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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überdistanztrainings und/oder Endbeschleunigung?



oLi
12.08.2006, 16:14
Hallo an alle,

ich habe ein Luxusproblem:

Will den Köln-Marathon in neuer Bestzeit laufen und drei Wochen später den Röntgenweg (63,3km) auf Ankommen.

Für den schnellen Marathon würde ich Endbeschleunigung in den Langen Läufen als gutes Trainingsmittel ansehen, für den Röntgenlauf eher Läufe jenseits der 40km im konstant langsamen Tempo. So.

Vier mal bin ich jetzt langsame 35km gelaufen, heute dann 37km (10 mehr als der H. Steffny-Plan vorsieht:D ). Orthopädisch und belastungsmäßig glücklicherweise alles im grünen Bereich. Grundlagenmäßig würde ich nächste Woche dann 40km laufen.

Aber danach: Lange Läufe tatsächlich bis 45km ausdehnen? Oder in drei Wochen die Endbeschleunigung starten? Oder sogar beides?

Hat jemand schon mal die Kombination "Langer Lauf 35km++ und Endbeschleunigung" ausprobiert?
Sagen wir mal 10km im MRT zwischen Km 30 und 40?

Mein Gefühl sagt mir, dass lange Läufe bis 40km auch für den Röntgenlauf ausreichen müssten und ich in den vier heißen Wochen vor der Tapering-Phase lieber 35km mit EB laufen sollte.

Eure Meinung, Eure Erfahrung?
oLi

Derfnam
12.08.2006, 16:31
Hallo an alle,


Mein Gefühl sagt mir, dass lange Läufe bis 40km auch für den Röntgenlauf ausreichen müssten und ich in den vier heißen Wochen vor der Tapering-Phase lieber 35km mit EB laufen sollte.

oLi

Hallo oLi,

Da hast du dir ja ganz hübsch was vorgenommen.
So wie dein Gefühle es dir sagt, würde ich es machen. Ich habe keine Erfahrung mit längeren Läufen wie 35 km. Aber ich glaube das schlechteste was du für den Marathon machen kannst, ist die Kombination also MRT von km 30 bis 40.

Manfred

Fabian
12.08.2006, 17:28
Hallo Oli,

ich habe zwar keine persönliche Erfahrung was Ultras angeht, aber ich lese immer wieder, dass eine "normale" Marathonvorbereitung reicht. Und 35er mit EB sind ja schon Einheiten mit der Brechstange, da würde ich nicht noch durch Sonderlänge verschärfen. Wenn Dir 35 mit EB noch zu soft sind, dann läufst Du vermutlich zu langsam :-)

Gruß

Fabian

Dromeus
12.08.2006, 19:07
Hallo Oli,

wenn du dich auf einen (kurzen) Ultra konzentrierst, kannst du auch RT in längere Läufe einbauen. Für einen 50er mache ich gern 40km mit bis zu 18km im 50k-RT (also nicht MRT!) eingestreut, z.b. Pyramiden. Ist ne sehr abwechslungsreiche Sache.

Bei dir ist der Marathon der Schwerpunkt, also trainier dafür. Den Ultra auf ankommen, das geht schon mit der Grundlage. Vor zwei Jahren bin ich den schwäb. Albmarathon (50k) drei Wochen vor dem Marathon gelaufen, nur 35k mit max 12k EB trainiert und wurde beides Bestzeit.

donaurunner
12.08.2006, 23:11
Hi Oli,


Hallo an alle,

ich habe ein Luxusproblem:

Will den Köln-Marathon in neuer Bestzeit laufen und drei Wochen später den Röntgenweg (63,3km) auf Ankommen.

Für den schnellen Marathon würde ich Endbeschleunigung in den Langen Läufen als gutes Trainingsmittel ansehen, für den Röntgenlauf eher Läufe jenseits der 40km im konstant langsamen Tempo. So.

Vier mal bin ich jetzt langsame 35km gelaufen, heute dann 37km (10 mehr als der H. Steffny-Plan vorsieht:D ). Orthopädisch und belastungsmäßig glücklicherweise alles im grünen Bereich. Grundlagenmäßig würde ich nächste Woche dann 40km laufen.

Aber danach: Lange Läufe tatsächlich bis 45km ausdehnen? Oder in drei Wochen die Endbeschleunigung starten? Oder sogar beides?



Ich würde vorsichtig sein und nicht Umfang und Intensität auf einmal
steigern. Für den Marathon würd' ich eher 35er mit Endbeschleunigungen
machen. D.h. nicht länger als 35km laufen. Da du beim 63 nur Ankommen
willst, brauchste da nicht speziell drauf trainieren. Da sollte das
Marathontraining reichen. Musste halt den 63er entsprechend gemütlich
laufen.



Hat jemand schon mal die Kombination "Langer Lauf 35km++ und Endbeschleunigung" ausprobiert?
Sagen wir mal 10km im MRT zwischen Km 30 und 40?

Mein Gefühl sagt mir, dass lange Läufe bis 40km auch für den Röntgenlauf ausreichen müssten und ich in den vier heißen Wochen vor der Tapering-Phase lieber 35km mit EB laufen sollte.

Eure Meinung, Eure Erfahrung?
oLi

Ich hab' schon öfter die Greifschen EBs gemacht. Die bringen definitiv
Tempo für den Marathon. Also steigende Länge der EBs. EBs im geplanten
Marathontempo.

:hallo:Stefan

oLi
13.08.2006, 19:02
Hallo an alle,

vielen Dank erstmal für Eure Antworten, Ihr bestärkt mich in meinem Gefühl.

@kk66:
Die 63,3km vom Röntgenlauf sind die 1,5fache Marathon-Distanz. Man bekommt nach jedem Halbmarathon eine Zeitnahme und kann gegebenenfalls aussteigen. Sollte es mir nach 42,2 Kilometern nicht gut gehen, werde ich diese Option auch ohne Bedauern annehmen.

Endbeschleunigung ist ein Begriff von Peter Greif. Sieben Wochen vor dem M-Tag lässt er zum Ende des Langen Laufes sukzessive 3, 6, 9, 12, 15km im Renntempo (oder nahe daran) laufen. H. Steffny hat ähnliche Konzepte (35km mit 10km im MRT+15 Sek., 35km als Crescendo-Lauf etc.), aber nicht so ausgeprägt wie bei Greif.

Mein Plan lautet jetzt:
Nächstes Wochenende 40km langsam und damit die Grundlagenausdauer gut sein lassen.
Die Woche darauf etwas kürzer treten, regenerieren und "nur" 35km machen.
Danach die Langen 10 Sekunden schneller als bisher laufen (bei H. Steffny so vorgesehen), jeweils 35km (bei H. Steffny nicht so vorgesehen:D ). Und in den vier Wochen vor dem Tapering die letzten 5-10km Gas geben (plus Auslaufen, logisch).

Vielen Dank für Eure Unterstützung,
oLi