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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 4 Wochen Zeit bis zum ersten HM und ein bisschen Laienpsychologie...



gecko
22.09.2014, 12:08
Guten Tag alle zusammen,

man könnte bei mir zur Zeit sagen.... es läuft... entschuldigt den Kalauer, aber so ist es nun mal.
Ich habe im Februar angefangen konstant zu Laufen und das Pensum langsam zu steigern.
Von 80km im Monat bis auf 160km derzeit im Mittel.
Ich habe bereits einen 5km WK hinter mich gebracht, einen 10km WK und bin nun am 19.10 bei meinem ersten HM WK angekommen.
Obwohl ich 45 Jahre alt bin, steigere ich mich derzeit seit Februar kontinuierlich und zwar ohne dass mir etwas weh tut und genau das ist auch der Grund, warum ich derzeit immer noch mehr Spaß am Laufen bekomme.
Das ist das Gute, wenn man sein Potential nie ausgeschöpft hat im vorherigen Leben. Es ist doch so, ein Leistungssportler kann ab 40 Jahren zuschauen, dass er mit Müh und Not noch ein paar Jahre seine Form annähernd halten kann, nur um sich dann beim langen Kampf gegen das langsamer werden zuzuschauen. Wer von unten kommt, kann sich noch bis in die hohen 50er steigern. Zumindest ist das naheliegend, wenn man sich ein bisschen eingelesen und Zeiten verglichen hat. Damit bleibe ich zwar immer unter dem Niveau von Leuten, die das schon viel länger machen, habe aber eine tolle Motivation wegen persönlicher Erfolge.
Na ja, wie auch immer, so ticke ich auf jeden Fall derzeit und so bin ich auch gerade im wahrsten Sinne des Wortes unterwegs.

Am Sonnabend in der früh bin ich auf jeden Fall ins Training für den HM eingestiegen und habe das ganze begonnen, indem ich einen 20km Tempolauf gemacht habe, um mal zu sehen was geht....
Das Resultat war, dass ich meine bisherige Bestzeit von meinem letzten Versuch am 03.09. um 4 Minuten und zu meinem ersten Versuch am 10.08. sogar um 10 Minuten verbessert habe und jetzt bei 96 Minuten liege. (4:49 Pace)
Das ist erstens zweimal eine 48er 10km Zeit nacheinander, zweitens der Grund dafür, dass ich gerne 20km Tempoläufe mache (und eben nicht die echte HM Distanz, es rechnet sich so einfach besser zwischen den Distanzen hin und her) und drittens für mich der absolute Wahnsinn, weil ich zur Zeit wirklich gut schneller werde und mich darüber wahnsinnig freue. (Siehe Begründung oben)

Ich mache das bisher nur mit gelegentlichen Tempoläufen und ein vielleicht mal ein bisschen Fahrtenspiele, wenn ich gut drauf bin.
Mein Pensum liegt bei relativ konstanten 3x die Woche 8km (Um die Hamburger Alster) in der Mittagspause und einem LaLa zwischen 15 und 20 km am Wochenende. (Plus Auslaufen zwischen 1-3km)
So wird es auch bleiben bis auf Weiteres, ob ich noch richtig ins Intervalltraining einsteige, weiß ich noch nicht, im Moment habe ich da keinen Bedarf.

Was mir nun am Sonnabend aufgefallen war: Huch, das war an der Leistungsgrenze! Und zwar nicht so sehr, was die Puste anbelangt, sondern was mein Fahrgestell angeht. Zum Ende hin waren die Waden platt, die Füße taten weh und die Oberschenkel mochten auch nicht mehr. Der letzte Kilometer zur HM Distanz wäre im Wettkampf sicher drin gewesen, aber so habe ich lieber einen kurzen Regenerationsspaziergang eingelegt und bin dann die letzten 3km langsam nach Hause getrabt.
Wer hätte das gedacht.... Sonntag brauchte ich auch Ruhe (Gut, dass wir bei uns zu Hause Kindergeburtstag mit 9 Kindern feiern mussten :D War total ruhig und so.... ) und auch heute werde ich lieber noch einen Tag pausieren. Es fühlt sich aber alles schon wieder gut an und der dicke Muskelkater ist auch ausgeblieben.

Was ich nun beim nächsten LaLa ausprobieren werde, ist eine 25km Distanz, aber im gemütlichen Bereich. Das bedeutet bei mir derzeit so um die 5:20/min. Tatsächlich wird das dann der längste Lauf in meinem Leben bisher. Die 20km hatte ich nie groß überschritten. Ich bin gespannt, ob sich das dann anders anfühlt und auf welche Weise.
Von der Marathondistanz bin ich auf jeden Fall noch weit weg, denn was ich nach wie vor auf keinen Fall möchte, ist mal wieder Opfer meiner eigenen Motivation zu werden und durch Übertreiben eine Verletzung zu riskieren.
Ich bin so unglaublich froh, dass im Moment alles in Butter ist mit meinem Körper, dass ich meine eigenen Vorsätze dieses Mal auch beherzige!

Ich werde weiter berichten...

GlücksKind
22.09.2014, 13:49
Hey :hallo:,

ich les immer total gerne von dir und freue mich auf deine Berichte.

Weiste es is so wenn ich bei dir "mitlese" komm ich ich immer nahezu in einen Geschwindkeitsrausch :D 05:20 ist für dich ein gemütliches Tempo - bei mir sind das meine harten Intervalle :P Herrlich wie die Zeiten so auseinander gehen. Meine zügigen Läufe kannst du dann wahrscheinlich Gehen :zwinker4:

Also egal was du dir vorgenommen hast ich bin mir sicher du schaffst das besser als geplant :daumen:

blende8
22.09.2014, 14:25
... sondern was mein Fahrgestell angeht. Zum Ende hin waren die Waden platt, die Füße taten weh und die Oberschenkel mochten auch nicht mehr.
Kommt mir bekannt vor.
Habe neulich hier (http://forum.runnersworld.de/forum/anfaenger-unter-sich/65805-der-starter-faden-303.html#post1758281) mal was dazu geschrieben.

gecko
22.09.2014, 17:31
@Glückskind: Danke sehr :)
Weißt Du das ist ja genau der Punkt. Was für Dich schnell ist ist für mich vielleicht gemütlich , was für mich schnell ist, zaubert Anderen wieder nur ein müdes Lächeln auf die Lippen... völlig egal, immerhin ist das hier das verdammte Internet, wo sich eben die ganze Bandbreite tummelt.
Hier wird sich immer gerne von manchen beschwert, dass die alten Hasen die "Neuen" so hart anfassen, aber das stimmt gar nicht wie ich festgestellt habe. Sofern jemand das Hobby so ernst nimmt dass man merkt, dass konstruktive Antworten keine verschwendete Liebsmüh sind, wird auch manchmal meistens immer nett geantwortet. :D (Ausnahmen bestätigen die Regel...)
An Zeiten wird sowas auf jeden Fall nicht festgemacht.

@Blende8: Oh, DAS ist interessant! Danke für den Link. Du beschreibst da tatsächlich genau das, was ich meine. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Wobei ich sagen muss, dass eine Pause mich meistens voll rausbringt und ich lange brauche, bis ich wieder um Fluss bin.

Tigertier
22.09.2014, 20:32
Ich lese auch gespannt mit- deine Zeiten sind für mich auch beeindruckend und du schreibst Klasse:daumen:

Lilly*
22.09.2014, 21:03
Hier wird sich immer gerne von manchen beschwert, dass die alten Hasen die "Neuen" so hart anfassen, aber das stimmt gar nicht wie ich festgestellt habe. Sofern jemand das Hobby so ernst nimmt dass man merkt, dass konstruktive Antworten keine verschwendete Liebsmüh sind, wird auch manchmal meistens immer nett geantwortet. :D (Ausnahmen bestätigen die Regel...)
An Zeiten wird sowas auf jeden Fall nicht festgemacht.


Ja, das habe ich als Forumsneuling auch positiv bemerkt! Hätte nie erwartet, dass sich "alte Hasen" wirklich mit meinem Schildkröten-Dasein befassen.

Pastis
22.09.2014, 21:15
Bestens vorbereitet bist du ja schon mal und was für Traumzeiten (also für so einige unter uns, denke ich mal).
Wo läufst du deine HM?

Lilly: Es gibt vielleicht auch Schildkröten, die zu Hasen wurden und noch wissen, wie das mal war und gerne anderer dabei helfen, dem Schildkrötendasein zu entkommen. So wie du in so 1-2 Jahren :nick:

Lilly*
22.09.2014, 21:33
Wir sprechen uns in einem Jahr wieder. Mal schauen, was dann aus mir geworden ist.

Pastis
22.09.2014, 21:44
Ach, Schildhase ganz bestimmt ;)

blende8
22.09.2014, 22:09
Es bleiben nur die allerwenigsten länger als ein paar Monate, ist meine Erfahrung.
Letztlich sind es ja auch immer wieder die gleichen Sachen, die hier durchgekaspert werden.

Pastis
22.09.2014, 22:11
Nun, das ist in Zeitschriften, TV, Stammkneipe etc. irgendwie auch so, oder? Immer die gleichen Themen, aber trotzdem labert man weiter?

Lilly*
22.09.2014, 22:13
Klar, man ist nicht durchgehend aktiv im Forum. Aber nicht jeder hängt sein Vorhaben nach ein paar Monaten an den Nagel. Ich bin seit 2009 (Schande über mein Haupt!) dran. Und wenn ich es geschafft habe, dann lass ich es mir bestimmt nicht nehmen, es hier stolz zu verkünden und mich ne Runde beklatschen zu lassen! hihi... :D

gecko
23.09.2014, 14:51
Ja das ist so eine Sache mit Internetcommunitys .... Das hier ist nicht meine Erste, in der ich länger als ein paar Monate dabei bin und es ist eigentlich überall dasselbe: Die "echten" Stammgäste sind früher oder später genervt, dass die ständigen Neuzugänge immer die selben Fragen wieder stellen, ohne einmal die Suche bemüht zu haben.
Aber es ist eben so, dass in einer Community ein ständiges Kommen und Gehen stattfindet (Ok hier eher Kommen und Laufen...) und ich habe meinen Frieden damit gemacht.
Fäden, die mich nerven ignoriere ich und Fäden in denen jemand nett und freundlich um Hilfe bittet, bekommen auch eine nette und freundliche Antwort (Wenn ich denn meine was zu Sagen zu haben) und wenn es nur der nette und freundliche Hinweis ist, doch bitte mal die Suche zu nutzen, vielleicht ergänzt um den einen oder anderen nützlichen Link.
Ausname: Ein Faden ist bereits totgequatscht worden und das Frotzeln hat schon begonnen, dann muss ich manchmal einfach mitmachen :D

Wie dem auch sei, mittlerweile fühle ich mich hier sauwohl :)

gecko
25.09.2014, 11:37
So, nu hab ich doch mal mit Intervallen angefangen :)

Am Montag habe ich auf meiner Alsterrunde mal Folgendes probiert_
1km Warmlaufen und dann immer 400m Gas und 600m Gas wech... und dann noch 1km Auslaufen
Gas hieß in diesem Falle, so zwischen 3:50 und 4:20 und Gas wech dann irgendwas zwischen 5:30 und 6:00,
Heraus gekommen ist eine Pace von 4:49 über 8km. Das ist langsamer als wenn ich die Strecke konstant laufe, aber ich war trotzdem platter, aber das soll ja wohl so sein, oder? :confused:

Gestern war ich Abends nur auf dem Laufband, weil ich Bock hatte danach noch in die Sauna zu gehen.
Wieder habe ich meine 8km abgerissen und wieder habe ich Intervalle gelaufen. Allerdings Barfuss! Das geht auf dem Band echt gut, weil das schön gedämpft ist und relativ wenig Steine, Scherben und Hundekacke im Weg rumliegen.
Eingestellt hatte ich für den schnellen Part zunächst 14km/h (4:14er Pace) und für die Trabepause 9km (6:30er Pace) Wechsel so alle 400m.
Um es kurz zu machen: Uiuiuiuiui.... das ist komischerweise wesentlich krasser auf dem Laufband, obwohl die Bedingungen ja eigentlich idealer sein sollten, so von wegen ebenerdig, keine kreuzenden Fussgänger/Hunde/Rollatoren/Nordic Walkerinnen, kein Regen/Wind/Insektenbefall usw.
Ich weiß auch nicht so recht, warum sich das auf dem Laufband alles schneller anfühlt und dementsprechend kräfteraubender ist. Meine einzige Theorie: Durch den nicht vorhandenen Fahrtwind, fehlt einem tatsächlich die Luftkühlung und man läuft schneller heiß. Ist das so? Weiß das jemand? Das würde auch meine exorbitante Verschwitzung erklären :D Also ich habe mein Laufshirt nasser bekommen, als nach dem Schleudergang einer Maschienenwäsche. Zum Schluss musste ich aufpassen, nicht auf meiner eigenen Soße auszurutschen, irre....
Der Effekt war trotzdem das Gefühl eine ordentliche Trainigseinheit absolviert zu haben und die Sauna am Ende war trotz weiterem Flüssigkeitsverlust eine Wonne :)

Getränke (zumindest Wasser) gibts in meinem Studio Gottseidank umsonst und so manch anderer Studiobesucher dürfte sich gewundert haben, wie viele von den 0,4 Gläsern ich nach dem Lauf und nach der Sauna insgesamt weggezoschert habe.... Wäre es Bier gewesen, ich hätte eine satte Alkoholvergiftung davongetragen...

Nachklapp: Mein Fußgelenke fühlen sich seit meiner 20km am letzten Samstag etwas... belastet an. also, nicht so, dass ich Schmerzen in dem Sine hätte, aber ich spüre sie doch recht deutlich. Im Bereich der Knöchel und auch der Achillessehnen ist so ein Gefühl...hm, schwer zu beschreiben... als würde mir geflüstert: "Jetzt pass mal ein bisschen auf, sonst Aua...."
Ich werde jetzt also tatsächlich mal drei Tage Regeneration einlegen und das beobachten. Laufen also erst wieder am Sonntag. Wenn bis dahin alles wieder gut ist, werden es wohl auch wieder 20km - 25km werden, aber wie oben schon erwähnt, eher gemütlich im GA1 Bereich.

Guten Tag Euch allen
Gecko

EDIT: Hier nochmal meine neuesten Theorien, warum Laufbandtraining einem intensiver und anstrengender vorkommt, als in freier Wildbahn zu hoppeln:

1) Fehlende Kühlung durch Fahrtwind (Oben schon erwähnt)
2) Schlechtere Sauerstofsättigung in der Luft (Verschwitzte Muckibude vs. frische Luft)
3) Keine Möglichkeit, das Tempo frei zu gestalten (Tempo wird durch das Band zwingend vorgegeben, so dass man kurze "Hänger" nicht ausgleichen kann)

Hat sich da sonst schon mal jemand Gedanken drüber gemacht? Spannend eigentlich....

Lilly*
25.09.2014, 12:50
EDIT: Hier nochmal meine neuesten Theorien, warum Laufbandtraining einem intensiver und anstrengender vorkommt, als in freier Wildbahn zu hoppeln:

1) Fehlende Kühlung durch Fahrtwind (Oben schon erwähnt)
2) Schlechtere Sauerstofsättigung in der Luft (Verschwitzte Muckibude vs. frische Luft)
3) Keine Möglichkeit, das Tempo frei zu gestalten (Tempo wird durch das Band zwingend vorgegeben, so dass man kurze "Hänger" nicht ausgleichen kann)

Hat sich da sonst schon mal jemand Gedanken drüber gemacht? Spannend eigentlich....

Ja, ich hab das auch und hab schon drüber nachgegrübelt und auch das Internet und die Fachliteratur dazu befragt, weil es bei mir auch so ist. Komischerweise findet man viele entgegengesetzte Meinungen. Da findet man auch Einträge von Leuten, denen es auf dem Laufband leichter fällt. Vielleicht sind das die, die sich sonst durch ungleichmäßige Geschwindigkeit verausgaben und konstant besser laufen können.

Die Theorie Nr. 3 klingt sinnig. Zur Theorie der "Sauerstoffsättigung" habe ich tatsächlich etwas in einem Läuferbuch gefunden. Dort wurde beschrieben, dass man auf dem Laufband quasi in seiner eigenen "Dunstglocke" läuft, die Sauerstofffzufuhr funktioniert nicht so gut, wie draußen an der frischen Luft.

Was mich persönlich noch angeht, habe ich das Gefühl (wirklich nur gefühlt, ich kann mich ja nicht selbst beobachten), dass ich auf dem Laufband einen anderen Laufstil habe als draußen. Es fühlt sich so komplett anders an. Und je unökonomischer der Laufstil, desto anstrengender kann es dann ja auch sein.

Und eine weitere Theorie von mir: Es ist so stinkelangweilig. Draußen ist man viel mehr abgelenkt. Es ist wie bei leichten Zahnschmerzen: Tagsüber merkst du die Beeinträchtigung kaum, weil du abgelenkt bist. Nachts ohne Ablenkung schlagen sie dann gnadenlos zu. Diverse Zipperlein und Hänger beim Laufen sind draußen vielleicht durch die Ablenkung besser überstanden als auf dem Laufband. Denn da hat man eben nichts anderes zu tun, als zu atmen und das linke Bein, das rechte Bein, links, rechts..

aghamemnun
25.09.2014, 13:06
Hier nochmal meine neuesten Theorien, warum Laufbandtraining einem intensiver und anstrengender vorkommt, als in freier Wildbahn zu hoppeln
Interessant. Ich kenne Laufbänder nur vom Laufschuhkauf, aber ich wundere mich auch jedesmal wieder darüber, daß das so viel anstrengender ist als draußen.

Vielleicht ist es ja wie bei der Seekrankheit: Die entsteht ja auch durch eine Diskrepanz verschiedener Sinneswahrnehmungen: Die gefühlten Schiffsbewegungen entsprechen nicht dem, was man sieht. Deshalb wird ja auch empfohlen, bei Seekrankheit auf den Horizont zu schauen, damit die Augen die Bewegungen wieder ausgleichen müssen.

Auf dem Laufband muß man eigentlich nicht mehr Kraft aufwenden als auf seinen sonstigen Laufstrecken. Aber die Gegend drumherum verändert sich nicht. Vielleicht führt das zu dem Eindruck, trotz aller Anstrengungen nicht vom Fleck zu kommen. Man müßte das mal untersuchen. V.a. wären Vergleiche interessant zwischen solchen Läufern, die i.d.R. allein laufen und solchen, die mit anderen unterwegs sind. Außerdem Vergleiche zwischen solchen, die mit Musik laufen und anderen, die das nicht tun. Wenn z.B. Läufer, die stärker auf Partner oder Musik als auf ihre Umgebung fixiert sind, den Unterschied zwischen Laufstrecke und Laufband weniger stark erleben als die anderen, könnte das meine Vermutung stützen.

Pastis
25.09.2014, 13:12
Das Laufband ist doch viel gedämpfter als meine normale Laufstrecken und schluckt somit auch soviel Kraft, dass ich fast genauso gut am Strand laufen könnte (also theoretisch - praktisch steht hier einfach kein Strand zur Verfügung, sondern Parks voller Hundekacke). Das dies anders ermüdigt, ist für mich nur logisch.

Lilly*
25.09.2014, 13:31
dass ich fast genauso gut am Strand laufen könnte (also theoretisch - praktisch steht hier einfach kein Strand zur Verfügung

In Höhe des Strandbad Lörick linksrheinisch. Da liegen sogar ein paar Muscheln. Habe ich im Sommer beim Laufen entdeckt. Eine kleine Strandbucht am Rhein. Wenn man nicht geradeaus in Richtung gegenüberliegendes Ufer schaut, sondern sich einfach in den Sand setzt, mit den Muscheln zwischen den Fingern spielt und den Blick auf die heranschwappenden Wellen neigt, die die Füße im regelmäßigen Rhythmus überspülen, dann fühlt man sich fast wie am Meer!

Pastis
25.09.2014, 13:33
Da war ich letzte Woche und seit Ela sieht es da irgendwie ganz anders aus und den Sand musste ich erstmal mit meinem kleinen, gelben Plastikschaufel unter dem Gestrüpp herausgraben :nene:

(sorry fürs Verwässern)

gecko
25.09.2014, 13:53
(sorry fürs Verwässern)

Ach was, für so einen schönen Kalauer, darfst Du das gerne nochmal machen :)


Interessant. Ich kenne Laufbänder nur vom Laufschuhkauf, aber ich wundere mich auch jedesmal wieder darüber, daß das so viel anstrengender ist als draußen.
Vielleicht ist es ja wie bei der Seekrankheit: Die entsteht ja auch durch eine Diskrepanz verschiedener Sinneswahrnehmungen: Die gefühlten Schiffsbewegungen entsprechen nicht dem, was man sieht. Deshalb wird ja auch empfohlen, bei Seekrankheit auf den Horizont zu schauen, damit die Augen die Bewegungen wieder ausgleichen müssen.
Auf dem Laufband muß man eigentlich nicht mehr Kraft aufwenden als auf seinen sonstigen Laufstrecken. Aber die Gegend drumherum verändert sich nicht. Vielleicht führt das zu dem Eindruck, trotz aller Anstrengungen nicht vom Fleck zu kommen. Man müßte das mal untersuchen. V.a. wären Vergleiche interessant zwischen solchen Läufern, die i.d.R. allein laufen und solchen, die mit anderen unterwegs sind. Außerdem Vergleiche zwischen solchen, die mit Musik laufen und anderen, die das nicht tun. Wenn z.B. Läufer, die stärker auf Partner oder Musik als auf ihre Umgebung fixiert sind, den Unterschied zwischen Laufstrecke und Laufband weniger stark erleben als die anderen, könnte das meine Vermutung stützen.

Das kann schon sein, denn ich würde in das Schema passen. Ich laufe sowohl allein als auch DEFINITIV ohne Musik!
Spannend ist es nicht auf dem Laufband, das ist wohl wahr.
Eher ist es so, dass ICH für die anderen spannend sein dürfte, denn 14km/h+ auf einem Laufband wirkt für Aussenstehende doch eher befremdlich, weil zumeist entweder die Fredis auf einem Laufband zu finden sind, die sich 5minuten vorm Bankrücken mit 6km/h "warm machen" :rolleyes:, oder die Muddis, die mal was anderes als 10min Crostrainer ausprobieren wollen, nur um dann festzustellen, dass Laufen irgendwie doch nicht so ihrs ist und zurück auf den Crosstrainer schleichen

blende8
25.09.2014, 14:07
Das Laufband ist doch viel gedämpfter als meine normale Laufstrecken und schluckt somit auch soviel Kraft,
Auf jeden Fall ein gewichtiger Grund.
Dann die fehlende Kühlung und größere Wärme im Raum.
Und dann noch Barfußlaufen, ist auch anstrengender.
Das sind wohl die entscheidenden Gründe.

Vor allem das übermäßige Schwitzen hasse ich.
Darum mache ich so was nie freiwillig.

Lilly*
25.09.2014, 14:31
vor allem regnet es im Studio so selten. Und Regenläufe sind doch das schönste, was es gibt! :hurra:

gecko
25.09.2014, 19:57
Vor allem das übermäßige Schwitzen hasse ich.
Darum mache ich so was nie freiwillig.

Ja, das mit dem Schwitzen auf dem Band ist so eine Sache... aber manchmal kann ich das ganz gut ab, vor allem in der Wintersaison.
Wie gesagt, mich lockt immer die Sauna in Indien (Am Ende des Ganges)
Der Witz ist aber eigentlich: Ich geh einmal die Woche ins Studio mit dem Vorsatz etwas Ausgleichendes zu machen (Kraftsport halt...) und dann hab ich da meist doch keinen Bock drauf, überlasse das Feld den 17-23 Jährigen Muskelbergen und geh Laufen :D


vor allem regnet es im Studio so selten. Und Regenläufe sind doch das schönste, was es gibt! :hurra:


DAS wiederum ist tatsächlich nicht so meins. Im Sommer ok, wenn man nass wird, kein Problem, aber jetzt so zum Herbst/Winter hin.... ich muss mich wohl dran gewöhnen.

dicke_Wade
25.09.2014, 23:39
1) Fehlende Kühlung durch Fahrtwind (Oben schon erwähnt)
2) Schlechtere Sauerstofsättigung in der Luft (Verschwitzte Muckibude vs. frische Luft)
3) Keine Möglichkeit, das Tempo frei zu gestalten (Tempo wird durch das Band zwingend vorgegeben, so dass man kurze "Hänger" nicht ausgleichen kann)
Diesen Zeilen würde ich mich auch anschließen als Begründung. Zumal ich...

Die Theorie Nr. 3 klingt sinnig. Zur Theorie der "Sauerstoffsättigung" habe ich tatsächlich etwas in einem Läuferbuch gefunden. Dort wurde beschrieben, dass man auf dem Laufband quasi in seiner eigenen "Dunstglocke" läuft, die Sauerstofffzufuhr funktioniert nicht so gut, wie draußen an der frischen Luft.
das auch gut nachvollziehen kann, außer die Muggibude hat eine gute Luftzirkulation. Aber dann kommt eventuell auch die Psyche hinzu, ist es stickig, hat man das Gefühl, wen weniger Sauerstoff zu atmen und das wirkt sich dann wohl auf die Leistung aus.

Ich laufe mich vorm Krafttraining auch immer auf dem Laufband warm, meist 10 Minuten in 9 km/h. Und sehr oft geht es auch mir so, dass es mir gefühlt viel schwerer fällt, als sonst wenn ich einfach locker flockig von der Haustüre aus los laufe. Letzten Winter musste ich wegens Glatteis einmal eine geplante Tempoeinheit aufs Laufband verlegen. Über ne Stunde und das war mental voll die Härte und mir ging es genau so wie dir, voll in der eigenen Suppe gekocht worden. Schön Laufen ist anders. Wozu ich aber hin und wieder ganz gerne drauf steige, ist zum Hügeltraining. Da kann ich die Steigung frei wählen und mich mal so richtig auskotzen :geil:

Ach ja, es wird oft empfohlen eine Steigung von 1 % zu wählen, um damit den fehlenden Luftwiderstand auszugeichen.

Gruss Tommi

Lilly*
26.09.2014, 00:02
DAS wiederum ist tatsächlich nicht so meins. Im Sommer ok, wenn man nass wird, kein Problem, aber jetzt so zum Herbst/Winter hin.... ich muss mich wohl dran gewöhnen.

Was DAS angeht, bin ich die nächsten Monate ein echtes Glückskind! Und bestimmt werden sich dann meine Laufberichte auch nicht mehr so jammerhaft anhören. Ich kann nicht bei Hitze laufen. Und mit Hitze meine ich: über 20 Grad. Dann bricht bei mir echt alles ein. Sobald es regnet, bin ich gleich viel schneller bei gefühlt identischer Belastung.

Und oft ist da ja auch der innere Schweinehund, der keine Lust hat. Wenn aber der Regen draußen anfängt, dann kann ich vorher noch so müde und kaputt und unwillig gewesen sein! Nein, bei Regen zieht es mich dann raus. Damit unterscheide ich mich wohl von vielen Läufern, für die der Herbst schwer ist. Für mich ist das die beste Läuferjahreszeit.

gecko
26.09.2014, 09:13
1)Wozu ich aber hin und wieder ganz gerne drauf steige, ist zum Hügeltraining. Da kann ich die Steigung frei wählen und mich mal so richtig auskotzen :geil:
2)Ach ja, es wird oft empfohlen eine Steigung von 1 % zu wählen, um damit den fehlenden Luftwiderstand auszugeichen.


1)Oh ja, das geht gleich ganz anders in die Beine, ist aber auch eine eher masochistische Erfahrung, weil...:
2)...man dadurch zwar den Widerstand simuliert, nicht aber die Belüftung = NOCH mehr schwitzen ...puh

Ich plädiere für Laufbänder mit Ventilator ! :nick:


Was DAS angeht, bin ich die nächsten Monate ein echtes Glückskind! Und bestimmt werden sich dann meine Laufberichte auch nicht mehr so jammerhaft anhören. Ich kann nicht bei Hitze laufen. Und mit Hitze meine ich: über 20 Grad. Dann bricht bei mir echt alles ein. Sobald es regnet, bin ich gleich viel schneller bei gefühlt identischer Belastung.

Und oft ist da ja auch der innere Schweinehund, der keine Lust hat. Wenn aber der Regen draußen anfängt, dann kann ich vorher noch so müde und kaputt und unwillig gewesen sein! Nein, bei Regen zieht es mich dann raus. Damit unterscheide ich mich wohl von vielen Läufern, für die der Herbst schwer ist. Für mich ist das die beste Läuferjahreszeit.

So und jetzt ist der Punkt erreicht, an dem ich leider die Kommunikation mit Dir abbrechen müsste, weil meine Mutter mich vor solchen wie Dir immer gewarnt hat.
Oder anders ausgedrückt: JA, Du unterscheidest dich damit nicht nur "wohl" sondern eher "ziemlich" von normalen Menschen :D
Fast wage ich die Behauptung, du gehörst damit einer anderen Spezies an. Marsianer oder so, da solls ja auch mal Wasser gegeben haben...

Hitze kann ich komischerweise gut ab. Im Urlaub bei 35Grad laufen? Kein Problem.
Ich bin aber auch im Herbst der erste, der Mütze, Handschuhe, Schal und beheizbare Wäsche anzieht.
Ich schätze mal, dass Menschen sich tatsächlich stark unterscheiden, was das Temparaturempfinden anbelangt.
Wenn ich ein Bad nehme, zeigt meine Frau mir immer einen Vogel, weil sie jedes Mal Verbrennungen dritten Grades erleidet, wenn sie die Hand in mein Badewasser hält.

Gid
26.09.2014, 11:51
Oder anders ausgedrückt: JA, Du unterscheidest dich damit nicht nur "wohl" sondern eher "ziemlich" von normalen Menschen :D
Fast wage ich die Behauptung, du gehörst damit einer anderen Spezies an. Marsianer oder so, da solls ja auch mal Wasser gegeben haben...
Seit wann geht es hier um normale Menschen? Hier geht es um Läufer :hihi:

Lilly*
26.09.2014, 13:50
Oder anders ausgedrückt: JA, Du unterscheidest dich damit nicht nur "wohl" sondern eher "ziemlich" von normalen Menschen :D
Fast wage ich die Behauptung, du gehörst damit einer anderen Spezies an. Marsianer oder so, da solls ja auch mal Wasser gegeben haben...


Versuch das doch mal, es ist toll! Ich durchquere beim Laufen auch gern mal kleine Flüsse, so wie den hier:
24121

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu faul, einen Umweg zu nehmen. Man weiß es nicht. Die Seele einer Frau ist unergründlich..

gecko
26.09.2014, 14:42
Du bist ja bekloppt :D
Und was Eure Seelen anbelangt.... Ich bin seit 19 Jahren mit der selben Frau zusammen, ich weiß wovon du redest, ich habe nach wie vor manchmal das Gefühl, nicht mal ansatzweise auch nur zu ahnen was in ihr vorgeht....

Pastis
26.09.2014, 15:13
Welcher "Fluss" ist das?
Ziehst du dich dafür die Schuhe aus?

Lilly*
26.09.2014, 15:36
Welcher "Fluss" ist das?
Ziehst du dich dafür die Schuhe aus?

Na, ich war schon durch, als das Foto gemacht wurde. Bin also selbst gar nicht drauf.
Und ja, da zieht sich einer anscheinend auf dem Bild vorher die Schuhe aus. Sowas... :nene:

Für sowas habe ich gar keine Zeit, ich bin so reingehüpft. Mit Schuhen.

@Pastis: Es war übrigens die Dinkel im beschaulichen Münsterland.

Pastis
26.09.2014, 15:58
Der Dinkel - süß :)
War das denn nicht unangenehm, wenn die Schuhe dermaßen vollgesaugt sind oder macht das denn auch keinen Unterschied mehr? Ich finde bei starken Regengüssen, wenn es nur so schlurppt und watscht in den Schuhen nervt mich das schnell.

Ethan
26.09.2014, 16:01
Ich durchquere beim Laufen auch gern mal kleine Flüsse
Das dürfte dann auch deine schwankenden Zeiten erklären.

Die Seele einer Frau ist unergründlich..

Nur für Männer? Oder auch für Frauen selbst? :gruebel:

Lilly*
26.09.2014, 16:04
Der Dinkel - süß :)
War das denn nicht unangenehm, wenn die Schuhe dermaßen vollgesaugt sind oder macht das denn auch keinen Unterschied mehr? Ich finde bei starken Regengüssen, wenn es nur so schlurppt und watscht in den Schuhen nervt mich das schnell.

Hm, mir ist es relativ gleich. Klar werden die Schuhe schwerer. Da ich auch nach über 20km in klitschnassen Schuhen und Socken keine Blasen bekomme (damit bin ich gesegnet! Danke Laufgott! Aber einen Löffel Geschwindigkeit hättest du mir auch geben können..), macht mir das nicht viel aus.

P.S.: Für diese "Wasserhärte" trainiere ich aber auch jeden einzelnen Tag hart! Unter der Dusche.. Von nix kommt nix. Man darf halt keine Angst haben, sich nass zu machen. :-)

Pastis
26.09.2014, 16:09
Du trägst Socken und Schuhe in der Dusche?! Okay, das ist mir jetzt auch unergründlich, selbst als Frau.

Lilly*
26.09.2014, 16:11
Du trägst Socken und Schuhe in der Dusche?! Okay, das ist mir jetzt auch unergründlich, selbst als Frau.

oh gott, nein! :D Ich mach mich da nur jeden Tag nass!

Aber hey... ich glaub, Ethan würd drauf stehen.. :wink:

Pastis
26.09.2014, 16:13
Ich glaube ich werde mich immer eher überwinden müssen, so salopp mit Schuhen in einen Fluss zu springen als einfach so unter die Dusche. Sowie ich, obwohl ich auch täglich dusche, den Regend draußen hasse.

Lilly*
26.09.2014, 16:18
Für uns Düsseldorfer kommt das ja sowieso nicht in die Tüte, in den Fluss zu springen. Wäre ja lebensmüde.

Ethan
26.09.2014, 16:19
Aber hey... ich glaub, Ethan würd drauf stehen.. :wink:
Ohne vorher zu duschen :wink:

aghamemnun
26.09.2014, 16:27
Ich mach mich da nur jeden Tag nass!
Da wäre eigentlich die nächste Rückfrage fällig. Aber ich glaub, ich laß das jetzt mal.

Lilly*
26.09.2014, 16:28
Ohne vorher zu duschen :wink:
Du meinst, vorher den gröbsten Schlamm abklopfen, reicht?

Pastis
26.09.2014, 16:28
Ich hätte da auch eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen Frage und Rückfrage?

Ethan
26.09.2014, 16:31
Du meinst, vorher den gröbsten Schlamm abklopfen, reicht?
In der "Hitze des Gefechts" wird er sich schon lösen...

Ethan
26.09.2014, 16:32
Ich hätte da auch eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen Frage und Rückfrage?
Erklärt sich das nicht von selbst? Das ist eine Rückfrage.

alcano
26.09.2014, 16:35
Wenn nicht gar eine Gegenfrage.

Lilly*
26.09.2014, 16:36
@Ethan: Es ging wohl eher darum, jemanden mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Lilly*
26.09.2014, 16:37
Ich hätte da übrigens eine Nachfrage zur Gegenfrage der Rückfrage: Worum ging es hier eigentlich?

Ethan
26.09.2014, 16:39
@Ethan: Es ging wohl eher darum, jemanden mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.
Wen? Agha? Na dann viel Spaß.

alcano
26.09.2014, 16:42
Um geckos Halben, Duschen auf dem Laufband und Aghas Scheu vor Fragen.

gecko
26.09.2014, 16:44
Was ist denn hier passiert? Isses schon soweit? :D

Lilly*
26.09.2014, 16:45
Ich fühl mich langsam wie ein Wedding-Crasher, immer wenn ich irgendwo reintappse, verliert sich das eigentliche Thema. :angst:

Ethan
26.09.2014, 16:47
Ich fühl mich langsam wie ein Wedding-Crasher, immer wenn ich irgendwo reintappse, verliert sich das eigentliche Thema. :angst:

Das ich nicht lache. Du fällst wohl eher mit der Tür ins Haus :D

Lilly*
26.09.2014, 16:53
Das ich nicht lache. Du fällst wohl eher mit der Tür ins Haus :D

Ja, mit der Tür ins Glashaus, in dem man sitzt und nicht mit Steinen werfen sollte. :hallo:

gecko
26.09.2014, 17:07
Apropos Tagebücher / Blogs rund ums Laufen:

Heute war ich nicht laufen...
...Es regnet mir zu doll :D

Ne im ernst, ich mache gerade mal drei Tage Pause, um das "Überlastgefühl" in den Fußgelenken loszuwerden, von dem ich weiter oben (vor ca. 6352 Beiträgen) schon geschrieben habe.
Seit heute spüre ich auch nichts mehr, also nichts Unangenehmes, aber ich werde trotzdem erst am Sonntag wieder starten. vielelleicht tut tas dem Laufapparat mal ganz gut. Dann wirds aber auch ein richtig schöner Lala werden, mit mindestens 20km, eher 25km, mal sehen...
...ja, auch wenn es regnen sollte!

Pastis
26.09.2014, 17:14
Entschuldigung!

Hast Du keine Angst, dass die Gelenkschmerzen schlimmer werden, wenn du dann direkt mit 20-25 km loslegst? Ich wäre da wohl da angsthasig mit einer kleinen Runde unterwegs um zu testen und du willst es aber direkt durchboxen?

Ethan
26.09.2014, 17:16
Ja, mit der Tür ins Glashaus, in dem man sitzt und nicht mit Steinen werfen sollte. :hallo:
Der Punkt geht an dich. 1:1. :hallo:Wer im Steinhaus sitzt, soll halt nicht mit Gläsern werfen. Oha, übler Rohrkrepierer.

gecko
26.09.2014, 17:22
Entschuldigung!

Hast Du keine Angst, dass die Gelenkschmerzen schlimmer werden, wenn du dann direkt mit 20-25 km loslegst? Ich wäre da wohl da angsthasig mit einer kleinen Runde unterwegs um zu testen und du willst es aber direkt durchboxen?

Nein, es waren keine Schmerzen! Ich habe es oben schon zu beschreiben versucht. Ist echt schwer...
Es war einfach so eine gewisse...hm... Steifigkeit? vor allem morgens nach dem Aufstehen.
Die ersten paar Schritte des Tages waren immer etwas merkwürdig...ungelenk, das gab sich nach dem ersten Herunterschreiten der Treppe dann fast vollständig.
Nun ist es auch völlig abgeklungen und ich scharre mit den Hufen. Meine 20km Runde ist eigentlich eine 8, bei der ich in der Mitte der Strecke fast zu Hause vorbeilaufe. Sollte sich da also wieder was anbahnen, werde ich einfach abbrechen.
Ich hatte die Monate immer ein Pensum zwischen 130 und 180km im Monat, vollständig Problemfrei. Erst seit meinem 10km WK vor ein paar Wochen und den darauffolgenden längeren 20ern, hat sich das eingestellt. Deswegen bin ich ja auch vorsichtig.


Wer im Steinhaus sitzt, soll halt nicht mit Gläsern werfen. Oha, übler Rohrkrepierer.
Och, ich fand den gut :D

Pastis
26.09.2014, 17:24
Okay, verstehe. Ich habe gedacht, dass Du ggf. 10-12 km von zu Hause stehst und dann nach Hause laufen MUSST. So hast du ja die Wahl, aber hoffentlich klappt das jetzt einwandfrei. Nicht das am nächsten Morgen direkt alles wieder da ist. Ich drücke dir die Daumen - auch für einen trockenen Lauf ;)

dicke_Wade
26.09.2014, 18:00
Was ist denn hier passiert? Isses schon soweit? :D
Dein Fred wird geschrottet :D

Gruss Tommi

Lilly*
26.09.2014, 18:04
Hier das Wetter für Bargteheide am Sonntag, sieht gut aus für einen langen Lauf:

24123

gecko
26.09.2014, 18:18
@DickeWade: Ach was, ich revanchiere mich in einem Eurer Threads demnächst :teufel:
@Lilly35: :)

Dieter-58
26.09.2014, 20:33
Hier das Wetter für Bargteheide am Sonntag, sieht gut aus für einen langen Lauf:


Das verstehe ich jetzt nicht, es regnet doch nicht????

Und noch ein Hinweis für Alle, die es gerne feucht und kalt mögen, gibt es hier den passenden Verein:

Die Kaltduscher: 18. Heegbachlauf 2014 (http://www.die-kaltduscher.de/)

Beste Grüße, Dieter

Lilly*
26.09.2014, 20:41
Das verstehe ich jetzt nicht, es regnet doch nicht????

Für Gecko sieht es gut aus - er mag ja keinen Regen.

Gid
26.09.2014, 21:58
Ich habe es oben schon zu beschreiben versucht. Ist echt schwer...
Es war einfach so eine gewisse...hm... Steifigkeit? vor allem morgens nach dem Aufstehen.
Die ersten paar Schritte des Tages waren immer etwas merkwürdig...ungelenk, das gab sich nach dem ersten Herunterschreiten der Treppe dann fast vollständig.
Das hat nichts mit Laufen zu tun ... ich sach nur: Das Alter hat nix Schönes :zwinker5:

Ach ja, die haben deinen Thread hier ja ganz schön geschreddert.

Gruß
Gid

gecko
28.09.2014, 11:56
Back2topic...
Leider mit einer doofen Überschrift:

Kein RunnersHigh heute....

Heute Morgen habe ich eine 23km Runde gedreht. Mein Ziel war es dieses Mal das Ganze in langsamerem Tempo zu bewerkstelligen als am letzten Sonnabend, und zwar so, wie ich einen Marathon angehen würde.
Letzten Sonnabend wollte ich sehen, wie schnell ich die 20km hinbekomme und habe das in -für mich fabulösen- 96 Minuten geschafft, also eine Pace von knapp 4:50 (Das nur noch mal zur Erinnerung, weil hier iim Faden inzwischen etwas der Wurm drin war :D )
Aber heute wie gesagt wollte ich es ruhiger angehen. Ich habe mir einen Schnitt von um die 5:20 vorgenommen, so dass ich bei einem Marathon gut unter 4 Stunden ins Ziel käme und noch etwas Luft hätte, wenn ich einen Hänger bekäme oder gegen die berüchtigte Wand liefe....
Am Ende kam eine für mich SEHR interessante Erkenntnis dabei heraus, allerdings kommt vor dem Ende ja der Anfang und die Mitte und heute war irgendwie nicht mein Tag. Also das Tempo konnte ich gut halten, aber von Anfang an hatte ich schwere Beine und die wurden auch nicht leichter heute. Keine Schmerzen, aber diese müde Steifigkeit von der ich weiter oben schon gesprochen habe, wollte nicht weichen. Ein Schnitt von 4:50 wäre heute auch theoretisch zu keiner Zeit drin gewesen.
So lief ich also heute relativ angespannt durch die Landschafft, weil sich einfach kein Grinsen einstellen wollte und ich die ganze Zeit darauf gewartet habe, dass irgendwas passiert.
So und jetzt zu der Erkenntnis:
Als es auf die 20km zuging fing -genau wie am letzten Sonnabend- die Müdigkeit an in Aua überzugehen. Kein partielles Aua, dass mir eine überlastete Sehne oder einen beginnenden Krampf aufzeigen würde, sondern ein allgemeines Aua, dass mein ganzes Fahrwerk betraf. Füsse, Leisten, Oberschenkel, Knöchel, alles wurde schwer und es lief sich wie mit kaputten Stoßdämpfern. also exakt das Selbe wie letzte Woche, nur 10 Minuten langsamer UND (Jetzt kommt die Erkenntnis) Mit VIEL mehr Luft! Also ausser Puste war ich gar nicht, kein Stück, ich habe bis zum Schluss meinen 4er Atemrythmus beibehalten können. Puls messe ich nicht, aber viel über GA1 dürfte ich nicht gelegen haben.

Was sagt mir das?
Klar ist die Puste ein limitierender Faktor, wenn man schnell läuft, aber der Rest vom Körper auch. Derzeit ist mein Limit also scheinbar so um die 20km, egal ob ich die langsam oder schnell laufe, nur dass ich im ersteren Fall noch Luft übrig habe und im zweiteren Fall eben nicht, weil da Luftlimit und Muskellimit zusammen am Ende ankommen.

Ein Marathon ist damit für mich noch genauso weit weg wie der Mond und der Respekt vor Leuten, die das schaffen noch mehr gewachsen.
Also um längere Strecken zu bewältigen muss ich wohl noch viel öfter lange Läufe absolvieren, wer hätte das gedacht :D

Aber am Ende des Laufes (Und sogar noch vor dem Frühstück) war die heutige Lauferfahrung eben genau das: Eine Erfahrung.

Und weiter gehts.....

cappucino15
28.09.2014, 12:23
Tja, gecko, willkommen im Club :D. Genauso bin ich auch unterwegs. Puste ist außer bei Intervallen überhaupt NIE das Problem. Aber iwann sind alle Muskeln hart, alles zwickt ein bißchen und iwie hab ich dann keine Lust mehr. Und diese Steifigkeit am nächsten Tag kenne ich auch. Manchmal sogar 2 Tage lang. Bin ja noch ein Stückchen älter als Du. Ärgert mich total, weil ich gern mehr machen würde, aber nicht darf/kann. Weil, wenn ich es übertreiben würde, vermutlich eine längere unfreiwillige Pause ansteht... Ich hoffe, allerdings, dass sich das noch verbessert...

Einen schönen Sonntag noch, und Dein Fred hat mich jetzt dazu motiviert, noch bißchen Haushalt fertig zu machen und dann ganz gemütlich 12km unter die Füße zu nehmen....

dicke_Wade
29.09.2014, 01:56
Also um längere Strecken zu bewältigen muss ich wohl noch viel öfter lange Läufe absolvieren, wer hätte das gedacht :D
Auch von mir "Willkommen im Club" :D Auch langes Laufen lernt man nur durch häufiges langes laufen :wink: Aber Geduld, das wird alles schon noch :)


Und diese Steifigkeit am nächsten Tag kenne ich auch. Manchmal sogar 2 Tage lang. Bin ja noch ein Stückchen älter als Du. Ärgert mich total, weil ich gern mehr machen würde, aber nicht darf/kann.
Dehnst du denn fleißig? Würde ich mich nicht regelmäßig (also zwei bis drei mal die Woche gründlich, nach den Läufen direkt aber nur sehr kurz) dehnen hätte ich die gleichen Probleme und etwas später Sehnenentzündungen. Mittlerweile weiß ich auch die Blackroll sehr zu schätzen.

Gruss Tommi

Gid
29.09.2014, 06:59
Mittlerweile weiß ich auch die Blackroll sehr zu schätzen.
Ich kann die Wunder-Rolle auch nur empfehlen. Ich mache die Übungen jeden 2. Tag kombiniert mit Kraftübungen. Mir persönlich hilft auch Schwimmen sehr gut.

Vielleicht sind die 5:20 aber einfach noch zu schnell für die Strecke. Für mich z.B. ist das auf flacher Strecke WK-Tempo. Ich spüre auf jeden Fall 20 km in dem Tempo. Auch wenn das für dich konditionell kein Problem mehr ist, aber 20 km sind schon eine Strecke und es ist halt mehr als 2 mal 10 von der Belastung her. Auch wenn das dir so kurz vor dem WK nicht hilft, aber lauf die Strecke das nächste mal langsamer, 5:40 oder noch langsamer. Ist für dich natürlich schon sehr schleichend, aber kannst dir ja ein Buch mitnehmen :wink: Ich kann Tommi aber nur zustimmen. Das bekommst du schon in den Griff :nick:

Gruß
Gid

gecko
29.09.2014, 10:08
Moin Moin allerseits,

Die heutige Überschrift lautet:

Beine wieder fit, Laufsachen vergessen, Scheisse,,,,,


Nachdem ich gestern durchaus den ganzen Tag mit müden Beinen und schmerzenden Füßen zu kämpfen hatte, ist heute wieder alles wie neu.
Das war gestern vor allem deswegen etwas nervig, weil bei uns die 700Jahfereier der Stadt als großes Mittelalterspektakel inzeniert wurde und ich statt die Füße hochzulegen und zu kühlen, den ganzen Tag auf den Beinen sein musste und einen Großteil dieser Zeit auch noch mit (m)einem dreijährigen Ritter auf den Schultern, der mir dauernd sein Holzschwert und seinen Schild ins Gesicht gerammt hat vor Freude, zugebracht habe. Oben Aua, unten sowieso Aua... alles in Allem: Gestern Aua !

Wie auch immer, dass ich heute wieder gefühlt frisch und fit bin, ist schon irre! Als ich früher mal als junger Hüpfer (zarte 19) meinen bis heute einzigen offiziellen 20km Lauf absolviert hatte, war ich zwei Wochen lang out of Order... Schlimmer Muskelkater, Schienbeinkantensyndrom.... Ok, ich war damals untrainiert und war einfach so mal eben mitgelaufen, da kann das schon mal passieren. Immerhin hatte ich extra für den Tag sogar aufgehöhrt Kette zu rauchen und war sogar einigermaßen nüchtern (Ich war damals "etwas" schräg drauf), trotzdem ist es eine neue Erfahrung für mich jetzt im fortgeschrittenen Alter, dass man einen Tag nach einem 23km Lauf gleich wieder weitermachen könnte.. und vor allem auch gerne MÖCHTE!!
So eine verfi... Schei.... die Sonne scheint und meine gepackte Sporttasche liegt zu Hause.
Heute also kein Lauf um die Alster :(

@Cappuchino: Danke, wünsche ebenfalls einen schönen Sonntag gehabt zu haben und wir schaffen das schon noch, mit dem lange Laufen. Drannbleiben heißt die Devise. Ein Freund meiner Eltern ist jetzt gerade 77 geworden. Der hat erst mit 40 angefangen zu laufen, hatte mit 47 seine Marathonbestzeit (3:20) und hat dann bis in die hohen 60er hinein weltweit alle Marathons mitgenommen, die er unter die Füße bekommen konnte. Laufen tut der immer noch, da haben wir beide also noch ein Ziele ;)

@DickeWade: Tja wie gesagt, wer hätte das gedacht, dass man lange laufen auch lange üben muss :D Heute gehts mir ja wieder gut, ich freu mich schon auf den nächsten LaLa! Und auch wenn der zweite Teil Deiner antwort Cappuchino galt: Ja, ich dehne mich nach dem Laufen immer sehr gründlich

@LiveLove: das ist echt schwierig! 5:20 kam mir schon sehr gemütlich vor. Aber genau das war ja der Witz, dass ich den selben körperlichen Erschöpfungsgrad erfahren habe mit 5:20 wie eine Woche zuvor mit 4:50, nur dass eben theoretisch noch Puste dagewesen wäre. Ich verstehe diese Dikrepanz sowieso nicht genau, weil "muskuläre Erschöpfung" und "Puste" ja nicht zwei voneinander unabhängige Dinge sind. Immerhin versorgen wir ja mit "Puste" die Muskeln....
Ich werde es trotzdem ausprobieren am nächsten Sonntag und mal so um die 5:40 laufen, ich bin einfach gespannt, ob sich das am Ende eines Laufes tatsächlich doch noch anders anfühlt. Ein solches Ergebnis hätte ich eben auch schon gestern erwartet, da ich immerhin 30sekunden/km langsamer gelaufen bin als die Woche davor.
Es schient aber wirklich eher an der Strecke an sich zu liegen, als am Tempo.
Ist wohl wie bei den Kalorien, die verbrennt man ja auch nach Strecke und weniger nach dem gelaufenen Tempo :)

dicke_Wade
29.09.2014, 11:08
@LiveLove: das ist echt schwierig! 5:20 kam mir schon sehr gemütlich vor. Aber genau das war ja der Witz, dass ich den selben körperlichen Erschöpfungsgrad erfahren habe mit 5:20 wie eine Woche zuvor mit 4:50, nur dass eben theoretisch noch Puste dagewesen wäre. Ich verstehe diese Dikrepanz sowieso nicht genau, weil "muskuläre Erschöpfung" und "Puste" ja nicht zwei voneinander unabhängige Dinge sind. Immerhin versorgen wir ja mit "Puste" die Muskeln....
So diskrepant ist das gar nicht :wink: Klar brauchen die Muskeln Sauerstoff, aber eben auch nur dazu, um mit Kohlenhydraten zu Energie zu regenerieren und im anaeroben Bereich ist da nicht einmal mehr Sauerstoff nötig. Geht zwar nicht lange aber geht eben. Soviel von meiner laienhaften Biochemie dazu. Aber beim Muskel spielen noch andere Faktoren mit rein. Dies da wären die schlichte Ermüdung, die mit der Energiebereitstellung nicht viel zu tun hat. Ein Ultraläufer beispielsweise führt sich permanent Energie zu, sonst könnte er nicht 10...20 und mehr Stunden laufen. Die Glykogenspeicher sind dann vielleicht recht leer aber übers Blut wird permanent Energie bereit gestellt. Dennoch ermüden die Muskeln zunehmend. Und diese Ermüdung weiter und weiter nach hinten zu schieben, das geht nur mit ausdauernden und vielen langen Läufen und dazu ist das Tempo relativ unwichtig. Die Muskeln müssen halt nur lernen lange bewegt zu werden. Der zweite wichtige Faktor ist der Kopf. Der suggeriert einem einfach auch mal, dass die Beine müde sind, obwohl die Muskeln durchaus noch lange können. Auch das muss man lernen, außer acht zu lassen.

Gruss Tommi

gecko
29.09.2014, 11:18
Moin Tommi,

ja das leuchtet alles ein. Ich auch keineswegs enttäuscht oder entmutigt. Im Gegenteil, alleine die Tatsache, dass ich mich heute bereits wieder pudelwohl fühle, spricht ja für meinen bisherigen Werdegang seit Februar. Ich kann mit Fug und Recht behaupten: So fit, wie aktuell, war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Nicht einmal als Jugendlicher (Da war ich mehr so der langhaarige Bombenleger, der sich in Heavymetal Kneipen rumtrieb) Hier mal ein Foto von '97 bei der jährlich ausgerichteten Bierkistenrally meiner Deutschrockband:
24183
Wobei "Jugendlich" ist bei dem Foto relativ relativ... da bin ich 28 :D

Ich bin auf jeden Fall motivierter denn je :)

GlücksKind
29.09.2014, 11:37
Jaaaa ich hatte ja auch ne ähnliche "Langlauferfahrung". Bis zu dem Zeitpunkt war ich echt der Meinung solange ich langsam laufe schaffe ich jede Distanz. Diese Meinung änderte sich bei mir am 09.08.2014 als ich langsam 25 km laufen wollte - von der Puste her konnte ich locker und für meine Verhältnisse lief ich den 21km bevor ich aufgab auch noch recht schnell mit ner 7er Pace aber meine Körper wollte dann einfach nich mehr. Du machst es genau richtig, dran bleiben ... und moderat steigern. Ich steiger meine langen Läufe aktuell maximal um 2km pro Woche und fahre damit ganz gut aber das is bei jedem sicher etwas anders. Ich lauf auf jeden Fall gut damit und bin mit ner 6er Pace noch nichmal arschlangsam :D So wie ich das bisher gelesen habe haste ja viel auf Tempo für deinen 10er trainiert. Jetzt die Distanz zu trainieren is sicher ne andere Hausnummer und da musste dich erstmal reinfuchsen. Aber ich bin davon überzeugt das du das meistern wirst :nick:

gecko
29.09.2014, 11:48
Ja den Unterschied zwischen lalala (Bitte mit einer beliebigen Melodie vor sich hin singen) und LaLa lerne ich gerade kennen :)
Auf 10km kann man relativ schnell trainieren, weil einem die Biologie keinen so starken Riegel vorschiebt. Ab 20km ist die Art der Belastung und der Ermüdung offenbar eine gänzlich andere. Das ist allemal sauspannend gerade und honoriert in meiner Wahrnehmung auch entsprechend die Leistung von Marathonis (Oder wie heissen die??? Marathoniten? Marathonen und Marathoninnen? Marathöne?) und Ultras!

dicke_Wade
29.09.2014, 11:54
Marathonetten? Marathoneusen? :D

cappucino15
29.09.2014, 12:17
Tommi, direkt nach dem Laufen dehnen finde ich unangenehm. Ich dehne mich (wenn mein Schweinehund nicht grad wieder obsiegt....) mindestens jeden 2. Tag, vorm Kampfsport sowieso. Und die Blackroll geb ich nicht mehr her, auch wenn ich jedemal Tränen in den Augen habe...

dicke_Wade
29.09.2014, 22:43
So geht es mir ja auch, je intensiver oder länger der Lauf war desto unangenehmer finde ich das Dehnen. Daher kommt das dann nur kurz.

Gruss Tommi

gecko
30.09.2014, 14:08
Die Überschrift heute lautet

8km in PB (Zumindest was meine Alsterrunden zur Mittagszeit anbelangt)

So, nachdem ich mich heute eigentlich auf eine nasse Runde eingestellt hatte, blieb es wieder Erwarten trocken und dazu noch Piewarm...
Das Resultat war, dass ich trotzdem nicht trocken blieb, denn da ich VIEL zu warm angezogen war, schawischawaschawitzzzzzte ich doch nicht ganz unerheblich... Mein Zustand nach dem Lauf:

Gefühlte 16 Liter Flüssigkeitsverlust, ein Lauf in ganz merkwürdig, schwülfeuchtem Klima, dass eher an den Regenwald erinnerte, als an Hamburg kurz vor Oktober. Mit leichter Irritation ob dieser thermologischen Exentrizität und triefenden Schritten, lief ich geradezu beschwippst federnd ins Büro zurück.

Geschwurbelter hätte auch Bukowski das nicht ausdrücken können :D Hab mir echt Mühe gegeben....

Und obwohl ich irgendwie nicht das Gefühl hatte, heute besonders gut drauf gewesen zu sein, da mir bereits nach 2km das Gefühl auf den Pelz rückte keine Puste mehr zu haben, kam eine ansehnliche Runde dabei heraus:
Angesetzt war heute eine Temporunde, mit Fokus auf schnelle 5km . Here we go:

1 - 04:33
2 - 04:22
3 - 04:28
4 - 04:19
5 - 04:19 > 22:04min > Zufriedenes Grinsen trotz akuter Atemnot an dieser Stelle
6 - 05:05
7 - 04:49
8 - 04:28

Strecke: 8,01km
Zeit: 36:30
Pace: 04:33

Alles in Allem ist einer meiner besten Trainingserfolge seit Februar, dass ich es mittlerweile schaffe von völliger Atemlosigkeit und sehr hohem Puls innerhalb eines Kilometer wieder runterzukommen und danach noch eine Weile zügig weiterlaufen zu können. Die Regenerationszeit nach akuter Anstrengung ist phänomenal besser geworden. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Runden im Februar. Da war meine 8k Alterrundenzeit noch so zwischen 47 und 52 Minuten und ich war am Ende so platt, dass ich den letzten Kilometer zurück ins Büro meist gehen musste, weil Laufen nicht mehr drin war.

Bin zufrieden :)

gecko
30.09.2014, 15:32
So, jetzt muss ich mal eine Lanze für Runtastic brechen.
Ich habe mich gerade nach langem Zögern doch mal für ein Jahr Gold Mitgliedschaft entschieden und ich muss sagen, dass die erweiterten Statistiken und die Rekorde eine tolle Sache sind. Da ich Runtastic wirklich zu 100% Konsequent genutzt habe seit Februar und sogar die Laufbandeinheiten manuell nachgetragen habe, ist eine tolle Übersichtlichkeit über den Trainingsfortschritt gegeben.
Ich bin ja zugegebenrmaßen empfänglich für so was und ich ziehe da durchaus Motivation raus.

So sieht das dann aus:

24213
24215
24217
24219
24221

Pastis
30.09.2014, 15:41
:daumen: Hammer! Habe mir die Charts soeben angesehen (sehr nette Aufbereitung) - was für eine Entwicklung! Supergeil!

Und Glückwunsch zum geschwurbelter Bukowski-Lauf heute!

Lilly*
30.09.2014, 15:50
Mich schwurbelt es nicht nur bei dem Laufbericht, mich schwurbelts noch mehr ob der genialen Entwicklung! :mundauf:

gecko
30.09.2014, 16:38
Danke :)
Aber im Ernst, das ganze Geheimnis ist in einem Wort zusammengefasst: Kontinouität!
Ich habe mir vorgenommen, die Regelmäßigkeit zu wahren und wenn daran rütteln, dann steigern und nicht reduzieren. Das hat funktioniert.
Gleichzeitig habe ich eben noch meinen Laufstil auf Vorfuß/Mittelfuß umgestellt und damit meine Schmerzprobleme (Knie/Schienbeine) in den Griff bekommen. Damit wiederum stieg die Lust am Laufen überproportional an und mir ist davon ein inverser innerer Schweinehund*
zugelaufen.


*Inverser innerer Schweinehund
Der inverse innere Schweinehund ist nur entfernt verwandt mit der bekannteren Variante, dem inneren Schweinehund Vielmehr ist der inverse innere Schweinehund das genaue Gegenteil. Nicht nur optisch (Der inverse innere Schweinehund sieht nach allgemeiner Wahrnehmung recht possierlich aus. Er wird oft als debil, infantil kicherndes Eichhörnchen beschrieben)
Nein vor allem die Art der Beeinflussung ist in diesem Falle Namensgebend: Man muss sich nämlich überwinden NICHT zu laufen!
Was klingt wie ein erstrebenswerter Zustand, ähnlich dem erreichen des Nirvana oder des Zen, hat im Alltag leider auch seine Nachteile.
Viele Mitmenschen verkennen diesen Zustand der Erleuchtung und sehen darin eher so etwas wie eine mittelschwere Psychose.
Vor allem Lebenspartner/innen können das Ganze zu einer gewissen Brianz führen, wenn ihre unzweifelhaft wohlmeinende Unterstützung darin besteht, einem einen Vogel zu zeigen....
Nichts desto trotz ist der inverse innere Schweinehund bei den befallenen Personen meist gern gesehen...
...Er grinst halt wirklich niedlich

Pastis
30.09.2014, 17:06
Du bist mein Vorbild! :daumen:

(ich lese und lerne: Ich brauche andere Haustiere...hihi)

cappucino15
30.09.2014, 23:14
gecko, mal ne kurze Frage zu Deinen Rundenzeiten: Läufst Du Dich da vorher ein, bevor Du die Uhr startest, oder ist das "von der Haustür weg" gemessen?

Lilly*
30.09.2014, 23:31
Testfrage:

Welche Situation erscheint Ihnen realitätsnäher:

1) Das infantil debil kichernde Eichhörnchen flüstert: "ruhig jung... scheen langsam einlaufe.. bloß ned zu hinne los.."
2) Das infantil debil kichernde Eichhörnchen holt seine Fanfare raus und ruft: "Marcus, ab die Post, alle Platz da, wir koooooommen!!!

Lilly*
01.10.2014, 01:14
Da Geckos Laufberichte mich stets fröhlich und positiv stimmen und mir richtiggehend Lust aufs Laufen verursachen, während sich meine eigene Trainingshistorie liest wie das Tal der Tränen und ich danach am liebsten meine Laufschuhe bei Ebay verscheuern würde, habe ich jetzt beschlossen, mir auch ein Haustier zuzulegen. Und zwar dieses niedliche Eichhörnchen, das klingt sympathisch. Selbstgespräche führe ich sowieso schon beim Laufen, gern auch davor oder danach, also besteht keine Gefahr, dadurch psychischen Schaden zu nehmen (also kein Schaden, der nicht vorher schon da gewesen wäre..). Aber bisher führte ich diese Zwiesprache nur mit dem demoralisierenden fiesen Schweinehund. Ich denke, ich bringe ihn gleich morgen früh ins Tierheim und ersetze ihn durch ein zuckersüßes Nussmäuschen.

Gid
01.10.2014, 07:07
Mich schwurbelt es nicht nur bei dem Laufbericht, mich schwurbelts noch mehr ob der genialen Entwicklung! :mundauf:
Mich schwa..., schwo... ach ich bin einfach beeindruckt, dass gecko das mit so wenig Jahreskilometern hinbekommen hat. Und bei allem Neid find ich das doch sehr motivierend solche Beispiele zu sehen. Und was mich für ihn richtig freut, dass ihm das ganze ohne Verletzung geglückt ist, was bei der Steigerung nichts ungewöhnliches wäre. Und mir fällt folgendes ein:
"Warum soll ich im Training langsam laufen? Ich weiß, wie man langsam läuft. Ich will lernen, schnell zu laufen." (Emil Zatopek)

gecko
01.10.2014, 09:51
Guten Morgen allerseits :)

in chronologischer Reinfolge:

@Pastis: Ein Vorbild, soso.... na das ist mir bisher noch nie geglückt. Ich werde es meiner Frau berichten, da kann sie sich gerne mal 'ne Scheibe von abschneiden. Viel Erfolg bei der Suche nach dem neuen Haustier!

@LatteMachiato15: Es ist ein bisschen von Beidem. Ich habe einen knappen Kilometer Weg bis direkt an die Alster. Die eigentliche Runde ist ja nur 7,4km lang. Diesen ersten Kilometer laufe ich zumeist etwas entspannter an, als den Rest, außerdem sind da noch drei Ampeöphasen dabei, bei denen man zwangsläufig auch noch jeweils eine kurze Pause macht. Ich habe Runtastic so eingestellt, dass bei Stillstand automatisch pausiert wird. Richtiges "Warmlaufen" betreibe ich aber in der Regel nicht, auch kein vorheriges Dehnen, das halte ich eher für kontraproduktiv. Nach Vollenden der 8km halte ich an und dehne mich ausgiebig (und schalte Runtastic ab, damit ich immer exakt die 8km als Referenz habe) Den letzten (knappen) Kilometer zurück ins Büro trabe ich dann ganz langsam, oft mit kleinen federnden Schritten im "echten" Ballenlauf, also wirklich ganz ohne die Ferse den Boden berühren zu lassen. Da ich diesen Kilometer nie in Runtastic erfasse, kommen auf meine Jahreslaufleistung bestimmt noch so 60-70km oben drauf.

@Lilly: Auch Dir Gratulation zu Deiner Entscheidung, Dir ein neues Haustier zuzulegen! Das mit den Selbstgesprächen kenne ich, die führe ich auch (Gottseidank nur in Gedanken, so dass ich bisher auf freiem Fuß geblieben bin). Ich weiß ganz ehrlich nicht so ganz genau, was gerade mit mir los ist. Ich bin eigentlich keiner von diesen konsequenten, disziplinierten Typen. Ich habe einen Vollzeitbürojob, den ich schrecklich finde, zwei Kinder (3 und 7) die ich toll finde und eine Frau die ich schrecklich toll finde. Den Job darf ich nicht vernachlässigen, Kinder und Frau will ich nicht vernachlässigen. Zeit für einen selber bleibt da nicht viel. Theoretisch bin ich auch noch (Hobby)musiker und trete seit Jahren auch als Singer/Songwriter auf, nachdem 2010 ich meine Band verlassen habe, das kommt auch viel zu kurz in letzter Zeit.
Ich glaube, dass das alles die Gründe sind, dass ich im Laufen so viel Freude gefunden habe. Ich möchte sogar das starke Wort "Erfüllung" bemühen. Vielleicht ist es auch eine Art Überkompensation, aber wenns wirkt... :)

@LiveLoveRun: Das tut mir jetzt aber weh :D "...so wenig Jahreskilometer.... " Das ist für mich bis hierhin unfassbar viel!
Aber ich gebe Dir natürlich Recht. Ich schätze mal ein ambitionierter Marathonläufer kommt locker auf seine 2500-5000km im Jahr, da bin ich noch weit von weg.... Ich schätze, dass ich dieses Jahr mit 1200km abschließen werde. Nun muss man dazu sagen, dass ich erstens erst im Februar angefangen- und zweitens das Pensum im Laufe der Monate konsequent, wenn auch langsam gesteigert habe. Die letzten Drei Monate waren ein Schnitt von 153km, in den Monaten Februar bis April waren es noch 76km im Mittel.
Wenn ich also mal eine optimistische Hochrechnung für 2015 wagen darf, knabbere ich im nächsten Jahr dann vielleicht schon an der 2000km Marke. Ich gebe Dir auch ein weiteres Mal Recht: Dass ich das bis hierhin nahezu verletzungsfrei geschafft habe, ist nicht nur irgendwie klasse, das ist der absolute Motivationsmotor für mich! Da smuss auch so bleiben und darum gibts den ersten Marathon auch frühestens 2016!
PS: War Emiel Zapotek nicht dieser Typ, der immer in Springerstiefeln mit einem angeblich furchtbaren Laufstil einfach immer durch den Wald gerannt ist zum Trainieren?

gecko
01.10.2014, 13:04
Und weiter gehts... Die Überschrift heute lautet:

Ihhhhh Intervalltraining...

Da ich heute irgendwie wieder frische Beine hatte, beschloss ich meinen entspannten Regenerationslauf auf morgen zu verschieben und mal ein Intervalltraining zu versuchen. Die Intervalle habe ich so eingestellt:
"normal" 5:45 - 4:45
"schnell" 4:45 - 3:45

Ich habe mir mit Runtastic einen Intervall gebastelt, der genau zum Streckenprofil meiner 8km Alsterrunde passt. Hier mal gleich mit meinen heutigen Zeiten:

1km langsames Einlaufen (TM Cappucino :D ) - 5:24
1km Schnell - 03:47
1km Normal - 05:11
1km Schnell - 03:59
1km Normal - 05:42
1km Schnell - 03:59
1km Normal - 05:40
1km Schnell - 04:10

Und dann den letzten Kilometer nach dem Dehnen gemütlich nach Hause traben :)
Im Schnitt also ungefähr gleichschnell wie gestern, allerdings mit deutlich heftigerem "Nukannichbaerauchnichmehr" Faktor :D
Mein Ziel war es, in den langsameren Parts die Atmung wieder komplett zu normalisieren (4er Rythmus) und das hat auch geklappt. Der Puls bleibt aber nach dem ersten schnellen Intervall trotzdem deutlich über dem "Trabepuls" den ich sonst habe, wenn ich durchgehend langsam laufe. Ich messe den zwar nicht, aber das merkt man dann schon.

Heute Abend gehe ich noch ins Fitness Studio, da werde ich noch ein paar gemütliche Kilometer barfuß und rückwärts laufen (Mal ausprobieren)
und danach ein paar Kniebeugen mit moderatem Gewicht absolvieren, sowie ein paar Dips und ein büschn Latziehen und dann: Ab in die Sauna!!

Lilly*
01.10.2014, 13:44
Mein Ziel war es, in den langsameren Parts die Atmung wieder komplett zu normalisieren (4er Rythmus) und das hat auch geklappt.

Das nennt man dann Tempohärte, oder? Ist ein sehr gutes Training! Der Effekt ist noch mal völlig anders, als bei 1000er Intervallen mit richtiger Erholungspause (Gehpause oder kurz stehenbleiben und einen Schluck trinken), finde ich. Ich habe das auch versucht, der Unterschied ist enorm. Der Körper wird dran gewöhnt, trotz hoher Belastung (nach dem schnellen Intervall) weiterzulaufen. Da ist es kein Wunder, wenn dein Puls selbst in den "langsamen" Streckenabschnitten nicht ganz runtergeht. Jedenfalls am Anfang. Mach das ein paar Mal und du müsstest merken, dass der Puls sich schneller beruhigt und du das besser wegsteckst.


Das mit den Selbstgesprächen kenne ich, die führe ich auch (Gottseidank nur in Gedanken, so dass ich bisher auf freiem Fuß geblieben bin).

Das ist so nicht ganz richtig. Das ist sozusagen falsch. Ich habe den Laufbericht von dir zum Alster-Lauf gelesen. Dort hast du deine leicht shizophren anmutenden Zwiegespräche öffentlich gemacht. Ich hatte aber nicht den Gedanken, dass man dich einweisen sollte. Nein, ich habe laut gelacht und war tierisch erleichtert, dass es neben mir auch noch andere Menschen gibt, die beim Laufen genau so abgehen.

Im Zen Buddhismus nennt man es übrigens monkey-mind, bzw. Affengeist.
Buddha beschrieb den menschlichen Verstand als gefüllt mit einer Horde betrunkener Affen.
Diese Beschreibung ist wunderschön, treffend und irgendwie belustigend. Und wenn selbst Buddha himself eine Horde betrunkener Affen im Kopf rumspringen hatte, dann sind wir wohl ganz normal. Und jetzt haben die Äffchen auch noch einen neuen Kumpel - das Nussmäuschen. :)

gecko
01.10.2014, 14:18
Hi Lilly,

ja das soll dann mal sowas wie Tempohärte werden, ich stehe da ganz am Anfang, was mein Wissen dazu anbelangt, von Erfahrungswerten ganz zu schweigen...
Die 8km Alsterstrecke scheint mir aber sehr geeignet dafür, weil man viel variieren kann und die Streckenlänge ganz gut passt. Mal sehen was dabei herauskommt.

Meine fortgeschrittene Shizophrenie mache ich im Forum natürlich gerne öffentlich, schließlich bin ich hier unter vielen, ebenso schwer verstrahlten, Menschen. Was ich vielmehr meinte war, dass ich gottseidank beim Laufen die Klappe halte und nicht am besten noch mit zwei verschiedenen Stimmen mit mir selber streite und mich abwechselnd Ohrfeige oder in den Hintern trete und dabei mein Smartphone streichel und "....Mein Schatzzzzzzzzzz.........." zischel.....

Buddhismus.... hm das ist wirklich ein schönes Bild mit den Affen :)
Soweit ich weiß, ist der Buddhismus die EINZIGE Religion, die noch niemals in ihrem Namen Menschenleben gefordert hat. Keine Missionierungen, keine Gewalt, keine Eiferer... wirklich eine rundum gelungene, weil friedliebende, Lebeneinstellung.

cappucino15
01.10.2014, 15:19
Oh bin ich befördert worden???? LatteMacchiato, das geht runter wie Butter!!!!

gecko, ich les den Output Deiner Affenhorde total gern!

Das mit dem Buddhismus stimmt leider nicht ganz, auch da gab es schon kriegerische Strömungen, war aber alles in Asien und ist schon lange her. Im Vergleich zu allen anderen Weltreligionen hat Du aber trotzdem recht.

Lilly*
01.10.2014, 15:52
gecko, ich les den Output Deiner Affenhorde total gern!

Er kann locker das monkey-mind von Frau Schmitt überbieten. Und das meine ich ernst. Mach doch mal ein Reload von "Jubiläumsbecher in der Busspur".

Gid
01.10.2014, 19:23
@LiveLoveRun: Das tut mir jetzt aber weh :D "...so wenig Jahreskilometer.... " Das ist für mich bis hierhin unfassbar viel!
Der Umfang ist schon ok, m.E. für das erste Jahr sogar an der oberen Grenze. Es geht nur um deine Entwicklung dabei.

Zatopek hat 1952 olympisches Gold über 5000 m, 10000 m und im Marathon gewonnen. Er hat eigentlich nur Intervalltraining gemacht und wurde kritisiert, dass er gar keine langsamen Läufe für die Grundlagenausdauer macht. Das Zitat ist die Antwort darauf. Und warum dieses Zitat? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du deinen HM in 01:39:00 beenden willst. Wenn (rein theoretisch :D) ich für diese Zeit trainieren würde und gehe mal von 160 km/Monat aus, dann wäre das eine Beispiel Woche:

Montag:
Schwimmen
Kraft/Stabi

Dienstag:
ruhiger Lauf 7 km in 5:30 min/km

Mittwoch:
ruhiger Lauf 5 km in 5:30 min/km
Kraft/Stabi

Donnerstag:
TDL
1,5 km Einlaufen 5:30 - 5:45 min/km
7 km in 4:35 min/km
1,5 km Auslaufen 5:30 - 5:45 min/km

Freitag:
ruhiger Lauf 5 km in 5:30 min/km
Kraft/Stabi

Samstag:
Schwimmen

Sonntag:
LaLa 20 km: 5:30 min/km die letzten 5 km Endbeschleunigung in 4:40 min/km

D.h. also nur eine Tempoeinheit pro Woche abgesehen von der Endbeschleunigung beim LaLa. Alle 4 Wochen Umfänge um 1/4 reduzieren, kein langer Lauf und keine Tempoläufe, d.h. alles in 5:30 min/km.

Jetzt vergleiche das mal mit deinem Training :)

Gruß
Gid

gecko
02.10.2014, 10:14
Moin Gid,

danke für Deine ausführliche Antwort und den detaillierten Einblick in eine Trainigswoche, das ist sehr interessant!
ja, da ist natürlich ordentlich Struktur drin, wobei der (Lauf)Umfang gar nicht mal viel höher ist, als mein derzeitiger. Auf 40-50km komme ich mittlerweile auch (3x8km und 1xLala mit 18-23km)
Das Schwimmen fällt bei mir weg und was Du unter Kraft/Stabi verstehst (Intensität/Dauer?) weiß ich nicht, allerdings mache ich auch drei - fünfmal die Woche morgens meinen kleinen Zirkel aus Liegestütze, Klimmzügen und Kniebeugen/Good Mornings... Dauer jeweils so 20 - 30 Minuten.
Ich bin aber auch mehr so der Typ, der nach Gefühl läuft. Den Wochenumfang gebe ich mir schon vor, aber ob nun schnell oder langsam, intervall oder Regeneration... da höre ich auf mein Gefühl (Nur, dass das offenbar zwei Typen sind, die auch nicht immer einer Meinung sind, aber das ist ein anderes Thema :D )

Heute ist auf jeden Fall gemütlicher Regenerationslauf um die Alster angesagt, im wirklichen unteren GA1 Bereich. Einfach mal Wohlfühltraben.
Zu meinem gestrigen Exkurs "Rückwärts auf dem Laufband" komme ich dann später noch, das war ganz witzig :)

Gid
02.10.2014, 12:22
Moin Gid,

danke für Deine ausführliche Antwort und den detaillierten Einblick in eine Trainigswoche, das ist sehr interessant!
ja, da ist natürlich ordentlich Struktur drin, wobei der (Lauf)Umfang gar nicht mal viel höher ist, als mein derzeitiger. Auf 40-50km komme ich mittlerweile auch (3x8km und 1xLala mit 18-23km)
Es ging ja um das was-wäre-wenn also Theorie, d.h. deine Umfänge, dein HM-Ziel.


Das Schwimmen fällt bei mir weg und was Du unter Kraft/Stabi verstehst (Intensität/Dauer?) weiß ich nicht, allerdings mache ich auch drei - fünfmal die Woche morgens meinen kleinen Zirkel aus Liegestütze, Klimmzügen und Kniebeugen/Good Mornings... Dauer jeweils so 20 - 30 Minuten.
Genau so etwas in der Art!



Ich bin aber auch mehr so der Typ, der nach Gefühl läuft. Den Wochenumfang gebe ich mir schon vor, aber ob nun schnell oder langsam, intervall oder Regeneration... da höre ich auf mein Gefühl (Nur, dass das offenbar zwei Typen sind, die auch nicht immer einer Meinung sind, aber das ist ein anderes Thema :D )

Und jetzt kommen wir auf den Punkt. Wann hast du das letzte Mal eine Woche mit nur ruhigen Läufen gemacht? Also wirklich in dem Tempo, das du das Laufen eigentlich nicht spürst (Wohlfühldingens oder wie auch immer). Ein ruhiger Lauf kann im allgemeinen schon Spitzen haben, also dass du mal 100m, 200m oder auch 400m auf (theoretisches) WK-Tempo beschleunigst, aber der Lauf (>90%) soll sonst ruhig sein. Sonst sollte auch nur ein Lauf in der Woche wirkliches Tempo-Training der Rest ruhig (mit evtl. Spitzen). Ein langer Lauf ist grundsätzlich ruhig vielleicht mit Endbeschleunigung. Das ist die Theorie (man möge mich verbessern wenn ich falsch liege). Ich glaube du gibst halt gerne die Sporen und das hat mich zu dem Zitat von Zatopek gebracht "Ich weiß wie man langsam läuft ...". Ich finde das einfach bemerkenswert und mach das ruhig wenn du damit klar kommst. Die Theorie sagt halt was anderes :)

Gruß
Gid

gecko
02.10.2014, 14:18
Hi Gid,

Ah ok, so langsam kommen wir auf den Kern. Ja da hast Du wohl Recht. Es ist gar nicht so, dass ich immer Gas gebe bis ans Limit, aber es stimmt schon, dass ich mich damit schwer tue. so richtig gemütlich zu laufen. Genau das habe ich aber gerade getan und damit kommen wir auch zur heutigen Überschrift des Tages:

Gemütlich? Geht doch.... beinahe

Guten Tag alle miteinander,
meine gestrigen Pläne habe ich allesamtumgesetzt. Ich war abends noch im Studio und ja, ich bin auch 2km rückwärts auf dem Laufband.... äh... gelaufen. Und wiederum ja, es war den anderen Gästen eine gewisse Irritation/Belustigung anzusehen. Das war auch kein Wunder, denn auf dem Laufband ist das ganze Unterfangen deutlich wackeliger als in freier Wildbahn. Das vorgegebene Tempo (7km/h) plus die motorische Ungelenkigkeit am Anfang wegen der ungewohnten Bewegung sorgte für einige Stolperer :D Aber tatsächlich hat sich das nach wenigen hundert Metern eingegrooved und zum Schluss konnte ich sogar ohne Kontakt zu den Haltegriffen mal kurz auf vorwärts wechseln um die Parameter abzulesen und wieder zurück. Na ja, fühlt sich komisch an, läuft aber ganz gut und man kommt schon nach viel kürzerer Zeit ordentlich ins Schwitzen, obwohl es einem nicht sehr anstrengend vorkommt...

So, heute war dann meine GEMÜTLICHE Alsterrunde angesagt. Ich habe Runtastic zwar mitlaufen lassen, allerdings den Ton abgestellt, ich wollte nix wissen heute, sondern einfach mal in meinem absolut natürlichsten Trabetempo laufen und hinterher sehen, was für ein Tempo dabei dann herausgekommen ist. Ich hätte es auch FAST geschaft durchzuhalten, aber einen kurzen Schlusssprint über die letzten 400m konnte ich mir einfach nicht verkneifen und das kam so:

Ich lief heute mit meinem Arbeitskollegen, der aus orthopädischen Gründen eh nicht mehr fix laufen darf. So waren wir dann gemptlcih brabbelnd unterwegs und liefen dabei trotzdem auf ein Läuferpaar auf, dass eine Spur langsamer war als wir.
Sie: Grüne Glanzshorts Marke 80er Jahre, Pferdeschwanz und Wackeldackelstyle, vielleicht Mitte/Ende 20, nciht gerade dick, aber auch alles Andere als athletisch.
Er: Total verschwitzt, leichtes Übergewicht, Dicke William Wallace Waden und Hipsterbärtchen, bereits ordentlich am Schnaufen und sichtlich am Limit.
So liefen wir dann an den beiden vorbei und dann gings los:
Sie: "Los, da belieben wir jetzt dran, kann ja wohl nicht sein...."
Er: "pffffhh pfffhhhh phhhhh" (Atemgeräusche)
Sie: "Siiiimon, jetzt komm, so schnell sind die nu echt nicht"
Er: "Ey, ihr beiden da vorne, könnt Ihr bitte langsamer laufen, damit wir dranbleiben?"
Wir alle vier: "Gacker Lach, Kicher...."

Na ja wir setzten uns langsam ab und die Beiden waren schon bald so weit hinter uns, dass ich sie gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.
Dann kurz vor Schluss kommt das Mädel mit einem Male an uns vorbei und ruft dabei fröhlich "Nanu? Was ist denn hier los?" sichtlich befriedigt, dass sie uns eingeholt hatte und nun sogar noch ÜBERholte. Das sei ihr von Herzen gegönnt, aber trotzdem reichte ein Blickwechsel zwischen mir und meinem Kollegen, um alle Sicherungen kurz aus- und in den Testosteronmodus umzuschalten.
SELBSTVERSTÄNDLICH haben wir die Kleine voll abgezogen mit einem Schlusssprint, der sich gewaschen hat. So richtig mit: ATAAAAACKE !!!!!! :D

Gutgelaunt kamen wir letztlich alle ins Ziel, das Mädel eben ein bisschen nach uns und ihr Laufkumpan, so ca. 4 Minuten später.... wir haben uns noch nett unterhalten, uns ein bisschen getriezt und viel gelacht.
Eine gelungene Mittagspause :)

Ach ja... ein Blick auf Runtastick offenbarte dann mein Lauftempo, dass ich anschlage, wenn ich es gemütlich angehe: 5:30er Pace.
Noch langsamer würde jetzt echt schon wieder anstrengender. Passt für mich.

PS: Ich schireb oben, mein Kollege darf eigentlcih nicht mehr schnell laufen, aber Sicherung ist Sicherung und natürlich hatte er sein Handycap kurzfristig ausgeblendet. Genau wie ich meine Vorsätze. Männer.... :klatsch::teufel:

gecko
05.10.2014, 14:07
Die heutige Überschrift lautet:

Licht und Schatten
Guten Tag liebe Läuferinnen und Läufer
Auch heute hieß es wieder LaLa hurra... :)
Nachdem ich gestern nur eine kleine, sehr genmütliche 5km Runde gelaufen bin habe ich heute morgen wieder meinen langen Lauf absolviert.
Heute war "nur" meine 15km Strecke auf dem Plan, denn ich bin etwas zu spät aus dem Bett gekommen, um meine Familie noch länger auf ihre verdienten Brötchen warten zu lassen.
Das fing auch alles gut an, EIGENTLICH wollte ich ja LiveLoveRuns Worte beherzigen und einfach mal mit GA1 Pace die Runde absolvieren, aber nachdem der erste Kilometer schon wieder bei 4:50 lag und mein "Lauf Forrest Lauf" Teufelchen dummerweise heute wacher war als das "Mach mal langsam" Engelchen, wurde das auch bis Kilometer 6 nicht mehr besser. den sechsten km lief ich sogar mit unter 4:40. Erst als ich direkt danach den Atemrythmus auf 3er umstellen musste, habe ich Tempo rausgenommen, denn ich wollte schon im 4er bleiben.
Eine angenehme Überraschung war, dass ich mit einer glatten 5:00 schon wieder im 4er gelandet bin und direkt danach hat mein Iphone den Akkugeist aufgegeben ....
Ich habe dann keine weiteren schnellen Kilometer mehr gemacht und schätze, dass ich auch ungefähr so ins Ziel gekommen sein dürfte.

Es gab aber noch einen Aha Effekt: Nämlich, dass ich die schnelle Pace keinesfalls ins Ziel hätte retten können. Zum Schluss hin (also wir reden hier von den Kilometern 11-15) wurden die Beine überraschend schnell müde.
Ich habe mich gefragt wie ich vor 3 Wochen die 21km in 1:46:00 geschafft habe und seitdem immer diese Ermüdungserscheinungen habe und dann viel es mir ein: Bei dem schnellen HM TDL hatte ich tatsächlich Powerriegel dabei, die ich mir bei Kilometer 10 und 15 gegeben habe.
Vielleicht hat das ja auch was damit zu tun, das werde ich beim nächsten Mal testen, es gibt ja genug Leute hier die sagen, dass man bis HM Distanz eigentlich nicht zwingend was einschieben muss. Spannendes Thema und einen schönen Sonntag noch ! :)

Lilly*
05.10.2014, 20:01
Für meinen Geschmack viel zu kurz.

Also, der Post, nicht der Lauf. Hatte mich auf einen neuen ausufernden verschwurbelten Laufbericht gefreut. Das macht immer so einen Spaß!

cappucino15
05.10.2014, 20:08
Gecko, wenn ich meinen 15km-Lala morgens mache, bin ich leider nicht in der Lage vorher zu früstücken, da würde mir übel (oder ich müßte um 5 aufstehen, was ich am heiligen Wochenende nur unter Androhung schwerer körperlicher Gewalt tun würde ;-) ). Da nehm ich mir auch so einen Riegel oder ein Gel mit und im Sommer auch Wasser. Ich finde schon, dass das einen ziemlichen Unterschied macht.

dicke_Wade
06.10.2014, 03:59
Ja viel zu kurz :wink:


Es gab aber noch einen Aha Effekt: Nämlich, dass ich die schnelle Pace keinesfalls ins Ziel hätte retten können. Zum Schluss hin (also wir reden hier von den Kilometern 11-15) wurden die Beine überraschend schnell müde.
Ich habe mich gefragt wie ich vor 3 Wochen die 21km in 1:46:00 geschafft habe und seitdem immer diese Ermüdungserscheinungen habe und dann viel es mir ein: Bei dem schnellen HM TDL hatte ich tatsächlich Powerriegel dabei, die ich mir bei Kilometer 10 und 15 gegeben habe.
Ich nehme mal stark an, dass der Powerriegel bei Km 15 erst nach dem Zieldurchlauf ins Blut gelangte. Nen HM am Limit gelaufen, da passiert nicht mehr viel im Verdauungstrackt. Die Power war wohl eher psychischer Natur. Deinen Einbruch von gestern haste wohl eher noch den Nachwirkungen deines flotten HMs zu verdanken. Du bist in drei Wochen noch nicht so weit Regeneriert, dass du jetzt schon wieder Topleistungen abrufen kannst und wenn du dann einen LaLa zu schnell beginnst, kommt eben der Einbruch. Will da anmerken, wenn du einen Einbruch aufgrund von Energiemangel hast, und den kannst du nach 15 km Laufen eigentlich nur bekommen, wenn du schon den Tag vorher nichts gegessen hast, dann merkst du das richtig, dann wirst du nicht einfach nur langsamer, sondern dann ist an Laufen nicht mehr zu denken, dann schleppst du dich nach Hause. :wink: Das sind dann die, die beim Marathon anschließend am Tropf hängen :D

Gruss Tommi

Gid
06.10.2014, 08:00
Das fing auch alles gut an, EIGENTLICH wollte ich ja LiveLoveRuns Worte beherzigen und einfach mal mit GA1 Pace die Runde absolvieren, aber nachdem der erste Kilometer schon wieder bei 4:50 lag und mein "Lauf Forrest Lauf" Teufelchen dummerweise heute wacher war als das "Mach mal langsam" Engelchen
Das war wirklich keine Kritik meinerseits. Ich lauf meist auch völlig unstrukturiert, nur halt in der (recht seltenen) WK-Vorbereitung ist das bei mir anders. Wenn du Bock auf Tempo-Bolzen hast und du das verletzungsfrei hinbekommst, dann mach das.

Wenn du aber WK machen möchtest und dabei deine Personal-Bests immer wieder erreichen/verbessern möchtest, vielleicht auch mal in deiner AK vorne mit dabei sein möchtest, dann wirst du nicht umhinkommen das ganze strukturierter anzugehen. Dazu gehört (für dich leider :zwinker2:) die langsamen, langen Läufe auch wirklich langsam zu machen, da du die Power für das Tempo-Training brauchst.
Der 'Star' aus dem örtlichen Lauftreff z.B. ist dieses Jahr die 10 km schon unter 37 min gelaufen und läuft den HM in z.B. in 01:24:44, das Mädel gehört also nicht zu den Langsamen. Natürlich macht die ihre TDLs in einer 4er Pace, aber sie läuft z.B. im Lauftreff eine 05:45 Pace mit als ruhigen Lauf (kann dabei natürlich wie ein Wasserfall babbeln). Ihren LaLas macht sie in einer 5.30 Pace und regelmäßig Regenerationsläufe sogar mit einem 6er Schnitt.

Gruß
Gid

gecko
06.10.2014, 09:48
Moin,

oh als Kritik hatte ich das nicht aufgefasst, schon mal gar nicht im negativen Sinne. Kritik per se ist ja etwas Gutes, sofern man sie von den richtigen Leuten bekommt. Nein ich verstand das eher als berechtigten Einwand, alles gut :)

Was nun den gestrigen "Einbruch" anbelangt... irgendwas muss es zu tun haben mit Energie, denn in der Tat bin ich komplett nüchtern losgelaufen.
Normalerweise gibts wenigstens eine Banane vorweg oder sowas.... ich hatte gestern aber nix im Haus und bin auch das erste Mal ohne Wasser los. Ich hatte ja gar nicht das Gefühl zu rasen, ich bin einfach losgelaufen und habe mich eingepegelt. Das war genau der Speed der irgendwie gelaufen werden wollte, ich kann das gar nicht besser beschreiben.
Ist ja auch alles kein Beinbruch, ganz im Gegenteil, ich bin ja gut davor und bemerke nur mit großem Interesse wie sich gewisse Dinge unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen verhalten beim Laufen. Solche "Grenzerfahrungen" sind ja komplett neu für mich, weil ich bis vor wenigen Monaten überhaupt keine so langen Läufe absolviert habe.
Im Grunde genommen bin ich -trotz für mich toller Resultate- immer noch ein kompletter Anfänger, weil mir jegliche nennenswerte Erfahrung fehlt.
Insofern bin ich Dir wirklich für jeden konstruktiven Beitrag hier dankbar, ganz im ernst!
Diese Woche werde ich es auf jeden Fall deutlich ruhiger angehen
PS: Lala heißt LAngsamer LAnger Lauf? Nicht LAnger LAuf? Hahahaha... siehste... schon wieder was gelernt :D

@Lilly: Klingt jetzt komisch, aber ich habe eher bei der Arbeit mal ein bisschen Luft für eine längere Textpassage als zu Hause. Zwei Kinder und ein Garten der herbstfest gemacht werden will, fordern fast lückenlose Bereitschaft :D .
Ich könnte jetzt aufschreiben, was ich auf dem Weg zur arbeit heute im Kopf alles verschwirbelt habe, denn ich musste mal wieder mit dem Motorrad los, weil die Bahn zur Zeit wegen Baustelle nicht fährt. das Wort "Selbstgespräche" wurde heut morgen auf eine neue Stufe gehoben, gipfelte mein innerer Disput doch in lautstarken Ausrufen ob der ganzen Bekoloppen auf den Straßen, aber letztlich hat das dann doch zu wenig mit Laufen zu tun.
Aber ich schwurbel diese Woche schon noch...

@CafeCrema: Ich mache beim nächsten mal die Probe aufs Exempel und werde berichten

Gid
06.10.2014, 10:32
PS: Lala heißt LAngsamer LAnger Lauf? Nicht LAnger LAuf? Hahahaha... siehste... schon wieder was gelernt :D
Um ehrlich zu sein, keine Ahnung! Wenn du keinen Bock auf langsam hast, dann halt (schneller) langer Lauf :zwinker5: Ich kann die halt nur langsam, daher passt das für mich besser.

Gruß
Gid

Lilly*
06.10.2014, 12:51
Wie wäre es denn damit:

Lala - langer Lauf
Lalala - langsamer langer Lauf
Lalalala - langsamer langer langweiliger Lauf
Nennt man alternativ auch:
Lalelu - lahmes lethargisches Lustwandeln

gecko
06.10.2014, 14:37
Lidawawiwi - Lilly, das war wirklich witzig :D

Lilly*
06.10.2014, 14:49
So könnten deine Posts noch kürzer und zielgerichteter werden: "Der Lala heute war Lalala, es grenzte schon fast an ein Lalelu." Und alles ist gesagt. Wäre aber lalalaaaangweilig.

gecko
06.10.2014, 15:10
Schwierig wirds dann nur bei bedeutungstechnischen Überschneidungen... Ich stell mir das gerade mal vor

Er: Mein Lala heute war so lala...
Sie: Bitte was?? du redest wieder wirr... Hast Du den Kindern heute eigentlich schon Lalelu vorgesungen?
Er: Äh.. warum glaubst Du dass die Kinder mein lahmes lethargisches Lustwandeln interessiert? und warum soll ich davon auch noch SINGEN ???
Sie: Morgen gehst Du bitte zum Arzt, das ist ja nicht zum aushalten...
Er: Aber mir tut doch gar nichts weh, deswegen mache ich ja die ganzen Lalalalas in letzter Zeit
Sie: ..... !! ABER MIR TUT MITTLERWEILE WAS WEH! UND DIR AUCH BALD; WENN DU MORGEN NICHT ZU DEM PSYCHOONKEL GEHST !!!! ICH GEB DIR GLEICH LALALA

Also ich sehe das förmlich vor mir, da bleibe ich doch lieber bei der Langform, ist so schon schwer genug argumentativ das Oberwasser zu behalten :D

Gid
06.10.2014, 15:12
So könnten deine Posts noch kürzer und zielgerichteter werden: "Der Lala heute war Lalala, es grenzte schon fast an ein Lalelu." Und alles ist gesagt. Wäre aber lalalaaaangweilig.
Lilly, wenn du jetzt aber an deinem Tempo arbeitest und keine Lalelus mehr machst, hast du auch keine Möglichkeit mehr dir solch herrlichen Unsinn auszudenken :zwinker2:

Gruß
Gid

Pastis
06.10.2014, 15:47
:hihi::hihi::hihi:

LaLaULau (lacht lang und laut).

Ihr seid großartig.

gecko
06.10.2014, 16:03
Lilly, wenn du jetzt aber an deinem Tempo arbeitest und keine Lalelus mehr machst, hast du auch keine Möglichkeit mehr dir solch herrlichen Unsinn auszudenken :zwinker2:

Gruß
Gid

Na ja, wenn sie irgendwann mal so richtig Gas gibt, kommt halt die SchneLaWi * Freude noch dazu

*Schnell Lauf Wiederholungen

PS: Die fühlen sich aber im Winter dann natürlicher an :D

Lilly*
06.10.2014, 16:25
Ihr findet das lustig, dabei ist das unumgängliches Basiswissen! Ich finde, Gecko hat in seinen Posts eine zu hohen Anteil an dramaturgischen Mitteln. In einem Fachforum zur Expertise "Laufen" sollte man auch fachspezifische Begriffe kennen und anwenden, sonst versteht ihn doch keine Sau. :nick:

gecko
07.10.2014, 14:01
Und die heutige Überschrift lautet:

Der Lilly35 Gedächtnislauf - Alsterrunde im Regen, na toll....

Hamburg im Regen finden ja viele typisch. Ich weiß gar nicht warum, wir hatten in diesem Jahr mehr Sonne und Wärme als die armen Bazis und Regenläufe waren bisher so selten, dass der Heutige nicht nur einer der ersten in diesem Jahr war, sondern durch diese wunderbar farbenprächtige Aufnahme auch noch zu etwas Besonderem wurde:
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Aber es nutzte ja nix, da musste ich nun mal rum. Mein Bürokollege gab mir noch mit auf den Weg:
"Na toll, wenn Du wiederkommst riechst Du bestimmt wie nasser Pudel ganz unten"
Ich wahr ehrlich irritiert, weil ich von der Obsession meines geschätzten Kollegen bisher keine Ahnung hatte, denn es ist doch so:
Nasse Pudel kann ich mir noch ganz gut vorstellen, aber ich bin bisher noch nie auf die Idee gekommen, wissen zu wollen wie ein nasser Pudel "ganz unten" riecht, da habe ich echt keine Ambitionen. Ich habe das aber nicht weiter vertieft und ihn etwa gefragt, woher er denn wüsste wie ein Pudel...
...ach lassen wir das, ich bin dann lieber los gelaufen.

Verschiedene Dinge waren ganz anders als sonst. In der Reinfolge ihres Bemerkens waren das:

1) Meine nagelneue -nicht atmungsaktive- Laufjacke kann gleich mal zeigen ob sie wirklich dicht ist und ob dann wie versprochen tatsächlich nichts rausläuft, die Grundtemparatur ist nämlich immer noch um einiges wärmer als das Foto vermuten ließe... (14 Grad) > Ein Punkt für trockenes Wetter
2) Oh, heute sind viel weniger Spaziergänger unterwegs, die in lustigen Viererketten nebeneinander den Gehweg verstopfen und die wenigen Lücken die noch frei sind, mit Hunden, Kinderwagen und Nordicwalking Stöcken füllen > Ein Punkt für nasses Wetter
3) Oh, es sind auch viel weniger Läufer unterwegs, scheinbar trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen > Ein Punkt für nasses Wetter
4) Oh, von den Läufern die noch da sind, laufen aber verdammt viele noch komplett in kurzen Klamotten, also Laufshorts und T-Shirt. Ein Blick auf mein sich zunehmend erwärmendes Feuchtbiotop unter der Jacke, ließ mich beim Zweifeln an DEREN Verstand kurz und andächtig innehalten und die Sache nochmal kurz überdenken. > Punktfrage zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt, aber mir schwante bereits nichts Gutes was die dermatologische Vakuum-Nässe-Belastung meiner Haut anging.
5) die Sicht wurde zunehmend schlechter! Nach wenigen Kilometern lief ich fast blind, wegen aufsteigendem Nebel und Sichtweiten unter 3m. Ich konnte diesen dramatischen Wetterumschwung aber dann doch entlarven: Nächstes Mal muss ich ein Brillentrockentuch mitnehmen, denn ohne Brille schwand zwar der Nebel, aber es stieg keineswegs die Sichtweite, ich mein', ich trage das Ding ja nicht umsonst > DREI Punkte für trockenes Wetter!! Ja, das zählt dreifach, denn das nehem ich dem Regen persönlich !
6) Am Ende des Laufes lachte ich nicht mehr über die "Kurzklamottenläufer". Ich habe mich gar nicht getraut die Jacke auszuziehen, aus Angst den Teppich vollzusiffen mit dem was alles darin war. Insofern : Die Jacke hat den Test bestanden. > Und damit geht der Punkt an : Laufen im Trockenen, bäh...
7) Mein Kollege sah mich, lachte sich kaputt und hat GOTTSEIDANK keine Anstalten gemacht ganz unten an mir zu riechen, um seine These zu bestätigen oder seine Leidenschaft zu befriedigen.... Puh

Ach ja mein heutiges Laufziel war, dass sich so schnell wie möglich laufe, ohne meinen 4er Atemrythmus zu verlassen. So trainiere ich sehr gerne, denn das ist immer noch im Grundlagenausdauerbereich, dort aber an der oberen Grenze, zumindest habe ich das so für mich definiert. Da ich heute bis zum Büro zurückgelaufen bin, waren es sogar 9km.

Hier die Splits:
1) 5:02
2) 4:50
3) 4:48
4) 4:41
5) 5:02
6) 4:49
7) 5:02
8) 5:02
9) 4:51

Abschließend bleibt also Folgendes anzumerken:
Ja, man kann im Regen laufen, nasses Wetter kann hier und da sogar punkten.
Ja, ich bin entschlossen mein Pensum über die Herbst/Winter Saison zu halten
Ja, Lilly hat komplett einen an der Waffel, weil sie dieses Wetter bevorzugt... :hallo:

Lilly*
07.10.2014, 15:59
Bis du bei Punkt 5 anfingst mit der Punktevergabe zu schummeln, was das nasse Wetter klar im Vorteil!
Alles Schiiiieeebung!

Bin aber zutiefst gerührt, dass der heutige Lauf nach mir benannt wurde. :D

gecko
08.10.2014, 09:39
Hab mich gestern bei Tchibo eingedeckt... Handschuhe, die mit Smatphones funktionieren, Langarm Funktionsshirtsshirts, einen Funktions Kapuzenpulli für kalte trockene Tage und eine Jacke, die angeblich Wind und Wasserdicht, sowie atmungsaktiv sein soll.... na ja, meist ist das graue Theorie, aber ich dachte für wirklich ganz fiese Tage (Knapp über 0 Grad und stürmisches Regenwetter) braucht man ja auch irgendwas um seelisch gewappnet zu sein. Im nächsten Frühjahr bin ich schlauer, was man im Winter so tragen kann/soll/muss/darf... Soll der Winter nur kommen, ich mach den fertig! :sauer:

Lilly*
08.10.2014, 10:58
Ich weiß ja noch nicht, wie der Winter wird.. aber normalerweise stellt man fest, dass man viel weniger braucht, als man sich angeschafft hat.

Was meinst du, was hier nach all den Jahren rumfliegt? Die Hälfte davon war bis dato nicht nötig.

GlücksKind
08.10.2014, 12:47
Ich hab mich köstlich amüsiert über deinen Bericht und stand teilweise laut lachend auf dem Bahnsteig :hihi: Für Außenstehende sah es so aus als würde ich auf einen schwarzen Handybildschirm starren weil ich eine "Privatsphäredisplayfolie" habe - machte die Situation umso misteriöser für die :D Ich bin ja auch ne Brillenschlange und hab bei Regen oder Neben oder einfach kälterer Außentemperatur als mein Atem auch das Problem. Wenn ich ohne Hund laufe, laufe ich dann meist blind, aber mit Hund is mir das zu heikel weil ich VOR ihr den Hasen/das Reh etc sehen muss :P

Ich habe mich auch bei Tchibo eingedeckt - in Anbetracht der Tatsache dass ich noch nichmal 1 Laufwinter hinter mir habe is mein Vorrat an Laufkleidung echt riesig - ich brauch nen eigenen Schrank dafür. Zumal ich auch immer vergesse wofür die Jacke geeignet war und es nich drin steht :confused: Aber allgemein muss ich sagen dass ich sehr zufrieden bin mit den Tchibo Sachen :nick:

gecko
08.10.2014, 13:49
@Lilly: Das glaube ich Dir aufs Wort... Meist läuft man dann doch einfach im Pulli. Vielleicht noch ne Mütze und was an die Hände und gut is.
Aber ich noch gar nichts im Schrank habe diesbezüglich, konnte ich nicht widerstehen :)
@Glückskind: :) Freut mich, dass es Dich freut.
Wenn Du wüsstest WIE blind ich ohne Brille bin.... puh, ich hab das Ding sogar in der Dusche und beim Schwimmen auf. Sogar in der Sauna. meine Brille aufsetzten ist die erste Amtshandlung am Morgen (Noch vor dem Aufwachen) und auch die letzte am Abend. Freiwillig nehme ich die nur ab, wenn man mich dazu zwingt...
Ich behaupte mal ein Maulwurf unter der Höhensonne sieht mehr als ich ohne Brille

gecko
08.10.2014, 14:10
Die heutige Überschrift lautet....

Also jetzt mal im Ernst, das ist doch Scheisse...

Hier mal die splits von eben, da müssen wir mal drüber schnacken:

1) 05:41
2) 05:44
3) 05:53
4) 05:53
5) 06:01 > JUHUUUU GESCHAFFT !!!!
6) 06:03
7) 05:56
8) 05:32
9) 06:24

also das Ziel war heute wirklich mal wieder laaaangsam zu laufen und es war eine Katastrophe! also auch auf die Gefahr hin, dass es hier Leute gibt, die das jetzt abgehoben finden oder sowas, denen sei gesagt, so ist es nicht gemeint, aber ich habe tatsächlich 5km gebraucht um es zu schaffen langsamer als 6min/km zu laufen.
Ich bin tatsächlich verwundert, wie ich mich zusammenreisen musste, das Tempo noch weiter zu drosseln. Ich wusste gar nicht mehr wie ich die Füße setzten soll. Von meiner vorhandenen Puste brauchen wir nicht zu reden. Ich hätte auch locker für 10 Kinderpartys Luftballons aufblasen können unterwegs. Mir ist nicht mal richtig warm geworden. Der Witz ist aber folgender:
Schon lange tat mir beim Laufen nichts mehr so weh wie eben gerade. Also nicht, dass ich jetzt Schmerzen gelitten hätte, aber es wollte gar nichts zusammen passen. Die Schienbeine protestierten mit einem Dauerdruckgefühl, die Knie fühlten sich nicht so recht wohl. die Füße fühlten sich platt an und taten weh und alles in allem fühlte ich mich regelrecht unwohl. Steif und ungelenk. Ich habe sogar ordentlich ABC mit eingebaut und z.B. immer wieder mal angeferst oder die Knie zum Himmel gehoben und mich ansonsten wirklich um ein lockeres Traben bemüht.

Nun ist es ja aber so, dass dieses langsame Laufen durchaus seine Daseinsberechtigung zu haben scheint, weil ein ständiges Laufen am Machbaren kontraproduktiv ist. Lilly erfährt da gerade eindrucksvoll neue Einsichten und auch in vielen anderen Fäden von Leuten, deren LaufReputation über die meisten Zweifel erhaben ist, liest man das und ich gebe unumwunden zu: ja natürlich bin ich selbst noch kompletter Anfänger mit meinen paar Monaten ambitionierter Praxis. Daher ist meine Irritation gerade nicht gespielt, sondern ich bitte tatsächlich um Antworten diesbezüglich:
Also wie kann es sein, dass einen langsames Laufen körperlich so stresst? Muss man das schon aus dem Grunde mit einbauen, weil es tatsächlich eine gänzlich andere Belastung ist, so dass man hier regelrechte Rückschritte macht, wenn man das vernachlässigt? Kann das wirklich sein?

Je mehr ich Laufe und je mehr Praxis ich bekomme, desto weniger habe ich das Gefühl etwas darüber zu wissen. Alles verhält sich ständig anders als erwartet. Zur Abwechslung mal ganz ohne Smilies...

GlücksKind
08.10.2014, 14:40
Also sowas richtig Sinnvolles kann ich jetzt leider nicht beisteuern nur den Versuch einer Erklärung bzw einen Tipp wie ich es mache. Mir geht es beim Einlaufen nämlich ähnlich. Problem 1 ist das man/ich/wir immer viel zu schnell loslaufen, ich bin da locker mal bei ner 4er Pace. Bei meiner Garmin hab ich die Pace auf die Runde eingestellt und das bedeutet je länger ich zu schnell laufe umso länger und schwieriger wird es die Pace runterzubekommen. Is jetzt etwas blöd zu erklären ich hoffe du verstehst was ich meine. Ich schaff es meist so - und jetzt bitte nicht lachen - das ich stehen bleibe und die Zeit weiterläuft. Wenn ich dann bei der gewünschten Pace bin fange ich wieder an zu laufen. Dadurch das du locker mal 3 km zu schnell läufst musst du quasi fast gehe um in den gewünschten Pacebereich zu kommen und ich finde schon das es quasi "mehr weh" tut wenn man auf der Stelle läuft als wenn ich mich wie es beim Laufen is abstoße und den Fuß/das Gewicht erst ein paar Meter weiter aufsetze. Das is jetzt auch blöd erklärt aber ich hoffe du verstehst mich trotzdem. Hat irgendwie mit Gewichtsverteilung zu tun.

Sorry falls ich deinen Thread schredder und aus Solidarität verzichte ich jetzt auch auf Smileys

gecko
08.10.2014, 15:11
Sorry falls ich deinen Thread schredder und aus Solidarität verzichte ich jetzt auch auf Smileys

Alleine schon dafür bekommst Du jetzt einen :)

Gid
08.10.2014, 22:40
"Warum soll ich im Training schnell laufen? Ich weiß, wie man schnell läuft. Ich will lernen, langsam zu laufen." (gecko)

Jetzt mal im Ernst. Ich bin beeindruckt, dass du tatsächlich versucht hast so langsam zu laufen. Aber hat dir noch niemand gesagt, dass langsam laufen schlecht für den Laufstil ist? Das ist kein Witz und keine Ahnung warum das so ist. Wahrscheinlich sind die Mechanismen bei hohem Tempo eingeschränkter und führen quasi automatisch zum "guten" Stil. Mir fällt es auch umso schwieriger meinen Stil zu halten je langsamer ich laufe. Und ich baue dann öfters kleine Beschleunigungsphasen zwischen 100 m und 400 m ein um mich wieder an einen guten Stil zu "erinnern" Ich gehe mal davon aus, dass das der Grund für deine "Problemchen" waren. Es ist einfach zu langsam für dich :zwinker5:. Und was solls? Solange du keine Probleme wegen zu hoher Belastung hast kachel dein Tempo wie es dir passt. Langsamer wirst du damit bestimmt nicht und für deine momentanen Ziele mit deiner Entwicklung langt das allemal. Über deine späteren Ziele kannst du dir zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken machen.

Gruß
Gid

Edit: Berge gibt es bei euch ja nicht, obwohl das die Lösung wäre. Die läuft man je nach Anstieg nämlich meist von ganz alleine langsam hoch :hihi:

D-Bus
08.10.2014, 23:11
Also jetzt mal im Ernst, das ist doch Scheisse...

also das Ziel war heute wirklich mal wieder laaaangsam zu laufen und es war eine Katastrophe!

Das war doch zu erwarten. Extra lahm soll man nur dann laufen, wenn man vom Vortag völlig geschafft ist, aber du liefst du ja nur 9 km im GA-Bereich. Oder wenn man nette Begleitung hat, aber dann bemerkt man das Tempo auch nicht so.


Nun ist es ja aber so, dass dieses langsame Laufen durchaus seine Daseinsberechtigung zu haben scheint, weil ein ständiges Laufen am Machbaren kontraproduktiv ist.

Statt extra "laaaangsam" oder so schnell wie möglich hätte sich da ein lockerer Dauerlauf mit ein paar Steigerungen angeboten.
Oder alternativ am Vortag so schnell wie möglich statt locker und dann extra lahm.

Beispiel mit 3 Q-Einheiten pro Woche:
Mo: lahm oder Pause
Di: Q1 Intervalle
Mi: lahm oder Pause
Do: Q2 TDL
Fr: lahm oder Pause
Sa: locker oder Pause
So: Q3 locker + lang

Beispiel mit 2 Q-Einheiten pro Woche:
Mo: lahm oder Pause
Di: locker oder Pause
Mi: Q1 Intervall
Do: lahm oder Pause
Fr: locker oder Pause
Sa: locker mittellang
So: Q2 lang mit Tempo drinne
(oder nach Geschmack Sa + So tauschen)

Wer (noch) viele Pausentage macht, sollte dabei zuerst "lahm" streichen, um insgesamt die Trainingszeit gut auszunutzen.

dicke_Wade
09.10.2014, 02:51
Einerseits kann man langsames Laufen üben, sodass es nicht mehr stresst oder mehr anstrengt. Der Sinn allerdings ist für viele nicht gegeben. Für bekloppte Ultras wie mich aber schon. Da passiert es schon mal, dass ich mich am Ende eines Laufes nicht mehr viel schneller als 7 min/km dahinschlurfend fortbewegen kann. Das aber dann wirklich so energiesparend wie möglich. Früher strengte mich so langsames laufen im Training auch so an wie dich. Mittlerweile, wenn ich mich zwinge so langsam zu laufen, geht das problemlos und ich könnt fast wetten, das mein Puls da nicht über 100 kommt :hihi:

Ja der Laufstil mag darunter leiden, aber zur Auffrischen dessen gibt es dann ja wieder die Qualitätseinheiten.

Schlussendlich, willst du keine Ultras laufen, musst du dich nicht zu einem Tempo zwingen, dass dich schon wieder mehr fordert, als würdest du 30 sek/km schneller laufen.

Gruss Tommi

gecko
09.10.2014, 12:17
Hallo alle zusammen,

vielen Dank für Eure konstruktiven Antworten! Besonders D-Bus, Deine Tipps sind wirklich hilfreich.
Es ist schon erstaunlich, wie mein Körper auf verschiedene Impulse reagiert und sich einfach nicht so verhalten will, wie ich das von ihm erwarte :D
Zumindest bin ich dahingehend beruhigt, dass es mehr oder weniger normal ist, dass mir extrem langsames Laufen mühselig vorkommt.
Ich werde jetzt allerdings tatsächlich mal ein paar Tage Laufpause einlegen, denn ich bekomme dieses merkwürdige Gefühl in den Fußgelenken nicht weg. Es tut nicht in dem Sinne weh, fühlt sich aber so an, als hätte ich gerade einen sehr langen Lauf hinter mir.
Da ich am 19.10 meinen HM habe, ist es vielleicht eine gute Idee jetzt wirklich mal zu pausieren und vielleicht nächste Woche nur ein paar lockere Läufe zu absolvieren und vor allem keinen Lala mehr zu machen bis dahin. Was meint Ihr?



PS:

"Warum soll ich im Training schnell laufen? Ich weiß, wie man schnell läuft. Ich will lernen, langsam zu laufen." (gecko)
Gnihihihi ... :D


Edit: Berge gibt es bei euch ja nicht, obwohl das die Lösung wäre. Die läuft man je nach Anstieg nämlich meist von ganz alleine langsam hoch :hihi:
Die höchste Erhebung in meiner näheren Umgebung sind die Poppenbüttler Müllberge. Hier im Norden ist es wirklich flach im Sinne von flach, also so richtig flach... Passt aber zu meinen Lieblingswitzen.

D-Bus
09.10.2014, 13:01
Wenn's irgendwie geht, vermeide es, zwei Pausentage oder gar mehr hintereinander zu machen. Sonst kommt man aus dem Rhythmus, und hat beim Wiedereinstieg Probleme. In der Saisonpause wäre das ok, aber nicht dann, wenn in zehn Tagen ein HM ansteht.

Versuch, kurze lockere Läufe (in deinem Fall 5 - 8 km etwa @5:15 - 5:45, bzw. einfach ohne Uhr los) mit Pausentagen abzuwechseln, bis es wieder besser geht. Dabei könntest du testweise wieder Schuhe mit höherer Sprengung anziehen, um die Fußgelenke zu entlasten. Mit einer Pronationsstütze hat das wohl eher wenig zu tun.

gecko
09.10.2014, 13:20
Hallo D-Bus,

klasse! Das höre ich sogar lieber, als dass Pausieren die bessere Variante wäre und ich werde mich auch daran halten. 8km ist perfekt, das ist ja eh meine beinah tägliche Strecke um die Alster. Ohne Uhr passt auch, dann kommt in der Tat sowas zwischen 05:00 und 05:20 dabei heraus.
Der Tipp mit den Schuhen ist jetzt gerade mal wieder SEHR interessant, da werde ich gerade hellhörig.
Hier die Erklärung warum:

Ich habe dieses Gefühl in den Fußgelenken erst seit wenigen Wochen und auch erst seit ich regelmäßig Läufe mit >20km mache.
Alles was die 20km deutlcih übersteigt ist derzeit noch das Ende des Wohlfühlens... genau wegen dieser Ermüdungserscheinungen in den Füßen/Knöcheln, die seit dem auch nicht mehr ganz abklingen. Im Grunde fing das an, direkt nachdem ich meinen bisher besten 20km Lauf absolviert habe (Pace von 4:49 über 20km) dieser Lauf war am 20.09. und erst der Motivationsschub, mich für den besagten HM anzumelden.
Ich laufe derzeit mit den Asics Gel Lyte 33, habe aber tatsächlich das Gefühl, dass die bei diesen Streckenlängen nicht mehr optimal sind.
Ich habe seit Februar bis zum besagten Lauf überhaupt keine Probleme gehabt, wirklich 0,0, was auch der Grund für mein immer leicht euphorisches Auftreten hier ist.... Umfang hat sich mittlerweile bei 150-170km pro Monat eingepegelt.

ich laufe ja Vorfuß bzw. bei längeren Läufen eher Richtung Mittelfuß, ich weiß auch, dass Du kein Freund davon bist aber auch wenn ich mich da wirklich nicht als religiösen Eiferer sehe und jederzeit offen für alles Andere bin, ist dieser Umstieg für mich doch unzweifelhaft der Einstieg ins Läuferleben gewesen. Mit Fersenlauf habe ich immer Probleme bekommen.
Aber es kann ja gut sein, das JETZT ein Trainingsstand erreicht ist, der durch die reine Streckenlänge da wieder andere Spielregeln vorgibt.
Mit Fokus auf meinen Wunsch nach leichten, flexiblen Schuhen... welche Schuhe wären denn so welche, wie Du sie mir empfehlen würdest? Also mit etwas höherer Sprengung?
Und eine Frage dazu noch: Inwiefern entlastet eine höhere Sprengung die Fußgelenke?

Wären die Asics Gel Trainer 19 was?
Oder die Saucony Kinvara 5?

D-Bus
09.10.2014, 14:02
Vorab: ich habe nichts gegen Vorfuß, sondern gegen Vorfußlaufen als Trainingsziel. Meist bekommt man als Fersenläufer dadurch Probleme, dass man den Fuß zu weit vorne aufsetzt. Wenn die Ferse dagegen in der Rückwärtsbewegung nah am Körperschwerpunkt aufsetzt, läuft man in dieser Hinsicht wie diverse Marathoneliteläufer, macht nichts falsch, und bekommt auch keine Knieprobleme o. ä.


Mit Fokus auf meinen Wunsch nach leichten, flexiblen Schuhen... welche Schuhe wären denn so welche, wie Du sie mir empfehlen würdest? Also mit etwas höherer Sprengung?
Und eine Frage dazu noch: Inwiefern entlastet eine höhere Sprengung die Fußgelenke?

Wären die Asics Gel Trainer 19 was?
Oder die Saucony Kinvara 5?

Der Trainer hat eine Stütze, aber passt ansonsten als schwererer Schuh zur Entlastung. Der Kinvara ist nett (für Tempo etwas zu weich), hat aber auch nur 4 mm Sprengung. New Balance macht bei der Verringerung der Sprengung nur zögerlich mit, siehe NB 1400.

Ich wechsle seit Jahren noch regelmäßig hin und her. Derzeit sind meine alten Mizuna Wave Elixir und Saucony Tangent die schwersten und gestützesten Schuhe, die ich ebenso 1 - 2 x pro Woche trage wie leichtere ohne Sprengung a la Saucony Hattori und Vibrams KSO und Bikila. Meist laufe ich in Schuhen, die dazwischen liegen, nämlich Saucony Type A, Fastwitch, Kinvara und NB 1400. Und selbst jetzt merke ich meine Fußgelenke, wenn ich mal zwei Wochen lang die Elixir + Tangent vergesse, oder Hattori etc. zu oft trage. Die müssen, wie die Achilles, um so mehr arbeiten, je weniger Sprengung da ist.

gecko
09.10.2014, 15:36
Was Du schreibst ergibt für mich -gerade im Nachhinein- absolut Sinn.
Ich habe gast den ganzen Sommer in meiner LFZ* in Barfußschuhen verbracht. Das fühlte sich wochenlang ganz toll an, gipfelte aber auch in diesem belastenden Gefühl in den Fußgelenken, allerdings nur akkut, denn Ich bin dann dazu übergegangen, die Dinger nur ein paar Tage zu tragen und dann immer wieder mal meine alten Kayanos als LFZ Schuhe zu nutzen. Damit klang das nahezu sofort wieder ab und war nie ein wirkliches Thema. Zur Zeit trage ich die Dinger gar nicht mehr. Der Zusammenhang -so blind das auch klingen mag- in Verbindung mit Laufen erscheint mir erst jetzt logisch. Vielleicht war das sogar mit Schuld am jetzigen Zustand, weil die Fußgelenke fast nie zur Ruhe gekommen sind.
Zu meiner Entlastung möchte ich sagen, dass ich es wirklich liebe in Barfußschuhen zu gehen. Dieses direkte Gefühl nicht an einer starren Sohle zu kleben ist einfach genial.
Ich werde mich nachher mal bei Runners Point nach neuen Schuhen umsehen.
Danke nochmals

*LFZ= Lauffreie Zeit, also jegliche zeit, die ich nicht laufend verbringe. Das ist LaLa Sprech und das Copyright daran hat Lilly :D

Nachtrag: Ich habe gerade beim Stöbern die Saucony Guide 7 entdeckt. Die haben sehr vielversprechende Daten, was meinen gewünschten Spagat aus leicht und stabil anbelangt. Kennt den jemand?

Gid
09.10.2014, 22:13
Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich habe letztes Jahr angefangen auch im Alltag Barfußschuhe zu tragen. Auch im Training bin ich vermehrt mit einem leichten Schuh gelaufen. Im Frühjahr kam bei mir bei der HM Vorbereitung leider die Verletzung und ich hatte auch das Gefühl, dass in der Zeit die Sole-Runners eher kontraproduktiv sind. Ich bin in der Zeit auch wieder komplett auf Dämpfungsmonster umgestiegen.

Im Sommer habe ich dann Probleme mit der Sehnenplatte im rechten Fuß bekommen. Da war es aber dann so, dass ich die geringeren Umfänge besser in den Nike Free 3.0 laufen konnte und das mir auch die Sole-Runners in der Freizeit besser bekommen sind. Und jetzt ist es so, dass sobald ich einen anderen Schuh laufe bzw. sonst 'normale' Schuhe trage, tut mir der Fuß sofort wieder weh. Ich bin inzwischen auch wieder ein paar kleine Einheiten in den Sole-Runners gelaufen. Ich finde das Gefühl auch umwerfend, vor allem macht es mir inzwischen nichts mehr aus auf Schotterwegen o.ä. zu gehen und auch längere Distanzen zu wandern.

Lass den Knochen ein bisschen Zeit sich daran zu gewöhnen. Das wird schon!

Ach ja: Was D-Bus gesagt hat, kann ich bestätigen. Fahr das Laufen nicht komplett runter sondern mach kleine, ruhige Umfänge wenn du keine Schmerzen hast. Meiner Erfahrung nach bekommt das einem besser und wie gesagt man ist schneller wieder im normalen Training.

Gruß
Gid

Edit: hast du mal versucht eine höhere Schrittfrequenz bei gleichem Tempo zu laufen? Ich habe da mit meiner Fußgeschichte gute Erfahrungen gemacht.

dicke_Wade
09.10.2014, 22:57
Da du nicht von Schmerzen direkt sprichst könnte es durchaus sein, dass dein Fuß, dessen Muskeln und Bänder gerade am Anpassen sind. Finde ich gut, dass du da obacht gibst. Das wird schon werden.

Gruss Tommi

gecko
10.10.2014, 08:38
Moin,

@Gid: Schritfrequenz noch weiter erhöhen, sähe bei mir dann aus, wie diese alten Stummfilme, mit Charlie Chaplin...
Ganz im Ernst, meine Umstellung schloß eine dramatisch verkürzte Schritlänge mit ein. Früher war ich eher so der Typ "federndes Känguruh".
Wenn ich gelegentlich mit meinem Kllegen um die Alster laufe, stellen wir immer wieder fest, dass wir mittlerweile eine fast identische Frequenz haben, nur dass ich über 1,80m groß bin und er knapp unter 1,70m. Da achte ich sehr drauf, gerade was den Auftrittspunkt anbelangt.
Ich bin auch nicht wirklich beunruhigt, nur eben gerade sehr aufmerksam, weil ich um jeden Preis richtigen Ärger vermeiden möchte.

@Tommi: Klingt gut für mich diese Diagnose. Wenn Du Recht hast, gebe ich einen aus. Ich lass mir was einfallen :)

dicke_Wade
10.10.2014, 12:39
@Tommi: Klingt gut für mich diese Diagnose. Wenn Du Recht hast, gebe ich einen aus. Ich lass mir was einfallen :)
Ich trinke Hefeweizen :D

Gruss Tommi

gecko
10.10.2014, 13:52
Die heutige Überschrift lautet...

Neue persönliche Weltbestmarke und eine Lanze für Runners Point in der Spitaler Straße in Hamburg

die persönliche Bestmarke lautet: 1000km erreicht. Das erste Mal in meinem Leben!
Wenn man bedenkt, dass erst im Februar dieses Jahres angefangen habe und wenn man weiterhin berücksichtigt, dass ich ganz oft das Auslaufen nicht mehr erfasst habe, so dass da locker noch 50km drauf kommen, habe ich dafür 8 Monate gebaraucht. Ein guter Einstieg wie ich finde und außerdem bin ich jetzt legitimiert mich "Läufer" zu nennen. Immer noch Anfänger, keine Frage, aber ein "Läufer" :)

Außerdem habe ich gerade meine übliche Alsterrunde absolviert. Allerdings war die gar nicht so üblich, denn ich lief sie in meinen neuen Schuhen. Die Saucony Mirage IV sind es geworden und die Frage nach dem "Warum" wiederum ist eine erzählenswerte Geschichte. Doch erst mal kurz die Daten des Laufes:
Weil der Laden quasi unterwegs auf der Strecke liegt, bin ich gleich mit Laufsachen los. So kamen dieses mal nur 7km zustande, weil ich erst ab Verlassen des Ladens gemessen habe. Das Ziel heute war mal wieder: Runtastic stumm schalten und ab dafür. also schnelles Laufen im "Das macht Laune" Bereich und hinterher von den Splits überraschen lassen:

1) 05:06
2) 04:46
3) 04:35 >Ab hier auf 3er Atemrathmus gewechselt
4) 04:37
5) 04:44 >Ab hier auf 2er Atemrythmus gewechselt
6) 04:27
7) 04:34

Das musste einfach mal sein jetzt. Schuhe haben den Test bestanden. Es tat nix weh und es fühlte sich auch nix komisch an, ausser das die Teile doch an den Zehen erheblich enger sind als meine alten Asics Gel Lyte 33. Nicht so dass sie drücken, aber die Zehen haben deutlcih weniger Platz zum ausbreiten. Überhaupt ist der Schuh eine ganze Ecke steifer. Obwohl doch nur eine Sprengung von 4mm, hat er eben eine Stütze und ich habe das Gefühl, dass der gute alte Wowereit es nicht besser hätte formulieren können: "Und das ist auch gut so" Der Stabilitätsgewinn ist deutlich und trotz des deutlich steiferen Schuhs, der mich dieses "Natural Running" Gefühl doch ein wenig vermissen lässt, lief ich wie befreit weil ich mich auch deutlich sicherer/stabiler fühlte beim Laufen. Letztendlich müssen weitere Schuhe her, so dass ich aus einem Fundus von Minimal bis gedämpft und gestützt schöpfen kann, wobei die Mirage IV für mich definitiv das Ende der Spanne darstellen und nicht etwa die Mitte. Irgendwas ähnliches wie die Lyte 33 muss also wieder her, weil die Dinger habe ich nämlich im Laden gelassen und jetzt kommt die Lanze, die ich brechen möchte:

Ich hatte die Asics Lyte 33 im Juni in dem Laden gekauft. Ausgerechnet an dem Tag in Bar bezahlt und natürlich habe ich die Quittung verschlampt. Die Schuhe haben vielleicht 400 km auf der Uhr und sind außen völlig eingerissen am Übergang zur Sohle. Das Mesh ist regelrecht spröde geworden, so dass man bei beiden Schuhen den ganzen Finger durchstecken kann. Ich habe denen das erklärt und wusste Gottseidank noch, wer mir die verkauft hatte. Nicht dass der sich an mich erinnern konnte, aber wir wurden uns einig, dass wenn ich dort jetzt neue Schuhe kaufe, die alten Dinger gegengerechnet würden. Hut ab! Das fand ich wirklich bemerkenswert nett, denn so ganz ohne Quittung oder zumindest Kontoauszug, hätten die das nun wahrlich nicht machen müssen. Weil ich nun aber seit Haus und Kindern durchaus knapp bei Kasse bin, kann ich mir nicht eben mal zwei oder drei paar Schuhe kaufen und so bleiben die Mirage IV nun bis auf Weiteres erst einmal meine Laufschuhe. Ich denke in ein, zwei Monaten kommt dann noch mal ein günstiges Auslaufmodell in der Richtung wie die Asics Gel Lyte dazu..

Im Laden selbst gab es noch eine gute Beratung. Die Saucony Guide 7, die ich eigentlich im Auge hatte, waren mir doch eine Spur zu mächtig an der Ferse. Selbst die Asics DS Trainer 19, die sich ähnlich wie die Mirage 7 liefen, kamen mir mir ihren 10mm Sprengung doch im wahrsten Sinne des Wortes zu weit entgegen. Dann bin ich noch die Asics Gel Super J gelaufen, also die gestützte Variante der Lyte 33, die aber sonst sehr ähnlich sind. und da war der direkte Unterschied zwischen diesen Shuharten dann doch deutlich zu spüren, sogar bei dem kurzen Stück auf dem Laufband. So sehr ich auch beim Kauf im Juni die neu gewonnene Freiheit an den Füßen genossen habe, die ich mit den Lyte 33 empfand (Ich kam da noch von den Kayano) so sehr hat sich heute diese "Freiheit" nach viel zu viel davon angefühlt. Gerade mit meinem derzeit etwas angespannten Fußgelenken genoss ich regelrecht das Laufen in den wesentlich festeren Mirage. Ich bin alles Schuhe mit Laufbandanalyse gelaufen, sogar meine alten, kaputten Lyte 33 und da kam etwas sehr interessantes bei heraus und zwar, dass sich mein Laufstil scheinbar dramatisch verbessert hat.
ich bin wirklich mit einem starken knick/spreiz/senkfuß gestraft und definitiv Überpronierer, aber in allen Schuhen -sogar in den völlig neutralen und platten Lyte 33- habe ich meine Pronation gut im Griff. Auf dem Laufband sieht das auch gar nicht so sehr nach Vorfußlauf aus, sondern eher nach einem klassichen Mittelfuß Auftritt, der vielleicht eine Spur zu weit über die Aussenkante der Füße passiert. Also würde ich den Film so bei jemand anderem sehen, würde ich sagen: Ganz klar, Mittelfuß Aufsatz
Aber so ist es nicht, ich spüre das ja beim Laufen. Der Vorfuß setzt eindeutig noch eine Nuance früher auf.

Jetzt stellt sich die Frage, warum dann Schuhe mit Stütze?
Da kommt dann wieder meine "Laufgeschichte" ins Spiel, denn ich habe diese Belastungsgefühle wie schon erwähnt ja erst seit den langen Läufen und genau ab dem Zeitpunkt, wenn der Körper müder wird und die Füße eben doch langsam durchsacken, genau da soll nun die Stütze helfen. Da war die Dame im Laden der gleichen Meinung wie ich. Ja ich weiß was man von vielen Verkäufern in Laufläden halten kann, aber die machte einen recht guten Eindruck auf mich.
Was das Thema mehr Sprengung zum Entlasten angeht, was D-Bus mir vorgeschlagen hat... Ich wollte das wirklich ausprobieren, aber die Schuhe die ich anhatte (Das waren noch so einige mehr als oben erwähnt, aber ich bin nicht in allen auf dem Band gelaufen) mit höherer Sprengung, wollten mir einfach nicht gefallen. Ich habe auch unterschiedliche Schuhe gleichzeitig anprobiert (also links den Einen, Rechts den Anderen) da wurde das noch deutlicher. Mir ist da einfach was im Weg hinten an der Hacke, das war so ein richtiges "no go " Gefühl.

Ich werde weiter berichten. Morgen oder Sonntag steht dann doch noch mal ein gemütlicher LaLa an. Ohne Stress und auch nicht zwingend >20km aber vielleicht noch mal 12 oder 15km. Da werde ich spätestens sehen, was aus meiner schönen Theorie geworden ist.

Der heutige Lauf fühlte sich auf jeden Fall von Anfang an besser an als der Vorgestern

Lilly*
10.10.2014, 14:13
Von den Mirage habe ich in letzter Zeit hier schon öfter gelesen. Ich benötige auch noch ein weiteres Paar, ich werde dabei ein Auge drauf haben ob die auch für mich in Frage kommen könnten.

Und Glückwunsch zum 1000er! Von Bargteheide fast bis nach Venedig - Luftlinie. :daumen:

gecko
13.10.2014, 10:20
Und heute....

51 Wochenkilometer, verdammt, ich wollte doch weniger....

...aber die neuen Schuhe wollten ausprobiert werden und weil der Alsterlauf am Freitag mit den neuen Schuhen gut lief, musste ich ja sehen, ob das am Samstach immer noch so ist und habe eine kleine morgendliche 7km Runde eingebaut. Ganz gemütlich, nur zum Brötchen holen mit einem klitzekleinen Umweg.

Am Sonntach dann mein eigentlicher Lala. Mal im Ernst ich muss doch rausbekommen, ob die Schuhe auch bei längeren Strecken taugen.
Kurz: Ja tun sie, sogar GERADE bei langen Läufen. Ich bin 16km weit gelaufen und habe dann -noch recht fit- abgebrochen. Soviel Vernunft muss sein eine Woche vor einem HM. Das Ding war, dass sich ohne mein Wollen immer wieder mal schnelle Kilometer eingeschoben haben mit knapp sub5, das war mir zu schnell für den Tag.

Zu den Schuhen noch mal etwas Genauer (Saucony Mirage 7):
Die sind mir eigentlich eine Spur zu steif in der Sohle. Sie sind zwar recht hart gedämpft und haben eine niedrige Sprengung von nur 4mm, aber die Sohle insgesamt ist recht dick und die Stütze tut ihr Übriges dazu. Also gerade am Anfang eines Laufes sind die halt so ganz anders als dünne, neutrale Natural Runners a'la Brooks Pure oder Asics Lyte...
Ich denke für Läufe bis 10km muss ich mir solche auch noch wieder anschaffen, zu wohl fühle ich mich mittlerweile in dieser Art Schuhen.

Nun gibt es allerdings kein "Eigentlich" ohne "Aber"

Denn gut Laufen tun sich die Dinger auf jeden Fall. Sie sind schnell, haben eine WESENTLICH bessere Bodenhaftung bei nassem Asphalt oder Sand als meine Asics Lyte und vor allem Dies: AB 10km, werden sie leichter und leichter...
Nämlich genau ab dem Zeitpunkt, bei dem meine Füße und Beine die ersten Ermüdungserscheinungen bekommen, kommt die Stütze und die bessere Dämpfung bei mir scheinbar erst zum Tragen. Denn das Gefühl steife Schuhe anzuhaben schwindet mit einem Mal und es fühlt sich wirklich gut an beim Laufen. Eventuell könnten die etwas moderateren Kinvara genau der Königsweg sein, aber das lässt sich auf dem Laufband im Laden einfach nicht ermitteln, weil die Distanz fehlt. Für den HM am Sonntag scheinen mir die Schuhe aber genau richtig zu sein.

da ich noch am Anfang meiner "Laufkarriere" stehe, werden sicher noch viele Feldversuche folgen, ich bin auf jeden Fall erstaunt, dass meine Füße jetzt so langsam anfangen eine gewisse Sensibilität für solche Veränderungen zu entwickeln. Ich habe mich über so manche Fäden immer gewundert, wenn dort über die feinsten Nuancen in den Unterschieden von Schuhen geschrieben wurde und mich gefragt, ob die das wirklich genauso so empfinden wie es dort geschrieben steht, oder ob auch ein Teil "Das muss so sein, steht schließlich im Review" mit dabei ist. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo in der Mitte...

Auf jeden Fall war ich gestern mit meiner Familie an der Ostsee und habe heute einen steifen Hals sowie Erkältungserscheinungen. War zwar T-shirt Wetter gestern, aber vielleicht eben auch doch nicht.... Wehe das wird schlimmer! Was mach ich dann bloß? das kann ich jetzt gar nicht brauchen :motz:

Gid
13.10.2014, 12:38
Herzlichen Glückwunsch zum 1000er und klasse, dass dein Problemchen gelöst zu sein scheint :daumen:. Witzig ist, dass ich mir am Samstag auch noch überlegt habe, doch noch ein paar festere Schuhe zuzulegen. Auch keine Dämpfungsmonster und auch mit wenig Sprengung, halt mit ein bisschen mehr Stabilität. Ich bin einen 10er WK mit PB gelaufen und da habe ich die Belastung auf dem letzten km in den Nikes doch gespürt. Für einen WK sind die zwar recht gut da auch relativ leicht, aber gerade für die Läufe danach glaube ich ist ein etwas festerer Schuh angenehmer und 'entspannender'. Das selbe gilt wahrscheinlich auch für Läufe > 16 km. Nur muss ich da etwas finden, das nicht so ins Fußgewölbe drückt. Mal sehen wie es sich die Knochen morgen beim Laufen anfühlen.

Du musst jetzt ordentlich tapern. Vielleicht morgen noch einmal eine kurze Runde mit ein paar Tempoeinlagen und Do/Fr noch mal kurz aber dann wirklich ganz locker. Fang auch zwei Tage vorher mit genug Flüssigkeitszufuhr (immer kleine Mengen) und Carbonloading an. Und ordentlich schlafen. Falls die Erkältung schlimmer wird vielleicht sogar Fieber, lass den Lauf auf jeden Fall sein. Das ist zwar bitter aber der nächste HM kommt bestimmt.

Gruß
Gid

gecko
13.10.2014, 13:05
Moin Gid,

gottseidank bisher kein Fieber und jetzt so am Tage gehts auch besser als heute Morgen. Ich behalte das auf jeden Fall im Auge und werde definitiv NICHT in krankem Zustand antreten. Wenns bei einer leichten Erkältung ohne großartige Symptome bleibt... ok, dann riskiere ich es. Aber eine Woche Zeit ist ja auch noch.

Tapering... ein völlig neues Thema für mich. Ich habe mir das hier rausgesucht:
Mit Tapering bist du richtig fit für deinen Laufwettkampf, Tapering*- lauftipps.ch (http://www.lauftipps.ch/laufsport/wettkampfvorbereitung/tapering-fit-fuer-den-wettkampf/)

Daran wollte ich mich jetzt halten und mit dem Lauf gestern, der ja bei mir "7 Tage davor" entspricht, bin ich ja auch gut dabei und habe soweit scheinbar nicht alles verkehrt gemacht :)

Mit "Carbonloading" meinst du wahrscheinlich "Carboloading", das wäre mir ganz lieb, weil ich echt keinen Bock habe, Karbon zu futtern :D
Musste ich mir aber auch gerade erst googeln... Meinst Du das hier?
Carboloading, Kohlenhydratspeicher, Carboloading*- lauftipps.ch (http://www.lauftipps.ch/laufernaehrung/carboloading-vor-dem-wettkampf/)


So langsam kommt das große Kribbeln... fühlt sich gut an!

Gid
13.10.2014, 14:13
Ich seh schon, da kommt so langsam der Profi :D. Die Links beschreiben das glaube ich ganz gut. Aber da machst du auch deine Erfahrungen mit der Zeit.


weil ich echt keinen Bock habe, Karbon zu futtern :D
Doch, doch, doch! Das ist die neue Geheimwaffe des Läufers. Damit wirst du als 2. Europäer (ist das eigentlich immer noch so?) den HM sub 60 laufen. Oder was meinst du, warum plötzlich die ganze Grillkohle aus den Läden verschwunden ist:hihi:.

Mal im Ernst. Für einen HM muss man da noch nicht übertreiben, aber den Tag vorher mal eine ordentliche Portion Kartoffeln, Reis oder Nudeln kann nicht schaden. Und zum Frühstück keine Experimente, das was du immer vor deinen Läufen gegessen und vertragen hast. Ein bis zwei Stunden vor dem Start nicht mehr so viel trinken und direkt vorher nochmal auf die Pipibox damit du während des Laufs nicht in die Büsche musst.

Gruß
Gid

gecko
13.10.2014, 14:39
Danke Gid, ja ich denke auch ich bin gut davor und muss und werde mich auch nicht verrückt machen. Was ich theoretisch zu Leisten im Stande bin, wenn alles Gute auf den Punkt kommt, kann ich mittlerweile ganz gut einschätzen. Den Punkt zu finden und zu treffen ist halt der heilige Gral.
Das ist auch akkut das Thema, mit dem sich mein Kopf gerade Dauerbeschäftigt. Pass mal auf:

Die zwei besten Läufe über annähernd diese Distanz waren bisher:
21km in 1:46:41 am 31.08.2014 (Pace 5:04)
20km in 1:36:36 am 20.09.2014 (Pace 4:49)

Seitdem habe ich aber auch nicht mehr versucht das zu toppen. Ich muss da so eine Art Hochphase gehabt haben. Gerade der zweite Lauf hatte mir aber auch ALLES abverlangt am Ende und zwar so krass, dass ich den letzten Kilometer zur echten HM Distanz nur mit Schmerzen, Rückenwind und einem geifernden Kampfhund auf den Fersen ins Ziel hätte retten können. Das war auch der Grund, warum ich mich bei Kilometer 20 zufrieden gegeben habe und wenn ich ganz ehrlich bin, war das auch der Lauf mit dem meine "Problemchen" mit müden Füßen bzw. Fußgelenken angefangen haben.

Seitdem habe ich nur am 28.09 nochmal die volle HM Distanz gelaufen (1:55:20), also mit voller Absicht wesentlich ruhiger, sowie am 05.10. 16km in 1:22:00 und gestern 16km in 1:24:53

Die Füße sind aber wieder gut mittlerweile, sonst wäre ich gestern auch nicht so lange gelaufen.

Nun war durch die beiden (für mich) extrem schnellen Läufe der Ehrgeiz geweckt erstens den HM am Sonnntag zu laufen und zweitens auch die Sub100 zu jagen und zu erlegen.

Das bedeutet eine Pace von 04:45 und das macht mir schon ein wenig Bange. Das Problem ist die Renneinteilung, da fehlen mir noch völlig die Erfahrungswerte. Wenn ich es am Anfang zu langsam angehen lasse (05:00er Pace) dann dauert es nur wenige Kilometer, bis das nicht mehr einzuholen ist, wenn ich hingegen gleich mit 04:40er Zeiten starte, wird das eine verdammte Quälerei im Zweifel... uiuiui....
Ich kenne mich aber, gerade im Wettkampf dreht bei mir alles durch. Bei meinem 10km Lauf um die Alster bin ich die ersten drei km in 4:08 gelaufen obwohl sich Engelchen und Teufelchen vorher einig waren, dass ich nicht schneller als 04:30 ins Rennen starte

Was ich damit sagen will: Egal was ich mir vornehme, ich werde eh zu schnell starten und höchstwahrscheinlich ein heftig anstrengendes Rennen laufen :D Aber letztendlich ist es doch so: Dass ich die HM Distanz laufen kann, weiß ich bereits, irgendwie gehts jetzt schon darum, auch so schnell zu laufen wie es nur geht.
Ob da am Ende dann wirklich eine Sub100 herauskommt.... also knapp wird das auf jeden Fall, WÄRE aus der Sicht meines derzeitigen Leistungsstandes, dann aber auch ein absoluter Wahnsinnserfolg und eine richtig coole Bestmarke. Eigentlich die perfekte Duftmarke, um von da ab ins Marathon Training einzusteigen und das nächste Jahr dann dem ersten Marathon zu widmen.

PS: Sag mal, habe ich oben gerade wirklich geschrieben, dass ich mich nicht verrückt mache? :D Vergiss das, ich BIN bereits verrückt... Das ist aber auch zu geil alles :)
Die Strecke selbst ist übrigens flach aber zu 100% Sandweg

Lilly*
13.10.2014, 19:33
Du wirst dir hier 1001. Gedanken drüber machen, wie am besten, was am besten, wie schnell, welche Einteilung, pro, contra, abwägen, grübeln, vielleicht auch einen Entschluss fassen. Allerdings... wenn ich dich richtig einschätze, ist das alles für die Tonne, weil du am Wettkampftag sowieso rennen wirst wie es dir in dem Moment in den Sinn kommt.

Meine Vermutung... :wink:

gecko
13.10.2014, 21:46
Lilly,
Deine Vermutung täuscht Dich vorraussichtlich nicht, denn da bin ich am Ende meines letzten Beitrages auch selber hingekommen ;)



Was ich damit sagen will: Egal was ich mir vornehme, ich werde eh zu schnell starten und höchstwahrscheinlich ein heftig anstrengendes Rennen laufen :D


Sonntag bin ich schlauer

Lilly*
13.10.2014, 22:06
huch, wieder nicht richtig zugehört.. Asche auf mein Haupt! :peinlich:

Gid
13.10.2014, 22:39
Die Strecke selbst ist übrigens flach aber zu 100% Sandweg
Wie denn auch anders als flach bei euch? Sandweg meint aber schon, dass der Untergrund fest ist? So eine flache Strecke ist ja eigentlich die beste Voraussetzung ein gleichmäßiges Tempo zu laufen, was eigentlich auch die beste Garantie dafür ist seine Zielzeit zu erreichen. Vielleicht die ersten drei km 2 - 5 sec langsamer als die eigentlich Zielpace um dann so bei km 7 - 9 die verlorenen Sekunden wieder reinzulaufen und den Rest das Ding nach Hause bringen ... eigentlich, wenn da nicht das :teufel: wäre. Was solls, lass es kacheln und "wenn rein gar nichts mehr geht, einfach locker weiter laufen"

Gruß
Gid

gecko
15.10.2014, 10:16
Moin Gid,
ja, Sand heißt: Befestigter Weg. Das ist halt so ein typischer Spazierweg um einen See herum.
Und wiederum ja, so werde ich es machen: Loslaufen und ankommen.... Ich kann mich nie an meine eigenen Vorgaben halten, das war schon früher so.

Die heutige Überschrift lautet übrigens:

Barfuß nicht im Park

...sondern auf dem Laufband.
Das war am Montag und ich habe dort die vorletzte Qualitätseinheit vor dem HM am Sonntag absolviert. Eigentlich sollte die ja gestern stattfinden, aber da hatte ich einen Tag Urlaub und war mit meiner Familie im Hansapark, das hatte auch eine gewisse Qualität :D
Erwähnenswert hier ist :
Der Fluch von Novgorod (http://www.kataplektor.de/de/)
ACH DU SCHEI SSE..... In 1,4sec auf 100km/h und eine Sturzfahrt mit 97Grad. Ja genau tatsächlich negativ. Ich bin doch etwas blass geworden... Wieviel Kalorien verbrennt man eigentlich bei dem Versuch sich nicht einzunässen? Gefühlt waren es so um die 3000

Aber nun zum Laufbandmontag:

Bin wie gesagt mal wieder Barfuß gelaufen. Das liebe ich einfach so als eingeschobene Trainingseinheit. Ich hab mich nicht groß verausgaben wollen, sondern bin 20min mit gemütlichen 10km/h gelaufen, dann habe ich 2km in einer Pace von 4:45 absolviert und dann noch 10min wieder mit 10km/h zum Auslaufen. Was ich dabei gemacht habe ist mal meinen Puls im Auge zu behalten, denn auf dem Laufband geht das ja ganz gut.
Ich bin eigentlich immer recht hochpulsig unterwegs gewesen und wollte mal wissen ob und wenn ja was sich denn in den letzten Monaten so verändert hat.

Also die ersten 20min haben mich auf 142 gebracht
Nach den beiden schnellen Kilometern war ich bei 167
Und nach dem Auslaufen war der Puls wieder auf unter 150 gefallen.

Ohne meine exakte HFmax zu kennen, mutet das für mich ganz ok an. richtig aussagekräftig ist es natürlich nicht, vor allem ist kein Max Puls dabei, aber nun ja...

Morgen gibt es nun noch mal ein paar kurze Tempoeoinheiten und dann is gut :)
ein bisschen erkältet bin ich immer noch, aber es scheint kein richtiger Infekt zu werden. Bisher fühle ich mich nicht groß krank. Toi toi toi...

gecko
16.10.2014, 16:08
So heute mal ohne Überschrift und nur ganz kurz der Vollständigkeit halber....

Habe eine lockere Alsterrunde gedreht (8km) und bin dabei Kilometer 3 und Kilometer 6 mit einer höhereren Pace gelaufen, als ich im Rennen vorhabe. Also laufen will ich durchgehend um die 4:45, möglichst stabil und die beiden schnellen Kilometer eben bin ich mit 4:10 gelaufen. Die anderen 6km zwischen 5:15 und 5:25
Das muss jetzt reichen.

Morgen mache ich noch mal die halbe Strecke morgens oder Abends, also 4km, aber gänzlich ohne Anstrengung und am Sonnabend morgens noch 2km zum Brötchenholen (einen hin und einen zurück) im Trabetempo und dann gehts los.... :)

Wenn ihr wüsstet, wie aufgeregt ich dieses Mal schon bin. Ich komme mit vor, als wäre ich wieder 14, verrückt.....

Lilly*
16.10.2014, 16:09
Und Sonntag bist du dran?

gecko
16.10.2014, 16:15
Jep
Ich habe auch extra meine Wunschpace ziemlich nach oben geschraubt, bzw. nach unten, also in Richtung "Ui das ist fix".
Zu tief stapeln hilft hier nicht weiter, ich brauche SCHUUUUUB :)
Ich scharre schon jetzt dauernd mit den Hufen....

dicke_Wade
17.10.2014, 03:48
Erwähnenswert hier ist :
Der Fluch von Novgorod (http://www.kataplektor.de/de/)
ACH DU SCHEI SSE..... In 1,4sec auf 100km/h und eine Sturzfahrt mit 97Grad. Ja genau tatsächlich negativ. Ich bin doch etwas blass geworden... Wieviel Kalorien verbrennt man eigentlich bei dem Versuch sich nicht einzunässen? Gefühlt waren es so um die 3000

Mit sowas kamma mich ja auch locken :geil: Im Europapark Rust bisch mal mit nem ähnlichen Teil gefahren das mit Linearmotoren auch so dermaßen beschleunigt hat *sabber*


Wenn ihr wüsstet, wie aufgeregt ich dieses Mal schon bin. Ich komme mit vor, als wäre ich wieder 14, verrückt.....
Das isses! So muss das sein und dann macht der HM richtig Spaß. Gute Restvorbereitung wünsche :daumen:

Gruss Tommi

gecko
19.10.2014, 13:02
So Leute,

heute nur die Kurzform, sozusagen die Vollzugsmeldung. Die Tage kommt dann auch ein Laufbericht.
Mit 1:41:14 habe ich mein Wunschziel, die Sub100 knapp verpasst, aber ich bin trotzdem sehr, sehr zufrieden. Immerhin war es mein HM Debüt.
Ich muss auch sagen, dass ich nichts falsch gemacht habe, ich habe die letzten Kilometer schon Nebenluft gezogen.... es war schlicht nicht mehr drin und ohne Wettkampfbedingungen, hätte ich die Pace von 4:44 auch keinesfalls durchgezogen.
Alles ist gut :) und die Sub100 fällt schon noch

Das BESTE, das ALLER ALLER BESTE an der ganzen Sache ist und bleibt, dass ich nach wie vor weitestgehend beschwerdefrei bin !!!
Nur unter meinem rechten, äusseren Knöchel , tut so ein ganz bisschen was weh. Das tut es aber schon seit Wochen, ist wirklich nur ein bisschen und wird weder schlimmer noch besser. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein paar Regenartionswochen, mit reduziertem Pensum, um das wieder zur Gänze loszuwerden. Dann ist mehr Zeit für Kraftsport, ich hab nämlich langsam wieder 'ne Hühnerbrust bekommen :D

Schönen Sonntach Euch allen

Lilly*
19.10.2014, 17:56
4:44! Schnapszahl! Jetzt ist Zeit, um ne Runde zu geben!

Glückwunsch!!!!

GlücksKind
20.10.2014, 06:29
Wohooo Wahnsinn - was für ein HM-Debut :bounce: Glückwunsch, das war echt ne klasse Leistung aber gut wir ham von dir ja nix anderes erwartet :pokal: Bin gespannt auf deinen Bericht :abwart:

cappucino15
20.10.2014, 08:41
Glückwunsch Gecko!!! Schnapszahl in der Pace ist doch fast noch besser, als das Zeitziel zu erreichen!!! Erhol Dich gut und dann startest wieder durch!

Ähhm: vergiß uns nicht vor lauter Eisen pumpen :zwinker2:

Lilly*
20.10.2014, 08:53
Wenn ich mich richtig erinnere, hat Gecko im Februar mit dem Laufen begonnen. Die enormen Fortschritte und wie genial es lief, hat man ja schon länger hier lesen können, deshalb bin ich über das Ergebnis gar nicht verwundert. Aber man sollte sich noch mal vorhalten, wann er angefangen hat und dass er jetzt 4:44 im HM gelaufen ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie geil ist das denn bitte!!!! :daumen:

Wenn ich das nächste Mal in Hamburg die Alsterrunde drehe (mache ich gerne, wenn ich in Hamburg bin), dann werde ich den Boden knutschen, auf dem er läuft! :zwinker5:

gecko
20.10.2014, 09:15
:) Moin Mädels...

Ja, ich bin wirklich sehr zufrieden mit Allem, seit ich angefangen habe. Das kleinreden zu wollen, wäre auch fehl am Platze.
Selbst heute... so gut wie keinen Muskelkater, nur müde, schwere Beine, aber das dürfen die auch :)
Ich mach mich jetzt mal an meinen Laufbericht. Als kleines "Sahnehäubchen" kann ich schon mal ein Kurzflimchen von meinem Zieleinlauf ankündigen, dass meine Frau gemacht hat. Die Kommentatorin, die da zu hören ist, ist echt mal witzig :D

Bis später

PS: Ich würde das Bodenküssen sein lassen.... eindeutig zu viele Hunde auf der Strecke !!!

Gid
20.10.2014, 10:31
Selbst heute... so gut wie keinen Muskelkater
Dann bist du zu langsam gelaufen :teufel:

Hammerleistung und das ist ja erst der Anfang. Ich kann mich Lilly anschließen: richtig klasse so eine Entwcklung zu sehen. Weiter so! :daumen:

Gruß
Gid

Rundevil
20.10.2014, 11:56
Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu deiner Leistung. Freue mich schon sehr auf deinen ausführlichen Bericht. Wir sind ja quasi End-Sechziger-Neu-Läufer in paralleler Fortschrittsentwicklung. Ich habe zwar schon ein halbes Jahr eher das Laufen für mich entdeckt, aber erst Anfang 2014 konnte man von ambitioniertem Training reden. Meinen ersten HM bin ich letzte Woche in Leipzig gelaufen und in 1:39:33 klar unter sub100 geblieben. Da unsere Trainingsintensitäten so ziemlich gleich sind, beweist es sich doch wieder einmal, dass die kontinuierliche Arbeit auf ein Ziel hin Ergebnisse hervorbringt, an die man vor nicht allzu langer Zeit nie gedacht hätte. Und das Wichtigste ... Leistungssteigerungen motivieren, am Ball zu bleiben. Bin gespannt, was die neue Saison bringt.

dicke_Wade
20.10.2014, 12:37
Ganz große Klasse gecko! Da hast du einen wahrhaft tollen Einstieg in das Halbmarathon-Gewetzte hingelegt. Ganz dicken Respeckt! :daumen: Ich glaube, da ist in den nächsten Jahren noch richtig was zu erwarten bei dir :)

Gruss Tommi

gecko
20.10.2014, 13:01
Laufbericht ist gerade frisch veröffentlicht

Nicht zuletzt hat auch dieses Forum etwas zu meiner Laufbegeisterung beigetragen.
Sich mit Gleichgesinnten bzw. Gleichgestörten austauschen zu können, ist einfach eine großartige Sache. Und ich habe hier wirklich viele Anregungen und Tipps bekommen und viele nachahmenswerte Dinge gelesen und Leute kennengelernt.
An dieser Stelle wirklich mal ein herzliches Dankeschön an Euch alle !!

@Rundevil: Wer auch noch gut in unseren "Club" passt ist ZacMcKracken. Der hat vor Kurzem sein HM Debüt auch mit einer Sub100 gestartet. Wir wären bestimmt ne gute Truppe, so als Lauftreff.