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Fred128
16.04.2011, 00:36
... oder von Brandenburger Tor zu Brandenburger Tor

Von Potsdam entlang der Havelseen durch den Grunewald nach Berlin, 45 km, 7½ h

Fotobericht hier (http://www.mister-wong.de/files/260198369/2011-04-potsdamberlin/pdf/)

Die Idee zum Lauf hatte ich seit ein paar Monaten. Damals war ich mit der Familie über ein langes Wochenende in Berlin und habe dabei in einem Reiseführer ein Foto vom Brandenburger Tor gesehen und mich verwundert gefragt: „Das sieht doch ganz anders aus !?“. Das Foto war vom Brandenburger Tor in Potsdam, das ich bislang noch gar nicht kannte. Von dem Moment war mir klar: „Das wäre doch mal ein schöne Idee für eine Laufstrecke – vom Brandenburger Tor zum Brandenburger Tor!“

Gesagt, getan, jetzt stehe ich hier in Potsdam vor dem kleineren Bruder des großen Brandenburger Tors – Dienstag Nachmittag, 16:30 Uhr, ausgerüstet mit einem Rucksack mit ausreichend Getränken und Proviant, einer Landkarte und meinem Fotoapparat, und los geht’s – mal sehen was mich unterwegs alles so erwartet … :-)

Bei der Streckenwahl gab es mehrere Alternativen. Den direkten Weg – einfach entlang der Bundesstraße 1 von Potsdam nach Berlin – nein, in der Woche am späten Nachmittag ist da
sicherlich zu viel Verkehr(?). Oder den Mauerweg, immer entlang der ehemaligen Mauer, genauer den südlichen und südöstlichen Teil davon - das wäre sicherlich sehr reizvoll, aber mit ca. 70 km dann doch ganz schön lang, soviel Zeit hatte ich ja gar nicht ;-) . Bleibt noch die vermeintlich landschaftlich schönste Variante entlang der Havelseen durch den Grunewald und ab Westend dann hinein ins Zentrum - die 10km lange Zielgerade kannte ich ja schon, von meinen Nachtläufen in der City. Aber wie sieht’s im Grunewald aus? Kann man tatsächlich überall am Seeufer entlang laufen?

Hierzu habe ich einen ortskundigen Bekannten aus dem Internet um Rat befragt und bekam prompt eine in allen Details ausgearbeitete Laufstrecke - erstellt auf gpsies.com – klasse! Vielen lieben Dank, Knippi aka Hardlooper!!! Dir ist ein perfekter Mix aus Sightseeing und Naturerlebnis gelungen, meist auf herrlichen kleinen Wegen durch Parks und Wälder, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Auch in Berlin selber hast du eine schöne Route vom Westend bis hinein ins Zentrum fast ganz abseits der Hauptstraßen gefunden, super. Knippi, und dass du dann auch noch arrangiert hast, dass ich am Schloss Bellevue tatsächlich einer echten(!) Königen(!) über den Weg laufe – quasi als krönenden Abschluss eines tollen Tages – da fehlen mir wirklich die Worte, Danke!

Von der Charakteristik her erinnert mich die Strecke irgendwie an den EcoTrail de Paris, über den ich ein paar Berichte gelesen habe. Die kürzere Variante startet im Schlosspark von Versailles und führt über kleine Wege durch viel Natur hinein bis mitten ins Zentrum von Paris - Ziel ist die Besucherplattform auf dem Eifelturm. Das wäre doch etwas – EcoTrail de Berlin – vom Schloss Sans Souci in Potsdam entlang der Havelseen und der Spree bis hinauf in die Reichstagskuppel. Wobei die reinen Trailanteile jetzt nicht ganz so ausgeprägt waren, aber die könnten ja z.B. im Grunewald noch beliebig ausgebaut werden.

Doch zurück zum jetzigen Lauf. Los geht’s durchs Brandenburger Tor auf den Prolog durch die Potsdamer Innenstadt. Hierbei steht aber erstmal das Sightseeing noch klar im Vordergrund - aber einen langen Lauf sollte man ja auch nicht zu schnell beginnen – Altstadt, holländisches Viertel, Nauener Tor, Siedlung Alexandrowka, jeden Menge schicke Villen und auch sonst sehr viel Schönes und Interessantes zum Warmwerden. Den Schlosspark Sans Souci mit seinen diversen Schlössern hätte man natürlich auch noch mitnehmen können, aber das kannte ich schon und habe es mir daher erspart. Übrigens, was die Burgen und Ruinen im Mittelrheintal sind, sind hier die Schlösser und repräsentative Villen – anfangs ist man tief beeindruckt, aber irgendwann wird es dann zu viel. „Jo, auch nicht schlecht, aber lohnt sich wirklich ein Foto?“ Übersättigung nennt man das dann wohl … ;-)

Der Lauf an sich geht eigentlich erst richtig los mit dem Eintritt in den „Neuen Garten“. Entlang am Ufer des „Heiliger Sees“ führt der Weg nach Norden aus der Stadt hinaus, vorbei am Marmor Palais, hinüber zum Schloss Cecilienhof. Hier kamen nach dem Ende des II. Weltkriegs die Führer der Siegermächte - Stalin, Churchill und Truman – zusammen zur sogenannten Potsdamer Konferenz und besiegelten die Neuordnung Deutschlands. Gut, inzwischen hat sich Deutschland dann noch einmal neu geordnet, denn sonst wäre der Lauf in der geplanten Form bereits nach ein paar Kilometern an der Glienicker Brücke auch schon wieder zu Ende, bzw. ich hätte dann doch den deutlich längeren Weg entlang der Mauer einschlagen müssen … eine glückliche Fügung der Geschichte … ;-)

Hier außerhalb der Stadt am Seeufer ist der kühle, stürmische Wind deutlicher spürbar. In den letzten 10 Tagen gab es durchweg herrlichsten Sonnenschein mit meist schon vorsommerlichen Temperaturen. Heute änderte sich die Wetterlage abrupt, die Temperaturen fielen auf etwa 10°C, mit stürmischen Winden aus Nordwest. Dazu sind immer wieder Regenschauer vorhergesagt, doch zum Glück bleibt es bei mir den ganzen Tag trocken. Die Temperaturen sind für’s Laufen gar nicht schlecht, der Wind ist ab und an etwas nervend, aber insgesamt kein Problem. Nach der Vorhersage hatte ich mit Schlimmeren gerechnet, so freue ich mich über die doch vielen Sonnenscheinphasen.
Weiter geht es, jetzt am Ufer der großen Havelseen, oder ist das ein riesiger Havelsee, der lokal nur andere Namen hat, oder ist das nur ein aufgestauter Fluß … keine Ahnung? Auf jeden Fall ist es richtig klasse hier am Ufer entlang zu laufen. Es geht über die Glienicker Brücke, berühmt für die spektakulären Agentenaustausche zwischen Ost und West im Kalten Krieg, heute nur noch die Grenze zwischen den Städten Potsdam und Berlin, bzw. den Bundesländern Brandenburg und Berlin. Hey, dann ist das ja ein Lauf durch zwei Bundesländer … ;-) …

Weiter geht’s immer direkt am Ufer entlang in Richtung Wannsee, vorbei an der Pfaueninsel und ein paar richtig schönen Biergärten, die aber heute alle geschlossen haben. Auch sonst sind nur vereinzelt Leute unterwegs - die Einsamkeit des Langstreckenläufers … ;-) … Der Ort Wannsee, am gleichnamigen See(arm) - der mit der Badehose und dem kleinen Schwesterlein - besteht, soweit ich es gesehen habe, nur aus protzigen Villen und Segel- und Sportboothäfen. Vor dem Tor eines Yachtclubs ist die Porschequote bei den geparkten Autos auffällig hoch, wahrscheinlich nur Zufall und durch statistische Schwankungen mathematisch durchaus erklärbar ... ;-) .

Vor einer der Villen lege ich einen kurzen Trinkstopp ein. Neben dem Eingangstor fällt mir dabei eine kleine Gedenktafel auf, auf der steht, dass in diesem Haus 1942 auf der sogenannten Wannsee-Konferenz von den NS-Oberen die Vernichtung der Menschen mit jüdischem Glauben beschlossen wurde … schluck … man kann es sich richtig vorstellen, wie hier in dieser siegheilen Traumwelt selbsternannte Übermenschen in maßloser Selbstüberschätzung gemütlich bei einem Glas Wein den Lauf der Geschichte festlegen wollten. Nur gut, dass es solche Menschen heute nicht mehr gibt … zumindest nicht in diesem Haus … hoffentlich …

Die Sonne senkt sich so langsam, also weiter geht’s, durch den Ort hindurch, direkt am S-Bahnhof Wannsee vorbei – „… führe mich nicht in Versuchung …“ nein, kein Problem – und hinein in den Königsforst, ähm, nee, Grunewald natürlich. Hier geht’s jetzt quer durch den ganzen Wald bis hinauf zum Berliner Westend auf einem Fußweg neben einer kleinen Straße mit dem großen Namen „Havel-Chausee“. Autoverkehr gibt’s aber so gut wie keinen, aber eine Buslinie, mit vielen Haltestellen entlang dem ganzen Weg – praktisch, wenn man mal nicht mehr weiter kann, hier in der tiefen Wildnis.

Das Sträßchen verläuft zum Teil direkt in Ufernähe, manchmal aber auch etwas im Hinterland. Die Sonne ist inzwischen untergegangen und es wird langsam dunkel. Vereinzelt kommen mir ein paar wenige Radfahrer entgegen. Man grüßt sich kurz, dann ist man wieder alleine. „Aber im Moment macht es richtig Spaß hier durch den Wald zu laufen“, denke ich gerade noch, laufe um die nächste Kurve und blicke auf eine sehr lange Gerade, die richtig steil einen Berg hinauf führt. „Wie Berg? Wo bin ich denn jetzt gelandet? Na gut, mal wieder ein bisschen Wandern ist ja auch nicht schlecht“ … ;-) … Oben auf dem Bergrücken steht der imposante Grunewaldturm. Von da oben hat man bestimmt eine tolle Aussicht, aber im Moment scheint er wegen Sanierungsarbeiten komplett geschlossen zu sein, schade.

Inzwischen ist es richtig dunkel geworden, das ist aber kein Problem, denn es ist nicht mehr weit bis zur Zivilisation. Und schon bald tauchen schon die ersten vereinzelten Schuppen und Häuschen entlang der Straße auf. Am Ufer liegt ein schön beleuchtetes Restaurant-Schiff mit dem Namen „Alte Liebe“ … ach, Alten Liebe, da hatten wir unsere Hochzeitsfeier … aber in Köln, auf dem Rhein …;-) … Ab hier gibt es jetzt auch wieder eine Straßenbeleuchtung und plötzlichen schrecke ich zusammen, mit lauten Stampfen verschwindet ein Wildschein in Richtung dunkler Wald … ich muss schmunzeln, die Zivilisation hat mich tatsächlich wieder, denn in Berlin leben die vornehmen Wildscheine nicht mehr im Wald, sondern in den Vorgärten der schmucken Häuser in den Außenbezirke … habe ich mir sagen lassen … ;-)

Weiter geht’s, unter der Heerstraße hindurch, eine kurze Steigung hinauf und schon befinde ich mich im nächsten höchst geschichtsträchtigen Gebiet in Berlin, dem Olympiagelände mit Maifeld, Waldbühne und Olympiastadion. Im Dunklen sieht man allerdings nicht so viel, aber beim Weg vom Eingang zum Maifeld mit dem Glockenturm zum Stadion spürt man die Dimensionen dieser Anlage – die Gigantomanie, die maßlose Selbstüberschätzung, die dahinter stand …

Vom östlichen Eingang des Stadions geht es hinab ins Westend und durch ruhige Wohnstraßen weiter in Richtung Messe und Funkturm und dann am kleinen Lietzensee vorbei quer durch Charlottenburg zum Schloss Charlottenburg, dessen Größe mich auch nach all den vielen Schlössern, die ich heute schon gesehen habe, beeindruckt – großartig. Weiter geht’s immer am Ufer der Spree und des Landwehrkanals entlang zur Straße des 17. Juni. Jetzt ist es nicht mehr weit, die Siegessäule kommt immer näher. Jetzt noch einen kurzen Abstecher zum Schloss Bellevue, dem Regierungssitz des Bundespräsidenten, denn das lässt sich so gut fotografieren.

Doch große Überraschung, um diese späte Uhrzeit ist hier im Schlossgarten noch richtig was los, viele dicke Autos warten vorm Schloss, eine Motorrad-Eskorte wartet auf ihren Einsatz und einige Bereitschaftspolizisten sorgen für Ordnung außerhalb des Schlosses, obwohl da außer mir, nur noch ein weiterer Schaulister ist. Was ist eigentlich los? Die Holländische Königen ist mit Ihrem ganzen Tross heute zu Gast in Berlin und der Bundespräsident hatte für sie abends ein Staatsbankett ausgerichtet. Das ist nun offensichtlich zu Ende und die Wagen stehen zur Abfahrt bereit. Ich brauche auch gar nicht lange zu warten, da kommen die hohen Gäste auch schon aus der Tür, werden vom Bundespräsidenten samt Gattin verabschiedet und zum Auto geleitet. Die Autos fahren los, der Präsident winkt, die Straßen werden mal kurz gesperrt, die Motorrad-Eskorte führt die Wagen sicher aus dem Schloss hinaus und durch die dunkle Berliner Nacht … und dann ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei … da war ich dann wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort … ein krönender Abschluss für einen extrem erlebnisreichen Tag … ;-)

Zum Brandenburger Tor ist es jetzt nicht mehr weit, nur noch schnell am Reichstag vorbei und dann ist es geschafft, endlich, juhu. Anstrengend war’s und lange hat’s gedauert, sehr lange, über 7 h, für 45 km.

Das ist viel Zeit, sehr viel, selbst für mich. Warum war ich sooo langsam? Gut die vielen Fotostopps summieren sich auf. … Der Rucksack war wieder einmal viel zu schwer, mit anfangs 3 Liter Flüssigkeit, wovon ich bei der günstigen Witterung letztendlich nur 1,5 Liter gebraucht habe, und es eigentlich auch Möglichkeiten zum Nachkaufen gab… und jede Menge Proviant, man weiß ja nie, mal vorsichtshalber noch eine Tafel Schokolade dazu gepackt und noch schnell ein Teilchen vom Bäcker geholt … und noch warme Wechselklamotten, es sollte ja regnen und es war relativ kühl und windig … mit der Atmung habe ich seit dem Frühling pollenbedingt mal wieder meine Problemchen … und so richtig im Training bin ich ja auch nicht … und sowieso sollte heute das Erlebnis und nicht das schnelle Laufen im Vordergrund stehen und das tat es ja auch. Und so und so bleibt es ja jedem selber überlassen, die Strecke schneller abzulaufen … ;-)

Aber das Erlebnis war wirklich klasse, mal wieder unheimlich viele komprimierte Eindrücke der unterschiedlichsten Art … ein rundum schöner Tag … und diese herrliche Strecke kann ich nur jedem weiter empfehlen … Fotobericht hier (http://www.mister-wong.de/files/260198369/2011-04-potsdamberlin/pdf/) ..

Diese und weitere von mir gelaufene Strecken kann man sich Online auch im Detail anschauen oder herunterladen auf: GPSies.com - GPS, Tracks, Strecken, Touren, Konverter Erweiterte Suche MegaCmRunner (http://www.gpsies.com/trackList.do?username=MegaCmRunner)

Gruß aus Köln, Manfred

Fred128
16.04.2011, 00:53
Ach ja, beim Lauf am See ging mir fast den ganzen Tag dieses Lied von Peter Fuchs nicht mehr aus dem Kopf:


Lauf am See

Hier bin ich gebor’n und laufe durch die Straßen.
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden.
Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen.
Einfach mal raus, ich laufe los mit schnellen Waden.
Die Sonne blendet alles fliegt vorbei.
Und die Welt hinter mir wird langsam klein.
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht.
Ich weiß sie wartet und ich hol sie ab.
Ich hab den Tag auf meiner Seite ich hab Rückenwind.
Ein Frauenchor am Straßenrand der für mich singt.
Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau,
schließ die Augen und lauf einfach gradeaus.

Bis ans Ende der Strassen geht mein Lauf am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Mehr als 20 Kilometer, meine Frau ist schön.
Ich lauf immer weiter, ich brauche nie zu gehn.

Ich suche neues Land mit unbekannten Strassen,
fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen.
Alles gewinnen beim Spiel mit guten Landkarten.
Den Weg verlieren, Gott hat einen harten linken Haken.
Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand.
Und die Landschaft raubt mir jeden Verstand.
Beim langen Laufen werd ich vom Glück verfolgt.
Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold.
Ich lad’ die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fangen vor Freude an zu weinen.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.

Und der Mond scheint hell bei meinen Lauf am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Mehr als 20 Kilometer, meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei, ich will wieder laufen gehn.

(frei nach „Haus am See“ von nach Peter Fuchs)

Ach ja und danke nochmal für die schöne Strecke, Knippi ... :daumen:

Gruß, Manfred

sasso
16.04.2011, 01:14
Schöne Überraschung zur späten Stunde, Manfred
Wollte schon ausschalten und den tollen Bericht gefunden - schönen Dank dafür
Tolle Bilder aus der alten Heimat
Wirklich Klasse Idee

Andreas

Siegfried
16.04.2011, 08:18
Tja - zu der Laufstrecke gibts nicht viel zu sagen. Wenn ich sie mir ausgesucht hätte dann wäre es so ziemlich die gleiche Strecke geworden. Potsdam ist ein richtiges Schmuckstück geworden. Ich war das erste mal kurz nach der Wende da. Sanssouci - naja, aber der Rest war böse vergammelt. Das Holländerviertel war mit so einer komischen rostroten Farbe abgepinselt - aber alles samt Balken und Fugen - die Frbe lief dann bei Regen teilweise wieder runter. Und die Villen sahen eigentlich so ziemlich alle aus wie die auf einem Bild mit Villa Kunterbunt betitelte. Da konnte man eigentlich eher depressiv werden. Vor etwa 10 Jahren war schon vieles besser - aber als ich letztes Jahr wieder mal da war war ich echt überrascht wieviel sich da getan hat. Ich bin schon öfter den DVV-Wanderweg in Potsdam gelaufen - im Großen und ganzen deckt sich der mit Deiner Strecke - ausser das er von der Alexandrowka über einen Hügel abzweigt und dort noch ein Schloß und eine Russische Kirche mitnimmt bevor er an der alten Meierei (leckeres Bier - kleine Brauerei, wohl einer der schönsten Aussenlokationen in Potsdam) zum Schloss Cecilienhof gelangt:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=moxlqqtygnnhchug

Übrigens kann mit in der Alexandrowka auch lecker russisch essen. Das mit dem "Lauf auf die Reichtagskuppel kannst Du Dir abschminken. Wenn sie mal offen ist kannst Du Dich minimal 2 Stunden anstellen bis Du im Reichstag bis. Und da beginnt die Schlange an der Treppe! Ich hab da auch schon Schlangen gesehen die gut drei mal so lang waren. Aber wirklich ein schöner Laufbericht von einer schönen Strecke. Da merkt man richtig - das ist ein Läufer der nicht nur blind Kilometer frisst sondern sich auch mit Kultur und Landschaft beschäftigen kann. :daumen:

Siegfried

Jeannette
16.04.2011, 08:36
Danke für die tollen Fotos und den schönen Bericht. Jetzt freue ich mich moch mehr morgen im Grunewald zu laufen :nick: Die holländische Königin war tatsächlich da, sehr zum Ärger der Berliner, denn der Verkehr war komplett lahm gelegt für zwei Tage.

Jeannette

maria335
16.04.2011, 09:22
Oh, hallo Manfred,

der Bericht kommt mir bekannt vor. Den hab ich doch heute schonmal gelesen... und seitdem schwirrt mir dieses Lied im Kopf herum.

:winken: Mary

harriersand
16.04.2011, 09:57
Das ist ein toller Bericht und schöne Strecken, die ich zum Großteil auch schon gelaufen bin, bloß nicht alle nacheinander! Die Havellaufstrecke von der Glienicker Brücke zum Löwendenkmal gibt's ja auch als Wettkampf bei 22. RUNNERS POINT Havellauf - 17.07.11 - 09.00 Uhr (http://www.havellauf.de) und an Spree und Landwehrkanal lang bin ich schon bis Jannowitzbrücke gelaufen.

Rumlaeufer
16.04.2011, 10:15
Hallo Manfred,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht inkl. vieler schöner Bilder von Deinem Lauf von Potsdam nach Berlin. Meine Schwester wohnt seit Jahren in Berlin und wenn ich sie demnächst mal wieder besuche, könnte ich mich ja auch mal auf diese schöne Laufstrecke begeben. Eine Laufstrecke die an Sehenswürdigkeiten offensichtlich deutlich mehr zu bieten hat, als meine Runde in der vorletzten Woche in Omaha! :zwinker2:

Sei's drum, ich wünscheDir weiterhin alles Gute und bin schon mal gespannt, wo Du demnächst laufend unterwegs bist?

Peter Pansen
16.04.2011, 10:43
Super Sache! Die Streckenwahl war klasse und solltest Du sowas in der Art nochmal planen, aber nicht wieder die gleiche Strecke laufen wollen, kann ich Dir das nördwestliche Havelufer über Sakrow, Kladow und Gatow empfehlen.

Vielen Dank für den tollen Bericht!

hardlooper
16.04.2011, 12:04
Hi Manfred,

da hast Du Dich ja nicht lange aufgehalten zwischen Endplanung und Ausführung :daumen: .

Uuuund die Havelchaussee :teufel: ? Dachte daran, ob ich zu den Hügeln etwas schreiben sollte - aber eine kleine Überraschung sollte ja auch "drin" sein :zwinker5: . Die Jungs sind 1936 da 2 x langgelaufen, hatten es aber "einfacher", weil sie sicher vorher eine Streckenbesichtigung gemacht haben. Trotzdem: den "Pickel" hoch kurz vor dem Olympiastadion - mein lieber Scholli :nick: .

Knippi :winken:

Fred128
17.04.2011, 11:58
... da hast Du Dich ja nicht lange aufgehalten zwischen Endplanung und Ausführung :daumen: ...

Ja stimmt, der Termin stand aber schon länger fest, d.h. ich habe mit der Endplanung erst kurz vorher angefangen und das ging ja dann mit deiner Unterstützung auch ganz fix ...:D ... Zur Not wäre ich sonst einfach die B1 lang gelaufen ... dann wäre die Strecke 10km kürzer gewesen und ich hätte weniger Aufwand mit dem Fotografieren und Schreiben gehabt ... ;-)

Berlin ist jedenfalls klasse und immer ein Läufchen wert. Auch in Zukunft werde ich versuchen einen Besuch mit einem Lauf zu verbinden, zu entdecken gibt es ja noch genug ... :-)

Gruß, Manfred

19joerg61
17.04.2011, 13:20
Tolle Idee und schöner Bericht.

Grüße

Jörg

Tati
17.04.2011, 15:03
Super Bericht. Vielen herzlichen Dank fürs Mitnehmen ;-)

Domborusse
17.04.2011, 21:12
Hallo Manfred,

das ist ja mal wieder so ein richtig schöner und gelungener Bericht:daumen:
Habe einen sehr guten Bekannten, der eine Zeit in Potsdam gewohnt hat, daher waren viele Örtlichkeiten sehr präsent!!
Danke das wir wieder mitdurften :)
Gruß
Domborusse

wowbagger
18.04.2011, 16:35
Danke für den schönen Bericht und besonders für die wirklich sehr schön eingefangen Impression mit der Kamera!

Fred128
10.05.2011, 09:18
30.10.2011 - XXL-MauerwegLauftreff:
Vom Brandenburger Tor in Potsdam zum Brandenburger Tor in Berlin - macht zusammen 45 Kilometer! Start um 9 Uhr am Potsdamer Brandenburger Tor. Wie immer beim extralangen XXL-Lauf mit Verpflegung alle 8-10 Km unterwegs und Gepäcktransport. Urkunde auf Wunsch! Unkostenbeitrag für Nichtmitglieder der LG Mauerweg: 8 Euro. siehe hier (http://www.mauerweglauftreff.de/Website/Termine.html)
Also, wer Lust hat die Strecke mal organisiert in Begleitung und mit Verpflegung zu laufen, der sollte sich den 30. Oktober schon mal vormerken ... :-) ... Ich hatte letztens zufällig Kontakt mit jemanden vom Berliner Mauerweg Lauftreff und habe eher nebenbei erzählt, dass ich von Potsdam nach Berlin gelaufen bin und habe ihm mal meinen Bericht zugemailt ... und die waren direkt so begeistert von der Idee und der Strecke, dass sie sie im Oktober in ihre Lauftermine aufgenommen haben. Schön zu wissen, dass es Leute gibt, die ähnlich ticken und die sich über so etwas freuen können ... ;-)

Gruß, Manfred

Fred128
20.09.2011, 09:57
30.10.2011 - XXL-MauerwegLauftreff:
Vom Brandenburger Tor in Potsdam zum Brandenburger Tor in Berlin - macht zusammen 45 Kilometer! Start um 9 Uhr am Potsdamer Brandenburger Tor. Wie immer beim extralangen XXL-Lauf mit Verpflegung alle 8-10 Km unterwegs und Gepäcktransport. Urkunde auf Wunsch! Unkostenbeitrag für Nichtmitglieder der LG Mauerweg: 8 Euro. siehe hier (http://www.mauerweglauftreff.de/Website/Termine.html)
Hallo Berliner Langläufer, möchte euch nochmal diesen schönen Lauf ans Herz legen ... ich wäre auf jeden Fall dabei, wenn ich in der Nähe von Berlin wohnen würde ... durch die Natur mitten in die Großstadt hinein, geniale Strecke, ausgearbeitet von Knippi ... :daumen:

Gruß aus Köln, Manfred

Babe Levy
21.09.2011, 12:29
… und diese herrliche Strecke kann ich nur jedem weiter empfehlen …

Gruß aus Köln, Manfred

Hallo Manfred,

da kann man mal sehen, wie gut es sein kann „altes“ nochmal aufzuwärmen.
Hätte ich sonst gar nicht mitgekriegt.
Jetzt weiß ich was ich beim nächsten Berlin-Besuch unbedingt einplanen muß.
Schöne Bilder!

Vielen Dank

Christoph