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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmerzen im Hintern beim Laufen



Renn-Maus
17.04.2011, 15:44
Hallo,
Ich weiß dass eine Ferndiagnose nicht möglich ist, will ich auch nicht, aber ich glaube nicht dass ich mit meinem Problem alleine bin und wäre für jeden Tipp dankbar. Seit Monaten habe ich beim Laufen Schmerzen in den Pobacken, angefangen mittig bis runter zu den Oberschenkeln hinten. Oft muss ich das Training unterbrechen um die Hinterseite zu dehnen, ansonsten kann ich gar nicht weiterlaufen. Für mich fühlt es sich irgendwie so an als würden sich die Muskeln zusammenziehen, verkürzen. Komme in dem Moment auch nicht mit den Händen auf den Boden, sondern muss erst ein paar Minuten dehnen. Wenn dann alles wieder schön gedehnt ist kann ich wieder ein paar Kilometer laufen, die Schmerzen sind immer da, werden dann wieder schlimmer, bis ich wieder stehe und dehnen muss. Arzt, Orthopäde und Physiotherapie bringen nichts, ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter. Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen? Bin für jeden Tipp super dankbar!!

runningdodo
17.04.2011, 16:44
Google mal nach M. piriformis Syndrom, ob Du Dich da wieder findest! :wink:

Renn-Maus
18.04.2011, 19:57
Hi, danke für den Tipp, das dachte ich auch schon, hab es vom Sportarzt abklären lassen, der Piriformis ist nicht schuld, ist zu seitlich. Bei mir sind die Schmerzen eher ab Mitte, also da wo man drauf sitzt. Hast du noch ne Idee??

Magimaus
18.04.2011, 20:15
Google mal nach M. piriformis Syndrom, ob Du Dich da wieder findest! :wink:


Hi, danke für den Tipp, das dachte ich auch schon, hab es vom Sportarzt abklären lassen, der Piriformis ist nicht schuld, ist zu seitlich. Bei mir sind die Schmerzen eher ab Mitte, also da wo man drauf sitzt. Hast du noch ne Idee??

Könnte trotzdem passen. Der Pirisformis ist nur ein winziger Muskel der ungefähr vom ISG aus seitlich rübergeht. Der ist nicht immer allein schuld. Oft sind mit diesem auch Gluteus maximus, G. medius u.s.w. - also sämtliche Pomuskeln verspannt - oder eben einer besonders krass.
Beim intensiven Massieren (oder einfach auf Tennisball legen und rollend drücken) merkt man dann besonders schmerzhafte Punkt (Triggerpunkte). Wenn man diese durch kräftige Massage "auflöst" wird der Gesamtschmerz (der in Hüfte, Adduktor und Bein ziehen kann) meist nach wenigen Tagen besser.

Beim Verschleppen drohen weitere Verspannungen in den Beinen und auch oft ein blockiertes ISG.

Ausgelöst wird diese komplexe Schmerzsymptomatik meist durch zu wenig Dehnen und Muskeldysbalancen. Zum Beispiel zu starker Hüftbeuger und zu schwacher Hüftstrecker.
Manchmal geht dem auch ein verspannter Rückenstrecker voraus.

Such Dir mal einen guten Masseur oder Physio, der sich mit Triggerpunktmassage auskennt.

LG und gute Besserung!
Marion

Renn-Maus
19.04.2011, 16:40
Beim Physiotherapeuthen bin ich schon, der hat mir die Triggerpunkte neulich schon gelöst, war alles fest im Hüft-und Leistenbereich. Leider keine Besserung. Werde das mit dem Tennisball mal probieren, danke. Weißt du viell. noch spezielle Kräftigungs, bzw. Dehnübungen die man machen kann, dehne zwar mittlerweile zweimal am Tag recht ausgiebig, bringt auch meist bisserl Besserung, aber es sackt wieder alles zusammen beim Laufen.

Magimaus
19.04.2011, 18:45
http://www.laufteam-mtv-rethmar.eu/media/DIR_262601/dehnen2.gif


Das hilft mir am besten:
http://www.rice.edu/~jenky/images/it.band.gif


Gute Besserung.

Marion

Renn-Maus
19.04.2011, 19:26
Danke :-)
Werde ich gleich ausprobieren...
Hoffe dass das wieder wird, und zwar schnell..mach seit Monaten damit rum und kann nicht trainieren, geschweige denn einen Wettkampf laufen....und jetzt gehts doch wieder los :frown:

magicg73
27.04.2011, 11:23
Hallo Renn-Maus,

ich habe seit Sommer 2009 auch immer wieder Schmerzen im Gesäss

die Ursache war damals ein verschobenes Becken. ich habe aber dann falsche Einlagen verschrieben gekommen die noch viel mehr Schmerzen nach sich zogen da ich praktisch ein Jahr lang versucht habe damit zu laufen.

dann kam eine Schmabeinentzündung und weitere Schmerzen in der Hüfte und Gesäss hinzu. Piriforis oder Ischiasnerv hatte ich ausgeschlossen, da die Schmerzen im Gesäss bei mir im Sitzbein waren. Ich habe auch Triggerpunkte festgestellt im Rücken und an der Hüfte. Nur durch die Physio mit Massage an der Hüfte haben sich bei mir die Schmerzen eher verstärkt (oder wurden mir bewusster).

ich würde auf jeden Fall mal das Becken untersuchen lassen. Ob du dann lieber zu einem Osteopathen gehst der dir gleich alles wieder gerade rückt oder zu einem Chiropraktiker der evtl. dem Geraderücken des Beckens eher etwas skeptisch gegenüber steht, überlasse ich mal dir.

Renmo
27.09.2011, 20:43
Hallo,
ich habe etliche Beiträge gelesen und bin erstaunt über die vielen Sportler unter euch. Ich treibe keinen Sport und habe es auch nie gemacht, aber sehr viel körperlich gearbeitet. Nun sitze ich hier mit den gleichen Symtomen (Schmerzen ähnlich wie Muskelkater in den Oberschenkel vorn und hinten, die Füße werden taub selbst bei Fahrradfahren, der Hintern brennt innerlich und in der Taille habe ich das Gefühl, ich breche durch). Ärztebesuche (verschiedene) mit diversen Therapien sind gemacht (Akkapunktur, Krankengymnastik, Aufhängen, Moorpackungen usw.). Jetzt bekomme ich Opiate mit diversen Schmerztropfen und laut Arzt wird das nie wieder so, wie es mal war. Ich habe eine chronische Nervenentzündung, jetzt seit fast 2 Jahren. Kann nicht lange sitzen, laufen, stehen, liegen usw. Auch war ich erstaunt, wieviele diese Krankheit haben. Laut Arzt hat man solche Leute vor 20 Jahren in die Psychatrie gesteckt. Also kämpfe ich immer bis zur Schmerzgrenze dann kommt die Pause.
Nun würde ich gern von Euch was Besseres hören. Manchmal stand ich auf der Straße mit Tränen in den Augen, weil mit vor Schmerzen schlecht und schwindlig geworden ist. So schlimm ist es zum Glück nur noch selten.
Renmo

arno.fell
03.10.2011, 20:08
Hallo Rennmaus,

ich habe die gleichen Probleme.
Starke Schmerzen in den Sitzhöckern und in der hinteren Oberschenkelmuskulatur seit nunmehr rund einem Jahr. Zwei Monate laufe ich jetzt schon nicht mehr. Ein MRT wurde durchgeführt, ohne nennenswerten Befund.
Nehme seit 2 Wochen Katadolon-S Schmerzmittel ohne Erfolg. Physio, Osteopahie habe ich durch.

Bist du "geheilt"?? Wenn ja, kannst du mir bitte einen Tipp geben?

Danke

Gruß
Arno

larir
03.10.2011, 21:56
Versucht es einfach mal mit TSM-Bandagen. Wirken unglaublich wärmend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. AET GmbH: Startseite (http://www.aet-gmbh.de/)

Aber natürlich kein Zaubermittel. Und regelmäßig dehnen, nicht nur an Lauftagen.
Du wirst bestimmt bald wieder laufen können.

holli1
04.10.2011, 07:08
Die Probleme, so wie Du sie schilderst, deuten auf eine Überlastung hin. Ob es sich hierbei um einen entzündeten Pirisformis handelt lässt sich auf die Distanz nicht genau sagen. Es könnte auch ein Problem der Adduktoren Abduktoren Muskelgruppe sein. Gleiches gilt für die Beinbeugemuskelatur.
Letzten Endes wirst Du (wahrscheinlich) deine Laufumfänge etwas zu schnell gesteigert haben, ohne dass sich dein Bewegungsapparat an die stärkere Belastung anpassen konnte.
Einzig was hilft Muskelaufbau und Dehnen, sofern Du es nicht mit Spritzen oder ähnlichem probieren willst.
In der intensiven Phase meines Trainings stellen sich bei mir die gleichen Schmerzen ein (und das bei einem sitzenden Bürojob, so dass ich permanent gezwungen bin meinen Stuhl zu wechseln oder aufzustehen).
Mir hilft momentan ein Gerät in meinem Fittnesstudio, dass gezielt die Adduktoren/Abduktoren trainiert. Seit ich daran trainieren lassen so langsam die Schmerzen nach.
Hoffentlich findest Du für dich eine passende Lösung.
Gruß
Tom

jlehmanng
08.10.2011, 12:28
...
die Ursache war damals ein verschobenes Becken. ich habe aber dann falsche Einlagen verschrieben gekommen die noch viel mehr Schmerzen nach sich zogen da ich praktisch ein Jahr lang versucht habe damit zu laufen.
...

Falsche Einlagen oder gar keine Einlagen erklären nun meine bisherigen Schmerzen, die seit der neuen Laufeinlage verschwunden sind. Bisher hatte ich vergleichbare Schmerzen allerdings nur auf der linken Pobacke. Im September habe ich die neuen Einlagen bekommen, zusätzlich habe ich ein Thera-Band gekauft und stärke damit (je nach Möglichkeit) ein bis zwei mal die Woche die Beinmuskulatur. Den größten Push habe ich dann bekommen, als ich während meiner Flitterwochen im September dann im Hotel-Fitnessraum an die Maschinen gegangen bin - hab danach meine Trainingspace um ca. 1 Minute verbessert und seither bin ich nahezu schmerzfrei in dem Po und hinteren Oberschenkelbereich.
Ach ja, und weil ich ein Praktikant von Laufschritttechnik bin... ooops - schon wieder so viel auf einmal...

arno.fell
08.10.2011, 21:44
Hallo zusammen,

danke für eure Hilfe.
Überlastung schließe ich bei mir aus, habe seit Februar die Laufumfänge von ca. 90 km auf 60 km pro Woche reduziert. Ausgleich wie Gymnastik, Dehnen, Schwimmen und Rad mach ich obligatorisch.
In diesem Jahr habe ich hauptsächlich Triathlons bestritten und nur wenige Marathon´s.

Seit anfang August bin ich bis auf etwas Gymnastik komplett mit Training runtergefahren.

Auf dem letzten Rezept von meinen Orthopäden stand drauf "Geduld" so was dauert mitunter ein ganzes Jahr bis die Sitzhöckerentzündung vergeht :-(((

Nun habe ich schon bald ein Jahr die Schmerzen und verliere langsam die Hoffnung.

Grüße
Arno

Hennes
09.10.2011, 09:01
Such Dir mal einen guten Masseur oder Physio, der sich mit Triggerpunktmassage auskennt.

Das kann ich unterschreiben! Du bist bisher beim falschen!

Mit meinen Fußprobs war ich bei 3 verschiedenen und es ist einfach ein Witz was die ersten beiden gemacht haben im Vergleich zum dritten. Da sollte man nicht meinen, dass die alle den gleichen Beruf haben und den gleichen Patienten.

Ich denke, der richtige Masseur kann Dir hier helfen!

Alternativ/zusätzlich könntest Du mal einen Osteopathen aufsuchen - ist leider privat zu bezahlen, aber da dürfte Dir Deine lange Leidensgeschichte ja selber genug Motivation sein!


gruss hennes

Hubert Kohnen
01.11.2011, 18:23
Hallo,
ich habe ebenfalls Schmerzen, aber etwas anders. Eine Laufkollegin tippt auf Ischias oder Piriformis-Syndrom.
Bei mir ist der Schmerz zum Glück NICHT beim Laufen, sondern vorher und nachher. Kann oft schlecht sitzen, vor allem nicht lange. Habe das Gefühl das durch intensives Lauftraining das "Fettploster" vom Oberschenkel weg ist und ich auf dem blanklen Knochen sitze.
Habe es mal mit Salbe versucht, hat ein wenig gelindert.
Habe es auch nur im rechten hinteren Oberschenkel. Beim Laufen bin ich nahezu schmerzfrei, kann aber später schlecht gehen oder liegen. Autofahren mehr als 30 Minuten ist nur noch Qual.
Wer hat entsprechende Erfahrungen? Wer kann mir einen Tipp geben?
Ach ja, bin 51 J, laufe seit 15 Monaten, noch leicht übergewichtig. Habe im Sommer viel trainiert, einige Wettkämpfe abvsolviert, mich ständig verbessert und meinen ersten HM (Köln)in 2:06 gefinisht. Übertrainiert? Zu viel des Guten?