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    Standard Nürburgring-Lauf oder mein Lauf duch die grüne Hölle 2015

    Hallo an alle, ich bin ein begeisterter Leser hier im Forum. Jetzt habe ich mich auch endlich registriert und wollte als ersten Post meinen Laufbericht vom Nürburgring-Lauf 2015 veröffentlichen.

    Kurz zu mir, ich bin 37 Jahre jung :-) und laufe jetzt seit ca. 3 Jahren. Meine bevorzugte Wettkampfdistanz ist HM aber auch was es so drum herum gibt. Wie z.B. Nürburgring mit 24,4Km. Oder auch mal einen Wettkampf über 10Km.

    Laufbericht Nürburgring-Lauf 25.7.2015
    Das war jetzt mein 2. Lauf am Nürburgring. 2014 bin ich einen Tag davor angereist und habe noch schnell 5 Runden auf der Nordschleife mit dem Auto gedreht bevor es am Samstag dann mit den Laufschuhen auf die Rennstrecke ging. Am Ende habe ich für die 24,4Km 2Std.und 36min gebraucht. Meine angepeilte Ziel zeit von 2:30 habe ich also verpasst und so kam mir schon im Zielbereich der Gedanke, nächstes Jahr komme ich wieder.



    2015 habe ich mich erst recht spät entschlossen am Nürburgring zu laufen da mein Training am Anfang des Jahres seht schleppen verlief. Als ich aber dann am Trollinger Halbmarathon in Heilbronn 1:46 gelaufen bin habe ich wieder Feuer gefangen. Ich habe mich dann auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht was sich als nicht so einfach herausstellte. Ok ich sichere mir erst mal einen Startplatz und ein Zimmer wird sich dann schon finden. Aber an diesem Tag hatte ich nur Pech. Meine Onlineanmeldung war nicht möglich und eine Faxanmeldung ging auch nicht. Vielleicht soll es ja nicht sein habe ich mir gedacht und das Thema Nürburgring-Lauf war eigentlich für 2015 abgehakt.
    Bei einem Trainingslauf kam mir das Thema Nürburgring wieder in den Sinn. Ich hatte also doch noch nicht ganz damit abgeschlossen. Währen ich dann da so vor mich hin Trappte kam mir die Zündende Idee. Ich Reise Samstag morgens an, da brauch ich schon keine Zimmer. Und das die Fahrt von 320Km nicht so eintönig wird nehme ich noch einen Kollegen mit der aber Fahrradfahrer ist. Aber dann dem gleichen Wochenende ist ja Rad am Ring und Nürburgring Fan ist er auch, also sollte was für ihn dabei sein. Nach dem Training gleich mal eine Mail an den Kollegen rausgehauen und siehe da er war nicht abgeneigt. Es ließ sich auch gleich noch ein weiterer Kollege für den Ausflug zum Nürburgring gewinnen. Dieses mal hat es dann auch mit der Onlineanmeldung geklappt.



    Also machten sich ein Läufer, zwei Mountainbiker, 2 Mountainbikes und ein Paar Laufschuhe am Samstag den 25.7. auf den Weg zum Nürburgring. Abfahrt war 4 Uhr morgens da wir nicht genau wussten wie groß der Andrang ist und ich auch noch meine Startunterlagen abholen musste. Um 8:45 Uhr ist der Start für den Nürburgring-Lauf angesetzt, sollte also reichen. Die Anreise verlief ohne Probleme, so früh ist ja auch noch nichts los. Um 7:15 Uhr waren wir dann am Ring. Und siehe da, richtiges Eifelwetter. Dunkle Wolken , nur 15 Grad und viel Wind! Super!! Ich machte mich gleich auf den Weg in die Box um meine Startunterlagen abzuholen. Lief alles Reibungslos und schnell so das wir auch noch Zeit hatte etwas zu essen. Als wir dann so in der Box Standen fing es an zu Regnen. Dazu kam noch der Wind so das der Regen fast quer daher kam. Ich hatte ja noch 45min bis zum Start. Da kann sich in der Eifel Wettertechnisch schon noch was tun. Und so war es dann auch. 15 min vor dem Start habe ich meinen Rucksack abgegeben und da hatte der Regen schon aufgehört.
    Punkt 8:45Uhr fiel der Startschuss und knapp über 1000 Läufer machten sich auf den Weg durch die grüne Hölle. Die ersten 3 Kilometer gehen über den Grand Prix Kurs wo sich die Teilnehmer von Rad am Ring eingerichtet haben. Einige kamen verschlafen aus ihren Zelten, konnten sich aber gleich aufraffen die Läufer anzufeuern. Die Stecke ist sehr Breit und so gibt es genug Platz für jeden. Ich habe den Start langsam angehen lassen da ich ja wusste was noch auf mich zukommt.
    Als es non der Rennstrecke auf die Nordschleife ging , gab es die erste Verpflegungsstation die ich aber erst mal ausgelassen habe. Ab jetzt geht es erst mal die meiste Zeit Bergab. Es kamen die Streckenabschnitte Hatzenbach, Hocheichen, Quiddelbacher Höhe, Flugplatz und Schwedenkreuz. Zwischen Flugplatz und Schwedenkreutz warteten auch schon meine 2 Kollegen die mit mir angereist waren um mich anzufeuern. Bis Kilometer 6 lief alles ganz ordentlich mit einem Schnitt von 5:05min/Km. Es kam der Abschnitt Fuchsröhre den ich wie die Top Rennwagen auch voll gelaufen bin!! :-) Auf den nächsten Kilometern konnte ich noch zulegen und lief eine Pace von um die 4:45min/Km. Der harte Teil kommt ja erst noch. Am Adenauer Forst traf ich dann auch wieder auf meine Kollegen, das sollte aber auch das letzte mal sein das ich sie vor dem Ziel sah. Ich versuchte also auf den kommenden Bergabsücken noch etwas Zeit gut zu machen. Es ging über die Abschnitte Metzgersfeld, Kallenhard in Richtung Breitscheid, den tiefsten Punkt des Laufs. In Breitscheid ist Kilometer 11 den ich in 54min 56sek passierte. Für den ersten Abschnitt war das OK. Aber jetzt sollte erst der schwere Teil beginnen. An dem Stück Ex-Mühle sagte noch ein Läufer neben mir „endlich Berge“. Ob er wusste was jetzt kommt habe ich nicht gefragt. Die nächsten 5Km ging es nur Bergauf über die Abschnitte Bergwerk, Kesselchen, Klostertal, Karussel und nochmal steiler hinauf zur Hohen Acht. Ich musste den langen anstieg 3 mal eine schnelle geh pause einlegen. An der Hohen Acht angekommen gab es erst mal eine Verpflegungsstation die ich nicht auslassen konnte. Es war schon ein hartes Stück Arbeit.
    Jetzt war das schwerste stück geschaft und ich brauch die Geschichte nur noch heimlaufen habe ich mir gedacht. Aber das ständige auf und ab über die Streckenabschnitte Wippermann, Eschbach, Brünnchen Pflanzgarten und Schwalbenschwanz forderten mich mehr als gedacht. Beim einbiegen auf die Gerade der Döttinger Höhe kommen schon noch mal Zweifel auf ob es sein musste Teilzunehmen. Aber dann Arschbacken zusammen und durch. Wie lange so eine Gerade sein kann ist schon unglaublich!!!!! Nach der Döttinger Höhe gab es an der Antoniusbuche nochmal eine Verpflegungsstation wo man von den Helfern nochmal auf die letzten Kilometer eingeschworen wurde. Mit den Aufmunternden Worten der Helfer fachte auch bei mir wieder der letzte Funke auf. Noch ein Schluck Wasser und dann wieder anlaufen. Die Beine waren schwer wie Blei aber ich erinnerte mich an ein Statusfenster auf meinem Handy als ich eine Aktivität vorzeitig beenden wollte „aufgeben ist keine Option“!! Und so Kämpfte ich mich über Tiergarten zur Startzielgerade wo dann auch der Zieleinlauf war.



    Total erschöpft aber Glücklich habe ich dann in 2 Stunden 17 Minuten 59 Sekunden das Ziel erreicht



    Persönliches Ziel erreicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



    Im Fahrerlager traf ich dann auch wieder auf meine sehr dreckigen Kollegen. Die aber auch gleich sagten „das können wir aber nächstes Jahr schon wieder machen“! Wir habe uns dann noch ein Eifelsteck (Currywurst mit Pommes) gegönnt und uns dann auf unseren 320Km langen Heimweg gemacht.



    Es war trotz des nicht ganz so schönen Wetters eine tolle Veranstaltung die ich jedem empfehlen kann.

    Gruß A1910 (Andreas)

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