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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maximalpuls



scheibu
31.12.2003, 10:03
Hallo alle zusammen,
zum Jahresende noch eine Frage.Habe heute mal meinen Maximalpuls ausgelotet und habe dabei einen Wert von 185 Schlägen erreicht,wie ist dieser Wert einzuordnen ???
Freue mich auf die Antworten

Gruß Sascha

Der Hiddestorfer
31.12.2003, 10:20
Original von scheibu:
Hallo alle zusammen,
zum Jahresende noch eine Frage.Habe heute mal meinen Maximalpuls ausgelotet und habe dabei einen Wert von 185 Schlägen erreicht,wie ist dieser Wert einzuordnen ???
Freue mich auf die Antworten

Gruß Sascha


Hi

Ich denke dazu mußt du auch andere Parameter nennen, allenvoran dein Alter.Ich bin kein Arzt, aber ich meine gelesen zu haben Gewicht,wielange schon Sport, Blutdruck, Cholesterin usw. sind auch wichtige Parameter.
Polar gibt in seinen Handbüchern die grobe Faustregel an:
220 minus Lebenalter = Maximalpuls

Ich habe mal gerade quergelesen, diese Formel ist eine Empfehlung der
"American Heart Association"

Lutz




Natural Born Runner

Toronto21
31.12.2003, 10:59
Da scheiden sich die Geister. Zum einen gibt es unterschiedliche Meßmethoden, den Maximalpuls festzustellen, zum anderen ist das auch von Mensch zu Mensch verschieden. 220 - Lebensalter ist die Durchschnittsgröße, mit der man nichts verkehrt machen kann. Aber sie spiegelt nur den Durchschnitt der Gesamtbevölkerung wieder.

Ich habe schon mal einen Wert von 201 auf der Uhr gehabt, habe ihn aber noch nicht genau feststellen lassen.

Steffny sagt auf seiner Homepage folgendes dazu und da wird u.a. deutlich, daß man mittels Laktattest relativ genau den Maximalpuls feststellen lassen kann. ABER, bezüglich des Laktattests habe ich auch schon wieder widersprüchlches gehört. Ich denke aber, die folgenden Tipps reichen für uns Normalos völlig aus:
---
Der Maximalpuls ist der höchstmögliche Puls, den Sie bei voller Belastung überhaupt erreichen können. Doch zunächst ganz wichtig! Man muss dafür kerngesund sein, keinen Infekt und keinen Herzfehler, Herzrythmusstörungen, Verletzungen usw. haben. Wer regelmäßig Wettkämpfe bestreitet, sollte diese Voraussetzungen erfüllen und diese Risikofaktoren nicht haben. Zudem fällt es sicherlich vielen schwer sich maximal, also willentlich bis an die Grenze zu belasten. Nochmal, dieser Grenzgang ist nicht ohne orthopädische und Herzkreislaufrisiken! Es gibt zur Ermittlung des Maximalpulses mehrere Möglichkeiten.

Sie können ihn nach einer groben Formel abschätzen: 220 minus Lebensalter gibt Maximalpuls. Also: ein 40jähriger hätte also einen Maximalpuls von 220 minus 40 = 180. Diese grobe Formel entspricht dem Mittelwert der untersuchten Gruppen und gibt einen ungefähren Anhaltspunkt. Aber etwa ein Drittel aller Menschen weicht davon 10-30 Schläge nach oben und unten(!) ab. Bevor man gar nichts weiß, ist sie zunächst nicht schlecht, denn auf über die Hälfte aller Läufer trifft sie immerhin einigermaßen zu.
Sie messen den Puls, wenn Sie Wettkampfläufer sind, einfach gegen Ende eines kurzen schnellen 5-10km Rennens, wenn Sie (hoch motiviert) nochmals voll spurten. Im Marathon wäre es Unsinn den Maximalpuls auszutesten. Sinnvoll ist dabei ein zuverlässiger Herzfrequenzmesser.
Sie ermitteln ihn im Training, indem Sie sich nach sorgfältigem Warmlaufen (mindestens 10 Minuten), das Tempo für 5 Minuten deutlich steigern, bis sie stark ausser Atem sind. Nun spurten Sie für eine Minuten nochmals voll durch, bis Sie das Gefühl haben "mehr geht nicht mehr". Nun sollten Sie nahe dem Maximalpuls sein. Das ist das quälerischste Verfahren, denn beim Wettkampf fällt es einem leichter. Alternativ können Sie nach dem Warmlaufen auch bergan (im Fitnesscenter auch auf dem Laufband) für 5 Minuten laufen, bis Sie außer Atem sind und dann nochmals 1 Minute "volles Rohr" laufen. Wichtig hinterher immer locker auslaufen!
Sie müssen aber um ihre Trainingszonen zu ermitteln nicht unbedingt den Maximalpuls herausfinden, denn es reicht eigentlich zu wissen, wo der Übergang vom aeroben zum anaeroben Training ist (Übergang vom "grünen in den roten Bereich", "anaerobe Schwelle"). 90-95 Prozent des Trainings sind langsamer als diese Grenze. Den Maximalpuls oder die anaerobe Schwelle können Sie auch in einem Sportmedizinisches Institut, wo Sie unter kontrollierten Bedingungen einen Stufentest mit Laktatmessung durchführen, ermitteln lassen. Auch wir führen so einen Laktattest in unseren Seminaren durch. Wenn Sie Ihren Maximalpuls kennen, können Sie nun die Trainingszonen errechnen: die anaerobe Schwelle liegt grob bei 90 Prozent davon. Zwischen 80 und 90 Prozent läge der flotte Tempodauerlauf, längere Berglauf und auch das maximal mögliche Marathontempo (85-87%). Der normale Dauerlauf, bei dem das allermeiste Training stattfinden sollte, liegt etwa bei 70-80 Prozent. Regeneratives Laufen ist um oder unter 70 Prozent. Ausführlicheres hierzu auch in meinen Büchern. Der Maximalpuls verändert sich durch Training kaum. Das Herz wird zwar durch Training größer und leistungsfähiger, das bemerken Sie aber mehr beim morgendlichen Ruhepuls, der im Laufe des Ausdauertrainings immer niedriger wird. Der Maximalpuls sinkt lediglich altersbedingt grob einen Schlag pro Jahr ab. Unabhängig von allen Formeln und Tests sagt Ihnen Ihr Körpergefühl ebenfalls, wann Sie sich richtig belasten: Sie sind im "grünen Bereich", wenn Sie sich noch prima unterhalten können und Ihre Atmung nicht hastig oder unangenehm spürbar wird.
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The jazz things in life. http://www.laufen-aktuell.de/_laufen_laufsport_/_images/extra_smilies/xtrasmilies/party018.gif

www.smueve.de

Toronto21
31.12.2003, 13:19
Angestachelt durch diese Diskussion UND einer neuen Uhr, habe ich dann heute mal meinen Maximalpuls ermittelt. Ich habe mich für die Variante 2 entschieden.

10 Minuten einlaufen, 5 Minuten Tempo steigern und dann am Schluß noch mal volle Lotte. Herauskam 202.

Wobei ich diese Variante für ziemlich schwer halte. Da soll man doch noch mal alles geben, wenn man eh schon nicht mehr weiß, wie man die 5 Minuten durchstehen soll. ?(



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scheibu
02.01.2004, 08:03
Hallo,
danke erst einmal für die Antworten, meine Frage bezog sich darauf ob man aufgrund des Wertes von fit oder unfit sprechen kann.Um schneller zu laufen müßte der Wert ja hoch sein.
Wenn der Puls wie bei mir bei 185 liegt sollte man einen regenerativen Lauf bei 60% des Maximalpulses machen das sin so um die 120 Schläge.Da fällt es mir schwer so langsam zu laufen und ich habe das Gefühl ich war danach geschlauchter als wenn ich normal gelaufen werde.Ich werde aber nochmal einen ruhigen Dauerlauf testen und sehen wie es mir dann ergeht.

Gruß Sascha.

hw
02.01.2004, 08:11
Hey Sascha!

Eine Beurteilung der Fitness aufgrund der HFmax ist meines Wissens nicht möglich. Diese wird auch durch Training kaum verändert. Was du durch Ausdauertraining senkts ist der Ruhepuls. Aber auch der ist alleine kaum dazu geeignet deine Fitness zu beurteilen.
Zudem soll man den regenerativen Lauf meines Wissens mit 70% der HFmax und nicht nur mit 60% machen. Bei 60% bin ich auch schon nach den ersten paar Metern.

Gruß

Holger

3. Volksbank-Münster-Marthon - Am 05.09.04 bin ich dabei

Fräse
02.01.2004, 09:01
Original von scheibu:
Hallo,
danke erst einmal für die Antworten, meine Frage bezog sich darauf ob man aufgrund des Wertes von fit oder unfit sprechen kann.Um schneller zu laufen müßte der Wert ja hoch sein.
Wenn der Puls wie bei mir bei 185 liegt sollte man einen regenerativen Lauf bei 60% des Maximalpulses machen das sin so um die 120 Schläge.Da fällt es mir schwer so langsam zu laufen und ich habe das Gefühl ich war danach geschlauchter als wenn ich normal gelaufen werde.Ich werde aber nochmal einen ruhigen Dauerlauf testen und sehen wie es mir dann ergeht.

Gruß Sascha.




Hallo Sascha,

der Fitnesszustand, lässt sich nur durch den Ruhepuls ermitteln.

Gruß Jens

Odo
02.01.2004, 14:16
Hallo Sascha!

Der Maximalpuls lässt KEINEN Rückschluss auf die Fitness zu. Spitzensportler haben teilweise einen Maximalpuls von unter 180. Generell sinkt der Maximalpuls etwas mit dem Alter. Es gibt keine Möglichkeit den Maximalpuls durch Training oder anderweitig zu erhöhen. Im Gegenteil: durch sehr starkes Training sinkt der Maximalpuls sogar leicht ab. Der Puls ist nur ein Rädchen für die Ausdauerleistung. Du kannst deinen persönlichen Ruhepuls als Anhalt für eine Fitnessverbesserung heranziehen, da dieser mit zunehmender Fitness sinkt – erwarte aber auch hier keine Wunder. Aber auch den Ruhepuls kannst du NICHT mit anderen Vergleichen (bspw. hat Jan Ullrich einen sehr niedrigen Ruhepuls, der von Lance Armstrong ist dagegen verhältnismäßig hoch). Der Puls ist etwas sehr individuelles.

Als Kennzahl für die Ausdauerleistungsfähigkeit wird häufig die maximale Sauerstoffaufnahme (ml/kg/min), auch VO2max genannt, herangezogen. Diese lässt sich aber nur im Labor messen. Die Polar-Pulsmesser (S-Serie, M-Serie ?) versuchen über eine Messung der Herzfrequenzvariabilität diesen Wert zu ermitteln. Dieser Wert gibt deine maximale aerobe Leistungsfähigkeit wieder. Für den ermittelten Wert kann anhand von Tabellen eine Aussage über deinen Fitnesszustand getroffen werden (ein guter Wert für Männer zwischen 30 und 34 Jahren läge bspw. bei 46-51, ein unterdurchschnittlicher Wert läge unter 41, Weltklasseläufer haben einen Wert von über 80 bis knapp 90).


Viele Grüße
Jörg

P.S. einen regenerativen Dauerlauf laufe ich mit bis zu 68% HFmax.