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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umgedrehte Vorsätze 2004



JuergenF
28.12.2003, 13:58
Meine lieben Kolleg(inn)en,
aus der Erkenntnis heraus, daß aus mir (in diesem Leben) ohnehin kein kompletter Läufer mehr werden wird, bin ich zum Schluß gelangt, daß ich mein Training spezialisieren und begrenzen muß. Daher habe ich heute während meines Dauerlaufs 2 Vorsätze für die Saison 2004 entwickelt, die das olympische Motto (höher schneller weiter) zumindest auf den ersten Blick auf den Kopf stellen. Und zwar:

Keine längeren Läufe als 17 km (17 km ist die geschätzte Distanz einer meiner Hausstrecken)!
und
Nach spätestens 3 Lauftagen (mind) 1 Ruhetag einlegen!

Weniger ist mehr?????? :idee:

Wir werden sehen...wie schaut´s bei euch so aus? :bounce:

Jürgen

UDo
28.12.2003, 14:15
Original von JuergenF:

Keine längeren Läufe als 17 km (17 km ist die geschätzte Distanz einer meiner Hausstrecken)!
und
Nach spätestens 3 Lauftagen (mind) 1 Ruhetag einlegen!

Weniger ist mehr?????? :idee:

Wir werden sehen...wie schaut´s bei euch so aus? :bounce:

Jürgen


Hallo Jürgen,

bei mir schauts anders aus, jedenfalls was die Läufe über mehr als 17 KM anbelangt. Aber was solls, solange du dich so nicht auf einen Marathon vorbereiten willst...

Noch eine Frage? Wie sieht denn für dich ein "kompletter Läufer" aus?


;)

Gruß

Uwe

...bis bald im Wald...

JuergenF
28.12.2003, 15:24
"Bis bald im Wald", gefällt mir!

Tja, an Marathon habe ich komischerweise überhaupt kein bißchen gedacht. Ein gutes Zeichen. :))

Ein "kompletter Läufer", öhhmm,, so genau weiß ich es auch nicht, aber zumndest einer, der 25 km locker und flott dahin laufen kann (so wie es Greif bei seinen Trainingsplänen voraussetzt). Und das kann ich sicher nicht bei einer maximalen Trainingsstrecke von 17 km.

Na denn, bis bald im Wald :))
Jürgen

Toronto21
28.12.2003, 20:02
Also, ich finde deine Vorsätze für 2004 gar nicht so verkehrt. Ich habe ja schon mal gesagt, daß ich es gar nicht für so sinnvoll erachte, sich gleich zu Beginn seine Läuferkarriere für einen HM oder Marathon zu entscheiden. Das könnte eher frustrierend werden. Zumindest sollte jeder, der diesen Weg wählt davon ausgehen, daß damit eine Menge Frust, Schmerz und ähnliches verbunden ist. Eine gewisse Leidensfähigkeit schadet also nicht.

Ich will niemanden davor abraten, diesen Weg zu wählen, denn wenn man es dann geschafft hat, sind die Emotionen wahrscheinlich noch viel stärker als bei jemandem, der weiß, daß er es schafft, es also nur noch darum geht, in welcher Zeit. Auf Ankommen laufen war nie mein Ding. Ich weiß, daß ich ein gewisses Leistungsvermögen habe, also versuche ich, daß Optimum raußzuholen. In einer anderen Sportart sähe es da schon anders aus. Würde jemand mich zu einem Schwimmmarathon überreden, käme es mir nur auf`s Ankommen an. Ich habe nie richtiges Schwimmen gelernt und bin jetzt erst damit angefangen. Meine Erwartungshaltung ist also entsprechend niedrig, was das Schwimmen betrifft. Hauptsache irgendwie heil aus dem Wasser und dann auf zur nächsten Disziplin, in dem Fall Rad und Laufen. Mit 38 werde ich jedenfalls kein begnadeter Schwimmer mehr. Und komplett sowieso nicht. :))

Ich habe 1987 mit dem Laufen angefangen, wenn man mal von gelegentlichem Joggen absieht und den Laufeinheiten, die ich im Rahmen meines früheren Sports (Fußball, Tennis, Squash) absolviert habe. Meinen ersten Marathon bin ich dann 2001 gelaufen. Das erste Mal daran gedacht habe ich 1998 und das Training aufgrund mehrere Infekte abgebrochen. 1999 war dann irgendwie nicht dran und 2000 ging nicht, da ich im Dezember einen Blinddarmbruch hatte.

Und insofern verlief das Training und der 1. Marathon entsprechend erfolgreich. Ich würde an deiner Stelle niemals nie sagen. Wer weiß, was die Zukunft bringt?

Und was ein kompletter Läufer ist, daß können wir hier bestimmt nicht beantworten. Aus deiner Sicht wäre ich so ein kompletter Läufer aber zur Komplettheit fehlt mir sehr viel. Um nicht zu sagen, fast alles. :P

Und dann gibt es ja noch den Faktor Spaß, der bei allem, was man tut, im Vordergrund stehen sollte. Wer den nicht hat, für den wird es immer Quälerei bleiben und irgendwann wird er das Handtuch schmeißen. Und das wäre schade, wo Sport doch so viel Spaß machen kann. Man sollte sich also realistische Ziele setzen. Dann klappt das schon. Auch mit dem Spaß. :bounce:

The jazz things in life. http://www.laufen-aktuell.de/_laufen_laufsport_/_images/extra_smilies/xtrasmilies/party018.gif

www.smueve.de

M@x
28.12.2003, 22:25
Hi Jürgen,
Es soll doch jeder seine Freude am Laufen haben und sich keinem (Gruppen)Zwang unterwerfen, unbedingt einen Marathon zu absolvieren.
daher ist doch dein Plan für dich optimal.
Ich hab mir einen Marathon in den Kopf gesetzt und versuch eben mich langsam mit längeren Läufen heranzutasten aber einen Laufruhetag mach ich auch mindestens einen pro Woche

______________________________
Pfiat di :hallo: :hallo:

M@x


Schüttelreim
ratlos nach den Feiertagen:
Wenn Kilos um die Hüften lasten,
sollst du nicht zum Lüften hasten!

Pedro
29.12.2003, 08:05
Gute Vorsätze: Mit 88 Kilo in die Saison. Sonst eigentlich nicht sehr viel mehr.
Die Greif-25iger kriege ich jetzt besser in den Griff. Aber es kommt ja bald die Endbeschleunigung:glow: :glow:
Meine Ziele (Marathon) habe ich vor einiger Zeit auch angepasst. Jetzt sollte erstmal HM reichen, bis sich meine Knochen und Gelenke dran gewöhnt haben....
Euch allen wünsche ich bei der Gelegenheit viel Kraft um Eure Ziele zu erreichen und natürlich viieeel Glück und Gesundheit
LG vom Pedro

JuergenF
30.12.2003, 20:40
Hallo Toronto (Stefan?), M@x und Pedro,
danke für eure konstruktiven Antworten. Noch einige Bemerkungen dazu. Ja, man sollte nie "nie" sagen. Mal abgesehen davon, daß ich meine Vorsätze eh nicht unbedingt einhalte (dafür sind sie doch da?), gelten sie allenfalls nur für 1 Jahr. Alles daraus hinaus sind allenfalls Absichtserklärungen.

Ich erkenne Parallelen zu dir, Toronto, was unsere bisherige sportliche Entwicklung betrifft. Wir waren "früher" ungefähr auf dem gleichen 10 km-Level, und "bemühen" uns jetzt, in gesetzterem Alter, wieder... :D
Du bist allerdings jetzt besser (und auch dünner, bäh), und von deiner Marathonzeit kann ich bestenfalls träumen. Ich verstehe dich jedenfalls, "durchkommen" allein würde mich auch nicht so sehr reizen. Bei allem Respekt vor denen, die es schaffen, ich würde es im Moment wohl kaum schaffen, auch nicht gehend. Bin allerdings schon mal ca 40 km gewandert in gut 6 Stunden. Damit habe ich mir immerhin schon bewiesen, daß ich ziemlich lang auf den Beinen sein kann :)) das Ganze jetzt joggend zu wiederholen, wäre daher für mich nicht gerade die ganz große Nummer, für die ich trainieren wollte. Aber Marathon auf Tempo? Da müßte ich erstmal die 10 km im Griff haben, denke ich mir. Sollte mir das dieses Jahr endlich wieder gelingen, könnte man in 2005 über Marathon(training) reden.

Nur 1 Ruhetag pro Woche ist aber wenig, M@x. Wir sind Vollprofi? :)) Ok, langsame lange Läufe sind was anderes, aber auch diese gehen an die Substanz. Hat grad der Grüning in der RW was dazu geschrieben: Daß die langen ruhigen Läufe im Winter keineswegs regenerativ seien, weil die Länge einen auch fertigmacht. So ungefähr halt :rotate:

Pedro, Vorsatz 88 kg zum Saisonstart? Das ist ja sogar mehr als ich wiege :D Du bist sicher den einen oder anderen Kopf größer als ich!!

Mit herzlichen Silvestergrüßen
Jürgen