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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleine Kaufberatung + Fußwechsel mit Oxelo Scooter Town 9 Easyfold möglich?



Sunrise08
20.04.2015, 18:50
Hallo allerseits,

ich hoffe, dass mein Anliegen in dieses Unterforum gehört, sonst bitte verschieben.
Zunächst etwas zu meiner Person.
Ich bin mit Baujahr 1963 nicht mehr der allerjüngste. Fahrradfahren kann ich aufgrund einer langjährigen Prostatitis jetzt endgültig begraben, nachdem ich seit Wochen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und offenem Fahrradsattel unangenehme akute Beschwerden habe.
Und da mir Spazierengehen etwas zu langsam ist bzw. die Reichweite mit meiner mir zur Verfügung stehenden Kraft etwas zu gering, und Bewegung aufgrund mehrerer anderer Erkrankungen (MS, Bandscheiben, Gelenke) für mich ziemlich wichtig ist, wollte ich jetzt einen vorsichtigen Versuch machen, ob nicht ein Tretroller die Lösung des Problems wäre. Möglichst nicht so teuer für den Anfang, falls es nicht klappt. Apropo klappt :), ein kleiner Klapproller soll es sein, damit ich ihn auch mal über die Schulter hängen ö.ä. kann. Verwenden werde ich ihn ohnehin ausschließlich auf Asphalt. Eine Handbremse ist mir wichtig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich in meiner direkten Umgebung ein paar recht steile Hügel habe, die ich ohne eine solche Bremse nicht gerne herunterfahren möchte.
Nach einiger Recherche hab ich diesen hier gefunden:
City-Roller Scooter Town 9 Easyfold weiß OXELO - Roll_Eissport_Rollsport Skate-... (http://www.decathlon.de/city-roller-scooter-town-9-easyfold-wei%C3%9F-id_8329371.html#anchor_ComponentProductT echnicalInformation)
Ich bin der Meinung, dass er, so weit ich das beurteilen kann, am besten zu meinen persönlichen Anforderungen passt. Er gefällt mir jedenfalls sehr gut. (Sollte ich mit dem Rollern und mit diesen Roller zurechtkommen, erwäge ich für das nächste Jahr evtl. den zusätzlichen Kauf eines Großrollers.)
Die einzige Frage, die ich dazu habe ist die, ob ich damit auch einen vernünftigen Fußwechsel hinbekomme. Ich stelle mir als Anfänger vor, dass evtl. das Pad, wo man drauf steht, möglicherweise zu viel Grip hat und man die Füße für den Wechsel nicht vernünftig wegdrehen kann. Meine letzte ähnliche Erfahrung war vor ca 25 Jahren, als ich das letzte Mal auf einem Skateboard gestanden bin. Auf dem war wegen der Reibung des Pads eine Fußdrehung wie nötig so gut wie unmöglich.
Kann mir jemand von Euch etwas dazu sagen? Ist meine Befürchtung unberechtigt? Bin ich mit diesem Teil vielleicht doch nicht gut beraten? (Ich hoffe mal, dass solche kleinen Roller hier auch unterstützt werden.)
Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.
Noch eine zusätzliche Bemerkung nach sicher über hundert gelesenen Threads: es macht mich sehr froh, dass es hier so ein feines Forum gibt zu einem doch so seltenen Fortbewegungsmittel/Sportgerät :)

Gruß
Sunrise08

fightersmurf
20.04.2015, 21:11
Hi Sunrise08,
woher kommst du denn?
Am Wochenende ist in Germersheim die Spezialradmesse, der DTRV wird dort mit einigen Großrollern zum Ausprobieren vertreten sein.
Falls das in deiner Nähe liegt würde ich Dir empfehlen, vorbeizukommen.
Ich weiss nicht, in wiefern diese PU-Räder und die Dämpfung wirklich sinnvoll sind für Gelenke und Bandscheiben, ich könnte mir vorstellen, dass vernünftige Luftreifen wie Schwalbe Big Apple hier sehr viel sinnvoler sind.
ciao
Ralf

Sunrise08
20.04.2015, 21:25
Danke für die Antwort, Ralf. Bin in Niederbayern, Germersheim ist mit Sicherheit zu weit weg. Die einzigen Roller, die mir hier je begegnet sind, waren unter den Füßen von Kindern. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich hier eine Möglichkeit finde, so ein Ding auszuprobieren. Außerdem würde sich wohl erst bei längerem Gebrauch herausstellen, ob diese Fortbewegungsart etwas für mich ist oder nicht. Aber meine Frage bezog sich auch auf einen speziellen Kleinroller und dessen Fußbrettauflage. In der Beschreibung steht dazu: Das Deck des neuen Town 9 EF 2015 ist mit einem Griptape aus Gummi versehen, das Vibrationen dämpft und so den Fahrkomfort erhöht. Daher meine Frage. Ich geh mal davon aus, dass nicht alle Roller solche vermutlich rutschfesteren Auflagen haben. Ich vermute auch, dass solche kleinen Roller eher nicht dafür optimiert sind, korrekt mit Fußwechseln zu fahren. Aber das ist nur ein Gedanke.
Das mit den Vibrationen ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Es soll sich um spezielle Rollen aus High-Rebound-PU-Gummi handeln, und zum Thema Federung steht dort Federung vorne, Hinterachse mit Antivibrationssystem. Daher hoffe ich, dass das Problem mit Vibrationen beim Fahren nicht gravierend ist. Irgendwo hab ich gelesen, dass solche Rollen einen spürbar geringeren Rollwiderstand besitzen als Luftreifen. Das wiederum könnte für mich ein Vorteil sein, da ich, wie schon beschrieben, vorhabe, damit nur auf Asphalt zu fahren.
Ich hab schon überlegt, den Gummiüberzug mit irgendwelchen Klebebändern abzukleben, falls der Fußwechsel dadurch erschwert wird. Aber eine optimale Lösung ist das sicher nicht.

HansB
20.04.2015, 21:38
Das Deck des neuen Town 9 EF 2015 ist mit einem Griptape aus Gummi versehen, das Vibrationen dämpft und so den Fahrkomfort erhöht. Daher meine Frage. Ich geh mal davon aus, dass nicht alle Roller solche vermutlich rutschfesteren Auflagen haben. Ich vermute auch, dass solche kleinen Roller eher nicht dafür optimiert sind, korrekt mit Fußwechseln zu fahren. Aber das ist nur ein Gedanke.
Das mit den Vibrationen ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Es soll sich um spezielle Rollen aus High-Rebound-PU-Gummi handeln, und zum Thema Federung steht dort Federung vorne, Hinterachse mit Antivibrationssystem. Daher hoffe ich, dass das Problem mit Vibrationen beim Fahren nicht gravierend ist. Irgendwo hab ich gelesen, dass solche Rollen einen spürbar geringeren Rollwiderstand besitzen als Luftreifen.

Gute luftbereifte Roller brauchen keine speziellen Federungen, Antivibrationssysteme oder dämpfende Matten. Das schreiben die nur, weil sie wissen, wie sehr ihre Kleinroller auch auf Asphalt noch hoppeln und vibrieren.
Und die Sache mit dem Rollwiderstand ziehe ich erheblich in Zweifel: Vielleicht auf einem Bootsdeck aus Stahl, keinesfalls auf Asphalt. Zu geringer Durchmesser, zu hart.
Ich würde das nicht kaufen, wenn ich schon gesundheitliche Probleme habe. Für einen etwas höheren Preis gibt es schon luftbereifte 12-Zoll-Roller, die um Klassen besser sind.

Hans

Sunrise08
20.04.2015, 22:19
Es ist mir schon klar, dass große luftbereifte Roller, was die Vibrationen angeht, Kleinrollern mit PU-Rollen sicher überlegen sind. Deshalb sind natürlich auch diese zusätzlichen Federungsmaßnahmen nötig und sinnvoll. Wie weit sie wirkungsvoll sind, kann ich nicht beurteilen.
Und das mit dem Rollwiderstand hab ich von dieser Seite: Klapproller (http://www.tretroller.de/klapp.htm). Davon abgesehen, dass ich natürlich nicht weiß, ob das stimmt, handelt es sich hier natürlich auch um einen ganz anderen Roller als den, den ich in die engere Wahl genommen habe. Ich halte es aber für nicht unwahrscheinlich, dass sich beim Fahren auf Aspalt mit dem Oxelo-Roller die Vibrationen in ausreichend geringen Grenzen halten.
Warum anfangs zunächst ein kleiner Roller? Grund eins, ich habe zuhause extrem wenig Platz. Wenn ich einen großen Roller unterbringen will, muss ich mein Fahrrad aus dem Haus schaffen. Das wiederum möchte ich aber erst dann tun, wenn ich sicher bin, dass ich mit Rollern tatsächlich etwas anfangen kann. Den kleinen Klapproller bringe ich immer noch irgendwo unter. Außerdem gefällt mir die Vorstellung, dass ich einen solchen Roller auch zusammenklappen und enigermaßen problemlos mit mir herumtragen kann, während ich zu Fuß unterwegs bin. Nicht unwichtig ist das z.B. bei einem Weg, den ich häufig nehme. Dieser führt über eine Treppe von ca. 150 Stufen auf einen kleinen Berg. Von oben gibt es dann zahlreiche Strecken ins Tal. Das ist mit einem großen Roller kein Thema.
(Es kommt noch dazu, dass ein großer Roller in diesem Jahr nur gebraucht denkbar wäre (mal von besonders günstigen Modellen abgesehen), weil mir für einen neuen das Geld fehlt. Und dieses Jahr muss es sein. Aber da könnte ich natürlich Glück haben, wenn auch entsprechende Angebote sehr selten sind)
Ich bin bereit, von dem Oxelo-Roller abzulassen, wenn gravierende Gründe wirklich dagegen sprechen. Zunächst sprechen aber auch wichtige Gründe bei mir für ihn.
Unabhängig davon bleibt das Thema mit dem Fußbrett und dessen rutschfester Auflage und der Frage, ob damit Fußwechsel überhaupt möglich sind.

fightersmurf
20.04.2015, 23:16
Hallo Sunrise,
hier wird der Rollwiderstand im Vergleich zu Stunt-scootern und Skateboards gesehen, da ist diese Aussage auch ok. Der Vergleich zu einem luftbereiften Roller wird hier erst gar nicht gezogen, da die Klapproller mit PU-Rädern dort "kein Land sehen würden" ;).
Gleiches ist denke ich auch mit der Federung, klar sind sie gegen ungefederte andere PU-Rollen besser, aber eben kein Vergleich zu einem "richtigen" Roller.
Ich denke, Fusswechsel sind immer möglich, zu Not muss man das Grip-Tape eben entfernen oder durch andere Folien entschärfen.
Aber ich denke der Roller ist nichts für deine Ansprüche, trotz Federung werden die Erschütterungen für die Wirbelsäule und die Bandscheiben zu stark sein.
Wenn du von Niederbayern mal nach München kommst, schau doch einmal bei Isar Roller - Tretroller fr Mnchen (http://www.isarroller.de/) vorbei :)
ciao

Ralf

Sunrise08
20.04.2015, 23:40
Ich weiß nicht, warum das passiert, aber ich fliege immer wieder aus dem Forum raus und muss mich neu einloggen, obwohl ich bei angemeldet bleiben den Haken gesetzt habe, sehr lästig.

Vielen lieben Dank für Deine Antwort, Ralf. Direkter antworten könnte mir jetzt nur noch jemand, der genau diesen Oxelo-Roller besitzt (und selbst dann wäre es subjektiv), aber die Wahrscheinlichkeit ist wohl gering, dass ein solcher jemand hier vorbeischaut :)
Möglich, dass Du Recht hast. Dummerweise merkt man selbst auch erst dann, dass man falsch gelegen hat, wenn irgendwann die Beschwerden schlimmer werden. Eine Direkte Rückmeldung gibt der Körper oft leider nicht. Das wäre dann mein Risiko, falls ich mir das Teil trotzdem schicken lasse (aus genannten Gründen). Eine Weile probefahren und evtl. zurückschicken kommt leider wegen der Rollenabnutzung natürlich auch nicht in Frage.
Wie ich mich entscheiden werde, weiß ich jetzt noch nicht. 150 Euro umsonst auszugeben möchte ich natürlich auch vermeiden. Ich bin vor ein paar Jahren noch ab und zu mit Inlinern gefahren, die hatten viel kleinere Rollen und keine Federung, und an eine Zunahme der Rückenbeschwerden damals kann ich mich nicht erinnern. Das kann jetzt natürlich anders sein. Und Rollerfahren ist natürlich auch etwas anders als Inlinerfahren.
Als für mich momentan bezahlbare Alternative, sollte ich mich für größere Roller entscheiden, fällt mir jetzt nur die Marke Yedo ein. Aber ist die überhaupt empfehlenswert? (Edit: ich seh aber gerade, die sind zwar deutlich günstiger, die Preise gehen aber auch schnell auf ca. 250€, und der Gebrauchtmarkt ist ziemlich bescheiden nach einer ersten Quersuche im Netz - zumindest wenns ums Verschicken geht.)
In München war ich leider auch schon länger nicht mehr, weil die über 130 km Autofahrt (einfach) für mich recht beschwerlich sind und oft gar nicht möglich. Aber falls mich der Weg dort hin führt, schau ich mal, ob ich einen Abstecher in diesen Laden mache. Danke für den Tipp!

Gruß
Sunrise08

DoktorKult
21.04.2015, 09:27
Hallo Sunrise 08,

ich würde bei deiner Vorgeschichte auch von solch einem Roller abraten. Das Fahren damit stelle ich mir auf "längere" Strecken extrem unkomfortabel vor. Ich würde ihn an deiner Stelle einfach mal bei Decathlon probefahren. Das ist bei Decathlon eigentlich immer möglich

1. Kannst Du gucken ob das mit dem Fußwechsel klappt

2. Kannst Du dir den Komfort angucken - aber bedenke - die Böden in der Filiale entsprechen nicht mal den neuesten oder glattestem Asphalt - der ist immer schlechter.

Die nächste Filiale ist weniger als 40 km von dir entfernt - das würde ich mal in Kauf nehmen, auch wenn es ein wenig Aufwand ist.

Gruß vom Niederrhein

brnrd
21.04.2015, 11:01
Zu Microklapprollern wirst du wohl eher bei Let's Kick Scoot Forums (http://forums.letskickscoot.com/) fündig. Aus meiner Sicht sind die auch primär indoor von Nutzen, nix für ernsthafte Anwendung draußen, sobald es keine glatte Betonfläche oder der neueste Asphalt mehr ist. Gerade in deinem Fall würde ich dringend davon bzw einer solchen Fehlinvestition abraten, aber auch sonst wirst du hier im Forum kaum etwas anderes lesen, da hier der Fokus und die Präferenz (aus guten Gründen) auf sogenanten Großrad-/Renn-/Sport-Tretrollern für Erwachsene (bzw für Kinder jeden Alters) liegt. Ich denke, wir hatten schon einige ähnlich gelagerte Anfragen von Neulingen, siehe entsprechende Threads.

Sunrise08
21.04.2015, 11:12
Die nächste Filiale ist weniger als 40 km von dir entfernt - das würde ich mal in Kauf nehmen, auch wenn es ein wenig Aufwand ist.
Danke für den Tipp. Nur merkwürdig, ich hab bisher nur die Info weitergegeben, dass ich in Niederbayern wohne und ca 130 km von München entfernt, nicht, wo genau.Tatsächlich ist die nächste Decathlon-Filiale in Würzburg und damit deutlich zu weit von mir entfernt, da ich im Rottal wohne und somit viel weiter im Süden. Aktuell wären aber selbst 40 km nicht zu machen, da ich wegen der Prostatitis gar nicht sitzen kann.
Danke brnd für die Rückmeldung.
Nur der Vollständigkeit halber: es gibt auch Kleinroller mit Luftbereifung wie z.B. diesen hier:
Hudora Big Wheel AIR 205 Dual Brake | eBay (http://www.ebay.de/itm/Hudora-Big-Wheel-AIR-205-Dual-Brake-/371258428053?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item5670ba0a95)
Damit seh ich auch kein Land, oder? (Irgendwo hab ich gelesen, bei solchen Rollern kann das Aufpumpen eine Qual sein.)
Ist natürlich für so einen Kompromiss auch schon viel zu teuer, aber es gibt von dieser Firma auch günstigere Alternativen mit Luftbereifung unter 100 Euro, die zum Ausprobieren des Rollerns denkbar wären, leider dann ohne Handbremse.
Aber vom Kleinroller ohne Luftreifen bin ich jetzt schon so gut wie weg, soweit hab Ihr mich immerhin schon :)

brnrd
21.04.2015, 11:35
Vereinfacht: Je kleiner der Reifendurchmesser, umso größer der Rollwiderstand. Bei gleicher Größe, zB 205mm, (und sonstigen Parametern) ist der härte Reifen (PU) dem weicheren (in diesem Fall dem Luftreifen) diesbezüglich überlegen, klar. Ich würde einen 205mm (Außendurchmesser) Luftreifen eher nicht fahren wollen, einen mit 50-203 (Reifenbreite, Felgendurchmesser) hingegen sogar recht gerne.

Tipp: Informier dich mal in Ruhe über die im Forum besprochenen Modelle, über deren Vor- und Nachteile, zB Mibo Tiny, Kostka Street (Fold) etc.

Sunrise08
21.04.2015, 12:23
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, sind kleine Roller mit Luftbereifung also auch keine Alternative, weil der Rollwiderstand zu groß ist.
Meine aktueller Roller bei dem ich am Recherchieren bin, ist inzwischen der Kostka Tour Fun, trotz aller oben genannten Probleme, die mir durch einen so großem Roller entstehen.
Falls die Rollerei für mich nichts sein sollte, hab ich eben dieses große relativ teure Ding am Hals. (Ein K.O.-Kriterium könnte langfristig meine MS-bedingte Körperhalbseitenschwäche sein, die ich mal mehr, mal weniger spüre - aber dafür könnte der Roller bei vorsichtigem Training auch positiv sein.) Aber - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Beim Tour Fun sind keine Schutzbleche mit dabei. Die kann man zwar nachrüsten, aber das würde kostenbedingt erst später erfolgen. Ist Rollern ohne Schutzbleche gefährlich (z.B. Fuß in den Spalt zwsichen Hinterrad und Trittbrett)?

Edit: Egal was mit der Suche dieser Site suche, immer kommt "Ihre Suche erzielte keine Treffer". Schade. Muss ich wieder das ganze Forum von Hand durchsuchen.

D-Roller
21.04.2015, 12:40
Vielleicht ist das eine sinnvolle Option für dich:

Testen (http://www.flow-berlin.de/Tretroller-mit-Probezeit-1)

brnrd
21.04.2015, 13:18
offtopic: Die Forensuche ist in der Tat nicht optimal, mit den richtigen Suchbegriffen und Suche nach Beiträgen sollte es aber klappen. Evt hast du aber ein Cookie-Problem (s. auch das von dir beschriebene Login/out-Phänomen).

Der Kostka Tour Fun ist weder sonderlich groß, noch teuer – zugegeben, darüber ließe sich mal wieder vortrefflich streiten, aber das führt bekanntlich zu nichts. Auf dem Platz, den sonst ein durchschnittliches MTB belegt, lassen sich locker 2–3 große und kleine Roller parken – nicht geklappt, wohlgemerkt. Ich würde nach deinen Ausführungen eher sagen: Du hast ein (relativ zum aktuellen Nutzen) teures Fahrrad am Hals, mit dem du (derzeit) nichts anfangen kannst. EDIT: Alles nur eine Frage der Perspektive! ;)

Rollern ohne Schutzbleche ist nicht gefährlicher und auch nicht verboten – aber je nach Witterung eben dreckig. Also käme es für einen Alltags/Allwetterroller für mich nicht in Frage.

Sunrise08
21.04.2015, 13:58
Dankeschön!
@D-Roller: Auf der Seite war ich schon mal. Zunächst eine gute Idee. Dort scheint man allerdings ein ziemlich eingeschränktes Angebot zu haben, das durch die Option Tretroller mit Probezeit noch weiter eingeschränkt wird. Da ich auch kostenmäßig nur wenig Möglichkeiten habe, ist das für mich wohl keine Möglichkeit.
Ich werd zum Thema Kostka Tour Fun das Forum noch etwas durchforsten (gesucht hatte ich nur nach Kostka - und nichts gefunden), aber der Wunsch nach genau diesem Roller wächst. Ich bekomme immer mehr die Überzeugung, dass ich mir damit etwas Gutes tue.
Gebraucht würde mir jetzt helfen, aber es mangelt an vernünftigen Angeboten.
Bei schlechtem Wetter hab ich eher nicht die Absicht, mit einem solchen Ding herumzurollern, daher ist das mit dem Schmutz kein Problem. Das kann sich aber ändern.
Edit: Stimmt es, dass der Kostka Tour Fun keine Lenker-Höhenverstellung hat? Das stelle ich mir problematisch vor. Kein Mensch ist doch wie der andere.

Kollo
21.04.2015, 17:16
Also die Sache mit dem Rollwiderstand wird hier im Forum aber auch regelmäßig gründlichst übertrieben. Mag für Rennfahrer relevant sein, aber ganz sicher nicht für den Hobbyfahrer. Es ist keinesfalls so, daß man mit kleinen Rädern wie mit angezogener Bremse fährt, sondern einfach nur geringfügig (!) langsamer.

Im Übrigen ist überhaupt noch gar nicht klar, wie bzw. wofür genau Sunrise08 den Roller eigentlich einsetzen will. Für regelmäßige Spazierfahrten tut es auch ein Yedoo Ox. Solls ein großer Roller sein, der wenig kostet, dann -wie schon so oft empfohlen- der Kostka Tour Fun.

Angesichts des geschilderten Gesundheitszustandes kommt eine leistungsorientierte sportliche Nutzung mit Wettkampfambitionen wohl kaum in Betracht, oder?

Noch ein Wort zum Fußwechsel: langes Trittbrett (Kostka / Mibo) hilft. Oxelo ist ne Stolperfalle in dieser Hinsicht.

brnrd
21.04.2015, 17:32
Also die Sache mit dem Rollwiderstand wird hier im Forum aber auch regelmäßig gründlichst übertrieben.
Eh. Hier war der Kontext aber ein ganz anderer. Nämlich als Antwort auf die Frage des TE zu den 205mm-Rollen vs -Reifen.



Mag für Rennfahrer relevant sein, aber ganz sicher nicht für den Hobbyfahrer.
Im Kontext ist es schon relevant, wenn du die Wahl der Qual zwischen zB micro-mobility Flex-205 (PU) und Flex-Air hast – also zwischen Cholera und Pest.



Es ist keinesfalls so, daß man mit kleinen Rädern wie mit angezogener Bremse fährt, sondern einfach nur geringfügig (!) langsamer.
Hat niemand nix anderes nicht behauptet nicht. Wobei sich die 205mm-Außendurchmesser-Luftreifen auf den Microklapprollern mitunter wie Teig treten sollen. Ich würds nicht fahren wollen.




Noch ein Wort zum Fußwechsel: langes Trittbrett (Kostka / Mibo) hilft. Oxelo ist ne Stolperfalle in dieser Hinsicht.
Zum Oxelo kann ich nix sagen, nur allgemein zu kurzen Trittbrettern (Kickbike/K-Bike): Übung hilft.

Sunrise08
21.04.2015, 17:57
Nett, Eure Diskussion :) - Auch noch ne Idee wegen meiner Frage zu der fehlenden Lenkerhöhenverstellung beim Kostka Tour Fun (s.o.)?
Ich stelle fest, dass ich diesen Roller immer mehr haben möchte. Was habt Ihr nur mit mir gemacht... :)

Ja stimmt, Wettkampfambitionen hab ich bei weitem nicht. Hab zwar auch meinen Ehrgeiz, der mich nicht selten übers Ziel hinausschießen lässt, aber ich muss froh sein, wenn ich das Teil überhaupt einigermaßen gut nutzen kann. Vorstelllungen zur Verwendung: ich hab ein paar schöne lange Wege, überwiegend außerhalb der Stadt, die meisten asphaltiert, aber auch ein paar Feldwege ohne Befestigung dabei, die zum größeren Teil eben verlaufen. Dort würde ich gern täglich ein paar km zurücklegen und mich nach Möglichkeit langsam steigern. 10 km und mehr wären natürlich schön, aber ich weiß nicht, ob das nicht über meine Kräfte gehen wird (beim Radfahren war die letzten Jahre spätestens nach knapp 20 km Schluss, weil ich dann komische Ermüdungsschmerzen in den Knien hatte.) Auf die umliegenden Hügel würd ich auch mal hochschieben und dann wieder um so schneller nach unten.

HansB
21.04.2015, 18:55
Nett, Eure Diskussion :) - Auch noch ne Idee wegen meiner Frage zu der fehlenden Lenkerhöhenverstellung beim Kostka Tour Fun (s.o.)?


Lenkerhöhe kann man verstellen: Entweder Vorbau drehen oder aber die Spacer unter dem Vorbau wegnehmen und darüber wieder montieren. Keine fünf Minuten. Aber zu Beginn kann der hohe Lenker ja vielleicht auch ganz gut sein. Experimentieren kann man immer noch.

Hans

Sunrise08
21.04.2015, 20:14
Ah ok. Hier F.A.Q. | KOSTKA (http://de.kostka-kolobka.eu/dokumenty/faq/) wurde dieser Punkt angesprochen (1. Zeile), daher meine Frage. Hab keine Lust, sofort für so einen Speed Lifter zusätzlich Geld ausgeben zu müssen (wobei ich mich blöd gesucht habe, auf dieser Site eine Info darüber zu finden, was sowas kostet.) Aber das ist wohl nicht wirklich nötig. Danke.

brnrd
21.04.2015, 20:29
Nein, Speedlifter brauchst du wirklich nicht, es sei denn, unterschiedliche Leute wollen abwechselnd den Roller fahren, dann würde das evt Sinn ergeben. Speedlifter Twist wäre ggf interessanter, da Lenker in Parkposition 90° drehbar, braucht so weniger Platz. Nachteile: Die Dinger sind wirklich teuer, der Gabelschaft muss irreversibel angeschlitzt werden, das wiederum erfordert Einbau vom Fachmann. Günstiger wären höhenverstellbare/neigbare Vorbauten, so man das wirklich braucht. Ansonsten wie von HansB oben beschrieben, in der Praxis wird man (bei gleichem Fahrer) an der Lenkerposition irgendwann nichts oder nicht mehr andauernd ändern (wollen).

Sunrise08
21.04.2015, 21:04
Ich hatte mir deshalb etwas Sorgen gemacht, weil ich bei meinem Fahrrad eine ziemliche Mühe hatte, dass Sattel und Lenker die richtige Höhe haben. Der Lenker war letztlich immer etwas zu niedrig. Aber bei einem Roller ist das vermutlich nicht ganz so wichtig. Hoffe ich jedenfalls.

Sunrise08
21.04.2015, 23:30
Eine andere Frage beschäftigt mich noch bezüglich den Kostka Tour Fun.
Ist es Eurer Meinung nach empfehlenswert, diesen Roller direkt bei Kostka zu kaufen oder vielleicht eher bei einem anderen Online-Shop, der diese Roller führt (und vielleicht in Deutschland seinen Sitz hat)? Ich frage das deshalb, weil Kostka seinen Sitz in Tschechien hat und das möglicherweise im Service-Fall ein Nachteil sein könnte. Außerdem hat dieser dann vielleicht auch die Paypal-Bezahl-Möglichkeit, anders als Kostka, was mir ganz sympatisch wäre. Könntet Ihr in diesem Fall einen Händler empfehlen? Als mögliche Alternative denke ich da z.B. an Alb-Roller.de (edit: wobei bei diesem, wie ich gerade sehe, für Paypal Gebühren berechnet werden).

brnrd
22.04.2015, 00:49
Hast du dir mal die Preise auf der Kostka-Seite, beim genannten dt. Händler und einem (der im Forum empfohlenen) tschechischen Händler angesehen? Zu letzteren gibt es einen kurzen Thread…

Sunrise08
22.04.2015, 10:39
Ich suche .. und suche .. und finde bisher nichts. Ein Link wäre von Vorteil.
Ansonsten, der Preis ist identisch (234€)

D-Roller
22.04.2015, 10:50
guckst du hier:

Kolob (http://www.kolobezky-plzen.cz/canard-zero-cz/eshop/12-1-Kolobezky-KOSTKA/115-2-TOUR/5/669-Kolobezka-KOSTKA-TOUR-Fun-Cervena)

194,07 € + 15,00 € Versand

Ich habe dort schon problemlos 2 Roller bestellt und erhalten. Andere Foren-Teilnehmer haben auch gute Erfahrungen mit diesem Shop in Tschechien. Vaclav Jun (der Inhaber und aktiver Roller-Fahrer) kann Englisch.

Sunrise08
22.04.2015, 11:39
Ich kann mir vorstellen, dass für jemanden wie Euch, die dort erfolgreich und mühelos einkaufen, schwer nachvollziehbar ist. Aber "der Inhabe kann Englisch" + die ganze Site ist auf tschechisch ist für mich selbst noch deutlich unsympatischer als die Bedenken, bei Kostka direkt einzukaufen, auch wenn ich dort Geld spare. Ich selbst hab so meine Probleme mit englisch und möchte mich auch gern auf der Site, wo ich kaufe, ganz bequem bewegen können und keine Angst haben müssen, falls ich mal Kontakt mit dem Händler aufnehmen muss. Da bin ich eben bequem.
Ich denke, ich werde den Roller per Vorabüberweisung bei Alb-Roller.de kaufen. Das wird aber noch ein paar Wochen dauern. Aktuell fehlen mir noch die Mittel.
Aber trotzdem danke für den Link.

brnrd
22.04.2015, 13:32
Gut, beim Fun ist das preislich auch schon fast egal, wenn man gerne die heimische Wirtschaft und Staatskasse unterstützt, was ja auch kein Fehler sein kann. Was ich dann aber nicht verstehe, warum man mit Paypal bzw Kreditkarte zahlen möchte? Vielleicht kann mich mal jemand über die Vorzüge dieser Zahlmethoden (beim Rollerkauf – um hier relevant zu bleiben –) kurz aufklären.

Kollo
22.04.2015, 16:52
Paypal oder Kreditkarte geht schneller in der Abwicklung, so daß man in der Regel die Waren früher bekommt. Der Zahlungsablauf ist unkompliziert und bei Paypal gibts dann noch den Käuferschutz, der es leichter macht, sein Geld im Falle von Reklamationen oder gar Nichtlieferung zurückzuerhalten.

RollerRobby
22.04.2015, 20:19
Servus Sunrise,

hab mich bisher rausgehalten, hier gibt´s bessere Experten als meiner einer, aber ich begrüsse Deine Wahl Dich in Richtung eines "vernünftigen Rollers" zu bewegen :daumen:

Ich kenne mich ein wenig mit MS aus und kann Deine Entscheidung nur gut heissen. Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung berichten, dass sich bei mir sowohl die Koordination als auch der Gleichgewichtssinn in kürzester Zeit erheblich verbessert haben, die Differenzen zwischen der linken und rechten Körperhälfte sind nahezu ausgeglichen ... diese Differenzen hat übrigens auch ein völlig gesunder Mensch in geringerer Form ganz automatisch :wink:

Auch weiss ich aus eigener Erfahrung wie einen Krankheiten finanziell schnell ans Limit bringen, man steht nämlich mit einer nicht "staatlich anerkannten" Krankheit (habe kein MS) wie ich sie pflege ganz schnell alleine da und darf alles selbst löhnen, weil weder die Krankenkasse noch der Staat einem bei Berufsunfähigkeit unterstützt und als Selbständiger habe ich da mal ganz schnell an der Armutsgrenze geschnuppert ... aaaber ich hab´s ihnen allen gezeigt :D

Bei MS heisst es alles was präventiv oder unterstützend sein kann JETZT anzuwenden, um zukünftige Schübe weit rauszuschieben!

CROWD FUNDING (Vorschlag)
Schicke mir Deine Adresse per PN und ich stecke 10,- in einen Briefumschlag, vielleicht macht ja der ein oder andere mit? 5,- Scheine gibt´s ja auch, das sind 2 Bier in der Stammkneipe?

Wenn´s klappt will ich als Gegenleistung ein Bild von Deinem Roller hier in der Gallerie und hier eine ehrliche Nachricht wenn die Bestellsumme erreicht ist :)

Grüsse von der Amper,
Robby

RheinBergRoller
22.04.2015, 20:31
Hallo Sunrise,

ich bringe mal den Hill als Alternative zum Tour ins Gespräch. Den gibt es ebenfalls in der preiswerten Fun-Ausführung. Da du Platzprobleme hast: er ist etwas kompakter als der Tour und gleichzeitig vielseitiger einzusetzen. Der Lenker lässt sich sehr variabel einstellen, von senkrecht für gemütliches Cruisen bis stark nach vorne geneigt für sportliches Tempo machen. Er ist viel wendiger als der Tour, läuft aber trotzdem gut geradeaus. Wenn du nicht gerade 2 m groß bist, könnte der die bessere Wahl sein.

Sunrise08
22.04.2015, 21:29
@brnd:
Eigentlich mochte ich Paypal früher nicht so besonders, man hört nicht nur gutes drüber. Aber ich fühl mich inzwischen trotzdem wegen dem Käuerschutz damit besser als bei Vorkasse. Und natürlich ist es superbequem, wenn man so ungeduldig und faul ist wie ich nicht selten :). Klick und bezahlt.

@RollerRobby:
Nett, was Du schreibst. Tatsächlich mach ich mir schon ein Stück weit Sorgen, weil meine linke Körperhälfte, besonders mein Bein, häufig ein deutliches Schweregefühl hat und damit auch weniger Kraft. Das Bein trägt den Körper dadurch auch weniger gut, was in den letzten Monaten auch zu Hüftbeschwerden geführt hat. Jetzt habe ich Angst, dass durch die besonders hohe und neue Belastung das Problem schlimmer werden könnte. Aber bei Dir scheint das ja geholfen haben, auch wenn Du schreibst, dass Du keine MS hast. Meine Diagnose wurde erst 5 Jahre nach Beginn der Erkrankung gestellt.
Ich bin seither Frührentner, also staatlich abgesegnet, wenn es auch nicht ganz einfach war. Dadurch schwimme ich zwar nicht im Geld, aber, keine Sorge, ich komme über die Runden, auch wenn meine Wortwahl vielleicht etwas anders klingt. Dass ich momentan nicht flüssig bin, daran bin ich selbst schuld. Das Notebook fürs Sofa (weil ich wegen der Prostatitis schon seit 3 Monaten nicht am Schreibtisch sitzen kann,) hat doch ein ziemliches Loch in die Kasse gerissen, ist aber doch ein nicht lebensnotwendiger Luxus.
Also ganz lieb, Deine Sammelaktion, aber es geht sicher auch ohne. Und man muss ja auch nicht immer alles gleich sofort haben, nur weil man es haben will :)
Ein Foto kann ich natürlich trotzdem veröffentlichen, falls gewünscht. Vermutlich weiß jeder hier, wie so ein simpler Kostka Tour Fun aussieht :), aber ich werde extra mal, wenn ich damit unterwegs bin, ein Foto von mir und meinem neuen Spielzeug machen, weil Ihr so ein netter Haufen seid :) - Nee wirklich, so viel Hilfsbereitschaft wie bei Euch findet man wirklich nicht oft.

@RheinBergRoller:
Danke für den Tipp. Eigentlich war ich froh, die Qual der Wahl endlich hinter mir lassen zu können. Aber ich werde mal einen Vergleich machen und abwägen. Ich bin 1,80m groß, das sollte also kein Problem sein.
Da ich bisher keine Fahrpraxis habe, wird dieser Vergleich beider Roller natürlich seine Grenzen haben.

Viele Grüße ausm Rottal
Sunrise

Sunrise08
22.04.2015, 21:57
So mein Vergleich zwischen Hill und Tour fällt folgendermaßen aus:
(Quelle: Daten der Kostka-Site)
Hill im Vergleich zum Tour

+ 24,5 cm weniger Lagerplatzbedarf in der Länge -> letztlich vernachlässigbar
+ 900g leichter -> Mangels Erfahrung als relativ unbedeutend entschieden
+ 6 Euro billiger -> vernachlässigbar
+ Lenker Verstellbereich größer -> Mangels Erfahrung als für mich wenig relevant entschieden
+ Fahrbarkeit Stadt gut (Tour ausreichend) diese Strecken möchte ich vermeiden, daher unwichtiger, viele Möglichkeiten gibt es hier auch nicht

- Lenkermaximalhöhe 4cm weniger -> könnte spürbar sein, da ich eher die aufrechte Körperhaltung einnehmen möchte
- Fahrbarkeit Gelände unzureichend (Tour ausreichend) -> ich möchte damit auch unbefestigte Feldwege fahren
- Fahrbarkeit Straßen ausreichend (Tour gut) -> häufigste Fahrstrecken!

Entscheidung: Tour Fun!

(Als kleineren wendigeren Zweitroller könnte ich mir den Hill bzw. Hill Fun später mal vorstellen, aber für so eine Überlegung ist es bei weitem viel zu früh)

Sunrise08
23.04.2015, 00:16
Was höchstens nach den Fahrbarkeitsdaten von Kostka noch denkbar wäre ist der Kostka Hill 3. Allerdings ist der doch ein ganzes Stück teurer, die Wartezeit darauf daher doch zu lang und das Risiko, falls das Rollern nichts für mich ist, noch größer.
In diesem Zusammenhang kommen allerdings gewisse Zweifel an den Fahrbarkeitsdaten von Kostka auf.
Dann nämlich, wenn ich Kostka Hill 3 und Hill Twenty 3 Alivio vergleiche.
Letzterer ist noch etwas teurer als der Hill 3. Beide haben - bis auf die mir unklare Bezeichnung Stammzellen - identische technische Ausstattungen laut Kostka. Aber der Hill 3 hat im Gelände die Beurteilung gut, der Alivio nur ausreichend.
Was mich auch noch etwas wundert ist die Tatsache, dass der Hill 3 sogar noch etwas schwerer ist als der Hill Fun. Ich dachte, es müsste genauso sein wie beim Tour 3 im Verhältnis zum Tour Fun, der ja auch ein ganzes Stück leichter ist, da teurere und leichtere Materialien verbaut sind.

brnrd
23.04.2015, 11:34
Okay, ein Kurzabriss zu den div., aktuellen Hill-Varianten:



Hill Fun: 20/16 (Vorderrad/Hinterrad in Zoll), abgespeckte Basis-Einsteiger-Billig-Version mit einfachsten Komponenten, klassische Lackierung statt Pulverbeschichtung, evt auch weniger stabiler Rahmen(?), basiert auf Rahmen des Vorgängers des aktuellen Hill 3, Hill "2014" (Modelljahr 2013/14) bzw 2,
Hill 3: 20/16, aktuelle Modellgeneration #3 (Mj 2014+), überarbeiteter Rahmen
Hill Twenty 3: 20/20-Version, bessere Komponenten, (Mj 2014+)
Hill Twenty 3 Alivio: günstigere Ausgabe des Twenty 3 mit Alivio-Bremsen, Rahmen in weiß


Kostka "Stammzellen" = Vorbau (Übersetzungsfehler)

Das teurere, leichtere Komponenten verbaut sein sollten, dürfte ein Fehlschluss sein. Eher ist es beim teureren Modell ein stabilerer, schwerer Rahmen. Ja, Kostka lässt sich den besseren Roller auch besser bezahlen, klarerweise. Die Fun-Modelle bedienen nun mal das Einstiegssegment, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Sunrise08
23.04.2015, 14:32
Soweit klar.
Wegen dem Gewicht bin ich vom Tour ausgegangen. Der Tour 3 ist teurer und 700g leichter wie der Tour Fun. Hier scheint meine Annahme zu stimmen.

Und was ich etwas seltsam finde ist folgendes:

Hill Fun, 226€, Gelände unzureichend
Hill 3, 390€, Gelände gut
Hill Twenty 3, 514€, Gelände ausreichend
Der Sprung vom Fun zum 3 bei der Geländetauglichkeit ist schon erstaunlich, nur durch Verwendung anderer Räder, jedenfalls für mich. Kann das die Praxis bestätigen?
Und der Twenty 3 scheint hier wieder schlechter zu sein, nur durch Verwendung eines etwas größeren Hinterrades.

Ich wollte dem Kostka Hill eine Chance geben, und da ich mich nur auf Angaben im Internet stützen kann, muss ich diese eben genau anschauen. Das kompakte Ding find ich schon irgendwie eine feine Sache. Aber nur, wenn die Angaben zu den Fahreigenschaften des Hill 3 auch stimmen.

Und letztlich ist für mich eine wichtige Frage, in wieweit der Qualitätssprung vom Tour Fun zum Tour 3 bzw. vom Hill Fun zum Hill 3 sich beim Fahren auswirkt, besonders für einen Anfänger wie mich. Wieviel kraftsparender kann man damit fahren, um wieviel schneller ist man.
Möglicherweise wäre es doch sinnvoller, gleich eine bessere Qualität zu kaufen, anstatt nach recht kurzer Zeit einen zweiten teureren Roller anzuschaffen.

Sorry, wenn ich das Thema so in die Länge ziehe, aber ich gebe nicht gern unnötig Geld aus, und je weniger man von etwas Ahnung hat, desto schneller passiert genau das. Mir ist schon klar, Probefahren ist besser als jede Theorie, aber das ist eben leider nicht möglich.
Jetzt ist es wohl doch eher eine große Kaufberatung geworden.:peinlich:

Kollo
23.04.2015, 18:32
Diese lustigen Angaben kannst Du getrost vergessen. Sämtliche Hill und Tour Modelle sind prima für alles außer schweres Gelände/Downhill geeignet. Also Asphalt Rad-, Wirtschafts- und Waldwege, Bürgersteige -alles kein Problem. Ich meine, der Tour Fun wäre die beste Lösung, wenn Du nicht viel Geld ausgeben willst.

Sunrise08
23.04.2015, 18:42
Ich glaub der Hill ist nichts für mich, wenn ich seh wie die Leute auf den Fotos doch recht weit vorgebeugt draufstehen (ohne zu wissen, wie groß diese sind, werden aber nicht alle 2m-Menschen sein).
Zum aufrechten entspannten Rollern ist der Tour dann wohl doch eher geeignet. Stellt sich noch die Frage, ob es sich für mich lohnt, auf den Tour 3 zu sparen - oder eher nicht.

Kollo
23.04.2015, 20:29
Deine Größe und Dein Gewicht wären durchaus hilfreich bei der Beratung (hab ichs übersehen?). Ich würde schon eher auf den Tour 3 sparen, dann allerdings auch noch den Mibo Geroy in Betracht ziehen, sofern der noch irgendwo vorrätig ist. Der Nachfolger Malaga wäre mir persönlich aber schon viel zu lang.

Außerdem sind vielleicht noch die Gebraucht- bzw. Vorführroller von Stepshop.nl eine Überlegung wert:Stepshop.nl | Koopjeshoek (http://www.steptrading.nl/dev/category.php?id=242)

Es wird deutsch gesprochen, allerdings ist Kauf nur per Vorkasse möglich. Der Händler ist wirklich sehr zuverlässig und in der Szene gut bekannt.

Vestor
23.04.2015, 20:39
Hallo, Sunrise08,
die Lenkerhöhe der beiden, Hill und Tour, ist nun ziemlich gleich mit 4 cm entsprechend 2,5% Unterschied.
Wenn die Fotomodelle auf dem Hill eine andere Haltung einnehmen als auf dem Tour, liegt das eher am sportlichen Anspruch des Hill.
Ich selbst (187 cm) habe den Hill Fun seit etwa einem Jahr, habe anfangs ziemlich aufwendig und endgültig den Speedlifter eingebaut, um dann später festzustellen, dass für den geübteren Rollerer der niedrigere Lenker angenehmer ist. :klatsch:

Doch irgendwo und irgendwie eine Probefahrt?

Sunrise08
23.04.2015, 21:06
@Kollo:
Meine Größe hatte ich mit 180cm schon angegeben, Gewicht 73 (aktuell) - 78 (vor kurzem) kg.
Hab mal kurz die Seite angeklickt. Da dort alles auf holländisch ist, werde ich ne Weile brauchen, dort vergünstigte Roller zu finden. Aber ich schau mal, danke. (Edit: Habs gefunden, ist allerdings nur eine kleine Anzahl ganz anderer Fabrikate.)
@Vestor:
Ich kann mir schon vorstellen, dass 4 cm spürbar sein können. Wenn es als zu niedrig empfunden wird, ist man über jeden cm dankbar. Zumindest wars beim Fahrrad so. Ob ich mich je zu den geübteren Rollerfahrern zählen kann, bleibt abzuwarten. Ich bin es gewohnt, dass mein Körper wegen jeder Unbequemlichkeit meckert.
Nein, eine Probefahrt ist momentan nicht möglich. Bei uns gibts im Umkreis nichts Derartiges, und ich kann mich momentan leider nicht ins Auto setzen.
Vermutlich kann man keine Aussage darüber machen, um wieviel km/h ein Durchschnittsrollerfahrer mit dem Tour 3 in etwa schneller sein wird als mit dem Tour Fun, oder?

HansB
23.04.2015, 22:01
Vermutlich kann man keine Aussage darüber machen, um wieviel km/h ein Durchschnittsrollerfahrer mit dem Tour 3 in etwa schneller sein wird als mit dem Tour Fun, oder?

Nö,kann man nicht, ist aber auch irrelevant. Du bist kein Durchschnittsrollerfahrer, und von der Durchschnittsgeschwindigkeit war bislang nicht die Rede. Willst Du jetzt plötzlich Rennen fahren?
Nur so weit: Auf Asphalt bin ich mit meinem MiboMaster (16/20) nicht merklich langsamer als mit dem Geroy 26/16 bzw. 26/20.
Mach kein neues Thema auf, probier's einfach.

Hans

RheinBergRoller
23.04.2015, 22:06
Ich selbst (187 cm) habe den Hill Fun seit etwa einem Jahr, habe anfangs ziemlich aufwendig und endgültig den Speedlifter eingebaut, um dann später festzustellen, dass für den geübteren Rollerer der niedrigere Lenker angenehmer ist. :klatsch:
Das kann ich voll bestätigen. Ich habe mit einem Kickbike G4 mit hohem Lenker begonnen. Meine aktuellen Roller haben eine Lenkerhöhe von 88 cm (Kostka Street) bis ca. 93 cm (Mibo Geroy).



Doch irgendwo und irgendwie eine Probefahrt?
Das ist der entscheidende Punkt. Ob nun der Tour oder der Hill der für dich besser geeignete Roller ist, kannst du nur durch eine Probefahrt herausfinden. Dabei sollte das Bauchgefühl entscheiden: auf welchem fühle ich mich wohler?



Vermutlich kann man keine Aussage darüber machen, um wieviel km/h ein Durchschnittsrollerfahrer mit dem Tour 3 in etwa schneller sein wird als mit dem Tour Fun, oder?
Stimmt. Das hängt mehr von den Reifen als vom Roller ab.

Sunrise08
23.04.2015, 22:44
Du bist kein Durchschnittsrollerfahrer, und von der Durchschnittsgeschwindigkeit war bislang nicht die Rede. Willst Du jetzt plötzlich Rennen fahren?Hans
Natürlich will ich keine Rennen fahren. Und das Thema Durchschnittsgeschwindigkeit hab ich aus einem einfachen Grund angesprochen. Wenn ich mit dem Tour 3 deutlich flotter oder kraftsparender unterwegs wäre, dann würde sich die Mehrinverstition vielleicht mehr als auszahlen. Mir ist klar, dass man darüber kaum eine exakte Aussage machen kann. Aber es könnte sein, dass jemand meint, dass man als Anfängerfahrer den Unterschied eher nicht wirklich spüren wird, dann würde ich erst mal die Finger davon lassen. Meint man aber, dass die beiden Roller, was die "Leichtläufigkeit" (gibt's das Wort überhaupt? :) ) Welten trennt, wäre das wieder anders.
Warum ich alle diese Fragen hier stelle, hab ich oben bereits erklärt.


Das ist der entscheidende Punkt. Ob nun der Tour oder der Hill der für dich besser geeignete Roller ist, kannst du nur durch eine Probefahrt herausfinden. Dabei sollte das Bauchgefühl entscheiden: auf welchem fühle ich mich wohler?

Ich hab gerade beschrieben, warum eine Probefahrt eben wirklich nicht möglich ist. auch wenn sie noch so sinnvoll wäre.
Deshalb versuch ich ja so viel wie eben möglich hier an verwertbaren Infos zu bekommen.


Stimmt. Das hängt mehr von den Reifen als vom Roller ab.

Tour 3 und Tour Fun unterscheiden sich aber, was das Fahren angeht, in erster Linie in den Reifen (und den Naben). Oder täusche ich mich?
Und dann sollte es da doch auch einen spürbaren Unterschied im Tempo geben.

brnrd
24.04.2015, 11:32
Ich hab gerade beschrieben, warum eine Probefahrt eben wirklich nicht möglich ist. auch wenn sie noch so sinnvoll wäre.
Deshalb versuch ich ja so viel wie eben möglich hier an verwertbaren Infos zu bekommen.
Vollkommen richtig. Ich hätte mein Kickbike Race Max 20 damals auch ohne Probefahrt kaufen können, nachdem ich im Forum wochenlang nach- und auch mitgelesen hatte. Da es mE keinen Preisunterschied gab, wollte ich beim Händler vor Ort kaufen und der hat mir erstmal sämtliche Roller auch von Kostka und Mibo für kleine Proberunden hingestellt. Als Anfänger merkte ich da aber kaum einen Unterschied, zu sehr war ich mit der Beherrschung des Geräts beschäftigt. (Und ich hatte damals definitiv keine Gleichgewichtsstörungen o.ä.) Da ich ohnehin schon vom KbRM als Erstroller überzeugt war, ist es das dann auch geworden. Wenn du also die Zeit und Geduld hast, kannst du dir hier schon ausreichend Information für eine fundierte Kaufentscheidung anlesen. Insbesondere (Anfänger-)Kaufberatungen und Beiträge zu für dich in Frage kommenden Modelle würde ich dir besonders ans Herz legen.

Ansonsten kann ich mich den Vorpostern nur anschließen. Lenkerhöhe sollte je nach Modell und Vorlieben in etwa bei 85–95cm liegen, mehr braucht man bei deiner Größe idR wirklich nicht, weniger ist extra sportlich und für trainierte Fahrer interessant. #39 von Kollo stimme ich vollumfänglich zu.



Tour 3 und Tour Fun unterscheiden sich aber, was das Fahren angeht, in erster Linie in den Reifen (und den Naben). Oder täusche ich mich?
Für die Tour-Modelle gilt im Prinzip das Gleiche wie für die Hill, s.o. und andere Threads – Suchfunktion: "[x] suche nach Beiträgen", dann klappt das auch mit dem Finden.

Sunrise08
24.04.2015, 13:16
Tatsächlich, der Klick auf Beiträge hat gefehlt, jetzt funtzt es, feine Sache, danke Dir :)
Die von Dir geschilderte Situation kann ich mir gut vorstellen. Ähnliches ist mir schon öfter passiert. Man achtet in fremder Umgebung mit ungewohnten Dingen häufig nicht auf alles, was wichtig ist. Häufig ist man abgelenkt. Hinterher wunder ich mich über mich selbst, warum ich daran wieder nicht gedacht habe, warum das nicht aufgefallen ist. Aber natürlich ist es durch nichts zu erstetzen, das Teil, um das es geht, mal anfassen zu können.
Das mit der Höhe ist wirklich der Knackpunkt. Sicher habt Ihr mit dem was Ihr darüber sagt, Recht. Und vermutlich mach ich da keine Ausnahme. Meine Vorstellung, ganz entspannt und ziemlich aufrecht ohne Anspruch auf höhere Geschwindigkeit (für die meine Kraft meist sowieso nicht reichen würde herumzurollern, weil ich das nach vorn beugen nicht so gern mag (auch aufm Rad nicht mehr), ist wohl auch eher unrealistisch. Ich stand eben noch nie auf einem solchen Ding.
Sind die 96cm beim Kostka Hill eigentlich das absolute Maximum, oder könnte man da noch den einen oder anderen cm durch weiteres nach oben schwenken des Lenkers herausholen, falls es mir je doch zu wenig sein sollte? Im Verringern der Höhe ist der Hill wohl besser als der Tour. Und wenn man mit dem Hill 3 auch problemlos über Kies- und Lehm-Wege fahren kann, dann möchte ich lieber den Hill wählen. Der Gedanke, nicht mit so einem recht seltsamen Riesenteil herumfahren zu müssen, ist mir doch etwas angenehmer. (Soweit ich überhaupt weiß, was ich will... :) )

Edit: ich hab gerade mal bei unseren Fahrrädern die ungefähre Lenkerhöhen nachgemessen. Bei meiner Frau etwa 105 und 109 cm, beim meinem Rad 119 (!), aber ich hab auch einen ziemlich hohen Rahmen. Und Fahrräder sind auch keine Roller.

brnrd
24.04.2015, 14:16
Tretroller und Fahrräder zu vergleichen, ist in etwa so sinnvoll, wie Äpfel und Birnen: Erste sind Zweiräder, zweite Obst. Ansonsten haben sie wenig gemein. Lenkerhöhen vom Fahrrad und – ich lehne mich mal soweit aus dem Fenster zu behaupten: – daran geknüpfte Vorlieben haben für jene des Tretrollers wenig bis keine Relevanz. Wie ich auch aus anderen Erstkaufberatungen – die ich hiermit erneut zu lesen empfehle, da viele ähnliche Fragen wie diese darin bereits beantwortet sind – ableite, überanalysieren und -bewerten Anfänger die Lenkerhöhe beim Tretroller, mangels eigener Erfahrung mit selbigem. Aber dazu wurde oben eigentlich schon genug geschrieben:


Ich selbst (187 cm) habe den Hill Fun seit etwa einem Jahr, habe anfangs ziemlich aufwendig und endgültig den Speedlifter eingebaut, um dann später festzustellen, dass für den geübteren Rollerer der niedrigere Lenker angenehmer ist. :klatsch:

Zu deiner Beruhigung: Du kannst später noch immer einen anderen Vorbau und/oder Vorbauerhöhung einbauen, sollte es tatsächlich zu niedrig sein. Das habe ich zB bei meinem K6 gemacht – das kommt aber werksseitig mit nur max.79cm[!] Lenkerhöhe, das war mir dann doch zu sportlich. (S. dazu im entspr. Thread.) Mittlerweile habe ich erneut umgebaut und bin mit nun ~84,5cm glücklich.

EDIT, Nachtrag: Die exemplarisch angeführte, niedrige Lenkerhöhe beim K-Bike hat auch einen guten Grund, sie entspricht nämlich ganz den Gewohnheiten und Empfehlungen der tschechischen Tretrollerschule, denen reichen 75cm für sportliche Fahrweise auf diesen kleinen Rennmaschinen – alles eine Frage der Gewohnheit und des Trainings. Und: Woher nimmst du die Überzeugung, dass eine "aufrechte" Haltung auf dem Tretroller die natürlichere, bessere, weniger belastende ist? Ich denke, das ist ein klassischer Fehlschluss.

Sunrise08
24.04.2015, 14:49
Woher nimmst du die Überzeugung, dass eine "aufrechte" Haltung auf dem Tretroller die natürlichere, bessere, weniger belastende ist? Ich denke, das ist ein klassischer Fehlschluss.


Meine Vorstellung, ganz entspannt und ziemlich aufrecht ohne Anspruch auf höhere Geschwindigkeit (für die meine Kraft meist sowieso nicht reichen würde herumzurollern, weil ich das nach vorn beugen nicht so gern mag (auch aufm Rad nicht mehr), ist wohl auch eher unrealistisch. Ich stand eben noch nie auf einem solchen Ding.

Das ist keine Überzeugung, sondern eine Vorstellung, wie geschrieben. Sie kommt von meiner restlichen bisherigen persönlichen Erfahrung, dass ich häufig (und dann ziemlich schnell) Rückenbeschwerden habe, wenn ich etwas in Vorbeuge tue, und weniger, wenn ich mich aufrechter halte. Aber, wie geschrieben, vermute ich, dass das beim Roller anders ist. Durch diese Erfahrungen bin ich nur zwangsläufig vorsichtig geworden. Meine Rückenprobleme hab ich jetzt seit etwa 25 Jahren.

brnrd
24.04.2015, 15:09
Das hatte ich dann wohl anders interpretiert. Es geht um Gleichgewicht, Balance; der Bewegungsablauf ist dynamischer und vielseitiger, nicht so starr wie beim Fahrrad – "entspannt", was immer das auch bedeuten soll, ungleich "aufrecht" ungleich… usw. Wie erwähnt: Solche Fragen sind in anderen, ähnlichen Threads bereits ausreichend beantwortet.

jenss
24.04.2015, 15:27
City-Roller Scooter Town 9 Easyfold weiß OXELO - Roll_Eissport_Rollsport Skate-... (http://www.decathlon.de/city-roller-scooter-town-9-easyfold-wei%C3%9F-id_8329371.html#anchor_ComponentProductT echnicalInformation)


Ich finde den gar nicht mal uninteressant. Das ist ein großer Miniscooter, der nicht mehr so weit von einem kleinen luftbereiften Roller entfernt ist. Ob der Fußwechsel gut klappt, müsste man wohl selbst probieren, aber es geht sicher besser als bei den typischen Miniscootern, denn Radstand und Trittbrett sind etwas größer und der Lenker hat etwas Vorbau.

Die größere und teurere Alternative wäre das Klappkickbike:
https://www.facebook.com/media/set/?set=ms.c.eJw1x8ENACAIA8CNDNICdv~%3BFTFD ud2JSDJ3aBcdSH~_~_cU25hmfXv6AsXoeAM~_g~-~-.bps.a.946494085384041.1073741839.212000 622166728&type=1
j.

Sunrise08
24.04.2015, 16:39
Ich kann mir vorstellen, dass so mancher der hilfsbereiten Menschen hier, denen ich wohl ein Stück ihrer Geduld gekostet habe, jetzt ein wenig flucht über Deinen netten Post jenss, nachdem ich jetzt da bin, wo ich laut Rollerfahrer-Vernunft wohl auch hingehöre :) :
mein aktueller Wunschroller: Koskta Hill 3, rot :)
Aber als späteren möglichen zusätzlichen Roller hab ich den Oxelo trotzdem vorgemerkt, weil ich ihn auf seine Art ebenfalls für interessant halte. Nur als alleinigen Roller nicht mehr.
Bin jetzt sogar soweit, zu überlegen, ob ich den Hill dann nicht doch bei Kolob bestelle, bei allen Bedenken dieser Möglichkeit gegenüber. Kostet ja doch ein Stück mehr, als ich beabsichtigt hatte, und dort spare ich bei diesem Roller doch erheblich, ich glaub rund 80 Euro, wenn ich mich nicht täusche.
Dieses Kickbike, ohne dessen genaue Daten zu kennen, wäre wohl eher keine Alternative. Den Oxelo würde ich schätzen, weil dieser in einer Sekunde zusammenzuklappen ist und dann auch problemlos mal ein paar Treppen u.ä. getragen oder wie ein Trolley hinterhergezogen werden kann, falls das mal hilfreich ist. Und hier ist das Kickbike Clix eindeutig im Nachteil.

brnrd
24.04.2015, 16:53
Dein Post erheitert mich, Sunrise08! ;) Insbesondere wegen "Kolob"? Darf ich übel-setzen: "Tretro". Zur Erklärung: Die automatische URL-Erkennung-in-Link-Umwandlungsfunktion im Forum parst offensichtlich leider nur bis zum ersten, ihr unbekannten Zeichen im Titel der zu verlinkenden Seite, darunter das "ě" von "Koloběžky-Plzeň" – der Händler, den du wahrscheinlich meinst ("Tretroller Plzeň"). Es könnte natürlich ein anderer sein, denn irgendwas mit "Koloběžky" führen sie fast alle im Namen und Titel ihrer Websites. ;)

Sunrise08
24.04.2015, 19:35
Oha, das wusste ich nicht. Ich dachte das wäre immer der gleiche. Ich meine wohl den, der mir oben empfohlen worden ist, weiß gerade nicht von wem. Mir ist aber vorhin ein Grund eingefallen, weshalb ich das wohl doch nicht machen werde. Ich hab den Grundsatz, keine wichtigen persönlichen Daten per Mail zu verschicken. Viel zu unsicher. Fürs Kaufen im Internet verwende ich immer verschlüsselte Webseiten. Da so eine Kaufaktion in Tschechien aber per Mail abgewickelt werden würde, käme nicht nicht darumherum, Bankdaten usw. per Mail zu verschicken. Schade. dann wird es eben doch noch mal deutlich teurer.
(Edit: Bankdaten brauch ich natürlich nur, wenn eine Rückerstattung o.ä. notwendig ist, aber auch meine Adresse verschick ich - auch wenns vielleicht sinnlos erscheint - nur sehr ungern über Email .. ach ich weiß auch nicht, was ich mach...)

brnrd
24.04.2015, 19:36
mein aktueller Wunschroller: Koskta Hill 3, rot :)

Was spricht eigentlich gegen den Hill Twenty 3 Alivio, außer die Länge (Trittbrett,Radstand,Gesamt)? Preismäßig dem Hill 3 sehr nahe.


Dieses Kickbike, ohne dessen genaue Daten zu kennen, ist […] eindeutig im Nachteil.
Dann sieh dir mal die Daten und Bilder an: Angeblich 8kg. Ich dachte ja, der primäre Nutzen wäre das Rollen und dann das Klappen/Tragen. Trolleyfunktion dürfte, wie es aussieht, auch gegeben sein. Egal, kommt eh erst im Sommer und testen konnte es wohl auch noch kaum jemand, zumindest niemand, der darüber schon einen Bericht geschrieben hätte.

Ich trage übrigens mein K-Bike K6 treppauf/treppab. Zwar wiegt es wohl unter 8kg, dafür wird auch nichts geklappt. Was bringt mir ein Microklapproller, den ich streckenweise wegen der Wegbeschaffenheit gar nicht fahren kann/möchte? Achso, ja: Oberarmmuskulatur, ich erinnere mich – damals zum Millenium war ich auch einer der ersten mit dem Teil von micro-mobility. Das wog zwar nur ~4kg, aber hey, besser als gar kein Hanteltraining. Falls Kaufinteresse besteht: OVP vorhanden, Neupreis waren damals 1.999,– österreichische Schilling. :wink:

Sunrise08
24.04.2015, 19:49
Angeblich soll laut Kostka der Alivio deutlich schlechtere Fahreigenschaften auf Gelände haben. Und zudem noch teurer. Darüber hatte ich in diesem Thread auch schon geschrieben. Warum soll ich ihn dann nehmen?
Der Oxelo-Roller wiegt 5,9 kg, das ist sehr viel leichter - und ist mit 149 Euro sicher auch sehr viel billiger. Der wäre auch grundsätzlich nur für gute Asphaltstrecken gedacht gewesen, also nicht zu vergleichen mit der Anwendung eines Hill. Das hatte ich ganz am Anfang dieses Threads beschrieben. Treppen rauf und Straßen runter und so.

brnrd
24.04.2015, 19:55
Die Kostka-Infos bzgl Fahreigenschaften würde ich nicht überbewerten. Die Alivio-Version des Twenty 3 hat nur weniger tolle, aber immerhin Shimano-Bremsen (für mich auch kein Kaufgrund). Preis sind +~3€ bei Kolobezky Plzen im Vgl zum Hill 3. Klar, der längere Radstand lässt ein früheres Aufsetzen vermuten. Grund wäre für mich, auf ausgedehnteren Touren nicht für zwei Radgrößen Ersatz mitführen zu müssen.

Sunrise08
24.04.2015, 20:27
Auch wenn ich die Angaben bei Kostkas nicht überbewerten wollte, müsste ich den Unterschied zwichen gut und ausreichend ignorieren. Nicht wenig. Ob ich in Tschechien kaufen werde, weiß ich noch nicht. Und ausgedehnte Touren dieser Art wird es bei mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals geben. Daher sehe ich für mich keinen Grund für den Alivio.
Wenn ich die Fahreigenschafts-Angaben von Kostka nicht so wichtig nehmen soll, dann wächst mein Zweifel auch wieder generall am Hill. Denn beim Hill Fun sollten die Fahreigenschaften für Gelände nur ausreichend sein, beim Hill 3 aber gut. Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Und wenn dieser Zweifel wächst, wäre der Hill wieder generell vom Tisch, und übrig bliebe der Tour 3.

Tempelhofer
24.04.2015, 20:59
Bei deinem Alter und der nicht mehr so optimalen Gesundheit sollte eine wichtige Überlegung bezüglich des Sturzrisikos getroffen werden.
Diese Mikroroller wie der Oxelo repräsentieren ein erhebliches Sturzrisiko. Die sind mit keinem luftbereiften Roller auch nur annähernd zu vergleichen bezüglich der Sicherheit. Ich halte die auch deswegen für dich generell als nicht und gar nicht geeignet.
Du solltest einen möglichst großen Roller mit möglichst großen Rädern und mit möglichst tiefem Brett nehmen.

Fernerhin, es ist praktisch unmöglich, als Einsteiger ohne praktische Erfahrung die genauen Unterschiede zwischen den genannten Modellen auch wirklich zu verstehen. Das läßt sich beliebig hin- und herdrehen bis irgendwann die Ermüdung eintritt und du gar nichts kaufst.

Und die Werbeversprechen und Aussagen der Hersteller sind meißtens purer Blödsinn. Vertraue einem deiner Tippgeber und kaufe das von ihm empfohlene Teil. Gehe davon aus, daß du nach einiger Zeit besser Bescheid weißt und dann besser erkennen kannst, was für dich gut ist und du dann neu kaufst. So ist das nun mal. Warum haben wir hier denn alle so viele Roller? Die Statistik sagt außerdem, daß die meißten Einsteiger bald wieder aussteigen. Als Aussteiger kann man den Roller mit nicht so viel Verlust wieder verkaufen.

Warum du nicht in CZ kaufen willst, ist mir nicht klar. Es ist unwahrscheinlich, daß du einen von Anfang an defekten Roller erhältst. Es wird also keine Reklamation und keine Rückerstattung geben. Dein Argument ist ein Argument gegen alle Internetshops, auch gegen die in D. Aber anders als übers Netz kannst du keinen Roller erhalten.

KarinB
24.04.2015, 21:45
Auch wenn ich die Angaben bei Kostkas nicht überbewerten wollte, müsste ich den Unterschied zwichen gut und ausreichend ignorieren. Nicht wenig. Ob ich in Tschechien kaufen werde, weiß ich noch nicht. Und ausgedehnte Touren dieser Art wird es bei mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals geben. Daher sehe ich für mich keinen Grund für den Alivio.
Wenn ich die Fahreigenschafts-Angaben von Kostka nicht so wichtig nehmen soll, dann wächst mein Zweifel auch wieder generall am Hill. Denn beim Hill Fun sollten die Fahreigenschaften für Gelände nur ausreichend sein, beim Hill 3 aber gut. Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Und wenn dieser Zweifel wächst, wäre der Hill wieder generell vom Tisch, und übrig bliebe der Tour 3.
Beim Hill Fun steht bei Gelände "unzureichend". Ich halte das aber für Unsinn. Ich kann mir nur vorstellen, dass Kostka es wegen der Einkammerfelgen und der schlechteren Naben hingeschrieben hat. Das sind irgendwelche No-Name-Naben, die nicht gut gedichtet sind und deshalb bei Geländefahrten im Winter in Dreck und Matsch und Regen nicht lange halten werden. Wenn man das aber gar nicht macht und auch nicht schwer ist, sollten die Laufräder halten.

Außerdem kann man die Naben ja auch mal fetten, wenn es notwendig sein sollte. Wenn man das mittlere Foto größer klickt, sieht man dass die Reifen Profil haben und somit auch für Feldwege geeignet sind. Man hat ja auch Garantie, falls was mit den Laufrädern sein sollte.

Sunrise08
24.04.2015, 21:47
@Tempelhofer: (sorry KarinB, hat sich wohl überschnitten, Deinen Post muss ich erst lesen :) )
Das klingt alles sehr vernünftig und ich stimme Dir in jedem Punkt zu.
Auch das mit dem Sturzrisiko sollte ich tatsächlich nicht vernachlässigen. Aus diesem Grund hab ich auch vor ein paar Jahren meine Inliner verkauft. Daher bin ich auch froh, dass ich inzwischen bei ganz anderen Rollern angekommen bin.
Nur mit Deinem letzten Abschnitt stimme ich nicht ganz überein.
Es gibt hier z.B. einen Thread über den Kostka Tour 3, wo von einer defekten Nabe nach kurzer Zeit die Rede ist. Warum soll mir das nicht passieren? Ich hab schon hunderte von Artikeln übers Internet gekauft. Die meisten waren in Ordnung, auch über die ganze Garantiezeit. Aber eben nicht alle. Und dann sollte einem die Abwicklung nicht den letzten Nerv kosten. Davon hab ich nicht allzuviel. Generell kauf ich, wie beschrieben, nur, wenn ich über https meine Daten übertragen kann. Irgendwo brauch ich ein gewisses Gefühl der Sicherheit bei all den Sicherheitsproblemen im Netz. Und nicht alle Shops bieten das an. Da kauf ich dann eben nicht. Und kann damit ganz gut leben. Wenn jetzt noch Sprachbarrieren dazukommen, dann fühl ich mich eben nicht mehr wohl. Dass Kaufen im Ausland grundsätzlich mit einem höheren Risiko verbunden ist, kann man hier im Forum auch an mehreren Stellen lesen. Dass für mich das Thema trotzdem noch nicht vom Tisch ist, liegt einfach daran, dass das Thema Tretroller mich zu einem Punkt erwischt, wo ich leider wirklich genau aufs Geld schauen muss. Und jetzt schaue ich nach dem besten Kompromiss für mich. Und natürlich auch beim Versuch, den für mich richtigen Roller zu bekommen. Aber, ich glaube, aus diesem Thema hab ich, ich hoffe nicht zu sehr auf Eure Kosten, das Maximum herausgeholt. Und wollte deshalb auch vor ein paar Posts das Thema bis zum Kauf in ein paar Wochen erst mal auf die Seite legen.

Sunrise08
24.04.2015, 22:00
@KarinB:
Ja, ich seh schon, die Angaben auf der Kostka-Seite müssen nicht unbedingt mit den Erfahrungen aus der Praxis übereinstimmen. Ich hatte mich sicher daran nur geklammert, weil solche Angaben mir die Auswahl natürlich erleichtern - wenn sie denn stimmen würden.

Ich versuch den Hill 3 zu bekommen, und vermutlich mach ich das auch über den tschechischen Laden. Wahrscheinlich erst im Juni. Das wird wohl mein Weg sein. Ganz daneben liegen werde ich mit dieser Wahl höchstwahrscheinlich nicht. Und zumindst freue ich mich auf dieses Gefährt. Das ist doch schon mal was :)
Auf jeden Fall nochmal ein dickes Dankeschön für Eure Mühe und Geduld und Verständnis. Wenn ich das Teil habe, melde ich mich wieder. Oder natürlich vorher, wenn es wieder etwas zu diskutieren gibt :)

Sunseeker72
25.04.2015, 10:12
Ich denke der Hill ist eine gute Wahl wenn wenig Lagerplatz zur Verfügung steht. Hatte in 2013 den Vorgänger, Hill Cross 20/16, gekauft und im letzten Jahr den Tour Twenty Six 3 in Erwartung besserer Fahreigenschaften und höheren Durchschnittstempos. Beide habe ich mit Schwalbe Black Jack Reifen ausgestattet, so dass ich die Fahreigenschaften gut vergleichen kann. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Hill liegt bei mir bei gleicher Strecke in der Regel um ca. 1 bis 2 km/h unter der des Tour. Rein subjektiv kann ich keine so gravierenden Unterschied bei den Fahreigenschaften, egal auf welchem Untergrund, feststellen, die den Kauf des Tour rechtfertigt hätten. Die Wendigkeit auf engem Raum würde eher noch für den Hill sprechen. Da ich meine Frau inzwischen auch zum Mitfahren überreden konnte war das Geld für den Zweitroller aber gut angelegt. :) Grüße, Ralph

Sunrise08
25.04.2015, 13:01
Danke Dir, Ralph.

Beim Hill sieht es für mich so aus, als wäre es schwierig bis unmöglich, an diesen BMX-Lenker einen Fahradcomputer anzubringen oder zumindest nicht so, dass man ihn vernünftig ablesen kann (was beim MTB-Lenker des Tour kein Problem sein sollte). Ist das so, oder ist das doch machbar, und wenn ja wie?
Ich hab einen Sigma Sport BC 700, sicher schon 15 Jahre alt, nicht kaputtzukriegen das Teil. Tacho ist für mich Pflicht.
(Ja ich weiß, beim Oxelo vom Startthread wäre das auch nicht möglich, aber da hätte ich zwangsläufig drauf verzichten müssen.)

brnrd
25.04.2015, 13:34
Die Querstange sollte doch genügend Platz bieten? Beim Lenkergriff könnte es natürlich knapp werden. Eine Seite Klingel, andere Fahrradcomputer?

Mir gefallen diese BMX-Lenker sowieso nicht, da sie mit -Vorbau doch einiges wiegen, den Schwerpunkt so weiter nach oben verlagern und überhaupt. Ich würde gegen einen mehr oder minder steil aufragenden Vorbau mit Flat- oder (Low-)Riser-Lenker tauschen und so locker ~400–500g einsparen.

Sunrise08
25.04.2015, 14:05
Oh Entschuldigung, das war dumm von mir. Die Querstange ist direkt perfekt dafür. Die hatte ich ganz übersehen:peinlich:

Das kann ich als Laie natürlich nicht einschätzen, aber Deine Umbau-Vorstellung scheint so einfach nicht möglich zu sein, sonst hättest Du das wohl schon erledigt.

brnrd
25.04.2015, 14:46
Kein Problem. Wie heißt es doch so schön: Oft sieht man das Sägewerk vor lauter Bretter nicht mehr.

Ob die Querstange wirklich so gut geeignet ist, bleibt trotzdem die Frage, wenn man während der Fahrt solche Gimmicks bedienen möchte. Das klappt zumindest für Anfänger nur einigermaßen, wenn man die Hand nicht zu sehr vom Griff nimmt, sonst hat man sehr schnell ganz andere Probleme: Kursabweichungen und unerwünschter Bodenkontakt.

Sunrise08
25.04.2015, 16:22
Stimmt. Einhändig Rollerfahren dürfte fast noch schwieriger sein als freihändig Fahrradfahren. Andererseits muss man ja auch nicht unbedingt während Fahrt an dem Ding herumschalten. Tatsächlich hab ich das beim Fahrrad aber immer wieder mal getan. Direkt neben dem Lenkergriff, wie wahrscheinlich beim Tour möglich, wäre dann aber vermutlich sehr hilfreich, oder? Ich seh mich schon wieder den Tour kaufen... :) Bin ja doch so ein Messgeräte-Junkie. An diesen Blödsinn hatte ich noch gar nicht gedacht.

D-Roller
25.04.2015, 20:05
Ich verfolge diesen Faden von Anfang an. Intuitiv würde ich dir den Mibo Malaga empfehlen. Bitte frage mich nicht nach dem Warum. Ich werde darauf nicht antworten.

Sunrise08
25.04.2015, 20:39
Dankeschön für den Tipp, Uli. Ist ok, ich werde nicht fragen. Viel Spaß weiterhin damit :)

Sunrise08
08.06.2015, 16:15
So, damit das hier mal eine Fortsetzung findet - Bestellung des Kostka Tour 3 rot an Václav Jun gestern abend raus, Antwort heute erhalten, gerade Überweisung weggebracht. :)

Sunrise08
12.06.2015, 11:39
So früh hatte ich damit nicht gerechnet, hab gerade den Roller-Karton erhalten. :)
Weitere Rückmeldungen folgen.

Sunrise08
12.06.2015, 12:40
Die in der Anleitung aufgeführte Garantieurkunde fehlt. Gibts keine Garantie in Deutschland, ist die Urkunde nicht nötig, oder ist das ein Fehler? In letzterem Fall müsste ich wohl mal nachfragen.

brnrd
12.06.2015, 12:49
Um welche Garantie, die du beurkundet haben möchtest, geht es denn? Wurde die Garantie(urkunde) in der Produktbeschreibung beworben?

Sunrise08
12.06.2015, 13:00
In der Produktbeschreibung (auf der Homepage) stand sicher nichts von dieser Urkunde, aber in der Montageanleitung wird sie bei Inhalt des Pakets mit aufgezählt, also erwarte ich natürlich, diese auch im Karton vorzufinden.
Normalerweise ist es üblich, eine Garantie wegen Sachmängelhaftung oder wie das heißt seitens des Herstellers (in Deutschland sind 2 Jahre vorgeschrieben) bei einem erworbenen Artikel mit dazuzubekommen. Aber das ist Dir sicher bekannt.
Davon abgesehen, allein die Teile zu betrachten macht schon Spaß durch die hervorragende Qualität. Ich hoffe sie demnächst auch auf die richtige Art und Weise miteinander verbunden zu haben. :)
Noch ne andere Frage: welcher Reifendruck ist sinnvoll? Irgendwo im Internet stand etwas von Zulassung von 4-7 Bar für diese Art von Reifen. Und bei Albroller steht, dass man bei 6 Bar gut dahingleiten kann oder so. Und hinten und vorn derselbe Druck?

brnrd
12.06.2015, 13:17
In der Produktbeschreibung (auf der Homepage) stand sicher nichts von dieser Urkunde, aber in der Montageanleitung wird sie bei Inhalt des Pakets mit aufgezählt, also erwarte ich natürlich, diese auch im Karton vorzufinden.
Vielleicht ist die Urkunde von der Sorte: Glückwunsch, dass Sie sich für ein Qualitätsprodukt aus dem Hause Kostka entschieden haben. Wir garantieren, dass Sie viel Freude daran haben werden – oder so ähnlich – das ganze aber auf Tschechisch, sodass es der Händler gleich weggelassen hat. Bsp: Mibo gibt, soweit mir bekannt, 5 Jahre Garantie auf den Rahmen – fragt sich auch wieder, worauf genau, wahrscheinlich -bruch und nicht auf Lackabplatzer. Das wäre dann interessant, verbrieft zu haben, schließlich könnte sich das mal ändern, zB im Zuge neuer Modelle, die dann aus Carbon gestrickt sind ;)



Normalerweise ist es üblich, eine Garantie wegen Sachmängelhaftung oder wie das heißt seitens des Herstellers (in Deutschland sind 2 Jahre vorgeschrieben) bei einem erworbenen Artikel mit dazuzubekommen. Aber das ist Dir sicher bekannt.
(freiwillige Hersteller-)Garantie =/= (gesetzlich geregelte) Gewährleistung(spflichten)



Davon abgesehen, allein die Teile zu betrachten macht schon Spaß durch die hervorragende Qualität. Ich hoffe sie demnächst auch auf die richtige Art und Weise miteinander verbunden zu haben. :)
Super, das wäre auch meine erste Priorität, dass alles zusammenpasst und funktioniert. Weil falls man den Händler dann deswegen löchern muss, kann man auch gleich die Urkunde einfordern.



Noch ne andere Frage: welcher Reifendruck ist sinnvoll? Irgendwo im Internet stand etwas von Zulassung von 4-7 Bar für diese Art von Reifen. Und bei Albroller steht, dass man bei 6 Bar gut dahingleiten kann oder so. Und hinten und vorn derselbe Druck?
Im Internet steht viel, wenn die Speicherkapazitäten reichen. 1. Welche Reifen, 2. welcher Untergrund, 3. welcher Rollkomfort ist gewünscht? Je nachdem mehr oder weniger im Rahmen der Angaben auf den Reifen aufpumpen.

Sunrise08
12.06.2015, 13:31
Ja ich weiß, man kann das mit der Garantie noch differenzieren, soweit wollte ich nicht ins Detail gehen.
Ich denke, ich werde, nachdem der Roller zusammengebaut ist, kurz und vorsichtig wegen der Garantieurkunde rückfragen. Ein ernsthaftes Problem wird es wohl sicher nicht sein.
In dem Roller sind die Schwalbe Marathon Racer verbaut. Ich hatte das nur nicht erwähnt, weil ich dachte, das wäre sowieso bekannt.
Stimmt, auf den Reifen steht es auch, das hatte ich vergessen. 4-6 Bar. Also sind 6 Bar schon das obere Ende der Fahnenstange (und deshalb eher nicht empfehlenswert? ).
Ich werde wohl 5,5 nehmen (wenn ich meinen Sohn und seinen Kompressor erreiche :) )
Zum Untergrund und Rollkomfort: je leichter es rollt, desto besser, auf Wegen abseits des Asphalts werde ich seltener unterwegs sein.
Einen Drehmomentschlüssel hab ich jetzt nicht für den Zusammenbau, ich hoffe, mein Gefühl reicht auch dafür.
Noch ist mir nicht ganz klar, wie man die Bremsen entspannt, um die Reifen einsetzen zu können, aber das bekomme ich mittels der Anleitung sicher auch noch raus. Das ist eben so. Für den einen lächerlich einfach, da ers schon oft gemacht hat, für den anderen ein Grund zum Schwitzen :)

brnrd
12.06.2015, 13:46
Genau, jeder fängt mal an. Zum Glück ist beim Tretroller nicht viel zu machen – und dann schraubt man trotzdem öfter daran herum.

Bremsarme zusammendrücken, dann lässt sich der Bremszug (beim -röhrchen) aus dem linken Arm nach oben herausziehen. Beim Einsetzen wieder umgekehrt verfahren.

Sunrise08
12.06.2015, 14:08
Die hintere Bremse ist das Problem.
Beide Reifen sind montiert. Die vordere Bremse ist wieder eingehängt.
Nur die hintere weigert sich. Es geht dort sehr eng zu, und es gelingt mir nicht, diesen silbernen kleinen Metallkegel weit genug rüberzuziehen, damit er wieder in diesem schwarzen Metallkäfig einrastet.
In diesem Zusammenhang könnte es von Bedeutuing sein, dass ich beim Entspannen der Bremsen möglicherweise einen Fehler gemacht habe.
In der Anleitung steht dazu folgendes (gottseidank auch auf deutsch):
"Den Bremszug (4) herausnehmen aus der Position (5) - das hatte ich bei beiden Bremsen gemacht - und die beide Bremseteilen (linke und rechte) abkuppeln. Letzteres hab ich nicht verstanden. Ich sah keine Möglichkeit dazu.

Sunrise08
12.06.2015, 14:16
Dadurch, dass der Reifen jetzt zwischen den Bremsbacken liegt, scheint es so zu sein, dass ich den Draht von der einen Bremsbacke nicht mehr weit genug zu diesem schwarzen Käfig hinziehen kann, um ihn dort einzuhängen. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, das Problem in den Griff zu bekommen.
Ich seh mich mit diesem lächerlichen Problem schon beim Radlhändler.

Sunrise08
12.06.2015, 14:31
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, den Draht, der mittels Klemmmutter am anderen Bremsenteil fixiert ist, mit genau dieser Mutter zu lockern, um z.B. 2mm mehr Draht zwischen beiden Bremsteilen zuzugeben. Dann Mutter wieder zu. Ist das heikel, und funktioniert die Bremse danach möglicherweise nicht mehr korrekt? Ich hatte genau solche Bremsen noch nie.
Es ist eben ein fabrikneuer Roller, und dann sollte man doch eigentlich solche Sachen nicht machen müssen, oder?

Sunrise08
12.06.2015, 14:37
Entwarnung, hab mich wohl einfach blöd angestellt, plötzlich rutscht das Teil einfach ohne Mühe rein.
Das man aber auch immer erst schimpfen muss :D

Sunrise08
12.06.2015, 15:15
Aber es gibt noch ein anderes Problem mit den Bremsen.
Das vordere Rad schleift an der linken Bremsbacke, während zwischen der rechten Bremsbacke und der Felge etwa 2mm Luft ist.
Schaut man auf die Bremse, dann erkennt man auch, dass die schwarzen Bremsteile nicht richtig symmetrisch über dem Rad sitzen. Der linke ist weiter zum Rad angezogen als der rechte.
Betätige ich die Bremse, dann zieht sich die rechte Bremsbacke ans Rad, während sich die linke nur leicht rührt, da sie ja praktisch schon an der Felge anliegt.
Das ändert sich auch nicht wenn ich an der Bremse herumwackle.
Hier müsste ich dem Draht zur linken Bremsenhälfte mehr Länge geben mittels Klemmschraube, damit die linke Bremsenhälfte, dieses schwarze Teil (das hat sicher auch eine fachgerechte Bezeichnung, aber die kenn ich nicht) mitsamt der Bremsbacke weiter von der Felge wegkommt. Oder täusche ich mich?

brnrd
12.06.2015, 15:20
Einstellen von Direktzugbremsen (http://www.wikipedalia.com/index.php?title=Einstellen_von_Direktzug bremsen)
Cantileverbremsen (http://www.veloagenda.ch/Werkstatt/BremsenCanti_3/bremseeinstellen.htm)
V-Brakes - Die Radgeber (http://www.radgeber-freiburg.de/selbsthilfe/workshops/article/v-brakes)

Sunrise08
12.06.2015, 15:46
Dankeschön :)
Schon wieder was gelernt. Weit entfernt von einem Defekt oder Drama, ein kleiner Dreh an einer kleinen Schraube, kaum zu glauben, wie einfach das Leben sein kann.
Jetzt noch der richtige Luftdruck, und einer kleinen Probefahrt steht nichts mehr im Weg. Na das wird lustig :)

Sunrise08
12.06.2015, 17:04
Ich konnte es nicht lassen, bin kurz, ohne optimalen Reifendruck, erstmalig auf so einem Ding gestanden, vielleicht 1 km, nicht mehr. Aber jetzt brauch ich als ungeübter und gesundheitlich ramponierter :) Mensch erst mal eine Erhohlungspause :) Aber 30 Grad im Schatten sind auch nicht unbedingt die günstigsten Bedingungen.
Beim Fußwechsel betrüge ich irgendwie. Der rechte Fuß steht immer vorne auf dem Trittbrett, der linke immer ziemlich hinten. Das soll vermutlich nicht so sein, und Ich weiß noch nicht, wie ich das ändern soll. Aber das ist vermutlich Übungssache.
Die ersten karierten Blicke hab ich schon ernten können :)
(Leider?) bin ich doch nicht der erste in unserer niederbayerischen Kleinstadt. Vor 3 Tagen hat meine Frau hier eine Rollerfahrerin ausgemacht, ebenfalls mit einem roten Roller, der sehr ähnlich wie meiner ausgesehen haben muss. Na sowas.
Tatsächlich kommt mir der Roller etwas niedrig vor, aber da werde ich mich wohl dran gewöhnen. Ein Nachmessen der Maximalhöhe hat übrigens nur ca. 99 cm statt der angegebenen 101 cm ergeben (ohne dass ich drauf stand).
Die vordere Bremse ist übrigens ganz böse :). Die sollte man wohl nur mit allergrößter Vorsicht benutzen.

Sunrise08
12.06.2015, 21:37
Es kann nicht sein, dass die vordere Bremse irgendwie nicht richtig eingestellt ist, oder? Die kennt eigentlich im großen und ganzen nur nicht bremsen oder vollbremsen (-> Sturz), außer man setzt sehr viel Gefühl beim Bremsen ein. Find ich schon krass. Ich bremse deshalb bisher nur mit der hinteren.

(Hatte gerade noch mal eine kleine Runde gedreht. Jetzt ist der Tacho dran, und so weiß ich, dass es beide Male ca. 2,4 km waren, doch etwas mehr, als ich gedacht habe. Aber mehr als 12 km/h sind bei mir im Schnitt bisher auch auf der kurzen Distanz nicht drin, aber da waren auch kurze Schiebestrecken dabei.)

brnrd
12.06.2015, 21:53
Klingt für mich nach schlecht justiert oder/und schlechte Bremse. Davon abgesehen: Glückwunsch zu den ersten Kilometern!

Sunrise08
12.06.2015, 22:25
Danke!
Schlechte Bremse macht für mich bei diesem Roller eher keinen Sinn. Schlecht justiert ist da schon eher denkbar. Was könnte da nicht stimmen? Falscher Winkel der Bremsbacken z.B.?

Sunrise08
13.06.2015, 10:21
Oder ist es vielleicht doch so, dass die Vorderradbremse grundsätzlich deutlich stärker als die Hinterradbremse wirken muss? Das werden dann sicher einige von Euch wissen.
(Ich hab den Eindruck, mit der Fortführung dieses Threads momentan in ein Sommerloch des Forums gelangt zu sein :) ).

brnrd
13.06.2015, 13:03
Da gerade im anderen Thread:

Vielleicht taugen die Bremszüge nichts. Die alte Alivio (hab ich an den Mibos) bremst prima.

Wenn die Vorderradbremse bissig(er) bzw die Hinterradbremse schwammig(er) ist, könnten es durchaus auch die Bremszüge sein, das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Es gibt natürlich auch andere Ursachen. ZB am K6 waren üble Bremsgriffe montiert, der Austausch gegen Avid FR-5 machte bei sonst unveränderter Bremsanlage einen großen Unterschied – plötzlich gab es einen Druckpunkt, Bremskraft ließ sich viel besser dosieren.

=> Bremsbeläge und Bremszüge gegen bessere tauschen, das sollte das Problem minimieren. (Die richtige Einstellung der Bremsen vorausgesetzt.)

Sunrise08
13.06.2015, 22:03
Da lass ich als Rollerneuling erst mal die Finger davon und übe optimales Bremsen. Vielleicht ist es auch eine Fehleinschätzung meinerseits mangels Erfahrung. Ich möchte nicht gleich wieder etwas austauschen. Aber danke.

Sunrise08
05.07.2015, 16:25
Ich möchte noch mal eine - möglicherweise allerletzte - Rückmeldung geben.
Ich bereue es keinen Augenblick, dass Ihr mir meine Anfangs-Schnappsidee Oxelo-City-Scooter ausgeredet habt und ich mir den Kostka Tour 3 zugelegt habe. Die Mehrinvestition ist gut angelegtes Geld. Viel häufiger als anfangs erwartet bin ich jetzt auch auf nicht alphaltierten Wegen unterwegs, was mit dem Tour problemlos möglich ist. Das Ding rollt wunderbar leicht dahin. An die Bremsen gewöhne ich mich auch so langsam, auch an die kräftig zupackende Vorderbremse, die beim kräftigeren Bremsen eine notwendige Ergänzung zur Hinterradbremse ist.
Trotz meiner MS-Erkrankung ist inzwischen nach 12 Fahrten mein erstes Ziel, 10 km zu fahren, in greifbare Nähe gerückt. Heute hab ich 9 km zurückgelegt (anfangs waren es 2-3 km), ohne meine allerletzten Kraftreserven aufzubrauchen. Der Bewegungsablauf, auch die Fußwechsel, werden immer selbstverständlicher, und ich kann dabei immer besser entspannen und auch den Puls meist bei akzeptablen Werten halten. Natürlich bei moderaten Durchschnitts-Geschwindigkeiten von meist 12 bis maximal 14 km/h (über die gesamte Strecke), bergauf wird meist geschoben. Noch sind die Bewegungsabläufe links und rechts wegen meiner Halbseitensymptomatik nicht komplett symmetrisch, aber es bessert sich allmählich. Ich bin gespannt, wo meine persönlichen Grenzen liegen werden und hoffe, diese ohne weitere Beschwerden zu finden.
Inzwischen rollere ich nur jeden 2. Tag, seit ich weiß, dass ein Tag Pause dazwischen sehr wichtig für die Erholung ist, nicht nur für kranke, sondern generell.
Ein bisschen unsicher bin ich noch mit der richtigen Körperhaltung. Ich hab das Gefühl, dass sich mir der untere Rücken nach ein paar km zu sehr anspannt. Möglicherweise muss ich die Beine weiter beugen und den Körper tiefer nehmen, damit ich den Rücken gerader halten kann, was dann aber wieder anstrengender ist. Ich möchte aber auf keinem Fall, dass meine zwei Bandscheibenvorfälle zu einem Problem werden (wie es die letzten Jahre mit dem Fahrrad mehrfach geschehen ist). Tatsächlich hab ich immer noch das Gefühl, dass der Lenker ruhig noch etwas höher sein könnte (obwohl ich nur 1,80m groß bin), damit ich entspannter stehen kann. Ich hoffe, das legt sich noch.

Gruß Sunrise08

Kollo
06.07.2015, 01:54
Ein Touren/Trekkinglenker (etwa so: Humpert / Lenkerbgel Stuttgart / 545 mm Alu gnstig kaufen (http://www.kurbelix.de/products/Fahrradteile/Humpert-Lenkerbuegel-Stuttgart-545-mm-Alu.html?cat=165483&)) mit nach hinten abgewinkelten Griffen sollte den Fahrkomfort deutlich verbessern, obwohl der Kostka eigentlich schon einen eher komfortablen Lenker bietet. Vielleicht wäre auch ein kürzerer Vorbau nützlich. Die Lenkerhöhe von knapp einem Meter sollte auch bei krankheitsbedingten Defiziten hoch genug sein.

Daß sich Dein Rücken anspannt, würde ich eher darauf zurückführen, daß Du Dir der Sache noch nicht so ganz sicher bist. Ein angespannter Rücken kommt von der Muskulatur, die Du Dich vermutlich nicht traust richtig einzusetzen und Du deshalb einer lockeren Bewegung im unteren Rücken entgegenwirkst.
Vermutlich hast Du darum auch das Gefühl, der Lenker sei immer noch zu niedrig, weil Du den Rücken nicht während des gesamten Bewegungsablaufes kerzengerade halten kannst. Dadurch verkrampfst Du. Vielleicht aus Angst vor einem erneuten Bandscheibenvorfall. Aber hat man Dir in der Physio beigebracht, den Rücken von nun an nie wieder zu bewegen?

Zum Thema Bremsen: Die Vorderbremse ist IMMER die Hauptbremse. In Gefahrensituationen greift die hintere Bremse am kleinen Hinterrad nicht stark genug, damit man rechtzeitig zum stehen kommt. Also besser die richtige Dosierung der Vorderbremse üben, bis sie im Schlaf sitzt. Wichtig ist auch, daß man sich beim Bremsen angewöhnt, den Körper nach hinten zu verlagern.

Sunrise08
06.07.2015, 09:16
Vielen Dank für Deine Antwort, Kollo.
Danke für den Lenkertyp.
Ich merk mir das mal für den Fall, dass ich auch langfristig mit meinem Lenker nicht zurechtkommen werde. Was ich auch deshalb nicht hoffe, weil der Tour mit diesem Aluding nicht mehr so schön aussehen würde :)
Das mit der Hinterradbremse hab ich auch schon gemerkt. Bergab und bei schnellem Stehen reicht diese auf keinem Fall. Ich versuch mal die Vorderradbremse mehr in den Bremsvorgang mit einzubeziehen. Hab einfach noch etwas zuviel Angst, dass ich über den Lenker gehen könnte. Einen Sturz möchte ich unbedingt vermeiden.

Dein Textmittelteil ist etwas schwierig.
Tatsächlich weiß ich noch nicht, wie genau die Körperhaltung beim Rollern sein sollte. Muss mir nochmal einschlägige Videos im Hinblick darauf anschauen.
Deinem Text kann ich also entnehmen, dass der Rücken bei der Bewegung locker mitgehen soll und ich ihn also etwas zu steif halte. Ich hatte diese Anspannung als Stütz- und Trainingseffekt gewertet, da lieg ich wohl eher falsch.
Außerdem schreibst Du, dass ich den Rücken beim Rollern kerzengerade halten soll. Ich hab selbst schon gemerkt, dass ich ihn vermutlich zu sehr krümme, um nach unten an den Lenker zu kommen und ich vermutlich mehr die Knie beugen muss, um das zu erreichen. Das wiederum ist allerdings mit mehr Kraftaufwand verbunden. Mehr Kraft aus den Beinen und mehr Leistung aus dem gesamten Körper.
Bei mehr Kraft aus den Beinen hab ich tatsächlich Angst, dass meine Kniebeschwerden, die ich immer wieder mal spüre, schlimmer werden. Und die Muskeln sind eben noch nicht gut entwickelt. Außerdem ist die Muskulatur linksseitig schwächer, da ich ständig mehr oder weniger MS-bedingt ein Schweregefühl habe. Und mehr Körperleistung durch den Körper ist auch durch die MS schwierig, da sich dann die Symptome rasch für Stunden, manchmal bis Tage, verschlimmern.
Je weniger Auf- und Ab des Körpers beim Rollern, desto entspannter kann ich zunächst dabei sein, aber dann wird die Körperhaltung wohl auch nicht mehr die richtige sein, wahrscheinlich mit dieser Rückenverspannung als Folge.
Angst, dass sich am Rücken etwas verschlimmert hab ich ständig, weil mir sehr häufig schon kleine Fehler bei allem, was ich tue (Art und Weise sowie Dauer) bestraft werden mit verschiedenen Schmerzen. Hierbei ist besonders das Nachvornebeugen problematisch. Das Rückenproblem hab ich seit etwa 23 Jahren.
Einen Physio wollte ich damit nicht belasten. Kaum einer wird hier so einen Tretroller kennen, und in einer Praxis lässt sich sowas ohnehin nur sehr theoretisch behandeln. Ich kenn inzwischen so ziemlich alle hier, ich glaube nicht, dass da irgendwas bei herauskommt. Vielleicht täusch ich mich aber auch und sollte einfach mal per Telefon-Vorabgespräch die Leute daraufhin abklopfen und mir dort dann evtl. Unterstützung holen.
Natürlich hab ich von Physio-Seite sogar Übungen gezeigt bekommen, die den Rücken lockern und seine Bewegungsfähigkeit verbessern sollen, die ich auch regelmäßig mache, jedenfalls in letzter Zeit wieder.
Ansonsten, Rollerfahrer gibt es außer mir hier in Pfarrkirchen keinen, obwohl meine Frau vor einer Weile mal einen Roller gesehen hat. Hier kann es also keinen direkten Austausch geben.
Sorry für den langen Text, solche Dinge lassen sich nicht in wenigen Worten beschreiben. Vielleicht hätte ich wegen der Rückenfrage doch einen eigenen Thread aufmachen sollen, wie ich es ursprünglich vor hatte.

brnrd
06.07.2015, 11:31
Gut zu lesen, dass die Kaufberatung für dich hilfreich war. Feedback ist hier immer willkommen. Es hilft auch den stillen Mitlesern und Neueinsteigern, sich zu orientieren, und mag die eine oder andere Frage vorab beantworten.

Die Suche nach dem passenden Lenker ist eine individuelle – schau dir noch andere an. Humpert/ergotec bietet da ein umfangreiches Sortiment, zB einen Moon-Bar mit Querstrebe, nennt sich Space-Bar: ergotec - Lenkerbügel Space 25.4 (http://humpert.com/de/bikeparts/marke/produktart/einsatzbereich/produkt/?marke=ergotec&produktart=1&einsatzbereich=1&produkt=128) – in der Kategorie sind etliche verschiedene Modelle zu haben, mitunter findet man diese auch von anderen Marken (XLC).

Zur Rückenproblematik kann dir wohl am besten ein Physiotherapeut mit Ahnung (und Überzeugtheit) von Tretrollern weiterhelfen. So ich mich nicht täusche, ist/sind sogar einer oder zwei im Forum angemeldet ("tretrollerfabrik")? Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich eine schmerzhafte Beanspruchung der unteren Rückenmuskulator nur bei viel zu niedriger Lenkerhöhe – das hatte ich anfangs beim K6 mit ~78cm Lenkerhöhe, was damals zu wenig war: Die Muskulatur war untrainiert, wurde dadurch nach ein paar Kilometern überbeansprucht, bzw verkrampfte – sehr schmerzhaft. Weniger schmerzhaft spürte ich unlängst ähnliche Effekte bei längerer Beanspruchung auf dem Kickbike. Verspannung würde ich es aber nicht nennen.

KarinB
06.07.2015, 15:16
Wenn du immer noch das Gefühl hast, dass die Bremse zu stark bremst und du sie lieber gar nicht betätigst, dann lass mal einen Radhändler nachschauen bevor noch was passiert. Der hat das sicher in ein paar Minuten verbessert. Normal ist das nämlich nicht, dass eine Bremse so stark bremst dass man davor Angst haben muß, wenn man gar nicht so stark am Hebel zieht. Das kenne ich eigentlich nur von Scheibenbremsen.

10 km sind doch schon super nach so kurzer Zeit. Das wird sicher auch noch mehr.

Künstlich die Beine stärker beugen obwohl es vom niedrigen Trittbrett her gar nicht nötig wäre, wird sicher nicht funktionieren. Das würde man nicht lange durchhalten und man würde sich eine komische, verkrampfte Fahrweise angewöhnen.

Aber ich kenne das Problem mit dem Rücken. Man darf die Lendenwirbelsäule nicht zu sehr hin und her bewegen wenn man dort schon ein Problem hat. Also nicht das Bein alleine hin und her schwingen, sondern versuchen, dass die Kraft auch aus Rücken und Hüfte kommt. Ich habe schon seit vielen Jahren Rückenprobleme beim längeren Stehen auf einer Stelle. Einmal bin ich Tretroller gefahren und ich merkte Schmerzen beim Rücken hin und her bewegen. Am nächsten Tag bin ich wieder gefahren obwohl es nicht weg war und es wurde dadurch richtig schlimm und hat monatelang gedauert bis es wieder weg war. War wohl irgendwie eine Reizung der Nerven. Ich habe das nie untersuchen lassen. Man muß halt ein bißchen vorsichtig sein, wenn man an dieser Stelle schon ein Problem hat und wenn man was merkt, lieber mal eine Pause machen. Ich versuche auch, den Rücken eher gerade zu halten und nicht so viel hin und her zu bewegen.

Der Tretroller trainiert aber auch sehr gut die Muskeln in diesem Bereich und stabilisiert die Wirbelsäule. Dadurch sollten solche Probleme sich mit der Zeit bessern. Vielleicht spürst Du einfach nur die Anstrenung der Muskeln und es hat mit den Nerven nichts zu tun. Ich habe mal die Kraft von meinen Rückenmuskeln im Fitnessstudio messen lassen, die doppelt so hoch war wie für den Normalbereich angegeben und das war ganz am Anfang als ich gerade erst im Fitnessstudio anfing zu trainieren. Die Bauchmuskeln waren normal stark. Also kann man schon sagen, dass der Tretroller die Rückenmuskeln super trainiert. Ich habe auch gehofft durch das Fitnessstudio meinen Rücken noch weiter stärken zu können, aber die meisten Übungen waren eher schlecht und ich hatte in den Tagen danach Rückenschmerzen. Seit ich nur noch selten ins Fitnessstudio gehe, hat sich mein Rücken verbessert :confused:. Ist wahrscheinlich auch Unsinn den Rücken weiter stärken zu wollen, eher sollte ich den Bauch mehr trainieren, damit kein Ungleichgewicht entsteht. Also im großen und ganzen denke ich dass der Tretroller meine Rückenprobeme im Lauf der Jahre eher verbessert als verschlechtert hat, von dem einen Mal was ich oben geschrieben habe mal abgesehen.

Kollo
06.07.2015, 19:15
Da hast Du mich aber gehörig falsch verstanden. Gemeint war, daß Du den Rücken eben nicht kerzengerade halten sollst. Meine Vermutung war, daß Du verspannst, weil Du Dich nicht traust, die Bewegung vollständig auch aus dem Rücken heraus auszuführen. Daß Dir der Lenker immer noch zu hoch erscheint, nahm ich als Indiz für meine Vermutung. Ich kann mich aber natürlich auch irren.

Sunrise08
07.07.2015, 17:28
Ja stimmt Kollo, Deine Formulierung hat mich verwirrt :)
Vielen Dank für Eure Antworten.
Heute war ich erstmalig 10 km unterwegs auf einer einfachen Strecke und hab extra darauf geachtet, möglichst unverkrampft zu rollern und versucht, bei den Anschubbewegungen auch den Rücken möglichst natürlich mitzubewegen und nicht steif zu halten, soweit ich das beurteilen kann. Am Ende war der Lendenwirbelsäulenbereich zwar etwas verspannt, aber es war akzeptabel.


Wenn du immer noch das Gefühl hast, dass die Bremse zu stark bremst und du sie lieber gar nicht betätigst, dann lass mal einen Radhändler nachschauen bevor noch was passiert. Der hat das sicher in ein paar Minuten verbessert. Normal ist das nämlich nicht, dass eine Bremse so stark bremst dass man davor Angst haben muß, wenn man gar nicht so stark am Hebel zieht. Das kenne ich eigentlich nur von Scheibenbremsen.

Vermutlich ist es meine eigene mangelnde Übung und kein Mangel an der Bremse. Mir fehlt auch einfach der Vergleichsmaßstab.


10 km sind doch schon super nach so kurzer Zeit. Das wird sicher auch noch mehr.
So sicher ist das nicht unbedingt. Dass ich mit der Krankheit überhaupt den Roller fahren kann, war gar nicht sicher. Über die 10 km bin ich jetzt schon sehr zufrieden. Meine Kraftreserven sind normalerweise schon sehr schnell erschöpft. Aber ein paar km mehr könnten schon noch drin sein. Ich kann allerdings darauf warten, dass mal irgendjemand zu mir so Dinge sagt wie: "was und Sie wollen schwerkrank sein, und fahren so ein sportliches Gefährt? Gehen Sie gefälligst arbeiten Sie Simulant!" Ich bin schon mal von einem Hausarzt in ähnlicher Art sehr böse angeredet worden, als ich - als Frührentner - mit meiner MS bei ihm in der Sprechstunde war. (Einmal und nie wieder).


Künstlich die Beine stärker beugen obwohl es vom niedrigen Trittbrett her gar nicht nötig wäre, wird sicher nicht funktionieren. Das würde man nicht lange durchhalten und man würde sich eine komische, verkrampfte Fahrweise angewöhnen.
Das mein ich auch nicht. Aber ich kann das anschiebende Bein strecken und beim Anschieben nur durchpendeln, so ungefähr etwa. Auch das Standbein ist dann mehr gestreckt. Dann hab ich zwar wenig Kraft beim Anschieben, aber der Körper ist höher auf dem Roller, und ich muss mich dann wieder mehr zum Lenker herunterbeugen. Das hab ich bei mir schon mehrfach beobachtet (und auch bei anderen, die ganz entspannt dahinrollen) und hab überlegt, das generell abzustellen, weil das sicher nicht optimal ist und meinen Rücken auch mehr belastet.
Und genau wenn ich das verbessern will, muss ich das Standbeim - und phasenweise auch das anschiebende Bein - wieder mehr abbeugen (was natürlich dann auch wieder mehr Beinkraft erfordert). Das hab ich gemeint. (Ich hoffe, mit meinen letzten Sätzen nicht für weitere Verwirrung zu sorgen, klingt beim nachträglichen Lesen etwas konfus.)

KarinB
07.07.2015, 18:59
Über die 10 km bin ich jetzt schon sehr zufrieden. Meine Kraftreserven sind normalerweise schon sehr schnell erschöpft.

Da kannst du auch schon sehr zufrieden sein. Wir hatten hier im Forum schon Leute, die nach viel kürzerer Strecke ganz kaputt waren und die hatten wahrscheinlich keine Krankheit.


Ich kann allerdings darauf warten, dass mal irgendjemand zu mir so Dinge sagt wie: "was und Sie wollen schwerkrank sein, und fahren so ein sportliches Gefährt? Gehen Sie gefälligst arbeiten Sie Simulant!"

Die Menschheit ist verrückt, daher könnte das schon passieren. Irgend ein böser Nachbar der zur Arbeit muß während du Roller fährst könnte quasi "neidisch" werden. Ob er aber auch deine Krankheit haben will? Nein, da würde ich gar nicht drüber nachdenken, was irgend jemand jetzt denkt. Es wird auch sicher viele Leute geben, die sich mit dir freuen, dass du rollern kannst.


Das mein ich auch nicht. Aber ich kann das anschiebende Bein strecken und beim Anschieben nur durchpendeln, so ungefähr etwa. Auch das Standbein ist dann mehr gestreckt. Dann hab ich zwar wenig Kraft beim Anschieben, aber der Körper ist höher auf dem Roller, und ich muss mich dann wieder mehr zum Lenker herunterbeugen. Das hab ich bei mir schon mehrfach beobachtet (und auch bei anderen, die ganz entspannt dahinrollen) und hab überlegt, das generell abzustellen, weil das sicher nicht optimal ist und meinen Rücken auch mehr belastet.

So kann man schon fahren. Man kommt dann langsamer vorwärts, dafür ist es weniger anstrengend.

Ich weiß nicht, ob man das alles theoretisch erklären kann. Ich würde sagen, fahr einfach so, dass es für den Rücken angenehm ist, nicht zu sehr anstrengt und du trotzdem noch schnell genug vorwärts kommst.

Sunrise08
08.07.2015, 09:18
Dankeschön, KarinB!
Wenn nur immer die Rückmeldungen des Körpers zeitnah kommen würden. Das genau ist oft das große Problem. Den Rat hab ich schon sehr oft gehört, auch von Physios und Ärzten (mit denen ich mich deswegen auch schon mehr als einmal gestritten habe). Machen Sie das so, dass es Ihnen guttut und Sie sich gut fühlen. Aber zunächst fühl ich mich gut. Und irgendwann später nach Tagen kommen plötzlich die Schmerzen, und ich kann mir das Hirn zermartern, was ich jetzt wieder verkehrt gemacht habe. Das läuft schon seit Jahren so.
Es ist ein bisschen wie bei einem Gefährt, wo die Lenkbewegungen zeitlich versetzt reagieren (bei PC-Rennsimulationen oft erlebt). Vernünftiges Steuern ist letztlich völlig unmöglich.
Interessant finde ich, über was man sich - oder zumindest tue ich das - beim Rollern alles den Kopf zerbrechen kann, Haltung, Bewegungen, Bremsen, Reifendruck.
Beim Fahrad hab ich mich früher (also wohl eher ganz früher) draufgesetzt und bin losgefahren, fertig. Naja nicht ganz, die Sattel- und Lenkerposition, 'Schaltung, Bremsen sowie Licht waren dann ab und zu schon mal Thema, kaum jemals aber wirkliche Sorgen. Aber ansonsten - einfach kurbeln. Aber ich glaub, das liegt an mir, da ich einfach inzwischen sehr verunsichert bin. Die jugendliche Leichtigkeit ist längst dahin.. Und die Rollerbewegungen sind doch irgendwie komplexer wie die auf dem Fahrad.

KarinB
08.07.2015, 15:10
Wenn nur immer die Rückmeldungen des Körpers zeitnah kommen würden. Das genau ist oft das große Problem.
Das ist natürlich blöd und macht es sehr schwierig etwas rauszufinden wenn man denn etwas spürt. Was ich schon gehört habe, eine Überhitzung beim Sport und starkes Schwitzen soll die Leistung der Nerven bei MS verschlechtern und zur vorübergehenden Verschlechterung der Symptome führen. Das ist ja dann auch ein Problem mit dem Sport.


Aber zunächst fühl ich mich gut. Und irgendwann später nach Tagen kommen plötzlich die Schmerzen, und ich kann mir das Hirn zermartern, was ich jetzt wieder verkehrt gemacht habe. Das läuft schon seit Jahren so.
Bist Du sicher, dass es mit Sport oder bestimmten Bewegungen zu tun hat? Könnte es auch mit Nahrung zu tun haben, dass du irgendwas gegessen hast, wo dein Körper drauf reagiert aber nicht im Magen oder Darm, sondern mit Schmerzen? Also ich stell mir das so laienhaft vor, dass das Immunsystem aktiver wird und irgendwas im Körper angreift?

Sunrise08
08.07.2015, 22:22
Wenn Überhitzung und starkes Schwitzen meine MS-Beschwerden verschlimmern würde, wäre mir das in der langen Zeit vermutlich schon aufgefallen, da ich immer schon zu stärkerem Schwitzen neige. Besonders in den letzten Monaten hatte ich damit wieder vermehrt zu tun. Aber direkt schlechter ist es mir dadurch auch nicht gegangen. Natürlich ist sommerliche Hitze wie in den letzten Tagen für den Organismus belastend, was ich dann auch zwangsläufig bei meinen MS-Symptomen mehr spüre, weil es einfach anstrengend ist. Und das Rollerfahren ist naturgemäß auch recht schweißtreibend. Aber damit komme ich bezüglich meiner Erkrankung ganz gut zurecht.
Dass die Ernährung in irgendeiner Weise Einfluss auf körperliche Beschwerden haben kann, ist natürlich denkbar. Das kann ich nicht ausschließen. Aber es dürfte schwierig sein, herauszufinden, was ich hier eventuell hätte anders machen müssen.
Aber meist haben sich dann doch andere Dinge als Auslöser eher angeboten. Nur ein Beispiel: als ich nach längerer Zeit das erste Mal wieder ein paar Mal auf dem Fahrrad gesessen bin und ich 3 Tage später plötzlich sehr heftige Schmerzen im unteren Rücken hatte, die mich für 10 Tage ans Bett befesselt haben, lag es nahe, dass das Fahrradfahren wohl dafür verantwortlich war. (Eine gefederte Sattelstütze hat dann später das Problem gelöst, bis die Prostata schließlich meinen Bemühungen endgültig ein Ende bereitet hat). Und so gibt es meist irgendwelche denkbaren Auslöser, die recht wahrscheinlich sind. Nur eben nicht als direkte Folge deutlich erkennbar. Ich habe allerdings auch einige Beschwerden, die kommen und gehen, wie sie wollen, ohne dass ich eine Ahnung habe, wo sie herkommen könnten. Den Gang zum Arzt ziehe ich in solchen Fällen schon längst nicht mehr in Erwägung, da diese meist noch mehr im Dunkeln tappen und außer einer - meist zusätzlich schädlichen - Symptombehandlung sowieso nichts dabei herauskommt. Zur Not kommt dann der Standardsatz "Sie haben ja auch MS. Daher wird es kommen", ohne dass sie sich die Mühe machen, herauszufinden, ob es tatsächlich so ist. Aber das führt dann doch endgültig zu weit vom Thema ab.

KarinB
11.07.2015, 14:38
Dann wünsche ich dir dass du mit dem Rollerfahren viel Spaß hast und dass sich das Rollerfahren sehr positiv auf deinen Körper auswirkt. Wenn du willst, berichte doch mal wieder.

Sunrise08
13.07.2015, 22:14
Dankeschön, Karin. Werd ich tun, wenn sich was ergeben sollte. Hier wird ja gottseidank ein Thread nicht nach kurzer Zeit zugesperrt.

Sunrise08
16.07.2015, 12:48
Ich muss wohl leider eine längere Pause vom Rollerfahren machen, da meine MS-Symptome sich deutlich verschlimmert haben. Es gab zwar einen typischen Stressauslöser (Fernsehen+Familie im Raum + nerivges Telefonat gleichzeitig), und genau ab diesem Moment begann das Übel. Aber die Verschlimmerung dauert jetzt schon 5 Tage an und zwingt mich fast ins Bett (Schwere, Schwäche, Schwindel, teilweise mit Übelkeit, Taubheit an der Kopfoberfläche), was ich seit Jahren nicht mehr so heftig hatte. Zumindest liege ich viel. Das ist untypisch heftig. Eigentlich kann es nur das Rollern sein, wo ich deutlich mehr als sonst meinen Körper gefordert hatte. Ich hatte innerhalb von 17 Fahrten meine Strecke von 2,5 auf 11 km erweitert, was vermutlich auch einfach zu schnell war. Es waren auch ein paar Bergaufpassagen dabeigewesen, die ich auch teilweise gerollert bin. Aber während der Fahrten ging es mir richtig gut, wenn es auch anstrengend war. Aber das sind wieder alles Spekulationen, wie ich sie weiter oben schon angesprochen hab. Genau wissen werde ich das nie. Hoffentlich kann ich dieses Jahr nochmal auf den Roller steigen, dann aber deutlich vorsichtiger. :-(

KarinB
17.07.2015, 13:37
Das tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Hoffentlich hat es nichts mit Sport zu tun. Wenn es tatsächlich so wäre, dann müsste man ja davor warnen bei MS Sport zu machen. Vielleicht kennst Du ja eine Selbsthilfegruppe wo du mal fragen könntest was andere so für Erfahrungen mit Sport haben.

Das mit nervigen Telefonaten kenne ich. Ich hatte da mal eine Bekannte, die regelmäßig angerufen hatte mit quasi kaum zu lösenden Problemen und ich war nach jedem Telefonat dann total wie durch die Mangel gedreht, bekam einen heißen Kopf und mein Magen fühlte sich komisch an und es hat Stunden gedauert bis ich wieder normal war. Kann mir schon vorstellen, dass solcher Streß das Immunsystem und Nervensystem beeinflußt. Ich hoffe, du kriegst das schnell in den Griff mit diesem Schub. Alles Gute!

Sunrise08
17.07.2015, 21:14
Vielen Dank, Karin. Sport an sich ist sicher nicht verkehrt bei MS: Nur vor einem zuviel sollte man sich dann auf jeden Fall noch mehr hüten wie als gesunder Mensch. Wobei jeder natürlich seine eigenen Möglichkeiten hat. Ich hab ja - bisher - noch großes Glück gehabt. Einige Menschen mit dieser Erkrankung können ja gar nicht mehr laufen und sind vielleicht dauerhaft an den Rollstuhl oder sogar ans Bett gefesselt. Diese dürften für meinen Satz bezüglich Sport nur ein trauriges oder empörtes Kopfschütteln haben.

Das Problem ist, dass sich bei einem solch tollen Sport wie dem Tretrollerfahren recht schnell ein Hochgefühl einstellt. Die Bewegungen an der frischen Luft, die Geschwindigkeit nach langer Zeit der Spaziergänge, lange entbehrt, das Gefühl, sich ein Stück weit als Gesunder zu fühlen, sich jünger zu fühlen (intensive Erinnerungen an die frühere langjährige Zeit als Skateboardfahrer werden wach), der alte wieder aufkeimende Ehrgeiz, all das macht es sehr schwer, wachsam und vorsichtig und vernünftig zu sein. Warnsignale werden ignoriert oder übersehen. Ein Quentchen Trotz "das lass ich mir nicht nehmen" mag dann auch noch irgendwo im Unterbewussten mitschwingen.
Das macht es schwierig, das richtige Maß zu finden. Das Wetter passt auch, wer weiß, wie es morgen ist. Man will ihn ausnutzen, den Moment. So hab ich das jedenfalls bei mir im nachhinein gefühlt oder überlegt.

Ja, das Telefonat war von einem Menschen, der selbst Probleme hat und jemanden gebraucht hat, bei dem er sein Herz ausschütten kann. Leider bin ich durch mein Problem absolut der falsche dafür, auch wenn ich sonst sehr gerne helfe. Solche Dinge sind nun mal von Beginn meiner MS an die Hauptauslöser. Besonders wenn dann noch weitere Geräusche im Hintergrund sind.
Aber ich bin recht sicher, dass ich meinen Körper mit der sportlichen Art und Weise, wie ich ans Rollern herangegangen bin, einfach deutlich zu viel abverlangt habe (oder eher meinen Nerven als meinem Körper an sich) und damit die Grundlage für die Verschlimmerung gelegt habe. Wenn ich wieder aufsteige, was hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen wird, dann wird im Relaxmode gerollert. Und deutlich kürzere Strecken. Auch wenn das ganze dann wohl eher den Charakter einer Gehhilfe als eines Sportgerätes haben dürfte. Eitelkeit und Ehrgeiz abschalten und das Richtige tun.
Rollern an sich ist ja schon eine kleine Herausforderung vor den unwissenden Mitmenschen. Bewusst unsportlich rollern aber noch eine größere.
Damit aufhören möchte ich auch schon aus dem Grund nicht, weil ich das Gefühl habe, dass meine Hüftbeschwerden dadurch besser geworden sind. Auf beiden Seiten hatte ich damit bisher häufig Probleme, die ich inzwischen nur noch selten spüre. Zumindest dafür muss es gut gewesen sein.

RollerRobby
18.07.2015, 08:21
Servus Sunrise,
und Gruss von einem EX-Skateboarder an einen EX-Skateboarder :)
Ich habe MCS durch eine heftige Schwermetallvergiftung vor über 20 Jahren, die mein Nervensystem schwer in Mitleidenschaft gezogen hat, ich kenne daher die Schwankungen denen der Organismus unterliegt, von positiven fast euphorisierenden Phasen in denen man das Gefühl hat man könnte die seit Jahren auferlegten Grenzen endlich weiter ausbauen und die Leistungsfähigkeit wieder steigern bis hin zu absoluten Überlastungsphasen bei denen man nach ein paar Minuten Telefonat zum Schwitzen anfängt :wink: Ich kenne mich mit MS leider auch ein wenig aus und es gibt vor allem im neuronalen Bereich einige Parallelen, auch wenn die Krankheitsverläufe an sich nicht unbedingt vergleichbar sind.

- nimm Dir die Zeit wenn Dein Körper dies verlangt, mit Trotz dagegen anzugehen funktioniert nicht wenn die Leistungsfähigkeit nicht da ist!
- Stetigkeit ist Gold wert, wenn möglich regelmässig was tun, ganz leicht steigern, oder auch nicht, den besten Effekt erzielst Du für Deinen Körper wenn Du danach das Gefühl hast, ich hätte mehr tun können (bestes Beispiel Deine Kilometer)
- jegliche Form von Überlastung oder Ausschöpfung der Energiereserven (heute schaffe ich die 15 Kilometer!!!) ist falsch und schwächt unmittelbar das Nervensystem, welches unfassbar sensibel ist.
- meide zuviel Sonnenstrahlung, vor allem am Kopf, Baseball-Cap auf o.ä.!
- zur jetzigen Zeit sind die Ozonwerte sehr hoch, für Nervengeschädigte gilt daher früher Vormittag oder später Nachmittag/Abend für jegliche Aktivität draussen.
- Multitasking ist fein aber nicht für uns, das geschwächte Nervensystem kann eine multiple Reizeinwirkung nicht verarbeiten und überlastet sehr schnell, was wiederum zu Fehlsignalen/-Steuerungen/Ausfällen im Körper führt. Es gibt Tage da kann ich beim Autofahren nichtmal leise Radiohören, Beifahrer haben die Klappe zu halten! Bei Fokussierung auf´s Autofahren ist alles ok, die Konzentration reichte in den vergangen Jahren sogar für die ein oder anderen Rennstreckenrunden ...
- IMMER auf Deinen Körper hören und notfalls sofort unterbrechen, ich habe schon Kundentermine mit bitte um Verständnis vorzeitig beendet und bin zum Schlafen 3 Stunden nach Hause, wenn die Leistungsgrenze überschritten wird braucht Dein System ewig um wieder stabil zu werden!
- Handystrahlung auf ein Minimum reduzieren, Internet deaktivieren, wenn möglich Mindestabstand von 1,5m zum Gerät und mit Bluetooth Headset telefonieren, strahlt auch, aber in einem anderen Wellenbereich, ausschalten wenn nicht benötigt! Kein DECT Telefon, ein altes aus der Bucht mit Kabel kaufen! Kein WLAN, oder falls wirklich nicht anders lösbar FRITZ WLAN Stick mit 5 Meter USB Kabel an den Laptop und WIFI/Wireless Network Adapter deaktivieren, damit ist die Signalverarbeitung weg vom Gerät und damit auch vom Körper! ... ich habe diese Punkte auf einen Rutsch gemacht nach Beratung und mir ging es schlagartig besser :) Strahlungsbelastung in bestimmen Wellenbereichen behindert die neuronale Signalübertragung, das führt zu Störungen im Nervensystem bis hin zu Ausfällen...
- wenn möglich vor 22 Uhr schlafen gehen damit die Melatoninproduktion gut funktioniert, das ist wichtig damit sich Dein Nervensystem erholen kann, auch wenn möglich relativ dunkel schlafen und vor allem unbedingt mit Netzfreischalter im Schlafbereich!
- Scharfes Essen unbedingt meiden, Studien zeigten bei MS Patienten dass scharfe Gewürze die Symptome verschlechtern und generell falls noch nicht geschehen die Ernährung umstellen, such Dir eine vertrauenswürdige Ernährungsberatung die sich mit Rohkost und ayurvedischer Ernährung auskennt, dieses Feld ist riesig, aber richtig angewendet kann es richtig was bringen :nick:
- Fisch und rohe Kakaobohnen unbedingt meiden. Die hohe Schwermetallbelastung (übrigens nicht nur bei Meerestieren sondern inzwischen durch den verstärkten Betrieb der Kohlekraftwerke auch Fische aus heimischen Gewässern) führt bei jeglichen Nervengeschädigten zu unmittelbarer Verschlechterung des Verlaufs, da in den meisten Fällen die Funktion der Blut-Hirnschranke des Gehirns gestört ist und Schwermetalle sich ungehindert im Gehirn einlagern (Quecksilber ist z.B. eines der fiesesten Nervengifte!). Den Ausgleich der Omega 3/6 Fettsäuren lieber durch z.B. Leinöl oder am besten Kokosöl herstellen. Auch zum Braten nur Kokosöl, die meisten anderen Öle und Fette führen beim starkten Erhitzen zu langkettigen Fettsäuren die für Deinen Organismus schädlich wirken... aber das lässt Du Dir alles mal von einem fähigen Berater erklären :daumen:

Die Störfeuer im Nervensystem bei MS können durch viele kleine Auslöser verursacht werden und die Symptomatik verschlechtern, im Gegenzug kann ein vermeiden von Auslösern und viele kleine positive Puzzlestücke eine Verbesserung/Stagnation des Verlaufs herbeiführen, dies ist aus Erfahrungswerten belegt :nick:... das schafft die Schulmedizin mit Hämmern wie Kortison mit Sicherheit nicht!

Ich hoffe ich konnte Dich ein wenig motivieren um die ein oder anderen Schritte einzuleiten, damit sich Dein System vielleicht in Zukunft wieder stabiler einpendelt und Du bald wieder am Roller stehst :daumen:

Viele kleine Schritte können was Bewegen, bei mir hat der Weg über 10 Jahre gebraucht, über 2 Jahre Irrfahrt in der Schulmedizin bis ich körperlich so am Ende war dass was passieren musste, dann über Jahre Informationen gesammelt, Unmengen an Kohle in verschiedenen Richtungen investiert um schlussendlich durch viele kleine Schritte wieder gut Leben zu können, meine und Deine Krankheit ist nicht heilbar, aber heute weitgehend stabil, das schaffst Du auch!

Ein sonniges Wochenende wünscht,
Robby

KarinB
18.07.2015, 16:14
Hallo Sunrise,

was man noch tun könnte um sich nicht zu überlasten, ist mit Pulsmesser zu fahren. Da müsste man für sich vielleicht einen Höchstpuls festlegen, der schon unter dem für einen gesunden Menschen empfohlenen Puls liegt, also irgendwo unter 130.

Bezüglich der Rohkost, die RollerRobby angesprochen hat, bin ich vor Jahren, als ich mich mit Bruker-Ernährung beschäftigt hatte (wegen Magenproblemen) mal auf Dr. Evers gestoßen, der eine Klinik hatte und u.a. das Buch "Warum Evers-Diät?" geschrieben hat. Er hat angeblich mit seiner Ernährung 10.000 MS-Kranke behandelt, deren Gesundheitszustand sich stetig verbessert hat bis Bettlägerige wieder gehen konnten. Das war in den 40er Jahren und was Mythos und was Wahrheit ist weiß ich nicht. Aber das Buch wurde wieder neu aufgelegt (Die Evers-Diät). Das mit der Rohkost ist halt oft auch ein Verträglichkeitsproblem.

Hallo RollerRobby,

sehr interessanter Text. Du hast ja sicher schon jede Menge Erfahrung mit Schwermetallentgiftung, magst du uns sagen, welche Entgiftungsart du für die beste Methode hälst? Es gibt ja so viele, da ist es schwer einen Überblick zu bekommen. Und wenn man es falsch macht, verschieben sich die Schwermetalle ins Gehirn.

Sunrise08
20.07.2015, 23:36
Vielen lieben Dank für Eure Antworten.
Sehr interessant.

Ich hoffe, es gibt kein Problem damit, dass dieser Thread einen sehr weiten thematischen Bogen vom City-Roller über den Kostka-Roller bis hin zu neurologischen Erkrankungen und Umwelt- und Gesundheitsfragen im Allgemeinen spannt. Manche Forums-Moderatoren wären vermutlich schon längst ins Rotieren gekommen :-). Und ich hoffe, man findet hier auch die Themen, wenn man sie im Forum jemals suchen sollte.
Tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte. Ich hab etwas Zeit gebraucht. Zumal das ganze sich hier auch ziemlich ausgeweitet hat.
Ich tue mich auch schwer, angesprochene Punkte nur zu lesen, anstatt sie auch alle zu beantworten, hab aber trotzdem ein paar Punkte ausgelassen.

Ich hab mich erst mal schlau machen müssen bezüglich MCS. Das kannte ich in dieser Definition bisher gar nicht.
Wohl aber die Dinge, die Du ansprichst.
Dann sind natürich äußere negative Einflüsse jeglicher Art bei Dir Thema Nr. 1. Inwieweit sie bei mir direkte Konsequenzen auf die Symptomatik haben, kann ich nur erahnen. Auf so viele Dinge zu achten wäre für mich allerdings nicht möglich.
Das mit dem Nichtverarbeiten und -Ertragen von mehreren Dingen gleichzeitig ist bei mir genauso. Wenn es mir schlechter geht wie in den letzten Tagen, schlägt mich häufig jedes noch so kleine Nebenher-Geräusch in die Flucht. Das erfordert von den Menschen um einen herum häufig mehr Rücksicht, als sie geben können.

Sehr geholfen hat mir etwas, dass ich vor einigen Jahren zufällig für mich entdeckt habe, und dem ich später am ehesten unter dem Begriff Achtsamkeit im Internet begegnet bin. Etwas mit konzentrierter Entspannung und geradezu liebevoller Hingabe tun trifft es vieleicht noch am meisten. Andere Dinge blendet man dabei aus. Das Ergebnis ist, was man tut, gelingt, auch Dinge, bei denen man sonst häufig gescheitert ist. Und man fühlt sich erheblich besser dabei. Und so kann im Prinzip alles, was man im Alltag tut, plötzlich zu einer Entspannungsübung werden. Eine für mich revolutionäre Entdeckung. Und ich versuche, alles, was ich tue in einem Zustand der Ruhe zu tun, praktisch stets in einem Zustand der Mitte. Es wird nicht nach vorne gekämpft, sondern in sich ruhend gehandelt. Worte, die für die einen ohne Sinn sind, für mich früher auch, die aber Dinge ermöglichen, zu denen ich sonst oft einfach nicht mehr in der Lage wäre. Das Ganze funktioniert dann nicht, wenn mich andere unter Druck setzen, zeitlich oder auf andere Art und Weise. Und das passiert im Umgang mit den meisten Menschen leider meist schnell, da diese fast immer im Vergleich einfach völlig anders "ticken". Schnell, laut, unaufmerksam, rücksichtslos. Wie unsere ganze Gesellschaft eben. (Noch ein Thema.. :-) )

Als Handy hab ich nur ein Nothandy, das dauerhaft ausgeschaltet ist. WLAN ist fast immer aus, aber die lieben Nacnbarn versorgen uns natürlich auch mit gewissen Strahlungs-Dosen, ohne dass man dagegen etwas tun kann. Die nächsten Handy-Masten sind auch ca 500m entfernt.
DECT haben wir bisher ebenfalls verhindern können, auch wenn der Markt bei schnurgebundenen Telefonen beängstigend schwindet (was ich nebenbei für eine ungeheure Frechheit der Industrie und auch Gängelung des Verbrauchers halte, aber ich will der Themenvielfalt dieses Threads nicht noch ein weiteres hinzufügen :).

Im Sommer bin ich bei Sonne häufig mit einer Schirmmütze unterwegs, schon um die Augen etwas zu entlasten, versuche aber die größte Hitze in der sicheren Deckung der Wohnung durchzustehen. In dieser haben wir aber zeitweilig auch Temperaturen bis rauf auf 30 Grad. An genug Schlaf ist daher in den letzten Tagen auch kaum zu denken, was für mich sehr nachteilig ist.

Ernährung ist bei mir etwas problematisch geworden, da ich viele Sachen durch ein sehr schlechtes und reduziertes Gebiss nicht mehr kauen kann, aber wir haben einen Hochleistungsmixer. Aber dadurch bin ich leider aktuell noch etwas weiter von der Rohkost weg. Denn nicht alles, was man machen könnte schafft man auch tatsächlich im Alltag. Es kostet eben deutlich mehr Mühe und Kraft.
Und ich weiß auch immer mehr, wie vielfältig die Giftquellen im herkömmlichen Essen sind (durchs geplante Freihandelsabkommen dürfte das ganze noch erheblich schlimmer werden). Wir versuchen hier möglichst bewusst zu leben. Aber wir haben einen recht mühsamen Alltag, zudem meine Frau auch nicht gesund ist. Jede zusätzliche Erschwernis des Alltags kann langfristig oft nicht gestemmt werden und fällt häufig wieder unter den Tisch.

Amalgam-Plomben sind zwar seit einigen Jahren alle draußen, und das waren sehr viele. Aber eine richtige Entgiftung hab ich bisher nicht umgesetzt.
In diesem Zusammenhang bin ich vor kurzem auf das Stichwort Zeolith gestoßen. Leider gibt es für fast alle alternativen Verfahren gewaltige Fronten von Seiten vieler seriösen Fachleute und natürlich von der Industrie, die sehr stark verunsichern können (was sie vermutlich großteils auch sollen).
Ich behandle, seit ich Frühjahr 2014 kurzzeitig eine Verschlechterung erlebt hatte, meine MS alternativ mit LDN (bei Interesse -> www) und hoffe, damit auf einem guten Weg zu sein. Zumindest war danach irgendwann die Kraftlosigkeit im linken Bein wieder besser.

Das mit der Pulsuhr ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Besonders wenn ich mal steil bergauf gegangen bin und mir das Herz teilweise dabei bis zum Hals geschlagen hat. Auch beim Rollerfahren war das teilweise so. Dann konnte ich meinen Puls schon unmittelbar durch den Körper abschätzen. Da ich zudem seit meiner Kindheit Herzrhythmusstörungen habe, die in den letzten Jahren einen etwas schmerzhaften Charakter bekommen haben (beim Arzt war ich deshalb aber in den letzten Jahren nicht mehr), ist es vielleicht sinnvoll, hier besser zu kontrollieren.)
Wir haben auch irgendwo so ein Ding, auch wenn die Batterien längst leer sind, aber die kann man auswechseln. Nur der Brustgurt würde mich etwas stören. Sicher schwitzt man darunter auch extrem, zumindest im Sommer.

Auf jedem Fall haben mir Eure Tipps, besonders Deine Aufzählung, RollerRobby, mit Sicherheit sehr geholfen, für mich persönlich eine passendere Einstellung zum Rollern zu finden. Vielen Dank dafür.

Gestern war ich das erste Mal wieder auf dem Roller. Diesmal ganz brav mit einem gemächlichen 11er-Schnitt knapp 3km weit auf ebener Strecke (obwohl die Symptome noch nicht so unauffällig waren wie vorher), und der Puls blieb ziemlich unten. Das kann kein Zuviel gewesen sein. Heute gehts mir auch schon wieder ein Stück besser. Es sieht nicht schlecht aus. Nur der Rücken fängt jetzt an, Ärger zu machen, bin wohl zu viel gelegen in letzter Zeit.
Morgen ist das nächste Mal Rollern geplant, vielleicht 3,5 km. Hängt davon ab, wie ich mich fühle. Ich hoffe, ich bleib vernünftig.

LG
Sunrise08

KarinB
22.07.2015, 14:34
Ich hoffe, es gibt kein Problem damit, dass dieser Thread einen sehr weiten thematischen Bogen vom City-Roller über den Kostka-Roller bis hin zu neurologischen Erkrankungen und Umwelt- und Gesundheitsfragen im Allgemeinen spannt.

Das ist sicher o.k., es ist ja dein eigener Thread. Ein Problem ist eher wenn man anderen Leuten ihren Thread mit eigenen Sachen zuspammt oder wenn es Streit gibt.


Und ich weiß auch immer mehr, wie vielfältig die Giftquellen im herkömmlichen Essen sind (durchs geplante Freihandelsabkommen dürfte das ganze noch erheblich schlimmer werden).

Oh ja, auch noch ein nettes Thema. Ich habe das Glück dass ich einen sehr vertrauenswürdigen Bio-Händler auf dem örtlichen Wochenmarkt habe, der auch nicht wirklich teurer ist als der nicht-bio Obst- und Gemüsehändler in der Stadt.


In diesem Zusammenhang bin ich vor kurzem auf das Stichwort Zeolith gestoßen..

Zeolith habe ich schon ausprobiert. Das Pulver bindet durch seine große Oberfläche Gifte im Darm, z.B. Schwermetalle, Histamin und Gifte, die bei einer Fehlverdauung entstehen. Somit entlastet es auch die Leber.

Zeolith gibt's z.B. in Form von Froximmun Toxaprevent (Apotheke) oder Alsiroyal Detox 1 (Reformhaus). Habe ich beide schon genommen, auch weil sie Histamin binden. Ob das was bringt zur Amalgamentgiftung, kann ich nicht sagen. Ein bißchen Bedenken habe ich schon ob da nicht Stoffe drin sind, die dann selbst wieder im Körper gespeichert werden, weil es ja Vulkangestein ist oder ob Aluminium drin ist, was ja auch in Heilerde drin sein soll.


Da ich zudem seit meiner Kindheit Herzrhythmusstörungen habe, die in den letzten Jahren einen etwas schmerzhaften Charakter bekommen haben (beim Arzt war ich deshalb aber in den letzten Jahren nicht mehr), ist es vielleicht sinnvoll, hier besser zu kontrollieren.)
Schmerzhafter Charakter? Bei Belastung sollten keine Schmerzen in der Herzgegend auftreten, das könnte Sauerstoffmangel bzw. eine Verengung in einem Herzkranzgefäß sein. Das sollte man lieber abklären mit einem Belastungs-EKG.


Nur der Brustgurt würde mich etwas stören. Sicher schwitzt man darunter auch extrem, zumindest im Sommer.

Im ersten Moment ist der Brustgurt eher unangenehm, aber ich merke ihn später eigentlich nicht mehr. Man muß darunter schwitzen, damit die Sensoren richtigen Kontakt zur Haut haben. Da ich aber sowieso immer überall schwitze, nehme ich das nicht wahr. Der Brustgurt ist ja nur ganz schmal.


Gestern war ich das erste Mal wieder auf dem Roller. Diesmal ganz brav mit einem gemächlichen 11er-Schnitt knapp 3km weit auf ebener Strecke (obwohl die Symptome noch nicht so unauffällig waren wie vorher), und der Puls blieb ziemlich unten. Das kann kein Zuviel gewesen sein. Heute gehts mir auch schon wieder ein Stück besser. Es sieht nicht schlecht aus.

Das hört sich doch schon mal gut an. Das freut mich.

Sunrise08
22.07.2015, 18:39
Danke für Deine Antwort, Karin.
Werd mich auch nochmal weiter zum Thema Zeolith informieren und klären, ob das eine Möglichkeit für mich sein könnte.

Soweit ich bisher recherchieren konnte, ist es durchaus nicht unmöglich, dass solche Herzstolperer auch mal schmerzhaft sein können, sozusagen eine besondere Form der Extrasystolen. Vor der Untersuchung beim Internisten bin ich bisher letztlich zurückgeschreckt, weil ich viel zu oft erlebt habe, bei mir und auch bei anderen, dass die ärztlichen Maßnahmen in die falsche Richtung laufen und nicht selten mehr schaden, als dass sie nutzen. Und sich dann gegen solche Dinge zu stellen ist nicht immer einfach.
Möglich, dass ich trotzdem irgendwann mal deshalb einen Termin mache.
Momentan sind treten diese unangenehmeren Stolperer aber auch seltener auf. Mein Hausarzt hat auf funktionelle Störungen getippt. Allerdings tut er das bei mir sowieso häufig.

Ich werd mal nach der Pulsuhr + Zubehör suchen und, wenn gefunden, dieser eine Chance geben.

Gestern war ich 4,25 km mit dem Roller unterwegs bei einem Schnitt von 11,18. Also wieder ganz vorsichtig. Nur die Wärme war lästig. Bereits um 9:30 waren es 27 Grad, und früher ist bei mir einfach nicht drin, weil ich den Körper immer erst eine Weile auf Touren bringen muss. Besonders im Moment, wo ich wegen der Hitze oft viel zu wenig schlafe.
Aber Abkühlung ist ja ab morgen angekündigt. Dann könnte allerdings die für morgen geplante Fahrt buchstäblich ins Wasser fallen.

RollerRobby
23.07.2015, 08:57
Hallo RollerRobby,

sehr interessanter Text. Du hast ja sicher schon jede Menge Erfahrung mit Schwermetallentgiftung, magst du uns sagen, welche Entgiftungsart du für die beste Methode hälst? Es gibt ja so viele, da ist es schwer einen Überblick zu bekommen. Und wenn man es falsch macht, verschieben sich die Schwermetalle ins Gehirn.

Guten Morgen Karin,

schön mal wieder auf Menschen zu treffen die in der Lage sind über den Tellerrand zu schauen :)
Bitte nimm es mir nicht krumm wenn ich zur Schwermetallentgiftung keine konkreten Vorschläge mache, aber dieses Thema ist so komplex und kann bei falscher Vorgehensweise vehemente Verschlechterungen mit sich bringen (Mobilisierung von Depots, die von Dir angesprochene Verlagerung ins Gehirn etc.). Hierzu sollten immer Spezialisten hinzugezogen werden die Anhand der vorliegenden Belastung eine geeignete Therapie ausarbeiten. Ich denke auch dass z.B. bei einer akuten Belastung oder Amalgam Entfernung wohl nichts an DMPS etc. vorbeiführt, auch muss immer berücksichtigt werden, dass jegliche Form auch mit natürlichen Substanzen zu einer Erstverschlechterung führt und die freien radikale gebunden werden müssen.

Aus eigener Erfahrung kann ich auch bestätigen dass Bärlauch/Knoblauch, Koriander, Distelöle etc. eine Aktivierung auslösen, aber wie gesagt ich würde nie ohne Beratung rumprobieren. Bei Betroffenen wo Belastungen im Gehirn durch dunkle Flecken sichtbar sind (ähnlich wie beim Zahnstatus/Röntgenbild die Amalgamplomben) wäre ich extremst vorsichtig, hier können schon Fastenkuren (oder wenn gesundheitlich überhaupt noch möglich, gesteigerte sportliche Aktivitäten) die im Körperfett gebundene Schwermetalle wieder durch den Organismus wandern lassen und schwer beherrschbare Reaktionen zur Folge haben.
Selbst sollte man sämtliche Produkte die starkt belastet sein können meiden, wie z.B. angesprochen jegliche Art von Fisch (das fällt mir am schwersten!), oder Kuhmilch usw., begleitend für Menschen die nicht akut belastet sind ist Bärlauch (z.B. im Smoothie) in Verbindung mit Ölen die in der Lage sind kleine Mengen an Schwermetallen zu binden (z.B. nat. Leinöl) eine Empfehlung. Knoblauch wie oben angesprochen wirkt auch entgiftend und ist positiv für die Blutzirkulation auch Sauerkraut und Avocado halten die Gefässe sauber und putzen bereits bestehende Ablagerungen weg. Alles natürlich immer nicht erhitzt über 40° (ungekocht!) ansonsten bleibt von den Wirkstoffen praktisch nichts mehr über.

Auch bei Rohkost immer auf den Körper hören! Grün ist nicht gleich gesund :wink:... bei schwer belasteten Menschen führt die Zuführung von Chlorophyl über einen komplizierten chemischen Schritt zur Bildung von hochbelastenden Metallverbindungen und unmittelbarer Verschlechterung des Gesundheitszustands! (das kannst Du praktisch nirgendwo nachlesen) ... wie gesagt, das Thema ist extrem kompliziert, weil Bio-Chemie in reinster Form ... die komplexen hochsensiblen Abläufe in unserem Organismus verstehen nur wenige und deren mutwillige und in den meisten Fällen irreversible chaotische Störung wird von der Pharma-/ Chemie und Lebensmittelmafia bewusst und vorsätzlich in Kauf genommen... aber das ist wiederum ein Thema, welches jeglichen Rahmen sprengen würde :D

liebe Grüße,
Robby

... wer Lust hat mal zu lesen wie viele "Möglichkeiten", Meinungen, Pros & Kons es zur Schwermetallentgiftung gibt kann ja hier mal schmökern, bis einem der Nerv geraubt wird :zwinker2: Amalgam Entgiftung - Das Ende der Symptombekämpfung (http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/)

... achja, weil vor kurzem von mir angsprochen hier noch relativ aktuelle ein Statement zur Fischbelastung durch Kohlekraftwerke Greenpeace Studie - Bundesregierung unterschätzt Gefahr durch Quecksilber (http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/index.php/umweltpolitik/233-greenpeace-studie-bundesregierung-unterschaetzt-gefahr-durch-quecksilber)

RollerRobby
25.07.2015, 08:31
"Sehr geholfen hat mir etwas, dass ich vor einigen Jahren zufällig für mich entdeckt habe, und dem ich später am ehesten unter dem Begriff Achtsamkeit im Internet begegnet bin. Etwas mit konzentrierter Entspannung und geradezu liebevoller Hingabe tun trifft es vieleicht noch am meisten. Andere Dinge blendet man dabei aus. Das Ergebnis ist, was man tut, gelingt, auch Dinge, bei denen man sonst häufig gescheitert ist. Und man fühlt sich erheblich besser dabei. Und so kann im Prinzip alles, was man im Alltag tut, plötzlich zu einer Entspannungsübung werden. Eine für mich revolutionäre Entdeckung. Und ich versuche, alles, was ich tue in einem Zustand der Ruhe zu tun, praktisch stets in einem Zustand der Mitte. Es wird nicht nach vorne gekämpft, sondern in sich ruhend gehandelt. Worte, die für die einen ohne Sinn sind, für mich früher auch, die aber Dinge ermöglichen, zu denen ich sonst oft einfach nicht mehr in der Lage wäre. Das Ganze funktioniert dann nicht, wenn mich andere unter Druck setzen, zeitlich oder auf andere Art und Weise. Und das passiert im Umgang mit den meisten Menschen leider meist schnell, da diese fast immer im Vergleich einfach völlig anders "ticken". Schnell, laut, unaufmerksam, rücksichtslos. Wie unsere ganze Gesellschaft eben. (Noch ein Thema.. :-) )"

Guten Morgen Sunrise,
... das ist der absolut richtige Weg zur Entlastung Deines Systems, Meditation, Fokussierung auf das Jetzt im Handeln, im Denken ... im Leben ... das muss man aber auch erst lernen, habe ich auch lange Zeit für gebraucht :wink:

Die philosophische Frage die hieraus entsteht, ist: "Ticken" die anderen richtig und wir falsch, oder ist es umgekehrt? :zwinker2:
Wie auch immer man die Frage für sich beantwortet ... ich bin der Meinung, die heutige permanente Reizüberflutung führt zur mentalen (und körperlichen) Erschöpfung des Menschen und somit auch zu einer Art geistigen Isolation. Ein bewusstes Auseinandersetzen mit seinem Gegenüber, ein offenes Aufeinanderzugehen wird in der Gesellschaft immer schwieriger da die meisten inzwischen nicht mehr konzentriert zuhören können, durch die Infoflut die auf sie einprasselt können sie zwischen wichtig und nonsens nicht mehr trennen und auch nicht mehr "abschalten" ... Menschen wissen am nächsten Tag nichtmehr was man am Vorabend gemeinsam beim Essen thematisiert hat.....

"... auch wenn der Markt bei schnurgebundenen Telefonen beängstigend schwindet (was ich nebenbei für eine ungeheure Frechheit der Industrie und auch Gängelung des Verbrauchers halte, aber ich will der Themenvielfalt dieses Threads nicht noch ein weiteres hinzufügen :)."

... siehe "kabelloses Laden IKEA", geniale Idee, können alle die Ihre Gehirnzellen tagsüber schon permanent braten ihren Neurotoaster auch noch schön direkt neben dem Kopfkissen nachts auf dem Nachttisch noch zusätzlich per Induktion :klatsch: aufladen ... herzlichen Glückwunsch :teufel:

"... wir haben einen Hochleistungsmixer. Aber dadurch bin ich leider aktuell noch etwas weiter von der Rohkost weg. Denn nicht alles, was man machen könnte schafft man auch tatsächlich im Alltag. Es kostet eben deutlich mehr Mühe und Kraft.
Und ich weiß auch immer mehr, wie vielfältig die Giftquellen im herkömmlichen Essen sind (durchs geplante Freihandelsabkommen dürfte das ganze noch erheblich schlimmer werden). Wir versuchen hier möglichst bewusst zu leben."

... Jawoll, Hochleistungsmixer :nick: dadurch bist Du auf dem richtigen Weg und der Rohkost näher als Du denkst, denn Rohkost heisst nicht essen wie die Kaninchen ... lies Dich mal langsam ein: Rohkost & Rezepte | Geheimnisse der Rohkost (http://rohspirit.de/rohkost-rezepte/) & Grüne Smoothies Rezepte: Die besten 30 für jedermann! (http://www.gruene-smoothies.info/gruene-smoothies-rezepte/) & Grüne-Smoothie-Rezepte für Einsteiger | Grüne Smoothies (http://gruenesmoothies.de/blog.php/rezepte/rezepte-fur-einsteiger/)
... Ein sehr guter Entsafter ist auch ein Weg, einfach ausprobieren, auch mit dem was Du verträgst! Meiner Schwester/Schwager und einer Freundin haben die Smoothies einen regelrechten Powerschub verpasst, mir haben Sie Defizite im Körper wieder aufgefüllt und den Gesundheitszustand verbessert :) ... achso, spar Dir unnötige Ausgabe, alles an Info´s hierzu gibt´s im Netz.
... einen Kommentar zum Freihandelsabkommen/TTIP, dem letzten notwendigen Schritt damit Monsanto ganz Europa mit ihrem Dreck überschwemmen kann spare ich mir jetzt, das würde jeglichen Rahmen sprengen ...

"Amalgam-Plomben sind zwar seit einigen Jahren alle draußen, und das waren sehr viele. Aber eine richtige Entgiftung hab ich bisher nicht umgesetzt."

... ich befürchte diese haben Deine Erkrankung mit begünstigt, eine Entgiftung würde ich wenn überhaupt (Stichwort mögliche Erstverschlechterung) nur unter qualifizierter Aufsicht durchführen, es gibt hervorragende Umweltkliniken in Deutschland und MS ist "schulmedizinisch anerkannt" wenn Du mal geistige Reserven über hast kannst Dich ja mal mit der Thematik beschäftigen und frag Deinen Hausartzt ob sich eine Behandlung nicht auf Krankenkassenweg ermöglichen lässt :)
(Meine Erkrankung ist im Gegenzug zu anderen Ländern nicht anerkannt und ich laufe schulmedizinisch in Deutschland unter "Psychosomatischen Spinnern", die Krankenkasse lacht da nur, ich bin seit Anbeginn "Selbstzahler" :zwinker2:)


"Gestern war ich das erste Mal wieder auf dem Roller. Diesmal ganz brav mit einem gemächlichen 11er-Schnitt knapp 3km weit auf ebener Strecke (obwohl die Symptome noch nicht so unauffällig waren wie vorher), und der Puls blieb ziemlich unten. Das kann kein Zuviel gewesen sein. Heute gehts mir auch schon wieder ein Stück besser."

... das freut mich, das ist der Weg, stetig ein bisschen was tun und körperliche und geistige Überanstrengung meiden.
Schönes WE!
Robby

KarinB
25.07.2015, 15:38
Soweit ich bisher recherchieren konnte, ist es durchaus nicht unmöglich, dass solche Herzstolperer auch mal schmerzhaft sein können, sozusagen eine besondere Form der Extrasystolen. Vor der Untersuchung beim Internisten bin ich bisher letztlich zurückgeschreckt, weil ich viel zu oft erlebt habe, bei mir und auch bei anderen, dass die ärztlichen Maßnahmen in die falsche Richtung laufen und nicht selten mehr schaden, als dass sie nutzen. Und sich dann gegen solche Dinge zu stellen ist nicht immer einfach.

Die Extrasystolen sind ja oft harmlos. Was allerdings Schmerzen dabei bedeuten können, kann ich dir nicht sagen. Wenn ich von Schmerzen am Herz höre, denke ich halt immer an Angina Pectoris und Herzinfarkt. Herzstolperer habe ich auch manchmal, meistens wenn der Magen zu voll oder Luft drin ist und irgendwie das Zwerchfell aufs Herz drückt. Es kommt halt drauf an, ob die Extrasystolen aus den Vorhöfen oder Kammern kommen, ob viele dicht hintereinander folgen (Salven) oder wieviele es überhaupt am Tag sind und ob sie stören. Kann man halt am besten durch ein 24-Std. Langzeit-EKG feststellen. Und ein Belastungs-EKG sollte man sowieso machen lassen, wenn man neu mit Sport anfängt.

Solche Dinge habe ich auch schon erlebt bei Verwandten und Freunden, dass Behandlungen mehr schaden als nutzen. Und mit Ärzten zu diskutieren und was anderes zu wollen als diese, oder irgend was infrage zu stellen, ist ganz schwer. Hab das schon oft erlebt wenn meine Mutter im Krankenhaus war. Habs aber auch schon andersrum erlebt, dass es kompetente Ärzte gab die dann echt geholfen haben. Ich denke allerdings, ein EKG richtig zu interpretieren ist ja nicht so schwer.


Gestern war ich 4,25 km mit dem Roller unterwegs bei einem Schnitt von 11,18. Also wieder ganz vorsichtig. Nur die Wärme war lästig. Bereits um 9:30 waren es 27 Grad, und früher ist bei mir einfach nicht drin, weil ich den Körper immer erst eine Weile auf Touren bringen muss. Besonders im Moment, wo ich wegen der Hitze oft viel zu wenig schlafe.
Aber Abkühlung ist ja ab morgen angekündigt. Dann könnte allerdings die für morgen geplante Fahrt buchstäblich ins Wasser fallen.

Die Wärme in den letzen Tagen war richtig übel. Ich fahre meistens abends. In den letzten Tagen bin ich allerdings nur Rad gefahren weil ich da mehr Fahrtwind habe:D.

Sunrise08
25.07.2015, 17:50
"Die philosophische Frage die hieraus entsteht, ist: "Ticken" die anderen richtig und wir falsch, oder ist es umgekehrt? "

Mein Wissen und mein Verstand sind klar begrenzt.
Aber ich kann fühlen und sehen und hören. Und täglich bekomme ich auf diese Weise aufs Neue mit, wie Menschen auf Kosten unserer Umwelt und anderer Menschen leben. (Das mit den Kohlekraftwerken und dem Quecksilber hab ich bisher auch nicht gewusst) So geschehen täglich unzählige Verbrechen, die nicht verhindert werden können. Viele kleine. Überall. Auch in ganz großen Stil. Weltweit. Das Thema ist endlos.
Ich kann diese Frage für mich ganz klar beantworten. Der Mensch hat seinen richtigen Weg komplett verloren, falls er ihn je hatte.
Weil er die Liebe verloren hat(kleine Kinder haben sie noch). Liebe zum Nächsten, Liebe zur Natur. Würde er lieben, könnte er all diese Dinge, die passieren, Kriege, Ausbeutung, Umweltzerstörung, Gewalt jeglicher Form, nicht zulassen. Mit Liebe ergibt sich alles andere, was zu einer glücklichen Existenz von uns allem gehört, von ganz allein.
Bestätigt wird mir das die seltenen Male, wo ich auf Menschen treffe (immer wieder mal z.B. auch in TV-Berichten), die genauso denken, fühlen und handeln. Dann weiß ich, dass diese Welt auch völlig anders aussehen könnte.
Ich hab mir zu solchen Themen vor einer Weile auch mal Gedanken gemacht:
dl.dropboxusercontent.com/u/225053/753928/rw.htm (http://dl.dropboxusercontent.com/u/225053/753928/rw.htm)
Das war mal ein Teil meiner Homepage, die ich wieder vom Netz genommen hab, weil die Abmahnwellen auch diese Freude verdorben haben. (nach rettet das Internet.de suchen)

Das mit dem drahtlosen Aufladen kannte ich noch gar nicht.
Gut, die Übertragungsdistanz ist erfreulich gering, da das Empfangsgerät direkt über dem Sender liegt. Bedenklich aber, hier geht es nicht um Informations-, sondern um Leistungsübertragung. Und die - in der Praxis wohl naheliegende - Plazierung neben dem Bett ist natürlich indiskutabel. Und jede weitere Strahlungsquelle ist grundsätzlich abzulehnen, weil das Grundübel damit noch schlimmer wird.

"...dadurch bist Du auf dem richtigen Weg und der Rohkost näher als Du denkst..."
Ja, ich hab mich leider ziemlich ungeschickt ausgedrückt.
Das weiß ich, deshalb wurde er gekauft. Leider ist das Anrichten damit mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden. Einfach mal kurz einen Kohlrabi essen geht eben nicht mehr. Wir nutzen ihn momentan zur Zubereitung unseres Frühstücks, zu dem jetzt ein Frischobstbrei gehört. Das ist schon mühsam genug. Genug Infos über Smoothies haben wir. Auch Bücher. Aber das in den Alltag zu integrieren ist uns aus beschriebenen Gründen bisher leider noch nicht oft gelungen.

"... frag Deinen Hausartzt ob sich eine Behandlung nicht auf Krankenkassenweg ermöglichen lässt "
Die Kassen zahlen solche Maßnahmen allerhöchstens, wenn man nachweisen kann, dass man massive Bescherden durch Schwermetallvergiftung hat. Also meistens nicht. MS gehört mit Sicherheit nicht zu den hier relevanten Themen. MS als Ursache einer Quecksilbervergiftung würde jeder Mediziner ablehnen. Und im Zusammenhang mit Amalgam würde auch keine Kasse etwas zahlen. Schließlich zahlen sie das Amalgam selbst problemlos.
Nein, das muss ich schon selbst bezahlen.

"Kann man halt am besten durch ein 24-Std. Langzeit-EKG feststellen. Und ein Belastungs-EKG sollte man sowieso machen lassen, wenn man neu mit Sport anfängt."
So ein Langzeit-EKG hab ich früher vor einigen Jahren auch mal bekommen. Kam aber nichts dabei raus. Ein Belastungs-EKG dürfte schwierig sein, jetzt, wo ich mich nicht mehr auf ein Fahrrad setzen darf. Und ich kann mir schon vorstellen, wie die Diskussion mit dem Internisten darüber verlaufen würde.

Sunrise08
26.07.2015, 10:17
Ich hab noch eine Frage wegen den Fußwechseln.
Ich hab mir jetzt in den bisher 21 Fahrten angewöhnt, diesen auf beiden Seiten unterschiedlich zu machen.
1) Ich dreh den rechten Fuß über die Ferse nach außen, setz den linken auf den Ballen vorne auf und nehm dann den rechten Fuß weg.
2) Auf der anderen Seite dreh ich den linken Fuß über den Ballen nach außen, setz den rechten über die Ferse aufs Trittbrett und nehme dann den linken Fuß weg.
Der eine Fußwechsel ist dadurch praktisch der gleiche wie der andere, nur rückwärts.
Das hat sich allmählich so ergeben und funktioniert ganz gut. Wobei ich bei 1) ein etwas besseres Gefühl habe als bei 2).
Aber dann hab ich auf beiden Seiten beim Fußwechsel nicht die gleichen Bewegungsabläufe und Bedenken, dass das langfristig vielleicht ungünstig für die Gelenke sein könnte oder so.
Ich hab zwischendurch mehrfach versucht, den Fußwechsel 2) wie 1) zu machen, aber damit hab ich bisher Schwierigkeiten.
Soll ich das weiter probieren, oder ist es egal?

brnrd
26.07.2015, 11:57
Ich bin kein Experte für drehende Fußwechsel, aber das scheint mir unproblematisch, so wie du es beschreibst. Ich sehe da keine Gefahr für Ungleichgewicht etc. Ich würde an deiner Stelle also unbedingt dabei bleiben, denn es funktioniert für dich, scheint keine (absehbaren) Probleme zu verursachen – also warum sich selbst welche schaffen? Man muss auch nicht alles zerdenken – und glaub mir, da bin ich der Experte! ;)

RheinBergRoller
26.07.2015, 13:27
Soll ich das weiter probieren, oder ist es egal?
Letztendlich ist es egal solange du mit jedem Bein ungefähr genau so viele Tritte machst.


IWobei ich bei 1) ein etwas besseres Gefühl habe als bei 2).
Wenn es dich stört oder du dich unsicher / unwohl fühlst, dann versuche es zu ändern.

Sunrise08
26.07.2015, 18:50
Ok ich danke Euch. So ein Fußwechsel ist ja auch keine so mächtige Bewegung, da sind die Chancen wohl eher gering, dass es dadurch unangenehme Konsequenzen geben wird.. Ein paar Versuche werde ich noch machen mit der Änderung, aber vermutlich letztlich dabei bleiben.

KarinB
26.07.2015, 19:52
Hallo Sunrise,

beim Fußwechsel schleift der Fuß ja nur leicht am Trittbrett. Kann also nichts schaden. Ich hatte das vorher gelesen und hab's heute mal ausprobiert, denn ich hätte vorher gar nicht sagen können wie ich das mache. Jedenfalls drehe ich den Fuß mit der Ferse weg und setze den nächsten Fuß mit dem Ballen auf, also bei beiden Füßen gleich. Wie ich so gefahren bin, bekam ich das dann gar nicht mehr aus meinem Kopf raus und habe die ganze Zeit auf meine Füße geachtet bis es dann endlich wieder weg war. Manchmal zähle ich auch die Tritte mit obwohl ich das gar nicht will. Das ist auch nervig.

Ich habe deinen Text auf der Homepage über das Glück gelesen. Damit hast du sicher in allen Punkten recht. Du hast schon sehr viel erreicht wenn du es geschafft hast auch ungeliebte Arbeiten mit Freude zu tun. Ich schaffe mir meine Hektik oft selbst durch Arbeiten, die mir zu viel erscheinen und ich hetze wie verrückt dass ich's schaffe, anstatt einen Teil auf den nächsten Tag zu verschieben, was meistens kein Problem ist. Das müsste ich abstellen können. Ich werde mal darüber nachdenken.

Und du hast recht, die Welt könnte ganz anders aussehen. Die Frage ist, ob wir Menschen schon soweit sind, dass wir wirklich die Welt verbessern können. Außerdem steckt in uns zuviel von den Tieren. Der Konkurrenzkampf wie bei den Tieren um das Futter, um das beste Weibchen, die Aggressivität, der Neid sind auch in uns.

Mal ein Beispiel zu Neid. Gestern hatte der Kater aus meinem Avatar starken Hunger und wartete auf Futter, das ich zubereitete. Meine kleine alte Katze hatte auch Hunger und ging an einen Futternapf wo ihr Lieblingsfutter drin war, das schon länger dort stand und das der Kater aber nicht mag. Der Kater sah dass sie dort fraß und haute ihr mit der Pfote auf den Kopf. Die arme Kleine rannte weg aber der Kater interessierte sich dann gar nicht für ihr Futter.

Das ist irgend eine Überlebenstrategie aus der Urzeit und die ist auch in uns Menschen. Die Tiere brauchen es noch, aber wir Menschen brauchen es nicht mehr und werden es so einfach nicht los. Man bräuchte eine gute und freundliche Erziehung der Kinder. Die Urinstinkte schlummern in uns und brechen immer wieder hervor. Auch der Konsum und das ständige mehr wollen gehört dazu. Es ist so wie beim Eichhörnchen, das Vorräte für den Winter sammelt. Die Sucht nach dem Geld und die damit verbundene Zerstörung der Erde ist zu tief in uns. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.

LG
Karin

KarinB
26.07.2015, 20:02
Hallo RollerRobby,

danke für deine sehr interessanten Informationen zur Schwermetallentgiftung.
Ich habe keine akute Vergiftung, wahrscheinlich habe ich nicht mehr oder weniger Schwermetalle in mir als die meisten anderen Leute auch. Allerdings nehme ich Chemikalien stärker wahr als die meisten anderen. So musste ich mal eine Arbeitsstelle im Büro kündigen, weil ich ziemlich viel kopieren musste und die ganzen Dämpfe von den Kopierern und Laserdruckern, die damals immer mehr angeschafft wurden, nicht mehr ausgehalten habe. Keinen Menschen sonst hat das gestört.

Ich habe mal eine Haaranalyse machen lassen, Quecksilber war nicht besonders hoch, eher waren Blei und Cadmium erhöht. Das Amalgam habe ich mir vor 6 Jahren alles aus den Zähnen entfernen lassen. Danach habe ich auch immer wieder neue Methoden zur Entgiftung entdeckt oder von einer Heilpraktikerin bekommen und einige ausprobiert. Hat mich auch alles sehr interessiert was mit Naturheilkunde zu tun hat. Die Algen und der Bärlauch und Koriander sind wohl die bekannteste Entgiftungsmethode. Eine Zeitlang habe ich das gemacht, aber es soll ja Jahre dauern und den Bärlauch (als Granulat) habe ich nicht besonders vertragen und bei den Algen weiß man nicht ob sie nicht selbst schwermetallbelastet sind. Aber Bärlauchsuppe finde ich lecker.

Dann habe ich noch Zeolith und MSM (Methylsulfonylmethan) und niedermolekulare Pektine (aus Seegras) probiert. Ich habe aber auf all die Sachen weder was Positives noch was Negatives bemerkt. Die Pektine sind sehr teuer, aber ob teuer = wirksam ist, wer weiß. Sie wurden anläßlich der Tschernobyl-Katastrophe entwickelt um die Leute von den radioaktiven Substanzen zu entgiften.

Fisch esse ich leider gerne. Ist natürlich ein Widerspruch, ich will entgiften und gleichzeitig esse ich Fisch. Leinöl esse ich schon seit Jahren jeden Tag in Form vom Budwig-Frühstück mit Quark-Leinöl-Speise mit etwas Obst und Nüssen. Daß Leinöl auch Schwermetalle entgiftet wusste ich noch nicht.

Das Forum "Symptome.ch" kenne ich. Dort habe ich auch schon über Entgiftung gelesen. Interessant ist es ja, aber so wirklich schlau wird man nicht daraus weil niemand schreibt Methode X habe ich so lange gemacht und es hat super geklappt und ich bin jetzt frei von Schwermetallen. Die meisten haben Rückschläge und es ist total kompliziert und viele nehmen Chelatbildner wie DMPS.

Über die grünen Smoothies habe ich mal glaube ich in BR3 in "Gesundheit" gesehen wie Frauen Wildkräuter dazu gesammelt haben und eine hat gesagt, die Smoothies hätten ihr Energielevel gut angehoben. Das will ich die ganze Zeit schon probieren, aber wie Sunrise sagte, es ist nicht so einfach. Die Rezepte sind auch mit Riesenmengen von Obst, soviel Obst auf einmal kann ich nicht essen, da ich Fructoseintoleranz habe. Vielleicht schmeckt's ja auch mit wenig Obst.

Ich habe auch mal einen Kurs für Rohkostzubereitung mitgemacht und war auch fasziniert was die Kursleiterin erzählt hat. Sie war von der Bruker-Gesellschaft ausgebildet und hat durch die Rohkost selbst ich glaube über 20 Krankheitssymptome und Störungen wegbekommen und hat auch von einigen Leuten erzählt die auch eindruckvolle Erfolge hatten. Aber es ist halt schwer, das dann selbst wirklich jeden Tag umzusetzen. Irgendwo ist da der innere Schweinehund und schlechte Gewohnheiten. Auch machts nicht so toll satt, ich vertrage nicht zuviel davon, man kann's auch nicht mitnehmen wie ein belegtes Brot zu einer Rollertour.

LG
Karin

Sunrise08
27.07.2015, 08:54
Danke, Karin.

"...beim Fußwechsel schleift der Fuß ja nur leicht am Trittbrett. Kann also nichts schaden."

Ich dachte auch mehr an die Drehbewegungen aus den Hüften. Hab ja in beiden Hüften ab und zu Beschwerden, besonders rechts.
Bei den Tritten mach ich am liebsten 8 links und 8 rechts. Das geht letztlich von ganz alleine, hab ich vielleicht so aus der Musik in mir.

"Ich habe deinen Text auf der Homepage über das Glück gelesen. Damit hast du sicher in allen Punkten recht. Du hast schon sehr viel erreicht wenn du es geschafft hast auch ungeliebte Arbeiten mit Freude zu tun."

Dankeschön fürs Lesen. War ja nicht so wenig. Ich will nach den Jahren der Praxis damit nicht behaupten, dass es mir durchweg gelingt, danach zu leben. Ich hab auch immer wieder Momente, wo ich unzufrieden oder unglücklich bin. Aber es gelingt mir inzwischen sehr häufig, über diese entspannte Konzentration aufs Detail einer Situation oder Aufgabe viel Unangenehmes zu nehmen. Gerade in den letzten Tagen, wo es mir nicht so gut geht, hält mich das oft noch auf den Beinen. Hetzen kann ich mir allerdings auch gar nicht erlauben, da es mir dann häufig sofort viel schlechter geht.

"Und du hast recht, die Welt könnte ganz anders aussehen. Die Frage ist, ob wir Menschen schon soweit sind, dass wir wirklich die Welt verbessern können. Außerdem steckt in uns zuviel von den Tieren. Der Konkurrenzkampf wie bei den Tieren um das Futter, um das beste Weibchen, die Aggressivität, der Neid sind auch in uns. "

Ich glaub leider nicht, dass der Mensch sich hier vorwärts entwickelt. Im Gegenteil, er entfremdet sich immer mehr von seinem richtigen Weg. Computer und besonders das Handy haben hier einen weiteren großen Teil dazu beigetragen. Auch wenn beide hier auch Gutes ermöglichen können, z.B. positive Kräfte der Menschen zu bündeln. Allerdings droht hier auch konkret ein Machtapparat dem Menschen heimlich und schleichend immer weiter die Freiheit einzuschränken.

Der Vergleich zwischen Mensch und Tier wird wohl immer wieder für wesentliche Fragen und Diskussionen sorgen. Und entgültige Antworten wird es wohl nie geben.
Ich kenne das Argument des wilden Tieres in uns, dass ohne Rücksicht das eigene Überleben durchsetzen will.
Man darf aber nicht vergessen, diese Argumente kommen auch wieder nur von Menschen, die entsprechend erzogen worden sind. Und Erziehung steckt im Unterbewussten, auf das man nur sehr wenig Zugriff hat.
Und das Argument wird auch gern hergenommen (natürlich jetzt nicht von Dir, Karin :) ), um das eigene aggressive rücksichtslose Verhalten nicht ändern zu müssen, da es ja angeblich naturgegeben und somit richtig ist.
Und, einerseits scheint der Mensch Tiere maßlos zu unterschätzen, was die Intelligenz angeht. Es gibt viele neue Erkenntnisse und Berichte darüber, die es immer fragwürdiger erscheinen lassen, dass sich der Mensch über die Tiere stellt (wozu er sowieso kein Recht hat !!) Ich muss bei diesen Themen auch immer an einen schönen Spielfilm mit Antony Hopkins in der Hauptrolle denken, Instinkt heißt er, sehenswert!
Andererseits habe ich einen Gedanken (kein Wissen), an dem ich festhalte. Es ist der, dass sich der Mensch vom Tier durch die Liebe unterscheidet (aber wer weiß, diese spielt vielleicht bei den Tieren auch eine Rolle), die es ihm ermöglicht, nicht nur nach dem Gesetz friss oder stirb zu leben.
Es gibt Völker (nicht viele), die im Einklang mit der Natur leben und liebevoll miteinander umgehen. Darüber gibt es ebenfalls Berichte. Dort sieht man, wie es sein könnte. Dann gäbe es Glück, aber keine Zerstörung. Und gab es früher nicht mal Völker, die auf Fortschritt und Zivilisation verzichtet haben, obwohl sie ihn hätten haben können, weil sie erkannten, dass es schaden würde? Hier zeigt sich allerdings mein sehr lückenhaftes geschichtliches Wissen.
Mensch, ein Tretroller-Thread, wie er im Buche steht! :D

KarinB
30.07.2015, 23:10
Ich glaub leider nicht, dass der Mensch sich hier vorwärts entwickelt.

Schwer zu beurteilen ob der Mensch sich weiterentwickelt. Im Mittelalter und bei den Hexenverbrennungen war's sicher auch nicht gerade angenehm zu leben. Im Moment haben wir sehr viele Konflikte auf der Erde, aber es leben auch immer mehr Menschen auf der Erde und in vielen Ländern ist Wasser und Nahrung knapp. Ich glaube die Menschen waren zu Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges noch verrückter als heute, viele haben sich freiwillig für den Krieg gemeldet. Ob das heute bei uns in Deutschland noch jemand machen würde? Früher gab es ja gut entwickelte Hochkulturen, Griechen, Ägypter, Mayas, aber ich habe keine Ahnung wie das Leben damals war und ob die Menschen liebevoller und besser miteinander umgingen. Geschichte war nicht gerade mein Lieblingsfach.


Im Gegenteil, er entfremdet sich immer mehr von seinem richtigen Weg. Computer und besonders das Handy haben hier einen weiteren großen Teil dazu beigetragen. Auch wenn beide hier auch Gutes ermöglichen können, z.B. positive Kräfte der Menschen zu bündeln. Allerdings droht hier auch konkret ein Machtapparat dem Menschen heimlich und schleichend immer weiter die Freiheit einzuschränken.

Zum Teil ist es schlecht, aber auf der anderen Seite kann man durch das Internet auch viele Sachen erfahren, die die Regierungen lieber geheim halten wollen.


Andererseits habe ich einen Gedanken (kein Wissen), an dem ich festhalte. Es ist der, dass sich der Mensch vom Tier durch die Liebe unterscheidet (aber wer weiß, diese spielt vielleicht bei den Tieren auch eine Rolle), die es ihm ermöglicht, nicht nur nach dem Gesetz friss oder stirb zu leben.

Auf jeden Fall unterscheidet er sich vom Tier. Der Mensch hat ein Gewissen, das ein Tier vermutlich nicht hat. Obwohl man auch schon gehört hat dass z.B. Delfine Menschen geholfen haben. Normalerweise hat der Mensch eine eingebaute Hemmschwelle einen anderen Menschen umzubringen. Gegenüber den Tieren versagt allerdings diese Hemmschwelle. Das hat vermutlich viel mit Erziehung zu tun. In anderen Kulturen, z.B. im Buddhismus gehen die Menschen achtsamer mit Tieren und der Natur um.


Und gab es früher nicht mal Völker, die auf Fortschritt und Zivilisation verzichtet haben, obwohl sie ihn hätten haben können, weil sie erkannten, dass es schaden würde?

Das weiß ich leider nicht, wäre aber interessant zu wissen.


Mensch, ein Tretroller-Thread, wie er im Buche steht! :D

Tretroller hat auch viel mit Natur zu tun, finde ich. Man ist ja in der Natur unterwegs. Für mich ist der Tretroller auch eher ein Mittel um Natur zu erleben, als ein Trainingsgerät. Der Trainingseffekt kommt dann nebenbei.
Aber der Thread ist schon abgedriftet. Über Religion und Politik darf man glaube ich nicht in solchen Foren diskutieren. Ich hoffe mal es bewegt sich noch im Bereich Philosophie oder wie nennt man das, vielleicht allgemeine Weltanschauung.

Sunrise08
31.07.2015, 08:58
Ich glaube die Menschen waren zu Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges noch verrückter als heute, viele haben sich freiwillig für den Krieg gemeldet.
Wenn die Propaganda stimmt und man die Leute an ihren wunden Punkten packt, dann klappt das leider heute auch noch, auch in Deutschland. Genauer will ich dazu nicht eingehen. Warum, hast Du unten in Deinem letzten Post wohl richtig erkannt.

Zum Teil ist es schlecht, aber auf der anderen Seite kann man durch das Internet auch viele Sachen erfahren, die die Regierungen lieber geheim halten wollen.
Das würde klappen, wenn die dort gefundenen Informationen tatsächlich alle noch der Wahrheit entsprechen würden. Deutlicher will ich auch hier nicht werden.

Zu genannten Völkern im Einklang mit der Natur usw. wirst Du im Internet mit Sicherheit etwas finden, ich auf die Schnelle jetzt nicht. Ich versuche, am PC momentan möglichst nur das nötigste zu tun.

Den Tretroller hab ich fürs erste mal dauerhaft weggesperrt. Muss erst mal wieder gesundheitlich einigermaßen in Ordnung kommen. Denn wie es momentan ist, geht es nicht weiter.

MollePeLa58
31.07.2015, 18:16
Hallo Sunrise08, solange du in der Lage bist Tretroller zu fahren,geht`s dir doch einigermaßen. Also ich bin Physio,in einer grossen Praxis, und ich wäre froh unsere MS-Pat.würden Roller fahren, aber was soll ich dir über deine Krankheit erzählen.Ich glaube du weißt eh am besten über dich und die MS bescheid. Und du weißt das man kein MS-Pat.mit anderen vergleichen kann.Jeder ist da unterschiedlich.Ich wünsche dir gute Besserung, egal wie, und das du wieder auf den Roller kommst. Und denk dran :
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren !

Sunrise08
31.07.2015, 20:00
Dankeschön!
Ich bin nicht sicher, ob es für mich einen Weg geben wird, auch langfristig wenigstens etwas Roller zu fahren. Vielleicht noch sehr viel vorsichtiger und langsamer. Eigentlich sieht es eher so aus, als wäre ich grundsätzlich nicht in der Lage, so ein Ding zu fahren, was auch nicht verwunderlich wäre. Momentan jedenfalls ist das Thema Roller absolut tabu, völlig unmöglich und durch die Heftigkeit meiner Beschwerden, die mich momentan wieder kräftig zurückwirft (hatte ich vor einigen Jahren das letzte Mal ähnlich) und weitgehenst aus dem ansonsten einigermaßen normalen Alltag nimmt, auch ein Angstthema geworden. Ich weiß nicht, ob ich mich in absehbarer Zeit nochmal auf dieses Ding traue. Das Risiko erscheint mir einfach zu hoch, besonders weil die Negativfolgen so verspätet kamen, und dann auch noch so heftig. Vermutlich war es aber eine Kombination verschiedener Faktoren, was die Sache weiter verkompliziert. Mag sein, dass auch kein Arzt nur annähernd so gut meine Erkrankung einschätzen kann wie ich selbst. Trotzdem bin ich oft ziemlich ratlos.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass es bald wieder bergauf gehen wird.
Und der Kopf wird schön über Wasser gehalten, auch wenns nicht immer leicht ist. :)

KarinB
02.08.2015, 13:41
Zu genannten Völkern im Einklang mit der Natur usw. wirst Du im Internet mit Sicherheit etwas finden, ich auf die Schnelle jetzt nicht. Ich versuche, am PC momentan möglichst nur das nötigste zu tun.
Ich habe da auch nichts gefunden und weiß auch nicht so recht welche Suchbegriffe ich da einsetzen soll für die Völker von früher, die auf Zivilisation freiwillig verzichtet haben. Also lassen wir diese Diskussion, es macht Arbeit und Stress und du versuchst besser dich zu erholen.



Jetzt kann ich nur hoffen, dass es bald wieder bergauf gehen wird.
Das wünsche ich Dir sehr. Laß dich nicht unterkriegen von der Krankheit!

Sunrise08
03.08.2015, 10:28
Dankeschön Karin!
Yequana-Indianer, Venezuela, Quelle "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück", Jean Liedloff.
Es gibt aber noch andere Hinweise.
Habs nicht lassen können.:), ging aber schnell.
Ein Link dazu:
(Wehedem der Link steht nicht als letzter im Text, dann wird alles danach als Link formatiert, nervig!)

(http://continuum-concept.de/texte/wer-uebernimmt-die-fuehrung.html)Wer übernimmt die Führung? | Deutschsprachiges Liedloff-Continuum-Netzwerk (http://continuum-concept.de/texte/wer-uebernimmt-die-fuehrung.html)

KarinB
04.08.2015, 12:17
Toller Text. Das ist auch eine gute Erklärung warum überall mit den Kindern was nicht stimmt. Die kleinen Babys sind ja süß und knuddelig, aber wie manche Eltern sich den ganzen Tag pausenlos mit den Kindern beschäftigen und wie die Kinder ständig im Mittelpunkt stehen ist ja nicht mehr normal. Kaum ein Gespräch, das sich nicht um die Kinder dreht.

Wenn ich mir vorstelle, ich würde mit meiner Oma spazierengehen, und jedem den ich treffe würde ich erzählen, was meine Oma alles kann und heute gemacht hat, dass sie neue Zähne bekommen hat und noch weitere tolle Geschichten, dann würde meine Oma sicher durchdrehen :D.

Sunrise08
04.08.2015, 12:50
:D:D

Sunrise08
08.11.2015, 10:12
Hallo, ich wollte mal wieder Rückmeldung geben.
Für den normalen Tretrollerfahrer wird das weniger interessant sein. Aber vielleicht ist ja jemand mal in einer ähnlichen Lage und hat so wie ich große Schwierigkeiten, aufgrund gesundheitsbedingter geringer körperlicher Belastbarkeit den Roller überhaupt zu nutzen.
Die Symptome meines MS-Schubes von damals sind ein ganzes Stück weit zurückgegangen, aber noch zu spüren.
Seit dem 27.10. bin ich jetzt im Abstand von 2-3 Tagen wieder ganz vorsichtig Roller gefahren (heute das 5. Mal). Mein Ziel war dabei, den Roller so zu verwenden, dass er kaum anstrengender ist als normales Gehen. Etwas, das normalerweise kaum denkbar ist, da der Roller einen sehr schnell zum Schwitzen bringen kann. Aber das muss ich unbedingt vermeiden.
Der Trick ist dabei, dass ich mich beim Rollerfahren so anziehe, wie ich es auch beim Spaziergang tun würde. Und wenn es mir dann nicht zu warm wird, dann sollte es passen (und ich schwitze normalerweise sehr leicht). Das bedeutet allerdings, dass meine Durchschnitts-Geschwindigkeit bei oder knapp unter 10 km/h liegen muss. Die Tretfrequenz liegt dann auch nur bei ca. 15 pro Minute. Außerdem sind meine Strecken mit 2,5-3,5 km bisher auch sehr kurz. Steigungen vermeide ich komplett, auch geringe. Auch bei spürbarem Gegenwind wird geschoben. Und die Erholpausen hab ich mit eher 2 als 1 Tag (also jeden 3. Tag eine kleine Fahrt) auch lang gewählt. Jeglicher sportlicher Ehrgeiz sollte dabei also weitestgehend ignoriert werden, was mir immer etwas schwer fällt.
Ich hatte vor ein paar Wochen schon überlegt, den Roller zu verkaufen. Aber mit meiner Vorgehensweise muss das vielleicht nicht sein. Und das wäre schön, denn ich liebe meinen Roller :)
Falls ich den Sendergurt meiner Pulsuhr noch finde, werde ich diese auch mal testen, wie mir hier schon empfohlen wurde. Aber es geht auch erst mal ohne.

Liebe Grüße Sunrise08

RollerRobby
08.11.2015, 19:57
Guten Abend Sunrise,
freut mich sehr, dass Du nicht aufgibst :daumen:
... auch kurze, ganz locker gerollte Strecken fördern das Gleichgewicht und verschaffen andere Eindrücke :)
roll & chill
Robby

KarinB
09.11.2015, 11:55
Hallo Sunrise,

schön dass du Dich wieder meldest :). Es muß ja nicht alles in Mega-Sport ausarten. Hauptsache man kommt ein bißchen raus und kriegt frische Luft. Wenn man gar nichts mehr tut, dann baut der Körper immer mehr ab. Man kann ja auch zwischendurch die Natur beobachten, fotografieren oder im Sommer etwas lesen auf einer Bank. Dann steht das Rollerfahren nicht so im Mittelpunkt wenn man raus geht und es wird weniger anstrengend.

LG
Karin

Sunrise08
09.11.2015, 14:59
Vielen Dank für Eure schönen Antworten! Ja, es ist meist eine Frage der inneren Einstellung, und was man aus den vorhandenen Möglichkeiten macht, ob man mit etwas zufrieden ist und es genießen kann oder nicht. Mal sehen, wie es weitergeht. Die kalte Jahreszeit ist zwar nicht unbedingt optimal für den Roller, für mich aber eher günstiger als drückende Hitze im Sommer und ich hab durch die geringere Geschwindigkeit auch nicht so sehr mit kaltem Fahrtwind zu kämpfen wie beim Radfahren.
LG Sunrise

Sunrise08
20.08.2019, 18:15
Hallo miteinander,

ich wollte mal wieder eine Rückmeldung geben, nachdem ein paar Jährchen ins Land gegangen sind.
Ich liebe meinen Roller (Kostka Tour 3) nach wie vor und nutze ihn auch immer noch im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten.
Vielen Dank nochmal für Eure Unterstützung damals, und dass Ihr mich davon abgehalten habt, so ein City-Klapperdingens zu kaufen :-)
Zwischen 6,5 und 8 km werden es meist bei einem bescheidenem Schnitt von 10,5 - 12 km/h. Ganz entspannt, weitestgehend abseits der Straßen auf asphaltierten Wegen. Das toleriert meine MS meist problemlos.
Immerhin vergrößere ich so meinen Streckenradius fast auf das Doppelte meiner täglichen Spazierstrecke (wobei ich allerdings sehr viel eingeschränkter bei der Streckenwahl bin.)
Mehr als 6-8 Fahrten monatlich, und mehr als 20 Fahrten jährlich wurden es bisher aber nicht, weil ich immer wieder mal Zeiten hatte, wo ich wegen irgendwelcher gesundheitlichen Probleme pausieren musste.
Ich arbeite aber dran, mich noch ein wenig zu steigern, ohne mich aber zu überfordern. Ein relativ schmaler Grat.

Bei der gemächlichen Geschwindigkeit (Trittfrequenz rund 12 bis max 20/min, die Füße stoßen meist ohne große Kraft ab), nehme ich ganz automatisch eine relativ aufrechte Körperhaltung ein, was aber durch die Lenkerhöhe nur bedingt möglich ist. Also ziemlich genau die Situation, über die ich mir weiter oben im Thread vorher schon meine Gedanken gemacht hatte. Aber es ist akzeptabel. Nur niedriger dürfte der Lenker nicht mehr sein, sodass ich froh bin, mich nicht für den Kostka Hill entschieden zu haben.
Schade, dass Elektro-Umrüstsätze für solche Roller richtig richtig teuer sind. Und eine Zulassung für den Straßenverkehr trotz neuer Gesetze würde es dafür vermutlich auch kaum geben. Oder? Und eine kompletter E-Roller ist noch mal sehr viel teurer, gar kein Thema.
Denn eine Verdoppelung meiner Reichweite damit wär schon eine feine Sache gewesen.

Schön, dass es dieses Forum noch gibt, wo das Internet oft so kurzlebig ist. Ich dachte, es wäre schon weg, da meine Links nicht mehr funktioniert hatten.

LG Sunrise

KarinB
23.08.2019, 16:01
Hallo Sunrise,

freut mich, dass Du Dich wieder meldest und dass Du noch Roller fährst. Über die Steckenlänge und Geschwindigkeit mach dir keine Gedanken. Niemand muß lange Strecken fahren. Und die Geschwindigkeit ist gut, schneller bin ich auch nicht. Mach das was dir gut tut.

Zu den E-Rollern kann ich nicht viel sagen, aber ich habe auch schon mal daran gedacht, dass es schön wäre wenn mein Tektoss E-Unterstützung hätte. Hast Du denn herausgefunden, was so eine Umrüstung ungefähr kosten würde? Für einen Fahrradhändler sollte das ja keine so große Sache sein. Man bräuchte ein Vorderrad mit Motor, einen Akku und ein paar Kabel und Elekronik für den Lenker. Ob so ein Umbau jemals erlaubt sein wird, weiß man nicht. Aber mittlerweile werden ja auch in den wöchentlichen Werbeprospekten von den Discountern kleine E-Roller für 199 € oder so angeboten. Die haben keine Zulassung, aber es wird vermutlich immer mehr davon geben. Also könnte es auch irgendwann eine generelle Zulassung geben.

Wenn dir der Kostka zu niedrig ist, versuch es doch mal mit einem höheren Vorbau oder einem verstellbaren Vorbau.

LG
Karin