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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zum Traum:HM in KA unter 1:34...



Oliver Sch.
17.09.2008, 10:04
Hallo reihum,
am Sonntag steht für mich - wie auch einige tausend Andere wohl - ein Saisonhöhepunkt an, der HM in Karlsruhe. Diesen würde ich gerne in zumindest 1:34 laufen, fantastisch aber wären 1:33. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob ich denn im WK die ganze Strecke tatsächlich über zwanzig Sekunden schneller laufen kann, als im - vergleichsweise ruhigen - Trainingslauf. Vorgestern 20 km im Schnitt von 4:49 min/km, Pulsdurchschnitt 145. Insgesamt ca. 2300 km dieses Jahr, im März habe ich den Bienwald-HM mit 1:35 beendet. PB über 10 km sind 41:50. Eigentlich - so denke ich - stimmen die Voraussetzungen, dennoch habe ich Zweifel. Wie soll ich anlaufen, eher ruhig oder sogleich im Durchschnittstempo? Trinkgürtel mitnehmen (wohl nicht)? PowerBar - Gel?

Bei all meiner Vorfreude und Spannung würde ich gerne jeden Tipp lesen, vielleicht in / aus ähnlicher Situation. Es wäre einfach zu schade und fürchterlich frustrierend, würde ich das Rennen verpatzen. Und genau diese halbprofessionelle Anspannung stört mich, das grenzt schon an eine Blockade.

Beste Grüße
Oliver

flitzpipe
17.09.2008, 12:44
Hallo Oliver Sch.

" Vorgestern 20 km im Schnitt von 4:49 min/km,"
hmhm, also ich mach paar Tage vor dem Hm. eher noch mal Tempotraining.

"Wie soll ich anlaufen, eher ruhig oder sogleich im Durchschnittstempo? "
Wenn ich mir gute Zeiten versaut habe, dann dadurch, das ich zu schnell losgerannt bin!
Mein Tipp: die ersten paar Kilometer eher verhalten loslaufen.
Macht auch mehr Spass die zu schnell losgelaufenen dann einzusammeln:D

"Trinkgürtel mitnehmen (wohl nicht)? PowerBar - Gel"
Trinkgürtel brauchst Du nicht, gibt doch unterwegs was trinken, na und unterwegs was
nutschen oder essen, beim Hm und der Zeit die Du Dir vorgenommen hast, nicht nötig.

Also hau rein, die 1:33 packst Du:daumen:

Dodger
17.09.2008, 12:52
Hi Oliver,

ich finde auch, dass Du an Trinkgürtel und Powergel nicht denken solltest. (Ich wundere mich immer wieder, wie manche Läufer bis oben vollgepackt mit Gels und Wasserflaschen überhaupt laufen können!) Mich persönlich stört so ein Gürtel und lenkt mich dann ab. Powergel für nen Halbmarathon braucht eh keiner und Verpflegungsstellen wird es genug geben. Sie halt zu, dass Du weiter hinten etwas abgreifst, damit Du von den ersten "Anhaltern" nicht aufgehalten wirst. :zwinker5:

Bzgl. Start: Ich bin beim Start eigentlich immer links raus und recht zügig losgelaufen, damit mich die langsamen Läufer vor mir nicht ausbremsen. Nach dem ersten bzw. zweiten KM nehme ich dann Gas raus und laufe mein Ziel-/Durchschnittstempo. Wenn ich spüre, dass im letzten Drittel / Viertel noch genug Kraft da ist dann gebe ich nochmal Gas. Hat bisher immer geholfen.

Einen erfolgreichen Lauf wünsche ich Dir!!! :hallo:

Bye
Peter

ToMe
17.09.2008, 13:40
HDiesen würde ich gerne in zumindest 1:34 laufen, fantastisch aber wären 1:33. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob ich denn im WK die ganze Strecke tatsächlich über zwanzig Sekunden schneller laufen kann, als im - vergleichsweise ruhigen - Trainingslauf. Vorgestern 20 km im Schnitt von 4:49 min/km, Pulsdurchschnitt 145. Insgesamt ca. 2300 km dieses Jahr, im März habe ich den Bienwald-HM mit 1:35 beendet. PB über 10 km sind 41:50.

Hi,
die gleiche Antwort die ich hier schon mal gab. Wenn du in einem vergleichsweise ruhigen Trainingslauf 20km in 4:49/km laufen kannst, dann solltest du eigentlich problemlos eine 4:24/km im WK laufen können.

Wobei hier die übliche Frage bleibt, was man individuell unter ruhig versteht. Ruhige Läufe sind bei mir z.B. 45-70 Sekunden (langsamer ist natürlich auch ruhig :wink:) langsamer als mein HM-Tempo. Wobei ich pers. die 45 Sekunden nur in Ausnahmefällen als ruhig betrachte. Deine 10er Zeit passt auch, probiere also einfach die sub1:33h. Vorne schön gleichmäßig mit 4:24/km angehen und schauen was passiert. Wenn es wirklich zu schnell ist, dann hat man (sicher nicht jeder) das oft nach 3-5km raus und kann rausnehmen. Dann stirbt man hinten raus sicherlich nicht. Ansonsten wird es vielleicht irgendwann ab KM 14 hart und man muss mental da durch. Wenn es garnicht mehr geht wirst du dann halt langsamer, sterben sollte ein gut trainierter Läufer der bis dahin nicht gnadenlos überzogen hat auch nicht, immerhin hast du dieses Jahr 2300km in den Beinen. Naja und schlechte Tage gibt es immer mal.

Viel Erfolg,
Torsten

Oliver Sch.
17.09.2008, 15:39
Hallo nochmals,
vielen Dank für die Einschätzungen und Tipps. Den Trinkgürtel lasse ich somit zuhause, da zwar alles individuell betrachtet und entschieden werden muss, mich dieser aber schon stört. Bei einem früheren HM hatte ich mir eingebildet, damit keine Zeit an den Verpflegungsstationen zu verlieren und überdies nicht nur mein Laufshirt zu gießen, sondern zu trinken (das war beim Stuttgarter-Z.-Lauf, da waren es Bierbecher wie im Fußballstadion). Das Gel werde ich mir wohl auch schenken. Vielleicht fange ich - ggf. durch die Masse auch erzwungen - etwas ruhiger an und versuche dann, im WK-Tempo den Schritt zu finden, der mich hoffentlich bis zu meinem Ziel trägt...

Beste Grüße,
ich bin zuversichtlich,
Oliver

Nachzügler
17.09.2008, 20:21
Bei einem HM ist es eher nicht notwendig, Trinkgurt samt Verpflegung mitzunehmen. Bei Hitzerennen (>30°C) könnte man darüber nachdenken. Spare lieber das Gewicht! Wenn Du ein eigenes Spezialgetränk haben willst, dann stell nen Kumpel bei km 10 oder 12 ab, der dir dann die Flasche reicht, aus der Du sabberfrei trinken kannst.
Ziehe Dich nicht zu warm an. Gerade jetzt wenn es kühler wird, fangen einige an, sich schon wie Eskimos zu kleiden. Ein Kilo Mehrgewicht kann bis zu einer Minute in der Endzeit ausmachen. Hitzestau unter den Klamotten noch viel mehr!

Bei Deiner 10er-Zeit, wenn sie denn halbwegs aktuell ist, und bei dem Trainingslauf mit dem 4:48er Schnitt mit 145er Puls, kannst Du Dich eigentlich beruhigt nach hinten lehnen und Tee trinken. Ich denke Du kannst eine 1:32:30 laufen. Rechne Dir dafür die Pace aus und gehe den ersten Kilometer mit 10s Zuschlag an und versuche dann die Steigerung zum Renntempo und versuche dieses gleichmäßig zu laufen.
Bis dahin: Tapering!Keine harten und langen Einheiten mehr!

Viel Spaß am Sonntag bei Deiner vielleicht neuen Bestzeit!

Grüße

Thomas

spider
17.09.2008, 20:38
Bei einem HM ist es eher nicht notwendig, Trinkgurt samt Verpflegung mitzunehmen. Bei Hitzerennen (>30°C) könnte man darüber nachdenken. Spare lieber das Gewicht! Wenn Du ein eigenes Spezialgetränk haben willst, dann stell nen Kumpel bei km 10 oder 12 ab, der dir dann die Flasche reicht, aus der Du sabberfrei trinken kannst.
Ziehe Dich nicht zu warm an. Gerade jetzt wenn es kühler wird, fangen einige an, sich schon wie Eskimos zu kleiden. Ein Kilo Mehrgewicht kann bis zu einer Minute in der Endzeit ausmachen. Hitzestau unter den Klamotten noch viel mehr!


Thomas

Das gleiche denke ich auch wie Recht du hast
bei denn Wassermengen könnte man meinen
Ein Wüstenmarathon:teufel:

Freakazoid
18.09.2008, 22:46
2300KM????

ich hab diese jahr 400 gesammelt und versieren <1:30
wieviel stunden in der woche läufst du dafür?

Oliver Sch.
19.09.2008, 12:04
Hallo,
die genaue Zeit, die ich für die ganzen Laufkilometer aufbringe, lässt sich angesichts schwankender Geschwindigkeiten nur schwerlich errechnen. Mal begleitet mich mein kleiner Sohn (5) auf dem Rad, dann wird es langsam (5:30-5:40), mal gehe ich im Lauftreff, ein andermal alleine, dann meist etwas schneller. Um die Umfänge etwas genauer zu erfahren, habe ich mir im November vergangenen Jahres einen FR 305 gekauft, das war die beste Investition seit langem, wenngleich man - oder ich - zu dem Sklaven dieses Geräts werden. Seither messe ich meine km und trage diese hübsch in mein Büchlein ein. Das motiviert mich immer wieder aufs Neue. Und Deine Zeiten, die kann ich trotz des ganzen Trainings nicht anvisieren; wenn Du das mit den wenigen Trainings-km schaffst, Hut ab.

Oh Gott, ich bin jetzt schon aufgeregt, wie soll das heute und morgen noch mit Schlafen klappen...

Beste Grüße
Oliver

Nachzügler
20.09.2008, 19:11
2300KM????

ich hab diese jahr 400 gesammelt und versieren <1:30
wieviel stunden in der woche läufst du dafür?

Du willst 2008 nur 400 km trainiert haben (10 km pro Woche) und läufst unter 1:30? Klar. Logisch. :hihi:

Freakazoid
20.09.2008, 19:25
Du willst 2008 nur 400 km trainiert haben (10 km pro Woche) und läufst unter 1:30? Klar. Logisch. :hihi:

Ich will, ja. 1:32(Gutenberg Mainz) bin ich schon gelaufen, deswegen sollte das Ziel ja wohl nicht so unrealisitisch sein.

CarstenS
20.09.2008, 19:49
Du willst 2008 nur 400 km trainiert haben (10 km pro Woche) und läufst unter 1:30? Klar. Logisch. :hihi:Ich kenne einen Läufer, der letztes Jahr im November auf nicht einfacher 12km-Strecke eine 45er-Zeit gelaufen ist. Er war als Geheimwaffe eines konkurrierenden Teams angekündigt, und ich war nicht beeindruckt, habe ich ihm doch mehr als eine Minute abgenommen. Erst als er kurz danach zu uns in den Verein gekommen ist, habe ich erfahren, dass er ungefähr einmal pro Woche gelaufen ist. (Ich bin mir jetzt nicht hundertprozentig sicher, aber es war jedenfalls so gut wie nichts.) Das hat sich dann geändert. Vor kurzem ist er einen HM in 1:15 gelaufen.

Was ich damit sagen will: Um gute Zeiten zu laufen, muss man trainieren. Aber was gute Zeiten sind, ist individuell verschieden, und 1:30 ist nun auch nicht so übermäßig schnell.

Gruß,

Carsten