupt kennst - mit dem Verständnis für so ne Aktion zu tun?
Unterm Strich steht die Zeit (!) die Du läufst - die wird auch nicht besser wenn Du bei den Frauen oder in einer schwächeren AK antrittst und aufs Podium läufst.
Sorry, was ist dieses Podium dann Wert?!? Da kannste Dir n Ei drauf backen...

Podium hat schon sehr wichtiger Stellenwert... nur nicht so.
Sich da anzumelden wo Platz frei ist ist schon fraglich. Man kann sich schon runter melden, wenn man sich eine stärkere Gruppe erhofft, um eigene Ziele zu erreichen, aber nicht, weil man da freien Platz auf dem Podest sieht.

Brian
04.02.2020, 07:23
Podium hat schon sehr wichtiger Stellenwert... nur nicht so.
Sich da anzumelden wo Platz frei ist ist schon fraglich. Man kann sich schon runter melden, wenn man sich eine stärkere Gruppe erhofft, um eigene Ziele zu erreichen, aber nicht, weil man da freien Platz auf dem Podest sieht.
Man kann sich auch runtermelden, um eine Mannschaft aufzufüllen.

Aber aus Eitelkeit, never! Da gebe ich Dir recht. Ich selbst habe es für mich eigentlich nicht in Erwägung gezogen. Manche tun es aber dennoch. Denn hinterher fragt niemand, unter welchen Bedingungen die Trophäe (denn darum geht es) erworben wurde.

Ich finde gerade den Kampf Mann gegen Mann reizvoll. Das birgt natürlich die Gefahr einer Niederlage.

RunSim
04.02.2020, 09:20
Maddin, ich finde die Überlegungen bzgl. des Runtermeldens zum Erhaschen von Podiumsplätzen echt sehr befremdlich (wegen Mannschaftswertung ist was anderes).
Man merkt, dass es wohl M50er gibt, die von Ehrgeiz zerfressen sind. Leider ruinieren solche Leute den Ruf der Leichtathletik und ich kann vollkommen verstehen, wenn "Volksläufer", die sowas hier lesen, das als sehr abschreckend empfinden.

Wenn man einen Podiumsplatz haben möchte, muss man nicht nur schnell sondern auch taktisch laufen können. Daher sind Meisterschaftsrennen halt auch manchmal am Anfang langsam und entwickeln dann eine gewisse Dynamik. Und das ist auch ein Teil, der das Ganze so spannend macht.

Nichts für ungut, aber in letzter Zeit beschwerst du dich über einige Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann.
Der Mastersport bekommt in Deutschland zu wenig Aufmerksamkeit, blablabla.
In der aktuellen M50 Klasse laufen so viele Leute mit (wegen der geburtenstarken Jahrgänge), da könnte man ja überlegen runterzumelden und der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen.
Das man überhaupt überlegt sowas zu machen... :confused:

Ganz ehrlich, es ist nunmal auch einfach nicht so interessant alten Säcken beim Laufen zuzusehen. Da schließe ich mich persönlich auch mit ein. Wer Geld zahlt um mir beim Laufen zuzusehen, der ist echt selber Schuld. Und warum soll jemand in ein Stadion gehen um der M35, der M50 oder so beim Laufen zuzusehen? Als ich selber noch nicht gelaufen bin, hab ich das auch nicht gemacht. Selbst wenn es bei uns direkt vor der Türe gewesen wäre.
Und dass in der M50 aktuell so viele Leute rumrennen, das kann man als persönliches Pech betiteln und in Mitleid versinken. Andere würden es als Anreiz nehmen noch schneller zu laufen und freuen sich, wenn so viele Leute bei den Rennen am Start sind.
Wenn ich auf NRW-Ebene einen Podiumsplatz hinterhergeschmissen bekomme, dann ist mir das ehrlich gesagt schon fast peinlich. Damit würde ich nicht vor anderen Leuten protzen wollen. Da starten dann 5 Leute in meiner AK, von denen 2 deutlich schwächer sind und nur vor mir landen würden, wenn ich komplett einbreche. Was hat das noch mit Wettkampf zu tun?
Dann doch lieber Babyboomer Jahrgang und volle Rennen bei der Meisterschaft.

leviathan
04.02.2020, 09:46
Man kann sich auch runtermelden, um eine Mannschaft aufzufüllen.

Aber aus Eitelkeit, never! Da gebe ich Dir recht.

Liest sich eigentlich vernünftig. Leider gibt es da noch eine Vorgeschichte:


Du hast mich nicht verstanden. Es geht um eine Medaille bei einer überregionalen Meisterschaft. Medaille ist Medaille.


Was haltet Ihr davon?

Mich runterzumelden in die AK M45 bei Meisterschaften, weil meine Chancen auf einen Medaillenrang in meiner gemeldeten AK größer sind? Es handelt sich um größere überregionale Meisterschaften.

Ist das Wettbewerbsverzerrung? :D Erlaubt ist es aber!

Nimm doch als Nickname Pippi. Dann kannst Du Dir die Welt immer nach Deiner Facon malen.
Warum kann man nicht einfach schreiben, daß man irgendwo auf dem Holzweg war? Das geht jedem mal so und ist überhaupt nicht schlimm. So eine Schönschreiberei der eigenen Entscheidung ist nun nicht so viel besser als die Ausgangsfrage der Diskussion.

Brian
04.02.2020, 09:56
Liest sich eigentlich vernünftig. Leider gibt es da noch eine Vorgeschichte:





Nimm doch als Nickname Pippi. Dann kannst Du Dir die Welt immer nach Deiner Facon malen.
Warum kann man nicht einfach schreiben, daß man irgendwo auf dem Holzweg war? Das geht jedem mal so und ist überhaupt nicht schlimm. So eine Schönschreiberei der eigenen Entscheidung ist nun nicht so viel besser als die Ausgangsfrage der Diskussion.
Wir können diese Diskussion jetzt so weiterführen. Was bringt es Dir persönlich? Lies mal meinen Beitrag genau.

Und jetzt gehe ich erst einmal trainieren: 12x300m mit kurzer Pause! :D

RunSim
04.02.2020, 10:03
Wir können diese Diskussion jetzt so weiterführen ohne Wert oder einfach beenden. Das ist ermüdend!

Schade, dass du Levi nicht verstanden hast.

Rolli
04.02.2020, 10:04
Ich denke, Maddin hat es verstanden...

Brian
04.02.2020, 10:07
Schade, dass du Levi nicht verstanden hast.
Soll ich weiter Öl ins Feuer gießen, nur um zu zeigen, dass ich Recht hab? Die Entscheidung treffe ich sowieso für mich.

Ich bin Sportsmann und es war nur als ein Diskussionsbeitrag gemeint, mehr nicht. Die Diskussion habe ich nicht auf meine eigene Entscheidung beziehen wollen. Was bringt mir das denn? Primär geht es um eine Qualizeit.

Wie schafft man eine gute Zeit, wenn man alleine an der Spitze läuft, oder wenn man sich mit schnellen Läufern messen kann. Für mich ist die Zeit in dem Fall wichtiger als die Medaille, denn es ist bald Hallen-DM und mir fehlt noch 1/100sek. In dem Fall eines Runtermeldens aus Eitelkeit würde ich ein klassisches Eigentor schießen.

Jetzt dürft Ihr alle mir die Daumen drücken. Kann man aus dem Wintertraining heraus eine Bestzeit auf der kürzesten Langstrecke laufen, wenn man am Limit angelangt ist? Ich bin gespannt.

Der letzte Punkt wäre jetzt noch einmal eine Diskussion, die mich interessieren würde. Topzeiten auf der Mittelstrecke aus dem Wintertraining heraus habe ich selten geschafft, solide Zeiten schon.

Ex_Sprinter
04.02.2020, 10:35
zwecks Info:
Laut Abschnitt 3 der allg. Ausschreibungsbestimmungen zu Deutschen Meisterschaften ist ein Heruntermelden bei Senioren nur möglich, solange keine Ausschreibung für die jeweilige Altersklasse existiert!

Sollte dies bei einer NDM anders sein, als bei der DM, würde mich das wundern. Meistens ist in der Ausschreibung ein Verweis auf die allg. Ausschreibungsbestimmungen des LV, der wiederum ggf auf den DLV verweist, vorhanden.


So oder so: Heruntermelden halte ich sportlich und moralisch nur bei Staffeln und Mannschaften angebracht.
Andernfalls wäre ich bereits mehrfach DM in der M30, M40 und M45 geworden ;-)

Brian
04.02.2020, 10:50
zwecks Info:
Laut Abschnitt 3 der allg. Ausschreibungsbestimmungen zu Deutschen Meisterschaften ist ein Heruntermelden bei Senioren nur möglich, solange keine Ausschreibung für die jeweilige Altersklasse existiert!
Das habe ich an meinen Kollegen weitergegeben.

Brian
04.02.2020, 12:18
Nimm doch als Nickname Pippi. Dann kannst Du Dir die Welt immer nach Deiner Facon malen.
Warum kann man nicht einfach schreiben, daß man irgendwo auf dem Holzweg war? Das geht jedem mal so und ist überhaupt nicht schlimm. So eine Schönschreiberei der eigenen Entscheidung ist nun nicht so viel besser als die Ausgangsfrage der Diskussion.
Polemik verkneife ich mir jetzt mal. Ich hoffe, dass wir in Zukunft wieder zu einem kultivierterem Umgang in diesem Faden zurückfinden.

Mein Training heute: 12x300m in 55 bis 61sek, 1min Gp/Tp, immerhin Zieltempo. Mir ist schleierhaft, wie ich mit solchen 300ern eine Bestzeit über 3000m hinbekommen soll. Bisher habe ich an Tempo lediglich Minutenläufe, Zweiminutenläufe, BAL und Schwellenläufe trainiert, wahrscheinlich zu wenig für eine Topzeit über 3000m.

hbef
04.02.2020, 19:28
Wie schnell waren denn die 300er im Schnitt? 55 und 61s sind gewaltige Unterschiede - - > 3:00 bis 3:20 pro KM

Brian
05.02.2020, 06:32
Wie schnell waren denn die 300er im Schnitt? 55 und 61s sind gewaltige Unterschiede - - > 3:00 bis 3:20 pro KMDie meisten Intervalle lagen zwischen 58 und 59 sek. Im Sommer schaffe ich locker 54 bis 56sek. Dass man aus dem Wintertraining heraus noch keine schnellen 300er schafft, ist normal, das wird im weiteren Verlauf der Saison auch verstärkt trainiert, auch durch Wettkämpfe. Da vertraue ich dem Trainer.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird im Winter die aerobe Basis für den Sommer gelegt, vereinfacht ausgedrückt.

Ich bin gespannt, welchen Effekt jetzt mehrere Crosswettkämpfe und die 3000m in der Halle auf die Schnelligkeit über 5000m und 10km haben. Ob ich jetzt schon die Norm über 3000m schaffen kann, bezweifle ich, das wäre Bestzeit. Ich liege bei 10:25,01min, erforderlich ist eine 10:25,0min. Versuchen werde ich es natürlich, wenn es nur eine 10:30min wird, was ich erwarte, wäre das super. In der Halle in Kürze habe ich aber die Hoffnung, dass mich die anderen, die etwa gleichstark oder nur geringfügig stärker sind, ziehen werden. Aber auch die Konkurrenz befindet sich im Wintertraining. Bei meiner 10:25,01min lief ich allein und bin zwischendurch eingeschlafen. Als ich aufgewacht bin, lief ich den letzten Kilometer noch in 10:20min. Eigentlich dürfte ich die Norm locker drauf haben, es fragt sich nur wann.

Rolli
05.02.2020, 06:51
NDM?
Wie viele sind denn über 3000m gemeldet?

pat7
05.02.2020, 06:56
gibt es einen Link wo die Normen für die verschiedenen AKs veröffentlicht sind?

Brian
05.02.2020, 07:03
Guckstu:

https://ladv.de/ausschreibung/detail/24781/DM-Senioren-Halle-mit-Bahngehen-u.-Winterwurf-2020-%28LVS%29-Erfurt.htm

pat7
05.02.2020, 07:34
danke!

emel
06.02.2020, 09:13
gestern 4x200 in 36sec. Je näher der Wettkampf umso optimistischer werde ich :)

Noch drei Tage...

Rolli
06.02.2020, 12:11
https://en.wikipedia.org/wiki/Ed_Whitlock

Schaut Euch sein Werdegang an...

Brian
06.02.2020, 14:01
https://en.wikipedia.org/wiki/Ed_Whitlock

Schaut Euch sein Werdegang an...

Geiler Typ! Die 3000m in knapp 10:12min mit 65 Jahren sind ganz großes Kino!

Rolli
06.02.2020, 15:19
Geiler Typ! Die 3000m in knapp 10:12min mit 65 Jahren sind ganz großes Kino!

Ich meinte: mit 41 und Mittelstrecke (!!!) wieder angefangen.

RunSim
06.02.2020, 16:39
Ich meinte: mit 41 und Mittelstrecke (!!!) wieder angefangen.

Mit 40+ läuft er eine Sub2 auf 800m... Hammer...

Rolli
06.02.2020, 16:40
Mit 40+ läuft er eine Sub2 auf 800m... Hammer...

Nicht der Erste.
Also... ruhig bleiben, Du hast noch Zeit!

Brian
06.02.2020, 18:38
Mit 40+ läuft er eine Sub2 auf 800m... Hammer...
Was ist daran jetzt so beeindruckend?

RunSim
06.02.2020, 23:54
E hat ja erst mit 41 wieder angefangen zu laufen, daher fand ich das so erstaunlich :-)

Brian
07.02.2020, 06:00
E hat ja erst mit 41 wieder angefangen zu laufen, daher fand ich das so erstaunlich :-)
Die 10:12min über 3000m mit 65 entspricht einer 7:51min (Greif), im Marathon war er sogar auf dem Niveau von Kipchoge und Co. Das finde ich viel beeindruckender.

hbef
07.02.2020, 07:34
Dieses Umrechnen auf Altersklassen finde ich fragwürdig. Mich persönlich beeindruckt die 1:59 mehr.

Rolli
07.02.2020, 08:17
Dieses Umrechnen auf Altersklassen finde ich fragwürdig.
Und für die, die eine Ausrede brauchen........ für mich.

Brian
07.02.2020, 08:25
Dieses Umrechnen auf Altersklassen finde ich fragwürdig. Mich persönlich beeindruckt die 1:59 mehr.
Es ist nur der Versuch von Peter Greif, die Nachteile eines 65jährigen, die nicht geleugnet werden können, im Vergleich mit einem 25jährigen irgendwie zu verrechnen und Leistungen vergleichbar zu machen.

Und wenn ich mir die 57:55sek über 400m des damals 70jährigen Guido Müller ansehe: Er würde in einem Feld mit Jüngeren bei vielen Sportveranstaltungen in Deutschland gar nicht auffallen. Und doch ist es eine Weltklasseleistung, der Weltrekord über 400m in der AK M70. Für mich ist auch Guido Müller ein geiler Typ!

RunSim
07.02.2020, 08:59
Dieses Umrechnen auf Altersklassen finde ich fragwürdig. Mich persönlich beeindruckt die 1:59 mehr.
+1


Und für die, die eine Ausrede brauchen........ für mich.
Nein, das hast du nicht nötig :winken:


Es ist nur der Versuch von Peter Greif, die Nachteile eines 65jährigen, die nicht geleugnet werden können, im Vergleich mit einem 25jährigen irgendwie zu verrechnen und Leisungen vergleichbar zu machen.

Ja, der Peter Greif musste wahrscheinlich auch ein bisschen sein Klientel bedienen. Und da waren wohl auch alternde, mit sich selbst hadernde Läufer dabei. Die anderen, der Großteil, hat sich den Anforderungen seiner harten Trainingspläne gestellt und hat dabei noch nichtmal geweint. Zum Glück ist es nur ein vergeblicher Versuch, Leistungen miteinander zu vergleichen, was in der realität nicht möglich ist.
Ich hoffe, dass ich im Alter niemals so ein Typ werde, der es nötig hat, seine Zahlen in einen Rechner einzugeben, nur um zu schauen, ob er mal wieder eine theoretische 1:59 auf 800m gelaufen ist... Ich glaube, dann werde ich lieber Trainer oder so.
Die besagten Altersklassen-Leistungsrechner sind für mich nur eine Mitleidsnummer: "ach, Heinz, deine 3:30 beim Marathon wären eigentlich eine 2:10 in der Hauptklasse. Damit dürftest du für Deutschland bei Olympia starten" Nur leider, Heinz darf nicht bei Olympia mitlaufen und Heinz bekommt auch keinen Applaus für seine wirklich äußerst gute Leistung. Im besten Falle macht Heinz das einfach so, weil er Bock drauf hat und freut sich wie Bolle darüber. Und in seinem Verein wissen alle, was heinz für ein toller Typ ist und im Alter so fantastische Zeiten läuft.
Mitleid bekommt man bekanntlicherweise geschenkt. Heinz will aber wahrscheinlich gar kein Mitleid.

Übrigens, als ich 4 Jahre alt war, bin ich die 100m relativ gesehen viel schneller gelaufen als so ein mitttelmäßiger Jamaikaner. Zumindest hat das meine Jungklassenrechner so ausgespuckt. Und meine Mama kann´s bezeugen :nick: Und, wen interessiert das jetzt? Oh, das ist mal wieder ein Sack Reis umgefallen...



Und wenn ich mir die 57:55sek über 400m des damals 70jährigen Guido Müller ansehe: Er würde in einem Feld mit Jüngeren bei vielen Sportveranstaltungen in Deutschland gar nicht auffallen. Und doch ist es eine Weltklasseleistung, der Weltrekord über 400m in der AK M70. Für mich ist auch Guido Müller ein geiler Typ!
Und wer zwingt ihn in einem Feld mit Jüngeren zu starten? Keiner.
Das ist genau so, als ob ein M12 Läufer bei der U18 mitläuft. Kann man machen, muss man sich aber auch nicht wundern, wenn man Letzter wird.
Zum Glück hat der Sport ja Altersklassen. Da vergleicht man sich dann mit Gleichaltrigen. Ok, der ein oder andere scheut diesen Vergleich und versucht in einer anderen Altersklasse zu melden. Das sind dann die ganz grooooßen Sportlskanonen unter dem Firmament.

Rolli
07.02.2020, 09:03
Das ist genau so, als ob ein M12 Läufer bei der U18 mitläuft. Kann man machen, muss man sich aber auch nicht wundern, wenn man Letzter wird.
Zum Glück hat der Sport ja Altersklassen. Da vergleicht man sich dann mit Gleichaltrigen. Ok, der ein oder andere scheut diesen Vergleich und versucht in einer anderen Altersklasse zu melden. Das sind dann die ganz grooooßen Sportlskanonen unter dem Firmament.

:hihi:
Sei ruhig!!!
:hihi:

Brian
07.02.2020, 09:10
Hier geht es nicht um Mitleid, sondern darum, sportliche Leistungen (von Ed Whitlick und anderen) zu würdigen. Im Masterfaden haben Jugendliche Hausverbot! :hihi:

Dein letzter Beitrag kommt jetzt nach meinem Geschmack etwas überheblich rüber.

RunSim
07.02.2020, 09:26
Hier geht es nicht um Mitleid, sondern darum, sportliche Leistungen (von Ed Whitlick und anderen) zu würdigen. Im Masterfaden haben Jugendliche Hausverbot! :hihi:
Als M35er bitte ich um Mitschreiberlaubnis im Alten-Säcke-Faden :teufel:



Dein letzter Beitrag kommt jetzt nach meinem Geschmack etwas überheblich rüber.
Ich weiß leider nicht, wlechen Absatz du meinst.
Vielleicht sind wir beide in den allgemeinen Grundeinstellungen einfach sehr verschieden.
Bei den Senioren Hallen-Landesmeisterschaften diesen Jahres stand ich am Rand der Bahn und habe vielen Läuferinnen und Läufer lautstark applaudiert und angefeuert. Auch den langsamen, die sich als Letztes ins Ziel gerettet haben. Ich persönlich fand viele der Leistungen der älteren Sportler/innen sehr bemerkenswert. Und auch von Guido Müller, Ed Whitlock und Co. habe ich mir schon Youtube Videos reingezogen und musste über die hervorragenden Leistungen staunen.
Im gleichen Zuge muss man aber halt auch einfach nüchtern feststellen, dass das für viele Leute wie der altbekannte Sack Reis in China ist, der da gerade umzustürzen droht. Ganz hart gesagt: alte Menschen laufen im Kreis. Viele davon haben keinen schönen Laufstil, dafür einen Rundrücken und die Arme gehen beim Laufen unkontrolliert vor und zurück. Wenn ich im Alter auch noch laufe, dann wird es mir wohl auch so ergehen. Davor habe ich persönlich aber kein Schiss, sondern sehe es vielmehr als Ansporn, so gut es geht diesem Prozess zu widerstehen.
Vielleicht sehe ich es in 20 Jahren auch anders...

RunSim
07.02.2020, 09:28
:hihi:
Sei ruhig!!!
:hihi:

:D:hallo::teufel::peinlich::zwinker4::hi hi:

Ich laufe auch gegen die Jungspunde und bin schon froh, wenn die mir nach dem Rennen die Hand geben, wenngleich auch aus Mitleid: "ach, der alte Penner ist wenigstens ins Ziel gekommen" :zwinker2:

MikeStar
07.02.2020, 11:51
Warum eigentlich noch laufen, wenn man Medaillen auch bei eBay kaufen kann?

Hab diese Woche nur einmal trainiert... seit Sonntag Zwicken am Ansatz Po/Oberschenkel... behindert nicht, Muskel kontrahiert auch normal. Aber totale Panik im Kopf, dass was passieren könnte, wenn ich normal weitertrainiere.
Gestern ca. 600 Kilo Steine geschleppt... heute etwas Gymnastik und morgen Wettkampf.... ich hoffe nur das geht gut.

Ex_Sprinter
07.02.2020, 15:33
:D:hallo::teufel::peinlich::zwinker4::hi hi:

Ich laufe auch gegen die Jungspunde und bin schon froh, wenn die mir nach dem Rennen die Hand geben, wenngleich auch aus Mitleid: "ach, der alte Penner ist wenigstens ins Ziel gekommen" :zwinker2:

jetzt mal ne Anekdote dazu ...
2014 bin ich meine ersten 800er gelaufen. Damals frisch in der M45. Nachdem mich Rolli bei meinem ersten 800m-Lauf abgeledert hatte, hab ich ein paar Mal anaerob trainiert und bin dann bei einem Sportfest in Essen an den Start gegangen. Ziel war es, mutig anzugehen und danach zu sterben. Bestzeit zu laufen, also ...
Mein Lauf verlief seinerzeit auch sehr positiv. Ein mutiger Start/Ziel-Sieg im schwächeren von 2 Läufen. Dieser war besetzt mit ein paar Teenies und den langsameren HK-Kandidaten. Meine Zeit war eine 2:07 irgendwas ...
Der zuvor gestartete bessere Lauf wurde von einem sehr schnellen, aber leichtathletisch bezogen auf die hiesigen Verhältnisse wohl unerfahrenem, dunkelhäutigen U20 gewonnen, der wohl seinerzeit als Neuzuzügler (sein Name scheint eritreisch zu sein) kam und noch kein Wort deutsch sprach. Er lief mal eben eine 1:54 !!!

Kurz nach meinem Lauf kam der Junge zu mir, gratulierte mir und fragte mich etwas zögernd, wer von uns beiden jetzt wohl der Gesamtsieger der 800m-Veranstaltung sei. Meine Zeit hatte er nicht mitbekommen und so stand eben Sieger neben Sieger ... ob ich denn wohl auch sub2 gelaufen sei?
Ich war dermassen perplex, wie er es auch nur in Erwägung ziehen konnte, nen mehr als doppelt so alten Kollegen als Konkurrenz zu sehen, dass ich nur noch ein 'you were wayyyy faster' oder so stammelte. :hihi:
Für den Jungen war es ggf aus seiner Jugend total normal, von älteren Männern bei irgendwelchen LD/MD-Läufen abgeledert zu werden... noch dazu konnte er mich wohl altersmässig kaum einschätzen.

Brian
07.02.2020, 15:50
Jungs, nicht vergessen, hier ist der Gammelfleischfaden, hier schreibt Gammelfleisch über Gammelfleisch!
:hihi: :hihi: :hihi:

emel
07.02.2020, 15:55
Ich meinte: mit 41 und Mittelstrecke (!!!) wieder angefangen.

Ich bin 42, es gibt also Hoffnung :teufel:

RunSim
07.02.2020, 16:08
....

Schöne Story!!!! :D :daumen: :zwinker2:

Du sahst halt einfach nicht wie M45 sondern wie HK aus :geil: Und dein Laufstil glich einem talentierten MDler, wodurch der junge Herr einfach nen tierrischen Respekt vor dir hatte :nick: :hallo:

Brian
07.02.2020, 18:35
Als M35er bitte ich um Mitschreiberlaubnis im Alten-Säcke-Faden :teufel:
Genehmigung erteilt! :D



Ich weiß leider nicht, wlechen Absatz du meinst.
Vielleicht sind wir beide in den allgemeinen Grundeinstellungen einfach sehr verschieden.
Mag sein, egal! :D

Was uns alle eint, zumindest die meisten, die hier schreiben, wir sind Sportler, keine Pommesbudenjogger, sondern Sportler!

Wir quälen uns im Training, um an unsere Grenzen gehen zu können und das fast jeden Tag! Wir lieben den Wettkampf wie ein Rennpferd, das auf der Startlinie ungeduldig mit den Hufen scharrt und es gar nicht abwarten kann, das benachbarte Rennpferd im Rennen Pferd gegen Pferd zu besiegen.

Es ist egal, ob wir am Fließband arbeiten oder Topmanager sind, im Sport sind alle gleich und das ist ein wunderschönes Gefühl! Ob wir nun Ed Whitlock heißen oder Eliud Kipchoge oder anders. Wer sein bestes gibt, seinen Körper quält, um persönliche Höchstleistungen zu erreichen, der gehört dazu, egal, ob er 25 oder 79 Jahre alt ist.

In Wettkämpfen muss ich gezwungenermaßen oft mit ganz jungen Athleten um die Wette rennen, einfach weil es zu wenig Rennen für Senioren gibt. Einmal bin ich in einem 800m-Rennen abgeschlagen Letzter geworden. Die Jungspunde liefen in 2:00min +/- ins Ziel, ich benötigte 2:24min - persönliche Bestzeit! Man hat mir auf die Schulter geklopft, auch ein 30min-Läufer über 10km, der aus Spass mal 800m gelaufen ist. Denn jeder hat gesehen, dass ich mein Bestes gegeben habe. Diese wundervollen Momente werde ich niemals vergessen.

Rolli
07.02.2020, 20:59
Genehmigung erteilt! :D


Mag sein, egal! :D

Was uns alle eint, zumindest die meisten, die hier schreiben, wir sind Sportler, keine Pommesbudenjogger, sondern Sportler!

Wir quälen uns im Training, um an unsere Grenzen gehen zu können und das fast jeden Tag! Wir lieben den Wettkampf wie ein Rennpferd, das auf der Startlinie ungeduldig mit den Hufen scharrt und es gar nicht abwarten kann, das benachbarte Rennpferd im Rennen Pferd gegen Pferd zu besiegen.

Es ist egal, ob wir am Fließband arbeiten oder Topmanager sind, im Sport sind alle gleich und das ist ein wunderschönes Gefühl! Ob wir nun Ed Whitlock heißen oder Eliud Kipchoge oder anders. Wer sein bestes gibt, seinen Körper quält, um persönliche Höchstleistungen zu erreichen, der gehört dazu, egal, ob er 25 oder 79 Jahre alt ist.

In Wettkämpfen muss ich gezwungenermaßen oft mit ganz jungen Athleten um die Wette rennen, einfach weil es zu wenig Rennen für Senioren gibt. Einmal bin ich in einem 800m-Rennen abgeschlagen Letzter geworden. Die Jungspunde liefen in 2:00min +/- ins Ziel, ich benötigte 2:24min - persönliche Bestzeit! Man hat mir auf die Schulter geklopft, auch ein 30min-Läufer über 10km, der aus Spass mal 800m gelaufen ist. Denn jeder hat gesehen, dass ich mein Bestes gegeben habe. Diese wundervollen Momente werde ich niemals vergessen.

Halleluja...!!!

Rolli
07.02.2020, 21:04
Übrigens: kannst Du den hier, der 3s vor mir eingelaufen ist?
https://www.youtube.com/watch?v=BvFbtXYnacA

Ja! Er fährt im Sommer nach Tokyo. Etwas stolz bin ich schon... Da war ich auch schon 46 oder so.

MikeStar
08.02.2020, 18:59
Puh... ich hab' noch nie so ein schlecht organisiertes Sportevent erlebt wie das heutige Senioren-Hallensportfest. Falsche Vereinsangaben, massive Verspätungen, unfreundliche und unaufmerksame (überforderte?) Wettkampfhelfer und verschwundene Stellplatzkarten um nur einiges zu nennen.

Für mich hieß das... keine Pause (statt 30min) zwischen 60m und Weitsprung und erst nach mehrfachem Reklamieren bis direkt vor dem letzten 200m Lauf in selbigen gesetzt worden. Warmlaufen war den ganzen Wettkampf über ein pures Glücksspiel, weil alles total chaotisch ablief.
Für meine durchwachsenen bis miserablen Leistungen soll das aber nicht als Ausrede herhalten.

Bezeichnend... im zweiten 60m-Lauf bin ich aus dem Startblock gestolpert und trotzdem "nur" 14/100 über PB... wer weiß was da drin gewesen wäre.

Erfreulich... Muskulatur hat ohne Meckern gehalten. Erster 60m-Lauf nur 2/100 über PB.

War aber gut, dass ich nicht für 800m gemeldet hatte... das wäre der Untergang gewesen.

Trotzdem, die Meetings zusammen mit den "jungen" machen einfach mehr Spaß, finde ich.

emel
09.02.2020, 14:38
Ich war heute über die 800 dran und bin mit 2:36 ins Ziel gekommen.
Genaue Splits hab ich nicht aber so in etwa: 36 - 37 - 40 - 43

Passt für einen ersten Versuch. Es fehlt noch an Tempohärte oder die Distanz ist immer noch zu lang :zwinker2:

Brian
09.02.2020, 15:32
Heute lief ich 2 Rennen und wurde zweimal Meister mit der Mannschaft, sowie Dritter und Achter im Einzel.

Mein Grinsen wird immer breiter!

19Markus66
09.02.2020, 15:59
Herzlichen Glückwunsch Leute! :daumen:

Rolli
09.02.2020, 16:00
Heute lief ich 2 Rennen und wurde zweimal Meister mit der Mannschaft, sowie Dritter und Achter im Einzel.

Mein Grinsen wird immer breiter!

Zeiten?

Brian
09.02.2020, 18:04
Mit ganz vielen Fragezeichen!
Meine zweigipflige Saisonplanung sieht so aus:

Frühjahr/Sommer: erst Cross/10km als Schwerpunkt, dann folgen Bahnwettkämpfe: (1500m), 3000m und 5000m.

Sommer/Herbst: 10km mit dem absoluten Saisonhöhepunkt Anfang September. Mir bleiben danach 6 Wochen, um mich auf den Frannkfurt-Marathon vorzubereiten. Mein Ziel aus dem Bauch heraus: 2:55 bis 3:00h. Das erscheint mir machbar, denn so stark unterscheidet sich das 10km-Training nicht vom Marathon-Training. Die Tempoläufe langsamer laufen und die Umfänge ausdehnen, darüber hinaus sollte ich 5 lange Läufe einplanen, davon wenigstens 3 Läufe von 33km bis 37km und vielleicht 2 Kürzere, aber Schnellere in 4:25 bis 4:30/km. Da vertraue ich dem Trainer.

Und nun zum großen Fragezeichen: Halten die Achillessehnen? Nach einer Bahnsaison sind nicht selten beide Sehnen entzündet, den Marathon kann ich dann knicken. Zwei Freunde laufen diesen Marathon und ich möchte sie gerne pushen. Für mich haben die 10km im September oberste Priorität, der Marathon wäre eine Spaßveranstaltung. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich, habe ich mich erst einmal für eine Sache entschieden, Feuer und Flamme bin. Die 2:55h wären machbar, das nötige Tempo hätte ich, wenn das große Fragezeichen nicht wäre.

Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und trainieren. Bisher sieht es so aus, als könnte es ein extrem gutes Jahr werden, vielleicht sogar mein bestes bisher.

MikeStar
11.02.2020, 20:26
Ich muss unbedingt mal wieder die Umfänge erhöhen, momentan krebse ich zwischen 20 und 40Wkm rum mit ein paar Alibi-Einheiten im heimischen Kraftraum.

Heute war eigentlich geplant nur eine lockere Sprint-Einheit einzulegen und lockeren DL zum Auslaufen. Hatte dann aber nach dem Sprint noch etwas Lust Tempo zu machen und habe daher noch einen kleinen MD-Teil angehängt.

Planmäßig:
- 45min Warm-Up
- STL 3x 40m + 3x 30m + 3x 20m, auf ca. 90-95% Sprinttempo (GP jeweils zurück)
- 3x 25m STL + 25m Tempo (3.6") halten *
- 2x 25m STL + 50m Tempo (7.2") halten *
- 1x 25m STL + 75m Tempo (11.0") halten *
* lockeres Sprinten, GP zurück ca. 2'
- 200m GP

zusätzlich:
- 200m (34.8) + 300m (60.5) + 200m (35.6)+ 150m (26.6) + 100m (16.8) mit je 200m GP (3') bzw. 150m GP vor dem letzten IV. Start stehend.
- Auslaufen

Die 300m hätte ich eigentlich in 54-57" laufen wollen, aber nach 150m war buchstäblich Schicht im Schacht. Splits 17.5, 18.7, 24.3. Bis auf den 300er bin ich damit ganz zufrieden.

Da das nächste Sprint-Meeting voraussichtlich erst im April ansteht, kommen jetzt zu den zwei wöchentlichen Sprinteinheiten wieder mehr MD/LD-Anteile dazu. Ende Februar steht dann der nächste 3.3km-Lauf auf dem Plan, Anfang März 5km auf meiner PB-Strecke.

Rolli
12.02.2020, 10:37
https://www.ue30leichtathletik.de/news/a800m-weltrekord-von-eva-trost/
Jetzt bin ich völlig demotiviert. Eine Frau W50!!!

leviathan
12.02.2020, 10:40
https://www.ue30leichtathletik.de/news/a800m-weltrekord-von-eva-trost/
Jetzt bin ich völlig demotiviert. Eine Frau W50!!!

Frauen haben den Vorteil, daß sie bis zur Menopause deutlich langsamer altern als Männer. Daher findest Du in der Regel auch eher "ältere" Spitzensportlerinnen. Dieser Vorteil kehrt aber danach ins Gegenteil um. Dann geben die Mädels in Bezug auf den Alterungsprozess richtig Gas und holen wieder auf.

Rolli
12.02.2020, 10:45
Frauen haben den Vorteil, daß sie bis zur Menopause deutlich langsamer altern als Männer. Daher findest Du in der Regel auch eher "ältere" Spitzensportlerinnen. Dieser Vorteil kehrt aber danach ins Gegenteil um. Dann geben die Mädels in Bezug auf den Alterungsprozess richtig Gas und holen wieder auf.

Kannst Du die Zeiten zuordnen?
2:12!!!!
Meine Frau ist mit 2:31 (PB 2:29) Deutsche Meisterin geworden... in W45!

leviathan
12.02.2020, 10:50
Kannst Du die Zeiten zuordnen?
2:12!!!!


Man kann das schwer zuordnen. Das ist ja nicht nur in der AK eine sensationelle Leistung. Es gibt ein paar Sportler, die halten das länger und verlieren nur relativ wenig an Leistungsfähigkeit. Schau Dir Claudia Pechstein an. Die wird nächste Woche 48 und fährt noch in der erweiterten Weltspitze. Eisschnelllauf ist zugegeben etwas schonender als Laufen. Das Beispiel gibt aber einen Hinweis, was möglich ist.

Rolli
12.02.2020, 10:55
Man kann das schwer zuordnen. Das ist ja nicht nur in der AK eine sensationelle Leistung. Es gibt ein paar Sportler, die halten das länger und verlieren nur relativ wenig an Leistungsfähigkeit. Schau Dir Claudia Pechstein an. Die wird nächste Woche 48 und fährt noch in der erweiterten Weltspitze. Eisschnelllauf ist zugegeben etwas schonender als Laufen. Das Beispiel gibt aber einen Hinweis, was möglich ist.

Ja, die Claudie ist immer noch sensationell gut. Da staune ich auch immer wieder.

Brian
13.02.2020, 08:37
An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein Thema aufgreifen, dessen Bedeutung von vielen offenbar unterschätzt wird. Ich selbst halte viel davon, dem Körper jeweils nach Ende eines Saisonabschnitts eine kurze Pause von ca. 3 Wochen zu gönnen, in der ich in der Regel nur 3x pro Woche mit 20 bis 30km Umfang trainiere. Es ist eine Binsenweisheit, dass die Topform nur maximal 3 Monate gehalten werden kann (Aussage meines ehemaligen Trainers mit A-Lizenz). Danach ist man kaum noch in der Lage, Topleistungen zu bringen. Ich selbst habe diese Erfahrung mehrfach gemacht. Nach der beschriebenen kurzen Pause mit Neuaufbau ging es dann wieder. Auch ein ehemaliger 28min-Läufers über 10km, der seit fast 40 Jahren aktiv ist und immer noch gute Zeiten laufen kann, hob die Bedeutung einer ausreichenden Regenerationszeit, die man dem Körper regelmäßig gönnen sollte hervor. Auch er verordnet seinen Schützlingen regelmäßig eine Saisonpause nach einem harten Saisonabschnitt.

Aber es gibt auch andere Sichtweisen, die zu meinen Erfahrungen scheinbar im
Widerspruch stehen. Natürlich ist die erforderliche Regenerationszeit auch immer eine individuelle Angelegenheit.

Aber eine Saisonpause zu machen, weil man diese machen sollte, halte ich nicht für angemessen. Ich würde sogar behaupten, daß diese kontraproduktiv sein kann.

Die Bedeutung des Themas Saisonpause und Regeneration nimmt, je älter man wird, an Bedeutung zu. Das lasse ich mal so im Raum stehen.

leviathan
13.02.2020, 09:17
Aber es gibt auch andere Sichtweisen, die zu meinen Erfahrungen scheinbar im
Widerspruch stehen. Natürlich ist die erforderliche Regenerationszeit auch immer eine individuelle Angelegenheit.


Die Bedeutung des Themas Saisonpause und Regeneration nimmt, je älter man wird, an Bedeutung zu. Das lasse ich mal so im Raum stehen.

Dann ziehe das bitte nicht aus dem Zusammenhang. Mein gesamter Post dazu:


Ich habe diesen Zusammenhang im Sommer 2019 sehr deutlich gemerkt. Durch die fehlende Spannung, habe ich auch den Fokus auf die richtigen Bewegungen verloren. So knickt man schneller um, rutscht weg oder macht technische Fehler. Das führt sehr schnell zu akuten Verletzungen.

Die Unzufriedenheit mit der Situation kommt noch oben drauf. Wenn einem Routinen wichtig sind, wird der Tag ziemlich anstrengend, wenn man darauf verzichten muss. Das führt natürlich auch zu Unzufriedenheit.

Und last but not least ist der Wiederaufbau nach einer Pause sehr schwer. Das nimmt (zumindest ist das meine Wahrnehmung) von Jahr zu Jahr zu. Mir ist aber klar, daß der Körper Auszeiten benötigt.

Von daher ist meine lessons learned, daß der Körper seine Auszeiten bekommt. Da aber jeder anders tickt, würde ich meine Auszeiten deutlich abschwächen und wenn ich noch gar nicht austrainiert bin, ganz weglassen. Der Körper ruft m.E. von selbst nach Ruhe, wenn er diese benötigt. Das habe ich auch schon erlebt und dann macht ein ordentlicher Cut wirklich Sinn. Aber eine Saisonpause zu machen, weil man diese machen sollte, halte ich nicht für angemessen. Ich würde sogar behaupten, daß diese kontraproduktiv sein kann.

Dazu kommt, daß ich zu dem Zeitpunkt eben noch nicht richtig austrainiert war. Im Gegensatz zu Deinem Training basierte fast alles auf lockeren Jogs. Einmal die Woche gab es einen längeren Lauf mit schnellen Abschnitten und dann noch ein Fartlek. Auch das Gesamtvolumen war überschaubar. Das war die wahrscheinlich leichteste und entspannteste Marathonvorbereitung, die ich je gemacht hatte. Den Marathon bin ich ab km 30 nicht mehr auf der letzten Rille gelaufen, weil ich nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen konnte und es nur noch um die Verwaltung von Platz 2 ging.

Unter diesen Voraussetzungen sieht die Welt einfach anders aus. Sicher hätte eine Woche leichtes Training mit weniger Volumen oder Alternativsport gut getan. Mehr wäre aber nicht nötig gewesen. Und die negativen Effekte auf den Rhythmus sollte man nicht unter den Tisch kehren.

leviathan
13.02.2020, 09:44
Es ist eine Binsenweisheit, dass die Topform nur maximal 3 Monate gehalten werden kann (Aussage meines ehemaligen Trainers mit A-Lizenz). Danach ist man kaum noch in der Lage, Topleistungen zu bringen. Ich selbst habe diese Erfahrung mehrfach gemacht. Nach der beschriebenen kurzen Pause mit Neuaufbau ging es dann wieder. Auch ein ehemaliger 28min-Läufers über 10km, der seit fast 40 Jahren aktiv ist und immer noch gute Zeiten laufen kann, hob die Bedeutung einer ausreichenden Regenerationszeit, die man dem Körper regelmäßig gönnen sollte hervor. Auch er verordnet seinen Schützlingen regelmäßig eine Saisonpause nach einem harten Saisonabschnitt.


Die A-Lizenz eines Trainers sagt nix über seine Qualität aus. Ebenso wie ein Harvard Absolvent mit ausgezeichneter Benotung keine Garantie hat im Berufsleben erfolgreich zu sein.

Und natürlich kann man eine Topform nicht unendlich lange halten. Aber gerade das aerobe System kann man unterschwellig sehr gut trainieren. Man sollte auch unterscheiden, welche Strecke der Läufer absolviert und wie er auf Training und Pausen reagiert. Das ist so pauschal nicht zu sagen.

Brian
13.02.2020, 13:48
Die A-Lizenz eines Trainers sagt nix über seine Qualität aus.
Beide Trainer sind Klasse-Trainer, die ihr Handwerk verstehen und die als Fachleute anerkannt sind.

Ich schrieb aber auch, dass Regeneration eine individuelle Angelegenheit ist. Was für mich gut ist, muss für Dich noch lange nicht gut sein. Wir sind leistungsmäßig auch in einer anderen Liga. Die Saisonpause ist wahrscheinlich nur eine von mehreren Möglichkeiten, die Systeme herunterzufahren.

Ich selbst bin manchmal froh, mal 3 Wochen sehr wenig trainieren zu müssen. Nach einer harten Saison bin ich meistens auch mental erschöpft, ich brauche eine Pause!

leviathan
13.02.2020, 16:31
Ich selbst bin manchmal froh, mal 3 Wochen sehr wenig trainieren zu müssen. Nach einer harten Saison bin ich meistens auch mental erschöpft, ich brauche eine Pause!

In Phasen, in denen ich intensiver trainiert hatte, hatte ich auch solche Wünsche. In den letzten Jahren waren aber meine harten Trainingseinheiten nicht mehr vernichtend und die lockeren Läufe war langsamer. Dadurch habe ich den Wunsch nach weniger nicht so verspürt. Die Gesamtbelastung war dadurch deutlich geringer.

Brian
14.02.2020, 08:36
Aber wenn man wie ich für den Sport lebt, tut man das.

In Kürze werde ich an einem Wettkampf (mein 1. Saisonhöhepunkt) teilnehmen. Anreise am selben Tag gegen 00:00Uhr mit dem Flixbus, Ankunft gegen 8:00Uhr, Start 11:00Uhr. Nachts mit dem Auto fahren möchte ich nicht, eine Zugfahrt wäre eine noch größere Odyssee.

Wie komfortabel reist man mit dem Flixbus? Kann man gut darin schlafen und hat jemand Erfahrungswerte?

Albatros
14.02.2020, 08:50
[…]Anreise am selben Tag gegen 00:00Uhr mit dem Flixbus, Ankunft gegen 8:00Uhr, Start 11:00Uhr. […]
Du gestaltest Dein Training unter Anleitung nennen wir es mal leistungsorientiert, und nimmst dann für einen Dir wichtigen Wettkampf so eine Tortur auf Dich? :klatsch:

hbef
14.02.2020, 08:59
Man reist nicht sehr komfortabel und schlafen kann man auch eher so semi gut. Da allerdings nachts die meisten Busse nicht so voll sind, hast du mit etwas Glück ein bisschen mehr Platz. Welcher Wettkampf ist das denn? Irgendwo in Süd/Südwestdeutschland, nehme ich mal an? Ich nehme ja auch gewisse Anreisen in Kauf (z. B. 3h pro Weg für einen Zehner nach Essen), aber das wäre mir zu krass. Glaube auch nicht, dass das dem Wettkampf dienlich ist. Aber bin gespannt, was bei rumkommt.

RunSim
14.02.2020, 10:12
Um 24 Uhr Abfahrt, um 8 Uhr Ankunft und um 11 Uhr Start?

Meine Meinung: viel zu lange Anfahrt am Tag des Wettkampfes. Bei einer solchen langen Anfahrt würde ich zwingend einen Tag vorher anreisen und mir nen B&B oder so vor Ort buchen. Selbst, wenn ich dann um 24 Uhr nachts ankomme, habe ich wenigstens noch etwas Schlaf.
Ein paar Beiträge vorher schreibst du noch was von "Seniorensportler benötigen mehr Regeneration" und jetzt willst du am Wettkampftag mit einem Flixbus 8h über Nacht durch die Republik fahren...

Nach einer langen Auto- oder Busfahrt ist die Spannung in den Beinen komplett im Ar... Selbst, wenn du selber nicht fährst und dich in einen Bus legst...

Bei ganz wenigen aber dafür wichtigen Wettkämpfen im Jahr opfere ich einen Urlaubstag für die Anreise, wenn es weiter weg ist. Sonst kann ich mir das monatelange Training vorher auch sparen. Unter diesen wichtigen Wettkämpfen fallen mindestens der erste Saisonhöhepunkt im Winter/Frühjahr und der zweite Saisonhöhepunkt im Sommer/Herbst.
Hast du keine Möglichkeit am Tag vorher anzureisen? Ggf. auch ohne Urlaubstag und einfach nach der Arbeit losfahren?

Ansonsten würde ich einen anderen Wettkampf suchen, bei dem die Anreise auch machbar ist.
So wie du es vorhast, ist es ein Abentuer, das zum Scheitern verurteilt ist. Das ist aber nur meine persönliche Meinung dazu...

Brian
14.02.2020, 12:45
Meine Meinung: viel zu lange Anfahrt am Tag des Wettkampfes. Bei einer solchen langen Anfahrt würde ich zwingend einen Tag vorher anreisen und mir nen B&B oder so vor Ort buchen. Selbst, wenn ich dann um 24 Uhr nachts ankomme, habe ich wenigstens noch etwas Schlaf.
Ist mir alles bewusst, doch schon um diesen einen Urlaubstag musste ich kämpfen. Und so nehme ich die Tortur auf mich. Dazu starte ich eventuell eine AK tiefer, um meine Mannschaft zu komplettieren. Ich freue mich trotzdem sehr auf den Wettkampf.

Wie sich wenig Schlaf auf die Leistung auswirkt, habe ich noch nicht ausprobiert, vermutlich nicht leistungsfördernd.

hbef
14.02.2020, 12:48
Wenig Schlaf in der Nacht davor macht meiner Erfahrung nicht viel aus. Schlecht sind nur mehrere Nächte davon. Die Beine könnten eher das Problem sein.

Brian
14.02.2020, 13:10
Wenig Schlaf in der Nacht davor macht meiner Erfahrung nicht viel aus. Schlecht sind nur mehrere Nächte davon. Die Beine könnten eher das Problem sein.
Es ist die Leidenschaft für den Sport, die mich antreibt. Da bin ich sogar bereit, wie ein Student zu reisen. Die Reise im eigenen Auto, Start um 3:30Uhr wäre wohl noch bekloppter, als mit dem Fernreisebus anzureisen.

Führe ich direkt nach der Arbeit, wäre ich 0:30Uhr am Ziel. Ob das eine kluge Entscheidung wäre? Ich überlege noch.

Kerkermeister
14.02.2020, 13:30
Die A-Lizenz eines Trainers sagt nix über seine Qualität aus.

@ Levi
Einer der A-Lizenz Trainer hat 3 seiner Athleten bei den LM schon für die Deutschen qualifiziert, einer davon im Schongang danach noch Norddeutscher Meister. :wink::nick:

@ Maddin
finde ich gut, dass du die Jungs bei der Mannschaftswertung voll unterstützt, top :daumen:.

Ich würde auch direkt nach der Arbeit fahren.
Du könntest dann spätestens um 1:00 Uhr im Bett liegen, hättest noch ausreichend guten Schlaf und keine völlig matschigen Beine.

leviathan
14.02.2020, 14:33
@ Levi
Einer der A-Lizenz Trainer hat 3 seiner Athleten bei den LM schon für die Deutschen qualifiziert, einer davon im Schongang danach noch Norddeutscher Meister. :wink::nick:


Das weiß ich doch. Mir ging es darum, daß die A-Lizenz kein Kriterium für Erfolg ist.

RunSim
14.02.2020, 14:40
Wenig Schlaf in der Nacht davor macht meiner Erfahrung nicht viel aus. Schlecht sind nur mehrere Nächte davon. Die Beine könnten eher das Problem sein.

Jau, sehe ich auch so. Hab schonmal die Nacht vor einem Wettkampf ganz schlecht geschlafen + viel zu wenig und war dann am Morgen total gerädert. Aber der Wettkampf ist dann trotzdem gut gelaufen.
Müdigkeit geht nach dem Startschuss weg, wenn man nicht in den Tagen/Wochen davor viel zu wenig geschlafen hat.
Aber die matschigen Beine von einer langen Fahrt finde ich echt nicht pralle.

Du brauchst ca. 4,5h mit dem Auto? Dann würde ich abends direkt nach der Arbeit los und mich um 0:30 ins Hotel pflanzen. 7:30 aufstehen, alles gut :)

Generell bleibe ich aber dabei. Wenn es einer der beiden Saisonhöhepunkte ist, ist das nicht optimal geplant. Entweder man nimmt sich ausreichend Zeit oder man sucht sich passende Läufe mit weniger Anfahrt oder man wählt ein anderes Wochenende, wo man ausreichend Zeit hat.
Und wenn es eine Meisterschaft ist, dann steht der Termin ja oftmals schon seit ein paar Monaten bekannt und kommt nicht gerade so zuällig ins Haus :wink:

Oder man ist eh nicht so ambitioniert und trainiert nur just for fun. Dann kann man auch am Wettkampftag 500km durch die Gegend juckeln...

leviathan
14.02.2020, 14:50
Es ist die Leidenschaft für den Sport, die mich antreibt. Da bin ich sogar bereit, wie ein Student zu reisen. Die Reise im eigenen Auto, Start um 3:30Uhr wäre wohl noch bekloppter, als mit dem Fernreisebus anzureisen.

Führe ich direkt nach der Arbeit, wäre ich 0:30Uhr am Ziel. Ob das eine kluge Entscheidung wäre? Ich überlege noch.

Da tickt sicher jeder etwas anders. Aber beide Optionen würde ich dem Flixbus und den damit zu erwartenden Null Stunden Schlaf vorziehen. Und 0:30 Uhr im Ziel ist doch ok. Wann musst Du denn morgens starten?

Rolli
14.02.2020, 15:22
@ Levi
Einer der A-Lizenz Trainer hat 3 seiner Athleten bei den LM schon für die Deutschen qualifiziert, einer davon im Schongang danach noch Norddeutscher Meister. :wink::nick:

Ist das ein Leistungsmerkmal?

MikeStar
14.02.2020, 20:26
Maddin... würde auch direkt nach der Arbeit fahren und dann im Hotel pennen. Den fehlenden Schlaf kannste unter Umständen kompensieren (bin vor anderhalb Jahren nen 10er ohne Schlaf gelaufen, + 1:30min) aber die Verspannung würde ich nicht unterschätzen.

Würdest du im Schlafwagen der Bahn reisen und mit dem Taxi oder Klapprad vom Bahnhof zum Stadion fahren können, würde ich noch sagen, passt einigermaßen... aber Flixbus? :haeh:

Mir ist gestern erstmals bewußt aufgefallen, dass sich mein Laufstil verändert hat, zumindest beim Laufen im Flachen. Früher bin ich klassisch mit der Ferse aufgesetzt und dann über den kompletten Fuß abgerollt. Mittlerweile setze ich beim Übergang Mittelfuß/Vorfuß auf, dorsiflexe Fußhaltung und der Bewegungsablauf ist dem Ablauf beim Sprinten deutlich ähnlicher als dem beim Fersenlauf.
Das Techniktraining vorm Sprinten und vor den schnellen Einheiten macht sich bemerkbar.

Der lockere Lauf MLR (15km) gestern war ca. 8-10"/km schneller als ähnliche Läufe Ende letzten Jahr. Hoffe jetzt, dies auch im nächsten Schritt auf die Tempoeinheiten umsetzen zu können

Brian
15.02.2020, 07:33
So, Quartier ist gebucht und das für 35€! Um 19:30 Uhr nehme ich den letzten Zug und bin dann gegen 0:00 Uhr am Ziel.
Ob ich, sollte ich in der M45 als 3. Mann starten, mit meiner Mannschaft eine Medaille gewinnen kann? Ich glaube es nicht. Dazu bin ich wahrscheinlich zu langsam. Andererseits: wenn ich gefordert war, konnte ich in der Vergangenheit immer meine stärksten Rennen abliefern. Mal sehen!

Brian
15.02.2020, 08:25
So, Quartier ist gebucht und das für 35€! Um 19:30 Uhr nehme ich den letzten Zug und bin dann gegen 0:00 Uhr am Ziel.
Ob ich, sollte ich in der M45 als 3. Mann starten, mit meiner Mannschaft eine Medaille gewinnen kann? Ich glaube es nicht. Dazu bin ich wahrscheinlich zu langsam. Andererseits: wenn ich gefordert war, konnte ich in der Vergangenheit immer meine stärksten Rennen abliefern. Mal sehen!

Brian
16.02.2020, 21:07
Persönliche Bestzeit in der Halle, 2,5sek schneller als zum gleichen Zeitpunkt 2019, Superzeit zu diesem Zeitpunkt, DM-Quali für Erfurt trotzdem verpasst.

ca. 10:29,40min

Ich bin hochzufrieden und für 2021 bin ich für die Hallen-DM qualifiziert - in der AK M55.

Für die DM-Quali 2020 habe ich alles gegeben und lag bis 2000m sekundengenau auf Kurs für die 10:24min. Doch am Ende reichten die Kräfte nicht, kein Wunder, denn ich bin im Wintertraining. Mehr ging heute einfach nicht.

Im Sommer wird es mit ziemlicher Sicherheit in Richtung 10:15min gehen +/-.

Rolli
16.02.2020, 21:46
Ich bin hochzufrieden und für 2021 bin ich für die Hallen-DM qualifiziert - in der AK M55.

Wo steht die Norm?

Brian
16.02.2020, 21:52
Wo steht die Norm?

Lach nicht, bei 11:00min! :hihi:

Rolli
17.02.2020, 08:53
Tja...
Der körperliche Verfall 54 -> 55 ist schon erheblich. :frown:

Das bestätigen auch die Ergebnislisten immer wieder. M50 findet man noch auf der ersten Seite. M55 dagegen muss man schon lange nach unten scrollen und suchen..

Brian
17.02.2020, 09:04
Tja...
Der körperliche Verfall 54 -> 55 ist schon erheblich. :frown:

Das bestätigen auch die Ergebnislisten immer wieder. M50 findet man noch auf der ersten Seite. M55 dagegen muss man schon lange nach unten scrollen und suchen..
Das ist reine Kopfsache, viele ermüden mental, andere werden wieder besser mit Einstieg in die neue Altersklasse, um dann wieder zu ermüden.

Solange man ohne Verletzung durchtrainieren kann, muss man nicht zwangsläufig deutlich schwächer werden. Die Verletzungsprophylaxe wird aber immer wichtiger.

Rolli
17.02.2020, 09:10
Das ist reine Kopfsache, viele ermüden mental, andere werden wieder besser mit Einstieg in die neue Altersklasse...
So einen kenne ich nicht.

Brian
17.02.2020, 09:20
So einen kenne ich nicht.
Ich schon! Er läuft mit 57 wieder die Zeiten, die er mit 53 drauf hatte: 3:04min über 1000m, 4:46min über 1500m, 10:22min über 3000m (2019). Ein tolles Comeback. Bei deutschen Meisterschaften ist er häufig auf den Podium. Gestern habe ich ihn wieder getroffen, er ist in bestechender Form. Solche Athleten gehören zu meinen Vorbildern.

Der Athlet wird dieses Jahr 58. Anzeichen mentaler Ermüdung kann ich noch nicht erkennen und seine Formkurve steigt an. Jeder kann trainieren!

Rolli
17.02.2020, 10:46
Naja... zu den üblichen M50 Leistungen finde ich es nicht überragend. Gut, aber nicht überragend.

leviathan
17.02.2020, 10:56
Tja...
Der körperliche Verfall 54 -> 55 ist schon erheblich. :frown:

Das bestätigen auch die Ergebnislisten immer wieder. M50 findet man noch auf der ersten Seite. M55 dagegen muss man schon lange nach unten scrollen und suchen..

Es ist doch aber nicht so, daß die herausragenden Leistungen mit 54 gelaufen werden, sondern im Schnitt eher zu Beginn der neuen AK Periode, also eher mit 50 oder 51. Mal plastisch beschrieben stehst Du als 49jähriger mit 4 Jahre jüngeren Sportlern im Wettbewerb und ein Jahr später mit 4 Jahre älteren. Da macht das eine Jahre eben einen feinen Unterschied. Ich denke, das wollte Maddin aufzeigen.

Rolli
17.02.2020, 11:01
Es ist doch aber nicht so, daß die herausragenden Leistungen mit 54 gelaufen werden, sondern im Schnitt eher zu Beginn der neuen AK Periode, also eher mit 50 oder 51. Mal plastisch beschrieben stehst Du als 49jähriger mit 4 Jahre jüngeren Sportlern im Wettbewerb und ein Jahr später mit 4 Jahre älteren. Da macht das eine Jahre eben einen feinen Unterschied. Ich denke, das wollte Maddin aufzeigen.

Schon klar.
Ich wollte ihm einfach aufzeigen, dass es nächstes Jahr nicht einfacher wird. Genau so gut oder nur schlechter! Besser wird es sehr selten... bis gar nicht.

Brian
17.02.2020, 11:26
Naja... zu den üblichen M50 Leistungen finde ich es nicht überragend. Gut, aber nicht überragend.
Er ist fast 58 und braucht sich nicht mit 50jährigen zu vergleichen. Wir beide reden immer wieder aneinander vorbei. Die genannten Zeiten sind für einen 58jährigen für deutsche Verhältnisse absolut top. Ich muss mich korrigieren: der Athlet lief im Alter von 57 Jahren eine 4:43min über 1500m. Natürlich kommt es immer auf den Maßstab an, den man anlegt. Der Brite Guy Bracken lief 2019 eine 4:19min, der WR in der AK M 55 liegt bei 4:12min. Wir sollten aber mal auf dem Teppich bleiben. Das sind Ausnahmekönner!

Mir geht es nicht um absolute Zeiten, sondern um die Leidenschaft für den Sport. Das Alter und die Zeiten spielen keine Rolle, denn wir sind Athleten, wir quälen uns regelmäßig im Training und versuchen, das Beste aus uns rauszuholen. Jeder so gut, wie er kann! In der inneren Einstellung unterscheidet sich der Altersklassensportler nicht vom Athleten, der die 10km in 30min läuft, jeder gibt sein bestes.

Deswegen habe ich dieses Thema eröffnet. Schneller, höher, weiter ist hier von untergeordneter Bedeutung. Jeder, dem es um schneller, höher, weiter geht, der soll woanders seinen Senf dazugeben.

Nun erwarte ich nicht, dass Du meinen Standpunkt verstehst, Rolli.

Rolli
17.02.2020, 12:27
Er ist fast 58 und braucht sich nicht mit 50jährigen zu vergleichen. Wir beide reden immer wieder aneinander vorbei.

Ich verstehe Dein Standpunkt sehr wohl. Ich will nur Dich darauf hinweisen, dass:

andere werden wieder besser mit Einstieg in die neue Altersklasse,
... so einfach nicht stimmt.

Also nach vorne schauen und das Beste aus dem Gammelfleisch rausholen. Besser wird's nicht mehr...

D.edoC
17.02.2020, 12:42
Er ist fast 58 und braucht sich nicht mit 50jährigen zu vergleichen. Wir beide reden immer wieder aneinander vorbei. Die genannten Zeiten sind für einen 58jährigen für deutsche Verhältnisse absolut top. Ich muss mich korrigieren: der Athlet lief im Alter von 57 Jahren eine 4:43min über 1500m. Natürlich kommt es immer auf den Maßstab an, den man anlegt. Der Brite Guy Bracken lief 2019 eine 4:19min, der WR in der AK M 55 liegt bei 4:12min. Wir sollten aber mal auf dem Teppich bleiben. Das sind Ausnahmekönner!

Mir geht es nicht um absolute Zeiten, sondern um die Leidenschaft für den Sport. Das Alter und die Zeiten spielen keine Rolle, denn wir sind Athleten, wir quälen uns regelmäßig im Training und versuchen, das Beste aus uns rauszuholen. Jeder so gut, wie er kann! In der inneren Einstellung unterscheidet sich der Altersklassensportler nicht vom Athleten, der die 10km in 30min läuft, jeder gibt sein bestes.

Deswegen habe ich dieses Thema eröffnet. Schneller, höher, weiter ist hier von untergeordneter Bedeutung. Jeder, dem es um schneller, höher, weiter geht, der soll woanders seinen Senf dazugeben.

Nun erwarte ich nicht, dass Du meinen Standpunkt verstehst, Rolli.Ich lese da mimimi heraus :D

leviathan
17.02.2020, 13:04
Er ist fast 58 und braucht sich nicht mit 50jährigen zu vergleichen. Wir beide reden immer wieder aneinander vorbei.

Wenn man vergessen würde, daß Du Dich immer wieder daran aufgeilst, wenn Du ein paar jüngere Läufer hinter Dir gelassen hast, könnte man Dir das glatt abkaufen. Unglücklicherweise haben wir das nicht vergessen :zwinker2:


In der inneren Einstellung unterscheidet sich der Altersklassensportler nicht vom Athleten, der die 10km in 30min läuft, jeder gibt sein bestes.

Das glaube ich nicht. Die Wahrscheinlichkeit, daß der 30min Läufer einfach deutlich mehr investiert und damit verbunden deutlich mehr Opportunitäten aufgibt, ist einfach extrem hoch.

Ich habe absolute Hochachtung vor jedem - wirklich jedem - Sportler. Und ich bin fest davon überzeugt, daß 5min walken deutlich besser sind als nix. Es fällt aber schwer eine Argumentation nachzuvollziehen, die häufig die Leistung in den Vordergrund stellt. Und wenn es dann mal nicht so gut läuft, wird alles relativiert. Wenn die Maßstäbe kongruent wären, könnten wir das vielleicht besser nachvollziehen.

Brian
17.02.2020, 13:45
Ich lese da mimimi heraus :D
Was Du da herausliest, ist mir persönlich egal.

Brian
17.02.2020, 13:47
Ich verstehe Dein Standpunkt sehr wohl. Ich will nur Dich darauf hinweisen, dass:

andere werden wieder besser mit Einstieg in die neue Altersklasse,
... so einfach nicht stimmt.
Also nach vorne schauen und das Beste aus dem Gammelfleisch rausholen. Besser wird's nicht mehr...
Rolli, ich habe unpräzise argumentiert, in dem Punkt gebe ich Dir recht. Ich meinte ein konkretes Beispiel und ich habe bei einigen Athleten beim Einstieg in die neue Altersklasse beobachtet, dass sie wieder vermehrt Gas gegeben haben und teilweise wieder bessere Leistungen gezeigt haben als im Jahr zuvor. Verallgemeinern lassen sich meine Beobachtungen natürlich nicht.

Was ich damit sagen wollte: Wenn man den Arsch hoch bekommt und trainiert, müssen die Leistungen nicht zwangsläufig deutlich schlechter werden, es muss halt immer mehr investiert werden, um das Niveau zu halten und es dürfen keine Verletzungen dazwischen kommen. Der Sportler Jg 62 war im letzten Jahr zum Beispiel deutlich besser als 2018. Vielleicht war er 2018 verletzt oder konnte nicht so viel trainieren.

Altern ist auch Kopfsache! Auch Gammelfleisch kann man trainieren!

leviathan
17.02.2020, 14:51
Was ich damit sagen wollte: Wenn man den Arsch hoch bekommt und trainiert, müssen die Leistungen nicht zwangsläufig deutlich schlechter werden, es muss halt immer mehr investiert werden, um das Niveau zu halten und es dürfen keine Verletzungen dazwischen kommen.

Vielleicht muss man gar nicht mal mehr investieren. Es wäre wohl wichtiger in den Bereichen zu arbeiten, die am meisten betroffen sind. Die drei Komponenten, die wohl am schnellsten verloren gehen, sind (das ist eine persönliche Meinung):

- Schnelligkeit
- Maximalkraft
- Beweglichkeit

Die Ausdauer ist wohl am wenigsten betroffen. Aber wenn die obigen Komponenten schmelzen, sind auch die Überschneidungen betroffen:

- Geringere Schnelligkeit zieht auch die Tempohärte nach unten, weil ein höherer Anteil der Maximalgeschwindigkeit genutzt werden muss.
- Geringere Maximalkraft zieht die die Kraftausdauer nach unten.
- Ob die abnehmende Beweglichkeit einen so großen Effekt hat, weiß ich nicht genau, würde es aber vermuten.


Also nach vorne schauen und das Beste aus dem Gammelfleisch rausholen. Besser wird's nicht mehr...

Use it or lose it. Bei einigen kann es schon noch besser werden. Da ist immer die Frage wie weit man bereits an der individuellen Leistungsgrenze angelangt ist. Und bei den meisten würde ich vermuten, daß dieser Abstand größer ist, als der altersbedingte Verlust von ein oder zwei Jahren.

Rolli
17.02.2020, 14:59
Vielleicht muss man gar nicht mal mehr investieren. Es wäre wohl wichtiger in den Bereichen zu arbeiten, die am meisten betroffen sind. Die drei Komponenten, die wohl am schnellsten verloren gehen, sind (das ist eine persönliche Meinung):

- Schnelligkeit
- Maximalkraft
- Beweglichkeit

Die Ausdauer ist wohl am wenigsten betroffen. Aber wenn die obigen Komponenten schmelzen, sind auch die Überschneidungen betroffen:

Levi, ich habe was für Dich gefunden! Lese mal den Text von Leviathan, vielleicht hilft Dir das weiter. :zwinker2:

Brian
17.02.2020, 15:00
Diese Zeiten würde ich sehr gerne schaffen (Daniels VDOT 58).

http://www.fu-mathe-team.de/daniels.yaws?vdot=58&vdotman=berechnen

Über 1500m stand ich 2018 bei 4:43, dieses Jahr möchte ich die 4:43min gerne wieder schaffen. Das entspricht VDOT 58. 10:08min über 3000m wäre ein Traum. Und die anderen Zeiten? In jeder Disziplin, außer über 1500m müsste ich persönliche Bestzeit laufen. Noch ist es nur ein Traum! Aber Träumen ist erlaubt!

Das alte Gammelfleisch zickt nicht rum, das ist schon einmal eine gute Voraussetzung!

leviathan
17.02.2020, 15:01
Levi, ich habe was für Dich gefunden! Lese mal den Text von Leviathan, vielleicht hilft Dir das weiter. :zwinker2:

Leviathan??? Was is´n das für´n Idiot :teufel:

Das habe ich doch letztes Jahr schon so gehandhabt. Deshalb habe ich auch soviel auf die Strides gesetzt. Und bei den Intervalleinheiten hatte mir alcano viele für meine Verhältnisse wirklich schnelle Einheiten reingeschoben. Obwohl ich mich auf den Marathon vorbereitet hatte, war ein beachtlicher Teil der schnellen Einheiten in Richtung 1500m Pace. Das war wirklich gut und war Balsam für die Mechanik.

TDLs gab es eigentlich nur als Bestandteil der langen Läufe. Ansonsten waren die nicht mal Bestandteil des Programms.

Rolli
17.02.2020, 15:05
Im Ernst... volle Zustimmung. Obwohl ich die Ausdauer nicht aus der Acht lassen würde, was auch im Alter nachlässt. Trotzdem wird sie überdimensional angesprochen, weil die entsprechende Trainigsart viel angenehmer und "leichter" ist. Es dauert natürlich viel länger, was für einen 40+ kaum einen Hürde darstellt.

leviathan
17.02.2020, 15:08
Obwohl ich die Ausdauer nicht aus der Acht lassen würde, was auch im Alter nachlässt. Trotzdem wird sie überdimensional angesprochen, weil die entsprechende Trainigsart viel angenehmer und "leichter" ist. Es dauert natürlich viel länger, was für einen 40+ kaum einen Hürde darstellt.

Ich glaube ja, wenn Du einmal das vaskuläre System ausgebildet hast, daß Du dieses immer wieder sehr schnell reaktivieren kannst. Daher ist Grundlagenausdauer irgendwann auch ausgelutscht. Dann kannst Du diese aber leicht erhalten oder wie geschrieben reaktivieren.

MikeStar
17.02.2020, 22:21
Warum gehen Schnelligkeit, Maximalkraft etc. denn schneller zurück, im Vgl zur (Grundlagen)Ausdauer?
Weil i.d.R. das Leistungsniveau der Grundlagenausdauer deutlich längerfristig und umfangreicher aufgebaut sind als "spezielle" Kraft- und Ausdauerformen.

Siehe auch, Trainingsprinzip der Anpassungsfestigkeit.

Reize, welche die Grundlagen festigen, werden normalerweise bei jeder Trainingsform angesprochen, während spezielle Kraft- und Ausdauerformen spezifisch und i.d.R. in insgesamt geringerem Umfang trainiert werden.

Grundlagenausdauer wird nicht nur angesprochen, weil sie "leichter" zu trainieren ist, sondern auch weil ohne vernünftige Grundlagen spezifisches Training nicht die optimale Wirkung erzielen kann. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass im Alter, sofern die spezifischen Reize nicht mehr so gesetzt werden können, wie in jungen Jahren, die Grundlagenausdauer am meisten vom langfristig aufgebauten Niveau profitiert.

Gerade im Alter wird die Individualität im Training nochmal um einiges wichtiger. Der eine verträgt hohe Umfänge aber nicht ganz so hohe Intensität besser, den anderen killen die Umfänge, aber er kann kurze höchstintensive Reize besser verarbeiten. Diese Individualität vernachlässigen aber viele Sportler unbewußt.

Auch wenn man es vielleicht nicht hören will, aber u.U. kann es besser sein, zu versuchen, den altersbedingten Leistungsabbau durch gezieltes Training langfristig zu reduzieren, anstatt nur von Jahr zu Jahr zu denken.

Was ist besser? mit 50 Jahren 4:45, mit 55 Jahren 4:50, mit 60 Jahren 5:15 / 1.500m oder mit 4:45, 5:05, 5:08?
Das muss letztlich jeder für sich entscheiden, aber es wird das Training entsprechend beeinflussen.

Rolli
17.02.2020, 22:43
Warum gehen Schnelligkeit, Maximalkraft etc. denn schneller zurück, im Vgl zur (Grundlagen)Ausdauer?
Weil i.d.R. das Leistungsniveau der Grundlagenausdauer deutlich längerfristig und umfangreicher aufgebaut sind als "spezielle" Kraft- und Ausdauerformen.

Siehe auch, Trainingsprinzip der Anpassungsfestigkeit.

Reize, welche die Grundlagen festigen, werden normalerweise bei jeder Trainingsform angesprochen, während spezielle Kraft- und Ausdauerformen spezifisch und i.d.R. in insgesamt geringerem Umfang trainiert werden.

Grundlagenausdauer wird nicht nur angesprochen, weil sie "leichter" zu trainieren ist, sondern auch weil ohne vernünftige Grundlagen spezifisches Training nicht die optimale Wirkung erzielen kann. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass im Alter, sofern die spezifischen Reize nicht mehr so gesetzt werden können, wie in jungen Jahren, die Grundlagenausdauer am meisten vom langfristig aufgebauten Niveau profitiert.

Gerade im Alter wird die Individualität im Training nochmal um einiges wichtiger.
Individualität ist immer wichtig und nicht speziell im Alter.

Und doch. Ausdauer ist "leichter" zu trainieren, deswegen gehen ältere Sportler lieber jeden Tag 2 Stunden in 6:30/km joggen als 2x/Woche in roten Bereich anzusprechen. Das ist mit "leicht" gemeint.


Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass im Alter, sofern die spezifischen Reize nicht mehr so gesetzt werden können, wie in jungen Jahren, die Grundlagenausdauer am meisten vom langfristig aufgebauten Niveau profitiert.
Klar können sie nicht so einfach gesetzt werden, was nicht bedeutet, dass die gleiche Trainingsprinzipien nicht funktionieren sollten. Nur eben auf anderen Niveau und in anderen Perioden. Und wenn man von verlängerten Regenerationsperioden spricht, bedeutet das einen Tag länger und nicht den ganzen Winter.

die Grundlagenausdauer am meisten vom langfristig aufgebauten Niveau profitiert
Wie profiliert? Dass die Leute deutlich.... sorry.... deeeeeeutlich langsamer die Wettkämpfe laufen? Nein, da bin ich voll bei Levi, immer das trainieren, was im Alter flöten geht: Kraft, Schnelligkeit und VO2max und keine Angst von roten Bereichen.


Was ist besser? mit 50 Jahren 4:45, mit 55 Jahren 4:50, mit 60 Jahren 5:15 / 1.500m oder mit 4:45, 5:05, 5:08?
Was Du damit meinst, habe ich gar nicht.
Langfristige Planungen mit M55?
Dann laufe ich lieber 4:40 heute und morgen spiele ich wieder Schach.

Übrigens: die langfristige Planungen, habe mir schon mehrere hier vorgerechnet... die alle nicht mehr dabei sind. Die Planungen waren, in den meisten Fällen, einfach zu langfristig.

MikeStar
18.02.2020, 09:09
Wenn es darum geht, dass (manche/viele) Ältere eher viel langsame Einheiten trainieren, würde ich aber nicht von "leichter" sondern von "bequemer" zu trainieren sprechen. Ich glaube aber auch, dass ab einem gewissen Alter einfach auch ein natürlicher "Sättigungseffekt" bzgl. der Motivation einsetzt, so dass sich einfach die Prioritäten verschieben.

Mit "profitieren" (nicht profilieren) meine ich, dass im Alter die Grundlagenausdauer einfach weniger langsam abbaut, bzw. mit weniger Aufwand aufrecht erhalten werden kann, als die spezifischen Einheiten. Wenn man 30-40 Jahre gelaufen ist, egal ob als Hobbyläufer oder ambitionierter Sportler, hat man im Grunde immer in irgendeiner Form die Grundlagenausdauer trainiert.

Natürlich kann/soll/muss im Alter das angesprochen werden, was primär benötigt wird. Dass sich im Alter der mentale Fokus bei vielen aber zum "langsamen" verschiebt hat nicht unbedingt was mit Bequemlichkeit zu tun, sondern eher mit persönlicher Prioritätensetzung.

Mit langfristiger Planung meine ich auch bei der Trainingsgestaltung zu berücksichtigen, was man langfristig im Alter erreichen will oder versuche ich auf "Teufel komm raus" kurzfristige Ziele zu erreichen, die vielleicht gar nicht erreichbar sind?

Beispiel: Sportler X und Sportler Y haben mit 50 ein Niveau von 2:25/800m. Der altersbedingte Abbau sei bei beiden als gleich angenommen.
Sportler X richtet sein Training kurzfristig aus, erreicht mit 51 2:22, mit 52 2:19 und baut danach ab, so dass er nach und nach mit 60 bei 2:35 angekommen ist.
Sportler Y plant langfristig und reduziert lediglich den altersbedingten Abbau, bleibt bis 55 bei 2:25 und mit 60 bei 2:27.

Natürlich hat jeder seine eigenen Zielsetzungen, was ja auch normal ist. Man kann dabei aber auch schauen, wie man selbst auf's Älterwerden reagiert. Das gehört ebenso zur altersspezifischen Trainingsplanung dazu, wie das Training selbst.

leviathan
18.02.2020, 09:12
Warum gehen Schnelligkeit, Maximalkraft etc. denn schneller zurück, im Vgl zur (Grundlagen)Ausdauer?
Weil i.d.R. das Leistungsniveau der Grundlagenausdauer deutlich längerfristig und umfangreicher aufgebaut sind als "spezielle" Kraft- und Ausdauerformen.

Ich denke, daß Du den Verlust dieser Fähigkeiten nach einer Verletzung oder sonstigen Pause hier auch auf den Alterungsprozess projizierst. Das ist aber ein Trugschluss. Der altersbezogene Rückgang erfolgt unabhängig davon. Natürlich wirst Du auch mit 50 einen Formverlust in der Verletzungs- oder Saisonpause erleiden. Und Du wirst die Form relativ schnell wieder erlangen. Auf diesen Prozess haben die von Dir beschriebenen Einflüsse eine große Wirkung.

Dennoch geht die Leistungsfähigkeit in Summe nach unten. Und hier gehen Kraft- und Schnelligkeitskomponenten am schnellsten flöten.

Du wirst also ab einem bestimmten Alter Deine Leistungskurve schwinden sehen. Aber auch hier hast Du saisonale Effekte. Das kann man gut mit einen Spaziergänger mit Hund vergleichen. Der Spaziergänger bewegt sich tendentiell leicht nach unten. Der Hund rennt mal vor und mal zurück. Unterm Strich bewegt er sich aber wie der Spaziergänger.

Edit: Überschneidung :)

Übrigens glaube ich zwar auch an eine lft. Planung. Aber Dein Beispiel finde ich viel zu optimistisch und theoretisch. Lassen wir mal Bernhard von Moltke zu Wort kommen: "Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt." :P

MikeStar
18.02.2020, 09:22
Ich denke, daß Du den Verlust dieser Fähigkeiten nach einer Verletzung oder sonstigen Pause hier auch auf den Alterungsprozess projizierst. [...]

Nö, eben genau nicht. Ich sehe den Verlust als Folge eines anderes (kurzfristiger/spezieller/ infolgedessen schwankungsanfälliger) aufgebauten Niveaus als bei der Grundlagenausdauer.

Das sind einfach die Unterschiede der jeweiligen Kraft/Ausdauerformen.

Bei 6 Einheiten / Woche hast du halt i.d.R. 6x Grundlagenkomponenten, die in jedem Training abgerufen werden. Die spezifischen Fähigkeiten können aber nur in den spezifischen Einheiten angesprochen werden. Somit kann das Niveau gar nicht so gefestigt sein, wie die Grundlagenausdauer.)

leviathan
18.02.2020, 09:32
Nö, eben genau nicht. Ich sehe den Verlust als Folge eines anderes (kurzfristiger/spezieller/ infolgedessen schwankungsanfälliger) aufgebauten Niveaus als bei der Grundlagenausdauer.


Ok, dann habe ich Dich falsch verstanden. Allerdings vertrete ich dennoch eine andere Meinung. Auch Sportler, die Kraft und Schnelligkeit über einen sehr langen Zeitraum entwickelt haben, verlieren diese Fähigkeiten ab einem individuell unterschiedlichen Zeitpunkt deutlich stärker. Schau Dir mal Gewichtheber an, Turner oder auch Fußballer. Da kann man das deutlich beobachten.

Für uns Läufer gibt es aber eine sehr gute Nachricht. Man kann den Verlust zwar nicht aufhalten, aber deutlich verlangsamen. Und darauf bezog sich meine Aussage weiter oben, daß es hier kaum mehr Zeit bedarf. Man muss halt etwas dafür tun. Und sicher ist mehr besser. Aber die Nutzenkurve ist gerade zu Beginn extrem steil und flacht dann schnell ab. Das bedeutet nicht, daß der Grenznutzen schon Null ist, sondern einfach nur daß es schwerer wird.

Ex_Sprinter
18.02.2020, 11:22
Ich bin da ziemlich nah bei Levi:
Ausdauer ist auch im Alter reletiv intensiv trainierbar, da die koerperliche Belastung durch intelligenten Trainingsmix unterhalb der Verletzungsschwelle gehalten werden kann. Viele AK-Laeufer substituieren ab 60/80 WKm zunehmend durch Radfahren, schwimmen etc. . Die klassischen Fersen- und Knieprobleme lassen gruessen.

Kraft ist ebenfalls bis in die Bereiche der M60 hinein recht gut trainierbar. Die guten Resultate von AK Sportlern in Wurfdisziplinen oder z.B. im KDK zeigen dies. Jedoch ist laufspezifisches Maximalkrafttraining nicht allzu intensiv trainierbar. Mehr als 2-3 TE pro Woche je Muskelpartie gehen halt nicht und die Substituierbarkeit ist deutlich geringer, als im Ausdauerbereich, wo es zumindest dem Herz und der Lunge ziemlich egal ist, woher der Trainingsreiz kommt.

Schnelligkeit ... hmmm ... schwierig zu bewerten. Eigentich nimmt bei AK Sportlern die Schrittfrequenz ja kaum ab. Schaut man sich mal die guten M50 und M60 im 60m sprint an, so treten die beinahe genauso schnell, wie die HK.
Sie nimmt dennoch langsam ab und einen Trainingsanreiz zu setzen ist mit hohen Belastungen für das ZNS und die beteiligten Bänder, Sehnen, Gelenke verbunden. Es trainiert demzufolge kaum ein AK Sportler in gleicher Häufigkeit Schnelligkeit, wie Ausdauer.

Nun bleiben noch Faktoren, wie Beweglichkeit, Dehnungsfähigkeit. Hier schludern dann sehr viele AK Laeufer! Und dann gehen eben in jeder AK 10cm Schrittlaenge durch verkuerzte Muskelgruppen verloren ...

Ich behaupte mal, dass man beinahe jeden der Einzelfaktoren bis ins fortgeschrittene Alter auf sehr hohem Niveau trainieren kann. Ich selbst habe z.B. mit 45 eine um Klassen verbesserte Ausdauer, als mit 20 gehabt. Die Kraftwerte sind nun mit 50 ebenfalls deutlich hoeher, als damals mit 20. Aber halt nicht gleichzeitig mit der Ausdauer.
Mit 55 köennte ich wahrscheinlich eine PB im Ultralauf erreichen und erstmals 50km irgendwie durchlaufen. Genauso waere es wohl moeglich eine PB im Bankdruecken zu erreichen. In den Extrembereichen geht da noch einiges.
Alles Gleichzeitig funktioniert aber nicht. Da streikt der Koerper dann. Und somit setzt der Leistungsrueckgang in komplexen Sportarten, wie der MD ein ...

Rolli
18.02.2020, 12:16
Hier wird wahrscheinlich die hormonelle Lage im Alter die entscheidene sein und Verlangsamung des zellulären Umsatzes. Somit auch VO2max.

Mir hilft es nicht, dass ich 20-30kg mehr Kniebeuge oder Wadenheben kann, und am Sonntag 10-15km länger laufen kann als die Jungs. Im Wettkampf werden sie trotzdem schneller. Viel schneller.

Rolli
18.02.2020, 12:28
Nö, eben genau nicht. Ich sehe den Verlust als Folge eines anderes (kurzfristiger/spezieller/ infolgedessen schwankungsanfälliger) aufgebauten Niveaus als bei der Grundlagenausdauer.

Das sind einfach die Unterschiede der jeweiligen Kraft/Ausdauerformen.

Bei 6 Einheiten / Woche hast du halt i.d.R. 6x Grundlagenkomponenten, die in jedem Training abgerufen werden. Die spezifischen Fähigkeiten können aber nur in den spezifischen Einheiten angesprochen werden. Somit kann das Niveau gar nicht so gefestigt sein, wie die Grundlagenausdauer.)

Und warum nicht?
Der Sprinter wird immer sehr schnell wieder seines submaximales Leitungsniveau erreichen. Auch der Kraftsportler. Die Fähigkeit singt vergleichbar schnell wie die Fähigkeit 35km am Stück zu laufen (Ausdauer), wenn man das ein paar Monate nicht angesprochen hat.

Leider ist der Begriff "Grundlageausdauer" für zu viele ein Begriff für 6xWoche über 6 Wintermonate traben zu müssen.

MikeStar
20.02.2020, 20:30
Sprint und Kraftsportler sind Spezialisten, welche die entsprechenden Fähigkeiten längerfristig aufgebaut haben. Trotzdem wird die Leistungskurve bei einer Pause schneller nach unten gehen, als die Kurve bei der Grundlagenausdauer, bei entsprechendem Training danach natürlich auch wieder nach oben.
35km laufen ist auch eher Spezialisierung als reine Grundlagen.

Grundsätzlich sollten wir unterscheiden zwischen allgemeiner Ausdauer, die sportartenunabhängig aufgebaut wird und spezifischer Ausdauer, die durch sportartenspezifisches Training erarbeitet wird.
Bspw. profitieren ein Fußballer, ein Kraftsportler und ein Schwimmer annähernd gleichermaßen von z.B. einer 100km-Radeinheit oder einem 15km-GA-DL. Sie bauen damit Grundlagenausdauer auf, die als Basis für die sportartenspezifischen Einheiten dient. Ohne spezfische Audauereinheiten bringt dies aber dem einzelnen Sportler recht wenig.
So ähnlich verhält es sich auch mit den langsamen Läufen. Sprinter, MDler und LDler profitieren davon, der Unterschied kommt von den spezifischen Einheiten. Selbstverständlich gibt es auch Sportler, die nur mit spezifischen Einheiten gute Ergebnisse erzielen. Es gibt aber auch welche wie mich, die wenn sie Grundlageneinheiten vernachlässigen, in Fällen von Pausen länger Anlaufzeiten benötigen.
Als ich noch höherklassig Fußball gespielt habe, war ich anfangs faul und habe in den Saisonpausen kaum trainiert, infolgedessen war die Vorbereitung anfangs immer wieder hart für mich... nicht nur die längeren Sprint- oder wettkampfspezifischen Einheiten, sondern v.a. jene, bei denen es auf eine hohe Grundlagenausdauer ankam.
Nachdem ich über die Saisonpausen angefangen hatte locker zu laufen oder Rad zu fahren, gingen die Vorbereitungen deutlich besser von der Hand.

"Über die Wintermonate 6x Woche langsam laufen", macht sicher nicht schneller, je nach Planung kann es aber trotzdem die Grundlagen für den spezifischen Teil im Frühjahr legen. Unabhängig davon halte ich aber auch nicht viel davon längere Zeit nur gemütlich dahin zu schlurfen.
Will ich langsam laufen, suche ich mir entweder deutlich längere Läufe als üblich oder Trails und Berge um gleichzeitig die Kraft zu trainieren.

Unabhängig davon ziehe ich aber auch abwechslungsreiches Training mit Tempo vor.

Ich bin aber auch noch nicht wirklich soweit mich ausschließlich mit gleicher AK messen zu wollen, bzw. an diesen zu orientieren. Altersbedingte Leistungsrückgang sei unbestritten, aber dann muss man halt das Training justieren. Warum sollte ich nicht versuchen, wo ich es noch kann, mit jüngeren zu konkurrieren bzw. mich an diesen zu orientieren?
Dass ich z.B. auf MD oder LD kein Land sehe, liegt nicht unbedingt am Alter, das war früher schon genau so. Hier versuche ich einfach meine Zeiten soweit zu verbessern, dass ich irgendwann in einem WK nicht ganz abgeschlagen bin.
Auf den Sprintstrecken hab' ich trotzdem noch den Anspruch die nächsten 4-5 Jahre mich wieder soweit zu verbessern, dass ich auch mit den Jüngeren mitlaufen kann.

Die letzte Woche endlich mal die Kilometer wieder etwas hochgeschraubt, wenn auch nur auf 62 verteilt auf 6 Einheiten.
2 Sprinteinheiten, 2 lockere profilierte Dauerläufe, 1x Schwellenintervalle (4x 800m @ 10k-RT im Wechsel 3x 400m @ 5k-RT, je 400m TP), 1x FS mit kürzer werdenden Pausen und länger werdenden schnellen Belastungen (B = 30"/45"/60"/75"/90"/120"/150"/180", TP = 90"/75"/60"/45"/30"/30"/30") und 5x 30"/30" schnell/locker.

Momentan liebäugel' ich (sofern ich Zeit habe) evtl. am 15.3. zum Hallenmeeting nach Dortmund für 60m, 200m und 800m zu fahren. Startet dort jemand, bzw. kann mir sagen, wie das Teilnehmerfeld/die Leistungsdichte dort so üblicherweise ist?

Rolli
20.02.2020, 22:46
Leder stimmt das nicht. Du beschreibst eine Grundlagenausdauer eines Langstrecklers und auch das stimmt nicht immer.

Allgemeine Ausdauer ist die Fähigkeit Herz-Kreislauf-System auf einem guten Niveau zu halten, was für alle Sportarten wichtig ist, das stimmt. Der Nachteil dabei ist, dass man damit vor allen langsam zuckende Muskeln anspricht und den Drift FT->ST verursacht. Ein Gift für einen Sprinter!!! nicht unbedingt vorteilhaft für einen MD-ler. Aber auch für einen LDler fraglich.

Ich kenne etwas einige Sprinter-Schulen und glaub mir, kein Sprinter läuft 60km+ im Winter. Sie sitzen alle in der Halle, feilen an der Technik und stemmen Eisen. Auch die Geschichte mit 160km für Mittelstreckler ist absolute Ausnahme und für Spitzensportler im Trainingslager durchführbar. Es gibt zwar noch POL... so will aber keiner trainieren, und 3x Woche rennt man dabei auch sehr schnell.


Momentan liebäugel' ich (sofern ich Zeit habe) evtl. am 15.3. zum Hallenmeeting nach Dortmund für 60m, 200m und 800m zu fahren. Startet dort jemand, bzw. kann mir sagen, wie das Teilnehmerfeld/die Leistungsdichte dort so üblicherweise ist?
Normalerweise ist der Saison im März schon zu Ende, aber es kommen noch ein Paar schnelle Hollender und ein Paar Kinder. Viele Teilnehmer laufen da nicht.

MikeStar
21.02.2020, 13:49
Für einen reinrassigen Sprinter gebe ich dir natürlich recht, dass der Switch von FT zu ST natürlich nicht gewollt sein kann.
Ein Sprinter, der i.d.R. aber mit 10-12 spezifischen Wocheneinheiten trainiert, behält seine Grundlagen alleine schon durch die hohen Umfänge bei.
Bei 10-12 Einheiten kommen auch inkl. Einlaufen, ABC und Technik auch etliche Kilometer zustande.

Unabhängig davon ist die allgemeine Ausdauer ein Faktor, der die Regenerationsfähigkeit (sowohl kurz- als auch langfristig) nicht unwesentlich beeinflusst. Ohne sich vorher aber eine entsprechende Grundlage aufgebaut zu haben, wird er gar nicht in der Lage sein, diese Umfänge zu stemmen.

Wir reden hier jetzt aber nicht über den (semi-)professionellen Sprinter mit zweistelligen Wocheneinheiten, sondern über älter werdende Hobbysportler mit 5-7 Einheiten im Wettkampftraining für 800m-5000m.

Wenn du den passenden Sportler hast, spricht ja auch nichts dagegen komplett über die Schnelligkeit zu kommen. Dann hast da aber i.d.R. Leute, die die Grundlagen bereits haben und diese durch das Training aufrechterhalten. Spätestens wenn du merkst, dass dein Sportler die Schnelligkeits-/Kraft-Umfänge nicht mehr stemmen kann, muss die Grundlage überprüft und ggf. nachjustiert werden.

Grundlage aufbauen heißt ja nicht rumzuschleichen, sondern je nachdem welche Grundlage man ansprechen will, durch höhere Umfänge/Wiederholungen mit geringerer Intensität temporär wieder aufzubauen.

Den Regler für ein paar Wochen ein klein wenig in Richtung Grundlage zu verschieben und dann wieder mehr Richtung Schnelligkeit gehen, wird auch keinen allzugroßen Drift von FT zu ST führen. Klar... wenn jemand das als Ausrede nutzt um wochenlang 6x die Woche zu schleichen... brauchen wir nicht drüber diskutieren.

Aber mal 2 Wochen lang 1-2 Einheiten von kurzen intensiven Tempoeinheiten Richtung GA-DL oder HMRT-MRT zu schieben und danach 3-4 Wochen die Intensität zugunsten der Umfänge (z.B. 10x 400m @ 3k-RT statt 5x 400m @ 800m-RT, oder 12-14km Fahrtspiel mit 2km EL + ABC + 8-10km 60" Strides mit alternierenden Pausen + 2km AL) wird keine große Verschiebung herbeiführen.

Rolli
22.02.2020, 00:15
Na dann schaue auf Kilometer von Ex-Sprinter. Oder von anderen Läufern in M50 mit 54/400, dann wirst Du staunen.


Aber mal 2 Wochen lang 1-2 Einheiten von kurzen intensiven Tempoeinheiten Richtung GA-DL oder HMRT-MRT zu schieben und danach 3-4 Wochen die Intensität zugunsten der Umfänge (z.B. 10x 400m @ 3k-RT statt 5x 400m @ 800m-RT, oder 12-14km Fahrtspiel mit 2km EL + ABC + 8-10km 60" Strides mit alternierenden Pausen + 2km AL) wird keine große Verschiebung herbeiführen.
Und hier hast Du meine volle Zustimmung. Das ist eher ein Beispiel für 1500-3000-Läufer (event. 800m) Nun als Grundlagen verstehen die Leute eben nicht das sondern eben 6xWoche traben. Aber auch schnelle MDler trainieren so nicht. Tempo zwischen 3000 und MRT kennen sie einfach nicht. Sie sterben dabei (fehlende gut entwickelte ST) und entweder rennen 200-400 oder traben frustriert in 6:00/km durch die Gegend.

Praktische Tipp:
Aufbau über Schnelligkeit im Winter: Sprinten (KZA und Langsprints) +Technik und etwas joggen und Kraft
Aufbau über Ausdauer im Winter: Sprinten und DL rund um die Schwelle und Kraft
Aufbau über POL: Schnell und sehr lang und sehr langsam. Keine Schwelle.

Brian
22.02.2020, 20:05
4x3000m in ca. 11:45min, 2min Pause, Sturmböen von vorne, von hinten und von der Seite. Die Einheit war knüppelhart - und der Puls unter Belastung? 156 bis 159. Super, dann ist mit einer Hf von 180 locker die 8:59min über 3000m drin, oder? :confused:

Es war wirklich hart heute. Nur zum Vergleich: Bei meinen normalen Dauerläufen in 4:30min bin ich auch schon mit Hf 152 unterwegs. Ist etwas kaputt?

Die Formel 220 minus Lebensalter für die Hf max stimmt bei mir, ich werde alt! :klatsch:

Rolli
22.02.2020, 20:15
Super schwere Einheit fr einen MDler! Maddin! Maschine!

Brian
22.02.2020, 20:42
Super schwere Einheit fr einen MDler! Maddin! Maschine!
Danke! Am Mittwoch lief ich schon 6x1000m in 3:40min, ebenfalls 2min Pause bei deutlich besseren Bedingungen. Vielleicht klappt es schon im März mit der 36:58min!

Brian
23.02.2020, 16:07
Das war die härteste Woche in diesem Jahr! Nach dem schweren 3000m-Rennen letzten Sonntag folgten 80km mit 6x1000m in 3:40min am Mittwoch, 4x3000m in 11:45min gestern und 20km in 4:41/km heute bei Sturm mit Böen in bis zu 90km/h. Ich bin so gelaufen, dass der Wind die meiste Zeit von der Seite blies. 😁

Rolli
24.02.2020, 19:40
Praktische Tipp:
Aufbau über Schnelligkeit im Winter: Sprinten (KZA und Langsprints) +Technik und etwas joggen und Kraft


https://www.youtube.com/watch?v=ZZloYFhcyOY

Laufen ist hier nicht viel. Und es ist Grundlagenphase.

Das erinnert mich wieder daran, dass ich mehr an der Technik arbeiten muss...

MikeStar
24.02.2020, 20:14
Ich finde den VBlog von MHJ sehr interessant. Ist schon seit längerem eine meiner Orientierungshilfen für's Sprinttraining.

Wer's nicht ganz so spezifisch braucht kann auf Youtube auch mal nach "Workout Wednesday" suchen. Da sind auch einige Anregungen dabei.
Ich muss auch meinen Fitnessraum endlich auf Vordermann bringen. Momentan kann ich nur unterstützend an Blackroll, Hantelbank und Langhantel arbeiten.

Vorgestern 10km WK als TDL, allerdings nicht so konstant wie geplant. Zu schnell los, daher 48.5/51.5 Split (statt 50/50).
Heute 40min Warm-up/Technik+STL, 3x 2+2 Starts+Antritt 20m (Hoch+Hocke; Skippings+Fall, Rückwärts+3-Punkt), 10x 200m @ 35.2-37.7 (avg. 36.74) mit 200m GP, 30min locker.

Morgen Sprint
Mittwoch Locker
Donnerstag MD/LD (gepl. 3km TDL + 5x 600-800m IV)
Freitag WK 3.3km
Samstag LDL locker oder Berglauf

Danach eine reduzierte Woche mit Abschluss 5km-WK am 7.3.

Wiederum danach 2 Wochen mit Fokus auf Sprint und Schwellentempo.

Brian
29.02.2020, 20:07
Diese Woche war ich etwas müde und musste ein paarmal nießen. Ob es am Corona-Virus lag?

Vorgabe heute: 2 x 5000m in 3:55/km, 4min Tp.

Ist:
Bahn: 19:34min
Gelände: 20:10min kräftiger Wind, war am Ende müde!

Vorgabe nicht geschafft, es war der Virus, da bin ich mir sicher!

Morgen laufe ich noch einmal müde 20km!

MikeStar
01.03.2020, 22:13
Die QTE am Donnerstag schon nach Warm-Up + 5min im TDL abgebrochen. Selbstverschuldet. Hatte nach der Arbeit Heißhunger und die Konsequenz dann zu spüren bekommen. War einfach disziplinlos von mir.

Zum 3.3km-WK am Fr. hätte ich auch gar nicht antreten brauchen. Einfach Zeit von letzten Monat nehmen und gut wär's gewesen. Wetter minimal wärmer, Wind minimal stärker, Zeit minimal - offiziell 2" - schneller (wobei es 5-6 Sekunden gewesen sein müssten, da der Scanner ein paar Sekunden nicht richtig funktioniert hat).
Ca. 10" wären noch drin gewesen, wenn ich ans Limit gegangen wäre.

Gestern und heute eher regenerativ. Gestern 10km profiliertes Fahrtspiel durch's Dorf mit 1.8 und 2.1km @ ca. MRT, heute 38km/140min Rad (170Hm) zum Beine lockern.

Morgen MD-IV ca. 3k-RT, Dienstag Sprinttechnik, Donnerstag locker mit Strides, Samstag 5km-WK.

MikeStar
02.03.2020, 21:37
Heute: 30min Warm-Up, 7x 400m (Soll: 6x 400m in 92-95", Ist: 89.8, 91.8, 95.0, 93.5, 95.6, 94.8, 96.6) mit 1' StP, 400m LP (ca. 5:20), 800m (Soll: 3:12-3:20, Ist: 3:23), 400m LP (ca. 5:20), 5x 200m/100m (Soll: 42"/42", Ist: 41.7/41.3/46.8/41.1/45.6/44.8/45.5/45/46.2), 10min AL

Grundsätzlich erstmal ok. Was mich nervt, ist dass die Einheit an sich schneller gelaufen wird als zu meiner 5k-PB-Zeit vor 3 Jahren, ich das Tempo auf die 3k-/5k-Distanz aber nicht mehr umgesetzt bekomme. Temposeite verbessert, Ausdauerseite verschlechtert. Aber das nehme ich erstmal die nächsten Jahre weiterhin in Kauf. Fokus bleibt weiterhin Kurzstrecke/Tempo.

Brian
04.03.2020, 07:29
Nun habe ich mich in den zurückliegenden Wochen unspektakulär, aber ausgesprochen effizient auf einen weiteren Saisonhöhepunkt vorbereitet, ein Cross-Wettkampf (6,6km). Ich bin in Form, die 10:29min über 3000m in der Halle ist ein deutlicher Beleg. Mein gutes Abschneiden mit einem Podiumsplatz auf der Cross-Mittelstrecke ist auch kein schlechtes Zeichen.

Der Cross-Pacour am Wochenende wird anspruchsvoll sein, mit kurzen, aber giftigen Anstiegen und tiefem Boden. Ratsam ist auf solchen Strecken ein gleichmäßiges Tempo, das weiß ich aus Erfahrung.

Mit welchem Tempo soll ich anlaufen? Ich dachte an 3:42/km. Hat jemand aufgrund meiner 3000m Zeit eine Prognose? Bei meinem Crosslauf über 3,5km mit 30m Höhenunterschied schaffte ich im Schnitt eine Pace von 3:40/km.

Brian
04.03.2020, 07:47
Welchen Wettkampfschuh soll ich für die Straßenwettkämpfe wählen? Der Carbon X entspricht in seiner Konzeption dem neuen Wunderschuh von Nike, ist aber besser verarbeitet und deutlich günstiger. Der Nikeschuh kostet 2€ pro Kilometer. :hihi: Das Thema Nachhaltigkeit lässt grüßen! Dann doch lieber Hoka. Auch in dem Carbon X werden Topzeiten gelaufen.

Allerdings bin ich im Augenblick auch vom Carbon Rocket angetan, der flach und ohne Sprengung aufgebaut ist. Er enthält ebenfalls eine Carbonplatte.

Brian
06.03.2020, 06:31
Der große Moment rückt immer näher, ich bin schon ganz aufgeregt!

Brian
08.03.2020, 16:48
Welchen Wettkampfschuh soll ich für die Straßenwettkämpfe wählen? Der Carbon X (...)

Carbon Rocket (...) Carbonplatte.
Den Carbon X gab es nicht mehr in meiner Größe, also war die Entscheidung ganz einfach. Ich habe mich für den Carbon Rocket entschieden, denn ich wollte mal einen neumodischen Wunderschuh ausprobieren, schließlich strebe ich über 10km eine persönliche Bestzeit an und da kann ich jede zusätzliche Sekunde materialbedingte Zeitersparnis :hihi: gut gebrauchen.

Carbonplatte + "reaktives Zwischensohlenmaterial" = persönliche Bestzeit

Mal sehen, ob der Plan aufgeht.

Rolli
08.03.2020, 17:36
Der Nikeschuh kostet 2€ pro Kilometer.

Ich kenne einige, die dafür auch 20 Euro/km bezahlt hätten.

hbef
08.03.2020, 17:46
Martin, schreib doch ein bisschen was zur DM. Wie war's?

Brian
08.03.2020, 18:10
Martin, schreib doch ein bisschen was zur DM. Wie war's?
Hab keine Lust! Du bekommst aber eine persönliche Nachricht!

Gerade habe ich mir eine Änderung der Statuten überlegt. Ab sofort ist dieser Fred auch für Masterinnen offen. Eine Masterin könnte berichten...

MikeStar
08.03.2020, 20:33
Dürfen auch Bachelor oder Bachloretten schreiben oder nur Leute mit Master-Abschluss? :D

Gestern wurde aus dem geplanten 5km-WK ein unfreiwilliger 9km-WK. Keine Ahnung was da mit den Streckenposten los war, dass wir erst auf die falsche Straße und ich später auch noch auf die (zu kurze) 10km-Schleife geschickt wurde. War zwar ärgerlich, da ich vermutlich sogar um den AK-Sieg mitgelaufen wäre, aber egal.
Heute 18km DL in ca. 1:50h mit ca. 12km ruhiger DL @ 5:42/km und 6km locker.

Jetzt gibt's zwei Wochen MD-Tempo und Sprint Fokus mit 5km-WK zum Abschluss, dann zwei Wochen gemischt mit 3.3km-WK und Sprint-WK zum Abschluss.

Am 5.4. findet hier in der Nähe ein Brauerei-Crosslauf statt. Crosslauf auf dem Brauereigelände mit Hindernissen aus Bierkästen- und Bierfässern. Sieht eigentlich ganz lustig aus und mit Sprintdistanz und 3x1km-Distanz würde sich das noch als nette Abwechslung anbieten.

Brian
09.03.2020, 06:18
Dürfen auch Bachelor oder Bachloretten schreiben oder nur Leute mit Master-Abschluss? :D

Auch Inschenjöhr*innen m/w/divers sind zugelassen! :D

Brian
09.03.2020, 12:25
73934

Hier ist ein kurzer Bericht über meinen zurückliegenden Wettkampf. Es war typisch Cross. Von Laufen konnte keine Rede sein, es war mehr ein Staksen durch knöcheltiefen Schlamm (siehe oben) über 80% der 6,6km langen Piste und das im Marathonrenntempo! Meine Pace: 4:10/km. Natürlich habe ich versucht, in Kurven die Ideallinie zu verlassen, um wenigstens zeitweise festen Boden unter den Füßen zu haben und damit Kräfte zu sparen.

Von mir war es ein Toprennen, meine gute Form konnte ich bestätigen. Zum Vergleich:

1:38min Rückstand zu Athlet A: Saisonbestleistung 2020: 3000m: 9:39min, 2019: 10000m:
34:40min

0:58min Rückstand zu Athlet B: Saisonbestleistung 2019: 3000m: 9:43min, 2018: 5000m: 16:43min

Man darf dabei nicht übersehen, dass diese beiden Athleten nicht nur in einer anderen Liga laufen als ich (Athlet A ist mehrfacher deutscher Meister seiner AK in unterschiedlichen Laufdisziplinen, auch 2019 gewann er einen Meistertitel, 2020 wurde er deutscher Vizemeister), sondern dass sie auch von ihrer Statur (kleingewachsen und leichtgewichtig) mir gegenüber deutlich im Vorteil waren. Ich musste 1,92m und 76kg Lebendgewicht durch den Schlamm wuchten. Für Cross sind das schlechte Voraussetzungen.

Im Nachhinein war es eine geile Erfahrung und ich freue mich schon jetzt auf den 10er in 2 Wochen.

Aus dem Forum hat noch jemand an dem Rennen teilgenommen, vielleicht gibt es einen Bericht.

Rennschnecke 156
10.03.2020, 08:11
Hier nur ganz kurz ein Meldung aus meiner Tageszeitung über Super-Masters:
Deutschland ist Weltrekordhalter der AK M 85 der 4x200 Meter-Staffel in 2:57,32.
Der Rekord war bislang von Finnland gehalten in 3:04,61.
Ein Mitglied meines Laufvereins war Schlußläufer, deshalb die Meldung mit Foto in der regionalen Zeitung.
Jetzt fragt mich nicht, wieviel Staffeln überhaupt am Start waren, das weiß ich nicht, darüber wurde nicht berichtet.

Am Tag zuvor hat sich mein schneller Vereinskollege bereits den DM-Titel über 800 Meter erlaufen, Zeit war 3:52,83.
Wenn im April das Bahntraining wieder anfängt, werde ich mal testen, ob ich ihn noch einholen könnte.
Gruß RS

Brian
10.03.2020, 08:52
Was mich etwas überrascht: auf Meisterschaftsebene schneiden die Athleten der AK M50 nicht selten deutlich besser ab, als die M45er. Bei einem Rennen, an den ich auch teilgenommen habe, wären die ersten 13 allesamt unter den ersten 5 der AK M45 platziert. Auch ein M50er wäre als deutlicher Sieger in der tieferen AK hervorgegangen - mit 37sek Vorsprung.

In knapp 2 Wochen wurde ich runtergemeldet, um im Hauptrennen in der Masse mitschwimmen
und um eine gute Zeit (über 10km) erzielen zu können. Natürlich möchte ich auch die M45-Mannschaft meines Vereins ergänzen. Ich bin mir sicher: In der M45 werde ich keine schlechtere Platzierung erreichen, als in der M50.

Brian
10.03.2020, 09:11
Corona hin oder her, es gibt keinen Grund, nicht weiter zu trainieren, auch wenn manch ein Rennen vielleicht abgesagt wird.

Ich mache mich jetzt auf den Weg über 15km, beginnend bei 5:00/km, der letzte Kilometer ist in 3:40/km geplant. Man könnte es eine Sonderform eines Crescendolaufs nennen.

leviathan
10.03.2020, 09:34
Corona hin oder her, es gibt keinen Grund, nicht weiter zu trainieren, auch wenn manch ein Rennen vielleicht abgesagt wird.

Ich mache mich jetzt auf den Weg über 15km, beginnend bei 5:00/km, der letzte Kilometer ist in 3:40/km geplant. Man könnte es eine Sonderform eines Crescendolaufs nennen.

Warum ist das eine Sonderform? Das ist ein ganz stinknormaler Crescendo. Der passt ins Training eines Mittelstrecklers und das eines Marathoni.

Edit: Ich habe solche Läufe längere Zeit bis zu 5x die Woche absolviert. Das war ziemlich hilfreich. Die Gefahr des Überziehens ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Brian
10.03.2020, 09:47
Warum ist das eine Sonderform? Das ist ein ganz stinknormaler Crescendo. Der passt ins Training eines Mittelstrecklers und das eines Marathoni.

Zum Glück geht es bei 5:00 los und ich kann für 5km chillen! So versuche ich es:

km 1: 5:00
km 2: 4:50
km 3: 4:40
km 4: 4:35
km 5: 4:30
km 6: 4:25
km 7: 4:20
km 8: 4:15
km 9: 4:10
km 10: 4:05
km 11: 4:00
km 12: 3:55
km 13: 3:50
km 14: 3:45
km 15: 3:40

Es wird hart! Ich bin gespannt, ob ich auf den letzten Kilometern die Vorgaben schaffe. Am Samstag hatte ich noch einen harten Wettkampf. Gestern waren die Beine aber wieder frisch mit 14,5km in 4:37/km, inkl. 3x200m in 36sek, 2min Tp.

Bis Mitte April steht bei mir die Langdistanz im Fokus, deshalb der Crescendo!

leviathan
10.03.2020, 09:52
Zum Glück geht es bei 5:00 los und ich kann für 5km chillen! So versuche ich es:

km 1: 5:00
km 2: 4:50
km 3: 4:40
km 4: 4:35
km 5: 4:30
km 6: 4:25
km 7: 4:20
km 8: 4:15
km 9: 4:10
km 10: 4:05
km 11: 4:00
km 12: 3:55
km 13: 3:50
km 14: 3:45
km 15: 3:40

Es wird hart! Ich bin gespannt, ob ich auf den letzten Kilometern die Vorgaben schaffe. Am Samstag hatte ich noch einen harten Wettkampf. Gestern waren die Beine aber wieder frisch mit 14,5km in 4:37/km, inkl. 3x200m in 36sek, 2min Tp.

Bis Mitte April steht bei mir die Langdistanz im Fokus, deshalb der Crescendo!

Die 3:40 sind Dein 10k Tempo? Dann ist die Einheit mittelmäßig anspruchsvoll. Auf jeden Fall zu hart, um sie mehrfach die Woche zu laufen und zu lasch, um eine echte QTE zu sein. Als Einstieg in ein spezifisches 10k Training wäre sie aber ziemlich gut :daumen:

Brian
10.03.2020, 09:59
Die 3:40 sind Dein 10k Tempo? Dann ist die Einheit mittelmäßig anspruchsvoll. Auf jeden Fall zu hart, um sie mehrfach die Woche zu laufen und zu lasch, um eine echte QTE zu sein. Als Einstieg in ein spezifisches 10k Training wäre sie aber ziemlich gut :daumen:
Mein Trainer hat mir die Einheit verordnet. Zudem konzentriere ich mich im Frühjahr mehr auf 3000m und 5000m, das passt schon!

Außerdem war der Cross vom WE megahart, da kann ich die Woche etwas ruhiger angehen. Am Samstag folgen 6x1000m in 3:35min mit 2min Pause, das ist sehr hart für mich! Die 2min Pause sind hart, nicht die 3:35min.

Brian
10.03.2020, 12:19
Vorgabe: Crescendolauf über 15km, beginnend mit 5:00/km, den letzten km in 3:40/km.

Ganz so präzise, wie geplant, konnte ich die Vorgaben nicht einhalten, dennoch bin ich hochzufrieden. Die letzten 4 km lief ich auf der Bahn. Der Trainer schrieb, ich sollte nach Gefühl laufen, das habe ich getan. Die letzten 2km waren sehr hart und ich konnte nichts mehr zusetzen. Die Form stimmt aber.

km 1: 5:00 4:46
km 2: 4:50 4:43
km 3: 4:40 4:39
km 4: 4:35 4:33
km 5: 4:30 4:17
km 6: 4:25 4:21
km 7: 4:20 4:06
km 8: 4:15 4:01
km 9: 4:10 4:10
km 10: 4:05 4:04
km 11: 4:00 3:58
km 12: 3:55 3:58
km 13: 3:50 3:43
km 14: 3:45 3:48
km 15: 3:40 3:50

Brian
11.03.2020, 07:08
Beim zurückliegenden Crosswettkampf vom Wochenende wurde offensichtlich, wie gering mein Abstand zu deutschen Spitzenläufern meiner Altersklasse nur noch ist. Nun liegt das nicht daran, dass ich so viel besser geworden wäre. Seit 2015 laufe ich auf einem stabilen Niveau und konnte meine Leistungen leicht verbessern. Und meine Mitstreiter? Sind langsamer geworden!

Nächstes Jahr wird ein Traum von mir in Erfüllung gehen: ich werde in die (erweiterte) deutsche Spitze meiner neuen Altersklasse M55 vorstoßen und auch mal einen Podestplatz anpeilen können. Unterschätzen wird mich dann niemand mehr.

Es ist die Geschichte eines Aufstiegs aus dem Dreck von ganz unten in die deutsche Spitze. Bei all meinem Stolz versuche ich, mir Demut zu bewahren, denn es ist ein Geschenk Gottes, dass ich laufen darf, liebes Tagebuch!

MikeStar
12.03.2020, 19:43
Bislang scheint das erste Bahnmeeting Anfang April noch stattzufinden. Der Crosslauf tags darauf ist leider abgesagt.

Brian
14.03.2020, 06:17
Eine weitere Nacht habe ich drüber geschlafen: Ich werde wohl eine Saisonpause einlegem, die Sehne des Bogens entspannen, die Systeme von 99% auf 95% runterfahren und 3 Wochen dreimal pro Woche joggen gehen. Vielleicht wird aber doch ein Grundlagenblock draus, um die Form zu halten, da kommuniziere ich mit meinem Trainer.

Warum der Sinneswandel? Mit der Absage aller Wettkämpfe fehlt mir das Ziel! Da ich meine Systeme nicht bis zum Herbst bei 99% halten kann, ist eine geringere Trainingsintensität (oder eine Saisonpause) unausweichlich. Die Pause wird mir nicht schaden!

So wird es kommen! Schleswig Holstein ist nur ein Versuchsballon, andere Bundesländer werden folgen und es ist auch gut so!

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Coronavirus-Wir-fahren-soziale-Leben-runter,corona718.html

"Es handele sich um "drastische Maßnahmen, auf die sich die Landesregierung geeinigt hat", sagte Garg. Sie seien beschlossen worden, um besonders gefährdete Personengruppen wie ältere Menschen und Vorerkrankte zu schützen."

​Training unter freiem Himmel wird, wenn ich selbst nicht erkrankt bin, wohl möglich sein.

Brian
14.03.2020, 07:20
Das hier bleibt als Highlight des Frühjahrs 2020 haften, eins meiner couragiertesten Rennen, die ich jemals gelaufen bin, mit dem bisher geringsten Abstand zu deutschen Spitzenläufern meiner Altersklasse. Diesen Erfolg kann mir niemand nehmen, auch Corona nicht!

73973

Brian
17.03.2020, 22:42
Nach den 14km im MRT von gestern und den regenerativen 8km von heute freue ich mich auf die Bergaufläufe (submaximal) morgen, 14x200m. Alles ohne den letzten Druck, denn ich trainiere die Grundlagen.

Brian
18.03.2020, 17:33
El, 14x200m Bergaufsprints, 6,5% Steigung, 1:30min Pause, Al
41,1/42,8/45,6/45,2/43,5/45,3/47,3/
47,3/45,4/44,8/45,7/45,9/45,4/45,6sek

Brian
20.03.2020, 21:54
Mein Trainer hat mich heute zurückgepfiffen. Ich solle nicht so hart trainieren, nicht, dass ich mir noch etwas einfangen würde!

Darüber hinaus sollte ich mir meine Form noch etwas aufsparen bis Mitte Mai. Okay, der Trainer ist der Chef!

Bisher fühle ich mich gut, Angst vor einer Virusinfektion habe ich keine. Dennoch macht sich so etwas wie Endzeitstimmung breit, aber auch Erleichterung und Zuversicht, denn laufen allein wird mir wohl niemand verbieten. Ich wohne nur 100m von meiner Laufstrecke entfernt, ein freies Feld. Leider begegne ich auch immer wieder einigen, die sich nicht an Regeln halten und in der Gruppe unterwegs sind. Manche haben den Schuß nicht gehört.

Brian
21.03.2020, 07:18
Hier sind 2 Artikel, die wütend machen. Es geht um pseudowissenschaftliches Quacksalbertum und Skrupellosigkeit!

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-die-gefaehrlichen-falschinformationen-des-wolfgang-wodarg-a-f74bc73b-aac5-469e-a4e4-2ebe7aa6c270

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/coronavirus-mann-in-den-niederlanden-hustet-polizisten-an-zehn-wochen-haft-a-59863f84-4dd1-4424-a155-e970c885eeed

Albatros
21.03.2020, 07:42
Darüber hinaus sollte ich mir meine Form noch etwas aufsparen bis Mitte Mai. Okay, der Trainer ist der Chef!

Ein Formpeak Mitte Mai? Was plant dein Trainer mit dir zu dem Zeitpunkt?

Brian
21.03.2020, 09:10
Ein Formpeak Mitte Mai? Was plant dein Trainer mit dir zu dem Zeitpunkt? Ich denke von Woche zu Woche und trainiere mit halber Kraft. Nach wie vor ist die Situation sehr dynamisch und man kann nicht vorhersehen, was passiert.

Brian
22.03.2020, 09:33
Bei mir setzt sich mittlerweile die Erkenntnis durch, dass erhöhte sportliche Aktivitäten das Immunsystem schwächen. Es stehen in der Regel keine Einheiten auf dem Trainingsplan, die über den GA1/GA2-Bereich hinausgehen.

Nächste Woche sind es bei mir ca. 80km Umfang, eine TE: 10x1min schnell/langsam im Wechsel, bei 2 TE: 3x2min schnell. Das war es mit den Tempoeinheiten nächste Woche. Ohne die Ermahnung meines Trainers hätte ich wahrscheinlich normal weiter trainiert.

Dass die Situation derzeit eine andere ist, als noch vor 6 Wochen, sollten wir alle zur Kenntnis nehmen.

Bitte bleibt gesund!

https://www.tagesspiegel.de/sport/besondere-risiken-durch-coronavirus-was-man-beim-sport-nun-beachten-muss/25655592.html

Brian
22.03.2020, 18:27
Diese Woche stand ganz im Zeichen der Korona-Krise. Einerseits fehlt mir das Trainingsziel, es kann nur um Formerhalt gehen, bis wieder die ersten Wettkämpfe angeboten werden. Andererseits geht es jetzt auch darum, gesund zu bleiben und nicht durch zu hartes Training das Immunsystem zu schwächen. Die zurückliegende Woche war noch vergleichsweise intensiv, das wird jetzt weniger.

Montag, der 16.3. 14km TDL in 4:12/km
Dienstag, der 17.3. 8km Regeneration in 4:52/km
Mittwoch, der 18.3. 9km mit 14x200m BAL in ca. 45sek bei 6,5% Steigung
Donnerstag, der 19.3. 15km MDL in 4:29/km
Sonntag, der 22.3. 20km mit 15km Crescendolauf: 5km in 4:56/km, 5km in 4:29/km, 5km in 3:56/km, 5km in 5:01/km

D.edoC
22.03.2020, 19:41
Seit wann machen sich Leistungssportler Gedanken um Ihre Gesundheit? :hihi: Du gehörst definitiv nicht zur Risikogruppe und meidest aktuell Kontakt zu anderen! Jetzt werde mal nicht faul :hallo:! Du hast sicherlich auch Schwächen, an denen man jetzt arbeiten könnte - macht in der aktuellen Lage Sinn!

Im anderen MD Faden:


Allerdings setzt sich bei mir mittlerweile die Erkenntnis durch, dass erhöhte sportliche Aktivitäten das Immunsystem schwächen. Derartige Belastungen, wie von Dir gerade praktiziert, sind für mich zur Zeit tabu - aus Selbstschutz!Nach der Erkenntnis müsstest Du ja dann den ganzen Winter runterfahren :confused:. Und seis drum - sei doch froh, das Dich evtl demnächst der Virus erwischt! Besser als vor einem Saisonhöhepunkt :D

Brian
22.03.2020, 20:08
Gehst Du nicht in den Standbymodus?

Mehrere Stunden nach einer sehr harten Einheit ist Dein Immunsystem im Keller und Du bist anfällig für Infekte. Ob mein Crescendolauf von heute (siehe oben) schon zu den sehr harten Einheiten zählt, kann ich nicht beurteilen. Ganz runterfahren werde ich mein Training nicht und nach 4 Wochen Trainingsverschärfung werde ich auch wieder voll da sein. Dennoch bin ich selbst vorsichtig, da ich als langjähriger Raucher über 50 mit bis zu 30 Zigaretten am Tag ebenfalls zur Risikogruppe zähle.

D.edoC
22.03.2020, 20:22
Gehst Du nicht in den Standbymodus?Nein - aus einer Doppelperiodisierung mache ich eine Einfachperiodisierung - und da ist für mich auch das Training im Frühling wichtig! Ich wollte schon immer mal ein doppel HTL mit dazwischen kurzer Anpassungsphase in normaler Höhe durch ziehen. Sowas muss aber gut vorbereitet werden. Meine Urlaubstage sind aber begrenzt und die Bahn Wettkämpfe im Mai/Juni waren mir immer zu wichtig - ich daher nie auf ein Frühjahrs TL/HTL Belastungsspitze verzichten wollte. Ich greife zu und nutze die Chance! Eine neue Erfahrung die mich reicher machen wird!

MikeStar
22.03.2020, 20:31
Eigentlich war es nicht geplant aber ich muss mein Training zwangläufig etwas runterfahren. Vorvorgestern bei den BAL-Sprints hats kräftig hinten rein gezogen. Ist aber scheinbar nur eine Muskelverhärtung. Sprinttraining setze ich jetzt erstmal für ein bis zwei Wochen aus, höchstens etwas Techniktraining sofern irgendwie möglich.
Muss zugeben, dass ich es sch*** finde, nicht auf die Bahn zu können.

Ansonsten nutze ich auch die Zeit bis Wettkämpfe wieder absehbar sind um etwas an den Grundlagen zu schrauben.
D.h. locker und viele Höhenmeter oder schnellere Einheiten mit Tempo zwischen HRMT (länger) und 3k-RT (kürzer) im Flachen.
Intensität auch eher so bei 80-85% vom üblichen um das Immunsystem nicht komplett zu belasten.

hbef
22.03.2020, 20:33
Dennoch bin ich selbst vorsichtig, da ich als langjähriger Raucher über 50 mit bis zu 30 Zigaretten am Tag ebenfalls zur Risikogruppe zähle.

Verstehe gerade nicht richtig. Rauchst du noch oder bist du ehemaliger Raucher? Wenn du noch rauchst, hätte ich da einen Tipp, wie du deine Zeiten nochmal verbessern kannst. Wird wahrscheinlich sogar besser helfen als die Wunderschuhe.

D.edoC
22.03.2020, 20:36
Dennoch bin ich selbst vorsichtig, da ich als langjähriger Raucher über 50 mit bis zu 30 Zigaretten am Tag ebenfalls zur Risikogruppe zähle.
Verstehe gerade nicht richtig. Rauchst du noch oder bist du ehemaliger Raucher? Wenn du noch rauchst, hätte ich da einen Tipp, wie du deine Zeiten nochmal verbessern kannst. Wird wahrscheinlich sogar besser helfen als die Wunderschuhe.Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm :hihi:

Brian
22.03.2020, 22:57
Verstehe gerade nicht richtig. Rauchst du noch oder bist du ehemaliger Raucher? Wenn du noch rauchst, hätte ich da einen Tipp, wie du deine Zeiten nochmal verbessern kannst. Wird wahrscheinlich sogar besser helfen als die Wunderschuhe.
Zum Glück rauche ich seit 2000 nicht mehr! Dass bei einem langjährigen Raucher die Lunge vorgeschädigt ist, ist klar. An irgendeiner Stelle der Seite des RKI steht es auch, dass langjährige Raucher zur Risikogruppe gehören. Wie groß das Risiko bei mir ist, kann ich nicht einschätzen. Persönlich habe ich zwar keine große Angst, vorsichtig bin ich aber dennoch. Das habe ich für mich ganz persönlich entschieden.

Nun fahre ich nicht auf Null runter, sondern bringe mich wieder auf den Trainingsstand vom Februar. Ich nenne es Standbymodus. Warum sollte man sich jetzt zu Anfang April in Topform bringen, wissend, dass die Topform spätestens Ende August weg ist, weil man die Topform nur 3 bis 4 Monate halten kann?

Darüber können wir gerne diskutieren - ohne Häme natürlich!

Nach meiner Einschätzung ist die derzeitige Lage so dynamisch, dass ich persönlich mir gar nicht sicher bin, ob im Sommer überhaupt irgendein Wettkampf stattfindet. Noch vor 4 Wochen hätte ich nicht gedacht, dass es so kommen würde.

Sollte im September tatsächlich ein Wettkampf stattfinden, werfe ich 4 bis 6 Wochen vorher den Motor an und wäre dann im September voll da.

Eure Entscheidung, wenn Ihr im Sommer voll durchtrainieren wollt, für mich ist das nix!

Ich muss gestehen, dass ich die derzeitige Situation sehr belastend finde. Der Sport ist mein geringstes Problem. Die Kontaktbeschränkungen machen mir mehr zu schaffen. Aber es geht uns allen so. Schön wäre es, wenn der Spuk wirklich in 2 Wochen vorbei wäre. Daran mag ich gar nicht glauben.

Viele Sportler hängen jetzt komplett in der Luft, die Situation ist unbefriedigend für alle. Hier ist ein Bericht über Philipp Pflieger mit Interview:

https://www.spiegel.de/sport/olympia/corona-krise-olympia-verschieben-marathonlaeufer-philipp-pflieger-im-interview-a-d9219e03-376c-4f4b-b658-27ed9d57431c

"SPIEGEL: Spulen Sie das ursprünglich geplante Trainingsprogramm noch ab?

Pflieger: Nein, gar nicht. Es gab jetzt Tage, an denen ich nicht oder nur mit leichter Intensität laufen gewesen bin. Weiter durchpowern bringt nichts. Wofür denn? (...)

Je länger diese unklare Situation nun andauert, desto weniger ist eine professionelle Vorbereitung auf die Olympischen Spiele überhaupt möglich."

Brian
23.03.2020, 08:37
Meine Kontaktdaten habe ich der örtlichen DRK-Niederlassung übermittelt, um ehrenamtlich zu helfen und gehe damit mit gutem Beispiel voran.

Vielleicht folgen andere meinem Beispiel.

leviathan
23.03.2020, 13:53
Ich muss gestehen, dass ich die derzeitige Situation sehr belastend finde. Der Sport ist mein geringstes Problem. Die Kontaktbeschränkungen machen mir mehr zu schaffen. Aber es geht uns allen so. Schön wäre es, wenn der Spuk wirklich in 2 Wochen vorbei wäre. Daran mag ich gar nicht glauben.


Die Situation belastet mich zwar nicht, aber sie hat dennoch etwas gespenstisches. Allein die Abstandsregelungen beim Einkaufen sind irgendwie gewöhnungsbedürftig. Mal eine Zeit lang keine Freunde zu treffen, ist zwar schade, macht man im Urlaub aber auch nicht anders. Ich sage mir immer, daß die Generationen vor uns über so eine Situation nur milde gelächelt hätten. Da gab es andere Probleme. Und wir bekommen auch nur einen klitzekleinen Eindruck davon, was in Ländern der dritten Welt alltäglich ist. Malaria und co. lassen da grüßen. Also ja es ist schon irgendwie bedrückend. Und dennoch sollte man das Ganze ins richtige Licht stellen.


Nun fahre ich nicht auf Null runter, sondern bringe mich wieder auf den Trainingsstand vom Februar. Ich nenne es Standbymodus. Warum sollte man sich jetzt zu Anfang April in Topform bringen, wissend, dass die Topform spätestens Ende August weg ist, weil man die Topform nur 3 bis 4 Monate halten kann?

Darüber können wir gerne diskutieren - ohne Häme natürlich!

Dafür gibt es sicher keine Häme. Wir sehen momentan viele Reaktionen und diese basieren eben auf unterschiedlichen Annahmen. Ich bin aktuell in keiner Vorbereitung und ziehe, soweit noch möglich, mein Training durch. Auch wenn ich in der Vorbereitung wäre, würde ich das übrigens tun. Der Unterschied des Trainings in Vorbereitung auf einen Wettkampf und einfach für mich besteht eigentlich kaum. Ich bin vielleicht ein wenig disziplinierter und sicher auch ein wenig strukturierter. Aber Umfänge und Intensitäten ändern sich so gut wie gar nicht.

Wenn ich jetzt das Glücksgefühl vergleiche, wenn ich bei einem mir wichtigen Wettkampf meine Ziele erreiche und einem geilen TDL, der mir das Gefühl vermittelt, ich könnte fliegen. Dann wäre das fast gleich. Im Wettkampf hat es noch einen kleinen Obolus. Aber das Gefühl fit zu sein, ist für mich das größte.

Brian
23.03.2020, 14:24
Wenn ich jetzt das Glücksgefühl vergleiche, wenn ich bei einem mir wichtigen Wettkampf meine Ziele erreiche und einem geilen TDL, der mir das Gefühl vermittelt, ich könnte fliegen. Dann wäre das fast gleich. Im Wettkampf hat es noch einen kleinen Obolus. Aber das Gefühl fit zu sein, ist für mich das größte.

Lange Tempoläufe sind für mich immer eine Quälerei, manchmal muss ich mich regelrecht überwinden. Bin ich erst einmal dabei, geht es aber.

Eine schöne Übung war mein Crescendolauf gestern. Die letzten 5km, die ich progressiv gestaltet habe, fühlten sich leicht und locker an. Es ist eine gute Vorgehensweise, Tempoläufe auf den ersten 2km erst einmal verhalten anzugehen und nicht gleich draufloszuknüppeln, wie ich es bisher immer gemacht habe. Hinten raus hat man dann mehr Power! Die Tempoläufe sind eine Schwäche, an der ich gerade arbeite.

Tempoläufe klappen auch besser, wenn man ein gewisses Ausdauerfundament hat, das ist jedenfalls meine Erfahrung - ach ja, auch die richtigen Wunderschuhe können helfen, das is, wie wenze fliechst! :hihi:

spaceman_t
24.03.2020, 09:17
Um das Thema Training in der derzeitigen Lage nochmal aufzugreifen:

Was wäre eigentlich ein Trainingsaufbau, der hauptsächlich auf Erhalten und nachhaltiges Steigern der Performance aus ist ohne auf einen WK zuzuspitzen und dabei das erhöhte Infektionsrisiko nach starken Anstrengungen so weit wie möglich zu limitieren?

Ich nehme mal mich als Beispiel: Prinzipiell ziehe ich weiterhin einen HM Plan durch (war incl. des HM als Ausdauergrundlage für anschliessendes Tempo-Verbesserungs-Training geplant, der Grundlagen-Thread enthält mehr Infos).
Im Prinzip stehen dort 4 Einheiten drin, 1*IVs (2000m @HM Tempo, 1000m @ 10k Tempo, ggf 400m @ 5k Tempo -5s), 1 TDL 6-8km @ HM Tempo+20s (der letzte war allerdings ins erhoffte HM-Tempo als crescendo abgedriftet, lag aber mit 86% nur ganz knapp über Steffnys geforderten 85% HFmax für TDLs). Dazu ein lockerer 10km Lauf u d ein langsamer 16-20km Lauf.

Die langen Läufe werde ich wohl immer etwas kürzer laufen, der lockere DL ist sicher kein Thema. Aber wie mit den anderen Einheiten umgehen? Ist die Intensität noch im Rahmen um das Immunsystem nicht zu weit runterfahren zu lassen? Ich arbeite im HO und hab die Stunden nach dem Laufen im Prinzip keinen Kontakt nach draußen mehr und im Haus nur noch mit der Familie.

Wie sieht es beim Training für Schnelligkeit und Kraftausdauer aus, die bei mir in 3 Wochen losgehen soll? Bei den 200er oder 400er Einheiten im MS-Style ist man ja doch ganz schön platt. Gibt es da Erfahrungen über Training mit ähnlichem Ergebnis aber weniger großer Auswirkung aufs Immunsystem hinterher?

Kann die Diskussion auch wieder in den Grundlagen-Bereich verschieben (da lesen leider nicht so viele) oder gar nen generellen Thread im Trainings-Bereich aufmachen. Denke einige interessiert das auch, zumindest ja Martin.

Wie sind Eure Ansichten zum angepassten Training zu Corona-Zeiten um das generelle Risiko beim/zu nach dem Sport minimieren?

Brian
24.03.2020, 10:08
Es ist ein unschätzbarer Vorteil, dass jetzt ein renommierter Trainer meine Pläne schreibt und mich bremst. Diese Woche integriere ich 3x2min, bzw. 3x3min in schnellem Tempo in meine Dauerläufe, ferner: 2x10x1min schnell/langsam im Wechsel, das war es mit Tempo. Den langen Lauf am Sonntag gestalte ich als Crescendo light. Bergaufsprints sind auch noch ein schönes Grundlagentraining.

emel
24.03.2020, 10:33
Es ist ein unschätzbarer Vorteil, dass jetzt ein renommierter Trainer meine Pläne schreibt und mich bremst. Diese Woche integriere ich 3x2min, bzw. 3x3min in schnellem Tempo in meine Dauerläufe, ferner: 2x10x1min schnell/langsam im Wechsel, das war es mit Tempo. Den langen Lauf am Sonntag gestalte ich als Crescendo light. Bergaufsprints sind auch noch ein schönes Grundlagentraining.

Was ist bei dir schnell/langsam?

3k Renntempo / 10-Tempo + 60 Sekunden?

RunSim
24.03.2020, 12:15
Aber wie mit den anderen Einheiten umgehen? Ist die Intensität noch im Rahmen um das Immunsystem nicht zu weit runterfahren zu lassen? Ich arbeite im HO und hab die Stunden nach dem Laufen im Prinzip keinen Kontakt nach draußen mehr und im Haus nur noch mit der Familie.
Wenn du nicht unter eine Risikogruppe fällst und deine Familie gesund ist, dann sollte es bei dir kein Problem darstellen.

Meines Wissens nach hast du ein paar Stunden nach dem Training ein schlechteres Immunsystem bedingt durch den open-Window-Effekt. Bei dir ist das wie gesagt kein Problem.
Wenn du es genau wissen willst, dann kannst du es nicht nur anhand deine Trainingstage und Intensiäten festmachen. Denn sonstiger Stress kann sich auch negativ auf das Immunsystem auswirken.
Aktuell sind viele Menschen von der allgemeinen Situation "aufgewühlt". Das kann meines Erachtens das Immunsystem etwas herabsetzen.

Mein allgemeiner Tipp wäre: wenn du dich an einem Tag eh schon etwas erschöpft fühlst und du auf Nummer sicher gehen willst, dann lieber mal einen Tag Laufen aussetzen.
In einer Vorbereitungsphase sind solche "Erschöpfungsphasen" ja auch mal durchaus gewollt. Das braucht es aktuell vielleicht nicht und heir würde ich einfach auf mein Körpergefühl achten.

Ansonten würde ich es nicht zu kompliziert machen.
Die eigenen Schwächen feststellen und diese dann z.B. in 2 von 4 Laufeinheiten "bearbeiten.
Wenn du z.B. an der Schnelligkeit arbieten willst, dnan halt 2 x Schnelligkeit + 1 x unterschiedlichste Fahrtspiele und 1 x locker. fertig ;-)

Fahrtspiele dann nicht nach bestimmten Renntempi laufen sondern einfach drauf los. Das Tempo regelt sich schon durch die entsprechende Wahl von schnell+locker.
Immer 1km EL + 2km AL.
Z.B.:
5 x (4´zügig +2´locker)
10 x (30" zügig +90" locker)
Pyramide (gleiche Pause, wie Belastung): 1-2-3-4-5-4-3-2-1

Rolli
24.03.2020, 13:01
Pyramide (gleiche Pause, wie Belastung): 1-2-3-4-5-4-3-2-1
Diese Einheit habe ich gerade aus allen Plänen, die ich schreibe, gestrichen. Es ist eine MD-Spezifische Einheit, die schneller als VO2max gelaufen wird und belastet, dass sie aktuell nicht belasten soll: obere Atmungswege.

Grundsätzlich verzichten wir aktuell alles rund um VO2max also sehr schnelle IV und MD-Einheiten.

Edit: hoffentlich für 2-3 Wochen.

Brian
24.03.2020, 18:18
Was ist bei dir schnell/langsam?

3k Renntempo / 10-Tempo + 60 Sekunden?

Heute: 13km in 4:27/km mit 3x2min in 3:41, 3:39min/km, 10km-RT und 1x2min in 3:32/km, 5km-RT, die Minutenläufe werde ich wohl in 3:30 und 4:30min/km im Wechsel laufen.

@Rolli: ich bin da ganz bei Dir, mein Trainer nimmt ebenfalls bei mir das Tempo raus. Ich bin auch eher stärker gefährdet, mir eine Virusinfektion einzufangen. Sicherheit geht vor!

Kurzarbeit, yipppiiieeh!

spaceman_t
24.03.2020, 18:31
Was seht Ihr denn als probate Einheiten an, die nicht so stark anfällig machen? Alles unter Vo2max? Welche Pace war das gleich nochmal? Schwelle kann ich zuordnen, Vo2max eher nicht.

hbef
24.03.2020, 18:47
Mmh, über die Anfälligkeit durch harte Einheiten habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Werde ich wohl auch nicht, ich bin da (auf Holz klopfen) zum Glück nicht sehr anfällig. Und wenn gehe ich das Risiko nur für mich ein, ich habe aktuell wirklich fast keine Sozialkontakte.

Rolli
24.03.2020, 19:52
Was seht Ihr denn als probate Einheiten an, die nicht so stark anfällig machen? Alles unter Vo2max? Welche Pace war das gleich nochmal? Schwelle kann ich zuordnen, Vo2max eher nicht.

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17461391.2018.1449895

Lese Dir die Empfehlung, zwar schon 2 Jahre alt, aber hoch aktuell.

MikeStar
24.03.2020, 19:59
Laufseitig hab' ich momentan mehr "Angst" vor ner Erkältung als vor dem Corona. Es ist bei uns relativ warm, mit eiskaltem Wind, da bin ich gerne anfällig für 'nen Infekt oder, wie am Wochenende, Migräne.

Wenn ich die letzten anderthalb Wochen zurückschaue, hab' ich mittlerweile nen guten Rhythmus aus "lockeren" Einheiten mit Höhenmetern für die Grundlage und Kraft und "schnelleren" Einheiten im Flachen.

Was ich gerne mache sind Fahrtspiele mit alternierenden Pausen und Intervalllängen. Da gibt es so viele Möglichkeiten einen Lauf abwechslungsreich zu gestalten.

Beispiele:
1) Zyklen mit ansteigender Belastungslänge/abfallender Pausenlänge
z.B.
1min: schnell/locker: 15"/45" -> 20"/40" -> ... -> 40"/20" -> 45"/15"

2) Zyklen mit gleicher Pause bei längerer Belastung
z.B. 30"/30" -> 45"/30" -> 60"/30" -> ... -> 120"/30"

3) Zyklen mit gleicher Belastung bei kürzer werdender Pause

... Entsprechende Kombinationen aus solchen Zyklen sind natürlich auch möglich. Schnelles Tempo orientiere ich immer an der Belastungslänge bzw. Gesamtumfang.

Z.B. was ich in der Grundlagenphase versuchen würde:
zügig (ca. 10k-15k-RT)/locker: 30"/90"/45"/75"/60"/60"/75"/45"/90"/30"/105"/30"/120"/45"/135"/45"/150"/60"/165"/60/180"/60"/180"/60"/180" + je 2km EL/AL
Wobei ich mehr Fokus auf einen "flüssigen" Lauf als auf das Treffen des genauen Tempos lege.

Später, im MD-spezifischen Bereich, nehme ich den Umfang etwas raus zugunsten der Intensität:
2x (30"/90" -> 90"/30") schnell/locker mit 5' SP locker

Auf der Bahn lässt sich das ganze natürlich auch 100m/300m -> 150m/250m usw. ummünzen.

Grade jetzt in der psychisch (zumindest für mich) nicht ganz so einfachen Zeit werde ich noch mehr auf den Spaß beim Training achten.

RunSim
24.03.2020, 20:07
Naja, also bei meinen Fahrtspiel Vorschlägen würde man die schnellen Abschnitze nicht im VO2max Tempo laufen sondern eher Bereich Schwelle-10k RT.
Die Pyramide bin ich selber genau so gelaufen und das war absolut keine Killereinheit sondern schöne Grundlage.

Alles eine Frage, wie hart man so eine Einheit läuft. Mein Ansatz wäre 'angenehm hart laufen'.

RunSim
24.03.2020, 20:10
Achso, und bei sowas wie 10 x (30" zügig +90" locker) kann man die zügigen Abschnitte natürlich schon recht schnell laufen. Hier sind die schnellen Abschnitte recht kurz und die langsamen Abschnitte recht lang.
Zügig kann man wohl ca. 3k RT laufen ohne sich abzuschießen.
Aber wie gesagt, ich würde es ohne Pacevorgabe sondern ausschließlich nach Gefühl laufen. Das wird sich dann schon von selber regeln.

MikeStar
24.03.2020, 20:13
Also ich lauf im Moment auch mehr nach Gefühl "angenehm hart", was gestern z.B. bei 7x 500m so um 5k-RT lag, mit Ausnahme des 6. + 7. mit Gegenwind. Sonst liegt das aber auch eher so im Bereit 10k-RT bis HMRT.

Brian
29.03.2020, 18:10
Mal wieder etwas Positives:

Langer Dauerlauf/Crescendolauf
5km in 4:56/km
5km in 4:28/km
5km in 4:06/km
5km in 4:53/km

Brian
30.03.2020, 07:44
Wer sich dran orientieren möchte: 2 beispielhafte Trainingswochen in Warteposition (Intensität runter, Umfänge rauf) um die Fitness nicht zu verlieren mit der Möglichkeit, das Tempo zu entwickeln, sobald der Wettkampf-Modus wieder beginnt. Warum ich selbst das Training, was die Intensität angeht, zurückfahre, kann man verstehen, wenn man sich mit dieser Publikation beschäftigt:

https://www.researchgate.net/publication/244884826_Auswirkungen_von_Sport_auf_das _Immunsystem

Natürlich verzichte ich nicht komplett auf Tempo, 5km-/10km-Renntempo für maximal 3min ist aber das Maximum, es sei denn, mein Trainer hat demnächst etwas anderes vor, zum Beispiel, wenn es wieder wärmer wird. Dabei bewege ich mich in dem Rahmen, den ich seit 9 Jahren gewohnt bin, der Körper wird nicht überlastet. ​Wichtig!

12. Kalenderwoche
Mo, 16.03.2020: 14km 00:59:01 TDL, leicht prof., 4:12min/km
Di, 17.03.2020: 8km 00:39:10 Regeneration, 4:52min/km
Mi, 18.03.2020: 9km 00:46:09 El,14x200m Bergaufsprints, 6,5% Steigung, 1:30min Pause, Al, 41,1/42,8/45,6/45,2/ 43,5/45,3/47,3/47,3/ 45,4/44,8/45,7/45,9/45,4/45,6sek
Do, 19.03.2020: 15km 01:07:23 MDL leicht prof., 4:29min/km
Fr, 20.03.2020: nix
Sa, 21.03.2020: nix
So, 22.03.2020:20km 01:32:06 Langer Dl,/Crescendolauf, 5km in 4:56, 4:29, 3:56, 5:01min/km
Summe: 66km 5:03:49

13. Kalenderwoche
Mo, 23.03.2020: 13km 00:58:57 MDL leicht profiliert, 4:32min/km
Di, 24.03.2020: 13km 00:57:55 MDL leicht profiliert mit 3x2minschnell, 3:40, 3:37, 3:31/km
Mi, 25.03.2020: 16km 01:13:39 Langer Dl, 4:36min/km
Do, 26.03.2020: 7km 00:32:51 Dl mit 20x1min schnell/langsam im Wechsel, 3:18, 3:28, 3:39, 3:403:29, 3:30, 3:34, 3:13, 3:23, 3:34min/km
Fr, 27.03.2020: nix
Sa, 28.03.2020: 13km 01:04:29 MDL leicht profiliert mit 3x3min schnell, 3:46, 3:39, 3:34/km
So, 29.03.2020:20km 01:32:09 Langer Dl, Crescendolauf, 5km in 4:56, 4:28, 4:06, 4:53min/km
Summe: 82km 6:20:00

Wer sich mal nicht mit dem Coronavirus beschäftigen möchte, sondern mit anderen Dingen, zum Beispiel mit Musik, für den sei dieser Link gedacht:

https://www.metal.de/interviews/the-hu-interview-mit-gala-und-yaya-zum-album-the-gereg-406099/

Jetzt habe ich gelernt, was eine Pferdekopfgeige ist. :wink:

Ein beachtenswerter Link:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kann-ich-mich-bei-keuchenden-sportlern-anstecken-a-b57e4874-5d4c-4dc2-964e-5e2d24a44891

Gerade wiederentdeckt:

https://www.youtube.com/watch?v=h_TUP2vuaDs

Es ist auch einmal schön, viel Zeit zu haben. Zum Schluß erlaube ich mir eine Bemerkung: Die Deutschen hamstern Toilettenpapier (immer noch), die Franzosen Kondome. Eigentlich waren mir die Franzosen schon immer sympathisch! Und wie unterscheiden sich die Geburtenraten in beiden Ländern? Jeder hat wohl unterschiedliche Prioritäten! :hihi:Und wie vertreibt Ihr Euch Eure Zeit?

Seid achtsam und bleibt bitte gesund!

Brian
30.03.2020, 14:08
Schön von Dir zu lesen. Aber vergeude bitte Deine Form nicht für die ersten Wettkämpfe im Jahr 2021.

Jedem das Seine. Rolli gönne ich sein Pol-Training. Er hat alles gewonnen, was zu gewinnen ist, aber er wird auch alt und langsam! :teufel: Lass Dich bitte nicht runterziehen! :D

Morgen stehen bei mir wieder Bergaufsprints über 200m an, 16x an der Zahl. Die Einheit kann auch sehr fordernd sein.

Bleib sauber und gesund!

Unwucht
30.03.2020, 22:55
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17461391.2018.1449895

Lese Dir die Empfehlung, zwar schon 2 Jahre alt, aber hoch aktuell.

Danke Rolli das war wirklich hilfreich.


Increase the frequency of shorter, spike training sessions rather than enduring fewer but longer sessions

:daumen:

Brian
31.03.2020, 08:09
https://www.yumpu.com/de/document/view/21622104/schwimmspezifische-allgemeine-athletik-daniel-wienbreier

Die Fitnessstudios haben auf absehbare Zeit geschlossen. Was tun, wenn der eigene Body in Zeiten des Home Office oder der Kurzarbeit kraftlos wird? Im folgenden stelle ich eine Essenz meiner Übungen zusammen, die ich dreimal wöchentlich vor dem Fernseher ausführe. Denn neben dem Training der allgemeinen Ausdauer sollte auch das Training von Rumpf und Beinen nicht vernachlässigt werden.

1. Liegestütz 2 Sätze, 15 Whl

2. Seitstütz 2 Sätze, 15 Whl

3. Brücke, einbeinig Liegeposition in Rückenlage mit aufgestellten Beinen, ein Bein ist abgewinkelt, das Fußgelenk ruht an der Kniescheibe. Das Gesäß wird in Streckung gebracht, die Position wird 30sek gehalten, dann die Seiten wechseln. 2 Sätze, 15 Whl

4. Kniebeuge mit Miniband, das um die Knie gelegt ist, Knie hüftbreit. 3 Sätze, 15 Whl

5. Sidewalks mit Miniband (Knöchel), Übungen werden auch nach vorne und im Rückwärtsgang mit kleinen Schritten ausgeführt. 2 Sätze, 15 Whl

6. Standwaage, 5 Sätze mit 10sek je Seite

7. Ausfallschritte, 3 Sätze, 15 Whl

8. Treppenübung für die Waden, einbeinig, 3 Sätze, 15 Whl

Die Liste wird bei Bedarf noch erweitert. Wenn jemand noch eine essentielle Übung kennt, bitte ich um Vorschläge.

Etwas Neues zum Ehrenamt: Ich bin im Personalpool der Diakonie registriert, um für die Betreuung geistig behinderter Menschen in Notzeiten zur Verfügung zu stehen. Diese armen Menschen können zur Zeit nicht ihre Werkstätten aufsuchen und vegetieren in ihren Unterkünften vor sich hin. Jede Förderung unterbleibt zur Zeit.

​Vielleicht können wir an dieser Stelle Anregungen für Ehrenämter sammeln. Was ist sinnvoller? Zu Hause rumsitzen, oder sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen? Damit Andere meinem Beispiel folgen, wenn sie es nicht schon tun.

Brian
31.03.2020, 10:22
Die Beine sind gut, der Kopf ist leer!

Ich lege eine Pausenwoche ein, während um mich herum alles den Bach runter geht! Nicht nur die Existenz meines mittelständischen Arbeitgebers ist gefährdet, viele Kleinbetriebe, mein Sportverein, und und und sind es auch!

Es ist gar nicht so einfach, in dieser Situation den Kopf oben zu halten!

Brian
05.04.2020, 17:55
Laufgefühl super, Verarbeitung miserabel!

Heute lief ich meine derzeitige Lieblingseinheit: den Crescendolauf über 15km, dabei merkte ich gar nicht, wie schnell ich unterwegs war, meine persönliche Vorgabe: je 5km in 5:00, 4:30, 4:10min/km.

Ist: 5km in 4:43, 4:18, 4:00min/km

So spitzenmäßig die Schuhe zu laufen sind, so grottenschlecht ist die Verarbeitung, das betrifft besonders die Laufsohle, die an den falschen Stellen mit Gummibesätzen verstärkt ist. Die Hokas sind als Wettkampfschuhe für hohe Geschwindigkeiten konzipiert und eher auf den Mittelfußläufer, nicht auf den Fersenläufer, zugeschnitten. Dafür spricht auch die Sprengung von 1mm. Als Mittelfußläufer setzt man nicht selten auf den Außenseiten der Zehenballen auf, um dann bis zur Ferse durchzufedern. Genau an diesen Stellen ist die Sohle nicht verstärkt, man läuft stattdessen auf der nicht abriebfesten Zwischensohle! :klatsch: Nach nur 78 km zeigen die Laufsohlen schon deutlichen Abrieb. Das ist nicht akzeptabel für ein paar Schuhe, das 160€ kostet.

Andere Hersteller können das besser, zum Beispiel Saucony mit seinem Modell Fastwitch. Hier sind die Photos:

742407424174242

Ein weiteres Zwischenfazit mit Photos folgt nach 200km

Das schreibt der Hersteller:

An diesem leichten, leistungsstarken Modell mit seiner innovativen Carbonfaser-Sandwichstruktur haben wir jahrelang herumgetüftelt. Oben: Weicher Schaum für ein bequemes Laufgefühl. Unten: Eine haltbare, reaktionsfähige, gummierte Schaum-Außensohle mit strategisch platzierten Gummiverstärkungen für Halt. Inklusive Zwischensohle aus Carbonfaser. In Kombination garantieren diese Lagen einen minimalen Energieverlust und mehr Vorantrieb in einem 200-Gramm-Paket. Cool.


Leichte, offene Mesh-Konstruktion für optimalen Komfort und Atmungsaktivität.
PROFLY™-Zwischensohle für einzigartige Ausgewogenheit aus PROpulsion und PROtection.
Gummierte Außensohle für High-Rebound-Dämpfung und Grip.


An der Haltbarkeit seines Produkts könnte Hoka noch arbeiten.

Brian
07.04.2020, 09:50
Das Meeting Ende des Monats mit 3x1000m ist noch gar nicht abgesagt.

Es dürften nur sehr wenig Teilnehmer angemeldet sein und großen Publikumsverkehr gibt es sowieso nicht.

Laufen muss ich nur eine 3:20min! :hihi: Das schaffe ich auf der rechten Arschbacke!

Dem Corona-Virus zeige ich die lange Nase!

Diese Woche stehen 10 Minutenläufe und 12x400m BAL im Trainingsplan, das reicht!

spaceman_t
07.04.2020, 14:03
Die Saucony Kinvara sehen bei mir auch nicht viel besser aus (ich laufe die aber leider eher nur einseitig rund). Du kommst anscheinend sehr stark auf der Kante auf. Wenn da kein Rubber ist, muss die weiche Sohle recht schnell abnutzen. Aber sowohl der Saucony als auch der Hoka haben ja tiefes Profil. Meine Kinvara 9 laufe ich seit fast 700km, nun haben sie auf einer Seite kaum noch Profil. Wirklichen Einfluss hat das aufs Laufen aber nicht (habe parallel noch ein nigelnagel neues Paar, kein echter Unterschied feststellbar, minimal etwas mehr Dämpfung beim neuen).
Verarbeitungsmängel wären eher sich lösende Verklebungen, durchgescheuertes Obermaterial usw. Für nen Rennschuh ist der Preis für geringes Gewicht bei guter Traktion eben die Haltbarkeit der Sohlenkonstruktion...schau mal nach Berichten zum Vaporfly...und der hat mal 250€ UVP gekostet.

Aber auch für Dich ne Empfehlung: Salming Speed/Race (6/4mm) oder den Reebok Run Fast (ggf. Pro). Deren Profil ist haltbarer bei gutem Grip und niedrigem Gewicht. Vor allem der Run Fast (auf Aktionen im Reebok-Shop warten, fällt true to size aus, dann für 75€) ist ne Wucht und geht so unglaublich gut und schnell und (nach kurzer Eingewöhnung) merkt man die offiziell 10mm (inoffiziell eher 8) nicht mehr. Und ich habe die gleichen Befindlichkeiten mit Adidas Boston & Co hinsichtlich des 10mm Drop.

Brian
07.04.2020, 14:20
Ich kann die Hokas umtauschen (direkt bei Hoka gekauft). Mein nächstes Modell sind die Saucony Fastwitch!

Die Hokas sind vom Laufgefühl wirklich phantastisch. Ein paar zusätzliche Gummibesätze an den Außenkanten der Laufsohle würden ausreichen und es wäre ein perfekter Wettkampfschuh.

Brian
07.04.2020, 20:14
Hoka Carbon Rocket (160€) nach viermaligem Tragen und 78km:

7425574256
Beginnender Verschleiß an der Laufsohle, enttäuschend!

Salming Race 6 (50€) nach 4 Monaten intensiver Nutzung, Einsatz bei 2 Crossrennen:

7425774258
Kein sichtbarer Verschleiß an der Laufsohle, gute Verarbeitung!

Sieger aus diesem Vergleich ist für mich der Salming Race, auch wenn das Laufgefühl der Hokas phantastisch ist!

Rolli
07.04.2020, 21:40
https://www.instagram.com/p/B8hA0izoj72/

Brian
07.04.2020, 22:00
https://www.instagram.com/p/B8hA0izoj72/
:D

Brian
10.04.2020, 18:55
2km in 7:26min!
2km in 7:20min!
1km in 3:39min!
1km in 3:34min!
Dazwischen: 2min Trabpause

Kernige Einheit, Corona habe ich mal wieder die lange Nase gezeigt, läuft!

:D :D :D

Brian
12.04.2020, 18:02
Langer Lauf/Crescendolauf, 20km (1:33:18h) mit:
5km in 4:57/km
5km in 4:27/km
5km in 4:13/km
5km in 5:01/km

Brian
13.04.2020, 09:20
Wissend, dass es hier im Forum vielleicht 2 Handvoll gibt, die das können. Verletzte und Formlose zählen nicht!

Greift meinen Fehdehandschuh auf und zeigt es mir, virtuell oder real Mann gegen Mann, haut rein Ihr Luschen!

Irgendwie braucht man ein Ziel in der wettkampffreien Zeit. 5km Straße in 17:40min lautet das Ziel, Dedoc ist disqualifiziert!

Schlagt den Maddin! :D

Brian
13.04.2020, 10:48
Man sieht deutlichen Verschleiß der Laufsohle an den Außenrändern und der Spitze. 400km gebe ich dem Schuh, mir ist das zu wenig. Morgen gebe ich den Schuh im Rahmen der Hoka 30 Tage Challenge zurück.7438074379

emel
13.04.2020, 11:00
Schade. Der Rocket ist aber halt eher zum Training gedacht. Vielleicht tauschen sie ihn dir nochmal dann hättest du 500 drauf? Oder du holst ihn dir bei RW für 110, dann sind das schon 1/3 mehr KM für das Geld. Um es einfach als "Fehlkauf" abzutun ist es dir wahrscheinlich zu viel Geld. Bei mir waren es komischerweise auch tendenziell teurere Schuhe die sich im Nachhinein als "Fehlkauf" erwiesen haben. Vielleicht waren meine Erwartungen an die Schuhe dann zu groß.

Ist der Schuh denn wirklich so schnell und PB tauglich? Was läufst du sonst gerne für Schuhe im Wettkampf?

leviathan
13.04.2020, 11:02
Man sieht deutlichen Verschleiß der Laufsohle an den Außenrändern und der Spitze. 400km gebe ich dem Schuh, mir ist das zu wenig. Morgen gebe ich den Schuh im Rahmen der Hoka 30 Tage Challenge zurück.7438074379

Mmh, bei mir sehen alle Schuhe nach 2 oder 3 Einheiten so aus. Die haben einen ganz kleinen Abrieb an der Außenseite der Ferse und deutliche Gebrauchsspuren an der großen Zehe. Ich kann da keine Besonderheiten sehen.

Brian
13.04.2020, 11:14
Ist der Schuh denn wirklich so schnell und PB tauglich? Was läufst du sonst gerne für Schuhe im Wettkampf?

Es ist der schnellste Schuh, den ich jemals getragen habe! Der Grund: die Carbonplatte!

Im Vergleich zum Nike Vaporfly, den ich mittlerweile auch getestet habe, hat man einen sicheren Stand. Die Hokas sind dank der 1mm-Sprengung viel direkter als die Nikies, so mein natürlich subjektiver Eindruck.

Bei meinen schnellen Einheiten hatte ich das Gefühl, gar nicht so schnell unterwegs zu sein, wie ich war. Diese Eigenschaft wird auch den Nikies zugeschrieben.

emel
13.04.2020, 11:23
ok. Also wenn mich ein Schuh definitiv schneller machen würde, fände ich 160 Euro für 400-500 KM schon wieder ok. Aber das wären dann halt auch wirklich "Wettkampf"-Schuhe + für ein paar Einheiten vor den Wettkämpfen um mich an den Schuh zu gewöhnen. Die Vaporflys scheinen deutlich weniger lange zu halten.

Brian
13.04.2020, 11:36
7438274381
Das sagt alles! Allerdings löst sich das Obermaterial auf

NME
13.04.2020, 12:30
Wissend, dass es hier im Forum vielleicht 2 Handvoll gibt, die das können. Verletzte und Formlose zählen nicht!

Greift meinen Fehdehandschuh auf und zeigt es mir, virtuell oder real Mann gegen Mann, haut rein Ihr Luschen!

Irgendwie braucht man ein Ziel in der wettkampffreien Zeit. 5km Straße in 17:40min lautet das Ziel, Dedoc ist disqualifiziert!

Schlagt den Maddin! :D

Wie genau passen jetzt solche Allout Time Trials zu der Empfehlung in Deiner Linksammlung? :confused:

Leitfaden für Sportler in Corona-Zeiten:

2. Reduziertes Training ohne Spitzenbelastung

https://forum.runnersworld.de/forum/threads/128197-Corona-ein-Leitfaden-für-(Lauf-)sportler-Linksammlung-bitte-wenig-Diskussion!?p=2631592&viewfull=1#post2631592

Brian
13.04.2020, 12:53
Wie genau passen jetzt solche Allout Time Trials zu der Empfehlung in Deiner Linksammlung? :confused:

Leitfaden für Sportler in Corona-Zeiten:

2. Reduziertes Training ohne Spitzenbelastung

https://forum.runnersworld.de/forum/threads/128197-Corona-ein-Leitfaden-für-(Lauf-)sportler-Linksammlung-bitte-wenig-Diskussion!?p=2631592&viewfull=1#post2631592

Woher weißt Du, wie ich en détail trainiere? :confused: War das jetzt eine Herausforderung? Gerne!

No risk, no fun!

​Schlag mich, wenn Du kannst, Dich hatte ich nicht auf der Rechnung! Schlag den Maddin! :D

NME
13.04.2020, 13:01
Woher weißt Du, wie ich en détail trainiere? :confused:

Wozu müsste ich das wissen? Ich kann Dir irgendwie nicht recht folgen.


War das jetzt eine Herausforderung? Gerne!

No risk, no fun!

​Schlag mich, wenn Du kannst, Dich hatte ich nicht auf der Rechnung! Schlag den Maddin!

Ich dachte, Du willst hochintensive Einheiten vermeiden wegen Open Window und Corona? Warum schreibst Du das eine in Deinem Corona-Faden und hier willst Du Schwanzlängenvergleiche machen?

leviathan
13.04.2020, 13:03
Woher weißt Du, wie ich en détail trainiere? :confused: War das jetzt eine Herausforderung? Gerne!

No risk, no fun!

[B]​

Ich hatte mir die gleiche Frage gestellt wie NME. Hatte für mich auch irgendwie nicht zusammengepasst. Vielleicht hast Du Deine Meinung ja geändert. Das ist ja nix schlimmes.

Brian
13.04.2020, 13:16
Ich hatte mir die gleiche Frage gestellt wie NME. Hatte für mich auch irgendwie nicht zusammengepasst. Vielleicht hast Du Deine Meinung ja geändert. Das ist ja nix schlimmes.

Ich lasse Einheiten wie 25x200m in 35sek, 80sek Pause oder 6x400m in 72sek, 6min Pause weg. Für mich sind das sehr harte Einheiten! Für die Mitteldistanz trainiere ich nicht, für die Langdistanz aber schon und das auch mehr oder weniger intensiv. Ich setze noch darauf, dass kleine Vereine ihre Leichtathletikmeetings ausrichten dürfen. Selbst wenn keine Sportfeste stattfinden: es ist in meinem Alter leichter, eine bestehende Form zu halten, als 4 Monate die Zügel schleifen zu lassen und nach dieser langen Pause komplett neu aufzubauen, das sind Erfahrungswerte!

Ich nenne es Training im Standbymodus.

Du bist ebenfalls für meine Challenge disqualifiziert, wegen unlauteren Wettbewerbs!

Brian
13.04.2020, 13:22
Ich dachte, Du willst hochintensive Einheiten vermeiden wegen Open Window und Corona? Warum schreibst Du das eine in Deinem Corona-Faden und hier willst Du Schwanzlängenvergleiche machen?

Ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei. Ist nicht jeder Wettkampf in gewisser Weise ein Schwanzlängenvergleich? Deswegen tut man es doch! Sich mit einem Gegner messen, an der Startlinie ungeduldig mit den Hufen scharren wie ein Rennpferd, es kaum abwarten könnend, bis es endlich los geht, usw.

Wenn du keinen Spaß an Wettkämpfen hast, sei es ein Volkslauf, virtuell oder im Zweikampf Mann gegen Mann, ist das Deine Sache, das ist auch völlig okay und ich mache mich auch nicht darüber lustig, schon gar nicht in Coronazeiten. Aber was hast Du dann hier in diesem Faden verloren? Ich jedenfalls mag diese Schwanzlängenvergleiche, um mich mal mit Deinen Worten auszudrücken.

Du kneifst also?

NME
13.04.2020, 13:35
Ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei. Ist nicht jeder Wettkampf in gewisser Weise ein Schwanzlängenvergleich? Deswegen tut man es doch! Sich mit einem Gegner messen, an der Startlinie ungeduldig mit den Hufen scharren wie ein Rennpferd, es kaum abwarten könnend, bis es endlich los geht, usw.

Wenn du keinen Spaß an Wettkämpfen hast, sei es ein Volkslauf, virtuell oder im Zweikampf Mann gegen Mann, ist das Deine Sache, das ist auch völlig okay und ich mache mich auch nicht darüber lustig, schon gar nicht in Coronazeiten. Aber was hast Du dann hier in diesem Faden verloren? Ich jedenfalls mag diese Schwanzlängenvergleiche, um mich mal mit Deinen Worten auszudrücken.


Nachdem Du mir - der wahrscheinlich mehr Wettkämpfe in seinem Leben gelaufen ist als Du - erklärt hast, was ein Wettkampf ist, beantworte doch bitte meine einfache Frage: "warum empfiehlst Du in einem Faden auf hochintensive Einheiten zu verzichten und in diesem Faden solche zu machen?" Oder zählen Wettkämpfe nicht zu hochintensiven Einheiten?

Wenn Du Deine Meinung geändert hast, wie Leviathan das vermutet, ist ja auch in Ordnung.



Du kneifst also?

Ja, sehr gerne.

Rolli
13.04.2020, 13:43
Wissend, dass es hier im Forum vielleicht 2 Handvoll gibt, die das können. Verletzte und Formlose zählen nicht!

Greift meinen Fehdehandschuh auf und zeigt es mir, virtuell oder real Mann gegen Mann, haut rein Ihr Luschen!

Irgendwie braucht man ein Ziel in der wettkampffreien Zeit. 5km Straße in 17:40min lautet das Ziel, Dedoc ist disqualifiziert!

Schlagt den Maddin! :D

Sorry Maddin, aber ich bin die 17:42 vor 3 Monaten. Und du?

Also Maddin versuche erst Rolli zu schlagen und erst dann neue Herausforderung hinausposaunen. :zwinker4:

Brian
13.04.2020, 13:53
Nachdem Du mir - der wahrscheinlich mehr Wettkämpfe in seinem Leben gelaufen ist als Du - erklärt hast, was ein Wettkampf ist, beantworte doch bitte meine einfache Frage: "warum empfiehlst Du in einem Faden auf hochintensive Einheiten zu verzichten und in diesem Faden solche zu machen?" Oder zählen Wettkämpfe nicht zu hochintensiven Einheiten?

Wenn Du Deine Meinung geändert hast, wie Leviathan das vermutet, ist ja auch in Ordnung.
Hochintensiv sind nach meinem Verständnis Mitteldistanzwettkämpfe genauso wie sowie das Training dafür! Darauf verzichte ich zur Zeit noch. Das kann und wird sich aber ändern. Mit Corona müssen wir alle leben und Corona wird Bestandteil unseres Lebens bleiben.

Bei 5km im Training bekomme ich vom Kopf her nicht die gleiche Intensität hin wie im Wettkampf, ich komme auf maximal 93% der Hfmax bei meinen 2km-Intervallen, und über 5km nur auf knapp 90%, auch meinen bisher schnellsten Marathon lief ich mit 90%. Mein Training ist zur Zeit deutlich weniger intensiv als die Jahre zuvor. Nur zum Vergleich: Einen 10km-Wettkampf lief ich früher mit 95%, allerdings erreiche ich diese 95% kaum noch, seit ich 1500m und 3000m laufe und dafür trainiere.

Wenn Du selber viele Wettkämpfe bestritten hast (bei mir sind es 18 pro Jahr), dann kannst Du meine Vorliebe für sportliche Schwanzlängenvergleiche (Deine Worte) sicher verstehen.

Mir ist bewusst, dass ich in Coronazeiten ein hohes Risiko eingehe. Das nehme ich in Kauf, verzichte aber zur Zeit auf die letzten 5% Trainingsintensität. Ist mein Standpunkt jetzt klar geworden?

Welcher Art waren Deine vielen Wettkämpfe?

Die Linksammlung habe ich auch für diejenigen erstellt, die sich über das Thema Corona und Sport informieren möchten. Damit man nicht jedesmal aufs Neue suchen muss. Die Sammlung wird auch von Zeit zu Zeit gepflegt - für das Forum, mich kostet es ein Lächeln!

Brian
13.04.2020, 14:06
Sorry Maddin, aber ich bin die 17:42 vor 3 Monaten. Und du?

Also Maddin versuche erst Rolli zu schlagen und erst dann neue Herausforderung hinausposaunen. :zwinker4:

Ich hatte keine Gelegenheit, starke Leistung. Davon bin ich zur Zeit nicht weit weg! Ich bräuchte nur jemanden, der mit einer Peitsche hinter mir her läuft.

Unsere 3000m-Zeiten: ich im Februar 10:29min, Du im April 10:27min! Wer von uns beiden der Bessere ist, werden wir wohl nie herausfinden. Möglich, dass Du nur 2sek schneller bist, das ist alles Spekulation! Es zählt nur der direkte Vergleich. Natürlich habe ich großen Respekt vor Deiner Leistung!

Brian
13.04.2020, 18:06
Auf meinem Trainingsplan für Samstag steht: 8km in 3:40 bis 3:45/km.

Wer tritt virtuell gegen mich an?

Albatros
13.04.2020, 19:29
Irgendwie braucht man ein Ziel in der wettkampffreien Zeit. 5km Straße in 17:40min lautet das Ziel, Dedoc ist disqualifiziert!

Schlagt den Maddin! :D
Bei RUNALYZE gibts den virtuellen Osterlauf - der läuft noch bis Mitternacht...
Also raus auf die Gasse, mit deinen angepeilten 17:40min/5km langt es aktuell immerhin zu einem achtbaren 7. Rang.
Ist zwar nicht das Treppchen, aber hey was soll’s - in deinem Alter doch gar nicht schlecht...😉

Brian
13.04.2020, 20:03
in deinem Alter doch gar nicht schlecht...

Das wollte ich jetzt nicht lesen! :sauer:

Zur Zeit bin ich in einer blendenden Form. Dieses Ziel habe ich nicht wie sonst mit Intervalltraining erreicht, sondern mit Tempodauerläufen, Bergaufsprints und Crescendoläufen geschafft. Als besonders effizient erwiesen sich die TDL an der aerob/anaeroben Schwelle, wer hätte das gedacht?

Albatros
13.04.2020, 20:21
Das wollte ich jetzt nicht lesen! :sauer:

Zur Zeit bin ich in einer blendenden Form. Dieses Ziel habe ich nicht wie sonst mit Intervalltraining erreicht, sondern mit Tempodauerläufen, Bergaufsprints und Crescendoläufen geschafft. Als besonders effizient erwiesen sich die TDL an der aerob/anaeroben Schwelle, wer hätte das gedacht?
Gegen das Altern kann man halt schlecht was machen - früh sterben ist ja auch keinen Option...
Im übrigen bist du es doch selbst, der ständig mit seinem Alter kokettiert.
Was deine „blendende Form“ betrifft - du wirst sicher noch Gelegenheit bekommen selbige bei nicht virtuellen „Schwanzvergleichen“ abzurufen...

Brian
13.04.2020, 20:52
Gegen das Altern kann man halt schlecht was machen - früh sterben ist ja auch keinen Option...
Im übrigen bist du es doch selbst, der ständig mit seinem Alter kokettiert.
Was deine „blendende Form“ betrifft - du wirst sicher noch Gelegenheit bekommen selbige bei nicht virtuellen „Schwanzvergleichen“ abzurufen...

Diese Schwänzchenvergleiche lieben wir doch alle, einige wollen es nicht zugeben!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und was das Alter angeht: auf das biologische Alter kommt es an, zu meiner Eitelkeit stehe ich!

Rolli
13.04.2020, 21:00
Das wollte ich jetzt nicht lesen! :sauer:

Doch!

Brian
13.04.2020, 21:04
Auf meinem Trainingsplan für Samstag steht: 8km in 3:40 bis 3:45/km.

Wer tritt virtuell gegen mich an?

Die ersten virtuellen Laufpartner für meine Wochenend-Challenge habe ich gefunden! :D

Rolli, wie sieht es aus?

Albatros
13.04.2020, 21:12
Und was das Alter angeht: auf das biologische Alter kommt es an, zu meiner Eitelkeit stehe ich!
Ich bezog mich auf das Altern (mit „n“) - das kannste nicht aufhalten. Egal wie alt man sich vermeintlich fühlt oder wie hart man sich im Training/Wettkampf abmüht um seinem Ego zu schmeicheln wenn man noch mit ein paar Jüngeren mithalten kann...

Brian
13.04.2020, 21:15
Jeder quält sich, so gut er kann!

Brian
14.04.2020, 01:01
Ich bezog mich auf das Altern (mit „n“) - das kannste nicht aufhalten. Egal wie alt man sich vermeintlich fühlt oder wie hart man sich im Training/Wettkampf abmüht um seinem Ego zu schmeicheln wenn man noch mit ein paar Jüngeren mithalten kann...
Ich sehe es mittlerweile anders als früher. Natürlich ist es klasse, wenn man mal ein kleineres Rennen gewinnen kann (das ist mir dreimal gelungen) und natürlich ist es so, dass nicht wenige Jüngere meine Zeiten gerne laufen würden. Ja, Dedoc, Du schlägst mich sogar mit Corona! :hihi:

Viel geiler ist es, sich mit Gleichaltrigen zu messen und zwar mit den Besten - im Rahmen von Leichtathletikmeetings. Meine beiden deutschen Vizemeistertitel bedeuten mir viel mehr, als meine drei Siege auf dem Dorf. Jetzt weißt Du auch, warum ich mich so gerne quäle.

Und was ich mir sehr wünsche: dass ich die beste Form meines Lebens bald auf die Strecke bringen kann, am besten noch in diesem Jahr, wenn Corona mir keinen Strich durch die Rechnung macht.

Aber jetzt heißt es erst einmal wieder:

Schlag den Maddin!

Und zwar schon am kommenden Samstag, den 18.4. circa 17:30Uhr über 8km! Zielpace: 3:40 bis 3:45/km! Rolli kneift wie immer, aber vielleicht hat jemand Lust, virtuell gegen mich anzutreten.

Albatros
14.04.2020, 08:24
Rolli kneift wie immer, aber vielleicht hat jemand Lust, virtuell gegen mich anzutreten.
Liegt vielleicht daran, dass es einfach nicht vergleichbar mit einem richtigen Wettkampf ist. Ich habe mich letzten Freitag selbst zu so einem virtuellen Lauf aufgerafft - von Adrenalin keine Spur, es fühlte sich an wie ein harter Tempodauerlauf und ich war froh als ich endlich im Ziel war. Auch hielt sich meine Begeisterung für die (für mich passable) erreichte Zielzeit in Grenzen. Unterm Strich nicht mehr als eine nette Abwechslung zum Trainingsalltag...

Rolli
14.04.2020, 08:31
Rolli kneift wie immer

Rolli ist einfach ein Loser.

Brian
14.04.2020, 10:04
Liegt vielleicht daran, dass es einfach nicht vergleichbar mit einem richtigen Wettkampf ist. Ich habe mich letzten Freitag selbst zu so einem virtuellen Lauf aufgerafft - von Adrenalin keine Spur, es fühlte sich an wie ein harter Tempodauerlauf und ich war froh als ich endlich im Ziel war. Auch hielt sich meine Begeisterung für die (für mich passable) erreichte Zielzeit in Grenzen. Unterm Strich nicht mehr als eine nette Abwechslung zum Trainingsalltag...
Ich habe eine Methode für mich herausgefunden, wie es besser klappt mit dem schnellen Laufen im Maximaltempo. In der 3km langen Aufwärmphase laufe ich 1km ca. 20sek langsamer als die Zielpace, also 1km in 4:00min. Dann klappt es mit dem TDL besser.

Brian
16.04.2020, 05:48
Nun ist es wohl amtlich: mindestens bis Ende August 2020 wird es keine Sportveranstaltungen geben. Danach hoffe ich aber, dass das eine oder andere Leichtathletikmeeting stattfinden kann, für das sich sowieso kein Zuschauer interessiert.

Arbeitstechnisch mache ich die nächsten 4 Wochen viele Überstunden. Zur Zeit fällt es mir schwer, mich morgens um 4:30Uhr aus dem Bett zu quälen, um zu trainieren. Wofür auch?

Also liegt es nahe, eine dreiwöchige Saisonpause einzulegen für den Neuaufbau für September/Oktober. Schade um die Form! Es ist aber auch nicht verkehrt, dem Körper Gelegenheit zur Regeneration zu geben. Corona machts möglich! Irgendwann im Sommer hätte ich diese Pause sowieso machen müssen, denn niemand kann für 6 Monate seine Topform halten und jemand in meinem Alter sowieso nicht, was auch nicht schlimm ist.

Also kurze Pause!

Die Challenge über 8km am Samstag, 17:30Uhr "Schlag den Maddin!" findet aber noch statt.

emel
16.04.2020, 05:59
Das glaub ich dir nicht, dass du Saisonpause machst :zwinker5:
(Auch wenn es natürlich nicht schlimm wäre)

Brian
16.04.2020, 06:11
Das glaub ich dir nicht, dass du Saisonpause machst :zwinker5:
(Auch wenn es natürlich nicht schlimm wäre)
Heute habe ich schon einmal den Anfang gemacht. Statt mich draußen über 14km abzuhetzen, sitze ich am Frühstückstisch bei einer Tasse Kaffee und faulenze.

Is schoh scheeh!, wie der Würtemberger sagen würde. Ich übersetze mal: Ist auch schön! :D Und ich fühle mich gar nicht mal schlecht dabei. Wer hätte das gedacht?

Meine Ausrede: Ich sammle Kräfte für die große Runners World Challenge "Schlag den Maddin!" jetzt am Samstag, 17:30Uhr.

Bist Du dabei?

emel
16.04.2020, 07:48
Bist Du dabei?

Wär ich gern. Aber leider hab ich nur eine Chance wenn du verunglückst und das wünsche ich dir nicht!
Und ernsthaft: ich plane für das Wochenende 25/26 einen 5km TimeTrial (mit wenig Tapering) und drei Wochen später einen weiteren mit Tapering.

hbef
16.04.2020, 08:04
Nun ist es wohl amtlich: mindestens bis Ende August 2020 wird es keine Sportveranstaltungen geben.

Verbreite hier doch nicht irgendwelche Halbwahrheiten, bzw. Dinge, die noch vollkommen offen sind. Es sind alle Großveranstaltungen verboten. Über deren Definition wird noch diskutiert, aber zehn Leute werden ganz sicher nicht die Grenze sein. Also ist es durchaus möglich, dass gerade kleinere Meetings im Juni/Juli stattfinden könnten. Nicht müssen, aber können.

Brian
16.04.2020, 09:27
Du machst mir wieder Hoffnung!

Brian
16.04.2020, 09:31
Wär ich gern. Aber leider hab ich nur eine Chance wenn du verunglückst und das wünsche ich dir nicht!
Und ernsthaft: ich plane für das Wochenende 25/26 einen 5km TimeTrial (mit wenig Tapering) und drei Wochen später einen weiteren mit Tapering.
Ist ja auch ein bisschen Spass und Augenzwinkern dabei!

Brian
16.04.2020, 14:01
Verbreite hier doch nicht irgendwelche Halbwahrheiten, bzw. Dinge, die noch vollkommen offen sind. Es sind alle Großveranstaltungen verboten. Über deren Definition wird noch diskutiert, aber zehn Leute werden ganz sicher nicht die Grenze sein. Also ist es durchaus möglich, dass gerade kleinere Meetings im Juni/Juli stattfinden könnten. Nicht müssen, aber können.
Das sagt der Landesverband Niedersachsen:

https://www.nlv-la.de/index.php?siteid=519&entryId=5583

Das war zu erwarten:

Bis zum 30.06.2020 finden im Verantwortungsbereich des NLV auf allen Ebenen keine Wettkampfveranstaltungen statt.

Und wie sieht es in anderen Landesverbänden aus?

Ob ab Juli wieder kleinere Meetings stattfinden können? Mal abwarten!

hbef
16.04.2020, 17:09
Das ist sehr schade, weil damit die NLV-Meisterschaften über 800/1500m - mein wichtigstes Saisonziel - gestorben sind. Aber selbst wenn der NLV auch für Juli alles absagt (was ich natürlich nicht hoffe)...du verstehst, warum mich deine Aussage oben gestört hat.