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Thema: "LaLa's erst ab 30 km wirklich effektiv"

  1. #1
    Avatar von Bernd79
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    Standard "LaLa's erst ab 30 km wirklich effektiv"

    Bitte fragt mich nicht, wo, aber ich hab das mal gelesen. Da ich schon ein bisserl an Marathon-und Laufliteratur verschluckt habe, kann ich wirklich nicht mehr sagen, wo ich das aufgeschnappt habe. Jedenfalls hat der Autor vermerkt, dass 35 km (und mehr) besser sind für die langen, langsamen Läufe, da für den Marathon erst die Kilometer (ohne Nahrung) ab Kilometer 30 den gewünschten Trainingseffekt hätten.
    Ich schneide das Thema nur deshalb an, weil ich heute bei meinem 35 km LaLa eine interessante Entdeckung gemacht habe: Ab km 32,5 ging der Puls ziemlich plötzlich auf 170, obwohl er zuvor immer unter 150 blieb, meistens sogar knapp unter 140 (Durchschnittspuls des gesamten Laufes war 141, siehe hier ).
    Ich muss dazu sagen, dass die gefühlte Anstrengung die selbe war, auch auf den letzten 2,5 km. Ich war kein bisschen außer Atem und die Orthopädie fühlte sich auch gut an. Generell hab ich ab km 15 oder 16 gemerkt, dass ich jetzt (hauptsächlich oder fast nur) im Fettstoffwechsel laufe, das ist immer so ein spezielles Gefühl bei mir: die subjektive Anstrengung ist dieselbe, aber plötzlich atme ich tiefer, weil ich mehr Luft benötige. Die Erklärung ist für mich die, dass ich jetzt Fett verbrauche, und die Kohlehydrate aus sind.
    Ab km 17 habe ich zu trinken begonnen, und habe bis zum Ende (alle 4 km) meine 2 l Trinkblase zu 3/4 entleert. Das Trinken hat mir gut getan, des weiteren hab ich mir bei km 22 eine getrocknete, naturbelassene Dattel gegönnt.

    Also unabhängig davon, wie der Pulsanstieg am Ende zu erklären ist - ich glaube, es hat (fast) ausschließlich mit dem Fettstoffwechsel zu tun, denn normalerweise hab ich bei Puls knapp über 170 DEFINITIV ein komplett anderes Anstrengungsgefühl als bei Puls 150. Das könnte die These unterstützen, dass der Reiz (hauptsächlich) erst in den letzten 2,5 km (also von km 32,5 bis km 35) gesetzt wurde.
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  2. #2
    Klein, fett & gemein Avatar von kobold
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    Ich fände es von demjenigen, der diese These in die Welt gesetzt hat, sonderbar, die "Effektivität" eines langen Laufs ausschließlich an den angestoßenen Stoffwechselprozessen festzumachen ...

  3. #3
    Avatar von Catch-22
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    Wann ist denn dein Marathon, dass du jetzt schon so viele über 30km Läufe machst?
    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    ...Ich habe mittlerweile ca. 6 oder 7 Läufe mit 30 km gemacht und ich finde, man sollte das auch schon vor den 2 Monaten des eigentlichen Marathontrainingsplans gemacht haben...
    Das war wohl stand vor 10 Tagen, nun bist du also bei 35km. Sollte dein Marathon erst im April sein, dann würde ich mich an deiner Stelle ehr fragen, ob das was du machst nicht zu eifrig ist als das welcher Autor was behauptet hat.

  4. #4
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Ich fände es von demjenigen, der diese These in die Welt gesetzt hat, sonderbar, die "Effektivität" eines langen Laufs ausschließlich an den angestoßenen Stoffwechselprozessen festzumachen ...
    ne, das hat er so nicht geschrieben. Allerdings ist ein Hauptgrund der LaLas der Fettstoffwechsel.
    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Wann ist denn dein Marathon, dass du jetzt schon so viele über 30km Läufe machst?
    Sollte dein Marathon erst im April sein, dann würde ich mich an deiner Stelle ehr fragen, ob das was du machst nicht zu eifrig ist als das welcher Autor was behauptet hat.
    Ich hab 2 mit 35 km gemacht. Kein Marathon in Sicht, man muss auch keinen Marathon im Leben laufen und man "darf" auch 30 km Läufe machen, ohne für einen Marathon zu trainieren. Hoffe ich doch...
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  5. #5
    Avatar von Catch-22
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    Klar darf man
    Ich fand nur deine Behauptung letztens merkwürdig, da im Gegensatz dazu die meisten Marathonläufer hier im Forum als auch mein Mann vor dem TP start kaum 30er laufen. Ich wollte daher nur sicher gehen, dass du auch weiß was du da machst, falls das Ziel ein bestimmter Marathon ist.

  6. #6
    Avatar von Tvaellen
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    "LaLa's erst ab 30 km wirklich effektiv" das könnte Vadder Greif gewesen sein, mit dieser Meinung - jedenfalls mit diesem Absolutheitsanspruch - ist derjenige (egal wer das ist) aber ziemlich allein auf dieser Welt. Für einen Kipchoge oder einen Gabius im Training auf einen Marathon stimmt das sicher, Kipchoge läuft sogar in der Regel Lalas mit 40 km,

    aber wenn man nicht auf Marathon trainiert, ein geringes Leistungsvermögen hat, einem anderen Trainingsplan Konzept (z.B. Daniels) folgt, bei dem man schneller, aber kürzer läuft usw, ist die Aussage eben nicht zutreffend.

    Dass dein Pulsanstieg alleine mit dem Fettstoffwechsel zu tun hatte, halte ich für ein Gerücht. Wenn du nur noch "auf Fetten" läufst, geht dein Puls runter und nicht hoch. Vermutlich hast du eher deine letzten kh Speicher geleert.

  7. #7
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Fettstoffwechsel hin Fettstoffwechsel her, lange Läufe sind ganz einfach für den ganzen Organismus wichtig, wenn er lange Leistung abrufen muss. Bis auf Ausnahmen (die es ja immer gibt) wird kein Läufer einen vernünftigen Marathon laufen können, wenn die Muskeln, die Gelenke, die Sehnen, das komplette Herz-Kreislaufsystem und nicht zuletzt der Kopf halbwegs darauf vorbereitet wurden. Und dafür ist es eben wichtig, dies mit mehreren langen Läufen bis annähernd zur Marathondistanz zu tun. Je kürzer der längste Lauf in der Vorbereitung und je weniger solche langen Läufe man macht, desto schwerer fällt es dem Läufer auf den letzten Kilometern. Und das hat am wenigsten mit dem Fettstoffwechsel zu tun. Ich bin mir auch sicher, dass du am Puls nicht ablesen kannst, wieviel du gerade prozentual an Fett verbrutzelst und wie leer deine KH-Seicher sind.

    Lies dir das hier mal gründlich durch:

    http://www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf

    http://www.dr-moosburger.at/pub/pub023.pdf

    Gruss Tommi
    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  8. #8
    Gardasee - wo das Training am schönsten ist Avatar von NordicNeuling
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Ich hab 2 mit 35 km gemacht. Kein Marathon in Sicht, man muss auch keinen Marathon im Leben laufen und man "darf" auch 30 km Läufe machen, ohne für einen Marathon zu trainieren. Hoffe ich doch...
    Unter dieser Voraussetzung ist die Überschrift totaler Blödsinn. Effektiv ist etwas ja nur im Hinblick auf ein Ziel. LaLas von > 30 km zB. für den Marathon. Wenn Dein Ziel aber ist, irgendwelche Läufe zu machen, dann sind diese Läufe ja nicht gleichzeitig effektiv. Bzw. jeder Lauf ist effektiv, also auch jeder LaLa, nur eben für andere Ziele. Und wieder: Da Du ja keines hast, außer den Läufen selbst, ist jeder Lauf für sich selbst effektiv.

    Fazit: Effektivität ist keine vom Ziel unabhängige feste Größe. In Deinem Falle ist die Aussage oben falsch.
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    Gruß vom NordicNeuling

  9. #9
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Ab km 17 habe ich zu trinken begonnen, und habe bis zum Ende (alle 4 km) meine 2 l Trinkblase zu 3/4 entleert. Das Trinken hat mir gut getan, des weiteren hab ich mir bei km 22 eine getrocknete, naturbelassene Dattel gegönnt.
    Bist nicht du der Läufer, der schon ab km 5 mit nachgelen beginnt? Woher der Sinneswandel?

  10. #10
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Danke, die Links sind sehr interessant, ich hab sie schon gelesen (eventuell sogar, weil du sie woanders auch schon gepostet hast).
    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Bist nicht du der Läufer, der schon ab km 5 mit nachgelen beginnt? Woher der Sinneswandel?
    Der Gel-Hasser schlägt wieder zu
    Bist du nicht der Läufer, der in einem anderen Thread einem Läufer gesagt hat, dass die Tatsache,dass er während eines Halbmarathons 2 Gels nimmt, mit Alkoholsucht vergleichbar sei? ohne (weitere) Worte.
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  11. #11
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    mit Alkoholsucht vergleichbar sei? ohne (weitere) Worte.
    Nein. Das ist nicht der Fall. Ich behauptete lediglich, dass es ein typisches Suchtverhalten ist, wenn man etwas selbst vor sich verleugnet. Das kann auch Heisshunger auf Schokolade sein oder der Hang danach jedes Paar Schuhe zu kaufen dass man sieht. Der Punkt ist einfach, hilft einem das wirklich oder ist es nur für die Psyche?

    Du hast bzw. stehst vor dem Problem zu unterscheiden ob du etwas brauchst weil es wirklich Leistung bringt oder dir nur suggeriert dass dem so ist.

    Hier haben dir viele Leute erklärt warum Gel nach 5km nichts bringt, das hast du abgetan mit dem Hinweis dir würde es etwas helfen. Gut, kann ja sein, die Frage ist eben wo es genau hilft. In den Beinen oder doch eher im Kopf.

    Soviel dazu, dennoch würde es mich interessieren wie du jetzt auf die Dattel gekommen bist.

  12. #12
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Nein. Das ist nicht der Fall. Ich behauptete lediglich, dass es ein typisches Suchtverhalten ist, wenn man etwas selbst vor sich verleugnet. Das kann auch Heisshunger auf Schokolade sein oder der Hang danach jedes Paar Schuhe zu kaufen dass man sieht. Der Punkt ist einfach, hilft einem das wirklich oder ist es nur für die Psyche?

    Du hast bzw. stehst vor dem Problem zu unterscheiden ob du etwas brauchst weil es wirklich Leistung bringt oder dir nur suggeriert dass dem so ist.

    Hier haben dir viele Leute erklärt warum Gel nach 5km nichts bringt, das hast du abgetan mit dem Hinweis dir würde es etwas helfen. Gut, kann ja sein, die Frage ist eben wo es genau hilft. In den Beinen oder doch eher im Kopf.

    Soviel dazu, dennoch würde es mich interessieren wie du jetzt auf die Dattel gekommen bist.
    du scheinst da was zu verwechseln. Ich hab nie bei km 5 ein Gel genommen.
    Wenn du glaubst, dass das nur im Kopf ist, wenn man ein Gel braucht, dann irrst du dich. Das kommt nämlich auf den Trainingszustand und das Gewicht des Läufers an. Bin ich zu schwer und hab nicht genug lange Läufe gemacht, dann stößt du tatsächlich an eine physische Grenze während eines voll gelaufenen HM. Sei froh, dass du kein Gel nimmst, aber lass auch die anderen das tun, was sie tun wollen.
    Den Tipp mit der Dattel hab ich irgendwo gelesen, absolut köstlich kann ich nur sagen. zergeht im Mund fast wie von selbst.
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  13. #13
    Avatar von ruca
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    Vorweg:

    Ich glaube, hier werden tatsächlich zwei User durcheinandergebracht, der nach 6km-Gel-Einwerfer ist hier:

    https://forum.runnersworld.de/forum/...forchheim.html

    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Bin ich zu schwer und hab nicht genug lange Läufe gemacht, dann stößt du tatsächlich an eine physische Grenze während eines voll gelaufenen HM.
    Wenn Du nüchtern in den Lauf gehst, mag es sein, dass das passiert. Aber mit vernünftigem Frühstück und evtl. noch einer Banane 30 Minuten vor dem Start hast Du mehr Kohlenhydrate verfügbar als Du in der Zeit verbrauchen kannst.
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  14. #14
    Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Sei froh, dass du kein Gel nimmst, aber lass auch die anderen das tun, was sie tun wollen.
    Der JoelH hat Dich wohl etwas "schieben" wollen - leider nicht in eine für Dich in Frage kommende Richtung - soll ja manchmal geschehen (allgemein betachtet).

    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Den Tipp mit der Dattel hab ich irgendwo gelesen, absolut köstlich kann ich nur sagen. zergeht im Mund fast wie von selbst.
    Kennt Ihr den? Er griff ihr in den Damensattel und sie nach seiner Samendattel! So, in der Hoffnung Euer Unwohlwollen auf mich gelenkt zu haben, verbleibe ich

    Euer Knippi
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  15. #15
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Wo hast du nur immer diese Sprüche her?

  16. #16
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von hardlooper Beitrag anzeigen
    Der JoelH hat Dich wohl etwas "schieben" wollen - leider nicht in eine für Dich in Frage kommende Richtung - soll ja manchmal geschehen (allgemein betachtet).



    Kennt Ihr den? Er griff ihr in den Damensattel und sie nach seiner Samendattel! So, in der Hoffnung Euer Unwohlwollen auf mich gelenkt zu haben, verbleibe ich

    Euer Knippi
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  17. #17
    Unterwegs in neue Welten Avatar von 19joerg61
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    Es ist doch immer eine Abwägung.
    Wenn du orthopädisch nicht so stabil bist und eher ein langsamer Läufer bist, wird der Trainingseffekt vielleicht durch Probleme bei Muskeln und Gelenken aufgezehrt.
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    Neue Laufabenteuer im Blog

  18. #18

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    Zitat Zitat von NordicNeuling Beitrag anzeigen
    Unter dieser Voraussetzung ist die Überschrift totaler Blödsinn. Effektiv ist etwas ja nur im Hinblick auf ein Ziel. LaLas von > 30 km zB. für den Marathon. Wenn Dein Ziel aber ist, irgendwelche Läufe zu machen, dann sind diese Läufe ja nicht gleichzeitig effektiv. Bzw. jeder Lauf ist effektiv, also auch jeder LaLa, nur eben für andere Ziele. Und wieder: Da Du ja keines hast, außer den Läufen selbst, ist jeder Lauf für sich selbst effektiv.

    Fazit: Effektivität ist keine vom Ziel unabhängige feste Größe. In Deinem Falle ist die Aussage oben falsch.
    Die Gedanken kamen mir auch beim Lesen auf.

    Daniels schreibt, man solle sich vor der Gestaltung jeder Trainingseinheit überlegen, was das Ziel und der gewünschte Effekt ist. Was ist also das Ziel, wenn ich 30, 35km laufe? Was ist das langfristige Ziel?

    Bernd schreibt, es sei nicht Marathon, sondern nur "einfach so" (?). Davon wird dann auch die Effektivität abhängen.

    Genauso wenn ich bei diesen Läufen ein Gel mitnehme oder nicht: Welches Ziel verfolge ich damit? Gel testen, Kohlenhydratverbrauch trainieren, den Hammer-Mann freundlich grüßen?
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    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

  19. #19
    Klein, fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von 19joerg61 Beitrag anzeigen
    Es ist doch immer eine Abwägung.
    Wenn du orthopädisch nicht so stabil bist und eher ein langsamer Läufer bist, wird der Trainingseffekt vielleicht durch Probleme bei Muskeln und Gelenken aufgezehrt.
    +1

    Um's nochmal anders zu formulieren: Die Wirkungen langer Läufe muss man auf verschiedenen physischen und psychischen Dimensionen beurteilen. Ein langer Lauf kann effektiv (sensu die Leistung und/oder Belastbarkeit fördernd) mit Blick auf eine oder mehrere Dimensionen sein, aber ineffektiv oder sogar schädlich mit Blick auf die Entwicklung der anderen. Die Kunst besteht darin, orientiert an einem bestimmten Ziel (z.B. ein spezifischer Marathon oder - vager formuliert - der Steigerung der Ausdauer) die langen Läufe in Länge, Tempo, Steigerungsrate von Lala zu Lala und Verhältnis zum Gesamttraining so zu gestalten, dass die Gesamteffektivität maximiert wird.

    So betrachtet mag für den Fettstoffwechsel super-effektiv sein, die Lalas nüchtern und über Distanzen von 35 km und mehr zu absolvieren, wie es z.B. Gabius regelmäßig tut. Aber leistungsschwächere Läufer wären damit über 4 Stunden zugange und - zumindest viele von ihnen - orthopädisch überfordert.

  20. #20

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    Hinzufügung zu Kobold:

    Um u. a. Überforderung von leistungsschwächeren Läufern zu vermeiden, schlägt JD ja auch vor, ein Zeitziel zu setzen und kein Distanzziel. Z. b. läuft als LaLa drei Stunden und ein leistungsstärkerer Läufer wird da mehr auf der Uhr stehen haben als ein leistungsschwächerer Läufer. (Ist jetzt sehr, sehr einfach formuliert…)


    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
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  21. #21
    Avatar von ruca
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    Um @Kobold noch ein wenig zu ergänzen.

    Ein langer Lauf, nachdem man so platt/verletzt ist, dass die nächsten Trainingseinheiten ausfallen oder entschärft werden müssen bringt weniger als ein Lauf über eine dem Trainingszustand und der körperlichen Verfassung angepasste Distanz.

    Hatten wir hier doch öfter. Der lange Lauf in der Marathonvorbereitung laut Plan erschien viel zu kurz also wurde er ordentlich verlängert. Dass dieser nicht alleine für sich steht sondern man am Ende 3 Läufe in 4 Tagen hatte davon einmal lang und einmal schnell, das wurde dann ganz schnell übersehen und schon stürzt das Kartenhaus Trainingsplan in sich zusammen...

  22. #22
    Klein, fett & gemein Avatar von kobold
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    Um wieder näher ans Ausgangsposting zu kommen:
    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Also unabhängig davon, wie der Pulsanstieg am Ende zu erklären ist - ich glaube, es hat (fast) ausschließlich mit dem Fettstoffwechsel zu tun, denn normalerweise hab ich bei Puls knapp über 170 DEFINITIV ein komplett anderes Anstrengungsgefühl als bei Puls 150. Das könnte die These unterstützen, dass der Reiz (hauptsächlich) erst in den letzten 2,5 km (also von km 32,5 bis km 35) gesetzt wurde.
    Ich hab mir die Kurve mal angeschaut: Ein so abrupter Anstieg der Pulskurve um 20 Schläge in Verbindung mit einem Ausbleiben des "passenden" Anstrengungsgefühls deutet aus meiner Sicht eher auf Messfehler (verrutschter Gurt?) hin.

    Gut, mir fehlt sicherlich fundiertes Wissen über die Biologie des Stoffwechsels. Aber es erscheint mir unplausibel, dass der Körper ab einem bestimmten Zeitpunkt so abrupt von der Verwertung frei verfügbarer Kohlenhydrate auf die Energiegewinnung aus den Fettzellen umsteigt. Ich würde hier einen graduellen Prozess annehmen und damit einen langsameren Anstieg der Kurve (und ja, ich könnte dazu auch recherchieren, hab aber gerade keine Lust und hoffe, dass jemand sich zum Erklären erbarmt, der sich hier bereits auskennt ).

  23. #23
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    So betrachtet mag für den Fettstoffwechsel super-effektiv sein, die Lalas nüchtern und über Distanzen von 35 km und mehr zu absolvieren, wie es z.B. Gabius regelmäßig tut. Aber leistungsschwächere Läufer wären damit über 4 Stunden zugange und - zumindest viele von ihnen - orthopädisch überfordert.
    +1

    Es hat schon seinen Grund, warum man in den gängigen 4-Stundenplänen keine 35er Läufe findet.

    Nicht zufällig hat der TE keine Quellenangaben gemacht.
    Food for thought:
    "You can run a good marathon without logging 20-mile training runs."
    -> Du kannst einen guten Marathon ohne 32 km-Trainingsläufe laufen.

    "During a marathon build-up, all runners, regardless of ability level, should assure themselves of being able to comfortably run at least 16 miles"
    -> Mindestens 26 km sollte man im Marathontraining gut laufen können.

    Und die Hansons:
    "Smashing the myth of the 20 miler"
    -> Zerstörung des Mythos der 32 km (Trainingsläufe)

    "Looking at the schedules for both beginning and advanced marathoners, you might think there’s a typo—the longest run is 16 miles."
    Längster Lauf: 26 km, egal auf welchem Niveau.
    kobold and JoelH like this.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  24. #24
    ehemals "undläuftundläuft" Avatar von Schlaks
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Gut, mir fehlt sicherlich fundiertes Wissen über die Biologie des Stoffwechsels. Aber es erscheint mir unplausibel, dass der Körper ab einem bestimmten Zeitpunkt so abrupt von der Verwertung frei verfügbarer Kohlenhydrate auf die Energiegewinnung aus den Fettzellen umsteigt. Ich würde hier einen graduellen Prozess annehmen und damit einen langsameren Anstieg der Kurve (und ja, ich könnte dazu auch recherchieren, hab aber gerade keine Lust und hoffe, dass jemand sich zum Erklären erbarmt, der sich hier bereits auskennt ).
    Man nennt dieses Phänomen gerne das Rendevous mit dem Mann mit dem Hammer. Das geht, wie die Bildsprache nahelegt, nicht graduell, sondern blitzschnell und plötzlich. Die Amis schreiben von "Bonk" oder "hitting the wall" (https://de.wikipedia.org/wiki/Mann_mit_dem_Hammer). Das trifft es auch ganz gut. Das ist so ähnlich wie im Auto: Der Tank ist leer, wenn er leer ist. Vorher läuft der Motor einwandfrei.

    Folgen sind Schweißausbruch, Frieren, hoher Puls, Blässe, Zittern, Übelkeit... Klingt alles nach Kreislaufzusammenbruch, liegt aber an der Unterzuckerung.
    Viele Grüße
    Schlaks

  25. #25
    Klein, fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von Schlaks Beitrag anzeigen
    Man nennt dieses Phänomen gerne das Rendevous mit dem Mann mit dem Hammer. Das geht, wie die Bildsprache nahelegt, nicht graduell, sondern blitzschnell und plötzlich. Die Amis schreiben von "Bonk" oder "hitting the wall" (https://de.wikipedia.org/wiki/Mann_mit_dem_Hammer). Das trifft es auch ganz gut. Das ist so ähnlich wie im Auto: Der Tank ist leer, wenn er leer ist. Vorher läuft der Motor einwandfrei.

    Folgen sind Schweißausbruch, Frieren, hoher Puls, Blässe, Zittern, Übelkeit... Klingt alles nach Kreislaufzusammenbruch, liegt aber an der Unterzuckerung.
    Bernd betonte ja gerade, es sei ihm gut gegangen. Also greift "der Mann mit dem Hammer" zumindest nicht als Erklärung für seinen Pulsanstieg, auch wenn er ansonsten ein wohlbekanntes Phänomen ist und du insofern natürlich recht mit em Hinweis hast, dass die "Energielosigkeit" sehr abrupt eintreten kann.

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  1. Antracis

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