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Gast
30.05.2003, 19:05
hi, ich laufe seit mittlerweile 3 jahren. (bin vorher rad gefahren) während der laufsaison (märz bis oktober) gut drei mal pro woche - meist zwischen 12 und 15km.
ich bin vor einem monat erstmals bei einem 10km rennen mitgelaufen.
ich habe dafür bei großer hitze 36:10 benötigt.
davon sehr ermutigt, möchte ich anfang oktober meinen ersten marathon laufen. ich bin bereit, dafür intensiver zu trainieren.
dazu zwei fragen an die experten:
1. was für trainingstipps bzw. trainingslinks könnt ihr mir empfehlen?
2. welche zeit ist bei intensivem training realistisch?
(ich bin nur für mich einen halbmarathon in 1:29 gelaufen. die strecke verläuft allerdings zur hälfte durch den wald (forstweg) und ist recht hügelig.
ich denke also, daß ich den halbmarathon auf asphalt locker unter 1:25 laufen könnte.
worauf ich hinaus will: welche halbmarathonzeit gilt als richtwert für einen marathon unter drei stunden?)

grüße jimbo

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Laciapu
30.05.2003, 19:21
HI, Gast!

Mit deinem 10 Km Zeit von 36:10 könntest Du eine Vollmarathonzeit von 2 Stunden 48 Minuten erreichen.

Gast
30.05.2003, 19:26
hi Laciapu,

danke für die schnelle antwort!
nach welchem prinzip (algorithmus) hast du die 2:48 errechnet?

danke jimbo

Übrigens: Dieser Beitrag wurde durch den für alle Besucher verwendbaren "Gast"-Zugang geschrieben.

marathonmann
31.05.2003, 02:04
Hallo Jimbo!

Er hat 10 km - Zeit x 4,667 gerechnet. Das ist eine bekannte Formel. Man muß allerdings auch dazu sagen, wenn Du das schaffen willst, dann muß alles perfekt klappen. Und zwar sowohl in der Vorbereitung als auch im Wettkampf selber. Deshalb wäre es sicherlich besser mit 10 km - Zeit x 4,8 zu rechnen. Außerdem solltest Du für Deinen ersten Marathon noch einen Malus von 15 Minuten hinzurechnen.
Eine andere Formel ist z.B. 10 km - Zeit x 2,2 = HM - Zeit. Das heißt, bei 36:10 Minuten auf 10 km solltest Du den HM in 1:19:xx schaffen können! Wenn Du den HM "bloß" in 1:25 Stunden schaffst, dann mangelt es Dir an der Ausdauer. Bei einem Marathon wird sich die fehlende Ausdauer noch wesentlich extremer bemerkbar machen!
Weil Du danach gefragt hast, noch eine dritte Formel: HM - Zeit x 2,11 = Marathonzeit. Bei Dir kommt dann natürlich noch der Erstlingsmalus hinzu.
Außerdem nochmal der Hinweis: Alle Formeln sind mit Vorsicht zu genießen. Es gibt keine Garantie dafür, daß sie bei Dir wirklich das genaue Marathonergebnis vorhersagen!

Mit freundlichen Grüßen,
Volker
Startnummer 666 beim Havellauf
http://www.web-ansichten.de/junk/forumshirt.gif

jimbo
31.05.2003, 15:47
hallo volker,

die verschiedenen Faktoren sind eine interessante Information für mich.
Ich hab das gerade mit dem 10000m Straßenweltrekord von Haile Gebrselassie (27:02) nachgerechnet. Mit deinem Faktor von 4.667 käme man auf eine Marathonzeit von 2:06:09, was ja nicht weit vom tatsächlichen Weltrekord wegliegt.
Auch für den Halbmarathon sind die errechneten 59:28 gerade 11 Sekunden vom tatsächlichen Weltrekord entfernt.
Offensichtlich gelten die Faktoren für die Weltspitze sehr genau. Stimmen sie auch für den ambitionierten Hobbyläufer? (natürlich vorausgesetzt, daß er in allen Distanzen ähnlich routiniert und trainiert ist)
Denkst du nicht, daß ich den Erstlingsmalus durch einige Läufe von über 30km sehr gering halten kann? 15 Minuten kommen mir recht viel vor. Das wären 21 Sekunden pro Kilometer.

danke nochmal für deine Information & ein pauschales Kompliment an das gute Forum im allgemeinen

grüße jimbo

[ Dieser Beitrag wurde von jimbo am 31.05.2003 editiert. ]

runningmanthorsten
31.05.2003, 17:30
Ich finde diese Formeln auch nicht passend!!! Ich hab ne 10km-Bestzeit von 35:41Min., ne Halbmarathon-Bestzeit von 1:17:15Std. und ne Marathonbestzeit von 3:14.. Std!!! Anhand meiner Halbmarathonzeit müsste ich den Marathon also auch in ca. 2:50Std laufen können... Ist aber auch nicht so... ;(

Liebe Grüße!

Thorsten.

___________________________
Hurra!
Deutscher Meister ist der TBV!!!

Alpi
31.05.2003, 17:47
Schaut mal Leute,

kennt ihr diesen Link zur Marathon Berechnung? Interessant ist, es wird auch der Puls miteinbezogen. Wären die Profis so nett einmal ihre tatsächliche Zeit mit dem Rechenergebnis zu vergleichen?

:look:

http://www.zzbox.com/marathonperfect





Übrigens, so kann jeder einen Marathon laufen - hihi :))

1000danke im Voraus vom Alpi http://www.laufen-aktuell.de/_laufen_laufsport_/_images/extra_smilies/xtrasmilies/aktion069.gif

runningmanthorsten
31.05.2003, 17:51
Original von Alpi:
Schaut mal Leute,

kennt ihr diesen Link zur Marathon Berechnung? Interessant ist, es wird auch der Puls miteinbezogen. Wären die Profis so nett einmal ihre tatsächliche Zeit mit dem Rechenergebnis zu vergleichen?



Aufgrund meiner 10km-Zeit käme ich auf eine Marathonzeit von 2:46Std., anhand der Halbmarathon-Bestzeit sogar auf 2:42Std...

Thorsten.




___________________________
Hurra!
Deutscher Meister ist der TBV!!!

silke74
31.05.2003, 18:26
Also ich weiß ja nicht. meine 10`er Bestzeit sind 52 min. demnach könnte ich einen marathon in gut 4 std. schaffen, kann ich mir aber absolut nicht vorstellen, da ich ja noch nicht so lange dabei bin. versuch grad mal den HM morgen in 2 std. zu schaffen, aber bei dem wetter werd ich`s wohl ruhiger angehen lassen. (will ja nicht auf allen vieren einlaufen ):D

jimbo
31.05.2003, 19:50
Original von Alpi:
Schaut mal Leute,

kennt ihr diesen Link zur Marathon Berechnung? Interessant ist, es wird auch der Puls miteinbezogen. ...

Der Puls fließt nicht in die errechnete Marathonzeit ein.
Er hat nur Einfluß, auf den empfohlenen Pulsbereich während des Marathons.
Ob du 210 oder 140 für den Maximalpuls angibst - die errechnete Marathonzeit bleibt die selbe.
Ich halte jedoch das strenge Laufen nach einem errechneten Puls nicht für sinnvoll. Als ich mit dem Ausdauersport (damals vor allem Radfahren) angefangen habe, habe ich mit Pulsmesser trainiert. Die verschiedenen Pulsbereiche hat mir ein Sportmediziner anhand einer Ergometrie mit EKG Lactat, usw. errechnet.
Damals hat mir das Trainieren mit Pulsmesser extrem geholfen, da das Körpergefühl nicht ausreichend ausgeprägt war. Mit steigender Erfahrung spürt man aber seine anaerobe Schwelle besser selbst, als durch eine piepsende Pulsuhr.
Das ist zumindest meine Meinung. Mir wurde das trainieren nach Puls auch einfach zu lästig. Mir ist klar, daß das auch eine subjektive Meinung darstellt, und wenn sich jemand z.B. mit Pulsuhr leichter motivieren kann, dann ist das natürlich ein tolles Instrument. (ohne tacho am rad, hätte ich auch keine freude ;-))
Auch für wirkliche Profis ist das Trainieren nach Puls sicher unerläßlich.

Ich habe aber das Gefühl, daß viele Hobbyläufer übertreiben. Wie schon gesagt, für ein gezieltes Training hat das Laufen nach Puls sicher Vorteile. So macht man nicht so leicht den klassischen Anfängerfehler die Grundlagenausdauer zu vernachlässigen.
Doch was das strenge Laufen nach Puls im Wettkampf bringen soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Die bloße Angabe der Herzschläge pro Minute kann doch nicht der Hauptanhaltspunkt sein!
Ich müßte die ersten beiden Kilometer mit Puls 159 laufen, ..., Kilometer 30 mit 181. Wenn ich mich bei Kilometer 30 gut fühle, dann macht es Sinn einen höheren Puls laufen. Wenn ich mich schlecht fühle, dann einen niedrigeren.
Ich finde, daß das schöne am Ausdauersport das gewonnene Körpergefühl ist. Daß man also in der Lage ist seinen Körper während einer längeren Zeitspanne an seinem Limit zu bewegen. Ich denke daß diese "Pulsmessergläubigkeit" hier sogar oft hinderlich ist.

grüße jimbo

[ Dieser Beitrag wurde von jimbo am 31.05.2003 editiert. ]

marathonmann
01.06.2003, 08:16
Hallo jimbo!

Nochmal zum Erstlingsmalus: Der entsteht ganz einfach dadurch, daß man noch keine Erfahrung hat. Beim Marathon kann man vieles Falsch machen und es genauso viel schief laufen. Bei Deinem ersten Marathon wirst Du z.B. aus dem letzten Startblock starten müssen und wirst deshalb erstmal durch eine Schar wesentlich langsamerer Läufer behindert. Man kann zu svhnell und auch zu langsam laufen. Auch an den Verpflegungs- und Getränkestellen lauern gewisse Tücken. Weil sich das dann mit der Zeit summiert, brauchen die meisten beim ersten Marathon ca 15 min mehr, als eigentlich nötig gewesen wäre. Manche auch mehr und manche vielleicht auch weniger.

Mit freundlichen Grüßen,
Volker
Startnummer 666 beim Havellauf
http://www.web-ansichten.de/junk/forumshirt.gif

Alpi
01.06.2003, 09:03
Häi, danke Leute für die Antworten zur Marathon Berechnung.

*froi* :look:

Wie ich heraus hörte, kann es nur ein gaaanz grober Anhaltspunkt sein, wenn überhaupt. Bin jetzt wieder ein bissel klüger (und da ist noch jede Menge Platz :rotate: )

Danka Jimbo, ich teile Deine Meinung über Pulsmaschinen, habe zwar eine, aber nur einmal angehabt, einfach zum schauen. Man sollte da nicht übertreiben. Außerdem mag ich den Strahlenkübel nicht gern am Herzen tragen, weiß nicht, irgendwie ... naja, unangenehm. Habe auch niemals ein Fußi äääh Händi mit. Wengistens beim laufen will ich unbelastet von Strahlung sein (Fußi = gepulste Mikrowellenstrahlung)

Vielleicht sollte man gelegentlich zu diesem Thema einen eigenen Thread anfangen?

Weia muß buckeln,

schönen Sonntägelchen alle hier !!!http://www.laufen-aktuell.de/_laufen_laufsport_/_images/extra_smilies/xtrasmilies/aktion069.gif

jimbo
01.06.2003, 11:20
hi,

wie genau funkioniert die Sache mit den Startblöcken? Wie sieht das Reglement dazu aus?
Wenn ich z.B. vorher einen Halbmarathon laufen würde - müßte ich trotzdem von ganz hinten starten?
Zählen also nur andere gelaufene Marathons? Wie erfolgt der Nachweis der gelaufenen Zeit?

Danke für eure Infos

jimbo

Phönix
01.06.2003, 12:46
Grau, grau ist alle Theorie. Ich denke mal, die Praxis wird`s zeigen und dürfte für manche Überraschung gut sein.
Individueller Charakter, Kampfgeist, Einstellung und persönliche Befindlichkeit dürften sich kaum nach mathematischer Formel allgemeingültig über einen Kamm scheren lassen.

Grüße von
Phönix