PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Laufen? Ist doch Langweilig!



rslifestyle
29.12.2013, 13:29
Hallo zusammen,

ich hab mir hier so ein bis zehn schöne Laufstorys schon durchgelesen und mir gedacht, das motiviert doch. Vielleicht schaff ich das mit meiner auch.

Ich Bin Roman, 27 Jahre alt & laufe seit 2012!
Naja eigentlich versuch ich es schon länger, seit 2010... da war ich dann 3x Laufen, 2011 dann vielleicht 4x. Mir war's schlichtweg zu langweilig und ich habe nicht annähernd einen Anreiz gehabt mehr zu laufen.

Hm, Mai 2012, mit einem Lauf als Vorbereitung, startete ich beim Amrumer-Mukolauf, zu dem man mich mehr oder weniger bequatschen musste, aber war ja für den guten Zweck, das Geld ging dem Mukuviszidose Vereins auf Amrum zu Gute.

Meine Zeit für 4,5 km: 25:33 und total am Ende. Ups, bin wohl doch nicht so fit wie ich dachte.
Mein Ziel: Nächstes Jahr läufste den nochmal und dann unter 25 Minuten ohne so aus der Puste zu sein.

Ich hatte seit dem immer wieder verschieden Phasen:
1. Ich geh jetzt laufen, 4 km/5km/10km
2. Ich geh jetzt laufen, 1 km, ne kein Bock mehr, ist kalt ist nass ich kann nicht mehr
3. Ich geh nicht laufen.

Im September nahm ich "ausversehen" ohne jemals soweit gelaufen zu sein am Insellauf über die halbe Distanz teil, 14,5 km halb über Sand. Die Zeit war dann doch ganz ok, irgendwie in ca. 1,5 Std. im Ziel auf Platz 30 oder 40.
Neues Ziel, den Lauf ich auch nochmal mit aber besser.

Danach gab's wieder Phase 2-3, bis März (2013) ca. Dann gab es unerwartete Motivation durch eine Freundin, die mir von ihrem Sportabi erzählte und den 22 Minuten für ne gute Note auf 5 km. UPS hab ich gedacht, mein Ziel waren unter 25 und das war schon ne Hausnummer. Keine zwei Minuten später packte mich der Ehrgeiz und ich hab verzweifelt versucht die Zeit zu laufen. Hab es immerhin unter 25 Minuten gepackt, wieder mal völlig am Ende, aber ich dachte mir, wenigstens das Ziele haste jetzt schonmal im Sack. Und dann: "Sorry, aber die Jungs müssen das in 18 Minuten packen..." Ok bitte was?

Wir haben uns zum runnerspoint running day angemeldet als Staffel für 5x5 km im Juni, also 2-3 Monate Vorbereitungszeit, die sich dann zum Glück in Phase 1-2 abspielte. Kurz vor dem running day auf Schalke war noch der Mukolauf 2013 auf dem ich die 4,5 unter 25 packen wollte, hatte ich ja sogar auf 5 km schon, also... sollte ja klappen. Neues Ziel waren diese 22 Minuten.

Ich hab es wirklich geschafft mich selber zu trainieren, ich hab mir tausende Pläne angeguckt und tausende Berichte durchgelesen, wie ich denn jetzt schneller werde. Naja, irgendwie hab ich dann nach Gefühl trainiert. So wie ich mich fühlte als ich loslief, Plan 10 km, Ende 7,5 km aber schnell. Plan 5km, Ende 10 km, weil noch so viel Luft war. Usw. auch 400m/800m/1000m mit besagter Freundin waren Teil der Vorbereitung, Krafttraining ließ ich völlig außer acht, was ich Ende 2013 noch bereuen sollte.

Lange Rede... Meine Zeit über die 4,5 km auf Amrum waren Plötzlich 20:35, also 4 Minuten schneller. Verrückt! Nur durch einigermaßen durchdachtes und regelmäßiges Training. Der Runnersday darf kommen.

Unsere Staffelzeit für 25 km: 1:57:06
Meine 5 km Zeit: 22:01, schon wieder verrückt. Ich hab die gute Note für Frauen im Sportabi ;-)

Danach trainierte ich wieder längere Strecken, denn ich hatte mir ja den Insellauf vorgenommen mit den 14,5 km und ich hatte mich aus einer Laune heraus für den Halbmarathon in Köln angemeldet. Ich lief also jetzt nur noch in Phase 1, mal mehr mal weniger relgemäßig und sogar mal einen Lauf mit 15 km. Zeit war mir egal, ich wollte nur vorher einmal diese Distanz gelaufen sein.

September 2013: Insellauf: 1:10:35 - also zum Vorjahr 20 Minuten besser. Das hat mich umgehauen.

Oktober 2013: HM Köln.. Sinnvollerweise lief ich EINMAL! vorher diese Distanz, das in ca. 2 Std. fand ich ok, ich setzte mir das Ziel den Halben in unter 2 Std vllt in unter 1:55 zu laufen. Wenn mir nicht plötzlich mein Schienbein schmerzen würde. ich habe bis kurz vor dem Halbmarathon kaum trainiert um das Schnienbein zu beruhigen, hat auch geklappt und ich lief nochmal ein wenig zum runterkommen.

Meine Zeit: 1:44:06 absoluter Jahreshöhepunkt ich hab damit nicht annähernd gerechnet, dass ich plötzlich einen km-Schnitt von 4:47 Min laufe... und das auch noch bei so einem Wettkampf. Jetzt habe ich absolut Blut geleckt. Ich hab das ganze erst zu Hause realisiert und dann gerechnet, ich musste in der letzten Gruppe laufen, also in der mit den grünen Nummern. bei 14.000 Teilnehmern war das schon Krass, ich stand also irgendwo kurz vor dem Ende einer Menschenmasse von 14.000 Läufern... Unfassbar. Meine Platzierung war am Ende 1543. Gesamt und 344. in der Altersklasse. Das ist der Wahnsinn wie viele Leute ich überholen konnte, darunter auch viele die 20 Minuten vor unserem Pulk gestartet waren. Für mich das absolute Hochgefühl..

Bin schon wieder angemeldet.

Mich plagt zur Zeit das Läuferknie, wie anfangs erwähnt, ich hatte keinen Wert auf Krafttraining gelegt, schon gar nicht für die Beine.. ich Laufe doch, da trainiert sich das von selbst.. IRRTUM! Bei dem Laufumfang bzw. bei solchen Belastungen ist das Krafttraining ein sehr wichtiges Element. Weiß ich jetzt auch. Ich habe jettz langsam wieder angefangen zu laufen, es wird wieder, aber man hat diesen Schmerz immer in seinen Gedanken dabei und das stört.

Achso 2 Wochen vor dem Halbmarathon bin ich nochmal in Hitdorf einen 5 km Lauf gelaufen (50km von Hitdorf in der 5x5 Staffel), Platz 2, Meine Zeit 21:13 =)

Für die die bis zum ende gelesen haben, vielen Dank ;-)
Und auch ansonsten hoffe ich ich konnte ein wenig motivieren und mindestens einen wichtigen Tipp geben.

PS. Die Freundin läuft mittlerweile auch unter 24 Minuten auf 5 km, nach dem wir gemeinsam trainiert haben!


Gruß
Roman

rslifestyle
02.01.2014, 12:29
Das Knie scheint wieder mitzuspielen. Nach dem ich im Dezember immer mal wieder ca 3 km gelaufen bin mit ständigen Pausen und schiss dass der Schmerz gleich wiederkommt hab ich tatsächlich 2x ca 4 km in einer annähernd normalen km zeit von 5 Minuten hinter mich gebracht ohne schmerzen.

Unglaublich gutes Gefühl!