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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : und Laufen lohnt sich doch !



walter1304
17.05.2006, 13:55
Hallo zusammen,

letzte Woche wollte ich's wissen: Nach über einem Jahr "Laufen" und spürbarer, subjektiver Verbesserung des Allgemeinbefindens, sowie deutlicher Gewichtsabnahme um 15 KG, habe ich meinen Kardiologen aufgesucht.

Der, der mir Ende 2004 zur Blutdrucksenkung diese Betablocker verschrieben hat und darüber hinaus noch Allopurinol gegen zu hohe Harnsäurewerte ( Das ist ein Gicht-Parameter, sollte nicht höher als 8 sein und lag bei mir über 9 ). Letzteres ist bei uns quasi eine Familienkrankheit.
Gegen die etwas grenzwertigen Cholesterinwerte empfahl er mir etwas Bewegung und weniger fettreiche Nahrung.
Diese Untersuchung war dann auch einer der Auslöser, warum ich nach vielen Jahren anfing etwas für meine Fitness zu tun. Mit 39 Jahren fühlte ich mich irgendwie noch zu jung für solche Zipperlein.

Etwa im Juni letzten Jahres habe ich - ja, ich weiss, das sollte man nicht tun, alle Medikamente abgesetzt, wohl wissend, dass sich die ca. 45 KM Laufen pro Woche sowohl auf den Blutdruck als auch auf diese komischen Hansäurewerte positiv auswirken können. Man liest ja schließlich Unmengen Bücher über das Laufen und macht sich im Internet schlau :P

Nach diversen Blutentnahmen, Ruhe- und Belastungs-EKG sowie einem Herz-Ultraschall kam dann das erfreuliche Ergebnis :

Blutdruck ok, alle Blutwerte in traumhaften Bereichen ( HDL 56, LDL 110, Try 140 HS 6,6 ). Medikamente überflüssig ( hatte die ja eh schon abgesetzt ).

Warum ich das im Anfängerbereich schreibe ? Weil ich jedem Mut machen möchte, der sich entschlossen hat, auch aus gesundheitlichen Gründen diese Sportart zu wählen. Das was man in diversen Fachbüchern liest, bezgl. positiver Auswirkung auf Blutparameter und Wohlbefinden, es scheint zu stimmen. Macht weiter so, es lohnt sich !!!

Zottelige Grüsse
Walter

oFLUBOo
17.05.2006, 14:00
Na Glückwunsch walter1304 (http://www.laufen-aktuell.de/laufen-aktuell/content/forum/member.html?u=4687) das bei dir alles durch das Laufen in den Normal bereich gesunken ist!!!!

Aber ist es denn nicht auch etwas, sagen wir mal sehr unsicher sowas zu machen da wie du sagts ohne einen balssen schimmer zu haben laufen gegangen bist, ohne zu wissen wie deine werte sind?!

Lizzy
17.05.2006, 14:03
Richtig! Sogar selbst verschuldete Schäden bekommste wieder glatt gebügelt (auf jeden Fall zum Teil).

Gerade gestern war ich - nach über einem Jahr - mal wieder bei einer Ärztin (wobei der Grund dafür natürlich nicht in blühendem Wohlbefinden lag ;-) die so ganz nebenbei (sie sagte, weil sie auch einen allergischen Hintergrund meiner Beschwerden nicht ausschließt - könnte aber auch sein, dass sie einfach das entsprechende Gerät neu hat, ich hab's dort vorher jedenfalls nie gesehen gehabt :o)einen Lungenfunktionstest bei mir durchführte.

Trotz ziemlich starker Qualmerei über mehr als 25 Jahre - filterlose, selbstgedrehte aus starkem Tabak - hatte ich absolut auffällige überdurchschnittliche Werte - bis zu 130% (wo - man denkt es sich sicher schon ;-) zur Erreichung eines Zufriedenheitswertes 100% gereicht hätten). Ich bin überzeugt, dass das Laufen daran einen großen Anteil hat und diese Werte vor 3 Jahren noch irgendwo im Keller dümpelten.

Mattes
17.05.2006, 14:07
Prima Zottelbär!
Freue mich echt für Dich.
Bin 36 und habe konequentes Laufen im August letzten Jahres begonnen, davor nur noch "Altherrenfussball" und nen bisschen Joggen (3-4km), und seitdem auch ca. 15kg abgenommen.
Die Waage mag ich zwar immer noch nicht so richtig gern, aber das Wohlbefinden hat sich erheblich verbessert. Das Laufen gehört mittlerweile 3-4 mal die Woche zum festen Bestandteil meines Tagesablaufs, neben dem Stressabbau hat sich wirklich alles verbessert, nur das die Hosen fast alle viel zu weit sind ist doof....

Ich kann nur jedem der mit dem Gedanken spielt, das Laufen zum Sport zu machen, den Tipp geben, es anzupacken und die Erfolge an sich selbst zu betrachten. Der Bauch ist weg, das Selbstbewusstsein steigt enorm und es macht richtig Fun! Nur gute Schuhe sind sehr wichtig, und wenn man zu Beginn etwas übergewichtig ist, dann Einlegesohlen vom Physiotherapeuten, wegen den Achillessehnen.

Grüsse zurück ;-)

Zak
17.05.2006, 15:56
Na super walter1304! Da sieht man was laufen für positive Auswirkungen hat. :daumen:

Einer meiner Beweggründe mit dem laufen anzufangen waren auch die schlechten Cholesterin- und Harnsäurewerte. Ich bin zwar noch nicht so lange dabei, aber ein kürzlich druchgeführter Test nach 3 Monaten laufen, zeigte schon Verbesserungen. Zwar noch nicht bis in den grünen Bereich, aber ich bin zuversichtlich, dass ich den bald erreichen werde.
Nebenbei kann ich durch das laufen auch viel besser mit Stress umgehen und werde immer ausgeglichener.
Ich bleibe auf jeden Fall dabei! :nick:

Gruß
Rainer

Charly
17.05.2006, 16:11
Sehr gut gemacht
Ich find das sowieso eine bedenkliche Sache, gleich mal Betablocker zu verschreiben.
Wie oft höre ich sowas?

Ich hab nen Blutdruck von 190 und der Arzt hat mir Betablocker verschrieben, dann kommt er zwar runter, aber man fühlt sich nicht so recht wohl.

Die Ärzte sagen viel zu wenig, dass sie sich bewegen sollen und nicht nur zum Müll raus tragen. In der Regel sind diese Leute übergewichtig. Sie sollten 2 Stunden spazieren gehen, bei jedem Wetter, ich will nicht mal jeden zum Laufen bringen, das packt auch nicht jeder.
Was würden sich die übergewichtigen Herrschaften freuen, wenn sie 10 kilo weniger haben und auch noch der Blutdruck um 30 Punkte gefallen ist. Da brauchen die auch keine Betablocker mehr.
Finde ich gut, dass du die Medikamente von dir aus selbst abgesetzt hast, die brauchst du doch auch nicht mehr.
Es werden eh viel zu viel Medikamente verschrieben und die Pharmaindustrie mit Geld zugeschmissen.
Bluthochdruck kommt meist vor, wenn sich die Arterien zulagern, sportliche Aktivitäten helfen denn Müll aus den Arterien abzutragen und Uiiiii, schon ist der Blutdruck niedriger.

SchweizerTrinchen
17.05.2006, 16:30
Etwa im Juni letzten Jahres habe ich - ja, ich weiss, das sollte man nicht tun, alle Medikamente abgesetzt, wohl wissend, dass sich die ca. 45 KM Laufen pro Woche sowohl auf den Blutdruck als auch auf diese komischen Hansäurewerte positiv auswirken können. Man liest ja schließlich Unmengen Bücher über das Laufen und macht sich im Internet schlau


Finde ich gut, dass du die Medikamente von dir aus selbst abgesetzt hast, die brauchst du doch auch nicht mehr.

:dagegen:

Hallo Walter,

Es ist schön, dass es dir jetzt so gut geht, und dass dir dieses Experiment gelungen ist. Bei dir hat das jetzt anscheinend funktioniert. Aber ich muss dir sagen, dass dieses spontane Absetzen von solchen Medikamenten meiner Meinung nach äusserst riskant war.
Ein Bekannter von mir, ebenfalls mit Bluthochdruck, hat das auch getan, mit ähnlichen Hintergründen und Motivation.
Die Konsequenz war dann leider ein Hirnschlag wegen dem viel zu hohen Blutdruck :frown:
Zum Glück hat er sich gut erholt und kann heute wieder ein normales Leben (leider auch wieder mit Medikamenten) führen.

Ich möchte dich hier nicht rüffeln, aber ich komme nicht umhin, bei solchen Experimenten einfach den Zeigefinger aufzuhalten, denn das Nachahmen ist nicht zu empfehlen.

Gruss, Trinchen :hallo:

walter1304
17.05.2006, 17:04
:dagegen:

Zum Glück hat er sich gut erholt und kann heute wieder ein normales Leben (leider auch wieder mit Medikamenten) führen.

Ich möchte dich hier nicht rüffeln, aber ich komme nicht umhin, bei solchen Experimenten einfach den Zeigefinger aufzuhalten, denn das Nachahmen ist nicht zu empfehlen.


Hi Trinchen,

den Rüffel erteilst Du sicherlich zurecht. Ich habe das ja bereits eingeräumt und möchte nochmal darauf hinweisen, dass dieses Experiment nicht zur Nachahmung empfohlen ist.
Als Hintergrund: Den Blutdruck habe ich regelmäßig gemessen. Die Medikamentierung war 1/2 Nebilet pro Tag, also eine schmale Dosierung. Vor diesem Hintergrund war das Risiko also überschaubar.

Gruss
Walter

0815Runner
17.05.2006, 17:15
Sehr gut gemacht
Ich find das sowieso eine bedenkliche Sache, gleich mal Betablocker zu verschreiben.
Wie oft höre ich sowas?

Ich hab nen Blutdruck von 190 und der Arzt hat mir Betablocker verschrieben, dann kommt er zwar runter, aber man fühlt sich nicht so recht wohl.

Die Ärzte sagen viel zu wenig, dass sie sich bewegen sollen und nicht nur zum Müll raus tragen. In der Regel sind diese Leute übergewichtig. Sie sollten 2 Stunden spazieren gehen, bei jedem Wetter, ich will nicht mal jeden zum Laufen bringen, das packt auch nicht jeder.
Was würden sich die übergewichtigen Herrschaften freuen, wenn sie 10 kilo weniger haben und auch noch der Blutdruck um 30 Punkte gefallen ist. Da brauchen die auch keine Betablocker mehr.


Da kann ich dir nur zustimmen. Falls der Blutdruck sich als zu hoch erweist, wird der Patient sofort und ohne größere Umschweife als lebenslanger Kunde der Pharmaindustrie akquiriert. :tocktock:
Obwohl in den meisten Fällen ein gut dosiertes Ausdauertraining incl. Gewichtsreduktion genau den gleichen Effekt hätte. :nick:
Auf meine diesbezügliche Frage hat mir mal ein Arzt erklärt, an Anweisungen, ein Bewegungstraining aufzunehmen würden sich die Patienten eh nicht halten und deshalb sei es besser, den Betablocker zu verordnen. :confused:

wolfgangl
17.05.2006, 17:55
Ich kenne eigentlich kaum Ärzte die nach den Ursachen suchen und diese abstellen. Meistens geht es darum irgendwelche Symptome mit Hilfe von Tabletten, Spritzen und verschiedensten Gerätschaften zu behandeln. Ultraschall, Magnetfeld, Resonanz... und wie das Zeug alles heißt.

Manchmal habe ich den Eindruck, je mehr Besuche notwendig sind und je später die Ursache gefunden wird, desto besser (für den Geldbeutel des Arztes).

Da hilft oft eine gut Krankengymnastin oder Physiotherapeutin mehr als so mancher Arzt.

Und da wundern sich alle über die Kosten des Gesundheitssystems. By the way: Woher weiß ich eigentlich als Kassenpatient, was für Behandlungen der Arzt für mich abrechnet und wer kontrolliert, ob er die auch geleistet hat? :confused:

HendrikO
17.05.2006, 18:27
Und da wundern sich alle über die Kosten des Gesundheitssystems. By the way: Woher weiß ich eigentlich als Kassenpatient, was für Behandlungen der Arzt für mich abrechnet und wer kontrolliert, ob er die auch geleistet hat? :confused:

Indem er sich eine Patientenquittung (heißt m.E. offiziell Leistungs- und Kosteninformation) geben läßt.

Gruß,
Hendrik (der Held :P )

walter1304
17.05.2006, 19:35
Hi Wolfgang,




Manchmal habe ich den Eindruck, je mehr Besuche notwendig sind und je später die Ursache gefunden wird, desto besser (für den Geldbeutel des Arztes).
:confused:

Aber mal ehrlich: Wie oft werden Ratschläge des Arztes wie "Essen Sie weniger fett", "Bewegen Sie sich mehr !" etc. denn wirklich befolgt ? Ich behaupte mal, über 90 % schreiben diese Tipps in den Wind, nach dem Motto, wenn der mir nur Frischluft verordnet, kann es ja so schlimm nicht sein. Die Akzeptanz von Medikamenten ist doch bei den Patienten viel höher, als Aufforderungen selbst etwas zu tun. Insofern glaube ich, kann man hier den Ärzten nicht alleine einen Vorwurf machen.

Gruss
Walter

ZebraLady
17.05.2006, 21:15
.........und wenn ich mir überlege, wie oft verschiedene Ärzte damals zu mir gesagt haben, dass ich unbedingt aufhören sollte zu rauchen......... mittlerweile steht's ja auf jeder Packung, dass Rauchen TÖDLICH ist und so - und, wer hört deswegen auf???

Musste einfach mal gesagt werden. Ich bin seit Jahren rauchfrei, und ein typischer völlig Rauch-unduldsamer Ex-Raucher geworden! Allerdings nicht auf den Rat eines Arztes hin, sondern weil es bei mir im Kopf "klick" gemacht hat, ähnlich wie beim Laufen anfangen.

DAS ist es, worauf Ärzte hinarbeiten sollten, aber wohl nicht in unserem Kassensystem, oder?

ciao,
ZebraLady
--heute Weltverbesserisch tätig--

0815Runner
18.05.2006, 09:28
Hi Wolfgang,



Aber mal ehrlich: Wie oft werden Ratschläge des Arztes wie "Essen Sie weniger fett", "Bewegen Sie sich mehr !" etc. denn wirklich befolgt ? Ich behaupte mal, über 90 % schreiben diese Tipps in den Wind, nach dem Motto, wenn der mir nur Frischluft verordnet, kann es ja so schlimm nicht sein. Die Akzeptanz von Medikamenten ist doch bei den Patienten viel höher, als Aufforderungen selbst etwas zu tun. Insofern glaube ich, kann man hier den Ärzten nicht alleine einen Vorwurf machen.

Gruss
Walter

Da hast du sicher absolut Recht Walter. In Sachen Gesundheit gibt es keine Eigenverantwortung. Andererseits spielt Prävention, und dabei geht es nicht um "nette Initiativen" im Sinne von "Esst mehr Obst" sondern um Bewußtseinswandel, praktisch keine Rolle.

Und natürlich ist ein "etwas, aber nicht lebensbedrohlich Kranker", der jeden Monat brav zum Arzt kommt, auch besser als ein Arzt, der nachdenklich in sein leeres Wartezimmer schaut. Unabhängig mal davon, ob er über die Voraussetzungen verfügt, kann ein Arzt mit präventiven Angeboten kaum Geld verdienen (kann sie nicht verordnen).

Außerdem ist unser durch die Lobbyisten, die auf die Politik massiv Einfluß nehmen, sicher gestellt, daß es in unserem Gesundheitssystem nur minimale Veränderungen gibt. Im Zweifel bleibt es, wie es ist: Bezahlen tun die, die keine Lobby haben, nämlich die Patienten.

kriemhild
18.05.2006, 10:01
In Sachen Gesundheit gibt es keine Eigenverantwortung.

Da ist allerdings was dran! Es ist halt für die meisten angenehmer, seinen über Jahre hinweg konsequent vergammelten Kadaver zum Onkel Doktor zu schleppen und auf Reparatur zu warten statt selbst was zu tun. Die Erwartungshaltung mancher Menschen gegenüber den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Medizin und der Pharma ist enorm. Und wenn der Arzt "nur" gute Ratschläge wie "gesünder essen und mehr bewegen" gibt - geht man halt so lange zum nächsten Arzt, bis endlich einer den Rezeptblock zückt.

kriemhild

TinaS
18.05.2006, 10:49
Hallo,

ihr müsst bei Ratschlägen wie 'essen Sie weniger' bzw. 'bewegen Sie sich mehr' aber auch die andere Seite sehen. Oft sind sie nämlich ohne großes Nachdenken dahergeplapperte Allgemeinplätze. Ich war auch eine Zeitlang recht übergewichtig, aber trotzdem ausdauertechnisch enorm gut drauf, was man anhand des Zustandes des Herz-Kreislaufsystems auch hätte feststellen können und des öfteren festgestellt hat. Was glaubt ihr wie oft ich mir habe sagen lassen müssen, ich solle weniger Auto fahren und mehr zu Fuß gehen und zwar fast schon unabhängig davon, welche Beschwerden ich gerade mal hatte? Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein Auto besessen und bin auch zu meinen dicksten Zeiten wahrscheinlich deutlich mehr zu Fuß gegangen und Rad gefahren als der mir jeweils gegenübersitzende Arzt, nur hat das dummerweise niemanden interessiert.
Anderes Beispiel: in der Familie meines Mannes leiden eigentlich alle Familienmitglieder unter starker Arthrose, u.a. sowohl mein Mann (schlank und sportlich) und seine Schwester (nicht unsportlich, aber eher kräftig). So richtig was machen kann man gegen die Arthrose wohl nicht, also wird er hilflos bedauert, während sie schonmal bei einem Arzt mit dem Spruch weggeschickt wurde, sie könne wiederkommen, wenn sie 10 kg weniger wiegt. :klatsch:

Tina

U_d_o
18.05.2006, 11:00
Hallo Walter,

schön, dass du weg bist von Medikamenten und damit auch von Krankheiten. Lauf weiter und bleib gesund ...

Alles Gute :daumen:

noName
18.05.2006, 11:29
Vielen fehlt (vermeintlich oder real) die Zeit, 1,5 bis 2 Stunden täglich in den Körper und seiner Gesunderhaltung zu investieren.

Da ist doch ein schnelles Aspirin, n Betablöckerchen, Schlaf- und Muntermachtabletten, sehr viel zeitgemäßer.

Das ist aber kein Vorwurf an diejenigen mit solchem Verhalten, müssen sie doch zumindest ersteinmal am eigenen Leib die Vorteile einer gesünderen Lebensweise erfahren, so das es zum schon genannten "Klick" kommen kann.

Hier sollte die (schlechte) frühkindliche Erziehung einen großen Teil an Schuld zugewiesen bekommen.
Nichtsdestotrotz ist Bewußtseinsumkehr auch bei Erwachsenen möglich, aber nicht automatisch durch einen schnellen, gutgemeinten Satz eines Arztes, da würde wohl irgendwie mehr Überzeugungskraft (besser Beweiskraft) benötigt. :confused:

wolfgangl
23.05.2006, 12:26
Indem er sich eine Patientenquittung (heißt m.E. offiziell Leistungs- und Kosteninformation) geben läßt.

Gruß,
Hendrik (der Held :P )
Vom Arzt oder von der Krankenkasse?

HendrikO
23.05.2006, 12:36
Vom Arzt oder von der Krankenkasse?

Vom Arzt. Der (bzw. seine Mädchen) muß einem auf Anfrage so eine Quittung ausdrucken, auf der die erbrachten und abzurechnenden Leistungen stehen. Mußt Du mal bei Deinem Arzt nachfragen. Ich glaube, die haben da aber wenig Lust zu, weil es natürlich etwas den Betrieb aufhält.

Gruß,
Hendrik

FritzTheCat
23.05.2006, 13:39
Von Beta-Blockern oder Calciumantagonisten sollte man besser die Finger lassen, da sie die Herzfrequenz bzw. die elektrische Aktivität des Herzens direkt beeinflußen. :daumenr2:

Wenn also schon Medikamente genommen werden müssen, dann entweder ACE-Hemmer oder -wegen generell geringerer Nebenwirkungen noch besser- Angiotensin-(II)-Antagonisten. Fragt einen Kardiologen!

Ich habe auch mit dem Blutdruck zu kämpfen und leicht erhöhte Werte gehabt. Aber durch das Laufen und natürlich eine entsprechende Ernährung, an die man sich bei sportlicher Betätigung erst recht hält, auch ohne Medikamente meine Werte in den Griff bekommen können.

Laufen, Laufen und nochmals Laufen!


Gruß

Fritz The Cat

JPS
23.05.2006, 14:06
Hier eine recht nette Vorbereitung, wenn man als Ausdauersportler mit seinem Arzt über eine geeignete Bluthochdrucktherapie verhandeln muss: http://www.scc-events.com/news/news003853.html

runnersgirl
23.05.2006, 15:09
Hier eine recht nette Vorbereitung, wenn man als Ausdauersportler mit seinem Arzt über eine geeignete Bluthochdrucktherapie verhandeln muss: http://www.scc-events.com/news/news003853.html

Super Beitrag!!!

wolfgangl
31.05.2006, 11:51
Vom Arzt. Der (bzw. seine Mädchen) muß einem auf Anfrage so eine Quittung ausdrucken, auf der die erbrachten und abzurechnenden Leistungen stehen. Mußt Du mal bei Deinem Arzt nachfragen. Ich glaube, die haben da aber wenig Lust zu, weil es natürlich etwas den Betrieb aufhält.

Gruß,
Hendrik
Und woher weiß ich dann, was er mit der Kasse abrechnet? Da liegt doch der Hund begraben. Ich stelle mir eine Information von der Krnakenkasse vor, welche Leistungen für mich abgerechnet wurden und dann kann ich melden, wenn etwas dabei ist, was nicht korrekt ist.

Derzeit kann der Arzt abrechnen was er will und ich bekomme das überhaupt nicht mit. Die Krankenkasse erst recht nicht...

0815Runner
31.05.2006, 15:28
Und woher weiß ich dann, was er mit der Kasse abrechnet? Da liegt doch der Hund begraben. Ich stelle mir eine Information von der Krnakenkasse vor, welche Leistungen für mich abgerechnet wurden und dann kann ich melden, wenn etwas dabei ist, was nicht korrekt ist.

Derzeit kann der Arzt abrechnen was er will und ich bekomme das überhaupt nicht mit. Die Krankenkasse erst recht nicht...

Du denkst da viel zu vernünftig und nicht "beamtengerecht" wie die Leute von der Krankenkasse. Die Abrechnung läuft heute doch anders:
Der Arzt bewertet seine Leistungen nach einem Punktesystem. Die Summe der Punkte rechnet er der Krankenkasse gegenüber ab.
Die Krankenkassen vereinbaren vorab ein festes Budget mit dem Ärtzebund. Am Ende jedes Halbjahres wird dann das Budget durch die Summe der Punkte geteilt und so der Betrag pro Punkt ermittelt. Das was der Arzt tut und abrechnet und das, was er bekommt, stehen so nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang.
Im Gegenteil: es gibt inzwischen auch Softwarelösungen, die dem Arzt am Wochenende der dritten Woche jedes Monats zeigen, ob es überhaupt noch Sinn macht, die letzte Woche zu arbeiten, oder lieber nach Spanien zum Golfspielen zu fliegen.
Eingeführt wurde dieses System übrigens, um Kosten zu sparen.