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  1. #51
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Manchmal beneide ich ihn. Nicht nur um seinen federleichten Körper, sondern auch, weil er schon stundenlang regeneriert, wenn ich noch irgendwo im Wald rumrenne ...
    Mit weniger Worten kann man wohl den Unterschied zwischen Mitteldistanz- und Ultratraining nicht beschreiben

    Gruss Tommi

  2. #52

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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Hallo MegaCmRunner,

    du überschüttest mich förmlich mit Glückwünschen und Lob. Vielen herzlichen Dank dafür!

    Ja, mein Auftritt vor 7 Jahren beim 24h-Lauf in Berlin, hat auch für mich etwas Unwiederholbares. Wenn ich heute daran denke, dann sind es tatsächlich zwei Umstände, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Eben jener Moment, als ich mit meiner Tennistasche, also mit dem geringst möglichen Aufwand überhaupt, die Arena betrat und so gar nicht verstand, wieso die alle derart aufgerüstet hatten. Ich ging da hin um 24h am Stück zu laufen und dachte tatsächlich, dass das alle anderen wohl auch so handhaben würden. Weil mir der Sinn nicht einleuchtet an einem 24h-Lauf teilzunehmen, wenn man gar nicht die Absicht hat oder nicht in der Lage ist sich 24h lang auf den Beinen zu halten. Zumindest gehend, auch wenn das meinem Selbstverständnis nicht entspricht. Und der zweite Sachverhalt, der mich noch heute manchmal den Kopf schütteln lässt, war, wie unvorbereitet ich auf meine Platzierung war. Ich wusste sehr wohl, dass ich in die Spitzengruppe würde laufen können, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert und ich meine Leistung im Wesentlichen würde abrufen könnten. Aber mir wurde zu keinem Zeitpunkt vorher klar, was das bedeutet. Ich frage mich manchmal, ob das eine unterbewusst gesteuerte Schutzfunktion war, um Enttäuschunen vorzubeugen. Denn ich hatte mich ganz bewusst bei der Deutschen Meisterschaft angemeldet und nicht bei irgendeinem anderen 24h-Lauf. Und dann ploppe ich an der Spitze der Konkurrenz aus dem Ultra-Nichts hoch, wie ein Pilz nach Regenwetter ...

    "Man" kann beim Laufen/Wettkampf tun und lassen, was "man" will. Ich toleriere jede Einstellung, die sich an die Regeln hält und keine fragwürdigen Hilfsmittel verwendet. Ob jemand kriecht, geht oder läuft ist ganz allein seine Sache. Was mich angeht, so habe ich mir meine Einstellung nicht ausgesucht. Ich habe mich nicht hingesetzt und mir meine persönlichen Regeln "geschnitzt", die - wozu auch immer - schärfer sein müssen als das, was das Reglement einem ohnehin auferlegt. Ich "ging hin und lief". Irgendwann vor langer Zeit habe ich damit angefangen. Ich lief und lief und lief und bin nie gegangen. Ich habe darüber nicht nachgedacht. Selbst zu jener Zeit vor 13 Jahren nicht, als ich anfing auf meinen ersten Marathon zu trainieren. Es war eine unausgesprochene, nie in Gedanken gefasste Selbstverständlichkeit jeden Meter zu laufen. Warum sollte ich gehen, wenn ich laufen kann?

    Erst sehr viel später habe ich angefangen darüber nachzudenken. Als ich langsamere Marathons lief und die ersten Ultras. Als ich zunehmend Geher überholte. So lange ich schnelle Marathons lief, war ich in einer "Region" im Marathonfeld unterwegs, wo nicht viele laufen. Und wenn, dann jenseits der 30 km. Das taten sie, weil sie überpaced hatten oder sich verletzten. Und selbstverständlich wären das beides auch für mich Gründe zu gehen. Ist mir aber - da bin ich meinem Körper und dem Läuferschicksal endlos dankbar - nie passiert. Beim Laufen langsamerer Marathons und Ultras begegnete ich aber immer mehr Läufern, bei denen klar war und die das auch so aussprachen, dass sie die Strecke nicht komplett laufen werden, weil ihnen das zu anstrengend ist oder weil sie es gar nicht können.

    Und genau diese Denkweise, sich eine Strecke vorzunehmen, die man komplett laufend gar nicht bewältigen kann, verstehe ich nicht. Tolerieren, akzeptieren - alles null Problem. Aber verstehen? Wenn ich was nicht laufen kann - komplett laufen meine ich -, dann melde ich mich da nicht an. So einfach ist das für mich. Ich verstehe den Sinn darin nicht, sich für einen 12h-Lauf anzumelden ohne die Fähigkeit zu besitzen tatsächlich 12 h lang zu laufen. Tolerieren, akzeptieren, Lauffreunde haben, die so denken und handeln - null Problem. Aber verstehen? Es kommt einfach nicht bei mir an. Ich habe oft darüber nachgegrübelt.

    Vor allem auch, weil ich gerne zwei Leidenschaften häufiger und intensiver miteinander kombinieren würde: Laufen und Berge. Früher war ich sommers sehr viel zu sportlichen bis erschöpfenden Bergwanderungen und bergsteigerisch unterwegs. Deswegen gehören heute einige Bergmarathons zu den für mich schönsten Erinnerungen in meiner Wettkampfsammlung. Aber das sind alles Wettkämpfe gewesen, bei denen zumindest die Aussicht bestand sie komplett laufend zu überstehen. Im Einzelfall ging das dann doch nicht. Wenns zu unwegsam und steil war, man stellenweise sogar mal die Hände zu Hilfe nehmen musste. Oder wenn zu viele Geher vor mir waren und ich nicht die Kraft hatte drum rum zu steppen (oder es mir auch zu doof gewesen wäre, weil ich nicht den Elitären vor den anderen rauskehren wollte). Einmal wars zu kalt und ich im Regen total eingefroren, ein anderes Mal hatte ich beim letzten Joch einfach nicht mehr die Kraft. Das kann ich für mich alles akzeptieren, weil es sich nur um kurze Abschnitte handelte oder eben meine Kraft mangels Tagesform überstieg. Nach wie vor bin ich allerdings weit von Unternehmungen entfernt, wie beispielsweise den Zugspitz Ultratrail oder den Eiger Ultratrail mit zig tausenden von Höhenmetern und der absoluten Notwendigkeit sehr lange Passagen zu gehen oder gar zu steigen unter Zuhilfenahme der Hände. Das ist nicht mein Ding, weil das ein anderes Ding ist. Eher eine Art Durchschlageübung, bei der man abschnittsweise läuft, andere Gangarten aber die Regel sind. Das geht mehr in die Richtung Triathlon, einer tollen Sportart, wo ganz bewusst drei Arten der Fortbewegung aneinander gereiht werden. Ich finde Triathlon "geil", aber eben nicht für mich. Ich bin Läufer (und ein mäßiger Schwimmer und einer der mit Unlust aufs Rad steigt).

    Es geht also nicht darum - und damit bin ich bei deinem Einwand - eine bewusste Entscheidung zum Gehen zu treffen, um sich die Sache erquicklicher oder besser handhabbar zu machen. Dafür kann ich mich nicht entscheiden, weil es für mich keinen Sinn ergibt. Ein 24h-Lauf ist eine Laufveranstaltung, also laufe ich 24h abzüglich der unumgänglichen Pausen. Was unumgänglich ist, ich denke, das hat mein Bericht glasklar offen gelegt, ändert sich mit wachsender Erschöpfung und mentaler Bedrängnis. Das geht bis hin zum "Erfinden" von Gründen, um kurz am eigenen Versorgungstisch zu stoppen. Allerdings sind diese vorgeschobenen Gründe kein bewusster Akt, also auch kein bewusster Verstoß. Das Unterbewusstsein ist clever genug, um einen Stopp als unausweichlich erscheinen zu lassen ... Dass es mich beschissen hat - oder besser, da das Unterbewusstsein ein Teil von mir ist: Dass ich mich selbst betrogen habe, wurde in dem Moment deutlich, als mir die 200 km als Riesenchance doch noch winkten und ich nach 23,5 h plötzlich für 4 km wieder rennen konnte wie ein Wiesel.

    Danke dir für deine Rückmeldung und deinen Einwand. Ich bin für solche Beiträge überaus dankbar, weil sie mich innerlich zur Stellungnahme zwingen. Und indem man den Extrakt dieser Überlegungen zu "Papier" bringt, wird ein Sachverhalt immer klarer.

    Alles Gute für dich

    Gruß Udo
    Das liest sich wie das Vorwort deines Ultra Buches. Genug Zeit zum Schreiben hast du jetzt ja

    Wuensche dir schnelle Genesung!

  3. #53
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Mit weniger Worten kann man wohl den Unterschied zwischen Mitteldistanz- und Ultratraining nicht beschreiben

    Gruss Tommi
    Hallo Tommi,

    ja, da magst du recht haben. Vielleicht habe ich das unterschwellig deshalb so formuliet, weil ich zwar gerne weit laufe, aber auch furchtbar gerne regeneriere ... Regenerieren kann soooo schön sein

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  4. #54
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von emel Beitrag anzeigen
    Das liest sich wie das Vorwort deines Ultra Buches. Genug Zeit zum Schreiben hast du jetzt ja

    Wuensche dir schnelle Genesung!
    Danke für die guten Wünsche emel ...
    Das mit dem Schreiben ist so eine Sache. Nicht, dass ich mich mit wirklichen Schriftstellern vergleichen oder gar in die Nähe dieser Riege rücken wollte (mein Vorteil war meist zu wissen, was ich kann und woran ich scheitern würde). Doch da ich mich tatsächlich erstmals ernsthaft mit dem Gedanken beschäftige eine Auswahl von Bestehendem zu veröffentlichen und dies mit einem verbindenden Text zu versehen, fehlt mir etwas, was jene sicher besitzen: Die Überzeugung etwas mitteilen zu wollen, von dem sie glauben, dass andere es lesen sollten, weil es sie ... hm ... bereichern oder zumindest unterhalten könnte. Ich warte - um Klartext zu sprechen - auf den auslösenden Impuls, den inneren Befehl: Setz dich hin und schreib! Mal sehen, ob mich die Anweisung erreicht ...

    Dir alles Gute

    Gruß Udo
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  5. #55
    crsieben
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    Setz dich hin und schreib!
    Setz dich hin und schreib!



    Ehrlich: Es gibt viele Laufbücher. Allerdings gibt es meines Wissens keines, in dem packende Laufberichte und fundiertes, auf mich auch angenehm undogmatisch wirkendes, Läuferwissen nebeneinander stehen.

    "Nebeneinander stehen" ist vielleicht die falsche Formulierung. Wenn du es schaffen würdest, dein Läuferwissen mehr oder minder systematisch aus deinen in den Berichten festgehaltenen Erfahrungen abzuleiten bzw. den Theorieteil immer wieder mit Teilen aus deinen Berichten zu verknüpfen, dann wäre das aus meiner Sicht ein einzigartiges Buch.

  6. #56
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von d'Oma joggt Beitrag anzeigen
    Herzlichen Glückwunsch Udo



    ich habe bald Urlaub, dann werde ich deinen Bericht mit Genuss lesen

    LG Anke
    Hallo Anke,

    auch dir vielen Dank für die Glückwünsche, wenngleich verspätet. Nach und nach hole ich auf. Wahrscheinlich bist du inzwischen schon wieder zurück aus dem Urlaub ... und super erholt

    Alles Gute

    Gruß Udo
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  7. #57
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    Zitat Zitat von schauläufer Beitrag anzeigen
    Sauberle, sauberle deine Leistung.

    Habe schmunzeln müssen über deine Begegnung mit "Daniel Kübelboks Zwillingsbruder." In Radebeul beim Treppenmarathon war ich auch dem zweifelhaften Musikgenuß des rosa Panters, alias Stefan Bicher ausgesetzt. Aber wenn man(n) ca. 50 Packungen Gel runterbringt in 24 Stunden, ist das nicht auch eine rekordverdächtigen Leistung. Ich bin gerade am überlegen wie ich meine Ernährung am nächsten Wochenende gestalte, bei den 24 Std. von Dettenhausen. Dort heißt es ja Selbstverpflegung. Ein paar Gels und vor allem Riegel werde ich wohl auch mitnehmen, natürlich Kartoffeln und ein bißchen Knapperzeugs. Naja, werde auch eher die 100 angreifen. Über die Maßeinheit sag ich jetzt mal nix Ob km, Runden (eine hat knapp 1,6 km) oder Meilen. Mal sehen wie sehr mir das Wetter und Eddy diesmal einheizen werden. Leider bin ich ohne ein Mädchen für alles unterwegs und für die Zuführung körperlicher Genüsse und seelischen Beistand selbst verantwortlich.

    Grüssel Klaus
    Hallo Klaus,

    wie ich sehe hast du 167 km in Dettenhausen hingelegt!!! Tolle Leistung.
    Ich bin natürlich viel zu spät dran mit meiner Antwort hier und meinen Glückwünschen, bin halt nicht gut in so was ... Sorry ...

    Danke für deine Glückwünsche
    Alles Gute weiterhin

    Gruß Udo
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  8. #58

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    Hallo Udo,
    meine Glück- und Genehsungswünsche schrieb ich dir bereits mit meinem Namen in dein Gästebuch (Goethezitat). Ich habe 2 Fachbücher geschrieben mit Themen, die meinen Beruf betreffen, ich hatte 2 Ideen, hatte Bock und Zeit und habe geschrieben. Einen Verlag hatte ich schnell gefunden. monetär hat es sich nicht wirklich gelohnt, pro Jahr erhöht sich mein Stundenlohn um ca 1 Euro.....
    Zu dir kann ich nur sagen, dass ich deine Berichte gerne lese, die Traingstheorie auf deiner Homepage finde ich gut und ausgewogen. Du könntest eine Biographie schreiben mit deinen Siegen und Niederlagen und dem Umgang damit (Udo P - "Mein Kampf" ), oder ein Ultratrainingsbuch mit Berichten oder einen Ultralaufführer, wo man zu jedem Lauf eine Bewehrung und einen Bericht lesen kann. Was es auch noch nicht gibt ist meines Wissens ein Buch oder Kapitel was die Wirkung des Laufens darstellt. So glaube ich dass Läufer ruhiger, gelassener und klüger sind als die Durchschnittsbevölkerung, wäre spannend das zu recherchieren.
    So weit mein Senf dazu,
    weiterhin gute Genesung
    liebe Grüße
    Hauptmieter

  9. #59
    Avatar von Flashwulf
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    Ich hab jetzt schon einige Rennberichte gelesen, aber das hier ist mit Abstand das Beste.
    Könnte man glatt verfilmen. :-)

    Mir kommen da Parallelen zu Rocky. Der wollte auch nicht umfallen, obwohl Apollo Creed immer und immer wieder auf ihn eingedroschen hat.
    Mann muss nur "Adrian" durch "Ines" tauschen und statt Box-Sport ist es Lauf-Sport. Und dein Verfolger ist Apollo.
    Ok ok, die Phantasie geht mit mir durch. Trotzdem ist dein Lauf ne tolle Geschichte und für mich als Anfänger so unglaublich wie ne Reise zum Mond.

  10. #60
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    Zitat Zitat von Jolly Jumper Beitrag anzeigen
    Glückwunsch, was eine Leistung auf allen Ebenen! Und Danke fürs Teilhabenlassen.
    Hallo Jolly Jumper,

    es dauert lange, aber irgendwie arbeite ich alle Glückwünsche schon noch ab: Auch dir also Danke für die Worte und das Lesen des Laufberichts

    Alles Gute auf deinen (Lauf-) Wegen

    Gruß Udo
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  11. #61
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Darüberhinaus, auch wenn man sich selbst bei solchen Läufen immer wieder einredet, dass es den anderen mehr oder weniger genauso geht, das mal zu lesen ist auch ganz gut
    Hallo Tommi,

    jede lange Distanz tut weh. Jedem. "Lang" steht hierbei als Prädikat relativ zum jeweiligen individuellen Trainingsstand. Ich kann mir keinen Wettkampf vorstellen, bei dem unterwegs nicht irgendwann der Schmerz zum Dauergast wird. Das kann ich mir vor allem deshalb nicht vorstellen, weil ich es noch nie anders erlebt habe. Mal früher, mal später, mal mehr, mal weniger, aber ganz sicher tuts irgendwann weh. Auf langen Distanzen habe ich viel Zeit und studiere deshalb häufig die "Auftritte" meiner Mitläufer. Zu fortgeschrittener Stunde informiert mich deren "nonverbale Kommunikation" zweifelsfrei darüber, dass sie dasselbe fühlen. Wie gesagt: Vielleicht mehr oder zu jenem Augenblick noch weniger intensiv als ich. Aber sicher ähnlich.

    Und dennoch gibt es - hier argumentiere ich jetzt einzig aus eigener Erfahrung - deutliche Unterschiede, wie am Limit geführte Wettkämpfe verlaufen können. Ich kenne den unsäglichen, den alles verzehrenden, den bis in Mark peinigenden Lauf. Die 24h von Reichenbach stellen hier meinen persönlichen Spitzenreiter dar. So schlimm, dass sich über Stunden die Hölle auftut. Natürlich könnte man der entkommen, doch dazu müsste man aufgeben, was der Ehrgeiz(oder was auch immer sonst an mentalen Kräften da noch wirken mag) jedoch nicht zulässt. Eigentlich ist genau das die Hölle: Die eigene Unfähigkeit aufzugeben, fehlendes Erbarmen mit sich selbst. Das klingt hochtrabend, vielleicht theatralisch, aber es ist einfach nur die Wahrheit. Eine, die ich erlebt habe, nie wieder erleben möchte und mir dennoch in gleich gelagerter Situation wieder auferlegen würde. Ich hege diesbezüglich keinen Zweifel. Pathologisch ist das wahrscheinlich nicht, aber eben Ausdruck meiner (Läufer-) Persönlichkeit.

    Dann gibt es aber die anderen Wettkämpfe, gleichermaßen am Limit gelaufen, ebenso verzehrend und doch ganz anders. Himmel statt Hölle. Der Kontrast könnte für mich nicht krasser sein, wenn ich meinen Saisonhöhepunkt aus dem letzten Jahr, den von dir heuer wieder absolvierten Mauerweglauf, die 100 Meilen von Berlin, betrachte. Auch entlang dieses Weges holten mich die Schmerzen irgendwann ein. Aber ich blieb physisch und mental stark in jeder Sekunde. Nie stellte sich die Frage, ob ich ankomme. Und keine Sekunde lang deutete auf über 160 km etwas auf einen Einbruch hin. Es war eine Sternstunde meiner Zeit als Läufer. Nein, nicht nur eine ... es war DIE Sternstunde. Der - vom Sportlichen her gesehen - fantastischste aller meiner Wettkämpfe. Freude über viele Stunden, nie wirklich unterbrochen. Selbst die üblen Wetterkapriolen, konnten mich nur vorübergehend erden und meine Laune knicken. Nicht einmal die irrwitzige Dunkelheit der letzten Stunden war in der Lage meiner Stimmung Kratzer zuzufügen. Für mich ein weltbewegend herrlicher Lauf.

    Solche Läufe wünscht man sich und doch weiß ich, dass alles Positive zusammentreffen muss, exakt an diesem Tag des Wettkampfs, um so zu fühlen und so belohnt zu werden. Doch auch wenn nicht alles in Rosarot kulminiert: Ich erlebte eine Menge Wettkämpfe, die mir viel Spaß machten und die ich ähnlich befreit laufen konnte. Und dafür lohnt es sich immer wieder aufzustehen und zu kämpfen.

    Alles Gute für dich

    Gruß Udo
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    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
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  12. #62
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    Standard Das neueste "Bulletin" in Sachen Laufverletzung

    Das neueste "Bulletin" in Sachen meiner Laufverletzung sieht so aus: Ein Kontroll-MRT hat eine Besserung ergeben, jedoch noch keine "gesicherte Stabilität". Aus diesem Grund hat mir mein Doc weitere 4 Wochen Laufverbot erteilt. Dann darf ich ganz vorsichtig wieder anfangen zu laufen. Nach 12 Wochen ... Gefühle, die einen passionierten Läufer angesichts eines derartigen Debakels - ZWÖLF Wochen Laufverbot - beherrschen, lassen sich mit ein paar Worten nicht wiedergeben. Ich hänge nicht durch, bin auch nicht entsetzt, Frust macht sich auch keiner breit ... aber ich bin nicht ich selbst. Ich habe das in einem "Traktat" mit dem Titel "Von der Mühsal im Himmel" mal näher zu beschreiben versucht ... Zu finden wie immer hier (unter "Gedanken zum Laufsport").

    Noch drei Wochen ... dann ...

    Grüße an alle

    Udo
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    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  13. #63

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    Hallo Udo,
    hab dein "Traktat" gerade gelesen. Man kannst du bewegend schreiben....
    Alles Gute, gutes Durchhalten.......
    Habe nachher Arzttermin, entweder ist mein kleiner Zeh an- oder ganz gebrochen, also 1 oder 3 Wochen Laufpause und nicht den Pfälzerwald - Marathon diesen Sonntag, aber das ist nix gegen 12 Wochen......

    Liebe Grüße
    Hauptmieter

  14. #64
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Zitat Zitat von Hauptmieter Beitrag anzeigen
    Hallo Udo,
    hab dein "Traktat" gerade gelesen. Man kannst du bewegend schreiben....
    Alles Gute, gutes Durchhalten.......
    +1!
    Gruß Frank


  15. #65
    crsieben
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    Mensch, so gerne ich diesen mal wieder sehr bewegenden (ja, ich mein das ernst) Text gelesen hab, so viel lieber wären mir Laufberichte von dir.

    Du siehst: Nicht nur du leidest unter deiner Zwangspause.

    Das, was du schreibst, das nehm ich im Kopf mit, wenn's demnächst im Training mal wieder hart wird. Da hilft's, sich zu verinnerlichen, dass man froh sein kann, laufen zu können.

    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und in nur vier Wochen einen schönen, gelungenen, vorsichtigen, aber auch wieder kämpferischen Wiedereinstieg!

  16. #66
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Hauptmieter Beitrag anzeigen
    Habe nachher Arzttermin, entweder ist mein kleiner Zeh an- oder ganz gebrochen, also 1 oder 3 Wochen Laufpause und nicht den Pfälzerwald - Marathon diesen Sonntag, aber das ist nix gegen 12 Wochen......
    Hallo Hauptmieter,

    schon 1 Tag zwangsweise zu pausieren ist "ärschlings". Also hoffe ich, dass du mit möglichst wenig Zwangspause davonkommst. Sach ma' wie's ausgegangen ist!

    Gute Besserung

    Gruß Udo
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  17. #67

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    Hallo Udo,
    das Röntgen ergab eine Zerrung (der Allgemeinarzt hatte auf Bruch getippt). Ich soll 1 Woche pausieren, wenn es icht besser wird, könnte es ein Haarriss sein, weil man das angeblich nicht immer beim Röntgen sieht. Ist OK, da merkt man, wie schön das Laufen ist. Habe noch keine Ahnung wie sich das auf meine Bestzeitenjagd beim Frankfurter Marathon auswirkt, aber ist egal, Gesundheit ist wichtiger, dass muss die Bestzeitenjagd halt warten. Die Verletzung kam zustande, weil ich beim Rolladenhochmachen im Wohnzimmer an den Crosser meiner Frau stieß.....
    Dir alles Gute und bis bald........

  18. #68
    Gardasee Avatar von viermaerker
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    Weiterhin gute Besserung auch von mir, Udo!

    Ich habe inzwischen deinen 24h Bericht gelesen, ursprünglich hatte ich ihn nur überflogen und von der nachträglichen "Spontanverletzung" nichts mitbekommen. Ist das nicht höchst ungewöhnlich, dass sich so etwas erst einige Tage später manifestiert?

    Walter
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  19. #69
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von taeve Beitrag anzeigen
    +1!
    Hallo taeve,
    auch dir Dank für deinen Zuspruch
    Alles Gute
    Gruß Udo
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  20. #70
    Avatar von TomBuilder
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    Schade, dass ich jetzt erst über den Bericht gestolpert bin, aber das erklärt ja einige deiner anderen Posts hier.
    Zum Bericht:
    Wow, Hammer und Wahnsinn!!! Ich habe noch nie sowas im Zusammenhang mit einem Laufbericht gelesen. Das war ja schon ein echter Thriller mit allem drum und dran. Ich musste aus Zeitgründen unterbrechen und konnte gar nicht erwarten weiterlesen zu können. Auch die Prise Humor und das Happy End (das Rennende meine ich --> Gute Besserung bei der Verletzung und halte durch!) fehlen nicht.
    Super lockerer Schreibstil zum Mitfiebern und grandiose Leistung!!! Name:  respectb.gif
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  21. #71
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Mensch, so gerne ich diesen mal wieder sehr bewegenden (ja, ich mein das ernst) Text gelesen hab, so viel lieber wären mir Laufberichte von dir.
    Du siehst: Nicht nur du leidest unter deiner Zwangspause.
    Das, was du schreibst, das nehm ich im Kopf mit, wenn's demnächst im Training mal wieder hart wird. Da hilft's, sich zu verinnerlichen, dass man froh sein kann, laufen zu können.
    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und in nur vier Wochen einen schönen, gelungenen, vorsichtigen, aber auch wieder kämpferischen Wiedereinstieg!
    Hallo crsieben,

    herzlichen Dank für deine wirklich überaus wärmenden Worte. So was geht schon tief rein. Von Läuferfreunden, die ich gut kenne, da reicht ein stummer mitfühlender Blick oder auch nur ein kurzer, lapidarer Satz. Was darin mitschwingt sagt mehr als tausend Worte. Wenn ich aber jemanden nicht persönlich und nicht gut kenne, dann "hat er es sicher nicht leicht", sollen mich seine aufrichtigen und aufrichtenden Gedanken erreichen. Dir ist das jedenfalls überzeugend gelungen. Danke noch mal.

    Es wird sicher alles andere als ein kämpferischer Wiedereinstieg sein. Ich weiß heute schon, wie der erste "Lauf" aussehen wird: Sehr langsam und wechselweise Laufen und Gehen, maximal 30 min. Ich muss SEHR behutsam mit meiner "Körpermitte" umgehen. Es darf auf keinen Fall noch einmal "reißen". So etwas kann halbwegs unbemerkt geschehen, wonach sich an der Rissstelle eine so genannte Pseudoarthrose bilden könnte. Ich weiß nicht genau, was das ist und ich will es auch gar nicht wissen. Es würde letztlich bedeuten immer wieder massive Probleme zu bekommen, die möglicherweise sogar operativ (verbinden der Teile mit einer Platte) gelöst werden müssten. NEIN DANKE!

    Ich werde mich sehr langsam, sehr vorsichtig "feilaufen" und versuchen die Rückschläge, vor allem die auf fehlender Ausdauer basierenden, aber auch die höchst wahrscheinlich lange noch begleitenden Beschwerden an den Adukktoren, wegzustecken. Auch mein Immunsystem wird verrückt spielen, wenn es wieder unter sportliche Belastung gerät ... kenne ich alles zur Genüge. Immerhin hab ich Übung im Wegstecken von üblen Körperempfindungen jedweder Art ...

    Alles Gute für dich

    Gruß Udo
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  22. #72
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von viermaerker Beitrag anzeigen
    Ich habe inzwischen deinen 24h Bericht gelesen, ursprünglich hatte ich ihn nur überflogen und von der nachträglichen "Spontanverletzung" nichts mitbekommen. Ist das nicht höchst ungewöhnlich, dass sich so etwas erst einige Tage später manifestiert?
    Hallo Walter,

    vielen Dank für die Genesungswünsche. Die kann ich gut brauchen. Inzwischen summieren sie sich zu einem wahren Buch und damit müsste doch fast eine Wunderheilung glücken ... Na mal sehen ... in zwei Wochen geht's wieder los ...

    Zu deiner Frage: Ich war ähnlich erstaunt wie du, als der Mist sich plötzlich und nach so langer Verzögerung massiv bemerkbar machte. Sonnntags um 10 Uhr war der Lauf zu Ende. Danach tat mir natürlich jede einzelne Faser im Körper weh. Entgegen meinen Erwartungen hatte ich aber eine sehr gute, erholsame Nacht ohne Muskelschmerzen und wachte ohne Beschwerden auf. GAR KEINE!!! Wenn ich ging spürte ich ein Ziehen in den Waden, nicht mehr als ein Anflug von Muskelkater. Das war's. Ich war überrascht und natürlich glücklich darüber. Dasselbe am Dienstag, an dem ich mich gleichfalls kaum bewegte, nur ca. 1 km Fußmarsch an dem Tag und ca. 2 Stunden Rumstehen bei einer Vernissage. Und aus dieser wohltuenden, schmerzfreien Mattigkeit heraus dann die Katastrophe. Um es noch mysteriöser klingen zu lassen: Die Schmerzen kamen in der Nacht, also in Ruhe. Ich wachte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mehrfach auf, weil beim Umdrehen und Räkeln im Bett plötzlich Schmerzen hatte. Und als ich früh aufstand, hatte ich rechts massive Schmerzen bei jedem Schritt. Lediglich hinken war noch möglich. Ich habe es bisher versäumt meinen Arzt hinsichtlich dieser Verzögerung zu befragen. Ich erkläre sie mir damit, dass ich nicht den Ermüdungsbruch an sich spüre, sondern die Folgen davon. Die Folgen sind im Wesentlichen die Ödeme. Ich gehe davon aus, dass sich die Ödeme, also das Vordringen von Gewebsflüssigkeit, sehr langsam ausbreitete. Ich hoffe, ich denke beim nächsten Besuch daran meinen Doc mal dazu zu interviewen.

    Dir alles Gute und einen herzlichen Gruß

    Udo
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  23. #73

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    Hallo,

    ich habe durch Zufall diesen Beitrag gefunden und daraufhin Deinen Bericht gelesen, und ich muss sagen, dass er mich sehr tiefegehend beeindruckt hat - ein sehr authentisches, neugierig machendes Schriftstück über eine tolle Leistung , die solch eine Niederschrift auf jeden Fall verdient hat.
    Ich möchte mich bedanken, dass Du Deine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse dieses außergewöhnlichen Ereignisses und Deines persönlichen Erfolges so mitreißend und lebendig teilst.
    Es hat große Freude bereitet, den Text zu lesen, zumal ich persönlich der Ansicht bin, dass er nicht nur die Ereignisse eindrucksvoll wiedergibt, sondern auch wirklich sehr sehr gut geschrieben ist.

    Danke.
    Jan15: 89,0kg -- Aktuell 81kg -- Ziel Dez15:78kg / Mar16:75-76kg
    PB10km: Apr15 - 58:07 / Aug15 - 51:54 / Okt15 - 47:52 / Ziel Mar16 - sub45

  24. #74
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    Hallo Udo
    Ich wünsch Dir das du nach Deiner Zwangspause wieder gut und gesund in die Gänge kommst.
    Ich kann dir nachfühlen .. meine A -Sehne hat mich auch letztes und dieses Jahr immer wieder in Pausen gezwungen.
    Fang wieder langsam an und geniesse es einfach wieder zu laufen.
    VG. Siebenstein
    Mein Blog .. run2bhappy

  25. #75
    Gardasee - wo das Training am schönsten ist Avatar von NordicNeuling
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    Hallo Udo,

    ich habe Deine Gedanken zur körperlichen Anstrengung gelesen und kann das sehr gut nachvollziehen: Wenn ich schon nicht trainieren kann, will ich wenigstens raus und mich irgendwie betätigen. Das ist da gebe ich Dir recht - keine Sucht, sondern ein Grundbedürfnis, so wie ja auch regelmäßiges Essen, Schlafen, Atmen nicht als Sucht bezeichnet werden kann. Außerdem ist bei uns Langstrecken- und damit Vielzeit-Trainierern der ganze Körper inklusive Stoffwechsel darauf eingestellt, belastet zu werden. Ich merke das immer wieder nach kurzen Pausen (zwei, drei Tage), wie der "Motor" nach ein oder zwei Kilometern auf einmal rund läuft und alles Unwohlsein, das nach diesen Tagen da war, plötzlich abfällt. Deshalb laufe und walke ich auch oft nachts, weil tagsüber oft Termine dazwischen kommen.

    Im letzten Herbst hatte ich viele Wochen (8-12? Habe es verdrängt) eine starke Bronchitis - vermutlich nach einem WK durch leichtsinniges Verhalten (zu lange in den Schwitzklamotten) geholt. Immer wieder hatte ich den Wiedereinstieg probiert und mußte nach wenigen Minuten einsehen, daß es noch nicht ging. Das Schlimmere an einer Bronchitis: Da ist jeder Sport zuviel, gerade auch Schwimmen (das ich im Gegensatz zu Dir gerne mache). Das vielleicht Gute: Bei meinem letztjährigen Pensum hätte mich eventuell auch ein Ermüdungsbruch ereilen können - das war so nicht möglich. Aber:

    Jetzt, ungefähr 10 Monate später, kann ich immer noch nicht die Umfänge von damals trainieren. Q-Einheiten, also Tempo in jeder Form, auch Intervalle und Wiederholungen, sind kein Problem, aber die Wochenstunden von damals, das 6-8x Trainieren in einer Woche, das packe ich immer noch nicht. Spätestens nach drei Trainingstagen hintereinander schreit mein Körper nach Pause. Das mag natürlich auch am Alter liegen (ich bin ja noch zwei Jährchen älter als Du), nervt in meinem Falle besonders, da es angesichts meines Diabetes gut wäre, nicht nur die Leistung, sondern auch die Umfänge (wieder) hochzufahren.

    Lieber Udo, Zwangspausen nerven; aber wie man (auch hier im Faden) sieht, geht es vielen anderen noch deutlich schlimmer. Meinen Diabetes habe ich mit Sport im Griff, Deine Knochen sind bald wieder heil: Ansonsten sind wir beide (hoffe ich) kerngesund. Und es geht uns gut, wir können uns dieses schöne Hobby leisten - finanziell und zeitlich. Und daß dann manche Leute (vor allem Nichtsportler) nicht begreifen können, daß wir gerne schwitzen und daß das natürlich ist (Ihhhh!!!), das geht uns vermutlich beiden __ _____ vorbei.

    Komm bald wieder "in die Pötte" und bleibe uns als "Laufphilosoph" erhalten!
    Gruß vom NordicNeuling

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