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Drachen
13.09.2012, 18:06
Hi

Für mich beginnt heute die Wintersession.
Daher habe ich folgende Fragen zur besseren
Trainingsplanung

Haltet ihr es für sinnvoll wenn ich 6 mal die
Woche trainiere 3 Grundlageneinheiten (12-22km bei 70-75% Puls),
1nen Tempolauf (ungefähr 8km, 80-90% Puls),
2 Sprinteinheiten 1mal davon bergauf
(8 – 12 x 40 – 70 m,10 – 15 x 80 – 120 m ,10 – 15 x 150 – 200 m)
und einmal auf der Bahn Beschleunigungsläufe (4 x ( 20 – 30 – 40 m ) + 2 x 60 m, 4 x ( 30 – 40 – 50 m) + 2 x 80 m)
zu machen?
Brauche ich im Winter Intervall zB. 15mal 200m?
Zusätzlich mache ich 3 mal die Woche Krafttraining (reichen 2mal?)

Wie sollte ca. die 4 mmol Laktatschwelle
bei einer 800m Zielzeit von 1:57 liegen?

Grüße, Drachen

Rolli
13.09.2012, 21:08
Und was sagt der Trainer dazu?

3x Schnelligkeitstraining? Auf keinem Fall. Nur 1x und das nur mit 90% Zieltempo. Du kannst bei normelen DL 4-8 Steigerungsläufe 80-90% machen. Mehr nicht.

Später mehr...

Aber was willst Du mit 4mmol Laktat? Die Schwelle ist individuell und hängt von Deinen LD-Fähigkeiten ab. Normalerweise um Marathontempo. Schon besser nach HF-Schwelle laufen (auch wenn sich gleich einige HF-Gegner melden, ich kriege den TDL ohne HF-Messer gleichmäßig nicht hin)

Gruß
Rolli

Nite_Owl
14.09.2012, 06:11
Hier kommt der Gegner :D
bzw: mit Herzfrequenz habe ich es noch nciht ausprobiert... Meiner Meinung nach entwickelt man ein Gefühl für die Schwelle von ganz alleine.
Die Läufe dort sollten anspruchsvoller sein aber ich persönlich kann dabei noch"locker" atmen und spüre kein kribeln in den armen etc wie beim richtigen tempo trainig (Bei mir gerade so 3:45-3:55er Schnitt am anfang des Tempotrainings)

WK-Tempo trainiere ich auch nur mit Steigerungen nach DL und/oder vor dem Tempotraining.
Krafttraining ist auch auslegungssache. Schaden wird es dir wahrscheinlich je nach körperform nicht, ich mache aber wirklich SEHR wenig davon. Lieber kurz vor dem Sommer Sprungserien und Treppenläufe für die Beinkraft.

Neu bei uns im Training ist jetzt noch nen Cresscendolauf 3km locker 5km steigern (und dann wieder 1-2km lockerer werden zum schluss)

cojayar
14.09.2012, 11:58
@Drachen.

Jack Daniels hat auch Trainingspläne für 800m.

JD selber ist kein Fan von Herz gesteuertes Training. Er gibt immer den Tempo (was prinzipiell auch ich besser finde).
Aber er gibt auch eine "Übersetzung" auf Puls falls man richtig die HFmax kennt und genau weiß was zu tun mit den ganzen Info.

Welche sind deine PB auf Unterschiedliche Distanzen? 400m, 800m, 1.500m.
Mit den Daniels-Rechner hier >>> Berechnungen nach Jack Daniels (http://www.fu-mathe-team.de/daniels.yaws)
kannst Du Tempo- oder Intervall-Paces berechnen.

Am besten empfehle ich Dir das Buch "Jack Daniels Running Formula" zu kaufen oder ein Trainer in ein LA-Verein zu fragen.

P.S.: 800m in 1:57 ist ein VDOT von 73,7. Ich kann nicht glauben dass jemand diesen VDOT hat oder haben will und zum kein LA-Verein gehört.

platinumsoul
14.09.2012, 14:18
Klar, gibt einige talentierte Läufer die ohne viele Kilometer aus einem guten 400 Speed sub 2 Laufen und von der ganzen Kilometersammelei nicht viel Ahnung haben.

Heißt ja nicht, dass man diesen VDOT auf alle Distanzen übertragen kann.

Drachen
14.09.2012, 15:15
Gibt es Jack Daniels Running Formula auch auf deutsch? Auf amazion nur in english gefunden.
PB: 400m 56, 800m 2:04, 1000m 2:40, 1500m 4:31

Rolli
14.09.2012, 15:33
Von 2:04 bis 1:57 ist ein weiter Weg.

Verein, Verein, Verein!

Rolli
14.09.2012, 15:43
Klar, gibt einige talentierte Läufer die ohne viele Kilometer aus einem guten 400 Speed sub 2 Laufen und von der ganzen Kilometersammelei nicht viel Ahnung haben.

Heißt ja nicht, dass man diesen VDOT auf alle Distanzen übertragen kann.

Der Rechner spuckt nur Mist aus, wenn man die MD auf LD umrechnen will. Bei 1:59/400 müsste man 30/10km und 1:06/21km laufen. Dann frage mal die Leute hier, warum sie so langsam sind. Auch mit meinen 2:03 und LD-Erfahrung müsste ich noch 31/10km laufen... Unmöglich.

Gruß
Rolli

D.edoC
14.09.2012, 21:06
PB: 400m 56, 800m 2:04, 1000m 2:40, 1500m 4:31
Von 2:04 bis 1:57 ist ein weiter Weg.

Verein, Verein, Verein!Der Weg ist wirklich lange, aber da muss man durch, wenn man sich solche Ziele setzt. Anfangen würde ich aber erstmal mit der Hürde Sub2. Wenn dies dann erstmal sitzt sind 1:57 in Reichweite :)

Wie es am besten funktioniert hat Rolli ja bereits schon erwähnt... "Verein, Verein, Verein!"

Zu dem Schnelligkeitstraining im Winter schließe ich mich ebenfalls Rolli und Nite_Owl an.

Bei mir sieht es im Winter so aus:
*1x/Woche Koordination/Schnelligkeit nach DL (ABC-Lauf, 30m Antritte Sprints, 6-8 Steigerungsläufe...)
*1x/Woche Koordination/Kraftausdauer nach DL (Berganläufe, Sprünge auf Treppe, Zirkeltraining...)
2x/Woche (erst ab Anfang November bei mir) Schwellenläufe -> Fahrtenspiele, gesteigerter DL 3x15'
1x/Woche nach DL 6-8 Steigerungsläufe.
1x/Woche langen DL + Gymnastik
1x/Woche Pause oder lockeren DL

*Vereinstraining

Rolli
14.09.2012, 21:35
Bei mir sieht es im Winter so aus:
*1x/Woche Koordination/Schnelligkeit nach DL (ABC-Lauf, 30m Antritte Sprints, 6-8 Steigerungsläufe...)
*1x/Woche Koordination/Kraftausdauer nach DL (Berganläufe, Sprünge auf Treppe, Zirkeltraining...)
2x/Woche (erst ab Anfang November bei mir) Schwellenläufe -> Fahrtenspiele, gesteigerter DL 3x15'
1x/Woche nach DL 6-8 Steigerungsläufe.
1x/Woche langen DL + Gymnastik
1x/Woche Pause oder lockeren DL


+1

Aber ich würde auch extensive Intervalle und TDL unter der Schwelle immer machen. Immer machen wollen. Im Herbst kann man noch ein paar Straßen-Wettkämpfe machen, wenn man mag und vor allem Cross-Wettkämpfe.

Gruß
Rolli

cojayar
14.09.2012, 22:12
Der Rechner spuckt nur Mist aus, wenn man die MD auf LD umrechnen will. Bei 1:59/400 müsste man 30/10km und 1:06/21km laufen. Dann frage mal die Leute hier, warum sie so langsam sind. Auch mit meinen 2:03 und LD-Erfahrung müsste ich noch 31/10km laufen... Unmöglich.

Gruß
Rolli

Man muss verstehen was den VDOT bedeutet bevor man von Mist redet. Es ist NICHT die Zeit die man für eine andere Distanzen braucht (brauchen wurde).

Es ist die gleichrangige Leistung. Nimmt dass wie eine Normalverteilung in der Statistik (z.B. die 10% beste in 400m laufen in X Minuten, die 10% beste in 1.500m laufen in Y Minuten, dann beide Leistungen sind äquivalent und entsprechen den gleichen VDOT). Von 400m auf Marathon kann man nicht extrapolieren und außerdem ein Spezialist in 400 m. läuft die 400 und nicht 10.000 weil er besser für diese Distanz ist. In der VDOT sind Faktoren wie Laufeffizienz drin (es ist kein VOmax). Ein Läufer kann effizient 100m laufen aber vielleicht nicht so effizient die 1.500 Meter.

Bei 1:59 in 400 bist Du mit ein VDOT von 30,6 eigentlich "außerhalb" von den VDOT Skala (von unten). Deine 10km Zeit wäre 1:02 Std. und die HM 2:19. Den Link die ich gesendet habe gibt bei 400m kein Wert (bleibt beim letzten).

Vielleicht hast Du ein Fehler und meintest 0:59 in 400m, dann ist ein VDOT von 70,3. Die äquivalente Leistung auf 10km/HM ist 30:54 und 1:08:08. Aber die Zeiten die Du schreibst kommen von andere Werte die Du berechnet hast.

cojayar
14.09.2012, 22:18
Gibt es Jack Daniels Running Formula auch auf deutsch? Auf amazion nur in english gefunden.
PB: 400m 56, 800m 2:04, 1000m 2:40, 1500m 4:31

Es gibt ein Thread wo gesagt wird dass scheint nicht einfach auf Deutsch zu finden (nicht mehr gedruckt?). Ich habe es auf Englisch gekauft (10 Euro billiger und mir ist einfacher auf Englisch als auf Deutsch zu lesen). Es scheint dass Du bessere Zeiten auf 400 hast. Eigentlich es scheint dass Du auf die kürzere Distanzen mehr erreichst als auf die Mittelstrecke. Außerdem für diese 7 Sekunden die Dir fehlen wirst Du viele Monate brauchen. Und auch mehr Unterstützung als ein Buch und diesen Forum. Was spricht gegen ein LA-Verein oder ein Trainer?

Rolli
14.09.2012, 22:20
Ein Tippfehler. Es ist 1:59/800m gemeint.


Man muss verstehen was den VDOT bedeutet bevor man von Mist redet. Es ist NICHT die Zeit die man für eine andere Distanzen braucht (brauchen wurde).

Hallo?
Wozu ist ein Rechner da, wenn man damit die Zeiten nicht berechnen soll. Natürlich kann man von Mittelstrecklern nicht verlangen, dass sie MD-Zeiten auf LD umsetzen. Deswegen ist berechen von MD auf LD Zeit mit dem JD-Rechner "Mist".

Einverstanden?

Gruß
Rolli

platinumsoul
14.09.2012, 22:27
Steht ja auch extra dabei dass Distanzen unter 1500m und auch der Marathon nicht wirklich gut zu dem Rechner passen weil es da noch andere Faktoren gibt.

Von 1500-HM scheint es in etwa zu passen WENN die Ausdauer voll ausgeprägt ist, was bei MD-lern auch selten der Fall ist solang sie keine Profis sind weil sie einfach zu spezialisiert sind was ja auch nicht unbedingt verkehrt ist.

D.edoC
15.09.2012, 18:04
Eigentlich es scheint dass Du auf die kürzere Distanzen mehr erreichst als auf die Mittelstrecke. Nur weil es momentan so scheint, muss es ja nicht sein das er in Zukunft auf kürzeren Strecken mehr Erfolg hätte. Wir kennen den Drachen ja nicht real und wissen nicht wie viele Defizite er noch in den unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten hat. Wie viel km er in den Beinen hat wissen wir auch nicht und mit welchem Training er die Zeiten gelaufen ist. Meistens (nicht immer) ist es normal das man auf den kürzeren Distanzen erstmal schneller ist als auf den langen - das ergibt sich erst mit den Jahren und da jetzt schon frühzeitig zu sagen das der Drachen auf den kürzeren Distanzen mehr Erfolg hätte halte ich für sehr gewagt.

Rolli
15.09.2012, 18:14
Nur weil es momentan so scheint, muss es ja nicht sein das er in Zukunft auf kürzeren Strecken mehr Erfolg hätte. Wir kennen den Drachen ja nicht real und wissen nicht wie viele Defizite er noch in den unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten hat. Wie viel km er in den Beinen hat wissen wir auch nicht. Meistens (nicht immer) ist es normal das man auf den kürzeren Distanzen erstmal schneller ist als auf den langen - das ergibt sich erst mit den Jahren und da jetzt schon frühzeitig zu sagen das der Drachen auf den kürzeren Distanzen mehr Erfolg hätte halte ich für sehr gewagt.

Ich finde seine 400m-Zeit gar nicht so berauschend. Eigentlich zu langsam im Vergleich zu 800m. Aber es stimmt schon, 1500m ist schlecht. Nun, wie Du schon geschrieben hast, 1500 ist nicht so einfach und ohne spezifischen Training nicht möglich an den Leistung-Limit zu kommen.

D.edoC, was macht das Training?

Gruß
Rolli

D.edoC
15.09.2012, 18:43
D.edoC, was macht das Training?Ich bin erst seit 2 Wochen wieder im Training.
Da gibt es noch nicht so viel zu Berichten :)
5-6x DL/Woche (davon einige jetzt nach der Saisonpause zu schnell :D)
Athletik steht momentan im Vordergrund und Berganläufe werden schon im moderatem Tempo gelaufen.
Etwas ABC-Lauf über Pylon Hütchen...
Tempoläufe stehen noch keine an.

In 2 Wochen werde ich wahrscheinlich das Training wegen der Grundasubildung etwas sacken lassen.
Muss ich schauen wie ich es zeitlich schaffen kann, ansonsten muss ich erstmal für paar Wochen mit suboptimalem Training auskommen.

Und wie sieht es bei Dir momentan aus? Welche wichtige Wettkämpfe im Herbst geplant?

Mein nächster Wettkampf wird wahrscheinlich erst der Silvesterlauf sein, aber umschauen werde ich mich in Kempten trotzdem mal - evtl kann man da ja was mitnehmen :)

cojayar
15.09.2012, 18:45
Ein Tippfehler. Es ist 1:59/800m gemeint.



Hallo?
Wozu ist ein Rechner da, wenn man damit die Zeiten nicht berechnen soll. Natürlich kann man von Mittelstrecklern nicht verlangen, dass sie MD-Zeiten auf LD umsetzen. Deswegen ist berechen von MD auf LD Zeit mit dem JD-Rechner "Mist".

Einverstanden?

Gruß
Rolli
Nein. Nicht einverstanden.
Dafür steht den Rechner nicht. Habe ich schon in ein Post erklärt. Für mich ist das Thema geschlossen.

D.edoC
15.09.2012, 19:02
@ cojayar
Ich weis ja nicht für was du den Rechner her nimmst, aber ich und wahrscheinlich viele andere wollen mit dem Rechner schauen was bei den anderen Distanzen möglich wäre. Der Rechner kennt aber nicht die vielen anderen Faktoren die eine Rolle spielen um auf den anderen Distanzen im Verhältnis "gleich gut" zu sein. Wenn mir ein Rechner nicht das Ergebnis liefern kann, was tatsächlich herauskommen sollte (einschließlich die berücksichtigten Faktoren), dann ist es wirklich schrott!

Ach ja.... Der Ton macht die Musik!


Habe ich schon in ein Post erklärt.Den ich nicht verstehe.

VFLBorusse
15.09.2012, 20:19
In 2 Wochen werde ich wahrscheinlich das Training wegen der Grundasubildung etwas sacken lassen.
Muss ich schauen wie ich es zeitlich schaffen kann, ansonsten muss ich erstmal für paar Wochen mit suboptimalem Training auskommen.

Also ich kann dir von meiner Zeit beim Bund berichten - das war 2007. Weiß nicht, ob sich groß was geändert hat (vmtl. nicht), aber in den ersten 2-5 Wochen wäre an Training nicht zu denken gewesen. Meistens hatten wir zwar so ab 17:30, 18:00 DienstUNTERBRECHUNG (Dienstschluss gibts in der AGA nicht, :zwinker2:), aber da wurde fast nur geschlafen (ich weiß, da hätte man trainieren können, aber die Schlafzeit war halt auch gering - Stichwort Regeneration). Zapfenstreich war damals immer um 23:00 Uhr (wenn die Stuben und das Revier gereinigt waren, sonst länger) und raus gings um 4:30 Uhr. So war es wie gesagt bei mir, je nachdem wo du hinkommst wirds ähnlich oder ganz anders sein (z.B. bei der Luftwaffe). Sport wurde damals übrigens nicht so groß geschrieben, wir waren ab und an mal laufen (unterschiedliche Gruppen) - aber auch innerhalb der Gruppen wurde sich am schwächsten orientiert, so dass wir zum Beispiel einmal nur 5-7km statt 10km gemacht haben, was für einen Langstreckler ja pippifax ist (Fussballer halt :wink:).

Das so als Bericht.

D.edoC
15.09.2012, 20:31
Also ich kann dir von meiner Zeit beim Bund berichten - das war 2007. Weiß nicht, ob sich groß was geändert hat (vmtl. nicht), aber in den ersten 2-5 Wochen wäre an Training nicht zu denken gewesen. Meistens hatten wir zwar so ab 17:30, 18:00 DienstUNTERBRECHUNG (Dienstschluss gibts in der AGA nicht, :zwinker2:), aber da wurde fast nur geschlafen (ich weiß, da hätte man trainieren können, aber die Schlafzeit war halt auch gering - Stichwort Regeneration). Zapfenstreich war damals immer um 23:00 Uhr (wenn die Stuben und das Revier gereinigt waren, sonst länger) und raus gings um 4:30 Uhr. So war es wie gesagt bei mir, je nachdem wo du hinkommst wirds ähnlich oder ganz anders sein (z.B. bei der Luftwaffe). Sport wurde damals übrigens nicht so groß geschrieben, wir waren ab und an mal laufen (unterschiedliche Gruppen) - aber auch innerhalb der Gruppen wurde sich am schwächsten orientiert, so dass wir zum Beispiel einmal nur 5-7km statt 10km gemacht haben, was für einen Langstreckler ja pippifax ist (Fussballer halt :wink:).

Das so als Bericht.Das kann ja was werden :frown:
Da werde ich ja dann fett und langsam :motz:

Hoffentlich vergeht die Zeit schnell...

.iL
16.09.2012, 23:25
Mein nächster Wettkampf wird wahrscheinlich erst der Silvesterlauf sein, aber umschauen werde ich mich in Kempten trotzdem mal - evtl kann man da ja was mitnehmen :)

Die Erfahrung von VfLBorusse bzgl. Grundausbildung kann ich nur bestätigen. In den ersten 5-6 Wochen ist an Training nicht zu denken. In den wenigen freien Minuten die man hat, schläft man. Dienstschluss ist meistens zwischen 20:00 - 23:00 Uhr. Aufgestanden wird um 05:00. In Kempten habe ich 2005 meine Grundausbildung gemacht. Sind in Kempten noch die Gebirgssanitäter? Wenn sich seit damals nichts geändert hat, hast du sogar Glück gehabt. Nur 2 Monate allgemeine Grundausbildung und noch 1 Monat Sanitätsausbildung, die deutlich weniger anstrengend ist.

platinumsoul
17.09.2012, 10:14
+ wenn wirklich mal Laufen auf dem Programm stehen sollte wird das in der Gruppe gemacht und diese besteht aus Laufinvaliden. 7er Schnitt wenns gut läuft und alleine vorneweg ist nicht.

middledistance
21.09.2012, 11:52
Wollte zum Thema "800m- Wintertraining" mal ne Frage einwerfen:
Es startet nun bald das Wintertraining und da stehen dann im Vergleich zum Sommertraining mehr längere DL, extensive Intervalle und Zirkeltraining, etc. auf dem Programm also vor allem Grundlagentraining. Macht es eurer Meinung nach eigentlich Sinn während des Wintertrainings, besonders in der 1. Hälfte, überhaupt viel für die Schnelligkeit zu machen, also Richtung kurze Sprints, Spsungkraft, Bergaufsprints, etc. oder eher erst dann gegen Ende des Wintertrainings?

Rolli
21.09.2012, 14:07
Wollte zum Thema "800m- Wintertraining" mal ne Frage einwerfen:
Es startet nun bald das Wintertraining und da stehen dann im Vergleich zum Sommertraining mehr längere DL, extensive Intervalle und Zirkeltraining, etc. auf dem Programm also vor allem Grundlagentraining. Macht es eurer Meinung nach eigentlich Sinn während des Wintertrainings, besonders in der 1. Hälfte, überhaupt viel für die Schnelligkeit zu machen, also Richtung kurze Sprints, Spsungkraft, Bergaufsprints, etc. oder eher erst dann gegen Ende des Wintertrainings?
Doch. Alle die Übungen und Bergsprints sind auch Bestandteile des Wintertrainings. ABER LANGSAMER!!!
Wenn Du normalerweise 28-29s/200 läufst, reichen im Winter 33-34/200 dafür kürzere Pausen und mehrere Einheiten. 10-12x zum Beispiel.

Sprinttraining (hier sind die 30-40-50 Sprints gemeint) wird dagegen erst ab März/April wieder aufgenommen.
Ab und zu kannst Du durch Steigerungsläufe am Ende eines DL die Schnelligkeit ansprechen, ohne an die Grenze zu gehen.

Gruß
Rolli

middledistance
21.09.2012, 14:15
Danke für die Tipps!! :)

lucazu
21.09.2012, 14:19
allgemein auch für langstreckler stelle ich diese abschnitte im winter,mit enorm viel grudlagentraing in fage,sioler ware es das ganze jahr auvh intervalle usw,zu trainiren natürlich von der intesität verschieden(frühjahr hart,sommer normal,winter locker bis normal)

Rolli
21.09.2012, 14:50
Ziel des Wintertrainings ist deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeiten an der anaeroben Schwelle. Und das sind TDL und extensive (ruhige in HM-Tempo) Intervalle. Um das auf hohem Niveau schaffen bzw. erweitern zu können, ist man gezwungen mehr ruhige bis langsame DL zu machen. Also Grundlagentraning.

Es geht dabei um Anpassung der Bänder, Sehnen und Muskel auf die gestiegene Belastung. Auch Erweiterung der Mitchochondrien und Verbesserung der Stoffwechselprozesses wird damit erledigt. Man kann natürlich das alles mit schnellen Läufen erledigen, der Unterschied ist der, dass es lange dauert und langsame DL einfach mehr Zeit für die Veränderungen ermöglichen.

Gruß
Rolli

lucazu
21.09.2012, 14:56
Du hast echt Ahnung;D:daumen:Ich trainire zwa auch normal,hab aber gehört das es gut sein soll;D

Rolli
21.09.2012, 14:59
Du hast echt Ahnung;D:daumen:Ich trainire zwa auch normal,hab aber gehört das es gut sein soll;D

Und was bedeutet "aber" in Deinem Satz?

lucazu
21.09.2012, 15:00
Das diese Art weniger aber schneller gut sein soll:zwinker4:

DerC
21.09.2012, 19:47
Grundlagentraining bedeutet gerade für 800m Läufer etwas mehr als nur etwas rumjoggen:

Mal ein paar Anmerkungen:


Sprinttraining natürlich auch im Winter. Jede Woche Steigerungen, mind. alle 14 Tage maximale Sprints, gerne auch Berghoch. Sollte nicht hart sein, sollte aber da sein um nicht einzurosten. Wenn Halle nutzbar, kann in dem Bereich etwas mehr gemacht werden.

Kraftausdauer auch schon im Winter anfangen: Fahrtspiel, Wiederholungsläufe (Berghoch), DL im hügeligen Gelände

Krafttraining und allgemeine Athletik traineren. Zirkeltraining bringt daneben auch noch was für die Allgemeine Ausdauer.

DL hier ruhig öfter zügig Laufen. Wir wollen Ausdauer entwickeln ... und der Bereich der etwa zügigeren bis schnellen DL wird nicht zufällig von einigen Entwicklungsbereich genannt. Nicht mit Gewalt pushen, sondern langsam aufbauen. Sich künstlich über den Puls zu bremsen ist was für die, die Probleme haben, dir richtige Belastung zu finden. Viele kriegen es auch ohne hin, aber das erfordert eben etwas Einsatz. Da wir ja keine richtig harten Tempoeinheiten machen, besteht auch kein besonderer Grund, sich in den DL zu Tode zu schonen.

Regelmäßige TDLs, die jetzt aber nicht zu hart, dafür länger als in späteren Phasen


Wichtig ist die Grundhaltung, dass man es eben mit der Intensität insgesamt nicht übertreibt. Wenn die Einstellung stimmt, kann man auch im Grundlagentraining alle Trainingsmittel einsetzen, auch Intervallltraining.

Sätze wie: "So hart habe ich noch nie trainiert" oder: "Nach dem dritten Lauf dachte ich, ich müsste kotzen, dann habe ich aber doch noch zwei Läufe gepackt" will der Trainer im Grundlagentraining eher nicht hören. Dagegen schon eher so was wie: "So viel habe ich noch nie trainiert" oder "Bin ein wenig müde, aber ich freu mich drauf, in der Nächsten Phase schneller zu laufen".

Grundsätzlich muss klar sein, ob Hallensaison geplant ist und wenn ja mit welcher Priorität. Das hat natürlich extremen Einfluss darauf, wie man sinnvoll aufbaut.


Gruß

Der C (der diesen Winter mal wieder keine ernsthafte Hallensaison machen, dafür hoffentlich endlich mal gut durchtrainieren wird)

Rolli
22.09.2012, 13:29
[LIST]
Sprinttraining natürlich auch im Winter. Jede Woche Steigerungen, mind. alle 14 Tage maximale Sprints, gerne auch Berghoch. Sollte nicht hart sein, sollte aber da sein um nicht einzurosten. Wenn Halle nutzbar, kann in dem Bereich etwas mehr gemacht werden.


Maximale Sprints? Im Winter? Wozu?
Du meinst dabei maxV mit fliegenden 30m, 40m, 30-30 TWL oder Bergabsprints?

Natürlich "nie weit vom Wettkampf-Tempo" (Zitat Canova) aber Vmax?

Die sparen wir uns für die Halle- oder Freiluft-Saison und starten ca. 4 Wochen vor dem ersten MD-Wettkampf damit. Die Schnelligkeit ist eine Fähigkeit, die man sehr schnell abrufen kann. Das sie aber sehr viele Körner kostet und Verletzungsgefahr dabei überproportional ansteigt, sollte man es vorsichtig dosieren. In der Grundlagenphase reichen da Berganläufe, 2x Woche Steigerungsläufe oder ein paar Sprints im ABC-Training. Alles bis 90% Krafteinsatzes.

Den Rest machen wir ähnlich... die Betonung ist aber etwas anders.
Sehr viele ruhige bis langsame Kilometer, um den Körper an die Umfänge zu gewöhnen und mehr Tempoläufe ermöglichen. TDL und extensive Intervalle, die im Umfang immer weiter erweitert und immer schneller gelaufen werden (GMRT).
Beispiel:
Intervalle von 8x1000, 5x2000, 4x3000 oder TWL 1000/1000m von 11 bis 17 (!!!) km nicht schneller als HM.
TDL von 2x6km bis 21km wichtig! in gefühlten Marathontempo, also immer schneller (gerne mit Pulsmesser)

1x Woche Kraftausdauer mit ruhigen 200m oder 400 so in 1500m-Tempo, hohem Umfang und sehr kurzen Pausen. 1x Woche Zirkeltraining. 3x Woche Kraft zu Hause/Fitnessbude.

Dabei kommen einige LD-Wettkämpfe als sehr intensive TDL voll aus dem Training und später Cross.

Gruß
Rolli

platinumsoul
22.09.2012, 13:54
Gestern Einstieg ins Wintertraining mit Hügeln und Steigerungen. Die 800m Läufer (2:00) fragen direkt:"Wird das immer so lang oder machen wir auch mal was schnelles?" :D
Da wurde bis jetzt immer nur mit ~40 km gelaufen und die Form komplett übers Tempo aufgebaut und gehalten ganzjährlich. Immer schön geknallt. Da gehts dann irgendwann nur nicht weiter wenn man immer relativ faul trainiert.

Wobei ich den Ansatz mit großer KM-Grundlage und zunächst nur Schwellenarbeit natürlich besser finde auf lange Sicht. Steigerungen, Hügel und alle 2 Wochen mal paar 200er o.ä. reichen ja aus um die Geschwindigkeit zumindest zu erhalten und die Basis aufzubaun. Selbst 800m sind immer noch ein DISTANZrennen.

DerC
23.09.2012, 08:44
Maximale Sprints? Im Winter? Wozu?
Du meinst dabei maxV mit fliegenden 30m, 40m, 30-30 TWL oder Bergabsprints?

Natürlich "nie weit vom Wettkampf-Tempo" (Zitat Canova) aber Vmax?

Die sparen wir uns für die Halle- oder Freiluft-Saison und starten ca. 4 Wochen vor dem ersten MD-Wettkampf damit. Die Schnelligkeit ist eine Fähigkeit, die man sehr schnell abrufen kann. Das sie aber sehr viele Körner kostet und Verletzungsgefahr dabei überproportional ansteigt, sollte man es vorsichtig dosieren. In der Grundlagenphase reichen da Berganläufe, 2x Woche Steigerungsläufe oder ein paar Sprints im ABC-Training. Alles bis 90% Krafteinsatzes.
Es muss nicht viel sein, klar. Aber du kannst und solltest regelmäßig bis 100% gehen. Das macht dich nicht kaputt, aber erhält eben die Sprintfähigkeiten viel besser. Das kostet nicht sehr viele Körner, das ist doch Unsinn. Wenn du 5 * 50m voll läufst, merkst du am nächsten Tag gar nichts davon, wenn du das regelmäßig machst.

Wahrscheinlich macht ihr im Grundlagentraining härtere Einheiten, als die die ich vorschlagen würde, aber aus irgendeinem mythischen Grund kappt ihr die Sprints bei 90%.

Die sinnvolle Frage ist nicht: Warum?, sondern Warum nicht? Was soll es schaden? Das risiko ist sehr gering.

Sprints gehören einfach zum Allgemeinen Training. Warum auf die letzten 10% verzichtet, warum da unnötig Rost ansetzen?

Es ist sonst einfach mühsamer, Top Speed, Beschleunigungsvermögen und Sprintausdauer wieder aufbauen zu müssen, als wenn man nur die Sprintausdauer aufbauen muss, weil der Rest im wesentlichen erhalten bleibt.



Den Rest machen wir ähnlich... die Betonung ist aber etwas anders.
Sehr viele ruhige bis langsame Kilometer, um den Körper an die Umfänge zu gewöhnen und mehr Tempoläufe ermöglichen. TDL und extensive Intervalle, die im Umfang immer weiter erweitert und immer schneller gelaufen werden (GMRT).

Ich sehe es anders rum: Wenn du sehr viele DL im Grundlagentraining ruhig bis langsam machen musst, sind deine Tempoeinheiten Im Grundlagentraining zu hart. Die Belastung durch Intensivere Sachen muss so gering sein, dass du dich viel zu wenig ausgelastet fühlst, wenn du die meisten DL rumtrödelst.

Gruß

C

DerC
23.09.2012, 08:54
Wobei ich den Ansatz mit großer KM-Grundlage und zunächst nur Schwellenarbeit natürlich besser finde auf lange Sicht. .
Natürlich muss man für jede Distanz ab 800 aufwärts im Training "viel" laufen. Aber "viel" ist eben relativ, und gerade im 800m Training kann sehr unterschiedlich "viel" sinnvoll sein für verschiedene Läufertypen. Für einen erfahrenen Läufer, der auch die 1500 gut laufen will und kann, können das in der Spitze durchaus 160-200km sein. Für einen jungen 800m Läufer, der von den 400 kommt, wird das weder zu packen noch sinnvoll sein. Da gibt es möglicherweise sinnvolle Wochen mit 50-60k und in der Spitze dann vielleicht nur 80-90. 40 ist wirklich arg wenig ... hätte mich mit 16 aber auch weiter gebracht, denn da habe ich noch weniger gemacht.:teufel:

Diese starren Regeln von wegen dieses oder jenes Tempo dürfe man nicht laufen halte ich für Unsinn. Es geht einfach darum, die Intensität so weit zu beschränken, dass wir "viel" laufen können und in den folgenden Phasen noch einiges drauflegen können an Intensität. Da halten ein weder einige volle Sprints voll ab noch 2km im 10er Tempo am Ende eines Crescendos noch dies noch das ...

Es geht immer um die Balance zwischen Umfang und Intensität. Man kann die durch sehr starre, eher primitive Regeln erreichen. Geht aber auch anders.

Gruß

C

Rolli
24.09.2012, 15:41
Diese starren Regeln von wegen dieses oder jenes Tempo dürfe man nicht laufen halte ich für Unsinn. Es geht einfach darum, die Intensität so weit zu beschränken, dass wir "viel" laufen können und in den folgenden Phasen noch einiges drauflegen können an Intensität. Da halten ein weder einige volle Sprints voll ab noch 2km im 10er Tempo am Ende eines Crescendos noch dies noch das ...

Es geht immer um die Balance zwischen Umfang und Intensität. Man kann die durch sehr starre, eher primitive Regeln erreichen. Geht aber auch anders.


Verstehe ich nicht… Wer hat hier von was starren Regeln geschrieben.
Das finde ich als größter Fehler in Buch-Plänen von Daniels. Da wird darauf hingewiesen, dass man dort immer ein bestimmtes Tempo laufen soll. Ohne auf Ermüdung, Wetter, Befinden und und und… zu achten. Deswegen bevorzuge ich ein TDL-Tempo nach Puls gesteuert. Als Beispiel ist das GMRT: gefühlte Marathon-Tempo, die nicht aus einer Tabelle, sondern nach Gefühl (Puls) gelaufen werden soll. Und das ist manchmal 30s Unterschied. Auch die „trash zones“-Bereiche beschreibt nur Daniels. Schwach.

Eine der wichtigsten Regel im Training, schon seit Jahren lautet: Akzent auf Bereiche die man nicht kann oder mag.


Ich sehe es anders rum: Wenn du sehr viele DL im Grundlagentraining ruhig bis langsam machen musst, sind deine Tempoeinheiten Im Grundlagentraining zu hart. Die Belastung durch Intensivere Sachen muss so gering sein, dass du dich viel zu wenig ausgelastet fühlst, wenn du die meisten DL rumtrödelst.

Das verstehe ich auch nicht. Überall wird geschrieben, dass Deutsche/Europäer zu schwach trainieren und deswegen nichts erreichen können. Dass modernes Training mehr Tempo erfordert und Du schreibst dass ich die Tempo-Einheiten zu schnell laufe? Hier ist der Unterschied im Auslegung der Grundlagevorbereitung:
- Um schnell laufen zu können, muss ich schnell laufen können
- Um schnell laufen zu können, muss ich die Tempo-Einheiten schnell laufen
- Um schnell die Tempo-Einheiten laufen zu können, muss ich höheren Umfang erreichen.
- Um höheren Umfang zu erreichen, soll ich so langsam laufen, dass ich es schaffe und das mich bei Tempo-Einheiten nicht behindert
- Das Tempo der lockeren Einheiten ist nicht wichtig! Das Tempo kann langsam sein! Hauptsache sind die Tempo-Einheiten schnell genug!
Da kommt noch die Frage: Wann sind die Tempo-Einheiten zu schnell? Eigentlich nur dann, wenn sie zu Überfordern führen. Wenn? Da muss jeder sich vorsichtig ran tasten. Um besser die Grundlage und damit die Regenerationsfähigkeit entwickelt ist, um so besser, um so schneller.

Und Sprints im Wintertraining? Ich zitiere mich selbst:D:


Maximale Sprints? Im Winter? Wozu?
Du meinst dabei maxV mit fliegenden 30m, 40m, 30-30 TWL oder Bergabsprints?

Natürlich "nie weit vom Wettkampf-Tempo" (Zitat Canova) aber Vmax?

Die sparen wir uns für die Halle- oder Freiluft-Saison und starten ca. 4 Wochen vor dem ersten MD-Wettkampf damit. Die Schnelligkeit ist eine Fähigkeit, die man sehr schnell abrufen kann. Das sie aber sehr viele Körner kostet und Verletzungsgefahr dabei überproportional ansteigt, sollte man es vorsichtig dosieren. In der Grundlagenphase reichen da Berganläufe, 2x Woche Steigerungsläufe oder ein paar Sprints im ABC-Training. Alles bis 90% Krafteinsatzes.

Noch einmal... Wozu? mit 10x200 und 90s TP rostet doch keiner ein.

Gruß
Rolli