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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaufberatung, mein erster Tretroller



lukas-adrian
14.03.2014, 19:41
Hallo Zusammen,

ich bin noch nie Tretroller gefahren, möchte aber eine einige Hundert Kilometer lange Strecke fahren, vielleicht auch ein fremdes Land überqueren. Natürlich müsste ich damit erst üben/trainieren.

Ich habe mich schon ein wenig im Internet über die Tretroller schlau gemacht. Aber die meisten Roller die man in Kaufberatungen findet kosten sehr viel. Was ich bräuchte ist ein eher preiswerteres, für ca. max. 200 EUR, ggf. sogar auch gebraucht.

Für mich ist wichtig dass ich bisschen Gepäck mit nehmen kann, also Taschen. Die meisten haben die vorne hängen, habe ich gesehen. Außerdem weiß ich nicht ob eine wenig krumme Haltung auf dem Roller auf dauer nicht schmerzhaft sein könnte. Ok, mir fehlt Erfahrung. Falls ja, was kann man da mit dem Lenkrad machen? Ggf. Lenkhörner wegen der besseren Durchblutung/Positionswechsel wie beim Fahrrad?
Welche Bereifung ist zu empfehlen, 20 Zoll?

Zudem lese ich von so vielen Marken, bin im Moment bisschen überfordert.

Danke schon mal!

Gruß

Lukas

brnrd
14.03.2014, 20:04
Willkommen im Forum, Lukas!



ich bin noch nie Tretroller gefahren, möchte aber eine einige Hundert Kilometer lange Strecke fahren,

Na, da steckt sich jemand seine Ziele wieder hoch. Gut so!



vielleicht auch ein fremdes Land überqueren. Natürlich müsste ich damit erst üben/trainieren.

Richtig. Erstmal langsam angehen. Hier schlagen immer wieder einige Sportler auf, die gerade erstmals auf einem Roller standen, und meinten, sie müssten gleich mal 30–40km am Stück runterspulen. Das klappt anfangs auch bei trainierten Sportlern erfahrungsgemäß nicht.



Ich habe mich schon ein wenig im Internet über die Tretroller schlau gemacht. Aber die meisten Roller die man in Kaufberatungen findet kosten sehr viel.

Super! Definiere: sehr viel. Wie viel gibst du für andere Sportgeräte aus? Was ist es dir wert?



Was ich bräuchte ist ein eher preiswerteres, für ca. max. 200 EUR, ggf. sogar auch gebraucht.

Preiswert kann auch ein Roller für 500, 1.000 oder 2.000 EUR sein. Gebraucht findet sich immer wieder etwas, Geduld ist allerdings Voraussetzung. Was ich nicht ganz verstehe: Du denkst an eine mittlere Weltreise, die du mit deinem Roller unternehmen willst, möchtest aber zugleich an deinem ohnehin (im Vgl zu anderen) Verkehrs- und Fortbewegungsmittel sparen?



Für mich ist wichtig dass ich bisschen Gepäck mit nehmen kann, also Taschen. Die meisten haben die vorne hängen, habe ich gesehen.

Tretroller ist wie VW-Käfer: Günstig, praktisch und bedingt durch das Antriebskonzept ist der Kofferraum vorne. Und er rollt und rollt und rollt…



Außerdem weiß ich nicht ob eine wenig krumme Haltung auf dem Roller auf dauer nicht schmerzhaft sein könnte. Ok, mir fehlt Erfahrung.

Tretrollerfahren ist Fastganzkörpertraining. Also nein, solange kein vorheriges körperliches Leiden besteht, ist mit einem solchen eher nicht zu rechnen.



Falls ja, was kann man da mit dem Lenkrad machen?

Lenkrad – sprechen wir jetzt vom VW-Käfer oder doch noch von einem Roller? :confused:



Ggf. Lenkhörner wegen der besseren Durchblutung/Positionswechsel wie beim Fahrrad?
Welche Bereifung ist zu empfehlen, 20 Zoll?

Alles (mehr oder minder) Geschmackssache oder abhängig vom Einsatzzweck. Im Gegensatz zum Fahrrad ist für gute Durchblutung im Normalfall gesorgt. Positionswechsel: Beinwechsel, ja; auch sonst kann man etwas im Stil variieren und plötzlich ganz neue Muskelgruppen kennenlernen. ;)



Zudem lese ich von so vielen Marken, bin im Moment bisschen überfordert.

Je nach Einsatzzweck gibt es unterschiedliche Roller unterschiedlicher Hersteller. Grob lässt sich in Race, City, Tour, Cross/Offroad, Dog (Mushing), Downhill unterscheiden – wobei die Grenzen mitunter fließend sind. Prominenteste Marken sind Kickbike, Kostka, Mibo, Yedoo – zumindest im Freizeitbereich. Vielleicht solltest du deine Anforderungen genauer spezifizieren.

Mir hat es geholfen, hier im Forum laufend mitzulesen und selbst die diversen Herstellerseiten abzugrasen. Zudem habe ich mir irgendwann das Buch "Tretrollersport" von Jens Seemann und Joachim Sternal zugelegt. Mittlerweile ist ein zweites, günstigeres erschienen (http://forum.runnersworld.de/forum/tretroller-talk/85615-neues-buch-tretrollersport-kompakt.html) – das sollte für den informierten Einstieg ebenso gut sein. Das alles hat zu meiner sehr informierten Kaufentscheidung beigetragen.

Zu guter letzt habe ich den örtlichen Händler zwecks Ausprobieren kontaktiert und dann dort auch gekauft: Kickbike Race Max 20, das für rund 500,– in der Liste steht. Ein für mein Empfinden durchaus preiswertes Gerät, vor allem gemessen an dessen Vielseitigkeit. Also bin ich, natürlich abgesehen von unvermeidbaren Kleinigkeiten, nach wie vor sehr zufrieden.

Kollo
14.03.2014, 21:03
Also auf dem Roller hat man keine krumme Haltung. Auf Fotos mag das so wirken, weil man nur einen kleinen Teil der Gesamtbewegung festhält. Die Haltung auf dem Roller ist nicht so fixiert, wie auf dem Fahrrad. Rollerfahren benötigt für effizientes Vorankommen den ganzen Körper. Klingt vielleicht kompliziert, ergibt sich aber von selbst. Was Deinen Vorlieben am ehesten entspricht, wird sich erst zeigen.

Neben dem durchaus empfehlenswerten Kickbike Race Max 20 oder auch -günstiger- Sport G4, würde meine Empfehlung eher in Richtung Kostka Tour oder Mibo Geroy gehen.

Da Du auch Gebrauchtroller in Betracht ziehst, käme vielleicht auch das hier im Forum gerade angebotene Kickbike Sport Max -der Vorgänger des Race Max 20 und damit nahezu identisch (18" statt 20" hinten)- in Frage: http://forum.runnersworld.de/forum/markt-handel-neu-und-gebraucht-und-rollerkaufberatung/86895-kickbike-sport-max-alu.html

Bei Neuware bleibt in Deinem Preissegment eigentlich nur der Kostka Tour Fun übrig. Guter Roller mit einfachen Komponenten und prima nach und nach auf- und umrüstbar.

Ansonsten wurden Deine Fragen hier schon so oft beantwortet, daß es sich auf jeden Fall lohnt, auch mal in den älteren Beiträgen zu stöbern :zwinker5:

lukas-adrian
14.03.2014, 22:41
Danke euch beiden für die Antworten, ihr habt mir schon viel geholfen!

@brnrd
Sind 30 km am Anfang zu viel?

Also den Wert für das Sportgerät kann ich nicht so wirklcih einschätzen, da ich nicht weiß, ob ich nach meiner Tour immer noch Spaß daran haben werde. Deshalb würde ich ca. 200 EUR ausgeben, könnte natürlich auch ein gebrauchter sein (wie der im link von Kollo).
Weltreise ist das nicht gerade, würde nur gerne ca. 2 Wochen damit herum fahren. Ich schätze dass ich die 50 - 70 km täglich schaffen sollte. Also nach dem Training meine ich, nicht gleich direkt :) Auf meiner 1. und einzigen größeren Fahrrad-Tour (Fahrt durch Deutschland) nahm ich mir auch ca. 100 km als Ziel, das hat auch sehr gut geklappt. Da aber auf dem Tretroller andere Muskeln beansprucht werden, schätze ich dass ich dieses Niveau nicht halten kann, wie auf dem Fahrrad. Es fehlt mir halt an Übung. Deshalb denke ich die 50 - 70 km später sollten schon ok sein.
Meine Ansprüche für die Tretroller sind nicht so hoch, ein richtig hochwertiges Gerät brauche ich eigentlich nicht. Will ja nur vorwärts kommen ohne das mir das gleich auseinander fällt.

@Kollo
Ja, genau so was in der Art, also eher in Richtung Kostka Tour Fun. Wo bei für mich Laie bis auf den Neupreis kein Unterschied zwischen den gebrauchten und den von Kosta besteht.


Danke euch beiden noch mal! Jetzt weiß ich eher nach welchen Rollern ich schauen sollte.

Gruß

Lukas

brnrd
14.03.2014, 23:08
Sind 30 km am Anfang zu viel?


Für die erste Fahrt auf jeden Fall. Muskeln werden anders beansprucht, als beim Laufen oder Radfahren – Tretrollern wird ja oft als Mittelding gesehen, daraus schließen einige Sportfreaks dann, sie nehmen für den Anfang mal ihren Mittelwert aus beiden Disziplinen. Geht eher nicht, vor allem nicht gut. Thema hatten wir hier schon mind. einmal, war auch ein Neuling, bitte suchen.



Also den Wert für das Sportgerät kann ich nicht so wirklcih einschätzen, da ich nicht weiß, ob ich nach meiner Tour immer noch Spaß daran haben werde.

Eigenartige Herangehensweise. Ich würde soetwas ja vor einer solch größeren Tour sicherstellen. Aber vielleicht suchst du ja die Ungewissheit, möchtest dich (mit etwas Pech) ja (un)absichtlich quälen und/oder dir etwas beweisen? Scheint mir zwar etwas sinnbefreit, aber wenn dich das glücklich macht…



Weltreise ist das nicht gerade, würde nur gerne ca. 2 Wochen damit herum fahren. Ich schätze dass ich die 50 - 70 km täglich schaffen sollte. Also nach dem Training meine ich, nicht gleich direkt :)

Ich stehe seit etwa viereinhalb Monaten (davon vier Wochen Zwangspause) auf dem Roller, rolle jetzt auf meine erst 500km zu – andere hier rollern ein Vielfaches. Ich würde mir so eine Tour erst mit mehr Trainingskilometern und durch Erfahrung besser auf meine Anforderungen abgestimmten Komponenten antun. Dann sollten (im Flachland, bei günstigem Wetter) auch mal locker 100km drin sein. Aber klar – wenn du das Abenteuer in der sportlichen Ungewissheit suchst, warum nicht…



@Kollo
Ja, genau so was in der Art, also eher in Richtung Kostka Tour Fun. Wo bei für mich Laie bis auf den Neupreis kein Unterschied zwischen den gebrauchten und den von Kosta besteht.

Dann schau dich mal ein bisschen im Forum um. Wichtigste und oft entscheidende Kriterien eines Rollers: Trittbretthöhe (vs. Bodenfreiheit), Gewicht, Verwindungssteifigkeit – je nach Einsatzzweck unterschiedlich gewichtet.

lukas-adrian
15.03.2014, 08:42
Danke nochmal!



Für die erste Fahrt auf jeden Fall. Muskeln werden anders beansprucht, als beim Laufen oder Radfahren – Tretrollern wird ja oft als Mittelding gesehen, daraus schließen einige Sportfreaks dann, sie nehmen für den Anfang mal ihren Mittelwert aus beiden Disziplinen. Geht eher nicht, vor allem nicht gut. Thema hatten wir hier schon mind. einmal, war auch ein Neuling, bitte suchen.

Gut, dann werde ich erst mit ca. 10 km anfangen und schauen wie mein Körper reagiert. Ich fahre öfter Fahrrad, zu Fuß bin ich auch einige Kilometer täglich unterwegs und laufen tue ich auch noch, bin also optimistisch dass das bei mir ganz gut klappen wird. Aber erst trotzdem gucken :)



Eigenartige Herangehensweise. Ich würde soetwas ja vor einer solch größeren Tour sicherstellen. Aber vielleicht suchst du ja die Ungewissheit, möchtest dich (mit etwas Pech) ja (un)absichtlich quälen und/oder dir etwas beweisen? Scheint mir zwar etwas sinnbefreit, aber wenn dich das glücklich macht…

Sicher möchte ich mir was beweisen, neben der körperlichen Fitness spielt der Kopf auch eine ganz große Rolle. Zudem möchte ich nicht so viel Geld dafür ausgeben. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich natürlich sehr viel mehr investieren da es sicherlich auch wichtig den eigenen Körper nicht zu schädigen.
Nur möchte ich nicht sehr viel Geld ausgeben und in einem Jahr steht das Teil nur im Keller herum. Wenn ich jetzt wüsste, dass mir das wirklich Spaß machen wird, sähe das natürlich anders aus. Aus dem Grund kann ich das nicht wirklich einschätzen.

Ok, das sollte reichen, vielen Dank für die Tipps! Ich werde jetzt die nächsten Tage einige Preise und Modelle vergleichen.

Das was ihr hier macht finde ich Klasse, hätte nie gedacht dass es solche Liebhaber und noch so viele Infos zu Tretrollern gibt. Am liebsten würde ich mir gleich eins holen und direkt losfahren.

Gruß

Lukas

Küppi
15.03.2014, 11:12
Hey Lukas
Die Muskulatur ist bei den meisten die auch Sport betreiben nicht das Problem ,da gehen auch längere touren,nur wenn du das machst wirst du deine Bänder und Sehnen überbeanspruchen und danach sehr lange gar nichts mehr machen
Die Bänder und Sehnen brauchen viel länger um sich an die geänderte Beanspruchung zu gewöhnen wie deine Muskeln
Für Touren reicht ein Kostka allemal aber selbst für 2oo eu bekommst du den nicht so aufgerüstet wie es für eine Urlaubsreise nötig ist,mit Beleuchtung Frontträgern,Wasserversorgung,Pannensich erer Bereifung.
Wenn ich eine Urlaubsreise mit dem Auto machen würde käme ich auch nicht auf die Idee mir einen Panda für 500 eu zu kaufen mit 3 Monaten rest Tüv.
Gruß Klaus

lukas-adrian
15.03.2014, 13:48
Hallo Küppi,

die Kostka-Modelle bevorzuge ich im Moment auch, werde mich aber trotzdem weiter umsehen. Natürlich weiß ich das, dass dann noch viele Sachen noch hinzukommen (Schutzbleche, Taschen, Beleuchtung etc.), einiges habe ich ja schon von meiner Fahrradtour. Dass Pannen kommen werden ist sicherlich auch recht sicher, damit muss ich halt rechnen. Ist wie beim Fahrradfahren. Auf den Reisen verzichte ich auch auf ein Navi und bevorzuge eher Übernachtungen im Zelt in einem Wald als in einem bequemen Bett in einer Herberge.

Rollator
16.03.2014, 09:09
Hallo Lukas,
Deine Idee find ich klasse - das IchschlagmichschonirgendwiedurchKonzept auch.
Nur: Wer billig kauft, kauft zweimal ! Du musst ja nicht jeden Euro in NASA-erprobte Bremsklötzchen oder Überschall-fähige Ventile stecken.
Halte lieber die Füsse still und kauf Dir einen vernünftigen Roller. Es wird Dich eh nicht mehr loslassen und Du freust Dich über nen tolles Sportgerät. Welchen Roller Du nimmst kommt auch auf die Körpergrösse an. Kostka bis ca.1,80m und Geroy darüber. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber so sind meine Erfahrungswerte. Viel Spass noch beim Forschen !

RazorRamon
16.03.2014, 09:57
Welchen Roller Du nimmst kommt auch auf die Körpergrösse an. Kostka bis ca.1,80m und Geroy darüber. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber so sind meine Erfahrungswerte.
Nach Studium der Fahrwerksdaten würde ich das korrigieren:

Kostka bis 2,31m, Geroy bis 2,43m. Aber auch größere Leute können die Roller noch fahren, ebentuell mit längerem Vorbau und höherem Lenker.

Da das Trittbrett des Kostka Tour noch einen Zentimeter länger ist als beim Geroy könnte er mit längerem Lenkervorbau auch ein Tipp für Riesen sein, die mehr Platz für ihre großen Füße brauchen.

Beide Roller sind aber toll und als nächstes werde ich mir wahrscheinlich einen Geroy kaufen, der Abwechslung wegen.

Tempelhofer
16.03.2014, 14:36
Beide Roller sind aber toll und als nächstes werde ich mir wahrscheinlich einen Geroy kaufen, der Abwechslung wegen.

100%


Die Wahl der Rollermarke hat rein gar nichts mit der Körpergröße zu tun. Der Roller muß nur teilweise nach dem Kauf etwas angepaßt werden. Nichts großartiges.
Nur derjenige, der extrem unsportlich, sehr übergewichtig oder sehr unbeweglich ist, der ist mit dem Kostka Tour wegen des breiteren standsicheren Bretts besser bedient. Aber das gilt wirklich nur für extrem-sehr Menschen.
Normaltypen sind mit beiden Marken sehr gut bedient.

lukas-adrian
16.03.2014, 22:49
Deine Idee find ich klasse - das IchschlagmichschonirgendwiedurchKonzept auch.


Danke, so habe ich das auch mit dem Fahrrad gemacht. Ich finde es interessanter, wenn ich nicht weiß ob ich es schaffen kann und auch öfter am kämpfen bin. Aber nur so lange es für den Körper relativ gesund ist natürlich! Deshalb fahre ich auch ohne Navi, nur eine grobe Karte.



Nur: Wer billig kauft, kauft zweimal ! Du musst ja nicht jeden Euro in NASA-erprobte Bremsklötzchen oder Überschall-fähige Ventile stecken.
Halte lieber die Füsse still und kauf Dir einen vernünftigen Roller. Es wird Dich eh nicht mehr loslassen und Du freust Dich über nen tolles Sportgerät. Welchen Roller Du nimmst kommt auch auf die Körpergrösse an. Kostka bis ca.1,80m und Geroy darüber. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber so sind meine Erfahrungswerte. Viel Spass noch beim Forschen !

Das weiß ich, dass man nciht zu billig kaufen sollte. Es gibt aber mehrere Gründe, warum ich keine 400 EUR oder mehr ausgeben kann, einer ist weil man Anfangs meistens hoch motiviert ist, später, nach ein oder sogar zwei Jahren, kann es sein, dass das Teil nur noch im Keller rumsteht. Es ist wie bei allen Sachen im Leben. Gutes Beispiel aus meinem Freundeskreis: Viele fangen an Gitarre zu spielen, nach 6 Monaten verstaubt das Teil, warum dann 400 EUR für eine bessere ausgeben, wenn man für 50 eine billige zum Ausprobieren kann. Man kauft bei neuen Sachen ja meistens ins Ungewisse ein. Nicht viele können eine Begeisterung/Motivation für etwas hoch halten.
Wenn ich das einige Jahre machen sollte, werde ich höchst wahrscheinlich später wechseln, also ein 2. Mal kaufen. Bin halt vorsichtig. Doch dann weiß ich mehr wo rauf ich achten soll, welche die optimale Trittbretthöhe ist, etc.

Übringends habe ich heute morgen zugeschlagen, weil ich mir einfach zu lange Gedanken gemacht habe. Ich habe mich fast 3 Tage nur noch mit Tretrollern, Techniken, Erfahrungen, und und und befasst, ich kann nicht mehr, brauche endlich auch mal bisschen Praxis. Also, bevor ich weiter nachdenken und lesen sollte: Hirn aus und einfach bestellt!
Ich habe die Billigvariante des Kostkas geholt, einen KOSTKA TOUR FUN. Liegt in meiner Preiskategorie und für Anfänger ganz gut geeignet.
Für meine Größe von 183 cm und Gewicht von 78 kg muss ich mir glaube kaum Gedanken über ein Modell machen. Bisschen einstellen und los gehts! Ich werde erstmal kleinere Fahrten von 10 - 20 km machen und schauen was mein Körper sagt.

Schönen Abend und vielen Dank!

Lukas

Kollo
17.03.2014, 00:53
Glückwunsch! Wenn Du sportlich vorbelastet bist, wirst Du recht zeitnah auch die 30km-Strecke problemlos schaffen. Am wichtigsten ist es, sich gleich daran zu gewöhnen, beide Beine gleichmäßig zu belasten, weshalb Fußwechseltechniken zuallererst geübt werden sollten. Keine Sorge, wenn es zunächst den Anschein hat, daß die eine Seite (abhängig davon ob Du Rechts- oder Linksfüßer bist) schlechter ist als die andere. Das gibt sich auch schnell nach etwas Praxis.

Rollator
17.03.2014, 07:52
Ich werde erstmal kleinere Fahrten von 10 - 20 km machen und schauen was mein Körper sagt.


Vielleicht begegnet man sich ja mal auf der Erzbahntrasse oder Route der Industriekultur...
20 km ist die Distanz meiner normalen Trainingsstrecke. Und je nachdem wie schnell ich die mache, hauen die schon ordentlich rein.
Hast Dir ein super Hobby ausgesucht. Schade, dass ich schon Roller fahre - sonst würd ich erneut anfangen.
Roll on !!!

lukas-adrian
17.03.2014, 14:40
Das mti dem Fußwechsel weiß ich bereits. Ist auch sehr wichtig. Ich denke, dass ich mich aber recht schnell gewöhnen werde, bin da recht optimistisch.
Finde aber trotzdem, dass sich die 30 km so wenig anhören. Mit dem Fahrrad war das nichts, die bin ich mal eben durchgebrättert. Jetzt so zu sagen bei 0 anzufangen. Bin echt gespannt, hoffentlich kommt das Teil auch bald.


Vielleicht begegnet man sich ja mal auf der Erzbahntrasse oder Route der Industriekultur...
20 km ist die Distanz meiner normalen Trainingsstrecke. Und je nachdem wie schnell ich die mache, hauen die schon ordentlich rein.
Hast Dir ein super Hobby ausgesucht. Schade, dass ich schon Roller fahre - sonst würd ich erneut anfangen.
Roll on !!!

Die Erzbahnstrecke bin ich damals, wo ich noch in Bochum gewohnt habe, sehr oft gefahren. Wohnte ja ggü. vom Westpark, direkt da wo die Strecke anfängt. Da bin ich auch immer laufen gegangen, super Strecke, vor allem bei Sonnenauf- oder untergang.
Gib mir noch bisschen Zeit, vielleicht begegnet man sich ja.

RazorRamon
17.03.2014, 17:16
30 Kilometer am Stück bin ich letztes Jahr mit einem recht minderwertigen Tretroller mit relativ hohem Trittbrett gefahren, als ich wegen eines ein paar Wochen vorher gerissenen Kreuzbandes noch nicht mal richtig gehen konnte. Das war erst meine dritte oder vierte Rollerrunde so weit ich mich erinnnere. Ich war so glücklich, mich endlich wieder aus eigener Kraft schnell bewegen zu können, Rad fahren war noch unmöglich, da habe ich die Anstrengung kaum als solche gespürt sondern die Fahrt nur genossen.

Wer einigermaßen trainiert ist, für den sind 30 Kilometer doch gar kein Problem, man muss sie ja nicht in einer Stunde und zehn Minuten fahren sondern kann sich Zeit lassen.

ich stehe lieber
19.03.2014, 16:21
Herzlich Willkommen und meinen Glückwunsch zum Roller. Lass dich nicht bange machen. Eine meiner ersten längeren Strecken war eine von 100km Länge. Das klappt schon. Reisen ist mit dem Roller ist großartig!
Viel Spaß dabei!

lukas-adrian
20.03.2014, 18:57
Danke!
Ach, das mache ich nicht. Will nur realistisch bleiben, aber hängt auch von der körperlichen Verfassung an.
Will damit auch keine Rekordzeiten brechen, wichtig ist halt eine bestimmte Strecke ohne Muskelkater zu überstehen.
Im August will ich damit Urlaub machen, bin gespannt ob ich es bis dahin schaffe recht fit auf dem Gerät zu werden.

Leider warte ich immer noch auf den Roller, Sonntag bestellt, heute (DO) immer noch nicht da. Laut Kostka-HP wurde der noch nicht abgeschickt. Naja, ein Geduld haben, blöd nur wenn man sich freut, dann dauert es noch länger:motz:

lukas-adrian
31.03.2014, 21:39
Hallo,

wollte nur mal meine 1. Erfahrung hier schreiben. Bin knapp 20 km gefahren, bisschen langsamer, schneller, bergab und bergauf. Ja, es ist härter als Fahrrad fahren, aber ich hätte es mir viel schlimmer vorgestellt. Es erinnert mich mehr als Laufen als ans Fahrradfahren.
Den Fußwechsel konnte ich direkt ohne hinzuschauen. Die Technik um nicht zu viel Energie zu verlieren hat allerdings einige Kilometer gedauert. Aber ich glaube grob gesehen geht das schon ganz gut.
Zum Schluss merkte ich natürlich die Erschöpfung, am meisten spürte ich das an den Oberschenkel. Meine Ausdauer müsste sich allerdings noch steigern oder ich müsste einfach mal langsamer fahren :)
Muskelkater habe ich in den Oberschenkeln und bisschen im Rückenbereich, was super ist. Im Bürojob muss man seine Rückenmuskulatur eh stärken.
Weiterhin werde ich Strecken bis ca. 20 km fahren um mich besser einzufahren, dann werde ich die Kilometerzahl langsam steigern.
Mir fehlen aber noch ein paar Sachen wie vorderes Schutzblech und Beleuchtung, aber nach und nach. Gangschaltung läuft auch ganz gut ;)

Für die Stadt ist das Teil super, handlicher und besser als ein Fahrrad. Lustig ist auch, wie einige Leute schauen, vor allem wenn man damit noch jemanden auf dem Fahrrad überholt.

Danke schön für das Forum und eure Tipps! Werde jetzt auf jeden Fall öfter damit fahren!

Gruß

Lukas