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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trabpausen beim Invervalltraining



walter1304
12.04.2006, 08:36
Moin Moin,

ich bin etwas irritiert, was die Länge und das Tempo von Trabpausen im Intervalltraining angeht. Die Fachleute scheinen da unterschiedliche Ansätze zu verfolgen. Steffny z.B. sieht in seinen HM Plänen bei 1000-Meter-Intervallen Trabpausen von 400 Meter vor. Bei anderen ist zu lesen, dass die Trabpause von der Zeit her immer identisch mit dem Intervall sein sollte. Beispiel: Bin gestern 5 x 1000 m in 4:30 gelaufen, dazwischen, nach "eigener Philosophie" 500 Meter getrabt ( Tempo ca. 6:30 / 7:00 min/km).
Zeitlich identisch waren das Intervall und die Pause damit natürlich nicht.

Wien haltet Ihr das ?

Gruss
Walter

Meike
12.04.2006, 08:40
Ich hab da mal einen Vortrag von einem Sportmediziner gehört, der meinte, die Länge der Pause sei trainingsphysiologisch egal, Hauptsache ist, dass Du das Intervall gut (=schnell, aua) läufst. Wenn Du danach lange brauchst um Dich zu erholen, egal. Besser länger und dann noch ein ebenso schönes Intervall hintendran. Finde ich logisch, tut weh genug.
Viel Erfolg
Meike

Jango
12.04.2006, 08:47
noch eine kleine Anmerkung von mir:

Achte in den Pausen darauf, dass Dein Puls wieder unter ca. 130 Schlage sinkt.
Tut er das nicht, solltest Du die Pause verlängern oder die Intervalle langsamer laufen.

:hallo:

glueckskind
12.04.2006, 08:51
Wenn Dein Puls nach den 500 Metern wieder etwas runtergekommen ist und Du Dich wieder in der Lage für das nächste Intervall fühlst geht das doch vollkommen in Ordnung. Beide Betrachtungsweisen unterscheiden sich doch nur um einige hundert Meter, die werden bei Deiner gelaufenen Geschwindigkeit auch nicht den Ausschlag geben. Entscheidend ist doch, daß Du schneller wirst und das wirst Du. Die ganzen Tipps geben doch nur eine Größenordnung für das Training wieder.

Ich verfahre übrigens genau wie Du.

Mosquito
12.04.2006, 08:59
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....

Franky
12.04.2006, 09:12
Ich habe auch 12 Wochen nach einem Halbmarathon-Trainigsplan (sub 2:00) von Steffny trainiert und habe dort bei den Intervalltrainigs von 1000 m auch die 400 Meter Trabpause (6-7 km/h) eingehalten.
Ausser bei den 2000m Intervalltraining mit der angestrebten Halbmarathonzeit schreibt Steffny eine Pause von 6 Minuten vor die ich dann aber durch Traben ersetzt habe (6-7 km/h)!
Mir war das irgend wie Suspekt nach 2000 m schnellem Laufen 6 Minuten herumzustehen!?!:confused: Weiterhin habe ich die Anzahl der Wiederholungen von 3x meistens auf 5x erhöht. Das ganze Training kann nicht so schlecht gewesen sein, da ich meinen ersten HM am 2.April in Bonn mit einer Zeit von 1:56:34 finishen konnte.

glueckskind
12.04.2006, 09:15
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....

Und schon wieder was gelernt.

Vielen Dank

Meike
12.04.2006, 09:38
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....
Du armer Mann musst diese ganzen Idioten ertragen, die das für das Wesentliche halten, bei dem sie Blut schmecken und sich übelst fühlen, und nicht das, bei dem sie sich aufs nächste Mal schlecht fühlen vorbereiten und währenddessen mit IQ 60 auf ihre Pulsuhr starren.... :heuldoch:
:zwinker2:
Meike

Mosquito
12.04.2006, 09:43
Wer hier IQ 60 hätte, könnte Intervall wahrscheinlich nichtmal schreiben...

walter1304
12.04.2006, 09:51
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....

Sorry, aber für meine Fragestellung vollkommen unerheblich, was nun das Intervall und was die Pause ist. Für mich ist ein Intevall die zyklische Wiederholung von irgendwas. Ob das nun die Pause oder die Belastung ist, - das sind Spitzfindigkeiten. Hat mich jetzt nicht wirklich weitergebracht.

Gruss
Walter

kid-a
12.04.2006, 09:56
inderwall stimmt doch, oder?

Joern
12.04.2006, 10:03
Wer hier IQ 60 hätte, könnte Intervall wahrscheinlich nichtmal schreiben... wenn ich ein Intervall ... äh, sorry "eine Belastung" mache, kann ich das auch nicht mehr schreiben. :D

ToMe
12.04.2006, 10:03
Hi,
ich richte mich da nach Daniels und mache die TP von der Länge halb so lang wie die Belastungsstücke. Wobei ich die Trainingsform dann als VO2max Training sehe. Daniels beschreibt sehr gut warum dies sinnvoll ist.

Den von Meike erwähnten Sportmediziner und seine trainingsphysiologischen Aussagen halte ich vorsichtig ausgedrückt für äußerst schwach, denn ich kenne aus meiner Sicht deutlich fundiertere, gut erklärte und besser nachvollziehbare Untersuchungen dazu. Was ich konkret von diesem Sportmediziner halte sage ich hier nicht, aber komischerweise fällt mir dann auch immer sofort Strunz ein :zwinker5:

Gruß,
Torsten

elcorredor
12.04.2006, 10:11
Hallo Walter!
Die sogenannten "Trabpausen" müssen nicht die gleiche Länge haben, wie der jeweilige Tempolauf. Du kannst da also ganz "bärig herumzotteln" :zwinker4: , sprich - dir und deinem Puls ausreichend Zeit lassen, sich zu erholen (siehe auch Meikes und Jangos Antworten).


Zitat Franky
Mir war das irgend wie Suspekt nach 2000 m schnellem Laufen 6 Minuten herumzustehen!?!
Aber hallo! Die Trabpause bedeutet ja langsam zu laufen. Von "Herumstehen" hat keiner was gesagt :D .


Zitat Mosquito
Seuftz. Manches ändert sich nie.
Heute in Stechlaune, oder wie? :hihi:

Liebe Grüße

El Corredor

Der Hiddestorfer
12.04.2006, 10:14
Hi Walter

Vorweg, Mosquito hat da von der reinen Trainingslehre ausgehend grundsätzlich schon korrekt geantwortet.

In klaren Worten gesprochen, ohne auf genaue Trainingstheorien oder ansätze genau einzugehen, so wie du machen das sicherlich viele, auch ich und ich persönlich halte ich die Vorgehensweise, den Intervall nach eigenem Gusto einzurichten für i.O.

Intervalltraining dient ja nicht nur, die Grundgeschwindigkeit oder allgemein Geschwindigkeit zu verbessern sondern es soll auch die Laktattoleranz geschult und Laktatverträglichkeit verbessert werden.

Praktische Anwendung bei mir, nach dem schnellen Belastungsteil falle ich in langsamsten Trab, wenn meine Beine sich nicht mehr "dick" anfühlen weil der Laktat abgebaut wurde und der Puls sich normalisiert hat wird halt der nächste Belastungsteil angefangen.
Für mich ist da mein eigenes Körpergefühl wichtiger als sich sklavisch an Stoppuhr oder Strecklänge zu halten. Die Belastungsteile werden natürlich schon genau eingehalten.

Gruß Lutz

Nordmann
12.04.2006, 10:14
peter greif bescheibt in seinem countdown ganz anschaulich wie die pausenlänge, seiner meinung nach, zu gestalten ist. ich will das jetzt nicht alles hier rein schaufeln, der countdown ist ja frei verfügbar.

zusammengefasst kann man aber die empfehlung ableiten, dass die trabpause umso länger zu wählen ist, je schlechter der trainingszustand ist. längere trabpausen sind wichtig, um das in der belastung aufgebaute laktat weitgehend wieder abzubauen.

seine vorgaben sind dabei:
1000m tp bei 1000m belastung
1600m tp bei 2000m belastung
2000m tp bei 3000m belastung.

und wie schön ich das wort intervall bei dieser ganzen erläuterung vermieden habe...

oLi
12.04.2006, 20:55
Steffny z.B. sieht in seinen HM Plänen bei 1000-Meter-Intervallen Trabpausen von 400 Meter vor.
Das irritiert mich an den Steffny-Plänen auch immer,

die Länge der Pausen zwischen den Belastungen (manche nennen es auch: die Intervalle:D ) sind oft in Minuten angegeben. Soll ich dann stehen bleiben? Nein, bestimmt nicht, dann werde ich ja kalt.
Oder die Pausen sind explizit als Trabpausen angegeben, die darin zurückgelegte Strecke fließt aber nicht in die Km-Zahl des Trainings ein.

Wie ich das handhabe:
Nach einer Belastung GEHE ich 1-2 Minuten und fange dann sehr langsam an zu traben. Wenn ich mich absolut gut fühle, spätestens aber nach der vorgesehenen (Trab-) Pause, lauf ich wieder los. Manchmal sind das dann bei langen Puasen 1-2 Minuten früher als empfohlen.

oLi

Rolli
13.04.2006, 00:47
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....
Na dann guck doch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall
Also nicht die Pausen sondern die Wiederholungen...

Gruß
Rolli

Meike
13.04.2006, 07:03
ich kenne aus meiner Sicht deutlich fundiertere, gut erklärte und besser nachvollziehbare Untersuchungen dazu
Ich hab sie ja nicht erklärt, aber keine Angst, du musst dich nicht mit dem Schwachsinn befassen.
Wo kann man deine fundierten Analysen nachvollziehen? Quelle? Wenn Du den Daniels aus "Daniels' Running Formula" meinst, der hat sich ja nun nicht mit Intervallen speziell beschäftigt.
Meike (mit Strunz nichts am Hut)

U_d_o
13.04.2006, 07:38
Hallo Walter,

mit deiner Fragestellung habe ich mich anlässlich meines derzeitigen M-Traininingsplanes auch auseinandergesetzt und dabei folgendes zusammen getragen: Es ist keineswegs gleichgültig, wie lange die Pause zwischen zwei Wiederholungen ausfällt und ebenso wenig, wie schnell man dabei läuft. Betrachtet man das Intervalltraining insgesamt als einen heftigen Trainingsreiz, so wird seine Wirkung hauptsächlich durch vier Faktoren bestimmt: Anzahl der Intervalle, Geschwindigkeit und Dauer (Strecke) einer Wiederholung, Gestaltung der Pause. In der Pause soll sich der Körper so weit erholen, dass für das nächste Intervall wieder ausreichend Energie bereit steht. Äußerliches Kennzeichen dafür ist der Puls. Generell sollte die Pause so lange dauern, dass dein Kreislauf den aeroben Bereich (<75% HFmax) wieder sicher erreicht. Das ist natürlich nicht nur von der vorangegangenen Belastung abhängig, sondern sehr von deinem Trainingszustand.

Absolutangaben des Pulses sind falsch. Jeder Läufer hat in Abhängigkeit von Alter, Trainingszustand und genetischer Prägung andere Pulsbereiche. Die "lohnende Pause" sollte so gestaltet sein, dass der Puls vor der nächsten Belastung wieder irgendwo im Bereich 70-75% Hfmax landet.

Normalerweise sind Trainingspläne so ausgewogen gestaltet, dass man sich auf die "vorgeschriebene" Pausenzeit und die dafür angegebene Geschwindigkeit verlassen kann. Man muss das Intervalltraining ja auch im Zusammenhang mit den vorherigen und späteren Trainingseinheiten sehen. Normalerweise ist das also durchdacht. Ich habe allerdings auch schon Trainingspläne verfolgt, bei denen es nicht gepasst hat. Am besten kontrollierst du mit dem Pulsmesser, wann dein Puls sich wieder "unten" stabilisiert hat und merkst dir die dabei zurückgelegte Strecke.

Was die Laufgeschwindigkeit in der Pause angeht, favorisiere ich einen "Trab" (Puls irgendwo zwischen 60-70%, wo man natürlich zwischen zwei Belastungen nicht hinkommen kann), also ohne wirkliches Tempo. Der Grund ist praktischer Natur: Ich ziehe die Intervalle wirklich durch und spätestens bei den letzten 3, 4 sind Herz und Atem nahezu auf "Anschlag". Für die nächste halbe Runde wäre also kein konzentriertes Laufen möglich. Manchmal muss ich sogar einen Moment stehen bleiben. Da ich es per Pulsmessung überprüft habe - und man spürt das ja auch hinreichend genau - weiß ich, dass derzeit meine Pause für 1000er-Intervalle 600 Meter sein sollte und nach 400m Belastung lasse ich 200m Pause folgen.

Alles Gute beim Training, viel Erfolg und noch mehr Spaß :daumen:

felix__w
13.04.2006, 08:30
1000m tp bei 1000m belastung
1600m tp bei 2000m belastung
2000m tp bei 3000m belastung.

Ich laufe auch diese Intervalle aus Greifs CD. Er sagt auch, dass man genau die vorgegebene Anzahl machen soll (6*1k, 4*2k, 3*3k).
Vor Wettkämpfen mache ich manchmal kurze, schnelle Intervalle mit wenige Pause (oder sollte ich sagen Belastungen mit Intervalllen :D ). Z.B. 10x 400 mit 200m traben dazwischen.


Achte in den Pausen darauf, dass Dein Puls wieder unter ca. 130 Schlage sinkt.
Tut er das nicht, solltest Du die Pause verlängern oder die Intervalle langsamer laufen.
Ein fixer Wert ist nicht so sinnvoll. 130 ist nicht bei jedem gleich gut erholt. D.h. für meine Frau ist laufen bei 130 locker/langsam. Ich bin aber bei 130 schon nicht mehr ganz so langsam. D.h. es kommt auch auf die eigenen Grenzen an.

Felix

Mosquito
13.04.2006, 09:10
Na dann guck doch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall
Also nicht die Pausen sondern die Wiederholungen...

Gruß
Rolli

Die lat. Übersetzung stimmt, zum Rest kann ich nichts sagen. Hinsichtlich des Laufsports irrt der Wiki-Autor (ist aber ein sehr populärer Irrtum, wie gesagt, dass wird seit Jahrzehnten falsch gemacht). Der Begriff wird in der Lauflit. wie oben beschrieben verwendet und ich bleibe bei dieser Lesart.

Lizzy
13.04.2006, 09:13
das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc.... Diese Lesart gefällt mir - dann mache ich ja DOCH Intervalle, ziemlich lange sogar und eigentlich ständig :P

ToMe
13.04.2006, 09:18
Ich hab sie ja nicht erklärt, aber keine Angst, du musst dich nicht mit dem Schwachsinn befassen.


Hi Meike,
ihr hattet hier aber mal etwas über den Vortrag in Hannover und die Schlußfolgerungen erzählt. Ich fand das mehr als dubios, was der Herr das erzählt hat. Ja ich habe mir darüber meine Gedanken gemacht.



Wo kann man deine fundierten Analysen nachvollziehen? Quelle? Wenn Du den Daniels aus "Daniels' Running Formula" meinst, der hat sich ja nun nicht mit Intervallen speziell beschäftigt.


Wie kommst du darauf, hast du den komplett gelesen? Klar hauptsächlich beziehe ich mich jetzt auf Daniels, weil der mir einfach am präsentesten ist. Ansonsten empfehle ich auch gerne Noakes "Lore of Running" oder "Better Training for Distance Runners" von Martin und Coe. Dann gibt es auch einfach schöne kleine Artikel, bei denen ich nicht mehr ohne langes Suchen weiß wo ich die gefunden habe, wenn die Qulle nicht Becks "Run Strong" war. Wobei bei den kleineren Artikeln, die Dinge aber häufig auch "nur" präsentiert und nicht in der Tiefe erklärt wurden. Ich weiß jetzt auch nicht mehr genau wo ich was gelesen habe, wenn es nicht im Daniels war, aber die gemachten Beobachtungen deckten sich zumindestens. Ja, ich kenne auch Aussagen von Studien, die sagen dass zwischen unterschiedlichen Testgruppen, die Gruppe die Intervalltraining gemacht hat, sich am besten weiterentwickelt hat. Aber man muss so ein Training ja immer in einem Trainingsgesamtkonzept sehen und das fehlt dort. Sprich Intervalltraining ist sehr sinnvoll, aber ich setze es gezielt neben anderen Trainingsmethoden ein, wenn ich dafür die Zeit habe. Hierbei müßte man sich jetzt noch über die Art des Intervalltrainings unterhalten und was eigentlich das Ziel der entsprechenden Trainingsmethode ist usw. Die Trainingsmethodik von Daniels ist mir jedenfalls klar und es ist verständlich, das was euer Mensch aus Hannover erzählt hat, ist m.M. einfach nur Strunz.

Wie gesagt wenn du es gerne wissenschaftlich haben möchtest, dann schau vor allem auch in den Noakes :nick:

Gruß,
Torsten

Meike
13.04.2006, 11:56
Hallo Torsten,
genau hier endet mein Sendungsbewusstsein: Du hast ne Menge gelesen und machst Dir selbst Dein Bild, ist doch prima.
Die Bücher hab ich nicht gelesen und kann daher Deiner Argumentation nicht folgen. Warum es besser ist, sich in den Pausen nicht zu erholen, weiß ich jetzt nicht, es sprich gefühlsmäßig gegen meine Erfahrung und ich hab jetzt auch gerade keine 50,- für englische Fachbücher über, um Deiner Argumentation folgen zu können und da mitdiskutieren zu können.
Was Prof. Maassen mit Strunz gemein hat habe ich jetzt immer noch nicht verstanden, möglicherweise ist das für Dich einfach die Ecke "indiskutabler Schwachsinn", auch das ist Deine Sache.


Sprich Intervalltraining ist sehr sinnvoll, aber ich setze es gezielt neben anderen Trainingsmethoden ein, wenn ich dafür die Zeit habe. Hierbei müßte man sich jetzt noch über die Art des Intervalltrainings unterhalten und was eigentlich das Ziel der entsprechenden Trainingsmethode ist usw.
Da sind wir uns einig: mischen. Du scheinst zu denken, dass man aus dieser Maassen-Intervallgeschichte nur die Lehre ziehen kann, ständig und nur Intervalle zu machen. Das halte ich auch für Unsinn bzw. ich bekomme das jedenfalls nicht hin und um das hinzubekommen, müsste man wahrscheinlich arbeitslos sein und ansonsten auch nichts zu tun haben außer zu trainieren wie ein Uhrwerk. Wo bleibt denn da der Spaß und die Menschlichkeit.




Die Trainingsmethodik von Daniels ist mir jedenfalls klar und es ist verständlich, das was euer Mensch aus Hannover erzählt hat, ist m.M. einfach nur Strunz.
Ein gutes Schlusswort. Regel Nummer eins, jeder macht seins, und das ist meist das, was man versteht, was sonst.
Gruß
Meike

walter1304
13.04.2006, 13:48
Hallo Walter,

Was die Laufgeschwindigkeit in der Pause angeht, favorisiere ich einen "Trab" (Puls irgendwo zwischen 60-70%, wo man natürlich zwischen zwei Belastungen nicht hinkommen kann), also ohne wirkliches Tempo. Der :daumen:

Hallo Udo,

danke für Deine - wie immer sehr kompetenten und lesenswerten - Tipps.
Die Erholung über den Puls zu messen, ist sicherlich die beste und für mich schlüssigste Methode herauszufinden, ob die Ruhepause ausreichend war. In meinem o.a. Beispiel habe ich gemessen, dass der Puls innerhalb der beschriebenen 500 Meter von ca. 170 wieder auf ca. 130 und sogar darunter fällt, das sind ca. 70 % HFmax ( kann man hinterher prima mit der S625x auswerten ! )
Das war auch in der Pause vor der letzten Belastung noch der Fall, so dass ich davon ausgehe, dass das so in Ordnung ist.
Diese rasante Pulserholung war aber nicht immer so. Letztes Jahr z.B. wäre das undenkbar gewesen, das Training der letzten Monate - auch ohne Intervalllläufe - scheint Wirkung zu zeigen. :daumen:
Die von GREIF favorisierten Pausen scheinen mir etwas lang. Der ist doch sonst so knüppelhart, wie kommt's ?:D

Gruss
Walter

walter1304
13.04.2006, 13:51
Hallo Walter!
Die sogenannten "Trabpausen" müssen nicht die gleiche Länge haben, wie der jeweilige Tempolauf. Du kannst da also ganz "bärig herumzotteln" :zwinker4: ,

:D Der war gut...

Anne
13.04.2006, 14:04
Seuftz. Manches ändert sich nie. Hier also nochmal, was seit 30 Jahren in jedem Buch steht: das Intervall IST die Trabpause! Also, das läuft folgendemaßen: Belastung - Intervall - Belastung - Intervall etc....

*räusper* naja ... wie auch bei u.a. wikipedia zu lesen ist ... Ein Intervall ist die Bezeichnung für den raumzeitlichen „Abstand“ zwischen zwei Ereignissen. Also wäre auch von Beginn der Belastung bis zur Pause ein Intervall. Aber auch zwischen Beginn der Belastung und Beginn der erneuten Belastung ... Wie mans also sehen möchte.

Zur eigentlichen Frage: Wie erholt mußt/möchtest Du sein für die nächste Belastungseinheit? Danach richtet sich die Dauer der Pause. Ausführung der Pause, wie es eben genehm ist - aktiv oder passiv (wobei einfach stehenbleiben würde ich wohl auch nicht). (Wiederholung vs. Intervall?)

Anne, irgendwann mal mit nem Trainerschein in einer anderen Sportart versorgter Laufanfänger, sich zu erinnern glaubend :)

MissBlümchen
13.04.2006, 14:09
Nicht wirklich auf Deine Frage bezogen möchte ich aber doch mal anmerken wie bemerkenswert ich Deine derzeitigen Laufzeiten finde ;) Wenn ich dran denke das wir erst vor einem (?) oder zwei Jahren zusammen im 7:30er-Schnitt durch den Stadtwald gekeucht sind....und ICH immer noch in dem Tempo herumkeuche *tihi* Ich glaube ich sollte auch mal Intervalle versuchen ;)

Rolli
13.04.2006, 14:21
Hi Walter,
Die Methode mit dem Pulsmesser wende ich auch an. So kann man sich wunderbar kontrollieren.
Ich trainiere die Intervalle auf unterschiedliche Weise:
um bei den 400m zu bleiben:
10x400 bis zu Kotzgrenze (bei mir so 70-72s) bis auf 178-180 Schläge/bei 184max mit 400m Geh- und Trabpause. Dabei versuche mein Puls bis auf unter 120 zu senken. Auch wenn ich 2 mal gehen muss. Das ist für die Geschwindigkeit.
oder:
10x400 (77-79s) bis auf 172-175 Schläge. Dann aber nur 200m Trabpause und Puls ca. 125-130. Das ist für die anaerobe Schwelle.
Dazu kommen noch ab und zu die 8x1000m oder 5x2000 mit 400 bzw. 1000m Trabpause für die Ausdauer.
Die Intervalle würde ich gerne immer 2xWoche machen (weil mir es Spaß macht) schaffe ich aber nicht immer.

Gruß
Rolli

Moori
13.04.2006, 14:34
Irgendwie vermisse ich an dieser Stelle eine lehrreiche Diskussion mit Ray :zwinker2:


:hallo: Alter Südschwede du lässt dich ja gar nicht mehr hier blicken:frown:

MissBlümchen
13.04.2006, 14:35
:hallo: Alter Südschwede du lässt dich ja gar nicht mehr hier blicken:frown:
Gerade deshalb macht dieses Posting weitaus weniger Sinn als eine PM ;)

Moori
13.04.2006, 15:01
Gerade deshalb macht dieses Posting weitaus weniger Sinn als eine PM ;)


Hast du eigentlich nicht gerade ne Wand zu tapezieren, oder musst Olaf helfen? :zwinker4:

Aber du hast ja recht:nick: Ich befürchte nur, dass er nen Herzinfarkt bekommt wenn er ne PM von mir erhält und dann erfahr ich wieder nix :wink:

MissBlümchen
13.04.2006, 15:02
Hast du eigentlich nicht gerade ne Wand zu tapezieren, oder musst Olaf helfen? :zwinker4:
Sowatt mach ich nach der Arbeit...und da könnte ich nicht posten weil ich kein Telefon/Internet mehr hab ;)

*verwässerungsausundschöneostern*

Moori
13.04.2006, 15:13
*verwässerungsausundschöneostern*


Dto. :hallo:

schneller!
13.04.2006, 15:25
Hallo Walter

Um auf Deine ursprüngliche Frage einzugehen:
Je intensiver ich die Intervalle (d.h. die Belastungen) laufe, desto längere Pausen mache ich dazwischen. Bei mir gibt es die zwei Extreme:

kurze Pausen:
10x1000m im 10km Renntempo, dazwischen 200m Trappause
Hier fördere ich sehr gut den aeroben Bereich und die Tempohärte, in geringerem Ausmass das Stehvermögen (bzw. die Kraftausdauer).

lange Pausen:
3x1000m im 3km-Renntempo, dazwischen 5-6 Minuten Geh- bis Trabpause
Hier fördere ich v.a. das Stehvermögen, in geringerem Mass Ausdauer und Tempohärte

Dazwischen gibt es buchstäblich alle Variationen, wobei natürlich auch bei der Länge der Belastungen variert wird.
Im Prinzip gilt: kürzere Pause bei niedrigerer Intensität der Belastungen fördert mehr Ausdauer und Tempohärte. Längere Pausen bei höherer Belastungsintensität fördert v.a. den anaeroben Bereich, d.h. das Stehvermögen.

Die genauen Pausenlängen sind aber wohl individuell verschieden, auch bei prinzipiell gleichen Belastungen. Sie hängen mit Formstand, Konstitution und anderem zusammen und können NICHT über einen Leisten geschlagen werden (wie z.B. 'bei 1000m Belastungen 400m Pause' oder so). Letzteres ist meine individuelle Meinung.

Gruss von schneller!

Nordmann
13.04.2006, 15:26
...
Die von GREIF favorisierten Pausen scheinen mir etwas lang. Der ist doch sonst so knüppelhart, wie kommt's ?:D

Gruss
Walter

hart (oder ggf. auch knüppelhart) sind die belastungen, nicht die pausen. die länge der pause steht hier im zusammenhang mit der erholung vor der nächsten belastung.

mal ganz davon abgesehen, dass die verbindung von 6*1km tempo mit 5*1km traben (oder jeder andere seiner vorschläge) durchaus hart sein können. aber wie gesagt, die härte liegt hier im tempo der belastung, nicht in der pausenlänge.

walter1304
13.04.2006, 17:10
Nicht wirklich auf Deine Frage bezogen möchte ich aber doch mal anmerken wie bemerkenswert ich Deine derzeitigen Laufzeiten finde ;) Wenn ich dran denke das wir erst vor einem (?) oder zwei Jahren zusammen im 7:30er-Schnitt durch den Stadtwald gekeucht sind....und ICH immer noch in dem Tempo herumkeuche *tihi* Ich glaube ich sollte auch mal Intervalle versuchen ;)

Danke für die Blumen ! Aber mein letzter Wettkampf liegt nun schon 7 Monate zurück, ich weiß also gar nicht genau wie meine Zeiten zur Zeit sind :zwinker4:
Das mit dem Stadtwald hab' ich nochmal nachgeschaut:
*Totaleverwässerung on * Das war am 9.9.2004. Der KM Schnitt war allerdings 8:02 min/km bei 7,4 KM Distanz. Dass das heute etwas zügiger geht, liegt wahrscheinlich daran, dass ich etwas an Gewicht verloren habe. Damals waren's noch 83 Kilo, heute sind es etwa 11 KG weniger. Achso, und ein bisschen trainiert hab ich auch :D Seitdem ziemlich genau 3000 Kilometer. Außerdem hab ich mein Fell etwas aerodynamischer schneiden lassen, von wegen dem Luftwiderstand und so... :D

Gruss
Walter

walter1304
13.04.2006, 17:12
hart (oder ggf. auch knüppelhart) sind die belastungen, nicht die pausen. die länge der pause steht hier im zusammenhang mit der erholung vor der nächsten belastung.

mal ganz davon abgesehen, dass die verbindung von 6*1km tempo mit 5*1km traben (oder jeder andere seiner vorschläge) durchaus hart sein können. aber wie gesagt, die härte liegt hier im tempo der belastung, nicht in der pausenlänge.

Hi,

ja, verstanden. Aber macht es wirklich Sinn, wenn der Puls nach 500 m schon bei ca. 70 % ist, nochmal weitere 500 m trabend dranzuhängen ?? Evtl. sind aber auch die Belastungsphasen einfach noch nicht "stramm" genug.

Gruss
Walter

elcorredor
13.04.2006, 18:43
Zitat Walter
Evtl. sind aber auch die Belastungsphasen einfach noch nicht "stramm" genug.

Falls du damit die Greif-Pläne meinst: Da kannst du sicher sein, dass du die 1000 m Trabpause gerne nimmst - ganz einfach, weil du sich brauchst.

Dazu noch ein Gedanke: Während der Tempoeinheit bildet sich in der Muskulatur Laktat. Dieses sollte möglichst abgebaut sein, bevor es das nächste Mal heißt: Vollgas. Das ist auch ein Grund, die Trabpausen nicht zu kurz zu machen.

Liebe Grüße

El Corredor

feierabendjogger
13.04.2006, 19:05
Intervalltraining beruht gerade auf dem Prinzip, dass in den Pausen nur eine unvollständige Erholung stattfindet und damit in gewissem Rahmen auch eine Anhäufung von Laktat stattfindet. Bei Pausen, die zur nahezu vollständigen Erholung reichen handelt es sich genaugenommen um Wiederholungsläufe und nicht um Intervalle. Daher gibt es im Greifplan auch gar keine Intervalle sondern nur Wiederholungsläufe und die werden dort auch ganz korrekt so bezeichnet. Wie schneller! scon sehr gut erklärt hat hat beides im Training seinen Sinn und die Übergänge sind fließend. Man kann auch beides kombinieren indem man Intervalle mit Serienpause macht, z. B. 3x 5x400 mit sehr kurzer Trabpause in einer Serie und dann ein paar Minuten Serienpause, oder wechselnde Belastungslängen, z. B. 1000 und 2000er im Wechsel bei gleicher Pause oder man kann auch 400er mit kontinuierlich verlängerter Pause und gesteigertem Tempo machen....
Die Variationsmöglichkeiten sind praktisch unendlich und das sollte man möglichst nutzen, weil es erstens mehr Spass weil abwechselungsreicher und zweitens werden Gewöhnungseffekte die Trainingreiz mindern verwieden.
Bei den Erkenntnissen des Profs aus Hannover kann ich mir keine feste Meinung bilden, da ich zu wenig Details kenne, habe aber etwas das Gefühl, dass dort aus interessanten Ergebissen wenig praxistaugliche Schlüsse gezogen werden. Denn wenig, dafür fast immer volle Kanne und mit beliebig langer Pause trainieren eigentlich nur die Sprinter und Langsprinter bei mir im Verein, aber bei allem was länger als ein paar hundert Meter ist hänge ich die spielend ab...

Gruss
Tobias

Meike
14.04.2006, 06:23
Bei den Erkenntnissen des Profs aus Hannover kann ich mir keine feste Meinung bilden, da ich zu wenig Details kenne, habe aber etwas das Gefühl, dass dort aus interessanten Ergebissen wenig praxistaugliche Schlüsse gezogen werden. Denn wenig, dafür fast immer volle Kanne und mit beliebig langer Pause trainieren eigentlich nur die Sprinter und Langsprinter bei mir im Verein, aber bei allem was länger als ein paar hundert Meter ist hänge ich die spielend ab...

Wenns Dich die Details interessieren, denn Deine Schlüsse waren jetzt nicht richtig.....:
Link (http://laufen-aktuell.de/laufen-aktuell/content/forum/showthread.html?t=17967&highlight=maassen+Hannover)
Gruß Meike

feierabendjogger
14.04.2006, 07:00
Wenns Dich die Details interessieren, denn Deine Schlüsse waren jetzt nicht richtig.....:
Link (http://laufen-aktuell.de/laufen-aktuell/content/forum/showthread.html?t=17967&highlight=maassen+Hannover)
Gruß Meike
Danke, aber den Thread kenne ich schon:P