PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tria-Schule-Krankheit-Familie -> Der Blog einer Schülerin



Seiten : [1] 2 3

Joeylea
27.09.2012, 19:46
Hallo :hallo:

In diesem "Tagebuch" kann und werde ich euch nicht von: "Von der Couchpotato zum Triathleten", "Von 0 auf 100", "Marathon ich komme!" oder dergleichem berichten können. Nein, ich bin kein Durchstarter, aber auch keine Couchpotato. Im Grunde genommen liege ich eigentlich so ziemlich im Durchschnitt.

Warum ich dann einen Blog Anfange? Nun ja, ich möchte versuchen hier meine Fortschritte und alles andere Festzuhalten. Ganz besonders aber, möchte ich versuchen aufzuschreiben wie mein (zugegeben manchmal etwas seltsamer) Trainingsalltag sich gestaltet, und wie sich das ganze mit Schule und Krankheit gestaltet.

Zu Mir: z.Z. bin ich (noch) 14 Jahre alt und ich besuche die 9.Klasse eines Gymnasiums. Ich zähle zu den relativ guten
Schülern und meine Noten sind größtenteils okay. Weiterhin habe ich bisher eigentlich immer Sport gemacht, wenn
manchmal auch mit Pausen. Wie sich nun vor etwas mehr als 2 Jahren herausgestellt hat, habe ich Epilepsie. Das wohl
schon mein Leben lang, aber dadurch das ich früher nur kleine Anfälle (s.g. Absencen) hatte, war es zuvor nie aufgefallen
Die Zeit um die Diagnose herum etc. werde ich hier jetzt nicht aufführen, das währe zu viel. Fest steht jedoch, dass in
meinem Fall keine Chance auf eine Ausheilung besteht. Nach der Diagnose musste ich mit "meinem Sport" (reiten
und voltigieren, sowie Kunstturnen) aufhören. Irgendwann bin ich dann aus lauter Frust losgelaufen und hab somit das
Laufen für mich entdeckt. Komplett Anfallsfrei bin ich noch immer nicht.

Ich möchte hier, um es noch mal klar auszudrücken, keinen Wahai um die Epilepsie machen, sondern lediglich berichten wie es sich zwischen Schule, Krankheit, Familie und Sport so lebt. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrung?

So, ich weiß nicht wie viele Leute dies jetzt lesen und verfolgen werden, aber ich werde hier immer mal wieder berichten und bin
für Feedback immer Dankbar:D
http://s14.directupload.net/images/120927/v5aig35x.jpg

Grüße
Joeylea

xBLUBx
27.09.2012, 20:18
Herzlich Willkommen im Forum und cool, dass Du hier Lauftagebuch führst. :hallo:

Ich freue mich auf Deine (hoffentlich nur positiven) Schilderungen.

LG aus Bern
Blub

BadGirl
28.09.2012, 08:40
Auch von mir ein herzliches Willkommen.

Ich freue mich auch auf viele spannende und Erlebnisse hier. Denn die Kombi ist vielversprechend.
Ich hatte mal imm Bekanntenkreis jemand, der auch mit Epilepsi zu kämpfen hatte. Sein Arzt hat ihm geraten, seinen Sport, seine Arbeit und den rest seines Lebens immer absoluten Wohlfühllevel zu absolvieren, da Stress und zu hohe Belastung Anfälle begünstigen würde.

Gruss vom bösen Mädel

forrestine
28.09.2012, 10:42
Hallo Joeylea :hallo:

herzlich willkommen hier im Forum! Auf jeden Fall werde ich werde Deinen Blog mit Spannung verfolgen :).

Keep on running
Forrestine!

Joeylea
28.09.2012, 18:33
So, erstmal danke an Alle die mich willkommen heißen, ich bin übrigens schon etwas länger dabei:nick:

Tja. Freitag ist eigentlich einer der schönen Tage für mich. Letzter Schultag vor dem Wochenende, meine Stunden und
Lehrer die ich Freitags im Unterricht habe sind eigentlich ganz in Ordnung, und ich habe auch keinen Langtag, sondern bloß
sechs Stunden. Abgesehen davon, habe ich Freitags für gewöhnlich die Zeit schön lange laufen zu gehen. Tja, für gewöhnlich.
Heute allerdings darf ich mich auf der Couch und im Bett langweilen. Warum? Am Dienstag hatte ich nach einer Deutscharbeit einen Sturzanfall. Nicht schlimm, allerdings war ich wohl fünf-sechs Minuten bewusstlos. Bis auf `ne dicke Beule und Kopfschmerzen war nichts weiter und beides habe ich so oder so nach jedem Sturzanfall. Ich hab mir also bloß ein Kühlpack auf den Kopf gedrückt und weiter gemacht.
Die Kopfschmerzen hielten auch am Mittwoch und Donnerstag noch an, aber da ich nicht sonderlich zimperlich bin und wir nächste Woche Mo. eine Englischarbeit, Di. einen Latein Vokabeltest (Latein ist so gar nicht mein Fach:uah:) und Do. eine Mathearbeit schreiben, konnte ich es mir nicht leisten in den Letzten Stunden vor den Arbeiten/ dem Test zu fehlen. Was macht ein manchmal dummes Kind also? Richtig! Es schluckt hin und wieder `ne Ibu und geht in den Unterricht. Genauso wie heute. Bis ich dann Ende der ersten Stunde aus dem Klassenraum in Richtung Mädchenklo (Gott sei dank liegt das auf der Selben Etage und nur zwei Klassenräume weiter) gerannt bin und jeglichen Mageninhalt wieder zutage gefördert habe. Anschließend wollten wir mich runter in den Sani-Raum bringen und kurz nachdem wir (Eine Freundin und meine Deutschlehrerin) die Treppe heruntergegangen waren, war`s das dann auch schon. Anfall und eine Runde so lange nicht richtig Atmen, bis sich das Blut staut und man lauter Petechien (ich stelle wahrscheinlich nachher ein Foto davon rein, die meisten wissen nicht wie die Dinger nach einem Anfall aussehen) hat. Als ich wieder wach war ab in den Sani-Raum. Alle tippen auf Gehirnerschütterung von Dienstag. Meine Freundin war überglücklich dass sie dank mir Französisch verpassen konnte und ich wurde abgeholt. Meine Mutter hat dann den Arzt angerufen der uns erklärt hat dass es sich wahrscheinlich tatsächlich um eine Gehirnerschütterung handelt. Gott sei dank nur eine leichte. Ich darf dann jetzt also auf dem Sofa herumliegen und mich langweilen. Meine Mutter bewacht mich natürlich mit Argusaugen und laufen kann für heute dann wohl vergessen. Dafür werde ich mit Schokolade ohne Ende zugefüttert. (eig. wollte ich 1-2 Kg runter kriegen aber wenn ich schon nicht laufen darf, dann wenigstens fressen:zwinker5:)

Wenn ich Glück habe, kann ich evt. morgen wieder eine kurze Runde drehen, denn meine Mutter ist den ganzen Samstag lang Arbeiten:D
und wenn ich den Hund und eine Freundin mitnehme geht das schon irgendwie.( Meine Oma passt auf meine Geschwister und mich auf und für gewöhnlich erfüllt sie mir die meisten Bitten) Vorausgesetzt ich kann wieder vernünftig geradeaus laufen :/
(Ich bete dass dem so sein wird!)

Naja, dass erstmal von mir. Ein Foto von den Petechien stelle ich dann nachher ein.

Grüße
Die Kaputte Lea

(Ps: Na überrascht? 14 Jahre und kein wtf, *gg* oder sonstiges im Text!)

xBLUBx
28.09.2012, 20:36
Ich Lea - ich wünsche Dir gute Besserung und hoffentlich bist Du morgen für einen Lauf wieder parat! Und von mir aus kannst Du gerne wtf schreiben... hat nix mit dem Alter zu tun. Kannst aber stolz auf Dein Deutsch sein! Mit 14 hatte ich dieses Niveau jedenfalls nicht. :daumen:

Domborusse
28.09.2012, 22:16
Ja, ich unterschreib vor allem mal das: "(Ps: Na überrascht? 14 Jahre und kein wtf, *gg* oder sonstiges im Text!)" :D
Aber ich denke, dass die meisten hier so differenziert sind, nicht alle 14 Jährige über einen Kamm zu scheren (und wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich sogar, dass sehr viele Jugendliche sehr viel mehr können, als sie offen zugeben würden!).
Trotzdem: darf ich mal kurz mit dir schimpfen (und das hat nichts mit deinem Alter zu tun!!!)?? Wenn du wirklich eine (wenn auch leichte) Gehirnerschütterung hast, dann lass das mit dem Laufen am Samstag und lass dich von deiner Familie betüddeln!
Das kann ordentlich nach hinten los gehen und dann gehst du ein paar Wochen nicht laufen!
Also: wenn du morgen noch latente Kopfschmerzen hast, dann bleib besser zuhause!
Ansonsten wünsche ich dir gute Besserung und hoffe mal, ganz bald wieder was von dir zu lesen!!!
Grüße
Domborusse

d'Oma joggt
28.09.2012, 22:25
Lea - bist du die mit dem Therapiehund? (wasserscheu?)
Gute Besserung und übertreibe es nicht.
LG Anke

Joeylea
29.09.2012, 12:45
Soooo, da ich mich bis jetzt noch nicht richtig aufraffen kann, hier ein Bild von
den Petechien nach dem Anfall. Petechien verschwinden in der Regel relativ schnell (innerhalb von ein paar Stunden).

http://i48.tinypic.com/rkvp1u.jpg

Die ganzen roten "Pickelchen" sind Einblutungen unter der Haut, die durch einen Blutstau im Kopf entstehen.
Auf dem Bild ist ein Großteil der Petechien schon weg, aber ich hab das Bild auch erst heute Morgen gemacht. Die Petechien
die sich auf dem Augenlid befinden, sind leider nicht zu erkennen

@ dickeOma: Ja, ich habe eine Bordermix Hündin von der ich schon mal geschrieben habe. Leider ist sie nicht staatlich anerkannt, dann könnte ich sie nämlich auch in die Schule oder auch überall anders mitnehmen. So würden mir wahrscheinlich 96% aller Stürze etc. erspart bleiben, da sie ja frühzeitig bescheid gibt. Service Hunde (zum Mindest Seizure alert dogs) werden (so weit ich es herausgefunden habe) allerdings nur anerkannt, wenn sie von Welpe an ausgebildet wurden und bestimmte Prüfungen abgelegt haben. Die Prüfungen wären wahrsch. eher weniger das Problem (obwohl die Kosten wohl sehr hoch ein sollen und die KK das nicht zahlen), viel mehr die Tatsache, dass Joey nicht von Welpe an ausgebildet worden ist.

Ich hoffe ich komme nachher nochmal zum laufen, aber neben dem "ausruhen" auf der Couch muss ich gleich auch noch Englisch und Latein lernen Yieppie! :sabber:

Grüße
Lea und Joey

Joeylea
01.10.2012, 21:53
Montag ist der schlimmste Tag der Woche!!!
gott sei dank sehen das aber auch andere so.

Dank Gehirnerschütterung (die mittlerweile wieder auskuriert ist) und der Drohung meiner Lehrerin mich "an den Haaren wieder
aus der Schule zu schleifen" wenn ich innerhalb von weniger als drei Tagen nach einem Sturz zur Schule komme, durfte ich dann heute meinen Tag Zuhause absitzen :klatsch:. Super! Meine Klasse hat heute eine Englischarbeit geschrieben! Heißt wohl ich muss
nachschreiben:klatsch: ich hasse es nachzuschreiben!
Zudem gibt es da noch das lästige Thema Familie. Diesen Monat haben zwei meiner Geschwister Geburtstag und der Erste ist schon am Donnerstag. Wie schön das ich noch kein Geschenk gefunden habe! Zudem ist meine Mutter den ganzen Mittwoch unterwegs, und so werde ich dann am Mittwoch mit meinem kleinen Bruder Muffins für den Kindergarten backen.:nick: Ich kann zwar noch nicht versprechen, dass von den Muffins noch was für den Kindergarten übrig bleibt,aber ich backe. Donnerstag mittag kommt ( nachdem im Morgens schon eine Mathearbeit hinter mir habe) dann der Kindergeburtstag auf uns zu und Freitag sind dann ENDLICH!!! Ferien! Das bedeutet zwei Wochen lang Training, Training, Training, Spaß und noch mehr Training!
Gut, die Unangenehmen Dinge wie Lernen und auch mein eigener Geburtstag sind zwar auch noch da, aber die werde ich wohl überleben. Irgendwie. Glaube ich. Hoffe ich!

Tja, und da ich heute so einen interessanten Tag hatte, hab ich mich dann Mittags irgendwann zwischen Schlafen und schlafen mit gefühlten 15 Stunden (na gut, es war glaube ich eine) krafttraining geplagt. Ich habe das Gefühl meine Arme wollen sich an mir rächen

Naja, das von mir

Grüße Joeylea

Ach ja, morgen Daumen drücken! Ich schreibe einen Lateintest, und Latein ist einfach nur Bah!

Joeylea
06.10.2012, 22:11
So, es gibt tatsächlich wieder was neues von mir.

Gestern haben die Herbstferien angefangen und zum Start hab ich dann endlich mal wieder (sie kommen leider nur recht selten vor:klatsch:) einen (für mich) guten Lauf hingelegt. Gut, 5 km innerhalb von 23:15 min sind vielleicht keine Meisterleistung und von den Leistungen welche ich anstrebe noch weit weit weit entfernt, aber es ist ein Fortschritt.

Dazu gab`s dann heute auch schon mein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk: T2+ von Profile

http://up.picr.de/12072922ey.jpg

http://up.picr.de/12072923ox.jpg

http://up.picr.de/12072924ol.jpg

Für alle Tri- und Duathleten: Sehr geiles Teil! :geil::geil::geil:
Das lenken fand ich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und auch das schnelle Umgreifen muss man (zumindest ich für meinen Teil) erst mal üben, aber ein verdammt geiles Teil!!!

d'Oma joggt
07.10.2012, 00:34
Das sieht wirklich "geil" aus. Schade das ausgerechnet jetzt so ein Schietwetter herrscht. Nicht das du dich auf dem nassen Laub langlegst - denn ausprobieren willst du Tri-Lenker-Teile doch wohl sofort?
Begleitet dich dein Hund auch auf den Ausfahrten oder fährst du alleine?
Viel Spass auf deinem Geburtstag - Glückwünsche von mir.
LG Anke

Joeylea
07.10.2012, 12:12
Ausprobiert habe ich ihn schon einmal ganz kurz, heute scheint`s Wetter ja ganz gut zu sein und es steht Koppel-training auf dem Plan
Joey begleitet mich nur auf Läufen. Auch wenn sie relativ flott ist, ein Durchschnittstempo von 27-28 ist nix für meine Dame.
mal sehen was das Training mir heute bringt, ich werde später berichten.

Ich habe zwar erst am 16 Geburtstag, aber trotzdem danke für deine Glückwünsche dickeOma

Joeylea
09.10.2012, 19:46
Hey, neue Berichte:

Bericht vom Koppeltraining (Sonntag):
Das Radfahren war ganz gut, und die T2+ ist echt super, obwohl ich mich am Anfang erstmal damit hingelegt habe. Dem Rad (ganz wichtig) und mir ist aber nichts passiert, da ich direkt ins Feld gefahren bzw. gefallen bin. Von daher kein Problem.
Kennt jemand den Spruch keine Gnade für die Wade? Ich weiß jetzt jedenfalls wo er herkommt.
Das es bei den ersten Metern beim Koppeltraining nach dem Wechsel mal ein bisschen auf die Waden geht, kenne ich ja, aber wer mal anstatt seine "übliche(n)" Runde(n) zu laufen, mit 9 mm Spikes auf die Aschebahn geht, der hat mit Sicherheit anschließend das Gefühl seine Waden versuchen einen Mordanschlag auf seine Beine zu begehen. Im übertragendem Sinne, versteht sich von selbst. So jedenfalls hat es sich für mich angefühlt und wenn man dann noch versucht die ersten 1000-2000 m gut Tempo zu machen, na dann viel Spaß. Ich kann`s jedenfalls nicht weiter empfehlen. Ich hatte nach den ersten 2km in betracht gezogen für den Sonntag Schluss zu machen, hab aber dann doch die restlichen 3 km noch gemacht, wenn auch eher gekrochen, als gelaufen. Fazit des Tages: (für mich) hartes Training gut gemeistert, eine gute Leistung erbracht und selbst den Lauf gemeistert, obwohl die Beine weh taten und ich die Möglichkeit hatte abzubrechen. *stolz auf mich sei*

Krafttraining (Montag):
Montag stand dann Krafttraining auf dem Plan, und ehrlich gesagt, hatte ich so gar keine Lust auf den üblichen Trainingsablauf. Kurzerhand haben wir (okay, eigentlich ich, mein Vater hat mich nur gefahren) uns dann entschieden das normale Training gegen drei Stunden klettern zu tauschen. Meine Arme tun jetzt noch weh, und es bedarf wirklich einer Menge Kraft sich Wände mit Überhang hoch zu kämpfen! Die ersten Male gehen noch, aber so ab der fünften Wand, bei der man dann auch noch "in Rückenlage" (die Wand hat dann keinen "normalen" 90° Winkel mehr zum Boden, sondern der Winkel wird kleiner) kommt, oder wirklich einen Überhang vor sich hat, wird es echt anstrengend! zumal ich bei meiner winzlinsgröße von 1,55 m nachher kaum mehr richtig an die Halte"steine" die immer kleiner, schärfer und schlechter zu greifen wurden dran kam. Gegen Ende habe ich mir dann den Arm ordentlich angeschlagen, als ich abgerutscht bin. Der Sicherung sei dank, hab ich mir bloß den Arm ein wenig geprellt (ist auch nix blau geworden und abgeschwollen war es auch nach ein paar Stunden wieder. also wirklich nichts großes). Sollte der Muskelkater in den Armen bis morgen weg sein, steht klettern als Ersatz für das normale Krafttraining definitiv wieder auf dem Plan :D:nick::D:nick: Fazit: Für mich auf jeden Fall eine interessante Alternative, eine schöne Abwechslung und hat echt Spaß gemacht. Der Muskelkater ist allerdings um einiges größer:D

Sollte der Muskelkater morgen noch da sein laufe ich wieder mit Joey und mache abends evt. noch eine gemütliche Radausfahrt

Bilder zum klettern gibt`s dann nachher oder spätestens morgen

Liebe Grüße
Joey und Lea

faceyourtarget
11.10.2012, 21:17
Glückwunsch zu deinem Triathlonlenkeraufsatz. Ich begnüge mich zur Zeit auch mit einem Aufsatz auf meinem Rennrad. Ist wahrlich nicht die perfekte Lösung, aber Spass machts trotzdem. Gleichzeitig muss ich dir unwahrscheinlichen Respekt zollen, dass du mit solch einer Krankheit Fahrrad fährst und läufst. Eine lebensbejahende Einstellung hat noch keinem geschadet. Ich wünsche dir, dass du deine Epilepsie so gut es geht in den Griff bekommst.

Werde regelmässig hier mitlesen und kommentieren :)

Plattfuß
11.10.2012, 21:34
Bericht vom Koppeltraining (Sonntag):....

Trainierst du nach einem bestimmten Plan?

Wieso machst Du Koppeltraing, stehen denn für Dich kurzfristig noch Triathlon- WK an?

Joeylea
12.10.2012, 13:07
Bericht von Mittwoch:
Muskelkater war noch da, also hieß es morgens etwas früher aufstehen und eine Runde gemütlich mit dem Hund laufen gehen (Durchschnittspuls um die 160 +/- es sei dazu gesagt, dass ich Hochpulser bin. Eigentlich trainiere ich nur recht selten nach Pulswerten, da ich zu faul bin ständig darauf zu achten, aber für die langsamen Läufe finde ich das ganz praktisch.) Joey hat es Spaß gemacht (zumindest hatte ich den Eindruck) und die Dame kann ganz schön flott sein, wenn sie von der Leine ist. zwischenzeitlich kamen uns drei vier mal andere Läufer entgegen, aber für die interessiert sie sich eher weniger. (sie guckt zwar, aber geht nicht hin, schließlich ist sie gut erzogen:D auch wenn sie manchmal alles tut um nicht so auszusehen.) Ist ja auch viel witziger Frauchen um die Beine zu springen und immer wieder vor und zurück zu laufen, frei nach dem Motto: Beweg deinen Hint ern mal ein bisschen schneller! http://i47.tinypic.com/2wd0ktu.jpg http://i47.tinypic.com/29zx9op.jpg (Fotos sind leider nicht wirklich gut, aber sie kann einfach nicht stillhalten :klatsch:)
Heute regnet es bei uns allerdings Bindfäden und wenn das nicht bald aufhört fällt das Training Sprichwörtlich ins Wasser

@ faceyourtarget: Also momentan ist der Aufsatz für mich m.E. eine sehr gute Lösung. Ich fahre erst seit ein paar Monaten RR und bin froh überhaupt erstmal mit dem ganzen Schalten etc. umgehen zu können.:peinlich:
Ans aufhören will ich überhaupt nicht denken. Seit Mai letzten Jahres darf ich schon nicht mehr schwimmen (Ich hoffe das ändert sich bald. Sobald ich eingestellt bin darf ich wieder. Bis dahin heißt es leider "nur" Duathlon, obwohl ich eig. Triathlon machen möchte :weinen::heul2:) Aber "absaufen" ist gar nicht lustig und intubationen auch nicht. Danach gibts nämlich Halsschmerzen :klatsch:

@ Plattfuß: Jein. ich erstelle mir meistens Pläne für zwei Wochen. Da ich normalerweise Schule habe (an zwei Tagen in der Woche bin ich erst um fünf Zuhause, sonst so gegen halb drei), und zwei mal die Woche Leichtatletik (Hauptsächlich zum Laufen, damit ich Jemanden da habe, der mich auf Fehler etc. hinweisen kann und mir hin und wieder mal (metaphorisch) in den Hin tern tritt. In den Ferien fällt eben beides aus), muss ich mein Training dementsprechend anpassen können. Sprich, wenn in einer Woche zwei Arbeiten und einen Test anstehen, oder ohne Ende Hausaufgaben, fallen längere Einheiten schon mal weg und werden durch weniger Zeit intensive Einheiten getauscht. Manchmal kann ich sogar eine Woche lang gar nichts machen wenn ich total im Stress stecke. Koppeltraining mache ich hin und wieder, um im Wettkampf erst gar keine "größeren" Probleme beim Wechsel zu bekommen. Und wenn ich Lust und Zeit habe, schmeiße ich eben mal eine Einheit da rein. Während der Schulzeit schaffe ich das leider nur selten.

Liebe Grüße
Joeylea

Plattfuß
12.10.2012, 13:24
Bericht von Mittwoch:
Muskelkater war noch da, also hieß es morgens etwas früher aufstehen und eine Runde gemütlich mit dem Hund laufen gehen (Durchschnittspuls um die 160 +/- es sei dazu gesagt, dass ich Hochpulser bin. Eigentlich trainiere ich nur recht selten nach Pulswerten, da ich zu faul bin ständig darauf zu achten, aber für die langsamen Läufe finde ich das ganz praktisch.)

Kennst Du deine maximale Herzfrequenz?
Ansonsten macht Pulstraining keinen Sinn.


@ Plattfuß: Jein. ich erstelle mir meistens Pläne für zwei Wochen.....
.... zwei mal die Woche Leichtatletik (Hauptsächlich zum Laufen, damit ich Jemanden da habe, der mich auf Fehler etc. hinweisen kann und mir hin und wieder mal (metaphorisch) in den Hin tern tritt..... I
.... Koppeltraining mache ich hin und wieder, um im Wettkampf erst gar keine "größeren" Probleme beim Wechsel zu bekommen. Liebe Grüße
Joeylea

Wenn Du ernsthaft am Triathlon interessiert bist, solltest du Struktur in Dein Training bringen.
Hier scheinen mir einige Baustellen vorzuliegen.

Koppeltraining macht nur ein paar Wochen vor dem WK Sinn um sich an den Wechsel Rad/Lauf zu gewöhnen. Dein Körper hat im nächsten Frühjahr längst "vergessen" daß Du im Oktober mal Koppeln geübt hast. Jetzt im Herbst und Winter sollte der Schwerpunkt auf Grundlagentraining mit vielen Lauf-km liegen.

Teile das Trainingsjahr grob in vier Phasen zu je 12 Wochen ein:

Grundlagen I : km machen Schwerpunkt auf lockeren und langen Einheiten
Grundlagen II: Umfang nur noch leicht erhöhen, etwas mehr Koordination und Tempo.
Aufbauphase: Umfang nicht mehr steigern, Schwerpunkt auf Tempotraining verlegen (Intervalle etc.)
Vorbereitungsphase: Umfang leicht senken dafür Koppeltraining sowie vermehrte Tempoarbeit trainieren. Wettkämpfe mit wenig Priorität zum "Üben" des wichtigsten Triathlon- WK bestreiten.

Joeylea
12.10.2012, 14:29
Hey,

Ich laufe ja nicht erst seit gestern, und meine Trainingseinteilung ist nicht so wüst wie es vielleicht den Eindruck gemacht hat (Ich bin eine Meisterin darin Dinge falsch auszudrücken bzw. anders auszudrücken als ich es meine. Ich entschuldige mich jetzt schon mal dafür, das wird mir aber wahrscheinlich noch ein paar mal passieren.)
Eine Grobe Einteilung habe ich auch, aber es ist mir eben nicht immer möglich alles komplett nach Plan einzuhalten. nach einem Status liege ich erst mal im Kh und anschließend kann/ muss ich min. eine Woche Pause machen, wenn nicht noch länger. Da fallen eben schon mal Sachen aus. Was ich mit dem 2 Wochen plan meine ist, auf welchen Tag ich welche Läufe lege (z.B. wie viel km, wann die Reg. Tage sind oder welchen Weg. Bei uns sind grundsätzlich Berge, bzw. Steigungen wenn ich nicht auf den Platz gehe.) Koppeltraining mache ich (momentan) ja eher aus Spaß, wenn ich (mal) Zeit habe

Ich hoffe ich habe mich dieses mal vernünftig ausgedrückt:zwinker2:, so dass es alle verstehen

Joeylea
18.10.2012, 14:56
Sooo, neue Berichte von mir:

Nachdem das Training letzte Woche Samstag und Sonntag dank schlechten Wetters ausgefallen ist, und ich Montag vor lauter lernen auch zu nichts gekommen bin, konnte ich am Dienstag endlich wieder laufen gehen! Zugegeben, meine Mutter war nicht gerade begeistert davon, dass ich noch vor dem gemeinsamen Frühstück an meinem Geburtstag laufen gehe, aber da der Hund schon angeleint und der Tisch noch nicht gedeckt war, durfte ich dann trotzdem. Das Ergebnis war: 7 km in 36:59 min. Keine soooo schlechte Leistung für mich. (Das andere Die 10 km in der Zeit laufen verdränge ich jetzt grade mal:klatsch:.)
vor,während, bei und nach dem Frühstücken und Vormittags der Kuchenarie (Mein kleiner Bruder hatte Anfang des Monats ja schon Geburtstag und danach konnte ich auch schon keinen Kuchen mehr sehen. Dienstag hat es nicht besser gemacht!) gab es natürlich von allen Seiten Glückwünsche und Geschenke, und ganz viel Sms und Telefonterror weil Jeder anruft oder schreibt.
Abends stand dann noch ein Gang ins Kino an, den ich gut überstanden habe (2D Filme gehen meistens, aber eine Tavor (Notfallmedikament) hatten wir trotzdem dabei.) und so gegen 23 Uhr wurde ich noch herzlich von meinem Hirn beschenkt.:frown:
Das war wieder ein Rückschlag und wäre der Hund nicht da gewesen wahrscheinlich einer mit Gehirnerschütterung. Nach fünf Minuten Anfall hab ich dann doch das Medikament bekommen und habe bis zwanzig vor elf durch geschlafen. Mittwoch bin ich dann auch nur zum Essen und für die Toilette aus dem Bett gekrochen. Das ich schon wieder einen Anfall hatte ärgert mich ziemlich , aber ich finde es beruhigend zu wissen, dass ich mich so gut auf Jo verlassen kann.

Heute heißt es noch einmal den Tag ruhig angehen lassen und da ich sowieso lernen muss, werde ich es überleben. Wenn ich Glück habe, kann ich dann Morgen wieder laufen gehen. Mit Joey und Begleitung versteht sich.

Dies von mir
Grüße Joeylea

(die jetzt wieder an Latein muss *heul*)

xBLUBx
18.10.2012, 21:02
Hi Joeylea

Wenn auch verspätet: *KORKENKNALL*

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!


Nur schade, dass Dein Geburtstag so enden musste. Ich wünsche Dir die besten Genesungswünsche!

Schon krass, dass Hunde als "Sirene" fungieren können. Ich habe mich einwenig bei Wiki schlau gemacht - scheinbar gibt es noch keine Erklärung, wie Hunde einen Anfall vorhersagen können. Oder hast Du da eine Erklärung?

Und Gedanken zu machen, dass einige Deine Zeit von 37.xx Minuten mit 10 Kilometer vollenden ist total unnötig. Schliesslich bist Du DU und nicht irgend jemand. Seit Stolz auf das was Du erbringst - ich wäre es jedenfalls!

LG aus Bern
Blub

Joeylea
19.10.2012, 22:37
Heute hatte ich einen neuen Besuch beim Arzt. Eigentlich nur, um ein neues Rezept abzuholen (Tavor war ja jetzt weg) und es sollte beraten werden, welches Medikament ich noch bekommen soll. (Medikamentenspiegel war schon über dem Soll) und ich bin nicht komplett Anfallsfrei. gerade in letzter Zeit ist es wieder schlimmer geworden. Routinemässig hat der Doc mich erstmal abgehört, gemessen und auf die Waage gestellt (Wie Ärzte das bei Kindern &Teenagern eben machen) und schwups gab`s den nächsten (metaphorischen) Schlag ins Gesicht. Mit meinem jetzigen Gewicht von 44,8 kg auf eine Größe von 1,55m will mir fürs erste kein zweites Medikament geben. ( Als wir wieder draußen waren war die Wut verdammt groß) 50 kg hat er mir als Marke gesetzt und ich habe keinen schimmer wie ich die drauf kriegen kann. Vor ein paar Monaten hatte ich die 50 kg noch, aber im laufe der Zeit scheinen diese wohl runter gegangen zu sein.:sauer: Ich habe keinen Schimmer was das soll und ich finde es zum kot zen das er dieses (m.E.nach) schwachsinnige Limit gesetzt hat!!! ich weiß nicht ob ich heulen oder wütend sein soll. Nach dem Besuch habe ich mich umgezogen und auf die Aschebahn begeben. Die Strecke habe ich nicht ausgerechnet, aber nach ca. einer Halben Stunde habe ich aufgehört weil ich nicht mehr konnte. Ich hatte das Gefühl mein Herz würde außerhalb meiner Brust schlagen, und ich hätte einen gefühlten Durchschnittspuls von 500. Genau genommen war der Puls so zwischen 180-196, dazu sei gesagt, dass ich Hochpulser bin. Zum Stressabbau hat es allerdings gut beigetragen. Ich glaube jetzt heißt es für`s erste Schokolade, diversen anderen Süßkram und viele Kohlehydrate Futtern. Mit dem Abnehmen hatte ich nie Probleme, aber zunehmen? Ich glaube das könne schwierig werden. Erst habe ich an (für den einen ausschlaggebenden Tag) literweise Milch oder Saft trinken gedacht, aber wenn ich um die 6L Flüssigkeit zu mir nehme könnte ich wohl innerlich ertrinken.
Momentan mobbt mich mein Körper also wieder in vollen Zügen.


Eine Erklärung für die Fähigkeit von Hunden als Epi-Warnhund habe ich auch nicht. Bekanntermaßen sind Hunde wesentlich einfühlsamer, aber sonst weiß ich auch nicht. Es sind ja auch nicht alle Hunde geeignet.

Danke das ich mich hier auskot zen durfte

Joeylea
(Sobald es was neues gibt hört ihr natürlich wieder von mir)

PS Danke für den Geburtstagswunsch)

siebenstein77
23.10.2012, 21:04
Zum Stressabbau hat es allerdings gut beigetragen. Ich glaube jetzt heißt es für`s erste Schokolade, diversen anderen Süßkram und viele Kohlehydrate Futtern.

Hallo Joeylea, möchte hier nicht klugscheißern, aber mit Reinfuttern von irgendwelchen Kohlenhydraten würd ich aufpassen.
Einfacher Zucker übersäuert deinen Körper und dein Blutzucker fährt Achterbahn.
Vollkornprodukte, Reis, Nüsse, Öl (Rapsöl, Leinöl, Olivenöl etc.) sind hier besser geeignet.

VG, und viel Erfolg beim Zunehmen.

Joeylea
25.10.2012, 13:11
Hallo siebenstein,
weiß ich wohl, ich habe es nur so formuliert, weil es mir gerade so durch den Kopf gegangen war. (Ich habe im ersten Augenblick das Bild von Mc Donalds Kindern usw. vor mir gehabt. Kann man zwar eigentlich nicht vergleichen, aber das ging mir da eben durch den Kopf)

Nachher geht`s noch mal zum Arzt um eine Bescheinigung fürs Leichtathletik Training abzuholen und wieder Blut abzapfen zu lassen. Ich freu mich! Vor Spritzen und Nadeln habe ich zwar keine Angst, (Mir wurden Zeitweise ja wöchentlich Zugänge gestochen, von daher macht mir das nicht viel aus) aber ich hasse es wenn die ständig daneben stechen. Nachher kommen dann noch die Trainingsbericht dieser Woche.

Grüße
Joeylea

Joeylea
25.10.2012, 20:26
So, bin gerade vom Leichtathletiktraining zurück (Es hat ja nur 5 Monate gedauert bis ich diese Bescheidene Bescheinigung vom Doc bekommen habe *grr*) . Ich mache Leichtathletik ja eigentlich hauptsächlich wegen des Laufens, aber mittlerweile auch mehr oder weniger wegen des Weit und Dreisprungs. Das Ergebnis meines heutigen Trainings war ernüchternd. Nach ca. 800m Einlaufen hieß es erstmal Weitsprung. Ich habe nicht gemessen, aber dass ich unter 4,50m war kann ich mir gut vorstellen.:klatsch:
Nachher beim Laufen nach ca. 400m einen kurzen Sturzanfall gehabt. Der Anfall hat keine zehn Sekunden gedauert, ich habe vorher noch gerufen und war auch ruck zuck wieder auf den Beinen. Hat natürlich einen super Eindruck gemacht, das ich nach meinen (im schneckentempo absolvierten) 400m gefallen bin, und das auch noch als zwei neue (und dass auch noch Triathleten) dabei waren, die meine "guten" Leistungen nicht kennen und sich jetzt wer weiß was denken:klatsch::klatsch::klatsch::klatsc h:
Das Ende vom Lied ist jedenfalls, dass meine lange Laufhose, und die Laufjacke dreckig und meine Knie aufgeschrabt sind. Hat aber nichts geblutet und bis auf ein paar blaue Flecken wird das kein Problem sein. Morgen steht dann wahrscheinlich noch mal ein Training zu dritt an :):)

Das von mir und jetzt heißt es erstmal eine heiße Dusche nehmen und versuchen die Asche wieder abzukriegen:D

Grüße
Joeylea

Achso, Ja. Wer eine halbwegs vernünftige App für`s Pulsmessen sucht sollte sich den Cardiograph (für Android) mal ansehen. Bei meinem Handy zeigt er den Puls + die Pulskurve sehr gut und genau an. Ist allerdings nichts für die Pulsmessung während des Laufens, sondern eher für die Pausen, da der Finger hinter die Kamera gehalten werden muss. Funktioniert im Grunde ähnlich wie ein Pulsoximeter:zwinker5:

Joeylea
28.10.2012, 15:51
Bericht von Freitag:

Vereinfacht? Totaler Mist!!! Meine Laufleistung war total für den A und gesprungen bin ich auch mies! Meine Leistungen sind in den letzten Tagen also wirklich schlecht!:klatsch: Mir kommt es vor wie ein rapider Abfall in den Abgrund. Laut meiner Trainerin haben sich meine Techniken ganz gut verbessert, aber da ich nächstes Jahr meinen ersten HM laufen möchte interessiert mich meine Technik momentan wirklich nicht. Mal sehen wie es morgen und Dienstag klappt.

Grüße
Joeylea

Joeylea
06.11.2012, 20:45
Hier kommt dann mal wieder neues von mir.

Training heute war eigentlich ganz in Ordnung. Ich bin langsame 2000m Gelaufen da ich noch ein bisschen erkältet bin und mit einer Zeit von 11:45 min ist das für einen langsamen Lauf okay. Gegen Ende des Trainings habe ich mir dann bei einem 1000m Lauf noch mal den Fuß umgeknickt und der ist jetzt ordentlich angeschwollen. Da morgen Mittwoch ist, werde ich zum Röntgen wohl ins Kh fahren müssen wenn der Fuß bis dahin nicht abgeschwollen ist. Daumendrücken das es nichts ernstes ist, denn für den 11.11 ist ein 5km Lauf geplant

Was der Doc sagt hört ihr dann morgen

Grüße
Joeylea

Joeylea
07.11.2012, 21:23
Kurze Rückmeldung vom Doc: Nur ein eingeklemmter Nerv und eine kleine Prellung

Joeylea
11.11.2012, 20:43
Heute bin ich den ersten Volkslauf gelaufen und habe erste Erfahrungen gesammelt, die sich wirklich gelohnt haben. Ich habe tatsächlich einen zweiten Platz in meiner Ak geschafft. Im Nachhinein habe ich mich dann darüber geärgert so langsam gelaufen zu sein, denn sonst hätte es (lt. meiner Trainerin die mir meine Zeiten und meinen Platz gesagt hat) auch auf den ersten schaffen können. Sie hatte mir im Vorhinein gesagt, dass ich in den Ersten Wk`s nur Erfahrungen sammeln und nicht auf Platzierungen aus sein soll. In meiner Aufregung vor dem ersten öffentlichen Wk habe ich dann versehentlich heute morgen anstatt der Wk-Schuhe meine normalen Laufschuhe eingepackt :klatsch: aber ich habe es überlebt und habe einen ganz guten Tag gehabt. Am 1.Dezember laufe ich dann den nächsten. Mal sehen was daraus wird.

PS: Lauft Niemals, unter gar keinen Umständen im Training auf dem Platz 5km mit Spikes! Das tut den Füßen definitiv nicht gut!

xBLUBx
11.11.2012, 21:06
Hi Joeylea - herzlichen Glückwunsch zu Deinem ersten WK und zur Deiner Topplatzierung. Du gibst ja mächtig Gas! :daumen:

Du trainierst mit Spikes?

LG aus Bern
Blub

Joeylea
11.11.2012, 21:14
Danke:D

Ja, ich trainiere mit Spikes, aber nur beim Leichtathletik-Training, wo ich hauptsächlich laufe. Auf unserer Aschebahn ist das eigentlich ganz praktisch.

Joeylea
13.11.2012, 22:22
Dem ersten guten Fortschritt folgt wieder ein Schlag mit der Faust ins Gesicht.

Heute Vormittag in der Schule hatte ich (wieder mal) einen Anfall. Ich war wohl zur Toilette und direkt vor der Tür des Klassenraums umgekippt. Es folgte ein ganz kurzer und ungewöhnlich schwacher Anfall, und ich bin nach ca. einer Minute ohne vernünftige Atmung wieder zu Mir gekommen. Kopfschmerzen kenne ich ja, aber es ist bisher noch nie vorgekommen, dass ich nach einem Anfall ein ernstes Problem mit der Atmung hatte. Bei jedem Atemzug habe ich geröchelt und irgendwann war ich dank Mangel so benebelt, dass ich zwischendurch wieder weg war. Das ging gut zehn Minuten so und es folgte wieder ein Großer Anfall. Das nächste an das ich mich erinnere sind die Rettungssanitäter und der Notarzt, die mich auch schon kennen. Eine Lehrerin ist dann mit ins Krankenhaus gefahren und nach weiteren Minuten mit Atemproblemen wurde ich dann an einen Vernebler gehängt, durch den man mir mir Sauerstoff und irgend ein Medikament gegeben hat. Die Ärztin hat dann nach Asthma gefragt, welches ich eigentlich nicht habe. Naja, nachdem wir dann den Vernebler ausgemacht hatten fing es wieder an und man hat es erstmal mit einem Cortisonspray versucht, was zwar zuerst etwas Besserung gebracht hat, aber irgendwann ist die Sättigung so weit abgefallen, dass ich wieder an den Vernebler kam. Nach insgesamt dreieinhalb Stunden haben die es dann geschafft mich zu röntgen, mir eine seltsame Gurtkonstruktion um den Arm zu machen (was meint ihr wie lange es gedauert hat diesen Text zu schreiben, mit nur einer Hand!), mir eine Halskrause zu verpassen und meine Sättigung wieder auf Vordermann zu bringen. Das größte Problem war eben die Sättigung. Eigentlich wollte man mich noch dabehalten, aber ich hasse Krankenhäuser und die Ärztin hat uns dann nur einen Vernebler und ein Cortisonspray mitgegeben. Bei einer Veränderung sollen wir natürlich sofort den Krankenwagen holen, bla, bla... Ich soll dann dem Nächst einen Lungenfunktionstest etc. machen. Vielleicht hat es was mit der Verfärbung meiner Fingernägel von vor kurzem zu tun, aber ich habe einfach total vergessen die Ärztin zu fragen. Morgen fällt die Schule dann erstmal aus und für diese Nacht muss ich die Nervtötende Maske aufbehalten. Mal sehen wie es morgen geht. Ich werde berichten.

Grüße
Joeylea

d'Oma joggt
13.11.2012, 22:37
Gute Besserung!
Du hast aber wirklich extrem häufig Anfälle! Kannst du wirklich nicht besser eingestellt werden?
Dein Hund darf nicht mit in die Schule? wegen nicht "richtiger" Therapiehund? Keine Ausnahme möglich? Er (sie) kann doch einen Anfall vorherriechen, kannst du dann vorbeugen oder dich nur schützen (vor Sturz etc.)?
LG Anke

Joeylea
14.11.2012, 20:38
Danke für die Genesungswünsche

Heute morgen ging es mir schon besser und ich denke, wenn es mir morgen früh gut geht, werde ich evt. auch wieder in die Schule gehen. Mal sehen wann ich zum Lungenfunktionstest muss und was sich ergibt.

Nein, genau abgeklärt haben wir das mit der Schule nicht, aber meines Wissens nach ist das so nicht erlaubt. Normale Hunde dürfen ja nicht mal in ein einfaches Geschäft rein. In eine städtische Schule also wahrscheinlich noch weniger. Mal abgesehen davon, gibt es ja Hundehaar Allergiker, Leute die sich vor Hunden fürchten und so weiter. Wie genau sie die Anfälle vorhersagen kann (im Sinne von vorher merken) weiß ich nicht, aber verhindern kann ich den Anfall so oder so nicht. Das schlimmste sind ja aber wirklich die Stürze und ohne die wäre alles halb so schlimm. Außerdem würde ich dadurch den Unterricht nicht stören und meine Freunde und Klassenkameraden würden viel weniger davon mitbekommen.

Die Einstellungssache ist noch einmal etwas anderes. Mein Neurologe schwört auf mein jetziges Medi, aber da es nicht stark genug anschlägt soll ich jetzt noch ein zweites bekommen. Aus mir unerfindlichen Gründen will er mir aber erst ein zweites verordnen, wenn ich mind. die 50 kg wiege. Keine Ahnung wieso das, aber noch habe ich erst 47,9 (mehr als beim Anfang) und versuche weiter zuzunehmen. Mit dem Training höre ich nicht auf, sondern Quark, Bananen, Joghurt, Sahnehaltiges, Nüsse, Käse und Säfte sind zur Zeit gute Freunde von mir. Das alles halbwegs koordiniert und gut über den Tag verteilt hilft bisher ganz gut. Eine Krankheit oder so ist nicht schuld daran, sondern einfach die Tatsache das ich vergesse zu Essen und zu trinken wenn man mich nicht daran erinnert. Momentan geht das aber ganz gut.

Grüße
Joeylea

Joeylea
22.11.2012, 13:29
Neues, aber unerfreuliches von mir:

Dienstag habe ich wohl im Training einen normalen 10 km Lauf gemacht, bzw. eher geschlichen, und dabei die neuen Schuhe eingelaufen. War auch alles kein Problem.

Mittwoch war dann nicht mehr lustig. Nachdem es mir den ganzen Tag schon relativ schlecht ging, hatten wir Mittagspause (50 min. da Langtag) und ich habe mir gedacht, was solls, die restlichen zwei Stunden schaffst du auch noch. Ja ne. Doch nicht. Was passiert ist weiß ich nicht mehr, und das ich Dienstag gelaufen bin, weiß ich auch nur weil ich mit meiner Trainerin telefoniert habe.
Offenbar bin ich auf dem Schulhof eine Treppenstufe runter gegangen und direkt danach umgekippt und mit Hals und Kopf drauf. Meine Freundin schrieb mir dann, das ich recht lange gekrampft habe und als ich wieder wach war, trotzdem nicht wirklich ansprechbar war. Der Notarzt hat dann erstmal Diazepam gespritzt und mich aus diesem besch... Zustand zwischen Anfall und anwesend sein herausgeholt.Ab da habe ich dann wieder verstanden was die Leute mir gesagt haben. Dann gab es eine Stifneck, Tropf, Pulsoximeter und als wir dann per RTW im Kh angekommen sind kamen noch EKG und Sauerstoff hinzu. Sah richtig gut Aus! Es sollte dann natürlich sofort ein CT gemacht werden, aber da ich ziemliche Angst vor den Dingern habe, weiß ich jetzt, dass man, wenn man nur lange genug schreit, nicht in so ein Ding geschoben wird. Das Röntgen hat dann auch gereicht.

Diagnose: HWS-Distorsion 2° (bedeutet wohl so viel wie Schleudertrauma 2°) Steilstellung der BWS, Prellung der linken Schulter, Rückenprellung und eine Parieto-occipitale Schädelprellung mit Schürfwunde.

Der Internist hat zwar gesagt, dass es sich bei letzterem eher um eine Gehirnerschütterung handelt, aber ich habe jetzt einfach mal die Diagnose vom Arztbrief abgetippt. Ich war am Freitag so glücklich gewesen die Alte Krause wieder abnehmen zu dürfen, und jetzt habe ich schon wieder eine Neue:frown:

Momentan ist das einfach nur zum Heulen. Zwar bringe ich aus Sportlicher Sicht gute Leistungen, aber dafür macht mir die Krankheit das Leben wieder zur Hölle und ich kann mir diese Häufigkeit nicht erklären.
Gott sei dank hatten wir einen ganz guten Arzt da (er hatte sich letzte Woche als ich im Kh war mit mir unterhalten und ist wirklich wahnsinnig nett) der mich nach ca. drei Stunden gehen lassen hat, da wir das Theater mit Verletzungen etc. schon kennen. Er hat sich (während ich noch geschlafen habe) wegen der Einstellungssache mit meiner Mutter unterhalten und ist ebenfalls zu dem Entschluss gekommen, das der Neurologe sich zu viel Zeit lässt, und das Zeit ist, die ich einfach nicht habe. Als er Mir dann den Zugang wieder gezogen hat gab es noch eine kleine Blutsauerei, weil ich nicht lange genug mit dem Tuch drauf gedrückt habe und der Pfleger durfte es dann wieder aufwischen:peinlich: Der Doc war gestern zum Mindest eine große Hilfe und wenn das so weiter geht (ich bete zu Gott, das dem nicht so sein wird, denn ich habe die Schnau ze voll davon!) kriegt er zu Weihnachten eine Karte.

So, das von mir und bis mindestens Montag habe ich dann Bettruhe verordnet bekommen. Wahrscheinlich wechseln wir dann jetzt auch möglichst schnell den Neurologen, denn so geht es nicht weiter!

Grüße
Joeylea

forrestine
22.11.2012, 13:49
Liebe Joeylea,

ich verfolge Dein Tagebuch nun schon seit Beginn und muss schon sagen, daß Du eine echt starke Persönlichkeit bist! Ich wünsch Dir gute Besserung und drück Dir die Daumen bei der Suche nach einem guten Neurologen!

Gaaaaaaaaaanz liebe Grüße aus Wien
Forrestine

Joeylea
25.11.2012, 16:48
Danke

Noch mal eine Kurze Rückmeldung von mir:

Die Kopfschmerzen lassen langsam nach, die Blauen Flecken färben sich grün-gelb, was heißt, dass sie bald verschwinden werden, und das aufrecht sitzen funktioniert mittlerweile auch ganz gut. Den geplanten Wk am 1. werd ich aber wahrscheinlich trotzdem absagen müssen. Mal sehen.

Grüße
Joeylea

Joeylea
05.12.2012, 18:46
Hallo,

Leider nur schlechte Nachrichten von mir.

Montag gab`s wieder nen Anfall und Dienstag habe ich dann wieder mal den Fehler gemacht trotzdem zur Schule zu gehen. Heute hab ich dann wieder Pause gemacht, aber der Arm ist leider ein wenig hinüber. Heißt Training fällt diese und wohl auch nächste Woche aus.

Wegen der unnormal gehäuften Anfälle waren wir natürlich beim Neurologen, aber der konnte uns auch mal wieder nichts genaues sagen. Mal hoffen das ich jetzt dem nächst ein neues Medikament bekomme.

Letzte Woche war das Laufen allerdings ganz okay und sobald ich wieder kann geht`s weiter.
Ins Auge gefasst habe ich jetzt schon mal den Silvesterlauf in Essen ( SILVESTERLAUF ESSEN 2012 (http://www.team-essen99.de/index.php?option=com_content&view=article&id=172&Itemid=17) )

Das von mir
Joeylea

xBLUBx
06.12.2012, 08:23
Hi Joeylea

Ich drücke Dir die Daumen, dass es mit dem Sylvesterlauf auch klappt.

Gute Besserung! :)

LG aus Bern
Blub

Joeylea
06.12.2012, 22:00
Kurze Rückmeldung vom Lungenfunktionstest:

Der Test ist normal ausgefallen und meine Lunge in Ordnung. Wahrscheinlich kamen die Atemprobleme vom Anfall.

Zur Abwechslung also auch mal wieder eine gute Nachricht.

Grüße
Joeylea

Joeylea
13.12.2012, 18:32
Dank des Arm`s war diese Woche leider nur Kraft- und Stabi Training angesagt, aber jetzt ist alles überstanden und ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen im Schnee laufen zu gehen:D, sonst ist Schnee zwar überhaupt nicht meins, aber das musste sein :nick:. Jo war natürlich auch dabei und hatte ihren Spaß.
Heute stand ein Termin beim TA an, weil sich ihre Linse ziemlich getrübt hat ( http://i50.tinypic.com/2hezh1f.jpg) und sie den Eindruck macht im Dunkeln und im Dämmerlicht kaum mehr richtig sehen zu können. Ich hatte gehofft das es "nur" ein grauer Star sein würde. Den hätte man falls nötig (manche Leute raten auch zu bestimmten Augentropfen, die wohl meine erste Wahl gewesen wären) operieren lassen können, allerdings war die Diagnose PRA. PRA ist eine Erbkrankheit, und bisher nicht behandelbar. Die Hunde haben dabei in der Regel keine Schmerzen (Bei erhöhtem Augendruck etc. ist das natürlich was anderes, aber sowas wurde bei ihr nicht festgestellt) und die Krankheit führt zur Erblindung. Jo hat einen etwas untypischen Verlauf, (die späte PRA beginnt für gewöhnlich mit 5-6 Jahren, Jo ist aber schon 8) aber die Tierärztin hat gesagt, dass sowas schon mal vorkommen kann und sie noch nicht sonderlich stark ausgeprägt ist, allerdings jetzt doch recht schnell voranschreitet. Bisher scheint es ihr aber nicht viel auszumachen und die Tatsache das sie immer anhänglicher wird macht mir nichts aus. So lange es ihr gut geht ist das alles in Ordnung. Das einzige was mich ärgert ist, dass mir das nicht schon früher aufgefallen ist und ich offenbar nicht aufmerksam genug war das früher zu erkennen. Ich mach mir da schon Vorwürfe, da ich mich immer für eine recht fürsorgliche Besitzerin gehalten habe, die sehr auf ihren Hund achtet.:frown: Irgendwas ist da verdammt falsch gelaufen in letzter Zeit. Ich hoffe natürlich schwer das es bis sie komplett blind ist noch etwas dauert. Mal sehen was die Zeit bringt, aber zumindest im Moment geht es ihr gut und das ist was zählt. Wir werden uns dann morgen um einen möglichst schnellen Termin in einer Kleintierpraxis in Dortmund bemühen, die was die Augenheilkunde angeht wohl wirklich Top sein soll.

Weiteres Morgen

Grüße
Joeylea

BadGirl
13.12.2012, 18:40
....viel Glück für deinen Hund :)

Joeylea
17.12.2012, 19:12
Hallo,

Manche werden sich vielleicht fragen warum ich am Freitag nicht berichtet habe. Die einfache Antwort: Intensivstation

Was genau passiert ist, kann ich schlecht sagen. Das einzige was ich weiß ist, dass man mich krampfend auf der Treppe aufgefunden hat. Der Anfall an sich hat nicht sonderlich lange gedauert. Das Problem war lediglich, dass ich einfach nicht wieder wach geworden bin. Als der Notarzt mich dann mit Tatütata ins Kh gebracht hat, lag ich als ich wieder "wach" war (Ich war zu der Zeit laut Arzt nur noch somnolent und lag nicht mehr im sopor, aber im nachhinein bin ich froh nicht alles wirklich mitbekommen zu haben.) gut eine halbe Stunde in einem Raum, den ich nicht, wirklich erkennen konnte und drei Ärzte und mindestens zwei Schwestern haben irgendwas an mir Untersucht, mich verbunden, mir diverse Medikamente durch die Zugänge gejagt, spätestens alle drei Minuten in die Augen geleuchtet und ständig die Sauerstoffzugabe erhöht. Gott war ich froh, als dass vorbei war. Als die Ärzte dann mit der Diskusion ob nun ein CT gemacht werden sollte oder nicht (Sie haben sich dagegen entschieden, da ich früher schon einige hatte und die Strahlung für die Augen zu viel wäre und so weiter und so fort) fertig waren ging es dann wohl erstmal auf die Intensiv (die Diskusion habe ich noch mitbekommen, dann war ich wieder weg) . Schöne Sache, ich lag ja sowieso wieder im sopor und bin bis kurz vor sechs nicht aufgewacht. (Hergebracht hatte man mich so gegen zwei) und habe also nichts mitbekommen. Wer schon mal da lag und wach geworden ist, dem wurde wahrscheinlich auch erstmal direkt mit der Taschenlampe in die Augen geleuchtet. Das ist echt genial wenn sich sowieso schon alles dreht und man Doppelbilder sieht! Nichts desto trotz musste ich dann nochmal versuchen auf irgendwelche Fragen der Ärztin zu antworten, wovon ich auf die meisten keine Antwort wusste. Die ganze Zeit über saßen dann Schwestern neben mir am Bett (Eine hat mir dann gesagt dass ich am Tannenbaum hänge. In meinem Zustand habe ich dann erstmal nicht verstanden was damit gemeint war. Das hier ist dann also übrigens ein Tannenbaum: http://i49.tinypic.com/vopt2o.jpg auf dem Foto sind die ganzen Infosionsspritzen aber schon wieder raus. Ich hing an über die Zeit verteilt vier der Perfusoren (nicht gleichzeitig) und im Anschluss gab es über etwas mehr als 24 Stunden verteilt noch 3 normale Elekrtolyte Infusionen. Es hat wirklich gedauert bis die mich durch die ganze Brecherei wieder vernünftig hydriert hatten. Denn wenn ich wach war habe ich meistens jeglichen Mageninhalt verabschiedet) und ich war damit beschäftigt halbwegs zu verstehen was überhaupt passiert war und zwischen den Kopfschmerzen die trotz hoher Ibu Dosen leider teilweise ziemlich präsent waren zu begreifen was genau man mir sagte. Später gab man mir dann endlich ordentlich Novalgin und ich konnte einschlafen. Gegen sechs ging dann die Atemfrequenz ziemlich weit runter und mit 4-7 Atemzügen waren die nicht ganz zufrieden. Dieses ständige durchgehende Alarmschlagen des Monitors und die Anweisungen der Schwestern doch bitte zu versuchen mehr zu Atmen gingen mir, gelinde gesagt, ziemlich auf den Keks. Es gab dann irgendwann eine Maske Auf die Nase gesetzt, die, wie ich mittlerweile weiß, zu einem BiPAP Gerät gehört hat. Um zwei Uhr Morgens kam das Ding dann wieder ab, da ich mit einer O2 Gabe den SpO2 Wert (Sauerstoffsättigung des Blutes) selbst wieder in einem guten 90-98 Bereich halten konnte. Die waren mit der Frequenz zwar noch nicht ganz zufrieden und aus irgend welchen Gründen waren die HF für`s liegen hoch und der Blutdruck recht niedrig. (Siehe Foto: http://i45.tinypic.com/2nrehs9.jpg ) Das hat sich Gott sei dank aber alles wieder eingekriegt und ich konnte Samstag Mittag gehen. die Ärzte wollten mich zwar eigentlich in ein anderes Kh verlegen, aber auf den Neurologien war nichts frei und alles andere hätte sowieso keinen Sinn gemacht. Samstag Vormittag durfte ich dann (nach meiner Brech-Arie) auch wieder was Essen. Wobei ich mir auch nur gedacht habe: Da liegt man über 24 Stunden flach, hat jeglichen Mageninhalt verabschiedet, darf die ganze Zeit weder Essen noch trinken und dann kommt die Schwester rein, du denkst dir ENDLICH und dann Das:http://i49.tinypic.com/ibly04.jpg

Bis ich erstmal herausgefunden hatte, wie das Zeitlich alles gelaufen ist, habe ich mir bestimmt vier, fünf mal die Akte vorlesen lassen. Die Schwestern haben mich wahrscheinlich für total bescheuert gehalten:klatsch:. Und das meine Eltern sich ohne Ende Sorgen gemacht haben, brauch man wahrscheinlich auch nicht groß zu erwähnen.

Das Ende vom Lied ist, dass wir nachher nicht mal mehr, abgesehen von der Wirbelsäule, geröntgt haben (Strahlung etc...)und ich mit einem saftigen Zungenbiss, einer leichten Blutung (keine Hirnblutung, auf dem Brief steht Lediglich Blutung nach Sturz. Habe einen netten Kopfverband bekommen, ich denke dann hat es mich irgendwo am Hinterkopf erwischt.) handtellergroßen blauen Flecken (und wahrscheinlich der ein oder anderen Prellung, aber da wir nicht groß geröntgt haben ist das schwer zu sagen) noch mal glimpflich davon gekommen bin. Meine Freundin hat mir dann schon mal klar gemacht das ich wohl nie wieder alleine den Weg zur Toilette und zurück gehen darf:klatsch:.

Heute war natürlich noch mal ein Tag Pause angesagt, aber Morgen darf ich wieder pünktlich zu Latein, meinem absolutem Lieblingsfach (an Hustanfall sterbe) wieder in die Schule gehen. Naja, sind ja nur noch ein paar Tage.

Soweit geht es mir aber glücklicherweise wieder ganz gut. Das EEG was die auf der Intensiv geschrieben haben war übrigens katastrophal und hätten die mir da nicht noch ständig Diazepam gegeben hätte ich da wahrscheinlich weiter getantzt.
Eine Erklärung für diese Häufung der Anfälle hatten die Ärzte da übrigens auch nicht

Ansonsten sage ich jetzt einfach mal schöne Grüße und ihr hört von mir sobald ich mit Wuffi beim TA war
Joeylea

siebenstein77
30.12.2012, 16:53
Hallo Joeylea,
das hört sich ja ziemlich mies an, ich hoffe du bist wieder einigermaßen auf den Beinen und konntest Weihnachten genießen.
Alles alles Gute, siebenstein.

Joeylea
30.12.2012, 18:22
Hallo,

Mir gehts es mittlerweile wieder gut, ich bin nur leider die ganze Zeit nicht zum Berichten gekommen.

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachtstage:wink: und habt euch (im Gegensatz zu mir) nicht ganz so überfressen:wink:


Im großen und ganzen hat sich nicht viel verändert. Ich hatte jetzt nach meinem Ausflug erst mal einen kleinen Leistungsabstiegt, aber der hält sich in Grenzen und ist nicht weiter schlimm. Silvesterlauf Essen wird leider nix mehr, sondern ich gehe in Bocholt an den Start. Ich hoffe da wird es nicht ganz soooo voll, da ich Jo jetzt das erste mal mitnehmen möchte. Ist es eigentlich erlaubt seinen Hund mitzunehmen, wenn es in der Ausschreibung nicht verboten wurde? Ich werde gleich mal im Forum fragen.:)

Ich werde dann morgen Abend, bzw. vielleicht auch erst Übermorgen früh, mal sehen, berichten.

Abends ist morgen natürlich kein Feuerwerk etc. für mich angesagt, denn ich hatte seit der ITS Ruhe und das soll jetzt bitte auch so bleiben.

Grüße

joeylea

Plattfuß
01.01.2013, 20:09
Hallo Lea,:hallo:

wie war`s denn in Bocholt?

Konntest Du den Hund mitnehmen?

Erzähl doch mal..

Joeylea
01.01.2013, 20:26
Hallo,
Wieder neues unerfreuliches von mir.

Da jo am Mo direkt mal Durchfall hatte habe ich sie nicht zum wk mitgenommen.

Ich hatte dann aber natürlich gleich das Glück nach ca 3 km einen Anfall zu bekommen. Es wurde natürlich sofort die sanis vor Ort gerufen, die mussten dann denn rtw rufen, nachdem sie mir einen tubus in den hals gesteckt haben. In der notaufnahme kam der dann auch gleich wieder raus und seit dem liege ich jetzt im kh. Und schön zu Neujahr bin ich dann
morgens um 5 aus meinem bett gefallen mit dem Ergebnis leichte Gehirnerschütterung. So fängt 2013 ja schon mal gut an!
Jetzt habe ich wieder ein gitter bett und ordentlich medis intus.

Ich bleibe nun vorerst im kh und soll jetzt ein zweites medi bekommen. Wie lange das dauern wird weiß man noch nicht es können Tage bis Wochen sein. Je nach dem

In den nächsten Tagen werde ich euch dann von den ganzen Untersuchungen usw berrichten. Da ich jetzt aber noch etwas angeschlagen bin war es das für heute von mir

Grüße
Joeylea

Plattfuß
01.01.2013, 21:03
Gute Besserung.

Laß`weiter von Dir hören, aber erst wieder gesund werden. :wink: :winken:

Hennes
01.01.2013, 21:10
Mönsch, da kanns ja nur noch besser werden! :daumen:

:besserng:


gruss hennes

xBLUBx
01.01.2013, 21:21
Es tut mir leid, so was lesen zu müssen – ich wünsche Dir ganz viel GUTE BESSERUNGEN und lass Dich nicht unterkriegen!

:hallo:

LG aus Bern
Blub

Domborusse
01.01.2013, 22:01
Oh weia - mönsch, was machst du für Sachen!! (und sowas auch noch in den Ferien)
Ich wünsch dir gute Besserung und halt den Kopf hoch!!
LG
Domborusse

d'Oma joggt
01.01.2013, 23:26
Gute Besserung, hoffentlich wirken die 2 Medikamente dann zusammen besser und du bist dann länger als 1 Woche Anfallsfrei.
LG Anke

Joeylea
02.01.2013, 15:47
Heute wieder neues von mir

Gestern Nacht hatte sich der Zustand kurz verschlechtert, denn nach einem kurzen Anfall hat die Atmung kurzzeitig nicht mehr ausgereicht um mich genügend zu versorgen, das hat sich aber schnell wieder gelegt. Der Anfall kam wohl von der Gehirnerschütterung. Morgens dann der Schock: der Arzt wolltenur eine ambulante Umstellung machen. Als der mir l das bei derVisite gesagt hat bin ich sobald der raus war erst mal zusammengebrochen.
Meine bettnachtbarin und die Schwestern mussten mich gut eine Stunde lang beruhigen. Nach viel Theater beginnen wir heute Abend nun doch mit der einschleichung. Bis Freitag muss ich also mindestens hier bleiben, wenn ich Glück habe kann ich fr dann auch gehen und der Rest wird dann ambulant gemacht. Vorausgesetzt es gibt keine Nebenwirkungen

Morgen wieder neues

Mimimiie
02.01.2013, 19:24
Auwei, das ist ja alles andere als feierlich bei dir in letzter Zeit. :frown: Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung und drücke dir ganz fest die Daumen, dass das mit der Umstellung klappt.
Für mich als medizinischer Laie ist das bei deiner Vorgeschichte, bzw. der Häufigkeit deiner Anfälle in der letzten Zeit nicht wirklich nachvollziehbar, dass der Arzt nur eine ambulante Umstellung machen wollte :gruebel:

JensR
02.01.2013, 19:51
Wünsch dir gute Besserung!

Gruss,
Jens

xBLUBx
02.01.2013, 19:57
Hi Joeylea

Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung!

LG Blub

Lauf Bubi lauf!
02.01.2013, 21:37
Hi Lea,

ich bin über den unsäglich peinlichen Hundethread auf Dich und Dein Tagebuch aufmerksam geworden und möchte Dir sagen, dass ich Deine Einstellung und Deine Stärke, mit der Du Dein Schicksal annimmst und Dein Leben lebst sehr bewundere.

Alle Achtung, da können viele (auch ich) noch was lernen!

Ich wünsche Dir gute Besserung und, dass Du bald wieder auf die Beine kommst.

Lass Dich nicht unter kriegen.

Viele Grüsse vom Bubi. :hallo:

aghamemnun
03.01.2013, 08:55
Hallo Lea!

Nachträglich noch alles Gute zum neuen Jahr! Vor allem wünsche ich Dir viel gesundheitliche Stabilität ohne Anfälle. Deine läuferischen Leistungen, von denen Du berichtest, sind ja wirklich kein Anlaß, Dein Licht unter den Scheffel zu stellen. Ich hoffe sehr, daß Dich die Epilepsie nicht weiter ausbremst und daß Du auch bald mal wieder schwimmen gehen darfst.

Und für Jo und seine Augen natürlich auch alles Gute!

Gruß
Matthias

Joeylea
03.01.2013, 09:09
Danke für die Genesungswünsche

Die Nacht von gestern auf heute war wieder ein wenig abenteuerlich und die Lage hatte.sich.wieder ein.bisschen verschlechtert.
Kurz nachdem ich die keppra genommen hatte, habe ich einen ordentlichen reizhusten bekommen
Das wurde dann nachher schon fast Asthma artig, aber die.Schwestern haben mir.Auf.Anordnung vom Arzt einfach mal eine tavor in den Mund gedrückt und nachdem ich.zwischendrin eine.Sättigung.von um.die.gefühlten.80 hatte bin. Ich völlig vernebelt aber immerhin ohne Anfall eingeschlafen. Heute werde ich also noch mal.einen.lufu.durchsetzen müssen. Hoffentlich fällt der.wieder normal aus. Ich.werde.berichten :)

Ich habe es gestern dann mal geschafft mich durch meinen erstellten Hundethreat zu
Lesen, aber dazu.schreib ich später was den ich denke ich könnt euch denken was ich
Von so manchem was da steht halte.

Ps: danke an die leute die mir da hinten.Mut zugesprochen haben )):

Grüße
Joey

Joeylea
03.01.2013, 16:06
Heute Morgen habe ich die Visite verpasst und gerade eben einen eeg gemacht.
Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber seit. Letzter Nacht besteht Verdacht auf Asthma ekg ist in
Ordnung Blutdruck tw tief

Domborusse
03.01.2013, 16:24
Noch mal: Gute Besserung und lass dich in Ruhe und komplett durchchecken! Bist du im KH BOH????(Falls ja, dann schick ich dir mal ne PN)
Falls ich dir einen gut gemeinten Tipp geben darf: lass das mit dem Hundefaden - schreib da nichts zu und hake es ganz schnell ab und denk nicht mehr drüber nach!!!
Viele haben erst gar nicht richtig gelesen, bevor sie ihren Senf abgegeben haben und wenn doch, dann bewirkst du bei denen auch kein Umdenken, wenn du die Hintergründe noch mal detailliert erklärst!
Also: Schon deine Reserven für Dinge, die wirklich wichtig sind!!!
So und nun komm wieder auf die Beine!!!
Grüße
Domborusse

Joeylea
03.01.2013, 18:45
Hänge jetzt am Sauerstoff und es geht seit 2 Stunden berg ab

Joeylea
04.01.2013, 21:25
Wieder neues und endlich mal mehr oder weniger erfreuliches von mir:

Es geht mir wieder besser:)
Nachdem die Ärzte in Borken mir täglich min eine Tavor gefüttert und gesagt haben, dass sie momentan nicht mehr tun können als die Medis zu geben und keine Lungentests vor Ort machen können haben wir mich selbst entlassen. Da EKG und EEG in Ordnung waren und die eben bis auf die Medis die ich jetzt Zuhause nehme nichts machen können würde es ja auch nichts bringen dort zu bleiben. Geplant ist jetzt möglichst bald einen erneuten Termin bei einem Arzt zu machen der sich noch einmal die Lunge ansieht, da selbst der Oberarzt sagte, hört sich nach Asthma an, und die Keppra Dosis auf mindestens 3000 mg pro Tag zu erhöhen. Gleichzeitig nehme ich momentan 450mg Lamo am Tag, dass ab nächste Woche langsam in 25 er Schritten reduziert werden soll. dazu soll ich nun bald auch ein anderes, auf dem Markt noch relativ neues, Notfallmedikament bekommen, den genauen Namen habe ich allerdings vergessen. Die Nw vom Keppra lassen langsam nach und die Cortison-Tabletten die ich 3x Täglich bekomme zeigen nur geringe Nw`s auf. In meinem Falle ist es Haarausfall.

Jetzige Medikation:
- Morgens: 225mg Lamo, 250mg Keppra, 200mg ACC, 2mg Cortison
- Mittags: 200mg ACC, 5mg Cortison
- Abends: 225mg Lamo, 250mg Keppra, 200mg ACC, 2mg Cortison

Warum das Cortison so eingeteilt ist, oder warum ich überhaupt welches bekomme, hat die Ärztin mir
nicht so wirklich gesagt. Sie hat irgendwie nur Ausflüchte von sich gegeben, es kann aber auch sein, dass ich das nur nicht so
richtig mitbekommen habe, weil ich schon halb am schlafen war als sie mir den Kram gesagt hat. Wie dem auch sei. Den ACC soll ich noch nehmen bis sich der Husten gelöst hat und wegen dem Cortison usw. muss ich ja sowieso zum Arzt.

Wieso und warum in dieser (bekloppten?) Dosierungen weiß der Geier. Wie gesagt: wir versuchen schnell die passenden Termine zu bekommen und dann kann der Mist von Cortison hoffentlich wieder weg. (Bevor ich davon Fett werde:nick:!) Der Lufu den ich ja vor kurzem erst gemacht hatte war zwar in Ordnung, aber ich blicke da eh nicht mehr durch.

Das schlimmste habe ich also erstmal überstanden



Fest steht jedenfalls, dass wir nun von der KK ein vernünftiges Pulsoximeter anfordern werden müssen. (hoffentlich wird das
kein Theater geben, aber bei meinem Glück...) und das wir uns nun nach dem nächsten und letzten Termin bei meinem jetzigen Neuro, endlich einen neuen nehmen.


Morgen schreibe ich euch noch etwas über den Kh-Aufenthalt und wie es mir in den letzten fünf Tagen so ergangen ist, aber jetzt muss ich erstmal Tabletten futtern und ins Bett :zwinker5:

Joeylea


Ps: Vielen Dank für all die Genesungswünsche etc.es hat wohl geholfen ;)

Plattfuß
04.01.2013, 21:31
Morgen schreibe ich euch noch etwas über den Kh-Aufenthalt und wie es mir in den letzten fünf Tagen so ergangen ist, aber jetzt muss ich erstmal Tabletten futtern und ins Bett :zwinker5:



:schlafen::schlafen: Na, dann schlaf`Dich mal gesund! :schlafen::schlafen:

Lauf Bubi lauf!
04.01.2013, 21:39
Hallo Lea,

nach Deiner Äußerung


Hänge jetzt am Sauerstoff und es geht seit 2 Stunden berg ab

hab ich mir schon Sorgen gemacht.

Aber, zum Glück geht's Dir wieder besser.

Das mit dem Haarausfall ist natürlich Mist, aber das geht bestimmt vorbei, wenn Du das Medikament wieder absetzen darfst.

Jetzt schlaf erst mal, gute Nacht.

Grüsse vom Bubi. :hallo:

(wollte noch ein Bild von meinem vierpfotigen Freund hochladen, aber ich bringe es auf die Schnelle nicht auf die Reihe)

Hennes
04.01.2013, 22:11
Nachdem die Ärzte in Borken mir täglich min eine Tavor gefüttert und gesagt haben, dass sie momentan nicht mehr tun können als die Medis zu geben und keine Lungentests vor Ort machen können haben wir mich selbst entlassen.

Hi, erst mal: gut, dass es wieder besser ist :daumen:

- aber mit Verlaub und aus der Ferne, sieht mir das doch alles sehr amateurhaft aus!

Wieso können die keine LUFU machen? Son Dingen hat mein Hausarzt.

Asthma? Wie wäre es denn mit einer Medikamentenunverträglichkeit - bei dem ganzen Zeugs doch nicht auszuschließen und Du hast doch am ersten Tag direkt nach den neuen Medis heftig reagiert - würde doch passen?

Hast Du Lamo die ganze Zeit schon genommen? 450mg/Tag ....warum jetzt das ausschleichen, mit allen neuen Risiken?

Es gibt doch Kliniken die speziell auf Epilepsie ausgerichtet sind - m.e: wärest Du deutlich besser aufgehoben!


:besserng:


gruss hennes

Melli77
04.01.2013, 22:32
Hey Joeylea,
auch meinerseits :respekt:

Ich muß gestehen, wie ich anfing Deinen Thread zu lesen, habe ich gedacht .... oh nö, nicht schon wieder jemand der sein ganzes Leben runterleiert.
Möchte hier niemanden zu nahe treten, aber der ein oder andere hat echt drauf.

1:0 für Dich, dies ist der erste Thread den ich von vorne bis hinten Zeile für Zeile durchgelesen habe!

Ich finde es unheimlich stark von Dir, das Du alles hier niederschreibst, man merkt die Energie die in Dir schlummert :daumen:
Da könnte sich so manch einer eine Scheibe von abschneiden.

INFO CORTISON: Asthma ist eine entzündliche Erkrankung und da ist Cortison normal und Mittel der ersten Wahl, Hauptziel ist es die Entzündung in Schach oder gar Auszumertzen.

Sicherlich haben Dich das schon 100 andere gefragt.......... Aber hast Du es mal mit richtigen Epilepsie Spezialisten versucht?
Ich meine nicht den gut gemeinten Neurologen des Nachbarn X

...Pharma/Medizin ist ein wenig mein Baby, die Unterversorgung mit Sauerstoff (Asthma) fördert die Epilepsie.
Dies ist ein Prozess der sich auch Stunden nach einem Training manifestieren kann.

Find Dich klasse... mußte mal gesagt werden und halt uns auf dem laufenden!
+
Meine Meinung Begleitung Hund WK
Generell finde ich es nicht gut, weil es einfach zuviele gibt die sich selber überschätzen und so zu einer ungewollten Barriere für andere Läufer werden können, vor allem beim Start.Gefahrenpotential....
Man müßte also den Lauf aufteilen, vorne ohne, hinten mit Hund... oh man das würde einen Tumult geben.
Allerdings finde ich auch, das es Ausnahmen gibt und da zählen Menschen, für die es lebenswichtig ist ganz klar dazu.


Auch von mir
Gute Besserung


Viele Grüße
Melli

Hennes
05.01.2013, 11:17
Meine Meinung Begleitung Hund WK

Die solten wir aber hier aus diesem BLOG/Thread raushalten - die ist in dem einen Thread schon mehr als genug zertreten worden und genug Geschirr kaputt gemacht worden! Vernünftige Vorschläge gibts dort auch - unvernünftige Ansichten noch mehr.

Danke!


gruss hennes

Joeylea
05.01.2013, 13:35
Hallo,

Nachdem ich die letzte Nacht halbwegs gut geschlafen habe geht es mir wieder noch mal ein Stück weit besser.

Zum Kh in Borken:

Gut aufgehoben habe ich mich da nicht wirklich gefühlt! Viele unfreundliche Ärzte, viele (mEn schwachsinnige) Medi-Wechsel Ideen usw. usf.

An Neujahr hatten wir einen ziemlich guten Neurologen (Dr. Schäfer) der sich um mich gekümmert hat. Er gehört zu einem der
wenigen Kh-Neuros die sich tatsächlich mal um die Patienten Kümmern und Zuhören, bzw. Fragen stellen/ beantworten, was ich in letzter Zeit in den Kh`s nicht mehr oft gesehen habe. Leider kam am Tag danach aber ein Arzt (der, der mir den Schock von wegen doch keine Umstellung eingejagt hat), der alles andere als (in meinen Augen) gut war. Zwar mag er in seinem Gebiet kompetent sein, doch was zwischenmenschliche Verhältnisse angeht, hat er definitiv noch vieles zu lernen! Erst auf "Druck" (wenn man das so sagen kann) meiner Eltern hin hat er sich überzeugen lassen doch eine Umstellung anzufangen. Ich hatte aber echt häufig das Gefühl dort nicht richtig aufgehoben zu sein.Die waren da definitiv nicht auf Neuro Kid`s vorbereitet (was an sich ja kein Problem gewesen wäre, ich bin ja keine 5 mehr) und ich lag nicht mal auf der Neurologie (die war angeblich voll), sondern auf der Gynäkologie (Die eine Schwester war gut: Ich liege da, noch mehr oder weniger im Halbschlaf und total abgeschossen, da frage sie wie alt ich bin. Auf meine Antwort 15 hin fing sie dann an: Kannst du nicht aufpassen? Ihr werdet doch ständig aufgeklärt. Hast du da nie zugehört... Meine Zimmernachbarin hat dann Gott sei dank sofort gesagt, dass ich eigentlich auf die Neurologie gehöre, bevor ich richtig verstanden habe was die eigentlich wollte.mit einem Oh hat sie mir dann mein Essen hingestellt und ist gegangen. Im Nachhinein haben wir echt gelacht.). Die restlichen Schwestern waren aber eigentlich ganz okay.
Was natürlich ziemlich genervt hat, war das ständige Tavor. Tavor wird in einer art "Tablette", man sollte eigentlich eher Plättchen, sagen, (Aber auch Intravenös bzw. muskulär, je nach dem. Der Wirkstoff ist Lorazepam) verabreicht. Das Plättchen wird in die Wangentasche bzw. auf die Zunge gelegt und löst sich da in wenigen Sekunden auf. Bis es wirkt dauert es ein wenig. Laut vorläufigem Arztbrief wurde es mir zur Vermeidung von nächtlichen Anfällen gegeben.So dolle gewirkt hat es erstaunlicherweise nicht, und ich hatte trotz Tavor (was auch sehr schläfrig macht) starke Probleme mit dem Einschlafen, bzw. lag tw. auch ziemlich lange wach, was natürlich nicht sonderlich förderlich war.:klatsch:

Das man mir in der ersten Nacht auch kein Gitter am Bett befestigt hat, und dass dort keine Pulsoxi Überwachung möglich war, war schon recht verwunderlich. Die kamen zwar ständig gucken, aber gebracht hat`s nicht viel. Das LuFu-Test Gerät (wie heißt das eigentlich wirklich? Ich war jetzt zu faul zum suchen) hatten die wohl nicht da. Die Idioten (sorry wenn ich das jetzt so sage) haben aber auch keine Überweisung an eine FA geschrieben oder so. Nein, das sollte ja der HA machen:klatsch::klatsch::klatsch:. Die haben mir im Kh zwar Sauerstoff und 2x Pulmicort gegeben, aber Nachhause haben wir (bis auf die Tabletten) auch nix mitbekommen:klatsch:. Ich habe das Gefühl die schienen wahrlich vor Kompetenz zu strotzen!

Nach dem ganzen Theater bin ich froh wieder Zuhause zu sein.Hier warnt wenigstens der Hund.(Denn ich die letzten Tage einfach wahnsinnig vermisst habe)

Der Beipackzettel vom Keppra lässt echt ermutigen und einige der Nebenwirkungen treten (mal mehr mal weniger stark) auch ein. Dazu gehören Momentan: (gelegentliche) Übelkeit, Koordinationsstörungen, (hin und wieder leichtes) Schwindelgefühl und
Haarausfall.
Sollte ich deswegen eine Glatze kriegen, rasier ich dem unfreundlichem Arzt die Haare ab!!!:haarrauf:
lt. Arzt klingen die Beschwerden aber wahrsch. recht schnell wieder ab, da ich ja so schnell direkt mit einer relativ hohen Dosis angefangen habe, könnte das wohl durchaus schon mal vorkommen.


Zum Thema eventuelles Asthma: lt. Arzt ist Asthma keine Nw von Keppra. Eine "Atemverminderung" könnte wohl schon mal vorkommen, aber das trifft ja nicht auf Asthma zu. Leider muss ich dazu sagen, dass Asthma auch in der Familie liegt. (Meine eine Oma hat schweres Asthma und die Schwester ihrer Mutter auch, was ja aber trotzdem nicht heißen muss, dass ich auch welches habe.) Vor geringer Zeit stand der Verdacht ja auch schon mal im Raum, aber der LuFu war wohl in Ordnung. Ich blicke durch die ganze Kiste auch echt nicht mehr durch. Währe allerdings natürlich typisch ich wenn das noch dazu kommt. Naja, noch steht ja nix fest.

Ich bin übrigens nicht nur bei einem Neurologen, sondern auch in Bonn in Behandlung. Dort sind wie eig. auch recht gut aufgehoben, aber wie gesagt, Neuros scheinen sich leider meistens viel Zeit zu lassen.

Das Theater mit der Einstellungssache zerrt leider ziemlich an den Nerven und auch wenn der Anfang gemacht ist, könnte das wohl noch etwas Dauern. Ich verstehe auch nicht warum die das Lamo jetzt schon ausschleichen wollen, aber das besprechen wir erst einmal mit dem Neuro. Geplant von unserem Doc war ja eigentlich Keppra rauf, bis Anfallsfreiheit und dann langsam lamo runter. Da soll mir mal einer Sagen was die sich im Kh dabei denken.

Nervlich ist das natürlich ein ganz schönes auf und ab und ziemlich erschöpfend. Gerade weil man mich als 15-Jährige nicht richtig ernst nimmt und ich eigentlich immer versuche so selbstständig wie möglich zu sein. Aber was soll man tun? Mehr als die Nw`s vorerst hinzunehmen und zu hoffen, dass sich alles bald einspielt und das ich Tatsächlich kein Asthma habe kann ich nicht.

Ich hoffe ich habe mich nicht wieder falsch ausgedrückt (Ich bin ja eine Meisterin da drin) und
falls doch, fragt.

Grüße
Joeylea


PS: Vielen dank noch mal für all die Aufmunternden Worte. Ich hoffe nur das die NW`s jetzt endlich mal komplett nachlassen.

Hennes
05.01.2013, 14:00
Ich hoffe ich habe mich nicht wieder falsch ausgedrückt (Ich bin ja eine Meisterin da drin) und
falls doch, fragt.

Das sehe ich überhaupt nicht so.

Ich finde extrem beeindruckend wie und was Du schreibst und wie Du mit "der Sache" umgehst - und so manche(r) doppelt so alter würde das nicht so gut hinbekommen.

:daumen: :respekt: :besserng:


gruss hennes

Domborusse
05.01.2013, 16:30
Das sehe ich überhaupt nicht so.

Ich finde extrem beeindruckend wie und was Du schreibst und wie Du mit "der Sache" umgehst - und so manche(r) doppelt so alter würde das nicht so gut hinbekommen.

:daumen: :respekt: :besserng:


gruss hennes

+1

Notfalls fahrt nach Münster oder Essen ins KH - dass sind ja wirklich keine Zustände da (obwohl: da gib es noch Schlimmere!)
Ist Lorazepam nicht eigentlich angstmindernd - also ein Benzodiazepin!!:confused:

Und noch mal eine ganz persönliche EInstellung, die dich nicht weiter bringt, aber ich muss mal trotzdem Luft raus lassen :sauer::
Welche IMPERTINEZ der Krankenschwester dir gegenüber!! Von wegen "Aufpassen" und "ihr seid doch aufgeklärt"! Das ist eine Frechheit von ihr, die Moralkeule zu schwingen und überschreitet sämtliche Grenzen (ich weiß, das ist unter der Gürtellinie, aber normal müsste man auf so einen Kack antworten: "und an der Vergewaltigung bin ich auch noch etwa selbst Schuld?!" Vielleicht wird ihr dann klar, was für einen Sch***sie losgelassen hat)
Sorry, hat nichts mit deiner Situation zu tun, aber ich bin immer wieder fassungslos, wie unsensibel einige Menschen meinen, unreflektierten und stammtischniveaumäßigen Unsinn zu heiklen Themen absondern zu dürfen!!!

So: genug aufgeregt und Themenwechsel!

Sieh zu, dass du dich in Hände begibst,denen du traust - notfalls fahrt ihr halt ein Stück! (Besser als Zeug zu schlucken, dass eventuell nicht produktiv ist!)
Die Tendenz geht zur Zweitmeinung!!:nick:
Grüße
Domborusse

Joeylea
06.01.2013, 17:16
Halsschmerzen von der Intubation sind endlich weg, aber das Keppra lässt mich nicht noch an den Nw`s nagen.

Benzos wirken auch Anfallslösend ;)

Morgen beginnt dann endlich (an Hustenanfall erstick* ) wieder die Schule. Würg! Gleich 8 Stunden und mein blöder Klassenlehrer mit dem Feingefühl eines Backsteins wird direkt wieder nerven. Nicht nur mit seinem Halbwissen, nein,sondern auch gleich mit seiner Aufdringlichkeit. Gott sei dank nervt das nicht bloß mich.

Bald kommt dann noch mal ein Termin in Bonn, aber da müssen wir erst mal einen bekommen :/

Grüße
Joeylea

d'Oma joggt
06.01.2013, 18:11
Schön das du wieder zu Hause bist.
Bielefeld Bethel wäre auch noch eine Möglichkeit, sind doch für Epilepsie bekannt, behandeln auch Kinder und Jugendliche.
ZU deinen Erlebnissen in Borken, verlange nicht zu viel von einem nicht spezialisiertem Krankenhaus über die Feiertage.
Aber du hast auch von echten "No goes" berichtet.
Dazu gehört vor allem die Krankenschwester! Wieviel Stress sie auch immer hatte - sie hat entweder bei der Übergabe nicht zugehört oder die Übergabe war Gesundheitsgefährdend schlecht.
Bettgitter sind Freiheitsentzug und dürfen nicht einfach angebracht werden "nur weil jemand epileptische Anfälle" hat.
Deine Eltern oder du selbst hättest sie anfordern müssen.
Bettgitter (auch die modernen) können auch gefährlich sein. Wie oft passiert es das die Patienten darüberklettern und dann eben auch stürzen können.
Betreffs deiner Luft, wärst du, mit deiner Krankengeschichte, auf einer Überwachungsstation oder Intensiv besser aufgehoben gewesen.
Ich muss das KH mal googeln, wie groß es ist.
Weiter gute Genesung
LG Anke

Joeylea
07.01.2013, 19:13
Borken war jetzt nicht mal so klein. Auf der Website habe ich auch `nen Link in richtung Asthma gesehen. Wieso sagte der Neurologe mir dann die können das da nicht machen? Spinnt der?

Zu Heute:

Nw`s bringen mich glaube ich so langsam um den Verstand. Ich bin tatsächlich mal freiwillig (das mag schon was heißen) aus dem
Unterricht gegangen. Hoffentlich legt sich das jetzt bald.

Melli77
07.01.2013, 23:42
In Borken gibt es keinen Lungenfacharzt (Pneumologen)
Evtl führen die Asthmaschulungen durch, das macht aber auch jede 2te Hausarztpraxis, aber die haben nicht die diagnostischen Möglichkeiten.

:)Weiterhin gute Besserung!!!!!!!!

Joeylea
11.01.2013, 20:12
So, eigentlich wollte ich gestern schon schreiben, aber ich komme ja zu nix

Also: Keppra zeigt bei mir momentan ziemliche Nw`s, vor allem Gleichgewichtsstörungen, die mir zu schaffen machen.

Wir haben dann heute morgen (so wie es auf dem Arztbrief stand) 25 mg Lamotrigin abdosiert und Rums! hatte ich heute Morgen den Salat. war kein schlimmer Anfall, und auch total schnell wieder vorbei, von daher nicht sonderlich schlimm.

Doof nur, dass ich, als ich wieder aufstehen wollte, sofort das Gleichgewicht verloren habe und mit dem Hinterkopf auf den Boden geknallt bin. Dann war ich erstmal weg. Lange rede, kurzer Sinn: ich murde mit RTW in die Klinik gebracht, die haben eine EKG gemacht und mir in die Augen geleuchtet und dann ging`s ab nachhause. Verdacht auf leichte Gehirnerschütterung, bla, bla und so weiter, kenen wir schon. Die 25 mg nehme ich morgen allerdings wieder, da ist es mir echt wurst was der Arztbrief sagt.

Heute war also wieder ein kurzer Ausflug für nichts, denn mir geht es bis auf ein bisschen Kopfschmerzen wieder gut und morgen ist dann noch mal ein Tag lang faullenzen angesagt.

Grüße
Joeylea

Joeylea
13.01.2013, 16:08
So, heute gibt´s nichts neues von mir. Kopfschmerzen sind kaum mehr da und es gibt ein leichtes Krafttraining. Dazu noch ganz viel Deutsch lernen :kotz:. Eigentlich liegt mir Deutsch recht gut, doch schreiben wir dieses Jahr pro HJ nur zwei Arbeiten und die erste war eine 3 :klatsch:. Wenn ich die Arbeit also nicht 1 schreibe (Und ich schätze das werde ich nicht können) und meine SoMi Note nicht auch 1 ist, (ich schätze das wird sie auch eher weniger sein, die Doppelstunde Deutsch liegt leider in dem Zeitraum, in dem die Medis ziemlich müde machen :/ ), werde ich die 1 aus dem letzten Jahr nicht halten können.

Insgesamt wird mein Zeugnis dieses Halbjahr ganz bitter böse aussehen. Klar, Vieles könnte ich jetzt einfach auf die Krankheit schieben, aber das bringt mich auch nicht weiter. Der Uni ist es egal ob ich Epilepsie habe oder nicht. Numerus Clausus ist eben Numerus Clausus, egal ob krank oder nicht. Ja, ich besuche erst die 9.Klasse, aber auf längere Zeit gesehen, wird das auch nicht besser. Hatte ich in der 6ten Klasse, als es noch nicht so schlimm war wie momentan, noch einen Durchschnitt von 1,6 , so hatte ich im 1. HJ der 8 einen von 2,0 und im Zweiten einen von 2,6. Und das war nicht einmal das Jahr mit den meisten Fehlstunden! (Ende 7te Klasse ungelogene 321 Fehlstunden, aber einen Schnitt von 2,25) Eigentlich könnte ich beantragen wegen der ständigen Abwesenheiten bis zu der Hälfte der Zeit noch darauf zu bekommen (Wir schreiben 90 min, das wären also dann 135 min), aber ich möchte ja sonst auch (soweit möglich) wie alle anderen behandelt werden. So oder so, es kommt nicht viel bei rum. Ich schreibe dann diese Woche 3 Arbeiten (2 davon (Englisch & Mathe) sind Nachschreibe Arbeiten. Nächste Woche muss ich dann noch eine weitere Englisch nachschreiben)

So, ich geh dann jetzt mal auch noch Englisch lernen, denn die schreibe ich am Montag. Da heißt es also Daumen drücken!

Grüße
Joeylea

Domborusse
13.01.2013, 16:48
Sind gedrückt!!!

Gefällt mir sehr gut, dass du auf der einen Seite Verantwortung für deine Schulnoten übernimmst (und ja, bei den Fehlstunden könntest du auch eine andere Schiene fahren und es eben auf die Fehlstunden schieben!) und dabei klar und deutlich eine Sonderbehandlung verneinst (wobei ich das nicht ganz so hart sehen wie du, aber das ist deine eigene Sache!). Auf der anderen Seite aber schon im Hinterkopf behältst, dass es nun mal eben nicht nur an dir liegt, sondern da eben auch andere blöde Umstände deine Note beeinflussen!

Daher ziehe ich meinen Hut und halt die Daumen gedrückt!!!

LG
Domborusse

Joeylea
15.01.2013, 18:31
Danke für`s Daumen drücken ;)

Also Englisch am Montag geschrieben und definitiv in den Sand gesetzt.

Heute war dann Deutsch dran und ich erlaube es mir mal in dem heutigen Bericht mal "Klartext" zu reden.

Da die gesamte Klasse heute Deutsch geschrieben hat (es war also keine Nachschreiberarbeit), habe ich in einem anderen Raum geschrieben, um zu vermeiden, dass meine Klassenkameraden dann darunter leiden sollte was passieren und so weiter. Das war an sich auch alles kein Problem. (Ich sehe das auch völlig ein und hatte sowieso vorgehabt da mal eine geeignete Lösung zu suchen, ich komme ja leider nur zu nix.) Ich wurde bei uns ins SLZ (Selbstlernzentrum. Dort sitzt auch immer ein Lehrer der beaufsichtigt und für Ruhe sorgt usw.) gesetzt, habe das Aufgabenblatt bekommen und habe Angefangen. Meine Lehrerin hat mich noch kurz gefragt ob die Aufgabenstellung klar war, und das war sie, somit ist sie dann hoch zu meiner Klasse und hat dort zeitgleich (Ich habe lediglich das Aufgabenblatt so ca. 5 min. Früher bekommen) die Arbeit geschrieben. Nach 45 min., also der Hälfte der Zeit kam sie noch einmal runter um zu sehen wie weit ich war, hat mir ein paar Fragen beantwortet und ist dann wieder hoch gegangen. Soweit okay, allerdings hatte ich dann später eine weitere Frage und der beaufsichtigende Lehrer hat dann eben eine Schülerin hoch geschickt die meine Lehrerin kurz herunter schicken sollte. Als die dann kam Hat sie mich erst mal angemacht, dass sie nicht ständig (Ist klar, das erste und einzige mal das ich sie habe runter holen lassen!!!) runter kommen könnte und ich froh sein sollte, dass gerade eine andere Lehrerin zufälligerweise kurz Zeit hatte die Klasse zu beaufsichtigen. (Unsere Schule hat um die 940 Schüler +/- ein paar und mindestens 90 Lehrer. Die kann mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es da keinen gäbe der dort mal kurz hätte Aufsicht machen können, ohne groß Theater!) Ich habe ihr dann meine Frage gestellt und da kam dann nur zurück, dass ich das eigentlich selber wissen müsste und wenn ich an dem/den Tag(en) nicht da war hätte ich nachfragen müssen. Ich habe aber wirklich IMMER nachgefragt was gemacht wurde, und wenn man mir sagt wir haben in der Stunde eine Analyse geschrieben und besprochen, dann wird sich keiner mehr Wort für Wort an das Erinnern können. Wir haben auch einen Zettel mit Tipps und Regeln zur Analyse bekommen den ich tatsächlich komplett auswendig gelernt habe, und da stand auch nichts drauf, dass meine Frage hätte beantworten können. Als ich ihr dann gesagt habe, das ich keine Informationen darüber bekommen habe hat sie mit den Schultern gezuckt und ist gegangen. Ich wäre am liebsten aufgestanden und hätte ihr den Kopf an der Wand eingeschlagen (ja, manchmal würde ich gerne mit ein weenniigg Gewalt reagieren), aber ich habe dann eben meine Arbeit zu ende geschrieben und mich durchgehend über dieses Besch... Verhalten geärgert.

Ich meine Hallo? Geht`s noch? Aus Rücksicht auf meine Klasse habe ich ohne murren und Theater in einem anderen Raum geschrieben, mich dahin gesetzt zu dem Lehrer der mich nicht kannte, und meine Arbeit geschrieben. Die hat im Vorhinein gesagt, wenn du eine Frage hast schick jemanden hoch, ich komme dann runter,und dann das? Was soll der Mist? Ich habe es mir nicht ausgesucht da unten zu schreiben und dann macht die mich noch blöd an? Irgendwo ist aber mal Schluss. Die gesamte restliche Zeit habe ich mich dann darüber geärgert und die Arbeit will ich glaube ich gar nicht zurück haben.

Als sie am Ende der Zeit wieder runter kam um auch mein Heft mitzunehmen bin ich dann erst einmal kurz gestürzt, war aber sofort wieder wach gewesen. Ich bin mir nicht mal sicher ob es ein Sturzanfall, oder einfach nur das verlorene Gleichgewicht war. Die saß dann da neben mir und sagte erst mal fröhlich, dass das der kürzeste Anfall sei, den ich bei ihr bisher hatte. Abgesehen von den Absencen. Ich habe dann nur gesagt, das darf eigentlich nicht passieren und sie hat sich weiter gefreut, dass der Anfall nur so kurz war. Ich hätte sie erschlagen wollen! Die Tränen habe ich mir dann verkniffen und bin dann gegangen.

Am Anfang des Schuljahres hatte ich eine ähnlich unangenehme Situation mit der Selben Lehrerin schon mal.
Ich hatte mich gegen Ende des Unterrichts rausgesetzt weil mir der Kopf dröhnte und anschließend mehrmals die Augen verdreht. Am Stundenende kam sie dann an mir und meiner Freundin vorbei und meinte dann "Du musst das mal untersuchen lassen warum das so häufig ist." Darauf hin hatte ich natürlich erst einmal mit den Tränen zu kämpfen, denn in den letzten Jahren habe ich (auch Untersuchungstechnisch) echt ordentlich was durch gemacht und sie erlaubt sich dann, ohne mich halbwegs zu kennen, so einen Spruch zu bringen. Am Morgen darauf habe ich sie dann darauf angesprochen und da hieß es nur, dass sie keine Lust hat jetzt mit mir zu diskutieren.

Leider bleibt mir sowas (gerade bei Personen die ich so häufig sehe und im Grunde genommen auch respektiere, bzw. ganz "okay" finde) lange im Kopf und setzt mir ziemlich zu. Auf der einen Seite weiß ich, dass ich mir sowas nicht allzu sehr zu Herzen nehmen sollte, auf der anderen bin ich aber eben auch nur ein Kind das mit dem ganzen Kram umgehen muss und ständig darauf angewiesen ist, dass im Notfall jemand hilft.

Für Außenstehende mag sich das vielleicht wie eine kleine Lappalie anhören, die Jemandem der sich so oft damit herumschlägt und so offen damit umgeht nicht so schlimm sein sollte, doch finde ich es wesentlich schwieriger mit Leuten im eigenen Umkreis die dann so einen Mist bringen umzugehen. Vor allem dann, wenn die Leute nicht mal bereit sind darüber zu reden, obwohl sie schon so häufig gesehen haben wie dreckig es einem manchmal geht (Sie hat schon einen Anfall der für mich auf der ITS geendet hat miterlebt), wenn man da unten liegt und keine Ahnung hat wer, wie, wo, wann und was eigentlich ist.


Mag sein, dass ich jetzt gerade schnell "emotional" werde, aber ich find`s einfach nur zum Heulen.


Sich mit "Fremden" Leuten herum zu schlagen ist wesentlich einfacher, als sich mit Leuten herumzuschlagen auf deren Meinung man Wert legt. (oder die einem die Note geben müssen)

Ich weiß noch nicht ob ich sie noch einmal darauf ansprechen werde (Ja, manchmal bin ich sehr sehr nachtragend, dass vom Anfang des Jahres habe ich auch noch nicht vergessen, da sie ja nicht mal bereit war darüber zu sprechen bzw. mal zuzuhören), oder ich es einfach wie bisher aus sich beruhen lassen werde. Aber sollte sie noch einmal so etwas bringen, kann ich versichern, dass mir definitiv der Kragen platzt, und bei Leuten auf dessen Meinung ich einen Wert lege ist das nicht witzig.

Fremde Leute: okay,haben meistens keine Ahnung, wissen nicht wovon sie reden und sind manchmal eben dickköpfig, stur und evt. sogar einfach ein bisschen dumm.
Aber Leute aus dem direkten Umfeld, die einen kennen und sehen wie sehr man manchmal kämpfen muss, sollten vor dem reden denken.


Danke, dass ich mich hier auskotzen durfte (Ich hoffe ich habe mich nicht falsch ausgedrückt)

Joeylea


Ps: Ist es eigentlich verständlich das ich mich so aufrege, oder reagiere ich über?

d'Oma joggt
15.01.2013, 19:01
"Ps: Ist es eigentlich verständlich das ich mich so aufrege, oder reagiere ich über? "

Lea, das ist ganz normal, völlig in Ordnung und tut dir hoffentlich gut!

:traurig:
LG Anke

forrestine
16.01.2013, 12:38
Liebe Lea,

voller :respekt2: von meiner Seite, wie gut Du mit diesen Situationen fertig wirst - ich wäre in Deinem Alter definitiv nicht so toll damit umgegangen. Es ist eine Sache, seine eigene Situation zu akzeptieren und daran zu arbeiten - und die andere, die richtig schwere Seite, ist die, wie die Umwelt damit umgeht.

Nur weil einer Lehrer ist, heißt das nicht, daß dieser Mensch sozial besonders kompetent ist... Obwohl man gerade von solchen Menschen ein bisschen Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen erwarten sollte.

Ich schließe mich Anke (alias DickeOma) an und hoffe, daß Dir das "Luft machen" ein bisschen geholfen hat. Deine Lehrer musst Du leider ertragen und meistens sitzen sie auch am längeren Ast. Allerdings ist es schon auch eine gute Schule mit solchen inkompetenten Individuen umgehen zu müssen - denn (ehrlich jetzt): das ändert sich dann im Uni- und Arbeitsleben NICHT :nick:... :zwinker2:

Kopf hoch und ein Knuddelchen aus Wien :streichl:
Forrestine

Mimimiie
18.01.2013, 19:30
Ps: Ist es eigentlich verständlich das ich mich so aufrege, oder reagiere ich über?
Aber sowas von! Dass dich deine Lehrerin so "abfertigt" geht mal gar nicht und ihr netter Rat, dich mal untersuchen zu lassen, geht erst recht nicht. Ganz schlimm ist noch, dass sie dir eine Antwort schuldig bleibt. :nono: Vielleicht wäre es in dem Fall angebracht, wenn sich deine Eltern da mal einklinken und das Gespräch mit der Lehrerin suchen, denn scheinbar nimmt sie dich als Schülerin nicht wirklich ernst. :idee2:

Joeylea
18.01.2013, 20:41
Hallo,
und danke für die aufmunternden Worte.

Ich habe die Sache erst einmal auf sich beruhen lassen, am Ende bringt es ja doch nichts, sich es mit dem
Lehrer zu verscherzen, und sich selbst damit unnötigen Stress zu machen. Vor allem dann nicht, wenn ich sie noch im
nächsten halbjahr haben werde:klatsch:
Ich schätze demnächst werde ich sie (wenn ich mal nicht so viel mit Arbeiten und lernen um die Ohren habe) aber trotzdem noch mal darauf ansprechen

So, nun zu den letzten Tagen:

Mittwoch habe ich außer im Bett zu liegen nicht viel gemacht, da ich dank Kopfschmerzen und ständiger zum Klo-Rennerei weil alles hoch kommt nicht viel machen konnte. Ich bin auf einige Sachen allergisch, bzw. vertrage sie einfach nicht und war so dumm am Dienstag Abend aus reiner Freundlichkeit (Ja ich kann das:zwinker2:, also das mit dem Freundlich) ein Plätzchen von der Bekannten meiner Mutter anzunehmen die, warum auch immer, eine riesen Schüssel mitgebracht hat. Also erstens mag ich eigentlich gar keine Plätzchen, und zweitens bin ich allergisch auf Muskat. Leider war von dem Zeug aber ordentlich was drin (normalerweise riecht man das ja,aber ich hab`s einfach nicht mitbekommen. Vielleicht war die Nase einfach zu zu?) und ich hatte dann eben den Salat. Naja, gut dass das schnell vorbei war.

Donnerstag: Dank der wahnsinnig heißen Temperaturen draußen, hat sich die Laufrunde nachdem ich mit Jo gassi war auf ein Stabi-Training reduziert. Eigentlich bin ich, was Temperaturen anbelangt, ja nicht sooooo zimperlich, aber bei gefühlten - 78°C war es mir dann doch zu kalt. Da hat das raus gehen mit dem Hund auf ein mal (gerade wenn ich so selten wie momentan zum Laufen komme bin ich total (über)motiviert) doch gereicht. Dafür war lernen für die Mathearbeit angesagt, die ich dann heute wahrscheinlich auch in den Sand gesetzt habe. Diese Woche ist einfach nicht meine Woche, aber was soll`s? Das Leben geht weiter und ab nächstem HJ muss ich mich wirklich auf den Hintern setzen.

Freitag/heute: Heute Morgen hatte ich einen Termin beim HA (dank der Wartezeit war mir ein "bisschen" langweilig. Und zwar so langweilig, dass ich mich damit:1395413955 beschäftigt habe:klatsch:)


und durfte neben einer Lufu (Ich liege Gott sei dank im Norm-Bereich) auch noch Blut abzapfen lassen. Die hälfte ging natürlich wieder daneben:klatsch: ich glaube beim nächste mal mache ich das selbst! Als er dann den BZ gemessen hat, habe ich dann gleich wieder eine Predigt a la "Du musst auf`s Essen und trinken achten, bla,bla" zu hören bekommen. Im Vergleich zu anderen Predigten der Art muss ich aber sagen, ist und bleibt meine Lehrerin (die mich an den Haaren Nachhause ziehen würde) die ungeschlagene Spitze, sowohl was Ausdruck, als auch Ausführung anbelangt. Dann ging es ab in die Schule um Mathe zu versauen. Ach ist das schön!

Da dieses Tagebuch ja auch das Thema Familie mit einschließt, erzähle ich gleich noch mal vom Schlittenfahren.
Bei uns liegt wunderschöner *hust* Schnee und meine kleinen Geschwister wollten natürlich Schlitten fahren gehen. Nett wie ich bin (sprich meine Mutter hat gesagt ich soll mitgehen, oder meine Laufschuhe sind einkassiert) habe ich mich dann dazu bereit erklärt mit meinem Bruder (5) auf`s Feld zu gehen und ihn auf dem Schlitten hinter mir her zu ziehen, denn bis zu den "Bergen" auf denen man gut herunterfahren kann dauert es ein Stück. Jo ist dann natürlich mit gekommen (was auch sonst?) und ich fand es ziemlich witzig, wie die Schwester von Max`s Freundin die Freundin stöhnend durch den Schnee ziehen durfte, während ich einen "Hilfsantrieb" a la Jo hatte 13957, der sich irgendwie auch noch einen ziemlichen Spaß daraus gemacht hat, richtig los zu laufen. Ich habe zwar immer mitgezogen, aber als mir die Leine aus der Hand gerutscht ist, war ich doch verblüfft was das kleine Hündchen (ca. 45cm Rückenhöhe und irgendwas um die 12kg herum) so schafft. Sie ist dann mal eben so weiter gelaufen und mein Bruder fand es natürlich toll sofort mal "Lauf" zu rufen und hatte Spaß als Jo dann mit ihm über die Feldwege gedüst ist. Ich war dann auch erst mal ein bisschen perplex, aber die Große Schwester von Max`s Freundin hat dann das Zugseil, oder wie immer man es benennen möchte, fallen lassen und "nö" gesagt. Ich habe die beiden dann zurückzitiert und den Schlitten weiter mit festgehalten, aber da hat Joey mir doch tatsächlich, trotz des ausgefallenem Lauf (es war später einfach schon zu dunkel), den Tag versüßt. Nur davon, dass ich Fotos gemacht habe war sie DEM Gesichtsausdruck nach nicht so begeistert.


So, das für heute von mir und für mich heißt es morgen Früh ausschlafen und Laufen gehen:D

Grüße
Joeylea

Joeylea
23.01.2013, 16:28
Also, wieder neues von mir

Die letzten Tage waren Gott sei dank recht ruhig und somit ist alles okay.
die letzten Läufe hingegen kann man allerdings nicht als okay bezeichnen.
Knappe 40 min auf 6,5km:klatsch:

Ich weiß nicht ob es am Schnee, oder den Temperaturen, oder an mir liegt, aber meine Leistungen sind echt im Keller. Dienstag war ich dann mal wieder beim Leichtathletik-Training, was im Winter in der Halle stattfindet, was ich mir ehrlich gesagt auch hätte Sparen können. Wirklich sinnvolles haben wir nicht gemacht :/

Das für heute von mir
Grüße
Joeylea

Domborusse
23.01.2013, 17:03
die letzten Läufe hingegen kann man allerdings nicht als okay bezeichnen.
Knappe 40 min auf 6,5km:klatsch:


:hihi::daumen:
Hach, die Jugend von heute :D
Ist für mich auf Schnee ein vollkommen akzeptabler Lauf - ich hab es gestern geschafft (auf Schnee) für 7 km 45 Minuten zu brauchen :zwinker5:
- und ich habe keine solche Odysee hinter mir wie du! Immerhin hast du einige Tage so was von flach gelegen - was erwartest du!!!???

Aber deine Schneefotos sind absolut klasse - ich kann mir bestens vorstellen, das dein Bruder einen Heidenspass hatte (und Joey sieht auch ziemlich zufrieden aus!)
LG
Domborusse

Lauf Bubi lauf!
23.01.2013, 21:43
Hi Lea,

wie lange ich heute für 6,5 km gebraucht habe, das willst Du gar nicht wissen, das war so schlecht....

Ich freu mich, dass Du wieder laufen kannst, Zeiten sind doch erst einmal egal.

Tolle Bilder übrigens, Deine Fellnase ist ja echt ein Süßer.

Grüsse Bubi.

Joeylea
26.01.2013, 13:29
Danke, Ja, ich finde auch das sie eine Süße ist, aber das sagt wohl jeder vom eigenen Hund:D

Zu den Läufen der letzten Tagen: Definitiv doof. A) ist es Schweine kalt und B) sind die Zeiten zum Erbrechen.
Hoffentlich ist der blöde Schnee bald weg! Gestern habe ich es bei einem 10 km Lauf glatt geschafft mich auf die Nase zu legen, oder besser gesagt mich auf den Hintern zu setzten, als ich auf einer Fahrspur ausgerutscht bin. Ist nix passiert, aber auf 10 km eine Zeit von 1:25 ist schon echt übel. Die laufe ich normalerweise gemütlich in 56-59 min. Und der arme, arme Hund (wer`s glaubt wird seelig) musste ausnahmsweise mal langsamer laufen und ist nicht die ganze Strecke über ohne Leine geblieben, bzw. durfte nach Lust und Laune über die Wege traben, weil uns einige Läufer entgegen gekommen sind. (Ich nehme sie für gewöhnlich an die Leine wenn uns jemand entgegen kommt, oder lasse sie zum Mindest "bei Fuß" gehen, auch wenn sie nichts tun würde. Ich denke es ist einfach eine Sache des Respektierens, denn wenn jemand Angst vor Hunden hat, und Hunde werden von Vielen, ja gerade bei Läufern oft verteufelt, muss man es nicht ausreizen) 14018

Zu Jo:
Freitag war Tierarzt angesagt, der sich noch einmal ihre Augen angesehen hat. Die PRA schreitet zwar voran, aber sie findet sich trotzdem im Hellen gut zurecht, auch wenn sie Nachts wahrscheinlich so gut wie nichts mehr sieht. Gerade Nachts, oder am späten Abend, bzw. überhaupt wenn es dunkler wird findet sie sich an unbekannten Orten nur noch ganz schlecht zurecht und klebt mir am Bein wie eine Klette, aber das Kletten stört mich nicht großartig. So lange sie sich Zuhause und auf unseren "üblichen Runden" auch im Dunklen noch gut zurechtfindet ist das aber auch alles kein Problem. Dazu hieß es auch noch Impfungen abholen und dann ging es wieder ab nach Hause. Und weil sie ja so lieb war hat sie auch ein Stück Pansen bekommen, worüber meine Mutter nicht besonders Fröhlich war.

Zu heute: Nachher geht es für mich wieder in die Kletterhalle und ich mache (insofern ich nicht durch die Prüfung rassle) den ersten Kletterschein. Klettern ist für mich eine gute alternative zum normalen Krafttraining (auch wenn die Bauchmuskeln eher weniger beansprucht werden^^) und bevor da wieder etwas kommt: Ich bin beim Klettern gesichert, trage Helm und Schutzkleidung und selbst wenn ich einen Anfall bekomme (was Gott sei dank noch nicht passiert ist) hänge ich im Grunde ja auch nur zuckend, aber gesichert in der Luft und man kann mich langsam abseilen. Ja, das könnte jetzt wieder zum Streitthema werden, aber wie auch immer.
Hauptsache Daumen drücken für die Prüfung:), Ich werde Berichten ;)

Grüße
Joeylea

Hennes
26.01.2013, 14:04
Ich nehme sie für gewöhnlich an die Leine wenn uns jemand entgegen kommt, oder lasse sie zum Mindest "bei Fuß" gehen, auch wenn sie nichts tun würde. Ich denke es ist einfach eine Sache des Respektierens, denn wenn jemand Angst vor Hunden hat, und Hunde werden von Vielen, ja gerade bei Läufern oft verteufelt, muss man es nicht ausreizen)


Absolut toll, dass das eine 15jährige rafft & macht, aber viele doppelt und dreifach so alte (sog.) "Erwachsene" nicht kapieren. :daumen:



Ja, das könnte jetzt wieder zum Streitthema werden, aber wie auch immer.


Nö, ich kenne versch. Kletterhallen und die sind m.E. absolut sicher - selbst wenn mal was passiert... Ich würde dich viel lieber lklettern lassen, als auf dem Rennrad sehen :uah:



Hauptsache Daumen drücken für die Prüfung:), Ich werde Berichten ;)


:daumen::daumen:


gruss hennes

Joeylea
28.01.2013, 14:38
Naja, als toll würde ich das heran holen vom eigenen Hund nicht bezeichnen. Eigentlich eher als Selbstverständlichkeit, was viele Hundebesitzer nur leider nicht so sehen:zwinker5:

Mit dem Kletterschein ist es am Samstag leider nichts mehr geworden. Der Trainer welcher den Schein abnimmt war nicht da, also hieß es nur normal klettern. Dafür war ich mal wieder freundlich (das häuft sich in letzter Zeit irgendwie:gruebel:) und habe Jemand anderen brav ordentlich gesichert und mir dabei das Seil durch die Hände gezogen. Das das Thema Gewicht kein sonderlich beliebtes ist, war mir klar, aber der Typ hat um knappe zehn Kilo untertrieben und meine Hände sehen entsprechend aus. Wegen der leichten Verbrennungen muss ich jetzt bis morgen noch Verbände tragen und danach soll ich die Stellen noch weiter mit Brandsalbe einschmieren. Nix schlimmes also, aber momentan habe ich echt keine Glückssträhne und der Schein muss noch mindestens 2 Wochen warten. Darf man mit Verbrennungen eigentlich laufen? Sind ja keine Schweren und ich glaube nicht, dass das etwas ausmacht, aber ich habe da keine Ahnung von.

Grüße
Joeylea

Joeylea
03.02.2013, 15:23
Hallo, leider hatte ich ein paar Tage lang keine Zeit zum Schreiben.

Die letzten Läufe waren so in der mittleren Leistungsschicht, also nicht gut, aber auch nicht schlecht.
Zeiten der letzten Läufe:
5 km: 28:22
7 km: 36:49
10 km: 01:05:22

Es hält sich also in Grenzen.

Das, dass heranholen vom Hund wohl (leider) doch keine Selbstverständlichkeit (mehr) ist, habe ich dann heute erfahren, Als ich mit Joey heute morgen laufen war kam mir ein Läufer mit Hund entgegen. Ich habe Jo dann wie immer ran gerufen und man sollte doch wohl meinen können, das der Mann der mir mit seinem Hund entgegen kommt das gleiche tun würde, und den Hund NICHT weiter ca. 10 m vorlaufen lässt. Ich persönlich bin ja überhaupt kein Fan davon den Hund mehr als 7-8 m vorlaufen zu lassen (beim normalen Gassie gehen und laufen. Beim Ballspielen oder dergleichen ist das für mich noch mal was ganz anderes) , aber das kann ja jeder Hundebesitzer selbst entscheiden, von mir aus sollen sie ihren Hund ruhig vorlaufen lassen wie sie wollen, Hauptsache er hört und die haben ihn im Blick. Beim Laufen jedenfalls erwarte ich aber schon, dass man seinen Hund zu sich ruft, gerade wenn einem ein anderer Läufer mit Hund entgegen kommt und meiner Meinung nach ist das auch wirklich nicht zu viel verlangt. Er hat seinen Hund (bzw. eigentlich sollte man ihn/sie keine Ahnung was es jetzt war eher als Fußhupe bezeichnen (ja das hört sich jetzt böse an, ich weiß. Ist aber nicht so gemeint. Mögen die Besitzer von Fußhupen mich steinigen)) allerdings nicht zu sich gepfiffen und das wurde dann nicht so schön. Als der Hund so ca. 15 m von uns entfernt war, ist er dann kläffend auf uns zu gerannt und hat Joey die Zähne gezeigt. Eigentlich ist Jo ja recht verträglich, bzw. interessiert sich nicht für andere Hunde, wenn wir ganz normal dran vorbei kommen und der Hund nicht gerade versucht Zähnefletschend nach ihr zu schnappen (wenn der Hund an der Leine ist, ist das auch kein Problem), aber ich hatte sie nur zu mir heran gerufen und nicht angeleint, da das ja sonst auch kein Problem ist, und ich bei einem Läufer mit Hund eher weniger davon ausgehen muss, dass er Angst vor Hunden hat. Wie dem auch sei, Joey hat sich eben zu Wehr gesetzt und die beiden haben sich erst mal geprügelt. Jetzt im Nachhinein bin ich ganz froh, dass ich sie nicht angeleint hatte, weil sie sonst wohl eher schlechter hätte ausweichen können und der Besitzer war ja auch noch ein Stückchen weiter weg und hat dann immer wieder "komm her!" geschrien (was natürlich nichts bringt wenn sich gerade zwei Hunde prügeln. Manchmal frage ich mich wirklich wie blöd manche Menschen sind (tut mir leid, das ist jetzt etwas vulgär ausgedrückt) und wieso sie sich Hunde anschaffen, wenn sie doch offenbar keine Ahnung haben, bzw. in solchen Situationen nicht darüber nachdenken wie der Hund reagieren könnte/wird.) und hat dann mal nen Gang hoch geschaltet. Ich muss ganz ehrlich sagen, das war erste (und hoffentlich einzige) Mal, dass ich zwischen sich fetzende Hunde (m)eine Flasche auf den Boden geschmissen habe und die beiden an den Halsbändern, bzw. Joey am Geschirr, da ist glücklicherweise ein "Griff" dran, (ich bin immer wieder froh, dass ich für Joey ein Geschirr (Julius K9) habe, bei dem ich mir im Notfall eher weniger Gedanken machen muss ob ich sie verletzen würde, wenn ich sie mal ruckatig zurück ziehen muss) zurückgezogen und auseinander gerissen habe. Der Besitzer ist dann derweilen mal angekommen und hat seinen Hund an die Leine genommen und ich war erst mal heilfroh, dass sich Jo nichts groß getan hat (keiner der Beiden hat geblutet oder so, nur ich habe einen kleinen Kratzer abbekommen.) und ich die beiden so schnell auseinander bekommen habe. Den Besitzer habe ich dann erst mal gefragt was das sollte, der meinte dann, das der Hund nicht so verträglich sei, wo ich mir nur dachte: ach echt? wäre ich jetzt nicht drauf gekommen!
Warum in Gottes Namen ruft man seinen Hund nicht früh genug zurück, wenn jemand anderes mit Hund entgegen kommt und der eigene Hund nicht sonderlich verträglich ist. Klar, gibt es immer wieder Hunde die sich nicht riechen können, egal wie verträglich sie eigentlich sind, aber wenn ich weiß, dass mein Hund so oder so nicht richtig verträglich ist, dann nehme ich ihn in solchen Situationen doch an die Leine! Also irgendwann hört mein Verständnis dann auch auf und in solchen Situationen stehe ic dann auch schon mal kurz davor zu explodieren. Eigentlich hätte ich die Flasche nicht zwischen die Hunde, sondern dem Besitzer an den Kopf werfen sollen. Ich hab ihm dann gesagt er soll seinen Hund gefälligst an die Leine nehmen und bin Nachhause gegangen, da mir die Lust zum Laufen dann auch vergangen war und eine Predigt von einer 15-Jährigen auch eher selten wirkt.
Das ist wirklich sowas, was einem den Tag ziemlich vermiesen kann.

So, und da gestern bei uns ein einziges Mistwetter geherrscht hat, habe jetzt nach langer Zeit mal wieder die Malsachen herausgekramt. Ist zwar kein Monet, aber ich denke mal, dass das klar ist.

Grüße
Joeylea

Joeylea
10.02.2013, 18:37
So, heute schaffe ich es endlich mal wieder zu berichten:

Zu den letzten Läufen: Die letzten Läufe waren soweit ganz in Ordnung, wenn auch eher langsamer als sonst. Durch die eiseskälte läuft mir ständig die Nase und der Hals sitzt mir schnell zu, aber ich werd`s überleben.

Mein Zeugnis sieht wie vermutet bitter böse aus, und dieses HJ muss ich mich wirklich reinhängen.
Wir müssen in Deutsch ein Berufsbild vorstellen, worauf ich natürlich unglaublich viel Lust habe (an Hustanfall verreck) und
meine Begeisterung hält sich für den gesamten Lehrplan dieses Halbjahres so ziemlich in Grenzen. Die Präsentation des Berufsbildes müssen wir bis zur Woche um den 18.2. herum fertig machen, und abgesehen davon, dass ich mir ausgesucht habe welchen Beruf ich präsentieren möchte, habe ich noch nichts gemacht.

Für die Karnevals tage bin ich jetzt mit Joey weggefahren und wir genießen hier die gemeinsamen Läufe, dazu schreibe ich dann morgen noch mehr und stelle auch ein paar Fotos rein

Grüße
Joeylea

xBLUBx
11.02.2013, 19:32
Viele Hundebesitzer bleiben mir ein Rätsel – aber ist beim Mensch an sich nicht anders. Beim Laufen sind wir alle mit Hundebesitzer und deren 4-Beiner konfrontiert. Da kann wohl jeder ein Lied siegen... aber zum Glück nicht nur negatives! :nick:

Freut mich zu hören, dass es Dir wieder besser geht! :daumen:

Was für ein Berufsbild hast Du denn für Deine Präsi ausgesucht ? Evtl. hat es hier jemand im Forum, der/die diesen ausführt. So könntest Du die nötigen Inputs aus erster Hand holen.

LG aus Bern
Blub

Domborusse
11.02.2013, 23:00
Was für ein Berufsbild hast Du denn für Deine Präsi ausgesucht ? Evtl. hat es hier jemand im Forum, der/die diesen ausführt. So könntest Du die nötigen Inputs aus erster Hand holen.

LG aus Bern
Blub

Gute Idee - schreib doch mal, was du dir herausgesucht hast! Dann machste Deine normale Präsentation des Berufsbildes und überlegst dir noch ein paar prägnante Fragen und lässt die von jemanden, der diesem Beruf nachgeht beantwortet (muss ja nicht nur die typischen Fragen nach Vor- und Nachteile des Berufs, was man besonders gut können sollte, was nicht, sondern auch nach der lustigsten Begebenheit im Kontext des Berufs usw.)

Wie ist es dir denn über Karneval ergangen? Ruhige Zeit gehabt und mal ein bisschen Nerven geschont?
Grüße!
Domborusse

Joeylea
15.02.2013, 12:13
Hallo,
Über die Karnevalstage und auch über die letzten Tage ist es mir ganz gut ergangen (Ich bin leider nur nicht zum Schreiben gekommen), ich war aber auch nicht feiern, dafür aber mit Joey laufen:D. Ich meine, mal ehrlich, wer kann sich bei strahlend blauem Himmel denn schon das laufen verkneifen? 14136141341413514137




Die Läufe waren eherso "Lala", aber das war schon okay, schließlich hatte ich wieder ein paar sehr schöne Tage mit meinem Hund :nick:




Heute war dann mein Termin beim Neurologen (Ich bin gerade eben zurück) und der war mal wieder ziemlich ernüchternd. Er will die Medikamente erst nach einem neuen EEG hochdosieren und der ist erst in 3 WOCHEN!!!!
Ich könnte Kot zen!!! Ich darf dann also am 8.3. noch mal hin, nur damit ich wieder 20 min. mit Elektroden auf dem Kopf da sitzen kann und der wieder sagt, ja da ist was. Gott, bin ich froh, dass ich im April endlich zum neuen Neurologen kann! (Leider war da vorher nichts frei oder so. wie auch immer)
Mein Hausarzt hat es dann verpennt beide Medikamentenspiegel an den Neurologen weiter zu leiten(er hat nur einen gefaxt), und das war natürlich der vom Lamo, und nicht vom Keppra:klatsch:

Gott, das ist alles zum Kotzen, oder heulen. Ich weiß grad nicht was.

Ich habe dann gleich mal neue Tabletten mitbekommen: 14138

Das Lamotrigin davon reicht für ca.14, das Levetiracetam/ Keppra für 40 Tage, um mal einen Vergleich zu geben. Für das Lamotrigin habe ich auch noch ein weiteres Rezept mitbekommen,welches ich nachher abholen muss.

Für das nächste Mal sollte ich wirklich dafür sorgen, dass ich nicht mehr all zuviel Hoffnung in irgendwelche Ärzte lege, denn momentan geht mir das ziemlich an die Nieren. Ich kann nur hoffen, dass die mir beim EEG nicht irgendein Flacker-Licht oder dergleichen vorsetzten,denn wenn ich davon schon wieder einen Anfall bekomme, muss ich denen leider die Praxis in Einzelteile zerlegen!

Fazit: Die Karnevalstage und die gemeinsame freie Zeit mit meinem Hund war super (ich muss zusehen wieder mehr Zeit zu haben, aber mit Schule etc. ist das einfach schwierig. Nicht, dass ich zu wenig Zeit mit Jo verbringen würde, aber ich würde mir noch mehr wünschen.) und der Neurologe ist ein Ar* ch.


Zu meinem Deutschreferat:
Ich habe mir das Berufsbild: Bundeswehrsanitäter ausgesucht.
Die Websites habe ich mir schon von oben bis unten durchgelesen, aber wie ich das in eine 5-10 min. Präsentation rein bekommen kann, weiß der Geier.

Bei Ideen usw. immer her damit:)

Grüße
Joeylea
(die sich jetzt erstmal bei einem Lauf mit Hund abreagieren wird)

Joeylea
17.02.2013, 20:29
So, heute mal wieder ein neuer Bericht von mir.

Der Lauf von heute Morgen (10 km in 49:32) war eine neue PB, bei der ich aber auch so ziemlich an meine Grenzen gegangen bin. Ich hatte mehr oder weniger das Gefühl mir würde bald das Herz aus der Brust springen und mir war so schlecht, dass ich froh war noch nichts wirklich gegessen zu haben, aber das tolle Gefühl einer neuen PB hat es für mich heute wieder raus gehauen. Gelaufen bin ich übrigens auf dem Platz.
Da meine Eltern mich am Freitag Abend vor vollendete Tatsachen gestellt haben, dass ich nun nicht nur Nachts, sondern auch Tagsüber mit einem Pulsoximeter (misst Puls und Blutsauerstoff) "überwacht" werden soll (Wenn du tagsüber einen Anfall hast wissen wir nicht ab wann du einen O2 Mangel hast, bla bla, wir müssen ja nicht immer warten bis du rot oder blau wirst und in der Schule, bla, bla, bla...), trage ich dann jetzt 24h am Tag eine Pulsoximeter-Uhr mit mir herum. Zuvor hatte ich ein Pulsoxi von Nellcore (wir haben das auf eigene Kosten anschaffen müssen), welches wir jetzt an eine Bekannte gegeben haben, deren Sohn auch Epi hat,aber vorher noch keines für ihn hatte.
Die "Uhr" hat eine Schnittstellen für den Computer, und somit habe ich die Werte nicht nur am Arm, sondern Nachtsüber auch noch am Computermonitor. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Beim meinem Lauf heute Morgen habe ich die Uhr gezwungener Maßen auch getragen und habe mich dann doch etwas erschrocken. Ich hatte den Alarm ausgestellt, da die Uhr eingestellte PR (unter 55 und über 120 piepst es) und SpO2 (ab unter 85 piepst es) Werte hat (werte gelten für Nachts), und ich zu faul (Okay, ich habe null Ahnung von Technik und war zu faul die Anleitung zu lesen ^^) war die Einstellungen für`s Laufen zu ändern. Das Ergebnis am Ende meines Laufes war ein Puls von 197 und einen SpO2 Wert von 72, was echt erschreckend war. Gut, hoher Puls bei dem Tempo völlig normal, aber eine solche Sättigung, damit hätte ich nicht gerechnet, da ich eigentlich die ganze Zeit das Gefühl hatte mich gut konzentrieren zu können. Der Sättigungsabfall ist bei der Anstrengung natürlich auch normal, aber ich war halt überrascht.


Freitag Nacht hatte ich dann einen "stillen" Anfall (eine rein Atonische Phase, meistens dauert die so 5-30 sek. und dann folgt das zucken, manchmal aber auch nicht), welcher über etwas mehr als 2 min. andauerte. Diese stillen Anfälle, wie ich sie nenne, sind nichts wirklich schlimmes, sofern sie nicht lange andauern, nur Atme ich da manchmal nicht so wie ich sollte: (Bild unten. Leider sieht man da die Diagramme nicht, aber meine Schwester ist in so einem Moment nicht die beste Fotografin. Das Bild wurde ganz kurz vor Anfallsende gemacht, und die Sättigung ist nicht weiter gefallen)
Meine Mutter hat sich ganz schön erschrocken, weil der neue Piepston von dem Monitorprogramm viel Lauter und aufdringlicher war und sich nur an der Uhr ausstellen lässt und meine kleine Schwester wurde dann auch davon wach. Diese tiefe Sättigung ist über einen kurzen Zeitraum nicht schlimm, nur über längeren Zeitraum wäre das dann gefährlich. Um euch da mal ein paar "Vergleiche" zu geben:

GM (Großer Anfall): Puls steigt an & Sättigung singt (meistens ziemlich weit, manchmal (selten) aber auch nur ein wenig)
Absence: Werte bleiben gleich, nur selten fällt der Puls ab oder steigt
Sturzanfall: Puls steigt meistens erst nach dem Anfall an, da Kopfschmerzen....
"Stiller" Anfall: Puls geht runter, steigt etwas an, oder bleibt gleich (je nachdem) Sättigung fällt bei längerer Dauer ab.

Das kann natürlich immer mal wieder variieren, aber so als groben überblick kann ich das zum Mindest bei mir so sagen

In den Nächsten Tagen sehe ich mal zu, dass ich die Frequenzen und Diagramme vom Training mal aufnehme und hier hereinstelle. mal sehen ob das was interessantes ergibt.

Grüße
Joeylea

Joeylea
26.02.2013, 19:40
Durch Schulstress etc. habe ich es leider nicht vorher geschafft zu schreiben.

Alles in einem war das Training in den letzten Tagen eher dürftig. Außerdem finde ich die eiskalte Luft unangenehm beim Laufen, daher sind meine Laufrunden zur Zeit ein wenig abgespeckt. :peinlich: Z.Z. versuche ich auch mit Intervalltraining mein Tempo zu verbessern, aber das bringt momentan nichts (was etv. vllt. ... auch an meinen RIESEN Laufrunden und meiner Motivation liegen könnte^^)

Positiv ist aber zu sagen, dass ich jetzt seit über einer Woche nicht einen Anfall hatte :). Nicht mal einen "kleinen". Nächste Woche Freitag geht es dann noch mal zum Neuro und mal sehen was der sagt.

Ich weiß noch nicht ob ich es diese und nächste Woche schaffe weiter zu berichten und eine Puls-oxy Kurve rein zu stellen, da jetzt noch einige Arbeiten usw. auf mich zu kommen, aber eine kurze Zusammenfassung wird es zum Mindest jeweils gegen Ende der Woche geben.

Grüße
Joeylea

Hennes
26.02.2013, 19:56
Positiv ist aber zu sagen, dass ich jetzt seit über einer Woche nicht einen Anfall hatte :). Nicht mal einen "kleinen".

:daumen: das hört sich ja schon fast nach Glückssträhne an, lass es uns besser mal nicht beschreien!


gruss hennes

Domborusse
26.02.2013, 21:01
Ähm, lese ich da richtig??
Du hattest ein SpO2 von 57%??? :wow:
Wie lange ist denn ein solcher Wert bei dir gegeben? Und wie schnell hat sich denn der Wert nach dem Lauf wieder auf über 90% heraufgeschraubt?
LG
Domborusse

Joeylea
26.02.2013, 22:21
Ja, das darf mit der Anfallsfreiheit auch so bleiben :nick:

Die Werte oben sind die von einem "stillen" Anfall gewesen, der sich länger hingezogen hat als "normal". Meine Kleine Schwester hat das Foto gemacht, habe ich aber weiter oben schon erwähnt. Wahrscheinlich habe ich mich (wieder mal) falsch ausgedrückt. Wie dem auch sei, die Sättigung steigt nach einem Anfall i.d.R. relativ schnell wieder auf über 90, aber man muss eben bedenken, dass der Körper bei so einem Anfall einmal tief ausatmet und die gesamte Muskulatur (ausgenommen das Herz) erschlaft usw. usf.

Wie gesagt/ geschrieben ich werde, sobald ich Zeit habe mal eine Kurve vom Training reinstellen.

Grüße
Joeylea

PS: Der tiefste Trainings-SpO2 Wert den ich bisher im gesamten hatte war 64 und danach hatte ich auch wirklich derbe Kopfschmerzen

Joeylea
05.03.2013, 23:24
So, nun habe ich schon über 2 Wochen hinweg permanente Ruhe, auch wenn es mir zwischendrin ziemlich dreckig ging.

Da ich Schulmäßig momentan viel um die Ohren habe ist es mit dem Schreiben ein bisschen kurz gekommen, aber in so ca. 2 Wochen hat sich dass dann hoffentlich wieder. Dann müssten alle Arbeiten geschrieben sein und es gibt ja auch schon wieder Ferien. ^^

Also...
Das Training in letzter Zeit (hauptsächlich Intervall) bringt nicht sonderlich viel und ich habe momentan einen generellen Leistungseinbruch. Das ist bei dem schönen Wetter draußen natürlich blöd, denn das Laufen macht mir bei einem derartigen Leistungseinbruch nicht halb so viel Spaß wie sonst.
Das Training heute war auch entsprechend ernüchternd und der Pollenflug kommt auch wieder. Schniefnase also Vorprogrammiert, aber ich bin froh dass endlich wieder so gutes Wetter herrscht, dass man auch ohne Laufjacke laufen gehen kann:nick:.

Weniger schön waren dann die Blutergerbnisse, welche ich heute abgeholt habe. Da ich sichergehen wollte, dass der Neurologe die Spiegel am Freitag auf jeden Fall hat, habe ich eben eine Kopie von dem Wisch abgeholt und auch direkt mal rein gesehen. Neben den Medi-Spiegeln werden die Üblichen Werte auch mit hereingebracht. Also, die Leucos waren erhöht (Normwerte liegen so bei 4000-10 000, meine Waren bei 19 500, also im Grunde nichts schlimmeres (wahrsch. eine Entzündung), aber schön ist anders.) Monozyten etwas zu niedrig (nicht weiter schlimm aber eben nicht in der Norm) HBE Niedrig und HB auch. Die Abweichungen sind nicht im "schlimmen" Bereich, aber als ich mir das Durchgelesen habe und die Medi-Spiegel gesehen habe war natürlich erst mal Weltuntergangsstimmung (Lamotrigin-Spiegel bei 15,9, der letzte War noch bei 10,7 (ist schon zu hoch, der "übliche" Wert (falls man das so sagen kann) liegt zwischen 3.0 - 14,0. Der Neuro sagte so ein Wert um die 7, sollte für mich am besten sein, da ich zu der Zeit wirklich gar keine Nebenwirkungen hatte) und diese Schwankung kann ich mir nicht erklären, da ich seither nicht wirklich richtig krank war oder dergleichen. Und Levetiracetam (Keppra) bei 2.9 (Norm zwischen 20-40 laut Labor).

Im Grunde habe ich im ersten Moment nur kapiert: Leucos (wie ich dachte viel) zu hoch, Rote Blutkörperchen zu niedrig (Ich hatte nur die Groben Referenzwerte daneben stehen, von daher wusste ich noch nicht ab wann das als "schlimm" gilt) und der eine Spiegel spinnt rum und der andere ist viel zu niedrig.
Sprich: über 2 Wochen Anfallsfrei und dann muss evt. irgendetwas am alten Medikament reduziert werden usw. usf.
Mir war das dann einfach zu viel und irgendwann sind mir dann auch die Tränen gekommen. Als ich mich wieder beruhigt hatte, bzw. von meinen Freunden wieder beruhigt worden war habe ich in einer 5 min. Pause zwischen einer Doppelstunde noch mal in den Bericht gesehen mit dem gleichen Ergebniss wie vorher und durfte mich dann mit zwei Freunden für die zweite Stunde nach draußen setzten, wo ich mich nach so ca. 20min auch wieder eingekriegt habe und versuche es locker zu nehmen. Ich meine, was solls? 2 Wochen komplett Ruhe und wenn der Neuro wieder was daran ändern wird (und das wird er bei dem Lamotrigin Spiegel mit Sicherheit tun, da es ab (ich glaube) 14 toxisch sein kann. irgendwie sowas) und ich wieder Anfälle bekommen könnte und u.U. wieder auf der Intensiv liege mit Schlauch im Hals, oder Beatmungsmaske im Gesicht oder dergleichen. Pfff, passt schon :sauer:.
Ich bin ja im Grunde auch dafür das Keppra herauf zu dosieren, aber Momentan ist doch alles okay, also warum eine Änderung vornehmen? Manche Leute tolerieren auch einen Lamo-Spiegel um die 20.

Ach was weiß ich! Ich will einfach nur Anfallsfrei bleiben, so wie momentan und nicht riskieren das wieder irgendwas passiert. Vielleicht ist der hohe Lamo-Quatsch nicht das optimalste, und klar, auch die momentanen NW sind nicht der Hammer, aber es geht mir nicht durchgehend schlecht und ich bin Anfallsmäßig seit über 2 Wochen stabil. Selbst bei hoher Lautstärke und Hitze, was mir sonst meistens doch ziemlich was ausgemacht hat. (Ich war am Fr. in einem lauten, heißen, stinkendem und generell unangenehmen Maschienenraum, und auch wenn es mir nicht so gut ging, es ist nichts passiert!)

Wegen der Anderen Werte habe ich gleich noch mal Blut abgenommen bekommen (sie haben sage und schreibe schon beim ersten Versuch getroffen!:klatsch:) und die Werte sollten Donnerstag da sein. Mal sehen ob die sich mittlerweile wieder gelegt haben.


Momentan stecke ich also in einem ziemliche Wirrwarr, aber Freunde und Familie helfen mir da wieder ganz gut durch, auch wenn ich glaube, dass insgeheim Joey den größten Beitrag dazu leistet, aber für mich ist sie eben kein Haustier sondern Familie.

Seltsam, dass ein Wesen welches nicht mal unsere Sprache spricht/versteht und nicht ansatzweise weiß wovon wir sprechen, manchmal mehr Sicherheit und Trost spenden kann, als Freunde (Und ich habe wirklich tolle Freunde) und restliche Familie zusammen. Vielleicht liegt es daran das sie nicht Sprechen und somit nicht versehentlich falsche Worte verwenden. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie einem nicht erzählen sie wüssten wie man sich fühlt, oder dass sie sich das gut vorstellen können. Und vielleicht ist es auch einfach diese Fähigkeit jenen Zuspruch und Beistand, genau wie wir ihn brauchen, auszudrücken ohne ihn in Worte fassen zu müssen.
Ich glaube manchmal so ein "kleiner" Hund besitzt mehr Einfühlungsvermögen und Sozialkompetenz (den Menschen gegenüber) als ein lebenserfahrener Mensch. Schon allein deshalb weil Sie Dinge ausdücken können die wir nicht in Worte zu fassen vermögen.

Gut, das ist jetzt ein wenig wirr ausgedrückt, aber wer selbst einen solchen Hund hat wie ich ihn habe, wird wissen wie das gemeint ist. Gerade jetzt wird mir auch wieder Bewusst, wo die PRA wieder ziemlich schnell voranschreitet, was für ein Geschenk Joey eigentlich ist. Klar, dass klingt jetzt mit Sicherheit schnulzig, aber wie schon geschrieben.


Wenn ich es schaffe stelle ich später noch mal ein Bild von den Werten rein, aber jetzt ist erst mal schlafen angesagt. Ich berichte dann spätestens Freitag noch mal

Grüße
Joeylea


PS: Ja, das ist jetzt alles wieder ein wenig komisch/verwirrend geschrieben, aber ihr werdet`s überleben

Hennes
06.03.2013, 07:33
Das Training in letzter Zeit (hauptsächlich Intervall) bringt nicht sonderlich viel und ich habe momentan einen generellen Leistungseinbruch. Das ist bei dem schönen Wetter draußen natürlich blöd, denn das Laufen macht mir bei einem derartigen Leistungseinbruch nicht halb so viel Spaß wie sonst.

Hi Lea,

warum quälst Du Dich mit IV, gerade jetzt mit dem schönen Wetter und der ganzen Medis-umstellung hast Du eh schon genug am Hals. Geh doch einfach "ne Runde locker laufen" und lasse eben alles anstrengende erst mal weg - es gibt doch wichtigeres. Z.B. die Anfallsfreiheit ist ja schon mal eine gute Sache.

Das Lamo kommt mir auch sehr hoch vor, evtl. ist es vorher mit den vielen Anfällen einfach zu hoch geschraubt worden, aber das wird Dir der Neuro am Freitag ja sagen können.

:daumen:


gruss hennes

Joeylea
10.03.2013, 13:57
So,wieder neues:

das mit der Anfallsfreiheit hat sich dann am Donnerstag erledigt, als ich im Sportuntericht bei einem Ballspiel versehentlich einen Ball gegen den Kopf gedonnert bekommen habe (Bei starken Erschütterungen vom Kopf passiert mir das immer). Ich bin dann direkt mal von der Bank gefallen (ich darf wegen meinem A*** von Direx im Sport nicht mitmachen und sitze dann immer 90 min auf der Bank herum:/ ) und ca 2-3 min da liegen geblieben (stiller Anfall lässt grüßen). Ehrlich gesagt waren die anschließenden Kopfschmerzen nicht halb so schlimm wie die aufgekommene Enttäuschung, da es kommenden Montag 3 Wochen gewesen wären, in denen nichts passiert wäre und ich eigentlich gehofft hatte, es würde jetzt (zum mindest erstmal) so bleiben. Ich war anschließend auch erst mal ziemlich angesickt, auch wenn mein Klassenkamerad nichts dafür konnte (Bei einem Spiel in dem es nur darum geht den Ball möglichst feste, schnell und weit weg von sich zu schlagen und das mit einer Horde von 23 Jugendlichen, kommt es wohl schon mal vor, dass die Bälle nicht in die angepeilte Richtung fliegen) und war froh als ich wieder Zuhause war.

Zuhause wollte ich dann erst mal eine gemütliche große Runde mit Jo gehen und an den Wander und Feldwegen, an denen wir immer lang gehen kam mir auf der Hälfte der Strecke ein Hund entgegen, den ich erst mal eingefangen habe. Der Hund hatte 2 Halsbänder an und eine braune Lederleine war daran befestigt. Mir kam der Rüde nicht bekannt vor (man kennt als Hundebesitzer ja idR die Hunde die da so im Umkreis Wohnen) und an den Halsbändern war natürlich keine Marke, keine Telefonnummer, kein Adresszettelchen oder sonstwas. Mir kam dann eine Frau mit einem Jack Russel entgegen, die den Hund auch nicht kannte, und als ich schon kurz davor war meine Mutter anzurufen, kam mir so ein Gemeindearbeiter aus Rheurth im Auto entgegen und fragte mich ob das mein Hund sei, wozu ich mir dann auch nur dachte: Meine super gepflegte Hündin in der einen Hand, und dem Rüden, der von oben bis unten mit irgend welchen Dornen, Ästen, Blättern und was der nicht sonst noch alles mit aufgesammelt hat in der anderen Hand,... Welcher war da wohl meiner?
Ich habe ihm dann halt gesagt, dass ich den Hund gerade eingefangen habe und der Mann erklärte mir dann, dass man den Hund in Schaephuysen gemeldet hätte und dass schon diverse andere Leute versucht haben ihn einzufangen und als er auf Joey, mich und den Hund zukam wollte der Rüde erst mal nur weg. Ich habe ihn dann festgehalten und der Mann hat einen Mitarbeiter von sich angerufen, der mit einer Transportbox kommen sollte, was er auch gemacht hat, aber es hat gute 45 min gedauert. Ehrlicher weise muss ich zugeben, dass sich das freiw. eintägige Praktikum bei meiner Früheren Tierärztin tatsächlich erstmals was gebracht hat. Ich habe dem Hund gleich etwas Wasser "eingetrichtern", was auch wirklich sein musste, denn die gezogene Hautfalte hatte sich nicht das geringste bisschen zurückgezogen, und obwohl der arme Kerl die ganze Zeit am hecheln war wie blöde gab es da keinen Tropfen Sabber.

Wie dem auch sei, nach langem hin und her kam dann der zweite Arbeiter und ich habe noch geholfen den Rüden in die Box zu verfrachten,bevor sie ihn dann ins Tierheim gebracht haben, wo ich Freitag noch mal angerufen habe. Der Rüde ist wohl bei TASSO gemeldet, der Besitzer konnte aber (zum Mindest Freitag, da habe ich nämlich im TH angerufen) nicht erreicht werden. So wie der Arme aussah, befürchte ich aber eher, dass er ausgesetzt, oder irgendwo angebunden worden war, als dass er weggelaufen ist. Der Hund war bei TASSO ja auch nicht als vermisst gemeldet worden, was doch eigentlich das erste währe, wenn man seinen Hund vermisst. Wie dem auch sei, der Hund ist jetzt im Tierheim Moers und wird da wieder aufgepäppelt. So nach Augenmaß würde ich tatsächlich sagen, dass ihm so um die 3 kg, wenn nicht sogar 4 gefehlt haben.


Zum Training am Donnerstag (Ich war trotzdem da. Nach dem ganzen Heck-Meck musste ich den Kopf ja irgendwie wieder frei bekommen, und da der Anfall mich nicht sonderlich geschlaucht hat und ich beim Leichtathletik-Training ja nicht allein bin spricht da ja nichts gegen)
- 40 min gemütlichen Dauerlauf mit einer geschafften Stecke von 8 km, also ziemlich genau einen Schnitt von 5 min pro km.
natürlich mal schneller mal langsamer.
-5x 80m Sprints die immer langsamer geworden sind:klatsch:

Die Sprints nach dem 40min Lauf waren auf den letzten Metern (meistens so ab Meter 60-65) ziemlich unangenehm, weil sie auf den Magen geschlagen haben. Ich persönlich hätte die Sprints ja vor den Dauerlauf gelegt, oder einfach auf ein anderes Training, aber meine Trainerin hat uns (einem Vereinskollege und mir) erst nach dem Lauf davon erzählt.


Ergebnisse vom Arzttermin (fr) beim Neurologen haben folgendes ergeben:
- Der EEG war okay (nicht gut, aber okay)
- Keppra/Levetiacetam wird auf 1000mg gesteigert
- Lamotrigin wird vorerst so beibehalten

Freitag wurde mir in Moers, als ich vom Neurologen aus mit meiner Mutter über eine Einkaufsstraße mit Kreuzung gegangen bin, dann schön das Handy aus der JACKENTASCHE!!! geklaut. (Und NEIN ich kann es nicht verloren haben, denn wir sind den Weg zig mal wieder abgelaufen, haben in allen umliegenden Geschäften nachgefragt, und meine Tasche ist so tief, dass das Handy, insofern es keine Beine bekommen hat und herausgesprungen ist, nicht da heraus fallen kann. Zudem wurde ich an einer Kreuzung angerempelt. Blöd wie ich bin habe ich mir dabei natürlich zuerst nichts gedacht. Meine Mutter und ich sind nachher dann zur Polizei gegangen und haben eine Anzeige aufgegeben. Das Handy wiedersehen werde ich aber wahrscheinlich nicht mehr, was natürlich extrem ärgerlich ist, und das nicht nur weil das Handy so schweineteuer war, sondern auch weil da so viele Fotos, Telefonnummern usw. drauf waren. Offenbar habe ich ja in letzter Zeit noch nicht genug Pech gehabt.

Das von mir
Joeylea


PS: Die Intervalle mache ich momentan (bzw. habe ich gemacht) gerade weil es mir so gut ging und ich so lange komplette Ruhe hatte. Außerdem bin ich wahnsinnig langsam geworden. ;)

d'Oma joggt
10.03.2013, 20:55
:traurig: och Mensch,
aber zumindest kam dein Anfall nicht einfach so, sondern erst nach einer Attacke von außen.
Kopf hoch

LG Anke

Hennes
10.03.2013, 21:36
Kopf hoch

Näää, ist doch gefährlich, hasse doch gerade gelesen :rolleyes:


Ist aber doch wirklich wieder ein blödes Dingen gewesen.... :nee: :nee: :besserng:


gruss hennes

Yezariel
10.03.2013, 22:39
hmm... guck mal, das ist mir bei Facebook "über den Weg" gelaufen ..
ist das der Hund, den Du Do gefunden hast??

Tierschutz Moers (http://m.facebook.com/Tierheim.Moers?__user=1211946949)

https://m.facebook.com/photo.php?fbid=110250089164721&set=pcb.110251439164586&type=1&theater&refid=17&refsrc=http%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FT ierheim.Moers&_rdr

Joeylea
11.03.2013, 15:16
So, heute erst mal keine Schule für mich, da die Medikamenten Erhöhung so richtig rein haut und ich dank der NW kaum gerade laufen kann. Hoffentlich ist`s schnell wieder vorbei und ich kann morgen wieder für die Lateinarbeit in die Schule.


Jap, genau das ist der Hund. Gut, dass sich die Besitzer wohl doch gefunden haben :nick:. Habe die auch gleich angeschrieben.

Yezariel
11.03.2013, 17:52
Toll! Vielleicht kannst Du denen ja weiterhelfen! Die hatten ja eine Fragen :-)

Ich hab deren Suchmeldung mal gestoppt. Die Finderin ist ja nun gefunden! :-D

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du morgen wieder fit bist! Erhol Dich gut!

Joeylea
13.03.2013, 22:18
So, heute wieder neues von mir:

Training am Dienstag war zum erbrechen. Meine Trainerin hat einen Softball leicht an den Kopf bekommen, bzw. eigentlich wurde sie nur gestriffen, und fing dann gleich an von wegen Gehirnerschütterung, und das es da 1 Woche Kh heißen sollte, bla bla. In solchen Momenten denke ich mir (als Gehirnerschütterungserfahrene) jedes mal: Wer und Wieso zum Geier bleibt wegen einer Gehirnerschütterung 1 WOCHE ins Kh? Eine Nacht auf zwei zur Überwachung, kann ich ja noch verstehen, aber eine Woche? Also entweder ich stecke das besser weg als andere, oder die haben einfach keinen Plan von Schmerzen und schlechtem Zustand. Und dann versuchte sie MIR noch zu erzählen, wie schlimm das ja alles sei :nene:. Hallo? Ich hatte eine Hirnprellung, wurde nach einem Anfall im Wasser nach 3 Minuten wieder zurück ins Leben geholt, war schon diverse male NIV-Beatmet (NIV= nicht invasive Beatmung, also kein Tubus) auch schon das ein oder andere mal Intubiert und war schon über mehrere Tage bewusstlos! Und dann erzählt sie mir von einer (nicht vorhandenen) Gehirnerschütterung und jammert sich da aus, wie schlimm ihre Gehirnerschütterung vor 10 Jahren doch war:klatsch::klatsch::klatsch:. Ich habe dann einfach nur gesagt, ich weiß wie das sei und mir meinen Teil dazu gedacht.

Das Training an sich war übrigens todsterbendslangweilig, nicht zuletzt weil es nur circle war.


Heute hatte ich Ende der sechsten Stunde schon wieder einen Anfall (Bei einer erhöhung kann das wohl schon mal vorkommen), was sich wohl aber schon ein paar Stunden davor angekündigt hatte, weil ich immer wieder kleine Anfälle (Absencen) hatte, aber stur wie ich bin, wollte ich nicht Nachhause gehen. Ich habe mir gedacht, wenn die Nebenwirkungen schon so rein hauen, dann wird der Mist wohl irgendwie wirken, aber mein Sturkopf hat sich wohl aller Vernunft entledigt und ich habe nicht genauer drüber nachgedacht. Dieses mal war allerdings etwas anders. Normalerweise falle ich erst vom Stuhl und krampfe dann, aber heute habe ich direkt angefangen zu krampfen. Aber ich versuche es mal positiv zu sehen: Man hat mich vom Stuhl nehmen können, bevor ich auf den Boden fallen konnte.
Der Heutige Schultag ist zwar (wahrsch. weil ich durch die ständigen Absencen nichts mitbekommen habe) zum Mindest Stoffmässig weg, aber ich habe mir nichts getan und an die Schoko-Schlacht in der Pause erinnere ich mich noch sehr gut. :nick: Und daran das ich keinen Klassendienst habe auch.

Die Besitzerin des Hundes, den ich gefunden habe, hat sich ja Gott sei dank gefunden, und dank Yezariel konnte ich sie auch anschreiben. Sie war wohl ganz froh, dass ich ihn erwischt habe, weil er sonst recht scheu sei, und hat sich einige male bei mir bedankt. Ich für meinen Teil bin nur froh, dass der Hund wieder zurück gefunden hat und ich ihm und der Besitzerin helfen konnte. Danke also auch noch mal an Yezariel:wink:

Dann kam heute noch das Thema Autositz auf. Mit 15 Jahren, 1,54m und knappen 49kg bin ich verdammt noch mal zu alt, groß und schwer für einen Autositz! Aber nein, weil ich nach einem Anfall ja in mich zusammensacke, kam heute von meinem Vater die Idee für einen 5 Punkt Gurt!!! Hallo? Neee!!!!
Das kommt mir schon irgendwie heftig vor, wenn ich bedenke, dass meine Schwester (12) jetzt seit langem schon keinen Kindersitz mehr braucht und ich dann in mit 15 wieder einen bekommen soll. Und einen Epilepsiehelm am besten noch dazu:klatsch:

Nach einer dreiviertelstunde Diskussion haben wir uns jetzt aber darauf geeinigt, dass wir vorerst nichts von beidem anschaffen werden und erst mal warten was die Zukunft bringt. Und ich sage da nur: bitte,bitte, bitte lass die Nebenwirkungen aufhören und die Epilepsie abhauen.

Wenn die Nebenwirkungen jetzt nicht innerhalb der nächsten 1 1/2 Wochen aufhören, werde ich noch mal mit dem Arzt sprechen, aber mit der jetzigen Dosis (vllt. liegt es auch nur an der Steigerung) werde ich noch bekloppt. Abgesehen davon, dass die Absencen da sind, und die Verdopplung mich generell total fertig macht (müde, Kopfschmerzen, Gleichgewichtssinn, Schlaf), übertrage ich den ganzen Stress auch ungewollt auf meine Freunde. Es ist für beide Seiten schwierig, denn wenn ich mir vor Kopfschmerzen fast Haare ausreiße und ich die Hände so fest ineinander kralle, dass es anfängt zu bluten, machen sie sich natürlich Sorgen und wollen, dass ich mich abholen lasse, aber ich reagiere dann oft patzig (nicht gewollt) und mache es den Leuten ganz schön schwer mit mir. Aber den ganzen Unterricht kann ich ja auch nicht verpassen. Also heißt es wohl Zähne zusammenbeißen und durch. Ach ja, und Latein war auch nicht sonderlich gut.

So, Freitag berichte ich dann wieder

Grüße
Joeylea

Joeylea
17.03.2013, 16:18
Soooo, leider habe ich es am Freitag und Samstag nicht geschafft zu schreiben, aber das hohle ich jetzt nach:

Donnerstag musste ich mich mit einer kleinen Laufrunde um die knappen sieben km begnügen, und die ist auch eher weniger gut ausgefallen, da ich einfach langsam war und auch bei dem (Sau-) Wetter, welches bei uns geherrscht hat einfach keine richtige Lust hatte.

Freitag: In der Schule gab es schon in der ersten Stunde Stress mit meiner Deutschlehrerin, weil wir Dienstag eine Arbeit schreiben und ich nicht einsehe, dass ich wieder blöd angemacht werde und nur zwischen der ersten und zweiten Stunde fünf Minuten Zeit habe zum Fragen stellen. Mein Vorschlag, dass ich einfach in der Doppelstunde davor, oder danach schreibe, war ihr wohl zu doof und sie hat mir generell nicht zugehört, oder irgend etwas eingesehen, von daher bin ich dann nachher zu meinem Klassenlehrer gegangen (Ich war erst am überlegen ob ich direkt mit dem Direktor spreche, aber der ist genauso blöd wie mein Klassenlehrer) und habe mit ihm geredet. Und schwups in der Pause danach kam sie zu mir in die Klasse und hat mir gesagt, dass ich im Büro des stellvertretendem Direktors schreibe, ein Deutschlehrer nebenan sitzt, wir ein bisschen früher anfangen und sie sich eine zweite Aufsicht besorgt. War das denn so schwer? Sie sah ziemlich wütend aus, als sie in die Klasse kam, und ich befürchte, dass sie mir das ziemlich übel nimmt, aber ich habe die Nase voll selbst hierbei zurück stecken zu müssen und wenn sie sich mir gegenüber nicht langsam fair benimmt, dann kann ich auch anders, denn ich habe kein Problem damit auch mal einen Lehrer anzuschreien und ihm lauthals klar zu machen, wie das ganze aussieht. Notfalls vor der ganzen Klasse, denn auch ein Lehrer hat sich mir, so wie allen Anderen, gegenüber vernünftig zu Verhalten. Denkt sie denn ernsthaft, dass ich mich von ihr, nur weil sie meine Lehrerin ist, kleinkriegen lasse? Sorry, aber da liegt sie verdammt noch mal falsch. Ich habe es schon mit Ärzten, Trainern, anderen (erfahreneren) Lehrern, Direktoren und wem weiß ich nicht noch aufgenommen, und ganz ehrlich... (ohne es jetzt hochnäsig oder so zu meinen) Sie ist da schon `ne Nummer zu klein für mich! Es mag mich vielleicht manchmal irritieren, dass ich nicht immer genau weiß, was ich von ihr halten soll, aber da wo sie momentan scheint hin zu wollen, geht es für mich definitiv NICHT entlang! Gott, ich mag vielleicht krank sein, aber aber deshalb bin ich noch lange nicht wehrlos oder lasse mit mir machen was die wollen!!! Vielleicht sollte ich es ihnen schriftlich geben.


Weiter im Text: Der Direktor will schon wieder eine Schulfähigkeits-bescheinigung, die er von uns nicht wieder bekommen wird, und hat mit einer Amtsärztlichen Untersuchen gedroht,sollte er die nicht bekommen. Irgendwie schon bekloppt, denn er hat eine, und an der Krankheit hat sich ja nichts groß geändert, denn sie ist ja noch da! Sollte er tatsächlich so einen Quatsch (auch nur versuchen) anordnen, wird er als nächstes vom Jugendamt, dann vom Anwalt, dann vom Schulministerium und wenn es sein muss auch von der Presse hören. Kommt bestimmt gut! Sowas ähnliches hatten wir ja schon mal, und da waren wir auch kurz davor zum Schulministerium zu gehen, und nach der Warnung, dass wir auch zur Presse gehen werden, wenn es sein muss, ging das alles auf einmal! Ich frage mich einfach: WO. IST. DAS. PROBLEM????? Wollen die das nicht verstehen, oder sind die zu blöd das zu verstehen? Man, von Pädagogen sollte man doch wohl meinen können, dass sie halbwegs verstehen, was für eine Belastung das ist! Das grenzt doch echt an Diskriminierung, und es kann doch nicht sein, dass ich, nur weil ich eine bescheue+rte Krankheit habe, darum kämpfen muss zur Schule gehen zu dürfen! Und zudem bin ich Schulpflichtig! Kann man solche Leute eigentlich auf Schmerzensgeld wegen psychischer Terrorisierung verklagen? Verdient hätte er es! Ich wünsche mir manchmal ich könnte ihn das Gleiche durchleben lassen, was ich in den letzten paar Jahren durchleben musste, aber 1. kann ich das nicht, und 2. wünsche ich das Niemandem. Langsam glaube ich, dass ich mit anderen, nicht so freundlichen, Mitteln kämpfen muss, aber ich frage mich ja jetzt schon, wo ich die ganze Kraft noch hernehmen soll, wenn er mir den Mist wirklich antun will.:nene:
Irgendwo ist auch wirklich Schluss und ich bin definitiv nicht die ganzen Jahre jedes mal wieder aufgestanden, um jetzt den ganzen Mist zu wiederholen! Das will ich nicht, mach ich nicht und kann ich nicht noch mal machen. Für einige ist es jetzt bestimmt einfach zu sagen/ denken: "wechsel doch einfach die Schule.", aber eigentlich gehe ich gerne auf meine Schule. Ich habe meine Freunde da, fühle mich da recht wohl, die meisten Lehrer sind ganz okay und einige haben mir in ziemlich schwierigen Situationen echt geholfen. Nur mein Direx und ein paar andere Lehrer scheinen mich echt zu hassen.

Freitag bin ich dann auch wieder nur kurz gelaufen, mit dem gleichen Ergebnis.


So, danke dass ich mich wieder ausko tzen durfte

Grüße
Joeylea

Joeylea
23.03.2013, 12:11
So,leider habe ich länger nicht berichten können, aber hier wie folgt:

Dienstag: Deutscharbeit geschrieben (ging alles problemlos, wenn nur der stellvertretende direx daneben sitzt^^) und anschließend Training.
Beim Training habe ich zu Anfang reine Intervalle gemacht. zuerst 200/200 im Wechsel, dann 600/200 und am Ende nur noch
400/ 75. (erste Zahl langsam, zweite schnell) So habe ich dann eine gute Stunde zugebracht und war zwischenzeitlich bei Pulswerten um die 200 und drüber. Ehrlich gesagt fand ich es nicht mal so schlimm (abgesehen von dem katastrophalen Muskelkater, den Shin Splints und den gefühlten 20 Blasen an den Füßen, da ich dummerweise wieder in Spikes gelaufen bin.) nach den ersten 24min hatte ich die 5km schon rum, und danach habe ich auch aufgehört Runden zu zählen.

Training Mittwoch: Hätte ich mir sparen können und sollen. Ich habe zu Anfang nur einen lockeren Lauf gemacht, und danach mit meiner Trainerin das Sprint ABC, aber das hat mir dann den Rest gegeben. Ich weiß, die Shin Splints hätte ich erst mal auskurieren sollen, aber dafür habe ich ja jetzt erst mal genug Zeit, denn jetzt habe ich rechts einen schönen Gips und Krücken (die ich nicht benutze) und darf die GANZEN Ferien damit herumrennen. Da freut sich doch das Läuferherz! Meine Begeisterung in ein Krankenhaus zu fahren war natürlich sehr groß, und die Ärzte die mich geröngt und gegipst hatten kannten mich ja auch schon, und somit hat man mir dann gleich einen wunderschönen pinken Verband um den Gips gemacht:klatsch::klatsch::klatsch:!
Den Pinken Verband habe ich Zuhause dann gleich mit einem weißen überwickelt (ich HASSE pink!!!) und Donnerstag und Freitag gab es für mich dann auch keine Schule weil ich mir auch noch eine schöne Erkältung eingeheimst habe. Naja, wenigstens keine Anfälle mehr seit dem letzten

Bilder vom Gips und wie`s passiert ist gibt es später

Grüße
Joeylea

Joeylea
27.03.2013, 12:44
So neues von mir:

Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschieden auch auf Wettkämpfen auf die Epilepsie aufmerksam zu machen um hoffentlich so die Forschung unterstützen zu können. Wenn die mich schon nicht richtig hinbekommen, dann soll die Forschung doch hoffentlich anderen Menschen helfen.

Ich habe also gerade eben eine Stiftung angeschrieben, welche die Epi-Forschung unterstützt und Fortbildungen usw. fördert, um sie darum zu bitten durch das Logo (Ich will es auf Funktionsshirts drucken lassen) auf all das aufmerksam zu machen.

Ich weiß, es wird nicht jeden erreichen, aber selbst wenn es nur drei oder vier Leute in einem gesammten Wettkampfjahr sind, ist es das Wert. Mit Sicherheit werde ich nicht nur auf positive Reaktionen stoßen, aber ich denke (okay, hoffe ist besser gesagt), dass ich genügend Selbstvertrauen und "Mut" besitze um so manchen Leuten diese Sachen "ins Gesicht zu schlagen" (im übertragenden Sinne.).

Wie gesagt, ich habe sie gerade erst angeschrieben und warte nun auf eine Antwort. Sobald ich eine habe werde ich wieder berichten.

Grüße
Joeylea


PS: Kennt jemand eine gute Adresse um Funktionssachen bedrucken zu lassen?
Und was würdet ihr davon halten wenn ihr mir durch Zufall mit dem Shirt auf einem Wk begegnen würdet?

xBLUBx
27.03.2013, 13:56
Hi Joeylea

In diesem Thread wirst Du einen günstigen Anbieter finden: http://forum.runnersworld.de/forum/bekleidung-laufjacken-tights-brillen-etc/76904-laufshirt-selber-gestalten.html

Wieso meinst Du, dass Deine Aktion nicht nur auf positive Reaktionen stossen wirst?

LG aus Bern
Blub

Joeylea
30.03.2013, 17:42
Hallo,

Wieder neues von mir:

Da ich es Donnerstag geschafft habe mir genügend Wasser in den Gips zu kippen (Duschen), ist der jetzt ab und ein Schienenverband reicht momentan völlig aus.

Von der Epi-Stiftung habe ich noch keine Antwort bekommen, aber über die Feiertage wundert mich das nicht. Da haben die Leute schon besseres zu tun.


Heute Morgen war ich mit Joey gezwungener maßen beim Tierarzt. Auf unserer Normalen Runde kam uns ein unangenehmer kleiner Westi entgegen der uns blöde angekläfft hat. Normalerweise stört Joey dass nicht so sehr, aber heute war das erste mal, dass sie richtig angefangen hat zurück zu kläffen und zu ziehen. Ich habe dann einmal aus gesagt und sie hat sich auch relativ schnell (sobald der Westi an uns vorbei war) wieder eingekriegt. Ein paar Minuten später habe ich sie dann abgeleint und laufen gelassen, bis sie sich auf die Nase gelegt hat, als sie in einen relativ "neuen" Graben gestolpert ist. Ich habe ihr dann das Handzeichen zum liegen bleiben gegeben, aber mir schien als hätte sie es nicht mal wahrgenommen. Gut, zuerst habe ich gedacht der Hund hat beim laufen nicht richtig hingesehen, dann kam mir die PRA wieder in den Sinn. Als wir dann wieder Zuhause angekommen waren ist sie dann erst mal in einen großen Karton (Mit den Geschenken vom "Osterhasen" für meine kleinen Geschwister) rein gerannt und ist dann beim Treppe hochlaufen ausgerutscht wobei sie sich den Kopf angehauen hat. Das hat mich zwar gewundert und auch ein wenig nervös gemacht, aber der Höhepunkt war dann als sie gegen eine meiner Komoden (Ich habe die kurz verrückt weil mir ein Stift dahinter gerutscht ist) gerannt ist und sich dabei am Auge verletzt hat. Da hatte ich dann auch echt die Nase voll, habe bei der Tierärztin angerufen (sie macht Gott sei Dank Samstags auch auf. Ich würde Joey nur ungern in so eine "Massenabfertigungs" Klinik schleppen wo noch ohne Ende andere Tiere sind die sie nicht kennt) und bin dann kurz darauf mit meiner Mutter und Ihr in die Praxis gefahren. Die Tierärztin hat sich dann um Joeys Wunde gekümmert (Desinfiziert und mit zwei Klammern zu gemacht) und sich dann noch mal die Augen angesehen. Die Pupillenreflexe waren NICHT MEHR DA!!! Sie hat auf die Taschenlampe nicht reagiert und man konnte sie fixieren (wenn man Hunde anstarrt wenden sie für gewöhnlich den Blick oder Kopf ab) ohne das irgendetwas passiert ist.

Das die kleine Maus bald komplett erblinden würde war mir klar. Aber, dass dies so schnell passiert... darauf war ich nicht vorbereitet.:heul2:
Als die TA mir dann noch alles richtig erklärt hat wollte ich sie nur noch von dem Tisch herunter nehmen und los laufen. Weg! Einfach weg. Irgendwo hin wo ich mich verkriechen kann und wo wir den Rest des Tages unsere Ruhe haben könnten.
Aber was sollte ich machen? Ich habe dann gewartet, zugehört und versucht mich zusammen zu reißen um Joey nicht bekloppt zu machen. Die Autofahrt über habe ich dann erst mal richtig realisiert was das bedeutet. Seit wir wieder Zuhause sind bin ich dabei alle Ecken und Kanten auf ihrer Höhe abzukleben und Sobald die Geschäfte wieder auf haben werden wir zum Baumarkt fahren und Schaumstoffkantenschutz kaufen, denn wir dort heute schon bestellt haben. Allerdings kann ich sie vor "der Welt da draußen" (Hunde, Gräben etc.) nicht schützen und jetzt bin ich Diejenige die Aufpassen muss. Nicht, dass ich das nicht vorher auch schon gemacht hätte, aber jetzt wird mir das erst so richtig bewusst.

Der Gedanke daran, dass sie mir nie wieder richtig ins Gesicht sehen wird macht mich völlig kirre.

Ich meine, wer würde DIESE ​Blicke denn nicht vermissen?

Grüße
Joeylea

Magimaus
30.03.2013, 22:15
Du Arme! Ich wünsche Euch von Herzen dass Ihr beide stark seid und die Situation meistert. Ihr seid beide leidgeprüft und habt schon etliches überstanden. Ich glaube schon dass Ihr Euch beide sehr stärkt und braucht.

Alles Liebe!

Marion

Domborusse
31.03.2013, 21:31
Och nööö :frown:
Zu wissen, dass sie erblinden wird ist das eine, wenn es dann soweit ist, was anderes!
Ich sehe es aber wie Marion: ihr habt gemeinsam schon die eine oder andere Schlacht geschlagen, das hier werdet ihr auch meistern (auch wenn es echt hart ist!) - ihr seid eben ein Team!!
Ich drück euch die Daumen, dass ihr euch einigermaßen arrangieren werdet!


Und noch eine kleine Rückmeldung zum Shirt (von wegen. "wie würdet ihr reagieren?") - ich für meinen Teil wäre sehr interessiert (über Hintergründe, Symptome, Entstehung usw. der Krankheit), würde mich aber wohl nicht trauen dich anzusprechen (wenn wir nicht zufällig aus anderen Gründen ins Gespräch miteinander kämen). Ich hätte die Bedenken, jemanden zu Nahe zu treten (obwohl dieser ja durch das Tragen eines solchen Shirts signalisiert: ich bin für Nachfragen offen). Ich sehe das halt sehr oft als Gratwanderung: einige wollen über ihre Krankheit/ Störung aufklären, indem sie darüber auch bereitwillig informieren, andere wollen einfach nicht stigmatisiert werden (bzw. sie fühlen sich eben stigmatisiert und auf ihre Krankheit reduziert) und auch nicht auf eventuelle Besonderheiten angesprochen werden!

Joeylea
02.04.2013, 15:34
So, heute wieder neues:

Dieses Osterfest war so ziemlich das langweiligste das ich je hatte. Normalerweise findet Joey immer die meisten Eier und lässt diese Dann in eine Schüssel fallen. Dieses Jahr war es aber eher weniger so, denn zum einen hat sie die Schüssel nie richtig gefunden bzw. getroffen (wir hatten 62 Ostereier, neun davon hatten nachher eine kaputte Schale weil sie neben der Schüssel gelandet sind) und zum anderen hat sie die Eier auf die meine kleinen Geschwister immer zeigten nicht gesehen. Man erkläre mal einer 7 und einem 5 Jährigen Kind, dass der Hund den sie schon ihr ganzes Leben lang kennen jetzt nichts mehr sieht.
Aber daran kann man nichts machen und ich habe ihnen gesagt, das Joey trotzdem weiß wo es lang geht. (Mein kleiner Bruder hat dann gefragt ob Joey auch einen Blindenstock bekommt. Irgendwie fand ich das schon süß von ihm)


Da ich Jo nicht zu sehr einschränken möchte, lasse ich sie auf bekannten Runden trotzdem von der Leine, auch wenn sie durch Rumliegende Stöcker usw. hin und wieder mal ins Straucheln kommt. Es ist seltsam wenn man weiß dass sie nichts sieht, und sich trotzdem so gut zurecht findet. Wenn auch nicht so gut wie früher.
Was mich ein wenig ärgert ist, dass sie anderen Hunden gegenüber nicht mehr so verträglich ist, aber wenn sie mal den ein oder anderen Hund ankläfft ist das halt so. Dafür gibt es ja Leinen.

Trotzdem ist es für mich einfach schwierig zu begreifen, dass sie nichts mehr sieht. Ich kann mir auch schlecht vorstellen wie so ein Leben in Dunkelheit sein mag. Aber was soll`s.... Wir werden uns damit arrangieren müssen und wie ihr schon gesagt habt Das ein oder andere haben wir schon überstanden und wenn wir eine Hirnverletzung packen, dann auch eine Erblindung! Das Leben ist leider kein Ponyhof. Für keinen von uns.


Weiterhin habe ich heute Rückantwort von der Epi-Stiftung bekommen: Die Stiftung kann mir das Logo leider nicht zuschicken, allerdings würden sie mir bei Interesse ein T-Shirt mit dem Logo zuschicken. Ich soll dann nur noch meine Adresse zuschicken.
Ich denke mal, dass ich dies nachher auch tun werde, auch wenn es wahrscheinlich praktischer gewesen wäre, hätte ich das Logo einfach auf Funktionssachen drucken lassen.

Grüße
Joeylea

xBLUBx
02.04.2013, 15:44
Hallo Joeylea

Betreffend Logodaten kann ich Dir evtl. behilflich sein. Ich müsste nur wisse, um welche Stiftung es hier handelt. Kannst Du mir da deren Web-Adresse nennen?

LG Blub

Joeylea
02.04.2013, 16:08
Hallo,

Die Seite wäre diese Hier: STIFTUNG MICHAEL - eine Stiftung für Epilepsie (http://www.stiftungmichael.de/ueberstiftung/ueberstiftung.php?l=1)

Allerdings habe ich ja von der Stiftung selbst (Also der Frau, welche meine Mail beantwortet hat) die Antwort bekommen in der Steht: "leider kann ich Ihnen das Logo der "Stiftung Michael" nicht zu senden, jedoch würde ich Ihnen gerne ein T Shirt mit unserem Logo schicken. Wenn Sie Interesse daran haben senden Sie mir doch bitte Ihre Adresse zu."

xBLUBx
02.04.2013, 17:12
Ist eine komische Antwort von dieser Frau. Evtl. wollen sie das Logo nicht rausrücken. Wenn Du willst, kann ich es Dir nach zeichnen. Wobei das malerische Bild in der Auflösung der Website entsprechen würde (im Druck könnte es je nach Grösse etwas verpixelt daher kommen, was in diesem Fall aber nicht weiter tragisch wäre). Der Text im Logo kann ich Dir aber vektorisieren - sprich drucktauglich machen. Bei einigen Shirt-Anbietern muss Du bestätigen, dass Du die Rechte für das Sujet, resp. Logo hast. Ansonsten verweigern diese den Eindruck.

Joeylea
02.04.2013, 17:23
Ja, das mit dem Rausrücken habe ich mir auch schon gedacht.

Wenn du das für mich nachzeichnen könntest wäre das toll. Aber darf ich das dann eigentlich drucken lassen? (Ich habe da von den Rechtlichen wegen etc keinen Plan)

Siegfried
02.04.2013, 17:35
Ist eine komische Antwort von dieser Frau. Evtl. wollen sie das Logo nicht rausrücken. Wenn Du willst, kann ich es Dir nach zeichnen. Wobei das malerische Bild in der Auflösung der Website entsprechen würde (im Druck könnte es je nach Grösse etwas verpixelt daher kommen, was in diesem Fall aber nicht weiter tragisch wäre). Der Text im Logo kann ich Dir aber vektorisieren - sprich drucktauglich machen. Bei einigen Shirt-Anbietern muss Du bestätigen, dass Du die Rechte für das Sujet, resp. Logo hast. Ansonsten verweigern diese den Eindruck.

Ich wär auch mit "Nachzeichnen" vorsichtig. Wenn jemand ein Logo nicht rausrückt will er damit eine anderweitige Verwendung nicht haben. Ob es das dann wert ist sich damit evtl. Ärger einzuhandeln?

xBLUBx
02.04.2013, 17:42
Ja, das mit dem Rausrücken habe ich mir auch schon gedacht.

Wenn du das für mich nachzeichnen könntest wäre das toll. Aber darf ich das dann eigentlich drucken lassen? (Ich habe da von den Rechtlichen wegen etc keinen Plan)

Nein. In erster Linie macht sich der Dienstleister strafbar. Falls er aber nachweisen kann, dass Du bei der Bestellung für die Bildrechte einstehst, wirst Du zur Verantwortung gezogen. Da die Rechte des Logos natürlich dem Institut gehören. Daher solltest Du nochmals die Stiftung anfragen, ob Du das Logo verwenden darfst (wegen Funktionsshirt). Wenn Sie dann das OK geben, hast Du freie Fahrt.

LG Blub
PS: evtl. hat der Webmaster von der Stiftung brauchbare Logodaten - siehe: volxxart art & media |*Mediendesign (http://www.volxxart.de)

xBLUBx
02.04.2013, 17:46
Ich wär auch mit "Nachzeichnen" vorsichtig. Wenn jemand ein Logo nicht rausrückt will er damit eine anderweitige Verwendung nicht haben. Ob es das dann wert ist sich damit evtl. Ärger einzuhandeln?

Da hast Du natürlich vollkommen recht. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass dabei Ärger entsteht, würde ich beim Institut nachfragen. Und wenn Sie immer noch nein sagen... kann man ja auch nur die www-Adresse verwenden ;)

Andvari
02.04.2013, 22:23
Hallo,

Die Seite wäre diese Hier: STIFTUNG MICHAEL - eine Stiftung für Epilepsie (http://www.stiftungmichael.de/ueberstiftung/ueberstiftung.php?l=1)

Allerdings habe ich ja von der Stiftung selbst (Also der Frau, welche meine Mail beantwortet hat) die Antwort bekommen in der Steht: "leider kann ich Ihnen das Logo der "Stiftung Michael" nicht zu senden, jedoch würde ich Ihnen gerne ein T Shirt mit unserem Logo schicken. Wenn Sie Interesse daran haben senden Sie mir doch bitte Ihre Adresse zu."


Lea, ich würde mir an Deiner Stelle keinen Ärger mit Urheberrecht einhandeln und das Logo wirklich nur so verwenden, wie Dir die Stiftung gestattet. Einfach mal so eben ein Logo abmalen oder von der Webseite kopieren und damit T-Shirts bedrucken ist keine gute Idee. Die Stiftung hat ein Recht dazu, dass sie selber bestimmen, wem sie ihr Logo in welcher Form zur Verfügung stellen. Das ist nicht kleinlich und gemein, sondern das ist durchaus verständlich, schließlich hängt an dem Logo ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und ihr Ruf.

Das heißt, ich würde an Deiner Stelle entweder das angebotene T-Shirt mit Logo nehmen oder nochmal nachfragen, ob Du stattdessen bitte ein Funktionsshirt bekommen könntest, wenn Du nicht im Baumwoll-TShirt laufen möchtest. Bitte kopiere das Logo nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis der Stiftung - das könnte für Dich sonst sehr unangenehm und für Deine Eltern sehr teuer werden.

Joeylea
03.04.2013, 15:48
Ich denke auch, dass ich das Angebot der Stiftung erst mal annehmen und nachfragen werde.

Joeylea
04.04.2013, 13:26
So, heute darf ich den Schienenverband wieder abnehmen und den Fuß wieder belasten wie gewohnt.

Für heute ist dann nur ein leichtes Training geplant ( ein ruhiger 6km Lauf ) und für morgen darf ich mich dann das erste mal auf einen 21km Lauf freuen^^

Dadurch das ein Freund von mir einen Feldstufentest macht und der Trainer mich kennt, hat er mir angeboten mich auf den 21km ein wenig zu überwachen. Gut, 52 1/2 Runden auf dem Sportplatz sind jetzt nicht soooo der Renner, aber da ich schon mal die Möglichkeit habe, dass jemand ein Auge auf mich wirft und die in der Fußballmanschaft zwei Rettungssanis haben (die mich auch schon aus der Arbeitszeit kennen:klatsch:) habe ich zugesagt.
Auf der einen Seite freue ich mich schon ziemlich auf den Lauf, auf der anderen habe ich natürlich ein wenig die Bedenken wie ich mich dabei anstelle.
Bei mir sind Laufzeiten ziemlich Tagesform abhängig un dich möchte wetten, ich fange wieder viel zu schnell und laufe dann eine Zeit um die 2:30 oder mehr :klatsch:. Da ich dieses Jahr meinen Ersten HM laufen will (zwei sind geplant, ein dritter (köln) kommt evt noch dazu, auch wenn ich die Startgebür bei einer Nachmeldung etwas happig finde) muss ich dann wohl noch einiges zu legen. Ich möchte dieses Jahr zum Mindest bei einem HM unter 2h bleiben, mal sehen ob das klappt.

Grüße
Joeylea

PS: wie überlebt man 21km laufen ohne Musik auf den Ohren?

Domborusse
04.04.2013, 17:13
PS: wie überlebt man 21km laufen ohne Musik auf den Ohren?

Indem man sich jemanden sucht, der ähnliches Tempo hat und redselig ist :D

CarstenS
04.04.2013, 17:53
Gut, 52 1/2 Runden auf dem Sportplatz sind jetzt nicht soooo der Renner, Wow, mehr als 40 habe ich nie gemacht. Ich glaube, ich würde das auch nur bei Tempotraining mental durchhalten. Vielleicht kannst Du ja irgendeinen Quatsch machen wie jede fünfte Runde schnell zu laufen, dann hast Du wenigstens etwas zu zählen ;)

Trotzdem viel Spaß

Carsten

Joeylea
05.04.2013, 17:07
Berichte:

Gestern: Langsamer ruhiger 5 km. Lauf. Irgendwas um die 31 Min rum, nix wildes.

Heute: Das waren die Längsten 2:29:26 h meines ganzen Lebens!

Als ich auf dem Platz angekommen bin habe ich mich zuerst gemütliche zwei Runden warm gelaufen (auch wenn mir dabei nicht wirklich warm geworden ist) und mich dann etwas gedehnt. Dann habe ich noch mal kurz mit dem Trainer gesprochen und um kurz nach neun ging`s los.

Die ersten Runden immer schön gemütlich, weil ich mich ja nicht überfordern wollte und es war auch nur ein BISSCHEN deprimierend als die Jungs alle paar Minuten an mir vorbei gezogen sind. Aber ich habe brav mein Tempo beibehalten und bei jeder Runde die die Jungs an mir vorbei gezogen sind die verzehrten Gesichter genossen :teufel:

Nach so ca. 45min waren die meisten Jungs dann auch fast alle ziemlich fertig und die hälfte stand am Rand und hat gekotzt. Gut, dass ich nicht viel Gefrühstückt habe. Zwischendrin wurde mir dann hin und wieder meine Flasche zugeworfen, die ich nach ein paar Schlücken einige Meter weiter einfach wieder auf den Boden geworfen habe und als die Konzentration nachließ wurde es dann gemein.

Der Trainer hatte mich gefragt ob er mich nur beobachten, oder mir nachher auch mal ein wenig in den Hintern treten sollte. Ich hatte mich für Zweiteres entschieden.
Nach der X-ten Runde (gut das ich nicht mitzählen musste, sondern eine Strichliste geführt wurde) hat er dann angefangen mit dem 1x1 und diversen Matheaufgaben. Ich persönlich gehöre ja zu den Leuten die grundsätzlich eher dazu tendieren Sachen in den Taschenrechner einzugeben, anstatt 5x7,4 zu rechnen und nach über einer Stunde laufen sowieso. Und wenn man mich dann noch Sachen abfragt wie: "Wenn Wurzel neun mal drei zum quadrat minus vier gleich X ist, was ist X?" dann brauch ich schon meine 75-100m dafür:klatsch:. Aber, das Kopfrechnen hat zum mindest am Anfang noch geklappt. Später hat mir einer der Rettungssanis auf jeder dritten Runde 250m lang immer einen Basketball zugeworfen, den ich dann angenommen und zurück geworfen habe. Okay, hört sich jetzt vielleicht echt doof an, aber es hat echt geholfen sich wenigstens ein bisschen zu konzentrieren.
Auf den letzten Paar Kilometer ging dass dann nur noch: 1x1, dann die Flasche,dann ruhig laufen, dann der Ball und wieder von vorne. Das 1x1 hat nachher zwar nicht mehr so gut funktioniert und ein gewisser Teil der Bälle ging auch daneben, aber für`s erste mal fand ich das okay.
Die letzten 200m habe ich dann noch mal richtig Tempo gemacht (bzw. es versucht:klatsch:) und bin dann von der Marke direkt quer über den Platz und habe sämtlichen Mageninhalt entleert. Man sollte wohl nicht unbedingt zu viel Flüssigkeit während des Laufs und zu viel Milch beim Frühstück zu sich nehmen.:klatsch:

Gut, die Kotzerei war jetzt nicht so der Hammer, aber abgesehen davon hat mir der Lauf totalen Spaß gemacht.


Fazit: Ich esse/ trinke keine Milchprodukte mehr vor so einer Strecke und trinke weniger, aber der Lauf hat spaß gemacht und ich freue mich darauf dieses Jahr meinen ersten HM zu laufen.
Außerdem hat man mich mit diesen "Übungen" gut bei Konzentration halten können, obgleich diese Methoden ein wenig verrückt waren.

Und zu den Leuten die wieder mit Komentaren a la: "Das ist aber nicht gut für den Laufrhythmus......" Kommen: Das war mein erster gezielter 21km Lauf, auf dem ich weder auf Zeiten noch auf Techniken etc. achten musste/wollte und so konnte ich weit besser konzentriert bleiben als wenn ich darauf achte bei jedem x-ten Schritt ein Internvall oder irgendwelchen Atemquatsch oder sonstiges machen würde.
Ich würde euch mal gerne Sehen wie ihr um 10 Uhr Morgens in den Ferien auf dem Platz 52 1/2 Runden lauft und dabei noch Matheaufgaben löst:P

Nur an der Geschwindigkeit muss ich noch arbeiten,denn ich würde gerne unter 2 h bleiben.

Ach ja und Joey lag brav an der Fahne (ja hin und wieder darf ich sie auf den Platz mitnehmen) und hat mir jedes mal als ich an ihr vorbei gekommen bin doof hinterher geschaut und das ist ein wenig deprimierend wenn man weiß der Hund sieht nix. Während ich also fleißig gelaufen bin hat sie einen Knochen vernichtet und mir regelmäßig auf Gehör blöd hinterher gesehen.
Als ich die Trainer und Spieler vorgewarnt habe, dass Joey nix sieht haben die mir erst mal gesagt, dass es gar nicht so sehr auffällt, weil sie noch so orientiert ist. (Ich habe es ihnen hauptsächlich deshalb gesagt, damit sie nicht über sie stolpern falls sie mal im Weg steht und nicht versuchen mit ihr Fußball zu spielen)

So,das heute von mir
Joeylea

PS: wie lange hält der Muskelkater an?

Plattfuß
05.04.2013, 17:21
Heute: Das waren die Längsten 2:29:26 h meines ganzen Lebens!
.....Nur an der Geschwindigkeit muss ich noch arbeiten,denn ich würde gerne unter 2 h bleiben....

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg! :daumen:

Was machen eigentlich Deine Triathlon- Ambitionen?


PS: wie lange hält der Muskelkater an?

Nach etwa 2- 3 Tagen solltest Du wieder vollständig fit sein.

Joeylea
06.04.2013, 18:22
Danke:D
Mein erster HM ist spätestens im November geplant. Davor gibt es wohl auch schon ein paar, aber das hängt ja auch alles ein wenig mit den Anfällen und mit den shit Pollen (bin starke Allergikerin) usw. zusammen.

Mein erster Tria muss leider noch etwas warten. Ein Bekannter hat sich bereit erklärt mit mir einen "eigenen" Tria zu machen (Okay, für die anderen ist das wahrscheinlich ein ausgedehntes Koppeltraining, aber für mich ist es mehr als ich mit hätte rechnen können), sollte ich jetzt bis mindestens Ende Juni anfallsfrei bleiben.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr auch einen Duathlon mitmachen, aber die, die ich gefunden habe, hatten nur so kurze Strecken für meine Ak und auf kurzen Distanzen bin ich völlig unbrauchbar. Und als Letzte ins Ziel zu kommen fällt bei mir eher weniger in die Kategorie "Just for Fun".



Und mein Muskelkater ist doof:uah:


Heute gab es dafür dann auch mal Trainingsfrei ;-)

Plattfuß
06.04.2013, 20:42
Mein erster HM ist spätestens im November geplant. Davor gibt es wohl auch schon ein paar, aber das hängt ja auch alles ein wenig mit den Anfällen und mit den shit Pollen (bin starke Allergikerin) usw. zusammen.

Mein erster Tria muss leider noch etwas warten. Ein Bekannter hat sich bereit erklärt mit mir einen "eigenen" Tria zu machen...
Eigentlich wollte ich dieses Jahr auch einen Duathlon mitmachen, aber die, die ich gefunden habe, hatten nur so kurze Strecken für meine Ak und auf kurzen Distanzen bin ich völlig unbrauchbar...

Solche Überlegungen habe ich früher auch angestellt....:zwinker5:

Beim Triathlon gibt es ja unterschiedliche Distanzen und ich wundere mich immer über Anfänger, welche gleich mit der Kurz- oder gar Halbdistanz einsteigen wollen, weil sie meinen für die "kurzen" Strecken unbrauchbar zu sein.

Ein Sprint (0,5/20/5) dauert für einen durchschnittlichen Anfänger etwa 75- 90 Minuten und ist damit alles andere als kurz.

Obwohl das von der Zeit her ungefähr einem 15km- Lauf entspricht, ist der Tri- Sprint wegen der Abwechlung deutlich weniger belastend.

Ein Halbmarathon ist auf jeden Fall wesentlich anstrengender, als ein Triathlon- oder Duathlon- Sprint.

Hennes
06.04.2013, 21:26
Solche Überlegungen habe ich früher auch angestellt....:zwinker5:

Beim Triathlon gibt es ja unterschiedliche Distanzen und ich wundere mich immer über Anfänger, welche gleich mit der Kurz- oder gar Halbdistanz einsteigen wollen, weil sie meinen für die "kurzen" Strecken unbrauchbar zu sein.

Ein Sprint (0,5/20/5) dauert für einen durchschnittlichen Anfänger etwa 75- 90 Minuten und ist damit alles andere als kurz.

Obwohl das von der Zeit her ungefähr einem 15km- Lauf entspricht, ist der Tri- Sprint wegen der Abwechlung deutlich weniger belastend.

Ein Halbmarathon ist auf jeden Fall wesentlich anstrengender, als ein Triathlon- oder Duathlon- Sprint.


Das mag alles schön und gut sein, aber Lea´s Epi passt nicht so recht mit schwimmen zusammen! Das ist kein Wunschkonzert!


gruss hennes

Joeylea
07.04.2013, 11:15
Die Sache ist viel eher die, dass sich 2km Laufen 9km Rad und 900m Laufen (So in dem Schnitt war das in meiner Altersklasse beim Duathlon immer.) bei mir eben nicht wirklich lohnen. Ich bin zwar Ausdauernd aber (noch) nicht wirklich schnell. Und wenn ich das alles (also die Duathlon Strecke) Mal quer über den Daumen peilen würde, würde ich sagen, bin ich nach ca. 45 (+/-) Minuten fertig. Abgesehen davon, muss dann bei Rennrädern auch noch auf die Übersetzung etc. geachtet werden usw.
Komisch, dass ich bei den meisten Trias mit meinem Alter aber schon auf die VD kann, welche beim Duathlon 5/20/2,5 beträgt.:confused:
Ja, und das mit dem Schwimmen ist ja auch so die Sache:frown:.

Die Ak Regelung finde ich total doof. Sollte jemand zufällig ab Mitte April einen Duathlon gesehen haben, auf dem der 97Jg an der VD, bzw. JD Teilnehmen darf immer her damit. Aber bitte in NRW.
Nur so total Kurze Strecken sind doof für mich.

Hoffentlich bleibe ich jetzt weiter Anfallsfrei, dann kann ich auch bald wieder schwimmen. Momentan sieht`s ja gar nicht so schlecht aus. Kommenden Freitag muss ich auch noch mal zum Neuro um weiter zu erhöhen (Hoffentlich verdoppelt der nicht gleich wieder:klatsch:) und einen Neuen EEG zu machen. *null Bock drauf hab*


Ach ja, heute gibt es gleich noch einen Kurzen Lauf mit Joey durch den Wald:D

Hennes
07.04.2013, 11:32
Hoffentlich bleibe ich jetzt weiter Anfallsfrei, dann kann ich auch bald wieder schwimmen. Momentan sieht`s ja gar nicht so schlecht aus. Kommenden Freitag muss ich auch noch mal zum Neuro um weiter zu erhöhen (Hoffentlich verdoppelt der nicht gleich wieder:klatsch:) und einen Neuen EEG zu machen. *null Bock drauf hab*

Dann drücken wir mal die :daumen: das es weiter aufwärts geht!

EEG ist zwar wenig spannend, aber ja auch nicht so blöde - nur die Frisur sitzt danach nicht mehr :hihi:


gruss hennes

Joeylea
09.04.2013, 15:58
Ich finde eine zerstörte Frisur und die Haare voller Elektroden-Pampe sind für ein paar blöde Linien ein ganz schön großes Opfer:hihi:

Also:

Ich habe Nach wie vor Muskelkater!

Als ich heute in der Schule über Joey gesprochen habe und gesagt habe, dass es für mich schwer einzuschätzen ist wie ich mit ihr umgehen soll, sagte dann eine meiner Klassenkameradinnen was von wegen Hund einschläfern. Als ich sie gefragt habe, ob sie sie noch alle hat, bekam ich übrigens keine Antwort. Auf die Frage hin, ob sie ihre Brüder oder später ihre Kinder wegen einer Erblindung einschläfern lassen würde kam es dann mit Nein zur Antwort. Die seien ja schließlich Menschen und Joey nur ein Hund. Auf die Frage hin, wo da der Unterschied sei, kam es dann: "Ja Hunde sind eben nur Haustiere." Und denen würde es ja dann nix ausmachen. Als ich ihr erklärt habe, dass PRA Hunde damit eigentlich keine Schmerzen etc. haben, hat sie mir nicht zugehört. Daraus folglich Schließe ich: Mein Hund (oder Hunde generell) würde(n) nie wollen, dass irgend jemand wegen solcher Sachen stirbt (Sehende Hunde helfen blinden... und weiß Gott nicht noch), meine Klassenkameradin hingegen (Die zu den ach so zivilisierten Menschen gehört) schlägt den Tod für solche Tiere vor.:klatsch: Ich weiß nicht ob ich sie bemitleiden sollte, weil sie eine solche bedingungslose Liebe wie die eines eigens aufgezogenen Hundes noch nie erfahren hat, oder traurig, dass ihre Eltern/Umwelt sie nie gelehrt haben, wie wichtig auch das Leben "eines einfachen Haustiers" ist. Offenbar hat sie weder große Ahnung von Menschlichen Bindungen in solcherlei Hinsicht, noch von Hunden und wie sehr es sich lohnt für jede Einzelne Minute um sie zu kämpfen. Generell versteht sie allerdings nicht viel von Mensch-Hund Hund-Mensch Sachen und derlei Zeugs.

Gestern bin ich beim Training einer meiner Lehrerinnen über den Weg gelaufen :klatsch::peinlich::klatsch:. Zum Glück hat sie mich nicht erkannt!

Heute stehen leichte Intervalle an, Berichte folgen Später oder Morgen

CarstenS
10.04.2013, 11:25
Ich bin auch dafür, zwischen Tieren und Menschen zu trennen. Ich habe kein moralisches Problem damit, Tiere zu töten. Isst Du Tiere? Tiere zu quälen hingegen ist etwas anderes, und wenn man die realen Verhältnisse bei uns betrachtet, dann dürfte man deshalb eigentlich keine Tiere essen, dazu bin ich aber nicht konsequent genug. Das nur am Rande. Ich finde es deshalb auch problematisch, wenn Du bei Tieren von Liebe redest. Wenn Du schreibst, wie wichtig das Leben eines Haustieres ist, Du das aber nicht gleichermaßen auf andere Tiere anwendest (wobei ich nicht weiß, ob Du das tust), sollte Dir daher bewusst sein, dass Du hier eigentlich auch den Menschen ins Zentrum stellst.

Ich finde es sinnvoll, ein Tier zu töten, wenn es ansonsten nur leidet, auch wenn man diese Entscheidung bei einem Menschen nicht treffen würde. Insofern ist Deine Frage an Deine Mitschülerin, ob sie bei ihrem Bruder ebenso entscheiden würde, polemisch.

Trotzdem gebe ich Dir völlig recht, dass es in diesem Fall völlig unangemessen ist, vorzuschlagen, Du solltest Deine Hündin töten. Sicher ist das jetzt eine schwierige Situation, aber sie scheint ja noch gut zurecht zu kommen. Ich kenne mich mit Hunden nicht aus, aber ich sehe einen Unterschied zu Menschen darin, dass sie eben nicht mit ihrem Schicksal hadern. Es ist ja auch eigentlich besser, dass sie anfänglich gegen Möbel gelaufen ist, als wenn sie völlig verstört in einer Ecke gesessen hätte. Und das Sehen ist für Hunde ja auch ein weniger dominierender Sinn als für Menschen.

Ich wünsche Dir viel Kraft, mit der Situation, umzugehen, und Deiner Mitschülerin und Lehrerin mehr Taktgefühl.


Gestern bin ich beim Training einer meiner Lehrerinnen über den Weg gelaufen :klatsch::peinlich::klatsch:. Zum Glück hat sie mich nicht erkannt!Sie ist auch nur ein Mensch!

Gruß

Carsten

Joeylea
13.04.2013, 13:28
Nein,ich bin seit mehr als 6 Jahren Vegetarierin und würde mich für eine Kuh oder ein Schwein genauso gegen eine Einschläferung stellen, wenn es nicht sinnvoll wäre, wie bei einem Hund oder sonstigen Tieren. (Außer Mücken, Zecken und Bremsen. So lange die mir vom Leibe bleiben ist alles okay, aber wenn sie mich stecken, oder (m)einen Wuff oder so ärgern, Mache ich sie kaputt.)

Also:
Der Neuro sagt, dass wir vorerst nicht erhöhen, da der Spiegel im Therapiebereich liegt und da momentan alles gut ist, muss man dann ja nicht zwingend aufdosieren. Ob das jetzt gut oder schlecht ist weiß ich nicht genau zu sagen, aber das eeg war okay und so muss ich mich wenigstens nicht mit Nebenwirkungen herum schlagen. Der Lamo Spiegel ist immer noch hoch, aber momentan macht mir das ja keine Probleme und somit bleibt alles wie gehabt. Schon mehrere Wochen Anfallsfrei:D.


Training:
diese Woche nix großes, aber ein schöner Lauf mit Joey war trotzdem drin. Zwischendrin musste ich aber eine "zwangspause" einlegen, weil Sie ein Hasenloch gefunden hat und dann gleich einen halben Bunker ausgehoben hat.:klatsch: ( Wieso schlägt das Sch... hochladen dieses Bildes immer fehl:sauer:)




Das Tshirt der Stiftung ist auch angekommen. In Größe L. Es geht mir bis über den Hintern und ich würde da gut und gerne drei mal rein passen und immer noch Luft haben:klatsch:

So, dass für Heute
Joeylea

CarstenS
15.04.2013, 22:41
Nein,ich bin seit mehr als 6 Jahren Vegetarierin und würde mich für eine Kuh oder ein Schwein genauso gegen eine Einschläferung stellen, wenn es nicht sinnvoll wäre, wie bei einem Hund oder sonstigen Tieren.
Dann bist Du da konsequent, das finde ich bewundernswert. Trotzdem finde ich es falsch, bei ethischen Diskussionen Tiere mit Menschen gleichzusetzen.


Das Tshirt der Stiftung ist auch angekommen. In Größe L. Es geht mir bis über den Hintern und ich würde da gut und gerne drei mal rein passen und immer noch Luft haben:klatsch:
Da hat anscheinend jemand richtig mitgedacht!

Joeylea
16.04.2013, 16:18
Ja,
ich weiß nicht wie viele 15-Jährige Leute die kennen, aber wenn die im Schnitt große L tragen....

Diese Woche wahrscheinlich kein Training für mich, da das mit geprellten Rippen recht schmerzhaft ist.
Von meiner Schule aus fährt nur eine einzige Buslinie in mein Dorf und das auch nur ein mal die Stunde (außer nach ende der 6ten Schulstunde, da fahren zwei, weil der Großteil der 4 Schulen um die Zeit Schluss hat) und somit ist das ganze jedes mal aufs neue ein wahnsinns Qequetsche, so dass ich in dem Gerempel einfach von irgend wem an eine Stange im Bus gerempelt wurde. Tut weh, ist aber nix wildes und war kein Anfall:D
Also, alles gut.

Sonst: Joeys TA sagt, sie verhält sich verhältnismäßig normal (dreht auch den Kopf wenn man pfeift usw,) und vom Allgemeinzustand ist sie für ihre 8 Jährchen top fit. Nur ihre Marke hat sie irgendwo in meinem Zimmer verloren, was bedeutet, dass ich sie nie mehr wieder finden werde.

hier noch das foto von letzte Tage, wie sie einen kleinen Bunker aushebt

Joeylea
19.04.2013, 16:51
So,

Vorgestern kam ein Brief, der mich zu einer Amtsärztlichen Untersuchung auffordert. Mein Shit Direktor hatte das ja schon angedroht.
Meine Mutter und Ich waren entsprechend angepieselt und mein Direx soll sich ja auch nur seit über 6 Wochen schon bei ihr gemeldet haben, was er nach wie vor nicht geschafft hat. Komisch, dass er es schafft Briefe wegen einer Untersuchung an den Amtsarzt zu schreiben und mit denen zu telefonieren, aber es nicht auf die Kette kriegt einfach mal bei uns anzurufen.

Das Theater was er da abzieht ist sowieso total nutzlos, denn das Attest meines Facharztes (Neurologen) ist im Zweifelsfall vom Amtsarzt (der ja nur ein Allgemein-Kinderarzt ist) zu berücksichtigen und der ganze Mist bringt nix. Wir haben bereits alle meine Ärzte gegenüber der Schule der Schweigepflicht entbunden und Attests hat er ja schon. Außerdem ist die Rechtslage klar und mehr Absicherung kann ihm ein Amtsarzt in meinem Falle auch nicht geben.

Ich finde es einfach unfair von ihm, dass er mich zu solchem Mist zwingt (obwohl wir ja schon alles erdenkliche tun und das Argument "Zur Absicherung der Schule und deiner eigenen Sicherheit" nicht aufgeht, da ja alles geklärt ist, und ein weiteres Attest (von einem Allgemein Arzt:klatsch::klatsch::klatsch:) auch nicht dazu Beiträgt, Anfälle zu verhindern.) und es dann nicht mal für nötig hält mit Meiner Mutter und mir darüber zu reden. Wenn wir dann wegen einem Brief in der Schule anrufen, ist er wirklich NIE zu sprechen und das er, obwohl die Nachricht schon mehr Mals im Sekretariat hinterlassen und obwohl ich ihm das schon selbst gesagt habe, woraufhin er immer geantwortet hat, dass er das Nachher macht, sich nicht bei uns meldet. Wenn ich nachfrage, werde ich lediglich immer mit der gleichen Antwort abgewimmelt: "Zur Absicherung der Schule und deiner eigenen Sicherheit."
Jedes mal, wenn ich ihn frage, wo denn das Problem sei, und was an den ganzen Abklärungen Attests, etc. nicht ausreichend sei, bekomme ich dann nur zur Antwort: "Das habe ich deiner Mutter schon erklärt." Meine Mutter weiß übrigens nichts von einer Erklärung. Wie auch? Er ist ja nie zu erreichen. Das er durch den ganzen Stress den er mir damit verursacht nur einen weiteren Anfall provoziert, scheint ihm egal zu sein, und er geht an mir vorbei, als sei nie irgendwas gewesen.

Naja, wir haben jedenfalls relativ lange umhertelefoniert und der Termin beim Amtsarzt hat sich erledigt, denn meine Ärzte sind gegenüber diesem jetzt auch Schweigepflichtsbefreit (diese ganzen Befreiungen noch im Kopf zu haben ist ein Wunder) und der wird dann eben das dämliche Attest ausstellen müssen. Was soll er auch da zur Untersuchung machen? Ein EEG ist kein Grund zur Schulunfähigkeit. Schlimmstenfalls muss ich noch mal zu einem Gespräch hin, aber mehr können die ja auch nicht machen.

Wir haben uns dann auch weiter erkundigt und werden eine Beschwerde gegen den Schulleiter einreichen, was sein Verhalten betrifft. Kurz nach der Diagnose wurde ich fast 7 Wochenlang vom Unterricht ausgeschlossen (Zu der Zeit bedurfte ich teilweise Psychologischer Behandlung, weil mich das dermaßen fertig gemacht hat, dass mich mein normaler Arzt nach einer Einfachen Blutabnahme und einem kurzen Gespräch direkt an einen Verwiesen hat.) und das ganze Theater hört und hört ja irgendwie nicht auf. Ich gehe nicht auf Klassenausflüge mit (Exkursionen gehen komischer weise:klatsch:), darf am Sportunterricht nicht teilnehmen, zur Klassenfahrt durfte ich erst nach ewigen Diskussionen und nur mit einer Begleitperson mit (Und im Bungalow meiner Lehrer musste ich auch schlafen (Albtraum aller Schüler) und bevor es überhaupt soweit war, waren wir kurz davor zum Anwalt zu gehen) und einen großen Teil von Schülerversuchen darf ich auch nicht machen. Und dass alles kommt nicht von den meisten Lehrern, sondern nur vom Direx und teilweise vom Klassenlehrer. Wobei der momentan das kleinere Übel ist.

Ich könnte echt kotzen! Aber die gesamte Familie hat sich jetzt dazu entschlossen das durch zuziehen und ich befürchte, dass wird noch richtig richtig Krach geben. Eigentlich sollte ich ihm das gleiche Wünschen, aber ehrlich gesagt, würde ich nicht mal ihm sowas wünschen. (Tut mir leid wenn ich das jetzt so sage, aber ich hätte nichts dagegen wenn ihm mal jemand den Kiefer bricht und die schiefen Zähne wieder gerade haut. Das ist nicht mal halb so schlimm wie der Scheiß den ich da gerade mit machen muss.)

Lamotrigin wird auch als Medikament gegen Depressionen eingesetzt, aber so wie ich mich teilweise fühle hilft das bei mir in dieser Hinsicht nicht. Zum Psychologen darf ich dann ab nächster Woche wieder gehen und den Termin bei einer neuen Neurologin (zu der ich dann hoffentlich wechseln werde) habe ich am 30.




Es gibt so wahnsinnig viele Leute mit Epi und die Wenigsten haben solche Probleme. Warum ich? Ich bin 15 und mein blöder Direx macht mir das Leben echt zur Hölle und das nur weil mein Gehirn nicht läuft wie das der anderen Schüler? Toller Pädagoge, wirklich. Hoffentlich muss er für die Behandlung beim Psychologen aufkommen! Würde er den ganzen Scheiß nicht veranstallten wäre das alles gar nicht nötig! Bei aller Liebe, aber dieses Verhalten (Nicht mal mit mir zu Sprechen und meine Mutter anzurufen usw.) hat doch nichts mehr mit einem vernünftigen Umgang zu tun. Ich könnte kotzen. Von mir jedenfalls hat er keinen Respekt und vor allem keinen höflichen Umgang mehr mit ihm zu erwarten. Was er zu erwarten hat, ist dass ich ihm irgendwann meine Meinung geigen werde und das wirklich jeder der mich kennt das versteht.

Man, ich könnte platzen!:sauer:
Wieder mal so eine Situation in der ich nicht weiß ob ich heulen oder schreien soll.
Manchmal läuft im Leben echt alles Schei ße. Oder eben Super Schei ße.
Und das alles nur wegen so einem grrrr!!

Wenigstens ist jetzt Wochenende und ich kann hoffentlich morgen eine Lange lange Radtour machen. (Hey, ich bin seit über 5 Wochen Anfallsfrei, Medis sind so weit okay und mir geht`s Körperlich gut. Selbst mein Vater ist dieses mal nicht mit seiner "Aber was ist wenn..." Predigt gekommen. Helm und so verstehen sich, genauso wie Begleitperson.) Immerhin etwas was genügend Ablenkung schafft um mir mal zwei drei Stunden Ruhe zu verschaffen.

Irgendwie lächerlich, wenn man bedenkt, dass die größten Probleme von Mädels meines Alters von Schule, Beziehungen und Schminke ausgehen:klatsch:.

Das für Jetzt
Joeylea

CarstenS
19.04.2013, 20:09
Hey, ich bin seit über 5 Wochen Anfallsfrei, Medis sind so weit okay und mir geht`s Körperlich gut. Ich habe mal das Positive rausgesucht :)

Ansonsten: Lass Dich nicht unterkriegen! (Wobei ich mir schon überlegen würde, ob sich das lohnt und es nicht vielleicht noch andere Gymnasien in der Nähe gibt.)

Schönes Wochenende!

Carsten

Joeylea
24.04.2013, 19:48
Es gibt schon ein weiteres Gymnasium direkt da in der Nähe meines jetzigen, aber ich bezweifle, dass das da besser ist. Und dann wieder alle aufzuklären usw.....

So weiter:

Radtour: Wurde etwas gekürzt, war aber okay. Kurz bevor ich wieder am Haus meines Vaters angekommen bin, wurde ich dann fast von so einem Idioten über den Haufen gefahren, weil er die Vorfahrtsregeln offenbar nicht kannte, oder weiß der Geier wieso:klatsch:.
Ist aber Gott sei dank nichts passiert, da man ja mittlerweile schon mit der Blödheit anderer im Straßenverkehr (oder generell im Leben) rechnen muss und ich früh genug bremsen konnte. Zur Entschuldigung hat der Typ mir 50€ in die Hand gedrückt, die ich ihm aber wiedergegeben habe. Seit wann bekommt man eigentlich Geld dafür im Straßenverkehr aufzupassen?War mir neu:D.


Mo-Di: Kein Training. Offenbar sind Lamotrigin, Keppra, Ibu und Lorano nicht so die Wahnsinns Kombi. Ich bin zwar trotz Kopfschmerzen zur Schule gefahren (Ich hatte morgens schon leichte Kopfschmerzen, habe daher die Ibu genommen und habe mir gedacht die Wirkt nur noch nicht) und habe mich dann nach beginn der ersten Stunde abholen lassen, als mit Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit gar nichts mehr ging. Später kamen dann halt Übergeben und Fieber hinzu und Dienstag Abend war ich soweit wieder okay. Also: Lamo, Keppra, Ibu und Lorano sind keine gute Kombi.

Heute: entfällt dass Training weil ich erst was brauchbares gegen den miesen Heuschnupfen haben muss und wir haben momentan kein Cetirizin da.

Sonst: Mein Schulleiter geht nach wie vor an mir vorbei als sei nie etwas gewesen. Als meine Mutter mich von der Schule abgeholt hat, ging die Bürotür ganz schnell zu und meine (objektiv gesehen völlig verrückten) Oberstufenwahlen habe ich abgegeben. Morgen muss ich mich dann noch mit meiner O-Stufen Koordinatorin zusammen setzten, weil ich momentan (seitens des Direx) vom Sportunterricht ausgeschlossen bin und ich definitiv kein weiteres Fach in die O-Stufe wähle, nur weil mein werter Herr Direktor Hintern der Meinung ist, dass Sport da was auslösen würde. So ein Schwachsinn:nene::motz:

Ich habe letzte Woche schon mit meinem Sportlehrer gesprochen, ob ich endlich wieder mitmachen darf, der wollte mich aber am liebsten gleich in einen anderen Unterricht setzten. Klar, das "Problem" weiter zu schieben ist ja am einfachsten. Egal ob dass dem Menschen der dahinter steckt das Abi-Zeugniss versauen könnte, weil das andere Fach einen total herunter zieht (Wird Sport wegen Sportunfähigkeit nicht durchgewählt, ist ein anderes Fach zu wählen Pflicht) oder nicht.

Glücklicherweise ist meine Koordinatorin auch eine meiner Lehrerinnen und versteht meine Lage relativ gut und hat gesagt, dass sie sich mit mir zusammen darum kümmern wird. Mal sehen was daraus wird.


Das für heute
Joeylea

CarstenS
25.04.2013, 11:47
Es gibt schon ein weiteres Gymnasium direkt da in der Nähe meines jetzigen, aber ich bezweifle, dass das da besser ist. Und dann wieder alle aufzuklären usw..... Ich denke ja auch, dass es nicht nötig sein sollte. Du schreibst aber, dass Du den Eindruck hast, dass es auch an der Persönlichkeit Deines Schulleiters liegt, dass vieles so schwierig ist. Falls der andere anders ist, könnte ich mir vorstellen, dass das viel ausmachen würde. Dafür könntet Ihr bei einem Gespräch mit dem Schulleiter des anderen Gymnasiums ein Gefühl bekommen. Es soll ja durchaus solche geben, die es befriedigend finden, Probleme zu lösen, und diese nicht nur möglichst weit von sich weg schieben wollen. Natürlich ist das Zwiespältig, denn ein solches Gespräch könnte, wenn Du bleibst, das Gespräch aber weitererzählt wird, die Stimmung in Deiner Schule weiter verschlechtern.

Zur Entschuldigung hat der Typ mir 50€ in die Hand gedrückt, die ich ihm aber wiedergegeben habe. Seit wann bekommt man eigentlich Geld dafür im Straßenverkehr aufzupassen?War mir neu:D.Recht hast Du!

Egal ob dass dem Menschen der dahinter steckt das Abi-Zeugniss versauen könnte, weil das andere Fach einen total herunter zieht (Wird Sport wegen Sportunfähigkeit nicht durchgewählt, ist ein anderes Fach zu wählen Pflicht) oder nicht.Ich kann Deinen Ärger verstehen, könnte aber auch verstehen, wenn Dir ein Lehrer entgegnete, es wäre kein Wunder, wenn Dich ein Fach herunterziehe, wenn Du das schon vorher erwartet hättest ;)

Wochenende ist fast da! Gruß,

Carsten

Joeylea
26.04.2013, 21:23
Das andere Gymnasium und mein jetztiges Arbeiten in der O-Stufe in Kooperation. Somit würde ich so oder so teilweise Kurse auf meiner jetzigen haben.

So,

Da an meiner Schule jetzt bald die Mündlichen Abi-Prüfungen stattfinden und der 1.5. ja auch frei ist, habe ich fünf Tage WE:D

Heute: Nur ein kurzes Training, da mich ein Regenschauer überrascht hat. Ich habe mir auch mal die Trainingsdaten angesehen und festgestellt, dass ich sechs Minuten lang mit einem Puls zwischen 202 und 231 bpm gelaufen bin. Komisch. Wirklich verausgabt habe ich mich nicht:confused: und ich habe auch nur angehalten, weil es angefangen hat zu gießen. Mal sehen, vllt. schaffe ich es die Tage mal heraus zu finden wie lange ich in einem 200bpm Bereich bleiben kann. Als ich am Donnerstag beim Arzt war, hat er ein normales EKG geschrieben und ich habe ihn mal darauf angesprochen, dass ich generell einen so hohen Puls erreiche. Er hat dann erst mal blöde geguckt, hat sich dann die Pulsdaten der letzten drei Wochen angesehen (Die werden von mir regelmäßig zu ihm gebracht, damit er da drüber sehen kann um eventuelle Anfälle bei denen die Uhr noch keinen Alarm gegeben hat, weil die Werte noch im eingestellten Bereich waren, erkennt und uns bescheid sagt.) und ich mache dann bald mal einen 24h EKG.

Sonst: Heute hatte ich ein kurzes Gespräch mit meiner Koordinatorin und ich werde mir Mühe geben mir so ein dämliches Sporttauglichkeits-Attest zu besorgen (Gott, ich laufe bald Halbmarathon und muss so ein Attest besorgen:klatsch:) und die Zähne zusammen zu beißen.

Donnerstag: Wie schon gesagt/ geschrieben: Ein Termin beim Arzt. Blutergebnisse waren okay, EKG auch unauffällig und bisher keine weiteren Anfälle. Die Kombination der Medikamente scheint ganz gut zu greifen. Und die NW`s nehme ich in Kauf, so lange ich Anfallsfrei bleibe.

Grüße
Joeylea

Joeylea
29.04.2013, 18:34
So, Woche 7 der Anfallsfreiheit und alles ist gut:D

Ich habe die letzten Tage leider nicht berichten können, denn wir hatten Besuch usw.

Gestern gab es einen gemütlichen Lauf mit Hund (knappe 13km) und sie hat irgend wo auf dem Feld einen Stock aufgegabelt. Es wundert mich immer wieder wie gut sie zurechtkommt.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues, aber Morgen ist der Termin bei der neuen Neurologin. Mal sehen was die Sagt. Ich hoffe nur, dass sie nicht doch auf die 3000mg erhöhen will.

Joeylea
30.04.2013, 15:23
So, ich bin gerade von der neuen Neurologin zurück und bin begeistert.

Ich hatte mit einem ewig langem, förmlichen und anstrengendem Gespräch gerechnet, aber das war Gott sei Dank nicht der Fall.
Die Ärztin hat uns herein geholt, meine Mutter und mich kurz um eine Zusammenfassung gebeten und uns dann erst mal einiges erklärt.

Eine der Sachen die bei ihr anders ist, ist dass ich nicht mehr ständig zum EEG muss:D. Ich bekomme jetzt meine Medikamente auch nur noch von einer bestimmten Firma, weil es wohl durchaus vorkommt, dass man auf die Bindemittel irgendwie schlecht reagiert. Lamotrigin gibt`s jetzt nur noch von Neuraxpharm und das Keppra nur noch von der "Original-Firma". Sprich fürs Keppra heißt es jetzt Generika ade und das Lamo nur noch von Neuraxpharm.

Ihr ist dabei allerdings aufgefallen, dass ich die Beine nicht still halten kann und hat mich nach meinem (miesem) Schlafverhalten gefragt. Nach anderthalb Stunden hatten wir dann auch die (wahrscheinlichste) Ursache wegen der Einschlafstörungen. Wittmaack-Ekbom-Syndrom,
vielleicht besser bekannt als RLS.

Sie hält es für wahrscheinlich, dass das RLS durch das Lamotrigin hervorgerufen wurde, sie lässt sich aber noch mal die Materialien der Uni-Klinik Bonn schicken, was den 24h EEG angeht und so weiter. Gut, gleich mit einer weiteren Diagnose nachhause zu gehen war jetzt nicht der Plan, aber RLS ist behandelbar und wenigstens weiß ich jetzt warum ich immer so mies Schlafe.

Nach fast drei Stunden (Ausgefüllt mit einem EEG, einem EKG, deren Auswertungen, Gesprächen und der neuen Verdachtsdiagnose) sind wir dann also wieder gegangen. Wir haben da innerhalb von drei Stunden mehr geschafft als bei meinem alten Neuro innerhalb von vier Wochen. Und um das Sportattest für die Schule kümmert sie sich auch noch. Endlich mal ein vernünftiger Arzt!

Hennes
30.04.2013, 15:51
Eine der Sachen die bei ihr anders ist, ist dass ich nicht mehr ständig zum EEG muss:D. Ich bekomme jetzt meine Medikamente auch nur noch von einer bestimmten Firma, weil es wohl durchaus vorkommt, dass man auf die Bindemittel irgendwie schlecht reagiert. Lamotrigin gibt`s jetzt nur noch von Neuraxpharm und das Keppra nur noch von der "Original-Firma". Sprich fürs Keppra heißt es jetzt Generika ade und das Lamo nur noch von Neuraxpharm.

Dann brauchst Du zukünftig ein "aut idem" Rezept, was kein Problem ist, mich aber sehr verwundert, dass das bisher nicht so gemacht wurde. Das ist ja nix neues...

:daumen:


gruss hennes

Jolly Jumper
30.04.2013, 15:55
Das klingt ja alles sehr ermutigend. Möge es so weitergehen!

Joeylea
30.04.2013, 20:48
Ja, momentan ist dass ganz okay so. Und wenn die dann noch was gegen das RLS machen können und ich wieder vernünftig durch und einschlafen kann, habe ich hoffentlich Ruhe. Am Freitag weiß ich dann hoffentlich mehr dazu.

Die ist nur etwas penibler mit dem Gewicht. Für das Keppra soll ich die 50kg haben, momentan stehe ich aber schon wieder bei 45kg. Also um die 5kg weniger. Aber so lange es mir soweit gut geht, kann die Medikation bleiben, auch wenn ich die 5kg (Keine Ahnung wo die hin sind) wieder drauf kriegen soll.

Vor allem diese ständigen EEGs entfallen zum Großteil :beten2::danke:

Joeylea
07.05.2013, 15:46
So, ich konnte einige Tage nicht mehr Schreiben, daher hier die zusammengefassten Berichte:

Laufen war soweit okay und ich habe es mal geschaft eine halbe Stunde bei einer PF von 150-160 zu laufen. Ich kam mir ehrlich gesagt extrem langsam vor.


Heute mal wieder eine Art von Anfall wie sie bei mir nur selten vorkommt. Offenbar habe ich zuerst angefangen mit dem Rücken immer wieder gegen die Stuhllehne zu schlagen, dann hat mich meine Freundin und Sitznachbarin angesprochen, worauf ich aber nicht reagiert habe, und ich habe mein Heft Zerknüllt. Mein gesamter Oberkörper hat sich dann wohl ziemlich verkrampft und als man mich auf den Boden setzen wollte habe ich immer alle Hände von mir weg geschlagen und immer wieder gesagt, dass ich nicht will.Dann habe ich mich hingestellt (Der Lehrer war dann auch da) und als die mich hinlegen wollten habe ich die wohl angeguckt, aber nichts gesagt und weiter alle Hände von mir weg geschlagen. Mein Blick war laut meiner Freundin auch die ganze Zeit ziemlich leer. Als ich mich dann irgendwann hingesetzt habe, habe ich mit dem Kopf immer wieder gegen die Wand gehauen und irgendwann habe ich mir dann die Finger in den Nacken gekrallt, das Atmen sein gelassen und die Finger so lange in die Haut gegraben und dabei die Luft angehalten, bis ich komplett rot im Gesicht war. Danach saß ich noch ein paar Sekunden da und habe weiter ins leere geschaut bis ich wieder wach war. Als man mir das ganze erzählt hat, war ich nur total verwirrt. Es hat aber auch nur so um die 7 Minuten gedauert.

Ich erinnere mich mal wieder an nichts davon. Sowas kommt zwar hin und wieder schon mal vor (Ich sehe das auch nicht so wirklich als Anfall, da ich ja noch teilweise logisch reagiere (Setz dich hin und nein ich will nicht)) aber es ist immer wieder schwierig den Leuten zu erklären, dass das nix schlimmes war und ich nicht pampig war, sondern einfach nur nicht ich selbst. Bei sowas kann es auch schon mal vorkommen, dass es eine halbe Stunde lang dauert (Irgendwann waren wir beim Chinesen Essen und ich habe 30 min. nach meinem Hund gesucht und dabei die Essstäbchen zerbrochen so wie drei Gläser umgeworfen.Als der Kellner dann auf uns zu kam habe ich ihn gefragt warum er meinen Hund gekocht hat :klatsch: .Man erkläre das mal dem Kellner.) und ich manchmal ziemlich unhöflich oder sogar agressiv werden kann.

Deswegen muss ich noch mal zur Neurologin (Ich tippe mal darauf, dass das Bindemittel vom Cetirizin (Sonst haben wir immer das von Ratiopharm und das von heute morgen war von Hexal.) sich mit dem vom Lamotrigin nicht vertragen hat, aber da ich mir nicht sicher bin, frage ich noch mal die Neurologin.)

Zählt man den Kleinkram von Heute morgen also nicht mit, bin ich bei Woche 9 und soweit geht`s mir gut. Wegen dem RLS soll ich dann morgen sowieso nach mal zur Neurologin, mal sehen was es zu berichten gibt.

Joeylea
12.05.2013, 15:15
So, kurze ZF der letzten Tage:

Mittwoch hatte ich noch mal einen Anfall wie Dienstag, nur dass ich mir den Arm dabei kaputt gemacht habe und der jetzt im geschienten Verband steckt. Dieses Mal wollte ich allerdings auch quer durch die Gegend rennen:klatsch:

Diese Anfälle treten bei mir erfahrungsgemäß in Serien von 2-5 Stück über einen Zeitraum von 2-4 Wochen auf, also muss ich wohl noch Zähneknirschend warten. Die Neurologin sagt ich solle vorerst alle anderen Medikamente (Auch allergiemittel etc.) weg lassen.

Dass das ganze jetzt schon wieder los geht, geht mir tierisch auf den Geist, aber jetzt heißt es erst mal warten bis der ganze Mist wieder vorbei ist:sauer:

Joeylea
16.05.2013, 19:52
So,
Heute hatte ich einen termin bei der neurologin wegen der anfälle und habe erst mal entwarnung bekommen.
läuferisch sieht es momentan eher dünn aus, aber dazu morgen mehr

Joeylea
20.05.2013, 14:26
kleiner Rückschlag durch einen großen Anfall gestern. leichte Verstauchung der HWS ist auch dabei:frown:

Hennes
20.05.2013, 15:07
kleiner Rückschlag durch einen großen Anfall gestern. leichte Verstauchung der HWS ist auch dabei:frown:

Ach, Mensch, Mist! Es sah doch gerade etwas besser aus :traurig:


:besserng:


gruss hennes

Domborusse
20.05.2013, 17:17
Auch von mir GUTE BESSERUNG!
Wirklich wahr, hörte sich in letzter Zeit ja doch wirklich besser an...
Grüße
Domborusse

Joeylea
21.05.2013, 20:21
Ja, aber irgendwie ist momentan der Wurm wieder drin.
Zudem gibt es neuen Stress mit dem Direx. Es ist eine neue Einladung zum Amtsarzt gekommen:klatsch:. Das die immer noch nicht verstanden haben (Nach insgesamt 2 Telefonaten, einer Schweigepflichtsentbindung für meine Ärzte und einer schriftlichen Antwort), dass ich mich nicht von noch mehr Ärzten untersuchen lassen werde ist schon extrem blöd.

Man, wenn die echt einen Anfall provozieren wollen, nur weiter so:kotz:.
Der nächste Termin beim Anwalt wird morgen gemacht. Ich könnte echt schon wieder kotzen.
Solche Idioten:klatsch:

Joeylea
26.05.2013, 12:34
So, leider war es bei mir in letzter Zeit ziemlich stressig. Nicht mal zum Laufen bin ich gekommen.

Seit Mittwoch frisst Joey nicht mehr und hat angefangen sich zu übergeben. Wir sind dann noch Nachts um eins in die Notfallklinik nach Duisburg gefahren, wo man nichts gefunden hatte. Blutwerte waren okay, Sonographie und Röntgen ebenfalls, Zähne usw. ohne Befund. Um kurz vor drei konnten wir sie also ohne Befunde, aber mit einem 24h EKG mitnehmen. Den EKG hat meine Mutter am Donnerstag auch wieder zurückgebracht, allerdings gab es auch da keinen Befund. Meine Mutter hat einige Medikamente für Joey mitbekommen, wodurch sich das Erbrechen gelegt hat, aber fressen und trinken will sie immer noch nicht. Wir sind jetzt dazu übergegangen ihr alle paar Stunden mit einer spritze (natürlich die ohne Nadeln) Wasser in den Mund zu geben (immer nur Tröpfchenweise, damit sie sich nicht verschluckt) und Morgens und Abends etwas Hunde Paste so wie zermatschte Hühnersuppe durch die Spritze. Hin und wieder wirkt sich dann relativ lebendig, dann aber auch wieder schwächelt sie und ruht sich aus.

Am Donnerstag bin ich dann trotz der ganzen Aufregung zur Schule gegangen, denn ich habe mich dazu verpflichtet Vertrauensschülerin für die Integrationsklasse, welche nach den Sommerferien zu uns kommt, zu sein. Nach dem Normalen Unterricht hatten die kommenden 5èr nämlich ihren Kennenlerntag, an dem ihnen sowohl Lehrer, Klassenkameraden als auch Vertrauensschüler vorgestellt worden sind. Nachdem alle vorgestellt worden waren, gab es eine kleine Schulrally, wobei ich dann 6 der 24 Schüler betreut habe, was aber kein Problem war. Tatsächlich habe ich es auch geschafft mich halbwegs darauf zu konzentrieren, was allerdings in der Unterrichtszeit davor nicht möglich war. Um 17 Uhr war es dann wieder vorbei und ich konnte zurück zu Joey. Um halb sechs war ich also dann Zuhause und ans Training habe ich nicht mal mehr gedacht.

Seit Donnerstag Abend habe ich mir dann auch eine dicke Erkältung eingefangen, die wohl den Medikamentenspiegel zum Schwanken gebracht hat, weshalb ich Freitag mitten in der ersten Stunde wieder aufgestanden bin und versucht habe durch die Klasse zu Laufen und ein Fenster zu öffnen. Man hat mich wieder zu drei Personen halten müssen, bis ich dann etwas verwirrt wieder zu mir gekommen bin. Der Rest des Tages war also auch im Eimer und als ich zurück kam ging es Joey auch nicht besser als zuvor. Ob ich Montag in die Schule gehe weiß ich noch nicht, denn die Erkältung schlaucht mich total und das Fieber hat mir schon zwei weitere große Anfälle eingebracht, was bei 39° aber nicht anders zu erwarten war. Außerdem fühle ich mich , zumindest vorerst, nicht dazu in der Lage Joey weiter alleine zu lassen. Da bin ich (das gebe ich ganz ehrlich zu) einfach viel zu ängstlich. Anfälle und Schule hin oder her, in so einer Lage lasse ich sie nicht allein. Auch nicht für ein paar Stunden.

Momentan bereitet sie mir also ziemliche Sorgen und ans Training ist so lange nicht zu denken, bis es ihr wieder besser geht. Heute hat es sich ja schon ein bisschen gebessert (Sie säuft immerhin die Brühe der Suppe), aber eben nur ein bisschen. Die Angst vor weiteren Anfällen ist von Seiten meiner Familie aus durchaus da, aber die Angst um Joey überwiegt bei mir. Momentan schläft sich noch, was überhaupt der Grund ist, weshalb ich Zeit habe hier zu schreiben.

Ich hoffe nur, dass sie das jetzt alles mehr oder weniger gut übersteht und die Tierärzte irgendwie herausfinden was mit ihr los ist.

Das vorerst von uns

Joeylea
28.05.2013, 21:49
Also,

Joey geht es wieder wesentlich besser und bis auf ca. 1 kg Untergewicht ist sie fast wieder "normal".
Sonntag Nacht waren wir mit ihr Notfallmäßig noch mal in der Tierklinik, wo sie dann für ein paar Stunden an den Tropf gekommen ist. Als die Haut auf dem Kopf stehen geblieben ist, musste sie einfach hin.
Seit der Elektrolyte-Infusion geht es ihr eben stetig besser. Heute war sogar wieder eine gemütliche Runde Gassie. Mit 45 min. nicht unbedingt lange, aber immerhin. Ich weiß noch immer nicht was sie hatte, aber bin froh, dass es ihr jetzt besser geht.

Heute war ich mal wieder Beim Training, was ganz okay war.
morgen schreibe ich weiteres

Yezariel
28.05.2013, 22:34
Mensch Lea, wie schön, dass es Joey besser geht! Ich kann verstehen, dass da erstmal nicht an Training zu denken war und drücke die Daumen, dass es ihr weiterhin gut geht und sie wieder zunimmt!

Alles Gute Euch Beiden!!

Joeylea
01.06.2013, 12:55
Danke, joey gehts auch schon wieder besser




Die letzten tage habe ich allerdings nicht deswegen nicht schreiben können, sondern weil ich seit mittwoch im kh liege
Dieses mal war es aber ein so heftiger anfall, das ich mittwoch nacht 2 minuten lang klinisch tot war und wiederbelebt worden bin.
Näheres schreibe ic wenn ich wieder zuhause bin und mich von den teils sehr schmerzhaften untersuchungen wieder erholt habe

xBLUBx
01.06.2013, 13:08
Ich wünsche Dir gute Besserung!

Klummi
01.06.2013, 21:11
Auch von mir alles Gute und gute Besserung
Ich lese hier schon sehr lange mit und bin immer wieder beeindruckt ,wie
du mit der ganzen Situation umgehst.

Viele liebe Grüße Klummi

Joeylea
04.06.2013, 21:44
Danke sehr.

Nur ein ganz kurzes update: letzte nacht gab es einen 45 sekunden langen herzstillstand, von dem sich mein körper selbst wieder erholt hat

Yezariel
04.06.2013, 23:51
Lea, alles erdenklich Gute für Dich!! Bist Du denn noch im KH oder nun wieder zu Hause?

Joeylea
05.06.2013, 20:59
Danke sehr.

Seit heute Nachmittag bin ich wieder Zuhause. Die EKG`s waren nicht weiter auffällig und außer mich zu überwachen konnten sie auch nichts mehr tun. Und da wir ja selbst ein Pulsoxy haben, sind wir mit jeder Menge Diazepam, einer Medikamentenerhöhung von 500mg und ohne Ende Schmerzmittel bewaffnet wieder Zuhause angekommen.

Ich denke auch, dass ich mich hier schneller erholen kann, als in einer kalten Krankenhausatmosphäre.
Sobald es mir wieder besser geht schreibe ich mehr, aber momentan geht es mir nur stundenweise gut

Joeylea
08.06.2013, 12:14
So,

heute, nach gut 10 Tagen nach diesem Anfall, der es geschafft hat mich mal wieder ernsthaft aus der Bahn zu werfen, schaffe ich es hier wieder einen längeren Bericht herein zu schreiben.

Momentan geht es mir, wenn man bedenkt was passiert ist, ausgesprochen gut. Bis auf gefühlte 200 Beulen und blaue Flecken sieht man mir nicht viel an. Was allerdings nicht sichtbar ist, sind die horror Kopfschmerzen, welche mich jedes mal wenn ich mich aufrichte zum erbrechen bringen und der extrem beschleunigte Puls (Momentaner RUHEPULS von 90!!!!!), dessen Anstieg ich mir nicht erklären kann, wobei mir das wieso momentan generell egal ist.


Was an dem Mittwoch genau passiert ist, weiß ich nicht. Ehrlich gesagt erinnere ich mich von dem ganzen Mittwoch erst ab dem Moment in dem mich der Rettungswagen mit Sirene und Blaulicht ins Krankenhaus gebracht hat. An die Fahrt erinnere ich mich auch nur bruchstückhaft. Im Kh wurde ich jedenfalls mit einer Gehirnerschütterung ans Pulsoxy angeschlossen und habe den Rest des Tages mit Fieber, Kotzerei und den Üblichen Gehirnerschütterungs-mitbringseln im Bett verbracht.

Mittwoch Nacht hat das Pulsoxy dann Alarm geschlagen. Ich bin noch davon wach geworden und habe gemerkt, dass ich kaum mehr was erkennen konnte. Dann war ich weg. 2 Minuten Lang habe ich dann wohl die gesamte Station in Atem gehalten bevor ich wieder einen eigenen Herzschlag und eine stabile Atmung hatte.

Ehrlich gesagt, habe ich mir nie so wirklich Gedanken über Wiederbelebungen gemacht. Klar, ich weiß wie sie durchzuführen sind, aber daran gedacht wie sich sowas "anfühlt" habe ich nie. Es schien mir irgendwie immer so fern.

Ich wurde danach erst mal an den Sauerstoff angeschlossen, obwohl meine Sättigung okay war, aber davon habe ich nichts mitbekommen. Ich bin erst Donnerstag Morgen wieder aufgewacht. Welch einen Schreck meine Mutter bekommen haben musste als das Krankenhaus Zuhause angerufen hat, will ich gar nicht wissen. Ich war aber auch reichlich froh, als man mich am Donnerstag Mittag (zwar mit Monitor, aber immerhin) wieder auf Normalstation verlegt hat. Zwar war ich noch angeschlossen, aber die Kalten Intensivstationen finde ich wesentlich schlimmer.

Donnerstag Abend wurde dann, nachdem ich nur noch zwischen Somnolenz und Sopor war, ein Notfall CT gemacht. Es wurde also etra für mich Feiertags Abends der CT hochgefahren und ich wurde mitsamt Gerätschaften in meinem Bett zum CT gebracht. Ich will gar nicht wissen was für Kosten ich damit verursacht habe.

Wie man mich umgebettet hat und so weiter weiß ich nicht mal mehr. Der CT war aber glücklicherweise unauffällig und somit konnte ich wieder zurück auf mein Einzelzimmer verlegt werden.


Freitag ging es mir schon wieder deutlich besser und man nahm eine Lumbalpunktion vor. Ich glaube ich habe die gesamte Station zusamengeschrien. Mir wurde der Rücken mit Eisspray betäubt und dann kam die Nadel. Beim ersten Stich kam nichts, beim Zweiten zuerst auch nicht, und dann wurde darin herumgewühlt, dass ich geschrien habe sie sollen das schei ß Teil da raus ziehen. Leute die an dem Raum vorbei gegangen sind haben sich wahrscheinlich gedacht, man sollte den Exorzisten holen. Im Endeffekt hat sich das ganze auch wirklich nicht gelohnt, denn die Ergebnisse waren negativ. Was an und für sich ja gut ist, aber die Kopfschmerzen halten immer noch an.


Über die Folgenden Tage berichte ich später

Joeylea
11.06.2013, 21:14
So, leider habe ich es noch vorher noch nicht geschafft weiter zu schreiben aber hier die weiteren Krankenhausberichte:

Samstag Früh (so gegen 3:00) : Die Nacht ist recht ruhig verlaufen, allerdings bin ich Nachts aufgestanden und wollte zum Waschbecken gehen. wofür ich den Alarm des Pulsoximeters auf Pause gestellt habe, da ich nicht wollte, dass gleich die ganze Nachtschicht-Belegschaft in meinem Zimmer steht, nur weil ich aufstehe. Bis zum Waschbecken habe ich es noch geschafft, dann hat es geknallt und ich habe mit dem Kopf Waschbecken und Boden mitgenommen. Der Anfall dauerte ca. 1-2 Minuten und durch den Knall haben die Schwestern das auch ohne Pulsoxy-Alarm mitbekommen. Danach wurde ich wieder in mein Bett gelegt und habe seelig bis sieben Uhr geschlafen. Die Schwester aus der Frühschicht hat mir, als ich gefragt habe was los sei, gesagt ich sei jetzt ein Zweihorn. Zugegebenermaßen sah ich tatsächlich so aus, und meine Zunge habe ich auch erwischt. Mit der Schwester habe ich mich allerdings auch sehr gut verstanden, wodurch ich ihr das nicht übel genommen habe oder so.
Der Restliche Samstag verlief bis auf einige Alarme vom Tropf und Pulsoxy (Was gefühlte 200 Fehlalarme am Tag gegeben hat, wodurch ich regelmäßig den Wunsch hatte das Teil in 1000 Teile zu zerlegen:klatsch:) ruhig und richtige Alarme gab es nur ein mal als mir die Sättigung mal wieder für ein paar Minuten abgesoffen ist.

Sonntag: Durch den Sturz am Samstag Morgen sollte ich röntgentechnisch einmal unter die Lupe genommen werden. Da ich Linksseitige Beschwerden hatte (Hin und wieder Zuckende Muskeln, eingeschlafene Beine und Hände und bei bestimmten Bewegungen einen einschießenden Schmerz) machte das ja auch Sinn, auch wenn sich meine Begeisterung dafür in Grenzen hielt und ich mittlerweile eigentlich im Dunklen schon grün Leuchten müsste. Nach ewigem Warten wurde ich aber dann noch nicht geröngt, sondern es wurden MRT`s angesetzt.

Nur um das mal so zu erwähnen: Ich HASSE MRTs und bekomme in diesen Dingern eine riesen Panik wenn man mich nicht ausreichend sediert. Wenn man das nicht tut kann es nämlich schon mal vorkommen, dass ich versuche mir dieses Gitter vom Kopf zu reißen und Panisch aus dem MRT zu kriechen. Dabei verletze ich mich dann oft unbeabsichtigt selber und lauter Schreien als der MRT tue ich dann sowieso.


Montag: Da ich ein Gespräch mit der Ärztin hatte und ihr die Problematik mit dem MRT erklärt habe, wurde ich ausreichend sediert. Ich war zwar schon morgens am Brechen (Die Tropfen gegen Übelkeit waren schneller wieder raus als ich sie runterkippen konnte) und man hat mich trotz aller Bemühungen nur Nüchtern behalten können, aber dafür haben die ja allen möglichen Ramsch gegen Übelkeit den man ausprobiert hat. Von Tropfen über Tabletten bis hin zu Zäpfchen war alles dabei.
Durch die Sedierung war ich nach dem MTR über 3 Stunden nicht weckbar. Alle Bilder waren unauffällig.

Nacht von Montag auf Dienstag: gab es einen kurzen Stillstand, der sich allerdings von Selbst erledigt hat. Ich glaube es war mehr ein Aussetzer als alles andere. Bis auf das Aussetzen von Atmung und Puls für die paar Sekunden sind die Werte vollkommen in Ordnung. Der Puls war mit 22bpm für ein paar Minuten zwar extrem tief, aber auch das hat sich wieder erledigt.

Dienstag: Gab es neben viel erbrechen erneut MRT und ich wurde wieder sediert. Auch hier waren die Bilder wieder Unauffällig. Ich habe auch noch weitere EKGs bekommen, aber alles war in Ordnung.


Mittwoch: Nachdem die Ärzte mit ihren Untersuchungen am Ende waren haben wir mich wieder selbst entlassen. Überwacht werden kann ich ja auch Zuhause, den RTW kann man im Notfall rufen und Medikamente erhöhen können wir ja auch Zuhause.


Seit ich wieder Zuhause bin geht es mir wieder relativ gut und momentan habe ich nur noch mit den Nebenwirkungen der Punktion (fiese Migräne!) und der Medikamentenerhöhung zu kämpfen.

Seit diesem Montag gehe ich auch wieder zur Schule, was sich mit den Kopfschmerzen zwar ziemlich schmerzhaft und schwierig gestaltet, für mich aber unumgänglich ist um wieder zur Normalität zurückzukehren. Und gerade das ist mir momentan sehr wichtig.

Seit ich letzte Woche Mittwoch entlassen worden bin, war Laufen oder Rad fahren natürlich noch nicht drin, aber wenn ich glück habe, kann ich Ende der Woche mal wieder mit kurzen Läufen anfangen.

Was mich immer noch nervt ist der hohe Puls, aber der geht hoffentlich auch bald wieder herunter.
Momentan sind meine Untersuchungsergebnisse also vollkommen okay. Nur der Psychologe war extrem verwundert, dass ich das psychisch so gut wegstecke. Naja, ich bin halt hart im nehmen.


Bilder gibt es in ein paar Tagen dann noch mal

Grüße
Joey und Lea

Joeylea
13.06.2013, 21:40
kurzes Update:

Die Kopfschmerzen lassen nicht wirklich nach, wodurch ich heute nicht zur Schule gegangen bin.

Außerdem soll ich in den Sommerferien erneut in die Uniklinik Bonn, worauf ich keine Luste habe. Meine Ferien waren nämlich eigentlich komplett durchgeplant und dann blöd in einem kh herum zu sitzen in dem die dann wohl möglich wieder nichts herausfinden war nicht eingeplant. Außerdem bezweifle ich, dass irgend welche Untersuchungen mich da weiter bringen. Meine EEGs sind Glückssache, meine MRTs unauffällig, meine Werte die meiste Zeit über auch okay und die (Neuro-) psychologischen Untersuchungen fallen jedes mal vollkommen normal aus und nur IQ technisch falle ich da ein bisschen aus dem Rahmen, allerdings in die positive Richtung und das ändert nichts an den Anfällen.


Was weitere Möglichkeiten sein würden wären invasive EEGs, aber ich werde einen Teufel tun mir Elektroden in den Schädel stecken zu lassen. Und einen Katheter mit Kontrastflüssigkeit werde ich mir auch nicht in die Schlagader setzen lassen.:sauer:

Ich könnte schon wieder kotzen und viel schlimmer ist: Ich weiß nicht mal genau auf wen ich sauer sein soll.

Auf mich? Bringt nix, ich kann da nix für und auch nichts dran ändern.
Meine Eltern? Sie können auch nichts daran ändern und tragen auch keine Schuld.
Die Ärzte? Versuchen ja schon mich einzustellen, aber sobald es mir ein paar Wochen gut geht, geht es wieder los.

Es ist wesentlich einfacher für mich, wenn ich meinen Zorn gegen Jemanden/ Etwas direkt wenden kann, als so wie es momentan ist.
Abgesehen finde ich es total bescheuert. Ich kann mich nicht wie geplant in den Ferien mit Freunden treffen, oder so wie ganz normale Leute in meinem Alter kurzfristig zur shoppingtour aufbrechen. Stattdessen muss ich zum x-ten mal irgend welche Untersuchungen mitmachen die ich schon hatte um dann zu dem gleichen oder eben gar keinem Ergebnis zu kommen.

Der Termin steht noch nicht fest, und wenn es nach mir geht wird es nie einen geben.
Klar, ich will auch dass die Anfälle aufhören. Aber ich will nicht die gleichen Untersuchungen immer und immer wieder machen. Und mir die Haare abrasieren und Elektroden in den Kopf stecken lassen werde ich erst dann tun, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Ich könnte einfach schon wieder schreien

Joeylea
15.06.2013, 14:38
Heute habe ich es geschafft den ersten Lauf nach dieser Anfall zu machen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass mich ein Anfall noch mal so sehr aus der Bahn geworfen hat. :noidea:

Die 5km die ich heute im Schneckentempo absolviert habe, haben sich ewig hingezogen. Ich will gar nicht wissen wie lange ich gebraucht habe und den Durchschnittspuls noch weniger.

Ich weiß nicht genau womit ich nach dieser Tortur gerechnet habe, aber sicherlich nicht damit, auf 5km allein darüber nachzudenken ein Stückchen zu gehen. Auf einmal scheint mir der Plan, dieses Jahr die ersten HMs zu laufen ganz entfernt. Allerdings (das gebe ich ganz ehrlich zu) bin ich zu wiederwillig und vielleicht auch einfach ein bisschen zu Stolz um dieses Ziel wegen so einem blöden Anfall nicht mehr zu verfolgen. Ich mag vielleicht momentan angeschlagen und auch ein bisschen verunsichert sein, aber ich lasse mich nicht von diesem blöden Anfall davon abbringen mir meine Ziele zu erfüllen. Zum Mindest nicht ohne es versucht zu haben. Und wenn ich ihn erst am 31.12.13 diesen HM laufe, ich laufe ihn noch dieses Jahr, wenn ich es irgendwie schaffe!
Ob das jetzt ein Versuch ist mich verzweifelt gegen die Epilepsie zu wehren? Vielleicht. Aber viel mehr ist es ein Versuch mich irgendwie selbst daran zu hindern in dieses "Muster" was manche Menschen haben zu fallen und außerdem will und werde ich dieses Vorhaben einfach nicht so schnell aufgeben. Wenn ich dann nach Bonn gehen muss, dann ist das so. Und sollte man da wieder nichts herausfinden, muss ich mich damit abfinden, dass man mir dort eben nicht weiter helfen konnte und ich da meine Zeit sinnlos verbracht habe. Aber hey, bisher haben mir der riesen Haufen Ehrgeiz und Galgenhumor und auch der Wille es den ganzen Zweifelnden, voreingenommenen und Intoleranten Menschen zu zeigen nicht wirklich geschadet. Und das ich mir den Hintern doppelt so sehr abarbeiten muss wie viele "normale" Leute ist für mich ja nichts neues. Dann muss ich da eben vielleicht noch eine Schüpe drauf legen.

Und falls sich jetzt Jemand fragt woher ich diesen Optimismus, den Wille und die nötige Kraft dafür hernehme: Ich habe kein Ahnung

Dafür gab es Freitag einen kurzen Besuch bei meiner Oma (Die ich leider nur selten sehe) und eine noch schönere Begrüßung von meinem Blindfisch als ich Zuhause wieder angekommen bin :love2:. Im Übrigen war ich vielleicht vier, allerhöchstens fünf Stunden weg und sie war nicht mal allein Zuhause.

View My Video (http://tinypic.com/r/k4fmt5/5)

Vorerst das
Joeylea

abcdef
15.06.2013, 16:22
Hallo Joey und Lea,

ich finde es sehr bewundernswert mit wie viel Willenskraft Du das alles meisterst.
Ich druecke Dir die Daumen und hoffe, dass Du nicht zu streng mit Dir selbst bist.

Viele Gruesse aus Hamburg.

Joeylea
16.06.2013, 16:21
Danke abcdef

Also: Heute habe ich wieder einen 5km Lauf gemacht der ähnlich schlecht war. Dank Joey war ich zwar ein bisschen schneller unterwegs aber 37:45 min auf 5 km sind schon übel. Und definitiv deprimierend im Vergleich zu vorher. Schon heftig, wenn ich bedenke, dass ich vorher so um die 24-25min im Schnitt gelaufen bin. Ich kann nur hoffen das mich nie wieder ein Anfall so erwischt und mich auf gefühlte 0 zurücksetzt.

Heute Vormittag habe ich dann noch den Teil des Fingerhutes unserer Nachbarin der in unseren Vorgarten ragt weggeschnitten, nachdem Joey ihn fast gefressen hätte. (Dieser Hund würde echt alles fressen:klatsch:)

Ansonsten ist meine Pulsoxy-Uhr gestern Abend kaputt gegangen, was mich natürlich (nicht!) sehr traurig macht. Ist ja auch wahnsinnig schade Nachts nicht mehr ständig von irgendwelchen Alarmen geweckt zu werden:klatsch:. Meine Eltern werden die wahrscheinlich reparieren lassen, oder eine Neue bestellen aber naja.



Was mich wundert ist, dass mein Blog schon so viel angeklickt worden ist, obwohl ich nicht über die Couchpotato Höchstleistungen oder die Marathonsiege oder das tägliche Training + Ernährungsumstellung und schlag mich tot berichten kann, sondern nur darüber wie sich mein (nicht ganz so) normales Leben mit Training und Epi gestaltet. Ich hätte ganz ehrlich nicht damit gerechnet, dass hier doch viele mitlesen. Über mein Gejammer und meinen Ärger werden wahrscheinlich auch schon so manche hier drin gelesen und sich gedacht haben, dass ich manchmal eine totale Zimperliese bin. Jedenfalls komme ich mir manchmal so vor wenn ich mir meine älteren Beiträge noch mal durchlese:peinlich:

Das für jetzt
Joeylea

Hennes
16.06.2013, 16:57
dass ich manchmal eine totale Zimperliese bin

Nö, da gibt’s andere..... :hihi:


:daumen:


gruss hennes

d'Oma joggt
16.06.2013, 18:41
Weißt du Lea, ich z.B. bewundere dich.
Wie du mit deiner Krankheit umgehen kannst, mit dem Blindwerden von Joey, mit den Schulschwierigkeiten.
Wie du um deinen Sport kämpfst.
Du stehst immer wieder auf, lässt dich (selbst vom Tod) nicht unterkriegen (dir ist bekannt, dass nur Tote reanimiert werden?) und ärgerst dich dann noch über deine "miesen" Zeiten.

Ich denke, es geht nicht nur mir so. Oft möchte ich dir antworten, aber was, wie? Ich bin da eher hilflos, gelesen wird aber jede Silbe von dir.
Ich wünsche dir Alles Erdenkliche Gute für dein Leben
Aber oft wirst du nur einen weiteren Klick bemerken und keine Zeile von mir

LG Anke

Joeylea
16.06.2013, 20:56
Danke sehr Anke


Das nur Tote reanimiert werden ist mir bewusst, aber da ich nur ca. 2min klinisch tot war und ich mich so schnell erholt habe, kommt es mir nicht mal so vor, als dass ich wirklich tot war. Ich habe zwar generell keine direkte Vorstellung davon, aber es ist eher wie eine weitere Lücke in meinem Gedächtnis und weitere Seiten in meiner Krankenakte als alles andere. Es sind weitere Erinnerungen, Erfahrungen und Rückschläge, aber ehrlich gesagt (psychisch) nicht mal so einschneidende wie der erste Anfall, das erste mal als ich völlig verwirrt auf der ITS aufgewacht bin oder als ich das erste mal in den MRT geschoben worden bin und da panisch raus wollte. Und als gute Erinnerung kann man es sowieso nicht beschreiben.

Es war im Grunde ein Anfall der mich seit langem mal wieder aus der Bahn und zurück geworfen hat

Jolly Jumper
16.06.2013, 22:29
Ich bin auch ein eher stiller Mitleser und auch ich habe einen Riesenrespekt vor dir und deinem Umgang mit den vielen Rückschlägen jedweder Art. Ich wünsche dir weiterhin so viel Kraft und Power und finde in keinster Weise, dass du eine Zimperliese bist. Du hast ein ganz schönes Paket zu tragen bekommen, aber du machst das echt super! :daumen:

Joeylea
18.06.2013, 21:59
Danke


Also:

Heute gab es in der Schule einen kurzen sekundär generalisierten Anfall. (Das heißt, er war zuerst nur ein Teil des Hirns welcher herum gesponnen hat und das hat sich dann ausgeweitet.) Ich saß auf dem Stuhl, dann bin ich abwesend geworden und die linke Hand hat sich verkrampft. Das zog dann erst über die gesamte linke Seite und dann übernahm es komplett. Das ganze dauerte etwa 2 min, wobei ich extreme Petechien bekommen habe und auch einen ordentlichen Mangel an Sauerstoff hatte. (Stichwort lila Gesicht)

Dieses mal hat es aber wahrscheinlich nicht an den Medikamenten gelegen, sondern einfach daran, dass ich kaum geschlafen und dann noch lange in der Sonne gestanden habe. Dumm gelaufen aber nicht weiter schlimm.


Tatsächlich habe ich heute auch noch trainiert (meine Mutter war natürlich nicht begeistert von der Idee,aber da es normales Training im Verein war, durfte ich dann schließlich doch.): Eineinhalb Stunden Intervalltraining auf dem Platz im 200m Rhythmus bei der schwülen Hitze. Meine Beine fühlen sich an wie Matsch, ich glaube ich komme Morgen keine Treppen hoch und beim Training habe ich gut und gerne zwei Liter Wasser getrunken, aber immerhin habe ich mal ordentlich gearbeitet. Natürlich war ich zeitweise deprimiert weil ich auch hier wieder gesehen habe wie sehr ich zurückgeworfen wurde, aber die körperliche Erschöpfung lässt mich zum Mindest nicht daran zweifeln dass ich für heute genügend gearbeitet habe.
Außerdem habe ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand geholt. Währe ja auch gelacht gewesen wenn die Sonne sich von Sonnencreme mit LSV 50 hätte abschrecken lassen:klatsch:. Naja, Aloe drauf und hoffen, dass es schnell vorbei ist und nicht zu lange weh tut.

Joeylea
19.06.2013, 20:52
Heute wieder ein kurzer Anfall (ca. 40sek) in der Schule. bei dem Wetter spielen weder mein Kopf noch mein Kreislauf richtig mit.

Dafür habe ich allerdings den Dr. Ernst van Aaken Gedächtnislauf am 28.6 als meinen ersten kommenden Lauf ins Auge gefasst. Ich weiß noch nicht ob es der 5 oder der 10 km Lauf wird (Dadurch das ich so weit hinterher hänge denke ich vorerst an den 5èr, wobei ich ja auch definitiv nicht auf Zeit laufe), aber ich werde mich noch nicht direkt darauf festlegen. mal sehen wie es jetzt die Tage läuft.

faceyourtarget
20.06.2013, 19:44
Wollte dir nur mal kurz meine Bewunderung ausdrücken für deinen Durchhaltewillen. Ich wünsche dir, dass du eines Tages dein Leben so leben kannst, wie du das möchtest, ohne die latente Angst eines Anfalls. Bis dahin behalte dir deine positive Einstellung. :daumen:

Joeylea
20.06.2013, 22:53
danke, ich werde mein bestes geben


Heute: In der Schule ist nichts großes passiert und bis auf die Mathearbeit die wir heute geschrieben haben (von den Themen habe ich natürlich wieder wahnsinnig viel Ahnung gehabt:klatsch:) war alles totsterbenslangweilig, weil wir außer Mathe nur noch Reli und Sport (für mich also 90 min auf der Bank sitzen) hatten.

Training: Heute gab es wieder Training im Verein und ich habe einfach mal vollgas gegeben. Um zu wissen wie es denn jetzt mit den Distanzen bei mir steht habe ich einen 10.000m Lauf gemacht und mich dabei echt am Riemen gerissen. Und kaum zu glauben aber wahr: Ich bin eine neue Bestzeit gelaufen die (vorerst) jenseits meiner Vorstellung lag. (Am ende des Laufes kotzen inklusive) Vor ein paar Tagen noch habe ich fast 40min auf 5 km gebraucht und jetzt bin ich die 10 in 44:45 gelaufen:D. Insgeheim zweifle ich ja daran das diese Zeit stimmt, aber meine Trainerin hatte die Stoppuhr in der Hand und behaart darauf, dass bei der Zeit kein Fehler drin war und die Runden sind alle brav mitgezählt worden. Sollte die Zeit tatsächlich stimmen war das ein riesen Sprung den ich da gemacht habe und der Anfall hat mich nicht halb so weit zurückgeworfen wie ich dachte.
Tatsächlich hat das Training heute auch aus meiner Sicht sehr gut geklappt (Und das soll schon was heißen) und mit dem Trinken von diesem abartig süßen Zeug was gefühlt zu 99% aus Zucker besteht hatte ich sogar das Gefühl leistungsfähiger zu sein als sonst. Schätzungsweise war es eher der Placebo-Effekt der da geholfen hat, aber das kann mir momentan herzlich egal sein. Fakt ist allerdings: Das Zeug schmeckt furchtbar und das ich es Schlucken konnte ohne zu würgen lag wahrscheinlich auch nur daran das ich vor lauter Schwitzen mit dem Flüssigkeitsausgleich kaum hinterherkomme.

Kurz und knapp: Ob die Zeit von heute jetzt stimmt oder nicht (Ich hoffe doch sehr, aber ich zweifle daran) kann mir im Grunde egal sein. Wichtig ist, dass ich es geschafft habe die 10km zu laufen ohne das mir irgend etwas passiert ist (Gut, auf die Kotzerei hätte ich wohl auch gerne verzichtet) und ich das Gefühl habe wieder richtig zurück zu kommen.

Wie auch immer es jetzt laufen wird, wenn ich am 28.6 in Waldniel teilnehme, dann nur zum Spaß und um mich wieder zurecht zu finden und nicht um neue Bestzeiten zu laufen.

Joeylea
28.06.2013, 15:19
So, das ich eine Zeit lang nicht berichten konnte tut mir leid, das lag allerdings an einem kaputten Ladekabel. Man sollte das Ladekabel nicht unbedingt im Regen liegen lassen weil man mit dem Laptop bei einem plötzlichen Schauer versucht sich ins Haus zu retten:klatsch:.


Der Wettkampf wird leider nichts, da meine Mutter seit neuestem auch auf den "es könnte ja was passieren" Dampfer aufgestiegen ist. Zu sagen es sei zum kotzen wäre eine Untertreibung, aber ich habe heute keine andere Wahl.

Deprimierend war heute eine weitere Deutscharbeit. Meine Deutschlehrerin und ich haben uns wegen sowas ja schon mal öfter in den Haaren. Die Arbeit ging über 110min (zwei Schulstunden und eine Pause) und nach den ersten 45min musste sie in eine Andere Klasse, was für mich auch kein Problem war. Was allerdings ein Problem war, war das ich in der zweiten Stunde eine Frage hatte und sie nicht wie vereinbart nach 90min erneut zu mir in den Raum kam. Die Aufgabe habe ich entsprechend versaut und in Zukunft bin ich nicht mehr bereit eine Arbeit in einem seperatem Raum zu schreiben. Außerdem werde ich mich beim Schulleiter beschweren und mich herzlich bei ihr bedanken:nene::motz:. Naja, nächsten Freitag werden die Noten eingetragen, also ist das Schuljahr dann gelaufen und nächstes Jahr bin ich sie sowieso los.



Ansonsten machen mir die Nebenwirkungen seit der Erhöhung wieder zu schaffen. Am Montag habe ich Abends auf mehr oder weniger leeren Magen (ich habe mal wieder kaum was gegessen:klatsch:) meine Medikamente genommen und da das Keppra Abends ja um weitere 250 mg erhöht wurde hat das dann ganz schön reingehauen und damit sind dieses mal nicht Kopfschmerzen oder dergleichen gemeint, sondern extreme Angstzustände die meine Mutter dann mit einer Tavor lösen musste. Jetzt muss ich also auch noch darauf achten das ich ja immer was esse bevor ich die Tabletten nehme:klatsch:. Irgendwie frage ich mich warum ich den Shitt noch schlucke wenn er doch ständig nur schei ß mit mir macht. Was soll`s, das Leben geht weiter.

Joeylea
02.07.2013, 16:03
Neue unschöne Berichte.


Montag morgen Habe ich dummerweise meine Tabletten vergessen und da ich das ganze Wochenende viel zu wenig geschlafen und gegessen habe, hatte ich dann den Salat kurz vor dem Unterricht.

Ich erinnere mich ab dem Moment an dem ich in der Notaufnahme von dem Notarzt von der Trage auf ein Bett gelegt wurde. Mein Kopf war Verbunden und meine Stirn bestand zu 78% aus Beule die mittlerweile großtenteils wieder abgeschwollen ist. Der Chirurg hat den Verband wieder abgeschnitten und da ich nicht genäht oder geklebt werden musste wurde ich zum Internisten geschoben. Der wollte zuerst einen CT machen, hat sich aber dann doch dagegen entschieden weil ja erst vor kurzem einer gemacht wurde und die Strahlung für die Augen schlecht ist. Der EKG der geschrieben wurde war okay und es wurde die Diagnose Gehirnerschütterung gestellt. Da ich halbwegs beisamen war bin ich auf eigene Verantwortung wieder raus, denn man hätte mich dort nicht einmal ans Pulsoxi angeschlossen.

Meine Freundin hat mir geschrieben, dass mich der zweite Sturz (Es gab zwei Anfälle hintereinander. Sie war nur beim zweiten dabei, eine andere Lehrerin allerdings bei dem ersten. Ich habe sie gestern direkt mal per Mail angeschrieben) komplett weggehauen hat und ich bewusstlos liegen geblieben bin. Man hat mich so lange liegen lassen bis der RTW da war und als die mich umgedreht haben, hat man die Riesige blaue Beule gesehen.



Mittlerweile geht es mir wieder gut und ich kann morgen wieder zur Schule gehen. Allerdings sieht die Beule ziemlich doof aus.


Grüße
Joeylea

Joeylea
04.07.2013, 17:42
kurzes Update

Die Beule ist fast wieder komplett weg, dafür läuft das aber alles schön in Richtung der Augen, so das ich jetzt zwei ordentliche Veilchen habe, die die Tage noch stärker werden, da der letzte Rest ja auch noch verschwinden wird. Ich sehe aus wie verprügelt.


Weiterhin hatte ich heute einen Termin bei meiner Neurologin. Sollte ich in Bonn vorerst keinen Platz bekommen wird sie versuchen mich nach Hamburg zu bringen. Ehrlich gesagt bin ich weder von Bonn, noch von Hamburg begeistert und auch nicht davon, dass ich evt., wenn ich keinen Platz in den Sommerferien bekomme, in den Herbstferien hin muss. Ich habe meinen Geburtstag schon einmal in einem Kh verbracht und habe keine Lust das zu wiederholen. Abgesehen davon: Wie soll ich eigentlich zwei Wochen ohne meinen Hund überleben?

Im Wartezimmer war ich heute übrigens etwas verwirrt. Das Zimmer ist relativ klein und hat glaube ich nur um die neun Stühle (Es könnten auch zehn sein, ich bin mir nicht ganz sicher) die alle besetzt waren. Irgendwann kam dann ein älterer Mann der auch noch hinkte herein und keiner der anderen hielt es für nötig aufzustehen. Ich bin natürlich aufgestanden, aber wie kann es sein, dass einige andere Leute, die Teilweise nur zur Begleitung da waren, es nicht für nötig halten Platz zu machen. Zudem ich auch noch (sichtbar) lädiert bin und andere auf ihrem Handy herumdrückten. Mag sein, dass meine Eltern mich vielleicht etwas "altmodisch" erzogen haben (Ich bin eben nicht der "Assi vom Dienst" der andere Leute schikaniert, immerzu anpöbelt oder beleidigt oder sonstige dieser Sachen), aber sollte das nicht wenigstens drin sein? Einige der Leute die dort saßen waren gut und gerne um die 25-40 Jahre alt und da sollte man das doch eigentlich noch erwarten können.

Zur Zeit merke ich immer häufiger, dass einige Sachen die für mich als selbstverständlich gelten nicht mehr dem Verhalten der meisten anderen Leute entsprechen. Mein Gott, ist es denn so schwer der alten Nachbarin beim Tragen von Einkäufen oder beim Rasenmähen und Hecken schneiden zu helfen? Oder die Frau hinten an der Schlange mit dem schreiendem Baby an der Kasse direkt vor einen zu holen? Dem Kind das beim einkaufen an etwas nicht dran kommt die benötigten Sachen von den Regalen zu holen? Nicht mal den älteren, verletzten Leuten Platz zu machen scheint mehr drin zu sein.

Ich bin 15 und für mich ist es immer selbstverständlich gewesen zu helfen wo ich kann und mich vernünftig anderen gegenüber zu benehmen. Warum verstehe ich wie ich zu handeln habe und andere doppelt so alte machen keine Anstalten sich zu bewegen. Bin ich einfach nur altmodisch oder haben die Leute um mich herum vergessen das sie das gleiche tun sollten, was sie von anderen erwarten? In einem Wartezimmer voller Menschen, einige von ihnen auch völlig gesund (man unterhält sich ja schon mal und fragt nach), stehe nur ich (mit Beule, Veilchen und verbandtierten Händen) auf um Platz zu machen? Tut mir leid, aber ich verstehe den Sinn nicht mehr. Gerade in meinem Alter sieht man immer wieder Jugendliche die sich vollkommen daneben benehmen (gelinde ausgedrückt) und scheinbar an all diese Regeln nicht mehr denken. Aber ist das denn auch älteren Leuten verschwunden gegangen? Mag sein, dass ich für mein Alter etwas reifer denke als andere, aber für mich ist das nicht mehr nachvollziehbar. Geht das jetzt dem Großteil der Menschen verloren oder sind nur die Menschen um mich herum so geworden?

Musste hier jetzt mal mein Unverständnis ausgedrückt haben. Das geht mir nämlich ziemlich auf den Keks. Entweder ich denke falsch darüber, oder das geht wirklich alles verloren.



Naja, Mittwoch gab es eine einfache gemütliche Runde mit Joey über ca. 5 km. auf die Zeit habe ich nicht geguckt, ich kam mir aber extrem langsam vor.

Gleich geht es dann nochmal auf zum Training.

*cel
04.07.2013, 20:54
Hhm, es gibt halt zwei Sorten Menschen auf dieser Welt. Sitzenbleiber und Nichtsitzenbleiber.

Letztlich haben zwei Menschen in diesem Wartezimmer Glück gehabt:

Der alte Mann, weil du ihm den Platz überlassen hast.
Und du, weil du vernünftige Eltern hast.

Joeylea
07.07.2013, 11:35
wahrscheinlich


Kurzes Update: Freitag wurden die Noten eingetragen und somit ist das Schuljahr eigentlich gelaufen.

Das Training hat sich gestern auf eine einstündige Radausfahrt beschränkt und die blau-lila-grün-gelben Augen sehen immer noch so aus

Joeylea
07.07.2013, 14:54
Fast vergessen: Im laufe der Zeit erstelle ich jetzt noch eine zusätzliche Hompage auf der es auch einiges zu lesen geben wird, hier schreibe ich aber natürlich auch weiter:wink:

Joeylea
10.07.2013, 19:59
So, Dienstag habe ich es mal wieder geschafft.

Was passiert ist weiß ich nicht genau. Die Diagnose ist umso erschmetternder: Gehirnerschütterung, Rippenprellung, ein eingerissener Dornfortsatz und Schädelbasisbruch!

Die Kurzform ist, dass ich im Zuge eines Anfalls rückwärts mit Kopf und Nacken auf eine Tischkante aufgeschlagen bin. Dann ist da erstmal nichts

Ich wurde dann mit dem RTW in ein Krankenhaus mit Kinderklinik gebracht und habe im Schockraum das erste mal die Augen wieder aufgemacht als man mir den Tubus herausgenommen hat. Ich war seit dem ich in der Schule abgeholt worden war auf einem Spineboard festgemacht auf dem man mich dann auch direkt in einen CT geschoben hat, und wurde nachdem die Bilder sofort vom Arzt angesehen worden waren glücklicherweise auch wieder davon befreit. Die Frakturen waren zwar deutlich sichtbar, aber es lagen keine Blutungen vor. Da ich noch immer am EKG und Sauerstoff hing, wollten die Ärzte mich zuerst auf die Kinder-Intensiv bringen, aber nachdem die zwei elendst lange Diskutiert haben, wurde ich auf Normalstation mit Pulsoxi Überwachung gelegt und habe eine saftige Dosis Novalgin gegen die Kopfschmerzen und eine Tavor zur Beruhigung und zum einschlafen bekommen. Der Sauerstoff kam trotz niedriger Sättigung wieder ab.

Als ich wieder wach geworden bin war meine Oma noch bei mir (meine Mutter war nur ein paar Minuten zuvor gegangen, da sie sich ja auch noch um meine Geschwister kümmern musste.) und hat mir dann gesagt wo ich überhaupt war, denn ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Da ich recht schnell wieder eingeschlafen bin ist Sie dann auch wieder gegangen.

Als ich das nächste mal wach war, stand die Ärztin vor mir und hat mir in die Augen geleuchtet, die Reflexe überprüft und das übliche eben. Auf meine Fragen hin, erzählte sie mir was man herausgefunden hatte, das ich nun erstmal Bettruhe haben müsste und das man mir auf jeden Fall sofort Schmerzmittel geben würde wenn ich etwas bräuchte.
Leider lag ich nicht auf einem Einzelzimmer (Normalerweise liege ich auch lieber in Doppelzimmern weil es sonst langweilig wird, dieses mal wollte ich aber echt meine Ruhe), sondern mit einem Anderen Mädchen in meinem Alter zusammen auf einem Zimmer. Sie lag auch wegen einer Gehirnerschütterung da, hat sich aber diverse (vor allem laute!) Freunde eingeladen die ich mit hammer Kopfschmerzen und Kotzerei ja gar nicht gebrauchen konnte. Ich persönlich denke allerdings auch, das es ihr so schlecht nicht gehen konnte, denn sonst hätte sie nicht zig Leute eingeladen. Wenn ihre Freunde da waren, war bei ihr auch immer alles gut, wenn nicht hieß es immer: "Auah Kopfschmerzen"

Wie dem auch sei: Ich habe öfters alle gebeten leiser zu sein, da mir der Kopf trotz Medikamente höllisch weh tat, was aber immer nur für ein paar Minuten genutzt hat. Wenn denn überhaupt.
Da ich allerdings nicht die Böse sein wollte, habe ich den Schwestern erst mal nicht bescheid gesagt. Zum Glück kam dann aber irgendwann eine rein die alle rausgeschmissen und für Ruhe gesorgt hat. Mir wurde natürlich immer weiter einmal pro Stunde in die Augen geleuchtet und Fieber gemessen, wobei ich Abends mit 38,4° auch Fieber hatte. Dagegen gab es Fiebersaft (der ist tatsächlich drin geblieben!) und Umschläge.
Nachts hat das Pulsoximeter zwei mal Alarm gegeben weil mir die Sättigung abgehauen ist und morgens dann einmal weil ich bewusstlos geworden und der Puls auf 200bpm gestiegen ist. Die ganze Station war in Aufruhr versetzt und es wurde schon das Rea-Team gerufen, bis meine Werte nach zwei Minuten wieder stabil und ich bei Bewusstsein war. Warum man mich da schon nicht auf die Intensiv Verschoben hat? Ich weiß es nicht.
Später musste ich dann zum EEG, der weitgehend unauffällig war, zu dem ich aber nach kurzer Diskussion selbst gehen durfte (natürlich in Begleitung einer Krankenschwester mit Rollstuhl). Ich wollte so schnell wie irgend möglich wieder mobil sein, da ich nachhause wollte. Die Frau die den EEG abgeleitet hat, hat peinlich penibel darauf geachtet ja nichts in die Nähe des Bruchs zu setzen, wodurch dann eben zwei Elektroden auf der Strecke geblieben sind.

Als ich vom EEG wieder zurück war, war mir schon wieder schlecht. Ich habe zwar bescheid gesagt, wollte aber nichts dagegen haben und habe versucht mir eine ungenießbare Art Tomatensuppe mit Nudelstückchen herunter zu würgen. Hat auch funktioniert und ist drin geblieben, was ich davon gegessen habe war allerdings auch nicht viel.

Später kam die Mutter von meiner Nachbarin, und so wie sie mit ihrer Mutter umgesprungen ist, würde ich mich im Leben nicht trauen. Meine hätte mir für derartige Kommentare und das an den Tag gelegte Verhalten wahrscheinlich den Kopf abgerissen. Nach dem EEG kamen auch wieder ihre Freunde und mir ging es sowieso schon wieder schei ße und da habe ich dann auch der Schwester bescheid gesagt, die meine Nachbarin vor die Wahl gestellt hat mit ihren Freunden in die Spielecke zu gehen oder die müssten Verschwinden. Zwischendrin kam meine Nachbarin noch mal aufs Zimmer und das auch in dem Moment in dem der Puls wieder von jetzt auf gleich bis über zweihundert gestiegen und die Sättigung heruntergerasselt ist. Die Krankenschwestern waren wieder sofort da, haben mir den Sauerstoff auf die Nase gedrückt und die Ärztin gerufen, aber bevor die da war, waren Puls und Sättigung wieder normal und ich auch schon wieder bei Bewusstsein. Ich sagte denen auch, dass es mir schlecht geht, aber außer Ibu habe ich nichts bekommen. Später habe ich dann nicht mehr genügend Luft bekommen und die Sättigung ist immer wieder für ein Paar Sekunden gefallen. Ich habe wieder bescheid gesagt, aber da die SpO2 werte ja bis auf die gelegentlichen Abfälle in Ordnung waren, hat man mich nicht wieder an den Sauerstoff angeschlossen. Es hieß dann immer nur die Werte seien ja in Ordnung und ich solle tiefer einatmen. Also zum einen hat es mich nicht interessiert, ob die Werte okay waren oder nicht, da ich ja nun mal trotzdem schlecht Luft bekommen habe und zum anderen sollen die doch mal mit einer Rippenprellung tief Atmen!

Nachdem mir der Puls nach unten abgehauen ist (20bpm) und wieder die halbe Dienstbelegschaft in meinem Zimmer stand, habe ich denen gesagt die sollen einen EKG machen, aber man hat mich nur abgehört, mir in die Augen geleuchtet, Fieber gemessen und den Blutdruck gemessen. Der Blutdruck war ein bisschen Niedrig, aber im Rahmen und bis auf ganz leicht erhöhte Temperatur haben sie nichts anderes gefunden.Nachdem es mir trotzdem nur schlechter ging, habe ich darum gebeten mich zu verlegen (Bevor ich um eine stärkere Überwachung bitte dauert es schon, aber der Schädelbasisbruch hat mir in Kombination dazu dann doch sorgen gemacht), aber man hat nein gesagt und mir eine weitere Ibu gegeben und den Tropf abgemacht.
Als meine Mutter da war wollte ich nur noch Nachhause, aber man wollte mich noch dabehalten. Sie hat dann gefragt ob ich noch einen CT/MRT machen müsste, verlegt werden würde und ob die Verletzungen einer anderen Behandlung als Schmerztabletten bedürften, aber da alle Antworten Nein waren, haben wir mich auf eigene Verantwortung wieder mal mitgenommen.
Wenn die Schmerzen usw. bis morgen nicht weniger werden, werde ich noch mal in ein anderes Krankenhaus müssen, aber jetzt bin ich erstmal Zuhause an meinem Pulsoxi, habe meinen Hund bei mir und bin froh nicht mehr dort sein zu müssen.



Kurz zum Schädelbasisbruch: Ich habe keinen komplizierten Bruch, sondern so einen der innerhalb der nächsten 4-8 Wochen wieder von alleine heilt. Außer den Schmerzmittel und ein paar Tage Bettruhe gibt es da nichts was man sonst tun könnte.
Der eingerissene Dornfortsatz verheilt ebenfalls von alleine.


Zusammengefasst: Irgendwie habe ich es mal wieder geschafft trotz (mehr oder weniger schweren) Verletzungen glimpflich davon gekommen zu sein. Ich hatte Glück, dass es kein Bruch war der in irgend einer Art und weise das Hirn beschädigt hat. Hatte Glück das nur der Dornfortsatz etwas abbekommen hat und die Rippen nicht gebrochen sind, und vor allem, dass ich mir "nur" eine dicke Gehirnerschütterung geholt habe. Zusammengefasst: Ich hatte mal wieder riesen Glück im Unglück! Allerdings kann ich mir das Laufen für die nächste Zeit abschminken.

Zum Krankenhaus: Zum einen war ich da definitiv auf der Falschen Station (Die Kinder Neuro Station war wohl voll) und zum anderen denke ich, dass man manchmal nicht nur nach irgendwelchen Werten, sondern auch mal nach dem Gefühl gehen sollte. Und das man trotz diesen Pulssachen keinen EKG gemacht hat, kann ich definitiv nicht verstehen.

Ich bereue also nicht, dass wir mich wieder entlassen haben, denn was die dort gemacht haben, können wir hier auch (okay, ausgenommen den Tropf, aber ein Pulsoxy, ein Blutruckmessgerät, Schmerztabletten und Diazepam so wie Tavor haben wir auch.) und im Notfall werde ich in ein anderes Krankenhaus gehen.


Der Termin für Bonn steht jetzt auch fest. Ab dem 5.8. darf ich da jetzt hin und da bitte alle die Daumen drücken, DASS​ ich da Anfälle bekomme, damit ich nix ins Gehirn gesteckt bekomme, keinen Medikamentenentzug bekomme und vor allem: Meine Haare behalten darf!:beten2:


Dafür das es mich so erwischt hat, geht es mir also ziemlich gut und ich hoffe nächste Woche wieder zur Schule gehen zu können. Selbst wenn ich nämlich im Kh geblieben währe, hätte ich wegen dem Bruch alleine nur 5 Tage dort bleiben müssen. Der Halskrawatte habe ich mich auch schon entledigt, denn die Schmerzen haben Errinnerungseffekt genug und mit dem Ding ist es mir unmöglich normal zu Schlafen. Im Grunde also doch noch alles (halbwegs) gut gelaufen

Andvari
10.07.2013, 20:15
Ach Du Schei... - gute Besserung an Dich! Ich drücke Dir die Daumen für die Untersuchungen in Bonn - ich finde es ja unglaublich, dass Deine Medikation immer noch nicht so eingestellt werden kann, dass Du damit einigermaßen anfallsfrei durchs Leben kommst. (Ich habe aber auch keine Ahnung von Epilepsie, sondern habe nur eine Bekannte, die das jahrelang hatte.)

Klummi
10.07.2013, 20:26
Liebe Joeylea

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es dir schnell wieder besser geht.
Jedesmal wenn ich etwas von dir lese wünsche ich mir, dass du irgendwann für eine ganz, ganz lange Zeit Anfallsfrei bleibst.
Hoffentlich findest du bald einen sehr fähigen Arzt, der dir langfristig helfen kann.

Du bist so stark und tapfer.

Viele liebe Grüße Klummi

Hennes
10.07.2013, 20:56
Allerdings kann ich mir das Laufen für die nächste Zeit abschminken.

Na, das scheint mir ja das kleinste Problem zu sein :D blöde, nur dass ich heute das große Paket endlich abgeschickt habe - also nur gucken, nicht ausprobieren :D


:besserng:


gruss hennes

xBLUBx
11.07.2013, 08:15
:besserng::daumen:

Ich wünsche Dir gute Besserung und drücke Dir die Daumen, dass alles Gut kommt!

LG Blub

Joeylea
11.07.2013, 11:10
Danke an alle von euch


Kurzer Berricht von heute: Ich war noch mal zum CT in einem anderen Krankenhaus (als wir erzählt haben was passiert ist, bin ich auch schnell dran gekommen und musste nicht allzu lange warten. Der CT war bis auf den Bruch unauffällig und für nächsten Montag habe ich noch einen Kontrolltermin. Wenn was sein sollte natürlich sofort kommen usw.

Außerdem habe ich heute einen Notfalltermin bei meiner Neurologin bekommen die nicht schlecht gestaunt hat. Laut ihr bin ich härter im nehmen als alle anderen ihrer Patienten zusammen. Ich habe ihr dann erzählt, dass ich aber trotzdem noch Schmerzmittel nehme und ordentlich Kopfschmerzen habe, aber sie hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt, dass sie hofft, das man in Bonn mehr heraus findet.

Auf die Frage hin, wann ich wieder laufen darf (Sie weiß das ich dieses Jahr mit HMs beginnen möchte) hat sie wieder nur den Kopf geschüttelt und mir gesagt, das ich meinem Körper erstmal die Zeit geben sollte alles wieder zu heilen. Ihrer Aussage nach ist es aber beinahe verrückt wie schnell bei mir alles wieder verheilt und wie widerstandsfähig ein 1,55m kleines, 45kg schweres Mädchen doch sein kann.

In der Apotheke haben wir mir dann noch Calciumtabletten besorgt und weiteres Ibu. Seit ich wieder zuhause bin funktioniert das Essen auch wieder besser und ich versuche vorerst wieder etwas zuzunehmen um in Bonn nicht auf unter 40 kg zu kommen. Da ich kein Hungergefühl habe und dann noch zum Essen gezwungen werde kommt es meistens wieder hoch wenn es nicht schmeckt und ich habe keine Lust auf kotzerei. Vom 24h EEG weiß ich schon, dass das Essen dort furchtbar schmeckt und 14 Tage ungewolltes Abnehmen (Klar, meine Mutter bringt mir täglich was vorbei, aber ich esse nur kleine Portionen und Frühstück und Abendbrot fallen dann wahrscheinlich auch eher gering bis gar nicht aus. Ich rechne mal damit mindestens acht Killo Abzunehmen, wenn nicht noch mehr. Aber ich werde mir bestimmt auch Saft und Schoki mitnehmen.
Irgendwie komisch, dass ich den Aufenthalt in Bonn doch schon plane.

Eine kleine Runde mit Joey darf ich leider noch nicht gehen, aber wenigstens darf ich mich mit ihr in den Garten auf die Liege legen. Ich will mir lieber nicht ausmalen was passiert währe wenn ich auch nur ein bisschen weniger Glück gehabt hätte und versuche stattdessen die Zeit mit Joey zu genießen. Wer weiß wann es mich das nächste mal erwischt und ob ich danach immer noch wie jetzt Zeit mit meinem kleinen Blindfisch verbringen kann.

Aber jetzt mal was positives: Joey hat in 17 Tagen Geburtstag

Joeylea
12.07.2013, 14:47
Kurzer Bericht:

Die Kopfschmerzen halten es noch nicht für nötig aufzuhören, aber das ständige ruhig liegen macht mich bekloppt und ich fühle mich körperlich völlig ausgelaugt.

Außerdem hat die Neurologin eine kurze Nachricht auf dem AB hinterlassen: Bonn geht jetzt irgendwie doch nicht, und sie wollte sich nochmal melden.

Ich warte noch auf den Rückruf, und hoffe das sie einfach nur einen Termin in Hamburg bekommen hat und nicht Bonn wegen irgendetwas absagen musste. Ich verstehe mal wieder nur Bahnhof und bin vollkommen damit beschäftigt nervlich nicht ans Ende zu gelangen.

Sobald ich etwas neues weiß sag ich bescheid

Joeylea
13.07.2013, 15:22
So, heute Abend, bzw. ab morgen früh ist die verdammte Bettruhezeit endlich vorbei und ich bin heute auch schon etwas durchs Haus gewandert, wobei sich erste unangenehme Erscheinungen gezeigt haben.

Hin und wieder knickt mir mein rechtes Bein komplett weg und ich musste feststellen, das ich bei Überforderung stocksteif stehen bleibe. Das bezieht sich bisher hauptsächlich auf die Situation in der zu viele Leute um mich herum stehen, alle durcheinanderreden, oder aber ich an gewissen Gegenständen vorbeigehe an denen irgend etwas schlimmes passiert ist. Ich bleibe da stocksteif stehen oder scheue davor weg und bin nicht in der Lage normal zu Handeln. Bemerken durfte ich das heute an einer Hängematte die meine Mutter draußen aufhängen wollte. In der siebten Klasse hatte ich darin einen Anfall und habe mir dabei Fuß und Handgelenke verletzt. Das ich da so abschalte bekomme ich gar nicht richtig mit. In dem Moment habe ich eigentlich nur Angst.

Im Krankenhaus hat man uns schon gewarnt, dass solche Schäden noch auftreten können, wobei sie allerdings meistens direkt und nicht erst Tage später, bzw. meistens nur nach Hirnschäden auftreten. Das Bein ist wahrscheinlich auf Neurologische Geschichten zurückzuführen, das seltsame Verhalten ist wahrscheinlich eher Psychologischer Natur. Ich hoffe allerdings schwer, dass sich das nicht bei allen Gegenständen/ Orten so abspielt, denn sonst wird es wohl schwer für mich in die Schule zu gehen, Auto zu fahren oder an Fensterbänken zu stehen und auf Stühlen zu sitzen.

Gut, dass ich morgen schon den Termin zum CT habe (mit einem Neurologen sprechen tun wir also sowieso) und mal sehen was sich da herausstellt. Im Grunde genommen waren Folgeschäden ja irgendwo abzuwarten, aber ehrlich gesagt habe ich mich da schon auf der sicheren Seite gewogen, da selbst die Kopfschmerzen nicht mehr so schlimm sind.


Morgen berichte ich wieder

Joeylea
13.07.2013, 23:17
Nicht morgen sondern montag.blödes t9.

Joeylea
14.07.2013, 17:15
So,

heute war Gassi gehen mit Joey schon wieder drin und das hat (bis auf das Bein) keine weiteren Probleme gemacht. Kopfschmerzen sind noch etwas da, aber nicht mehr so schlimm wie vorher.

Als ich vorhin in den Garten wollte habe ich festgestellt das es meinem Hund die letzten Tage etwas zu gut ergangen ist ^^
Sie ist jetzt anscheinend der Meinung meine Liege sei ihre und sie müsse auch nicht aufstehen. Stattdessen kann ich sogar noch gemütlich mein Handy holen und Fotos von ihr knipsen ohne das sie mal daran denkt ihren kleinen pelzigen Hintern von der Liege zu schieben, oder mir wenigstens mal Platz zu machen.^^


Weiterhin habe ich heute im Forum nachgefragt ob jemand einen ungefähren Zeitraum kennt ab dem man nach einem Schädelbruch wieder laufen kann. Ich glaube ich habe mal wieder das Talent gehabt den Einruck zu erwecken jetzt sofort wieder laufen gehen zu wollen. Meine Frage ist aber lediglich die nach dem ZEITRAUM und das ich nicht sofort wieder laufen gehen kann ist klar. Menschenskinder, irgendwie kriege ich es immer wieder hin mich falsch auszurücken:peinlich:


Grüße
Joeylea

Joeylea
16.07.2013, 17:14
Mittlerweile geht es mit dem Bein wieder etwas besser und ich kann auch endlich die Schmerzmittel weglassen.

Die psychischen Nachwirkungen haben sich in der Schule Gott sei dank nicht sonderlich stark gezeigt und bis auf das Bein hat man mir als Außenstehender auch nichts angesehen. Von dem Schädelbruch habe ich meinen Freunden nichts gesagt, da ich sie davor bewahren möchte, dass sie sich zu viele Sorgen machen. Meinem Klassenlehrer werde ich auch nichts sagen. Ich habe keinen Nerv dazu mir seine möchtegern Schlaumeier Kommentare anzuhören und wenn er was wissen will soll er meine Mutter anrufen.

Die Neurologin hat gesagt, dass ich noch Mindestens sechs Wochen warten muss und das auch damit zusammen hängt wie sich die Geschichte mit dem Bein verhält.

Außerdem gab es ja mit Bonn Probleme: Ich fahre doch hin, allerdings erst mal nur für 3 Tage und danach sieht man vor Ort weiter. Weiterhin bekommen wir jetzt Formulare von der Epi-Klinik Kork zugeschickt, die wir ausfüllen und zurückschicken sollen. Dort setzt man mich dann auf die Warteliste.

Ein mehr oder weniger gutes hat das Tamtam ja: Wenn nur 3 Tage sicher stehen, wird man mir die Schädeldecke wohl kaum aufsäbeln und Elektroden reinstecken.

das für heute

Joeylea
17.07.2013, 18:59
Der heutige Schultag war mal wieder deprimierend.

Bis zum letzten Halbjahr waren meine Fehlstunden von alleine entschuldigt, wenn ich nach einem Anfall die darauf folgenden Tage nicht zur Schule gekommen bin, meine Mutter mich morgens abgemeldet hat, oder ich mit meinem Lehrer abgesprochen habe, dass ich nicht komme (z.B. wegen einem Schwimmbadausflug auf den ich ja nicht mitgehe).

Dieses Halbjahr war das nicht der Fall, aber es hieß: "Es reicht wenn du Ende des Schuljahres die Fehlenden Entschuldigungen einreichst." Das habe ich dann heute auch getan, aber da hieß es dann es sei zu spät. Ich hätte die Entschuldigungen vorher einreichen müssen. Ja wie denn? Wenn ich im Krankenhaus sitze, oder krank zuhause bin, geht das schlecht.

Das Ende vom Lied: Ich werde auf dem Zeugnis über 100 unentschuldigte Fehlstunden haben.

Mein Klassenlehrer hat mir das mal wieder auf die übliche abfällige Art und Weise gesagt wie immer und ich bin froh, dass ich ihn nächstes Jahr los werde. Ich bin generell froh einige Lehrer los zu werden!



Na ja, Freitag gehe ich noch Rezepte und die Überweisung nach Bonn abholen, danach geht`s mit Joey zur Tierärztin, anschließend zum Abschlussgrillen und Samstag fahre ich dann für zwei Wochen ins Harz. Mir blutet jetzt schon das Herz, weil ich die Laufschuhe nicht mitnehmen darf.

petracalifornia
19.07.2013, 05:53
Meinem Klassenlehrer werde ich auch nichts sagen. Ich habe keinen Nerv dazu mir seine möchtegern Schlaumeier Kommentare anzuhören und wenn er was wissen will soll er meine Mutter anrufen.






Mein Klassenlehrer hat mir das mal wieder auf die übliche abfällige Art und Weise gesagt wie immer und ich bin froh, dass ich ihn nächstes Jahr los werde. Ich bin generell froh einige Lehrer los zu werden!





Hallo Joeylea,
Zunaechst einmal wuensche ich Dir alles Gute fuer Deine Zukunft und dass Du Deine Anfaelle bald sicher unter Kontrolle haben wirst. Habe selbst einen Sohn (11), der auf Keppra ist.

Zu meinen obigen Zitaten. Es ist sehr naiv von Dir zu glauben, dass Dein Klassenlehrer nicht voll informiert ist. Der liest ja sicher auch mit. Du schreibst hier öffentlich. Dann musst Du damit rechnen. Ich selbst hatte schon einmal so einen "Fall", wo ueber mich geredet wurde. Alle wussten Bescheid, nur ich nicht???
Deine Mitmenschen, (Lehrer, Patienten im Warteraum, Doktoren ect) kriegen ganz schoen ihr Fett weg.

Alles Gute
Petra

Joeylea
20.07.2013, 07:59
@ petracalifornia: Meine Mitschüler, Freunde und Lehrer wissen ziemlich genau was ich von ihnen halte und wenn mir bestimmte Aktionen gegen den Strich gehen, sage ich das meistens auch direkt. Sollte also tatsächlich jemand hier mitlesen, wird er/sie nur wiederfinden wie da was abgelaufen ist. Ich bin da eher selten so, dass ich einfach meine Klappe halte.Meiner Erfahrung nach ändert sich nämlich nur dann was, wenn man es den Leuten sagt, und das tue ich ja nicht übers netz, sondern direkt ins Gesicht. Sollten Ärzte die mich behandeln/ behandelt haben hier mitlesen ist das auch kein Weltuntergang. Jene über die ich schlechtes geschrieben habe könnten vielleicht (gut, die Chance ist relativ gering, aber na ja) daraus lernen, und die über die ich gutes Geschrieben habe, sehen eben Lob.
Zu den Patienten im Warteraum: Das war echt kacke von denen. Ich schüttel jetzt noch den Kopf und frage mich, warum ich da nicht den Mund aufgemacht habe.
Ich achte aber darauf keine Namen zu nennen, denn öffentlich möchte ich keine Person direkt in die Pfanne hauen. Wenn ich schreibe "Eine Mitschülerin", oder "Der Arzt", weiß ja niemand welche Person das direkt ist, außer vielleicht die Person die gemeint ist.


So, da die letzte Zeit extrem stressig war hier nur kurze Zusammenfassungen:

Das Zeugnis ist wie erwartet ziemlich schlecht (2,6 im Schnitt:klatsch:) und ehrlich gesagt nerven mich die unentschuldigten Fehlstunden. Ich tröste mich damit, das niemanden das Zeugnis aus der neun interessiert sobald ich mein Abi habe.

Das Abschlussgrillen das wir gestern Abend veranstaltet haben war ganz schön, allerdings war ich zwischendrin doch etwas angepieselt, weil es hieß: "Nein, beim Volleyball kannst du nicht mitspielen, du weißt ja was passiert wenn du einen Ball auf den Kopf bekommst." Ja, ich weiß was passiert, aber ich durfte ja schon nicht mit Schwimmen kommen (wir haben an einem Badesee gegrillt) und in solchen Situationen muss ich schwer schlucken. Nachdem ich mich aber abseits der Gruppe beleidigt eine viertelstunde hingesetzt habe, habe ich mich dann auch wieder eingekriegt und mich wieder zum Rest der Klasse gesetzt.


Heute fahren wir dann in den Urlaub und für die (mindestens:klatsch:) Vierstündige Autofahrt habe ich für Joey gestern Kausticks in kleine Stückchen zerpflückt. Leider hasst sie das Autofahren, aber mit muss sie ja trotzdem.
Wovor ich allerdings Angst habe ist das halten auf den Raststätten. Wenn Leute ihre Hunde in der Brüllenden hitze allein im Auto lassen ist das immer ein riesen Theater. Warten, Fahrzeughalter ausrufen lassen, notfalls die Polizei rufen und im schlimmsten Fall Scheiben einschlagen. (Ihr könnt mir jetzt sagen was ihr wollt, aber wenn ich einen Hund in einem Auto in der Sonne sehe, der schon nicht mehr reagiert wenn ich an die Scheibe klopfe und dem es sichtlich sehr schlecht geht, dann hole ich mir zwei- drei Zeugen dazu und lasse den Fahrer auch wirklich nur einmal ausrufen, und rufe zeitgleich die Polizei. Kommt der Halter nicht schnell genug geht eben die Scheibe zu bruch. Lieber Zahle ich die Scheibe als das mir der Hund darin stirbt) Wer sich über Hunde im Backofen informieren will kann das unter anderem hier: TASSO e.V. - "Hund im Backofen" (http://www.tasso.net/Hund-im-Backofen) tun. (Ich hoffe das ist jetzt keine Werbung, denn die soll es nicht sein. Es soll nur zur Information sein.


So, das für jetzt,
Joeylea

Joeylea
23.07.2013, 15:05
So, da ich hier momentan übers handy schreibe fasse ich mich kurz.
Joey hat die fahrt gut überstanden und fühlt sich hier super wohl.sie ist sogar tatsächlich durch einen kleinen bach gegangen und später stelle ich ihr ein hundeplantschbecken auf.

Mir geht es soweit auch gut und die epi scheint mir meinen urlaub zu gönnen. Hier im harz ist es wunderschön und durch die felder kann man beinahe ewig spazieren gehen, wenn wir nicht gerade35° haben

Hennes
23.07.2013, 15:34
Na, das ist ja beruhigend, dass Du nicht auf irgendeinem Rastplatz verhaftet wurdest, als Du das Dach eines fremden Autos mit einer Kettensäge öffnen wolltest :D

Dann gute Erholung!


gruss hennes

Joeylea
25.07.2013, 19:41
Ach kettensäge, quatsch. So voll wie das auto war hätte da keine mehr rein gepasst.

Also: das plantschbecken wurde von joey heute eingeweiht und obwohl es gestern noch so aussah, als das sie dieses ding nie betreten würde, hat sie sich heute morgen einfach mal mit dem hintern herein gesetzt.

Gestern haben wir die herrmannshöhle besichtigt. Ich finde es hat sich gelohnt, ist aber nichts für leute die platzangst oder probleme beim Treppen steigen haben.

Wie es sich gehört bin ich natürlich gegen einen der tieferen steine gerannt und als ich das geräusch gehört habe, war im grunde schon alles verloren. Nach ein paar stunden war die beule zwar schon ordentlich abgeschwollen, aber zum röntgen mussten wir trotzdem. Der bruch, der schon so wunderschön am verheilen war ist wieder auf.

Man wollte mich mal wieder da behalten, aber mir ging es bis auf die kopfschmerzen gut, also ab zurück zu joey.


Vorsichtshalber habe ich gestern abend allerdings trotzdem eine halbe tavor genommen.

Die kopfschmerzen sind momentan noch ziemlich präsent, aber als sich joey kurzerhand im plantschbecken gewälzt hat, musste ich schon lachen. Ich weiß nicht ob sie hier auf ihre alten tage vergessen hat, das sie wasserscheu ist, aber es macht spaß ihr zuzusehen. Kaum zu glauben, aber in drei tagen wird sie schon neun.


Sobald ich wieder zuhause bin lade ich auch einige fotos hoch

Joeylea
28.07.2013, 16:49
So, heute wieder was neues

Joey hat heute geburtstag und ist nun neun geworden. Zur feier des tages hat sie ein stück pansen bekommen und stinkt jetzt erbärmlich. Was solls? Auf das noch viele weitere jahre folgen.

In der nacht von gestern auf heute hat sich mein hirn aber leider wieder mal gemeldet. Joey hat nicht vorgewarnt und mein bett hier hat keine gitter. Ich bin während des anfalls aus dem bett gefallen, habe dabei die wasserflasche aufdas pulsoxi geschmissen und kann nur von glück sprechen, das vor meinem bett ein dicker teppich liegt. Das Pulsoximeter ist kaputt, was aber bei einem wasserschaden von ca einem liter abzusehen war.

Ich hatte eigentlich auf einen ruhigen urlaub gehofft, aber das war wohl nichts.

Das für heute

Joeylea
01.08.2013, 15:19
Okay, der Grund aus dem ich nicht geschrieben habe war schlicht und einfach der, das nicht viel passiert ist und mein Handy zum Schreiben einfach doof ist.

Kurzer Überblick:

Die Urlaubstage waren ganz entspannt und bis auf ein paar Walker die sich über meinen Hund beschwert haben war alles super. Ich habe zwar nicht genau verstanden warum sie sich unbedingt beschweren mussten, da ich Joey habe Beifuß laufen lassen als wir an ihnen vorbeigegangen sind, aber sie haben mir gesagt ich solle gefälligst den Hund anleinen. Naturschutzgebiet war da übrigens auch nicht, sondern wir waren nur zwischen den Feldern unterwegs. Wie auch immer, als ich das nächste mal an ihnen vorbeigegangen bin habe ich Joey einfach angeleint und gut war.

Heute bin ich dann wieder Zuhause und kümmere mich um den Restlichen zu erledigenden Kram bevor ich am Montag nach Bonn in die Einzelhaft muss.

Vom Urlaub und den Vorbereitungen gibt es dann die Tage noch mal Fotos und aus Bonn werde ich wenn möglich täglich kurze berichte schreiben.

Joeylea
04.08.2013, 15:18
So, heute ist dann wohl schon wieder Tasche packen angesagt.

Die Paar Tage die ich jetzt Zuhause hatten waren relativ ruhig und aufgrund der Affenhitze ziemlich faul.

Vorhin habe ich die letzten Paar Sachen eingepackt und bis auf Tabletten, Zahnbürste usw. ist alles schon verstaut.
Zum Zeitvertreib habe ich noch Aquarellfarben, entsprechend Block und Pinsel und meinen eReader eingepackt. Wohl oder übel wird das Mathebuch auch noch folgen.
Wie das ganze jetzt genau ablaufen wird, weiß ich auch nicht so ganz. Mein Wissensstand ist, dass wir morgen Früh so ca. gegen 8:00-8:30 in Bonn aufschlagen werden und das wars dann auch schon.

Als ich das erste mal für einen 24h eeg da war, mussten wir dann noch hier hin und dann wieder dort hin, und da wurde noch mal Blut abgenommen und hier musste noch ein normales eeg gemacht werden und dann wurde ich auf Station gebracht wo man mir den Kopf beklebt hat. Ob das dieses mal wieder so läuft weiß keiner.

Ausnahmsweise hoffe ich mal auf Anfälle, aber bitte erst Montag Mittag oder wann ich auch immer am EEG hänge.


Das für heute

Joeylea
06.08.2013, 09:18
Hallo, leider habe ich es gestern nicht geschafft zu schreiben.der empfang in meinem zimmer ist naja, bescheiden.Also, nach gut 1 1/2 stunden fahrt dank stau, sind wir gegen zehn angekommen.zuerst ging es zur aufnahme, dann auf station.als ich meine sachen abgeladen hatte dann der schock: gehen sie bitte runter zum mrt.Einen moment lang stand ich kurz davor zu weinen.darauf war ich nicht vorbereitet gewesen. Mit dem zureden meiner mutter sind wir dann runter zum mrt, wo man uns sagte wir sollen in einer halben stunde wiederkommen.eine halbe stunde war genug zeit um in der cafeteria noch etwas essen zu gehen.und mehr als genug zeit um noch nervöser zu werden. Als wir zurück waren wurden wir wie üblich aufgeklärt. Man sagte mir, das ich kein beruhigungsmitteln bekommen darf, da es den eeg verfälschen würde.ich musste da so durch. Wir mussten dann noch weitere 40 minuten warten, dann musste ich in die röhre. Ich hatte panik, war schon wieder kurz vorm weinen und als das laute begann, habe ich die halbe stunde hindurch in der ich dort drin lag geweint.trotzdem wollte ich nicht abbrechen, da ich sonst nochmal gemusst hätte. Von anfang an war mir schlecht und schwindelig, das kontrastmittel ließ mich würgen, aber ich blieb liegen. Als ich herauskam war ich völlig erledigt. Psychisch wie körperlich. Die schwester fragte mich ob alles okay war.das war es nicht.mir war schlecht, ich war total erledigt und es grenzte an ein wunder, das ich mich nicht übergab.trotzdem habe ich einfach genickt und bin wieder raus. gott, war ich froh als ich wieder bei meiner mutter war. Auf station gab es schon essen, meine pfannkuchen waren schon kalt, der pudding längst warm, aber immerhin blieb alles drin.Später bekam ich die elektroden festgeklebt und wurde auf meinem big brother zimmer angeschlossen. Ich war einfach völlig erledigt.Heute geht es mir ganz gut und ein freund kommt mich nachher besuchen.ansonsten weiß ich noch nicht was der tag bringt

Joeylea
13.08.2013, 01:21
Hallo,
leider habe ich es früher nicht geschafft einen vernünftigen Beitrag zu schreiben.


Die EEGs sind alle unauffällig geblieben, um genau zu sein sogar vollkommen normal. Einzig und allein bei der Hyperventilation und ein paar Minuten danach war etwas auffällig, beschränkte sich aber auf die Thetawellen.

Der MRT war auch unauffällig, wobei ich offenbar einen Kleinhirntonsillentiefstand von 6mm habe, der (trotz der x MRTs nie aufgefallen ist?!) mich aber noch nie gestört hat. Ob daran was gemacht werden muss ist noch unklar, bisher hatte ich aber keine Beschwerden die darauf zurückzuführen sind.

Ein Schlafentzugseeg wurde nicht gemacht.

Mittwochs hat man erneut versucht einen psychogenen Anfall auszulösen. Und Oh Wunder.... Trotz viel wahei und professioneller nervösmacherei (Ich meine das nicht im Negativen Sinne, ganz im Gegenteil. Ich denke das man psychogene Anfälle durch dieses Verfahren gut auslösen kann, aber wenn man seit drei Tagen verzweifelt auf einen Anfall wartet und dann nichts passiert, obwohl man ein angebliches Anfallsmittel gespritzt bekommt, wird man (oder jedenfalls ich für meinen Teil) ziemlich bekloppt.) passierte nichts.

Im Abschließenden Gespräch hieß es dann: Am ersten Tag sein kaum Medikamente im Blut gewesen (Was eigentlich nicht sein kann. Ich habe sie Zuhause noch genommen und meine Mutter stand daneben.) und der EEG war normal.
Weiterhin hätte der EEG (dem Arzt nach) bei so häufigen Anfällen definitiv auffällig sein müssen, und bei einer so hohen Anfallsfrequenz dürfte ich auch Intelligenz-technisch nicht "überdurchschnittlich" (HAWIK IV 117) ausfallen, sondern eher im Durchschnittlichen bis Unterdurchschnittlichen Bereich liegen. Er hat gesagt, das es mit Wahrscheinlichkeit also keine Epileptischen, sondern psychogenen Anfälle wären.

Samstag kam auch der Arztbrief an. Darin stand allerdings, dass man das Keppra nun erhöhen und Lamotrigin ausschleichen sollte. Das Keppra zu erhöhen macht bei psychogenen Anfällen aber keinen Sinn. Außerdem gab es einige Fehler im Arztbrief. Beispielsweise stand dort:

-Das ich wöchentlich mindestens einen Sturzanfall habe (was ja quatsch ist. Wir haben gesagt, das ich in zwei Wochen hintereinander jeweils einen Sturzanfall hatte)

- Die Anfälle NUR in der Schule, bzw. nie im häuslichen Umfeld auftreten würden (auch Quatsch. In der Schule kommt es zwar häufig zu Anfällen, aber da verbringe ich ja euch 2/3 meines Tages und in den Ferien usw. kommt es genauso zu Anfällen, egal wo ich bin)

- Ich davon ausgehen würde, das die Anfälle vom Schlafentzug des WE ausgelöst werden würden (Meine Mutter hatte diesen Gedanken und der bezog sie auch nur darauf, das ich vom Schlafentzug Anfälle bekomme. Ich bin eine schlechte Schläferin (Autogenes Training etc. haben wir schon durch) und schlafe erst spät ein. Am Wochenende ist das nicht sooo schlimm, da ich dann länger schlafen kann, Wochentags während der Schulzeit muss ich um spätestens halb sechs aufstehen. Egal wie früh ich mich hinlege)

- Das Lamotrigin hätte überhaupt keine Wirkung gezeigt (auch quatsch)

Solche Auffassungsfehler können natürlich jedem passieren, das ist nur normal, zumal in einem vollen Uniklinikum sowieso großer Stress herrscht. Ich möchte da auch niemandem Vorwürfe machen, nur sind diese Angaben ja trotzdem falsch.

Momentan bin ich noch etwas verwirrt denn auf der einen Seite habe ich Ärzte, Notärzte, Krankenschwestern und Rettungssanitäter die alle Sagen: Das waren Epileptische Anfälle, und auf der anderen Seite habe ich den Arzt in Bonn, der seit zwanzig Jahren nichts anderes macht als die Epileptologie und der sagt, das er guten Gewissens sagen kann, das es keine Epileptischen Anfälle sind.

Ich war zwar nur drei Tage in Bonn, aber die haben da nun mal sehr viel Erfahrung und sind sehr gut ausgerichtet. Stellt sich nun die Frage: Wer steht richtig? Oder ist es beides? Waren die drei Tage in Bonn zu kurz?

Ich persönlich halte die drei Tage in Bonn für zu wenig, da man mir Schon oft gesagt hat: "Du kannst Wöchentlich Anfälle haben und dann bist du für drei Wochen da, der EEG ist vollkommen unauffällig und nichts passiert. Zwei Wochen Zuhause hast du dann an einem Tag drei Anfälle."
Zudem ich ja teilweise wirklich längere, Anfallsfreie Zeiten habe.

Psychogene Anfälle standen früher schon mal in der Frage, aber nach langen Gesprächen mit Psychologen ist nie etwas herausgekommen was auf psychogene Anfälle hindeuten würde. Nur der Stress und der Kummer den mir die Anfälle bereiten sind aufgefallen, aber die kommen ja erst durch die Anfälle.

Außerdem sprechen natürlich etliche Berichte von Leuten (auch medizinischem Personal) gegen psychogene Anfälle, denn davon bekommt man weder riesen Pupillen die sich auch bei Licht nicht verändern, noch haut idR der Sauestoff so weit ab. Ungewöhnlich sind dann nämlich auch nächtliche Anfälle, und oftmals bleiben auch die schweren Verletzungen aus, da angeblich auch gewisse Reflexe noch vorhanden sein sollen. Leider lässt sich das natürlich alles nicht bombenfest darlegen (klar, einen epileptischen Anfall sieht man auf dem EEG, aber man kann genauso gut beides haben usw....)

Momentan blicke ich also nicht ganz durch, weiß nicht genau auf wen oder was ich jetzt hören soll und weiß auch nicht so direkt wohin mit mir.

Auf der einen Seite könnte ich (sollten es psychogene Anfälle sein) mit einer Psychotherapie vielleicht ohne Medikamente usw auskommen und es bestünde eine größere Heilungschance, auf der Anderen Seite Sprechen so viele Dinge (Hirnprellung, fehlende Reflexe, viele eegs, Verletzungen...) gegen psychogene Anfälle und sollte ich die Medikamente dann wegnehmen, kann es dazu kommen, das ich stärkere Anfälle bekomme und die Medikamente bei erneuter Aufdosierung nicht mehr greifen.



Kurz gesagt bin ich momentan ziemlich verunsichert und wir warten jetzt auf den nächsten Termin bei meiner Neurologin. Das Lamotrigin sollte ja so oder so mit der Zeit raus, aber das mit dem Keppra (bei psychogenen Anfällen) rauf würde ja dann keinen Sinn machen und was weiß ich nicht noch...

Sobald ich was neues weiß werde ich berichten, aber momentan bin ich selbst noch sehr verwirrt

Joeylea
17.08.2013, 15:08
So, kurzes Update,

Einen Termin bei meiner Neurologin konnten wir leider noch nicht so schnell bekommen, also muss ich bis zum 3.9. warten.


Heute hat mir Joey einfach mal so aus dem Nichts heraus auf den Fuß gekotzt, was mit Ballerinas an den Füßen und so mitten in der Pampa auf dem Feld ca. 5 km von Zuhause entfernt natürlich so richtig schön ist. Hat man ja gerne so`n gefühlten halben Liter Hundekotze zwischen den Zehen und weit und breit keinen Bach, See oder derartiges in der Nähe. Ich hatte dann die Wahl zwischen Schuh ausziehen und barfuß durchs Zeckenreiche Gras zu laufen, oder weiter bei jedem Schritt die Hundekotze zwischen den Zehen zu spüren. Ich habe mich für den Zeckenweg entschieden und habe dann bei der nächsten Möglichkeit auf einen Asphaltweg gewechselt. Natürlich habe ich meinen Fuß im Gras halbwegs sauber gemacht, aber die Leute die an mir vorbeigegangen sind mussten sich das Lachen wohl schwer verkneifen. Aber ich nehme es mit Humor.

Sonst geht es uns allen aber ganz gut, nur am Donnerstag wurde ich von vielen Absencen geplagt und gestern sind deswegen drei Gläser und ein Spiegel kaputt gegangen.

Joeylea
25.08.2013, 12:00
Also...

Bisher gibt es nicht viel neues von mir. Ich habe es am Mittwoch geschafft eine gemütliche Tour mit dem RR zu unternehmen und ansonsten war es das.

Weiterhin habe ich für die nächste Woche ein Praktikum bei einem Tierarzt angestrebt, leider aber noch keine genaue Rückmeldung bekommen. Montag muss ich mich dann erneut dort melden.

Joeylea
26.08.2013, 10:21
So neue Rückmeldung:

Mein Praktikum beginnt morgen und ich darf ab halb Acht in der Praxis beginnen. Ich kann nur raten wie ich mich dort schlagen werde, aber eine gewisse Ahnung von Tieren habe ich ja und Probleme im Umgang mit Mensch und Tier habe ich ja auch nicht.
Also gehe ich da morgen einfach mal offen rein und lasse mich überraschen

Grüße
Joeylea

Hennes
28.08.2013, 11:20
So neue Rückmeldung:

Mein Praktikum beginnt morgen und ich darf ab halb Acht in der Praxis beginnen. Ich kann nur raten wie ich mich dort schlagen werde, aber eine gewisse Ahnung von Tieren habe ich ja und Probleme im Umgang mit Mensch und Tier habe ich ja auch nicht.
Also gehe ich da morgen einfach mal offen rein und lasse mich überraschen

Grüße
Joeylea

Dann wünsch ich Dir viel Spaß dabei - und schlepp nicht so viele "arme, kranke Tiere" mit nach Hause, wie ich das befürchte :zwinker2:


gruss hennes

Joeylea
28.08.2013, 21:41
Keine Angst, mit nach Hause nehme ich da keine weiteren Tiere:wink: Joey nimmt meine Aufmerksamkeit vollkommen in Anspruch:D

Kurze ZF der letzten Tage:

Dienstag: Als ich morgens angekommen bin hat man mir Arbeitskleidung gegeben und mich erst einmal herumgeführt. Ich bin zwar eine völlige Orientierungsidiotin, aber mittlerweile finde ich mich ganz gut zurecht. Hatte ja schon gut zu tun.
Als erstes waren die Sprechstunden angesagt, bei denen ich vorerst nur dabei stand, mir aber viel gezeigt wurde. Neben Hunden und Katzen haben sich auch noch Schildkröten und andererlei Tiere blicken lassen.
Nach der Sprechstundenzeit wurden die OP`s vorgenommen. Ich habe mich dazu stellen können und mir wurde einiges Erklärt und gezeigt. Dort hat sich auch herausgestellt, das man manchmal doch mehr machen muss als gedacht.

Nachdem die OP`s vorbei und die Tiere in ihren Boxen auf Station waren ging es (wie für Praktikanten typisch) ans Auffüllen. Sprich Spritzen, Nadeln, Kanülen, etc, pp

Danach ging es mit einer Mittagspause weiter und zwischendrinn habe ich noch einiges an Boxen sauber machen müssen, da die Tiere sich doch häufig einnässen und nach einer OP etwas bluten oder kotzen.
Nach der Pause waren wieder Sprechstunden dran und anschließend war erneut die weitere Pflege der Stationstiere angesagt. Was ich wirklich sehr gut geregelt finde, ist das die Tiere durchweg immer mal wieder kurz kontrolliert werden. Immer mal wieder sieht jemand nach und dreckige Decken usw werden sofort gewechselt.

Die Tierärzte und Mitarbeiter sind alle sehr freundlich und offen und ärgern sich gegenseitig ganz gerne mal. Das Arbeitsklima ist auch wenn es mal hektisch wird immer locker. Am ende meines Tages war ich fast schon etwas enttäuscht, dass er so schnell vorbei war.

Mittwoch: Heute waren für mich einige Sachen schon vollkommen klar, also habe ich als ich angekommen bin und mich umgezogen habe einfach mit den anderen Mitarbeitern die Tiere Versorgt und mich anschließend ans erneute auffüllen der Materialien gemacht. Anschließend ging es wieder in die Sprechstunden wo man mich dann zwischendrin zu einer OP herausgerufen hat, die ich mir mit ansehen durfte.
Später kam die eigentliche OP Zeit in der ich diverse Tiere aus der Station hochgeholt und festgehalten habe. Was sehr interessant ist, ist wie schnell das Narkosemittel wirkt (Ich brauche sowas dringend für meine Geschwister) . Die Schlafenden Tiere wurden entsprechend geschoren und intubiert (was ich natürlich noch nicht übernommen habe) und anschließend operiert. Nach dem zumachen mussten die Tiere wieder herunter getragen werden, was aber bei einem schlafendem 40kg Hund auch zu zweit nicht unbedingt einfach ist.
Weiterhin habe ich heute bei einer spezielleren OP zusehen zusehen können, wobei ich mit Haarnetz, Mundschutz usw auch wirklich gut abgedeckt war. nach der OP war allerdings noch so viel zu tun, das ich tatsächlich 20min lang vergessen Haarnetz und Mundschutz abzunehmen.

In der Praxis gibt es zwei verschiedene Stationen: Die Iso-Station und die Normalstation. Auf der Iso liegen die "Sorgenkinder", oder diejenigen die gerade aus der Narkose wieder aufwachen und spezieller Pflege bedürfen. Hier schaut man schon am zweiten Tag reflexartig beim Vorbeigehen an der Tür einmal kurz rein. Dort ist auch immer viel zu putzen.

Auf der Normalstation liegen die Tiere vor oder nach den OP`s und jene die soweit eben nicht als "Sorgenkinder" durchgehen. Mit dabei haben wir auch einen Lautstarken Husky der nur dann die Klappe hält wenn man ihn anmotzt und auch keine 20 Sekunden länger. Wenn man dann gerade dabei ist eine benutzte Box zu säubern oder irgendwas zu putzen oder was auch immer geht einem das schwer auf die Nerven und stellt die Geduld auf die Probe. Einen ähnlichen, aber viel kleineren Hund (ca. 20cm Rückenhöhe und mit seltsam wirkenden Fell) hatten wir auch auf der Iso und gerade da dauert die Versorgung schon mal länger. Nur das dieser Hund viel, viel höher Bellt und nach spätestens 10 min tut es einem im Kopf weh. Ich habe selten so sehr das Bedürfnis gespürt jemandem die Klappe zuzuhalten, aber das geht natürlich nicht.

Viele der Hunde die ich dort gesehen habe sind (Proportionsmäßig) viel dicker als Joey und mit einigen herauszugehen (Zum "gassie"-gehen gibt es direkt an der Praxis eine größere Wiese) erweißt sich als wahre Kraftprobe für die Arme. Wenn sich da so ein 41kg Hund in die Leine hängt, muss ich mich mit meinen sieben kg mehr schon sehr dagegen lehnen. Trotzdem erledige ich auch das gerne.


Es ist erstaunlich wie ähnlich sich Human und Tier Medizin sind und einige meiner Freunde wie zB Venenzugänge oder Infusionsschläusche sind identisch.


Bisher hatte ich also Spaß an meinem Praktikum. Die Mitarbeiter die Seit heute von meiner Epi wissen, haben mir einige Fragen gestellt, wie ich sie schon gewohnt bin. Was ich allerdings das erste mal gehört habe: "Wie gehst du mit der Angst um?" Im ersten Moment musste ich auch kurz darüber nachdenken. Im Grunde verdränge ich sie so gut ich kann, aber ich kann nicht behaupten, dass ich sie nicht hätte. Ich habe darauf dann geantwortet das ich einfach gelernt habe damit zu leben.


Nach zwei Tagen mit anderen Tieren zusammen werden mir Joeys Macken auch extrem sympathisch.

Das für heute

Hennes
29.08.2013, 10:23
Ich habe darauf dann geantwortet das ich einfach gelernt habe damit zu leben.

Ja, das beweist Du hier eins ums andere mal wirklich klasse :daumen:


gruss hennes

Meroko
29.08.2013, 11:08
Es ist erstaunlich wie ähnlich sich Human und Tier Medizin sind und einige meiner Freunde wie zB Venenzugänge oder Infusionsschläusche sind identisch.

Auch viele Salben und Medikamente werden aus der Humanmedizin genommen, fand ich auch immer bei meinen Praktika spannend :) (oder ist es andersrum? ;) ). Ich bin nur ein totales "Verletzer-Weichei" und kam mit Blut, OP, Schere/Nadel nur schwer zurecht.. Am Tier wie an mir :D Daher meinen Respekt, dass du so locker dabei zusehen kannst!

LG

Joeylea
29.08.2013, 18:53
Die Medikamente wurden häufig aus der Humanmedizin übernommen.
Blut etc. machen mir nichts aus.

Bericht für heute:

Der Tag ist an und für sich ganz gut gelaufen. Einige Aufgaben übergibt man mir schon so und der kläffende Husky ist auch weg.

Geärgert habe ich mich allerdings heute kurz vor Feierabend. Ich musste eine Stunde vorher Ablaufrinnen schrubben (was ich schon am Vortag tun musste, wo nach ich ganz klar gesagt habe: Ich will das nicht nochmal machen.) und bin damit nicht ganz fertig geworden (was klar war, da ich von vorne herein nicht genügend Zeit hatte.) Als ich gegangen bin habe ich Oben Bescheid gesagt, damit Jemand das fertig machen kann. Heute habe ich mir dann anhören dürfen das ich ja in einer Stunde nix geschafft hätte, sie das komplett haben selber machen müssen und damit dann zu zweit in 15 min fertig währen. Außerdem hätte ich warten müssen bis jemand eben herunterkommt.
Das mit dem herunterkommen war wirklich mein Fehler, ich war davon ausgegangen wenn ich oben bescheid sage geht jemand herunter. Was allerdings Schwachsinn ist, ist das ich angeblich nichts getan hätte. Was denken die denn wieso sie den Rest in 15 min haben schaffen können? Das Fell ist jedenfalls nicht alleine aus den Rinnen gesprungen und die Reste die bereits weggeschrubbt waren, waren ja auch schon mal vorhanden. Ich habe mir dann sagen lassen dürfen, das das ja Scheiße von mir war.
Ich bin niemand der seine Fehler nie einsieht. Ganz bestimmt nicht. Das mit dem Abwarten wusste ich nicht, war also mein Fehler, stehe ich zu.
Aber ich bin dort definitiv nicht die Putzfrau und ich habe zuvor schon gesagt dass ich das a) nicht machen möchte und b) zeitlich nicht damit fertig werde.
Als man mir das gesagt hat und ich dann eben darauf erwidert habe, dass das ja so nicht stimmt, sagte sie mir nur sie wolle ja keine Diskussion anfangen und das wäre halt so gewesen.

Ehrlich gesagt bin ich stink sauer, denn ich bin als Praktikantin und nicht als Putzfrau da. Außerdem haben mich andere Leute beim Schrubben gesehen und diese Äußerungen finde ich fast schon unverschämt mir gegenüber.

Es der Person erneut zu sagen wäre Schwachsinn, da sie mir ja sowieso nicht zuhört und somit muss ich wohl oder übel damit Leben dass ich grundlos einen Anpfiff bekommen habe. Nachdem ich mich jetzt hier beschwert habe trage ich es mit Fassung. Man sieht sich immer zweimal.


Sonst geht es uns Allen soweit gut.

Joeylea
01.09.2013, 11:18
So,

Der letzte Tag meines Praktikums ist leider mal wieder schlecht geendet.

Am Freitag habe ich wohl eine ganze Menge geschafft und vieles Gelernt, nur leider hat mich ein ordentlicher Anfall eingeholt.
Ich wollte mit einem der Tierärzte in einen anderen Raum wechseln und dann hat`s auch schon geknallt.
Ich hatte Glück das dort alle so gut reagiert haben und somit wurde ich auch auf die Seite gelegt, der Mund immer leicht offen gehalten und den Kopf so gedreht, dass der Schaum problemlos abfließen konnte.
Der Notarzt hat mich mit Tatü Tata ins Kh gebracht, wo man mich nach der Aufnahme auf die Intensiv geschoben hat. Dann hat man mich geröngt und CT`s gemacht und Abends war ich wieder halbwegs auf dem Damm, sodass wir mich wieder selbst entlassen haben.

Aus dem Krankenhaus raus bin ich dann gleich wieder zum Tierarzt gefahren um da noch einmal bescheid zu sagen und meine Arbeitskleidung die ich ja immer noch an hatte dort abzugeben. Die Tierärztin hat mir dann erklärt was passiert ist, aber ich habe es nicht geschafft alles im Kopf zu behalten, da ich dank Gehirnerschütterung noch etwas wirr im Kopf war.
Da ich allerdings einen Großteil von dem was passiert ist vergessen habe, hat man mir sofort angeboten das Praktikum zu wiederholen, was ich in den Herbstferien auch dann direkt für zwei Wochen tun werde.

Ich bin sehr dankbar dafür, das man mir das sofort angeboten hat und das es wegen der Anfälle keine Berührungsängste gibt. Anhand dem was ich hier geschrieben habe und auch anhand meiner Notizen sehe ich, dass es mir dort sehr viel Spaß gemacht hat und ich bin froh das Praktikum wiederholen zu können.

Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass die Leute nach so einem Anfall dazu bereit sind mir derlei Dinge erneut zu ermöglichen. Oft ist die Angst vor erneuten Anfällen und deren möglichen Folgen zu groß und man wird mit einem mal nicht mehr wie eine "normale" Person behandelt. Leider gibt es viel zu viele dieser Menschen und deshalb ist es für mich umso lobenswerter solche Menschen wie da zu treffen. Menschen die mir und auch allen anderen Leuten trotz solcher Krankheiten oder was auch immer erneut offen gegenüber treten und Verständnis für die Betroffenen haben, anstatt wegen derlei Dinge Angst zu haben und die Menschen nicht mehr zu behandeln wie zuvor.
Ich denke mit dieser Praxis habe ich genau die richtige Praxis gewählt und ich freue mich darauf dort im Herbst erneut ein Praktikum machen zu dürfen.


Generell geht es mir schon wieder relativ gut. Das Essen bleibt schon wieder drin, die Kopfschmerzen klingen langsam ab und eine kurze Runde mit Joey ist nachher auch wieder drin.

Das ich den Text etwas konfus geschrieben habe tut mir leid, aber ich bin noch immer nicht ganz klar im Kopf.

Grüße
Joeylea

Hennes
01.09.2013, 13:01
Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass die Leute nach so einem Anfall dazu bereit sind mir derlei Dinge erneut zu ermöglichen. Oft ist die Angst vor erneuten Anfällen und deren möglichen Folgen zu groß und man wird mit einem mal nicht mehr wie eine "normale" Person behandelt. Leider gibt es viel zu viele dieser Menschen und deshalb ist es für mich umso lobenswerter solche Menschen wie da zu treffen. Menschen die mir und auch allen anderen Leuten trotz solcher Krankheiten oder was auch immer erneut offen gegenüber treten und Verständnis für die Betroffenen haben, anstatt wegen derlei Dinge Angst zu haben und die Menschen nicht mehr zu behandeln wie zuvor.


:daumen::daumen::daumen:



Das ich den Text etwas konfus geschrieben habe tut mir leid, aber ich bin noch immer nicht ganz klar im Kopf.


Warum sollte es Dir anders gehen als uns :hihi:


gruss hennes

Dee Dee
03.09.2013, 16:05
Das ich den Text etwas konfus geschrieben habe tut mir leid, aber ich bin noch immer nicht ganz klar im Kopf.



Wenn der Durchschnitts-Forist klar so gut lesbar schreiben würde wie Du "konfus", wäre die Welt (na ja, zumindest das Forum) ein besserer Ort! :daumen:

Joeylea
03.09.2013, 16:42
Wenn der Durchschnitts-Forist klar so gut lesbar schreiben würde wie Du "konfus", wäre die Welt (na ja, zumindest das Forum) ein besserer Ort! :daumen:
:hihi: Mir fallen da tatsächlich gerade so ein paar Spezis ein auf die das zutreffen könnte


So, da ich gerade von der Neurologin zurück bin, werde ich mal kurz darüber berichten.

Bevor ich bei der Neurologin war, habe ich noch einmal mit der Tierärztin telefoniert um meiner Neurologin den Anfall korrekt zu schildern. Wir haben uns dann dazu entschieden das Lamotrigin langsam abzudosieren, das Keppra in Ruhe zu lassen und nach einem Kinder und Jugendpsychologen zu suchen. Ab heute Abend nehme ich also 25mg Lamotrigin weniger und setze alle zwei Wochen weitere 25mg ab. Am 8.10 muss ich dann erneut hin, sollte vorher noch mal was sein natürlich ebenfalls.

Außerdem färben sich meine Blauen Flecken jetzt mittlerweile grünlich-gelb und ich bin guter Dinge in ein paar Tagen wieder normal auszusehen. Ab morgen heißt es auch wieder ab zur Schule und dann bekomme ich auch meinen Stundenplan. Mal sehen welche Kurse zusammengekommen sind.

Joeylea
04.09.2013, 15:45
So, heute war der erste Schultag des neuen Jahres und damit mein erster Tag in der Oberstufe.

Nach langen Erklärungen haben wir alle unsere Individuelle Stundenpläne bekommen und obwohl ich alle meine Wahlfächer Bekommen habe, bin ich mit einem Teil meiner Lehrer nicht unbedingt zufrieden, aber irgendwas ist ja immer und ich werd`s überleben. Vielleicht sind die Lehrer dieses Jahr besser gelaunt.

Ansonsten ist mein Stundenplan komplett voll und im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich nicht eine einzige Freistunde. Ob das jetzt gut oder schlecht ist weiß ich noch nicht so ganz, aber da ich ziemlich viele neue Fächer habe, bin ich guter Dinge, dass ich die nächsten paar Tage keine Langeweile bekommen werde.

Joeylea
08.09.2013, 22:29
Also...

Die Aufklärerei der Lehrer geht mir so langsam auf die Nerven und ein paar neue Lehrer kommen noch.

Und....
Ab Dienstag ist wieder Training:D:D:D

Joeylea
12.09.2013, 11:53
Also:

Das erste Training seit der Matschbirne ist am Dienstag erwartungsgemäß ausgefallen. Die Leistungen waren das aller letzte und das hat mir zwischendrin auch ziemlich die Motivation geraubt, aber es heißt mal wieder: hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!

Dienstag Abend hat sich dann später herausgestellt, dass drei Stunden Training bei Wind und Regen nicht unbedingt förderlich für mein Immunsystem sind, denn jetzt sitze ich erkältet Zuhause. Ich denke aber dass ich morgen bereits wieder zur Schule gehe und dann kann ich auch schnell wieder weitertrainieren.

Bis auf eine leichte Erkältung geht es mir ganz gut und Joey liegt auch friedlich schlafend in der Ecke.

Hennes
12.09.2013, 12:00
Also:

Das erste Training seit der Matschbirne ist am Dienstag erwartungsgemäß ausgefallen. Die Leistungen waren das aller letzte und das hat mir zwischendrin auch ziemlich die Motivation geraubt, aber es heißt mal wieder: hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!.

Also:

Du weißt genau wie es läuft, Du hast -aus gutem Grunde- Wochen lang nix gemacht, dementsprechend muss Deine Erwartungshaltung nur gen Null tendieren. Du kannst trainieren, Du trainierst - gut isss! Sei froh drum :daumen:


gruss hennes

Naturhexerl
14.09.2013, 10:09
Hallo Lea! Ich hab jetzt alles hier nachgelesen und muss sagen: Ich bewundere dich für deinen Kampfgeist und dein Durchhaltevermögen. Klar kannst du sagen, dass dir ja nichts anderes übrig bleibt, aber mit welcher Energie du dich jedes Mal wieder aufraffst, ist toll :daumen:

Joeylea
14.09.2013, 20:57
Danke Naturhexerl

Also kurzes Update von mir:

Freitag war ich wieder in der Schule und die Erkältung habe ich hinter mir. Außerdem bin ich jetzt zwei Wochen Anfallsfrei und am Dienstag werden morgens und Abends 25mg Lamo herunter genommen.

Außerdem haben wir heute ein Gartenhäuschen gebaut wofür einige Freunde da waren die geholfen haben. Einer davon hat einen 1 Jährigen Sohn der auch mit von der Partie war um den ich mich dann heute gekümmert habe und Joey war herrlich Eifersüchtig.

Joeylea
15.09.2013, 23:36
Sooo,

kurzer Bericht für heute:

Trainingsmäßig habe ich heute außer etwas Krafttraining nichts gemacht. Dafür war ich heute mal wieder eine nette Schwester und habe meinem kleinen Bruder einige Dinge im Umgang mit Hunden gezeigt wofür Jo natürlich herhalten musste. Nach drei Stunden hat er dann gelernt wie man einem Hund welche Befehle erteilen sollte, wie man richtig lobt, wie man einen Hund klar zeigt auf wen er zu hören hat und nicht zuletzt wie man richtig mit ihr Spielt.

Für viele mag sich das jetzt etwas schwachsinnig anhören, denn die meisten werden sich denken: Wenn der Hund was gut macht kriegt er was zu fressen in den Mund geschoben, wenn man mit ihm spielt wirft man ihm einen Ball und wenn er nicht hört oder zu weit geht wird er angeschrien, aber so läuft das nicht. Oder sollte es jedenfalls nicht, auch wenn man das oft genug sieht.

Für seinen Hund hat natürlich jeder eigene Ansichten von Erziehung, was sich von Futter, Lob, Spielzeug und leider auch bis hin zum Schlagen zieht. (Wenn ich sowas sehe habe ich immer das verlangen feste mit der Faust ins Gesicht zurück zu schlagen, denn der Hund kann idR nichts für seine Fehler. Meistens versteht er Befehle nicht, oder hat irgendwelche Ängste, oder wurde einfach schlecht erzogen, oder, oder, oder... Und meistens kann er sich nicht wehren, denn sie weichen idR zurück und schnappen dann nicht zu)
Joey habe ich jedenfalls nach einem Konzept erzogen das mir für sie sehr geeignet erschien. Wäre es das nicht gewesen würde sie heute wahrscheinlich nicht über vierzig Befehle beherrschen *stolz auf Jo sei*.

Um euch mal einen Kurzen Überblick über mein Erziehungskonzept für sie zu geben: Joey kennt verschiedene Arten der Belohnungen: Leckerchen+ sprachliches Lob, sprachliches Lob+ Körperkontakt (Streicheleinheiten usw.),"Spielerisches" Lob (werfen des Lieblingsballs oder Tauziehen) + Sprachliches, Klicker mit "Jackpott" der irgendwann kommt, nur Sprachliches Lob (was aber nur bei Grundbefehlen zum Einsatz kommt, da diese Kommandos sitzen müssen und ich es nicht für nötig halte sie für Sitz, Platz, Beifuß, komm, Nein, Aus und Pfui großartig zuloben. Am Anfang war das natürlich anders, aber diese Befehle sitzen seit sie ein paar Monate alt ist und haben für sie als selbstverständlich zu gelten. Das Lob bedeutet für uns, das ein Kommando aufgehoben ist und eben das sie es gut gemacht hat.)
Neue Kommandos werden unter möglichst wenig anderen Reizen versucht zu lernen und um ihr nicht die Lust zu nehmen wird nie so lange geübt bis sie keine Lust mehr hat, sondern immer nur bis das neue Kommando halbwegs verstanden ist. Danach kommen einige Wiederholungen von alten Kommandos die sie sicher beherrscht und zum "Entlassen" kommt noch ein einfaches Spiel das ihr Spaß macht.Sollten Kommandos nicht verstanden werden, werden bei uns Fehler ignoriert und nicht bestraft. Nach ein paar Fehlschlägen wird ein sicher beherrschtes Kommando gegeben um sie Loben zu können damit sie nicht die Lust verliert.
Grundbefehle werden bei mir nur ein einziges mal und mit klarer, konsequenter Stimme gegeben. Das reicht bei uns völlig aus und signalisiert ihr: "Jetzt und ohne warten!" Andere Befehle werden bei mir mit "lockerer", freundlicher Stimme gegeben, sollte ich sie bei gut beherrschten,bekannten Kommandos die sie sonst auch beim ersten mal ohne zu zögern ausführt wiederholen müssen beim zweiten mal mit fester Stimme. Neuere Kommandos oder diese welche sie noch nicht so gut beherrscht werden IMMER mit höherer Stimme, wie man sie auch bei Babys und kleinen Kindern verwendet gegeben und wiederholt und ausgiebig Gelobt.
Bei Kommandos die wir gerade neu erlernen wird immer nur während der Ausführung der spätere Befehl gesagt, bzw im lobenden Ton "Fein Trommel" oder was auch immer wir da gerade machen gesagt.Werden sie richtig ausgeführt, wird überschwänglich gelobt.
Einige Leute wenden ein Bestrafungskonzept an, was bei mir nicht vorhanden ist. Das geht von Aufstampfen über unangenehme Sachen hinzufügen über Anschreien und leider auch bis hin zu Körperliche Sachen. Meiner Meinung nach falsch, denn ich finde man muss, wenn das Kommando nicht verstanden wird, es in "Einzelteile" zerlegen und immer wieder mit Geduld Stück für Stück Wiederholen und irgendwann die Teile zusammenfügen. Wie geschrieben: bei Joey hat es bisher immer super funktioniert.

Worin man noch unterscheiden kann sind die verschiedenen Arten der Kommandos welche bei uns währen:
-Gesprochen
-Handzeichen
- Zeichen mit dem Target
Wobei von mir allerdings Target und Handzeichen meistens mit Gesprochenen Kommandos verbunden werden. Obwohl Joey Blind ist, ertippe ich mich immer noch dabei wie ich Hand- und Targetzeichen ausführe. Wobei ich mittlerweile weiß: Joey lebt gar nicht in kompletter Dunkelheit, sondern sieht alles viel weniger Hell und vollkommen verschwommen, sodass sich nichts mehr groß erkennen lässt und sie Abstände kaum mehr einschätzen kann. Das macht es zwar nicht besser und sie erkennt die meisten Sachen trotzdem nicht, aber es gibt mir die Möglichkeit sie etwas besser zu "führen" und sie zu Tunneln, Hindernissen etc. zu lotsen.

Sonst arbeite ich mit keinem anderen Konzept. Viele Leute die mich sehen wenn ich Joey Grundkommandos gebe, oder wenn ich einen Befehl das zweite mal mit fester stimme wiederhole, sagen ich sei in meiner Erziehung sehr streng. Ich persönlich würde mich allerdings nicht als streng bezeichnen, sondern viel eher als Jemand an dem sie sich orientieren kann. Ich zwinge sie ja zu nichts, halte es aber trotzdem für wichtig größtenteils Konsequent zu bleiben, denn Hunde testen ebenso wie Kinder ihre Grenzen aus und wenn ich mir von Joey immerzu auf der Nase herumtanzen lassen würde, wären wir wahrscheinlich kaum ein so gutes Team. Konsequenz heißt (für mich) schließlich nicht zu bestrafen oder zu verlangen, dass sie sofort bei jedem Kommando auch wenn es noch nicht so gut sitzt zu "kuschen", sondern einfach nur, dass sie die "wichtigen" Sachen "ohne Wenn und Aber" ausführt und ich mich darauf verlassen kann.

Es kann jetzt sein, das ihr mich auch für sehr streng haltet, aber ich sehe täglich Menschen mit Hund die offenbar eine falsche oder schlechte oder gar keine Erziehung gewählt haben und immer wieder bemerke ich dann, dass der Hund nicht auf Herrchen/ Frauchen reagiert/eingeht und der Mensch dem Hund nicht sagen kann wo es lang geht. Manchmal bekommt der Hund auch zu wenig Aufmerksamkeit. So oder so, da nehme ich es mir einfach mal heraus zu sagen: Ein sooooo gutes Team können die beiden nicht sein.
Was ich allerdings noch dazu sagen muss: Auch der Hund erzieht sein Herrchen ein Stück weit. Durch Joey habe ich gelernt, dass Konsequenz manchmal wichtig sein kann und man oft viel Geduld braucht. Außerdem habe ich durch sie gelernt, dass man auch handeln muss ohne in irgendeiner Weise an sich zu denken und das es wichtig ist Fehler Anderer auch mal völlig zu vergessen oder auch wenn man selbst betroffen ist darüber hinweg zu sehen nachdem man einmal gesagt hat: "Hör mal, das fand ich Schei ße,aber mach den Mist einfach nicht nochmal und entschuldige dich und dann ist die Sache gegessen." Natürlich regt man sich über bestimmte Dinge, bei denen man sich sehr angegriffen fühlt trotzdem darüber auf, aber wenn man sich dann mal ausgekotzt hat, kriegt man sich wieder ein.

Ich habe das Glück Eltern zu haben, welche schon immer sehr darauf geachtet haben, dass ich soweit es für mich möglich war immer sehr selbstständig war. Weder sie noch ich bereuen, dass ich Joey schon im Alter von nur sechs Jahren bekommen habe, denn wenn ich Hilfe gebraucht hätte, hätte ich diese immer von ihnen bekommen können und ich denke was Verantwortung und Selbstständigkeit angeht ist so ein Hund beinahe unschlagbar. Man kann einem Kind Aufgaben erteilen, ihm sagen es soll das Kaninchen füttern oder dergleichen, aber wer ein Tier hat zu dem man eine solch starke Verbindung aufbauen kann, fühlt man sich völlig von allein Verantwortlich. Gut, es muss ja nicht gleich der eigene Hund sein (meistens ist es anfangs "nur" der Familienhund.), aber dass muss natürlich von Person zu Person unterschieden werden und die Möglichkeit der Hilfe muss selbstverständlich immer da sein.

Um ganz ehrlich zu sein denke ich sogar, dass ich ohne Joey heute nicht immer wieder nach jedem Anfall mit so viel "Entschlossenheit" (kann man das so sagen?) wieder aufstehen würde oder immer darum kämpfen würde meine Selbstständigkeit und mein Selbstbewusstsein zu bewahren. Ich muss immer wieder Rückschläge einstecken und mich wieder hochkämpfen und ganz ehrlich: das ist oft nicht leicht.
Ich bekomme von vielen Seiten Unterstützung, von anderen wiederum bekomme ich ganz schön was hereingedrückt.Manchmal mischen sich diese Seiten. Aber Joey ist in dem Sinne immerzu eine wichtige und konstante Stütze für mich auf die ich mich immer verlassen kann und die mir so ziemlich als einzige das Gefühl geben kann, dass ich völlig "normal" sein kann. What ever this means.


Wenn du einem Hund dein Herz schenkst, schenkt er dir seins. Ich denke da ist was dran.

Meroko
16.09.2013, 09:42
Die Hundeerziehung sollten viel, viel mehr Menschen genau so machen! Im Moment haben wir hier einen Ridgeback-Welpen der minder erfolgreich erzogen werden dürfte. Wenn ich laufend auf die zu komme soll er Sitz machen, soweit oke, aber für einen Welpen ist so ein großer Wald mit bewegenden Blättern und tollen Gerüchen sooooo dolle aufregend, dass er halt mal aus dem Sitz wieder rumschnüffelt etc. Da wird da an der Leine gezurrt bis der arme Kerl wieder sitzt :( Mir tut sowas immer weh zu sehen, besonders wenn man dem Hund die Ratlosigkeit förmlich ansehen kann, er hat einfach nicht verstanden was grad los war.
Für viele muss ein Hamster, ein Kaninchen oder Vogel, oder größere wie Katze / Hund einfach funktionieren. Wenn man nicht damit klar kommt ist es immer einfacher das Tier dafür verantwortlich zu machen :( Es wird einfach keine Zeit mehr dafür verbracht und keine Geduld. Wenn der arme Welpe nach Stunden allein sein in die Wohnung pinkelt ist das ein riesen Drama, wie kann er nur..

Ich finde deinen Weg absolut richtig und das Joey so lernfreudig ist und immer Neugierde zeigt bestätigt das ja auch nur!

LG

Joeylea
16.09.2013, 17:43
Danke Meroko

Ja, leider müssen für Viele ihre Tiere einfach nur funktionieren. Sie sollen bei Bedarf das Schmussetier darstellen und werden verhätschelt und vertätschelt und bekommen ein anderes mal, wenn sie wieder nur funktionieren sollen einen festen Ruck an der Leine wenn sie dies nicht tun.
Gerade in der Welpenzeit werden Grundsteine gelegt und das muss man eben auch mal üben.
Beispiel bei uns: Fahrräder. Wenn uns ein Fahrrad entgegen kommt soll Joey sich zwischen meine Beine setzen. So vermeide ich, dass sie versehentlich irgendwie gestreift wird, zu früh wieder aufsteht, oder ihr Schwanz im Weg liegt. Außerdem habe ich so die Möglichkeit, sollte sie aufschrecken, sie mit den Beinen festzuklammern, sodass sie zwar aufstehen, aber nicht los laufen kann. Das funktioniert bei uns problemlos, was mEn am frühen Training gelegen hat. Ich bin mit ihr zu Radwegen die viel befahren sind gegangen an denen immer ein Feld oder eine größere Wiese angrenzte, sodass ich mit genügend Abstand, aber immer noch nah genug dran das absitzen trainieren konnte. Mit der Zeit wurde der Abstand immer mehr verkleinert und irgendwann bin ich mit ihr dann zu einem Fahrrad und Fußgänger Weg gegangen an dem viel los war. Natürlich gab es immer viel überschwängliches Lob. Was weiß ich was die Leute sich gedacht haben als sie da eine sechsjährige mit ihrem Hund gesehen haben der sich immer wieder zwischen die Beine setzen muss, aber das war mir egal. Mein Standpunkt war: Du willst nicht das Sie einen Fahrradunfall verursacht oder sich an einem Rad/-fahrer verletzt, also bringst du ihr das bei. Egal wie schwachsinnig das für andere sein mag. Gut, die meisten Sechsjährigen denken nicht so (und einige Erwachsene leider auch nicht), aber das ist eben wieder eine Frage à la: Wie weit ist er/sie vom Kopf schon.
Viele sind mit dem Verhalten ihrer Hunde völlig überfordert und besuchen dann auch keine Hundeschule (okay habe ich auch nie gemacht, aber bei Joey hat`s ja auch gut geklappt), sondern handeln eben Situationsbedingt (im Sinne von: Ich zieh den Hund da mal weg). Man kann zwar diverse Erziehungsratgeber lesen, aber auch was sich schon oft bewährt hat, muss ja nicht auch für den eigenen Vierfuß gelten.


Wie gesagt/ geschrieben, sehe ich mich auch in ihrem Verhalten und ihrer Freude am Arbeiten bestätigt. Ich weiß, Selbstlob stinkt, aber ich denke hier lag ich wirklich richtig :P :zwinker4:.

Tatsächlich wurde ich auch schon mal bzgl. der Erziehung von ihr angesprochen und um Tipps gefragt (Balsam für die Seele einer 14-jährigen wenn der 45-jährige Mann der immer so groß mit seinen fünf super tollen vorherigen Hunden tönt um Erziehungstipps von Joey für den neuen Hund fragt:D. Für ihn war es das u.U. eher weniger, aber `n bisschen Schwund ist immer:zwinker4:)

Joeylea
16.09.2013, 22:17
Kurzes neues Update:

Joey hat sich irgend etwas eingefangen und kränkelt und bricht jetzt herum. Da ich morgen Schulfrei habe, werde ich wahrscheinlich berichten, aber da Joey jetzt schläft und ich ab morgen 25 mg morgens und Abends herunter nehme, versuche ich
jetzt ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Joeylea
18.09.2013, 18:39
Also,

Joey geht es wieder besser, nur das Körbchen musste dank Hundeerbrochenem abdanken.Sie hat aber eine Kinderbettdecke plus Kissen bekommen und schläft friedlich.

Das Training am Dienstag war okay, allerdings sehr anstrengend und ich habe mir am Oberschenkel eine leichte Zerrung geholt, die nicht wirklich schlimm ist. Da ich mit Schlitten (10kg) trainiert habe, waren die Zeiten natürlich komplett egal und ich war froh als ich Zuhause unter die heiße Dusche springen konnte, da es die kompletten drei Stunden geregnet hat und ich am Ende bis auf die Knochen durchgefroren war.

Joeylea
19.09.2013, 21:23
So, ein kurzer Bericht für heute:

Da ich keinen Betriebspraktikumsplatz in der Tierarztpraxis bekommen konnte, habe ich nun einen anderen in Kamp-Lintfort bekommen. Das ging wirklich erstaunlich schnell, da ich nur mein Anliegen nennen musste, erklären sollte warum ich gerne beim Tierarzt mein Praktika machen möchte und ich habe den Platz für das Praktikum bekommen. Ich hätte sonst auch eine Bewerbung vorbei gebracht, aber das war nicht mehr erforderlich, was ich jetzt auch nicht so schlimm finde. Scheint jedenfalls als hätte ich gute Argumente.

Weiter im Text: Das dreistündige Training heute war okay, wenn auch eingeschränkt durch mein linkes Bein. Ich werde das Bein wohl erst einmal auskurieren müssen bevor ich richtig weiter mache, denn so macht das Training nicht so viel Spaß wie sonst.
Ich habe mich bemüht in einem Pulsbereich von 70-160bpm zu bleiben, was auch kein Problem war.

Joeylea
20.09.2013, 15:23
Das war`s dann mit der Anfallsfreiheit!

Was genau passiert ist konnte mir leider keiner sagen, da man mich krampfend auf der Treppe aufgefunden hat. Da ich mit dem Nacken auf der Treppenkante lag, musste man mich dann wegtragen. Als ich aufgewacht bin lag ich also schon im Sani-Raum und war mächtig verwirrt. Der Nacken tat weh, es war so hell, dass mich einfach alles geblendet hat und mir dröhnte der Kopf. Als ich mich wieder etwas berappelt hatte, habe ich mich mit ins Sekretariat gesetzt und auf meine Mutter gewartet. Ich bin dann mit einem mal vom Stuhl gefallen, war aber schnell wieder wach. Kopf und Nacken taten noch mehr weh.

Mittlerweile haben sich Kopf- und Nackenschmerzen etwas heruntergeschraubt, den Kopf zu bewegen ist aber nach wie vor schmerzhaft. Ich denke nicht, dass es was schlimmeres als ein angemackter Knochen sein wird und hoffe mal, dass die Schmerzen bis morgen vergehen. Ich habe nämlich keine Lust auf Krankenhausbesuche

Ich bin momentan entsprechend niedergeschlagen und ziemlich müde weshalb ich mich jetzt wieder ins Bett legen werde.

Grüße
Joeylea

Joeylea
22.09.2013, 22:30
Mittlerweile geht es mir wieder besser, die Schwellungen gehen zurück und die Schmerzen lassen auch mehr oder weniger nach. Ich konnte meinen Kopf Samstag schon wieder weitestgehend bewegen, weshalb ich nicht zum röntgen gefahren bin. Die blauen Flecken sind dafür punktuell so gut verteilt, dass ich mich schwer tue einzuschlafen, da auf der Seite liegen unweigerlich zu einem etwas unangenehmen Schmerz führt. (Eben so wie es sich anfühlt wenn man sich auf Prellungen und dicke blaue Flecken legt. Nichts wildes, aber eben unangenehm und etwas schmerzhaft.)

Generell bin ich also wieder ganz gut weggekommen und hatte Glück, dass ich die Kante nicht zu stark erwischt habe.
Zusammengefasst denke ich als Laie mal, dass ich einige Prellungen und vllt eine leichte Verstauchung am Ellenbogen habe, da dieser noch nicht so gut abgeschwollen ist wie der Rest. Ich werde es überleben:wink:


Viel ernüchternder ist für mich, dass es überhaupt zu einem weiteren Anfall gekommen ist. Die drei Wochen Ruhe davor waren doch ganz gut. Es hätte ruhig so weitergehen können wenn man mich fragt. Nur leider werde ich ja nie gefragt was das angeht. Wenn ich könnte würde ich mich jetzt am liebsten ein paar Tage lang in meinem Zimmer verkriechen und die Welt außerhalb meines Zimmers erst einmal wegschließen. Aber das kann ich nicht. Stattdessen muss ich morgen wieder in die Schule gehen, meinen Freunden und Mitschülern sagen, dass es mir gut geht und versuchen alles wieder so weit wie möglich herunter zu reden. Ich werde wieder im Unterricht sitzen, versuchen mich auf den Stoff zu konzentrieren und dabei die Angst das es wieder schlimmer wird möglichst weit in den Hintergrund drängen.

Wenn ich alleine bin, kann ich mehr oder weniger machen was ich will. Na gut, vllt. nicht unbedingt vor lauter Wut das Haus in Brand setzen, aber ich kann Schreien und Heulen und auf (leblose) Dinge einschlagen so viel ich will.
Aber ich bin nicht oft alleine und das macht es mir manchmal schwer. Mancher von euch mag sich jetzt vielleicht denken: "Was ist den jetzt los, man will dich doch nur unterstützen." Ja, das weiß ich und ich weiß das auch zu schätzen. Aber die Sache hat da einen Harken. Und der heißt Rücksicht.
Ich weiß, dass ich meistens nicht sonderlich gut im erklären bin, und ich verlange auch von niemandem, dass er es komplett versteht. Aber ich möchte den Menschen so gut ich kann begreiflich machen was mir (und anderen Menschen in solchen Situationen) manchmal (obwohl es nur gut gemeint ist) das Leben etwas erschwert.

Nach einem solchen Anfall, bzw gerade nach einem der mir wieder einen Rückschlag versetzt, möchte ich im ersten Moment einfach liegen bleiben, weinen und weiterschlafen. In dem Moment in dem ich wach werde, habe ich Kopfschmerzen wie andere sie als mittlere Migräne haben. Ich bin müde, fühle mich schlapp, verzweifle daran wieder völlig hilflos (gewesen) zu sein und habe also insgesamt genügen Gründe um eigentlich genau das zu tun: "Liegen bleiben, weinen, weiter schlafen."
Aber in solchen Situationen kann ich, auch wenn ich es mir manchmal wünsche, nicht einfach nur das tun was für mich das einfachste wäre. Stattdessen muss ich mich zügig wieder zusammen reißen und versuchen die Menschen um mich herum wieder zu beruhigen, damit sie sich nicht noch mehr Sorgen machen, als sie es sowieso schon tun. Ich muss daran denken, dass mein Umfeld mit dem was sie da miterleben umgehen muss und das mir nichts anderes übrig bleibt als alles herunter zu spielen um sie alle etwas zu beruhigen.
Das merkt man auch oft daran was ich meinen Freunden sage, wenn sie mich fragen was denn insgesamt bei meinem
Kh-Aufenthalt passiert ist. Meine Freunde sind mir wichtig, klar, aber ich kann sie wohl kaum damit belasten, dass ich erst ein paar Tage bevor ich wieder in die Schule gegangen bin mehr oder weniger tot war. Ich kann ihnen auch nicht sagen, dass es für sie eigentlich wenig Sinn hat mit mir befreundet zu sein, da ich mich häufig zurückziehe, grundlos patzig zu ihnen bin, sie sich Sorgen machen die sie ohne mich nicht hätten, oder allein schon weil ich nach dem nächsten Anfall eventuell nicht mal mehr ihre Namen kenne. Naja, genau genommen könnte ich ihnen das sagen, aber sie sind mir zu wichtig, als das ich ihnen diese Sachen an den Kopf knallen wollte und natürlich bin ich auch gerne mit ihnen zusammen.

Vereinfacht gesagt: Mir bleibt jedes mal, nach jedem Aufwachen nach einem Anfall, nur ein kurzer Augenblick in dem ich daran denken kann, was ich eigentlich will, bevor ich dann wieder versuchen muss alle anderen um mich herum zu schützen. In dem Sinne schütze ich nicht nur sie, sondern auch mich selbst, da ich mir so schon oft genug das Gehirn zerfresse weil ich mir Vorwürfe mache, weil ich anderen Sorgen und Angst bereite. Mir ist zwar völlig klar, dass ich keine Schuld daran habe und genau das versuche ich mir jedes mal aufs neue in den Kopf zu rufen, aber am Ende bleibt es immer dabei: Sie machen sich wegen mir Sorgen, haben wegen mir Angst, etc.
Ich weiß, dass ich die einzige bin die mir das vorwirft, aber das ist schon genug.


Okay, beim zweiten Lesen sehe ich schon, dass all dieser Text völlig wirr ausgedrückt ist, aber ich bin eben keine Person die sonderlich gut im erklären ist.

Ich versuche noch mal es auf den Punkt zu bringen:
Um Freunde, Familie etc, pp. nicht noch mehr zu belasten spielt man möglichst viel herunter,obwohl es das für einen selbst noch schwerer macht. Trotzdem zerfrisst man sich noch den Kopf vor Schuldgefühlen und oben drauf kommt noch das was der Anfall hinterlässt, wie zB Angst, Hilflosigkeit, ein hauch von Verzweiflung, Wut, Niedergeschlagenheit...

Was ich damit eigentlich sagen will: Es ist schwer einen passenden Grat zu finden, auf dem man halbwegs sicher bleiben kann, während man gleichzeitig von vielen Seiten beschossen wird, von anderen Unterstützung bekommt, die einem manchmal auch etwas zu viel wird, man andere und sich selbst irgendwie zu schützen versucht, versuchen muss alle möglichen Gefühle irgendwo unter einen Hut zu bekommen, den Mut nicht verliert, trotz alle dem versuchen muss irgendwie nicht "schlechter" als die "Norm" zu sein (bezogen auf die Schule), nicht völlig in Selbstmitleid zu versinken, nach jedem verdammten Rückschlag (kurzzeitigen Tot eingeschlossen) wieder aufzustehen, sich von den Leuten die einen beschießen nicht unterkriegen zu lassen, sich immer wieder durchzusetzen und den Leuten (metaphorisch gesehen) ins Gesicht zu schlagen, dass es eben Menschen gibt die solche Wege gehen müssen, dass wir es uns nie ausgesucht haben, dass wir nichts daran ändern können und sie uns unser Leben manchmal schwer machen und sie uns trotzdem wie "normale" Menschen behandeln sollen.

Gut, dadurch das ich mich dafür entschieden habe mich ein Stück weit dafür einzusetzen, habe ich es mir bestimmt nicht leichter gemacht, aber DAS war wenigstens MEINE Entscheidung.

Ich gebe ganz ehrlich zu: Den "richtigen" Grat habe ich auch noch nicht gefunden und ich glaube, es gibt ihn nicht mal. Sollte ihn jemand finden dann schickt bitte eine Anleitung mit Bildchen an mich weiter.

Aber ich glaube es gibt ihn weder für "normale" noch für "andere" Menschen. Nur haben manche es schwerer als die "meisten"

Okay, gut, dies ist jetzt vielleicht noch verwirrender, aber eventuell versteht ihr ja was gemeint ist.

Andvari
23.09.2013, 18:32
@Joeylea: Danke für Deine Ausführungen, das war sehr interessant. Ich glaube, dass Du es Dir aus lauter Rücksichtnahme auf andere aber zu schwer machst. Klar machen sich die anderen Sorgen, so ein Anfall ist für Nicht-Betroffene ja auch erschreckend, aber Du bist schließlich diejenige, die das durchsteht, und ich denke, da darfst Du Dich ruhig ein wenig mehr um Dich selber kümmern.

Du kannst den anderen ihre Sorgen nicht abnehmen. Du musst auch nicht immer die starke Superheldin sein, die alles problemlos wegsteckt und der man nie etwas anmerken darf - das ist zwar bewundernswert, wie Du das machst, aber es hilft ja nichts, wenn Du Dich damit auf Dauer total überlastest. Wenn Du nach einem Anfall erstmal etwas Ruhe brauchst, hat da sicher jeder Verständnis. Eine gute Freundin meines Mannes hatte früher auch Epilepsie, und da war es immer völlig normal, dass sie sich nach einem Anfall erstmal hinlegen muss. Das hat jeder problemlos akzeptiert, als Nichtbetroffener kann man ja problemlos nachvollziehen, dass so ein Anfall einen wirklich "total umhaut" und dass man danach nicht wieder gleich zum Alltag übergehen kann.

Ich denke, alle, die Dich kennen und mögen, wollen Dir ja helfen und wissen eben oft einfach nicht, wie sie das am besten anstellen. Vielleicht kannst Du in Zukunft mit der Schule und Deinen Freunden etwas ausmachen, wie Du nach den Anfällen etwas mehr Erholung bekommen kannst? Vielleicht gibt's in der Schule irgendwo einen ungenutzten Raum, in dem Du Dich nach den Anfällen kurz hinlegen kannst - nicht als "dramatische Notfallmaßnahme", sondern ganz unaufgeregt, im Sinne von "ich brauche nach einem Anfall bitte danach etwas Zeit, um wieder voll zu mir zu kommen, darf ich dafür diesen Raum nutzen?".

Auch mit den Krankschreibungen nach einem Anfall könntest Du ja vielleicht etwas großzügiger umgehen - jeder andere würde in so einem Zustand ja auch nicht in die Schule gehen. Ein paar Tage Fehlzeit mehr oder weniger machen doch übers Jahr gesehen auch nicht viel aus, oder? Du hast es schon schwer genug, da brauchst Du es Dir meiner Meinung nicht noch schwerer zu machen, sondern darfst auch ruhig mal ein paar Erleichterungen nutzen.

Vor allem wünsche ich Dir aber eine lange anfallsfreie Zeit!

Joeylea
25.09.2013, 11:10
Wenn ich mich nach einem Anfall "kurz Ausruhe", falle ich sofort in den Schlaf und schlafe auch ein paar Stunden durch. Deshalb gilt es da für mich wach zu bleiben und zu entscheiden: Gehe ich wieder in den Unterricht und stehe den Tag noch durch, oder lasse ich mich doch abholen und verpasse mal wieder den Unterricht. Allein jetzt habe ich schon über 20 Fehlstunden und dabei sind noch keine vier Wochen vergangen.


Gestern gab es wieder einen neuen Anfall, bzw gleich eine ganze Serie wobei ich zwischendrin immer mal wieder kurz wach war. Außer einer wohl leichten Gehirnerschütterung und ein paar weiteren Prellungen bin ich ganz gut da weg gekommen und mir geht es schon wieder relativ gut.
Außerdem habe ich heute den ersten Termin bei einer Psychologin. Mal sehen was dabei heraus kommt.

Joeylea
25.09.2013, 21:06
Hier ein kurzer Bericht von dem Besuch bei der Psychologin:

Ob das was wird kann ich so noch nicht sagen. Sie hat eine (mir persönlich) viel zu ruhige Art an sich und scheint mir irgendwie ziemlich langsam zu sein. Langsam im Sinne von Gesprächen und deren Verlauf und irgendwie auch "weichgespült" (Ich schätze das gehört zum Beruf, aber mir persönlich geht das auf Dauer auf die Nerven)
Ich wurde mehrfach das gleiche gefragt und fühle mich jetzt nicht unbedingt wohl in dem Raum in dem wir saßen, aber mal sehen wie das ganze nächste Woche läuft. Da gehe ich dann noch mal hin und verpasse dann Geschichte und Kunst (was für mich jetzt kein Weltuntergang ist, da ich Kunttheorie furchtbar langweilig finde. Woher soll ich wissen was sich der Künstler von 1634 gedacht hat, welche Gefühle er hervorrufen wollte als er die Schreibfeder auf den Goldenen Schnitt gesetzt hat? :klatsch: Wahrscheinlich hat er damals nicht mal was vom Goldenen Schnitt gehört als er das Bild gezeichnet hat)


Nach dem Termin bei der Psychologin gab es dann den bösen Spieleabend. Ihr glaubt nicht wie sehr ich diese Abende hasse! Generell bin ich eher selten ein geselliger Mensch. Ich habe kein Problem damit mal hier und da etwas Zeit mit meinen Geschwistern und Eltern zu verbringen und mit meinen Freunden unterwegs zu sein oder mich mit anderen Leuten zu unterhalten, aber an und für sich gehöre ich eher zu denjenigen die gerne ihre Ruhe haben und zufrieden sind wenn sie mit ihrem tierischen Begleiter irgendwo mitten in der Pampa in einem Wald sitzen oder über die Felder laufen oder einfach nicht angequatscht werden. Ich sitze sogar oftmals morgens im Bus mit Stöpseln in den Ohren ohne das Musik läuft und das einfach nur damit mich Niemand anspricht. Das ist natürlich nicht immer so, aber Abends nach einem anstrengendem Tag will ich einfach meine Ruhe haben. Entsprechend genervt bin ich dann also auch wenn ich mit 3 Geschwistern und meiner Mutter an einem Tisch sitze und >Mensch ärgere dich nicht< spiele, was ich sowieso grundlegend und aus Prinzip verliere. Dazu kommt noch das gemeine Lachen meiner Geschwister wenn sie mich schmeißen dürfen oder ich in einer Tour nur Einsen würfle und das alle immer so laut sprechen das mir irgendwann noch mehr die Lust vergeht (was bei einer Anfangsstimmung auf dem Null-Punkt ja schon echt `ne Leistung ist). Und nach 1 1/2 Stunden Spielen hatte ich sowieso die Nase voll und habe mal wieder verinnerlicht: Kleine Kinder sind unheimlich schlechte Verlierer und motzen jedes mal wenn man sie rausschmeißt.

Am Ende habe allerdings ausnahmsweise doch ich gewonnen und ausnahmsweise hat meine nächst jüngere Schwester mal was sinnvolles gesagt: Egal wie oft man dich schmeißt, am Ende gewinnst du trotzdem noch irgendwie.

Und ganz ehrlich: nachdem ich heute die restlichen Kopfschmerzen der Gehirnerschütterung weggesteckt, das Gespräch bei der Psychologin überstanden, Joey wieder zur Tierärztin zur Kontrolle geschleppt, die Medaille von meinem ersten Lauf aufgehängt und mir einige alte Fotos angesehen habe, finde ich sie hat irgendwo doch ein bisschen recht. Wobei sich ihr Kommentar eher auf das Brettspiel als auf alles andere bezogen hat, aber das ist ja noch mal was anderes:wink:

Joeylea
27.09.2013, 22:47
Schlechte nachrichten von mir: liege mal wieder im kh

Hennes
28.09.2013, 09:34
Schlechte nachrichten von mir: liege mal wieder im kh

...ach Mist, da hast Du ja wieder die Serie. :traurig: Ging doch gerade mal 3 Wochen gut.

Hats evtl. mit der Reduktion des Lamos zu tun? Wieviel nimmt Du jetzt davon?


:besserng:


gruss hennes

Joeylea
28.09.2013, 12:31
Ja, an der reduzierung kann es liegen

Durch einen Fehler mit dem Venenzugang kam es gestern Nacht zu einem Blutverlust von ca 2l den wir mit Infusionen wieder ausgeglichen haben. Soweit geht es mir relativ gut und ich bin jetzt wieder Zuhause, aber ich bin noch recht angeschlagen, weshalb ausführliche Berichte noch warten müssen

Joeylea
29.09.2013, 16:58
So, mittlerweile geht es mir wieder mehr oder weniger gut und bis auf eine sehr bleiche Haut und der Tatsache, dass ich schon bei kleinen Anstrengungen einen sehr hohen Puls bekomme und mal mehr mal weniger starke Kopfschmerzen habe, merkt man mir nicht mehr viel an.


Freitag war der Tag an dem ich mein Tagebuch seit genau einem Jahr zu führen begonnen habe. Eigentlich hätte ich nach der Schule ein paar Sätze mehr zu schreiben wollen, aber das war mir nicht mehr möglich. A) war ich einfach zu fertig und B) ist das schreiben auf meinem Handy einfach anstrengender als am Computer.

Was genau Freitag passiert ist kann ich noch nicht sagen. Freitag wusste ich es noch, nachdem ich Nachts aber so viel Blut verloren habe und dann kurz vor der Ohnmacht noch durch die Station getorkelt bin, hat sich mein Kreislauf mal kurz verabschiedet und ich bin ungebremst gefallen. Natürlich direkt auf den Kopf. Alles andere hätte sich ja auch nicht gelohnt:klatsch:
Was ich wohl weiß ist, dass ich nach einem Anfall der drei Minuten lang einen Puls von 240 mit einer Sättigung von 70 zur EKG Überwachung für 24h bleiben sollte. Ans EKG und auch ans Pulsoxi wurde ich nicht angeschlossen.

An die Nacht von Freitag auf Samstag erinnere ich mich aber noch mehr oder weniger. Ich bin Nachts aufgewacht weil ich gezittert habe wie sonst was und mir schlecht war. Als ich mir die Haare aus dem Gesicht streichen wollte fühlte sich die Hand nass an. Zuerst dachte ich nur, dass der Tropf undicht war, obwohl der keinen Alarm geschlagen hat.Der Schlauch hing allerdings auf dem Boden. Ich war nicht richtig bei mir, genau genommen stand ich eigentlich völlig neben mir, und bin dann mit dem Schlauch und Tropfgestell in der Einen Hand und der anderen weiter durch den Venenzugang blutenden Hand über die halbe Station getorkelt wo sich mein Kreislauf auch verabschiedet hat. Offenbar war der Knall nicht laut genug, denn ich bin an der gleichen Stelle und alleine aufgewacht. Die Station war nicht unbedingt klein, weshalb ich wahrscheinlich einfach zu leise war. Ich bin dann weiter gegangen, zitternd wie blöd, das Herz schlug mir bis zum Hals und mir war schlecht und schwindlig. Ich fuhr unfreiwillig Karusel und kam dann einem Pfleger entgegen der mich ins Untersuchungszimmer geschickt hat, was so ca 10m weiter war. Da er nur den Blutigen Verband gesehen hat, hat er natürlich gedacht ich sei deshalb sofort gekommen. Er hat mich noch gefragt warum ich denn nicht geklingelt habe. Ich wollte meine Bettnachbarin die endlich eingeschlafen war nicht wecken, da sie den ganzen Abend schon mit Schlafproblemen gekämpft hatte.
Da ich schon gute drei liter Tropf bekommen hatte und ich sowieso am nächsten Morgen wieder Nachhause gehen wollte, hat er dann den Zugang gezogen. Er hatte wohl gedacht mir sei so schlecht und schwindelig weil ich kein Blut sehen könnte und das ich so zitterte weil ich mitten in der Nacht in kurzer Hose und T-Shirt barfuß gekommen bin. Mir war aber weder kalt, noch habe ich Probleme mit Blut.
Als ich ihm gesagt habe, dass mein Bett auch etwas abbekommen hat, ist er mit mir aufs Zimmer geganden um es neu zu beziehen. Erst da wurde klar wie viel Blut eigentlich verloren gegangen ist. Das Bett war versaut, das Kissen von der ganzen unteren Seite blutig, die Decke zu einem nicht unbeachtlichen Teil ebenfalls. Zuerst klingelten seine Alarmglocken, dann verstand ich erstmal das ich nicht nur >ein Bisschen< Blut, sondern >eine ganze Menge< Blut verloren habe. Ich wurde auf das Bett daneben gelegt (wir waren zu zweit in einem 3 Bettenzimmer) auf dem noch die Folie lag und meine Nachbarin war sowieso schon wach. Ich glaube sie war geschockter als ich als sie die riesen Flecken gesehen hat. Wahrscheinlich hat sie einfach besser verstanden. Der Pfleger sagte mir ich solle ruhig liegen bleiben, hat das Blutdruckmessgerät geholt und meine Werte überprüft. Blutdruck bei 60/40, Puls bei über 100 bpm und ich völlig apathisch. Der Pfleger rief den Arzt, sagte ihm am Telefon dass ich ca 2l Blut verloren hätte. Dann folgten Sauerstoff und Pulsoxi, Der Arzt war schnell da, sah sich die Sauerei an und sagte das es möglicherweise noch etwas mehr gewesen sein könnte. Mir wurde wieder neue Zugänge gestochen, was diesmal schwieriger war als sonst und ich kam an zwei Infusionen die keine normale Kochsalz-/Glukose Infusionen waren. Danach folgte einiges an Kochsalz und Glukose. Meine Eltern wurden benachrichtigt. Meine Mutter die in Frankfurt war und nicht kommen konnte war völlig fertig mit den Nerven und meinem Vater ging es nicht anders. Besuch wollte ich keinen haben. Ich war zu fertig und es war mitten in der Nacht.

Am nächsten Morgen wurde wieder Blut abgenommen um zu überprüfen wie meine Werte aussahen. Das Hämoglobin war etwas unter Ende der tiefen Normagrenze, allerdings nicht so als dass man mich als absolut kritisch einstufen müsste. Wir waren recht unschlüssig was wir machen sollten. Mich im Krankenhaus lassen oder nachhause nehmen. Ich wollte nur Nachhause. Meine Werte waren nicht im total kritischen Bereich, die ersten zwei Infusionen (keine Ahnung was das genau war) waren dazu da den Volumenmangelschock wieder auszugleichen, was sie ja ganz gut geschafft hatten und ich habe viel Flüssigkeit bekommen und recht viel getrunken. Der Rat der Ärzte war natürlich zur Überwachung zu bleiben, aber ich war ja schon zur Überwachung gekommen. Mir reichte es und bis auf die Restlichen Kopfschmerzen und dem hohen Puls war ich in Ordnung. Am Ende bin ich auf eigene Verantwortung wieder raus und war froh als ich wieder Zuhause war. Ich habe die Zeit bisher auf dem Sofa am Pulsoxi verbracht und obwohl ich Jo ständig von der Couch schmeiße, liegt sie sobald ich eingeschlafen bin trotzdem wieder in meinen Armen. Fürs erste haben wir ihr dann ihre Decke neben das Sofa gelegt die sie getrost ignoriert sobald ich schlafe.

Ich darf jetzt die nächsten Tage keinen Sport machen und habe stricktes Höhenverbot (als ob ich in meinem Zustand jetzt auf Höhenwanderungen gehen oder mich sportlich betätigen würde:klatsch:). Sonst habe ich noch die Auflage möglichst viel zu trinken, eisenhaltig und genügend zu Essen (witzig, wo ich im Kh doch nichts gegessen habe, weil die es nicht hinbekommen haben mir was vegetarisches und gelatinefreies zu bringen. (Nein, Käse auf dem eine dicke fette Scheibe Wurst lag esse ich auch nicht, da ich allein den Geruch nicht haben kann) Da ich keinen Hunger bekomme sind also alle Versuche was festes in mich hinein zu kriegen fruchtlos geblieben.) und mindestens 3l Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Bei Veränderungen natürlich sofort zurück ins Kh usw. Kennen wir ja schon.



Wenn ich jetzt das vergangene Jahr betrachte, komme ich zu dem Schluss, dass ich da einiges erlebt habe. Ich habe mich zwar häufig auskotzen müssen, aber ich denke zusammengefasst habe ich auch vieles (mehr oder weniger) gefasst getragen. Wir hatten (viel zu) viele Anfälle, Stress mit Lehrern, dem Direktor, Klassenkameraden, viele Sportliche Erfolgen und sogar Platzierungen. Joey hat mich einige Male aus ziemlich tiefen Löchern von Wut, Trauer, Angst und anderem herausgezogen. Sie hat mir oft gezeigt, dass ich vieles doch richtig gemacht habe, auch wenn ich mir nicht immer sicher war, mich vor vielen Anfällen gewarnt und auf ihre Art wieder aufgemuntert und Glücklich gemacht hat. Ich habe viele Leute kennengelernt die mich unterstützen, andere die nicht wissen wie sie mit mir umgehen sollen, wieder andere die mir das Leben schwer gemacht haben. Ich habe mich entschieden unter dem Logo der Epi-Stiftung zu laufen obwohl ich weiß, dass ich wohl möglich auf großen Gegenwind stoße und ich habe in vielen Diskussionen einiges (bspw. meine Schulnoten) riskiert obwohl ich genau wusste, dass ich am kürzeren Hebel sitze. Ich habe recht viele Situationen (für mein Alter) recht gut gemeistert und bei einigen wenigen Leuten sogar für ein (immerhin) kleines Umdenken gesorgt. Wenn auch mit Ach und Krach, aber das ich es mit der Einstellung zu Versuchen anderen Menschen Sachen näher zu bringen die sie so nie völlig verstehen können weil sie einfach so abwegig scheinen, nicht allzu leicht haben würde war mir klar.

Aber es gab auch ziemliche Rückschläge die mich aus der Bahn geworfen haben. Sei es der Anfall auf dem Silvesterlauf, diverse beatmete Stunden in denen ich einfach nicht wieder aufgewacht bin, etliche Verletzungen, Serien von Anfällen und Gehirnerschütterungen, oder der Anfall während meines Praktikums. Der Schädelbasisbruch und die kurzweiligen Ausfälle, Joeys Erblindung oder die Blutverlussession die auch ziemlich daneben hätte gehen können. Den klinischen Tod lasse ich jetzt auch nicht außer Acht wenn ich an Rückschläge denke.

Irgendwie habe ich mich immer wieder aufgerappelt und weitergemacht. Mit mal mehr, mal weniger Stärke.
Dieses Tagebuch war auch eine Hilfe. Zum einen weil ich hier berichten kann wie sich (m)ein Leben mit Epi gestalten kann und ich euren Reaktionen nach auf meine (zugegeben seltsame) Art einigen zeigen kann, was "Das Mädchen mit den Anfällen" eigentlich sein kann.
Nicht zu vergessen ist es auch der gute Zuspruch der mich dazu antreibt hier immer mal wieder zu berichten.

Zwischenzeitlich war ich sogar am Überlegen einige Erlebnisse in einer Form der Prosa festzuhalten und mal an einen Verlag zu schicken weil mir schon einige Leute so etwas geraten haben, aber wie Interessant dies für andere sein würde, kann ich kaum sagen. Diejenigen die mich darauf angesprochen haben, wussten alle etwas mehr von mir als ihr es tut, und ich weiß nicht ob jemand sowas überhaupt wissen will. Gut, über 18.600 Blicke auf diesen Blog nach gut 240 Einträgen sind nicht unbedingt wenig, also scheint es ja doch irgendwie mal was anderes zu sein als von der Couchpotato oder von 0 zum Marathon.

Daher habe ich eine Bitte an euch: Ich bin mir nicht sicher ob sich so etwas überhaupt für mich (oder vllt auch für andere/Leser) lohnen würde. Sollte jemand von euch sagen: "Sowas würde ich tatsächlich mal lesen", dann schickt mir doch bitte einfach eine kurze PN oder schmeißt einen Satz hier herein. Es muss nichts großes sein. Ich hätte nur gerne ein kurzes Feedback.

Das für heute von mir
Joeylea

Rennschnecke1
29.09.2013, 17:55
Hallo Joeylea,

weißt Du, ich lese schon recht lange hier mit und denke mir jedesmal... mein Gott, und du jammerst über eine vergeigte Laufeinheit oder den x-ten Laufanfang nach dem Kreuzbandriß, dabei geht es anderen deutlich schlechter. Erst einmal Hut ab, wie Du mit der Situation umgehst, immer wieder aufstehst und dich weiterkämpfst!

Was mir aber auch aufgefallen ist, ist folgendes:

Aber in solchen Situationen kann ich, auch wenn ich es mir manchmal wünsche, nicht einfach nur das tun was für mich das einfachste wäre. Stattdessen muss ich mich zügig wieder zusammen reißen und versuchen die Menschen um mich herum wieder zu beruhigen, damit sie sich nicht noch mehr Sorgen machen, als sie es sowieso schon tun. Ich muss daran denken, dass mein Umfeld mit dem was sie da miterleben umgehen muss und das mir nichts anderes übrig bleibt als alles herunter zu spielen um sie alle etwas zu beruhigen.
Das merkt man auch oft daran was ich meinen Freunden sage, wenn sie mich fragen was denn insgesamt bei meinem
Kh-Aufenthalt passiert ist. Meine Freunde sind mir wichtig, klar, aber ich kann sie wohl kaum damit belasten, dass ich erst ein paar Tage bevor ich wieder in die Schule gegangen bin mehr oder weniger tot war. Ich kann ihnen auch nicht sagen, dass es für sie eigentlich wenig Sinn hat mit mir befreundet zu sein, da ich mich häufig zurückziehe, grundlos patzig zu ihnen bin, sie sich Sorgen machen die sie ohne mich nicht hätten, oder allein schon weil ich nach dem nächsten Anfall eventuell nicht mal mehr ihre Namen kenne. Naja, genau genommen könnte ich ihnen das sagen, aber sie sind mir zu wichtig, als das ich ihnen diese Sachen an den Kopf knallen wollte und natürlich bin ich auch gerne mit ihnen zusammen.


sich von den Leuten die einen beschießen nicht unterkriegen zu lassen

ist jetzt nicht böse gemeint, aber igrgendwie "bescheißt" Du die Leute doch auch, wenn Du sie anlügst, indem Du alles herunterspielst. Ja, Dein Umfeld muß damit umgehen, aber meinst Du, es fällt ihnen wirklich leichter, wenn Du nur die Hälfte erzählst? Du bist hier - wie ich finde - erstaunlich offenmit uns und allem, was dich und deine Krankheit, Gefühle etc. angeht, warum nicht auch mit deinem direkten Umfeld? Vielleicht würden sie z.B. deine Gefühlsausbrüche viel besser verstehen, wenn du ihnen erklärst, warum du sie hast?

Was deinen Termin mit der Psychologin angeht: wenn du dich in dem Raum nicht wohlfühlst, gibt es eine Möglichkeit, einen anderen Raum für diese Termine zu nutzen?

Zum Spieleabend: warum macht ihr es nicht so, dass sich zu jedem Spieleabend ein anderes Familienmitglied ein Spiel aussucht? Und es nicht das Spiel aus der Vorwoche sein darf? So bringt ihr etwas Abwechslung in den Abend und du könntest vielleicht den Familienabend mehr genießen.

Aber das sind nur Ideen, die mir gerade beim lesen in den Sinn gekommen sind, mehr nicht. Ich wünsche Dir gute Besserung, eine laaaaaange anfallsfreie Zeit und weiterhin so viel Mut und Kraft, wie du sie bisher gezeigt hast, aber auch mal eine Schulter zum anlehnen und "ausheulen", damit du neue Kraft schöpfen kannst.

LG Sabine

Joeylea
29.09.2013, 19:53
Am Anfang habe ich mir das auch gedacht. Dann kamen mich allerdings Freunde im Krankenhaus unangemeldet besuchen. Sie sind zeitgleich mit meiner Tante gekommen, sonst hätte man sie auch nicht mit auf Station gelassen. Ich war bewusstlos und Intubiert auf der Intensivstation. Dazu natürlich völlig verkabelt und mit Tropf, Monitoren und einfach völlig fertig. Meine Mutter erzählte mir das, denn sie saß an meinem Bett als die drei kamen. Hätte meine Mutter gewusst das sie kommen, oder meine Tante wie ich da aussah, hätten sie gesagt, dass sie nicht kommen dürfen. Aber oft lag ich ja schon auf der intensiv ohne das es mir so schlecht ging und ohne mehr als dem normalen Monitoring. Die beiden waren jedenfalls völlig geschockt und als ich mich eine Woche später mit ihnen getroffen habe, haben sie mich nicht mehr gesehen wie vorher. Mit einem mal war ich nicht mehr die Freundin mit der sie zusammen Scheiße bauten, Filme ansahen, Shoppen gingen usw. Ich war diejenige die durch einen einfachen Anfall auf der Intensiv gelandet war und die jederzeit erneut dort landen oder sich beim nächsten mal das Genick brechen oder was auch immer könnte. Mittlerweile sind sie darüber wieder halbwegs hinweg, aber wir sind nicht mehr wirklich befreundet. Wir grüßen noch wenn wir uns sehen, unterhalten uns noch hin und wieder kurz, aber das war es.
Ich hätte keine von ihnen als schlechte Freundin betrachtet, denn ich weiß, dass eine zu große Angst vor etwas Beziehungen untereinander verändern oder kaputt machen können.

Auf der einen Seite kennen sie einen gewissen Teil des Risikos was mit mir passiert. Von Dingen die evt. noch etwas länger Sachen hinter sich herziehen könnten berichte ich und auch, aber sie brauchen nicht unbedingt zu wissen, dass ich fast draufgegangen bin. Kleinere Sachen wiederum halte ich einfach für zu unwichtig. Eine Prellung, Verstauchung oder ein eingeklemmter Nerv sind nichts, was von größerer Bedeutung ist. Es ist eine Gratwanderung die man nicht perfekt schaffen kann. Ich muss überlegen was das geringere Übel ist. Meine Freunde damit zu belasten und zu riskieren, dass ähnliches passiert, sie sich noch mehr sorgen oder dergleichen um ein weniger schlechtes Gewissen zu haben weil ich ihnen Sachen vorenthalte, oder ihnen noch mehr Sorgen bereiten wodurch ich noch mehr Schuldgefühle bekomme und das obwohl ich schon gelernt habe damit umzugehen.
Diese Gefühlsausbrüche zu denen es schon mal kommt, führen sie auf den ganzen Ärger den ich regelmäßig habe zurück, was ja im Grunde auch stimmt. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass jemand der nach der Schule bei mir anruft das ich zu ihm rüber komme weil er vor lauter weinen um eine schlechte Schulnote nicht mehr klar denken kann, nicht sonderlich gut damit zurecht kommt, wenn ich klar mache, dass es alles nicht so einfach ist wie ich es aussehen lasse. Das die ständige Angst bei dem nächsten Anfall mit dem Kopf falsch aufzuschlagen nicht weg ist, oder ich jederzeit damit rechnen muss, dass mein Herz diese Spirenzchen nicht mehr länger mitmacht und ich in dem Moment vielleicht auf der Toilette bin und mich keiner findet und wiederbeleben kann.

Zum Thema Familie: Glaub mir, würdest du meine Familie bei so einem Abend sehen, würdest du nach spätestens 30min schreiend die Flucht ergreifen ^^

Hennes
29.09.2013, 20:06
Zum Thema Familie: Glaub mir, würdest du meine Familie bei so einem Abend sehen, würdest du nach spätestens 30min schreiend die Flucht ergreifen ^^

Na, wo ist das denn anders
(insbesondere bei Mensch ärgere Dich nicht
- was ich auch hasse wie die Pest)

:hihi:


gruss hennes

Rennschnecke1
29.09.2013, 20:37
ok, ich kann Deine Seite der Sache durchaus verstehen. Und wenn man nicht vorbereitet ist, kann einen der Anblick eines intubierten und verkabelten Menschen durchaus erschrecken, da kann ich Deine Freunde auch verstehen, allerdings nicht so ganz, dass sie sich zurückziehen, denn Du bist niemand anderes als vorher. Aber ich gebe Dir mal ein persönliches Beispiel aus der anderen Sicht:

meine beste Freundin ist an Krebs erkrankt und hat jahrelang gekämpft. Seit dem Zeitpunkt der Diagnose vor etwa 8 Jahren war sie fast immer fröhlich, hat eigentlich nie geklagt, sei es über Schmerzen oder Nebenwirkungen der Chemo, Nebenwirkungen des Krebses. Sie hat uns immer Mut gemacht, sich selbst damit vermutlich auch, hat sich immer unsere Sorgen angehört, immer mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden und geholfen wo sie konnte. Leider hat sie den Kampf vor knapp 3 Monaten verloren und ich frage mich seitdem ständig, hätte ich mehr tun können? Hätte ich irgendwas tun können, damit es ihr besser geht, sie (noch) fröhlicher durch den Kampf ging, damit sie sich mal ihre eigenen Sorgen von der Seele hätte reden können? Denn mir geht immer durch den Kopf: wie ging es ihr wirklich? War sie wirklich so mutig und fröhlich? Oder ging es ihr in Wirklichkeit eigentlich ganz dreckig und sie wollte es uns nicht "antun", damit es uns nicht schlecht geht, wenn wir sie so sehen?

Ich bewundere sie für die Kraft, den Mut und die Stärke, die sie hatte und bin doch irgendwie traurig, dass ich nicht mehr helfen konnte.

Vielleicht geht es einigen deiner Freunde genauso?


(und was die Familie und das schreiend wegrennen angeht: wenn wir "großes" Familientreffen haben, reicht es mir auch nach max. 4 Stunden und ich würde gerne woanders sein:zwinker5:)

Joeylea
01.10.2013, 21:00
Wenn wir großes Familientreffen haben (Sprich auch Tanten, Cousinen etc.) geht es noch. Da unterhält man sich nicht immer mit den gleichen Personen und es fällt nicht direkt auf wenn man sich verkrümelt. Für mich haben solche Ereignisse aber auch immer ziemliche Reizüberflutungen, weshalb ich mich dann auch verkrümeln darf sofern ich mich hier und da mal blicken lasse :zwinker5:

Ob du mehr hättest tun können? Ich denke nicht. Es gibt Situationen mit denen will man die Umwelt nicht mehr belasten als nötig. Ich kannte deine Freundin nicht und kann sie daher nicht einschätzen, kenne aber selbst diese Situationen in denen man sich entscheiden muss. Es ist gut möglich, dass sich das mancher fragt, aber im Grunde musst du immer wieder abwiegen was das kleinere Übel ist.Sowohl für dich selbst, als auch für die Umgebung. Du als Freund fragst dich derlei Sachen wie: Hätte ich mehr tun können um es ihr/ihm leichter zu machen.
Als Betroffene fragst du dich (meiner Erfahrung nach und den Erfahrungen nach von denen mir auch andere erzählen): Kann ich die Person damit belasten? Würden sie sich noch mehr Sorgen? Kann ich selbst mit den Schuldgefühlen sie damit belastet zu haben leben? Wie viel bringt es insgesamt, für beide Seiten, wenn die wahrscheinlichkeit (für mich) zu sterben nicht mal sooo gering ist? Kann ich mit dem Wissen leben, dass diese Person all meine geteilten Sorgen immer im Kopf behalten wird? Oder ist es vielleicht besser, sie behalten mich als die Person in Erinnerung die ich eigentlich bin/war? Ist es vielleicht besser, wenn ich meine Sorgen für mich behalte und versuche zum mindest wenn ich mit Freunden/ Bekannten/... unterwegs bin mein Leben zu genießen und irgendwie das beste draus zu machen?


Ich bin mir z.B. auch darüber im klaren, dass sich Freunde von mir manchmal Fragen wie sie es mir zB leichter machen könnten, oder ob sie mehr tun könnten.
Aber wenn ich die Wahl habe ob sie sich "nur" das fragen, oder noch dazu mit mir zusammen im Kopf zu haben: Hey, beim nächsten Anfall könnte es das gewesen sein.

Einer der Gründe warum ich hier so offen darüber schreibe ist, dass ich eben möchte, dass andere verstehen wie es einem Betroffenem gehen kann/ geht. Hier könnt ihr euch aussuchen ob ihr weiter lesen wollt oder nicht. Aber wenn eine Person dir einmal direkt ins Gesicht sagt: "Die Nebenwirkungen eines Medikamentes sorgen dafür, dass es mir schlecht geht, und ich muss mit der Angst evt. trotz alle dem daran zu sterben oder schwere Folgen davon zu tragen leben", dann kannst du dir das nicht aussuchen.

Meine Erklärung ist jetzt wahrscheinlich immer noch recht schwierig, aber wenn man einmal in solchen Situationen war in denen man selbst entscheiden muss, wem ich was zumute, kann man das mit der Zeit verstehen.


@ Hennes: Mensch ärgere dich nicht ist sowieso eins der schlimmsten Spiele welches man mit Kindern spielen kann was ich kenne. Da spiele ich lieber zehn Runden Memory oder sowas.


Kurzer Bericht: Am Montag war ich wieder normal in der Schule, habe aber einigen Freunden gesagt, dass mir etwas Blut abhanden gekommen ist und sie darum gebeten mich auf blaue Lippen oder solche Sachen aufmerksam zu machen.

Ich konnte mich den ganzen Tag über zwar kaum konzentrieren, habe den Schultag aber dann doch irgendwie durchgestanden. Das Pulsoxi hat des Öfteren mal Alarm gegeben weil die Sättigung abgesunken ist, aber das hat mich nicht gewundert.
Das heutige Blutbild hat dann auch ergeben, dass der Hämoglobin Wert wieder auf die Normwerte zugeht.

In der Schule war ich heute nicht, da ich mich einfach noch etwas schlapp fühle und ich dann nicht unbedingt riskieren will, dass mir der Kreislauf noch einmal einen Streich spielt.

Joey schläft momentan außergewöhnlich viel weshalb ich, wenn es sich nicht bessert, noch mal mit ihr zum Tierarzt fahren muss. Die Dame wird alt und ich fahre lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Eine verpennte Jo ist nämlich nicht normal.

Joeylea
03.10.2013, 17:44
So,

Mittwoch habe ich mehr oder weniger gut hinter mich gebracht. Die Schule war anstrengend, die Psychologin nicht wirklich. Ich weiß noch immer nicht was ich von ihr halten soll, aber das hatte ich nicht anders erwartet.

Morgen hat mein kleiner Bruder Geburtstag und somit ist die Rasselbande nach dem Kindergarten außer Haus und mit meinen Eltern im Zoo. Da der Freitag (wie beiden meisten Schulen auch) als ein freier Brückentag gelegt wurde, würde ich eigentlich gerne eine längere Trainingseinheit einbauen, aber meine Ärztin würde mir dafür wahrscheinlich den Kopf abreißen, ebenso wie meine Eltern. 2l sind wohl etwas zu viel gewesen als dass ich jetzt einfach so für ein paar Stunden auf den Platz kann.

Also werde ich morgen mit einer Freundin einen gemütlichen Lauf durch Wald und Feld machen und Jo wird natürlich auch von der Partie sein.

Joey ist mittlerweile wieder aufgedreht wie immer (im vergleich zu Dienstag könnte man meinen sie hätte 3l Kaffee getrunken) und vernichtet ihr Futter in neuen Rekordzeiten. Außerdem Haart sie dank Fellwechsel noch mehr als sonst und da hilft auch kein Stundenlanges kämmen. Ich befürchte wenn sie so weiter macht ist sie bald nackt:klatsch:. Ob Haarspray da helfen würde:confused:

Wie auch immer...

Morgen fahre ich kurz zu der Tierarztpraxis in der ich mein Schülerpraktikum machen werde um mir den Bestätigungswisch welchen die Schule unbedingt haben will unterschreiben zu lassen und vielleicht darf ich mich dann auch schon mal kurz dort umsehen. Okay, ich rechne jetzt nicht fest damit, aber wer weiß?

LG
Joeylea

Joeylea
06.10.2013, 21:13
Leider habe ich es nicht geschafft vorher zu schreiben also hier eine kurze ZF

Freitag: Mein kleiner Bruder hat seine Geschenke schon vor dem Kindergarten ausgepackt und hat sich gefreut wie an jedem Geburtstag. Er hat ein neues Fahrrad geschenkt bekommen und wie ich dann morgens unfreiwillig um 20 nach 7 herausfinden durfte hatte es eine hupe. Ein LAUTE Hupe! Als ich davon geweckt worden bin war ich natürlich sehr begeistert, denn ich hatte gehofft, dass ich etwas ausschlafen kann, da ich je frei hatte. Im Grunde genommen wusste ich zwar das mein Bruder mich niemals hätte ausschlafen lassen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Oder wird mit einer Hupe platt gemacht. (Für die Hupe habe ich mich entsprechend bei meiner Mutter bedankt.)

Nach dem Kindergarten war die Truppe ja im Zoo und ich finde er hatte definitiv die coolsten Muffins des Kindergartens.
Wenn da so ein kleiner aufgeregter fast Sechsjähriger in der Nacht vor seinem Geburtstag augenklimmpernd fragt ob er denn besondere Muffins bekommt wenn ich ihm seine Geschenke schon nicht verrate, dann wird auch das Herz der großen Schwester mal weich und ich habe meine Mutter dazu überredet, dass ich verzieren darf.
Zuerst habe ich daran gedacht Pinguine aus den Muffins zu machen, aber dann habe ich mich für etwas anderes entschieden, da ich abends, trotz des Versprechens dass er keine normalen Muffins bekommt, nicht so wirklich DIE riesen Lust hatte. Und ganz ehrlich: Ich bin definitiv zu blöd vernünftig mit Zuckerschrift und sowas umzugehen. Sobald ich einen Pinsel bekomme geht es halbwegs, aber Zuckerschrift? Da muss ich passen.:klatsch:

Heraus kam nachher, dass er "Angry Birds" Muffins bekommen hat. Für die die es nicht kennen: Grüne Schweinchen haben die Eier von verschiedenfarbigen Vögeln geklaut. Man schießt mit den Vögeln (die verschiedenen Eigenschaften haben) mit einer art Vogel-Steinschleuder auf die verschiedenen Konstruktionen der Schweine um die Schweine zu töten und ihre Festung kaputt zu kriegen. Das geht Level für Level so weiter und zwischen drin sind kurze Teile der Geschichte eingebaut.

Das Spiel hat einen gewissen Suchtfaktor und mein Bruder ist nicht begeistert wenn er das Handy wieder hergeben soll, eignet sich aber super wenn es darum geht ein Kind zu beschäftigen weil man was anderes als Kinderprogramm sehen will:D
Auf längeren Autofahrten ist es auch ein gutes Mittel gegen das "Wie-lange-dauert-es-noch und das wann-sind-wir-da-Gequengel. Funktioniert super und erspart auf 3 Stunden Fahrt viel Theater. Schonung der Nerven inklusive.

Er hat sich gefreut, die Freunde und Kindergartenmuttis waren neidisch und begeistert und ich hatte eine bettelnde Schwester am Bein die sich zu ihrem Geburtstag jetzt Tiermuffins wünscht die natürlich auf jeden Fall ich machen soll.:klatsch: Gott steh mir bei. Ich weiß noch nicht wie ich da jetzt raus komme. Zudem meine Backwaren-Verzier-Künste auch wirklich nicht das wahre sind:peinlich:




Freitag habe ich mir dann wie geplant den Wisch unterschreiben lassen und im ersten Moment kam ich da rein und dachte mir nur "Shit! Ich will zurück nach Borken!". Ich gebe mir Mühe keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, aber der erste Tierarzt hat die Erwartungen echt steigen lassen. Gesehen habe ich aber nicht viel und von daher lasse ich einfach mal alles auf mich zukommen.
Der geplante Lauf musste leider ausfallen, da mir nach 400m die Puste aus war und ich dann lieber doch nichts riskieren wollte.

Samstag war ich auch noch mal in Borken und habe da für ein weiteres freiwilliges Praktikum angefragt (Herbstferien waren ja leider schon belegt) und warte jetzt auf den Rückruf der Montag oder Dienstag kommen soll. Wenn ich Glück habe kann ich dann im Dezember noch mal hin.
Eine der Tierärztinnen ist mir dann im Borkener Einkaufszentrum auch noch begegnet und hat sich auch an mich erinnert. Nach einem Anfall bleibe ich zwar den meisten mehr oder weniger im Kopf, aber sie geht so normal mit mir um, dass ich auch gerne mit ihr gesprochen habe. (In einem relativ vollem Einkaufszentrum mit einer unangenehmen Lautstärke und einer totalen Reizüberflutung die ich eigentlich nicht leiden kann, kommt sowas selten vor.)


Heute waren wir dann klettern was für mich eine willkommene Abwechslung vom normalen Kraft- und Stabi-Training war. Der eine Finger ist jetzt ein bisschen geschwollen weil ich wohl irgendwo abgeknickt bin, aber etwas Voltaren und ein leicht stabilisierender Tapeverband werden`s schon richten. Sollte es blau anlaufen muss ich evt. noch mal zum röntgen, aber ich glaube nicht, dass es was schlimmeres als eine Verstauchung oder Überdehnung ist.

Sonst schreibe ich morgen noch eine Klausur (für die ich natürlich wieder nicht gelernt habe:klatsch: Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Ordnung in mein Leben) und weiß mal wieder nicht ob ich im selben Raum wie mein Kurs, oder in einem seperaten schreiben soll. (Währe ja schon gut zu wissen wo ich dann morgen in den ersten zwei Stunden hin muss!) Meine Lehrerin sagte sie würde mir dann schreiben, aber die E-mail ist nicht gekommen:klatsch:. Sowas habe ich wirklich gerne.


Aber hier noch eine Gute Nachricht: Ich bin seit über einer Woche anfallsfrei

Hennes
06.10.2013, 21:38
Aber hier noch eine Gute Nachricht: Ich bin seit über einer Woche anfallsfrei

:daumen::daumen::daumen:


Angehängte Grafiken


:wegroll::wegroll::wegroll::wegroll::weg roll:


gruss hennes

Snaily
06.10.2013, 21:48
Die Muffins sind der Wahnsinn!
Du bist eine tolle große Schwester, und überhaupt.....
Lass dich mal knuddeln :hug:

Joeylea
10.10.2013, 17:18
Danke :)

Ich wollte eigentlich schon früher schreiben , aber bei uns basteln sie an den leitungen herum mit dem ergebnis, dass das internet spinnt.
Daher fasse ich mich kurz
Gestern gab es eine serie von drei anfällen. Zuhause dann ein sturz dir treppe herunter. Ein paar prellungen, sonst geht es mir gut.

Joeylea
15.10.2013, 20:18
Also....
Hier die Berichte der letzten Tage:

Das letzte Wochenende lief ganz ruhig ab und da wir Regenwetter hatten, habe ich nur Krafttraining gemacht.

Montag war dann beginn unserer Projekttage.
Meine Projekt mache ich zusammen mit einer Freundin mit dem Thema: Lernverhalten eines Hundes bei der Unterscheidung von Gegenständen.

Das ganze Läuft ´über drei Tage und unsere Einteilung läuft so:

Montag: Wurden wir zuerst eingeführt. Wofür das Projekt gut sei (da es ja nicht benotet wird), was wir alles anfertigen sollen (Projektmappe, Projekttagebuch, Präsentation) und so weiter. Dann wurde uns erklärt wofür genau die Präsentation gut sein soll. Um zu üben weil einem sowas ja schwer fällt. Ehrlich gesagt hatte ich mit Präsentationen noch nie wirkliche Probleme (manchmal gehen mir die Vorbereitungen auf den Keks, aber mehr auch nicht) und auch nicht damit sie vor "größeren" Mengen zu halten. Zum mindest bis zu dem Zeitpunkt zu dem er dann gesagt hat, dass wir sie vor unseren 80 Stufenkameraden halten müssen. Mir war es immer egal wie viele Leute da sitzen, so lange ich bei größeren Mengen die Zahlen nicht kannte. Man hätte mir 120 Menschen dort hinstellen können und es hätte mir so lange nichts ausgemacht, bis ich wüsste wie viele es wären.


Dann hat man uns allerdings auch noch gesagt, dass wir das gesamte Projekt in eine 5 minütige Präsentation quetschen müssen. Da habe ich mir die Frage gestellt: Wie soll das gehen?
Eine Lösung dafür haben wir aber dann gefunden: Wir nehmen Joey mit! Erspart viel Filmerei und Theater mit unserer super *hust* Technik an unserer Schule. Der Direx hat natürlich zugestimmt.

Na ja, nach der einführung haben wir uns dann zusammen gesetzt und den "Zeitplan" eingeteilt.
Gestern die Einteilung wann wir wie was machen und erste ausformulierungen, heute das Üben mit Joey, morgen Fertigstellung und Überarbeitung von Präsentation+ Mappe usw.


Heute habe ich Joey dann schon relativ früh geweckt (ich wusste bis heute nicht, dass mein Hund so griesgrämig gucken kann. Kann man ihr aber auch nicht verübeln wenn man sie um vier Uhr Morgens weckt) um zwischen den Versuchen immer einen möglichst großen Zeitraum zu lassen. Die Ergebnisse fallen sowohl positiv als auch negativ aus.

Positiv: - Joey hat schon beim ersten Anlauf die vier geplanten Gegenstände geschafft
- Sie kann jetzt noch viel mehr unterscheiden als geplant
- Wir haben noch viel mehr Aspekte herausgefunden mit denen wir nicht gerechnet hätten
- Unsere Präsentation und die Mappe kriegen wir problemlos voll ohne uns zu wiederholen.
- Ich habe wesentlich weniger Zeit gebraucht als ich dachte wodurch ich mehr Freizeit hatte (Wobei die ja dann für andere Gegenstände genutzt wurde, aber das war ja meine Entscheidung)


Negativ: - Ich habe keine Ahnung wie wir das ALLES in die Mappe kriegen sollen, da wir max. 5 Textseiten haben dürfen.
- Ich kann mir noch weniger vorstellen wie ich auch nur das Wichtigste in eine 5 Minuten Präsentation kriege.
- Ich habe vergessen aufzuschreiben welche Gegenstände noch alle dazu genommen wurden und habe einige davon vergessen
- Sie hat heute so viele Leckerchen bekommen das ich befürchte sie platzt noch
- Ich weiß nicht mehr was ich diesem Hund jetzt noch beibringen kann:klatsch:



Morgen treffe ich mich dann wieder mit einer Freundin in der Schule um das alles fertig zu machen und die Präsentation fertig zu bekommen.


Am Freitag müssen die Präsentationen ab 9 Uhr gehalten werden, vorher und nachher haben wir wieder Unterricht. Joey hat dann mit mir zusammen einen 7 Stunden Schultag und mit dem Direktor ist alles abgesprochen. Da Sie ja bereits in der Schule gewesen ist, mache ich mir da auch keine Sorgen. Sie hat sich schließlich wunderbar verhalten und kennt es auch mal eine Zeit lang still neben meinen Füßen zu liegen und sich mit einem Knochen zu beschäftigen auch wenn um sie herum viel Getummel ist.

Wie es Freitag läuft und was noch kommt werde ich berichten. Ich hoffe nur, dass der Vorführeffekt nicht zuschlägt

Hennes
16.10.2013, 10:17
:party::party::party:


Happy

Birthday

to

you

!!!

:party::party::party:



gruss hennes

Joeylea
16.10.2013, 16:04
Danke Hennes:D


Ganz so feierlich hat mein neues Lebensjahr leider nicht angefangen. Pünktlich um kurz vor 12 Nachts hat Joey angeschlagen und Theater gemacht und ich habe direkt mal in mein 16tes Lebensjahr hinein gekrampft. Da freut man sich auch auf den Geburtstag.
In Feierlaune bin ich entsprechend nicht mehr gewesen als ich heute um acht aufstehen musste und somit war ich auch wenig begeistert als ich in die Schule gekommen bin. Zum Glück sind wir relativ schnell fertig geworden, sonst wären mir wohl möglich noch andere Leute die mich kennen über den Weg gelaufen. Der Witz dieses Jahr war, dass keiner wusste was er mir schenken soll, da selbst ich das nicht weiß. denn jetzt mal ehrlich: Ich habe alles was ich brauche/ gebrauche kann und das einzige was ich mir wirklich wünsche kriege ich für kein Geld der Welt. (Stattdessen schlägt mir lieber das Gegenteil ins Gesicht:klatsch:)

Momentan warte ich noch darauf, dass der Telefon-, SMS-,Facebook-, Whats App- Terror ein Ende nimmt und bin froh, dass ich den Kuchen hinter mir habe, den ich eigentlich gar nicht wollte. Genau genommen hatte ich auch schon überlegt die Feier mit meinen Freunden abzusagen, habe mich aber dann dagegen entschieden, weil sich alle drauf freuen.

Der restliche Tag wird also schätzungsweise wie folgt ablaufen:

-Telefon, SMS, Whats App, Facebook Theater aussitzen
- Familienessen überleben
- weitere Fluchtversuche mit Joey starten (Gerade vier Uhr und wir waren schon vier mal draußen)
- Videounterhaltung mit unserer Verwandtschaft in Amerika durchstehen
-BETT

Das für heute
Joey und Lea

Joeylea
17.10.2013, 21:35
Soooo

Morgen früh geht es dann mit Joey los in die Schule und ich bin doch irgendwie aufgeregt.
Die erste Stunde in der ich sonst eigentlich frei hätte, nutze ich dazu mich mit einer Freundin zu treffen die ebenfalls mit mir zur Schule geht, danach geht es aber los zur Präsentation. Damit sie nicht so viel Zeit zum aufdrehen hat, habe ich mit meinen Stufenkoordinatoren gesprochen. Wir kommen als erste dran (als erstes die Präsentation zu halten erhöht zwar meine Nervosität, aber okay) und sind hoffentlich auch schnell durch.

Da Joey den ganzen Tag mit in der Schule bleibt, habe ich heute vorher noch einmal allen Lehrern bescheid gesagt und einige freuen sich tatsächlich darauf den Hund mal zu sehen (das sind diese Lehrer welche mich etwas besser kennen).

Entsprechend war jetzt natürlich Tasche packen angesagt

...und ich packe meinen Koffer und nehme mit:
- Joeys Decke
- Wassernapf
- Leckerchen
- Kaustick
- Wasser
- Kacke-Tüten
- Geschirr
- >Kenndecke< ( Leuchtweste mit der Beschriftung "Dont touch - I`m working)
- Leine (ohne wär schlecht)
- Hund
- sonstiges Schulzeug

Ich werde mir Mühe geben morgen mal ein paar Fotos zu machen und werde sicherlich berichten wie alles gelaufen ist.Drückt mir bitte trotzdem die Daumen:peinlich:


jetzt aber mal was anderes. Letzte Nacht habe ich das Pulsoxi mal über ein paar Stunden aufnehmen lassen, einfach um mal zu sehen wo sich denn mein Puls während des Schlafes so bewegt. Die Gute Nachricht ist: Das Ausdauertraining zeigt sich im Schlaf ziemlich deutlich. Da ich das Pulsoxi tagsüber ja nur trage wenn ich einen Anfall habe/hatte oder wenn ich laufe, sehe ich natürlich immer nur die hohen Pulswerte. Auch Stunden nach einem Anfall sind diese oft noch ziemlich hoch (bis zu 120 im liegen. Direkt nach dem Aufwachen nach dem Anfall manchmal noch höher). So bin ich es also eher gewohnt mit einem (vermeintlichen) Ruhepuls von ca. 70-65 durch die Gegend zu rennen, in der Schule sogar oft noch höher. Auf dem Angehängten Bereich sieht man allerdings: Zum Mindest im Schlaf hält sich er Puls im 50-60 Bereich (Die 50 erkennt man noch, die 60 ist der nächste Streifen am Rand. Ist leider etwas blöd abfotografiert.).
Ich denke damit sind die eigentlichen Ruhepulswerte doch ganz passabel, bzw. (halbwegs) im Bereich einer normalen Läuferin.


Grüße
Joeylea

Joeylea
17.10.2013, 21:36
okay, ich hätte sie hochgeladen würde RW es denn tun.
Egal, ich versuche es dann morgen noch einmal

Domborusse
17.10.2013, 22:25
Hui - nachträglich von mir auch noch


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

:party::party::party::party:

Das ist wirklich das doofe an den eigenen Geburtstagen: man hat eigentlich nie Zeit zum Feiern, weil man so viele (liebgemeinte!) Glückwünsche annimmt - aber wenn keiner dran denkt, wäre man auch enttäuscht!!
Viel Spaß noch bei eurem Projekt und gutes Gelingen morgen!!!!

Joeylea
19.10.2013, 22:02
Danke sch�n

Also...
Der Schultag mit Joey hat super geklappt. Zwar war sie teilweise ziemlich aufgedreht aber sie hat sich super benommen und selbst der befürchtete Vorführeffekt hat nicht eingesetzt. Sie hat bei der gesamten Präsentation alle Kommandos super durchgeführt und gut gezeigt, dass Hunde durchaus Gegenstände unterscheiden können und unsere Präsentation hat gut gesessen.

Das sie während des ganzen Schultages dabei war, war dann aber auch mein Glück, denn zwischen drin hat es mich einmal erwischt, dank Joey konnte ich aber dann frühzeitig aus der Aula und somit hatte ich den kurzen Anfall nicht vor der gesamten Stufe. Als Sie völlig unruhig geworden ist,bin ich mit ihr und einer Freundin ins Sekretariat gegangen. Als ich da gesagt habe, das sie völlig unruhig ist, und ich einen Anfall befürchte, hat mich die Sekretärin ungläubig angesehen und wollte mich dann zusammen mit meiner Freundin in einen einzelnen Raum setzten, aber kurz davor hat es geknallt. Hätte ich nicht erst erklären müssen wieso ich das meine und dass Joey die Anf�lle vor mir bemerkt und die Ungläubigkeiten abwimmeln müssen, hätten wir mich noch vorher hinlegen können und ich hätte jetzt keine Beule, aber wenigstens hat es mich nicht völlig unvorbereitet getroffen. Joey hat sich offenbar auch da wunderbar verhalten. Sie hat erst Theater gemacht bis wirklich ALLE die um mich herum standen bei mir waren und hat sich dann vor meinen Kopf gesetzt bis ich aufgehört habe zu Krampfen. Als ich nur noch da lag hat sie sich an mich gedrängt und den Kopf auf meine Brust gelegt. Das erste mal bin ich nach einem Anfall in der Schule nicht total panisch geworden als ich wieder aufgewacht bin. Klar hatte ich dicke Kopfschmerzen und war wütend und enttäuscht wegen des neuen Anfalls, aber ich war eben viel viel ruhiger und darauf vorbereitet gewesen. Ohne Joey hätte ich den Anfall in der vollen Aula gehabt, die Präsentationen hätten unterbrochen werden und ich nach dem Anfall wieder beruhigt werden müssen.

Bis auf den Anfall war der Schultag ganz in Ordnung und wie schon gesagt hat: Joey sich super benommen.

Freitag ist mir leider der Computer kaputt gegangen weshalb ich nicht da schon habe berichten können.
Den Neuen bin ich heute mit meinem Vater und Opa kaufen gegangen (worüber die Beiden ganz erleichtert waren, weil ja niemand wusste, was ich mir wünsche)

Morgen Abend werde ich dann mal gucken wie ich meine Restlichen Daten von meinem alten Laptop retten kann und die ganzen Backup-CDs überspielen kann. der letzte ist natürlich wieder über 2 Monate her:klatsch:
Mal sehen was noch zu retten ist..

Sonst geht es uns gut und bis auf die Tatsache, dass ich noch ewig brauchen werde, bis ich mich mal mit Windows 8 zurechtgefunden habe, kann ,an sich nicht beschweren. Morgen steht klettern auf dem Plan.

Grüße
Joeylea

Joeylea
20.10.2013, 14:14
Kurzer Bericht für heute:

Klettern steht heute doch nicht auf dem Plan, dafür habe ich heute Morgen einen mittleren 10km Lauf gemacht. Der war soweit mit 49:35 auch ganz in Ordnung, wenn man mein Laufpensum der letzten Zeit betrachtet:klatsch:.
Joey war natürlich wieder als Begleitung dabei und ist munter neben mir her gelaufen. Zuhause war ich dann aber wieder ein grausames Frauchen da ich sie geduscht habe. Aber wer sich voll in den Matsch schmeißt und dann auch das gegüllte Feld nicht auslässt (seit wann güllen die Bauern eigentlich noch um diese Zeit?), ist eben selber Schuld. Ich kann mir nämlich auch schöneres vorstellen als dem weiß-schwarzem Hund den Kuhmist wieder aus dem Fell zu waschen und sie einzushampoonieren und auszuwaschen bis sie nicht mehr stinkt und ihr Fell wieder weiß ist und die schwarzen Stellen wieder ihre natürliche schwarzfärbung haben:klatsch:.


Obwohl ich ja eigentlich unbedingt dieses Jahr meinen ersten HM laufen möchte, wird der erste Lauf an dem ich dieses Jahr teilnehmen werde wieder der Bottroper Herbstwaldlauf am Prosper-Haniel sein. Dieses mal aber der 10km und nicht der 6,8km Lauf :)
Wenn ich ehrlich bin,fehlt mir eigentlich das Training um dort gut abzuschneidenm aber für mich geht es jetzt erst einmal darum mich dort wieder einzufinden. Nachdem ich mir den Schädel eingehauen, kurzzeitig verreckt und mehr oder weniger halb verblutet bin (tut mir leid, das ist jetzt etwas vulgär ausgedrückt), nehme ich es mir doch heraus mir die Zeit zu gönnen nicht direkt mit den berühmten 21 km durchzustarten, sondern langsam zu beginnen.
Mein Ziel wird es auch nicht sein in Bottrop auf "vollgas" zu laufen, sondern ich will mich schlicht und ergreifend einfach wieder ein bisschen zurecht finden. Mehr nicht. Ich weiß nicht ob ich mehr könnte, wahrscheinlich schon, aber ich will auch gar nicht mehr. Nur das. Nur diese kleine Herausforderung bei der ich mir sicher bin: Wenn sich mein Hirn nicht wieder irgendwelche Sperenzchen erlaubt, schaffe ich das.

Auch wenn das noch lange nicht bedeutet, dass ich den Plan HM für dieses Jahr an den Nagel gehängt habe:D

Dee Dee
21.10.2013, 09:53
Wenn ich ehrlich bin,fehlt mir eigentlich das Training um dort gut abzuschneidenm aber für mich geht es jetzt erst einmal darum mich dort wieder einzufinden. Nachdem ich mir den Schädel eingehauen, kurzzeitig verreckt und mehr oder weniger halb verblutet bin (tut mir leid, das ist jetzt etwas vulgär ausgedrückt), nehme ich es mir doch heraus mir die Zeit zu gönnen nicht direkt mit den berühmten 21 km durchzustarten, sondern langsam zu beginnen.

Mach Dir bloß keinen Druck. Ich finde 10 km unter 50 Minuten (im Training!) absolut beeindruckend, wenn man bedenkt, welche Stöcker (und manchmal auch Äste) Dir zwischen die Beine geworfen werden! :daumen: Andere (und da kann und will ich mich gar nicht ausschließen) jammern wegen ein bisschen Kniezeugs oder einer Erkältung seitenweise rum, anstatt wie Du gelassen zu bleiben und weiter zu machen, sobald es geht.
Der Halbmarathon läuft Dir nicht weg und ich bin mir sicher, dass Du den packst. Wenn nicht dieses, dann nächstes Jahr! :nick:

Joeylea
22.10.2013, 16:15
Ich werde es versuchen, obwohl mir der ganze Ehrgeiz und der riesen Dickkopf mich dann doch den Halbmarathon zutreiben :)

Gestern war ich dann mit zwei Freunden klettern und habe mich mal wieder gefragt wie man es eigentlich hinbekommt so dämlich zu sein! Ich war mit meiner Freundin und ihrem Freund zusammen da und ihr Freund ist eben nachgekommen. Um dort alleine Klettern zu dürfen, muss man natürlich schon Erfahrung im Sichern haben. Soweit für uns beide kein Problem. Ihr Freund der nachgekommen war, hat uns erzählt auch schon Erfahrung gemacht zu haben. Der Chef der Kletterabteilung ist aber mit ihm in die Kletterhalle gekommen um sich das ganze mal anzusehen. So weit ja verständlich. Wir haben mit dem Tuber gesichert (was so ziemlich das einfachste Sicherungsgerät ist. Man muss das obere Ende eben nachziehen und das untere ende welches natürlich auch nachgezogen wird) nach dem Nachziehen nach unten ziehen (Diese Erklärung soll jetzt nur ein grobes Beispiel darstellen damit ihr das Prinzip etwas verstehen könnt. In der Praxis gehört eben noch etwas mehr dazu, aber wenn man Erfahrung im Sichern hat, ist das unglaublich einfach.) Er hatte auch angegeben, dass er mit der Sicherung mit Tuber Erfahrung hätte und musste dann mal zeigen wie er sichert. Um ehrlich zu sein bin ich froh, nicht von ihm gesichert worden zu sein, hätte ich mich da in den Gurt gehangen wäre ich wahrscheinlich erst zwei Meter runter gerast. Herzinfarkt inklusive würde ich dann sagen.
Zur Sicherung muss dann das untere Seilende auch nach unten gezogen werden. Naja, Fehlanzeige. generell sah das ganze furchtbar aus. Nicht einmal der HMS-Karabiner war zugeschraubt. Eine ruckartige Falsche Bewegung und sie wäre runtergerauscht wenn sie nicht gehalten wird.
Der Chef hat ihm dann noch eine genaue Einweisung gegeben, sichern lassen haben wir ihn dann aber trotzdem nicht mehr. Meine Freundin und ich haben ihn dann zusammen zum klettern gesichert, aber wir selbst haben uns gegenseitig gesichert.
Ich habe ihm dann auch nachdem der Chef weg war gefragt ob er wirklich schon mal gesichert hat. Seine Antwort war, dass es eben schon ein Jahr her war. Sichern mit dem Tuber ist allerdings mehr oder weniger wie Fahrrad fahren. Genau das habe ich ihm dann auch gesagt. Jetzt war ich also wieder die böse die nicht wollte, dass sich Jemand alle Knochen bricht. Wobei: Damit kann ich leben.

Heute gibt es bei dem schönen Wetter noch eine gemütliche Laufrunde mit Joey wobei ich ehrlich gesagt nicht so wirklich Lust habe. Der Muskelkater von gestern sitzt nämlich noch in den Armen und das nervt:wink:. Trotzdem: Der Schweinehund muss Gassie!

Grüße
Joeylea

rote Bohne
22.10.2013, 18:32
Aber du sicherst? Mit nem Tuber, nicht wenigstens mit dem Halbautomaten? Und wenn du einen Anfall hast? Tut mir leid, ich hab hier zufällig reingelesen und will nicht pöbeln. ich find's ja auch wirklich cool was du alles machst, trotz deiner Erkrankung, aber das halte ich trotzdem für gefährlich. Oder merkst du das immer lang genug vorher, um noch ablassen zu können?

Und ja, in Kletterhallen (vor allem vom DAV) sieht man gruslige "Sicherungs"techniken!

Joeylea
22.10.2013, 19:26
Ja, ich sichere. Aber nur wenn noch jemand anderes daneben steht ( Im Notfall muss das Seilende ja nur wieder nach unten gezogen werden) und ich die Tage davor genügend Schlaf bekommen habe und die Personen entsprechend aufgeklärt sind. Meine Freunde wissen natürlich alle bescheid. Deshalb gehen wir auch idR zu dritt klettern. Das man die eine Person von uns nicht wirklich sichern lassen kann war leider nicht abzusehen wenn es heißt er hätte schon mal gesichert.
Bisher ist beim Sichern noch nichts größeres passiert (klar, zu Aufschürfungen kommt es schon hin und wieder mal, aber eben nichts großes) und ich zwinge ja niemanden sich unbedingt von mir sichern zu lassen.

Bemerken tue ich selbst die Anfälle so gut wie nie. Mein Hund hat da ein wesentlich besseres Gespür und meine Freunde merken mir hin und wieder auch was an. Wenn ich extrem konzentriert arbeite ist mir bisher (Gott sei dank) noch nichts passiert.

rote Bohne
22.10.2013, 19:52
Ah ok, mit Hintersicherung ist natürlich okay. Wobei nur Danebenstehen im Zweifelsfall doof ausgehen kann. Weil mit "nur wieder nach unten ziehen" ist nicht soviel, wenn das Seil erst mal durchrutscht. Das gibt für den Sichernden übelste Verbrennungen an den Händen und der Sturz wird maximal abgebremst, aber nicht verhindert (kommt natürlich auch auf die Seilreibung an und Vorstieg/ Toprope). Wär ein Grigri nicht vielleicht eine sinnvolle Alternative?

Joeylea
22.10.2013, 21:03
Wir waren im Toprope klettern. Nette Verbrennungen hatte ich auch schon, aber aus Fehlern lernt man und besorgt sich Handschuhe.
Ein gewisses Risiko ist natürlich trotzdem dabei, aber das ist uns klar. Deshalb eben immer zu Dritt.

Eine Sicherung mit Grigri wäre im Grunde möglich, aber keiner von uns ist es gewohnt mit Grigri zu sichern und das einzige mal als ich mit Grigri gesichert worden bin und mich kurzzeitig langsam in den Gurt gesetzt habe, hat dieser nicht vollständig geblockt und ich saß auf einmal zwei Meter tiefer. Es passiert leider bei vielen ziemlich schnell, dass sie sich dann auf den automatischen Mechanismus verlassen und wenn der Hebel kurz geöffnet wird und ich dann wegkippen sollte, reicht es nicht das Seil "mal eben nach unten zu ziehen".

Die Dinger haben natürlich alle vor und Nachteile, aber wir haben uns eben für den Tuber entschieden und wissen: Es kann was passieren und deswegen müssen wir einen Zweitsichernden dabei haben der etwas weiter hinter mir das Seil mit festhält.

Damit ist für uns die Sache mehr oder weniger gegessen (Wir beachten halt die möglichen Auslöser und gehen erst gar nicht klettern wenn wir da was vermuten, aber dies versteht sich von selbst) und bisher haben wir da auch nur gute Erfahrungen mit gemacht.
Ich denke das ist ein Stück weit auch immer eine Kopfsache, denn es könnte genauso sein, dass einer von uns kurz unaufmerksam ist und dann das Seil durchrutscht.
Der Punkt ist eben, dass ich versuche ein möglichst normales Leben zu führen und alles mitmachen zu können was geht. Mit der Unterstützung vieler Leute gelingt mir das mal mehr mal weniger gut, aber wer mich kennt behandelt mich (möglichst) wie eine "normale" Person.
Wir alle sind uns der Gefahr bewusst, aber keiner von uns will deshalb "Übervorsichtig" sein. Am Ende weiß man sowieso nicht was passiert und was nicht.

Joeylea
23.10.2013, 16:29
Heute ist mal wieder einer dieser Tage...

an denen einfach nichts gelingt.

Als ich aufgestanden bin, bin ich direkt mal in eine "Kotzlache" die Joey mir vor mein Bett gewürgt haben muss hinein getreten und ein paar Meter weiter bin ich dank des frisch geschmierten Fußes ausgerutscht.

Als ich dann den Fuß abgeduscht und das Hundeerbrochene weggemacht habe, habe ich mir beim Frühstücken mit dem BUTTERMESSER in die Hand geschnitten (Wie blöd kann man eigentlich sein? Mit einem Buttermesser!)

Als ob das noch nicht genug wäre, hatte ich heute beim Training einen kompletten Leistungseinbruch. Ich konnte nicht mal einen ganzen Kilometer durchlaufen. Es gab sofort Seitenstiche und die Waden taten mir weh. Die geplante Runde wurde dann auf fünf km reduziert und kurz vor Ende wollte ich noch zwei Walkerinnen überholen die trotz aller "Vorsicht", "Achtung", "Bitte Platz machen" Schreie einfach keinen Platz machen wollten weshalb ich auf den Grünstreifen am Feldrand ausweichen musste und da in Hasenloch getreten bin, in dem ich natürlich gleich weggecknickt bin, wärend ich dann mit dem anderen Fuß in einen dicken Hundehaufen getreten bin. Zuhause angekommen habe ich den Fuß aus dem Schuh geschält und da er mittlerweile blau-lila und auf die gefühlte doppelte Größe angeschwollen war ging es ab ins Kh zum röntgen. Die Röntgenbilder zeigten eine Verstauchungm der Arzt setzte mit einer leichten Bänderdehnung noch einen drauf. Jetzt habe ich einen hübschen Verband, eine Woche striktes Laufverbot und darf anschließend für die nächste Zeit eine Bandage beim Laufen tragen. Manchmal ist das Leben ein Ar...

Zudem bin ich am Sonntag noch zu einem Geburtstag eingeladen und darf mir jetzt was überlegen wie ich in diese Schuhe rein komme.

Ich glaube am besten lege ich mich gleich einfach ins Bett und schlafe.


Das für Heute
Joeylea

Joeylea
29.10.2013, 11:08
Hier eine kurze Zusammenfassung

Laufmäßig darf ich momentan leider nichts machen, also heißt es wohl oder übel Pause machen.

Momentan bläst der Wind uns die Blätter von den Bäumen und mit Joey Gassie zu gehen entpuppt sich als relativ anstrengend, da sie ja trotz Wind genauso lange raus will wie sonst. Auch wenn sie nur noch schräg läuft und sie wahrscheinlich weggeweht werden würde, hinge sie nicht an einer Leine.

Meine Hauptbeschäftigung ist zurzeit Latein-Lernen und das macht natürlich einen riesen Spaß.

Von Freitag auf Samstag Nacht gab es einen kurzen Anfall im Schlaf von ca zwei Minuten. Die Pulswerte waren mit einem Schnitt 120 bpm im Rahmen und nur die SpO2 Werte haben sich mit 76% ziemlich verabschiedet.

Heute ist dann wieder Familientag angesagt

Joeylea
03.11.2013, 12:35
Also....

Laufmäßig sieht es bei mir momentan ganz ganz übel aus. An zehn Minuten im flotten Tempo durchlaufen scheint nicht zu denken und nach einigen Metern beginnen die Muskeln zu schmerzen. Ich habe einen kompletten Leistungseinbruch und der passt mir momentan überhaupt nicht in den Plan, da ich nächste Woche Sonntag in Bottrop auf der 10km Distanz starten möchte.


Vorgestern habe ich es dann tatsächlich das erste mal geschafft versehentlich die Doppelte Dosis Lamotrigin und Keppra zu nehmen (Ich war mir nicht sicher ob die die Tabletten morgens schon genommen hatte und habe die Morgendliche Dosis dann ein zweites mal genommen) und durfte dann einen Ausflug in Kh machen weil die ersten zwei Stunden echt nichts mehr ging. Da ich bis auf die Vorherige Dosis noch nüchtern war, war das Zeug auch ziemlich schnell im Kreislauf drin und mir ging`s ziemlich mies.
Nach ein paar Stunden und zwei Liter Tropf ging es mir aber wieder gut und ich konnte wieder gehen. Die Dosis die ich eingenommen hatte lag nicht in einem imens Kritischem Bereich, war aber für mich dann doch etwas zu viel.
Ehrlich gesagt muss ich auch jetzt noch den Kopf schütteln: Seit Jahren nehme ich dieses Zeug und mir ist sowas nie passiert und dann auf einmal unbedingt in den Ferien


Aber wenn man bedenkt, dass ich in 2 Wochen Ferien nur 2 Mal ins Kh musste, bin ich ja eigentlich ganz gut weggekommen.

Epi-Technisch geht es mir aber bis auf das Medikamenten-Missgeschick ganz gut und ich bin nicht begeistert davon, dass die Ferien schon wieder vorbei sind.

Grüße
Joeylea

Hennes
03.11.2013, 12:45
Vorgestern habe ich es dann tatsächlich das erste mal geschafft versehentlich die Doppelte Dosis Lamotrigin und Keppra zu nehmen (Ich war mir nicht sicher ob die die Tabletten morgens schon genommen hatte und habe die Morgendliche Dosis dann ein zweites mal genommen)

...und du hast nicht so einen "Wochentablettendose" für ein paar Euro,
bei Deinem Dauertablettenkonsum :confused: :confused: :nee: :nee:


gruss hennes

Joeylea
03.11.2013, 17:00
Haben schon - Benutzen nein

Anfangs habe ich die Dinger ganz brav benutzt, aber irgendwann wurde mir das ständige füllen zu doof weil ich das sowieso ständig vergessen habe und bis Freitag war das auch nie ein Problem gewesen.

Joeylea
05.11.2013, 19:39
Die Schule hat wieder angefangen un mit ihr die scheinbar endlosen Unterrichtsstunden.

Meine Klausurtermoine sind alle so wunderbar unpassen gelegt, dass ich bis zu den Weihnachtsferien jede Woche mindestens eine Klausur schreibe. Teilweise schreibe ich sogar zwei in nur einer Woche und da frage ich mich doch schon mal welcher Trottel sich denn so bescheuerte Termine aussucht und an zwei aufeinander folgenden Tagen je eine Klausur legt. Ich weiß ja nicht wie es in deren Schulzeit war, aber wir haben noch sowas wie ein Privatleben in dem wir nicht noch jeden Tag lernen wollen wenn wir doch sowieso frühstens um drei Zuhause sind, wenn nicht noch später. Zudem meine Schultage durch diesen blöden G8 Mist verdammt lang sind, was das alles einfach noch anstrengender macht. Kaum zu glauben aber obwohl ich erst den zweiten Schultag nach den Ferien hatte bin ich schon wieder völlig platt. Und damit bin ich nicht die Einzige. Also noch mal ein Danke an Barbara Sommer und Co. Ich hätte gerne das ihr mal mit 16 Jahren 38 Wochenstunden in der Schule sitzt, danach noch einen Berg Hausaufgaben macht und anschließend für Prüfungen lernt.Und zwar nach dem unabgespeckten Lehrplan wie wir ihn haben.

Sonst ist alles okay soweit und bisher war ich noch nicht wieder Laufen (Wir haben bei uns ein wetter.... Jo will auch nicht raus.)

Joeylea
06.11.2013, 21:55
Heute hatte ich wieder eine dieser Situationen in denen ich Entscheidungen fällen musste, die ich nicht treffen wollte. Ihr wisst mittlerweile, das Tiere mir sehr wichtig sind. Ich mache nämlich keinen Unterschied zwischen dem "Wert" eines Tier- und eines Menschenlebens. (Okay, Mücken, Zecken, Flöhe, und andere Parasiten die Ärgern mal abgesehen) Manchmal ärgere ich mich auch darüber, dass in Deutschland der Tier-Rettungsdienst noch nicht so bekannt ist. (Ich hoffe das wird noch.)

Nach der Schule bin ich mit Joey die ganz normale Gassie-Runde gegangen und das obwohl hier momentan Dauerrregen angesagt ist. Auf dem Rückweg bin ich einer Frau entgegen gelaufen die auf dem Boden Kniete und hektisch auf ihren Hund einredete der am Boden lag. Zuerst dachte ich, das sei so eine Unterwürfigkeitsgeschichte weil die Frau nicht mit ihrem Dobermann zurecht kam so wie sie da stand. Aber als ich näher kam und das zittern in ihrer Stimme hörte habe ich bemerkt das der Hund sich nicht regt und habe angefangen zu rennen. Ich habe ehrlich gesagt nicht mal darüber nachgedacht wieso genau ich los gerannt bin, sondern ich bin einfach auf die beiden zu. Als ich angekommen bin wusste ich nicht so ganz wie mir war. Ich hatte eine aufgeregte Frau die dabei war sich völlig aufzulösen, einen leblosen Dobi auf dem Boden der regungslos im eigenen Erbrochenem lag, Joey die sich ständig an mich drängte und die weiter nachhause wollte und es war kalt. Verdammt kalt. Ich habe dann ziemlich schnell abgeschaltet, nach dem Puls des Hundes gefühlt der unregelmäßig und kauf fühlbar war und vergebens die Atmung überprüft. Ich versuchte es mit einer Atemspende und die Frau fing an zu weinen. Nach drei mal machte ich eine Pause, überprüfte den Puls der kaum mehr tastbar und nur alle paar Sekunden einmal vorhanden war. Da musste ich mich dann entscheiden. Riskiere ich eine Herzlungenmassage oder bleibe ich bei der Beatmung? Ganz ehrlich: In dem Moment hatte ich Schiss! Eine verfrühte Herzmassage könnte alles noch schlimmer machen. Zu lange warten aber auch. Ich habe noch zwei weitere male beatmet und es anschließend mit einem Schlag auf den Brustkorb versucht was nicht geholfen hat. Dann habe ich mir die Jacke ausgezogen, sie auf den Boden gelegt und mit der Besitzerin den Rüden da rauf gelegt. Da sie nur zwischen Schluchzern und noch dazu viel zu schnell gesprochen hat, habe ich nicht viel von dem verstanden was sie gesagt hat. Ich war allerdings auch zu beschäftigt mit der Wiederbelebung als das ich ihr mehr Aufmerksamkeit hätte schenken können und das war auch der Grund aus dem ich nur Geschrien habe "Hol den Auto!". Währe ich in ihrer Situation gewesen hätte ich Joey nicht einen Augenblick alleine in den Händen einer fremden Person gelassen. Sei es die Verzweiflung, meine klare Anweisung, die Verwirrung oder einfach nur mein auftreten in diesem Moment gewesen. Sie ist los gerannt und hat ihr verdammtes Auto geholt. Bis sie zurück war konnte ich wieder aufhören denn Herzschlag und Atmung waren wieder stabil und ich um Welten erleichtert. Ich war klatsch nass, mein Puls ging mit sicherheit auf um die 120 und ich war fertig mit den Nerven weil ich mich verantwortlich fühlte. Verantwortlich für diesen armen Hund der bewusstlos halb auf meiner Jacke, halb in meinen Atmen lag und von dem ich einfach nicht wollte, dass er hier starb. Die Frau war überglücklich als sie sah, dass ihr Rüde wieder alleine Atmete, allerdings war sie nach wie vor so aufgelöst, dass ich mich gefragt habe ob man sie wirklich fahren lassen konnte. Ein älterer Freund von mir der ebenfalls einen Hund hat ist dann von der anderen Seite gekommen, hat mich gesehen und ich habe ihm die Kurzversion:"Hund tot, Wiederbelebt, braucht dringend Tierarzt, Frauchen kann nicht fahren" gegeben. Also haben wir Joey mit Aares in den Kofferraum gesetzt, Er ist gefahren (für einen 50-Jährigen hatte der einen ganz schön flotten Fahrstil drauf!), die Frau hat sich auf den Beifahrersitz gesetzt und ich hinten mit Hund auf der Rückbank. Zuerst wollte sie auch mit nach hinten, aber ich habe dann mehrmals gesagt, dass sie ihrem Hund momentan nicht helfen kann und sie nur Platz wegnimmt wenn ich noch mal was machen muss. Wir sind dann zumeiner Tierärztin gefahren und während der fahrt musste ich die Wiederbelebung wieder aufnehmen. Wieder die gleiche Frage wie beim ersten mal. die gleiche Entscheidung.
Angekommen hat Klaus in der Praxis bescheid gesagt während wir noch im Auto gewartet haben damit ich weiter machen konnte. Man holte den Hund mit einer Trage ab und schloss ihn an das Narkosebeatmungsgerät an. Dann ging es um die Frage was los war. Die Besitzerin erzählte er hätte Zartbitter-Kuvertrüre gefressen und davon gleich 400g. Das führt bei Hunden zu einer Theobrominvergiftung (Schokolagenvergiftung. Das im Kakao enthaltene Theobromin können Hunde nicht abbauen) die tödlich enden kann. Ich stand also wieder vor einer Entscheidung: Dem Ärger Luft machen, die Beherrschung verlieren und der Beitzerin klar machen was für Schei ße sie gebaut hatte, oder die Wut schlucken und versuchen sie wieder zu beruhigen weil sie mir doch irgendwo leid tat und sie nunmal zu dem Hund für den ich mich so verantwortlich gefühlt habe dazugehört. Ehrlich gesagt hat es mich verdammt viel Überwindung gekostet und ich hätte liebend gern einfach mal die Beherrschung verloren, einfach weil das ein so dämlicher vermeidbarer Fehler war, aber ich habe dann doch anders reagiert und sie einfach nur in den Arm genommen und ihr erzählt, dass alles wieder gut wird, so wie ich es mit meinen kleinen Geschwistern mache wenn sie sich irgendwo verletzt haben und zu mir kommen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass es hilft, aber offenbar braucht man in solchen Situationen die gleiche "Behandlung wie ein kleines Kind.
Die Tierärztin gab dann Infusionen und schloss den Hund noch ans Pulsoximeter (gleiches Verfahren wie beim Menschen. Der Clip kommt an die Zunge) an während sie mir von ihrem Hund erzählte. Der Rüde heißt Sam, kam vor knapp zwei Wochen aus der Tötungsstation in Spanien nach Deutschland und obwohl sie eigentlich nur Pflegestelle sein wollten haben sie sich doch dazu entschieden den 3 Jährigen zu behalten. Sie zeigte mir Narben in seinem Gesicht die mir vorher nicht aufgefallen waren (hatte anderes zu tun) und erklärte mir, was er für eine arme Socke gewesen ist bevor er nach Deutschland kam. Irgendwann piepste ständig das Pulsoxi und der Sauerstoff wurde immer niedriger. Man erhöhte die Gabe und sie sank wieder ab. Dann begann er zu krampfen und spätestens das war der Moment in dem mir klar wurde: Diesen Hund wirst du nie mehr vergessen.
Die Tierärztin spritze Diazepam, einen guten Bekannten von mir, und ich war versucht die Flucht zu ergreifen. Wieder eine Entscheidung: Gehe ich raus, vergrabe mich in Joeys Fell und versuche etwas Abstand zu gewinnen damit es mich nicht allzu schwer trifft. Das wäre für mich sicherlich die einfache, angenehmere Lösung gewesen. Oder bleibe ich da und stehe den beiden die ich doch eigentlich kaum kannte bei? Wollte ich die zwei so dort stehen lassen? Ich bin nicht gegangen. Klaus kümmerte sich schließlich um Aares und Joey und den beiden ging es gut. Sam und Frauchen Nina ging es nicht gut. Viel daran ändern konnte ich nicht, aber ich wollte nicht so feige sein mich da jetzt raus zu ziehen obwohl ich doch wenigstens einem von beiden ein weig helfen konnte. Wenn ihr das so lest denkt ihr wahrscheinlich: Mein Gott, darüber muss man doch nicht nachdenken. Aber ehrlich gesagt fiel mir diese Entscheidung Schwerer als normal.
Jedenfalls sanken seine Werte immer Weiter, das Blutbild was gemacht wurde war auch Katastrophe und die Tierärztin riet ihn einzuschläfern. Ich persönlich stehe seit meinem Praktikum beim Tierarzt auch voll dahinter und wenn man Sam da so vor sich sah mit dem Wissen das er höchstwahrscheinlich sowieso daran sterben würde, hätte als Tierärztin auch dazu geraten. Aber als Besitzerin hätte ich die Entscheidung trotzdem nicht treffen wollen. Ob ja oder nein. Die Besitzerin war sich allerdings unsicher und fragte mich. Ich weiß nicht wieso, schließlich kannten wir uns ja kaum und ich hatte vorher noch krampfhaft versucht den Hund am Leben zu erhalten. Irgendwie antwortete ich aber trotzdem. Durchgefroren, erschöpft und fertig mit den Nerven traf ihr die Entscheidung ja zu sagen. Ich habe diese Entscheidung so objektiv wie möglich gefällt. Der Hund war schwer vergifftet, Ich hatte ihn schon wiederbeleben müssen, er Atmete nicht alleine und die Chance das er überleben würde war minimal. Und wenn doch hatte er mit Sicherheit schwere Gehirnschädigungen durch Sauerstoffmangel davon getragen. Natürlich wollte ich nicht, dass er starb. Ich hätte ihn sonst ja nicht wiederbelebt oder mich fast zur Tode gefroren oder wäre mit ihm bis zum Tierarzt gefahren. Meine Antwort schien sie zu bestätigen und Sam bekam ein starkes Narkotikum und wurde von Tubus und Co befreit. Ich kann mich nicht erinnern jemals glücklicher gewesen zu sein meinen mit nassem Fell und Matschpfoten besegneten Hund in den Arm zu nehmen. Allerdings bließ ich es auch dabei, dann ich wollte die Situation nicht noch verschlimmern. Ich war einfach heilfroh als ich zuhause war wo ich mich mit Joey in eine Decke gekuschelt und geheult habe und dankbar war, dass sie so ziemlich alles außer Schokolade frisst.

Der Arme Sam musste in seinen paar Jahren schon so viel schlimmes erleben und gerade jetzt, wo er endlich die guten Seiten des Lebens Kennenlernen sollte, wird er durch einen so dummen Fehler ihm aus guten Willen nicht die Schokoladen-Kuvertüre wegzunehmen, aus seinem neuen Leben gerissen.

Gezwungenermaßen musste ich heute also mehrfach Entscheidungen treffen die ich nicht treffen wollte und das ganz unvorbereitet. Rückblickend bereue ich allerdings nur, dass ich der Frau gesagt habe, dass alles wieder gut werden würde und, dass ich mich so schnell verantwortlich gefühlt habe, weil mich das zerbrechlich gemacht hat. Der Tod dieses Hundes der mir bis vor ein paar Stunden noch gänzlich unbekannt war, nimmt mich ziemlich mit. Und ganz besonders, dass meine Bemühungen für den Hund umsonst waren. Für mich war es wichtig diesen Versuch zu machen. Hätte ich es nicht wenigstens versucht, hätte ich mir ohne Ende Vorwürfe gemacht. Aber ob das für die Frau auch besser war weiß ich nicht. Im ersten Moment schien es mir als sei es auch für sie besser. So war sie nicht alleine und musste nicht neben ihrem sterbenden Hund sitzen. Andererseits frage ich mich, ob das auf und Ab nicht doch die schlechtere Wahl war.

Naja, ich gehe jetzt jedenfalls noch mal unter die heiße Dusche und dann ins warme Bett um morgen Mathe zu vergeigen

baerenmama
08.11.2013, 08:35
Ich finde du hast das toll gemacht. Der Frau hat es sicher geholfen nicht alleine zu sein und den Hund einzuschläfern konnte sie dann bewusst entscheiden.

LG baerenmama

Irisanna
08.11.2013, 08:42
Das ist sehr, sehr traurig. :frown:

Joeylea
08.11.2013, 18:26
Ich finde das auch furchtbar was mit diesem Hund geschehen ist und das nimmt mich sowohl als Hundebesitzerin als auch als normale Person mit, da ich in seinen letzten Stunden ja sehr nah dabei war. Hunde sind und waren schon immer ein Teil meines Lebens und das ist auch gut so. Dieses Erlebnis ist ehrlich gesagt schon etwas, was ich erstmal verdauen muss. Es macht mich einfach traurig. Jetzt weiß ich es noch mehr zu schätzen, das Joey "nur" blind und sonst völlig fit und gesund ist. Und ich bin froh zu wissen, dass wenn etwas passiert, ich immer noch weiß, dass es ihr immer gut ging.

Heute habe ich die Frau noch einmal kurz besucht und sie hat mir erzählt wie leid es ihr tut, und das sie ihn vermisst. Normalerweise hätte ich das wohl nicht getan, aber als ich die ganzen Fotos von Sam gesehen habe die überall herumstanden, habe ich ihr tatsächlich zu einem neuen Hund geraten. Genaugenommen zu einem Pflegehund einer dieser ganz bösen "Kampfhunde" (Ich mag diese bezeichnung nicht. Es sind die Menschen und nicht die Tiere. Ein Chiwawa ist nicht weniger "böse" als ein Stafford terrier und umgekehrt. Ein Hund der eine gute und liebevolle Erziehung bekommt ist kein Kampfhund. Schade das wir nur so gerade eben bei Menschen über Herkunft und Gene hinwegsehen und nicht schon weiter sind. Leider können manche nicht mal das. Ich bin übrigens eine ganz furchtbare Halb-Amerikanerin die eure Telefone und E-Mails usw nicht abgehört/ gelesen hat.)

Meine heutige Gassierunde war dann Gott sei dank wieder sehr viel entspannter, aber bei der Stelle an der Sam zusammengebrochen war, hatte kurz einen Klos im Hals der schätzungsweise nicht ganz so schnell wieder verschwinden wird.

Heute habe ich dann noch kurz mit meinem Arzt gesprochen wegen dem Fuß und dem Lauf und er hat mir dann anstatt der Bandage einen "Sporttauglichen" Tape-Verband verpasst, weil mich die Bandage beim normalen gehen zwischenzeitlich ziemlich stört.
Mathe habe ich dann gestern geschrieben und glatt eine Aufgabe (für die es gleich 10 Punkte gab) übersehen
Naja, shit happens.

Sonst kommen so langsam Vorfreude und Nervosität auf Bottrop

Grüße
Joeylea

Joeylea
09.11.2013, 20:18
Obwohl morgen nicht mein erster Wk sein wird, bin ich heute doch schon relativ aufgeregt. Diesmal sind es schließlich mehr als fünf Km die es zu laufen gilt bei angesagtem Mistwetter.

Die Tasche ist jedenfalls gepackt, Wechselsachen etc. in doppelter Ausführung mit rein genommen und Laufsachen auch schon rausgelegt. Nach reichlich überlegen habe ich mich dann für eine lange schwarze Tight, und ein Ärmelloses Shirt entschieden, wobei ich aber eine schwarze Laufjacke dabei haben werde.Vor dem Start werde ich allerdings sicher noch eine dicke Winterjacke Tragen.

Sollte jemand von euch ebenfalls da sein und mich sehen, könnt ihr mich gerne ansprechen (ich kenne da vor Ort sowieso kein Schwein). Ich beiße normalerweise nicht.


Meine Streckenplanung beläuft sich in etwa darauf regelmäßig im Lauf und im zügigem gehen zu wechseln, wird sich evt. aber morgen noch ändern. Mal sehen.

So viel dazu

Grüße
Joeylea

Joeylea
10.11.2013, 18:08
Alsoooo

Heute früh war zeitiges aufstehen angesagt und somit habe ich mich um halb sieben sonntags morgens aus dem Bett geschält. Die gesamte Nacht zusammengenommen habe ich vielleicht fünf oder sechs Stunden Schlaf gehabt. Bei uns schüttete es aus Eimern und der Verband hatte sich etwas abgelöst und als ich am Fenster stand, war ich schon wieder am überlegen warum genau ich mir das jetzt antun wollte.

Auf dem weg nach Bottrop besserte sich aber nicht nur das Wetter, sondern auch meine Laune. Leider blieb vorerst nur die Laune konstant, denn zwischendrin regnete es immer wieder kurz. Nach der Nachmeldung musste ich noch kurz ein Startnummernband kaufen, da ich meins natürlich zuhause habe kiegen lassen und mir die Jacke nicht zerstechen wollte (bei einem Sturz ziehen die Sicherheitsnadeln über den Boden und reißen wahrscheinlich die Jacke Kaputt. Neue Jacke 60-70€, neues Startnummernband 5€. Frage gelöst.)

Zur 10km Startzeit (10:00) hat es noch etwas geregnet, was aber irgendwann wieder aufgehört hat. Ich habe mich ziemlich weit vorne im Startfeld eingeordnet, und bin ganz normal gestartet. Nach nicht mal einem km hat mein Fuß ganz ordentlich geschmerzt und mir verging mehr und mehr die Lust. Da ich geplant habe immer mal wieder im gehen und Laufen zu wechseln, habe ich genau das auch getan und immer mal wieder das Tempo raus zu nehmen hat nicht nur verdammt viel Selbstbeherrschung gekostet, sondern war auch ein bisschen nervtötend. Hätte man mich zur Hälfte der Strecke hin gefragt ob ich unbedingt weiter machen wollte, hätte ich gesagt, den Lauf hätte ich mir schenken können.Nach einer der Gehpausen habe ich mich dann wieder eingeklinkt und bin neben einer Gruppe von drei Leuten hergelaufen die sich unterhielten. Einer von dem Trio erzählte dann, dass sein Freund wegen eines vor vier Wochen verstauchten Handgelenkes nicht lief. In dem Moment ist mir was sauer aufgestoßen und ich habe überholt. Nach diversen Gehirnerschütterungen, Überdehnungen, Verstauchungen oder auch mal einem Schädelbasisbruch empfand ich es dann doch als lächerlich jetzt anzuhalten und ich möchte nicht zu den Personen gehören, die für Kleinigkeiten auch noch vier Wochen später alles sausen lassen.

Ab dem Moment an ging es auf einmal alles wieder viel besser und ich habe mich über mich selbst geärgert, weil ich einfach so blöd war nicht aufgepasst zu haben und ich dieses Jahr nachdem ganzen Mist der schon passiert war, einfach wieder voll dabei sein wollte. Trotzdem habe ich aber immer wieder darauf geachtet nicht zu schnell zu werden und immer mal wieder zu gehen um mich und den Fuß etwas zu schonen. Natürlich hat es mich genervt ständig immer und immer wieder von allen möglichen Läufern überholt zu werden und ich hätte gerne einfach wieder mal schneller gemacht, obwohl ich trotzdem noch in einem absolutem Formtief stecke, aber hier musste dann die Selbstbeherrschung wieder ran.

Als ich ins Ziel kam, habe ich gar nicht erst auf die Zeit gesehen, da ich ja nicht in die volle Leistung gegangen bin.
Erst als ich mir die Urkunde habe ausdrucken lassen wollen, hieß es dann: "Die bekommst du bei der Siegerehrung." Siegerehrung:haeh:? Ich habe größtenteils durchgetrödelt! Und das war noch eine Untertreibung. ich habe schließlich nicht nur getrödelt, sondern bin zwischendurch sogar GEGANGEN!

Etwas verdutzt bin ich dann wieder weg von dem Häusschen und wir sind kurz in die Stadt gefahren um mir etwas zu Essen zu kaufen (Brötchen und Kuchen wollte ich nicht, Wurst Esse ich ja sowieso nicht) und haben dann glatt den Moment verpasst in dem ich eigentlich aufgerufen worden wäre. Egal, ich wusste ja, wo ich mir mein Zeugs abholen konnte, also bin ich nach vorne, man hat mir Urkunde und Pokal in die Hände gedrückt und ich war froh aus diesem lautem Gebäude wieder raus zu sein, wo sich ja sowieso alle drängten.


Das Endresultat: 10km-Trödelllauf abgeschlossen ohne das mir etwas passiert ist, dabei den zweiten Platz in der Ak w. Jugend belegt mit einer Zeit von 1:01:22 Std womit ich nicht gerechnet hätte und Ärger über mich selbst, weil die Gewinnerin meiner Altersklasse nicht viel schneller war als meine 10km Trainingszeit von einem flottem Trainingslauf. (Da kam dann dieser Gedanke: Man Lea, wie kann man nur so blöd sein wie du? ) Das schwierigste heute war für mich aber definitiv dieses "sichselbst bremsen müssen" obwohl man doch gerne schneller würde und dann auch noch zu akzeptieren: "Du steckst in einem kompletten Tief und dein Fuß ist nicht in Ordnung. Also reißt du dich jetzt am Riemen oder du hast noch lange Probleme damit!"

All in one bin ich aber ganz zufrieden und für Gehen und Trödeln im Wechsel ist etwas mehr als eine Stunde nicht ganz so schlimm denke ich.

Ich war übrigens eine der ganz bösen Personen die it Stöpseln im Ohr gelaufen ist. Zugegebenerweise aber ohne Musik, da ich die Dinger nur drine hatte um alles ein bisschen abzudämmen und das Gefühl von Ohropax nicht mag.

Grüße
Joeylea

Hennes
10.11.2013, 18:41
heil angekommen, kein großes Unglück passiert, nur die eigene Pokalübergabe verpennt - na, das ist ja eine Deiner besseren Tage gewesen :daumen:


gruss hennes

PS: wo war der "Blindfisch" denn?

Joeylea
10.11.2013, 19:17
Der arme schwerst vernachlässigte Hund ist Zuhause geblieben und hat mir auch erst dann hinterhergetrauert als sie ihren Kaustick auf hatte.
War natürlich ganz arm dran als sie nur noch von 4 anderen Personen betüdelt werden konnte.

Besserer Tag, denke ich auch. Aber 2014 werde ich zusehen da mal unverletzt an den Start zu gehen und auch einen Wk zu LAUFEN und nicht zu Trödeln.:D

Lauf Bubi lauf!
10.11.2013, 20:00
Hi Lea,

herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Trödellauf. Siehst Du, hat sich doch gelohnt, teilzunehmen, auch wenn Du nur mit angezogener Handbremse gelaufen bist.

Wollte Dich schon vor ein paar Tagen fragen, wie Du dich entschieden hast, aber dann hast Du die traurige Geschichte mit dem Hund gepostet und da sind mir irgendwie die Buchstaben abhanden gekommen. Solche Geschichten gehen mir als Hundefreund natürlich sehr nah. Aber Klasse, wie Du dich in dieser Situation verhalten hast.

Viele Grüsse vom Bubi. :hallo:

Klummi
10.11.2013, 20:07
Hi Lea,

Ich freue mich riesig für dich auch wenn es ein Trödellauf war. Du bist aber heile und ohne Zwischenfälle im Ziel angekommen und das ist eigentlich das wichtigste:nick:

Viele Grüße Klummi

schnullsch
12.11.2013, 08:51
Hallo Lea,

herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg. Auch wenn es für dich ein Trödellauf gewesen sein mag, sind gut 61 Minuten mit Gehpausen aus meiner Bewertung eine sehr ordentliche Zeit. Dann auch noch den zweiten Platz in der AK Wertung zu machen, Respekt.

Gruß

Pascal

jonny68
12.11.2013, 09:52
Hallo Lea.

habe mich jetzt durch deinen Blog gelesen, und ich weiss, dass du hier nicht gross über deine Krankheit schreiben willst. Da ich aber selbst Epileptiker bin, der mitllerweile seit 13 jahren anfall- und medikamentenfrei ist, bin ich, ehrlich gesagt, sehr an deine Krankheit und vor allem an deiner medikamentösen Enistellung interessiert. Und da ich im wahrsten Sinn des Wortes geheilt wurde, möchte ich dir irgendwie helfen.
Sorry, ich spüre dieses Verlangen immer bei gleichgesinnten, denn ich weiss, wie es sich anfühlt, im Kh aufzuwachen, mit Kopfschmerzen und ohne zu wissen was passiert ist.
Wenn du Lust hast, dann erzähle mir doch ein bisschen von deiner Epilepsie, vielleicht auch über PN, und wenn nocht, wünsche ich dir alles gute für deine Zukunft, und nie aufgeben, es gint immer wieder Wunder!!

Joeylea
12.11.2013, 15:58
Danke sehr,


auf meinen kleinen Erfolg folgte gestern auch gleich ein großer Rückschlag. Montag gab es einen Anfall bei dem ich Rückwärts sechs Stufen hinuntergedonnert bin. Der Krampf selber hielt sich mit ca 2 min Gott sei dank reativ kurz.

Danach habe ich mich mit meiner Freundin in unser Lernzentrum gesetzt (dort gibt es zwei Sessel und Teppichboden) und gewartet, dass es wieder besser wurde. Der Nacken wurde heftig angeschlagen, ich konnte den Kopf aber, wenn auch unter Schmerzen, noch einigermaßen bewegen. Wir saßen eine ganze Stunde dort und der Nacken schwoll an und mir wurde klar, dass irgendetwas nicht ganz in Ordnung war. Da ich es mir aber eigentlich nicht leidten kann noch mehr im Unterricht zu fehlen, wollte ich mich nicht gleich abholen lassen, da ich mir einredete, das sei nur eine Prellung. kurz darauf fing ich wieder an zu krampfen, wurde aber anschließend nie richtig wach. Gelegentlich war ich ansprechbar, dann wieder nicht und dann folgten Atemstillstände. Das zog sich über 45 min und jedes mal drohte ich sobald ich wieder das Bewusstsein verlor zu ersticken. Ich wurde kreidebleich, Atmete nicht, wurde darauf hin wieder wach, konnte nur schwer atmen, rutschte wieder in einen Anfall, kam später halbwegs zu mir, wurde wieder bewusstlos, der nächste Atemstillstand folgte.
Bei einem der Anfälle habe ich dann irgendwie den Kopf weggerissen und nach einem lauten knacken kam ich erstmal nicht wieder zu mir. man schob mir den verdrehten Kopf wieder etwas zurecht und irgendwann war ich wieder wach. Und in dem Moment in dem ich wieder wach geworden bin und registriert hatte: "du kannst dich kaum rühren!", habe ich die größte Angst bekommen an die ich mich seit den letzten drei Jahren erinnern kann. Die Atmung viel mir ja sowieso schon schwer und der Gedanke daran, dass es eventuell so bleiben würde, dass ich mich nicht mehr bewegen können würde, war schier unerträglich. Ich konnte nicht einmal sprechen und als meine Freundin das, und diese Panik in meinen Augen verstanden hatte, musste auch sie anfangen zu weinen. kurz darauf Trafen Notarzt und Rettungswagen ein. Pulsoxi dran. Sauerstoff 75%. Kein Wunder, dass ich das Gefühl hatte kaum Luft zu kriegen. Ich bekam ja auch keine! Die Sanis musste mich zu dritt auf die Trage heben um meinen Kopf nicht mehr als nötig zu bewegen. Da keiner der Reflexe (Knie, Füße etc.) vorhanden war, ging man eigentlich davon aus, da war was kaputt. Im Krankenwagen musste man mich erst einmal wieder stabilisieren. Sowohl Kreislauf (Blutdruck 72/40, Sauerstoff mittlerweile 62%, Puls 50 und sinkend, Atmung 4x die Minute) als auch neurologische Reflexe (Pupillenreaktion rechts gleich null, links zog sie sich nur bis zur mittleren weite zusammen) waren (platt ausgedrückt) beschi ssen und die Stifneck konnte man mir nicht anziehen, weil ich jedes mal vor Schmerzen schrie. Da der Kopf so schief auf der linken Seite hing, war auch an eine Intubation nicht zu denken. Wir sind also mit Tatü Tata in eine Kinderklinik gerast. Kurz bevor wir da waren, begann mein linker Arm leicht zu zucken. Myoklonien nennen sich diese Anfälle. Man spritze mir Diazepam und in meinen restlichen Körper kehrte wieder das Gefühl zurück. Auch die Pupillen besserten sich. Der Notarzt war der Meinung, dass die Ausfälle einem Anfall zugrunde lagen aus dem ich nur so halb raus kam und man spritze noch etwas mehr Diazepam. Die Bewegungsunfähigkeit löste sich, ich spürte meinen Körper wieder. Damit kamen zwar auch entsprechende Schmerzen einher, aber das war mir lieber, als das ich wie gelähmt da lag. Ein Röntgenbild meiner HWS ergab nichts. es folgte ein Notfall-CT. Die Blutzufuhr war eingeklemmt. Man holte den Chefarzt und man musste sofort entscheiden. eine weiter verminderte Blutzufuhr konnte schwerwiegende Folgen haben. Bei Bewusstsein könnten sie mich aber nicht halten wenn sie alles wieder geraderücken wollten. Man fragte mich, aber ich war nur noch in Panik. Mir war egal was sie tun würden. Hauptsache sie brachten alles wieder in Ordnung. zu allem überfluss kam da auch noch die Übelkeit der eingeheimsten Gehirnerschütterung dazu. Man holte noch einen Neurologen, einen Anästhesisten, den Chefchirurg, und einen Internisten dazu, die dann entschieden wie ich den Kopf wieder zurechtgerückt kriegen sollte. Nach zehn Minuten, alles geschah unter volldampf, kam die Narkose und man schob wieder alles zurecht. Als ich aufwachte lag ich im Aufwachraum und obwohl ich immer wieder Sättigungsabfälle hatte, kam ich ohne Sauerstoff auf Normalstation nur ans Pulsoxi angeschlossen. Auch dort fiel die Sättigung immer wieder kurz ab und obwohl ich ständig bescheid gesagt habe und alles immer wieder Alarm schlug, kam ich nicht an den Sauerstoff, schließlich ging die Sättigung ja immer wieder zurück auf die Normalwerte und fiel ein paar Minuten später immer nur wieder auf ca 79% ab. Ob ich da lag und es mir Scheiße ging schien ja dann egal zu sein. Kurz darauf lagerte man mich auf eine barre um und brachte mich zum EEG. Der zeigte allerdings nichts auffälliges und ich kam wieder hoch. Obwohl man mir den Kopf wieder zurechtgestellt hatte, wagte ich es aber trotzdem nicht mich großartig zu bewegen. Der Schock saß noch zu tief. Später Abends fiel die Sättigung immer wieder und immer tiefer ab (Später wieder bei 60%). Durch den ständigen Alarm war an Schlaf nicht zu denken. Obwohl ich immer wieder bescheid sagte, änderte man bis auf meine Schmerzmedikation nichts (1000mg auf 500ml Kochsalz - Glukose-Lösung). Irgendwann musste man noch Glykogen spritzen, weil der Blutzucker sich trotz Infusionen auf die 50 verabschiedete. Na herzlichen Dank sag ich nur. Irgendwann waren die Abfälle dann so stark, dass ich nur noch neben mir stand und endlich einschlief. Morgens nach dem Aufwachen ging es dann wieder los. die Abfälle waren aber nie tiefer als 75% und man änderte nichts. Ich hatte die Nase gestrichen voll und wollte den Diensthabenden Arzt sprechen, dem ich dann an den Kopf geworfen habe, dass er mich durch ständigen O2 Mangel gefährden würde. Seine Antwort war, dass die sättigung ja regelmäßig wieder auf Normalwerte stieg. Das Ende vom Lied? Ich fuhr mit meiner Mutter auf eigene Verantwortung nachhause. Mittlerweile sind meine Werte wieder stabil und nur die Gehirnerschütterung und die Nackenschmerzen machen mir noch zu schaffen. Sollte es später wieder schlechter gehen, werden wir in ein anderes Krankenhaus fahren. In dieser Kinderklinik ist es immer das gleiche. Ich bitte auch immer wieder darum nicht dahin zu fahren, aber das ist nun einmal die nächstgelegene KK in meiner Umgebung.


All in one geht es mir also momentan nicht so gut und ich werde morgen auch nicht zur Schule gehen. Was genau wir gegen die immer Häufiger auftretenden Atemstillständen nach den Anfällen machen sollen ist noch nicht klar, aber so weiter gehen kann das nicht. Ich hatte nämlich noch vor mein 17tes Lebensjahr zu erreichen.

Joeylea
13.11.2013, 12:44
Heute geht es mir schon wesentlich besser und meine Puls und Oxi Werte sind im Normalbereich stabil. Der Kopf tut zwar noch ein bisschen weh, aber dagegen nehme ich Novalgin und das Brechen hat auch aufgehört.

Sonst gibt es nicht viel u berichten, aber ich hoffe mal, dass ich morgen wieder zur Schule gehen kann und bald wieder Laufen darf.

Joeylea
14.11.2013, 16:49
Heute wieder nur ein kurzer bericht, da sich nicht viel ereignet hat:

In der Schule gab es wieder viele große Augen weil ich mit Kragen und blauen Flecken nicht allzu schön aussah. außerdem hatten einige mitbekommen, dass man im Krankenwagen sehr lange gebraucht hat bis man losfahren konnte und somit wurde denen recht schnell klar, dass da was nicht stimmte. Nachdem ich Stufe und Lehrer Beruhigt hatte, habe ich mir meinem Lateinlehrer gesprochen, weil ich die Arbeit nachschreiben muss, der Nachschreibetermin allerdings diesen Samstag ist, und ich davon ausgehe noch nicht so fit zu sein, als das ich mich Samstag 90min auf Latein Konzentrieren könnte. Nun schreibe ich die Arbeit nächste oder übernächste Woche nach. Gott sei Dank!

Sonst überlege ich mir momentan, wie ich aus meinem Tief möglichst schnell wieder rauskomme und wie ich es schaffe die 10km beim nächsten mal in Richtung 50min zu laufen. Ein recht hohes Ziel, wenn man bedenkt, dass ich letzten Sonntag gute 61min gebraucht habe, aber kein unerfüllbares. In letzter Zeit habe ich mein Training (auch vor der Verletzung) ziemlich schleifen lassen und da ich neben mir den netten Pokal aus Bottrop habe, habe ich mir gedacht: Das kann doch nicht alles sein!!! Krieg deinen Hintern hoch und lauf deinen verdammten Halbmarathon! Seit wann gibst du deine Ziele auf nur weil es mal nicht so gut läuft?!

Also werde ich mich demnächst mal wieder gezielterem Training widmen und dafür trainieren, dass ich beim nächsten Wk vielleicht nicht "nur" Zweite werde. Irgendwie packt mich der Ehrgeiz gerade jetzt wieder. :zwinker2:Momentan machen mir die Anfälle das Leben wieder schwer und ich habe nicht vor deshalb die Handbremse zu ziehen. (War ja irgendwie noch nie so mein Ding:zwinker2:)

Albatros1
14.11.2013, 19:38
der Nachschreibetermin allerdings diesen Samstag ist

Waaaas am Samstag Schule???!!!! :mundauf:



Seit wann gibst du deine Ziele auf nur weil es mal nicht so gut läuft?!

Ich kann das selber sehr gut verstehen, da ich mich im Training oft auch nicht von alleine bremsen kann ...
Aber vielleicht solltest du im Anbetracht deiner derzeitigen Situation dem Körper erstmal ein bisschen Ruhe gönnen und ihn nicht gleich mit TDLs ind IVs plagen. Das weißt du aber sicher besser als ich, da es ja dein Körper ist.

Gute Besserung und viel Glück in der Schule (bin selber in der Oberstufe 12. Klasse und weiß wie hart das mit G8 ist :wink: )

Joeylea
14.11.2013, 20:28
Danke

Ja, G8 ist der reinst Sch...

Und bei uns schreiben die Nachschreiber der O-Stufe immer Samstags nach (also E10-Q2)

Bis die Gehirnerschütterung und der Nacken sich wieder erholt haben werde ich wohl noch warten (müssen), aber planen kann man ja trotzdem schon mal:zwinker5:

baerenmama
14.11.2013, 22:35
Hallo Lea,

Erstmal gute Besserung, erhol dich erstmal etwas, bevor du wieder ans laufen denkst.
Daß du weiter Pläne machst finde ich gut, aber gib deinem Körper etwas Zeit sich zu erholen.

Viel Glück für deine Arbeiten in der Schule.

Gruß baerenmama.

Joeylea
15.11.2013, 16:48
So...

Da ich dem Braten momentan ja noch nicht ganz traue, habe ich auch wieder in der Schule die Pulsoxi-Uhr getragen. Mit dem Ergebnis, dass ich recht hatte und meine Sättigung einfach nicht konstant bleiben will. Werte von SpO2 65% und Puls von 120 bpm waren heute keine Seltenheit. Blaue Lippen inklusive. Nach der Schule bin ich also Notfallmäßig direkt zu meiner Ärztin gelaufen (liegt nicht weit von meiner Schule) und man hat einen EKG geschrieben. Nichts auffälliges. Die Lunge ist auch frei und meine Atmung völlig normal. Man konnte mir nicht sagen wieso ich meinen Sauerstoff nicht oben halten kann. Also eine kleine Runde ins Krankenhaus. Ich war natürlich begeistert und die Ärzte haben mich alle schon gegrüßt.:klatsch: "Lange nicht gesehen." war der häufigste Spruch zusammen mit "Du schon wieder?". Dort wurde ein Röntgenbild meines Thorax` (Brustkorbs) gemacht, was nichts zeigte. Ultraschall ebenfalls unauffällig. Atemvolumentest (Spirometer) auch in Ordnung. Die Frage: "Warum kriegt das Kind keine Luft?" Blieb ungelöst. Die Sättigung erhohlt sich auch immer wieder, aber kurz darauf sinkt sie wieder ab. Sich zu Konzentrieren ist unmöglich. Wir haben es im Krankenhaus auch mit Inhalieren versucht, aber da gab es keine Veränderungen.
Das kleine Blutbild welches erstellt wurde, war in bester Ordnung und kein Mensch weiß was los ist. Die "Götter in weiß" verzweifeln glaube ich so langsam an mir. Deren liebste Kundin bin ich wohl kaum :klatsch:

Von meinem unfreiwilligen Ausflug bin ich jetzt wieder kurz zurück um meine Sachen zu packen und wieder in die Klinik zu gehen um mich weiter kontrollieren zu lassen. Mir stehen also zwei Nächte Überwachung mit EKG und Pulsoxi bevor und Montag werde ich nach Köln gebracht. Bronchoskopie steht jedenfalls schon fest. Ich sage nur herzlichen Dank an die Kinderklinik die mich nicht ernst genommen hat und muss dann jetzt leider auch gleich los. Naja, wenigsten darf ich das Handy mitnehmen und kann mich durch halb RW lesen. Allerdings ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich vor hatte mich mit einer Freundin zu treffen und nicht im Kh zu liegen:klatsch:

Das für jetzt
Joeylea

Joeylea
15.11.2013, 21:35
Neu Nachrichten:
Ich werde doch noch heute verlegt und das mit RTW Transport. Da meine Sättigung immer weiter sinkt und steigt und sinkt und steigt...
Haben sich die Ärzte dazu entschieden, mich zu sedieren um mich invasiv (mit Tubus) beatmen zu können um somit größeren Schäden durch Sauerstoffmangel vorzubeugen, da auch meine Atmung wieder flacher geworden ist. Die Idee von der starken Sedierung gefällt mir jetzt nicht, aber mit zwischenzeitlich 52% SpO2 geht es leider nicht anders (momentan ist der Wert allerdings wieder mit 72% relativ hoch) und ich muss da wohl durch.

Hiermit verabschiede ich mich also schon mal für mindestens zwei Tage, da ich dann auch gleich sediert und ins Reich der Träume verfrachtet werde. Hoffentlich finden sie dann was raus und sobald wieder möglich, werde ich mich melden. Also bitte Daumen drücken, dass ich wieder gut zu mir komme und nur möglichst kurz beatmet werden muss.

Grüße
Joeylea

(Und die Sättigung sinkt wieder, na super)

Klummi
15.11.2013, 21:56
Liebe Joeylea,
Ich drück dir die Daumen, dass man dir endlich sagen kann wieso, warum das immer passiert. Du bist so tapfer:nick:

Viele liebe Grüße Klummi

Hennes
16.11.2013, 11:03
:daumen: drücken!


gruss hennes

baerenmama
16.11.2013, 19:00
Drück dir die Daumen, daß bald alles wieder gut wird und du auch wieder Laufen kannst.

Gute Besserung
Baerenmama

Joeylea
17.11.2013, 11:05
Ratet mal wer noch unter den Lebenden weilt!


Wach und ohne Tubus bin ich schon seit gestern Abend wieder (Nach einem Anfall musste das Ding raus, weil ich mir (Gott weiß wie) damit irgendwie die Atemwege etwas verletzt habe und meine Werte waren gut genug waren als das ich dann den entstandenen Schleim und das bisschen Blut besser abhusten konnte als weiter abgesaugt und sediert zu werden.) Ich wurde aber erst heute wieder auf Normalstation gelegt.

Meine Eltern sind von diesem Kh ziemlich überzeugt. In der kurzen Zeit in der ich schon hier war, hat sich (obwohl es Wochenende ist) eine kleine Ärztenabschaft um mich gekümmert und es wurde schon alles mögliche gemacht. CT, Bronchoskopie, Blutgasanakysen, erneutes Ultraschall und Röntgen, Pleurapunktion (Gott sei dank war ich nicht wach!) und was nicht sonst noch alles.
Bis heute morgen habe ich noch gebraucht um das abhusten in den Griff zu kriegen und obwohl ich über 24h in unterschiedlich tiefer Seedierung mal mehr mal weniger gut geschlafen habe, bin ich hundemüde.

Gefunden hat man bisher nichts und wenn man sich meine Akte anguckt, denke ich auch, dass es keine weiteren Untersuchungsverfahren gibt. Die haben da wirklich so ziemlich alles in diesen paar Stunden mit mir gemacht, was denen eingefallen ist. was heute bei der Visite im Raum stand, war eine Thoraxkopie, aber die lehne ich ab, da wir ja schon genügend bildgebende Verfahren hatten und nichts auffälliges zu sehen ist.

Da ich mich noch ziemlich abgeschlagen fühle werde ich dann mal wieder Schlafen.

Grüße
Joeylea

Joeylea
17.11.2013, 19:35
Neues Update:

Sind meine Werte bis morgen weiterhin okay, werde ich entlassen. Zwar weiß man nicht genau was es war, aber mittlerweile bleibt die Sättigung in einem anständigen Bereich

Joeylea
18.11.2013, 21:23
Also:

Trotz hin und wieder schwankender SpO2 Werte bin ich jetzt wieder Zuhause. (Schwankungen zwischen 99%-77%) Morgen geht es zudem auch schon wieder in die Schule.

Warum mir der Sauerstoff immer wieder absinkt ist unklar und ab wann sich das wieder regelt auch. (Das Angebot einer Nasensonde für O2 habe ich abgelehnt. Sehe ja schon oft genug total verstörend aus:klatsch:) Mittlerweile komme ich damit aber ganz gut zurecht.

Bei der Rentnergymnastik (Krankengymnastik bei uns im Dorf. Dort sitzen NUR Rentner rum und erzählen sich gegenseitig alte Geschichten. Ich habe mich da ziemlich fehl am Platz gefühlt) war ich heute noch wegen des Nackens und nach zwanzig Minuten Turnen für (beinahe) Urnen, kam dann von mir: "Sie wissen aber schon, dass ich wegen meiner HWS hier bin und nicht weil die Gelenke einrosten." Und auf ein verdattertes Gesicht folgten dann Übungen für den Nacken:klatsch:


Sonst tut der Nacken beim bewegen noch etwas weh, aber die Naht verheilt gut. (Man hatte zum richten ja ein kleines Stückchen Dornfortsatz raus nehmen müssen weil sich sonst nix zurechtschieben ließ. War aber halb so wild)

In ein paar Tagen darf ich dann mit leichtem Lauftraining wieder anfangen (Hürden, alles was mit größeren Sprüngen und Stößen die Wirbelsäule hoch zu tun hat sind natürlich tabu. Für`s Laufen habe ich das okay bekommen) und muss nur noch ein bisschen auf meine Sättigungswerte achten (ab unter 80% soll ich Schluss machen.). Seit den letzten drei Stunden zeigen sich die Werte aber recht stabil und ich bin guter Dinge bald wieder weitermachen zu können.


Edit: Joey hat sich übrigens gefreut wie geisteskrank mich wiederzusehen:D

Grüße
Joeylea

baerenmama
19.11.2013, 18:49
Na dann wünsche ich dir alles gute, damit du bald wieder laufen kannst und daß kein neuer Anfall kommt.

Gruß baerenmama

Joeylea
19.11.2013, 21:57
Danke

Der heutige Schultag war vor allem eines: Anstrengend!
Meine Werte sind hin und wieder noch ziemlich geschwankt und ich habe schon mitbekommen, dass einiges ganz an mir vorbei geht. Momentan kann ich aber damit leben und die Schwankungen waren auch schon wesentlich weniger schlimm.

Weiterhin hatte ich heute mal wieder eine dieser Situationen in denen ich einfach wieder kotzen könnte. Seit der O-Stufe habe ich auch Päda(gogik) als Unterrichtsfach. Um ehrlich zu sein hat es sich die Lehrerin schon ziemlich am Anfang des Schuljahres mit mir verspielt (Ich hatte mich rausgesetzt weil ich kaum mehr gerade aus gucken konnte und nach ein paar Minuten kam sie dann raus und warf mir vor, dass sie meinetwegen nicht den ganzen Unterricht anhalten könnte. Darum hatte ich nie gebeten und bis ich mich mal dazu überwinden konnte mich überhaupt freiwillig raus zu setzten hat es gute 2 1/2 Jahre gedauert. In der Klasse 7 haben sie mich wenn man schon bemerkte, dass irgendetwas nicht stimmte teilweise aus dem Raum ziehen müssen und trotz Überredenskünsten vieler habe ich da noch oft auf Durchzug gestellt. Heute gehe ich ja wenigstens meistens freiwillig raus.) und zählt jetzt definitiv nicht zu meinen Lieblingslehrern. Ich würde sie jetzt auch nicht unbedingt unter die Hasslehrer stecken, sondern eher auf diese: "okay, komme ich mit aus wenn man mich nicht zu sehr reizt" Geschichte.

Jedenfalls hatten meine Beste Freundin und ich uns zur Kinderbetreuung (für einen Tag der offenen Tür) gemeldet und es war dann von uns auch alles schon recht gut durchgeplant. Heute ging es dann noch kurz um die Zeiteinteilung (von... bis...) und ich habe der Schwester meiner Freundin gesagt, dass sie uns bitte zusammen eintragen solle. Da hieß es dann von der Lehrerin "Lea jetzt nicht." Ich kann es ja generell nicht haben so schroff abgewürgt zu werden und in dem Ton schon gar nicht. Ich habe dann aber nichts weiter dazu gesagt und in der 5min Pause kam sie dann zu mir. Wegen der möglichen Anfälle möchte sie mich nicht dabei haben. Sie möchte und könnte die Verantwortung nicht tragen. Autsch, das tat weh! Ich habe erst einmal nichts gesagt (um ehrlich zu sein hatte meine Kehle sich irgendwie zugeschnürt) und sie wiederholte die Verantwortungsgeschichte noch mal und ob ich das verstünde. Verstanden hatte ich das sehr wohl. Aber ich habe eine scheiß Woche hinter mir in der mir nur Mist passiert ist. Ich habe gekotzt, wurde von Ärzten mit allerlei Medikamenten und Infusionen vollgestopft, wurde zwischenzeitlich ausgeknockt und was weiß ich nicht alles noch. Ich Verstand was sie meinte. Aber ich hatte kein Verständnis mehr für sie. Nicht nach den letzten Tagen. Nicht nachdem man überall erwartet, dass ich alles nachhole, jeden Mist lerne und aufbessere und man mir dann aber die wenigen Sachen die Spaß machen streicht. Irgendwo gibt es da auch ein Ende.
Außer einem nicken habe ich nicht viel zustande gebracht und ich musste mich zusammenreißen um nicht aufzustehen, zu gehen und zu weinen. Sie sagte dann, ich solle ihr das nicht übel nehmen. Ob ich das tat? Ja. Ich werde von links nach rechts geschoben, alle haben Angst die Verantwortung übernehmen zu müssen nur weil VIELLEICHT was passieren könnte. Mittlerweile nehme ich ihr das nicht mehr ganz so übel. Sie ist ja nicht die Erste und wird schätzungsweise auch nicht die letzte sein. Nur nach den letzten Tagen nimmt mich das jetzt ziemlich mit. Die letzte Zeit war durch die Fußverletzungen zwar auch nicht ganz normal, aber siw war nicht so Anfallsgeprägt wie bis letzte Woche und ich konnte ein (beinahe) normales Leben führen. Wenn man dann wieder da raus gerissen wird, ist das ziemlich schwer und das macht mich ziemlich empfindlich. Im Grunde muss ich mich also wieder damit abfinden, dass die meisten Leute (deren Aufgabe es teilweise ist Verantwortung (im Sinne dieses Projektes zB) zu übernehmen) das einfach nicht wollen. Das Problem soll lieber beiseite geschoben, bzw. aus dem Weg geräumt werden. Und in diesem Falle bin nun mal ich das Problem.


Das ärgert und vor allem beschäftigt mich mal wieder sehr gerade, aber dagegen tun kann ich nichts. Klar, können diese Personen sagen: Es ist ja nichts gegen dich persönlich.... Aber die Gefahr von Anfällen gehören leider Gottes zu mir. Sie machen mich nicht aus, aber sie hinterlassen Spuren. Gerade die letzten Tage.

Auch da habe ich mich allerdings wieder zusammengerissen und habe einfach geantwortet, dass das okay sei und habe mich einfach bemüht die Tränen zurückzuhalten.

Das für Heute

Joeylea

Rennschnecke1
20.11.2013, 13:39
Erst einmal "Hut ab" vor dem, was Du so durchmachen musst! Und wie du kämpfst und versuchst, so normal zu leben wie es eben geht.

Aber in diesem Fall kann ich die Lehrerin schon verstehen. Meiner Meinung nach geht es nicht um die Verantwortung für Dich und Deine eventuellen Anfälle, sondern mehr um Deine / Ihre Vernatwortung den betreuten Kindern gegenüber. Du möchstest eine Kinderbetreuung übernehmen, was Du garantiert super machen würdest, da bin ich mir sicher. Was aber ist, wenn Du einen Anfall bekommst, Deine Freundin sich um Dich kümmert und einem der anvertrauten Kinder passiert just in diesem Moment etwas (gerade mit dem Hintergrund der letzten Tage, dem KH-Aufenthalt und allem drumherum). Ich denke, von dieser Verantwortung redet Deine Lehrerin. Ich kann verstehen, dass Du enttäsucht und vielleicht sogar sauer oder wütend bist, zumal ihr ja schon Pläne gemacht habt. Aber versuche dich mal in die Lehrerin zu versetzten, vielleicht kannst Du sie dann zumindest ein kleinwenig verstehen?