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  1. #1

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    Unglücklich Zehenstrecker entzündet - 2 Wochen bis Marathon

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade das Problem, dass ich kurz vor dem Marathon (Köln Marathon am 13.10.) bei den letzten beiden langen Vorbereitungsläufen 32km und 35km die volle Distanz nicht geschafft habe (2x abgebrochen nach ca. 25km), weil ich immer akkute Probleme und Schmerzen im linken großen Zehenstrecker bekam.
    Dadurch konnte ich dann mit dem linken Fus nicht mehr richtig abrollen und hatte einen absolut bescheidenen Laufstil.
    Dazwischen bin ich noch einen 15km Wettkampf gelaufen (Zeit 1:30), nachdem ich mich fast 2 Tage nicht bewegen konnte, weil ich selbst beim normalen Gehen nicht mehr richtig Auftreten / Abrollen konnte, sondern nur noch wie eine Ente gewatschelt und mit dem ganzen Fuß aufgetreten bin

    Die langen Trainingsläufe davor (25km und schon einmal 32km) liefen ziemlich gut, waren pulsmässig in Ordnung und auch von der Zeit her ok (7:00 Pace). Habe dazwischen neue Schuhe gekauft und die bei kleinen Läufen eingelaufen, aber immer wieder Probleme.

    Bis zum Marathon sind es jetzt noch 2,5 Wochen. Ich schmiere die betroffene Stelle immer mit Voltaren ein und es wurde in der Woche vor den 32km und 35km Läufen auch immer wieder besser, jedoch verschlimmerte es sich während der Läufe immer wieder so rapide, dass ich dann schmerzbedingt die Reissleine zog. Irgenwie hätte ich mich vielleicht doch noch durchbeissen können, aber hinsichtliche der nächsten Trainingsläufe die immer noch kommen sollten, dachte ich, dass ich dann lieber abbreche.

    Ich habe jetzt die Frage, wie ich weiter verfahren soll. Mir fehlt der Vorbereitungslauf über die 35km, was natürlich suboptimal ist. Gleichzeitig habe ich Angst, dass die Schmerzen bei den ganzen Tempo- und Steigerungsläufen, die jetzt noch kommen vor dem Marathon mich komplett ausknocken.

    Soll ich mich lieber richtig schonen und den Marathon dann einfach so laufen, und die angestrebte Zeit (3:59) sausen lassen. Noch eine Woche komplett aussetzen, dann die letzen Steigerunsläufe noch machen oder versuchen mit der Brechstange weiterzutrainieren? Mir fehlt leider total das Bauchgefühl, da dies mein erster Marathon mit einer ernsthaften Vorbereitung ist.

    Vielen lieben Dank schonmal für etwaige Hilfe!
    dr.dentz

  2. #2
    Kein Kommentar. Avatar von *cel
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    Brechstange hilft nicht. Wenn du kurze Einheiten laufen kannst, ohne die Heilung des Zehs zu beeinträchtigen, dann mach diese.

    Tempo und dergleichen lässt du weg. Der fehlende 35er wird nicht so stark ins Gewicht fallen. Und im allergrößten Notfall machst du bis Marathon eine totale Pause. Ist noch immer besser, als bis dahin Entzündungen oder Blasen zu generieren.

  3. #3

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    Danke erstmal für die rasche Antwort!

    Werde ich wohl so machen. Ich versuche heute noch schwimmen zu gehen, einfach um ein bisschen zu trainieren bei relativ geringer Belastung und vielleicht morgen eine kurze Einheit.

    Habe mich für Samstag noch für den 10km Energizer Night Run angemeldet, welchen ich auf Zeit laufen wollte (ca. 50min). Machen oder ausfallen lassen?

    Generell gehts mir beim ersten Marathon ums Finishen und dann ist mir die Zeit auch relativ egal. 4 Stunden waren zwar ambitioniert. Auch wenn ich bis auf die langen Laufe und die daraus entstehenden Probleme ziemlich gut unterwegs war in der Vorbereitung, ist mir das dann eher nicht so wichtig.

  4. #4
    Kein Kommentar. Avatar von *cel
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    Bezüglich Energizer Gedönslauf gilt meine vorherige Antwort. Kein Tempo, weil du mit Tempo insbesondere die Zehen belastest. Wenn es die Heilung nicht beeinträchtigt, läufst du ihn in Mitlauftempo gemütlich mit. Du hast wahrscheinlich monatelang auf den Marathon hingearbeitet und solltest daher doch bestrebt sein, voll erholt und körperlich unversehrt an den Start zu gehen.

    Fußprobleme sind bei einem Marathon tödlich. Falsches Auftreten durch Schmerzen führt zu noch mehr Problemen mit noch mehr Schmerzen mit blutigen Blubberblasen, die sich später weiter und weiter vergrößern, wenn man sie nicht aufpiekt. Und wenn man sie doch aufpiekt, gibt es eine Sepsis. So ungefähr jedenfalls.

  5. #5

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    ich würde gar nichts machen, bis die Schmerzen komplett weg sind.
    habe zwar keine Marathon Erfahrung, weiss aber was Brechstangen Training vor einem geplanten Wettkampf auslösen kann.

    würde deshalb auch ganz leise darüber nachdenken den Marathon zu canceln, falls es bis dahin nicht besser wird.
    Du quälst Dich vielleicht mit Schmerzen durch, aber am Ende steht kein schönes Lauferlebnis, eine unbefriedigende Zeit und am schlimmsten wohl eine lange Laufpause.
    nicht nur dass der Zehenstrecker dann länger zum ausheilen braucht. durch verändertes auftreten kannst Du auch andere Bereiche des Fusses schädigen, die eine Laufbelastung nicht gewohnt sind.


    drücke die Daumen, dass es noch rechtzeitig ausheilt.

  6. #6
    Avatar von Finny
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    Hallo Dr. Dentz,

    ohne Deine Beschwerden analysieren zu können bzw. zu wollen mag ich hier nur kurz Stellung nehmen zu Deiner Überlegung, doch am Marathon teilnehmen zu wollen.

    Ich bin in exakt derselben Situation wie Du: erster M hätte vor der Tür gestanden (06.10.) , das komplette Training lief bis hoch auf den ersten 30 km - Lauf richtig gut. Während des 30er vor 2,5 Wochen dann ein Fehltritt mit der Konsequenz, dass ich mir in der folgenden Trainingswoche den Fuß schön gereizt gelaufen habe und nunmehr 1,5 Wochen ganz aussetzen musste. Es bleibt jetzt keine Zeit mehr für einen weiteren langen Lauf (ohne unvernünftig sein zu wollen und diesen kurz vor dem Marathon noch zu machen).

    Ich habe mich schweren Herzens am letzten Samstag endgültig gegen die Teilnahme entschieden, denn ich möchte den ersten M in guter Erinnerung behalten und nicht währenddessen die ganze Zeit unsicher laufen oder gar bei jedem Laufschritt daran erinnert werden, dass mein Fuß eigentlich keinen M laufen möchte ;-) Da ich keine Vielläuferin bin und mich bisher mit vier Einheiten und rund 60 WKM beschäftigt habe, wird der Fuß vermutlich erst mal ein wenig Zeit haben wollen.

    Deine Entscheidung sollst Du natürlich selbst und im eigenen Ermessen fällen, aber meinen kleinen Denkanstoß bzw. meine ähnliches Ärgernis zu lesen wird ja sicher nicht schaden ;-) In diesem Sinne: geteiltes Leid ist halbes Leid!

    Alles Gute und vor allem schnelle und gute, nachhaltige Besserung!

    LG,
    Finny

  7. #7

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    Vielen Dank euch, auch Finny für den persönlichen Einblick!
    Ich habe jetzt beschlossen den Lauf am Samstag erstmal abzuwarten und ihn ggf. abzusagen, wenn ich mir nicht sicher bin. Ebenso erstmal noch die normalen Trainingsläufe, bis nächste Woche.

    Ich war gestern schwimmen, was mir rein vom Körpergefühl sehr gut getan hat. Das werde ich vermutlich morgen nochmal machen und dann schauen wie es aussieht.

    Wie gesagt ist es mein erster Marathon und aufgrund der langen Vorbereitung, die nicht einfach war (v.a. mit Vorgeschichte, da ich erst kurz vor dem Start des konkreten Marathontrainingsplanes eine Bänderdehnung am Sprunggelenk auskuriert hatte) will ich den Marathon auf jeden Fall laufen. Hart wird es so oder so, aber das ist auch irgendwo mein persönlicher Ansporn. Aus dem Grund habe ich auch direkt auf eine ambitionierte Zeit trainiert, dass falls irgendwas während der Vorbereitung nicht nach Plan läuft, ich auch die "halbe" Reissleine ziehen kann und einfach nur ums Finishen laufe.

  8. #8
    angenehm hart@90% Hf(max) Avatar von runningdodo
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    Aus eigener jahrelanger Erfahrung weiss ich, dass Voltaren etc. (egal ob lokal oder systemisch) so gut wie 0 bringt und auch Schonung allein lange (wenige Wochen) dauern kann bei derlei Sehnenentzündungen.

    Was wirklich und schnell hilft, ist intensive lokale Eisbehandlung: Mehrfach täglich 10 min sehr kalt (Gelpacks aus der Gefriere mit sehr dünnem Tuck zwischen Pack und Haut). Darf ruhig ein bisschen weh tun aber Vorsicht dass die Haut nicht gefriert!

    Damit bekomme ich meine Tibialis anterior-/Hallucis longus-Strecksehnenentzündung regelmäßig binnen 2-3 Tagen wieder komplett weg, wo es früher 2 Wochen gedauert hatte.

    Was ist Folding@home? Mach doch mit in unserem Folding@home-Team!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.
    14.11.´10 Tenero M: 2:58:06
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  9. #9

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    Danke für den Tipp. Werde ich noch mit dazu nehmen!

  10. #10
    Avatar von Ralle7
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    Ich hole diesen alten Thread mal raus..

    Zitat Zitat von runningdodo Beitrag anzeigen
    Aus eigener jahrelanger Erfahrung weiss ich, dass Voltaren etc. (egal ob lokal oder systemisch) so gut wie 0 bringt und auch Schonung allein lange (wenige Wochen) dauern kann bei derlei Sehnenentzündungen.

    Was wirklich und schnell hilft, ist intensive lokale Eisbehandlung: Mehrfach täglich 10 min sehr kalt (Gelpacks aus der Gefriere mit sehr dünnem Tuck zwischen Pack und Haut). Darf ruhig ein bisschen weh tun aber Vorsicht dass die Haut nicht gefriert!

    Damit bekomme ich meine Tibialis anterior-/Hallucis longus-Strecksehnenentzündung regelmäßig binnen 2-3 Tagen wieder komplett weg, wo es früher 2 Wochen gedauert hatte.
    Nachdem mein Problem Nr. 1 (Sprunggelenk selbst) besser ist, besteht nur noch Problem Nr. 2.
    Diese Tibialis anterior-/Hallucis longus-Entzündung. Ich schmiere nun seit 4 Wochen (!!) Voltaren Gel drauf. Es fühlt sich zwar besser an, aber die Probleme bestehen immer noch. Werde es jetzt wie von dir beschrieben versuchen

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