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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Erzwungener" Fersenlauf schadhaft?



Lauf_Alex
13.01.2012, 12:59
Hallo nochmal an alle.
Tja die Frage ging mir eben durch den Kopf basierend auf folgendem Hintergrund.
Durch das Querlesen hier ist mir aufgefallen, dass moderne Laufschuhe mit Sprengungen im Bereich 10 - 13 mm irgendwo rum dazu neigen, einen mit der Ferse zuerst aufsetzen zu lassen.
Dieser Sachverhalt ist mir selber ( im Nachhinein ) beim Laufschuhtest aufgefallen.
Im Nike Lunarglide war ich eindeutig Mittelfußlastig, was im Laufbandtest zu sehen war. In anderen Schuhe, wie z.B mein Ghost 4 oder der Cumulus 13 bin ich jedoch eher Fersenläufer.
Es zeigt sich ja, dass durch die Schuhe der Laufstil eindeutig mit bestimmt wird.

Nun meine Frage: Ist sowas nicht kontraproduktiv? Gewöhnt man sich durch solch eine 'erzwungene' Lauftechnik einen "falschen" Stil im Sinne von nicht natürlichem Laufstil an?
Zumal ich ja von einigen auch gelesen habe, dass die Mittelfußtechnik "eigentlich" ja für Sehnen und Gelenke die Schonendste sein soll.

Wie steht ihr zu dem Thema und wie denkt ihr sollte man damit umgehen?

VG
Alex

martin_h
13.01.2012, 13:08
Nimm es mir bitte nicht übel, aber das Thema wird so oft besprochen, deshalb verweise ich auf u.a. diesen aktuellen Thread hier, wo nahezu alles zu finden ist, was diese Thematik angeht:

"Den "richtigen" Laufstil gibt es nicht" (http://forum.runnersworld.de/forum/laufsport-allgemein/69665-den-richtigen-laufstil-gibt-es-nicht.html#post1380928)

Es gibt da noch mehr, wozu schon relativ viel gesagt steht. Einfach mal rumschauen.

Was ist beim Lunarglide anders als beim Ghost oder Cumulus. Die haben alle 12mm (+/- 1mm Abweichung) Sprengung?

Lauf_Alex
13.01.2012, 18:10
Ne, nehme es natürlich nicht krumm. Dachte nur, dass das ein vielleicht spezielleres Thema ist, aber wenns da auch mit drin steht werde ich mir das zu Gemüte führen.

Danke!

wiesel
13.01.2012, 20:58
Vielleicht noch zwei Anmerkungen: Wie Martin schreibt liegen zwischen den genannten Schuhen in der Sprengung nur wenige mm. Der Lunargilde ist mit 11 mm auch nicht flacher als z. B. der Brooks Ghost mit 12 mm.

Das du mit dem einen auf dem Laufband auf dem Mittelfuß gelaufen bist und mit dem anderen eher über die Ferse würde ich demnach eher auf mangelnde Laufbandgewöhnung als auf den erzwungenen Fersenaufsatz aufgrund der Bauhöhe schieben. Wenn du die ganze Zeit über den Rückfuß läufst und beschwerdefrei bist dann würde ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen. Trotz allem spricht nichts dagegen einen flacheren und flexibleren Schuh als Alternative zu haben. Das müsste dann aber schon eher ein Schuh Richtung Brooks Launch (9 mm) oder Brooks Pure Flow (4 mm) sein um bei Brooks zu bleiben oder eben eine der zahlreichen anderen Alternativen von Saucony, Nike, .....

Mit laufenden Grüßen Wiesel

Lauf_Alex
13.01.2012, 22:37
Hallo und nochmal danke für eure Ratschläge =)

Habe mir den Brooks Ghost 4 als Alternativschuh zu meinem Cumulus 13 geholt.
Derzeit laufe ich eigentlich nur normale bis etwas zügigere Dauerläufe. Der nächste Schuh wird auch definitiv ein schnellerer werden, aber bis dahin geht noch etwas Zeit ins Land, möchte erstmal noch so 2 Monate ruhig laufen, steigern kann ich mit meinen zarten 27 Jährchen immer noch :D

Ausserdem mache ich jetzt noch 2 mal Krafttraining in der Woche und auch da merke ich durch etliche Katzen im Körper, dass diese Muskelpartien wohl noch nicht so richtig gefordert waren ;)
Muss ich mich auch erstmal dran gewöhnen.

Was Marken angeht, bin ich offen. Nicht die Marke ist mir wichtig, sondern wie ich im Schuh laufen kann und da bin ich recht probierfreudig!

VG
Alex