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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach Puls laufen?!



teppichklopfer
22.07.2012, 09:22
Hallo,

erstmal kurz zu mir: Ich bin 22 Jahre, 180cm groß und 70kg schwer und habe vor knapp 2 Jahren mit dem Laufen begonnen. Mit dem Ziel in den Triathlon einzusteigen. Vorkenntnisse eigentlich nur Schwimmen (Sehr gut, auch Freiwasser und bis zu 5km) und etwas Fahrrad, freizeitmäßig.

Aus meiner Schulzeit wusste ich, dass ich nicht der größte Läufer bin. Habe damals also angefangen einfach zu laufen, mal länger mal kürzer. Und nach vielleicht 7 oder 8 Wochen dann einen 10km Lauf absolviert. Zeit war damals bei 59 Minuten!

Aber leider mit Hängen und Würgen. Naja, dann etwas Pause gemacht und wieder bisschen planlos rumgelaufen, einfach nur auf Ausdauer. Dieses Jahr im April bin ich auch einen Halbmarathon mitgelaufen. Lief auch bis 16km ganz super, dann allerdings Einbruch. Am Ende Zielzeit so 2 Stunden 20 Minuten :(

Lange Rede kurzer Sinn, würde gerne im nächsten Jahr mal die Olympische Distanz im machen. Schwimmen ist soweit kein Problem. Fahrrad fahren bekommt erstmal keine höhere Priorität, denke da komm ich auch relativ schnell in eine halbwegs gute Form. Habe halt vor der Laufstrecke Angst.

Ich habe nun letzte Woche mal mit dem 10km unter 45Minuten Trainingsplan begonnen. Und dort sagt man mir teilweise: "langsamer DL" .. Wäre laut dem Rechner ein Bereich von 129 bis 139, wenn ich von einem überschlagenem Maximalpuls von 198 ausgehe.

Und dort liegt das Problem: So langsam kann ich garnicht laufen. Sobald ich ins Rennen übergehe bin ich bei 145-150, das ist so der niedrigste Puls den ich im "Laufen" halten kann. Langsam halt. Wenn ich gehe, sinkt der Puls deutlich unter 130...

Nun die Frage: Ist das nur Übung und ich muss einfach versuchen immer so zu bleiben und lieber mal nen Stück gehen um den Puls wieder runter zu bekommen? Oder einfach ignorieren und eben die langen Einheiten in einem Wohlfühltempo absolvieren?

Übrigens die zügigen Einheiten 168-174er Puls fallen mir auch sehr schwer. Kann da kaum 20 Minuten am Stück durchhalten.


Bekomme von allen Seiten gesagt, dass ich perfekte Voraussetzungen hätte (Gewicht, Ausdauer vom Schwimmen) aber so richtig will der Durchbruch nicht kommen. Oder bin ich einfach zu ungeduldig?!


Freue mich auf Eure Antworten!

kobold
22.07.2012, 09:31
Hi & willkommen im Forum!

Du bist so ungefähr der 10.000ste hier, der seinen Maximalpuls "überschlagen" - sprich anhand irgendeiner Formel - ermittelt hat.
Das ist BLÖDSINN!!!
Erstens: Deinen wirklichen Maximalpuls kannst du nur durch "Ausprobieren" unter maximaler Belastung ermitteln - er liegt bei dir vermutlich über dem Wert, den du per Formel errechnet hast. Und zweitens: Man muss nicht pulsorientiert trainieren, um sich zu verbessern. So ziemlich alles Wissenswerte zum Thema "Pulsgesteuertes Training" und "Ermittlung des Maximalpulses findest du auf Udos Laufseiten: http://marathon.pitsch-aktiv.de/

VG,
kobold

Steffen42
22.07.2012, 19:42
Ja, Du bist deutlich zu ungeduldig. Du schaffst die 10km kaum unter 1h und trainierst mit einem Plan Sub45 und wunderst Dich, dass Du den nicht laufen kannst?

Olipool
25.07.2012, 11:31
Stimme steffenlauf zu, trainier lieber nach einem 55er Plan, mit dem kommst Du schneller unter 55 als mit derm 45er Plan. Mit dem landest Du womöglich eher eine Bauchlandung.
Langsamer Dauerlauf mit 135er Puls (aber bei Dir 145) ist eben auch eine Frage der Trainiertheit. Das kommt erst im Lauf der Zeit.

cojayar
21.08.2012, 23:39
Wenn Du nicht Dein Maximalpuls oder sogar besser den "normal" Puls bei Dir bei verschiedene Tempi, kannst Du es vergessen nach Puls zu trainieren. Dein Maximalpuls ist nicht 198, dass kannst Du sicher sein. Am besten vergisst Du es.

Der Puls zu messen ist nur um mehr Info zu haben, nicht um Dein Plan am Puls zu richten. Tempo ist besser zum steuern und Puls als Kontrolle.
Aber ich bin nicht sicher ob Du genug fit bist um ein Trainingsplan für 10 km in 45min zu absolvieren. Wenn Du HM in 2:20 läufst, auf jeden Fall nicht. Versucht es einfach etwas langsamer.

CarstenS
22.08.2012, 16:15
#3 und #4 haben ja recht, aber was ändert das daran, dass langsamer DL im Plan steht?

blende8
22.08.2012, 17:09
Langsamer DL ist ein erholsamer, lockerer Lauf.
Lauf einfach schön langsam vor dich hin, z.B. mit 4er Atmung (4 Schritte ein, 4 Schritte aus).

Anfang
23.04.2016, 15:34
genau die gleiche Frage habe ich mir heute auch gestellt.
meinen ersten HM habe ich hinter mir. hatte 2 wochen trainingspause (was echt angenehm war) und nun geht’s seit Montag wieder los mit einem neuen trainingsplan, mit der gleichen zielzeit wie beim ersten training zum HM. hier hatte ich meine zielzeit nicht geschafft. aber ich habe mich gut gefühlt, so dass ich sicher weiß, das ich es dieses mal annähernd schaffen könnte J
dieser trainingsplan sagte mir heute, 60 minuten langsamer dauerlauf. zwischen 62% und höchstens 75% des Maximalpulses. Das wäre bei mir zwischen 114-139 HF. das ist schwer, sehr schwer gewesen. fühlte mich nicht so wohl dabei, da es sich anfühlte, wie normales-schnelles gehen, auch wenn ich mehr oder weniger gelaufen bin. aber es war echt schwer so extrem langsam zu laufen.
doch viele trainingspläne sind ja so gestrickt. 1x lockerer lauf (das wäre bei mir zwischen 126-148 HF; was übrigens auch langsam für mich ist, da laufe ich immer an der Grenze zu 148 HF), 1x intervall-lauf und 1x langsamer lauf.
ich muss dazu sagen, das ich beim ersten training zum ersten HM immer schnell gelaufen bin. aber da war mein laufplan auch etwas anders. dort war auch die km vorgegeben in einer bestimmten zeit zu schaffen.
eine läuferin, die sehr viel erfahrung hat und auch schon viele marathon, HM etc. gelaufen ist, hat mir dazu geraten, wirklich auch langsam zu laufen.

und diese trainingspläne, haben sich ja auch keine ausgedacht, die davon keine ahnung haben. weshalb ich mir schon vorstelle, das es so richtig ist.
seinen maximalpuls festzustellen, ist aber auch nicht einfach, wenn man nicht mal eben einen arzt hat, der nebenbei den laktat feststellt. und ob ich selbst auf der bahn meinen maximalpuls ermitteln kann, weiß ich nicht. daher habe ich ihn mir auch nur so ausgerechnet: 226-Alter. oder habt ihr einen tipp, wie man den maximalpuls ermitteln kann?
ich laufe sehr gerne nach der laufuhr. damit fühle ich mich sehr wohl. und ich habe festgestellt, das ich einen trainingsplan brauche, damit komme ich am besten klar, als wenn ich mir selbst was ausdenken soll.

blende8
23.04.2016, 19:04
Langsam laufen ist gar nicht so einfach. :)
Gerade als Anfänger kann man oft nicht längere Strecken bei 75% laufen.
Ich konnte das auch nicht.
Das kommt erst, wenn man trainierter ist.
Lauf einfach locker vor dich hin, so, dass es nicht unrund wird.
Probier mal, es über die Atmung zu steuern.
Letztlich ist es wie beim Schwimmen, die Atmung sollte alles bestimmen.
Mit der Zeit bekommst du ein gutes Gefühl dafür und kannst über die Atmung deine Tempi/Puls bestimmen.

Anfang
22.06.2016, 10:23
Habe meinen maximalpuls auf dem Sportplatz ermittelt. Sie passt exakt überein mit der einfachen Ermittlung... (226-Lebensalter)
:-)
Geht sehr gut auf dem Sportplatz.

Rauchzeichen
22.06.2016, 11:29
Habe meinen maximalpuls auf dem Sportplatz ermittelt. Sie passt exakt überein mit der einfachen Ermittlung... (226-Lebensalter)
:-)
Geht sehr gut auf dem Sportplatz.

Wohl kaum, (s.u.) schlag mal lieber noch 10 auf deinen ermittelten Maximalpuls drauf, dann fühlt sich Laufen auch wieder wie Laufen an.


...dieser trainingsplan sagte mir heute, 60 minuten langsamer dauerlauf. zwischen 62% und höchstens 75% des Maximalpulses. Das wäre bei mir zwischen 114-139 HF. das ist schwer, sehr schwer gewesen. fühlte mich nicht so wohl dabei, da es sich anfühlte, wie normales-schnelles gehen, auch wenn ich mehr oder weniger gelaufen bin. aber es war echt schwer so extrem langsam zu laufen..... 1x lockerer lauf (das wäre bei mir zwischen 126-148 HF; was übrigens auch langsam für mich ist, da laufe ich immer an der Grenze zu 148 HF...

Anfang
28.06.2016, 10:13
Na so verkehrt kann es nicht sein zumal ein sportausbilder dabei war und meinen -letzten Sonntag- 2. HM bin ich ganze 12 Minuten schneller gelaufen als bei meinem 1. HM im april. Der Trainingsplan war dieses mal auch ein Stück besser.