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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wiedereinsteigerin mit kleinen Hindernissen



Löwin
21.07.2008, 16:34
Huhu!

Ich bin die Neue hier - weiblich, 31 Jahre jung und endlich wieder mit Laufschuhen unterwegs :D.

Ich bin mit Sport groß geworden, hatte jedoch mit Laufen nie etwas am Hut - ich fand es langweilig, viel zu anstrengend und monoton :peinlich:. Mein Mann (selbst langjähriger Läufer und mehrfacher Marathonteilnehmer) hat mich dann zum Laufen gebracht und ist mit mir die ersten Runden im Schneckentempo gelaufen bzw. gegangen. Mit viel Geduld und Spucke hat er es geschafft, meine Abneigung gegen das Laufen umzukehren - naja, außerdem merkte ich, wie mir das Laufen von Mal zu Mal mehr Spaß machte :wink:.
Parallel zum Laufen war ich regelmäßig im Fitnessstudio (Spinning, Krafttraining) und habe Volleyball gespielt. War also gut "in Schuss" :D.
"War", denn nach einer langen Pause (drei - vier Jahre) habe ich vor einigen Wochen endlich wieder die Laufschuhe geschnürt - und gemerkt, dass ich fast wieder bei Null anfangen muss :frown:.
Kondition = war anfangs so gut wie nicht vorhanden, Muskulatur = ebenfalls kaum existent. Seufz.
Nach einigen Läufen, die ich anfangs mit zwei, drei Gehpausen auflockerte, konnte ich nach drei, vier Wochen jedoch schon wieder 30 Minuten am Stück laufen. Seeeehr langsam, aber ich war noch nie die Schnellste.
Tja, es kam, wie es kommen musste: Ich habe mich wohl überschätzt, denn seit zwei Wochen habe ich mit (leichten) Knieproblemem zu kämpfen. Sie verschwinden meist, wenn ich wenige Minuten unterwegs bin, um kurz vor Ende einer Runde wiederzukehren.
Ich laufe ca. 3 - 4 Mal pro Woche, zwischen 30 und 40 Minuten. Die Schmerzen begannen, als ich zum ersten Mal länger lief (40 statt 30 Minuten) und wohl auch etwas schneller unterwegs war. Ich weiß, man sollte anfangs nicht gleich zwei Parameter auf einmal ändern - aber vielleicht kennt ihr das, wenn es einfach gut läuft und man sich denkt: "Ach, diese kleine Schleife hänge ich heute noch dran"...
Was nun?
Komplett pausieren? Dann müsste ich nach einer Pause ja wohl wieder bei Null anfangen :frown:.
Oder sollte ich wieder Gehpausen einlegen?
Seltener laufen (also z.B. nur zwei Mal pro Woche)?
Ich bin gerade etwas überfragt und hoffe, dass hier jemand für mich einen Tipp hat - das wäre super!

Liebe Grüße,
Löwin

Heiler
21.07.2008, 18:22
Hallo Löwin,

schön das du wieder zum Laufen gefunden hast :)

Mein erster Gedanke ist, 3-4x wöchentlich ist für den Anfang zuviel. Du solltest nach jedem Lauftag mindestens einen Pausentag einlegen. Sollten die Beine dennoch wehtun, brauchst du möglicherweise auch mehr als einen Ruhetag, zumindest vorerst.

Mit deinem Mann bist du langsam gelaufen, wie läufst du denn jetzt ? Der Forum-Anfänger-Tip lautet ja: so langsam laufen das du dich mühelos unterhalten kannst und kein Seitenstechen auftritt (und es ist ein guter Tip :D).

Dann gibt es ja noch andere mögliche Gründe, der Untergrund (zu hart ?), das Schuhwerk, ausreichend gedehnt ? , etc..

Da du nach einer "Verlängerung" des gewohnten Laufes die Beschwerden bekamst, würde ich schon auf Überlastung tippen.

Gruß Rolf

Löwin
22.07.2008, 10:00
Hallo Rolf,

danke für deine Antwort :).
Ich drösele mal meine Gedanken dazu auf:

Einen Ruhetag lege ich fast immer ein. In der ersten Woche war es z.B. so, dass ich Montag, Freitag und Sonntag gelaufen bin. In der Woche darauf bin ich dann nur zwei Mal gelaufen, dafür aber an zwei zusätzlichen Tagen Rad gefahren (wie gut, dass es Lauftagebücher gibt :zwinker5:). Ich denke, dass ich das mit den Ruhetagen ganz gut hinbekomme (meistens jedenfalls).

Womit du aber wohl eher ins Schwarze getroffen hast, das ist das Tempo :peinlich:. Ich glaube, ich bin zu schnell. Naja, was man so "schnell" nennt :D. Ach ja: Mein Mann läuft seit einiger Zeit mit mir mit. Er ist auch lange nicht gelaufen, es hat ihm aber immer gefehlt. Nun zockeln wir also gemeinsam los. Mein Fehler: Ich bin anfangs zu schnell, merke das nach einer Weile und werde dann langsamer. Unterhalten geht solàlà, ich könnte keinen Schwank aus meiner Jugend erzählen, aber so ein bisschen geht schon. Müsste ich mich denn wirklich total locker unterhalten können, ohne Japsen und so? Das funktioniert nämlich nicht so gut...
Seitenstechen habe ich jedoch eher selten und wenn, dann drossele ich das Tempo und "atme" es einfach weg. Ach ja: Seitenstechen bekomme ich, wenn überhaupt, nur nach ca. 15 - 20 Minuten. Woran liegt das, dass es fast immer nach dieser Zeit kommt, nicht früher und nicht später?

Schuhwerk: Ich bin mit meinen 8 Jahre alten Asics gestartet. Habe mir dann letzte Woche endlich neue Laufschuhe besorgt, weil die Dämpfung wohl nicht mehr gar so gut war. Muss jedoch sagen, dass meine Asics nicht besonders abgelaufen waren - optisch sahen die noch gut aus... Jaja, dass das nix heißt, habe ich dann im Laufladen bei der Anprobe neuer Schuhe auch gemerkt.

Hm, ich tippe mittlerweile auch auf Überlastung. Wollte es mir anfangs nicht eingestehen - denn ich bin (zumindest optisch *kicher*) eher der sportliche Typ und sowieso jeden Tag (mit Hundi) viel draußen. Hätte nicht gedacht, wie allmählich und langsam ich alles angehen lassen muss.

Was mache ich denn, wenn nachher wieder Knieschmerzen auftreten? Bin das letzte Mal am Samstag gelaufen. Sollte ich dann gehen?
Auf jeden Fall wird meine heutige Runde meine Einstiegsrunde werden, die ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal gelaufen bin und ich habe mir vorgenommen, sie ein paar Minuten langsamer zu laufen als zuvor.

Liebe Grüße,
Löwin

aBo
22.07.2008, 10:12
Moin !

Jaja, das mit dem Tempo, kenn ich auch :).

Ich muss mich gelegentlich immer noch bremsen wenn ich unterwegs bin.
So doof es klingt, ich laufe so langsam wie möglich und so schnell wie möglich.
Das heisst, ich mach möglichst kleine Schritte unter dem Körper und drücke mich für diese hohe
Schrittfrequenz aktiv ab. Das Tempo was ich dabei entwickel kann ich dann Ewigkeiten halten und schränke mich nur ein um mich nicht zu überlasten.

Das mit dem Seitenstechen hatte ich vor ein Paar Wochen nur wenn ich mich zu sehr auf die Atmung konzentriert hatte. Wohlmöglich hatte ich mich regelrecht verkrampft und es hatte gepiekst. Mittlerweile denke ich über die Atmung gar nicht mehr nach und hab nicht im Ansatz Probleme.
Keine Ahung wo ich es gelesen habe, aber irgendwer hat mal geschrieben das man sich ums einatmen nicht kümmern sollte, da der Körper schon die Luft holt die er braucht.

Bestimmt hat aber der ein oder andere noch viel bessere Tips wie die meinen.

Grüße !

Alex

0815Runner
22.07.2008, 10:18
Hallo Löwin, mein Eindruck ist, daß du dich überforderst. Lauf in der nächsten Zeit langsam und achte darauf, ob die Kniebeschwerden wiederkommen. Ist dies der Fall, mache eine Pause, um das gründlich auszukurieren. Die Kombination aus Laufen und Radfahren ist sicher gut. Du kannst das Herz-Kreislauf-System trainieren und hast eine geänderte Belastung für die Muskulatur und eine geringere Gelenkbelastung.
Vor allem achte darauf, nicht zu schnell loszulaufen. Was auch helfen könnte: erst locker 10 min laufen, aber wirklich locker, dann ein paar Dehnübungen und danach weiterlaufen.
Gruß 0815Runner

Löwin
22.07.2008, 11:50
Huhu!

Zum Thema Überforderung: Ich glaube, das ist am Anfang (egal, ob man vorher schon Lauferfahrung gesammelt hat oder nicht) bestimmt oft ein Problem, oder?
Ich habe mich wohl für sportlicher gehalten, als ich es derzeit bin :frown:. Aber was vor drei, vier Jahren war, zählt ja heute nicht mehr.
Das Blöde ist, dass ich ja im Grunde genau weiß, dass sich die Ausdauer relativ flott entwickelt, aber Gelenke usw. viiiiel länger brauchen, bis sie sich angepasst haben. Warum kann ich das dann nicht bei meinen Läufen auch beherzigen :klatsch:??

@ aBo: Auf meine Schritte werde ich mal achten. Kann nämlich sein, dass die viel zu groß sind. Auf meine Atmung achte ich kaum - das heißt, ich achte darauf, gründlich und tief auszuatmen. Beim Rest vertraue ich meinem Körper :nick:. Als ich vor Jahren zum allerallerersten Mal in Laufschuhen unterwegs war, hatte ich nämlich ständig mit Seitenstechen zu tun - trotz Ultralangsamlauf. Ich habe mich damals extrem auf meine Atmung konzentriert, beim Laufen ständig daran gedacht und war total unlocker, weil ich regelrecht auf Seitenstechen "gewartet" hatte. Ich habe auch gemerkt, dass ich entspannter - und ohne Stechen - laufen konnte, wenn ich nicht so viel Aufhebens darum mache. Das klappt bei mir momentan auch wieder recht gut - aber manchmal ist es doch wieder da, dieses doofe Pieksen.
Wie lange läufst du denn schon?

@ 0815Runner: Noch einer, der glaubt, dass ich mich überfordere. Tja, du hast wohl Recht damit :frown:. Ich werde es so machen, wie du schreibst: Die ersten Minuten extrem (!) langsam laufen und dann Dehnübungen machen. Bisher habe ich es so gemacht, dass ich mich immer erst NACH jedem Lauf gedehnt habe. Reicht das normalerweise nicht aus?
Falls ich weiterhin mit Kniebeschwerden zu tun habe, werde ich wohl oder übel für eine Weile aufs Fahrrad umsatteln müssen. Mir macht nur "leider" Laufen viel mehr Spaß! Hast du eine Ahnung, wie lang so eine Pause werden kann (klar, bis die Beschwerden weg sind :zwinker5: - aber kann man da eine grobe Richtzeit vermuten?)?

Liebe Grüße,
Löwin

aBo
22.07.2008, 21:40
Hallihallo !

Richtig ambitioniert laufe ich erst seit gut 2 - 3 Monaten, vorher immer mal wieder aber ohne große Lust und Ziele. Habe aber Leichtathletik gut 10 Jahre betrieben, jahrelang Mountainbike usw. usf.

Wie ich ja schrieb hatte ich vor ein Paar Wochen auf leichtes Seitenstechen.
Irgendwie ging es von selbst weg sobald ich "überhauptgarnichtmehr" nachgedacht hatte.
Könnte noch nicht mal sagen wann, hab es nicht mal gemerkt wanns weg war.

Vielleicht liegts auch daran das ich beim laufen mittlerweile nichts denke.....GAR NICHTS :D.
Irgendwann macht mein Kopp dann was er will und ich sinniere über dies und das und lenke meine Gedanken in die merkwürdigsten Richtungen :D.
Der ein oder andere kennt das bestimmt.

Früher beim Leichtathletiktraining hatte ich nur Seitenstechen wenn unser Trainer uns zum aufwärmen gejagt hatte. Hatte mehr was von ner Hetzjagdt und kaum jemand konnte "sein" Tempo laufen.

EDIT : Hatte ich ganz vergessen !

Dehnen vor dem laufen kann auch sinnvoll sein, müsstest du mal heraus finden.
Ich hab momentan mit nem leichtem Läuferknie zu kämpfen und das Dehnen vor und nach dem laufen hilft mir ungemein. Darüber hinaus mache ich auch noch leichte Dehnübungen den tag über und mir hilft es extrem gut beim Läuferknie.

Schönen Abend noch !

Alex

Löwin
23.07.2008, 09:05
Huhu!

Kurzes Update von meinem Lauf gestern Abend:
Ich bin superduperlangsam gelaufen - jeder Walker hätte mich locker überholen können. War mir aber egal. Ich habe in die Runde doch tatsächlich drei Gehpausen eingebaut und habe für die Strecke fünf Minuten länger benötigt als sonst. Ich hatte das Gefühl, ich laufe teilweise auf der Stelle. Aber das Beste: Meine Knie haben gehalten :daumen: :)! Ich habe nur ganz kurz ein leichtes Muckern gespürt und das war es auch schon. Bin unterwegs zwei Rehen begegnet, die sich garantiert über mich schlapp gelacht haben und grazil an mir vorbei gesprungen sind. Egal, irgendwann hüpfe ich auch locker-flockig über Wiesen und Wege wie die beiden :D. Anschließend habe ich mich noch schön gedehnt und habe mich richtig gut gefühlt.
Habe zwar nicht ansatzweise geschwitzt beim Laufen, aber etwas warm wurde mir dann doch - bis auf die Hände.
Ach ja, ich habe jetzt noch eine Frage zum Atemrhythmus: Die einen sagen, es ist egal, wie viele Schritte pro Atemzug man macht, die anderen schwören auf einen bestimmten Rhythmus. Ich bin gestern ganz bewusst in einem 4/4 Rhythmus gelaufen - da ich allein unterwegs war, hätte ich nicht testen können, ob ich mich noch unterhalten kann. Sobald ich merkte, dass mein Atem schneller wurde, bin ich eben gegangen. Die Läufe zuvor bin ich meist in einem 3/3 Rhythmus gelaufen - was auch kein Problem ist, aber anscheinend dann doch zu viel des Guten für den Anfang war. Was meint ihr zu dem Thema?




Richtig ambitioniert laufe ich erst seit gut 2 - 3 Monaten, vorher immer mal wieder aber ohne große Lust und Ziele. Habe aber Leichtathletik gut 10 Jahre betrieben, jahrelang Mountainbike usw. usf.

Und wie bist du zum Laufen gekommen? Hast du mit der Leichtathletik und Mountainbike aufgehört oder machst du das parallel?


Wie ich ja schrieb hatte ich vor ein Paar Wochen auf leichtes Seitenstechen.
Irgendwie ging es von selbst weg sobald ich "überhauptgarnichtmehr" nachgedacht hatte.
Könnte noch nicht mal sagen wann, hab es nicht mal gemerkt wanns weg war.

Hm, oder du bist inzwischen schon ein Stückchen fitter in Sachen Laufen? Vielleicht spielt auch einfach beides eine Rolle - wenn man ständig an seine Atmung denkt, kann man ja gar nicht richtig locker laufen.
Ich hatte gestern übrigens NULL Seitenstechen. Hätte mich bei meinem Tempo aber auch sehr gewundert :hihi:. Also werde ich es nun weiter so langsam angehen lassen.


Dehnen vor dem laufen kann auch sinnvoll sein, müsstest du mal heraus finden.
Ich hab momentan mit nem leichtem Läuferknie zu kämpfen und das Dehnen vor und nach dem laufen hilft mir ungemein. Darüber hinaus mache ich auch noch leichte Dehnübungen den tag über und mir hilft es extrem gut beim Läuferknie.

Über diese ganze Dehngeschichte muss ich mir noch Gedanken machen. Ich kenne es bisher nur als "notwendiges Übel" - ich habe ca. zehn Jahre Volleyball gespielt und dort standen nach dem Warmlaufen auch immer Dehnübungen auf dem Programm, bevor es richtig zur Sache ging. Dass man auch unabhängig vom Sport dehnen kann/ sollte (?) ist mir total neu. Wie muss ich mir das vorstellen? Du machst irgendwann im Verlauf des Tages einfach so ein paar Übungen? Speziell für die Beine oder den ganzen Körper?
Sorry, dass ich so viel frage, interessiert mich nur eben brennend.

Liebe Grüße,
Löwin

aBo
23.07.2008, 16:19
Hallo !

Leichtathletik hab ich in einem früherem Leben gemacht :D. Ist schon über 10 Jahre her.
Danach dann Mountainbike.
Wobei das MTB fahren nicht im Ansatz leistungsmäßig war.
Wir sind den Berg hoch um ihn dann so schnell es geht runter zu hai-zen, sprich Downhill :D.
MTB bin ich aber schon ne Weile nicht mehr gefahren, wobei ich es die nächsten Tage oder Wochen auch mal wieder ausm Keller holen werde.

Ob ich fitter geworden bin ?
Ich denke mal es wird schon ein kleines bischen gewesen sein.
Ich vermute aber mal ganz stark das ich einfach mein Tempo gefunden habe das zu mir und meinem Laufstil passt.
Bin so lahm, das wenn ich noch langsamer laufe ich bald rückwärts marschiere :D.
Aber ich fühle mich, wir du auch, dabei sauwohl und die meißten Läufer grüßen mit einem breitem Grinsen. Liegt wohl daran das ich meine gute Laune und Freude am laufen unbewusst nach aussen zeige.

Gelaufen bin ich früher schon jahrelang aber sehr sporadisch und ohne Ziel. Alle Paar Tage oder Wochen.
Vor ein Paar Monaten ist mir in den Sinn gekommen das es das noch nicht im Leben gewesen sein kann. Am Wochenende feiern gehen, die Woche über arbeiten und unregelmäßig Sport treiben der mich nicht wirklich befriedigte. Mir fehlte irgendwas in der Freizeit was mich ausfüllt, mich befriedigt und in dem ich aufgehen kann. Da ich selber in einer Sportabteilung arbeite lag es nahe das es irgendwas Sportliches sein wird. Da kam es recht gelegen das mich ein Kollege aus einer anderen Filiale wegen dem 10 Km Staffellauf beim Frankfurter Marathon angesprochen hatte. Naja, damals hatte ich noch ne Ausrede mit ner Krankheit und mangeldem Training. Einerseits hatte ich Lust mitzumachen andererseits hatte ich genug mit mir selber zu tun.
Ende vom Lied war, das ich absagen musste, wäre wohl nur kriechend durchs Ziel gekommen :(.

Das Wort Marathon ging mir aber nicht mehr aus dem Kopf, ich las mir hier und woanders etliche Berichte durch und schaute mir ne Menge Videos über diverse Laufveranstaltungen an. Nach eine Weile machte es "klick" und ich sage mir: Ich laufe nen Marathon. Nächstes Jahr werde ich auf alle Fälle beim Frankfurt-Marathon dabei sein und vorher einiges zwischen 5, 10 und HM laufen.
Alles in einem vernüftigem Zeitraum natürlich.
Was mir aber DIE Motivation letztendlich war, waren Freunde und Familie die allesamt eher unsportlich waren und sind. Sie erklärten mich ernsthaft für bekloppt und ich sagte mir, jetzt erst recht.
Nicht für sie oder jemand anderem sondern für mich und mein Wohlbefinden.
Was ich aber jetzt schon dem laufen abgewinnen kann und was fast alle Menschen in meinem Umfeld spüren ist die gute Laune die ich habe.
Können bestimmt viele bestätigen.

Jetzt hab ich dich regelrecht vollgelabert. Bin leider ne Quasselstrippe :D.

Schönen Tag noch !

Alex

Löwin
24.07.2008, 08:40
Hallo!




Ob ich fitter geworden bin ?
Ich denke mal es wird schon ein kleines bischen gewesen sein.
Ich vermute aber mal ganz stark das ich einfach mein Tempo gefunden habe das zu mir und meinem Laufstil passt.
Bin so lahm, das wenn ich noch langsamer laufe ich bald rückwärts marschiere :D.
Aber ich fühle mich, wir du auch, dabei sauwohl und die meißten Läufer grüßen mit einem breitem Grinsen. Liegt wohl daran das ich meine gute Laune und Freude am laufen unbewusst nach aussen zeige.

Das klingt schon einmal toll! Ich warte noch darauf, dass ich MEIN Tempo finde. Momentan kommt es deinem "Rückwärts marschieren" auf jeden Fall sehr nahe :zwinker5:! Aber das ist mir total schnuppe, ich weiß, dass ich auch schneller kann - es aber für meine Gelenke (noch) nicht gut ist. Also gebe ich ihnen halt noch die Zeit, sich an die ungewohnte Belastung zu gewöhnen.


Mir fehlte irgendwas in der Freizeit was mich ausfüllt, mich befriedigt und in dem ich aufgehen kann.

Jepp, ging mir ähnlich! Den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen war ja noch nie das Gesündeste. Außerdem habe ich mich vor kurzem zurückerinnert, wie befriedigend das Laufen immer gewesen ist.

Wenn du in einer Sportabteilung arbeitest, bist du ja an der "Quelle" - gibt es bei euch auf Laufbekleidung?


Nächstes Jahr werde ich auf alle Fälle beim Frankfurt-Marathon dabei sein und vorher einiges zwischen 5, 10 und HM laufen.
Alles in einem vernüftigem Zeitraum natürlich.
Was mir aber DIE Motivation letztendlich war, waren Freunde und Familie die allesamt eher unsportlich waren und sind. Sie erklärten mich ernsthaft für bekloppt und ich sagte mir, jetzt erst recht.

Da hast du dir ja ein ambitioniertes Ziel gesetzt! Ich drücke die Daumen, dass es sich so umsetzen lässt, wie du es dir wünschst!

Meine Familie (vor allem mein Vater) ist generell sehr sportlich. Ich bin sozusagen in Sporthallen und auf Fußballplätzen groß geworden :D. Sport gehört bei uns in der Familie einfach von jeher dazu. Umso unverständlicher, dass ich fast vier Jahre ohne ausgekommen bin :confused:!


Jetzt hab ich dich regelrecht vollgelabert. Bin leider ne Quasselstrippe :D.

:D
Nur zu!

Turtle2511
24.07.2008, 13:42
:wink::wink::wink: Irgendwie kommen mir eure Erlebnisse seehr bekannt vor. Ich gehöre auch zu der Spezies, die vor 2 Monaten (wieder) angefangen hat zu laufen. Zum einen um fitter zu werden, weil ich das Rauchen aufgegeben haben und zum anderen, weil da von den Hüften ein bissi was weg muss. Auch ich habe es wohl übertrieben und habe nun probleme an der Hüfte. Das Problem ist, dass ich schon früher davon geträumt habe, einmal so fit zu sein, dass ich einen Marathon schaffe. Nun bin (war) ich so fit, dass ich ohne Probleme 12 km schaffe und habe mich Ende August bei einem 10km-Lauf angemeldet und nun diese blöden Schmerzen :sauer:

Sind denn die Schmerzen am Knie von alleine weg gegangen? Ich nehme seit einigen Tagen Wobenzym und schmiere mich mit Voltaren ein. Das Wobenzym hat mir zumindest sehr geholfen, weil ich zu Beginn meiner "Laufkarriere" :zwinker2: Schmerzen am Schienbein hatte. Die sind zum Glück weg.

Löwin
24.07.2008, 14:33
Huhu Sanne!

Noch eine "Wiederholungstäterin", wie schön :winken:.

Das Übertreiben scheint eine Einsteigerkrankheit zu sein, oder :confused:? Trotz besseren Wissens mutet man sich zu viel zu :peinlich:.

Bei dir hört es sich auch ganz arg nach Überlastung an: Du hast vor zwei Monaten mit dem Laufen (wieder) begonnen und läufst schon 12 km?? Darf ich fragen, wie oft und wie lange du jeweils läufst?

Ach ja: Hast du nun Probleme mit der Hüfte? Oder mit den Knien? Oder mit beidem?

Ich habe BEIDES. Das heißt, meine Knie sind in den letzten Tagen wieder ruhig geworden. Aber wohl auch nur, weil ich ganz stark die Bremse gezogen habe! Mein letzter Lauf war ganz, ganz langsam und kurz. Hinterher habe ich supergründlich gedehnt. Mit Salben oder ähnlichem habe ich nicht herumhantiert, da meine Beschwerden nur ganz leicht waren. Vielleicht bin ich da sehr hellhörig und sage mir: "Wehret den Anfängen" :D. Kenne nämlich auch ganz andere Schmerzen und darauf habe ich einfach keine Lust.
Vielleicht würde es dir auch gut tun, einen Ganz herunterzuschalten?
Alles Gute für deine Gelenke!

Die Löwin

Turtle2511
24.07.2008, 15:45
Ja, ich glaube auch, dass das ein Einsteigerproblem ist. Man hört einfach nicht auf seinen Körper und hört einfach nur noch auf den "falschen" Ehrgeiz. Vor allen Dingen, weil ich mich dann immer von meinem Göttergatten ziehen lasse. Frau will ja nicht einsehen, dass Mann besser ist :zwinker4:

Also mit meinen 12km muss ich aber sagen, dass ich dann auch fertig bin und dafür knapp 1:20 brauchte. Normalerweise laufe ich 10 km und ich habe immer versucht, jeden 2. Tag zu gehen. Mit der richtigen Musik geht das :zwinker4:

Ich habe nur Probleme mit der Hüfte. Beides ist natürlich ganz doof :traurig:. Ja, du hast sicherlich recht. Gang runter und wenn nichts mehr zwickt, wieder stärker einsteigen. Ich finde es nur so schade. Man will, kann aber nicht so, wie man will. So etwas ärgert mich :motz::motz::motz:

Hast du lange ausgesetzt?

Löwin
24.07.2008, 16:11
Ja, das ist wohl definitiv ein Einsteigerproblem. Die Ausdauer ist relativ schnell da und eine innere Stimme flüstert einem zu, dass man ja noch eine Runde anhängen könne. Und schon hat man den Schlamassel :teufel:.
Und wenn dann der GöGa vornweg läuft - da will Frau natürlich mithalten. Ich mache es inzwischen so, dass ich meinen Mann vorweg schicke, wenn ich merke, dass ihn das allzu langsame Laufen zu sehr anstrengt. Er soll mich dann einfach wieder abholen kommen, wenn er bis zur nächsten Biegen gelaufen ist. Ich WILL nämlich wie eine Schnecke laufen, jawohl! Meine Gelenke und Bänder sind mir viel zu wichtig...
Für 12 km 1:20 ist doch eine Superzeit?! So schnell bin ich nie und nimmer. Kommt mir persönlich eben viiiel zu schnell vor, dafür dass du erst seit kurzem läufst :haeh:. Das würde ich gar nicht packen.
Zur Hüfte: Tun dir beide Seiten oder nur eine weh? Bei mir ist es einseitig - ich habe leider eine leichte Hüftdysplasie. Werde wohl nicht drum herum kommen, mir hier einen Orthopäden zu suchen, um weitere Maßnahmen abzusprechen. Möchte nämlich nicht, dass es schlimmer wird.
Ja, einen Gang runter schalten würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall!! Ich musste auch erst Kniebeschwerden bekommen, um das zu realisieren. Pausiert habe ich nicht lange, nur vier Tage. In der Zeit habe ich täglich Kräftigungsübungen gemacht (und mache dies auch weiter) und bin den ersten Lauf gaaaanz behutsam angegangen (bergab bin ich z.B. gegangen und nicht gelaufen). Bis jetzt ist alles gut. Werde heute Abend wohl eine kleine Runde drehen, mal sehen, was meine Knie davon halten.

Liebe Grüße,
Löwin

maxpico47
25.07.2008, 09:32
Hallo Löwin,

das mit der Überlastung kenne ich auch nur zu gut. Ich habe mit dem Laufen am 24.Juni 2008 angefangen. Die Gründe waren, Übergewicht nach Aufgabe der Raucherei und der Drang nach einer sinnvollen und nützlichen Freizeitbeschäftigung. Mein Ziel ist einen 10km-Lauf am 20.09.2008 unter einer Stunde zu laufen. Also suchte ich mir eine Strecke um unser Dorf die ca. 5km lang ist und begann mit Intervallen 1min laufen- 3min gehen - sehr langsam.
Nach zwei Tagen laufen habe ich mir zu Anfang zwei Tage Erholung gegönnt. Heute vor einer Woche schaffte ich meine 5km-Schleife das erste Mal am Stück laufend in 34:43 min. Ich war stolz wie Harry. Am Mittwoch dann der Einbruch - Muskelfaserriss im Oberschenkel. Warum? Nicht gedehnt und überlastet. Fazit - 2 Wochen nicht laufen.
Damit wäre auch das Thema Knieschmerzen geklärt. Unser Körper zeigt uns schon, wennes zuviel wird!

Beste Grüße aus Niederbayern

Peter

Turtle2511
25.07.2008, 13:07
Mein Ziel ist einen 10km-Lauf am 20.09.2008 unter einer Stunde zu laufen.

Da hast du dir aber auch ziemlich schnell ein hohes Zeil gesetzt. Gehe es nicht zu schnell an. Wenn du einen Wettkampf haben möchtest: Gut :daumen:, aber ankommen ist auch schon viel wert, zumindest mehr, wie garnichts machen. Aber ich glaube, dass hast du leider leider ja nun auch zu spüren bekommen.... Willkommen im Club !

Viel Glück :hallo:

Löwin
04.09.2008, 15:58
Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch mal wieder ein kleines Update von mir geben :hallo:.
Ich bin nach wie vor am Laufen und dies fast immer ohne Zwicken und Zwacken, herrlich! Um meine mangelnde Lauferfahrung und das damit verbundende (noch) fehlende Laufgefühl etwas auszugleichen, habe ich mich über einen Trainingsplan hergemacht und mich im Großen und Ganzen auch daran gehalten. Ziel des Plans: 5 km lockerflockig durchlaufen. Das habe ich nun auch geschafft, ultralangsam und mit viel Spaß dabei, ohne irgendwelche Zipperlein. Ein schönes Gefühl! Ich laufe meist drei Mal pro Woche und frage mich ein bisschen, wie es nun weitergeht - jetzt, wo mein erstes kleines Ziel erreicht wurde. Mein über allem stehendes Ziel ist ja nach wie vor, meinen Körper so zu kräftigen und zu stärken, dass ich auch weiterhin schmerzfrei laufen werde :nick:. Ich bin deshalb bei einem Physiotherapeuten gelandet, der mit mir an meinen Schwachstellen arbeitet. Meine schmerzende Hüfte war nämlich in Wirklichkeit ein leicht entzündeter Schleimbeutel - den hatte ich mir gleich zu Beginn eingehandelt, weil ich es ja ein bissel übertrieben hatte. Meine Hüfte hingegen ist einwandfrei, funktioniert, alles ist so beweglich, wie es sein soll :). Die Entzündung im Schleimbeutel ist wieder abgeklungen und ich mache weiterhin Kräftigungsübungen, um Rumpf und Beine zu stärken.
Ich glaube, ich werde erst einmal bei den 5 Kilometern bleiben. Wie war das noch einmal? Schneller wird man als Anfänger irgendwann von allein, oder? Momentan brauche ich wohl keine neue "Herausforderung", ich möchte meinen "Erfolg" gern zunächst stabilisieren und weiterhin so easy die 5 km laufen können. Vielleicht bin ich einfach auch ein "Schisser" geworden, da ich anscheinend dazu neige, mir durch Überlastung blöde Schmerzen einzuhandeln? Da ich mich aber kenne und weiß, dass es mich früher oder später überkommt, werde ich mir sicherlich bald schon einmal im Geiste ein neues Ziel überlegen. Was haltet ihr für angebracht?

Liebe Grüße,
Löwin

thoddy67
05.09.2008, 08:26
Hallo Löwin,

erstmal :giveme5: Glückwunsch zum erreichten und die Freude am Laufen.

Nachdem du dein erstes Ziel erreicht hast, kannst du dir vielleicht die 60 Minuten durchlaufen als neues Ziel stecken.

Steigere einfach deine Laufzeit ( max. 10 % ) von Woche zu Woche, in einem langsamen Tempo.

Wichtig ist, es aber nicht zu schnell anzugehen und bei deinem Tempo zu bleiben. Die Schnelligkeit kommt von allein, mit erhöhen der Grundlagenausdauer.

Natürlich erst, wenn du wieder fit bist . Dann traue ich Dir sicherlich auch die Steigerung auf jedenfall zu.

Viel Spaß noch dabei und :daumen:

Gruß
Thorsten

Elguapo
05.09.2008, 08:56
Da ich erst 3-4 Wochen laufe, kenne ich das Problem. Allerdings will ich mich nicht selbst loben, aber ich gehe der Politik der kleinen Schritten nach.
Ich selbst betreibe seit eeeewig Schwimm-und Radsport(inklusiv Krafttraining). Obwohl ich in den anderen Sportarten richtig fit bin, muss ich auch klein anfangen, was die Gelenke angeht.

Den ersten Lauf habe ich zu schnell angefangen und hatte beim nächsten Lauf Schienbeinschmerzen. Ich habe dann mein Tempo extrem gedrosselt. Es kam mir so vor als würde ich sogar schneller gehen als laufen. Zusätzlich habe ich die ersten 2 Wochen 2 Tage Pause zwischen den Laufeinheiten gemacht, obwohl ich bei jeder Laueinheit noch nicht mal ins Schwitzen geriet, da meine Kondition sehr gut ist aber meine Beingelenke noch nicht angepasst sind. Ich spüre einfach, daß meine Gelenke sich nur Stück für Stück an diese neue Form des Trainings gewöhnen muss. Inzwischen laufe ich jeden zweiten Tag und mein Tempo hat sich um einiges gesteigert aber ich laufe immer noch eher vorsichtiger als richtig loszutraben.
Ich laufe jetzt 40min. im guten Tempo und steiger erst das Tempo richtig, wenn meine Beine völlig am Laufen gewohnt sind. Klar, juckt es mich im vollem Tempo loszulaufen wenn ich es in den anderen Sportarten gewohnt bin richtig Gas zu geben, aber meine langjährige Erfahrung lehrt mich, daß es besser ist jede neue Übung langsam anzugehen. Das Resultat ist, daß ich weder Muskelkater habe, noch tut irgendetwas weh.

Ich denke in frühstens 2 Monaten kann ich dann wesentlich intensiver trainieren und auch anfangen Intervaltraining und Sprints in mein Training einzubauen, ohne der Gefahr von Verletzungen einzugehen.
Sollte ich jetzt doch einen Schmerz verspüren, würde ich meine Trainingseinheiten von jeden zweiten Tag sofort drosseln, da das ein Zeichen wäre, ich trainiere zu häufig/intensiv.

Elguapo
05.09.2008, 09:03
Meine vorherige Antwort bezog sich auf den aller ersten Post von Dir, da ich jetzt nicht alle nachfolgenden Antworten gelesen habe.
Ich habe jetzt gerade gelesen, daß das schon länger her war, wo Du das gepostet hast und jetzt ein Update geschrieben hast. Ich denke aber meine Antwort sagt auch aus wie es bei mir weiter gehen soll und vielleicht kann das auch für Dich eine Anregung sein.

Ich wollte nur noch erwähnen, daß obwohl ich denke man sollte am Anfang extra vorsichtig sein, bin ich jemand, der denkt man sollte, wenn man einmal gut dabei ist, sich eher härter pushen als sich in Watte einzupacken. Im Schwimmen mache ich nur Fortschritte, wenn ich mich so pushe, daß ich fast an meine Grenzen stosse. Allerdings schwimme ich schon sehr lange und weiß wo meine Grenzen sind.