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  1. #1
    Weck' den Kenianer in dir! Avatar von Yin
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    Standard Wie technikaffin mus man für ein Rennrad sein

    Hallo Rennradfahrer,

    ich spiele mit dem Gedanken mir ein Rennrad zu kaufen.
    Kann ich damit auch als Otto-Normal Anwender Spaß haben? Also ich bin jetzt nicht der Typ, der jedes Wochenende irgendwelche Ritzel tauschen will. Mehr als Reifen/Schlauch wechseln, Kette ölen und Bremsbelege wechslen hab ich bisher noch nicht groß gemacht.
    Will einfach nur rauf aufs Rad und bissl über die Dörfer düsen. Passt das?
    "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." (Karl Lagerfeld)

  2. #2
    Bewegungsfreude pur! Avatar von barefooter
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    Zitat Zitat von Yin Beitrag anzeigen
    ...Kann ich damit auch als Otto-Normal Anwender Spaß haben? Also ich bin jetzt nicht der Typ, der jedes Wochenende irgendwelche Ritzel tauschen will. Mehr als Reifen/Schlauch wechseln, Kette ölen und Bremsbelege wechslen hab ich bisher noch nicht groß gemacht. Will einfach nur rauf aufs Rad und bissl über die Dörfer düsen. Passt das?
    Wenn du einmal ein Ritzelpaket mit den für dich passenden Abstufungen montiert hast, reicht in der Regel ein jährlicher Austausch, den du zusammen mit Kette am besten erst kurz vor der neuen Saison von einem Fachkundigen vornehmen lässt. Dann kannst du mit dem alten Material auch noch im Winter weiterfahren.

    Der Wechsel von Reifen/Schlauch sollte geübt und auch unterwegs beherrscht werden (RR-Reifen sitzen mitunter sehr stramm). Mittlerweile gibt es auch im RR-Bereich weitgehend pannensichere Reifen, mindestens anfangs würde ich breitere (25 statt 23 mm) wählen - mehr Gewicht, aber auch mehr Komfort.

    Kette besser fetten als ölen und vorher sorgsam reinigen. Man macht es richtig, wenn nichts knirscht und der Lauf der Kette so gut wie nicht zu hören ist.

    Hast du kein Rad oder warum muss es ein Rennrad sein?
    Grüße von der Baltischen See! Laufen/Wandern barfuß erleben - Zu Fuß - am besten barfuß - hält die Seele Schritt.
    Je länger die Strecke, desto unbedeutender die Zeit, da allein die Streckenbewältigung zur eigenen Leistung wird.


  3. #3
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Dann wären da noch die Laufräder. Aus meiner Sicht ein lohnender Bereich. Zentrieren ist anscheinend eine Wissenschaft für sich. Aber es ist ja nicht so, daß nach einer Ausfahrt ganz plötzlich alle Speichen locker oder verkrampft sind. Es beginnt immer an einzelnen Stellen. Wenn man also regelmäßig einen näheren Blick auf die Räder wirft, kann man sie mit relativ wenig Aufwand und Fachkunst gerade halten, indem man die betroffenen einzelnen Speichen nachjustiert. Dann muß man auch nicht ständig irgendwelchen immer stärker eiernden Laufrädern mit neuen Einstellungen der Bremsen hinterherlaufen.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  4. #4
    crsieben
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    Um ein bisschen über die Dörfer zu fahren, braucht man normalerweise aber kein Rennrad, oder? Das ist am Ende, sobald mal ein Feld- oder Waldweg auf der gerade am schönsten aussehenden Strecke liegt. Rennräder sind meiner Erachtens nur dann sinnvoll, wenn man Radsport oder Triathlon betreibt, nicht für den Ausgleichssport Radfahren. Da wäre mir ein solides Touren-Rad jederzeit lieber. Inwiefern man zur Nutzung eines Rennrads technik-affin sein muss, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass alle Rennrad-Fahrer es sind.

  5. #5
    Avatar von MatthiasR
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    Zitat Zitat von Yin Beitrag anzeigen
    Hallo Rennradfahrer,

    ich spiele mit dem Gedanken mir ein Rennrad zu kaufen.
    Kann ich damit auch als Otto-Normal Anwender Spaß haben? Also ich bin jetzt nicht der Typ, der jedes Wochenende irgendwelche Ritzel tauschen will. Mehr als Reifen/Schlauch wechseln, Kette ölen und Bremsbelege wechslen hab ich bisher noch nicht groß gemacht.
    Will einfach nur rauf aufs Rad und bissl über die Dörfer düsen. Passt das?
    Passt schon. Viel mehr mache ich auch nicht selbst am Rad und ich fahre seit fast 30 Jahren Rennrad.
    Heutiges Material ist auch viel besser und robuster als früher. Systemlaufräder (bei mir z.B. Campagnolo Zonda) müssen praktisch gar nicht mehr nachzentriert werden (habe ich auf ca. 20.000 km noch nie gemacht) und sind sehr stabil und haltbar. Mit aktuellen Reifen (z.B. Conti Grand Prix 4000 S 2) gibt's auch kaum noch Platten und die rollen trotzdem sehr gut.

    Je nach dem was du sonst an Rädern hast (bei dieser Fragestellung vermutlich nicht so viele...) würde ich aber tatsächlich überlegen, ob ein reinrassiges Rennrad das Geeignetste für dich ist, oder ob nicht ein etwas robusterer 'Crosser' (die hat man vor der Erfindung der MTBs noch 'Querfeldeinrad' genannt) noch besser wäre.

    Gruß Matthias
    Pain is temporary, pride is forever (Dave Scott)

  6. #6
    Weck' den Kenianer in dir! Avatar von Yin
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    Rotes Gesicht

    Bisher besitze ich nur ein Crossad für den täglichen Weg zur Arbeit. Wenn ich damit in der Freizeit rumfahre zum Ausgleich zum Laufen, ist mir das einfach irgendwie zu langweilig. Mit 'nem MTB über Stock und Stein ist aber jetzt auch nicht so meins. Deswegen war mein naiver Gedanke, dass ich vielleicht Gefallen an einem Rennrad finden könnte.
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  7. #7
    Avatar von Fire
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    Alles eine Kostenfrage. Wenn du alles in der Werkstatt machen lässt, dann brauchst du nicht viel mehr Kenntnisse als das Wechseln eines Schlauches und selbst da könntest du dich bei entsprechenden Budget vom Taxi abholen und zur Werkstatt fahren lassen

    Ab und zu die Kette ölen und einmal jährlich zum Service bringen reicht im Normalfall.

    Wenn der Mechaniker dir dann aber 60€ für eine neue Kette und 20€ für die Arbeit berechnet, während du die Kette in 10 Minuten selber für 40€ tauschen könntest, dann fängst du irgendwann vielleicht doch mal an im Internet nach Anleitungen zum Kettentausch oder ähnlich einfachen Arbeiten zu suchen.

  8. #8

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    Wie die anderen schon schrieben:
    Es ist ein Kontinuum zwischen "Rad komplett aufbauen und zusammenschrauben" und "ich lasse auch einen Platten vom Fahrradladen beheben". Je nach Gusto.

    Das heutige Material ist aber so robust und zuverlässig, dass man ausser Luft nachpumpen, mal nen Reifen wechseln und Kette ölen kaum was machen muss.
    Und alle paar Jahre ne neue Kette und Ritzel montiert der Mechaniker. Ich sehe da kein Problem.

  9. #9
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von triaflo Beitrag anzeigen
    Und alle paar Jahre ne neue Kette und Ritzel
    Interessant. Halten die wirklich so lange? Und wenn ja: Was hab ich bei meinem Trekkingrad bisher falsch gemacht? Zu viel gefahren?
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  10. #10
    Bewegungsfreude pur! Avatar von barefooter
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    YIN:Bisher besitze ich nur ein Crossad für den täglichen Weg zur Arbeit. Wenn ich damit in der Freizeit rumfahre zum Ausgleich zum Laufen, ist mir das einfach irgendwie zu langweilig....Deswegen war mein naiver Gedanke, dass ich vielleicht Gefallen an einem Rennrad finden könnte,
    Was könnte denn an einem Rennrad spannender als an einem Cross-Fahrrad sein? Der Crosser ist vielseitiger, robuster, kann mit grobstolligen Reifen sowohl im Gelände wie auch mit schmalen auf Straße gefahren werden, ist also ein Hybrid zwischen MTB und RR. Als Cyclocrosser ist das Rad mit einem Rennlenker ausgestattet und steht einem Rennrad in nichts nach. Naiv ist der Gedanke einer Neuanschaffung dennoch nicht, wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, darf auch zwei Räder besitzen, eines fürs Grobe und auch mal Nässe, das andere als Schönwetter-Rad.

    Zitat Zitat von triaflo Beitrag anzeigen
    ....Und alle paar Jahre ne neue Kette und Ritzel montiert der Mechaniker....
    Je nach Laufleistung, Fahrweise, Wetter mag das stimmen.

    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Interessant. Halten die wirklich so lange? Und wenn ja: Was hab ich bei meinem Trekkingrad bisher falsch gemacht? Zu viel gefahren?
    Der Fachhandel wünscht sich alle eintausend Kilometer eine neue Kette, beim zweiten oder dritten Wechsel dazu ein neues Ritzelpaket und bei dessen zweiten bis dritten Wechsel neue Kettenblätter oder die einzeln nach Bedarf. Mein Rekord liegt bei 11.000 km mit der ersten Kette und 10-er Ritzel-Paket.

    Es kommt sehr auf die Fahrweise, Laufleistung insgesamt und Tagesstrecke an. Wer abends bei schönem Wetter leichtfüßig tretend eine kleine Runde über die Dörfer dreht und trocken wieder reinkommt, muss sich kaum kümmern. Dagegen kriegt ein Marathon-Fahrer zwangläufig immer mal wieder Regenschauer ab. Da spritzt der Dreck noch lange von der Straße hoch, frisst sich in alle Ritzen und schmirgelt an den Reibungsflächen. Das mag keiner, lässt sich aber nicht ändern.

    Die Frage zur Technik-Affinität bezog sich einseitig auf die Wartung. Die hängt aber wesentlich mit der Fahrtechnik zusammen - die Kettenlinie soll möglichst gerade, der Tritt rund sein, das Nachschalten in Halbschritten beachtet und ruckartiges Antreten vermieden werden.

    Ach ja, am liebsten fahre ich Räder mit Nabenschaltung und Rücktritt - ein Blatt, ein Ritzel aus Stahl - da weiß man, was man hat und man hat lange davon...

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